23. Juli 2016

Nach München und Würzburg: Die Ruhe vor dem Sturm

Gastbeitrag / 50 Kommentare

Die jüngsten Ereignisse in München und Würzburg stellen angesichts ihrer vergleichsweise überschaubaren Folgen zunächst keine grundsätzliche Herausforderung für Deutschland dar. Befürworter offener Grenzen rufen vor diesem Hintergrund dazu auf, solche Vorfälle zu akzeptieren. Man müsse jetzt mit "heroischer Gelassenheit“ oder "trotziger Gelassenheit" die durch "einen von uns" erzeugte "Normalität des Terrors“ mit "Ruhe und Zurückhaltung" ertragen, ohne die falschen Fragen zu stellen. Die Sorge vor Anschlägen stelle die eigentliche Bedrohung dar. Irreguläre Migration erhöhe davon abgesehen das Terrorismusrisiko in Deutschland nicht, und die Sicherheit der Deutschen sei in jedem Fall gewährleistet.

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Tatsächlich jedoch erlebt Deutschland gerade wahrscheinlich noch eine Zeit relativer Ruhe vor einem heraufziehenden Sturm. Das Land steht wahrscheinlich nicht nur kurz vor weiteren islamistischen Anschlägen, sondern befindet sich zudem bereits seit Monaten in einer frühen Phase einer sich entfaltenden Staatskrise, die im Zusammenhang mit den anstehenden Ereignissen schon bald akut werden könnte.

Der Bundesregierung und ihren Unterstützern dürfte dies bewußt sein, wie die Antworten auf die Vorfälle zeigen, in denen angesichts der angestrengten Betonung der angeblichen Normalität des Geschehens vor allem die Angst vor den möglichen Reaktionen der Bürger erkennbar wird. Auch wenn es sich bei dem Vorfall in München um einen Amoklauf handelte (bei dem die Migrationshintergründe von Täter und Opfern eine noch unklare Rolle spielten), so reagierten doch jene, welche jetzt von Normalität sprechen, wegen dieser Angst vor dem Bürger darauf zunächst nicht wie auf einen gewöhnlichen Amoklauf.

Auch nach dem Anschlag bei Würzburg wurde seitens Politik und Medien vor allem die Sorge betont, daß der Vorfall einen "Brandbeschleuniger für die AfD" darstellen, zu kritischen Fragen führen oder die Ablehnung von irregulärer Migration verstärken könnte. Die eigentliche Bedeutung des Ereignisses, das vor allem ein Indikator für die schon seit längerem erwartete islamistische Radikalisierung irregulärer Migranten ist, wurde jedoch weitestgehend ignoriert. Diese Radikalisierung dürfte aber schon bald gravierendere Konsequenzen für Deutschland haben.

Der Attentäter von Würzburg hatte sich offenbar erst nach seiner Einreise nach Deutschland radikalisiert und erklärte, sich mit seiner Tat an "Ungläubigen rächen" zu wollen, obwohl die deutsche Gesellschaft ihn aufgenommen hatte und mit hohem Aufwand versuchte, ihn zu integrieren. Angesichts der bei vielen Muslimen schon vor der  Einreise vorhandenen islamistischen Einstellungen und unrealistischen Erwartungen bezüglich der eigenen Perspektiven in Deutschland werden sich viele der seit 2015 neu hinzugekommenen Migranten ebenfalls radikalisieren. Viele werden sich der wachsenden Zahl der Muslime in Europa anschließen, die auch in der dritten Generation nicht Teil der sie aufnehmenden Gesellschaften geworden sind. Der Soziologe Ruud Koopmans hat in diesem Zusammenhang dokumentiert, daß islamistische Einstellungen unter Muslimen in Europa weit verbreitet sind. Ein Drittel bis die Hälfte der Muslime in Westeuropa würden demnach mit der Ideologie und den Zielen militanter Islamisten in unterschiedlicher Intensität sympathisieren, insbesondere in der jüngeren Generation.

Wenn man davon ausgeht, daß die meisten der seit 2015 nach Deutschland gekommenen irregulären Migranten in Deutschland bleiben werden, und daß es sich bei diesen überwiegend um für Radikalisierung besonders empfängliche junge muslimische Männer mit geringen Integrationsperspektiven handelt, dann hat Deutschland zusätzlich zum bereits ansässigen Problempotential alleine in den vergangenen Monaten mehrere hunderttausend potentielle Sympathisanten und Unterstützer militanter Islamisten aufgenommen.

Gleichzeitig hat die Bundesregierung die Kontrolle über die Landesgrenzen weitgehend aufgegeben, was dazu geführt hat, daß militante Islamisten oft ungehindert nach Deutschland und von dort aus in andere Staaten einreisen können, was diese bereits zur Verübung von Anschlägen in Frankreich und Belgien genutzt haben. Auch einige der Terroristen, welche die kürzlich eher zufällig verhinderten Anschläge in der Düsseldorfer Altstadt geplant hatten, gelangtem auf diesem Weg nach Westeuropa.

Offene Grenzen ermöglichen es vor allem den Behörden bereits bekannten militanten Islamisten mit EU-Staatsangehörigkeiten unter Vorgabe falscher Identitäten unerkannt nach Europa einzureisen, und stellen diese Behörden damit vor enorme Herausforderungen, was wesentlich zur seit 2015 in Westeuropa laufenden Anschlagswelle beigetragen hat.

Den für die Grenzöffnung verantwortlichen Akteuren sind diese Sicherheitslücken bekannt, aber sie unterlassen die erforderlichen Maßnahmen, weil dies für sie den politischen Offenbarungseid bedeuten würde. Ihnen wird zunehmend bewußt, welche Entwicklungen sie ausgelöst haben und wohin sie führen werden, aber zu einer Korrektur ihrer Fehlentscheidungen sind sie dennoch nicht bereit. Um die Illusion der erfolgreichen Willkommenskultur aufrechtzuerhalten und sich wenigstens bis zur nächsten Bundestagswahl zu retten, setzt man viele Menschen in Deutschland und Europa einem hohen Risiko aus, und eine mittlerweile dreistellige Zahl vor allem französischer und belgischer Staatsbürger bezahlte dafür bereits mit dem Leben. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch eine größere Zahl von Deutschen einen sehr hohen Preis für die von der Bundesregierung zum Schaden Deutschlands und der Deutschen getroffenen Entscheidungen zahlen wird.

Auch das dürfte den Verantwortlichen in Deutschland bewußt sein, die angesichts des bereits einsetzenden  Vertrauensverlustes und der Abwendung der Bürger mit zunehmendem Aufwand gegen Kritiker des Regierungskurses vorgehen anstatt gegen die eigentlichen Bedrohungen. Die Bundeskanzlerin etwa hatte nach den Massenübergriffen von Köln eine "harte Antwort" des Staates angekündigt. Tatsächlich vorgegangen wurde jedoch vor allem gegen die zum "Haß" erklärte Kritik der Bürger. Aussagen wie die, daß der Zustrom irregulärer Migranten "Terror, Angst, und Leid" mit sich bringe, werden seit Köln als Volksverhetzung verfolgt und bestraft. Darüber hinaus wird in Erwartung der kommenden Ereignisse und des absehbaren weiteren Vertrauensverlusts der Bürger bereits der Einsatz der Sicherheitsbehörden gegen die einzige noch relevante Oppositionspartei vorbereitet.

Sorgen sollte es zudem bereiten, wenn regierungsnahe Stimmen im Zusammenhang mit Demonstrationen gegen den Kurs der Regierung von "Terrorismus" sprechen, denn dadurch soll offensichtlich weitere Repression rhetorisch vorbereitet werden. Auch Vertreter der Bundesregierung, erwähnten im Zusammenhang mit von ihnen als "Hetze" bezeichneten Kritik "Terror von rechts", den man offenbar braucht, um weitere Maßnahmen gegen Kritiker zu legitimieren.

Wie weit die Verantwortlichen in ihrem Kampf gegen die eigenen Bürger zu gehen bereit sind, ist dabei noch nicht absehbar. Die jüngst auch durch den ehemaligen Verfassungsrichter Udo di Fabio beobachtete Erosion des Rechtsstaats in Deutschland im Zusammenhang mit der Grenzöffnungspolitik der Bundesregierung gibt jedoch wenig Anlaß zu Optimismus, daß rechtstaatlichen und auch moralischen Grenzen bei einem möglichen künftigen eskalierten Vorgehen besondere Achtung entgegengebracht werden könnte.

Vera Lengsfeld bezeichnete diese Entwicklung als "kalten Staatsstreich", und in regierungsnahen Medien erhobene Forderungen nach Notstandsgesetzen und faktischer Aussetzung von Grundrechten wie Meinungs- und Versammlungsfreiheit von Regierungskritikern lassen erahnen, was Deutschland diesbezüglich noch bevorstehen mag. Auch im günstigsten Fall wären unabhängig davon die Folgen des laufenden Umbaus Deutschland in eine multiethnische Gesellschaft nur mit immer größerem Sicherheitsaufwand durch einen autoritären Migrationsstaat vorübergehend kontrollierbar.

Somit steuert Deutschland entgegen der beschworenen Normalität weiter auf die gravierendste Staatskrise seit dem Bestehen der Bundesrepublik zu. Eine Abwendung dieser Krise ist kaum noch wahrscheinlich, schon weil die zu einer Abwendung erforderlichen Entscheidungen mittlerweile so weitreichend wären, daß sie gegenwärtig selbst bei vorhandenem politischem Willen nur noch schwer um- und durchsetzbar wären. Angesichts des fortschreitenden Aufbaus von Krisenpotential und der weitgehenden Ausschaltung rechtsstaatlicher und demokratischer Kontrollmechanismen könnte eine mögliche Staatskrise somit Kräften unterworfen sein, die mit verstreichender Zeit immer weniger kontrollierbar werden.


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Kommentare (50)

L.
23. Juli 2016 22:03

Große Worte gelassen ausgesprochen.
Wahrscheinlicher ist aber, daß das aktuelle Weiterwursteln noch mindestens 10 Jahre so weitergeht.
Und was soll schon passieren? An der Stelle der Promenade des Anglais wo der Massenmörder gestorben ist wird uriniert und Müll liegengelassen. Wenn noch nicht mal die nun etwas hitzigeren Franzosen sich zu mehr aufraffen können...

Schon 1989 war ja eher ein Zusammenbruch eines total abgewirtschafteten Regimes und doch wohl kein Aufstand oder gar Revolution.
Und die AFD: Sie wird maximal (wie die FN in Frankreich) 30% bekommen wobei sie mit aktuell etwa 10% selbst davon noch meilenweit entfernt ist. Wir hier sind eine kleine Minderheit und die Massenbasis ist überhaupt nicht in Sichtweite.

Es wird bis auf weiteres eine Staatskrise - leider - nicht geben.

Trouver
23. Juli 2016 22:11

Die Grünen haben sich schon sowohl Reiter, als auch Roß bereits gefunden und genannt.

„Frau Petry, Herr Pretzell, Herr Poggenburg, Frau von Storch und andere: Wenn Sie eine Alternative für Deutschland sein wollen, entschuldigen Sie sich bei den Opfern und Ihren Familien! Die noch bessere Alternative wäre es, wenn Sie sich aus der Politik zurückziehen. Letztlich ist es Ihr Hass, Ihre Politik der Spaltung, die den Nährboden bildet für Radikalisierung und Fanatismus“, so Janecek.

man lese und staune.

Thylacin
23. Juli 2016 22:30

Zu der von Ihnen erwähnten „heroischer Gelassenheit“ und „trotzigen Gelassenheit“ lassen Sie mich bitte noch die „Vergleichgültigung“ hinzufügen, ein von einem gewissen Prof. Dr. Herfried Münkler von der Humboldt-Universität vorgeschlagenes Konzept, das darauf abzielt durch vorangegangenen Vergleich Gleichgültigkeit gegenüber islamischen Terror aufzubauen. Etwa so, durch Infektionskrankheiten, Krebs, Verkehrsunfälle etc. sterben jährlich deutlich mehr Menschen als durch Terror, weshalb wir Letzteren mit Gleichgültigkeit zu begegnen hätten.
Dieses Konzept ist wirklich großartig, es lässt sich nämlich auch auf andere Lebensbereiche übertragen. Durch Vergleich habe ich festgestellt, dass dieser professorale Dummschwätzer keinen Beitrag zum Wohlstand in diesem Land leistet, ganz im Gegenteil, weshalb ich es mir auch erlaube seine „Leistungen“ mit Gleichgültigkeit zu honorieren.
Ein weiterer Vergleich seines Beamtengehaltes mit dem derzeitigen Hartz4-Regelsatz lassen dann auch keinen Zweifel mehr daran, was in Zukunft mit der Planstelle des Professors zu geschehen hat. Dann wird ihm auch in Zukunft die Gleichgültigkeit widerfahren, die sich dieser „Leistungsträger“ auch so redlich verdient hat.

Arminius Arndt
23. Juli 2016 22:33

München war eine Einladung oder gar Blaupause für ernsthafte Terroristen. Wenn ein 18-jähriger Junge solch einen Einsatz auslösen kann und wohl über 2 Stunden lang ungefährdet mit einer Waffe und mehreren hundert Schuss Munition sich in München bewegen kann, was passiert dann, wenn tatsächlich einmal entschlossene Terroristen an verschiedenen Stellen einer deutschen Großstadt gleichzeitig zuschlagen?

Es zeigt sich deutlich, dass es keinen Schutz gibt - es sind alles nur Beschwichtigungen seitens der Politik.

Ich neige aber dazu, L. im großen und ganzen Recht zu geben. Es wird dann eben noch lange Zeit weiter gewurschtelt. Es trifft ja nur den einfachen Mann. Die Herrschenden und Mächtigen haben ihre gated communities, ihre Panzerlimousinen, ihre Personenschützer. Den Preis für die gesamte verfehlte Politik werden die einfachen Bürger und Familien zahlen.

Man kann nur hoffen, dass sich diese Erkenntnis in weiteren Kreisen festsetzen kann und zu entsprechenden politischen Konsequenzen führt. Rasch ändern wird sich aber nichts.

Trouver
23. Juli 2016 22:44

durch Infektionskrankheiten, Krebs, Verkehrsunfälle etc. sterben jährlich deutlich mehr Menschen als durch Terror

Sieht man die opera buffa rund um eine gewisse Fr. Z., mit wie viel medialem Aufwand diese Kasperlei am laufen gehalten wird, dann beginnt man das Thema "Terror" eben differenzierter zu betrachten.

Das Regime übernimmt sich schon. Und zwar - an seiner eigenen Maßloßigkeit.

Schade nur, daß es die Kinderleben fordert.

Waldgänger
23. Juli 2016 22:51

Ich denke nicht, dass es mit "Weiterwurschteln" getan sein wird.
Wir sind in eine Phase beschleunigter Prozesse eingetreten und in einer solchen sind die Wechselwirkungen der Kräfte so rasch und unübersehbar, dass die Annahme eines Weiterso eher unwahrscheinlich ist.
Nein, da kann sich durchaus was zusammenbrauen, doch ist es sehr schwer abzuschätzen, ob das aus unserer Sicht positiv oder negativ sein wird.

Schmidt sieht die Lage für meine Begriffe schon mit dankenswerter Klarheit und Nüchternheit.

Trouver
23. Juli 2016 22:55

Es zeigt sich deutlich, dass es keinen Schutz gibt – es sind alles nur Beschwichtigungen seitens der Politik.

Das war, leider, schon immer klar, verehrter Herr Arndt.

Dazu ist traurigerweise der Nationalcharakter der Deutschen allzu sehr dienlich, vom leninschen Bonmot über Bahnsteigkartenlösung einemal abgesehen: der deutsche Mann nahm sich 2014. 10 209 mal das Leben, aber kein einziges mal kam er auf die Idee, die Barrikaden zu errichten.

Solution
23. Juli 2016 23:23

Drei Dinge:

Erstens wird man sich auch für einen nicht absehbaren Zeitraum noch an einen Terror gewöhnen, der nicht einmal 1 % der Bevölkerung direkt trifft.

Zweitens wird es nie wieder so werden wie es einmal war. Und es wird immer schlimmer werden - für einen unabsehbar langen Zeitraum.

Drittens: Entweder wird Europa islamisch oder der Islam wird komplett aus Europa verschwinden.

Wir werden wohl nicht nur zuschauen.

AlbertZ
23. Juli 2016 23:28

... bei dem der Migrationshintergrund des Täters für die eigentliche Tat kaum relevant war ...

Selbstverständlich ist der Migrationshintergrund relevant.

Der Täter ist ein 18 - jähriger mit Migrationshintergrund.
Fast alle Todesopfer fallen in den Bereich "18-jährig" (acht von neun) und in den Bereich "Migrationshintergrund" (sieben von neun).

Ein Amokläufer haßt sich selbst und gibt diesen tödlichen Haß an seine Opfer weiter. Danach ist er mit seinem Haß alleine und kann nur noch Selbstmord begehen.

Bei einem anderen Opferprofil wäre die These "Amoklauf" kaum stimmig.

Marcus Junge
23. Juli 2016 23:40

Wie ich hier seit 2014 und 2015 mehrfach schrieb, wobei ein Teil der Kommentare vor der Veröffentlichung getilgt wurde, ist jedem zu raten sich zu bewaffnen und zu üben. Damit sind keine Schreckschußpistolen oder Pfefferspray oder Armbrüste gemeint, sondern Schützengilde und Waffenbesitzkarte rot + grün. "Wir" fangen den Krieg / Kampf nicht an, das machen die Invasoren und die Junta der BRD, aber wir müssen die Zeit zur Vorbereitung nutzen.

Da es mir zu aufwändig ist schon wieder eine "To do"-Liste + Einkaufliste dafür zu erstellen, nur damit die "verschwindet", soll halt jeder selber zusehen was er macht.

PS: Werter "Lektor", Klonovsky kam heute zu einem ähnlichen Schluß: https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna

"Mittelfristig wird eine Lockerung der Waffengesetze unvermeidlich sein, damit die Bürger sich selber schützen können. Es wird nicht immer eine halbe Bürgerkriegsarmee zur Verfügung stehen, um einen bewaffneten Teenager zu erledigen.; das müssen im Zweifelsfalle ein paar Sheriffs erledigen."

Also wenn mein Geschreibsel jetzt mal wieder getilgt wird, dann bitte auch an den Pressemann von Frauke Petry wenden, wegen seiner "Haßsprache".

Ach ja, bei meinem letzten Versuch hier das in Tiefe und Breite darzulegen, etwa September 2015, da mahnte ich, vergeblich, daß die Sezession sich möglicherweise an kommenden Opfern mitschuldig machen wird, wenn man solche Kommentare unterdrückt und dadurch eine mögliche Vorbereitung bei Lesern unterbleibt.

Was wäre wohl passiert, wenn der Typ am Fenster sich nicht nur mit dem Iraner unterhalten hätte, sondern spätestens am Ende der "netten" Konversation ein Gewehr hätte holen können, um Nothilfe zu leisten? Wer könnte dann vielleicht noch leben? 50m mit einer Glock17 9mm, ich habe selber eine, legal = Herausforderung. 50m mit K98k = lächerlich (als Offizier der Reserve wissen Sie das natürlich Herr Kubitschek).
https://www.pi-news.net/2016/07/muenchen-schusswaffenattenat-der-dialog-zwischen-balkon-und-parkhausdach/

Marcus Junge
23. Juli 2016 23:41

AlbertZ

Breivik = Terror, sagt uns das System
München = Amoklauf, sagt uns das System

Finde den Unterschied. Hilfestellung: Täter - Opferkonstellationen beachten.

cherusker69
24. Juli 2016 00:02

eine Staatskrise sehe ich nicht muss ich sagen den in Deutschland ist das ganze noch nicht so eingerissen wie woanders. Selbst dann wenn es noch viel schlimmer werden würde sehe ich nicht das der Bürger die Sache endlich mal in die Hand nehmen würde.. Wer sollte das tun? 70 Jahre Umerziehung hinterlassen gewaltige Spuren. Die Regierenden können sich über den Langmut der deutschen sicher sein.. Wie eine Schafherde schauen sie nach dem Schäfer was zu tun ist.
Wie es hier schon jemand geschrieben hat. Schaut man sich die Franzosen an die ja bekanntlich nicht lange Fackeln, sogar die Kuschen und nehmen alles hin. Europa ist ein Kontinent geworden wo die Abwehrkräfte kaum mehr vorhanden sind. Die Mächtige Presse hat alles voll im Griff. Sie haben die Deutungshoheit über die Begriffe und walzen alles nieder was nicht passt. Nein ich fürchte es geht so weiter wie bisher. Ja ich weis, ein düsteres Bild aber ich denke so wird es kommen außer es passiert was wir noch nicht am Schirm haben.

Gustav Grambauer
24. Juli 2016 00:33

M. O. v. Stierlitz wacht schweißgebadet auf, ruft Markus Wolf an und erzählt ihm seinen Traum:

Deutschland macht im Jahr 2016 die Schocktherapie durch, die Rußland in den 90er Jahren durchgemacht hat. Gorbatschow ist Merkel, Jelzin ist Juncker, Gaidar ist Gabriel, ich bin Bachmann. Das Unterste wird nach oben gespült und umgekehrt. Die Leichen morgens auf den Straßen von Berlin räumt niemand mehr weg. Duisburg wird das deutsche Grosny sein. Und dann taucht ein blasser Apparatschik auf, den jeder für eine unabmitionierte, phantasielose Krämerseele hält ...

- G. G.

M. M.
24. Juli 2016 01:15

Hervorragender Beitrag, geschrieben sine ira et studio. Den Hass, den die Korrupten ihren Gegnern unterstellen, ist eine Projektion eigener Befindlichkeit - es ist der ewige Hass der Schranzen auf ihre Opfer.

Tassilo von Baiern
24. Juli 2016 01:25

@Waldgänger:
Als Münchner war ich heute mit ein paar Leuten von der IB und BDP (Bündnis deutscher Patrioten) vorm OEZ, um einen Kranz nieder zu legen. Und was mussten wir dort erleben? Ein paar IS-Sympathisanten, welche laut mit erhobenem Zeigefinger Alu Kackbar brüllten.
Vor allem einer dieser illustren Gesellen brüllte die ganze Zeit um sich. Leider konnte man nichts verstehen, da wir einige Meter entfernt waren. Nach dem Tonfall zu urteilen, waren es aber jedenfalls keine Sympathiebekundungen....

Die Polizei schritt nicht ein und von den übrigen Leuten (nach meiner subjektiven Einschätzung, mit einem Migrantenanteil zwischen 30-50%), die lediglich konsterniert umher standen, folgte NULL Reaktion.
Erst als es einigen Leuten vom BDP zu bunt wurde und man ebenfalls laut wurde, sah sich die Polizei genötigt, ihrer Aufgabe nachzukommen, UNS in Zaun zu halten.

Man stelle sich dieses Szenario mal in einem osteuropäischen Staat vor. Einfach undenkbar! Jene Gesellen, wären wohl von den übrigen Passanten gelyncht worden, wenn dies -abgeschirmt-, nicht schon die Polizeikräfte, durch exzessiven Knüppeleinsatz selbst übernommen hätten....

Mein Fazit: Um auf das angesprochene "Zusammenbrauen" einzugehen - dieses Volk (oder das, was davon noch übrig ist), ist noch nicht mal in der Lage das Maul aufzumachen, wenn ein paar Cretins auf die Gräber ihrer Angehörigen spucken! Da müssen erst ein paar wenige Leute einer marginalen, politischen Randgruppe kommen, welche von der Gesellschaft den Stempel "radikal" aufgedrückt bekommen.
Und selbst dann reagiert man erschrocken und zieht sich zurück. Einfach nur erbärmlich!

Wenn sich hier also was zusammenbraut, dann höchstenfalls einseitig die Kessel, in denen wir alle gebraten werden. Oder um es mit unserem guten Akif zu sagen: Das Schlachten hat begonnen!

Willkommenskulturlos
24. Juli 2016 02:44

DIE STAATSKRISE IST SCHON LÄNGST DA und ist im Herbst 2015 für alle sichtbar geworden:
der Staat wird von den offensichtlich Wahnsinnigen regiert (die auch Gesetze mit Eisenstange brechen) und keine Institution (Parlament, Justiz, Beamtentum, Armee, Geheimdienste usw.) kann sie stoppen.
Noch schlimmer: einige Institutionen (Medien, Kirchen, etablierte Parteien) unterstützen den Asyl-Wahnsinn aktiv.

Wenn man die andere Version annimmt, dass Merkel im Auftrag der Amerikaner handelt, dann muss man zugeben, dass ihre Auftraggeber nicht weniger wahnsinnig sind, denn sie zerstören dadurch ihre treuen Vasallen (BRD, EU) –
das sieht nicht weniger schlimm aus als die 1. Version.

Aber so oder so:
erklären kann man das nur mit der sehr fortgeschrittenen Degeneration (bis zum Selbstmord) der „Eliten“, ähnlich wie im spätrömischen Reich oder in Frankreich vor der Revolution.
Wie immer in der Geschichte werden solche degenerierte „Eliten“ ausgetauscht, was aber nicht unbedingt eine bessere Zukunft bedeutet (siehe z.B. die Zeit nach dem Niedergang Roms).

Die historische Aufgabe der patriotischen Kräfte ist, die Zeit nach dem Niedergang des bunten Systems zu gestalten, damit es keinen Absturz ins Chaos / in die Barbarei gibt.
Dafür soll man sich schon jetzt organisieren / vorbereiten.
Vielleicht findet man sogar Verbündete bei den gesunden Teilen der Eliten / Staatsbediensteten.
Schließlich geht es schon jetzt um die Rettung des eigenen Lebens.

Wutbürger
24. Juli 2016 06:06

Nun ja, die Frage ist wohl nicht ob, sondern wann ein verherrender Terroranschlag mit vielen Toten Deutschland heimsuchen wird.
Und ja, das hängt alles sehr wohl mit zügelloser Zuwanderung, Islamisierung und Appesament seitens des linksliberalen herrschenden Regimes gegenüber den Islam-Rapefugees zusammen.

Wenn man die letzten zwei Tage - vorher schon bei Würzburg - Revue passieren läst, was haben sie nur alles versucht und unzählige Nebelkerzen gezündet um nur ja von der Binsenweisheit abzulenken, dass die von Merkel gegen die Verfassung (Art. 16a GG) durchgeführte und zusätzlich allen deutschen und europäischen Normen widersprechende Grenzöffnung für 1,5 Millionen (davon mehrere Hunderttausend komplett unregistriert und unkontrolliert) potentielle (!) Mörder, Terroristen, Diebe und Vergewaltiger (und um es mit Trump zu sagen "ja, ein paar Nette mag es auch dabei geben") nun mal auch die Wahrscheinlichkeit islamischer Anschläge erhöht.
Um das zu begreifen, braucht man keine Raketenphysik studiert haben.
Übrigens ist es nicht bei den 1,5 Mio. geblieben; allein in diesem ersten Halbjahr kamen immerhin noch weitere 260.000! Asylflut stoppen!

Interessanter finde ich die Frage, wie die rechte bzw. nationale Bewegung auf einen solchen Terroranschlag in der Heimat mit vielen Toten reagieren wird.

Es sollte schon jetzt von den massgeblichen Kräften eine konzentrierte und koordinierte Massenmobilisierung vorbereitet werden.
Mein Vorschlag:

- einheitliche Brücken-Transparente und Demo-Pappschilder
- ein einheitliches nicht auf den konkreten Fall gemünztes, bereits jetzt vorbereitetes Flugblatt, dass dann am Folgetag bundesweit in den Fußgängerzonen und in die Briefkästen verteilt wird
- eine große Massendemonstration, bei der KEINE Gruppe, Partei, Subkultur, etc ausgegrenzt wird. (Die Demo mit 4.000 Patrioten in Köln nach Silvester ging schon mal in die richtige Richtung).

Nur, dies müssen viele führende Köpfe gemeinsam jetzt schon vorbereiten. Ich kann da nur appelieren, sich bitte zusammenzusetzen und Gruppenegoismen zu überwinden.

Den nur mit ein paar AfD-Tweets ist es dann hofentlich nicht getan.

Der_Jürgen
24. Juli 2016 07:11

@L.
Dass, wie Sie annehmen, nun noch ein rundes Jahrzehnt weitergewurstelt wird, halte ich für extrem unwahrscheinlich. Vermutlich hat Schmidt recht, und Deutschland steht eine Reihe islamistischer Terroranschläge ins Haus, die den Unmut im Volk drastisch steigern werden.

Dass das Merkel-Regime einen grossen Terroranschlag a la Paris oder Nizza lange überleben würde, ist fraglich. Merkel und Gabriel würden dann nach dem Motto "Die Mohren haben ihre Schuldigkeit getan, die Mohren können gehen" abtreten, und es würde eine Notstandsregierung gebildet, welche die bürgerlichen Freiheiten noch weitaus drastischer einschränken würde, als dies heute schon der Fall ist. Möglicherweise war dies von Anfang der Grund, oder einer der Gründe, für die jähe Ankurbelung der Flut im letzten Jahr.

An einen Wandel durch Wahlen glaube ich ebenso wenig wie Sie. Selbst wenn die AFD eine geschlossene Oppositionspartei mit einem überzeugenden Programm wäre - und beides trifft leider nicht zu -, bekäme sie nie und nimmer die absolute Mehrheit bei Wahlen.

Wie Martin Sellner im März auf diesem Forum schrieb, steuert alles auf eine Entscheidung zu. Diese wird keine zehn Jahre mehr auf sich warten lassen. Keiner von uns weiss jedoch, in welcher Form sie erfolgen wird.

Waldgänger
24. Juli 2016 09:33

@ Tassilo von Baiern

Ich habe mit "zusammenbrauen" keineswegs zuerst an einen Volksaufstand gemeint, zumindest nicht an einen erfolgreichen ...

Herr Schmidt hat im Artikel ja auch einiges angedeutet.

Welter
24. Juli 2016 10:31

Auf jeden Fall kann der globalistische Überbau kein absolutes Chaos in Deutschland zulassen. Dazu beherbergt Deutschland mit seinen Kernreaktoren und auf engste vernetzten Finanzinstitutionen zuviel Gefährdungspotential für Europa und darüber hinaus. Also wird wie von @Der_Jürgen angemerkt die offene Diktatur = Notstandsregierung kommen, wie möglicherweise auch in den USA, falls dortselbst die Trump-Kandidatur weiter an Fahrt gewinnt. Ebenfalls akut gefährdet ist Frankreich, wo bereits ein Ausnahmezustand gilt und wo 2017 die Präsidentenwahl ansteht, bei der Marine Le Pen angesichts des islamistischen Terrorismus eine reelle Chance haben dürfte, als Gewinnerin hervorzugehen. Der französiche Ministerpräsident Valls hatte bereits anlässlisch der Erfolge der FN bei den Departementswahlen geäussert, ein weiteres Erstarken der FN würde einen Bürgerkrieg zur Folge haben, wobei er geflissentlich nicht erwähnte, wer diesen Bürgerkrieg auslösen würde. Derweil lässt George Soros wiederholt verlauten, Europa könne nicht überleben, wenn es nicht noch mehr Einwanderer aufnehme, ebenfalls nicht erwähnend, durch was oder wen seine Voraussage gegebenenfalls wahrgemacht würde. Sollten die liberalen Demokratien in Deutschland, die USA und Frankreich untergehen, würden die übrigen westlichen Länder wie Dominosteine fallen, das ganze Modell der westlichen Zivilisation erführe 2016/2017 also einen wahrhaft epochalen Bruch, geopfert auf dem Altar der Masseneinwanderung und der politischen Korrektheit. Was immer sich die globalistische Elite davon verspricht, würde sie damit auch jegliche kulturelle Hegemonie des Westens opfern. Der Westen und insbesondere die USA würden jeglicher Anziehungskraft und soft power verlustig gehen, was den ganzen kalten Krieg hindurch und danach die hard power des Westens wesentlich abstützte, insbesondere in Osteuropa. Die osteuropäischen Völker würden beginnen, aus ihrem prowestlichen Postsowjetismus zu erwachen und als einzigen Ausweg beginnen, ihre damit einhergehende Russophobie abzustreifen. Dem Globalismus bliebe nur, das Zeitfenster zwischen einer Umkonfiguration des Westens und einem Abfall Osteuropas auszunutzen und den lange vorbereiteten Krieg gegen Russland tatsächlich zum Ausbruch kommen zu lassen. In diesem Krieg stünde alles auf dem Spiel, eine Niederlage würde das gesamte globalistische Gebäude zum Einsturz bringen.

Monika
24. Juli 2016 11:19

Deutschland ist eines der sichersten Länder dieser Erde. Das liegt auch an der gesellschaftlichen Stabilität, die uns trotz aller Schwierigkeiten auszeichnet. Diese zu erhalten, muss oberstes Ziel bleiben – im Sozialen, Wirtschaftlichen, in unserem Rechtswesen und in der Politik. Nichts wäre fataler als eine weitere Polarisierung des Landes. Das sollten all diejenigen beherzigen, die versuchen, Angst zu schüren und daraus Profit zu schlagen.

in
https://www.focus.de/politik/deutschland/nach-dem-amoklauf-drei-lehren-fuer-die-debatte-im-land-aus-dem-traurigen-abend-von-muenchen_id_5756829.html

@Thylacin

Ich vergleichgültige auch immer mehr .
Es ertrinken täglich mehr Menschen im Mittelmeer als in Europa in die Luft gesprengt, von Lastwagen überrollt oder im Zug zerhackt werden.
Da fragt auch niemand "Warum" ?
Warum ist das den Menschen gleich-gültig ??? Äh, nicht gleichgültig ?
Warum stellen wir nicht an den nächsten Anschlagsort ein Schild:
Warum ? Warum eigentlich nicht...
Es fällt schwer, nicht zynisch zu werden.
Risiko, also bin ich heißt ein Buch von Frank Böckelmann.
Derweil tobt in Berlin der CSD.....Deutschland ist eines der sichersten Länder der Erde......??????
hinein ins weekend-feeling

Waldgänger aus Schwaben
24. Juli 2016 11:21

Der Amoklauf hat die Inkompetenz der deutschen Sicherheitskräfte offenbart:

Die vernehmenden Beamten wussten sehr bald, dass die angeblichen weiteren Terroristen Polizisten in Zivil waren, kamen aber mit dieser Information nicht zur Leitung durch. Denn der
Der Polizeifunk war überlastet.
Es waren nicht genug Einsatzfahrzeuge vorhanden.

Dazu wurden während des noch laufendenen Einsatzes operative Maßnahmen und Erkenntnisse bekannt:

- GSG ist von Bonn nach München unterwegs.
- Polizeikräfte von BW und Hessen nach Bayern beordert.
- Leiche eines Attentäters gefunden

Wäre tatsächlich eine Terrorlage gegeben gewesen, wäre dies für weitere Kommando in Norddeutschland, im Ruhrgebiet, im Osten das Signal zum Losschlagen gewesen.

Die angeblich so besonnene Münchner Bevölkerung rannte aufgrudn von Twitter- und whatsApp Nachrichten kopflos durch die Gegend, z.B. am Stachus. Von den 35 Verletzten haben nur 4 Schußverletzungen.
Gar nicht vorzustellen, was ein paar Idioten mit allahu akbar-Rufen und eventuell Polenböllern hätten anrichten können

Unser Land, jahrzehntelang zur Wehr- und Harmlosigkeit erzogen könnte von ein paar hundert Männern, zu allem entschlossen und militärsich ausgebildet, zum Zusammenbruch gebracht werden.

Aufgrund hunderttausender, unerfasster "Flüchtlinge" in Deutschland, könnten leicht Kommandos losschlagen, die Waffen wegwerfen, untertauchen, am nächsten Tag wieder mit neuen Waffen auftauchen. Bilder, Fingerabdrücke, DNA-Spuren würden nicht weiterhelfen.

Dazu vielleicht noch die Kommunkationinfrastruktur angreifen: Polizeifunk stören, Basisstationen für Mobiltelefone sprengen,...

Nemo Obligatur
24. Juli 2016 11:26

Nachdem der Schock und die erste Panik vorüber sind, kann man sich der Analyse des Geschehenen widmen. Wie so oft finden sich in der Sezession dazu die besten Ansätze.

Ich nehme vorweg, dass ich meine Ansicht zum Münchener Vorfall nun schon zum dritten Mal revidieren musste, während der Anschlag von Würzburg an Deutlichkeit eigentlich nichts zu wünschen übrig ließ und daher schnell abgearbeitet werden kann.

Zu Würzburg:

Ein junger Mann ungewissen Alters und unbekannter Herkunft wird nach Deutschland eingeschleust. Der Mordanschlag ist prinzipiell von langer Hand vorbereitet. Die Einzelheiten sind dem Zufall überlassen, wobei die Opfer noch von Glück reden können, dass dem Täter keine Schusswaffen oder Sprengstoff zur Verfügung standen. Das ganze spielt sich vor dem Hintergrund der großen Flüchtlingsflut ab, geht also eindeutig auf das Konto unserer "Eliten". Ähnliche Anschläge können jederzeit folgen.

Zu München.

Das ist kompliziert. Mein erster Gedanke am Freitag abend: Das ist der Anschlag der Islamisten, der schon lange vorhergesagt worden war. In den folgenden Stunden verdunkelte sich dieses Bild. Nach dem inzwischen überall verbreiteten Video auf dem Dach eines Parkauses war aber (zunächst) ziemlich klar, dass es kein politisch motivierter Terroranschlag gewesen ist. Nicht von Islamisten, aber auch nicht von Rechtsextremisten, wie es zwischendurch von den TV-Experten herbeiphantasiert wurde. Der vorläufigen offiziellen Version zufolge war es der Amoklauf eines vom Leben enttäuschten und psychisch labilen Schülers. Dass es sich um einen Migranten handelte, war eigentlich eher ein Zufall.

Inzwischen sehen wir aber ein Bild hinter dem Bild. Wir sehen einen Schüler, der in den Besitz einer Waffe gelangte, die wohl vor allem (ich bin da absoluter Laie, die Fachleute können mich hier gerne korrigieren) von Polizei und Militär verwendet wird, also von professionellen Anwendern. Dazu hatte er erhebliche Mengen Munition. Woher kommt diese Ausrüstung? Außerdem konnte man in einigen Foren lesen, dass sein Umgang damit einen geübten Eindruck machte. Das dürfte kaum vom Computerspielen stammen, woher dann?
Genauso interessant ist die Auswahl der Opfer. Es waren zum allergrößten Teil junge Migranten. Und zwar solche Migranten, die wie der Täter selbst, aus dem muslimischen Kulturkreis stammen. Allerdings aus dem sunnitischen, was auch statistsch erwartbar wäre, weil es in Deutschland und weltweit mehr Sunniten als Schiiten gibt. Inzwischen wissen wir aber, dass der Täter seine Opfer teils sogar zum Tatort gelockt hat. Man darf darauf gespannt sein, ob die Ermittlungsbehörden weitergehende Angaben machen (können). Etwa, ob sich Täter und Opfer gekannt hatten. So oder so können wir ethnischen Bruchlinien erkennen, an denen entlang sich Konflikte verschärfen. Ganz so wie Huntington es in seinem Kampf der Kulturen vorhergesagt hatte. Deutschland ist durch kräftiges Zutun seiner Eliten zum Schlachtfeld geworden, auf dem sich religiöse Erbfeinde (Sunniten und Schiiten) oder rivalisierende ethnische Gruppen (Araber, Kurden, Türken) bekämpfen. Inzwischen sieht es an manchen Ecken aus wie eine Art Vor-Beirut, nur mit einstweilen funktionierender Straßenreinigung. Übrigens können wir uns mit Blick auf die Entwicklung in der Türkei noch auf einiges in unserem Lande gefasst machen. In diesem Sinne darf man wohl die private Tragödie des Ali S. als Münchener Menetekel bezeichnen.

Noch eine letzte Anmerkung:

Solution
Samstag, 23. Juli 2016, 23:23 (URL) | Kurz-URL

Drei Dinge:
[...]
Drittens: Entweder wird Europa islamisch oder der Islam wird komplett aus Europa verschwinden.

Man kann große Teile der Geschichte Europas seit dem 8. Jahrhundert auch als Abwehr gegen die Expansion des Islams lesen (sogar die mit Columbus beginnende Eroberung des Überseeraums, die es so ohne den Fall Byzanz' vielleicht nicht oder erst viel später gegeben hätte). Wir haben immerhin die Vorbilder der spanischen Reconquista und des Abwehrkampfs der Balkanvölker und Österreichs gegen die Türken. Hier muss man wohl in noch längeren Zeiträumen als Jahrzehnten denken. Unser Kernproblem ist allerdings, dass - im Gegensatz zu früher - der Feind schon "in den Mauern der Stadt" ist.

deutscheridentitärer
24. Juli 2016 11:48

Zu der von Ihnen erwähnten „heroischer Gelassenheit“ und „trotzigen Gelassenheit“ lassen Sie mich bitte noch die „Vergleichgültigung“ hinzufügen, ein von einem gewissen Prof. Dr. Herfried Münkler von der Humboldt-Universität vorgeschlagenes Konzept, das darauf abzielt durch vorangegangenen Vergleich Gleichgültigkeit gegenüber islamischen Terror aufzubauen. Etwa so, durch Infektionskrankheiten, Krebs, Verkehrsunfälle etc. sterben jährlich deutlich mehr Menschen als durch Terror, weshalb wir Letzteren mit Gleichgültigkeit zu begegnen hätten.
Dieses Konzept ist wirklich großartig, es lässt sich nämlich auch auf andere Lebensbereiche übertragen. Durch Vergleich habe ich festgestellt, dass dieser professorale Dummschwätzer keinen Beitrag zum Wohlstand in diesem Land leistet, ganz im Gegenteil, weshalb ich es mir auch erlaube seine „Leistungen“ mit Gleichgültigkeit zu honorieren.

Münkler ist mit großer analytischer Kraft gesegnet und stellt diese Fähigkeit vollständig in den Dienst des aktuellen politischen Systems, was ihn also zu unserem Feind macht.

Dennoch, oder gerade deswegen, sind seine Schriften sehr lesenswert für jeden Rechten, der das aktuelle Geschehen verstehen will, was die Vorraussetzung für zielgerichtetes Handeln ist.

Ein Münkler auf unserer Seite wäre ein großer Gewinn, man sollte sich hier keinem antiintellektuellen Reflex hingeben.

Ich neige aber dazu, L. im großen und ganzen Recht zu geben. Es wird dann eben noch lange Zeit weiter gewurschtelt. Es trifft ja nur den einfachen Mann. Die Herrschenden und Mächtigen haben ihre gated communities, ihre Panzerlimousinen, ihre Personenschützer. Den Preis für die gesamte verfehlte Politik werden die einfachen Bürger und Familien zahlen.

Dass es einfach beim Weiterwurschteln bleiben wird, denke ich mir auch oft.

Allerdings könnte es sein, dass wir vollständig in Frieden und Stabilität Aufgewachsenen uns echte Umwälzungen nicht mehr wirklich vorstellen können.

Gerne wird ja darauf verwiesen, dass 1988 die DDR, 1788 das Ancien Regime mehr oder weniger stabil erschienen.

Hoffen wir, dass sich das Rad der Geschichte wieder in Bewegung setzt.

Ich sehe es nämlich nicht so, dass sich die herrschende Klasse vor den Folgen des Terrors schützen kann.

Dazu sind die Verhältnisse zu dicht und gedrängt in Deutschland.

Auch die Kinder der Oberschicht fahren mit Bus und Zug und gehen nachts in der Innenstadt feiern.

Bei den vergleichsweise kleinen Vorfällen in Würzburg und München hat sich eine große Verwundbarkeit der deutschen Gesellschaft gezeigt, sicherheitstechnisch wie psychologisch.

Wie ein echter Wandel aussehen wird, ist mir allerdings wie anderen unvorstellbar.

Der parlamentarische Weg ist ausgeschlossen. Bis die AfD jemals bei FPÖ Verhältnissen angekommen ist, falls überhaupt jemals, ist es jedenfalls zu spät.

Ein deutscher Maidan? Mit unserer Altersstruktur schwer vorstellbar.

Auch schafft der demographische Wandel weiter Fakten, Fakten die evtl. in großen Teilen irreversibel sein werden.

Das muss von der Rechten mit viel größerer Nüchternheit bedacht werden, anstatt vor ihm die Augen zu verschließen.

deutscheridentitärer
24. Juli 2016 12:01

Inzwischen sehen wir aber ein Bild hinter dem Bild. Wir sehen einen Schüler, der in den Besitz einer Waffe gelangte, die wohl vor allem (ich bin da absoluter Laie, die Fachleute können mich hier gerne korrigieren) von Polizei und Militär verwendet wird, also von professionellen Anwendern. Dazu hatte er erhebliche Mengen Munition. Woher kommt diese Ausrüstung? Außerdem konnte man in einigen Foren lesen, dass sein Umgang damit einen geübten Eindruck machte. Das dürfte kaum vom Computerspielen stammen, woher dann?

Die Glock Modelle sind auch auf bei zivilen Waffenbesitzern äußerst verbreitet.

Es ist eigentlich das Modell, das am wenigsten Fragen dahingehend aufwirft, wie es illegal erworben werden konnte.

Auch das "geübte" Handhaben der Waffe würde ich nicht überschätzen - viel gibt es da nicht zu lernen im eigentlichen Sinne, was es zu wissen gibt, lernt man in einer halben Stunde im Schützenverein oder schaut man sich auf youtube Videos an.

Man darf darauf gespannt sein, ob die Ermittlungsbehörden weitergehende Angaben machen (können). Etwa, ob sich Täter und Opfer gekannt hatten. So oder so können wir ethnischen Bruchlinien erkennen, an denen entlang sich Konflikte verschärfen. Ganz so wie Huntington es in seinem Kampf der Kulturen vorhergesagt hatte. Deutschland ist durch kräftiges Zutun seiner Eliten zum Schlachtfeld geworden, auf dem sich religiöse Erbfeinde (Sunniten und Schiiten) oder rivalisierende ethnische Gruppen (Araber, Kurden, Türken) bekämpfen. Inzwischen sieht es an manchen Ecken aus wie eine Art Vor-Beirut, nur mit einstweilen funktionierender Straßenreinigung.

Ich sehe es nochmal anders - der Täter hat anscheinend weniger religiös-sektiererisch motiviert gehandelt, sondern aus genuin rechter Ausländerfeindlichkeit, da er, wie sich mittlerweile verdichtet hat, von TÜrken/Araber gemobbt wurde (evtl. wegen seiner Iranischen Herkunft, vielleicht auch wegen seiner halb deutschen Herkunft?).

Insofern ist dann auch diese Tat direkt der Masseneinwanderung zuzurechnen, wo bei wir politisch großes Glück haben, dass es kein echter Deutscher war.

Ich persönlich bemitleide den Täter und kann verstehen, dass er durchgedreht ist und sich rächen wollte.

Die Opfer von Anschlägen sind mir generell sehr wurscht geworden. Sie wollen es ja nicht anders.

Nur um die 10% die sich wenigstens aufraffen können AfD zu wählen tut es mir leid.

Arminius Arndt
24. Juli 2016 12:36

Nur noch einmal zum Thema "Weiterwurschteln". Dieses System kann nichts anderes, als Weiterwurschteln, es hat nichts dagegen zu setzen, weder inhaltlich, noch konzeptionell, noch personell - die Idee der Freiheit und des Wohlstands für Alle ist ausgebrannt. So wie es der Opposition an der zündenden, einigenden Idee, dem Sorell´schen Mythos fehlt, so fehlt es dem System daran schon seit gefühlten Ewigkeiten. Es kann die politische Repression noch verstärken (und wird dies vermutlich auch tun), aber an den strukturellen Problemen kann es nichts ändern. Ich vermute, dass wir 2017 dann auch noch die Premiere einer rot-rot-grünen- ggf. - gelben Regierung erleben werden.

Es wird keine Revolution so schnell geben - das ist der Kern der Behauptung vom Weiterwurschteln.

@Nemo Obligatur,

Der Täter war kein geübter Schütze - Gott Sei Dank! Denn sonst hätte es viel mehr Opfer gegeben. Dies lässt sich für mich - als ehem. Großkaliber-Pistolen-Schützen - klar aus dem McD Video erkennen, wo der Täter ziemlich alles falsch gemacht hat, was man falsch machen kann. Das fängt bei der viel zu schnellen Schussabgabe an und ... an diesem Punkt höre ich auf, will kein Online Tutorial liefern, kann nur jedem empfehlen, sich einmal wieder mit dem Thema Waffen und dem Umgang damit auseinanderzusetzen und entsprechende Kurse zu besuchen etc.

Ich selber werde - nach längerer Pause - wohl demnächst wieder das regelmäßige Training aufnehmen.

Simplicius
24. Juli 2016 12:48

Eines ist klar: Dieser Blog wird gelesen und ausgewertet. Wir dürfen sicher sein, dass wir umkreist werden.

Trotzdem:

@ Der_Jürgen

Ihr Wort in Allahs Ohr:

Wie Martin Sellner im März auf diesem Forum schrieb, steuert alles auf eine Entscheidung zu. Diese wird keine zehn Jahre mehr auf sich warten lassen.

Die Masse der Willkommens-Jubler und ihre mehr oder weniger stillen Sympathisanten sind überwiegend feige Deutsche, die ihre Unterwerfung vor dem einströmenden Feind und die kampflose Preisgabe des Ur-Eigenen, sich selbst und unbedingt auch uns Dunkeldeutschen als Zeichen moralischer Überlegenheit verkaufen wollen. Wir dürfen da nicht ersichtlich zweifeln oder lachen, sonst werden sie böse. Ansonsten sind sie aber nur gute "Menschen" und moralisch hoch überlegen.

Diese dämlichen Deutschen – woher haben die bloß diese Macht? - brauchen die nahezu uneingeschränkte Lufthoheit in der Öffentlichen Meinung, um nicht ideologisch in sich zusammen zu klappen oder in schreiende Panik zu geraten. Das war vielleicht ein mehrstündiges Panikorchester in München am letzten Freitagabend. – Vor allem die (jungen) Frauen!

Die Attentate von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in München und bei Würzburg werden – eben im Radio B5 gehört – von einer Frau Pause (ich weiß aber nicht, ob es die rote Grünen-Hexe war, die sich da geäußert hat) doch tatsächlich den Rechten in die Schuhe geschoben.

Wie das? – Es sind sozusagen ‚“Hilfeschreie“ von Jugendlichen, die in Deutschland von deutschen Rechtspopulisten ausgegrenzt werden und deshalb manche von ihnen zu solchen Amokläufen neigen…

Diese saudumme Kuh, kann ich nur sagen! Ausgrenzung von jugendlichen Migranten durch Deutsche!? Ich habe einen Bekannten in München, dessen etwa 12jährige Tochter zusammen mit zwei anderen Schülern die einzigen drei Deutschstämmigen in ihrer Klasse im Gymnasium(!) sind. Wer wird da wohl von wem ausgegrenzt?

Und zum Abschluss noch etwas zum Grübeln, wen es interessiert:

Noch in der heißen, völlig unübersichtlichen Phase des München-Attentats, ich schätze mal innerhalb der ersten drei Stunden, habe ich auf CNN mindestens zweimal die aktuelle, zugeschaltete Einblendung einer jungen Muslimin gehört, die einem Reporter ganz betroffen geschildert hat, dass sie im McDonalds direkt neben dem (Einzel-)Täter gestanden hatte (sie hatte ihren 8 oder 9jährigen Sohn dabei), wie der Täter mit einer „Pistole“ aus nächster Nähe auf „Kinder“ geschossen habe, bevor er dann auf die Straße trat. Und er habe „Alahu Akbar!“ gerufen, das wisse sie genau, denn sie sei ja selber Muslimin. Das war wahrscheinlich, vermute ich, der Grund warum der französische Staatspräsident Hollande in diesen Stunden von einem „terroristischen Angriff in München“ sprach. Immerhin hat diese Zeugin zu einem Zeitpunkt von „Kindern“ als Opfern gesprochen, als noch lange keinerlei Angaben diesbezüglich von polizeilicher Seite bekanntgegeben worden waren. War diese CCN-Zeugen-Einblendung („Alahu Akbar“-Rufe!) jetzt ein fake? Habe ich sie mir nur eingebildet? – Oder gibt es hier eine sehr wirksame Generalanweisung für die Art der Berichterstattung? Nach dem Motto der gutmenschlichen „zweckdienlichen Verlogenheit“ (F. Nietzsche).

Dag Krienen
24. Juli 2016 14:55

Zunächts, als Avocatus Diaboli, eine kleine Ehrenrettung für Herfried Münkler und seiner irritierenden, in der konkreten Situation auch unweigerlich zynisch klingenden Reaktion, man solle den unvermeidlichen Anschlägen mit mürrischer Indifferenz begegnen.
Die Empfehlung ist aber im Kontext seiner jüngsten Entwicklung seiner Analyse des Krieggeschehens zu sehen. Etwas neutraler formuliert, lautet sie: Obwohl es sich bei den islamistischen Terroranschläge durchaus um Akte einer (unkonventionellen, asymetrischen) Kriegführung handelt, sollten wir sie nicht als solche auffassen, sondern sie als ärgerliche, aber "normale" Kriminalität behandeln. Denn würden wir auf die terroristische Kriegführung wiederum mit eigenen Kriegsakten antworten, ist die Gefahr, mit hohem Aufwand bloße Luftschläge zu führen und die Probleme noch zu verschärfen, sehr groß. Die Reaktionen der USA auf den 11. September, d.h. ihre weltweite Kriegführung gegen alle möglichen "Schurkenstaaten", die nun wahrlich nichts besser gemacht hat, ist das Schreckbild.
Zumindestens diesen Teil der Münklerschen Analyse halte ich für überlegenswert, denn in der momentanen Lage ist völlige Sicherheit vor islamistischen Anschlägen nicht zu erlangen. Eine Orientierung an jenem Staat, der schon seit Jahrzehnten mit islamischen Terror leben muß, könnte hilfreich sein (und wird von Münkler durch die Blume auch empfohlen): Israel. Einerseits die Vermeidung von Kurzschlußreaktionen, oder gar Panik bei Anschläge und durchaus einer "mürischen Indifferenz" gegenüber dieser nie ganz auszuschließenden Gefahr. Andererseits ein konsequentes, hartes Reagieren, nicht immer, aber meist zielgerichtet und -genau, ohne sich um das Geschrei von irgendwelchen "Täterverstehern" zu kümmern. Und zusätzlich eine Sicherheitsarchitektur im Alltag, die ein möglichst rasches, erbarmungsloses Ausschalten von erkannten Attentätern erlaubt. Kaum ist das Messer oder die Pistole gezückt und AllahuAkbar gerufen, sollte im Idealfall schon der Kopfschuss seitens einer Sicherungskraft erfolgen. In Würzburg war zufällig ein SEK zur Stelle, so daß das Szenario entsprechend weitgehend "ideal" ablief. In München soll es hingegen 20 Minuten gedauert haben, bis die Polizei vor Ort war, mit der Folge, daß ein Riesenaufgebot mobilisiert und die Stadt lahmgelegt wurde, weil es nicht gelang, rechtzeitig die Bedrohung korrekt einzuschätzen und auszuschalten.
Bei der (noch) herrschenden Mentalität im Lande, in der Typen wie die Künast nicht sofort der totalen gesellschaftlichen Ächtung verfallen (immerhin scheinen die Reaktionen auf ihren Tweet überwiegend negativ gewesen zu sein), erscheinen hierzulande in diese Richtung zielende sicherheitspolitischen Maßnahmen nur schwer durchsetzbar. Allerdings gibt es - auch bei den Etablierten - durchaus Ansätze (Aufhebung des Verbots des Bundeswehreinsatztes im Inneren, Verstärkung der Bundespolizei, Schulungen der SEKs), auf die zu achten sich lohnen könnte.
Um das klarzustellen, dabei kann es sich nur um Notbehelfe handeln. Das Ideal ist immer der Staat, der diese gar nicht notwendig hat. Der Weg zu seiner Wiederherstellung ist aber weit, und ungewiss, ob dies je gelingen wird. Deshalb sollte unsererseits auch der politischen Installation von Notbehelfen gegen den islamischen Terror die gebührende Aufmerksamkeit gewidmet werden.

Rudolf
24. Juli 2016 16:53

Die Rechten verzetteln sich hier wie dort in tagesaktuellen Infolawinen und wiederholen sich tausende Male- Was ich vermisse ist Konstruktives---der Wandel fängt bei Freundschaft an--nicht bei wortgewaltiger Profilierungssucht--ob rechts oder links. Mein Nachbar grüsst MICH nicht--ist der rechts,links,mürrisch indifferent?--das ärgert mich , macht mich ratlos.

Ralf Kaiser
24. Juli 2016 16:56

@ Simplicius

Wir sollten nicht jeder sogenannten Zeugenaussage so viel Bedeutung beimessen. Es wurde schließlich ebenfalls im Brustton der Überzeugung behauptet, der Täter habe "Scheiß-Ausländer" gerufen, ganz zu schweigen von den "Zeugenaussagen" über Schießereien im ganzen Stadtgebiet.

Nicht jede Behauptung, die zurückgenommen werden muß, ist einer Verschwörung zum Opfer gefallen.

fenek
24. Juli 2016 18:33

Die Deutschland- und Europaabschaffer wissen, daß ihr historisches Projekt nicht friedlich und demokratisch über die Bühne gehen wird, und sie wissen auch, was sie an der aggressivsten Politreligion aller Zeiten haben.

Wir sollten davon ausgehen, daß sie eine "Strategie der Spannung" verfolgen, an deren Ende eine Diktatur steht, die über den Trümmern der europäischen Zivilisation thront (unter Beibehaltung von leeren parlamentarischen Institutionen).
https://de.wikipedia.org/wiki/Strategie_der_Spannung

Meier Pirmin
24. Juli 2016 19:54

@Waldgänger/Kaiser. Es war verantwortungslos, sich ohne zuverlässige Nachrichten über die Schandtat von München zu äussern. Würzburg und München sind aber nicht mehr das Neueste. Reutlingen mit einer toten schwangeren Frau und zwei Verletzten ist die Bilanz vom Sonntag. Dass es ein syrischer Asylbewerber war, wurde zunächst sogar von Focus verschwiegen. Die persönliche Brutalität war enorm. Auch hier lohnt es sich aber, den Schlussbericht der Polizei abzuwarten.

Isarpreiß
24. Juli 2016 20:08

1. Der hohe Anteil an Ausländern unter den Toten bedeutet gar nichts. Er ist für das OEZ zu dieser Uhrzeit typisch.

2. Manche sehen ja anscheinend immer noch einen islamistischen Hintergrund. Warum hat der Täter dann auf dem Dach des Parkplatzes nicht seine Botschaft verkündet, sondern "Ich bin Deutscher" usw. gerufen?

Würde Robert Steinhäuser heute seinen Amoklauf beginnen, würden irgendwelche Trottel wohl auch aus ihm einen Islamisten machen.

Dieses Konstruieren eines Zusammenhangs zwischen der Masseneinwanderung und diesem Amoklauf lenkt nur von den wirklichen Folgen der Masseneinwanderung ab.

Winston Smith 78699
24. Juli 2016 20:58

@ Isarpreiß

Manche sehen ja anscheinend immer noch

Diese Formulierung suggeriert, daß jene schwer von Begriff oder desinformiert sind oder fanatisch oder Spinner. Von der Art treten auch auf anderen Blogs seit gestern viele Schreiber auf, die Vertreter bestimmter Thesen (islamistisch, Mehrtäterthese usw.) mehr oder weniger subtil abkanzeln. Oft sind es Leute, von denen vorher gar nichts oder nur selten was zu lesen war.

Dies ist nicht gegen Sie persönlich gerichtet, aber insgesamt stimmt mich diese angemaßte Autorität nachdenklich. Auch nach Köln waren übrigens nach Tagen noch Kommentatoren unterwegs, die von reinen Gerüchten schrieben und bezweifelten, dass jemand wirklich was gesehen oder einen Beweis habe. Heute tönte derweil das LKA, er sei GANZ BESTIMMT ein reiner Amokläufer, Einzeltäter und nicht islamistisch gewesen, GAAANZ BESTIMMT. Leider kann ich nicht anders, als im performativen Subtext die genau gegenteilige Botschaft zu lesen. Kann sein, dass ich hier konditioniert reagiere, aber ich für meinen Teil glaube der Obrigkeit einfach mal gar nichts mehr, ja nehme gar lieber mal das Gegenteil an.

Schmidt
24. Juli 2016 21:21

@Winston Smith
Eine gewisse Skepsis gegenüber offiziellen Angaben bzgl. Tat- und Täterhintergründen ist auch in solchen Fällen angebracht, aber im Münchener Fall gehen auch ansonsten nicht zur Naivität neigende, mit den bekannten Details des Falls gut vertraute Beobachter bislang nicht von einem islamistischen Hintergrund aus. Wenn jemand an einem gut besuchten Ort tatsächlich islamische Parolen gerufen hätte, wie im CNN-Beitrag angegeben wird, hätten sich mittlerweile auch noch mehr Zeugen gemeldet. So etwas wäre m.E. kaum zu verbergen.
Interessant ist hier m.E. eher, daß die Hinweise auf die Spannungen zwischen dem iranischstämmigen Täter und seinen arabischen und türkischen Mitschülern von einigen Nachrichtenseiten nachträglich aus den Artikeln entfernt wurden. Möglicherweise befürchten hier einige Stellen Racheaktionen, wenn gewisse Gruppen einen ethnischen Kontext der Tat vermuten.
Mit so etwas gibt es mittlerweile Erfahrung: Die "Gruppe Einheimischer mit Baseballschlägern und Fahrradketten", die z.B. in diesem Fall gegen Kosovaren vorgehen wollte die Frauen belästigt hatten, waren Türken, die sich so etwas nicht gefallen lassen. https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-07/mainstockheim-fluechtlingsunterkunft-geraeumt

Richard Cobden
24. Juli 2016 21:34

Ich schlussfolgere aus den blutigen Ereignissen der letzten Monate, dass Einwanderer aus muslimischen Gesellschaften auffallend häufig an schweren psychischen Erkrankungen leiden, sodass manche in regelmäßigen Abständen schwere Gewaltverbrechen verüben, deren Kosten der Steuerzahler zu tragen hat.

Aus diesem Grund sollte über die Einführung einer verpflichtenden Terrorversicherung nachgedacht werden. Wenn man z.B. um ein russisches Visa ansucht, muss man auf der Botschaft auch eine Reisekrankenversicherung vorlegen, damit dort der Staat nicht auf den Kosten eines etwaigen Krankenhausaufenthaltes sitzen bleibt.

Isarpreiß
24. Juli 2016 22:20

Das "immer noch" sollte einfach nur bedeuten, dass in den ersten Stunden nach der Tat wohl die meisten Menschen einen islamistischen Hintergrund vermutet hätten und sich das inzwischen geändert hat. Ich wollte damit keinen Skeptiker abkanzeln.

Sicher kann vieles vertuscht oder gefälscht werden. Aber ich persönlich kann mir eben nicht vorstellen, dass z. B. bei der Identität des Täters oder bei der Durchsuchung seiner Wohnung derartig gelogen werden kann. Immerhin sind hier Dutzende von Menschen beteiligt.

Und es gibt ja tatsächlich dieses Video vom Täter auf dem Dach, das ich ebenfalls für echt halte, in dem er den Islam gar nicht erwähnt.

Coon
25. Juli 2016 01:56

Die Binnenperspektive respektive deutsche Sicht erblickt nur einen Ausschnitt des Spielfeldes. Entscheidend ist die globale Dynamik, die im Wesentlichen auf dem amerikanischen Rückzug aus den im zweiten Weltkrieg und nach dem Ende des kalten Krieges eroberten Positionen beruht. Hier hat sich eine Bewegung entwickelt, die schon jetzt das internationale Mächtegefüge massiv verändert und Nationen wie Polen und den Iran an der Peripherie Russlands erstarken lässt. Das weiss ein Erdogan ganz genau, der die Führungsschwäche der globalen Ordnungsmacht Nr. 1 wittert um sich weit über das, was den Amerikanern wünschenswert erscheint, zu verstärken und einen expansiven Politikansatz einer Grosstürkei zu verfolgen. Letztlich wird auch die Idee zum Austritt GB aus der EU auf der Analyse dieser Entwicklung beruhen.
Innerhalb der EU äussert sich diese Erschütterung der Macht bereits in blankem Zerfall. GB auf dem Sprung, fallweise Aussetzung und Übertretung von Vereinbarungen sind die Regel. Die Machtbasis erodiert strukturell und vor allem ökonomisch. Das Scheitern der Dublin-Vereinbarungen zum Schutz der Aussengrenzen haben den vollkommenen Kontrollverlust für jeden sichtbar gemacht. Damit steht tatsächlich alles auf dem Spiel, das gesamte westlich/europäische Gesellschaftsmodell und die europäischen Staaten selbst. Im Prinzip ist sogar ein Zerfall des amerikanischen Staates als Endpunkt dieser Entwicklung selbst möglich. Die spannende Frage bleibt, wer dieser Dynamik bereit ist entgegen zu treten und was die Auffanglinie sein könnte. Ich tippe auf eine schnelle Auflösung der Strukturen in den nächsten 2-5 Jahren für den Fall des Trumpening und den Sieg Le Pens. Nach dem Fall der Mauer verschwanden Comecon, Warschauer Pakt und die SU innerhalb von nicht mal 3 Jahren und der Zerfall wurde dann wenig später mit dem ersten Tschetschenienkrieg zum Halten gebracht. 1916 konnte sich ebenfalls niemand die Entwicklung bis 1919 so recht vorstellen.
Die neue Geschäftsgrundlage für die Zeit danach ist heute noch nicht vorstellbar, da sich die Strukturen einer neuen stabilen Ordnung vermutlich erst in 20 bis 30 Jahren unter ganz neuen Allianzen bilden werden. Ob die Bundesrepublik oder ein deutscher Folgestaat dann fortbestehen kann, ist nicht sicher.
Ich glaube aber, dass sich unter Zugewanderten wie Alteingesessnen in wenigen Jahren unter dem Eindruck der kommenden Ereignisse eine grosse Deutschland-Sehnsucht entwickeln wird.

Weltler
25. Juli 2016 07:08

@Coon

Inwiefern ziehen sich die USA aus den im zweiten Weltkrieg und nach dem Ende des kalten Krieges eroberten Positionen zurück? Das Gegenteil ist doch der Fall: Die USA bauen ihre Positionen stetig weiter aus, sowohl vertikal, was den Grad der Unterwerfung ihrer Vasallenstaaten anbelangt, als auch horizontal, in Bezug auf ihre Truppenstationierungen und Militäraktivitäten allgemein. Trump hat in der Tat ein Programm in den Ring geworfen, welches diesen Trend umkehren würde, aber einstweilen ist er noch nicht Präsident, und selbst wenn er es wird: Fraglich ist, wie er sich gegen die geballte Interessenmacht des aussen- und sicherheitspolitischen Establishments durchsetzen könnte. Richtig ist allerdings, dass die USA ihre äussere Expansion mit einer Erosion im Inneren erkaufen, die sich auf vielen Ebenen abspielt, nicht zuletzt über die Anhäufung eines gigantischen Schuldenbergs.

@L und andere

Die Ereignisse überschlagen sich, man kommt kaum noch hinterher,
durch den Anschlag von Ansbach ist der islamistische Terror nun nun unabweisbar auch in Deutschland angekommen. Die laufende Diskussion in diesem Forum wird sich also in Echtzeit damit ausenandersetzen können, wie sich die Verhältnisse nun entwickeln. Tote, Verletzte und Hinterbliebene entwickeln keine Macht, deshalb sei hier vorausgesagt, dass man sich für das Durchwursteln entscheiden wird. Viele werden es als Verschwörungstheorie bezeichnen, aber auffällig sind dabei zwei Dinge: Erstens trifft keiner dieser Anschläge die Eliten, die die Destabilisierungspolitik in der islamischen Ländern über Jahre vorangetrieben haben. Nur einige Topleute haben wirksamen Personenschutz, darunter gibt es eine Ebene von Funktionsträgern und Ideologieproduzenten, von denen diese Politik eigentlich formuliert und vorangetrieben wurde. Diese Leute haben keinen oder nur unbedeutenden Schutz und trotzdem hat sie in den ganzen langen Zeit seit 9/11 niemals ein Terrorist ins Visier genommen. So langsam kann man das nicht mehr als Zufall betrachten.

Zweitens die Ziele der meisten Anschläge der letzten Zeit: Charlie Hebdo, Bataclan, Schwulenclub in Orlando, Tag der Bastille, Musikfestival in Ansbach. Das sind alles Ziele, die mit Kultur, Freizeit und Identität zu tun haben. Es wäre ebenso leicht, das Wirtschaftsleben anzugreifen, doch das passiert im Verhältnis viel weniger. Auch das kann man langsam nicht mehr als Zufall betrachten.

ulex
25. Juli 2016 07:33

Nun, ein Wochenende weiter ist doch festzustellen:

Weder

a) der Verrückte im Metronom bei Hamburg, noch der syrische Macheten-Mann in Reutlingen, noch der syrische Bomber in Ansbach, auch der Iraner in München dessen Eltern wohl in den 90ern, lange nach dem Regime-Change im Iran und wohl auch nach dem Ende des iranisch-irakisches Krieges nach Deutschland kamen und auch die Hlzhacker-Fachkraft aus Würzburg

noch

b) all diejenigen mit Migrationshintergrund die die lokalen Kriminalitätsmeldungen bzwl Alttagskriminalität beherrschen (in Leipzig zB sehr auffällig seit die LVz in enem Anflug von Glasnost wieder auf den "südländischen Typ" oder die "nordafrikanische Herkunft" verweist..

hätten ihre Tatenhierzulande verüben können, hätte man sie nicht ins Land gelassen.

Ob der Täter nun kriminell, verrückt, besoffen, depressiv oder fanatisiert und ne Mischung aus all dem ist / war, ist für die jeweiligen Opfer im Ergebnis völlig wurscht.

ulex
25. Juli 2016 10:08

Und ganz generell:

Momentan scheint mir die mediale Verteidigungslinie zu sein, all die Vorfälle eher als zusammenhanglose "Einzelfälle" (r) darzustellen, wie man dies aus der allgemeinen Migranten- und Refugee-Kriminalität ja auch schon kennt.

Funktioniert angesichts der Fülle der Fälle und auch aufgrund der Aufmerksamkeitsstärke solcher Ereignisse nicht so wirklich.

fenek
25. Juli 2016 11:10

@ulex
Momentan scheint mir die mediale Verteidigungslinie zu sein, all die Vorfälle eher als zusammenhanglose „Einzelfälle“ (r) darzustellen...
----------------------------------------------------------------
Die staatliche Einschätzung und "Verteidigungslinie" ist aber eine ganz andere, wie die Reaktion in München auf einen einzelnen Amokläufer zeigt.

Coon
25. Juli 2016 12:17

Weltler:

Die politische Sphäre hat sehr feine Antennen für die Signale, die potentielle Gegenspieler aussenden. Es ist ein Prozess in Gang gekommen, der bereits vor 15 Jahren mit der inneramerikanischen Kritik an den Militärkampagnen der letzten 20 Jahre begann und im Laufe der Zeit die Frage aufwarf, inwiefern die ständige Kritik am eigenen Vorgehen von den politisch Handelnden aufgenommen wurde und grundlegende Positionierungen veränderte. Die Politik der US-Administration der letzten 8 Jahre wird hierbei bereits deutlich als ein Zurückweichen interpretiert. Insbesondere der Iran-Deal signalisiert, dass die USA grundsätzlich bereit sind, bisherige Positionen zugunsten anderer Mächte zu räumen, was besonders die Türken dazu motivieren dürfte, aus dem StatusQuo auszubrechen. Meines Erachtens ist auch die Absicht der Briten aus der EU auszuscheren dieser Lageeinschätzung geschuldet.

In diesem Sinne stellt sich die Frage, welche Positionen ausserdem zur Disposition stehen. Obama ist durch das bevorstehende Ende seiner Amtszeit nicht mehr voll handlungsfähig und ein Trump würde das Fragezeichen hinsichtlich der amerikanischen Position zu epischen Ausmassen aufblasen. Jede Aktion der politischen Konkurrenten, zuvorderst Russland, ist daher als Test der grundsätzlichen Standhaftigkeit Amerikas zu interpretieren. Vom südchinesischen Meer bis nach Osteuropa ist die amerikanische Expansion gestoppt und zum Teil umgekehrt. Das ist in diesem globalen Ausmass neu. Ich denke, die Achillesferse des westlichen Systems ist Westeuropa, dass voraussichtlich nicht bereit sein wird in einer militärischen Auseinandersetzung am östlichen Rand des Systems seine Verpflichtungen zu erfüllen. Daher könnte es schnell zu einem Zerfall der gesamten US-europäischen Mächtekonstellation kommen.

ulex
25. Juli 2016 12:36

@fenek

Dies hab ich woanders ja auch gleich geschrieben - vor allem betrifft dies natürlich die Einschätzung seitens der Bevölkerung.

Wenn in ner Millionenstadt wie München ein verrückter Bengel der um sich ballert ausreicht um die ganze Stadt lahmzulegen und normale Menschen inkl den Redakteuren der Abendzeitung überall Schiessereien hören zu lassen,ist es mit Ruhe und Gelassenheit nicht ganz her.

Übrigens, wer nen denkbaren, aber wohl in dieser Form nicht wahrscheinlichen weiteren Werdegang der Geschicht anschauen will, kann sich ja mal wieder Bruce Willens in "Ausnahmezustand" zu Gemüte führen. (Leider nicht kostenfrei in Amazon Prime und auch auf Netflix hab ichs nicht gefunden - und im TV dürfte der Film wohl grad auf dem Index stehen)

Gibt ja nix worauf uns Hollywood nicht schon vorbereitet hat.

Andreas Walter
25. Juli 2016 12:37

Wobei man bedenken muss, dass es die Medien und Medienkonzerne sind, und hierbei auch noch sehr einflussreich Hollywood und die internationalen Nachrichtenagenturen, die seit beinahe 100 Jahren unser Bild von der Welt formen (die 3, dann 4 grossen INNA's, Havas Reuters Wolff und später auch noch AP natürlich sogar länger als 100 Jahre).

Google aber auch Facebook, in der GUS VK sind heute dabei lediglich die weiter gedachte logische Ergänzung, die sogenannte Feedbackschleife.

Missbrauchsgefahr nicht nur durch Monopolismus: Maximal

Manche haben einfach eben immer den richtigen Riecher:

https://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/gerhard-wisnewski/muenchen-anschlag-das-unverschaemte-reporterglueck-des-richard-g-.html;jsessionid=315032846F204D5EF7CB5B4AB45DD0F8

Winston Smith 78699
25. Juli 2016 12:43

@ Schmidt

... So etwas wäre m.E. kaum zu verbergen.

@ Isarpreiß

Sicher kann vieles vertuscht oder gefälscht werden. Aber ich persönlich kann mir eben nicht vorstellen, dass [...] derartig gelogen werden kann. Immerhin sind hier Dutzende von Menschen beteiligt.

Ich hoffe, diese Synopse der beiden Zitate verfälscht nicht. Nun, hier schreiben so viele kluge Leute und ich gebe mir daher solche Mühe, nicht für doof gehalten zu werden - das ist der Grund für all das intellektuelle Schwurbelzeug. Denn das, was ich ganz persönlich erlebt habe, und was wohl bei weitem nicht jeder erleben muß, kann ich bislang nur als wahr akzeptieren, indem ich es als Auftrag zur Weitergabe begreife. Ich habe mich seither vor allem an wohlmeinendes Kopfschütteln gewöhnt, und daran, für nicht ganz dicht gehalten zu werden.

Dutzende Menschen beteiligt - ich kenne Fälle, in denen konkret ca. hundert beteiligt sind und auf abstrakter, weniger persönlicher Ebene des prinzipiellen Mitwissens noch viel mehr. Wenn in den Medien von "Konspiration" die Rede ist, dann immer mit irgendwie bizarren Inhalten. Die okkulte Dimension beispielsweise eines normalen Amtes (etwa Bauamt, Gesundheitsamt oder sonstwas - überall, wo etwa bestochen werden könnte oder wo es übergeordnete politische Direktiven geben könnte) wird dabei eher verschleiert. Nehmen wir mal die Zahl 100. Von denen sind zwei unartig und werden kaltgestellt, etwa mit konkreten Drohungen oder ärztlichen Gutachen. Zwei sind Fanatiker, fünf im engeren Machtzirkel und haben einen Draht nach oben und/oder Dreck am Stecken, zehn bis fünfzehn sind gierige Aufsteiger, lechzende Karrieristen.

Interessant ist aber das schweigende und funktionierende Mittelfeld, über das ich jetzt irgendwas zur Verzahnung bekannter sozialpsychologischer Effekte erzählen könnte. Hier gibt es das ganze Spektrum: Leute, die nicht merken, wie extrem manipulierbar sie sind, aber auch solche, die offensiv genau so sein wollen, geradezu nach der nächsten Lüge und Wendung suchen, die sie vorauseilend mitgehen können. Und so weiter - ich lasse viele Schattierungen aus - über träges Mitläufertum bis hin zu solchen, die täglich leiden und sich etwa in Scheinwelten flüchten oder trinken oder Medikamente nehmen - aber, und das ist das Wichtigste, schweigen. Genau diese Zustände und Vorgänge habe ich mir genau anschauen müssen und weise immer wieder darauf hin.

Isarpreiß und Schmidt kann ich gut verstehen und wünsche mir eine Welt zurück, in der ich ihnen auch überzeugt zustimmen kann.

Trouver
25. Juli 2016 12:55

der syrische Macheten-Mann in Reutlingen

Dazu der entsprechende Aufmacher.

AfD will aus Tat Kapital schlagen

Die AfD Reutlingen scheute nicht davor zurück, aus dem schrecklichen Vorfall politisches Kapital schlagen zu wollen. "Wären wir an der Macht, wäre dies nicht passiert", hieß es beim Twitter-Nutzer @AfD_Reutlingen.
https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/kriminalitaet/id_78498060/reutlingen-mann-toetet-frau-mit-messer-tat-ging-ein-streit-voraus.html

Andreas Müller
25. Juli 2016 13:22

Die Analyse von Schmidt ist bemerkenswert sachlich. Die Voraussage einer schweren Staatskrise teilen auch ausländische Beobachter, die sich damit auskennen und keineswegs grundsätzlich gegen Einwanderer eingestellt sind:
https://hintermbusch.wordpress.com/2016/06/18/emmanuel-todd-uber-merkels-einwanderung/
https://hintermbusch.wordpress.com/2016/07/15/brexit-das-ende-des-westens/

Weltler
25. Juli 2016 13:27

@Coon

Die Politik der US-Administration der letzten 8 Jahre wird hierbei bereits deutlich als ein Zurückweichen interpretiert.

Es gibt immer irgendwelche Falken, denen der nächste Krieg nicht schnell genug kommen kann. Letztendlich ist das meiste davon Polittheater. De facto gibt es von Zurückweichen keine Spur. Die USA haben sich zum Teil aus dem Irak zurückgezogen, soviel ist richtig, aber wenn das Ziel in einer reinen Destabilisierung des Irak bestand, dann ist es erreicht worden.

Vom südchinesischen Meer bis nach Osteuropa ist die amerikanische Expansion gestoppt und zum Teil umgekehrt.

Sie ist nur in dem Sinne gestoppt, dass Russland und China rote Linien gezogen haben: Ukraine, Syrien, Südchinesisches Meer. Das ist aber wirklich nur vorläufig. Die USA akzeptieren diese roten Linien nicht und rüsten ihre Vasallen in diesen Konfliktzonen fleissig auf. Die territoriale Expansion hat also fürs Erste einem Zurüsten Platz gemacht, was auch eine Form von Expansion ist. Dieser Zustand ist keineswegs stabil, eine Seite wird so oder so nachgeben müssen.

Das ist in diesem globalen Ausmass neu.

Zustimmung, jedoch nur in dem Sinne, dass wir auf eine globale Konflagration zusteuern.

Ich denke, die Achillesferse des westlichen Systems ist Westeuropa, dass voraussichtlich nicht bereit sein wird in einer militärischen Auseinandersetzung am östlichen Rand des Systems seine Verpflichtungen zu erfüllen.

Das kann schon sein, aber werden die Westeuropäer in einem Konflikt mit Russland überhaupt gebraucht? Man darf nicht vergessen, wie volkreich Polen, Lithauen und die Ukraine zusammengenommen sind.

Daher könnte es schnell zu einem Zerfall der gesamten US-europäischen Mächtekonstellation kommen.

Wiederum Zustimmung. Die USA können sich keine Niederlage leisten, andernfalls bräche die Hegemonie schnell zusammen.

Filarete
25. Juli 2016 15:16

@Isarpreiß und andere: Der Begriff des islamistischen Anschlags wird viel zu eng gefasst. Es scheint zuzutreffen, dass der Junge keine Beziehungen zu IS etc. hatte. Das ist aber belanglos. Er entstammt dem islamischen Kulturkreis, wie, soweit ich sehe, alle Täter der letzten Wochen. Die Feststellung, es habe sich nicht um einen Terroranschlag gehandelt, dient den Medien lediglich dazu, den evidentenZusammenhang zwischen Ausgangskultur und Gewalt herunterzuspielen und zu deplausibilisieren. (Folgt dem gleichem Muster wie die Argumentationsversuche gegen Huntington.)Auf diesen Zug sollte man nicht aufspringen. - Recht gebe ich Ihnen darin, dass der Verweis auf Spaltungen innerhalb der muslimischen Gruppen interessant ist. Natürlich wird auch hier die Debatte vermieden. Spannend in diesem Zusammenhang war ein User-Kommentar auf PI (Nein, nicht alle Kommentare dort sind "primitiv"....), der von seiner Arbeit in einer sozialen Einrichtung berichtete, wo binnen kürzester Zeit die Türken die Araber, die Araber die Schwarzen und alle zusammen die Behinderten, für die die Einrichtung gedacht gewesen war, terrorisierten.

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