Das war’s. Diesmal mit: gewaltverherrlichendem Sauerteig und der umfänglichen Naziszene in Frankfurt

6.1.2017 -- Klar wird jeder Anhalter mitgenommen. Ist eigentlich immer ähnlich. Immer Männer zwischen zwanzig und dreißig.

Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

Hal­ten würd ich frei­lich auch für 60jährige Frau­en, aber es ste­hen nie wel­che da. Also, fast ste­reo­ty­pes Pro­ce­de­re. Er so: „Cool von Ihnen/Dir.“ Dann: „Coo­ler Bus!“ Dann: „Echt, alles Deine/Ihre Kin­der? Cool!“ Dar­auf­hin gibt es ja dann doch meis­tens inter­es­san­te oder wenigs­tens net­te Gespräche.

Eben mein­te der Sohn, vor­ne­sit­zend, beflis­sen und lei­se zum gleich­falls vor­ne­sit­zen­dür­fen­den Anhal­ter: „Ent­schul­di­gung, aber die nächs­ten zehn Minu­ten soll­ten Sie sich lie­ber nur mit mir unter­hal­ten. Es läuft gera­de noch die Sen­dung, die mei­ne Mama immer ger­ne hört.“ Natür­lich hab ich gleich das Radio ausgeschaltet.

Der Mensch guck­te sich die drei trans­por­tier­ten Sezes­si­on-Aus­ga­ben an, die auf dem Platz vor der Wind­schutz­schei­be im war­mem Geblä­se lagen. Sohn: „Die gibt mein Papa her­aus.“ Mit­fah­rer blät­tert kurz, sagt „cool“ und fragt haar­scharf: „Und wie posi­tio­niert die sich so? Ich mein, intel­lek­tu­el­les Blatt, seh ich, aber wie genau? Ich mein, auf der poli­ti­schen Land­kar­te?“ Ich (muß mich ja kon­zen­trie­ren, ist biß­chen ver­schneit): „Kon­ser­va­tiv, würd ich sagen. Doch. Ja, deut­lich kon­ser­va­tiv. Neh­men Sie sich nach­her gern eine mit.“ Nach­her ist bald. Der Typ steigt nach 100 km aus, schenkt dem kleins­ten Mäd­chen einen Ein­horn-Anste­cker und ver­gißt sei­ne Sonnenbrille.

Dann der Sturm der Ent­rüs­tung von hin­ten. Etwas grö­ße­res Kind: „Mama!! [Gestelz­te hohe Stim­me ] ‘Kon­ser­va­tiv, würd ich sagen!’ Mann, Mama! So einem würd‘ ich doch immer sagen: knall­rechts, Oppo­si­ti­on!“ – „Ach, wür­dest Du? Hm. Ich bin da immer har­mo­ni­scher ver­an­lagt. Grad auf der Kurz­stre­cke. Wozu dann gro­ße Dis­kus­sio­nen anzetteln?“

Toch­ter: „Nimm dir mal ein Bei­spiel an R. Der war letz­te Woche auch unter­wegs und hat zwei Anhal­te­rin­nen mit­ge­nom­men. So Dre­ad­lock­mäd­chen. Die haben ihm gleich eine Refu­gee-Dis­kus­si­on aufs Ohr gedrückt. Da hat er ordent­lich Kon­tra gegeben.“

Ken­ne Freund R. Guter Typ. Sehr höf­lich, zumin­dest uns Erwach­se­nen gegenüber.

„Und?“ – „Da haben die Tus­sis gesagt, daß sie unter die­sen Umstän­den nicht mehr wei­ter mit ihm fah­ren wol­len!“ – „ Und?“ – „Na, dann hat er ange­hal­ten und sie raus­ge­las­sen.“ – „Na, toll. Und?“ – „Auf dem Rand­strei­fen. Sofort.“ Gut – das ist wirk­lich was.

– – – – –

7.1.2017 – Antai­os im Deutsch­land­ra­dio! Immer­hin, Flo­ri­an Felix Weyh hat Kubit­schek „bespro­chen“, mit­hin ein Radio­mensch, den ich gene­rell sehr schät­ze. Weyh hat Kate­go­rien und einen gewis­sen Geschmack. Bei Mode­ra­to­rin Mai­ke Albath hin­ge­gen wun­de­re ich (was heißt “ich“: sie wird fami­li­är seit je gern per­si­fliert) mich immer schon dar­über, wie man wirk­lich jedes „e“ als „ä“ aus­spre­chen kann, gra­de als Radiomänschin…

Ist jeden­falls schon ulkig (grad, wenn man ihn per­sön­lich näher kennt), einer­seits von Kubit­schek zu lesen und ande­rer­seits über ihn zu hören. Fin­de den Unterschied!

– – – – –

8.1.2017 – Die Zei­ten, da wir uns sonn­tag­abends (man­gels eige­nem Fern­se­hen und wg. schlech­ter Inter­net­ver­bin­dung) bei unse­rer 83jährigen Mie­te­rin zwecks Tat­ort-Gucken ein­ge­fun­den haben, sind lan­ge vor­bei. War ja doch nur Zeit­ver­schwen­dung. Heu­te habe ich mal wie­der rein­ge­schaut. Gebe zu, aus rei­ner Eitel­keit. Man hat­te mir durch­ge­stellt, daß eine ZEIT-Jour­na­lis­tin geschrie­ben hat, daß sie nach der Tat­ort-Schau träu­men werde:

Von der blon­den Nazi­frau, sor­ry, von der “intel­lek­tu­el­len Rech­ten” Julia­ne, wie sie Vera in der Dis­co umarmt und dabei so aus­sieht wie die jun­ge Ellen Kositza, die Ehe­frau vom rech­ten Vor­den­ker Götz Kubit­schek, der, fällt mir gera­de auf, so heißt wie sonst die Klein­kri­mi­nel­len im Tatort.

Naja. So oder ähn­lich hab ich nie aus­ge­se­hen. Egal. War ohne­hin wie­der Zeit­ver­geu­dung, und zwar nicht nur wegen des ideo­lo­gi­schen Ver­blen­dungs­zu­sam­men­hangs, son­dern weil die gan­ze Geschich­te stüm­per­haft und mit Län­gen erzählt war. Regis­seur: Mar­kus Imbo­den. Wie ich gleich ergoog­let habe, ist die­ser dick­li­che Herr der Lebens­ge­fähr­te von Mar­ti­na Gedeck. Das hat mich wie­der ent­täuscht. Die Gedeck emp­fand ich immer als Dame mit Klas­se & Geschmack, und als sie neu­lich im Deutsch­land­funk irr­lich­ternd davon rede­te, daß „uns“ die „Demo­kra­tie ja eigent­lich über­ge­stülpt und ver­ord­net“ wur­de, fand ich sie um so interessanter.

Aber gut, geht ja um den Kri­mi. Ich fas­se nur eini­ge Ver­satz­stü­cke zusam­men: Frank­furt (ein biß­chen kenn ich mich da aus, daher mein Lächeln) hat eine beacht­li­che rechts­ra­di­ka­le Club- und Par­ty­sze­ne. Klar.

In Alt-Sach­sen­hau­sen wer­den Frau­en zusam­men­ge­schla­gen, genau­er: eine jeme­ni­ti­sche jun­ge Frau, die nur des­halb nachts unter­wegs ist, weil sie Poli­zis­tin wer­den und dem deut­schen Staat behilf­lich sein will. Klar!

Täter: drei Deut­sche mit bay­ri­schem Dia­lekt. Tat­mo­tiv: rei­ner Ras­sen­haß! Klar!!!

Und ganz gefähr­lich: eine mör­de­ri­sche Frank­fur­ter Grup­pe, bestehend aus intel­lek­tu­el­len rech­ten Frau­en, die ideo­lo­gisch den vom Ver­fas­sungschutz beob­ach­te­ten Iden­ti­tä­ren „Kon­gru­en­ten“ nahe­ste­hen. Und die sind so hoch­tra­bend intel­lek­tu­ell, daß sie kei­ne bösen Wor­te ver­wen­den wie all die­se offen gewalt­af­fi­nen Frank­fur­ter Club­gän­ger, son­dern hoch­aka­de­mi­sches Voka­bu­lar ver­wen­den wie „eth­ni­sche Ver­mi­schung“, die es zu ver­mei­den gelte.

Am Tat­ort-Ende sind die mord­lüs­ter­nen rech­ten Ladies natür­lich fein raus. Die sind so bös-geschickt, daß man ihnen nicht auf die Schli­che kommt. Statt­des­sen wird ein irre inte­gra­ti­ons­lüs­ter­ner Afgha­ne fest­ge­nom­men. Sein ein­zi­ges Ver­ge­hen: Er hat getan, als wäre er ein Syrer.

Freun­din K. schrieb mir gleich: „Ist doch toll!!! Wet­ten, daß so ein durch­ge­knall­ter, welt­frem­der Kri­mi gleich für ein Pro­zent mehr Pro­test­wäh­ler sorgt??“ Ver­mut­lich über­schätzt sie das Publikum…

Außer­dem mail von Freund M.: “Tja, die Nazis in Ffm und OF. Aller­or­ten lau­fen sie her­um, aber per­fekt getarnt, dass man sie gar nicht erkennt. Wäre so, als wür­de man einen Film 1944 in Ber­lin spie­len las­sen, in dem bru­ta­le Juden-Gangs unbe­schol­te­ne deut­sche Omas ver­prü­geln und die SS-Leu­te, die das zufäl­lig mit­be­kom­men, sich nicht trau­en einzuschreiten.”

– – – – –

9.1.2017 – Die ers­ten 20 Jah­re mei­nes Lebens war ich Kon­su­ment. Danach, also mit dem ers­ten Kind, begann die Selbst­mach­pha­se. Die ältes­ten bei­den Töch­ter haben die kras­ses­ten Aus­wüch­se noch mit­ma­chen müs­sen. Da gab es als Erst­nah­rung nach Brust­ent­wöh­nung pürier­te und selbst­ge­pflück­te Bren­nes­seln und sowas. Und wenn in der Krab­bel­grup­pe Weiß­mehl­pro­duk­te gereicht wur­den , hat­te ich eine gesun­de Alter­na­ti­ve in der Hand­ta­sche parat.

Heu­te fin­de ich, daß ein gewis­ses Aus­maß an Wohl­stands­pro­duk­ti­on eine pro­ba­te Imp­fung ist. Typen mit orthor­exi­schem Gesund­heits­fim­mel sind mir mitt­ler­wei­le eher suspekt. Vega­ne Gäs­te unse­res Hau­ses bspw. müs­sen mit Läs­te­rei­en rech­nen. Genau wie der gute Freund D., der sei­ne „Würst­chen“ nicht mehr anrüh­ren woll­te, weil sie mit ech­ten Würs­ten auf einem gemein­sa­men Grill zu lie­gen kamen.

Einer­lei, unser Brot backe ich seit 20 Jah­ren selbst. Der Sauer­teig muß­te in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten nur drei­mal neu ange­setzt wer­den. Die bes­te Freun­din S. backt nun seit eini­ger Zeit kon­kur­rie­rend Esse­ner-Brot. Hat nichts mit der Stadt Essen zu tun, son­dern mit der jüdi­schen Grup­pie­rung. Trotz aller Vor­be­hal­te (orthor­exi­sche Aus­wüch­se betref­fend, natür­lich) mun­det die­ses Brot wirk­lich vor­treff­lich. (Gera­de keimt hier bei uns aller­lei Korn über der Badewanne.)

Nun hat­te ich mit S. einen klei­nen Dis­put über Sauer­teig. S. schrieb: „Sauer­teig hat schon ver­lo­ren! Wenn ich mir erst­mal das durch­le­sen muß!!!“ Näm­lich die Prä­am­bel im Sauerteigforum:

Der Sauer­teig – das unbe­kann­te Wesen

Die Leser unse­res Forums stam­men aus allen Län­dern und gesellschaftlichen
Hin­ter­grün­den. Sie haben ver­schie­de­ne Welt­an­schau­un­gen und Reli­gio­nen. Es ist
selbst­ver­ständ­lich für uns, dass die­ses Forum völ­ker­ver­bin­dend und mit­mensch­lich ist.
Radi­ka­le und men­schen­ver­ach­ten­de Ansich­ten wer­den wir des­halb nicht dulden.

Mei­ne Güte. Und das im höchst­welt­li­chen Sauer­teig­fo­rum. Ich wer­de mei­nen nächs­ten Sauer­teig sym­bo­lisch vol­ler Men­schen­ver­ach­tung und extra radi­kal kneten!

Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

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Kommentare (45)

Dina

9. Januar 2017 14:18

Nicht nur Sauerteigforen sind bunt, auch mittels Car Sharing werden wichtige Zeichen gesetzt, grundsätzliche Botschaften verlautbart und sehr klare Statements abgegeben:

https://www.teilauto.net/carsharing/neuigkeiten/beitrag/aenderungen-von-agb-und-preisliste-bundesweiter-tarif

Es wäre ja auch zu absurd, wenn man eine Dienstleistung ohne Gesinnungsauflagen in Anspruch nehmen könnte.

H. M. Richter

11. Januar 2017 10:20

Wieder einmal ganz wundervoll ... 

Vielen Dank !

___________________________________

 

"Der Sauerteig - das unbekannte Wesen" [s. o.]

So unbekannt war und ist das Wesen des Sauerteigs allerdings nicht.

Er, der schon sehr früh in der Menschheitsgeschichte für die Gärung für Brot genutzt wurde, steht - biblisch gesehen - letztlich für das Wirken des Bösen ... 

So stellt er beispielsweise auch im Gleichnis vom im Mehl verborgenen Sauerteig das Böse dar, weil er auf geradezu heimtückische Weise die gesamte Masse, mit der er vermischt wird, durchdringt und verdirbt ...

Vorsicht im Sauerteig-Forum scheint also durchaus geboten zu sein.

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Beste Grüße an R.

Auch standstreifliches Bremsen will gelernt sein !

 

Weserlotse

11. Januar 2017 11:22

Ja, der Tatort. Herzhaft gelacht hab ich bei dem Satz der Kommissarin: "Aber Sie sind doch ein junger Mensch, Sie müssen doch offen sein".  Die Autoren, die ihrer Protagonistin diesen Satz in den Mund gelegt haben und denen der ihm wie bei der Aufforderung "Sei spontan" innewohnende Selbstwiederspruch gar nicht auffällt, entblößen damit ihre ganze Unfähigkeit, andere Sichtweisen auch nur im Ansatz zu begreifen. Aus der vermeintlichen Offenheit dünstet autoritäres Denken. Auch lustig fand ich den Polizisten, der in die "Nazi-Disko" geht und in geradezu rührend täppischer Art seinen Nachbarn fragt, ob sie, also seine Zielperson, sich auch richtig "für die Sache" einsetze ... Also nein, hier schreiben Leute über ein Milieu, das sie nicht kennen und von dem sie keine Ahnung haben, und damit sagt dieses Machwerk über seine Schöpfer mehr aus als über irgendwen sonst.

Th Wawerka

11. Januar 2017 11:59

Und, hat er die Sezession mitgenommen?

Kositza: Hat er vergessen. Hab ihn dann auch nicht noch mal erinnert. Hätt er sicher eh nicht cool gefunden.

deutscheridentitärer

11. Januar 2017 12:28

Trotz der grotesken Lächerlichkeit des Tatorts konnte ich nicht drüber lachen. Dafür waren die Lügen und Verdrehungen dann doch zu dreist und schamlos.

Drei bayrische Rechte verprügeln/belästigen eine (Möchtegern-)Hilfspolizistin?! Das kann eigentlich nur als subversiv-satirische Pointe verstanden werden. Da es das aber nicht zu sein scheint ... 

Immerhin kann ich mir nicht vorstellen, dass sich jemand, der nicht eh unrettbar der Multikultiideologie  vverfallen ist, sich von diesem Werk nicht völlig verarscht fühlt. Insofern kann man das sicher als "letzte, verweifelte Rettungsversuche des Establishment" betrachten. Aber fürs erste erschrickt man doch von der offen zur Schau gestellten Dummheit und Bereitschaft, sich die Welt anscheinend grenzenlos zurechtzubiegen.

Tobias

11. Januar 2017 12:54

Wieder wundervoll geschrieben, hat mich sehr erheitert, herzlichen Dank! Die Anhalter Geschichte und die Präambel des "Sauerteigforums" haben mir gut gefallen. Gruselig fand ich den Antaios "Verriß" im DLRK, habe mir das MP3 angehört. Da schwadroniert der Kriegsdienstverweigerer Weyh (war mir 99% sicher, aber habe ich extra nochmal recherchiert) im ersten Zitat über Dinge, die ich selbst als "junger Soldat" 1995 genau so erlebt habe, und auch später die Enttäuschung über genau diese "Verbeamtung mit Schützenschnur", wie Kubitschek sie beschreibt. Es ist eben auch alles eine Frage der persönlichen Wahrnehmung. Aber was Weyh da "absondert", auch, als er sich über die "Spurbreite des schmalen Grades" echauffiert ... das wäre vielleicht im Sauerteigforum in der SPAM-Ecke besser aufgehoben gewesen!

Tatort-Fernsehzuschauer

11. Januar 2017 13:09

Am Sonntag, den 08.01.2017 wurde in der Flimmersyn...äh...auf ARD mal wieder ein Tatort („Land in dieser Zeit“) ausgestrahlt. Jene Zuschauer, die mit absolut gar keinen Erwartungen auf Spannung, Dramaturgie, Logik, Ethik, Würde und Glaubwürdigkeit an diesen Film herangingen, wurden auch nicht enttäuscht. Für alle anderen war es an der Zeit, die Kotzeimer hervorzuholen.

Die Gutmenschen-Programmzeitschrift „TV Movie“ lobt das antideutsche Machwerk wiefolgt: „Dieser Flüchtlings-Tatort lebt von den Charakteren, Überraschungen und absurder Komik; aktuell und sehr spannend.“

Charaktere? Überraschungen? Komik? Spannung? Nichts davon entspricht der Wahrheit. Die Charaktere waren durch die Bank holzschnittartig gezeichnet und entbehrten jeglicher Schauspielkunst. Komik kam allenfalls unfreiwillig auf und ein stimmiger Handlungsablauf war zu keiner Zeit erkennbar. Viele Nebenstränge des Films endeten im Nirgendwo. Darf man nun die „TV Movie“ wegen Verbreitens von Fake News verklagen?!

Inhaltlich ist zu sagen, daß in Frankfurt/Main in einem durch einen Molli abgefackelten Friseursalon die verkohlte Leiche einer Azubine, Melanie, gefunden wird. Die beiden überaus blassen Kommissare Frau Janneke und Herr Brix machen sich an das Werk, den Täter zu ermitteln.

Melanies Kollegin, Vera, bringt die Ermittler auf die Spur zu einem vor der Ladenzeile herumlungernden Drogendealer aus dem Senegal. Merkels Gäste at work, sozusagen.

Ein flüchtender schwarzer „Facharbeiter“ aka Drogenhändler wird nach seiner Flucht mit zur Wache und zum Verhör mitgenommen. Dieser steht im dringenden Verdacht, aus Rache einen Brandsatz in den Laden geworfen zu haben, weil er vorher von den beiden Friseurinnen Melanie und Vera beim Drogenverkauf in flagranti erwischt und des Platzes vor dem Ladenlokal verwiesen wurde. Dort auf der Polizeiwache stellt sich dieser noch dümmer als er ist und spielt das sattsam bekannte „Ich schwarz – ich nix verstehen“-Spielchen. Hier spielt der Kommissar Brix – gewollt oder ungewollt – den Vollidioten, der dem Dealer voll auf den schwarzen Leim geht.

Man fragt sich unwillkürlich, ob das auch in der Realität so abgeht und sich deutsche Polizisten so derart von Asylanten auf der Nase herumtrampeln und für blöd verkaufen lassen und deren Spielchen auf der ausgebreiteten freiheitlich-demokratischen Spielwiesendecke des vermeintlichen Rechtsstaates brav mitspielen. Falls ja, dann Gute Nacht, Deutschland.

Im Laufe des Films stellt sich heraus, daß der Drogen vertickende Schwarze nicht für den Brandanschlag verantwortlich war. Er wird dann vom Behördenleiter unterwürfigst in die Freiheit entlassen. Wahrscheinlich bekommt er auch noch eine Abfindung für die U-Haft-Zeit. Die Tatsache, daß er Drogen verhökert und dies strafrechtlich nicht völlig irrelevant ist, selbst im multikulturellen Frankfurt/Main wohl noch nicht, spielt keine Rolle. Er darf weiter seinen „Geschäften“ nachgehen.

Wer für den Brandanschlag verantwortlich war, kann sich jeder, der schonmal eine Multikulti-Anti-Rechts-Propaganda-Sendung des BRD-Staatsfernsehens ertragen hat, problemlos im Schlaf ausmalen.

Na klar, es waren die ach so „bösen Neonazis“. Was Wunder. Eher gefriert die Hölle und kreist die Sonne um die Erde als das in einem Tatort mal der Rechte nicht der Täter ist und der Ausländer mal nicht entweder das unschuldige Opfer oder der liebenswerte und herzensgute edle Helfer, Beschützer und Wohltäter. So wie auch in diesem Tatort. Nur diesmal haben sich die roten ARD-Hetzer schier überboten, das bekannte unterirdische Niveau dieser Heile-Welt-Multikulti-Seifenopern nochmal massiv zu unterbieten.

Natürlich treffen sich die im Filmchen völlig unterbelichteten Rechten alle an einem Arbeits-Wochentag mittags in einer Kellerspelunke, in der hämmernde Heavy-Metal-Mucke gespielt und in den Ecken herumgevögelt wird. Ein eingeschleuster Polizeispitzel macht den Anfangsverdacht eines der Rechten, dies könne ein falscher Fuffziger sein, mit einem schnapsseligen „Heil Hitler!“ bei erhobenem linkem Arm sofort zunichte. Die dummen Rechten plaudern alles an Infos diesem ihnen völlig Unbekannten natürlich sofort brühwarm aus. Oh Mann. Herr, laß‘ Hirn vom Himmel fallen!

Auch die Vernehmung der Vera, die unter den Einfluß von intellektuellen Rechten geraten ist, unschwer auszumachen als „Identitäre Bewegung“ (im Film als „Die Kongruenten“ bezeichnet) ist an Infantilität und linkem Holzhammer-Gutmenschentum nicht mehr zu überbieten. Die Kommissarin scheint wohl weniger daran interessiert, einen Mord aufzuklären als der vermeintlichen Rechten – und unisono den wenigen BRD-Fernsehzuschauern, die bis dahin noch nicht abgeschaltet haben – Staatsbürgerkunde aus linksradikalster Sicht zu erteilen.

Und natürlich wohnt der Ermittler Brix zur Miete bei einem bolschewistischen Flintenweib mit grellrot gefärbten Haaren, gespielt von einem transsexuellen Angehörigen eines der rund 4.000 Geschlechter, das dem Gender-Wahn befallene Kulturmarxisten neuerdings entdeckt haben wollen. Wir normalen Menschen, die weiterhin nur zwei Geschlechter kennen, kommen jedoch beim Anblick dieses roten Gutmenschen-Hominiden-Weibchens „Fanny“ nun doch ins Grübeln, ob es nicht vielleicht doch noch ein drittes Geschlecht geben könnte, nämlich das linksgrünversiffte Scheißhaufenmenschlein.

Aber vielleicht tun wir der linken Hominidentante auch Unrecht. (Nur fürs Protokoll: NEIN, tun wir nicht!) In sämtlichen Besprechungen dieser Tatort-Folge in den linksliberalen Mainstreammedien ist nämlich die Tatsache völlig unbeanstandet geblieben, daß diese in einer „Flüchtlings“-Hilfsorganisation tätige „Dame“ mal so eben eine Handvoll Araber und Schwarze zu sich nach Hause einlädt und sie dort hausen läßt.

Scheint in diesen Kreisen wohl völlig normal zu sein, schließlich sei das Asylbewerberheim hoffnungslos überfüllt. In dieser bunten Parallelwelt gibt es keine Asylanten als Vergewaltiger, U-Bahn-Schubser, Mörder, Schläger, Antänzer, Sozialbetrüger – nein, hier wird den ganzen Tag lang nur „Kumbaya“ gesungen, alle sind höflich, kochen lecker und jeder hat den anderen gaaanz doll lieb. In was für total abgeschotteten Filterblasen leben die Macher solcher postfaktischen Multikulti-Machwerke eigentlich?!

Selbst als die Polizei einen der Asylbetrüger, der sich als Arzt oder Lehrer aus Syrien ausgegeben hat, in Wirklichkeit aber Afghane ist, mitnehmen will, echauffiert sich die rote Kampflesbe „aber Afghanistan ist doch auch kein sicherer Drittstaat“. Nee, in manchen dortigen Landesteilen vielleicht nicht, aber auf dem Landweg nach Deutschland ist der Scheinasylant durch zahlreiche sichere Drittstaaten gekommen; einfach mal Art 16a GG (Grundgesetz) lesen.

Und überhaupt, daß ein angeblich politisch Verfolgter tatsächlich um den halben Erdball reist, um im Milch-und-Honig-Land Deutschland Asyl zu beantragen und nicht eher vielleicht in einem seiner Kultur und Religion viel näheren Nachbarland (oder den sicheren Landesteilen, die es auch in Afghanistan gibt), nein, so etwas kommt den dummen Gutmenschen nicht in den Sinn. Was für ein linksextremes Rührspiel; pfui Deibel!

Andererseits könnte es aber auch sein, daß die Programmmacher in Wahrheit verkappte Patrioten sind, die die Zuschauer für die nationale Sache gewinnen wollen, indem sie das Pro-Asyl-Gefasel dermaßen übertrieben auf die Spitze treiben, das auch der gutmeinenste Bahnhofsklatscher und Willkommenstrottel zum Grübeln gebracht wird.

Dieses ganze schmierige, widerliche, von unseren GEZ-Gebühren zwangsfinanzierte Hetzfilmchen ist ein Paradebeispiel, wie insbesondere die in Nibelungentreue zur Umvolkung und Überfremdung stehenden Lügensender ARD und ZDF, aber natürlich auch alle anderen TV- und Rundfunksender, den lieben langen Tag Haß, Hetze und Lüge gegen alles, was sie für rechts, völkisch und national halten, über den Äther strahlen.

Verweigert ihnen die Gefolgschaft, macht ihre Lügen öffentlich, bekämpft sie!

Nordlaender

11. Januar 2017 13:29

Keine Menschenseele zu sehen auf dem Spielplatz. Der eine Bub zum anderen: "Boah, der ist ja voll leer."

Schwupps ging es mit den Schaufeln in den Sandkasten. Die Knaben waren später sehr stolz auf die kuhle Kuhle, die sie ausgebuddelt hatten. Schöner kuhler Artikel von Ihnen, Frau Kositza! 

Kositza:Wobei Sie da deutlich kühler veranlagt sind als meine Weingkeit. Gehöre zu den Menschenseelen, die das "Draußen" grad eher meiden. Ich: "Ah, Ihr wollte Schlittschuhlaufen gehen? Na viel Spaß, ohne mich." Kub. 10 min später: "Waaas? Auf den Teich bei Tauwetter??" Dann wurde gerannt & gerettet.. Was finden Jungs eigtl. daran, mit dem Fahrrad auf dem Eis rumzumachen? Warum nur Jungs? Gleichstellungsbeauftragte?

der Gehenkte

11. Januar 2017 13:35

Synchronizität der Ereignisse - Trampen ist eine ideale Form der kurzen und intensiven Auseinandersetzung: man kann nicht fliehen, beiderseits!

Die Parallelaktion: Trampen in die Wahrheit

Herr k.

11. Januar 2017 13:59

Ja, es ist von äußerster  Bedeutsamkeit, dass in den luftigen Löchern des Sauerteigbrotes ein Klima der Offenheit herrscht. Nur so können ungehindert allerlei Keime für deren Zersetzung sorgen...höchste Zeit für neue Brote!

McPomm

11. Januar 2017 14:17

"Wäre so, als würde man einen Film 1944 in Berlin spielen lassen, in dem brutale Juden-Gangs unbescholtene deutsche Omas verprügeln und die SS-Leute, die das zufällig mitbekommen, sich nicht trauen einzuschreiten."

- Die bildliche Vorstellung sorgt echt für einen Lachkrampf.

Caro

11. Januar 2017 14:50

Nun sperren Sie doch endlich die ,,Naja", die Giftschlange, ein und lassen Sie sie nie wieder heraus. Sie gehört nicht in unsere Breiten. Na ja, Sezession eben.

Kositza: Echt?? Meine Bildungslücke. Eine Klassenkameradin hat ihr Kind so benannt, hab mich schon gewundert. Naja. Und: Ja, mich nerven so Redewendungen auch oft, selbst meine eigenen.Werde mich bemühen, aber...

destijl

11. Januar 2017 16:04

Unterhaltsame Rezension des Tatort-"Krimis": https://medium.com/@radikalemitte/land-in-dieser-zeit-fde8f0732f0f

Man muß immerhin zugestehen, dass die Presse diesen Quatsch diesmal nicht durchgehen lassen hat. Es gibt Hoffnung, dass die GEZ-finanzierte Propaganda in Zukunft, wenn schon nicht der Wahrheitsfindung dienen, so doch zumindest etwas raffinierter und unterhaltsamer lügen wird.

ef

11. Januar 2017 16:29

Ich habe ja nun schon hunderte Mitfahrer*innen (natürlich innen und nicht außen!) mitgenommen, meist Student*x, auch Rastabelockte, und oft haben wir über gesellschaftspolitische Themen debattiert, im Großen und Ganzen Übereinstimmung und Konsens gefunden, ohne daß ich mich hätte verstellen müssen, obschon ich mal von mir persönlich Unbekannten öffentlich als N... veroutet und denunziert wurde.

Auch über die "krassesten Mitfahrererlebenisse" redet man. Einer meinte mal gegen Ende der Reise, er wäre bei einem "mit Thor-Steinar-Aufkleber" mitgefahren. Aber der wäre sogar nett gewesen, aber eigentlich solle man bei so einem gar nicht mitfahren. Vielleicht hätte ich mich ihm doch noch öffnen sollen?

Eine Studentin erzählte freudestrahlend, wie sie Refugees ihre Stadt zeigt, das wären ja tolle Leute. Antwort: "Ich find's bloß schade, daß die agilsten, flexibelsten und dynamischsten kommen. Besser wäre es doch, wenn die hungernden Kinder und gebrechlichen Alten auch kämen, aber von den 2 Milliarden Bedürftigen aus der Dritten Welt kämen die es wohl zuletzt. Eigentlich müßten wir alle 2 Milliarden aufnehmen. Wird zwar eng in der BRD, aber wir schaffen das!" Danach hat sie nicht mehr herumgeprahlt, sondern vergrübeltes Schweigen bevorzugt.

Der TATORT war übrigens Schwarze Propaganda. Da die Macher nicht Partei für die Identitären ergreifen können, ohne sich politisch inkorrekt zu kontaminieren, persiflieren sie die herrschende Propaganda bis zur Kenntlichkeit. Die politisch-korrekte Entrüstung über Sellners Reaktion in seinem Vlog geht auch so:

Es ist unfaßbar, daß der Kopf dieser vom hl. St. Verfassungsschutz überwachten „Konträren“ unserem geliebten Staatsfunk Lügen unterstellt. ... Aus Protest gegen die konträren Tatortleugner, alkoholisierten Muslim*innenbegrapscher, rassistischen Friseusenmörder und raffinierten Milchmädchenverführer rufen wir alle Menschen dazu auf, Zivilcourage zu zeigen und heute Abend ab 18 Uhr ARD oder ZDF einzuschalten und den Fernseher ans Fenster zu stellen, auf daß das dunkle Land in dieser Zeit hell von der Wahrheit erleuchtet werde!

Stil-Blüte

11. Januar 2017 16:53

Da die Bäckereien heutzutage häufig Mischbrote statt reine Sauerteigbrote anbieten, habe ich bei der Verkäuferin extra ein Sauerteigbrot bestellt. Antwort: 'Haben wir nicht. Wir backen keine Brote mit saurer Milch.' So viel zu 'Der Sauerteig - das unbekannte Wesen'.  

Wie viele traditionelle Produkte haben ihr Verfallsdatum im Volk schon längst überschritten. Bevor sie ganz auslaufen, laufen die Spitzenköche noch einmal auf, dann verschwinden sie für immer.

Was für einen Aufwand ichbetreiben mußte, um in diesem Jahr zu Weihnachten für 'Schlesisches Häckerle' zu ganz normalen Salzheringen zu gelangen!

Per Anhalter - war bis Anfang der 80er für Mädchen/Frauen/Studentinnen noch gang und gäbe. Ich jedenfalls habe es durch ganz Europa bis nach Südfrankreich gewagt. Dort allerdings bin ich zum erstenmal in meinem Leben auf einem Bahnhof von Arabern, als es diesen Ausdruck noch gar nicht gab, 'angetanzt' und beklaut worden.  Bis dahin wußte ich nicht, was Klauen bzw. Beklauen eigentlich für einen persönlich bedeuten könnte, kannte es nur als sakrosanktes Gebot: `Du sollst nicht stehlen.' Heute ist der (Taschen-)Diebstahl/Einbruch Normalität geworden. Teufel noch mal!

Ihrem lebendigen Bericht, Ellen Kositza, wie immer, beide Daumen hoch!

joe kosmann

11. Januar 2017 17:56

Betreff Thema ANhalter: Sollte ihre Tochter immer noch den Wunsch hegen durch die arabische Welt zu reisen empfehle ich Jordanien. der dortige Mukabarat ist allgegenwärtig und die Menschen unglaublich freundlich und hilfsbereit. Hab ne freundin besucht die dort an der uni gearbeitet hat. sie ist auch viel alleine rumgereist und hatte eigentlich nie probleme. ich selber bin mit sammeltaxies einmal quer durchs LAnd gefahren (kostet fast nichts die touristenbusse sind aber auch günstig). einfach nicht zu freizügig anziehen und einen großen Bogen um die Flüchtlignslager machen. bin dann noch nach israel weitergereist da kann man dann auch per anhalter fahren.

marodeur

11. Januar 2017 18:00

Die ersten beiden Annekdoten haben viel mit einander gemein. Der Tatort erreicht mit Sicherheit mehr Menschen, als jedes Nachrichtenmagazin. Man muss sich nicht wundern, wenn Menschen ohne politisches Interesse (also die Mehrheit) uns meiden wie der Teufel das Weihwasser.

Meine Frau zwingt mir jeden Sonntag diesen Tatort auf. Wobei es für gewöhnlich eine klare Rollenverteilung zwischen uns gibt. Ich schaue aller paar Minuten vom Klapprechner auf und beschwere mich über die wenig subtile politische Botschaft und die miserable Qualität. Sie regt sich über meinen Einspruch auf und verlangt Stillschweigen. Diesmal mußte ich nichts sagen. Es reichten ein paar mürrische Blicke in ihre Richtung. Sie konnte nur noch den Kopf schütteln und mit den Schultern zucken.

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"Ich bin da immer harmonischer veranlagt. "

Wer kann es Ihnen verübeln. Ein rechtes Bekenntnis ist bestenfalls ein direkter Aufruf zum Streit. Habe auch schon erlebt, dass Gesprächspartner schockiert aus dem Restaurant flüchten, obwohl ich gleich insistiert habe, dass ich seit jeher ultrakonservativ bin und dass ich meine Minderheitsmeinung gerne für mich behalte. Ich nehme an, dass diese wütenden Reaktionen einen etwas unbeholfenen Akt von Zivilcourage darstellen, der ja immer allerorten gefordert wird.

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Auch wenn sich jetzt der Sauerteig schon von Ihnen distanziert, bleiben Ihnen wenigstens noch Ihre radikalen menschenverachtenden Stammleser. Ich freue mich jedenfalls schon auf die nächste Ausgabe von Das war's.

Auch ein Frank

11. Januar 2017 18:23

Hier ist eine sehr gute Rezension zu dem "volkspädagogischen" Tatort:

https://medium.com/@radikalemitte/land-in-dieser-zeit-fde8f0732f0f#.hrtii4f01

Auf eulenfurz.wordpress.com findet sich der Artikel zudem, in einer sprachlich überarbeiteten Form.

Trouver

11. Januar 2017 21:00

Leviathan und seine Agitprop haben, glücklicherweise, alle Möglichkeiten der gewaltfreien Bekämpfung der Wahrheit erschöpft. Man liest im Netz immer ein und dasselbe, im Endlosschleifemodus: die nazis zerstreiten sich, die nazis sind lächerlich, die nazis sind widerlich, die nazis zerstreiten sich. Mehr geht den Inkongruenten nicht aus.

11. Januar 2017 21:08

Der Gehenkte

"Synchronizität der Ereignisse - Trampen ist eine ideale Form der ku"rzen und intensiven Auseinandersetzung: man kann nicht fliehen, beiderseits!" Deshalb habe ich im Alter von 11, 12 meine Eltern bei einer Autobahnfahrt sozusagen etwas genötigt, mich sexuell aufzuklären. Köstlicher Spaß!!!

Obi Wan Kenobi

11. Januar 2017 21:19

Selbst Oliver Jungen hat in der FAZ in seiner Rezension "Hoch auf dem moralischen Wagen" ein vernichtendes urteil über den Film gefällt, dieser sei nämlich gar kein Krimi, sondern schlicht ein Kommentar. Und weiter: "So sehr ist der Film mit dem Heraufbeschwören der düsteren Atmosphäre zwischen „Lügenpresse“-Vorwürfen und brennenden Flüchtlingsheimen beschäftigt, dass dabei jede erzählerische Leichtigkeit verlorengeht. (...) Haltung allein aber macht noch keinen guten Film. Verzichtet einfach aufs Belehren!"

Ich muß sagen, dass ich besonders enttäuscht war, weil ich den letzten Frankfurt-"Tatort" ("Wendehammer"), bei dem ebenfalls Markus Imboden Regie führte, als ziemlich großen Wurf und eine der besten "Tatort"-Folgen des vergangenen Jahres empfand: Eine surreale Krimikomödie, die viel zurückhaltender erzählt war als die Schenkelklopfer-Stücke aus Münster, und gleichzeitig eine spannende Kriminalgeschichte über die Antiquiertheit des Menschen angesichts der heraufziehenden Industrie 4.0. Echt etwas für Film-Feinschmecker - und jetzt diese üble Polit-Kolportage! Offensichtlich fühlen sich auch begabte Künstler im derzeitigen Meinungsklima dazu verpflichtet, eine Art "Gesinnungsdienst" abzuleisten. Schade!

Nemo Obligatur

11. Januar 2017 22:28

Den Tatort schaue ich schon seit Jahren nicht mehr. Irgendwer nannte den mal "Schulfernsehen für Erwachsene". Das ist ja noch milde ausgeedrückt. Man kann da eigentlich nur noch die alten Tatorts wie "Kressin stoppt den Nordexpress" oder "Tod vor Scharhörn" und so schauen. Zum aktuellen Tatort sagt Martin Sellner auf seinem Vlog ja das Nötige. Kann ich nur empfehlen. Sellner wird derzeit geradezu monatlich besser. Ok, aber das gehört ja eigentlich nicht unter diesen Artikel...

deutscheridentitärer

11. Januar 2017 22:50

"Eine Studentin erzählte freudestrahlend, wie sie Refugees ihre Stadt zeigt, das wären ja tolle Leute. Antwort: "Ich find's bloß schade, daß die agilsten, flexibelsten und dynamischsten kommen. Besser wäre es doch, wenn die hungernden Kinder und gebrechlichen Alten auch kämen, aber von den 2 Milliarden Bedürftigen aus der Dritten Welt kämen die es wohl zuletzt. Eigentlich müßten wir alle 2 Milliarden aufnehmen. Wird zwar eng in der BRD, aber wir schaffen das!" Danach hat sie nicht mehr herumgeprahlt, sondern vergrübeltes Schweigen bevorzugt."

Das haben Sie glaube ich schon mal erzählt - ich finde es wieder sehr lustig.

Das ist ja wie verbales Judo.

"Der TATORT war übrigens Schwarze Propaganda. Da die Macher nicht Partei für die Identitären ergreifen können, ohne sich politisch inkorrekt zu kontaminieren, persiflieren sie die herrschende Propaganda bis zur Kenntlichkeit."

Zu hoffen ist es. Und eigentlich auch nicht anders zu erklären.

Leider passt dann  bspw. die Tatsache, dass der Komissar mal "scheiß Flüchtlinge" sagt, um so die Grundlage für einen anschließenden Sinneswandel zu legen, nicht ganz ins Bild.
 

Gustav Grambauer

11. Januar 2017 23:16

Liebe Frau Kositza, darf ich Ihre Kommentarspalte einmal OT mißbrauchen

Kositza: Na gut, und weil Sie´s sind, verzichte ich auch auf die langwierige Kontrolle der links...

; da ich schon gefragt wurde, ob ich zu dem "Terroranschlag" in Berlin etwas sagen könne, wenn Sie erlauben - bitte sehr: Es gab keinen Terroranschlag in Berlin, es war wieder ein Staged Event, wie bereits in x-mal Paris, Nizza, München usw.

https://www.youtube.com/watch?v=j98ZoIf7gZA

https://www.youtube.com/watch?v=JpsBD3qZA4A

https://www.youtube.com/watch?v=n-_KNfQcM3k

Bei jedem Familiendrama, Wohnungsbrand oder Autobahnunfall wird aus bestimmten psychologischen Gründen in den Fernsehnachrichten unter allen Umständen der Leichenwagen gezeigt wie er abfährt und die Leiche(n) wegbringt. Am Breitscheidplatz wurde bei zwölf "Toten" auf keinem Sender und in keiner Zeitung auch nur ein einziger Leichenwagen gezeigt, nur allerhand Gewusel von Wagen mit Sirenen (sic!).

Wollte schon süffisant die Frage aufwerfen, ob eigentlich Gutjahr diesmal gar nicht "zufälligerweise" vor Ort war, aber die Wirklichkeit ist immer noch praller als meine Späße:

https://www.youtube.com/watch?v=1k9LSq3H5qg

Bitte googeln:

"bar-ilan" + "einat wilf"

"einat wilf“ + "richard gutjahr".

Ich war am ersten Weihnachtstag am Breitscheidplatz, könnte mit dem Zynismus von Shlomo hinzufügen: weil wir nebenan in den Zoo (!) wollten. Die sieben wie am Reißbrett plazierten und im Design auffällig einheitlichen - "Memory Spots" wirkten widernatürlich, steril und kalt. Totenkerzen sind in Berlin, einer Stadt mit wohl weniger als 5 % Katholiken, völlig unüblich; ich wüßte nicht mal, wo man die in Berlin überhaupt bekommen könnte, aber es waren bzw. sind tausende, an Zahl sogar mehr als die Blumen, und wiederum einheitliche. Zu sehen waren an allen sieben "Spots" durchgängig einheitlich-vorgefertigte "Messages", einheitlich regensicher in Plastiktaschen gesteckt. Ja, hat denn kein Passant je spontan einen Kuli und einen Zettel gezückt und spontan seinem Herzen Luft gemacht? Der Operation Leader / Squad Dispatcher ist wohl ein sparsamer, praktisch denkender, phantasieloser und wenig empathischer Typ, denn die "Messages" waren auch vom Inhalt sehr "corporate", abstrakt und kontrolliert, nichts von Herzen, kein Hauch von Spontaneität, nichts, was von echter, fließender Trauer oder von einem echten Aufschrei zeugen würde, auch keine einzige der sonst an solchen Orten üblichen Kinderzeichnungen war vorfindlich. An jedem Memory Spot war jeweils eine einzige Israel-Flagge aufgestellt, wie ein "mißverständlich-unmißverständlicher Gruß" der "unsichtbaren Hand".

Hier das Designer- bzw. PhotoShop-Suite-Material für die Öffentlichkeit, auf das sich die Geheimdienste, offenbar nach langen und harten Auseinandersetzungen, offenbar wurde fünf Tage darüber verhandelt, geeinigt haben. Das Foto oben von der angeblichen "Dalia E." an der Treife-Fleisch-Theke ist in seiner auf allen Ebenen konsistenten Symbolik an Zynismus nicht mehr zu überbieten:

https://www.bild.de/news/inland/terrorberlin/letztes-foto-vor-dem-anschlag-israelin-49472266.bild.html

Im privaten Umfeld mancher Einsatzkräfte und vor allem so mancher Berliner Bonzen wird gerade die Hölle los sein; so manche Ehefrau, so manches Kind, so manche Verwandten und Freunde werden sich mit ein paar Klicks auf Youtube zu informieren wissen und den Betreffenden in aller Schärfe Fragen stellen. Recht so.

Die Sache hat über den geheimdienstlichen und politischen Hintergrund hinaus eine bewußtseinsdynamische Qualität. Wieso hält Shlomo nicht einfach seinen Mund, sondern heizt sogar noch die  Gerüchteküche an? Warum schreitet die Polizei nicht gegenüber dem Filmer der Vorbereitungen ein, ja, wieso war die Budapester Straße nicht einmal abgesperrt? Die Antwort lautet: sie zeigen sich genauso auffällig-unauffällig offen wie die Stasi-Anorak-Typen einst vor Biermanns Wohnung, und das Aufstellen der Requisiten auf der "Bühne" sollte (!) in aller Öffentlichkeit stattfinden, wahrscheinlich wurden die obigen Filmaufnahmen davon sogar auf höchste Weisung hin ins Netz lanciert.

Das System weiß, daß es nicht alle in die Sklaverei wird pressen können. Die Freien bekommen jetzt zunehmend ihre Möglichkeiten aufgezeigt, sich von Heer der Sklaven zu emanzipieren. Die Zensurkampagnen á la Maas / Kahane sowie das "Alu-Hut"-Geraune sind dabei als die Sirenen bei der Suche der Argonauten nach dem Goldenen Vlies anzusehen. Es wird niemand gezwungen, die FAZ oder die Bild zu lesen, aber es wird auch niemand zum Widerstandskämpfer gegen das System gezwungen. Tertium datur - das Motto sollte sein: Leben und Leben lassen, d. h. aus sich selbst heraus eigene Positionen aufbauen und sich dabei gegenüber dem System freistellen. Wer das ohne Angst tut, wird unangreifbar sein, auch wenn er z. B. zu einer Mahnwache vor dem Kanzleramt aufruft. Darin liegt auch bisher schon das Geheimnis der Immunität von Schnellroda.

Der Kommentar oben mit Bezugnahme auf den Gehenkten ist von mir, hatte unter Zeitdruck gar nicht bemerkt, daß ich meinen Namen gar nicht eingegeben hatte.   

- G. G.

Nordlaender

11. Januar 2017 23:38

@ Kositza

"Wobei Sie da deutlich kühler veranlagt sind als meine Weingkeit. Gehöre zu den Menschenseelen, die das "Draußen" grad eher meiden. Ich: "Ah, Ihr wollte Schlittschuhlaufen gehen? Na viel Spaß, ohne mich." Kub. 10 min später: "Waaas? Auf den Teich bei Tauwetter??" Dann wurde gerannt & gerettet.. Was finden Jungs eigtl. daran, mit dem Fahrrad auf dem Eis rumzumachen? Warum nur Jungs? Gleichstellungsbeauftragte?"

Weinigkeit? Ich bitte Sie, stellen Sie Ihr Licht doch nicht gleich dermaßen unter die Schäfchen! Als typischer Frauenversteher stelle ich immer wieder fest, daß die schönere Hälfte der Art homo sapiens in Sachen Sicherheit und Gesundheitsbewußtsein einfach viel vernünftiger ist als unsereins. 

Liegt wohl an unseren Erbanlagen. Als Bub war ich immer der Letzte draußen. Beim Empfang an der Haustür drehte man mich dann um, sodaß das Wasser aus den Gummistiefeln herausrinnen konnte. Ist uns wohl vom Schicksal so auferlegt, daß wir hinaus ins feindliche Leben streben müssen, ohne so ganz genau zu wissen, warum.

Das Kuhle zieht uns an. Wurde mir als junger Erwachsener mal zum Verhängnis. Wollte mir in Bella Italia im Zug die Hände gründlich waschen, stellte den Wasserhahn auf die Position "caldo", hatte mich dann so richtig schön verbrüht.

Unke

11. Januar 2017 23:45

Yup, Martina Gedeck war früher meine LIeblingsschauspielerin!

Deutsche Krimis... unansehbar. Schaue eh nur DMAX, Sport1 oder Eurosport; manchmal RTL2. Männersender eben.

Fernmelder

11. Januar 2017 23:45

Zum Thema Tatort,

ich habe ja Ausschnitte von diesen Tatort bei Martin Sellner gesehen. Er hat ja über diesen gesprochen. Ich habe ihn selber nicht gesehen, weil ich mir das auch nicht anschauen könnte. Soviel Herztabletten würde ich nicht vertragen was ich da brauchen würde.

Winston Smith 78700

12. Januar 2017 00:15

Weiß denn Grambauer, dass er hier Videos verlinkt, die nur einen Klick weit weg sind von welchen gleicher Thesenrichtung, in denen aber AUCH behauptet wird, dass die IB und Elsässer Fake und System sind?

Kiepenkerl

12. Januar 2017 00:23

Menschenverachtende Ansichten in einem Kannibalenforum - das wäre überraschend :-)

Xerorx

12. Januar 2017 05:55

@Unke

Das RTL2 jetzt der Weg der Männer ist, wage ich dann doch eher zu bezweifeln!

Andreas Walter

12. Januar 2017 08:44

Sie schreiben einfach klasse, Frau Kositza. Wenn man Ihre Zeilen liesst weiß man sofort wieder, wofür man kämpft und weshalb es auch das spannendere Leben ist, wenn man sich dem Diktat der nasenberingten Masse nicht unterwirft. Geschrieben, mit einem Lächeln auf den Lippen und im Herzen laut lachend.

Ein Geschenk darum zurück?

Männliche Flüchtlinge klagen: „Deutsche Frauen sind rassistisch“

https://philosophia-perennis.com/2016/11/30/deutsche-frauen-sind-rassistisch/

Ja, das ist ein grundsätzliches Problem, was wir in unserem Zoo auch schon bemerkt haben:

Eisbären wollen sich, von seltenen Ausnahmen einmal abgesehen, nicht mit Schwarzbären oder Panda Bären paaren, ja, sich nicht einmal im gleichen Gehege miteinander aufhalten. Ganz besonders darunter zu leiden haben auch Preiselbären, Erdbären und Blaubären.

Doch wir arbeiten wie vom Teufel geritten daran, dass sich das alles ändert. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Bären sind Bären. So hat es der Grosse Boss und sein kleiner Bruder gesagt und in seinem Buch der ewigen Wahrheit festgehalten. Sein Wort, der Eirahm, ist darum auch für uns Gesetz.

-------------------------------------------------------------------------------------------

Die AfD mit 28% stärkste Partei bei den SPON Lesern? Einfach im Link unten auf das Wort "Rohdaten" klicken:

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/sonntagsfrage-update-der-spon-wahltrend-stimmen-sie-hier-ab-a-1129153.html

Monika

12. Januar 2017 10:07

@Andreas Walter

Inzwischen ist es wohl sicherer zu trampen als mit der Bahn zu fahren. Danke für den Hinweis auf die philosophia perennis von David Berger. Siehe auch hier:

https://philosophia-perennis.com/2017/01/10/opfern-ein-gesicht-geben/

P.S. Warum klappt das bei einigen nicht mit dem verlinken ?

Ansonsten Dank an Frau Kositza. Ihre Beiträge sind praxisnah und sehr anschaulich. Und nicht so öde wie die inzwischen langweilenden Beiträge über Volk, völkisch, Nation, national . Wo sich einige Foristen wie Opa Hoppenstedt aufführen. Das finde ich traurig und entmutigend.

Ansonsten vermute ich, dass Frau Kositza in Zukunft mehr Anhalterinnen begegnen wird, auch älteren. Und, dass Frauenfahrgemeinschaften zunehmen  Da ich gerne auch Stilblüten aus Leserforen auflese, hier was zum Schmunzeln:

Seit den Silvesterübergriffen in mehren Städten gehe ich nicht mehr ohne Bekleidung aus dem Hause.

Liebe Frau Kositza, vielleicht berichten Sie uns, wenn Sie die erste nackte Anhalterin mitnehmen müssen....

Waldgänger aus Schwaben

12. Januar 2017 10:29

Den Tatort fand ich genial subversiv. Hätte ich den Auftrag gehabt für die ARD einen Tatort zu schreiben: "Etwas mit Flüchtlingen und Rechten!"- genauso hätte ich den geschrieben.

Eine wirre, abstruse Handlung aus mehreren Erzählsträngen die nebeneinander herlaufen und keine Spannung aufkommen lassen. Einen "Scherbenhaufen" nannte ein SPON-Journalist diese Folge. Selbst schlichtere Gemüter erkennen, dass der Zuschauer erzogen und nicht unterhalten werden soll.

Dann die Musikauswahl. Volkslieder, die bei vielen der älteren Zuschauer Erinnerungen an die Jugendzeit wecken, sang nicht mal ein Bundespräsident "Hoch auf dem gelben Wagen"?

Dann der Dialog um die dritte Strophe aus "Schließ Aug' und Ohr" von Friedrich Gundolf.

In der Wohnung von Juliane Kronfels, die bei den "Kongruenten" aktiv ist, prangt ein Schriftzug an der Wand:

"Die Stunde kommt, da man dich braucht. Dann sei du ganz bereit und in das Feuer, das verraucht, wirf dich als letztes Scheit."

"Bisschen pathetisch", meint Kommissarin Janneke dazu und Juliane Kronfels antwortet "Pathetisch? Ich finde es leidenschaftlich und ohne Leidenschaft verändert man ja nichts."

Ich glaube sogar zwei coactus feci  entdeckt zu haben:

1) Der Chor singt "Kein schöner Land in unserer Zeit" mit einem Textfehler:

"Wo wir uns finden wohl unter Eichen ..."

Richtig ist "Wo wir uns finden wohl unter Linden ... " Aber Nazis finden sich eben unter Eichen, auch wenn es den Binnenreim zerstört.

2) Der neue Chef der Kommissare zitiert ständig Jandl in einer Weise, dass die Gedichte auf den Zuschauer infantil wirken müssen - das krasse Gegenteil zu "Schließ Aug' und Ohr".

Darunter ist aber auch das berühmte Gedicht von Jandl:

lichtung

    manche meinen
    lechts und rinks
    kann man nicht velwechsern
    werch ein illtum

 

der Gehenkte

12. Januar 2017 11:34

@Gustav Grambauer

"Es gab keinen Terroranschlag in Berlin, es war wieder ein Staged Event"

Ich kenne jemanden, der war dabei und blieb die ganze Nacht dort - klang alles ziemlich echt, um offen zu sein.

ulex

12. Januar 2017 12:30

"Täter: drei Deutsche mit bayrischem Dialekt" - diese ominösen "Südländer" halt mal wieder.

Fredy

12. Januar 2017 13:01

@Gustav Grambauer

Der nächste konsequente Schritt zur "Alles Lügenpresse" ist dass jeder Dreck, Müll und Auswurf geglaubt wird, nur weil er irgendwo im Internet auftaucht.

Das Kennzeichen einer Wahrheit sind immer auch Widersprüche. Und wer meint, dass man vor allem mit der Analyse von offiziellen Aussagen über Ereignisse (Polizei, Jusiz, Staat, offiz. Medien) zur Wahrheit durchdringen kann, nimmt offensichtlich an, dass die offiziellen Aussagen grundsätzlich der Wahrheit entsprechen müßten, und es nie keinerlei Gründe gibt, Dinge der Allgemeinheit zu verschleiern, zu verheimlichen oder anders darzustellen, sei es aus ermittlungstaktischen Gründen oder aus Gründen des Selbstschutzes (wer will schon die Wahrheit sagen, wenn er sich selbst belastet oder verantwortlich macht).

Warum eigentlich soll der Youtube-Dreck der üblichen Verdächtigen, die mittlerweile zu jedem Ereignis ein Alles-Lüge-Video produzieren (glücklicherweise gab es Galileos Zeiten noch kein Youtube, sonst müßten wir auch noch Videos sehen wo man die Scheibentheorie der Erde verteidigt), glaubhafter sein als die Standardmedien, wenn man denn schon an Letzteren zweifelt?

Der Glaube als gewöhnlicher Mensch alles wissen und ergründen und sich logisch zusammenreimen zu können, ist wohl das Hauptproblem. Ja, ich habe selbst auch oft Zweifel an offiziellen Darstellungen, aber der Müll der großteils im Internet veröffentlicht wird, ist meist nicht geeignet Erklärungen zu liefern.

Aristoteles.

12. Januar 2017 15:31

@Fredy

Vergleichen Sie die Youtube-Videos mit der offiziellen Version. Berücksichtigen Sie außerdem die unmittelbare 'Nachbereitung' der Geschehnisse und benutzen Sie danach Ihren eigenen Verstand, bevor Sie die Youtube-Videos generell als Müll abtun. Desinfo fehlgeschlagen.

Hartwig aus LG8

12. Januar 2017 15:56

Um nun vollends OT zu werden, @Grambauer und alle:

Es ist viel geschehen in 2016; zu viel um einfach so zu passieren. Ich halte mittlerweile sowohl den Brexit als auch Kandidatur und Sieg von Trump nicht für Zufall, und noch viel weniger für Wählerwillen.  Man schaue sich doch nur mal die (relative) Blitzbefriedung in Syrien an, seitdem H. Clinton von der Bühne genommen wurde.  Der "Putsch" in der Türkei und das darauf folgend verschärfte Wegbrechen der Türkei aus der westlichen Phallanx darf nicht vergessen werden.  Auch die Entmachtung von Renzi in Italien und der wie aus dem Nichts aufgestiegene Kandidat Fillon in Frankreich sind keine einfachen Ereignisse, sondern Drehbuch und Casting eines  "Change".

Der Tenor der Berliner Politikbühne nach dem Weihnachtsmarktanschlag ist ein anderer als zuvor. Nicht das da jetzt Nägel mit Köpfen gemacht würden, aber das Bühnenstück wird in Richtung Hardcore getrimmt.  Schwer zu beurteilen, wer in Deutschland erfolgreich "gecastet" werden soll.  Vor der Bundestagswahl werden bestimmt noch "Dinge" passieren, an denen man ablesen können wird, welches Wahlergebnis gepusht werden soll. Merkel und Gabriel (oder wer auch immer) könnten da zu Spielbällen werden. Meine Prognose: schwere Eurokrise mit Italien als Herd. Die Wähler werden dort hingelenkt, wo man sie abzuholen gedenkt.

Wird Deutschland eine Rolle zugedacht? Dann vielleicht eine CDU/CSU/AfD-Regierung, ohne Merkel, aber mit Seehofer oder Söder. Oder soll Deutschland vorübergehend neutralisiert werden? Dann eine schwache Vielparteienregierung nach endlos langen Verhandlungen mit Neuwahldrohungen etc. . Nicht unwahrscheinlich. Mehr als ein Orakeln meinerseits ist das nicht. Mich würde nur wundern, wenn Deutschland "unbeachtet" bliebe, während sich rundherum die Vorzeichen ändern.

 

Eichensucher

12. Januar 2017 16:04

@Grambauer

" keine Leichenwagen vor Ort". Kann es sein, dass Ihr Aluhut schon qualmt?

Stefanie

12. Januar 2017 16:08

"Der Glaube als gewöhnlicher Mensch alles wissen und ergründen und sich logisch zusammenreimen zu können, ist wohl das Hauptproblem." von Fredy 

Ich glaube diese Zeilen kann man getrost ins Poesialbum schreiben. (oder an die Wand irgendeiner Verdächtigen in einem Tatort) So schwer es einem fällt: bei vielem was auf der Welt geschieht, haben wir praktisch kein Chance "die WahrheitTM " herauszufinden, sei  es nun die Identität irgendwelcher Jünglinge, die auf der Flucht erschossen werde, das Wieso? Weshalb? Warum? einstürzender Hochhäuser oder gar die Hintergründe und Hintermänner dieser Taten. Schon allein der Informationsüberfluss im Netz sorgt dafür, daß wir nicht mehr zwischen glaubwürdig und unglaubwürdig, geschweige denn zwischen wahr und falsch unterscheiden können. Es ist eine Zivilisationskrankheit: so wie bei Diabetes Typ II ein dauerhafter Zuckerüberschuß irgendwann zur Insulinresistenz führt, führt ein permanenter Informationsüberschuß zur Faktenresistenz, der berühmten Postfaktizität. So wie permanenter hoher Blutzucker zur Nekrose besonders von Nervenzellen führt, z.B. in der Netzhaut, führt auch der Informationsüberfluß zu Schäden bei der Wahrnehmungsfähigkeit, bei der Urteilsfähigkeit, beim logischen Denken und auch anderen Bereichen des Geistes. Dieser Umstand ist für jeden, der etwas zu Verschleiern hat günstiger, als eine permanente Zensur aufrecht erhalten zu müssen (bei der dann gegelgentlich doch etwas durchsickert). Das ganze hat natürlich Grenzen: bei großen Terroranschlgen sind einfach zu viele Menschen beteiligt (Rettungskräfte, Verletzte, Angehörige der Opfer), als dass man sie als reine Theatervorstellungen inszenieren könnte. Die Zweifel kommen aber spätestens bei den Routinemäßig auftauchenden Ausweisen am Tatort (weil man eben irgendeinen Täter präsentieren will, der echte aber aus irgendwelchen Gründen noch gebraucht wird oder Fluchtmöglichkeiten zugesichert bekam oder eben einfach sonst nicht zu ermitteln wäre?). Eine weitere Gemeinsamkeit dieser Anschläge ist der fast zwangsläufige Tod der präsentierten Täter  (womit Kronzeugenaussagen und der Zugriff auf Hintermänner verhindert werden).  Weiter ist es natürlich möglich,daß der Täter und seine unmittelbaren Helfer von ihrem Tun absolut überzeugt sind und ihre Taten damit quasi aus freien Stücken tun (ob nun aus echter religiöser Überzeugung heraus oder wegen des narzistischen Wunsches seine "15 minutes" zu bekommen sei dahingestellt), dahinter könnten aber durchaus Auftraggeber stehen, die eine Doppelstrategie - oder Strategie der Spannung- fahren: zum einen "gemäßigte Islamisten", die sich nun als Gesprächspartner anbieten, um einen Fuß in die Tür bei Verteilungskämpfen zu kriegen oder "Hegemonen", die durch verschärfte Überwachungsgesetze, Notstand etc. ihre Macht ausbauen wollen. Natürlich können sich all diese Aktivitäten auch ohne einen dahinterstehenden Masterplan entwickelt haben und wir versuchen hier nur Muster zu erkennen, wo gar keine sind.

Wie sind wie Platons Höhlenmenschen nicht in der Lage das Schattenspiel an der Wand zu durchschauen, da jedoch einigen Zweifel kommen, ob diese Schatten wirklich die Realität abbilden, werfen die Schattenspieler weiter Schatten an die Wand um uns das Enträtseln der Hintergründe noch schwerer zu machen. Auch wenn die Höhlenbewohner selber Schatten auf die Wände werfen dürfen (ihrerseits also Abbilder der Realität erzeugen), trägt das nicht dazu bei, die Schatten der ursprünglichen Puppenspieler zu entschlüsseln. Um an dieses Herrschaftswissen zu kommen, muss man zunächst verstehen, daß die Höhlenwand nur Projektionsfläche ist, nicht die Realität.   

Fredy

12. Januar 2017 17:25

@Aristoteles

Sie sind stets im Recht und im Besitz der vollen Wahrheit. Jeder will Ihnen Schlechtes, alle Welt das deutsche Volk vernichten, und die Wahrheit gibt es nur im Internet für lau.

Preiset den Herrn für solche aufrechten Wahrheitskrieger.

Nordlaender

12. Januar 2017 19:10

@ Eichensucher

Die Mode des Aluminiumhuttragens findet man ausschließlich in den Kreisen der Verschwörungsleugner, die sich ansonsten auch durch ihren besonders feinen Humur auszeichnen.

Sebastian Bartoschek, DA, Die Psychologie der Verschwörungstheorien

https://www.youtube.com/watch?v=AEWzJBkqWts

Gustav Grambauer

12. Januar 2017 20:43

Winston Smith 78700

 

"... Videos verlinkt, die nur einen Klick weit weg sind ..."

 

Meinen Sie Hylla (ab 12:05)?!

 

https://www.youtube.com/watch?v=mm5WJIyfxlY

 

Shahyar die eine (linke) Backe an der Zange, die Elsässer zermalmen sollte, der die andere ...

 

Sind wir Eklektiker?! - Nur weil einer mal einen einzelnen Punkt einer komplexen Lage taktisch, nicht mal strategisch, peilt, heißt das noch gar nichts.

 

Schaue ich mir z. B. Sellners Clips an, sehe ich sofort, daß da eine philosophische Stringenz und Tiefe da ist, auch wenn er die dort mit keinem Wort anklingen läßt, ebenso eine charakterliche Zucht. Bei Hylla sehe ich nichts dergleichen. Eher würde ich gern mal wissen, für wen DER arbeitet, zumal er jetzt nach dem "Terroranschlag" die souveränistische Idee einsetzt, um dafür zu werben, sich hinter Merkel zu stellen (ab 10:12, dann nochmal ab 12:22). Würde gern mal sehen, ob er seine freischwebende, flache Polemik uns gegenüber (wir spielten ein falsches Spiel "für andere Herren aber nicht für die Interessen Deutschlands, das ist einfach so" / wir seien machtgeil und machten nur einen auf "dicke Hose" usw.) im Rahmen einer tieferen Auseinandersetzung über einen beliebigen Titel des Antaios-Verlagsverzeichnisses vor laufender Kamera wiederholen würde.

 

der Gehenkte

 

Würde mich interessieren. Hat er die Toten und Verletzten mit eigenen Augen gesehen?

 

Fredy

 

Sie tun ja so, als ginge es hier um Glaubensfragen. Auch schwimmen Sie ja ganz schön auf genau der "Fake-News"-Kampagne mit, die der Große Bruder gegen uns (!) in Gang gesetzt hat. Unangemessen empfinde ich es, wenn Sie mir indirekt unterstellen, ich sei nicht zu eigenem Denken fähig sondern würde lediglich Youtube-Material weiterverbreiten. (Ich verrat`s Ihnen, aber Pssst!: ich trage ein nicht ganz komplexitätsreduziertes Mosaik in mir, in dem die drei Videos nur drei ganz winzige Teilchen sind.)

 

Eichensucher

 

"Kann es sein, dass Ihr Aluhut schon qualmt?"

 

"Aluhut" ist ein vom Erz-Atheisten, ersten UN-Generalsekretär und vor allem Sproß der Huxley-Dynastie Julian H. in einem Sci-Fi-Buch geschaffenes und von der Washington Post massenpsychologisch wirksam gemachtes Mem, man kann also sagen, es wurde in den übelsten Giftküchen der Bewußtseinsmanipulation gezüchtet. Den Dunstkreis Huxleys haben Sie noch heute, die Verteiler des "Goldenen Aluhuts" rekrutieren sich aus der militanten Atheisten-Humanisten-Scientisten-Bewegung, es ist dieselbe Klientel an "Aktivisten", die Sie bspw. vermummt auf Lebensschützer-Demos Katholiken jagen sehen. Schauen Sie sich die Preisträger des "Goldenen Aluhuts" an: da wird Ihnen nicht nur die politische Haupt-Zielrichtung dieser Machination ("gägän rächtzzzz") klar, sondern auch, was das für eine ultralinker Sumpf ist.

 

Aber auch ohne all dies: überhaupt im Schutze eines solchen Kollektiv-Mems zu argumentieren zeugt schon sehr unangenehm von intellektueller Feigheit.

 

- G. G.

 

Nordlaender

12. Januar 2017 21:25

@ Fredy

"Sie sind stets im Recht und im Besitz der vollen Wahrheit."

Empföhle Ihnen, jede Aussage unseres Mitforisten Aristoteles einzeln zu überdenken.  Mir wäre es zu riskant, irgendjemandem pauschal alle seine Sätze ungeprüft zu unterschreiben.

"Jeder will Ihnen Schlechtes, alle Welt das deutsche Volk vernichten, und die Wahrheit gibt es nur im Internet für lau."

Hier muß ich Ihnen widersprechen. Im Weltnetz gibt es jede Menge Desinformationen, siehe z.B. diesen unsäglichen Flache-Erde-Hokuspokus. Und wie kommen Sie auf die Idee, die ganze Welt will unser deutsches Volk vernichten? Belege für diese steile These? Nicht wenige ferne Völker werden sich kaum für uns Deutsche interesieren.

"Preiset den Herrn für solche aufrechten Wahrheitskrieger."

Jetzt wird es auch noch religiös. So ein unkritischer Mitforist wie Sie ist mir auf der sezession noch nicht begegnet.

Aristoteles.

12. Januar 2017 21:38

@Fredy

"stets" - falsch

"Jeder" - falsch

"alle" - falsch

"nur" - falsch

Ich sehe Sie hinter Ihren Totalitarismen geradezu wieder Ihr Messer zücken, von dem Sie neulich sprachen.

 

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