Funky Business

Zur Zeit wird das Programm von zirka 42 Formaten bedient, welche regelmäßig Clips im hippen, meist gewollt amateurhaften, quasi wie mit einem Handy unter Kumpels aufgenommenen You-Tuber-Stil beisteuern und auch von mehr oder weniger erfolgreichen You-Tubern präsentiert werden. Zudem sind sechs jugendaffine Serien im Angebot, die allerdings ohne große Mühe auch so im Internet aufrufbar sind. Hierbei handelt es sich also nicht um die erste Sahne des Seriengeschäfts.

Akif Pirinçci

Akif Pirinçci ist Bestsellerautor und gilt als schärfster Kritiker der bundesdeutschen Zustände.

Zur Zeit wird das Pro­gramm von zir­ka 42 For­ma­ten bedient, wel­che regel­mä­ßig Clips im hip­pen, meist gewollt ama­teur­haf­ten, qua­si wie mit einem Han­dy unter Kum­pels auf­ge­nom­me­nen You-Tuber-Stil bei­steu­ern und auch von mehr oder weni­ger erfolg­rei­chen You-Tubern prä­sen­tiert wer­den. Zudem sind sechs jugend­af­fi­ne Seri­en im Ange­bot, die aller­dings ohne gro­ße Mühe auch so im Inter­net auf­ruf­bar sind. Hier­bei han­delt es sich also nicht um die ers­te Sah­ne des Seriengeschäfts.

Eigent­lich will ich gar nicht auf den Inhalt von FUNK ein­ge­hen, son­dern mich mit sei­nem omi­nö­sen Pro­duk­ti­ons­bud­get beschäf­ti­gen, denn die­ses beträgt sage und schrei­be 45 Mil­lio­nen Euro im Jahr. Oder viel­leicht doch. FUNK ist stock­kon­ser­va­tiv und dem Wesen der Jugend völ­lig abhold, gera­de so, als habe sich das Gan­ze ein pen­sio­nier­ter ARD-Redak­teur mit SPD-Par­tei­buch aus­ge­dacht, der drei Minu­ten auf das iPad sei­nes Enkels geguckt und mit 15jähriger Ver­spä­tung ein Heu­re­ka-Erleb­nis gehabt hat.

Der ein­zi­ge Unter­schied zur grün-lin­ken Medi­en- und Kul­tur­man­sche für die älte­ren Semes­ter besteht dar­in, daß hier jun­ge und halb­jun­ge Men­schen auf­tre­ten und mit einem geküns­telt lai­en­haf­ten und authen­tisch-sein-sol­len­den Getue sowas wie “frei von der Leber weg” simu­lie­ren. Die ver­su­chen in beschei­de­ner Optik und Film­spra­che krampf­haft, die Pro­fis zu kopie­ren. Die sind zwar eben­falls im Mer­kel-Mehl­tau ver­fan­gen und befin­den sich wegen der zwang­haf­ten Beschäf­ti­gung mit Geis­ter­na­zis in medi­al-psych­ia­tri­scher Behand­lung, haben aber immer­hin einen pro­fes­sio­nel­len Cut­ter unter Ver­trag, der ein paar Ideen mehr hat, als am Ende eines jeden pseu­do­lus­ti­gen Sat­zes den Dop­pel- und Drei­fach­ko­pie­rer zu verwenden.

Das, was man dem Geist der Jugend so nach­sagt, der Bruch mit der Kon­ven­ti­on, die Wild­heit, die krea­ti­ve Geschmack­lo­sig­keit, die Ver­ach­tung des Alten, der Auf­bruch zu neu­en Ufern, das grö­ßen­wahn­sin­ni­ge Seh­nen nach dem Abso­lu­ten: Nichts von all dem fin­det sich in FUNK wie­der. Im Gegen­teil, ein jeder ver­sucht, den schon tat­te­rig gewor­de­nen Gut­men­schen poli­tisch sowie von der will­kom­mens­kul­tu­rel­len Den­kungs­art her noch um das Bes­ser­mensch­lichs­te zu über­tref­fen… Bloß, daß die jun­gen Män­ner fast alle Voll­bär­te tra­gen und die jun­gen Frau­en auch so‘n Bart haben. Kei­ne Revol­te, nirgends.

Bei “Dat­tel­trä­ger” han­deln irgend­wel­che Ara­ber und Tür­ken inklu­si­ve Goe­the-Deutsch-spre­chen­de Kopf­tuch­t­an­ten ver­meint­li­che Vor­ur­tei­le der Indi­ge­nen gegen­über Ara­bern, Tür­ken und Kopf­tuch­t­an­ten ab und ver­mit­teln die Bin­se, daß nicht alle Ori­en­ta­len Ter­ro­ris­ten wären. Der Sinn die­ses For­mats bleibt im Dun­keln, tun doch die alt­vor­de­ren Media-Maul­tie­re auch den gan­zen Tag nichts ande­res als das. Wo ver­steckt sich der im Saft und Kraft ste­hen­de jugend­li­che Gegen­satz zu die­sen? Abge­se­hen davon, daß eini­ge Akteu­re in die­sem For­mat tat­säch­lich wie Ter­ro­ris­ten aussehen.

Im “Auf einen Kaf­fee mit Moritz Neu­mei­er” ver­rät uns der in der Blü­te sei­nes Lebens ste­hen­de Moritz, daß er mit dem Rau­chen auf­ge­hört hät­te. War­um? Damit er sich wie ein 60jähriger vor­kommt, der nach 45 Jah­ren Quar­ze­rei in einem heroi­schen Akt die Gift­s­ten­gel dran­ge­ge­ben hat? Ein ech­ter Anar­cho-You­Tuber mit jugend­li­chem Fusel­bart wür­de sich vor lau­fen­der Kame­ra einen Schuß set­zen. Das ist aber nur die Über­lei­tung. Im wei­te­ren mimt er den 70jährigen Apo-Opa vom Kreis­ver­band der Grü­nen Olpe und meint, daß man afgha­ni­sche Asyl­be­trü­ger auf gar kei­nen Fall wie­der nach Haus schi­cken dür­fe. Kein Wun­der, daß zu Anne Will und May­brit Ill­ner immer die glei­chen grei­sen­haf­ten Papp­na­sen ein­ge­la­den wer­den; ein Unter­schei­dungs­merk­mal der jun­gen Wil­den zu ihnen ist nicht existent.

Bei “Fickt euch!” beant­wor­tet Kris­ti­na Weit­kamp “alle Fra­gen zum The­ma Sex – offen und tabu­los”, was eine glat­te Lüge ist. Offen­kun­dig hat die Gute den “Lehr­plan Sexu­al­erzie­hung für all­ge­mein­bil­den­de und beruf­li­che Schu­len in Hes­sen” nicht gele­sen, denn im Ver­gleich zu die­ser Sper­ma- und Smeg­ma­kun­de mit anschlie­ßen­dem Anal­ver­kehr mit Eseln tau­gen ihre Tips nicht ein­mal beim Blümchensex.

Und nach die­sem Mus­ter sind sämt­li­che For­ma­te beim FUNK gestrickt. Das Eti­kett “Jugend” ist nur ein Fake, hin­ter dem sich das über Gebühr Wie­der­ge­käu­te und längst wie­der Aus­ge­spuck­te der alten Säcke, das bis in die letz­te Pore Deutsch­lands voll­ge­so­gen grün-links Ver­si­ff­te und die Pro­pa­gan­da zur Selbst­auf­ga­be eines gan­zen Vol­kes vor dem Frem­den ver­birgt. Beim zwei­ten Blick sieht FUNK ziem­lich alt aus.

Soweit, so vor­her­seh­bar. Doch eigent­lich woll­te ich auf ein selt­sa­mes Detail die­ses völ­lig über­flüs­si­gen ÖR-Homun­cu­lus auf­merk­sam machen, der bis jetzt offen­kun­dig kei­nem ein­zi­gen der dar­über berich­ten­den Rezen­sen­ten auf­ge­fal­len ist. Wie anfangs erwähnt, kos­tet FUNK schlap­pe 45 Mil­lio­nen Euro pro Jahr.

Um die­ses Bud­get in ein Ver­hält­nis zu set­zen, fol­gen­de Infor­ma­ti­on: RTL inklu­si­ve sei­ne Schwes­ter­ka­nä­le erwirt­schaf­ten einen Umsatz von zir­ka einer Mil­li­ar­de Euro im Jahr (Gewinn zir­ka 100 Mil­lio­nen Euro). Dafür lie­fert RTL ein tech­nisch hoch pro­fes­sio­nel­les TV-Voll­pro­gramm, 24 Stun­den am Tag; über den Inhalt kann man geteil­ter Mei­nung sein.

FUNKs Pro­duk­ti­ons­kos­ten betra­gen also knapp ein Zwan­zigs­tel des RTL-Bud­gets, was schon atem­be­rau­bend hoch ist, da es sich dabei ledig­lich um ein ein­zi­ges Online-Medi­en­an­ge­bot unter Aber­tau­sen­den von Blogs, Kanä­len und sons­ti­gen Inter­net-Belus­ti­gun­gen han­delt, und nicht ein­mal um ein revo­lu­tio­när her­aus­ra­gen­des oder gar tech­nisch immens auf­wen­di­ges. Im Gegen­teil, fast sämt­li­che Clips der 42 For­ma­te sind mit einer han­dels­üb­li­chen Digi­tal­ka­me­ra mit Video­funk­ti­on und erwei­ter­ba­rem Spei­cher (350 bis 800 Euro) auf­ge­nom­men. Ein Pro­fi-Cam­cor­der (3000 bis 8000 Euro) kommt sel­ten zum Ein­satz, was man der Bild­qua­li­tät auch ansieht.

In mehr als der Hälf­te der Clips ste­hen die Akteu­re vor einem bun­ten oder neu­tra­len Hin­ter­grund, zumeist in ihren eige­nen vier Wän­den, im Klo oder ein­fach drau­ßen vor einer Mau­er und quat­schen in einem Stück in die Kame­ra. Sonst nichts. Es exis­tie­ren weder spe­zi­ell ange­fer­tig­te Deko­ra­tio­nen noch Kos­tü­me noch Requi­si­ten noch ande­re die Auf­merk­sam­keit des Zuschau­ers fes­seln­den Ausstattungsgegenstände.

Nur in weni­gen Clips motzt der Schnitt durch opti­sche Mätz­chen und der Ton­schnitt mit­tels akus­ti­scher Gim­micks das ursprüng­lich recht drö­ge daher­kom­men­de Roh­ma­te­ri­al zu einer pseu­do­wit­zi­gen Bild­fol­ge auf dem Niveau von auf­plop­pen­den Emo­jis auf. Ich neh­me an, dies wird mit dem Post­pro­duk­ti­ons­pro­gramm “Ado­be Pre­mie­re Pro CC” (im Monats­abo für 59,49 Euro) bewerkstelligt.

Aller­dings gibt es den Crack im Netz für lau. Ich neh­me an, daß die FUNK-Brü­der eher die­se Ver­si­on bevor­zu­gen. Die Mehr­zahl der Clips ver­zich­tet jedoch eh auf solch cine­ma­to­gra­phi­sche Raf­fi­nes­se. Bei “Auf einen Kaf­fee mit Moritz Neu­mei­er” steht Klein-Moritz tat­säch­lich nur da, schlürft an einem Becher Kaf­fee und labert sich den gut­mensch­li­chen Müll von der See­le. Dafür reicht auch ein Gra­tis-Schnitt­pro­gramm für Urlaub­vi­de­os aus dem Netz. Zum Schluß muß noch erwähnt wer­den, daß neun der For­ma­te direkt unter­schied­li­che öffent­lich-recht­li­che Sen­der pro­du­zie­ren oder betreu­en, so daß die Schnitt­ar­beit von dor­ti­gen fest­an­ge­stell­ten Cut­tern erle­digt wird und hier­für kei­ne Extra­kos­ten anfallen.

So, und jetzt machen wir eine Rech­nung auf. Es ist rea­lis­tisch, daß für die oben genann­ten sechs Seri­en eine Jah­res­li­zenz­ge­bühr von 2 Mil­lio­nen Euro anfal­len dürf­te. Die­se ist des­halb so gering, weil sie ledig­lich die Inter­net-Aus­strah­lung betrifft, ver­mut­lich sogar von den Klick­zah­len abhän­gig ist. Blei­ben von den 45 Mio. also 43 übrig.

Eben­falls rea­lis­tisch erscheint es, daß die Pro­duk­ti­ons­kos­ten für einen ein­zel­nen Clip im FUNK mit allem Drum und Dran zwi­schen 100 und 1000 Euro schwan­ken, also im Schnitt 500 Euro betra­gen. Groß­zü­gig gerech­net, denn bei “Auf einen Kaf­fee mit Moritz Neu­mei­er” dürf­te das Bud­get bei 10 Euro für ein­mal Cur­ry­wurst mit Pom­mes und ‘ne Cola fürs Team lie­gen. Des wei­te­ren gehe ich davon aus, daß jedes ein­zel­ne For­mat durch­schnitt­lich einen Clip pro Woche lie­fert. Macht 2000 Euro im Monat bzw. 24 000 Euro im Jahr. Eben­falls groß­zü­gig geschätzt.

Die Quit­tung für den Gebüh­ren­zah­ler, den man bei Säu­mig­keit ohne viel Feder­le­sens in den Knast steckt, sieht aber ekla­tant anders aus. Bei einem 43 Mil­lio­nen Euro umfas­sen­den Gesamt­bud­get (die Seri­en haben wir ja her­aus­ge­rech­net) bekommt jedes ein­zel­ne der 42 FUNK-For­ma­te im Durch­schnitt und im Jahr 1.023.809 Euro, also im Monat 85.317 Euro und pro Woche bzw. Clip 21.329 Euro.

Beschäf­ti­gen wir uns mit der letz­ten Zahl, näm­lich mit den Pro­duk­ti­ons­kos­ten pro Clip. Ich hat­te gesagt, daß ein Clip durch­schnitt­lich 500 Euro kos­ten wür­de. Aber ich hat­te natür­lich das Hono­rar für den “Star” unter­schla­gen, den aller­dings nie­mand außer­halb der jugend­li­chen Online-Gemein­de kennt. Groß­zü­gig wie ich bin, beloh­ne ich sei­ne Leis­tung je Clip mit 1000 Euro und sei­ne ihm zur Hand gehen­den Kum­pels, also die Kamera‑, Ton- und Schnitt­leu­te, mit 200 Euro pro Nase. Aber viel­leicht gibt es noch ande­re inter­ne und exter­ne Kos­ten, von denen ich kei­ne Ahnung habe. Die­ses mein Unwis­sen wird noch­mal mit 1000 Euro veranschlagt.

So sind wir also bei der Her­stel­lung eines FUNK-Clips in der end­rea­lis­ti­schen Betrach­tung sum­ma sum­ma­rum bei 2600 Euro ange­langt. Zieht man die­se Sum­me jedoch von 21.329 Euro ab, bleibt immer noch die unge­heu­er­li­che Dif­fe­renz bzw. ein Fehl­be­trag von 18.729 Euro pro Clip bzw. 37.757.664 Euro pro Jahr übrig, deren Zweck schlei­er­haft ist.

Und selbst wenn die Clipfre­quenz je For­mat auf zwei oder drei Stück pro Woche erhöht wer­den wür­de, kommt man immer noch nicht an die­se astro­no­mi­schen Zah­lun­gen her­an. Ja, es scheint völ­lig bizarr, was die Ver­ant­wort­li­chen bei FUNK mit die­ser gigan­ti­schen Sum­me sonst alles anstel­len. In wel­che Taschen wan­dert sie? Was wird damit genu­in bezahlt?

Ich tue so über­rascht, aber nur des Effekts wegen. In Wahr­heit bin ich in kei­ner Wei­se über­rascht, weil ich ganz genau weiß, für was die­se Mega­koh­le aus­ge­ge­ben und was genau damit tat­säch­lich ein­ge­kauft wur­de. Die Haupt­ziel­rich­tung von FUNK ist es näm­lich, irgend­wel­chen aktu­el­len You­Tube-Affen ganz viel Geld in den Rachen zu schmei­ßen, damit sie die sui­zi­da­le Regie­rungs­ideo­lo­gie der Pene­trie­rung des Lan­des mit Analpha­be­ten, Ver­ge­wal­ti­gungs- und Mord­bes­ti­en und mil­lio­nen­fa­chen Sozi­al­pa­ra­si­ten, also die Umset­zung des Par­tei­pro­gramms der Grü­nen, auf die total coo­le Youngs­ter-Tour bewerben.

Doch vor sie hat Gott – oder bes­ser gesagt Allah – einen öffent­lich-recht­li­chen Redak­teur, Res­sort­lei­ter, Pro­gramm­chef oder ähn­li­chen Ver­bre­cher mit Abitur gesetzt, der als ers­ter an den prall­ge­füll­ten Fleisch­topf ran darf und sich in gehei­mer Abspra­che mit den Pro­duk­ti­ons­klitschen, wel­che die Clips fabri­zie­ren, die Taschen voll­ma­chen darf. Einen exak­ten Beleg, wohin die­se 45 Mil­lio­nen Euro en détail flie­ßen, wer­den wir nie­mals zu Gesicht bekom­men. Geht uns ja auch nix an, denn wir sind nur dazu da, die­se voll­ge­fres­se­nen Lum­pen zu ali­men­tie­ren. Sonst Knast. Da mag uns wenigs­tens der Gedan­ke trös­ten, daß das Geld ja nicht weg ist, son­dern es nur ande­re haben – die Fein­de des Volkes.

Akif Pirinçci

Akif Pirinçci ist Bestsellerautor und gilt als schärfster Kritiker der bundesdeutschen Zustände.

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Kommentare (47)

Winston Smith 78700

3. Januar 2017 16:47

1. Sind diese "Youtube-Affen", dies sich offensichtlich das dreiste Lügen wissentlich gut bezehlen lassen, nicht einfach schlauer als etwa ich? Oder als Akif P.? Anders gefragt: woran merkt man, ob man am Ende so einer Phase auf der Siegerseite stehen wird? Das führt weiter zu 2:

2. Warum hat so ein Format von gefälschter Jugendlichkeit damals bei elf99 (Sendbeginn September 1989) nicht so ganz im Sinne der Brötchengeber geklappt? Warum war elf99 dann bisweilen doch so ungezogen, im Vergleich zumindest zu diesem FUNK? War es etwa genau die angesprochene Verdienstsumme? Oder, und damit wieder zu 1 : haben die Beteiligten damals das Ende ihres Brotherren kommen sehen ... und warum ist das nun anders?

Ein gebürtiger Hesse

3. Januar 2017 17:00

Rumms! Das ist mal eine Neujahrsüberraschung. Pirinçci reiht sich in die Division Antaios ein bzw. wird Sezessions-Autor. Ausgezeichnet. Herzlich willkommen sei er!

Alex

3. Januar 2017 17:48

Dieses Funk ist wohl der verzweifelte Versuch, die Zwangsgebühren zu rechtfertigen. Derzeit kann man noch sagen, so und so viel Prozent schauen Fernsehen. Als Angehöriger der Funk-Zielgruppe kann ich aber sagen, dass von meinen Freunden und Bekannten immer weniger einen Fernseher zu Hause haben. Gerade unter den gebildeten, also Studenten und Studierten, geht die Fernsehquote gegen null. Wenn man das ein paar Jahre in die Zukunft extrapoliert, merkt man schnell, dass die zwangsfinanzierte Geldverschwendung des ÖRR (sehr schön von Pirincci durchgerechnet) politisch bald nicht mehr vermittelbar sein wird.

Glücklicherweise halte ich diesen Versuch für zum Scheitern verurteilt. Auf Youtube werden jede Minute mehrere Stunden Videomaterial hochgeladen, wer braucht da noch Funk? Diese Kanäle bieten nichts – NICHTS –, was es auch nicht irgendwo anders gibt. Sehr schön dargestellt unter: https://www.welt.de/vermischtes/article158662151/Wie-ARD-und-ZDF-verzweifelt-um-die-Jugend-buhlen.html Tatsächlich hat in meinem Bekanntenkreis kaum jemand von Funk gehört, auch nicht jene, die sonst gerne Mainstream-Medien konsumieren. Ich glaube daher kaum, dass Funk diese Legitimationskrise für die ÖRR lösen können wird.

Maxx

3. Januar 2017 17:57

Gefällt mir, dass der Akif P. den Weg hierher gefunden hat. Tja, muss gestehen, dass diese Youtube-Affen hier in meinem Umfeld niemand kennt oder interessiert.

@Werter Winston Smith 78700
elf99 war doch ein verzweifelter lauer Furz (ohne Street Credibility). Und gegen die übermächtige Konkurrenz des allseits populären Westfernsehens konnte es nichts im Sinne eines Systems bewirken, das bereits im fortschreitenden Zerfall begriffen war.

Hmm, aus dem Bauch heraus würde ich sagen: Jetzt ist anders als damals. ;-) Geld für derlei Affentheater scheint ja im Überfluss  vorhanden zu sein ...

Richard Cobden

3. Januar 2017 17:58

Herzlich willkommen, Akif Pirincci! Ich bin schon gespannt auf weitere tolle Beiträge von Ihnen im Blog der Sezession! 

Caroline Sommerfeld

3. Januar 2017 18:52

Übers historisch längst überholte Fernsehen schrieb mein ältester Sohn vor Jahren seine vorwissenschaftliche Arbeit, in der Tat schaut niemand mehr fern, der älter als 8 Jahre alt ist (davor ist mangels Lesefähigkeit und wegen KiKA das Fernsehen für die Kinder attraktiv, deren Eltern sie noch nicht auf YouTube lassen).

Nur: auf YouTube gibt es haargenau dasselbe gutmenschlichkeitsreproduzierende Jugendangebot (teilweise: Jugend wird von Jugend geführt, teilweise von Berufsjugendlichen), und das finden die Süßen auch noch "kritisch". Besagter Sohn schickte mir heute das da. Ich teile den "Humor" dabei offenbar nicht, und finde es nur unsäglich bedrohlich. Denn ob die Bedränger der Dame an den deutschen Paß oder an den Unterleib wollen, läuft auf dasselbe hinaus.

Reiner Wehpunkt

3. Januar 2017 19:32

Läuft doch wie geschmiert, die linksgrüne Meinungshoheit, hier noch ein paar Milliönchen und dort noch ein paar Milliärdchen .... dieses kranke System hat den deutschen Beitrags- und Steuerzahler voll im Griff.

Und der beugt leidend sein Haupt, läßt sich von den bourgeoisen Schranzen des Merkel-Regimes ergebenst ficken und leckt Raute am Wahltag ihren Allerwertesten.

Passt doch! Wo also ist das Problem?

t.gygax

3. Januar 2017 19:33

Frau Sommerfeld!!!!! "Jugend wird von Jugend geführt" !!!!!Madame!!!!! Wissen Sie , wen Sie da zitiert haben!!!!!?????  Wen !!!!! ?????????

Bei Shakespeare würde es heißen " schröcklicher Moment"

Das Video ist nicht bloß saublöd, sondern einfach scheiße ( Originalzitat eines 21 jährigen Menschen aus Deutschland ) Frau Kositza wird mir das Zitat verzeihen, bin aber willens, jetzt den Mund auszuspülen.

Grüne Hölle

3. Januar 2017 19:51

Schön hier von Ihnen zu lesen lieber Herr Pirincci, ich hoffe wir werden noch öffters das Vergnügen haben.      

Frau Sommerfeld ein großes Dankeschön für ,,das da". Nehmen Sie es doch mit Humor, das Filmchen ist gut gemacht und sagt doch genau dass was es aussagen soll. Meine Enkeltochter findet es super und wird es mit Sicherheit an ihre Freundinnen weiterleiten.                                                                                 

 

 

Tassilo von Baiern

3. Januar 2017 21:10

Ich hoffe, dass dem Autor bei so vielen Zeilen ohne die üblichen vulgären Audrücke zu verwenden nicht eine Ader geplatzt ist ;). Schön von Ihnen zu lesen, lieber Hr. Pirinçci.

Stil-Blüte

3. Januar 2017 21:41

@ Akif Pirinchi

Willkommen! Da Ihnen der Ruf vorauseilt, das Anrüchige anzusprechen, sei Ihnen verziehen. Doch

@ Caroline Sommerfeld

Ist es wirklich von nöten, daß wir uns dem Häßlichen, Obszönen, Billigen aussetzen. Und - wie muss das erst auf unsere Kinder und Kindeskinder wirken? Ich stelle mir gerade vor, ich wäre diesem Clip mit 12 Jahren begegnet. Grauenhafte Vorstellung.  Mit den Links sorgsamer umgehen. Das, was wir im Mainstream ablehnen, müssen wir nicht noch vorzeigen. Machen wir das, sind wir Teilhaber. Früher wurde mit extremen Bildern vor der Hölle gewarnt, hier wird in die Hölle eingeladen. Ironie, Satire? der 10. Aufguß der aus Amerika stammenden Ghetto-Subkultur, endlich auch bei den glatten, werbewirksamen Türkengangs angekommen. Eine Frau-ke - x Männer? Feiglinge!

@ (Grüne) Hölle

'Gut gemacht'?  Wohl wahr. Aber eben nicht gut, sondern schlecht und böse. Potthäßlich.

 

Grobschmied

3. Januar 2017 21:56

re Frau Sommerfeld

in Hamburg werden solche Videos von Leuten produziert die ihre Kinder auf eine Privatschule schicken ; und selbstverständlich ist es als Drohung gedacht . 

Selbstverständlich kann man solche Entwicklungen aufhalten - allerdings sind die entsprechenden Methoden nicht im Netz kommunizierbar .

Wirklich politisch wird es erst wenn bestimmte "Herrenclubs" ihre Koffer packen und für sehr lange Zeit verreisen ; wenn auch die Kinder der linksliberalen Bourgeoisie die Segnungen der Regierungspolitik am eigenen Leib zu spüren kriegen - wenn körperliche Unversehrtheit auch in Hamburg Eppendorf keine Selbstverständlichkeit mehr ist . 

Ein mir persönlich bekannter Gutmensch wird seine Ferien in einem hübschen Oberschichtresort verbringen - ich überlege ob ich meine Reisepläne ändere . War noch nie in einem Resort .

Cicero

3. Januar 2017 22:01

Es freut mich, dass Akif jetzt bei der Sezession an Bord ist. Das erweitert das Blickfeld und den Leserkreis. 

Das Staatsfernsehen  versucht jetzt den Sprung ins Internet, um dem Abstieg in die Bedeutungslosigkeit zu entgehen. Hinsichtlich der Zwangsgebühren wird das Publikum zwar immer uneinsichtiger, die Beharrungskräfte sind aber immens und sollten nicht unterschätzt werden. Gegen eine Abschaffung werden sie sich bis zum letzten Steuergroschen wehren. Die AfD hat ja vor kurzem eine parlamentarische Kampagne in den Landesparlamenten gegen die staatsvertragsgarantierte Zwangsfinanzierung gestartet. Die wird noch keinen Erfolg zeitigen, aber steter Tropfen höhlt den Stein. Dann werden auch keine funkigen Formate mehr helfen.

Fernmelder

3. Januar 2017 22:57

Die mediale Manipulation fängt bei der Jugend an. All das wundert doch keinen mehr. Bin hoch erfreut, daß Akif Pirinchi hier die spitze Feder führt.

Nemo Obligatur

3. Januar 2017 23:43

Freut mich, dass Herr Pirincci jetzt zu den Kolumnisten der Sezession zählt. Noch mehr freut mich, dass er sogar zu einer halbwegs lesbaren und fäkalarmen Sprache gefunden hat. Die Rechnung, die er aufmacht, ist in der Tat dringend erklärungsbedürftig. Einer schnellen Internetrecherche entnehme ich, dass die wirtschaftliche Kontrolle der ÖR-Sendeanstalten dem jeweiligen Verwaltungsrat obliegt, dessen Zusammensetzung wiederum von Rundfunkrat bestimmt wird. Im Rundfunkrat aber sitzen die Repräsentanten aller möglichen gesellschaftlichen Gruppierungen (Gewerkschaften, Kirchen, Parteien etc.). Da sich die Medien (auch) als eine Art Kontrollinstanz für's Große und Ganze verstehen, also ggf. Mißstände in den vorgenannten Gruppierungen aufdecken könnten, haben wir es hier mit einer Konstruktion zu tun, in dem sich die Wächter gegenseitig bewachen, mithin in einer engen Interessenverflechtung befinden, vulgo: Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Das dürfte die erklecklichen Höhe von 45 Mio. Euro erklären.

Wenn man sich den Rechenschaftsbericht des WDR von 2015 ansieht, dann entfallen die Kosten übrigens zum Großteil auf die laufenden Personalkosten sowie die Kosten für Altersversorgung, Vorruhestand und Altersteilzeit (zus. rd. 40% von 1,5 Mrd. Euro), sodann Aufwand für "Urheber und Leistungsvergütungen" von 300 Mio. Euro u.ä. sowie "sonstige Aufwendungen" in Höhe von 330 Mio. Euro, worunter lt. Geschäftsbericht "Abschreibungen, Gebäudemieten, Reperaturkosten und die Kosten für den Einzug der Beiträge" (im Falle des WDR immerhin 40 Mio. Euro) fallen. Falls die Kostenstruktur für FUNK ähnlich sein dürfte, würden damit ca. 18 Mio. Euro auf Personalkosten und 9(!) Mio. Euro auf die Senderechte entfallen. Das wäre angesichts der Qualität des Angebots mindestens ebenso erklärungsbedürftig.

paul

3. Januar 2017 23:47

Bravo. Gut gebrüllt Löwe. Ich liebe ihre Art zu schreiben, weil sie sich so erfrischend vom Mainstream absetzt. Sie haben Herz, das bringt ein wenig Leben in dieses manchmal arg verkopfte konservative Publikum.

Fredy

4. Januar 2017 00:36

Freu mich auch, dass AK nun hier ist. Er ist mir zwar oft zu derb und sexfixiert, aber er gehört zweifelsohne zu uns.

Der_Jürgen

4. Januar 2017 08:32

Willkommen im Club, lieber Akif! Es war eine angenehme Überraschung, Sie in diesem erlauchten Kreise anzutreffen. Unter Ellen Kositzas hartem Joche müssen Sie der Fäkalsprache zumindest auf diesem Blog entsagen, so dass man Ihren forschen Stil ohne Abstriche geniessen kann. Hoffentlich war dies nicht der letzte Sezession-Beitrag von Ihnen.

Der_Olaf

4. Januar 2017 08:57

Supergruselig! z.b. eine eselgesichtige Kopftuchtrulla, die immer mit frechdreistem Grinsen die Deutschen beschimpft und ihren Islamismus unter die jungen Leute bringt. Finanziert von der Bundesregierung.

Unke

4. Januar 2017 10:03

einen öffentlich-rechtlichen Redakteur, Ressortleiter, Programmchef oder ähnlichen Verbrecher mit Abitur gesetzt, der als erster an den prallgefüllten Fleischtopf ran darf und sich in geheimer Absprache mit den Produktionsklitschen, welche die Clips fabrizieren, die Taschen vollmachen darf.

Das ist der Cantillon-Effekt. Ursprünglich bezeichnete er die Profiteure der Geldschöpfung durch die Zentralbank, hier sind es die politiknahen Apparatschiks, die sich die Taschen vollstopfen. Hat, so nebenbei, mit der freien (a.k.a. liberalen) Marktwirtschaft, über die auf der Sezession gerne mal lamentiert wird, nichts zu tun.

Weltversteher

4. Januar 2017 10:29

Ich gebe zu, noch keinen Text von Pirincci gelesen zu haben. Dieser aber hat mich durch seine geschliffene und reiche Sprache wirklich gefesselt, womit er die Runde der hiesigen Autoren angenehm ergänzt. Und das als "Fremdsprachler"!

Weiter so!

ef

4. Januar 2017 10:41

Die beiden Jungs von LautGedacht hatten sich doch auch dort beworben, wurden aber abgelehnt. Es gibt auch aufwendigere Produktionen, wie einige vom Bohemian Browser Ballett, das hin und wieder auch etwas Kritisches herausbringt, bspw. über Sabines Nazicodes. Das rechtfertigt die Gebührenaufwendung und -verschwendung dennoch nicht.

Natürlich ist das der Versuch des Staatsfunks, sich in den Youtube-Markt einzukaufen, die bekannteren oder professionelleren der Youtuber von der Geldspritze abhängig zu machen und sich angesichts schwindender ÖR-Fernsehkundschaft die Legitimationsgrundlage zu vergrößern. Die 45 Mio. € dürfen in diesem Sinne auch als Budget verstanden werden, nicht nur 42, sondern Hunderte von Youtubern zu kaufen.

Rumpelstilzchen

4. Januar 2017 11:36

Wo bleibt eigentlich Martin Lichtmesz? Das ist doch hoffentlich kein Austausch ...

Waldgänger aus Schwaben

4. Januar 2017 11:56

Über youtube klärte mich vor kurzem einer meiner Söhne auf. Pro 1000 Klicks gibt es ca. einen Euro, wenn man eine kritische Masse von Klicks erst mal erreicht hat. Die Macher des von  Frau Sommerfeld verlinkten Videos hätten damit ca. 370 Euro eingespielt. Bei weitem nicht kostendeckend, wenn man für alle Beteiligten auch nur den Mindestlohn ansetzt. Deshalb vermute ich, die Macher gehen in Vorleistung in der Hoffung auch an die Fleischtöpfe der ÖR zu gelangen.

Pirincci danke ich deshalb für seine Recherche. Sind die ÖR erst mal gezwungen ihre Geldverschwendung zu rechtfertigen und können sie keine weiteren youtuber einkaufen, verschwindet die staatstragende Propaganda auch mehr und aus  youtube. Packen wir sie am Geldbeutel.

Linker Rechter

4. Januar 2017 12:18

Über die neuen (zwangsfinanzierten) YouTube-Kanäle (welche sich in erster Linie an ein junges Publikum richten) wird vielfach Sexismus und Rassismus verbreitet - nur halt eben in die andere Richtung.

Diese Art der Indoktrination ist für mich als ausstehenden in der Tat nur schwer zu ertragen - und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es quasi nicht möglich ist, die 215,76€ jährlich zu verweigern.

Wir werden gezwungen, unsere eigenen Gegner zu finanzieren. Und Suzie Grime sitzt dabei kiffend auf der Toilette und grinst mit ihren neuen Brüsten in die Kamera.

Otto N.

4. Januar 2017 13:02

Schön von Ihnen hier zu lesen Herr Pirinçci. 

Als "alter Sack" kannte ich bis dato dieses "Funk" noch nicht. Immer wieder erstaunlich, wie mit pseudolustiger Fassade aber hochaggressiver Manier versucht wird, die Köpfe der (jungen) Leute auf Linientreue zu bringen.

Der Vorspann zu einem Video dort:

"Germania" bietet wöchentlich einen Blick auf Deutschland: den von Menschen, die nicht hier geboren sind. Längst in Deutschland angekommene Migranten sprechen über deutsche Eigenheiten und Marotten. Das kann mal lustig, mal ernst sein.

Herr Pirinçci, bewerben Sie sich einmal bei "Funk", man wird Ihnen sicherlich in dieser Sparte genügend Sendeplatz einräumen.

Man stelle sich jetzt mal vor, dort würde folgender Text stehen:

"Germania" bietet wöchentlich einen Blick auf Deutschland: den von Menschen, die hier geboren sind. Sie sprechen über Eigenheiten und Marotten von Migranten. Das kann mal lustig, mal ernst sein.....

Völlig undenkbar, dieses Format.

Otto N.

4. Januar 2017 13:13

Schön von Ihnen hier zu lesen Herr Pirinçci. 

Als "alter Sack" kannte ich bis dato dieses "Funk" noch nicht. Immer wieder erstaunlich, wie mit pseudolustiger Fassade aber hochaggressiver Manier versucht wird, die Köpfe der (jungen) Leute auf Linientreue zu bringen.

Der Vorspann zu einem Video dort:

"Germania" bietet wöchentlich einen Blick auf Deutschland: den von Menschen, die nicht hier geboren sind. Längst in Deutschland angekommene Migranten sprechen über deutsche Eigenheiten und Marotten. Das kann mal lustig, mal ernst sein.

Herr Pirinçci, bewerben Sie sich einmal bei "Funk", man wird Ihnen sicherlich in dieser Sparte genügend Sendeplatz einräumen.

Man stelle sich jetzt mal vor, dort würde folgender Text stehen:

"Germania" bietet wöchentlich einen Blick auf Deutschland: den von Menschen, die hier geboren sind. Sie sprechen über Eigenheiten und Marotten von Migranten. Das kann mal lustig, mal ernst sein.....

Völlig undenkbar, dieses Format.

GEZ-Jungfrau

4. Januar 2017 13:27

"es quasi nicht möglich ist, die 215,76€ jährlich zu verweigern."

Doch, es ist möglich. Habe in meinem Leben noch keinen einzigen Pfennig/Cent dafür gezahlt. Halt, gelogen, 4 x Einscheiber/Rückschein musste ich für die sichere Zustellung meiner Widersprüche zur GEZ berappen.

Das Ergebnis ist ein Ordner mit lustigen Schreiben der GEZ und eine prallgefüllte Sparbüchse mit nicht gezahlten Zwangstalern.

cso

4. Januar 2017 14:10

@GEZ-Jungfrau

"Doch, es ist möglich. Habe in meinem Leben noch keinen einzigen Pfennig/Cent dafür gezahlt."

Das habe ich bis zur Einführung der sog. "Haushaltsabgabe" auch nicht. Aber wie soll das denn seither funktionieren? Wenn ich mich nicht irre, macht das System es sogar Menschen mit schwersten Behinderung fast unmöglich, sich davon zu befreien.

Linker Rechter

4. Januar 2017 14:38

Die GEZ-Diskussion wird überall geführt: Ich bin mir nicht sicher, ob das hier erwünscht ist.

Trotzdem bleibe ich dabei: Es ist nicht möglich. Kleine Einschränkung: Wenn bei Ihnen nichts zu holen ist und Sie bereit wären, in den Knast zu gehen (und zumindest so lange drinnen zu bleiben, bis die öffentliche Entrüstung sie wieder rausholt - hierzu gab es ein bis zwei Fälle in den letzten Monaten, überall nachzulesen), dann ist es möglich (Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel). Aber wer kann diese Konstellation ernsthaft wollen?

Henryk M. Broder, dessen Verweigerungshaltung hinter einer Paywal auf Welt.de beschrieben wird, kann sich das vielleicht noch leisten: Und vielleicht bringt es nochmal ordentlich Gegen-Öffentlichkeit, wenn ein dann 80jähriger Jude hinter Gittern muss - aber was soll denn bitteschön ich machen?

Es gab eine letzte Aufforderung der GEZ. Diese kam bereits nach der zweiten Zahlungsaufforderung. Hätte ich nicht bezahlt, wäre umgehend die Vollstreckung möglich gewesen, Eintrag bei der Schufa - im Zweifelsfall gäbe es also kein neuen Handy-Vertrag und auch keine Ratenzahlung bei Media Markt mehr. Verliert man hinterher vor Gericht, was sehr wahrscheinlich ist, geht man mit mehreren tausend Euro Schulden aus der Nummer raus. Super.

In der deutschen Rechtssprechung einzigartig: All diese Schreiben der GEZ gelten als zugestellt, auch wenn diese per normaler Briefpost und ohne eine Sonderleistung (wie beispielsweise Einwurf-Einschreiben) zugestellt wurden. Das hätte in keinem anderen Fall vor einem deutschen Gericht bestand. Beim Beitragsservice schon.

GEZ-Jungfrau, nachdem dieser ganze Mist mit dem Rundfunkstaatsvertrag rechtens ist (und hierzu gibt es nun wahrlich genug Urteile), haben Sie keine Chance.

GEZ-Jungfrau

4. Januar 2017 15:05

 @cso

Bis 2013 war das relativ gechillt, meine Zustimmung. Ich selber hatte entsprechende § auf meinen Briefkasten geklebt, die GEZ-Schergen verbieten, bei mir zu klingeln oder Altpapier im Briefkasten abzuladen. Geklingelt hat seither niemand mehr von denen, aber Altpapier haben Sie trotzden hinterlassen. Außerdem bin ich alle 3-5 Jahre umgezogen.

Seit der Wohnsteuer läuft das anders. Man erhält Infoschreiben, Mahnungen, Bettelbriefe, wieder Infoschreiben, dann eine Zwangsanmeldung, wieder Infosschreiben, usw, jedoch ohne feste Reihenfolge.

Irgendwann trudelt dann echte Post rein mit sogenannten Feststellungs- bzw. Festsetzungsbescheiden, welche eine Rechtsmittelbelehrung, bzw. Rechtsbehelfsbelehrung erhalten. Hier muß man adäquat und zeitnah reagieren.

Als ich seßhafter wurde und die GEZ-Schergen begannen vor meiner Haustür zu lungern, habe ich mir Rat bei gez-boykott.de/Forum geholt. Seit 2013 ist der Rat besonders kostbar.

Nebst der gesparten Taler sehe ich es als eine Bürgerpflicht, diese Scheiße nicht zu finanzieren, denn nur wenn der Geldhahn abgedreht wird, kehrt Ruhe ein. Laut meinen Infos sollen es 1,5 Mio Verweigerer geben (Qualitätsmedien) bis 4,9 Mio (alternative Medien). Will man die alle einknasten? Will man in der Früh sein Spiegelbild ertragen können?

"macht das System es ... fast unmöglich, sich davon zu befreien"

Das System macht sogar möglich, sich davon zu entledigen. Wozu gibt es Gesetze?

Und die Medienberichte über eingesperrte alleinerziehende Muttis dient nur der Einschüchterung der evtl. Wankelmütigen, soll die (gedanklich) fehlgeleiteten Schäflein wieder zurück zur Herde treiben. Dazu sucht man dich gerne die schwächsten der Gesellschaft aus und verwurschtelt das medienwirksam auf allen Kanälen (Qualitätsdingens unter Alternative) und die Panik und das Geschrei ist groß. Und genau das soll damit bewirkt werden. Keep cool.

Werkzeuge des Widerstands:

- internetfähiger Computer
- Kenntnisse der deutschen Sprache in Wort und Schrift
- Spaß an lustigem Briefverkehr mit der GEZ
- tägliche Leerung des Briefkastens (bei Abwesenheit durch Vertretung sicherstellen)
- leeres Gurkenglas zum Sparen des GEZ-Talers in bar (wirkt motivierend).

:-)

GEZ-Jungfrau

4. Januar 2017 15:43

@Linker Rechter

"Henryk M. Broder, dessen Verweigerungshaltung hinter einer Paywal auf Welt.de beschrieben wird, kann sich das vielleicht noch leisten..."

Ich kann mir das auch leisten und bin dabei nur ein 08/15-Heini. So what?

Broder hat für mich keine Dinger in der Hose. Mag daran liegen, dass er mal einen 6-Teiler für die ÖR gedreht hat, ist schon Jahre her und eigentlich vergessen, aber nur eigentlich, will man doch nicht die Hand beißen, die einen einst gefüttert hat.

Also Zustimmung darin, das Broder ein schlechtes Beispiel ist.

Rainer

4. Januar 2017 16:06

Freue mich auch, daß Akif Pirincci jetzt hier schreibt.

Ich habe den Verdacht, daß es beim ÖR schwarze Kassen und Reptilienfonds gibt, die in den Rechenschaftsberichten versteckt sind und aus denen notleidende Printmedien bezahlt werden. Es wäre eine Erklärung dafür, warum trotz Auflagen- und Leserschwund diese Medien einen so langen finanziellen Atem haben und trotzdem weiter versuchen, die Leser manipulieren und zäh das Merkel-BRD-Regime verteidigen. Bis auf wenige Ausnahmen, die den Lesern Meinungspluralität vorgaukeln sollen, sind sie alle noch weitgehend linientreu. Diese Linientreue ist möglicherweise durch verbogene "Zuwendungen" aus der GEZ-Kasse erkauft worden. Dieser ganze Sumpf gehört durchleuchtet und durch Abschaffung der Zwangsgebühren trockengelegt, was selbst für die AFD eine Herkulesaufgabe und gleichzeitig systemrelevant wäre.

Für Privatleute mag es Tricks geben, sich den Zwangsgebühren zu entziehen, für Geschäftsleute kaum, da bei Zwangsvollstreckung ein negativer Schufa-Eintrag droht mit allen negativen Konsequenzen. Eine idealistische Gruppe von mehreren hundert oder tausend Leuten, die geschlossen wegen GEZ-Boykotts  die Haft antritt und das internationale Echo darauf, würde jedoch eine Kettenreaktion weiterer Verweigerer auslösen und das Ende dieses Systems bedeuten.

Fredy

4. Januar 2017 16:08

Die GEZ-Diskussion halte ich hier zwar für nicht angebracht. Trotzdem habe auch ich noch nie bezahlt. Wenn man es mutig durchzieht verlieren die Vollstrecker irgendwann die Lust und man wird in Ruhe gelassen.

@Rumpelstilzchen

Lichtmesz schreibt derzeit an seinem neuen Buch: "... das Reich muss uns doch bleiben!". Soll im Herbst 2017 bei Antaios erscheinen.

GEZ-Jungfrau

4. Januar 2017 16:22

Danke Fredy, dann habe ich fertig. Schön, das jemand bestätigt, das es auch ohne geht.

Eduardo

4. Januar 2017 16:23

Vermutlich läuft das mit den 45 Millionen Euro nach einem ähnlichen Schema ab wie bei einer deutschen Regisseurin. Den Namen muss ich leider verschweigen; meine zuverlässige Quelle war ein inzwischen verstorbener Schriftsteller, der mit dieser schwer auf katholisch machenden Heuchlerin sexuell mal was hatte.

Sie finanzierte sich gründlich für den Rest ihres Lebens, indem sie bei der staatlichen Filmförderung zu ihren kommerziell weitgehend erfolglosen Machwerken viel höhere Honorare angab, als unter anderem die Schauspieler wirklich bekamen. Der Überschuss wanderte diskret in ihre Taschen.

Heinrich Brück

4. Januar 2017 16:57

"Lichtmesz schreibt derzeit an seinem neuen Buch: "... das Reich muss uns doch bleiben!". Soll im Herbst 2017 bei Antaios erscheinen."

Im Frühjahr 2018, soweit ich weiß. Und der Arbeitstitel ist noch nicht der Veröffentlichungstitel. Wenn die EU ein pervertierter Reichszustand wäre, müßte über die Unfähigkeit der Deutschen zum Nationalismus, im Sinne der Reichsidee nachgedacht werden.

Was würden die umkreisenden Nachbarn Deutschlands dazu sagen. Verliert Deutschland sein Reich, verliert Europa insgesamt und wird Teil der mediterranen Küstengebiete. Die Berliner Mauer würde nach Osten verschoben, dahinter Rußland den Mittelpunkt Resteuropas halten könnte. 

Für die mitteleuropäische Demokratie des Übergangs bleibt die Zukunft vorbehalten.

Abstammungsheimat und Willensnation gehen schwerlich zusammen. Solange die Abstammungsheimat der Geldnation nicht im Wege steht.

Hans-Dietrich Sander wird aus guten Gründen neu verlegt (Arnshaugk).

"Der Deutsche ist kein Nationalist": https://www.geolitico.de/2017/01/04/der-deutsche-ist-kein-nationalist/ 

Lucky Business!

 

Rohdatenhalde

4. Januar 2017 17:46

Ich hab das FUNK-Publikum unter einem politisch unverfänglichen Beitrag mit der Kosterechnung (21000 EUR/ Clip) konfrontiert.

(https://www.youtube.com/watch?v=evNd-HJpCWY)

Die Reaktionen waren:

"[..] Naja, solange ich noch keine Gebühren selber zahlen muss, juckt es mich eigentlich auch gar nicht xD Schönen Tag noch :)"

"Hauptsache wir bekommen beispielsweise was von Coldmirror zu sehen und nicht nur Helene Fischers Weihnachtsshow oder anderen Dreck den ich nie sehe, aber leider bezahlen muss"

"[..] Seitdem es Funk gibt, bin ich nicht mehr gegen die GEZ."

Eckard

4. Januar 2017 17:52

Eins vorweg: Ich hatte seit meiner Anmeldung 1993 die GEZ-Zwangsgebühr bezahlt, aber irgendwann ist mal Schluß! Nach diesem Dauerfeuer aus allen Rohren der ÖR-Propaganda gegen AfD, Pegida, Identitäre usw. hätte mir keiner von diesen schmierigen Gestalten wie Kleber, Marionetta Slomka, Reschke, Jörg wer sind Sie Schönenborn, Reschke, Halali live über den Weg laufen dürfen.

Aber dann streichen sie 2 Programme für diesen FUNK-Dreck, wo der Propagandaanteil auf nahezu 100% erhöht wurde und die Heftigkeit der Indoktrinierung erhöht auf das Potential des von den Linksgrünen verehrten "Schwarzen Kanals"

Als bei den Hinrichtungsorgien von Illner, Lanz, Blaßzwerg, Maischberger und der der Merkel willigen Anne noch dieses Burkaweib ihre Propaganda mit meinem Geld machen durfte, habe ich wie Henryk M. Broder entschieden: DIESEN DRECK ZAHLE ICH NICHT MEHR!

Rechtzeitig zum 15. November (GEZ-Überweisungstermin) habe ich den Dauerauftrag storniert, nachdem ich letztes Jahr bereits die Einzugsermächtigung bei der GEZ widerrufen habe, um ohne Vorwarnung im richtigen Moment zuschlagen zu können. Bislang kam noch keine Post, wird wohl noch. Mein Kalkül: Der erste Boykottaufruf eines Prominenten (leider nur im Bezahlteil der "Welt") wird Nachfolger wie mich finden, die irgendwann zuviele werden, daß das verhaßte Hetzsystem GEZ zusammenbricht.

Das Geld ging an Ein Prozent und zur weihnachtlichen Blockade der CDU-Terrorimportzentrale durfte sich auch die IB über 200 Euro freuen.

Und die Jungs von "Laut gedacht" sind natürlich ein wöchentlicher Pflichttermin. Also fuck den Funk!

Jürrg_Jenatsch

4. Januar 2017 19:15

Hallo Herr Pirincci, schön, daß Sie auch auf dieser Plattform schreiben. Herzlich willkommen.

ene

4. Januar 2017 20:19

@ Heinrich Brück

Welches Reich hier wohl gemeint ist, geht aus einem Lied von Martin Luther hervor. Ich zitiere die erste und die vierte (letzte) Strophe:

Ein’ feste Burg ist unser Gott,
Ein gute Wehr und Waffen;
Er hilft uns frei aus aller Not,
Die uns jetzt hat betroffen.
Der alt’ böse Feind,
Mit Ernst er’s jetzt meint,
Gross’ Macht und viel List
Sein’ grausam’ Ruestung ist,
Auf Erd’ ist nicht seingleichen.

---

Das Wort sie sollen lassen stahn
Und kein’n Dank dazu haben;
Er ist bei uns wohl auf dem Plan
Mit seinem Geist und Gaben.
Nehmen sie den Leib,
Gut, Ehr’, Kind und Weib:
Lass fahren dahin,
Sie haben’s kein’n Gewinn,
Das Reich muss uns doch bleiben.

Nordlaender

4. Januar 2017 21:39

"funk" (engl.) = 1) Schiß, Bammel, Angst; 2) feiger Kerl; 3) Drückeberger

"nerd" (engl.) = 1) Trottel, Depp; 2) Freak

"freak" (engl.) = 1) Mißgeburt, Mißbildung, Monster; ... 4) Spinner, Ausgeflippter

Seit den 1980er Jahren beobachte ich die Mode - sicherlich schon viel früher in den VSA gepflegt -, sich durch solche Selbstbezeichnungen immunisieren zu wollen. Ist Müll ("trash") denn keiner mehr, wenn man sein Produkt selber als solchen anpreist? Bietet der Massenkult der Ironie, der kein Kult ist, weil ein Kult eine Minderheitenangelegenheit ist, nicht eine wohlfeile Maskierung an?

Nordlaender

4. Januar 2017 21:42

@ Eckard

"Und die Jungs von "Laut gedacht" sind natürlich ein wöchentlicher Pflichttermin. Also fuck den Funk!" Nennt das Jungvolk heute "battle" (Schlacht), wenn Räpper der verschiedenen Lager einander "dissen" (= piesacken zu meiner Zeit). Endlich ist die politische Auseinandersetzung in der populären Kultur angekommen.

Martin S.

4. Januar 2017 23:42

"Das Reich muss uns doch bleiben." Dieser Satz baut mich heute wieder auf! ... Schnell nochmal vor die Tür und ein paar Aufkleber der IB  verbreiten...

Herzlichen Gruß!

Eckard

5. Januar 2017 00:30

Da es offenbar mehrere GEZ-Dissidenten gibt als zuerst wahrgenommen, eine einfache Frage an alle:

Ich will mich gar nicht hinter Bestimmungen verstecken, sondern dem Lügensystem in's ungewaschene Gesicht sagen, daß ich für ihre Lügen, ihre Hetze, ihren Haß gegen Andersdenkende, ihre Unfairneß, ihre Zersetzung, ihre Propaganda uns all die fettgefressenen Ungestalten, die uns da feist aus der Glotze angrinsen, nicht mehr zahle, nie mehr zahle.

Mir geht es darum, ihnen soviel wie möglich Sand ins Getriebe zu streuen, solange wie irgend möglich.

Frage: Gibt es jemanden, der sich auf sein Gewissen berufen hat und auch nur geantwortet hat "Ich zahle Euren Dreck nicht mehr"?

Andreas Walter

5. Januar 2017 01:26

Es gibt (und gab) in Deutschland (doch auch die EU und die NATO funktionieren so) schon immer auch solche Selbstbedienungsläden für Steuergelder einschliesslich der jeweiligen Regierung, und die laufen darum auch alle wie geschmiert, selbst bei Minderleistung. Kungle nennt das der Kölner, Gemauschel ist ein weiterer bekannter Ausdruck dafür. Aus diesem Grund müssen alle paar Jahrzehnte solche Organisationen auch wieder zerschlagen werden. Weil auch Privatisierung nichts nützt, solange der Geldgeber staatlich ist. In der "freien" Wirtschaft übernehmen dann allerdings die Banken, Hedgefonds und Geldverleiher diese Rolle, und haben dort darum die Macht. Allerdings auch mehr Konkurrenz als staatliche und halbstaatliche, elitäre Seilschaften.

Fredy

5. Januar 2017 21:55

@Eckard

Ja, alles beginnt damit, dass man sagt "ich will diesen Dreck nicht mehr". Alles weitere ergibt sich.

Stets frohgemut ans Werk.

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