07. Juli 2016

Mannsein über Bande

von Nils Wegner / 118 Kommentare

Nils Wegner ist studierter Historiker und arbeitet als Übersetzer und Lektor.

Seit diesem Montag nun liegt Jack Donovans The Way of Men in Übersetzung von Martin Lichtmesz erstmals deutschsprachig vor und wurde bereits knapp 500mal verkauft. Der Weg der Männer (hier entlang zum Buch!) enthält neben dem Originaltext und einem für die deutsche Ausgabe vom Autor verfaßten Vorwort zusätzlich je ein Nachwort von Lichtmesz und "Raskolnikow", den man aus den hiesigen Kommentarspalten sowie aus Tristesse Droite kennt:



Lichtmesz liefert einen kompakten Einblick in Leben und Werk Jack Donovans, der neben dem 2012 erschienenen und in der amerikanischen Maskulisten- und Bodybuilderszene längst zum Kultbuch avancierten The Way of Men mittlerweile fünf weitere Bücher veröffentlicht hat. Außerdem führt der Übersetzer in die bemerkenswerte Welt der tribalistischen "Wolves of Vinland" ein, denen sich Donovan angeschlossen hat und die ihre sehr eigene Form der Abkehr von Konsumterror und Hyperzivilisation praktizieren – eine Parallelwelt rauhester Männlichkeit.

Eine solche liegt ganz auf der Linie von "Raskolnikow", dessen Gedanken über Mut und Pflichtbewußtsein von Erinnerungen an militärische Erlebnisse durchzogen sind. Von Gärtnerkonservatismus kann hier nicht die Rede sein; vielmehr geht es um mögliche und um notwendige Haltungen in einer globalistischen Konsumsphäre, die alle Ecken und Kanten zugunsten besserer Vermarktbarkeit ebenso abschleift, wie sie das von Natur aus unbotmäßige Wesen der »Bandenmännlichkeit« (Lichtmesz) tabuisiert und zu kriminalisieren versucht.

Denn darum geht es Donovan: Die moderne Totalpazifizierung ist ebenso unnatürlich für die Männer wie das Leben als Konsummonade. Aus dieser instinktiven Spannung entstehen seelische Probleme, soziale Konflikte und vor allem eine fundamentale Unzufriedenheit – alles das stützt Donovan mit Erkenntnissen aus Evolutionspsychologie und -biologie ab. Der (ebenfalls schreibende) Kampfsportler Sam Sheridan nannte The Way of Men einen »nachdenklich stimmenden Traktat über das elementare Ringen der Männer«, und das ist das Dasein zwischen archaischem Stammeskriegertum und zivilisierter Mäßigung nach allen Seiten.

Jeder Mann, der bereits mehr als einen flüchtigen Gedanken in seine Rolle innerhalb unserer Gesellschaft investiert hat, wird an Der Weg der Männer nicht vorbeigehen können. Derart erfrischende Denkanstöße und provozierende Zuspitzungen hat es im deutschsprachigen Raum noch nicht gegeben – und wer sich etwa gegen Gender Mainstreaming positioniert, der sollte zuallererst einmal wissen, wo er eigentlich selbst steht!

+ Jack Donovan: Der Weg der Männer, Schnellroda 2016. 232 S., 16 € – hier bestellen und im Anschluß aktiv werden!

Nils Wegner ist studierter Historiker und arbeitet als Übersetzer und Lektor.

Kommentare (118)

Lucius de Geer
07. Juli 2016 17:25
Beim nächsten Foto bitte schonmal benutzte Boxhandschuhe platzieren ;-)

Gruß, ein Kampfsportler
Der_Jürgen
07. Juli 2016 17:30
Es liegt mir ja fern, den Paragraphen 175 wieder einführen und Männer wegen einvernehmlicher gleichgeschlechtlicher Beziehungen verfolgen zu wollen, aber ich möchte die Frage trotzdem loswerden: Warum muss uns ausgerechnet ein Homosexueller über männlichen Mut und männliches Pflichtbewusstsein aufklären? Fand man hierfür keinen geeigneten heterosexuellen Kandidaten?

Im Fall des ebenfalls homophilen Renaud Camus ist kein triftiger Grund gegen die Übersetzung und Verbreitung seiner Schriften gegen den Grossen Austausch ersichtlich, da dieses Thema nicht mit der sexuellen Orientierung des Autors in Zusammenhang steht (auch wenn man sich vorstellen kann, dass Camus' Kampf gegen den Austausch vielleicht nicht nur Patriotismus, sondern auch Sorge um das Schicksal der Homosexuellen in einem islamisierten Frankreich zugrunde liegt).

Doch bei Donovan liegt der Fall anders. Wenn wir die Rückkehr zu einer natürlichen Ordnung anstreben, brauchen wir als Ideologen nicht unbedingt einen Mann, dessen Lebensweise dieser natürlichen Ordnung zuwiderläuft.

Ich habe in Schnellroda schon viele Bücher bestellt, aber dieses gedenke ich nicht zu bestellen.
Lars Waldgaenger
07. Juli 2016 18:39
Das Problem der "verlorenen Männlichkeit" zieht sich seit den Kölner Silvesterereignissen wie ein zäher klebriger Faden durch die Netzwelt.

Ich kann mich aufgrund angestrengt wirkender Debatten zu diesem hoch überschätzten Thema des zunehmenden Eindrucks nicht erwehren, dass ein grundsätzlich - und damit meine ich außerhalb von tatsächlichen Notwehrlagen, die selbstverständlich angemessene Verteidigung gebieten - auf Konfliktvermeidung zielender, kulturvoller und vom eigenen Selbstbewusstsein getragener zwischenmenschlicher Umgang, sich keinesfalls in das Schema des "guten" Rechten einzufügen vermag.

Muss ich nun wirklich dem nächsten, der mich auf der Straße oder bei der Arbeit mit vermeintlich "schiefem Blick" bedenkt, unter Zuhilfenahme eines griffbereiten Pflastersteins den Schädel einschlagen, um mich wieder männlich fühlen zu dürfen?

Vielleicht halte ich es dann doch angesichts der drohenden strafrechtlichen Konsequenzen auf derartige Überschussreaktionen besser mit dem Spruch: Echte Männer essen keinen Honig, echte Männer kauen Bienen.
Solution
07. Juli 2016 20:45
Es ist gut, daß Antaios neben unseren eigenen guten Leuten immer mehr Autoren aus dem Ausland publiziert. Wir haben viel mehr gemeinsam, als man glaubt.

Das Buch von Donovan ist so ein Spitzenprodukt. Wenn man es liest, denkt man ständig: Genau, der bringt es auf den Punkt, was ich auch so empfinde. Endlich wird es mal konkret und hart ausgesprochen. Man zuckt manchmal zusammen, weil man den Spiegel vorgehalten bekommt. Man ist selbst zu wenig männlich und geht zu viele faule Kompromisse ein.

Ich habe mir schon nach der Lektüre der amerikanischen Ausgabe vorgenommen, an mir zu arbeiten. Das funktioniert. Werden wir wieder richtige Männer!

Endlich kann ich die deutsche Ausgabe auch an jene verschenken, die nicht so gut Englisch können. Das Buch wird sicher spielend über die erste Auflage kommen. Es gehört in das Bücherregal aller Männer - und Frauen.
Anja
07. Juli 2016 22:33
Habe das Buch heute bekommen und bin gespannt!

Vielen Dank!
Beta
07. Juli 2016 23:28
Es gibt immer noch eine erkleckliche Anzahl von Männern, die von ihren physischen und intelligenzmässigen Voraussetzungen her das Zeug zum patriotischen Alphatier haben. Die Manosphere macht einen entscheidenden Fehler, indem sie ignoriert, wie die Gesellschaft mit diesen Männern verfährt. Oft bleiben sie nämlich gerade nicht auf den unteren Rängen kleben, sondern sie machen durchaus Karriere. Das ist ganz primitiv: Wer schon auf dem Schulhof immer der Stärkste war, und eine gewisse Intelligenz sowie Opportunismus mitbringt, der wird qua Rückkopplungseffekt das entwickeln, was in dieser Gesellschaft als Führungsqualitäten angesehen wird. Letztendlich tendieren solche Männer dann zu einer narzisstisch-parasitären Charakterstruktur mit psychopathischen Zügen. In ihrem späteren Leben als Chef verdienen sie genug, um sich von den ärgsten Auswirkungen der Umvolkung abschirmen zu können, und auch, wenn sie sich unters einfache Volk begeben, verhilft ihre Physis ihnen dazu, weniger angegangen zu werden. Das feministisch-mysandrische System geht also mit denjenigen Männern, die am ehesten eine Gegenbewegung anführen könnten, eine perverse Allianz ein, wo jene im Austausch für Loyalität einen Teil ihrer Männlichkeit auf gesellschaftsschädigende Weise ausleben können. Dazu gehören auch sexuelle Gratifikationen, hat doch die sexuelle Revolution die von F. Roger Devlin konstatierte Umverteilung von Sex zur Folge gehabt: Mehr Sex für Alpha-Männer, die sich informelle Harems halten können, weniger Sex für Beta-Männer. Die Manosphere hat noch keine Lösung dafür gefunden, wie sie soclhe Männer, die sich noch als Gewinner des Systems fühlen, auf ihre Seite ziehen kann.
herr k.
08. Juli 2016 00:19
...da kann ich nur hoffen, dass möglichst viele das Buch lesen und ihre Freude am Kämpfen wiederfinden. Es gibt viele tolle Möglichkeiten, um sich da fortzubilden, das kann ich aus eigener Erfahrung berichten.

Allerdings bleibt mir noch ein Kritikpunkt: es klingt alles ein wenig zu schwarz-weiss. Auch der knochenbrechende Streetfighter benötigt soziale Fähigkeiten, um beispielsweise seinen kleinen Kindern etwas beizubringen oder mit seiner Partnerin über die gemeinsame Beziehung zu kommunizieren. Back to the Steinzeit ist ein wenig zu simpel, da nur die halbe Wahrheit.
Es ist immer sowohl als auch.
Peter Niemann
08. Juli 2016 05:00
Ich komme gerade vom Boxeinzelunterricht zurück, starre auf meine subkutane Mikroblutungen, fahre mir über mein Zweitagesbärtchen und kann jedem hier lesenden Mann nur empfehlen lieber boxen, mit Gewehren schießen, im Schmetterlingsstil (woran ich noch übe) durch das Schwimmbad zu "fliegen" oder selbst Armdrücken zu gehen als hier im Internetz zu sitzen und zu schreiben und zu schreiben. Ja, vielleicht ist das Buch das Rezept dafür.
Und ja, auch bei mir stehen Regale voller Bücher, auch ich würde in meiner Freizeit gerne lateinische Texte übersetzen (eine meiner Leidenschaften in Studiumstagen) oder an meinem Klavier Sonaten spielen, aber wir sind Männer und sollten uns genau darin üben, sollten unser Wesen leben, müssen raus, dieses Testosteron ausleben, denn sonst werden wir die linken Schwuchteln die uns stotternd irgendwelchen Blödsinn vorwerfen und sich hinter ihren kurzhaarigen linken Frauen verstecken!
Am Anfang stand die Tat, nicht das Wort, so meine ich.
Also: Kickboxen gehen, dann das Buch kaufen und erst danach, spätabends und wenn das nächste Kind gezeugt wurde, hier Texte schreiben...
enickmar
08. Juli 2016 07:31
Bin leider nur Beta ...
Solution
08. Juli 2016 09:22
Ich kann einige Kommentatoren hier nicht verstehen.

Zunächst einmal sollte man das Buch lesen, bevor man sich in Mutmaßungen ergeht.

Schwule und Lesben gibt es schon immer und wird es wohl immer geben, Das ist naturgegeben. Laut Kutschera sind es 4% der Bevölkerung. Niemand bezweifelt, daß die Reproduktion die alleinige Grundlage für unseren Fortbestand ist. Dazu gehören Mann und Frau und eine intakte Familie. Der Heterosexuelle ist der Normalfall. Das ist aber nicht das Thema des Buches.

Es gibt solche und solche Schwule. Tatsache ist, daß es auch Schwule gibt, die "richtige" Männer sind. Wer das Buch von Donovan liest und nichts über seinen persönlichen Hintergrund weiß, wird überhaupt nicht merken, daß es von einem Schwulen geschrieben wurde. Das Buch hätte genauso auch ein Hetero scheiben können.

Mir ist egal, ob ein Türke sich für ein deutsches Deutschland oder ein Schwuler für eine echte Männlichkeit einsetzt. Entscheidend ist das, was sie schreiben. Wenn es gut ist, ist es eben gut. Das Buch ist kein Buch über Homosexualität. Wäre es so, würde ich mich nicht dafür einsetzen, weil dieses Thema mich überhaupt nicht interessiert und ich gegenüber vielen Schwulen eine gesunde Skepsis hege. Donovan ist kein Schwulen-Apologet sondern ein Männlichkeits-Apologet. Am besten liest man einfach sein Buch.

Das Buch regt zur Tat an. Es regt an, Theorie und Praxis zu vereinen. Hier gelingt es endlich jemandem, sowohl Geist, wie auch Körper zu fordern und schon wird in einigen Kommentaren falsch gemutmaßt und lamentiert.

Donovan hat viel zubieten, weil er seine Thesen selbst lebt und ständig weiter experimentiert. Ich bin beeindruckt von den "Banden", eigentlich recht "normalen" Gruppen , die es in den USA schon gibt. Hier werden praktikable Antworten gefunden auf den atomisierten Einzelmenschen, der schwach und dekadent einem übermächtigen Staat, aber auch den Strukturen der Immigranten mit ihren Gangs, Clans und Familien gegenübersteht. Hier wird weit in die Zukunft geplant, was für den Ernstfall, die Apokalypse, überlebensnotwendig sein kann.

Lesen Sie das Buch und handeln Sie danach. Mit hat es, wie auch das darauf folgende Buch, persönlich dazu gedient, auch in fortgeschrittenem Alter wieder eine Perspektive zu entwickeln und meine Couch immer öfter zu verlassen.

Ich bin ein "Bandenbilder" unterschiedlichster Art geworden und fühle mich dabei gut. Jenseits von jeglichen Sekten oder dubiosen, völlig geschlossenen Gruppen, gibt es viele verschiedene Möglichkeiten sich mehr oder weniger stark zu organisieren. Dies ist auch eine experimentelle Antwort auf den Zerfall der bisherigen traditionellen Strukturen und vielleicht auch wieder eine Rückkehr dazu, die jedoch auf neuen, tragfähigen Grundlagen überlebensfähig ist.
Ein gebürtiger Hesse
08. Juli 2016 09:46
Sehr wichtiges Buch. Die Lektüre zeigt einem auf Schritt und Tritt, WO MAN ALS MANN STEHT - und ist gerade dort konstruktiv, aufbauend, wegweisend, wo es weht tut.

Allen hier Lesenden ein Exemplar in die Tasche.
Gustav Grambauer
08. Juli 2016 09:58
"Die Manosphere hat noch keine Lösung dafür gefunden ..."

"... an mir zu arbeiten. Das funktioniert."

"Man ist selbst zu wenig männlich ..."

"Auch der knochenbrechende Streetfighter benötigt soziale Fähigkeiten, ..."

"Es gehört in das Bücherregal aller Männer – und Frauen."

"... müssen raus, dieses Testosteron ausleben, denn sonst werden ..."

***

"Die musikliebenden Engel der christlichen Mythologie werden im Paradies der Progressiven* durch Sportlehrer ersetzt." - Gómez Dávila

Leute: "Treten wir endlich unser elendes Dasein als Mitteleuropäer 'in die Tonne'"! Die Typen in dem Film "Es war einmal in Amerika" (meine persönliche Weichenstellung 1984, in völlig gegensätzliche Richtung) hatten doch soooooooooo viel Stil!!!

Lars Waldgaenger: bin froh über Ihren Beitrag.

- G. G.
Gustav Grambauer
08. Juli 2016 09:59
Nachtrag: * jawohl, darauf deuten allein der techno- / soziokratische und teilweise zwangsgestörte Sprech in den obigen Zitaten.

- G. G.
Arminius Arndt
08. Juli 2016 10:05
@Beta,

Sie haben, finde ich, recht. Aber warum sollten diese von Ihnen beschriebenen erfolgreichen Männer überhaupt einen Grund haben, sich zu ändern oder gar politisch anders zu werden? Auf ein Damaskuserlebnis braucht man nicht hoffen.

An der "Männerprosa" der Männerbewegten oder wie man sie auch immer nennen mag, hängt daher irgendwie zumeist der Duft des Verlierers (auch wenn das auf das besprochene Buch ggf. nicht zutrifft - habe es noch nicht gelesen)

Was machen also die 99,9% Restmänner?

In früheren Zeiten, in denen es Stände und klare Hierarchien gab, konnte Mann in jedem Stand eine eigene Form der Würde entwickeln. Ja selbst in moderneren Zeiten gab es so etwas wie Klassenbewusstsein- und stolz. Heute ist alles verschliffen und verwässert.

Die übrigen Männer müssen daher zuerst einmal ihre eigene Würde wiederfinden und zwar höchst individuell, auch wenn sie keine Alphas sind (ggf. soll ja das besprochene Buch gerade dazu dienen, aber machen wir uns nichts vor: zu 99% wird man kein Alpha, sondern man ist einfach, da helfen auch keine Muckibuden etc., von daher geht es um die Erlangung der Würde der Restmänner und nicht darum, in den Wettlauf um den Alpha-Posten einzutreten).

Alternativ können sie sich auch zu kleinen Gruppen und Rudeln zusammenschließen, um sich über die Gruppe einen Vorteil zu verschaffen, was aber wiederum Führungsqualitäten von zumindest manchen darunter voraussetzen würde, womit sich der Kreis dann wieder schließt.

Fazit: Scheiß Evolution eben.
Nordlaender
08. Juli 2016 11:33
@ Solution

"Mir ist egal, ob ein Türke sich für ein deutsches Deutschland oder ein Schwuler für eine echte Männlichkeit einsetzt."

Könnte mir nicht einmal ansatzweise vorstellen, so ein hohes Maß an Chutzpah aufzubringen, mich als Deutscher in Japan für ein japanisches Japan einzusetzen oder in der Türkei für eine türkische Türkei.

Bin bei jedem einzelnen Ausländer mißtrauisch, der sich als Co-Patriot in die erste Reihe stellt, gehe immer davon aus, daß ein solcher sein eigenes Süppchen kocht. Derangepaßte Konservative liebt einen solchen freilich nicht selten, weil er wähnt, dieser erlöse ihn von dem Rassismusverdacht.

Einen einzigen Homosexuellen habe ich tatsächlich mal erlebt mit dem Auftreten eines Kerls. Ein Motorradfreund, der auch schon mal zugelangt hat, wenn ihm jemand dumm gekommen ist. Alle anderen von "na ja ..." bis "ei-dei-dei-dei".
Rosenkranz
08. Juli 2016 12:45
Statt das EM-Spiel zu schauen, habe ich mich gestern nun diesem Buch gewidmet. Allein schon durch die Zugabe von Raskolnikow ist dieses Buch wert, gelesen zu werden.

Meiner Meinung nach, soll dieses Buch der geschundenen Männerseele Mut machen, ja einen möglichen Ausweg aufzeichnen. Da ist es mir Wurst, ob der Autor nun Männer liebt oder nicht. Da die Flutung mit Einwanderern aus Afrika und dem Nahen Osten beständig weitergeht, (man rechnet mit 750.000 Neuankömmlingen in diesem Jahr) wird man sich in Zukunft immer weniger auf die Staatsmacht verlassen können.

Die entstehenden Bürgerwehren, besonders in Mitteldeutschland, sind ein erster gesunder Ausdruck dieses Zustandes. Es ist der erste zaghafte Versuch von Männern, sich der Gefahr entgegenzustellen. Leider werden diese Bürgerwehren von der öffentlichen Meinung, von volksfeindlichen Politikern und teilweise den Institutionen diskreditiert. Aber durch Jünger wissen wir, daß wenn die Institutionen anrüchig werden, das Recht, auf den noch ungebrochenen Einzelnen (Mann) übergeht.

Ich würde mich freuen, daß die Verkaufszahlen so hoch sind, damit Donovans neuestes Buch: Becoming The New Barbarians auch übersetzt werden kann. Und vielleicht wagt sich der verehrte Raskolnikow auch einmal an ein eigenes Buch heran.
ἄλφα
08. Juli 2016 13:18
Wow. Beta, was soll ich Ihnen sagen....

Ich fühle mich ob Ihrer Schilderung wieder einmal so richtig asozial, obwohl ich 15 Familien Lohn und somit Brot gebe. Habe gerade mein Freitagmorgensportprogramm hinter mir, denn freitags arbeite ich nie - warum auch, 20h Wochenarbeitszeit reichen aus, um alles am Laufen zu halten. Joggen, Liegestütze, Hantelbank, Sit-ups und ein bisschen Sandsack im Kellerfolter- und -fitnessraum - mit dem Gedanken, gerade Griezmann vor mir zu haben, obwohl man für diesen niedlichen Androgynen nicht zu trainieren bräuchte. In der Grundschule gab es seiner- und meinerzeit noch Kopfnoten, allesamt und jedes Jahr ein "ausreichend" für Betragen, Aufmerksamkeit, Fleiß und Ordnung. Ein furchtbarer Kontrast zu den ansonsten durchgehenden Einsern. Meine besorgten Eltern wollten mich nicht eine Kampfsport lernen lassen, da ich "zu aggressiv" sei. Mußte wg. meiner "Faulheit" dann aufs humanistische Gymansium (ad Frau Kositza: Leibnizschule, "Gymnasium für Jungen" stand damals noch am Altbau) und sollte durch Latein- und Griechischvokabellernen auf den rechten Weg zurückführt werden vom latent gewaltbereiten Unterrichtsstörer zum folgsamen Superstreber, was aber nur teilweise gelang. Desweiteren immer einen Kopf größer als die anderen Kinder bei einem Vater von 180 cm, letztendlich blieb ich bei 1,98 cm stehen. Später als Medizinstudent habe ich sicherheitshalber meinen (unauffälligen) Testosteronspiegel und meinen Karyotyp bestimmen lassen - gottseidank ein stinknormales 46,XY. Trotz kurzfristigen Erfahrungen in der Hooliganszene dann komplett den bürgerlichen Weg eingeschlagen, Staatsexamen, promoviert, Unilaufbahn, selbstständig gemacht und mehr Geld als für mich persönlich notwendig wäre verdient - allerdings habe ich 5 Kinder mit 3 verschiedenen Frauen, die ich alle geheiratet hatte, weswegen 2/5 meines Nettohonorars für Unterhaltszahlungen drauf geht. Meine 17 Jahre als ich jüngere Frau holt jetzt den 4-Jährigen Junior aus dem Kindergarten ab, freitagnachmittag ist immer Papa da, um ihm seine Wünsche zu erfüllen. Ich will nicht frühzeitig seine Männlichkeit initiieren, aber der Kleine liebt Autos und wollte schon als 3jähriger in der Bambinigruppe mit 4-6jährigen Fußballspielen, weshalb er heute um 17.oo Uhr zum Training gehen wird.

Außer im Verlag Antaios ein paar Bücher gekauft zu haben und der AfD beigetreten und ihr Geld gespendet zu haben, bin ich nicht in Erscheinung getreten und habe das auch zukünftig nicht vor, da die AfD den Weg aller Parteien gehen wird. Was sollte gesellschaftliches Engagement für einen Starken auch bringen, schützt doch unsere Gesellschaft die Schwachen vor den Starken. Zerfällt sie, werde ich Männer um mich scharen und mir alles holen, was ich will, falls meine humanistische Bildung meine Skrupellosigkeit nicht im Zaum halten kann.

Beta: "narzisstisch-parasitären Charakterstruktur mit psychopathischen Zügen."

Kann und will ich nicht abstreiten, alle 3 Adjektive treffen zu. Aber warum, Beta, wollen Sie asoziale Charaktere für die aktive Mitarbeit Ihrer Sache gewinnen?

Aber jeder ist so, wie er ist. Keiner der verkopften bartwuchslosen Bücherwürmer, die hier den Ton angeben, wird durch Jack Donovans Lektüre zur unkontrollierbaren wandelnden Zeitbombe werden, wenn er 3x täglich möglichst böse in den Spiegel guckt und einen Urschrei losläßt. Das hat man eben alles in sich - oder eben nicht. Schön, daß sich in dieser eierlosen Gesellschaft manchmal Ex-Meyer und Nordlaender sehen lassen, ansonsten fühlte man sich hier wie in der zum lila und regenbogenfarben beflaggten Kirchentag pilgernden Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen mit altphilologischen Grundkenntnissen.

Aber alle Qualitäten werden benötigt: Einer unserer Vorfahren spähte die Römer eben aus, eine Frau erhielt durch einen sexuellen Kontakt mit dem Feind wichtige Informationen, während sich der andere ins Bären- oder Wolfsfell warf und in seinem Kopf den Status auf "blinde Raserei" stellte:

grenjuðu berserkir,
guðr vas á sinnum,
emjuðu Ulfheðnar
ok ísörn dúðu
Martin Lichtmesz
08. Juli 2016 13:31
@ Der_Jürgen und andere:

Doch bei Donovan liegt der Fall anders. Wenn wir die Rückkehr zu einer natürlichen Ordnung anstreben, brauchen wir als Ideologen nicht unbedingt einen Mann, dessen Lebensweise dieser natürlichen Ordnung zuwiderläuft.


Ich fand das Buch inhaltlich überzeugend, und damit hat sich die Sache für mich erledigt.
Desprecio
08. Juli 2016 13:42
@ "Der Jürgen"

Mit Ihrem Kommentar stimme ich vollkommen überein.

Besonders mit Ihrem Fazit:

"Wenn wir die Rückkehr zu einer natürlichen Ordnung anstreben,
brauchen wir als Ideologen nicht unbedingt einen Mann, dessen
Lebensweise dieser natürlichen Ordnung zuwiderläuft."

Da ich aber selbst in letzter Zeit immer öfter mit der gerade
unter Rechten (Neurechten, Konservativen, Patrioten usw.)
grassierenden Distanzeritis nicht nur nicht einverstanden bin,
sondern mich sogar dazu entschlossen habe, diese strikt zu
bekämpfen, habe ich für mich die Entscheidung getroffen, ge-
rade auch den homosexuellen Donovan als einen nützlichen
Kampfgenossen zu betrachten, mit dessen Unterstützung ich,
hinter oder auch vor den Palisaden stehend, gemeinsam die
Feinde auf der Gegenseite bekämpfen werde.

Wenn wir die Auswahl unserer Mitstreiter in diesem Kampfe
auf möglichst viele ausdehnen, die mit uns eine gemeinsame
Front bilden können, könnte diese Frontlinie täglich stärker
und unangreifbarer werden.

Kleinliche Distanzeritis gegen Personen, denen u.a. von den
BRD-Staatsmedien jahrzehnte zurückliegende Verstöße gegen
politische Korrektheit vorgeworfen wird und gegenüber denen,
die von "unseren" Politikern als "Pack", "Dumpfbacken" und
"Nazis" bezeichnet werden, obwohl sie nur ihr grundgesetzlich
garantiertes Recht auf freie Meinungsäußerung wahrnehmen,
wird unsere gerade stärker werdende Front bis zur Unkenntlich-
keit ausdünnen.

Laßt uns stärker für unsere gemeinsamen Interessen eintreten !
Distanzeritis schützt uns vor der Verunglimpfung, "Nazis" zu sein,
mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ohnehin nicht.

Ich werde Donovan´s Buch also bestellen.
Johann
08. Juli 2016 14:28
Eine leidliche Diskussion, ob Schwule überhaupt "echte" Männer sein könnten. Nicht alle Schwulen sind diese klischeehaften Tunten, die uns gerne in den Massenmedien präsentiert werden. Diejenigen dieser Art, die ich bislang kennen gelernt habe, wirkten eher wie lebende Karikaturen. Um Sexualität geht es in dem Buch im Grunde gar nicht.

Ich mache immer wieder die Erfahrung, welche Probleme viele Kerle mit anderen Männern haben, wenn diese schwul oder schlicht schön sind. Da reicht es schon, dass sie nicht in der Lage sind, anzuerkennen, dass ein anderer Mann gut aussieht, oder dass er vielleicht "männlich" wirkt. So einen Stock im Hintern? Es geht hier schließlich schlicht um ästhetisches Empfinden und das Anerkennen von Werten oder Ausstrahlung. Zweifeln da heute so viele an sich selbst und ihrer eigenen "Männlichkeit"? Sehen sie sich konfrontiert mit eigenen Unzulänglichkeiten, dass sie nichts anerkennen können, oder dies vielleicht als Motivation zur Selbstoptimierung sehen? Damit zeigen sie doch nur, dass sie Zeitgeistkinder sind.

Selbst ein heterosexueller Schönling, so sehe ich mir doch gerne jemanden an, wie den Wikinger "The Golden One" (der politisch übrigens klar auf unserer Seite steht). Wieso auch nicht? Ich hege da keine Zweifel.
Und wenn ich mir dieses Gespräch hier (mit Donovan und Waggener) ansehe, so vermitteln die drei deutlich mehr Männlichkeit und Bedrohungspotential, als all die kümmerlichen Gestalten, die einem im Alltag begegnen.

https://www.youtube.com/watch?v=ctO5paAvPPk
schneekette
08. Juli 2016 14:31
Vorausgeschickt:
Die Werke von Donovan und ähnliche hinterlassen bei mir ein ambivalentes Gefühl. Ich verweise auf die Ausführungen von Beta und Arminius. Sie mögen ihre Berechtigung haben, aber vom Gefühl hinterlassen sie bei mir einen unangenehmen Geschmack: Das Propagieren der Sexualmoral einer Pavianhorde, bei der ein verbaler Oberpavian die 90% (!) Unterpaviane auffordert, sich doch gefälligst mal wie ein anständiger Oberpavian zu fühlen.

Im Übrigen IST die jetzige Situation - die ich zutiefst kritisiere - genau diese Sexual- und Allgemeinmoral der Pavianhorde!

Weiter:
Dieses Thema ist ein ganz wichtiges. Ich habe mich immer gefragt, was das eigentlich verbindende kastrierende Element war, was gesamtwestlich den Wahnsinn ermöglicht hat. Es mag den großen Plan geben etc, aber man muss feststellen, dass ab einer ganz bestimmten Generation jeglicher aufhaltender Widerstand erloschen ist.

Diese Generation ist anzusetzen bei denjenigen, die etwa nach 1990 Frührentner wurden - und damit eigentlich politisch interessant. Denn jede Parteibasis wird von ihren Frührentnern bestimmt.

Vorher gab es aufhaltenden Widerstand, nachher keinen mehr. Dass inzwischen allgemein mitgelaufen wird (egal welches Alter), spielt keine Rolle, das ist erklärlich. Aber dieser Bruch eben nicht. Die Frührentner vorher leisteten aufhaltenden Widerstand, die danach nicht.

Was war dieser Bruch? Die "Psychologie der Niederlage", Kriegserlebnis etc würde zwar vom Alter her noch passen - aber eben nicht erklären, warum es ein gesamteuropäisches - gesamtwestliches Phänomen ist.

Die 68er Generation ist es auch nicht, d.h. ein Phänomen der Selbsthysterisierung, was auf einmal durchaus beachtliche finanzielle und soziale Gratifikation brachte.
Nein, hier geht es um die Generation genau knapp davor. Es geht um die Generation, die als Frührentner versagt haben, die, pardon, bescheuertesten Ideen der 68er auszubremsen, wie es ihre gesamten Vorgänger noch gemacht haben - auch die linken Vorgänger.

Irgendetwas muss gesamtwestlich diese Männer - und darum geht es - zutiefst erschüttert haben - was nichts mit der Niederlage oder Krieg etc. zu tun hat.

Ich könnte mir vorstellen, dass es eine auf einmal auftauchende kastrierende Unsicherheit eine sich vollkommen gewandelte Sexualmoral gewesen ist. Auf einmal war eben nicht mehr klar, dass es schon irgendwie für jeden Topf einen Deckel geben wird. Auf einmal war eben nicht mehr klar, dass (Achtung, ironische Zuspitzung), so lange ein Mann weder säuft, noch auf dem Sofa herumgammelt, noch seine Frau betrügt oder vermöbelt, im Regelfall damit zu rechnen ist, dass die Partnerschaft erhalten bleibt.

Die Illusion - und für die genannten 90% handelt es sich um eine reine Illusion, jederzeit alles "frei" und anlasslos, d.h. willkürlich (!) verhandeln zu können, oder eben willkürlich kündigen zu können, stellt ganz objektiv eine völlig neue Situation dar.

Und es geht nicht darum, dass die Oberpavian jetzt sagen würde, er habe ja nie Probleme gehabt, sofort eine Neue zu finden.

Erstens geht es nicht darum. Zweitens stimmt das für 90% nur begrenzt, jedenfalls nicht ohne emotionale Schäden. Drittens ist es selbstverständlich so, dass jeder SO TUT, als sehe er das genauso wie der Oberpavian - aber nur, um überhaupt eine Chance zu haben, überhaupt mitspielen zu dürfen!

Letztens und damit verbunden
Es gab schon einige Diskussionen über Köln und Männlichkeit und und und... Es fällt mir über das bisher gesagte (und dies fiel mir schon schwer genug) nicht leicht, das auszudrücken, was ich zu sagen versuche. Insbesondere als sich anwesende Frauen äußerten, hier werde über Frauen gesprochen wie über eine seltsame Ameisenart.

Andererseits äußerten sich Frauen durchaus zu diesen Themen. Vorsichtig formuliert fiel mir dabei jedoch etwas auf - und dies scheint meinem vorsichtigen Eindruck generell bei Frauen häufiger als bei Männern bei Äußerungen vorzukommen.

Es wurde sehr häufig geäußert, was die Damen von den Männern erwarten würden. Ganz allgemein und neutral formuliert.

Man verstehe mich nicht falsch, wir Männer tun dies ja durchaus gerne - das ist wohl unsere natürliche Rolle.

Aber kein einziges Mal wurde auch nur andiskutiert, was wir, die Männer, eigentlich von den Damen erwarten - erwarten können und zu erwarten haben.

Nur ein Denkanstoß.
Arminius Arndt
08. Juli 2016 14:38
Warum gleitet die interessante Diskussion jetzt an dieser Randnotiz der sexuellen Ausrichtung ab?

Konservativ war es schon immer, dass es ziemlich egal ist, was hinter verschlossenen Türen abgeht, solange beide alt genug dafür sind und es einvernehmlich ist.
schneekette
08. Juli 2016 14:40
@Alpha

Bewundernswert. Danke, dass Sie mich an Ihrem Leben teilhaben lassen.
treu
08. Juli 2016 14:47
Wie man nicht erst seit US-Präsident Franklin D. Roosevelt weiß, der sagte: »In der Politik geschieht nichts zufällig. Wenn etwas geschieht, dann können Sie darauf wetten, dass es so geplant war«, passiert eben auch in diesem Lande nichts zufällig. Auch ohne in irgendeiner Art Verschwörungstheoretiker etc. zu sein, hat das Ganze durchaus System. Angefangen mit der Umerziehung der Deutschen nach dem verlorenen 2.WK durch die Sieger hat man ihm zunächst Begriffe wie Ehrgefühl, Nationalstolz und Patriotismus gründlich ausgetrieben. Fortgesetzt wurde dies dann mit der Feminisierung der männlichen Kinder und Jugendlichen in Kindergärten und Schulen. Den Rest erledigt seit Jahren der Medienbereich, der auf allen Kanälen mit allem wirbt, nur nicht mit starken, kämpferischen und selbstbewußten Männern, die notfalls auch kämpfen und sich erfolgreich wehren können. Auf das der furor teutonicus nie mehr erwache. Das Resultat sieht man in Köln und vielen anderen Orten, verweichlichte und verängstigte junge deutsche Männer können weder sich noch ihre Frauen geschweige denn Heim, Hof und Herd verteidigen. Eine feige und naive Waschlappen-und Gutmenschennation hat man aus den Deutschen gemacht! Die ehemaligen Tugenden werden verlacht und möglichst totgeschwiegen. Der Gipfelpunkt der Beraubung von Identität und Stärke ist dann jetzt die Genderisierung. Dieses Land schafft sich in der Tat selbst ab.
enickmar
08. Juli 2016 15:07
Joggen, Liegestütze, Hantelbank, Sit-ups und ein bisschen Sandsack im Kellerfolter- und -fitnessraum – …


Das ist was für Tunten.
Monika
08. Juli 2016 15:08
Sie meinen außerdem: „Der Weg des Mannes ist der Weg der Gang.” Warum sollte ich nur gut als Mann sein, wenn ich ein nützliches Mitglied einer Gruppe bin? Kann ich nicht ebenso als unabhängiges Individuum männlich bleiben?
....
Das sogenannte „unabhängige Individuum” wird letztendlich völlig vom Staat beherrscht und abhängig. Das ist nichts als eine Falle der Moderne, die es leicht macht, Männer zu kontrollieren. Und es bietet zugleich eine einfache Flucht vor der mitunter harten Beurteilung durch andere Männer.
......
Ohne eine männliche Gruppe mit klaren Vorstellungen von Ehre definiert sich Männlichkeit allein über Frauen und Sex. Männer entwickeln sich aber nicht als einsame, attraktive Cowboys. Sie waren schon immer soziale Tiere. Ihre Männlichkeit wurde immer an den Maßstäben einer männlichen Gruppe gemessen.
.......

Wir kennen das Leben in Männergruppen vor allem von Stammesgesellschaften oder Entwicklungsländern. Wie soll das auf einmal in unserer westlichen Wohlstandsgesellschaft möglich sein?

Staatlich sanktionierte Männergruppen wie die Polizei und militärische Bruderschaften beziehungsweise Verbände werden natürlich von Frauenintegration und Political Correctness stark zerfressen. Dahinter erweist sich aber echte männliche Stammesgemeinschaft als am stärksten, wenn der Staat am schwächsten ist. Eine Gang überlebt in Armenvierteln, Ghettos und ländlichen Gegenden, auch in westlichen Wohlstandsgesellschaften.


In
http://www.blauenarzisse.de/index.php/gesichtet/item/4771-sorgt-fuer-den-kollaps


Für Jack Donovan ist der Weg des Mannes die Gang. Da stellen sich mir doch Fragen:

1. Beim Aufeinanderprallen von Clan-Kulturen mit sogenannten hochzivilisierten Gesellschaften scheint mir der von Donovan beschriebene Weg der Männer für westliche Gesellschaften kein realistischer zu sein.
2. Es gibt keine westlichen Gangs, die es etwa mit den Türkenrocker -Gangs oder den Nafri-Gangs aufnehmen könnten. Es sei, die westlichen Gesellschaften zerfielen selbst in Clan-Strukturen.
Wäre das wünschenswert ?
3. Clans bewahren Männer auch nicht vor Konsumgelüsten. Die Türkengangs lieben dicke BMW, die in Köln " abgeurteilten" ( haha) Nafris trugen Markenklamotten und eine apple watch.

Den von Donovan beschriebenen Weg der Männer halte ich für nicht angemessen.
Wenn ich ein Mann wäre, würde ich nur zwei Möglichkeiten sehen, um auf die uns Europäern bevorstehende Prüfung zu reagieren:
1. Den Weg von Clint Eastwood in Gran Turino,d.h.
als entschlossener Einzelgänger

2. Den Weg der Mönche in dem Film "Von Menschen und Göttern", siehe auch da :
https://m.youtube.com/watch?v=I1_pwKFgpZo
eine entschlossene Männer-Gruppe, den Tod nicht fürchtend...

eine lateinisch singende, philosophierende Männergang ist mir leider nicht bekannt.


Religion ist also Solitärsein;
und wer niemals solitär ist,
der ist niemals religiös.


Alfred North Whitehead
herr k.
08. Juli 2016 15:14
@ ALLE

Könnten man solche Diskussionen nicht mal als "Thema" im Cafe Schnellroda als Runde diskutieren?
Ich denke, das könnte gut tun. Und nebenbei müsste man ja auch nicht alles die "Anderen" mitlesen lassen.
DENN: mittlerweile sind viele Linke durchweg männlicher im Verhalten als Rechte. Traurig aber wahr: in Leipzig haben die ihre eigenen Kampfsportvereine und Security-Firmen, wie gestern selbst beim Public-Viewing beobachtet. Und auf Demos wirken deren "Alphas" auch ganz handfest.

Und nochwas: man kann so ein beschriebenes Alphatier werden, das ist eine Frage Wollens und vlt. auch des Müssens, nicht des Könnens. Als ich vor drei Wochen einen Orientalen von einer Frau (ja, es ist genau das, was Sie jetzt denken) runtergeboxt hab, hat mich auch keiner gefragt, ob ich jetzt will oder nicht. Es war einfach an der Zeit. Punkt.
Bisschen geblutet, aufgeregt gewesen, jetzt wütend und froh. Mir gehts gut.
hubschrauberpilot
08. Juli 2016 15:34
Langsam wird's realsatirisch hier.
Ein gebürtiger Hesse
08. Juli 2016 15:35
Was das Cover angeht, frage ich mich allerdings, ob es nicht dem Geist des Buches entgegenläuft. Denn es geht Donovan doch nicht zuletzt um die Verortung von Körperlichkeit, Fleischlichkeit - beides Vorbedingungen für die Wiedergewinnung von Stärke. Skelette auf dem Cover hintertreiben diesen Ansatz geradezu. Ich kann sie bestenfalls als Hintergrund eines nihilistischen Witzes sehen. (Daß die englische Originalausgabe auch schon so aussah, ändert daran nichts.)

Oder wollen die Skelette vielmehr an den "worst case" gemahnen - den vollends körperlos gewordenen Mann?
Exmeyer
08. Juli 2016 16:03
@ Arminius Arndt: "Sie haben, finde ich, recht. Aber warum sollten diese von Ihnen beschriebenen erfolgreichen Männer überhaupt einen Grund haben, sich zu ändern oder gar politisch anders zu werden?"

1. Warum politisch anders werden? - Gegenfrage: Wieso anders? - Ich bin rechts weil ich alles was Links ist als unmännlich und unnatürlich ansehe. Abstoßend. Auf der Suche nach der Wand, kann man feststellen, daß zwischen CDU und selbiger viele Meilen Platz ist.

2. Damaskuserlebnis? Das hat JEDER Mal. Jeder Starke wird feststellen, früher oder später, daß es Stärkere gibt: Also man in "seiner" Kategorie der physischen Stärke den Tod gefunden hätte. Da ich früh sportorientiert Kampfsport betrieben habe (zuerst heimlich), habe ich auch früh besseren gegenübergestanden. Das Auseinandersetzen mit dem Tod fing später an und ist wohl eher ein dauernder Prozess, den man auch gerne mal zwecks irgendwelchen Enregieüberschuß-Unfugs pausieren läßt.

3. Ich zweifel nicht an der (zügig entwickelbaren) Kraft und Stärke in der Physis, sondern an der mangelnden Zuversicht und Energie. Die Baustelle, die eigene Innere Front.
Meine Verachtung der Vorgarten-Konservativen könnte nicht größer sein.
Herr Tisch
08. Juli 2016 16:05
Zum Inhalt des Buches kann ich nichts schreiben, da (noch) nicht gelesen.

Die als Blaupause angeführten "Wolves of Vinland" sind nach Wikipedia als männlich und antimodern, als daß sie um eine 3.000$ Wikinger-Langhalle zu bauen eine "Fund-Raising-Kampagne" starten müssen. Da fließt wohl Geld und Arbeitskraft rein in Steroide und Bodybuilding.

https://www.youtube.com/watch?v=ctO5paAvPPk
Hier gibt es zu Gesprächseröffnung hochgradig affektiert ersteinmal eine Runde "Shots". Da kommt mir doch gleich Hans-Ulrich "Vollmilch"-Rudel in den Sinn.
Die heutzutage obligate Bikerkuttenuniform gibt's freihaus mit.

Man produziert sich gerne, youtube ist Zeuge.

https://www.youtube.com/watch?v=1FJUdC-9vQE
Man veranstaltet zur Effekthascherei Kreuzheben mit scharfkantigen Autowracks, denn mit einer gewöhnlichen Langhantel.

Das Schema zieht sich doch beachtlich durch die Präsentationen dieser Gruppierung. Man hört sich selbst gerne reden. Understatement sucht man hier vergebens.

Ein bisschen Roid-Rage und Selbstdarstellung macht noch keinen Anführer. Da brauchts mehr Substanz.
Hesperiolus
08. Juli 2016 16:05
Findet sich bei Donovan irgendetwas über die geistige, transzendente und im Sinne z.B. Evolas "spirituelle" Seite der Männlichkeit? Noch 2009 bezeichnete dieser sich immerhin als "fellow traveller" ("will always be...") seiner vormaligen Satanisten-Weggefährten. Bei aller Wertschätzung für M.L., erscheint mir diese dubiose Gestalt eines Re-Simianten und Ex-Satanspriesters verstörend unpassend im Programm der wahren, guten und schönen Rechten.

http://jack-donovan.com/documents/081909_jackmalebranche_cos_resignation.html
Rheinländer
08. Juli 2016 16:09
Ich habe gestern Abend mit der Lektüre Donovans begonnen.

Generell kann ich jedem Leser empfehlen, mit den beiden Zugaben Lichtmesz und Raskolnikows am Ende des Buchs anzufangen. Denn wer schon Robert Bly, Sam Keen oder ähnliche Männerbucher gelesen hat, für den ist insbesondere Lichtmesz Text sehr instruktiv.

Ich werde mir mit der Lektüre Zeit lassen, aber die ersten Dutzend Seiten erinnern mich irgendwie schon an Oliver Ritters "Magische Männlichkeit. Mann-Sein aus initiatischer Sicht", wenngleich Donovan noch kompromissloser als der schon sehr "spezielle" Ritter ist.

Kositza: Wenn ich mich nicht völlig irre, ist dem armen Herrn Ritter vor ein paar Wochen der Garaus gemacht worden- von seiner Frau.Mit'm Messer.

Wer sich für diesen Weg der Männer begeistern kann, dem dürfte auch das Video Donnerseele der viatores gefallen, eine archaische Trommelreise zu den männlichen Archetypen. Temperaturerhöhung garantiert.

Und hier gehts zu den viatores:

http://arun-verlag-viatores.blogspot.be/
Androsch Kubi
08. Juli 2016 16:39
Nun, da kommen ja Leute zu uns, die das mit der Männer-Gang und dem Patriarchat noch nicht verlernt haben.

Jack Donovan behandelt sicher ein wichtiges Thema, aber mehr als Denkanreize erwarte ich jetzt nicht unbedingt. Er repräsentiert für mich eher die (typisch übertriebenene amerikanische und antiintellektuelle) Gegenbewegung.

Was mir im Alltag fehlt, ist eher das Streitgespräch mit anderen Männern (was ich im Internet einigermaßen kompensiere). Frauen diskutieren selten kontrovers und noch seltener politisch und geeignete lokale Gesprächspartner und -kultur fehlen mir.

Ansonsten hadere ich nicht mit meiner Männlichkeit, klar fordert die Zivilisation ihren Tribut, aber da bin ich verweichlicht genug, dass ich nicht jeden Tag den Kampf auf Leben und Tod brauche und körperliche Arbeit findet sich immer noch mehr als genug.

Auch der Mann als soziales Wesen (wie er ihn hier definiert:
http://www.blauenarzisse.de/index.php/gesichtet/item/4771-sorgt-fuer-den-kollaps
stößt mir, als eher zum Aspergismus Neigenden auf (übrigens ein sehr männliches Phänomen). Klar sind wir soziale Wesen, aber ich habe überhaupt kein Interesse mich an anderen Männern zu messen oder mich in eine blöde Hierarchie einzuordnen. Das war mir schon immer zu dumm!

Ich sehe es sogar als männliche Stärke an, einen Dreck auf die Erwartungen anderer zu geben und eben gerade sein eigenes Ding zu machen. Deshalb jammern wir ja auch nicht ständig herum, weil irgendwer angeblich irgendwas von uns fordert.

Das ist m.E. ja auch der Hauptgrund warum Jungen in der Schule schlechter sind (es juckt sie einfach weniger, wenn es keinen Spaß macht, tun sie es nicht, aber wenn, dann steigern sie sich rein). Es ist auch der Grund, warum unter Genies und Unternehmern Männer ebenso dominieren, wie unter Briefmarkensammlern oder Modelleisenbahnern. Es ist eine Stärke so zu sein und es ist der Vorteil von Zivilisation, das derart Begabte nicht auf dem Feld schuften oder auf Jagd gehen müssen, sondern sich auf ihre Art nützlich machen können und dabei auch männlich sind, denn der Mann weist ein großes genetisches Spektrum auf. Die moderne Arbeitsteilung war/ist also auch für viele Männer eine Befreiung.

Interessant finde ich den Punkt (aus dem von mir verlinkten Interview), wo er eine Entfremdung von Vätern mit ihren Söhnen beklagt. Ich weiß nicht, ob das nicht schon immer so war, was aber auffällt: es läuft dem klassischen deutschen Männermodell (50+h arbeiten und am Wochenende Haus renovieren und Rasen mähen) ziemlich entgegen, denn um Entfremdung zu vermeiden, muss man Zeit mit den lieben Kleinen verbringen. Viel Zeit. Ich tue das übrigens, indem ich bewusst Teilzeit arbeite und dafür von manchem Mann schräg angeschaut werde. Ich mache das aber nicht irgendwelchen Feministinnen zuliebe, und was andere Männer denken ist mir eh wurscht, ich mache das, weil ich es immer so wollte...
schneekette
08. Juli 2016 16:43
@Beta

Es gibt zwei Typen von sogenannten Alphas.
Zunächst diejenigen, die ich als mit natürlicher Autorität ausgestattete Führungsfiguren bezeichnen würde. Der joviale Typus. Diese erkennt man beispielsweise daran, dass sie auf einer Party sich nicht dadurch auszeichnen, dass sie den großen Checker markieren, sondern vielmehr dadurch, dass sie mit ihren natürlichen Gaben dafür sorgen, dass ihre Kumpels einen guten Abend haben. Exmeyer und Meyer könnten solche Leute sein. Müsste man persönlich herausfinden.

Daneben gibt es den Typus, den Sie richtig beschrieben haben, der seinen vermeintlichen Status dadurch aufrechterhält, dass er anderen die Tour vermasselt. Dieser Typus vermittelt verbal den Eindruck, aus jedem Raum, den er verlässt, kämen die Damen nur noch breitbeinig herausgewankt. Bei solchen Charakteren handelt es sich entweder um erbärmliche Angstbeißer, die sich ihres Status eben nicht sicher sind, oder um psychisch Kranke.

Oder anders gesagt: Alpha, ich glaube Ihnen kein Wort. Sollten die drehbuchhaften Klischees die sie bedienen, dennoch der Wahrheit entsprechen, so kann ich Ihnen versichern, dass Sie sich nicht allzu sicher in Zukunft fühlen sollten.

Entweder die natürlichen Alphas werden sich mit den ganzen Betas verbünden, um eine halbwegs menschliche Ordnung wieder herzustellen - dann wird man Wege finden, wie solche Charaktere entweder ihre Anlagen zügeln oder einen Platz für sie finden, wo sie der Gemeinschaft zukünftig ohne zu schaden noch nützlich sein können.

Oder es wird sich ein primitiver Autoritarismus herausbilden, in dem dies durch brutale Regeln geschieht. Ich verweise hierzu auf den Roman von Michel Houlebeq "Unterwerfung".

Der Zustand der Pavianhorde ist in jedem Falle ein vorübergehender. Wünschenswert ist die menschliche Gemeinschaft, in der es mit hoher Wahrscheinlichkeit für jeden einen Platz gibt. Aber es kann auch anders kommen.
sine nomine
08. Juli 2016 17:30
https://www.youtube.com/watch?v=ctO5paAvPPk

Die Typen sind einfach nur lächerlich ...

Yeah, lets have drink first ... Big muscles, yeah .... I am sooo maaannly....

(...)
Korporal Trim
08. Juli 2016 17:35
Ich habe das Buch gekauft und werde es lesen.
Zum Thema "wo man als Mann steht":
All den Arztromanprotagonisten, Bartpflegern, Muskelaufbaukundigen und Klatschspaltenlesern sei ein Name entgegengehalten:
Stauffenberg.
Man möge also vor den Spiegel treten und Maß nehmen.
Da wird dann schon etwas irgendwie Männliches zu erkennen sein.
Irrlicht
08. Juli 2016 17:47
@Der_Jürgen
Dem aus der nach Mohler der "konservativen Revolution" zugehörigen bündischen Jugend stammenden Hans Blüher zu Folge beruht der Zusammenhalt der klassischen Männerbünde auf einer sublimierten Homosexualität. Ob der Aspekt hier eine Rolle spielt weiß ich mangels Kenntnis des Buchs natürlich nicht.
Susann
08. Juli 2016 17:51
Wieso hab ich denn von dem noch nichts gehört? Toll! - bin sehr gespannt und erfreut, dass olle Lichtmesz es übersetzt hat.
`n bisschen freue ich mich auch über solche Kommentare wie "lese ich nicht weil der Typ ja schwul ist" - Der_Jürgen nuh wieder! :D Nachtijall, ick hör dir trapsen....
So, jetzt ist aber Schluss mit ditt Jelaber hier: auf Jungs! ab zum Krav-Maga- und zum Fußball-Training Zack-Zack! Ja komm, hör uff zu heulen hier und mach hinne!
Fredy
08. Juli 2016 18:01
Mir wird hier ein falsches, vor allem optisch-brachiales Männlichkeitsbild propagiert. Bodybuilding und Tattoes. Jo mei, wenns sche macht.

Wenn wir aber unsere Männlichkeit verloren haben und nun so zurückgewinnen müssen, dann frag ich mich, wann die Männer so aussagen? Merkst was?

Typisch Ami eben. Mehr Schein als Sein.

Noch vor 50 Jahren war fast jeder Mann unseres Volkes. Jeder Arbeiter, jeder Soldat, jeder Betriebsleiter, jeder Gewerkschaftsfunktionär, der Metzger und Bäcker ebenso wie der Banker und Versicherungsmakler.

Thomas S.
08. Juli 2016 19:17
Da ich weiss, dass die Betreiber dieser Seite - trotz ihrer "bösen rechten Gesinnung" - Humor besitzen, möchte ich in all diesem tatsächlichen deutschen Männerelend nochmal einen Grund zum Schmunzeln geben.
Aus einer etwas unbeschwerteren Zeit:

Jürgen von der Lippe - wie wir Männer so sind:
https://www.youtube.com/watch?v=0PuB9lRLA0k

Um mit diesem Kommentar trotzdem noch dem Ernst der Lage gerecht zu werden:
Ja, auch ich habe eine griffige Axt neben der Türe stehen und weiss im Notfall auch überraschend konsequent damit umzugehen.
Marla Kampf
08. Juli 2016 20:02
Also ich hätt' ja The Way of Men mit Die Art der Männer, oder gleich Männerart übersetzt.
Christian Bode
08. Juli 2016 20:14
Ich hatte auf geistreichere Kommentare gehofft, als ich sie an mancher Stelle in der anglo-amerikanischen Blogosphäre vorgefunden habe, aber unterscheiden tun sie sich wohl nur in der Vulgarität und dieser Umstand ist wohl den Bademeistern zu verdanken.

"Darf mir ein homosexueller Mann sagen, was männlich ist?" Bei solchen Fragen sterbe ich innerlich immer ein bisschen. Oder weniger pathetisch und blogosphärischer ausgedrückt: 'facepalm!'. Wenn ich etwas über Bäume lernen will, darf ich dann das Buch eines Menschen lesen? - - - Das Buch kann durchaus notwendig und doch nicht hinreichend sein. Aber belassen wir es dabei.

Denkerischer Anstoß von Beobachtungen: Im Internet alte Photos von der Jahrhundertwende gesehen, junge Männer, weiß, klassisches Hemd mit Frack oder Anzug, gegenseitig auf dem Schoß sitzend und vor der Kamera posierend. Deutlich weiter geht ja das Wissen um sittliches Verhalten bei den Römern und auch bei den Germanen, wobei das immer eine Frage der Position und war. Fehlte es dort an Männlichkeit? 150 n.Chr.? 800 n.Chr.? 1914? Und heute? Nohomo auf der einen Seite, küssende Männer, die oft gar nicht schwul sind, sondern es einfach mal ausprobieren wollen (cool sein wollen?), auf der anderen. Das mit den küssenden Männern ist wirklich gerade so ein Trend in der hedonistischen Fortschrittswelt. Aber an genuiner Männlichkeit mangelt es überall, doch so ist es auch bei der Weiblichkeit und letztlich sind wir wieder beim modernistischen Grundproblem. Also weniger Licht auf die Neigung und mehr Licht auf die Haltung. Es braucht eine 'sexuelle Revolution von rechts', denn an den Geschlechtern kommt man nicht vorbei und der Sexus ist die Wahrheit und die steht immer rechts.

Und abschließend: Feste Männerfreundschaften bewahren einen auch davor, dass Mann in der Mitte seines Lebens in einer Kommentarleiste zur Bewerbung eines Buches über 'den Weg des Mannes' sein Leben erzählt und an Eigenlob nicht spart. Mehr sein, als scheinen, sagte auch mal ein männlicher Mann.

Ich wollte mir als Mann-Starter-Packet erst das Original holen, im besten Fall mit einem 'Start the World'-Patch, aber jetzt gibt es Lichtmesz-Raskolnikow'schen Mehrwert bei Antaios...
Mitropa
08. Juli 2016 20:28
Immer wenn ich hier auf die testosterongeschwängerten Ausführungen von manchen Kommentatoren stoße, fällt mir automatisch der Spruch: Wer handelt, der labbert nicht und wer labbert, der handelt nicht" ein.

Manche haben doch ein sehr starkes Mitteilungsbedürfnis und sind ganz beseelt von dem Wunsch, sich ( im Internet) als harter Hund darzustellen. Komischerweise sind die echten harten Hunde, die man in der Realität trifft, meistens auch genau diejenigen, welche die geringste Online Zeit zu verbuchen haben. Ganz abgesehen davon, daß sie es eigentlich nicht nötig haben, einen auf dicke Hose zu machen, weil die Sachlage klar ist. Ich stimme denjenigen zu, die wissen, entweder ist man so jemand, oder eben nicht.
Arminius Arndt
08. Juli 2016 21:59
@Exmeyer,
von Beta, auf den ich geantwortet habe, waren ganz offensichtlich andere alphas gemeint als Sie und er drückte die Hoffnung aus, man könnte diese auf "unsere Seite" ziehen. Woran ich nicht glaube.
Meier Pirmin
08. Juli 2016 22:08
@Monika. "Wärist andächtig, wärist du allein", formulierte der Reformator Zwingli, und der Heilige Klaus von Flüe war stets auf der Suche nach dem "einig Wesen". Ihr Whitehead-Zitat ist ein Volltreffer.
Ein gebürtiger Hesse
08. Juli 2016 22:17
@ Christian Bode

Aber an genuiner Männlichkeit mangelt es überall, doch so ist es auch bei der Weiblichkeit und letztlich sind wir wieder beim modernistischen Grundproblem. Also weniger Licht auf die Neigung und mehr Licht auf die Haltung.

Worte zum übers Bett hängen. Danke dafür!
Realist
08. Juli 2016 22:49
@Arminius Arndt

Warum gleitet die interessante Diskussion jetzt an dieser Randnotiz der sexuellen Ausrichtung ab?


Nun, wenn ein Homosexueller das Leben in eingeschworener Männergemeinschaft propagiert, so mögen sehr wohl andere Motive als der Wunsch nach unverfälschter Raubeinigkeit eine Rolle spielen. Das mag Herr Donovan halten wie er will - als Vorbild für ein zukunftsfähiges Gegenmodell gesellschaftlicher Organisation vermag er mir nicht zu dienen.

Gangs sind mir zutiefst zuwider. Diese primitive Form der Machtausübung stößt mich ab. Alphatiere, die überall ihren strengen Testosterongestank verbreiten, sind meine natürlichen Feinde.

In peace there's nothing so becomes a man
As modest stillness and humility:
But when the blast of war blows in our ears,
Then imitate the action of the tiger;
Stiffen the sinews, summon up the blood,
Disguise fair nature with hard-favour'd rage;
Then lend the eye a terrible aspect;Henry V, William Shakespeare


Mann ist für mich, wer das Tier unter Kontrolle hat, und es nur dann zum Kampfe führt, wenn es notwendig wird.

Wenn die Bluttage beginnen, werde ich auf meinem Posten sein. Bis dahin bin ich Ehemann und Vater für die meinen.
Stephan
08. Juli 2016 23:52
In Ordnung, ist bestellt.
Urwinkel
09. Juli 2016 00:32
Manche haben doch ein sehr starkes Mitteilungsbedürfnis und sind ganz beseelt von dem Wunsch, sich ( im Internet) als harter Hund darzustellen. Komischerweise sind die echten harten Hunde, die man in der Realität trifft, meistens auch genau diejenigen, welche die geringste Online Zeit zu verbuchen haben.


Völlig richtig. Alkbeseelt und munter beim Tippen. Auch schön, das oben von sine nomine verlinkte Interview mit den „Wolves of Vinland"

Nochmal:

https://www.youtube.com/watch?v=ctO5paAvPPk

Donovan sagt fast nichts in dieser halbstündigen Aufnahme zu den anderen Schwaflern. Und wenn, dann nur gequält rausgepresst. Diese Tüpen können Sylvester Stallone wiederbeleben; einen Film, ein Serienformat aus ihrem Mannsein machen (Idee/Regie: M. Lichtmesz). Dem Tod des Westens auf der Nase rumtanzen, zu Antihelden werden. Schwule Outlaws. Wen kümmerts?

.
.

Noch ein Kampfsportler im Audio-Interview von 2009 (Engländer):

https://www.youtube.com/watch?v=0dVcae6fXaE

Der musiziert auch. Klingt gut, kann man finden. Das Interview-Weib nervt. Aber Ian nimmts elegant-humoristisch und steigert sich in Redelaune.

Ansonsten gilt für mich Codreanu:

The law of silence: Speak little. Say only what you must. Speak only when necessary. Your oratory should be deeds, not words. You accomplish: let others talk.
Michael Schlenger
09. Juli 2016 01:03
Zugegeben: Es hat heute nach der ersten Lektüre und dem Genuss der Offenbarungen der Wölfe von Weinland eine Weile gedauert, bis ich verstanden habe, was hier geboten wird: Realsatire pur.

Gut gefallen hat mir bereits der Beitrag des Alphatiers (m/w). Eine derartiger Fall von augenzwinkernder Selbstherabsetzung ist mir bislang noch nicht untergekommen.

Noch unterhaltsamer fand ich indessen die halbe Stunde auf Youtube mit den Stammesgenossen, die sich gegenseitig beim Gewichtheben "supporten".

Sicher sind die Kameraden völlig harmlos und hätten vor 100 Jahren an der Somme ein prächtiges Kanonenfutter abgeben, derweil drahtige Landser vom Schlage eines Ernst Jüngers allein schon aufgrund schlankerer Silhouette Überlebenschancen hatten.

Während die Drei von der Bourbon-Tankstelle auf der Suche nach einer Aussage allerlei Worthülsen des Kalibers "kind of", "like", "stuff", "you know" usw. verschossen, habe ich mich gefragt: Wenn morgen der IS mit einem Dutzend Toyotas nebst SMG auf dem städtischen Marktplatz vorfährt, wer von den Anwesenden wird dann wohl Gegenwehr leisten?

Die mit Piercings, Tätowierungen, Dreadlockdrehen und Bankdrücken schwer Beschäftigten oder die zufälligerweise anwesenden Mitglieder des lokalen "Gun Club"?

An Johann bzw. den Freischalter seines Beitrags:

Sie haben's versiebt. Ohne den Verweis auf das "Interview" mit dem Trizeps-Terzett hätte ich das Buch von Donovan glatt gekauft.
Kaliyuga
09. Juli 2016 01:13
Männer. Die Jungen nehmen an den Alten Maß. Das Eherne des unmittelbaren Vorbilds, eigens der Worte bedarf es wohl viel weniger als bei den Frauen. Und wenn es soweit ist: Mit dem starken Vater selbst im Ringen auf der Wiese die Kräfte messen und dem Großvater das wichtigste wissenschaftliche Werk widmen. Ersterer bändigte einen PS-starken MAN, letzterer noch einen wirklichen Hengst, und, unsern verdienten Knecht mitgezählt, als Oberhaupt ganz unangefochten eine zehnköpfige, meist auch noch weibliche Familie.

Männerfreundschaft. Kaum, daß nun noch einer weiß, wie das geht. Unsere Elf wußt‘ es, wir waren, als die Elite aus der großen Stadt, in Lokalderbys und auf den Märkten mit viel Eifer gejagt und fochten mit noch mehr Freuden und bis zur errungenen Meisterschaft zurück. Meine damals gerade zu Mannen werdenden Mitspieler sind, nach einem Vierteljahrhundert, bis heute zusammengeschweißt, die Mädchen, die nicht umsonst am Spielfeldrand standen, sind vielfach unsere Frauen geworden und haben uns Kinder geboren. Mit den Jahren endlich Dankbarkeit und die leise Scham, sich als ehemaliger Kapitän der Seinen nicht auch danach besser angenommen zu haben. Doch können Männer, so sie solche sind, auch alleine stehen.

Zum ewigen Thema ins Wort Herabgebrachtes: Die Heilige Schrift, Moses, Lot, Elia, David, Tobias, die Jünger des Christus, der vor Damaskus zum Paulus Geschlagene. Leuchtend auch Sokrates, Aristoteles und Augustinus.
Alexander
09. Juli 2016 07:21
enickmar:
"Joggen, Liegestütze, Hantelbank, Sit-ups und ein bisschen Sandsack im Kellerfolter- und -fitnessraum – …"

Das ist was für Tunten.


Was schlagen Sie vor? Fight Clubs?
Beta
09. Juli 2016 08:20
@ἄλφα

Ihrer Schilderung nach zu urteilen würde ich Sie als in einen eher wenig psychopathischen Alpha-Mann einstufen, welches das Potenzial haben könnte, eine dem deutschen Volk dienliche politische Führungsrolle einzunehmen, wenn er sich aus der Deckung hervorwagen würde. Doch dabei würde es sicherlich Probleme geben, dazu unten mehr.

Ich habe bewusst von Chefs geschrieben, nicht von Unternehmern. Chefs machen ihre Karrieren in vorgegebenen Strukturen, Unternehmer schaffen solche. Der Punkt ist, dass man die bei Unternehmern oft anzutreffende Rücksichtslosigkeit nicht mit der für Chefs typischen Psychopathie verwechseln darf. Der Rücksichtslose tut, was er für richtig hält, obwohl sich darin hineinversetzen kann, was das für andere bedeutet. Der Chef _weiss_ nur, was seine Handlungen in anderen auslösen, er kann jedoch nicht mitfühlen. Auf dem freien Markt ist das ein Nachteil, weil der zu fliessend ist, für die Karriere in einer starren Organisation ist das ein Vorteil.

Donald Trump (wer sonst?) ist ein sehr gutes Beispiel hierfür: Man muss sich nur mal seine firings bei The Apprentice ansehen. Trump kann sich jedesmal sehr gut darin hineinversetzen, wie die Gefeuerten sich fühlen, feuert sie aber trotzdem. Er ist einfach ein harter Hund, der von seiner Mission überzeugt ist, obwohl er Empathie hat. Ich glaube, Sun Tzu hat solche Führungsfiguren gemeint, als er schrieb, ein erfolgreicher Feldherr müsse Liebe zu den Menschen haben.

Das Problem ist: Ob der gigantischen Staatsquote und der dominierenden Rolle von grossen und mittleren Unternehmen sind es die Chefs, nicht die Unternehmer, welche als Führungsfiguren die Gesellschaft prägen. Die berühmte "managerial class". Diese Chefs, sofern sie männlich sind, können zu einem gewissen Grad Männlichkeit ausleben, auch wenn der politische und kulturell-mediale Überbau so tut, als ob das nicht mehr der Fall wäre. Das sind einfach die facts on the ground, die sich auch mit noch so viel Kulturmarxismus nicht so schnell ändern. Der kräftig gebaute, furchteinflössende Chef, welcher ein absolut empathieloses A......ch ist, ist auch heute noch ein bestimmender Bestandteil vieler Organisationen.

Auch für körperlich fitte heterosexuelle Männer, die zuwenig "Führungsqualitäten" haben, als dass sie Chefs würden, gibt es de facto viele Lebenswege, auf denen sie erfolgreich sein und Männlichkeit zu einem gewissen Grad ausleben können. Das sind dann die Bauarbeiter, unteren Dienstränge bei der Bundeswehr, Wachleute usw.

Dennoch ist es der Fall, dass Staats- und Organisationsfeminismus alle diese "outlets" für Männlichkeit zunehmend beeinträchtigt. Unfähige Frauen werden in Führungspositionen gehievt, Frauen üben untere Tätigkeiten aus, für die sie mental und physisch eigentlich nicht geeignet sind, Mannschaften werden als Teams bezeichnet und und und. Diese Entwicklungen wird unter Männern sicherlich eine erhöhte Empfänglichkeit für das auslösen, was die Manosphere an Botschaften anzubieten hat, keine Frage.

Ein absolutes Negativbeispiel für diese Entwicklungen ist übrigens Heiko Maas, der als ein feminisierter Psychopath rüberkommt, wie er im Buche steht, und als Unternehmer sicherlich nicht den Hauch einer Chance haben würde. Doch hat gerade Maas als Marathonläufer und Familienvater auch seine genuin männlichen Seiten.

@Monika

Was sie zu den Clan-Strukturen schreiben, ist sehr zentral: Organisation ist alles, ob uns das passt oder nicht. Das diktieren darwinistische Prinzipien der evolutionären Auslese unter Bedingungen, wo die Konkurrenz zu anderen Menschen den bestimmenden Auslesefaktor darstellt. Nur diejenigen Bestandteile der weissen Rasse werden überleben, die auf eine oder andere Weise zu einem überlebensfähigen Kollektivismus finden, der Rest wird auskonkurriert werden. Das gilt auf allen Ebenen, von der Familie über den Clan bis zur Nation. Vielen schmeckt das nicht, weil uns unser Individualismus so lieb und teuer ist, aber es gibt keinen anderen Weg, die Natur hat es einfach so eingerichtet so wie die Sonne im Osten aufgeht.

@Arminius Arndt

Fazit: Scheiß Evolution eben.


Man sollte die Hoffnung nicht so schnell aufgeben. Die Evolution basiert gerade darauf, dass es innnerhalb einer Population genetische Variationen gibt, und so ist das natürlich auch innerhalb der weissen Rasse mit ihren hunderten von Millionen Individuen. Diejenigen, die über kollektivistische Anlagen verfügen, werden einer weissen Renaissance als Keime dienen.

@Verschiedene...

... stellen auf die eine oder andere Weise die Frage, wo unter den gegebenen Bedingungen die mänlichen Führungsfiguren herkommen sollen. Eine Antwort ist sicherlich: Von den Rändern der Gesellschaft. Personen wie @Alpha, so vielversprechend sie erscheinen mögen, sind im Allgemeinen auf vielfältige Weise zu eingebunden, als dass sie in Erscheinung treten könnten, Leute wie Lutz Bachmann, auch Unternehmer aber auch Ex-Knacki, schon eher. Bezeichnend ist auch, dass Frauke Petry als Pleite gegangene Unternehmerin im bürgerlichen Leben weniger zu verlieren hat als z.B. der verbeamtete Prof. Meuthen.
Die Affäre Gedeon kann als Beleg dafür dienen, wie das zu unterschiedlichem Verhalten im Angesicht von Risiko führt.
Intelligenzquotient
09. Juli 2016 09:11
Die originäre Aufgabe eines Mannes ist Schutz geben. Die originäre Aufgabe einer Frau Hingabe. Das können die beiden Geschlechter voneinander erwarten. Leider sieht es damit im Moment beiderseits ziemlich schlecht aus. Jeder kann sich aber darin üben.

Vielleicht ist der Anfang von allem, ein definiertes Ziel zu haben. Sich ein Ziel zu setzen heißt handeln.

Der Weg zu einem selbst, d.h. auch zu seiner Männlichkeit bzw. Weiblichkeit ist eh ein spiritueller. Bevor man zu den tieferen Ebenen gelangt, kann/muss man jedoch erst mal anfangen, Dinge zu ändern. Anders handeln heißt andere Ergebnisse bekommen. Sind diese gut, d.h. sie führen einen näher zum anvisierten Ziel, schleifen sich die neuen Handlungsweisen ein, da so etwas wie ein Belohnungseffekt im Gehirn entsteht. Ein Dominoeffekt. Man wird dabei auch auf Hindernisse stoßen, die einen dann zu tieferen Erkenntnissen führen, warum etwas z.B. jetzt (noch) nicht möglich ist. Das kann schmerzhaft sein.

Am Ende steht dann das SEIN, welches unerschütterlich ist – und attraktiv, d.h. anziehend. Jemand der IST kennt seine Grenzen und kommuniziert sie, er kennt seine Ziele und Wünsche und handelt danach. Sein Gegenüber kann ihm/ihr folgen oder es lassen. Seine Gefühle sind keine Handlungsanweisungen mehr, sondern zeigen ihm/ihr wo er/sie steht. Die Dinge im Leben sortieren sich damit von selbst.

Ein Ziel zu haben ist der Anfang von allem.

Wer will – findet Wege. Wer nicht will – Gründe.


@ Herr K.

Danke, gut gemacht, war sehr mutig von Ihnen.
Martin Böcker
09. Juli 2016 09:24
Obwohl wir alle wissen, dass das Geschlecht biologisch bestimmt und nicht sozial konstruiert ist, schlagen sich hier einige feste auf die Brust, weil sie sich nicht genug Mühe gegeben haben, so richtige Männer zu werden. Und die Lösung? Kraftsport und Boxen? Weil das der sozialen Rolle des Mannes entspricht? Quatsch. Mit. Soße.

Lieber Selbstzweifler, lass Dir sagen: Wenn Du biologisch ein Mann bist, dann bist Du ein Mann.

Von dieser Selbstgewissheit aus kann man die Lage dann neu bewerten und sich für einen Weg entscheiden. Oder einfach seinen Posten halten. Nichts gegen Donovan, wirklich nicht. Wer aber für diesen Weg nicht konstituiert ist, sollte seine Zeit nicht mit Hanteln verschwenden, nur weil er aus sich einen 'echten' Mann konstruieren möchte. Es gibt etliche, ebenfalls ehrenwerte, Alternativen.
Solution
09. Juli 2016 09:33
@ Realist und Co

So ist das, wenn man sich in eine Diskussion über ein Buch einschaltet, das man nicht gelesen hat: Man liegt mit seinen Mutmaßungen in vielem falsch.

Donovan meint mit "Gang" keine "Bloods" oder "Crips"und auch keine "Bandidos" "Hell´s Angels"oder "Osmanen Germany". "Gang" ist ein Oberbegriff für seriöse Zusammenschlüsse für gegenseitigen Beistand, Gemeinsamkeit, Geselligkeit, usw. Da muß man schon das Buch lesen, bevor man Unsinn schreibt.

Nochmal: Das Thema Homosexualität ist nicht Gegenstand des Buches.

Und noch was: "Mann ist für mich, wer das Tier unter Kontrolle hat..." Genau das ist es auch, was Donovan fordert. Hierzu fordert er aber die körperliche Ertüchtigung und Schulung des Geistes als Einheit. Er will für den Alltag und den Ernstfall fitte Leute. Das Entscheidende ist, daß diese Leute sich optimal organisieren sollen. Hierzu experimentiert man erfolgreich mit Gemeinschaften, die mehr oder weniger eng verknüpft in der Lage sind, unter allen Umständen zu überleben.

Schade, daß hier Kommentatoren diskutieren, wie der Blinde über die Farbe.
Exmeyer
09. Juli 2016 10:08
Realist: "Gangs sind mir zutiefst zuwider. Diese primitive Form der Machtausübung stößt mich ab. Alphatiere, die überall ihren strengen Testosterongestank verbreiten, sind meine natürlichen Feinde."

Gangs sind primitiv. Aber Männerbünde? Armeen?
Machtausübung muß überhaupt nicht primitiv sein. Wenn sie es ist, wird sie nicht lang währen.
Alpha oder nicht hat mit Muskeln nichts zu tun. Alleine mit Selbstvertrauen. Ich erinnere mich an den stillen, ganz ruhigen, überhaupt nicht gutaussehenden, eher Kleinen, der mit Abstand der größte "Abstauber" war. Um ihn regelmäßig herum: Eine Truppe großer und athletischer, etwas überschwänglicher Handballspieler mit nur Unsinn im Kopf.

Wenn man die Biologie von Alphatieren auf Menschen übertragen möchte, so ist Aggressivität nur Ausnahmeverhalten. Dauerhalbaggressive sind alles, nur nicht "apha". Und Sie entwickeln Aggression, wenn diese auftreten? Dann haben Sie wahrscheinlich mehr davon.

Daß Muskeln und Krafttraining (auch Ausdauerttaining) eine positive Veränderung auch der Psyche bewirkt, ist eine Erfahrung, die man zügig machen kann.

@ Arminius Arndt
Sie verzeihen mir bestimmt, daß ich Ihre Bemerkung als Aufhänger genutzt habe, um eigentlich andere anzusprechen.
enickmar
09. Juli 2016 12:32
@Alexander

Was schlagen Sie vor?


Je nach Typ: z.B. Joggen, Liegestütze, Hantelbank, Sit-ups und ein bisschen Sandsack im Kellerfolter- und -fitnessraum ...
Beta
09. Juli 2016 12:35
@Solution

Das Thema Homosexualität ist nicht Gegenstand des Buches.


Sollte es aber sein, denn Männerbünde können als Widerstandszellen nicht funktionieren, wenn Homosexualität zugelassen ist. Das müssten homosexuelle Vordenker wie Donovan und Milo Yiannopoulus eigentlich einsehen und thematisieren, tun sie aber nicht. Diese Unterlassung ist schon bemerkenswert und kann sicherlich zu weiteren Verschwörungstheorien Anlass geben.

@Exmeyer

Gangs sind primitiv. Aber Männerbünde? Armeen?


Unter den gegebenen Umständen hält das System die meisten Institutionen besetzt, in denen Männerbünde traditionellerweise ihre Heimstätte hatten. Männer dürfen nirgendswo unter sich sein, darauf achtet das System panisch und selbst unter Inkaufnahme gefährlicher Einbussen an Funktionalität, etwa bei Feuerwehr, Streitkräften und Polizei. Was bleibt sind tatsächlich nur Gangs, z.B. Hooligan- und Rockerbanden. Für Leute in bürgerlichen Berufen sind diese Wege versperrt. Trotzdem macht es Sinn, sich persönlich zu entwickeln, aber daneben muss der Bürger als Komplement dazu lernen, seine Loyalität vom Staat, der gegen ihn arbeitet, auf andere Strukturen umzulenken, die für ihn arbeiten. Insofern es diese Strukturen noch nicht gibt, wird der Markt sie schaffen. Dazu müssen die Bürger nur ein paar von ihren Ersparnissen locker machen.
Meier Pirmin
09. Juli 2016 12:59
@Realist. Das Tier unter Kontrolle haben ist das eine, aber es doch zum Kampfe führen, wenn es notwendig ist, das andere. Entspricht der Lehre des Aristoteles über die Tapferkeit, wozu jedoch Thomas von Aquin hinzufügt: "Das Lob der Tapferkeit hängt von der Gerechtigkeit ab." Dagegen Ernst Jünger: "Zwar wird ein Kampf durch seine Sache geheiligt, aber noch mehr wird eine Sache durch Kampf geheiligt." Das geht dann mehr in Richtung Irrationalismus.

@Monika. Die Polizei ist nicht darauf angewiesen, ein Männerbund zu sein, sage ich Ihnen als jahrelanger Lehrer für Allgemeinbildung an einer Polizeischule.
Realist
09. Juli 2016 13:37
@Solution und Exmeyer

Danke, das Video der drei Helden reicht mir.

Es ist mir schlicht nicht gegeben, mich mit derartigen Charakteren zusammenzuschliessen. Gemeinsam kämpfen, ja. Aber Offiziere verkehren nicht mit Mannschaften.
Martin Lichtmesz
09. Juli 2016 13:54
@ Martin Böcker
Lieber Selbstzweifler, lass Dir sagen: Wenn Du biologisch ein Mann bist, dann bist Du ein Mann.


Das ist eine sehr oberflächliche und uninformierte Sicht der Dinge. So gut wie alle bekannten Kulturen waren sich seit eh und je einig, daß ein Mann erst zum Mann werden muß, und dabei gewisse Anforderungen und Tugenden erfüllen, sich bewähren muß. Das beginnt schon bei Initiationsriten bei primitiven Völkern. Jeder Mann muß sich allein entwicklungspsychologisch von den Müttern und der Welt des Weiblichen und Kindlichen lösen, um er selbst zu werden, psychoanalytisch gesprochen: seine regressiven Tendenzen überwinden.

Es geht auch in "Weg der Männer" keineswegs darum, "eine soziale Rolle zu konstruieren", sondern darum a) ein Potenzial bestmöglich auszuschöpfen, und b) der männlichen Natur gemäß zu leben, wie sie hormonell und evolutionsbiologisch kodiert ist (Testosteron korrelliert mit einem gewissen Sozialverhalten wie Wettbewerbslust, Revierkampf, Risikofreudigkeit etc.) Das bedeutet keineswegs, daß aus jedem Mann ein Kampfsportler oder ein Muskeltier ähnliches werden muß, was natürlich Unfug wäre.

Davon abgesehen, muß jede ernstzunehmende Kritik an der radikalen Gendertheorie dort ansetzen, wo die biologische Basis der sozialen Geschlechterrollen liegt, die natürlich "konstruiert" oder "kulturelle Konstrukte" sind, aber eben nicht ad hoc und nach Belieben, sondern gemäß eines naturgegebenen biologischen Materials.

Das wird alles viel klarer, wenn man Donovans Buch gelesen hat; dies ist nicht der einzige Kommentar, der vorschnell urteilt, ohne begriffen zu haben, worum es geht und worum nicht.

"A woman simply is, but a man must become." - Camille Paglia
Mibus
09. Juli 2016 14:26
Grundsätzlich halte ich es für sehr wichtig, die unserer Gesellschaft großteils abhandengekommende Männlichkeit wieder zu thematisieren. Nichts anderes sagen uns auch Akif und Co. (Stichwort "Verschwulung") Insofern liefert das o.g. Werk doch gute Denkanstöße und gewisse Selbstbestätigung im eigenen Handeln. Nicht jeder in unserer Szene kennt "richtige" Männer, oder sagen wir, Gleichgesinnte, die diesen Gedankengang der notwendigen Wehrhaftigkeit in der auch so pazifistischen Wohlfühlumgebung teilen. (umso wichtiger auch dieser Blog!) Der übliche "verschwulte" Uni-Student (Refutschie-Welcome!) wird die Augen rollen - wen also ansprechen, wo Anstoß holen? Da ist das Werk die korrekte Richtung.
Allerdings nehme ich es keinem hier übel, die sexuelle Orientierung des Autors Donovan in die Waagschale zu werfen. Es ist ganz normal (hetero-männlich), dass beim Gedanken an das Faktum - ein "Homo" erklärt uns die Welt- , Irritationen aufkommen. Jedem sei es an dieser Stelle selbst überlassen, inwieweit das eine Relevanz hat.

Niemals vergessen: Gesunder Geist benötigt einen gesunden Körper. Daraus ergibt sich alles weitere. Sport frei.
Susann
09. Juli 2016 17:13
@Realist & Co
"Wenn die Bluttage beginnen" werden Sie kein Tier rauslassen können, weil Sie es im Sinne gesellschaftlich gewünschter Erwartungen/Moralvorstellungen konsequent vernachlässigt und weggedrückt... einrationalisiert haben. Damit hat man "das Tier" jedoch nicht unter Kontrolle, damit schläfert man es ein. Männlichkeit und Moral sind verschiedene Dinge. Seine Männlichkeit kann ein Mann nur innerhalb einer männlichen Gruppe messen, an deren Wertmaßstäben. Man muss dazu bereit sein, sich der Beurteilung durch andere Männer zu stellen. Wer dazu keinen Mut findet oder zu bequem/ antriebsschwach ist, der wird diese Männergruppen zwangsläufig zusammenfassend abwerten, indem er sie als vermeintliche Dumpfbacken mit "starkem Testosterongestank" abtut. Damit zieht er den Schwanz ein und entscheidet, dass er sich lieber von den zeitgeistigen Moralvorstellungen der Gesellschaft vorgeben lässt, wie ein "guter Mann" sich verhalten sollte. Aber ein solch "guter Mann" ist nicht unbedingt gut als Mann...
Milarepa
09. Juli 2016 17:28
Super Schlusswort von Raskolnikow.
Irrlicht
09. Juli 2016 17:41
@Martin Lichtmesz
Die Soziobiologie/Evolutionspsychologie besitzt mit Ihrer Übertragung von Erklärungen, die bezüglich des Sozialverhaltens bestimmter Tierpopulationen ( "Testosteron korreliert mit einem gewissen Sozialverhalten wie [...] Revierkampf") ihre Berechtigung haben mögen, auf deutliche komplexere menschlichere Sozialstrukturen zu Recht einen zweifelhaften Ruf. In der Form, in der sie häufig vertreten wird, ist sie nur die Antithese zu ebenso zweifelhaften Behauptungen, die biologische Verfasstheit spiele überhaupt keine Rolle. Der Mensch als Mängelwesen (Gehlen) oder animal rationale kommt hier nicht in den Blickpunkt.
Martin Lichtmesz
09. Juli 2016 17:55
@ Irrlicht

Lesen Sie einfach das Buch, nachher können Sie wieder meine offenen Türen einrennen...
Winston Smith 78699
09. Juli 2016 18:11
Gerade habe ich auf meiner alten Gitarre ein kleines Stück gezupft und danach waren wir beide nass – verheult nämlich. Ich weiß nicht, ob einem wie alpha das je so gehen wird. Es hat sich zwar gezeigt, dass ich in manchen Situationen bis zu einer bedenklichen Kälte nervenstark und reaktiv schnell bin und Leute mit bloßen Händen töten könnte, aber versteht ihr alphas denn nicht nicht: das ist nichts, und auch das Gefühl der Machtausübung ist doch nichts gegen den Kontakt mit einer tieferen Liebesordnung wie durch diese Musik. Ein Alpha werden? Wenn ich diese weibische Empfindsamkeit dafür aufgeben müßte und den Empfänger für solche Magie, dann wollte ich das nicht. Meinetwegen sollen die Barbarenhorden mich hinrichten. Der amerikanische Soldat, der Anton Webern wegen nichts erschoß, er wurde nicht mehr froh. Sieger vor Gott ist Webern, das wußte er (so weit ich weiß war er im Zivilleben ein Koch) und hatte sein zu Lebzeiten sein Gericht daran. Wenn meine Mörder, selbst ja auch Machos und gerne „alphas“, selbst dies nicht erfahren dürfen, dann sind sie ohnehin verloren. Wenn hingegen der kommentierende „alpha“ das repräsentieren soll, was am Abendland zu retten ist, was gibt es dann zu retten? Das hier ist übrigens das Stücklein, und natürlich spiele ich es nicht so gut wie die Beisteiner – und ich will es auch nicht, diese Musik will ich nicht „üben“ und nicht einmal „können“, das wäre Blasphemie, und wer dies nicht versteht, der weiß nicht, wovon ich gerade rede. https://www.youtube.com/watch?v=nYKgOqRS6KI
Martin Böcker
09. Juli 2016 18:15
@Martin Lichtmesz

Wir schreiben vielleicht aneinander vorbei: Ich habe nicht Donovans Buch kommentiert, sondern mich an die Nachdenklichen gewandt, die sich - ebenfalls ohne das Buch gelesen zu haben - hier öffentlich oder im Stillen selbst kasteien, weil sie sich nicht für männlich genug halten. Und eben an die Last Action Heroes unter uns, die sich öffentlich mit ihrer eigenen Virilität brüsten.

"Das bedeutet keineswegs, daß aus jedem Mann ein Kampfsportler oder ein Muskeltier ähnliches werden muß, was natürlich Unfug wäre." Eben darum ging's mir.
Martin Lichtmesz
09. Juli 2016 18:35
@ Martin Böcker
Es schien mir, als hättest Du es so hingestellt, als würde die Biologie ausreichen und alles andere wäre "soziales Konstrukt"-Denken. Das kann aber nicht alles sein, oder? Dein Rat an die "Selbstzweifler" greift zu kurz, und wird ihnen gewiß nicht weiterhelfen. Aber gut, ich sehe, daß Du das ja so weitergeführt hast:

Von dieser Selbstgewissheit aus kann man die Lage dann neu bewerten und sich für einen Weg entscheiden.

Ich glaube allerdings, daß man diese Selbstgewißheit erst auf einem Weg und durch Erfahrung seiner eigenen Möglichkeiten und Grenzen erlangt. Also ist sie eher ein End- als ein Ausgangspunkt. Oder eine Zwischenstation, denn der Weg endet nicht, sondern führt immer weiter.

„Das bedeutet keineswegs, daß aus jedem Mann ein Kampfsportler oder ein Muskeltier oder ähnliches werden muß, was natürlich Unfug wäre.“ Eben darum ging’s mir.

Klingt nach einem Strohmann, ich sehe nicht, wer das behauptet oder gefordert hätte...
Susann
09. Juli 2016 18:40
@ Martin Lichtmesz



Sehe ich anders. Weibliche Eigenschaften kommen - genau wie männliche - auch dann eher zur Entfaltung, wenn sie gelebt werden. Wenn kinderlose Frauen Karriere machen, müssen sie eher ihre Ellenbogen einsetzen und werden damit stärker zu männlichem Verhalten tendieren. Mütter jedoch müssen die eigenen Bedürfnisse viel stärker hinter die ihrer Kinder stellen. Damit folgen sie viel stärker ihre geschlechtsspezifischen, eben weiblichen Natur, ihren Instinkten und Gefühlen... zumindest werden diese dann viel häufiger und stärker ausgelöst, indem die Mutter sich ihren Kindern zuwendet. Ein Brutpflegeinstinkt wird nicht ausgelöst, wenn eine Frau ihren Reproduktionstrieb unterdrückt, bzw. als Reproduktionsressource gar nicht zur Verfügung steht.
Susann
09. Juli 2016 18:42
huch! mein Beitrag bezog sich auf das Zitat von Camille Paglia „A woman simply is, but a man must become.“....
Martin Lichtmesz
09. Juli 2016 18:58
@ Susann

Frauen verstehen das in der Regel nicht, mit Ausnahme von Camille Paglia, wahrscheinlich, weil sie ein halber Mann ist...
Solution
09. Juli 2016 19:40
@ Realist

Das ist schon dreist, sich hier als "Offizier" zu bezeichnen. Was qualifiziert Sie denn als "Offizier"?

Und wie kommen Sie dazu, diese Leute als "Mannschaften" herabzuwürdigen?

Es gibt Operetten-Offiziere, die ihre Rolle überzeugender spielen.

Sie haben keine Ahnung. Gerade diese Leute verfügen über eine Menge Bildung und prahlen damit nicht. Im Gegensatz zu Ihnen erheben sie sich nicht selbst. Sie sind nette, bescheidene Leute, die durchaus auch zu tieferen Diskussionen fähig sind. Ich würde mich übrigens in deren Kreisen sicherer fühlen, als bei solchen "Offizieren", wie sie es sein wollen.

Überdenken Sie doch bitte mal Ihren Nickname.
Martin Böcker
09. Juli 2016 19:42
@Martin Lichmesz

"Klingt nach einem Strohmann..."
Nee, genau das hatte ich in meinem ersten Kommentar ja geschrieben.

"...ich sehe nicht, wer das behauptet oder gefordert hätte."
Ab dem 8.7. nach Mitternacht sind mir da schon ein paar Kommentare in diese Richtung aufgefallen. Ebenso in Diskussionen über andere Artikel bei SiN zu ähnlichen Themen.

Sei's drum. Ansonsten stimmt's tatsächlich, dass ich mich noch nicht theoretisch mit dem Mannsein auseinander gesetzt habe - also uninformiert bin. Abgesehen davon, dass meine Aussage "Wenn Du biologisch ein Mann bist, dann bist Du ein Mann." in der Theorie nicht haltbar ist, da folge ich Deiner Argumentation, würde ich einem Nachdenklichen in der Praxis schon auf diese Art begegnen. Einfach, weil's dem Grübeln ein Ende bereitet - wenigstens bereiten soll.
Fredy
09. Juli 2016 19:47
M.L.: Dearest Fredy, hier könnte nun Ihre geistreiche Buchrezension stehen, wenn Sie sich wie alle anderen Kinder ein wenig geduldet hätten, bis Ihr Kommentar freigeschalten wird, was manchmal etwas länger als fünfzehn Minuten dauern kann. Da Sie stattdessen zum Plärren begonnen haben und unflätig geworden sind, müssen wir Ihnen leider eine Lektion erteilen!

Was Donovans Vorfahren betrifft: einfach den entsprechenden Absatz noch einmal sinnentnehmend und ein bißchen weniger schludrig lesen, das könnte beim Verständnis helfen.
Susann
09. Juli 2016 20:12
@ Marin Lichtmesz

... wenn ich das gesamte Zitat lese und nicht nur den ersten Satz davon, verstehe sogar ich als Frau, was sie damit sagen wollte :-P

"A woman simply is, but a man must become. Masculinity is risky and elusive. It is achieved by a revolt from woman, and is confirmed only by other men. Feminist fantasies about the ideal “sensitive” male have failed. Manhood coerced into sensitivity is no manhood at all."
Richard Meißner
09. Juli 2016 20:33
@Realist

"Es ist mir schlicht nicht gegeben, mich mit derartigen Charakteren zusammenzuschliessen. Gemeinsam kämpfen, ja. Aber Offiziere verkehren nicht mit Mannschaften."

Womit geklärt wäre, warum Donovan und Waggener sich noch nie dazu herabließen, sich Ihnen persönlich vorzustellen.

Im Ernst, zügeln sie mal Ihren Dünkel, Sie bestätigen ja jedes Negativklischee über Rechtsintellektuelle. Wenn Sie den Offizier im Widerstand mimen wollen, dann sammeln Sie Ihre Mannschaften und bauen sie etwas auf, was annähernd dem gleicht, was die Wolves of Vinland in den USA aufgezogen haben. Sie werden feststellen, das ist verdammt schwer und übersteigt schon das meiste, was im nationalen Lager seit Jahren in der Richtung versucht wurde.

Ihre Offiziersfähigkeiten müssten Sie dann vor Ihren Mannschaften allerdings auch beweisen können. Und glauben Sie mir bei freiwilligen Zusammenschlüssen von Männern, wird man dann wirklich geprüft.

Das haben die peinlichen Herren mit den Tataus schon hinter sich.
niekisch
09. Juli 2016 20:52
"Mir ist egal, ob ein Türke sich für ein deutsches Deutschland ..... einsetzt"

Ist es Ihnen, Solution, deswegen auch egal sich zu fragen, wie das einem hinterasiatischen Turkvolkangehörigen jemals wirklich gelingen soll?
Weltversteher
09. Juli 2016 21:05
Die Hinwendung zu diesem Thema ist wohl nicht zu trennen von dem Eindruck, den andere Kulturkreise bei uns machen.
Ich halte es jedoch für verfehlt, aus diesem Grunde und mit diesem Vorbild an das - sicher nicht ganz unberechtigt - sich aufdrängende Thema heranzugehen Denn was die fremden Kulturkreise ausmacht, ist, daß sie anders sind als wir, und wenn wir solchen Vorbildern folgten, förderten wir das Fremde. Dabei suchen wir doch das Eigene!

Bevor wir also nach solchen Maßstäben uns weiter ereifern bzw. verzagen, fragen wir uns doch lieber, ob wir finden, daß an unserem Dasein an sich etwas nicht in Ordnung ist. Ob und inwiefern die Zusände krankhaft sind. Dazu bedarf es keines Blickes zum Nachbarn sondern eine Einkehr in uns selbst.
Nordlaender
09. Juli 2016 21:29
In Sachen Gangromantik: Ein bißchen Spass muß sein. Nach dem Angucken des Videos "The Wolves of Vinland - Heathen Fighting Gang" fiel mir gleich dieses ältere Teil wieder ein, noch eine kleine Ecke kerniger:

https://www.youtube.com/watch?v=s0VTfB7nAH4

Nur so zur Auflockerung, Ernst beiseite, vertraue mal Herrn Lichtmesz und werde "Der Weg der Männer" demnächst lesen.
Arminius Arndt
09. Juli 2016 21:33
Sollte es aber sein, denn Männerbünde können als Widerstandszellen nicht funktionieren, wenn Homosexualität zugelassen ist. Das müssten homosexuelle Vordenker wie Donovan und Milo Yiannopoulus eigentlich einsehen und thematisieren, tun sie aber nicht. Diese Unterlassung ist schon bemerkenswert und kann sicherlich zu weiteren Verschwörungstheorien Anlass geben.


Haben Sie gedient?
Haben Sie mal mitbekommen, wie wunderbar eine Kompanie dennoch funktionieren kann, obwohl der Herr Hauptmann immer so einen seltsamen Bubi um sich herum hat? (Und alle lachen sich deshalb unter Hand halb schlapp ... Armeen waren und sind schon immer auch Refugien von Schwulen gewesen, man denke bspw. auch an die Gerüchte um Prinz Eugen etc.).

Mit den alten Griechen möchte ich jetzt nicht mehr kommen, denn das wäre nach heutigen Maßstäben z.T. strafbar ... der Pädagoge ist der Knabenführer.

Wie auch immer, als Familienvater, der Söhne hat, ist mir die allgemeine Verschwulung unserer Zeit nicht ganz geheuer und von daher beobachte ich das ganze schon kritisch, aber Gespenster sehen, wo offensichtlich keine sind (wie beim besprochenen Buch), muss dann auch nicht sein.

Noch eine Beobachtung:
Überall, wo die Jungs unter sich sind, bspw. beim Fußball etc., läuft alles relativ normal im Sinne der beschriebenen Männlichkeitsentwicklung.

Am massivsten ist der Eingriff aber in der Schule. Dort werden die Knaben zumindest in der Grundschule fast ausschließlich weiblichem Lehrpersonal ausgesetzt und dort greifen die staatlichen Vorgaben massiv.

Ich spreche daher die Leute an, die mit einem Studium anfangen wollen:

Warum nicht auch mal an Grundschullehramt denken?

Die Knaben brauchen auch in diesen Bereichen Männer. Und nach meiner Erfahrung sind die wenigen Männer dort (wenn es überhaupt welche gibt - die meisten Grundschulen sind zu 100% in weiblicher Hand) immer sehr beliebt bei den Jungs - und den Mädchen.
Realist
09. Juli 2016 21:45
Die Wolves of Vinland und Jack Donovan leben ein authentisches Leben. Das ist möglicherweise mehr als die meisten hier von sich sagen können. Dafür haben sie meine Anerkennung. Es liegt mir fern, mich hier über diese Männer lustig machen zu wollen.

Aber sie sind nicht von meiner Art. Und sie sind wahrscheinlich auch nicht von der Art derer, die mich hier so heftig kritisieren.

Was mich durchaus ein wenig belustigt, ist knabenhafte Bewunderung, die das Zurschaustellen sekundärer männlicher Geschlechtsmerkmale hier bei einigen auszulösen scheint.

Über meine Bewertung durch einige hier zu diskutieren ist müßig. Es ist mir auch egal. Wir alle hier sind nur Zaungäste der Geschichte. Gute Nacht.
Martin Lichtmesz
09. Juli 2016 22:43
Wohin sind wir Deutsche gekommen, wenn wir unsere Männlichkeit prüfen sollen, indem wir dieses Buch lesen?

Was heißt "sollen"? Manchen wird's helfen, manche werden's brauchen, und manche eben nicht.
Aaron
09. Juli 2016 23:08
@ arminius arndt

Unser Hauptmann hatte keinen Bubi bei sich, war etwas softig und hat zum Wohle der Kompanie alles richtig gemacht. Hingegen ein Zugführer,
hart, männlich im Zugriff, ein echter Kerl halt, über den lache ich mich heute noch kringelig ein unfreiwilliger Komiker!

Hingegen in der 1. Volksschulklasse (1956) hatten wir eine freundliche Lehrerin, die uns, heute unvorstellbar, sämtliche preußischen Tugenden (in NRW) zukommen ließ.
Niemand verließ die Schule (2 Klassen in einem Raum) der nicht lesen und schreiben konnte.
Wir haben tatsächlich noch Schiller's "Glocke" komplett auswendig gelernt.
Eichendorff, Storm, Goethe und das in einer Volksschule.
Es war nicht alles schlecht in den 50'igern....
Beta
09. Juli 2016 23:22
@Arminius Arndt

Haben Sie mal mitbekommen, wie wunderbar eine Kompanie dennoch funktionieren kann, obwohl der Herr Hauptmann immer so einen seltsamen Bubi um sich herum hat?


Will ich ja nicht bestreiten, aber heute ist die Situation eine ganz andere als zu der Zeit, wo Sie vermutlich gedient haben, Homosexualität wird durch die Bank in den Himmel gejubelt. Deshalb brauchen heterosexuelle Männer safe zones, weil nur heterosexuelle Männer der Gruppenzusammenhalt entwickeln können, der erforderlich ist, um den Globalisten die Stirn bieten zu können.

Es muss Schluss mit diesem Toleranzgedusel sein, Homosexualität sei Privatsache, was geht mich das an, sind ja nur 4% usw. Schon das Alten Testament widmet sich ausführlich dem korrosiven Effekt, den die Homosexualität auf die Gesellschaft hat. Die 4% dürten auch eher Lobbystatistiken entstammen, in Wirklichkeit sind's weniger, aber es werden ganz schnell 4% und mehr werden, wenn die Propagierung der Homosexualität so weitergeht.
Susann
10. Juli 2016 00:15
Realist,
was belustigt sie denn daran, dass man Männer, die über überzeugende bzw. beeindruckende "sekundäre Geschlechtsmerkmale" verfügen, diese zur Schau stellen, um bewundert zu werden und dass dies auch genauso ankommt? Zudem scheinen ja auch nicht alle dieser Muckibuden-Typen so doof zu sein, wie das Klischee es vorgibt. Die rechte Gesinnung scheint auch da zu sein, also ich finde das durchaus respektabel. Aber ich bin ja nur eine Frau.

Und was genau meinen Sie mit "sie sind nicht von meiner Art"? Jetzt so im Sinne der biologischen Systematik: "ich möchte nicht der selben Spezies zugerechnet werden wie diese einfach strukturierten Lebewesen"? so ungefähr? cool! :-D Sag ich auch manchmal, um meine doofen Zeitgenossen abzuwerten und mich darüber aufzuwerten, aber ich muss dann auch immer gleichzeitig bisschen über mich selber lachen
Auch Guts Nächtle!
Großstadtpauker
10. Juli 2016 00:41
oh , die böse 88 ..da schreibe ich mal lieber den 89. Kommentar bevor Herr Maas einen geheimen Zahlenkot erkennt .
Irrlicht
10. Juli 2016 01:41
@Susann
Es gibt kulturelle Unterschiede. Die nur durch künstliche Maßnahmen wie anabole Steroide erreichbare extreme Ausformung des Körpers in der Bodybuilderszene gilt hier als besonders exponierter Ausdruck der Konsumgesellschaft, des Hedonismus, weshalb die behauptete Abkehr von der "globalistischen Konsumsphäre" eher komisch wirkt. Es ist nicht das erste Mal, dass die stark internationalistisch (das IfS und seine Veranstaltungen ausgenommen) ausgerichtete Schar, die Kubitschek um sich versammelte, in Bezug auf die Anschlussfähigkeit importierter Bewegungen einer groben Fehleinschätzung unterliegt. Die "Identitäre Bewegung" hat sich hier als echter Rohrkrepierer erwiesen.
Peter Niemann
10. Juli 2016 02:44
Viele spannende Eindrücke und dieses Mal will ich einen etwas weniger testosteronstrotzenden (siehe oben) Kommentar veröffentlichen: Wir westliche Männer führen seit Jahrzehnten ein verlustreiches Rückzugsgefecht, sind immer mehr in die Ecke gedrängt und - gefühlt weit mehr denn tatsächlich - ohnmächtig. Eine innere Bremse und viele Selbstzweifel sind uns seitens der Gesellschaft geschickt eingepflanzt worden.

Wer wie ich Kinder hat, der nimmt dieses Einimpfen antimännlicher Affekte und Bekämpfen jeglicher maskuliner Impulse allenthalben wahr, schon im Vorschulalter beginnend. Aus Jungs, überspitzt gesagt, sollen Tunten gemacht werden. Filme werden mit Frauen in Heldenrollen gedreht (z.B. das neueste "Ghostbusters"), Frauen werden in Kinderbüchern und Zeitschriften als Soldaten, Techniker, Abenteurer et cetera dargestellt und in vielen Filmen machen die Frauen "den ersten Schritt" und sind dann dominant im Bett, die Männer gefühlt immer öfter schwul oder dyspotent - was früher weltfremd schien, ein Regieren und eine Dominanz durch die Frau, wird durch diesen geschickten Propagandafeldzug immer realistischer (aber wohl nie erreicht werden - doch eine Erläuterung würde hier den Rahmen sprengen).

Es ist letztlich eine Entmachtung von Millionen von ehemals kleinen Sonderzonen in denen die Männer eine Art Alleinregierung hatten, und diese den Männern weggenommene Macht ist nun zum Staat gewandert, der jetzt alles abdeckt was früher die Sippe und Familie abdeckte, eben Rente, Sicherheit, Krankheitsversorgung, Kinderaufzucht (wo auch Männer eine elementare Rolle spielen) usf. Die Frau bleibt abhängig, ist zwar nicht letztlich von einem Mann, dafür aber eben von einem Staat abhängig, der anonym ist und mit dem man nicht verhandeln kann, wobei diese Abhängigkeit im direkten Gespräch mit vielen Frauen von ihnen interessanterweise als bereichernd empfunden wird (aber ist sie das wirklich?).

Aber seit 2015, als der immer stärker machtakkumulierende Bunderepublikstaat zum ersten und sehr deutlichen Mal an seine Grenzen mit der durch Migranten bedingte Rückkehr zu schwer kontrollierbare archaisch-natürliche Machtzentren stieß, macht sich nun diese Eunuchisierung des Westmannes sträflich bemerkbar, denn die Frauen, die Greise, die Kinder und somit die Schwachen im allgemeinen Sinne, sind plötzlich aufgrund der immer dünner sich ausdehnenden Machtstruktur des Staates und somit dem Löchrigwerden des Sicherheitsnetzes nun schutzlos, können sich aufgrund der Anonymität des modernen Staates an niemanden wenden und sind dabei nun auch ohne den bewährten und jahrtausendalten Schutz des Mannes, vor allem des sippenerhaltenden Jungmannes; die Schwachsen fühlen sich und sind splitternackt und schutzlos. Nun rächt sich dieses Ohnmächtigmachen des Westmannes, der bedächtig und dick geworden in seiner klimatisierten Mietswohnung seinen Bauch streichelt, Chips futtert und Fernsehen glotzt, gelegentlich auf Whatsapp und Tinder willkürlichen Sexualpartnern Nichtigkeiten zusendend - es fehlt der richtige Mann, der Schutzapparat den er früher bot.

Ob das Buch einen Weg aus dieser Krise zeigen kann? Ich werde es wohl kaufen und erfahren müssen.
familienmensch
10. Juli 2016 08:24
Donovan hat klar erkannt, dass wir wieder zur Männlichkeit zurückfinden müssen; männliche Tugenden, die Männergruppe u. ä. stellt er in seinem Buch (The Way of Men) gut dar. Vielen Dank für die Übersetzung.

Das kann aber nur der erste Schritt sein.
Donovan erkennt auch, wie es weitergehen kann: Tribalismus.
Das ist, neben Partei- und Metapolitik, ein gangbarer Weg. Ein Weg, den jeder gehen kann und der unsere letzte Reißleine ist, wenn die anderen Strategien scheitern.

Einen guten Anfang hat Donovan mit seinem Aufsatz "Die neuen Barbaren" gemacht.
Sein letztes Buch "Becoming a Barbarian" ist leider nicht so gelungen, hatte ich mir doch gewünscht, dass er seine in dem Aufsatz gemachten Thesen vertieft. Donovan kann das nicht leisten, er räumt selbst im Vorwort dazu ein, dass es noch 20 Jahre dauern kann, bis er hilfreiche Tipps dazugeben kann, wie man eine Gemeinschaft (einen Stamm?) gründet, verwaltet, führt.


Als eine Art Einleitung ins Thema Tribalismus ist dieser Aufsatz allerdings mehr als gelungen. Hier der Link:

http://www.jack-donovan.com/axis/2016/02/die-neuen-barbaren-the-new-barbarians-german-translation/
Rumpelstilzchen
10. Juli 2016 09:14
Zwischen dem Willen zum biologischen Überleben und einer Kultur, die das eigene biologische Überleben ( nenne es Religion) übersteigt, bewegen sich Männer und Frauen.
Der Wille zum biologischen Überleben des eigenen Stammes ist in Europa nicht mehr vorhanden. Damit wird auch die Kultur untergehen. Die Einwanderer zeigen zumindest den Willen zum biologischen Überleben. Welche Kultur daraus entsteht, darüber kann man philosphieren.
Ich sitze im Eiscafé einer mittelgroßen Stadt. Neben mir ältere Paare, keine einheimischen Familien mit Kindern. Eine schöne bunt gekleidete Orientalin mit vier Kindern geht vorbei. Die alten grauen Deutschen um mich erscheinen mir immer grauer. Ein afrikanisches Paar ( beide in orange-gelb) mit Kinderwagen) stolziert vorbei. Alles erscheint mir noch grauer.

Die Diskussion um das Mannsein ist doch nur lächerlich, wenn der alte Sack in seinen Porsche einsteigt, das tertiäre Geschlechtsmerkmal.
Einst hatte er nen forschen Pimmel, jetzt hat er einen Porschefimmel.

Lasst uns in die Gitarre weinen, die alten Knochen trainieren, unseren Kindern im Auslandsstudium nachtrauern und uns an bunten Kindern erfreuen, die sich ihrerseits über die bunten Werbeluftballons in deutschen Fußgängerzonen erfreuen.....
Solution
10. Juli 2016 11:19
@ Niekisch

Haben Sie je von einem Akif Pirincci gehört?

Ich vertrete einen völkischen Standpunkt. Deutscher ist für mich, wer deutscher Abstammung ist.

Das bedeutet aber nicht, daß man keine Freunde, Verbündete und Kampfgenossen hat, die nicht Deutsche sind.

In den USA wäre ich ein "White Nationalist", vielleicht wird das hier auch mal so kommen, daß wir uns übernational organisieren. Gute Ansätze gibt es ja schon. Die vom Aussterben bedrohten Weißen müssen sich irgendwie zusammenraufen.
Susann
10. Juli 2016 11:51
@Irrlicht

klar gibt es da Unterschiede: je denaturierter die Umweltbedingungen (oder anders formuliert je dekadenter die Gesellschaft), desto künstlicher und übertriebener treten mitunter äußerliche Surrogate für Männlichkeit und Weiblichkeit zutage. Das nimmt zum Teil wirklich schon lächerliche Ausmaße an, wie manche Frauen sich den Busen aufpumpen lassen oder die Männer halt ihre Muckis. Der Trend geht ja auch zu Penisverlängerung , Schamlippenlifting und Analbleaching. Da haben Sie vollkommen recht, dass das ein Widerspruch in sich ist: einerseits die Männergruppen, die sich vermeintlich abschotten gegen Bewertung durch die Gesellschaft, gleichzeitig aber das Schönheitsideal eben dieser Konsumgesellschaft regelrecht zu übertrumpfen suchen. Da frage ich mich auch, ob die nicht genug Sinnvolleres zu tun haben wie Holz hacken, Gartenarbeit, Hausbau oder sowas... Schuppendach könnte wieder mal gemacht werden... oder mit den Jungs in den Wald gehen. Thematisiert Donovan dieses Thema in seinem Buch überhaupt?... also Vaterschaft, Familie, Verantwortung.... denn das sind ja auch durchaus wichtige Aspekte des Mann-Seins: inwiefern es dem Mann/Vater gelingt, den Lebensstandard seiner Frau und seiner Kinder zu verbessern. Da hätte ich so ein wenig Bedenken... also wenn der Typ jetzt jeden Abend in seine Mucki-Bude rennt, danach mit den Kumpels noch in der "Weiber-verboten-Kneipe" 8 bis 15 Bier kippt, jedes zweite Wochenende auf survival-tour geht mit seinen Jungs und Weibchen zuause alles alleine in Schuss halten muss.... ja also ööööhm... da müsste er schon jedes Mal einen seeehr großen Bären mit nach Hause bringen.
Urwinkel
10. Juli 2016 12:32
Schaut einmal in Richtung Italien/Rom. Die garstigen Tüpen der Casa Pound konnten bislang ein ganzes, funktionierendes Netzwerk errichten (Wohnhaus, Säuferbar, Veranstaltungsort). Die sind von rationaler Wut getrieben, und schaffen und schaffen. Weil sie es können. Und sichtbar beweisen. Was das nun mit dem Schwulsein zu tun hat, weiß ich nicht. Aber ich kann unhinterfragt sagen: "Stand your Ground!".
Monika
10. Juli 2016 13:05
Im nächsten Winter wird Hermann oft Fleisch bekommen, viel mehr Fleisch als sonst. Das Fleisch des jungen Pferdes. Es wird Hermann stark machen, er wird weiterwachsen. Und schneller werden. Vielleicht wird er noch Soldat, bevor der Krieg vorbei ist, man weiß es nicht. Herman wäre gerne Soldat. Er würde irgendwann zurückkommen und stark sein wie die Soldaten, die gerade mit ihm hinter den Buchen gelegen und danach Witze gemacht und geraucht haben, ohne eine Spur von Aufregung. Dann wäre er ein richtiger Mann.
Vielleicht würde er dann Antonia fragen, ob sie mit ihm gehen will, die schmale Antonia mit den geflochtenen Zöpfen. Und sie würde ihn nicht ablehnen oder auslachen.


aus: Und doch ist es Heimat

Ich lese gerade das von Frau Kositza besprochene Buch :
"Und doch ist es Heimat"

Wer wirklich nicht mehr weiß, ob er nun Männlein oder Weiblein ist, ob er das Buch " Der Weg der Männer" lesen oder nicht lesen soll, dem kann ich das Buch Und doch ist es Heimat nur ans Herz legen.
Da könnte man glatt in die Gitarre weinen...

Da kann mir ein schwuler Ami, der aussieht wie Meister Proper, dessen Väter vielleicht meine beschossen haben ( in meinem Falle allerdings das Leben gerettet haben) eigentlich egal sein....
Beta
10. Juli 2016 13:55
@Rumpelstilzchen und andere

Der Wille zum biologischen Überleben des eigenen Stammes ist in Europa nicht mehr vorhanden.


Was für ein Gejammer! Natürlich ist dieser Wille vorhanden, jedenfalls unter der Oberfläche. Zum einen ist die weisse Bevölkerung Europas so gross, zum anderen kommen noch die weissen Bevölkerungen in Übersee hinzu, dass die genetische Veranlagung zu einem überlebensfähigen Tribalismus auf jeden Fall vorhanden ist. Das folgt aus der bei einer so grossen Population notwendigerweise vorhanden genetischen Vielfalt. Ausserdem gab es unter Europäern noch mindestens bis zum Ersten Weltkrieg ein ganz anderes Bewusstsein der eigenen genetischen und kulturellen Identität als heute. Seitdem kann sich die genetisch Ausgangsbasis gar nicht so stark verändert haben. Was sich verändert hat, das ist der enorm gestiegene Anteil von Trägern minderwertiger Gene, der den Kriegen und dem Wohlfahrtsstaat geschuldet ist. Es sind also in erster Linie nicht die Gene sondern die Mentalität, woran es hapert. Die Mentalität lässt sich schnell ändern, viel schneller als die Gene, wenn die richtigen Bedingungen dafür herrschen. Wer noch vor etwas über einem Jahr gedacht, dass jemand den Vorwahlkampf der Republikaner gewinnt, dessen medialer Rückhalt aus kaum mehr als der Unterstützung durch ein paar Podcasts und Webseiten der Neuen Rechten besteht?

Abgesehen davon kann der Islam den Kampf um Europa langfristig gar nicht gewinnen. Der Islam ist eine ethnische Eroberungsideologie, die auf einer tribalistischen, parasitären Grundveranlagung basiert. Die Populationen, die ihm anhängen, sind entweder arm oder sie zehren auf die eine oder andere Weise von Reichtum des Westens. Kulturell und technologisch sind sie alle rückständig. Die Mohammedaner werden möglicherweise grosse Teile Europas unter ihre Fuchtel bringen, aber wenn der Wirt wegfällt, von dem sie zehren können, wird ihre Inkompetenz zu Tage treten. Dann wird die Zeit der Reconquista kommen, möglicherweise noch innerhalb der Lebensspanne vieler, die hier schreiben.
Jeremias Tysk
10. Juli 2016 15:34
@solution
(2. Beitrag) Zustimmung, zumal ich den Eindruck habe, dass generell solche Personen, sprich die Schwulen wieder wirkliche Männlichkeit wollen, oder eben ein eingewanderter Mensch das Land wieder haben will, in das er sich verliebt hat.

Ansonsten setzt sich fort, was ich hier in den Kommentarspalten schon erlebt habe: Geht es um das Thema Homosexualität, bekomme ich einen Brechreiz. Hier werde von einigen gezielt Redeverbote für Menschen gefordert, die ihr Privatleben anders verbringen, als man selbst und es wird sich genauso darin eingemischt. Während die Linken eben diese Menschen zu Objekten herabwürdigen, die an sich als schutzbedürftige Opfer halten will, wird von rechts immer wieder gerne geurteilt über Dinge, die einen eigentlich nicht betreffen. Wir alle sprechen hier von Identität und der Bewahrung ebendieser. Dazu gehört aber auch, dass Menschen sich zu dem Geschlecht angezogen fühlen dürfen, wie sie wollen. Und bevor das kommt: Das hat rein gar nichts mit der politischen Zelebrierung zu tun oder Eskapaden wie dem widerwärtigen Bildungsplan.
Spiel Satz und Sieg
10. Juli 2016 20:16
Schwul hin oder her. Wer würde Jack Donovan nicht gerne an seiner Seite wissen, wenn es drauf ankommt...
muotis
10. Juli 2016 22:25
Noch nie so viel Unsinn hier auf SiN gelesen! Buch lesen, mit dutzenden Vorurteilen über Autor, Inhalt und Zweck aufräumen und sich bessern ist die Devise! Männer, seid stark und bildet Banden! Natürlich wird der deutsche Entwurf der Volves nicht so martialisch ausfallen wie jener aus Vinland, aber das fordert auch niemand, da wir keine Amerikaner sind. Das heißt aber nicht, daß ein Amerikaner, zudem ein schwuler, uns nicht etwas zu sagen hätte. Es ist ja nicht so, daß das deutsche Männerbild nicht in einem beklagenswerten Zustand wäre. Nicht wahr, meine Herren?
Stil-Blüte
10. Juli 2016 22:42
@ Monika

Zustimmung!

Kauft und lest nicht nur 'Mannsein über Bande', sondern auch

'Und doch ist es Heimat'

Ich bin mir hundert Prozent sicher: Ein Schlüsselwerk der Nachkriegsgeschichte, die noch weit über unsere Zeit hinausreichen wird. für jedermann. Garantiert. Das hat es bisher so nicht gegeben. Vielleicht in dem 'Kriegslsied von Mathias Claudius:

Und ich begehre, nicht schuld daran zu sein
Bran
10. Juli 2016 23:54
Grosses Kino hier in der Kommentarspalte. Da wird die Frage nach der sexuellen Orientierung gestellt und was sie letztlich für funktonale Gruppen zu bedeuten hat. Und hier ist die Antwort: Nichts. Wenn einer kein Homo-Aktivist oder eine keine Lesben-Aktivistin ist, ist es einfach scheissegal, was ihre sexuelle Ausrichtung ist. Fragt Ihr alle Leute, die Euch begegnen, mit wem sie es treiben? Das ist doch ein wenig indiskret und seltsam, nicht wahr?

Mich interessiert nur, ob jemand neben mir steht, wenn es brennt. Mit wem er zuhause in die Falle hüpft, ist mir schlichtweg egal, solange es keine Kinder oder Tiere sind oder er sein Gegenüber zwingt.

Dann die Wolves: So what? Das ist amerikanisch. Wir sollten eine europäische Antwort darauf finden. Schon mal von Codreanu gehört? Dort liegt die Antwort. Eiserne Garde lesen.

Und was ist Männlichkeit? Muss jeder für sich selber wissen. Meine Antwort: Kampfbereitschaft in Verbindung mit den Ritterregeln:

mâze: maßvolles Leben, Zurückhaltung
zuht: Erziehung nach festen Regeln, Anstand, Wohlerzogenheit
êre: ritterliches Ansehen, Würde
triuwe: Treue
hôher muot: seelische Hochstimmung
höveschkeit: Höfischkeit, Höflichkeit
diemüete: Demut
milte: Freigiebigkeit, Großzügigkeit
werdekeit: Würde
staete: Beständigkeit, Festigkeit
güete: Freundlichkeit
manheit: Tapferkeit

Das ist die europäische Variante. Und die ist durchaus nicht einfach nur durch das Christentum versauert. Sondern sie ist das Destilat der verschiedenen europäischen Kulturen und Lebensweisen. Wikinger sind nur ein Aspekt dieser Lebensweisen. Ihre Lebensart verschmolz irgendwann mit den Franken, Kelten, Longobarden etc. und daraus entstand das Rittertum christlicher Prägung (wobei auch hier Christentum so gesehen werden muss, dass es ein europäisches Christentum, erdacht von Germanen und Kelten, war).

Und heute? Ein Mann ist einer, der ohne Initiiationsritus viel erlebte, weil er es wollte und der dazu bereit ist, egal ob er Bücherwurm oder Kraftprotz ist, das Richtige zu tun. Einer, der schützt und bewahrt. Ein Mann ist ein aufrechtes Rückgrat mit Bezug zu den Seinen. Ein Mann ist Kampfbereitschaft, ohne dass er dies allen erzählen muss und dafür seine Meriten einheimsen muss noch und noch.
Mannsein ist Kraft, Stoizismus, Wurzeln. Mannsein ist Treue, Ehre und Würde, Schutz und Strategie.

Was gibt es mehr zu sagen?
Stein
11. Juli 2016 01:43
Ich hätt da mal ne Frage: Ich bin Anfang 30, jedoch schwer krank, was ich sowohl vor meiner Familie als auch meinem restlichen sozialen Umfeld verberge. Ich bin nicht mehr in der Lage, zu kämpfen (abstrakt oder wörtlich), allenfalls kann ich mein Geld gemäß meinen Interessen verteilen. Wenn Frauen, Schwule, Neger mit Bierrucksack beim Konzert oder sonstwer mir helfen können, meine Tarnung weiter aufrecht zu erhalten (ohne es zu wissen), macht mich das dann eigentlich unmännlich?
Clairvoyance
11. Juli 2016 02:20
In Jack Donovans Buch »Der Weg der Männer« steht auf Seite 185f.:

»Die Menschen müssen aufhören, beim Staat nach Hilfe und Orientierung zu suchen. Sie müssen desillusioniert und enttäuscht werden. Um die Männer auf einen Weg zu bringen, der für sie zwar nicht unmittelbar, aber schlußendlich besser wäre, muß das emotionale Band zwischen Volk und Staat vollständig gekappt werden.«

Dieses Bekenntnis und diese Forderung ist libertär. Sie hat keine mögliche Verbindung zu konservativen Prämissen. Ob man das will oder nicht, in den Vereinigten Staaten ist radikales, umfassendes Mißtrauen gegen bundesstaatliche Instanzen und Vollstrecker seit langem der gute Ton aller »Rechten«.

(...)
Glaubt nichts, was aus dem Munde von BRD-Systemstützen kommt! BRD-Insassen leben offiziell in einem »Feindstaat« der UN. Radikale Skepsis ist stets der erste Schritt zur spirituellen Befreiung, die jeder anderen Befreiung immer vorausgehen muß.
Der_Jürgen
11. Juli 2016 08:50
@Jeremias Tysk

Sie dreschen auf einen Strohmann ein. Wer von den Foristen will Donovan
ein Redeveroot erteilen oder ihm verbieten, sein Privatleben so zu gestalten, wie er es wünscht? Wenn Sie mich gemeint haben sollten: Ich habe klar festgehalten, dass ich kein Verbot einvernehmlicher homosexueller Beziehungen zwischen Erwachsenen will. Ich habe Martin Lichtmesz keinesfalls das Recht abgesprochen, Donovan zu übersetzen, und antaios nicht vorgeworfen, dass er diese Übersetzung verbreitet.

Ich habe lediglich festgehalten, dass ich einen Homosexuellen nicht als Ideologen einer identitären Bewegung anerkenne, weil sein Lebensstil der natürlichen Ordnung widerspricht, und dass ich von ihm keine Belehrungen über Männlichkeit annehme. Wenn es andere Foristen nach solchen Belehrungen dürstet, ist das ihr gutes Recht. Dass Donovan, wie ich aus einem Diskussionstbeitrag hier erfuhr, gar noch Satanist war, macht für mich endgültig das Mass voll.

@Spiel, Satz und Sieg

Ja, als Mann fürs Grobe wüsste man Donovan bei einer Keilerei gerne auf seiner Seite, da haben Sie recht. Andererseits wünscht man sich ihn als Homosexuellen und ehemaligen (?) Satanisten nicht als Offizier. Als Offizier wünscht man sich beispielsweise einen Familienvater wie Kubitschek, der nicht nur körperlich, sondern auch psychisch gesund ist.
Wolf Silius
11. Juli 2016 13:17
@Der_Jürgen
Warum muss uns ausgerechnet ein Homosexueller über männlichen Mut und männliches Pflichtbewusstsein aufklären? Fand man hierfür keinen geeigneten heterosexuellen Kandidaten?

Ihre Vorbehalte sind nachvollziehbar, aber möglicherweise ist "Die große Verschwulung" der "Heterosexuellen" (ich bleibe für gewöhnlich bei "normal") bereits sehr weit fortgeschritten. Homosexuelle haben zum einen den Vorteil, nicht pc sein zu müssen, zum anderen kennen sie nicht die panische Angst, nicht zur Mehrheit zu gehören, sie sind bereits Minderheit.

Hier der Gegenentwurf eines verschwulten Angehörigen der Generation Masturbation zu dem des schwulen Donovan.

Männer, seid weniger bedrohlich !
http://ze.tt/maenner-seid-weniger-bedrohlich/

Keine Satire !
Androsch Kubi
11. Juli 2016 13:49
@Clairvoyance
Wie ich es mir schon dachte, sehr amerikanisch. Danke.

Wobei ich zugeben muss, dass das Buch mich schon reizt, lesen werde ich es sicher mal.

Der Staat als Feind des Volkes, statt als dessen demokratische Organisationsform. So weit haben es die korrupten parlamentarischen Pseudodemokratien schon gebracht.

Nur: in Europa ist es noch nicht ganz so weit, Gott sei Dank! Was in den USA als libertär gilt, vertreten hier eher antikapitalistische Anarchisten (wenn denen auch viel weniger klar sein dürfte, dass Anarchismus die Macht des Stärkeren/Vernetzteren/Reicheren etc. ist) .

In jedem Fall sollte jeder, der mit solchen Positionen liebäugelt, sich eines klar machen: wer den eigenen Bund/Gang (was weiß ich) vorzieht und den Staat abschreibt (statt seine Erneuerung anzustreben), damit genau das anstrebt, was andere Länder in Erfolglosigkeit und Korruption gefangenhält.

Es ist nämlich eine der offensichtlichsten Merkmale erfolgloser Länder, dass sie starke Substrukturen bilden, mit denen aber jeder weitere Aufbauversuch in Konflikten, Korruption und Vetternwirtschaft stecken bleibt.

Die westliche Zivilisation basiert auf "verweichlichten" Intellektuellen. Auf vom Staat abhängigen und ihm deshalb treu ergebenen Kleinfamilien. Lasst euch nicht als Schwäche einreden, was eigentlich unsere größte Stärke ist!

Und wer ernsthaft glaubt, in einer solchen Welt als Mann glücklicher zu sein, sollte sich die Frage stellen, warum Menschen aus solchen Kulturen unbedingt hierher wollen...

Davon abgesehen, dürfte Autonomie jeder Art, im dicht besiedelten Deutschland viel mehr Illusion sein, als im Flächenland USA. Hier muss man ja sogar zum Angeln erst einen Lehrgang besuchten, Prüfungen machen und Beiträge bezahlen, die die Aktion zu einem teuren überflüssigen und bürokratischen Hobby machen.
ἄλφα
11. Juli 2016 14:33
Sehr geehrter Herr Beta,

bevor es für mich sinnvoll wäre, auf Ihre in weiteren Beiträgen formulierten primär interessant und diskutabel erscheinenden Hypothesen weiter einzugehen, bitte ich Sie, mir folgende bereits im Raum stehende Frage zu beantworten. Ich schrieb bereits....

"Beta: "narzisstisch-parasitären Charakterstruktur mit psychopathischen Zügen." Kann und will ich nicht abstreiten, alle 3 Adjektive treffen zu. Aber warum, Beta, wollen Sie asoziale Charaktere für die aktive Mitarbeit Ihrer Sache gewinnen?"

.... und Winston Smith 78699 ergänzte:

"Wenn hingegen der kommentierende „alpha“ das repräsentieren soll, was am Abendland zu retten ist, was gibt es dann zu retten?"

Wir warten auf Ihre Antwort.

ad Winston: "Gerade habe ich auf meiner alten Gitarre ein kleines Stück gezupft und danach waren wir beide nass – verheult nämlich. Ich weiß nicht, ob einem wie alpha das je so gehen wird."

Ich beherrsche kein Musikinstrument gut genug, um mich oder andere damit zu verzaubern. Aber ich schreibe - allerdings ohne mich dabei selbst zu befeuchten - Liebesgedichte, regelmäßig und sehr gerne. Ich könnte weder ohne meine selbstverfasste Lyrik noch ohne zukünftig weiterhin selbst Lyrik zu verfassen leben.

ad enickmar:
"enickmar
Freitag, 8. Juli 2016, 15:07 (URL) | Kurz-URL

Joggen, Liegestütze, Hantelbank, Sit-ups und ein bisschen Sandsack im Kellerfolter- und -fitnessraum – …

Das ist was für Tunten."

Immer wieder spannend zu erfahren, ob die im Internet locker flockig über die Tastatur herausgehauenen Sprüche dem Pöbler auch von Angesicht zu Angesicht genauso leicht von der Zunge gehen, oder ob sich nicht doch der Selbsterhaltungstrieb durchsetzt. Aber von mir aus, Herr enickmar, werden Sie Ihre Chance bekommen. Sport frei!

Zum Thema:

Warum sollte man global eigentlich alle Weißen bzw. lokal alle autochthonen Deutschen retten? Ich habe nie verstanden, warum Kubitschek z.B. in seinen PEGIDA-Reden immer betonte, wir seien ein Volk, wobei die Rechten die linksradikalen der Frankfurter-Schule nachfolgenden Kulturmarxisten und sich als Antifaschisten Wähnenden wieder auf den rechten Weg zurückbringen müßten. Man sollte nachsichtig mit Ihnen sein und Gnade vor Recht ergehen lassen beim Versuch, sie wieder in die Spur zu bringen. Daß ein solcher Versuch dem Überleben nicht dienlich ist, hat Jack Donovan (ein rechtsintellektueller "Klassiker", inwieweit seine ohnehin prinzipiell zu falsifizierenden Hypothesen nun aufgrund seiner sexuellen Orientierung besonders zu beargwöhnen seien - Stichwort: "Warum Konservative immer verlieren") in "The New Barbarians" klar herausgearbeitet:

"Trennt „uns“ von „denen:

Nun, mein Rat an euch ist, sagt nicht „wir“, wenn ihr „sie“ meint, und sagt nicht „uns“, wenn ihr „ihnen“ meint. Hört auf, demokratische Sprache zu verwenden. Hört auf, so zu tun als ob wir alle zum gleichen Team gehören, denn das tun wir nicht. Und das müssen wir auch nicht. Entscheidet, wer euch wirklich interessiert. Findet heraus, was ihr gemeinsam habt. Definiert eure Grenzen. Entscheidet, wer darin ist und wer draußen ist. Die Leute, die darin sind, gehören zu „uns.“ Diese Leute sind das „wir.“ Alle anderen sind „sie.“"

Ohne diese Grundsatzentscheidung sind Clan-, Gruppen- und Gangbildung und somit Tribalismus unmöglich.

Der Dreck muß weg.

Und wer nach Ausbruch des Chaos dann trotzdem als bisher ideologische Scheuklappen Tragender plötzlich zur Gruppe der Überlebenden dazugehören möchte, dessen Fähigkeiten, die Überlebenschancen der Gruppe zu verbessern, und dessen Gesinnung, abgeklopft auf primär anzunehmenden Opportunismus, werden genau zu überprüfen sein und im Zweifelsfall eher verworfen werden.
Carsten
11. Juli 2016 14:50
Wenn man alleine ist, dann ist man immer ohnmächtig - ganz egal, wie stark man auch sein mag. Wenn aber viele Menschen an einem Strang ziehen, dann entsteht Macht.

Es ist sehr traurig mitanzusehen, wie sich die Recht selbst zerfleischt. Sowohl auf persönlicher als auch auf politischer Basis. Jetzt, da die Existenz, die Nation und die ethnische Integrität der europäischen Völker auf dem Spiel stehen. Vielleicht sogar der Fortbestand der westlichen Weltzivilisation an sich. Und wenn man eine dergestalte Lage hat,dann ist alle intellektuelle Haarspalterei byzantinisches Geschwätz.

Wo also ist der Wille zum Selbstopfer, zur Treue, zum Gehorsam? Wenn es keinem gelingt, die Kräfte zu bündeln, zu EINEM Ziel, zu EINEM Willen, zu EINER Front, dann wird die Rechte untergehen! Aber wenn sie geschlossen handelt und vereint ist in Treue und Glaube, dann wird sie siegen! Genau so wie unsere Vorväter auch nicht in Zerrissenheit den Sieg davon getragen haben, sondern in geschlossenen Kampfesreihen!

Dieses deutsche Volk hat die islamische Expansion überwunden, sich von Napoleon befreit und in zwei Weltkriegen gegen die halbe vereinte Welt geschlagen! Und nun soll uns eine degenerierte Linksbourgeoisie und eine Rotte ausländischer Krimineller in den Untergang reißen? Wenn es so käme, so könnte ich keine Träne um dieses Volk weinen, denn es hätte nichts anderes verdient.

WENN aber der Glaube an das Vaterland, an seine Ehre und Zukunft, in den Seelen jedes Mannes wiederbelebt ist, dann würden uns die Kampfmittel aus unseren nackten Fäusten quellen! - Das Land ist reich, allein der WILLE ist schwach! WENN aber der Kampfgeist in jedem Aspekt des Lebens wiederbelebt ist, WENN der natürliche Selbstbehauptungswille in eine politische Panzerung gestiegen ist, dann und nur dann werden wir unaufhaltsam sein!
Andreas
11. Juli 2016 19:55
Vielleicht hat einer der Diskutanten Zeit und Lust mir 2 Fragen zu beantworten:

Wie kommt es eigentlich, dass keiner der potentiellen Streetfighter und harten Kerle weder in der Kölner Sylvester-Nacht, oder in sonst einer der vielen uebergriffigen Situationen anwesend war, um einzugreifen, oder gab es auch darüber nur keine Berichte?

Wie hoch schätzen die anwesenden denn das Potential an Männern in diesem Lande ein, die sich vom besprochenen Buche nicht nur angesprochen, sondern auch zu aktivem Handeln angesprochen fühlen würden? Ich meine vom Grundsatz wäre es ja eine der bequemsten Lösungen für Männer, beim wählen wenigstens die Finger von CDUSPDLINKEGRÜNE zu lassen.

Das müsste doch ein krachendes Echo hinterlassen, wenn es denn eine namhafte Zahl von Männern gäbe, die sich den hier vertretenen Ansichten anschließen könnten, oder ?
Bran
11. Juli 2016 22:07
Andreas: Es ist doch eine Frage des "dürfens" für viele Männer. Ich kenne sportliche Typen, schneller als ich, besser trainiert, exzellent in einer bestimmten Sportart, die aber trotzdem immer lieber friedlich bleiben. Sie befolgen die dümmste aller Weisheiten: "Der Klügere gibt nach." Nicht selten kriegen sie dafür noch ein paar verpasst.
Wenn diese Männer sich aber plötzlich in einem Umfeld bewegen würden, in dem es erwünscht und es ihnen gesellschaftlich erlaubt wäre, ihre Kraft auch einzusetzen, wären sie durchaus ernstzunehmen.
Es liegt doch an uns hier, denen, die hier grosse Töne absondern, ein Umfeld zu schaffen, das für Männer inspirierend wirkt, wenn auch nur im Kleinen.
Und wo diese Streetfighter in Köln waren? Angeblich gab es da ja diesen superkrassen oberschweren Türsteher, Kroate oder sowas. Wobei ich bei dem nicht sicher bin, wie echt der ist.
Ich bin sicher, es gab auch noch andere Männer, die in jener Nacht zulangten und dann eingestampft wurden. Über die wird halt nicht berichtet, weil das Narrativ des eierlosen Deutschen aufrecht erhalten werden muss.
Petrus Urinus Minor
11. Juli 2016 23:03
Andreas:

Gegen einen Mob hat ein Einzelner nicht die geringste Chance. Die einzige Möglichkeit wäre ein über die sozialen Netze organisierter Gegenmob gewesen. Und das wird nicht geschehen.

Man muss sich weiter im Klaren sein, dass die geschehenen antideutschen Pogrome - und um solche handelt es sich - das Verhalten von Eroberern darstellen. Das Bewusstsein, erobert zu sein, bzw. Eroberer zu sein, hat sich auf beiden Seiten bereits eingestellt.
Spiel Satz und Sieg
11. Juli 2016 23:24
@der_Jürgen

Überschrift: Wer heilt hat recht!

Und nochmal - Schwul hin oder her - meinen Respekt hat er. Ein Krafttext sondergleichen. Eine Inspiration. Ein Spiegel. Gnadenlos. Eine Urgewalt.
Einmal lesen reicht nicht.

Wenn ich das wenige was über dessen Vita zur Verfügung steht lese, so sehe ich einen Mann der die Frage nach dem Sinn des Lebens total auslotet und folgerichtig rechts intellektuell landen mußte. Er scheint mir nicht derjenige zu sein, der über Ideale nur schreibt, sondern sie auch auf ihre pragmatische Wirkungsweise im Alltag auf's härteste druckvoll überprüft.

Falls Sie andere Vorstellungen über Führungspersönlichkeiten haben, i.O. Für mich zählen die Kraft, der Mut und die Kompetenz und dies alles scheint er mitzubringen. Das passt für mich. Da ich sellber Vater von 4 Kindern bin, kann ich in diesem Punkt ein Auge zudrücken.

Scheinbar haben hier wenige das Buch gelesen. - Gay is dead - Empfehle die Seiten 78-83 über Homosexualität eingehend zu lesen. Da klärt sich vieles.

Und was den Satanismus nach LaVey betrifft, so empfehle ich mal genauer hinzuschauen. Eine Philosophie der anderen Art, strikt ohne Opfer. Na und? In diesen und anderen Kommentaren auf der sezession werden genug Haare gespalten. Aber hier nachlässig urteilen? Passt nicht.

Ich danke jedenfalls Herrn Lichtmesz für die Übersetzung sowie dem Verlag Antaios für die Publikation. Ein Betonfundamment ist daraus gegossen. Auf geht's Männer, ein Weckruf unseres Bruders im Geiste aus Übersee. Lasst nun Taten folgen...
Martin Lichtmesz
12. Juli 2016 10:41
Hier haben wir ein schönes Beispiel für "flamboyante Unehrenhaftigkeit":
http://www.jetzt.de/was-ist-rechts/warum-waehlen-junge-maenner-so-gerne-rechts

Ein Kommentar dazu hier:
https://fauxelle.wordpress.com/2016/07/11/heinzlmaier-und-die-rohen-maenner/
Nikephoros Phokas
12. Juli 2016 12:57
@ PUM

Warum sind Sie sich da so sicher ? "Hooligans gegen Salafisten" war doch immerhin ein Anfang, oder ?
Monika
12. Juli 2016 14:17
o. k.
auch wenn die Diskussion hier etwas holprig und verqueer verläuft, es ist ein Thema, die Verweiblichung des Mannes .

Habe unlängst in einer kleinen Runde dieses Thema angesprochen und sofort ging es hoch her :
Tenor der Männer: Wir dürfen nicht mehr machen, was wir wollen. Alles wird reglementiert und kontrolliert...
Tenor der Frauen: Alles muß man selbst machen, die Männer sind zu lasch, Entscheidungen durchzusetzen...
das klingt sehr nach einem Dilemma.

A woman simply is, but a man must become.


das hieße doch, lasst die Männer einfach sein, dann werden sie auch...

Ich war in meiner Jugend fasziniert von den Männerhäusern auf Papua-Neuguina. Was machen die Männer eigentlich dort ? Wenn sie sich in die Männerhäuser zurückziehen ? Klar war, dass die Frauen in den Frauenhäusern ihre Kinder gebaren und aufzogen.
Aber was machen die Männer in den Männerhäusern ? Und warum dürfen die Frauen da nicht rein ?

Ein Völkerkundler im damaligen Berliner Völkerkundemuseum erklärte das etwas flapsig, ungefähr so:
"Die Männer machen Krach und Tam-Tam in diesen Häusern, damit die Frauen denken, dass sie ( die Männer) auch etwas Wichtiges zu tun haben."

Diese Männerhäuser gibt es leider nicht mehr. Ihre Teile werden im Internet versteigert:
https://auctionata.com/de/o/31771/sepik-maennerhaus-stuetzpfosten-mendam-neuguinea-um-1960

Das ist traurig !
Wo können die Männer noch ihr Tam-Tam machen ?
Martin Lichtmesz
12. Juli 2016 15:08
Badeschluß, Mädels! Karawane zieht weiter...

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