16. Juni 2016

»Deutschland ist noch lange nicht am Ende«: Berlin, Demo am Freitag!

Gastbeitrag / 47 Kommentare

Am morgigen Freitag soll in Berlin eine Großdemonstration der Identitären Bewegung Deutschland zum Jahrestag des Arbeiteraufstands in der DDR 1953 stattfinden. Zu erwarten ist ein deutliches Signal, was die IB in der Bundesrepublik zu leisten imstande ist. Am 11. Juni fand unter dem Motto "Europa verteidigen" bereits eine Demonstration der IB Österreich in Wien statt. Martin Sellner war natürlich dabei; seine Eindrücke und gesammelten Erfahrungen schildert er in einem Gespräch:

 Gastbeitrag

Gastbeitrag

  • Sezession

SEZESSION: Rund 800 Teilnehmer bei der Identitären-Demo in Wien? Ist das viel, ist das wenig, paßt das in Ihren Fahrplan?
SELLNER: Es waren 800 bis 1000 Teilnehmer, laut eigenen und polizeilichen Schätzungen. Wenn man einen Linie zwischen den drei europäischen Demos in Wien zieht, merkt man Jahr für Jahr eine deutliche Steigerung. Wir sind damit zufrieden. Das Wichtigste ist es, gerade im roten Wien den Linken nicht die Straße zu überlassen und sich nicht zurückzuziehen. Trotz der massiven Gewalt und dem nicht zu leugnenden Risiko, dem man sich auf der Demo aussetzt, kommen jedes Jahr mehr junge und alte Teilnehmer. Das macht uns Mut.

SEZESSION: Es gab Verletzte auf Ihrer Seite, Sie haben Bilder direkt von der Demo und aus dem Krankenhaus veröffentlicht. Was genau ist passiert, wie ist die Lage?
SELLNER: Die Linksextremen haben uns zeitweise mit einem Hagel aus Geschossen eingedeckt, darunter Glasflaschen, Böller und faustgroße Steine. Die Polizei war völlig unterbesetzt und damit unfähig, diesen Attacken Einhalt zu gebieten. Ein junger Aktivist und ein älterer Herr erlitten schwere Schnittwunden, ein 26 Jahre alter Hamburger brach unter einem Steinwurf zusammen. Er mußte notoperiert werden. Sein Schädelknochen wurde aufgeschnitten; er liegt im Moment noch im Spital und ist gottseidank am Weg der Besserung. Ein junger Teilnehmer erlitt durch einen Steinwurf eine Fraktur des Unterarms. Weiters wurde ein Pensionist mit einem Böller getroffen und erlitt dadurch einen schweren Hörschaden, der bis jetzt anhält. Das ist im Jahr 2016 der Preis, wenn man im Zuge einer angemeldeten Demo gegen den Asylwahnsinn auf die Straße geht. Wir werden das nicht vergessen, und wir werden auch nicht vergessen, wer dafür verantworlich ist.

SEZESSION: Sie haben im Vorfeld stark mit internationaler Beteiligung geworben – was ist das für ein Konzept? Klingt ja gut, aber was trägt's am Ende aus?
SELLNER: Diese Demo ist, gerade weil sie nicht direkt auf akute politische Fragen reagiert, bereits eine Art Fixpunkt der europäischen Identitären Bewegung geworden. Jedes Jahr treffen junge Aktivisten aus ganz Europa zusammen und bilden die erste Reihe der Bewegung, die in Österreich mittlerweile die patriotischen Massen erreicht hat. Die Demo in Wien ist für uns jedes Jahr aufs Neue eine Vergewisserung, daß wir alle an einem Strang ziehen, daß uns von Paris bis Belgrad, von Berlin bis Rom ein Zeichen und eine Aufgabe vereint. Jedes Jahr zeigen wir so aufs Neue, daß wir die Phase des Nationalismus und Chauvinismus hinter uns gelassen haben und, anders als die EU, eine echte europäische Zukunftsvision in uns tragen. Die Einheit in der Vielfalt, die Verteidigung des Eigenen und die Achtung des Fremden: Das ist der Geist des neuen Europa, und es ist kein Fehler, daß er in den Hexenkesseln auf Wiens Straßen geformt wird.

SEZESSION: Warum ist die Identitäre Bewegung in Österreich so stark, warum arbeitet sie dort so erfolgreich und mobilisierend, woraus speist sich ihre Anziehungskraft? In Deutschland zieht das ja längst nicht so durch.
SELLNER: Unsere Stärke liegt vor allem im rastlosen und unbedingten Einsatz eines kleinen Kreises an „Vollzeitaktivisten“, die dafür ihr Privat- und Berufsleben sowie ihr Studium geopfert haben. Nur das gegenseitige Vertrauen auf die Zuarbeit und den Zusammenhalt ermöglicht die langfristige Planung von Strategien und kurzfristig umgesetzen Aktionen. Vor allem findet sich in vielen einzelnen Personen in Österreich auch die seltene Verbindung von theoretischer Tiefe und Bereitschaft zur Tat, einer ehrlichen, neurechten Einstellung und einer volksnahen Sprache. Die neue patriotische Bewegung in anderen Gegenden leidet oft darunter, daß diese Befähigungen in verschiedenen Personen immer nur einzeln auftreten oder nur einzeln ausgebildet werden. Den Aktionisten fehlt es manchmal an theoretischer Überzeugung und einem echten weltanschaulichen Aufbruch. Theoretiker, welche die Sache grundsätzlich verstanden haben, sind oft keine Aktivisten. Der entscheidende Mittelweg ist allerdings nicht angeboren, sondern eine innere Haltung, die sowohl die theoretische Gleichgültigkeit des bloßen Aktionismus als auch die intellektuelle Eitelkeit des Theoretikers bricht. Gottseidank gibt es aber auch in Deutschland einige wichtige Leute, die diesen Typus verkörpern oder ihn verkörpern könnten. Ich hoffe, daß sie mehr und mehr den entscheidenden Schritt tun und ihr gesamtes Potential in die Waagschale werfen werden. Und das Potential in Deutschland ist insgesamt groß. Gerade die begeisterte und opferbereite Teilnahme vieler junger Deutscher bei der Demo in Wien zeigt, wie viel Kraft und Energie in ihrem Land liegt: Es ist noch lange nicht am Ende. Ich hoffe, das ist der Geist, den sich viele Aktivisten mit auf den Heimweg nahmen.


 Gastbeitrag

Gastbeitrag

  • Sezession

Kommentare (47)

Reaktionär (Julius)
16. Juni 2016 14:33

Polizei und Verfassungsschutz ermitteln wegen Moderversuchs:
https://www.polizei.gv.at/wien/presse/aussendungen/presse.aspx?prid=5A69593852483571624F383D&pro=0

Der linke Standard (derstandard.at) berichtet darüber:
Identitären-Demo: Ermittlungen wegen Mordversuchs
https://derstandard.at/2000039074436/Ermittlungen-gegen-Demo-Steinwerfer-wegen-Mordversuchs

In diesem Artikel im Standard lautete der erste Satz - bevor er offenbar aufgrund massiver Proteste richtig gestellt wurde - wie folgt:

Nachdem ein 17-Jähriger bei einer Demonstration gegen die rechtsextremen Identitären am vergangenen Samstag in Wien durch einen Steinwurf schwer am Kopf verletzt worden war und notoperiert werden musste, ermittelt das Landesamt für Verfassungsschutz nun wegen Mordversuchs.

Und da soll man nicht von "Lügenpresse" sprechen?

Gustav Grambauer
16. Juni 2016 17:02

Ein paar Worte Jahrestag des "Aufstands":

Der 17. Juni ist in ganz andere Hinsicht ein Grund zum Feiern und in ganz anderer Hinsicht ein Grund zum Heulen als die meisten sich das in ihren wildesten Phantasien vorstellen könnten.

Er war das Fanal für die Sowjetarmee, um gegen die GPU in die Offensive zu gehen. Die sowjetischen Zeitungen berichteten im Dezember 1953 von einem "Prozeß" gegen Berija - da war der wohl schon ein halbes Jahr tot. Es wird gemutmaßt, Marschall Shukow habe ihn bei seinem Putsch gegen die Lubjanka persönlich in dessen Diensträumen mit seiner Dienstpistole erschossen.

Ulbricht hat zu der Zeit immer von "den Feinden der DDR" gesprochen: nur Eingeweihte wußten, daß damit vor allem der sowjetische Geheimdienst gemeint war. Der Aufstand war Ergebnis einer "Strategie der Spannung", überall wurde - künstlich - der Druck im Kessel erhöht: ob mit der Verweigerung der Repatriierung der Kriegsgefangenen aus Sibirien (im Zuständigkeitsbereich des sowjetischen Innenministeriums, also Berijas), ob mit in die Absurdität gesteigerten Fehlentscheidungen in der Wirtschaftspolitik (Selbmann), ob mit den Waldheimer Prozessen (Benjamins "Bluthilde"), ob mit allerhand False-Flag-Aktionen und der Schaffung eines Klimas "kurz vor dem Durchdrehen" (ein großer Teil der sog. "Kriegs- und Boykotthetze" wurde von der Stasi ausgeheckt, Zaisser), ob mit dem karikaturhaften politischen Fanatismus in den Schulen (die Ehefrau von Zaisser) oder ob mit der in die Lächerlichkeit ("Dädärätätä") getriebenen Propaganda (Eisler, Norden, Herrnstadt).

(Quiz-Frage: Was haben alle diese Namen gemeinsam? ...)

Geostrategisch (sofort wurden z. B. die diplomatischen Beziehungen mit Israel abgebrochen und der Ostblock hat sich insbesondere Nasser zugewandt) und für das russische Volk eine vorzügliche Entwicklung, für uns Deutsche eine janusköpfige Tragik: Berija, einer der größten Verbrecher des 20. Jahrhunderts und wie gesagt Anheizer der Misere, hatte die Wiedervereinigung nach Art. 146 GG gewollt. (Ob er sie, hätte er den Machtkampf nach Stalins Tod gewonnen, gegen Adenauer durchgesetzt hätte, ist eine andere Frage, das Abfeiern des "Tages der Deutschen Einheit" in Bonn war großteils reine Heuchelei.) Im Gegenzug sollten deutsche Baufirmen in der UdSSR ein Autobahnnetz bauen und anderes. Berijas Emissäre sollen mit dem ehemaligen Reichskanzler v. Papen verhandelt haben, ob er noch einmal bereit wäre, deutscher Reichskanzler zu werden.

Feiern wie heute die Paradoxie der Geschichte.

- G. G.

Der Klaus
16. Juni 2016 17:27

Zu dem Herrn mit dem Gehörschaden durch Böller:

Für die Behandlung von Gehörschäden durch Lärm eignet sich ionisiertes Magnesium sehr gut. Verla 300 Magnesium Granulat oder Magnesium Diasporal 300mg als Granulat sind da zu empfehlen. Es verbessert die Durchblutung und regt die Regeneration der Haarzellen in der Cochlea an. Durch den Böller werden wahrscheinlich auch Haarzellen abgebrochen oder ausgerissen sein, da ist dann natürlich nichts mehr zu machen, aber zumindest die beschädigten Zellen werden wieder regeneriert. Magnesium dient auch zur Vorbeugung von Hörschäden durch Lärm wie die Israelische und US Armee herausgefunden hat.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8135325

Magnesium ist aber nur zu empfehlen wenn keine Nierenschäden vorliegen. Diese könnten sich durch das Magnesium verschlechtern. Für Gesunde ist dieses Mineral als Nahrungsergänzungsmittel aber kein Problem. Ich nehme es selber seit 3 Jahren.

Auch die Magnesium Dosis ist sehr wichtig. Der Herr sollte sich von 300mg täglich auf bis zu 1600 mg am Tag steigern. Dabei sind aber die Abstände zwischen den Einnahmen zu beachten. Ca. 3 Stunden zwischen den Gaben, also 5 mal am Tag für insgesamt 1500mg sollten genügen. Nimmt man in zu kurzer Zeit Zuviel Magnesium auf, gibt das nur Durchfall der allerdings wieder verschwindet sobald das Magnesium ausgeschieden ist. Diese hohe Dosis soll die Regeneration stark verbessern. Der Herr sollte es aber langsam angehen lassen, die Dosis also von Tag zu Tag steigern und die höchste Dosis dann etwa 5 - 7 Tage beibehalten.

Die von mir erwähnten Produkte erhält man in jeder Apotheke.

Außerdem sollte der Herr sich sportlich betätigen, soweit möglich. Sport erhöht den Sauerstoffgehalt im Blut und damit regenerieren die Hörzellen besser.

Obst, genauer Vitamine sind ebenfalls wichtig.

Bei so einem Knalltrauma ist es eher unwahrscheinlich das sich die Hörminderung und der vermutliche vorhandene Tinnitus vollständig behandeln lassen, wie gesagt permanente Schäden wie abgebrochene Hörzellen sind wahrscheinlich, aber zumindest eine deutliche Verbesserung der Beschwerden sollte möglich sein.

Diese Methode habe ich vor 3 Jahren selber ausprobiert und damit einen fast 15 Jahre altes Knalltrauma auf dem linken Ohr durch Gewehrfeuer teilweise behandeln können. Tinnitus und Hörverlust sind zwar nicht ganz weg, aber deutlich verbessert wie Hörtests und das eigene Empfinden ergeben haben.

Der Klaus
16. Juni 2016 17:38

Eine wichtige Sache noch: Es muss ionisiertes Magnesium sein, das billige aus dem Supermarkt (Magnesiumcarbonat oder Mg-Sulfat), bringt so gut wie gar nichts weil es vom Körper kaum verarbeitet, sondern gleich wieder ausgeschieden wird. Die von mir erwähnten Magnesium Sorten enthalten Magnesium-Citrat, das der Körper auch verarbeiten kann.

Monika
16. Juni 2016 17:39

Ich bin tief erschüttert über den Mordversuch an dem jungen Mann.
Bitte veröffentlicht eine Spendenadresse für die Opfer linker Gewalt.
Ich wünsche dem jungen Mann eine gute Genesung und vollständige Wiederherstellung.
Solidarische Grüße
Monika

siehe auch hier die Leserbriefe:
https://www.krone.at/Oesterreich/Steinwurf_Nun_Ermittlungen_wegen_Mordversuchs-Identitaeren-Demo-Story-515379

John Haase
16. Juni 2016 18:00

@ Reaktionär
Als mittlerweile endlich fertig studierter Arzt vermute ich nach Lektüre bei Facebook mal, daß der junge Mann entweder ein Epiduralhämatom (Blutung zwischen äußerer Hirnhaut und Schädelknochen) oder wahrscheinlicher ein akutes Subduralhämaton (Blutung zwischen zwei inneren Hirnhäuten) erlitten hatte. Beides ist selbst mit moderner Medizin sehr häufig tödlich oder heilt zumindest nicht folgenlos aus.

Außer Frage steht jedenfalls, daß die Identitäre Bewegung ohne die erfolgte neurochirurgische Behandlung ihren ersten Toten zu beklagen hätte.

Das Verhalten der Antifa und was die Schreibtischtäter bei der Presse daraus machen ist derart widerlich, daß ich es hier nicht weiter kommentieren kann, ohne daß es justiziabel wird.

Der Gutmensch
16. Juni 2016 18:15

Ich empfinde die Berufung auf den Aufstand am 17. Juni 1953 als befremdlich.

Die historische Anbindung erschließt sich mir nicht und für eine Vereinnahmung war das eine zu ernste Situation.

d. G.

t-mann
16. Juni 2016 18:54

Gut so, lasst Euch nicht einschüchtern, sondern beweist weiterhin Mut und Standhaftigkeit!!!

Zur Ergänzung...ich kann nur nachdrücklich empfehlen, die anwesenden Linksfaschisten mit "Nazis raus!"-Rufen zu traktieren. Das macht nicht nur viel Spass, es erzwingt einen Rollenwechsel...schauen Sie selbst in die Gesichter der roten SA, sie werden staunen. Und ein bisschen unartiger sein tut auch der IB gut, man soll halt Maß halten können. Immer dran denken: Linksnazis sind auch Nazis, eben antideutsche Rassisten, sollsollen sie auch behandelt werden.
Und Frechheit siegt, deswegen muss sie ja nicht zwangsläufig mit Gewaltättigkeit gekoppelt sein.

Besten Erfolg am Freitag, ich werde unterstützen!

niekisch
16. Juni 2016 21:31

"...die Phase des Nationalismus und Chauvinismus hinter uns gelassen"

@Martin Sellner: hinsichtlich des Chauvinismus, also national initiierter Überheblichkeit, halte ich das für richtig. Aber können wir j e g l i c h e n Nationalismus, d.h. den weltanschaulich begründeten Willen zur Nation, jemals wirklich verabschieden? Müssen wir uns auch hier wieder einmal der Begriffsdiktatur des mainstreams unterwerfen? Was soll an die Stelle des Willens zur Nation treten? Identität? Diese ist doch nur ein Teilaspekt des Nationalismus, der biologisch- evolutionäre, kulturelle, politisch -weltanschauliche und ästhetisch - künstlerische Elemente beinhaltet. Der Nationalismus ist gegenüber der Identität ein Mehr, weil er schon begrifflich die Bindung an die Geburtsgemeinschaft enthält, demgegenüber Identität völlige Übereinstimmung bedeutet. Was stimmt womit völlig überein? Da ist der Auslegung Tür und Tor geöffnet. Auch der bewußten Fehldeutung. Die "neue Rechte" ist nicht deswegen schon neu, weil sie Begriffe der "alten Rechten" ohne besseren Ersatz entsorgt.

Viel Erfolg für die morgige Demo!

Harald de Azania
16. Juni 2016 21:48

@ Ein Aufstand patriotischer Arbeiter gegen ein tyrannisches Regime der EU- pardon der UdSSR mit Knecht Andrea Ulbricht .. ah was sage ich, Walter Merkl ... oh nein Andrea Merkl ... oh Gott .. Walter Ulbricht ,, jetzt "homas' eine befremdliche Anknuepfung/

Keine Bessere gibt es!

@ Demo in Wien >>> No pasaran ..den Ruf kennen wir ! "Han pasado"

HdeA

www.rationalstandard.com

Der_Jürgen
16. Juni 2016 23:28

@niekisch

Volle Zustimmung! Über die Verwerflichkeit des Chauvinismus sind wir uns einig, aber ich finde es befremdlich, dass die Identitären - für die ich grösste Bewunderung hege - den "Nationalismus" ebenfalls verurteilen. Da "Nationalismus" und "Chauvinismus" von Martin Sellner getrennt genannt - und abgelehnt - werden, sieht er offenbar einen Unterschied zwischen diesen beiden Begriffen. Welchen? Wie definiert Sellner den "Nationalismus"?

Ich persönlich definiere ihn als Eintreten für die Lebensrechte der eigenen Nation sowie für die Bewahrung ihrer Kultur. Dasselbe wollen aber auch die Identitären. Für mich ist sind ein "Identitärer" und ein "Nationalist" also ein und dasselbe.

Ein deutscher Nationalist und ein französischer Nationalist müssen heute, wo der Streit um Elsass-Lothringen längst nicht mehr aktuell ist, logischerweise Bundesgenossen sein. Der Feind, der beide Nationen, die deutsche wie die französische, bedroht, ist ja ein und derselbe.

Da ich die Forderung nach einer Rückgabe der 1945 von Polen annektierten Ostgebiete an Deutschland für realitätsfern halte (was natürlich nicht heisst, dass die Barbarei der Vertreibung nicht schärfstens zu verurteilen wäre, aber wer, bitteschön, will einen neuen deutsch-polnischen Krieg und eine neue Vertreibung?), müssten auch deutsche und polnische Nationalisten eigentlich Verbündete sein. Erschwert wird die Zusammenarbeit in diesem Fall nicht nur durch die beiderseits noch vorhandenen Ressentiments, sondern vor allem durch die unterschiedliche Einstellung gegenüber Russland. Die polnischen Nationalisten sind in ihrer übergrossen Mehrheit tragischerweise immer noch antirussisch, die deutschen erfreulicherweise kaum noch.

maria
17. Juni 2016 00:51

...es ist unfassbar! Da ist jemand fast ermordet worden und dann basteln hier ein paar ganz Schlaue an Begrifflichkeiten herum.
Lasst mich raten, es sind diejenigen, die dann am Freitag in der ersten Reihe stehen...???
Meine Herren, bitte mehr Courage, sogar ich geh dahin! Es gibt Fahhradhelme für kleines Geld.

Bis dann in Berlin!

Nordlaender
17. Juni 2016 01:08

@ t-mann

""Zur Ergänzung…ich kann nur nachdrücklich empfehlen, die anwesenden Linksfaschisten mit „Nazis raus!“-Rufen zu traktieren. Das macht nicht nur viel Spass, es erzwingt einen Rollenwechsel…schauen Sie selbst in die Gesichter der roten SA, sie werden staunen. Und ein bisschen unartiger sein tut auch der IB gut, man soll halt Maß halten können. Immer dran denken: Linksnazis sind auch Nazis, eben antideutsche Rassisten, sollsollen sie auch behandelt werden."

Geht es noch? Jede ungebildete blinde Omma mit dem Krückstock kann schon an der Physiognomie erkennen, daß es sich bein den Globalisierungsanhängern der Antifaschisten um keine Angehörigen der Sturmabteilung Eures Leibhaftigen handelt.

Bei der Partei Eures Leibhaftigen handelte es sich um rechtsradikale Globalisierungsfeinde. Noch mehr strategische Eselei und Geschichtsklitterung geht nicht.

Anja
17. Juni 2016 01:24

Für mich stellt sich eine grundsätzliche Frage:

Warum werden eigentlich Gegendemos vom Gesetzgeber erlaubt?

Mal ganz abgesehen davon, daß ein Steinewerfer trotzdem seine Anschläge vollführen kann, so oder so.

Für mich ist das gewollt und vorsätzlich von seiten der rot-grün-linken Institutionen, weil sie bewußt Eskalationen zwischen den verschiedenen Gruppen (bzw. Mordanschläge) in Kauf nehmen.

@Der Klaus

Vielen Dank für die wertvollen Tips!

Ansonsten: Der 17. Juni ist ein guter und denkwürdiger Tag, finde ich.

E.
17. Juni 2016 08:33

Hier findet man einen Erklärungsversuch der Identitäten, warum sie nicht „nationalistisch“ sind: https://identitas-gemeinschaft.info/?p=1215 Ich für meinen Teil kann mich da nur Jürgen und Niekisch anschließen. Dennoch, jeglicher Kritik zum Trotze, hat es die IB-Österreich geschafft, eine professionelle Aktionskultur zu etablieren, welche man in Inhalt und Ausführung nur begrüßen kann. Weiter so.

franz spitzauer
17. Juni 2016 09:26

Als Teilnehmer der Identitären-Demo in Wien ist mir aufgefallen, wie sehr solche Veranstaltungen doch Armin Mohlers Begriff des "physiognomischen Zugriffs" bestätigen - und zwar im tatsächlichen wie im metaphorisch ästhetischen. Die österreichischen Identitären haben es - große Leistung - tatsächlich geschafft, aus dem traditionell statischen rechten Milieu in Österreich so etwas wie den Tatmenschen zu destillieren. War das rechte Milieu jahrzehntelang quasi unfähig und unwillig, den Kampf um die Straße aufzunehmen, hat sich das mit den Identitären geändert. Zum spürbaren Entsetzen aller Linken, die sich auch rein ästhetisch als Verlierer fühlen müssen. Denn auch das hat die IB-Demo in Wien gezeigt: die geiferenden Gegendemonstranten alle miteinander mehr oder minder häßliches Volk ohne Stil - blasse Typen in grauslichen Kleidern. Wer einen Beweis braucht für die Behauptung, die meisten Linken seien irgendwie häßlich, besuche eine IB-Demo und beobachte und fotografiere die Gegendemonstranten. Auch die, nur halt ex negativo, Beleg für die Richtigkeit des "physiognomischen Zugriffs". Forza, IB!

Der_Jürgen
17. Juni 2016 09:33

@E.
Danke für den Hinweis; ich stiess dadurch noch auf ein paar andere lesenswerte Beiträge auf der Website der Identitären. Sie definieren den Nationalismus einfach anders als Nikisch, Sie oder ich.

@Nordlaender
Zustimmung zu Ihrer Kritik an t-mann. Es ist eine Unsitte, den politischen Feind als "Nazi" zu bezeichnen. Wenn die Antifanten das tun, heisst das noch lange nicht, dass wir ausgerechnet diese steinewerfenden Primitivlinge nachäffen sollten.

An alle:

Falls ein Forist eine nationale polnische Organisation kennt, die weder antideutsch noch antirussisch, aber gegen die Nato ist, wäre ich für eine Meldung dankbar. Ruch Narodowy, mit denen manche Nationalisten/Identitäre kooperieren, nimmt eine antirussische Position ein und ist schon deshalb als Bündnispartner ungeeignet, mögen seine Positionen auch in anderern Punkten den unseren gleichen. Mit tschechischen Patrioten scheint die Zusammenarbeit eher zu klappen, wie aus der Meldung der Identitären über ein Sommerlager in Frankreich hervorgeht, wo auch tschechische Kameraden vertreten waren.

cherusker69
17. Juni 2016 09:50

@Anja, natürlich sind diese Antifa Aktionen gewollt, sie werden auch noch Staatlich finanziert.Man kennt ja das ganze schon aus den 80 iger Jahren.
Wer diese Zeit miterlebt hat der kann ein Lied davon singen.

Ich kann nur sagen, diese etablierten Parteien und Organisationen ist alles Recht was Patrioten schadet, es wird alles in Kauf genommen und ich betone alles. Da spielen auch tote keine Rolle, soweit würde ich gehn.

Die Zerschlagung der Nationen ist eine ausgemacht Sache und da Deutschland das wichtigste Land in Europa ist muss man sich nicht wundern, dass diese Angriffe bei uns am heftigsten sind.

Ich kann nur hoffen das es den Betreffenden bald wieder gut geht . Man darf dieses Opfer auch nicht alleine lassen, auf keinen Fall.

E.
17. Juni 2016 10:48

An Jürgen: Was ist mit „Zmiana“? Diese ist patriotisch und pro-russisch.

Rumpelstilzchen
17. Juni 2016 11:06

Liebe Maria,

Sie sprechen mir mal wieder aus dem Herzen. Das theoretische Gesülze hier ist unerträglich. Wie sagte mein alter Geschichtslehrer ( Gott hab ihn selig) immer: " Mit euch werden wir den nächsten Krieg wieder verlieren".
Na, ja.
Bald bringt der antaios Verlag ja das Buch mit den drei Knochengestellen heraus.
https://antaios.de/gesamtverzeichnis-antaios/einzeltitel/31733/der-weg-der-maenner

Dann dürfen sich die Männer hier wieder übertreffen .
Klapper, klapper.....Säbelrassel....

Nordlaender
17. Juni 2016 12:09

@ Rumpelstilzchen

"Das theoretische Gesülze hier ist unerträglich. Wie sagte mein alter Geschichtslehrer ( Gott hab ihn selig) immer: “ Mit euch werden wir den nächsten Krieg wieder verlieren“."

Sie versäumen nichts. Die Trauben ganz oben am Strauch sind nämlich ungenießbar. Danke, daß Sie die Runde hier ein wenig auflockern mit Ihrer Scherzeinlage, ich finde es amüsant, wie Sie sich auf einen Mann, Ihren Geschichtslehrer, berufen, um Ihrer Stimme mehr Gewicht zu verleihen.

Der_Jürgen
17. Juni 2016 12:13

@E.

Danke, werde mich in naher Zukunft kundig machen. Die Leute von Zmiana werden sicher eine Website haben.

niekisch
17. Juni 2016 12:20

"…es ist unfassbar! Da ist jemand fast ermordet worden und dann basteln hier ein paar ganz Schlaue an Begrifflichkeiten herum.
Lasst mich raten, es sind diejenigen, die dann am Freitag in der ersten Reihe stehen…???"

@Maria & Rumpelstilzchen: das Gesülze steht schon ein wenig in Zusammenhang mit den Opfern der Gewalt: die Phalanx der Widerständigen wäre nämlich ein wenig breiter, dikutierten wir freier über die grundlegenden Begriffe, sähen über weltanschauliche Differenzen hinweg, machten Ernst mit dem Prüfen geschichtlicher Gegebenheiten, zögen die Schranke erst dann hoch, wenn strafbare Handlungen außer Meinungsdelikten in Rede stehen, um uns von Pfui - Kameraden abzusetzen.

Meine Hochachtung haben die Identitären in jedem Fall, auch wenn ich nicht in Berlin sein kann und deren Nationalismus - Bergriff noch einmal prüfen muß.

In der ersten Reihe muß ich nicht mehr stehen. Denn ich habe schon 1970 in Notwehr eine Polizeikette durchbrochen, wurde mit Betonplatten beworfen, mit einem Luftgewehr durch Antifa beschossen, die wirtschaftliche Existenz meiner Eltern wurde durch Geschäftsboykott vernichtet, ich selber war durch den sog. Radikalenerlaß als Gerichtsreferendar bedroht, meine Wohnung wurde wegen eines Gedichts mit angeblich rechtsradikalem Inhalt durchsucht und meine Bibliothek beschlag- nahmt, erkennungsdienstliche Maßnahmen durchgeführt und mehrfach ein Rede- und Kontakaufnahmeverbot in schriftlicher behördlicher Form gegen mich ausgesprochen.

Als Säbelrassler sehe ich mich schon rein garnicht, eher als einen Gegenteiligen seit 1965, dem Jahr, als ich den ersten Klebezettel gegen Ludwig Erhard an einen Laternenpfahl pappte und damit mein widerständiges politisches Leben begann.

Obi Wan Kenobi
17. Juni 2016 12:39

Die Entsorgung des Nationalismus halte ich auch für problematisch. Martin Sellner und die "Identitäre Bewegung" knüpfen hier wohl an die Nationalismuskritik von Alain de Benoist an, der im Nationalismus nur eine andere Form des Egoismus auf kollektiver Ebene zu sehen vermag. Aber ist das wirklich überzeugend? Gehört der Nationalismus nicht sogar zu den wenigen Kräften, die gerade eine Überwindung des individuellen Egoismus zugunsten eines altruistischen Verhaltens ermöglichen? Ohne den Nationalismus der Osteuropäer, der Mazedonier, Ungarn, Slowenen, Kroaten, wäre Syrien mittlerweile entvölkert und Europa weitgehend überrannt. Außerdem lässt sich der Komplex der Nation logisch nur schwer vom Komplex der Identität trennen. Jedes Kollektiv mit starker Identität wird sich wohl eines Tages als Nation definieren. Die IB hat hier also noch einiges an klärender begrifflicher Arbeit vor sich.

Viel Erfolg für die Kundgebung!

Benedikt Kaiser
17. Juni 2016 14:24

@Der_Jürgen: Es gibt in Polen zumindest eine kleine Denkfabrik, die prorussisch und Anti-NATO orientiert ist: das linksnationale »Europejskie Centrum Analiz Geopolitycznych«. Mateusz Piskorski (er ist derzeit inhaftiert) ist der Leiter, man kooperiert in Deutschland mit Manuel Ochsenreiters »German Center for Eurasian Studies« und argumentiert stark Putin-affin. (Und steht der Minipartei Zmiana nahe.)
Insgesamt ist der polnische Nationalismus aber – wie der deutsche, wie der kroatische und serbische, wie der russische – stark gefährdet, in Chauvinismus umzuschlagen. Das hat die Geschichte leider gezeigt und zeigt es aktuell auch: Die Nationalradikalen etwa sind großpolnisch, antirussisch, antiukrainisch, partiell antideutsch, antialles. Das liegt freilich stark an den historischen Vorbildern, die man wählt und die eben entsprechend wirkten. In CZ ist das anders, dort ist mir kein einziger Fall begegnet, in dem man sich auf antideutsche (z. B.) historische Vorbilder beruft! Tschechische Identitäre oder Nationale oder Rechte sind dementsprechend selten antideutsch, die Jugend ist da äußerst aufgeschlossen und interessiert. Der Chauvinismus im tschechischen rechten Lager ist bei den »Rechtspopulisten« zuhause, nicht bei den weltanschaulich orientierten Kreisen.

Davon abgesehen ist die französische identitäre Bewegung diesbezüglich einmal mehr weiter als die deutschsprachige in BRD und BRÖ: Der alte Bloc Identitaire gab etwa unter dem Motto »Region, Nation, Europa« (das schaute man sich von der Französischen Volkspartei, PPF, der 1930er ab!) eine interessante »postnationalistische« Gesprächs- und Artikelsammlung heraus (Orientations Identitaires, Bd. 1), die zu diesem Komplex moderne Standpunkte diskutiert.

niekisch
17. Juni 2016 15:10

"In CZ ist das anders, dort ist mir kein einziger Fall begegnet, in dem man sich auf antideutsche (z. B.) historische Vorbilder beruft! Tschechische Identitäre oder Nationale oder Rechte sind dementsprechend selten antideutsch, die Jugend ist da äußerst aufgeschlossen und interessiert."

@ Benedikt Kaiser: das mag auch daran liegen, daß seit einigen Jahren in CZ eine überraschend ehrliche Aufarbeitung der tschechischen Geschichte mit den Deutschen erfolgt und hin und wieder das große Erschrecken ob der Verbrechen an der deutschen Bevölkerung 1945/46 ausbricht:

deutscheridentitärer
17. Juni 2016 17:55

Sie versäumen nichts. Die Trauben ganz oben am Strauch sind nämlich ungenießbar. Danke, daß Sie die Runde hier ein wenig auflockern mit Ihrer Scherzeinlage, ich finde es amüsant, wie Sie sich auf einen Mann, Ihren Geschichtslehrer, berufen, um Ihrer Stimme mehr Gewicht zu verleihen.

Naja Recht hat sie trotzdem.

Der Kommentarbereich ist hier ziemlich vor die Hunde gegangen im ungefähr letztem Jahr, seit sich hier einige Leute rumtreiben, die sichtlich gerne um des Redens willen reden, ohne substantiell etwas beizutragen.

An sich ist das nur die nervige Begleiterscheinung jedes erfolgreichen Internetforum und ist verschmerzen, aber wenn es hier gerade eben darum geht, wie etwas "auf der Straße", also jedenfalls abseits der Sicherheit der Anonymität ausgekämpft wird, kann einen das schon etwas irritieren.

Der Gutmensch
17. Juni 2016 19:18

Lieber Nordländer!

Habe Rumpelstilzchens und Ihre Konversation mit Interesse verfolgt, obgleich ich auch nicht ganz verstehe, wie man mit bewaffneten Gerippen auch nur ein Weib, geschweige denn - einen ganzen Krieg! - gewinnen will. Aber die Herren M. L. und Raskolnikow werden es schon wissen, nicht wahr, wem wollte da schon bange sein. Und nun lassen Sie mich in weiblicher Nachgiebigkeit einen drauf flöten: https://www.youtube.com/watch?v=GgxoV4kY8ro.

d. G.

contact high
17. Juni 2016 20:58

Sicher, der Nationalismus-Begriff genießt kein besonderes Renomee mehr, ich frage mich aber, mit welchem Etikett man sich versieht, wenn irgendwann der Patriotismus ähnlich verbrannt ist? Die Heimatfreunde? Zudem hatte die "alte Rechte" diesen innereuropäischen Chauvinismus größtenteils auch schon vor über einem Jahrzehnt überwunden, beim Hess-Marsch 2004 waren damals schon Tschechen, Schotten, Engländer, Ungarn, Kroaten, Italiener, Schweden usw. und diese waren wirklich extra angereist und nicht ohnehin vor Ort wohnhaft. Ist völlig in Ordnung wenn man sich vom alten NW abgrenzt, aber manches wirkt schon sehr an den Haaren herbeigezogen. Ansonsten muss ich sagen, dass das alles nicht mehr meine Welt ist. Ständig mit Unterlassungs- und Verleumdungsklagen konfrontiert zu sein, oder selbst mit welchen zu drohen, ist mir zu Krämerhaft. Vielleicht irre ich mich aber kolossal, und die Reconquista erfolgt wirklich durch ein Geflecht aus Paragraphen.

Nordlaender
17. Juni 2016 22:01

@ deutscheridentitärer

Werter Identitärer, erst einmal ziehe ich meinen Hut vor all jenen, die unter ihrem Klarnamen für unsere Sache auftreten, Kubitschek, Menzel, Kosietza, Lichtmesz, Sellner und noch einige andere. Als ich vor einiger Zeit die 3sat-Reportage "Auf dem Rittergut" sah, löste das bei mir schiere Begeisterung und große Bewunderung für die Beteiligten aus.

Für die Identitären und Martin Sellner große Anerkennung für die zahlreichen Aktionen! Als Rechter teile ich die antirassistische Ausrichtung der Identitären allerdings ganz und gar nicht.

Mich gibt es nur virtuell, so muß hier mancher Austausch denn wohl asymmetrisch verlaufen. Den Informationswert des nun schon seit Jahren im Weltnetz kursierenden Mems "Tastenheld" habe ich nie begriffen. Wie können denn hundert angestrengte Seminare über Statik auch nur einen einzigen Mauerstein über den anderen legen? Nur ein Maurer ganz allein kann das vollbringen. Wer nun aber meint, eine Binse mitteilen zu müssen, der sollte sich keinen Zwang antun.

@ Der Gutmensch

"Aber die Herren M. L. und Raskolnikow werden es schon wissen, nicht wahr, wem wollte da schon bange sein."

Wäre der Türke Serdan Somuncu nicht schon nach eigenem Bekenntnis ein Künstler (eine grandiose Pointe eines ansonsten talentfreien Prommies!),wer hätte dieses leider schon lange verbrannte Prädikat am ehesten verdient, wenn nicht Freund Raskolnikow? Werte gutmenschliche Antipodin, bin als Bösmensch halt dazu verdammt, in dieser Welt der ethisch Besserverdienenden leben zu müssen, und eine einzige Zeile Raskolnikows, transportierend eine reiche Fülle aller erdenkbaren Schlechtigkeiten, teilt mir mit: "Bleib dran, der Schein trügt, es lohnt sich doch." Exzellenz, und wenn Sie in der Moderne auch nur noch vereinzelt, tropfenweise aufzufinden ist, ist ein Wert für sich selbst, verweist alles andere in den dritten Rang.

Und in Sachen Herr Lichtmesz: Der bloße Name spricht doch schon für sich. Ich kann diesem eigentlich nichts mehr hinzufügen. Wollen Sie etwa Eulen aus Athen hinaustragen?

Kaliyuga
17. Juni 2016 22:29

Danke, werter Herr Sellner, für Ihren Einblick.

Die Zeiten nun ernst und ernster. Doch in wachsender Not dringt der Blick nach und nach ins Wesentliche, endlich fällt er auf den Grund. Die Worte, dann die Taten folgen den Gedanken.

Ein Weib hat, an den Lippen ihres Lehrers hängend, den nächsten Krieg, der freilich schon da ist, im Visier. Hat sie die Söhne dafür geboren und genährt? Ihres ist ja weder die Theorie, noch die Tat. Die eine verschmäht sie, sie kann auch nie das Ihrige sein, für die andere ruft sie je nach dem Mann.

C. Grenz
17. Juni 2016 22:38

Ich halte die Zuschreibung rechts/links für überhaupt überholt und nicht zielführend. Obschon Anti-Identitäre in den letzten 40 Jahren die Linke gekapert haben, bedeutet das keineswegs, dass die politische Linke die Agenda der Identitären abzulehnen hat. Vielmehr vollstrecken die anti-identitären Kreise mit ihrer Multikulti-Ideologie die geostrategischen Ziele der neoliberalen Migration. Unbegrenzte Mobilität von Menschen und Kapital, Forum Shopping, Steuerflucht, Schwächung der Ordnungspolitik, Auflösung der Nationalstaaten, Identitäten und Völker wird von den Wirtschaftsverbänden wie dem BDI vorangetrieben, welche die Konkurrenz in der Arbeitnehmer maximieren möchten und die Arbeiterschaft spalten und entsolidarisieren. Je unverträglicher und in der Praxis problematischer die uns "geschenkte" Einwanderung, desto zielführender - der ganz normale und natürliche "Alltagsrassimus", den die "antifaschistische" Linke krampfhaft und nur durch Repression und Gewalt übertüncht, erledigt den Rest. Hin ist die Solidarität in der Arbeiterschaft. Die Reallöhne stagnieren. Politik wird machtlos. Die Arbeitgeber setzen einseitig ihre Interessen durch. Man kann den Effekt gut am Beispiel der USA sehen, die US-Amerikaner nicht mal eine allgemeine Krankenversicherung annehmen wollen, die ihnen fast aufgenötigt werden muss. Die Leute sind also nur die nützlichen Idioten der neoliberalen Kriegs- und Spannungsagenda. Es braucht deshalb nach meinem Empfinden auch linke Perspektiven gegen diese Kreise, die alles, was eint und sich den Verwertungsmechaniken entgegen setzen, bekämpfen. Alles dekonstruieren und relativieren, was Identität und Widerstandsfähigkeit schaffen könnte.

Das vielversprechende Novum sind die Online-Medien, durch die Gegner gezwungen sind zuzuhören und sich selbst ein Bild zu machen und von ihren Vorurteilen gegen rechts zu reinigen. Wirklicher Wandel entsteht erst, wenn der Widerstand gleichsam in der Linken wächst, die sich vor lauter Menschenfreundschaft von den Neoliberalen gamen lässt für ihre Zwecke.

Anja
17. Juni 2016 23:14

"Gehört der Nationalismus nicht sogar zu den wenigen Kräften, die gerade eine Überwindung des individuellen Egoismus zugunsten eines altruistischen Verhaltens ermöglichen? Ohne den Nationalismus der Osteuropäer, der Mazedonier, Ungarn, Slowenen, Kroaten, wäre Syrien mittlerweile entvölkert und Europa weitgehend überrannt. Außerdem lässt sich der Komplex der Nation logisch nur schwer vom Komplex der Identität trennen. Jedes Kollektiv mit starker Identität wird sich wohl eines Tages als Nation definieren."

@Obi Wan Kenobi

Ganz meine Meinung, aber meine philosophische Ader ist zu unterentwickelt bzw. untrainiert, um in diesem Forum mithalten zu können :-((

@cherusker69

Vielen Dank und ich weiß das ja auch, aber dem muß doch endlich mal mit einem Gesetz abzuhelfen sein bzw. einem Gerichtsbeschluß oder sind die alle für die Katz`...hier im linken Deutschland. Laßt uns den rechten Weg gehen, so oder so...der doppelte Sinn ist das Ziel.

Andreas Walter
18. Juni 2016 01:16

Die Identitären sollten sich meiner Meinung nach weiter nur auf provokante Stechnadelaktionen im Stiel von Greenpeace konzentrieren.

Natürlich kann ich den Wunsch vor allem der jungen Männer nachvollziehen, auch mal richtig Markieren, Präsenz zeigen zu wollen, doch ich glaube, dass schüchtert den durchschnittlichen, falschinformierten Bürger eher ein, so ein Flaggenmeer, als das ihn das wirklich beruhigt oder sogar mit Hoffnung und Stolz auf seine selbstbewusste Jugend in Aufbruchstimmung erfüllt.

Das ihr Europas Bundisten des 21. Jahrhunderts seid, dass versteht ja auch hierzulande leider noch kaum jemand, und das waren damals ausserdem mehr junge Leute, als ihr das im Augenblick noch seid.

Bietet den Prügelknaben der etablieren Parteien daher keine Angriffsfläche, denn darauf warten die doch nur. Reingehen, und wieder raus. Ihr müsst wie eine Geisterarmee sein, die zwar noch nie jemand gesehen hat, doch die für alle unübersehbar, überall und unvorhersehbar ihre Spuren hinterlässt. Ein Bund, wie ihn aber vielleicht nur Bundisten auf die Beine stellen können, ohne unterwandert und dadurch verraten zu werden. Das ist die Herausforderung.

Darum wollten damals auch so viele irgendwann zu Greenpeace, doch nur die wenigsten wurden genommen, durften Aktivisten werden. Das war immer nur ein innerer Kreis, deren Aktionen nur die wenigsten kannten. Der Rest musste erstmal als Zuträger seine Loyalität unter Beweis stellen, wusste immer nur so viel, wie es für seine Gruppe unbedingt notwenig war. Klassische Guerillataktik eben, nur halt ohne Gewalt, sondern ausschließlich auf Pro-paganda ausgelegt.

Denn Europa und seine Kulturen und Menschen vor weiterer Überfremdung zu retten ist doch wohl auch ein ebenso ehrenwertes Ziel wie Rettet die Wale. Das ist also schon OK so, was ihr da macht und vorhabt.

Rumpelstilzchen
18. Juni 2016 06:30

Die Zeiten nun ernst und ernster. Doch in wachsender Not dringt der Blick nach und nach ins Wesentliche, endlich fällt er auf den Grund. Die Worte, dann die Taten folgen den Gedanken.
Ein Weib hat, an den Lippen ihres Lehrers hängend, den nächsten Krieg, der freilich schon da ist, im Visier. Hat sie die Söhne dafür geboren und genährt? Ihres ist ja weder die Theorie, noch die Tat. Die eine verschmäht sie, sie kann auch nie das Ihrige sein, für die andere ruft sie je nach dem Mann.

@ Kaliyuga

Männer, macht Euch nicht lächerlich ! Seid doch nicht so humorfrei !
Den nächsten Krieg hat sie im Visier. Aber auf ganz andere Weise.
Sie hat Söhne geboren und genährt. Aber nicht dafür, dass diese unter die "Araber von übermorgen" fallen.( Tolle Buchbesprechung von Ellen Kositza übrigens, "der Claudia Schiffer der Schönen Rechten".)

Sie ruft auch nicht nach dem Mann.
Ein Mütterkomitee (Mütter all der im modernen Straßenkrieg totgetretenen jungen Mönner und begrapschten und vergewaltigten Mödchen)
würde für den Anfang genügen. Etwa so:
https://www.igfm.de/russland-gus/mord-an-rekruten/
Besagter Lehrer hat auch gesagt: "Erst denken, dann reden" !
In diesem Sinne....

Gustav Grambauer
18. Juni 2016 08:42

Harald de Azania

"Ein Aufstand patriotischer Arbeiter gegen ..."

Dear friend of Elegance and Style

Since when are YOU in favour of workers uproars???

- G. G.

Der Gutmensch
18. Juni 2016 09:30

Aber,

lieber Nordländer - ich wollte doch nix gegen Herrn M.L. oder gegen Herrn Raskolnikow sagen. Ich finde nur eben das Cover des Buches ... nun ja, sagen wir: Nicht gerade ermutigend! Aber ich bin ja auch eine Frau; was weiß ich schon, was die Herren der Schöpfung im Grunde ihres Herzens motiviert ... Onkel Freud hätte gewiss eine Erklärung parat gehabt ...

d. G.

Nordlaender
18. Juni 2016 10:12

@ Rumpelstilzchen

"Besagter Lehrer hat auch gesagt: „Erst denken, dann reden“ !
In diesem Sinne…."

Möglichkeit A wäre, daß es Ihnen gelingt, sich von Ihrer Fixierung auf uns Männer zu befreien, Möglichkeit B, diese voll und ganz zu akzepieren. Beide Wege führten dazu, daß Sie fürderhin diesen Diskurslimbo nicht mehr nötig hätten.

niekisch
18. Juni 2016 11:12

"Reingehen, und wieder raus. Ihr müsst wie eine Geisterarmee sein, die zwar noch nie jemand gesehen hat, doch die für alle unübersehbar, überall und unvorhersehbar ihre Spuren hinterlässt."

@Andreas Walter: angesichts der Verhältnisse, insbesondere hier in Westdeutschland, vollkommen zutreffend. Die totale Macht ist immer noch auf der anderen Seite. Es eignen sich für solche nahezu unangreifbaren überfallartigen Aktionen nahezu alle Veranstaltungen im öffentlichen Raum, selbst Grillpartys von Systembonzen, städtische Orgien der Verlehung von Staatsbürgerschaftsurkunden, Helfertreffs von Flüchtlingshelfern, Theater und Konzerte, selbst Elternabende in Schulen und Kindergärten.

Fast jedes Verheizen von Aktivisten wird damit vermieden, der Kostenfaktor und Organisationsaufwand ist eher gering. Zugleich bleibt noch Zeit zur inneren Festigung sowie zum Vernetzen. Nicht zu unterschätzen auch der Erkenntnisgewinn durch direkten Kontakt mit dem Volk oder seinen Verrätern.

Nehmt Euch die "Nester" des Kapitan Codreanu zum Vorbild!

Obi Wan Kenobi
18. Juni 2016 16:55

"…es ist unfassbar! Da ist jemand fast ermordet worden und dann basteln hier ein paar ganz Schlaue an Begrifflichkeiten herum.
Lasst mich raten, es sind diejenigen, die dann am Freitag in der ersten Reihe stehen…???"

@Maria: Ich hoffe, dass hier niemand meinen Debattenbeitrag mißverstanden hat. An erster Stelle steht jetzt natürlich die Ermittlung der Täter von Wien und die hoffentlich rasche und vollständige Genesung des jungen Identitären aus Hamburg.

Ich werde alle mir zur Verfügung stehenden Kanäle nutzen, um diese Schandtat bekanntzumachen.

herr k.
18. Juni 2016 18:07

Ich bin mir mehr als sicher, dass die Wirtschaft mit ihren Lobbyverbänden eine Strategie des Gegeneinanders beabsichtigt hat. So gehen Rechte auf Linke, Rechte auf Moslems (obwohl die doch die gleichen Feinde haben, die Kulturvernichter, sie sind halt nur so doof und treffen die Zivilbevölkerung) und Linke gegen Linke.
Achja, und Rechte gegen Rechte. Da war ja noch was.
Am Ende lacht der Lobbyverband.

Aber: wir werden denen das Handwerk legen, und die sich abzeichnende Rezession wird so gewaltig sein, dass da kein Stein auf dem anderen bleibt. Nuit debout lässt grüßen, übrigens auch durch patriotische Kräfte. Was dann übrig bleibt, wird keinem Smartphone-Syrer attraktiv zum Bleiben sein. Hallelujah.

cherusker69
18. Juni 2016 21:00

@Anja, mit einem Gerichtsbeschluss? tja das ist so eine Sache nicht wahr.
Ich kann nur sagen das die AFD sehr oft vor Gericht Recht bekommt, nur sind das oft Nachhut Gefechte.. Linke Ideologen haben sich in sämtliche Institutionen gesetzt, ja besetzt.. Ob in Parteien, Medien, Organisationen.

Wie es in der Sezession steht, es sind Netzwerke der Macht.. All das hat eine lange Geschichte.. Nur wem interessiert heute Geschichte? wer erzählt die wahre Geschichte, auch die Geschichte wird eben von bestimmten Leuten erzählt die gewiss nicht auf unserer Seite sind.

Ich kann aus früherer Erfahrung berichten, zu meiner aktiven Zeit und da ging es schon los. Es ist reine Ideologe, linken Ideologen geht es nicht um Recht und Gesetz, es geht Grundsätzlich auch nicht um Humanität, es geht um Ideologie, es ist immer um diese gegangen. Für mich ist Recht und Gesetz das wichtigste! für diese antideutschen Netzwerke aber nicht.

Solution
18. Juni 2016 21:18

Das Buch von Jack Donovan "Der Weg der Männer" bei Antaios wird die Debatte bestimmt befruchten. Es wird Zeit, daß wir "Männchen" wieder Männer werden.

Vor allem ist es eine Perspektive, die weit in die Zukunft weist. In seinem jüngsten Buch "Becoming a Babarian",das bestimmt auch bein Antaios erscheinen wird, zeigt Donovan, wie man in den USA mit alternativen Organisationsformen, d.h. mit "Stämmen" den voranschreitenden Niedergang mit einer möglichen Apokalypse überleben kann.

Wer wissen will, was die wahre Stärke der Männer ausmacht und wie man sich als Mann optimal organisiert, wird bei Donovans "Der Weg der Männer" viele gute Hinweise finden.

Es ist an der Zeit darüber nachzudenken, was man tut, wenn der Point of no return überschritten ist und es nur noch um das blanke Überleben unserer Art in einer feindlichen Umgebung geht.

Der Mann wird nur als Mann überleben und die ihm gestellten Aufgaben bewältigen können.

Für mich ist dieses Buch eines der wichtigsten dieses Jahrzehnts. Es schafft eine neue Grundlage für die Selbstbesinnung und steht für einen neuen Aufbruch jenseits der Computerwelt.

Der von Donovan vorgezeichnete Weg ist gangbar. Ich gehe ihn bereits.

Winston Smith 78699
19. Juni 2016 00:59

@deutscheridentitärer

Der Kommentarbereich ist hier ziemlich vor die Hunde gegangen im ungefähr letztem Jahr, seit sich hier einige Leute rumtreiben, die sichtlich gerne um des Redens willen reden, ohne substantiell etwas beizutragen.

Stimmt, die Labertaschen machen alles kaputt, das schöne Forum mit straffen Meldungen und Hauruck. Das Geschwätz ist viel schlimmer als das Getrolle, also das Herumschleudern von pauschalen und extrem vagen Vorwürfen, damit sich viele angesprochen fühlen und einander in Zank geraten.

... wenn es hier gerade eben darum geht, wie etwas „auf der Straße“ [..] ausgekämpft wird, kann einen das schon etwas irritieren.

Genau, auf auf zu den Waffen, die Resultate sind ja auch der Sache dienlich, wie man sieht. Schaut nur, was der Irre auf der Insel für sein Volk erreicht hat. .sua einorI

deutscheridentitärer
19. Juni 2016 10:17

Stimmt, die Labertaschen machen alles kaputt, das schöne Forum mit straffen Meldungen und Hauruck.

(...)

Genau, auf auf zu den Waffen, die Resultate sind ja auch der Sache dienlich, wie man sieht. Schaut nur, was der Irre auf der Insel für sein Volk erreicht hat. .sua einorI

Blabla, schöner hätten Sie meinen Punkt nicht bestätigen können, wobei sie oft interessante Sachen sagen, aber meist unter einem Berg aus Gerede verborgen.

Aber fühlen Sie sich bitte nicht emotional angegriffen, das hier ist nur das Internet und was hier in der Kommentarspalte abgeht, ist letztlich nicht kriegsentscheidend.

Verzeihen Sie mir also bitte meinen nostalgiegetrübten Blick auf frühere Forumszeiten, als sich hier noch regelmäßig Leute wie (Ex-)Meyer, Raskolnikow, Wawerka und Co. zu Wort meldeten und nicht Typen wie der Schweizer Professor mit Schreibzwang, der die Kommentarspalte in letzter Zeit immer wieder übefallartig mit seinen Ergüssen heimsucht.

angesichts der Verhältnisse, insbesondere hier in Westdeutschland, vollkommen zutreffend. Die totale Macht ist immer noch auf der anderen Seite. Es eignen sich für solche nahezu unangreifbaren überfallartigen Aktionen nahezu alle Veranstaltungen im öffentlichen Raum, selbst Grillpartys von Systembonzen, städtische Orgien der Verlehung von Staatsbürgerschaftsurkunden, Helfertreffs von Flüchtlingshelfern, Theater und Konzerte, selbst Elternabende in Schulen und Kindergärten.
Fast jedes Verheizen von Aktivisten wird damit vermieden, der Kostenfaktor und Organisationsaufwand ist eher gering. Zugleich bleibt noch Zeit zur inneren Festigung sowie zum Vernetzen. Nicht zu unterschätzen auch der Erkenntnisgewinn durch direkten Kontakt mit dem Volk oder seinen Verrätern.

Ein guter Punkt: Man vergisst angesichts der derzeitigen optimistischen Welle im rechten Lager gerne, dass der Westen der BRD im Grund genauso wie immer, d.h. eigentlich bedingt durch den Abwehrreflex angesichts der Veränderungen anderswo noch dogmatisch-absoluter links steht.

Rumpelstilzchen
19. Juni 2016 14:27

Oberflächlich erscheint das Phänomen paradox: Ausgerechnet jene Parteien, die sich den Kampf gegen die EU auf die Fahnen geschrieben haben, richten ihren Blick immer stärker über ihre Ländergrenzen. Nach dem Sieg von Norbert Hofer in der ersten Runde der österreichischen Präsidentschaftswahl Ende April gratulierten dem FPÖ-Kandidaten neben AfD-Chefin Frauke Petry auch die Front-National-Vorsitzende Marine Le Pen, der niederländische PVV-Vorsitzende Geert Wilders, Vertreter der rechtsnationalen italienischen Lega Nord sowie der ungarischen Jobbik.

in
https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/wie-die-afd-jugend-jenseits-der-grenzen-verbuendete-sucht-14295971.html

Da ist überhaupt nichts paradox. Die EU zerstört Europa. Nicht die Patrioten und Nationalen.

@ deutscheridentitörer

Auch ich vermisse Raskolnikow, Wawerka, Schlenger, Karst u. einige andere in diesem Forum. Und hoffe, jetzt, wo es rund geht, stoßen doch einige interessante Schreiber dazu.
Vor allem: Satire und Humor sind unverzichtbar !

"Gedankenschwer und tatenarm" nannte Hölderlin die Deutschen.
Nach dem großen Austausch sind die Neu-Deutschen gedankenarm und tatenschwer.
Dazwischen ist doch vieles noch denkbar !

Der Gutmensch
19. Juni 2016 19:14

@deutscheridentitärer

Der Schweizer Professor stellt seine Kompetenz zur Verfügung. Und das ist nicht wenig.

Die Deutschen sind schon zwei Mal mit dem Kopf gegen die Wand gerannt. Das ist die Ausgangslage. Entweder, uns ist dazu schon vor langer Zeit eine Strategie eingefallen, die es jetzt eben durchzuhalten gilt; ich weiß das genauso wenig wie Sie, uns fehlen nämlich beiden die Informationen. Oder man sollte von dem seit 70 Jahren mausetoten Gaul absteigen und sich wirklich neu orientieren, weil hier nur noch die Beerdigung ansteht.

d. G.

Für diesen Beitrag ist die Diskussion geschlossen.