Sezession
13. Januar 2017

Linke Gewalt und rechte Inkompetenz

Benedikt Kaiser / 103 Kommentare

Der Landeschef der sachsen-anhaltischen AfD kam mit jungen Mitarbeitern seiner Landtagsfraktion in den dafür vorgesehenen Hörsaal, wo indes bereits etwa 200 Studenten aus der linksliberalen und linken"Studierendenschaft" warteten, um die freie Rede mittels Geschrei und Böllerwürfen zu verhindern.

Benedikt Kaiser

Benedikt Kaiser ist Politikwissenschaftler und arbeitet als Verlagslektor.

Das war erfolgreich wie vorhersehbar, schafft aber immerhin Anreiz zu einigen unsystematischen Anmerkungen zu linker Gewalt und rechter Inkompetenz.

Zum Fall selbst – er wird hier ideologisch korrekt aufbereitet wiedergegeben – ist wenig zu sagen, man kennt das mittlerweile: Hysterische Linke schreien und kreischen bei Sichtkontakt zum auszumerzenden Rechten, während andere Akteure gewalttätig einschreiten, um "ihre" Universität vor feindlichen Einflüssen zu verteidigen.

Poggenburg wird nicht so naiv sein und gedacht haben, er hätte die Chance auf einen tatsächlichen Fachvortrag mit offener Debatte im Nachgang. Zugute zu halten ist ihm, daß er den Mechanismus linker Gewalt an deutschen Unis offenlegte, der von einem Mechanismus der Relativierung und Verherrlichung dieses fundamentalen Eingriffs in die Redefreiheit begleitet wird.

Der Sprecher des Magdeburger Studierendenrates meinte etwa, "dass unsere Universität die Vielfalt lebt und für Menschenfreundlichkeit und Akzeptanz einsteht". Wohlgemerkt: Ein Beweis von "Vielfalt" wäre gerade gewesen, Poggenburgs Standpunkte als Standpunkte zu hören, also wenigstens als eine denkbare Option zu "akzeptieren", und in einer Diskussion den Kontrahenten zu stellen.

Von "Menschenfreundlichkeit" zu sprechen, nachdem Böller flogen und die Handvoll Mitarbeiter Poggenburgs von einer dutzendfach überlegenen Menge tätlich attackiert – getreten und bespuckt – wurden, ist Ausdruck eines Wahns, dem mit rationalen Argumenten freilich nicht mehr beizukommen ist.

Bei Twitter schwärmte ein Familienvater gar davon, wie "stolz" es ihn mache, daß seine Tochter mutig die "Nazis" bekämpft habe. (Man erinnere sich ans Kräfteverhältnis: sechs, sieben AfDler, über 200 Linke.)

Doch entscheidend ist an dieser Stelle indessen nur, was anhand dieser Vorfälle allgemein erkennbar wird:

1. Die heutige neoliberalisierte Zeitgeistlinke, deren Kern saturierte Studentenkreise darstellen, die ihren linken Lifestyle-Konsumismus mit Kommunismus verwechseln, gefällt sich in ihrer Rolle als Fußtruppe des herrschenden Mainstreams, in ihrer Funktion als in den Konsens der Berliner Republik integrierte, pseudorebellische "Staatsantifa". Ohne tatsächliche Repression oder Diffamierung, Kritik oder Folgen ihres Tuns erwarten zu müssen, schlägt sie auf eine Minderheit – alles, was rechts ist – ein, und erfährt dabei offene oder klammheimliche Solidarität durch etablierte Medien und Politik. Die Gedanken der herrschenden Klasse sind die herrschenden Gedanken sind die (modifizierten) Gedanken der antifaschistischen Kreise.

2. Der Preis für diese gewährte Rolle als "Tellerlecker der Bourgeoisie" (Rosa Luxemburg) und seiner willfährigen Satrapen in Medien und Politik ist der Preis, den die postmoderne Linke gerne bezahlt hat. Sie verzichtet auf die Thematisierung der Urprobleme des frühen 21. Jahrhunderts: Fragen der Verteilungsgerechtigkeit und des Eigentums. Sie verzichtet auf grundsätzliche Opposition zur herrschenden Klasse, auf grundsätzliche Überlegungen zur Rückkehr des Klassenkampfs, auf das grundsätzliche Stellen der "Systemfrage", auf grundsätzliche Reflexionen bezüglich des großen Ganzen überhaupt. Dafür erhält sie freie Hand bei den "Nebenwidersprüchen", etwa bei Transgender-Themen – oder eben im "Kampf gegen Rechts", der keine Gefahren, aber gut dotierte Posten, kein Risiko, aber alimentierte Netzwerkseilschaften kennt. Man ist gerne "Hilfssheriff für Staat und Kapital" (Susann Witt-Stahl), weil es sich schlichtweg lohnt. Kann die Universität, rechtlich betrachtet, keine Rede von Poggenburg verhindern, macht es eben die Antifa, kann ein Ordnungsamt keine Demo einer unliebsamen Rechtsgruppierung verhindern, blockiert eben die Antifa. Arbeitsteilung à la Bundesrepublik.

3. Der Vorfall ist nur einer von vielen. Poggenburg ist austauschbar, die AfD ist austauschbar, Magdeburg ist austauschbar. Ob Götz Kubitschek oder Dieter Stein, Karlheinz Weißmann oder Manuel Ochsenreiter, Björn Höcke oder Marcus Pretzell; ob AfD-"Flügel" oder AfD-Liberale, ob "Bürger in Wut" oder PRO-Bewegung, ob Identitäre Bewegung oder nationalistische Jugendgruppen; ob Magdeburg oder Kiel, München oder Bremen, Köln oder Berlin. Die hysterische Linke fällt – daß man solche Allgemeinplätze überhaupt noch erwähnen muß – jedem ins Wort, der sich jenseits des von ihr als sag- und tragbar gedeuteten schmalen Grats bewegt.

4. Das wissen indes – um beim austauschbaren Beispiel zu bleiben – Personen wie Götz Kubitschek, Manuel Ochsenreiter und Björn Höcke, nicht indes die drei Herrschaften aus dem liberal- bis libertärkonservativen Beritt, die um Abgrenzung nach rechts und um Akzeptanz durch die bürgerliche "Mitte" buhlen, solange der antifaschistische Furor sie (noch) nicht treffen mag. Man hofft bis zuletzt auf jenen Akt der Gnade, für den man seit Jahren eine Wochenzeitung herausgibt, d.h. summa summarum: Man träumt von der Zuweisung einer Rolle als geduldete Opposition und verwehrt sich jeder Solidarität mit dem eigenen Milieu, da es ja einstweilen nur die "radikaleren" und "extremeren" Kräfte von rechts treffe.

5. Wer angesichts der immer frecher und brutaler auftretenden Antifa-Mobs – deren Mobilisierungspotential eben auch Jusos, Grüne, Piraten, studentische Wohlstandsteenager usw. erfaßt – damit beschäftigt ist, die im weitesten Sinne "eigene Gesamtszene", deren Wirkmacht bei zunehmenden Krisenerscheinungen in bisher ungeahnte Resonanzräume ausgreifen könnte, zu schwächen, indem er zu internen Sortierungsvorgängen und der offenen Kantenschere aufruft, indem ihm Parteiposten wichtiger sind als eine möglichst große Einheit gegen den militant-antifaschistischen Irrsinn, indem ihm wichtiger ist, wer wann wo welchen Listenplatz erhält (usw. usf.), besorgt bewußt oder unbewußt das Geschäft des Gegners. Als solcher wäre er künftig zu betrachten.

6. Die politische Rechte vereinigt in sich eine solche Vielzahl an widersprüchlichen Strömungen und Gruppen, die in der Tat nicht unter einen Hut zu bringen sind. Es wird – im besten Falle – die Zeit kommen, sich auch in der Öffentlichkeit in aller Ruhe mit politischen, ökonomischen und kulturellen Detailfragen innerhalb des rechten Lagers auseinanderzusetzen und für entsprechende Klarheit zu sorgen. In einer gesellschaftlichen Atmosphäre wie der unsrigen jedoch, in der ein politmedialer Komplex in Kollaboration mit der weltanschaulich entkernten extremen Linken über Tichy, Petry, Kubitschek oder rechte Jugendgruppen gleichermaßen herfällt, ist es ein Akt des Wahnsinns, die Firewall der Political Correctness durch noch so marginale Zugeständnisse an die Gegenseite durchdringen zu wollen. Im Zweifel antwortet diese mit Böllerwürfen.


Benedikt Kaiser

Benedikt Kaiser ist Politikwissenschaftler und arbeitet als Verlagslektor.

Kommentare (103)

Sebastian Schubert
13. Januar 2017 15:33

Die stillschweigende und billigende Inkaufnahme durch Politik und Medien gibt diesen Linksverstrahlten eine moralische Überlegenheit, die ihr Gewissen überstrahlt und sie auf einen Podest stellt - sie sind die Guten und tun das Richtige

deutscheridentitärer
13. Januar 2017 15:42

1. Mir war Poggenburg bisher nur, aufgrund seiner Nähe zu Kubitschek, vage wohlwollend im Bewusstsein. Aber nach dieser Aktion habe ich höchsten Respekt vor ihm. Das dürfte eine der physisch mutigsten Aktionen der deutschen Rechten in den letzten Jahren überhaupt sein.

Viele von uns kennen ja das oft doch mulmige Gefühl, wenn man dem Mob aus an sich körperlich Schwachen, aber in der Masse eben doch bedrohlichen Vermummten bei Demos etc. gegenübersteht.

Sich mit nur wenigen Begleitern diesem Mob in einem geschlossenen Raum zu stellen - bewundernswert.

2. Es war auch nicht nur eine mutige, sondern auch kluge Aktion.

Der Doppelstandard der Linken und v.a. der berichtenden Medien wurde offengelegt.

3. Da dieser Doppelstandard seitens der Medien allerdings v.a. darin besteht, nicht oder kaum zu berichten, bleibt die Wirkung ungewiss.

Jedenfalls hat man jetzt einen schönen, eindeutigen Vorfall, auf den immer verwiesen werden sollte, wenn Linke sich bspw. über das Vorgehen der Identitären beim "Theatersturm" empören.
 

David Sohn
13. Januar 2017 15:45

Früher hab ich mich gewundert, daß es einen Saalschutz gab und für was die damals sowas brauchten. Heute wird das immer klarer, daß wie die vielen Beispiele zeigen, die sogenannte Antifa zutiefst faschistische Methoden übernommen hat. Wen solche Menschen über dreihundert Autos pro Jahr ungestraft anzünden dürfen, dann ist das doch eine Ermutigung für jede Gewalttat, da ja im Zweifel gegen "rechts" alles erlaubt ist.

donna_alta
13. Januar 2017 15:46

"...ein Akt des Wahnsinns, die Firewall der Political Correctness durch noch so marginale Zugeständnisse an die Gegenseite durchdringen zu wollen. Im Zweifel antwortet diese mit Böllerwürfen."

Wie wahr! Mein Kommentar auf tichy, in welchem ich Höcke und Kubitschek vor eben diesem von Ihnen benannten Wahnsinn warndend verteidigte und ein dringendes Zusammengehen der Opposition - auch über Befindlichkeiten und Widersprüche hinweg - thematisierte, wurde nicht veröffentlicht!
Ich habe das Video zum Poggenburg-Auftritt in der Uni Magdeburg gesehen und konnte mich nur angewidert abwenden, mit dem Herzen voll von Angst vor dem, was da auf uns zukommt und vor alldem, was noch geschehen muss...

Eichensucher
13. Januar 2017 15:47

Pkt. 3 " Arbeitsteilung a la Bundesrepublik"

Nützliche Idioten nicht nur bei der Antifa: Rinteln a. d. Weser, 8.1.2016, Auftritt des symphonischen Orchesters des Landestheaters Detmold, ca. 300 Zuschauer. Während einer kurzen Pause meint der Dirigent Wolfgang W. einen Trump- Witz erzählen zu müssen: Trump im Dienstwagen unterwegs, der Fahrer überfährt ein Huhn. Trump will die Sache geradebiegen und geht zum Besitzer ins Haus, kommt nach kurzer Zeit mit einem blauem Auge wieder heraus. " Ich glaube der hatte was gegen mich" sagt Trump zum Fahrer.

Im nächsten Ort überfährt der Fahrer ein Schwein. Er sagt: " Mr. Trump, ich regel das mal". Nach längerer Zeit kommt der Fahrer reich beschenkt mit Wurst und Käse wieder zum Fahrzeug, Trump fragt: "Wie haben Sie das den geschafft ?" Fahrer: " Ich habe dem Besitzer erzählt, ich wäre mit Ihnen unterwegs und hätten gerade einen Unfall gehabt, nun sei das Schwein tot".

Mein erster Gedanke war, dass der große Maestro diesen Witz natürlich nicht erzählt hätte, wenn die Pointe auf Merkel begründet gewesen wäre, wohlwissend, dass er damit seinen Job gefährden würde. Die Geisteshaltung dahinter ist die gleiche, wie bei dem kreischenden Mob in Magdeburg. Man weiß genau, wie weit man sich aus dem Fenster lehnen darf. Für den Maestro wird dieser infantile Witz mit Sicherheit keine Konsequenzen haben.

 

Erik
13. Januar 2017 16:03

Sehr gut.  Andere Verlautbarungen hätten mich  auch gewundert.  Ich hoffe sehr, die rechten  Sektierer/Abgrenzer  nehmen sich diesen  guten Beitrag zu Herzen. 

Marcus Junge
13. Januar 2017 16:05

Was ich besonders erbärmlich fand, bezogen auf den linken Terrorangriff in Magdeburg, liest man den Spaltern der JF, bei denen man ja seit Dezember 2015 nicht mehr kommentieren kann, außer man finanziert sie durch Abo, was ich seit 2012, nach 8 Jahren, nicht mehr mache.

https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2017/poggenburg-bei-universitaets-veranstaltung-angegriffen/

"Poggenburg und seine Anhänger mußten unter Polizeischutz und dem Jubel der Studenten aus dem Saal geleitet werden."

 

Also wenn diese Veranstaltung da rechtmäßiug abgehalten wurde, dann hätte die Juntaknüppeltruppe, die von vielen auch hier immer wieder gefeierte "Polizei", die Linksterroristen entfernen müssen. Aber was werde ich schon "Rechtsstaat" verstehen.

 

Der nächste Witz zu dem Thema kommt schließlich auch bei der JF:

https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2017/zivilcourage-soll-kriminalisiert-werden/

Als die 4 Deutschen den aggressiven, klauenden, bedrohenden Moslem aus dem Supermarkt zogen und fesselten, bis endlich "Polizei" kam, darunter ein örtlicher CDU-Politiker. 

 

Und es geht weiter mit den IB und der "Polizei" + "Rechtsstaat":

https://www.metropolico.org/2017/01/13/hausdurchsuchung-bei-aktivisten-der-identitaeren-bewegung-schwaben/

 

Der Vollständigkeit halber, weil die Sezession darin vorkommt und ich bei dem Teilausschnitt den ich davon sah (GEZ-Beitrag ist gemeint) kotzen mußte, was ich anderen nicht vorenthalten will:

https://www.compact-online.de/gruselstory-wdr-entdeckt-braunes-netzwerk-und-hetzt-auch-gegen-compact/

Pecu
13. Januar 2017 16:11

Hier sehen wir die Fortsetzung der 68er Bewegung. Und dies sollte uns eine Lehre sein. Diese "Studenden" sind es nicht würdig, als künftige Intellektuelle in unserem Land eine Position zu bekleiden.
Sie sollten eximmatrikuliert werden, und sich künftig in der Produktion bewähren.

fka A.A.
13. Januar 2017 16:16

Klassischerweise und wie nicht anders zu erwarten, verharmlost SPON das Ganze zum schlichten "Protest":

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-randale-bei-vorlesung-an-der-magdeburger-uni-a-1129795.html

Auf dem bei SPON gezeigten Bild ist zumindest eine Person klar zu identifizieren, die eine tätliche Beleidung ausführt.

Ich möchte die beteiligten AfD-Mitglieder auffordern, alles, was durch Bild- und Videomaterial belegt werden kann, unverzüglich zur Anzeige zu bringen. Nicht etwa, weil ich mir davon durchschlagenden Erfolg verspreche, vielmehr, um hier auch die Justiz entsprechend in Arbeit zu halten, in der Hoffnung, steter Tropfen höhlt ggf. den Stein. Auch ist jede pro-forma-Einstellung von Verfahren ein entsprechender Beleg, der als politische Kampfmittel gegen eine leider viel zu oft politisch-gebundene Justiz dienen kann. Daher bitte alles vor den Rechtsstaat bringen, was man bringen kann.

Das die Uni die Vorfälle nicht als Hausfriedensbruch zur Anzeige gebracht hat (oder hat sie etwa?) ist gleichfalls entlarvend.

Kleine Anmerkung zum Artikel:

Der Satz:

"...besorgt bewußt oder unbewußt das Geschäft des Gegners. Als solcher wäre er künftig zu betrachten."

Ist mir zu hart, bzw. zu endgültig. Gerade auch diese Kreise gilt es mit im Boot zu halten bzw. entsprechend eben zu überzeugen. Am besten durch gezielte, interne Ansprache.

Großstadtpauker
13. Januar 2017 16:25

Geld spenden , noch mehr Geld spenden , Freunde & Bekannte informieren ; Autos , Treibstoff , Fahrkarten und Übernachtungsmöglichkeiten spenden . 

Jeder der die Möglichkeit hat sollte IB , AfD und Fachverlage unterstützen .

 

Meier Pirmin
13. Januar 2017 16:34

Falls Benedikt Kaiser mit der genannten Wochenzeitung die JF meint, verhält er sich seinerseits so, wie er es kritisiert. Dabei würde ich, wiewohl Leser jener Zeitung, beim dortigen Blog nicht mitmachen, weil dort entgegen dem Zeitungstext fast nur in sich selbst bornierte Meinungen, oft auf tiefem Level, ausgetauscht werden, im Gegensatz zu SiN, wo auch bei Leuten, mit denen ich streite, in der Regel ein argumentativer Diskurs sichtbar wird. Noch konstruktiv finde ich den kürzlich ausgetragenen Streit um Akif Pirincci. Es ist nicht ausgeschlossen, dass man sich bei einer Debatte trotz Grundsätzen und Überzeugungen ein bisschen bewegt.

Neutraler Denker
13. Januar 2017 16:50

Ich hatte die Junge Freiheit seit einiger Zeit im Abo. Um mich zu informieren, aber vor allem um die größte konservative Zeitung zu unterstützen. Nach dem Interview mit der AfD-Ausgetretenen stellten sich mir aber die Haare zu Berge.

Meinetwegen können sie Claudia Roth, KGE oder sonstwen interviewen. Aber bitte nicht diese opportunistische Heuchlerin, in deren Fahrwasser sich die JF jetzt auch begeben hat. 

M. Sachse
13. Januar 2017 16:56

Das fatale an den sich täglich wiederholenden Ritualen der Angriffe auf Andersdenkende ist die offensichtlich politisch gewollte Tolerierung der Gewalt. So mutiert der Rechsstaat zur Diktatur. Von der schweigenden Mehrheit geduldet. 

Zum Diskurs sind die selbstverliebten Eliten und ihre Handlanger schon lang nicht mehr fähig.

Hajo Blaschke
13. Januar 2017 17:05

Ich bin der Meinung, dass man die Namen der drei "rechten" Kantenscheren, die sich nicht davor scheuen aus was auch immer für Gründen das nationalkonservative Lager zu beschmutzen: Pretzell, Stein, Weißmann. Es ist also nicht falsch, festzustellen, dass das nationalkonservative Lager eben gar nicht deren Lager ist. Sie sehen es als ihre Aufgabe an, vorzutäuschen, sie wären rechts, um das rechte Lager aufzuspalten. Ein Zusammengehen mit einer Personage solcher Coleur kann für das rechte Lager nicht in Frage kommen. Hier muss Klartext herrschen.

Lars Waldgänger
13. Januar 2017 17:19

Aus identitärer Sicht wäre eine Abgrenzung zur Alt-Rechten durchaus geboten. Da die herrschende Ideologie die IB jedoch als rechtsextrem klassifiziert, ergibt sich dabei schlicht ein praktisches Umsetzungsproblem. Eine Distanzierung von etwas, dem man selbst zugerechnet wird, kann schnell zum dauernden Herumtanzen auf vermintem Terrain ausarten und Kräfte lähmen. 

Frieda Helbig
13. Januar 2017 17:24

Danke, lieber Benedikt.

 

Du sprichst mir aus der Seele.

Zeit zum Sortieren im rechten Lager haben wir erst dann, wenn Merkel weg ist, die Grenzen dicht sind und das Remigrationsprogramm läuft.

 

Rosenkranz
13. Januar 2017 17:30

Nicht nur, daß ein geladener Gast mit seinen Mitstreitern attakiert wurde, nein, auch die Gastfreundlichkeit der Universität wurde mit dieser Aktion befleckt, sowie das Ansehen des Landesparlamtents beschädigt.

Ich kann nur hoffen, daß die Leitung der Universität sich dieses nicht bieten läßt und die Studenten, die sich an den tätlichen Angriffen beteiligt haben, exmatrikuliert. Falls nicht, ließe sich dieser Vorfall im Landesparlament sicher thematisieren.

Ansonsten versuche man die Sache recht sportlich zu sehen. Schlimmer wäre es gewesen, einen Vortrag vor leeren Rängen zu halten. Hut ab also vor Herrn Poggenburg und seinen Mitstreitern.

Antillectual
13. Januar 2017 17:40

Ausnahme: die alte, antisemitische Rechte. Denen ist nicht zu helfen und die wollen auch keine Politik machen und Veränderung bewirken, sondern nur ihren Haß abladen. 

willi wob
13. Januar 2017 17:51

@Eichensucher - der Witz mit dem Schwein entstammt der Kultur politischer Witze der DDR und war zu DDR Zeiten unter 4 Augen zu hören.Das Schwein war im Original Honecker! Soweit ist es gekommen, das wir inzwischen nicht nur Fake-News der Blockparteienwarte hinzunehmen haben sondern auch Fake-Witze.

Distelfink
13. Januar 2017 18:13

Vielen Dank für Ihren Beitrag, Herr Kaiser! Ich halte die Forderung nach internen Sortiervorgängen für eine "politische" Aussage. Gleichwohl kann ich keinen aktuellen Anlaß für eine solche Forderung erkennen. Vielleicht hilft der Disput darüber, die eigene Kantenschere im Kopf zu erkennen und abzulegen... df

Alter Rechter
13. Januar 2017 18:16

@Antillectual: "Ausnahme: die alte, antisemitische Rechte. Denen ist nicht zu helfen und die wollen auch keine Politik machen und Veränderung bewirken, sondern nur ihren Haß abladen. "

Beissen sie sich vor lauter Hass nicht auf die Zunge!

Der_Jürgen
13. Januar 2017 18:23

Hervorragender Kommentar; der wichtigste Satz ist der vorletzte. Wir wissen alle, an welchen Mann er sich in erster Linie richtet.

@Hajo Blaschke

Der von Ihnen neben Weissmann und Stein genannte Markus Pretzell hat  Elsässers Compact-Magazin den Zutritt zu einer von der AFD organisierten Veranstaltung mit Marine Le Pen und Geert Wilders verweigert. Dass eben dieser Pretzell - der die AFD früher nicht nur von der NPD, sondern auch von so harmlosen Gruppierungen wie der PRO-Bewegung und den Republikanern abgrenzen wollte - der Lebensgefährte Frauke Petrys ist, lässt wenig Gutes erahnen. 

Ich bin mir ziemlich sicher, dass der AFD, vielleicht schon vor, sonst eben erst nach der Bundestagswahl, eine neue Zerreissprobe bevorsteht, die sehr wohl in eine Spaltung münden könnte. Ehrliche Patrioten wie Höcke und Poggenburg werden auf Dauer nicht mit den trojanischen Eseln in ihrer Partei zusammenarbeiten können.

Meier Pirmin
13. Januar 2017 18:29

@Lars W. Sie sehen das Problem sowohl theoretisch als auch praktisch wohl richtig und sehen zumal das Problem der Differenz zwischen Theorie und Praxis. Was Sie da ausführen, gilt zumal für die von Blaschke gebrandmarkten z.B.  Pretzell und Weissmann, die von aussen gesehen in der Veröffentlichten Meinung noch längst zu den "Rechtsextremen" gezählt werden. Über den Streit zwischen W. und K. kann man als Aussenstehender nicht gerecht urteilen. Es liegt für den politisch Neugierigen drin, Leser von beiden zu sein und bis zum Beweis des Gegenteils die Integrität beider anzunehmen. Sowieso verdient keiner den Namen eines Philosophen, der sich in ein "Lagerdenken" einschliesslich eines bestimmten Unterlagers einordnen lässt. Das wöe Sektierertum. Weissmanns Buch über Gehlen sollte man wenn möglich kennen, es enthält ein Potential der Dekonstruktion. Sichtbare politische Differenzen unter deutschen Rechten sehe ich bei der Einschätzung einschliesslich Rehabilitierung des italienischen Faschismus in der modernisierten Form der Casa Pound. Weil ich eine verhältnismässig prägende, allerdings kurze Phase meiner Kindheit bei Deutschsüdtirolern verbracht habe und schon vor 33 Jahren die Familie der Nachkommen von Ezra Pound kennenlernen durfte, stehe ich definitiv auf der anderen Seite, wiewohl ich die differenzierte Meinung des grossen Schweizer Aussenpolitikers Bundesrat Giuseppe Motta (gest. 1940) zu Mussolini verstehe und gegen Angriffe und Missverständnisse  auch schon verteidigt habe. Als Publizist wie als Nolte-Leser stellte ich im Juli 1983 (100. Geburtstag Mussolinis) fest, dass es am italienischen Faschismus als Programm für eine europäische Zukunft nichts zu rehabilitieren gebe. So weit Sellner, sechs Jahre später geboren, sich nach einer "identitären" Zukunft orientieren möchte, wird er sich wohl anderswie ausrichten. Das Projekt Armin Mohlers, sich einen neuen, sozusagen gereinigten Faschismus auszudenken, kann als gescheitert gelten. Am allerwenigsten ist es für Wahlen in Deutschland oder Österreich im 21. Jahrhundert kompatibel. Die in Magdeburg abermals praktizierte Wahnvorstellung des "Antifaschismus" beweist nichts für die Richtigkeit des historischen Faschismus oder eines wie immer gearteten metaphyisch-ästhetischen Faschismus mit Freude an "vivere pericolosamente". Letzteres Motto möchte ich Schnellroda und Poggenburg keineswegs unterstellen. 

Rheinländer
13. Januar 2017 18:39

Ich frage mich ernsthaft wie eine realpolitische Wende zu erreichen sein soll, wenn bei zunehmender Krisendynamik eine Geisterbahnfahrt in "ungeahnte Resonanzräume" droht. So lassen sich keine Mehrheiten organisieren.

hildesvin
13. Januar 2017 18:48

@ Antlllectual:  Wenn aber den Genannten zu helfen wäre, wie würden Sie das anstellen?  Jupp Angenfort zugeschrieben: "Genosse, dann müssen wir eben solange mit dir diskutieren, bis auch du überzeugt worden bist." - So etwa? 

Waldgänger aus Schwaben
13. Januar 2017 18:57

Warum die Volksfront der Patrioten die Vorfälle zum Anlass nimmt mal wieder gegen die patriotische Volksfront zu sticheln, verstehe ich nicht. Meint irgendjemand, dass der Abend anders gelaufen wäre, wenn Meuthen und Dieter Stein aufgetreten wären?

Eckard
13. Januar 2017 19:27

Ich habe dem, der als Rektor für diese Zustände mitverantwortlich ist, eine deutliche Rückmeldung ob der Verkommenheit der Zustände seines "Institutes" zukommen lassen. Wer noch irgendwelche Zweifel hat, was für eine Klientel offenbar nicht nur die Studenten stellt, wird nach dem Besuch der Homepage eines Besseren belehrt werden.

Möge in nicht allzuferner Zeit unter einem Ministerpräsidenten Andre Poggenburg und einem passenden Wissenschaftsminister diese "Führungsriege" dieser Universität ausgetauscht werden. Wie alle leitenden Positionen in allen öffentlichen Ämtern. Alle Behördenleiter der Jetztzeit (Nochzeit) sind für die Zustände mitverantwortlich und keiner darf vergessen werden, eine zweite Chance wie 1990 darf es diesmal für Gegner wie Wendehälse nicht geben!

Andrenio
13. Januar 2017 19:41

Für André sicher eine nützliche Erfahrung, kennt er die Blüte unserer Universitäten als gestandener Handwerksmeister eher nicht. Weil er aber sicher ahnte  was ihn erwartet, gehört Mut zu einer solchen Aktion. Hut ab!

Jürg_Jenatsch
13. Januar 2017 19:46

@ Eichensucher

Der Witz ist schon alt und wird  eigentlich Erich Honecker zugeschrieben. ich denke nicht, daß D. Trump so im rualen Teil der VSA so gefährdet ist. Eher schon Killary und die Ihren.

@ Frieda Helbig. Exakt so. Über Unterschiede kann man reden, wenn man am Drücker ist und nicht in der gegenwärtigen Situation. Jetzt ist es an der Zeit eher die Reihen zu schließen. Aus meiner Zeit als ehemaliger Linker, kann ich nur sagen, daß diese auch beträchtlichen Einfluß auf die CSU ausüben und deren Politik durchaus beeinflussen. In solcher Situation sich auseinanderdividieren zu lassen ist sträflicher Leichtsinn. Also ein erstklassiger Artikel. Glückwunsch Herr Kaiser, das war ein gelungener Beitrag.

Coon
13. Januar 2017 19:54

Alles wie gehabt. Ich hatte das "Vergnügen" 1994 Zuhörer einer von Michel Korinman veranstalteten Podiumsdiskussion an der Uni Paris-Nanterre zu sein. Neben Leggewie (genau der) sass auch Manfred Brunner vom Bund Freier Bürger auf dem Podest. Die Diskussion fand dann nach lautstarkem Auftreten unter Gewaltandrohung der etwa 20 im spärlich besuchten Saal verteilten Polithools nicht statt. Korinman begleitete Brunner zurück zur Bahn, vorbei am Spalier von Brunner bepöbelnden und bespuckenden Studenten.

Diese Welle baut sich seit Jahrzehnten auf und sie wird ihre maximale Höhe erst noch erreichen. Die Universitäten sind bereits verloren und als selbständiger gesellschaftlicher Faktor abgerockt. Sie werden der Linken auf dem Weg in die Diktatur die Treue halten und anschliessend nicht mehr gebraucht.

Aristoteles.
13. Januar 2017 20:13

Der regenbogenrassistische Mob weiß sich selbstverständlich im Schutz der buntfaschistischen Justiz. Denn obwohl es diesen Paragraphen gibt ...:

https://dejure.org/gesetze/VersG/21.html

... folgt keine Bestrafung, sondern das Lob der 'Zivilgesellschaft' durch das Medienkartell.

Wer Beschimpfungen, stinkende Finger, fliegende Farbbeutel, Urinbeutel, einen Mordversuch durch eine knapp am Kopf vorbei fliegende Bierflasche in regelmäßigen Abständen erlebt hat, weiß wie dieses System tickt.

Die blonden Bestien J. McCain und L. Graham wird es freuen, welchen Mob ihre Landsleute in der BRD herangezüchtet haben, um den echten Widerstand gegen den US-Imperialismus in Schach zu halten.

Mein Respekt gilt dem mutigen Handwerker André Poggenburg.

Solution
13. Januar 2017 20:27

Absolut zutreffender Artikel.

Es ist hingegen traurig, daß auch hier prinzipiell einige gegen Ab- und Ausgrenzung sind, jedoch genau dies tun. Als ob z.b. eine bestimmte "Religionsgemeinschaft" nicht kritisiert werden darf. Dabei sollten doch die Kriterien bezüglich einer Abgrenzung sich auf die Bereitschaft zur Gewalt und das Begehen von Verbrechen beschränken.

Zur JF fällt mir schon lange nichts mehr ein. Neben guten Artikeln kommen immer wieder regelrechte Provokationen. Sie ist eben eine letztlich liberale Zeitung. Vielleicht sollte man die mehr als 200 Euro für den jährlichen Kauf besser dem IfS spenden.

Über die JF ärgere ich mich ständig

Fernmelder
13. Januar 2017 20:46

@Coon, sie haben absolut Recht. Die Universitäten sind verloren den was hier herauskommt, kann man als Linke Marschierer bezeichnen die ihren Herrn dienen, bis zum letztem Atemzug. Man draf überhaupt nicht daran denken, was auf uns zukommt.

In Bayern wurde einer AFD Politikerin die Mitgliedschaft in einem Trachtenverein verweigert, weil sie eben in der AFD ist und ich fürchte, das es noch viel schlimmer kommt. 2017 ist Bundestagswahl, da werden diese Kartellparteien und Medien aus allen Rohren feuern.

Winston Smith 78700
13. Januar 2017 21:11

@ Der_Jürgen

"Hervorragender Kommentar; der wichtigste Satz ist der vorletzte. Wir wissen alle, an welchen Mann er sich in erster Linie richtet."

Nö, ich nicht. Für mich zeichnet sich nur jemand ab, wenn ich die beiden letzten Absätze nehme, aber ich kenne mich auch nicht aus in dieser Szene. Der Kommentar mag dann als analytischer Beitrag durchaus "hervorragend" sein, oder zur Befeuerung einer öffentlichen Debatte geeignet. Sicherlich ist er konstruktiv gemeint und nicht als Dolchstoß - da wäre Herr Kaiser wohl mißverstanden, und ebenso, wenn man da eine Haltung reinlesen wollte, still abzuwarten, bis sich jemand anderes bewegt und sogar kreativ wird, und es dann hernach gehässig besser zu wissen, also neidische Sandburgenzerspringerei oder gar Spalterei, denn genau letztere wirft er nichtgenannten Personen vor, oder?

Heinrich Brück
13. Januar 2017 21:18

"Die in Magdeburg abermals praktizierte Wahnvorstellung des "Antifaschismus" beweist nichts für die Richtigkeit des historischen Faschismus oder eines wie immer gearteten metaphyisch-ästhetischen Faschismus mit Freude an "vivere pericolosamente"."

Soll sie ja auch nicht. Sie soll die Richtigkeit der Demokratie beweisen.

thotho
13. Januar 2017 21:47

Konzise, mit den richtigen Antworten auf JF und auch Martin Sellner. Für die Linken sowieso.

Nordlaender
13. Januar 2017 22:05

@ Antillectual

"Ausnahme: die alte, antisemitische Rechte. Denen ist nicht zu helfen und die wollen auch keine Politik machen und Veränderung bewirken, sondern nur ihren Haß abladen. "

Als alter Knochen und Rechter bitte ich um glasklare Definition des Begriffes Antisemitismus. Einer DER zentralen Kampfbegriffe der BUNT-Bolschewisten, um DIE drei echtenTabus zu beschützen, die anderen beiden sind die mit "R" (Rasse, Biologie) und mit "G" (Geschichte).

Sie hassen den Haß, gelle? Haß (hate speech; hate crime) ist ja auch schon lange avanciert ins Wortverzeichnis unseres Todfeindes.

Nordlaender
13. Januar 2017 22:09

Da hat der Rotfrontkämpferbund aber ganze Arbeit geleistet. Nach Betrachten dieser weimaresken Szenen wünschte ich mir eine Neuverfilmung von "Die Welle". Die Schüler bekommen alle Armbinden mit durchgestrichenen Hakenkreuzen. Wer sich besonders verdient macht, dem wird ein attraktriver Posten bei der Tscheka versprochen.

Bulko
13. Januar 2017 22:43

Und genauso wie In Magdeburg und wie oben von coon beschrieben ging es zu in Heidelberg Ende 60Anfang 7o: Sowie  ein  Sprecher des RCDS es wagte , ans Mikrofon zu treten wurde er  niedergeschrien.Dem Rektor Conze flogen gar faule Eier an den Kopf.Gäbe es nicht die AfD, wären nächstens die Etablierten an der Reihe.An der Uni ist man links, weil alle links sind.Ging mir selber so,eine Zeit lang.Hieß es von einem, der sei ein "liberaler" Dozent, war der automatisch unten durch  bei den Studierenden, wie das heute heisst.

Poggenburgs  Mut ist zu bewundern, aber zu vergleichen mit einem Unbewaffneten, der einen mit schwerem Knüppel Bewaffneten angeht.Oder mit zehn Rentnern  -Wir sind das Volk - zu skandieren gegen das Gebrüll von Hunderten,  sich dazu mit Steinen und Flaschen bewerfen zu lassen .Ein paar mal habe ich mir das angetan, auf verlorenem Gelände, seither suche ich nach Aktionen , die nicht von vornherein zum Scheitern verurteilt sind.Märtyrerblut wäre der Sache nützlich,man denke an die junge Frau inFrankfurt, der man einen Pflasterstein an den Kopf geworfen hat.Will sich einer opfern ?  Würde auch  nur am Rande erwähnt. Wäre die Presse ehrlich, könnte man damit beweisen, die verzogenen linken Kinder sind gewalttätig, und bald gerät "Die Mitte"ins Visier. Das ist unsere Hoffnung! 

Der Bürger fürchtet das Chaos.

Sven Jacobsen
13. Januar 2017 22:47

Die Geschehnisse, die Bilder, die Selbstgefälligkeit der Randalierenden und die ihrer Anhänger haben Abscheu erregt. Von ihnen wird keine Diskussionskultur zu erwarten sein; die Menschen bekommen das mit. Umso wichtiger ist es, den Anstand zu wahren. Das spricht derzeit für sich. Die Argumente finden so oder so ihren Weg in die Öffentlichkeit.

Antillectual
13. Januar 2017 23:13

@ hildesvin

Ich denke da vor allem an den Daily Stormer. Dessen Leser werden als Nazis verschrien, aber in Wirklichkeit sie sind nicht einmal das. Der Nationalsozialismus war eine komplexe politische Ideologie, aber bei DS-Lesern dreht sich alles nur noch um eine Facette, den Judenhaß. Mit solchen Leuten ist absolut kein Staat zu machen, nicht zuletzt auch weil sie die durchaus berechtigte Kritik an der führenden Rolle von Juden bei der Drittweltisierung des Abendlandes unmöglich machen.

Petrus
13. Januar 2017 23:38

Es war schon im Vorfeld deutlich absehbar, dass genau das passiert, was passierte ist. Man sollte sich dies zu Nutze machen. Entweder auf die sportliche Art und Weise: (1) Konfrontation. Es kann ja wohl nicht wahr sein, dass die Club-Mate-Säufer standhafte Patrioten des (eigens organisierten!) Saals verweisen. Das ist kein Plädoyer für Gewalt, jedoch für gerades Auftreten. Hier ist Saalschutz angebracht. Eine Stufe weiter wäre die Selbstverteidigung der eigenen Anhänger. Dafür scheint es noch zu früh. (2) Bloßstellung. Man sollte sowas nochmal genauso aufziehen. Knallhaft die Provokation wagen und Filmen, wo es nur geht. Die beste Eigenwerbung ist es, die Gewaltaffinität der Linken bloßzustellen.

Ragnaröck
14. Januar 2017 00:04

"...ist es ein Akt des Wahnsinns, die Firewall der Political Correctness durch noch so marginale Zugeständnisse an die Gegenseite durchdringen zu wollen."

Richtig. Man muss es wie die Trump Bewegung in den USA machen: Eigene Narative setzen und beharrlich durchziehen, und die Gegenseite durch ihre immer absurderen non-issues und ihre Tobsuchtsanfälle immer lächerlicher werden lassen.

Gerhard Vierfuß
14. Januar 2017 00:10

Ich stimme fka A.A. zu: Ihre, Benedikt Kaiser,  Verdammung aller derjenigen, die für das Recht eintreten, unser WIR selbst zu bestimmen und also auch bestimmte Gruppierungen auszuschließen, ist für mich absolut inakzeptabel. Insbesondere deswegen, weil sie sich eben nicht (nur) gegen halbgare Gestalten wie Dieter Stein und Marcus Pretzell richtet, auch nicht (nur) gegen eine tragische Figur wie den durch seine überragenden Verdienste um unsere Sache unser aller Urteil entrückten Karlheinz Weißmann, sondern ganz speziell gegen den sin-Autor Martin Sellner https://sezession.de/56928/. Und diesem nun eine Feinderklärung zukommen zu lassen, ist wirklich einigermaßen absurd. Jeder zieht irgendwo seine Grenzen; ich bin sicher, auch für Sie, Herr Kaiser, gibt es solche Verrückte und Extreme, die Sie gewiß nicht zum gemeinsamen Kampf einladen. Die Frage ist nicht, ob, sondern wo wir die Grenze ziehen. Ich meine, hierzu hat Hans-Thomas Tillschneider eine gültige Antwort vorgelegt: https://patriotische-plattform.de/blog/2017/01/03/grenzen-setzen/

Nemo Obligatur
14. Januar 2017 00:12

@Waldgänger aus Schwaben

"Warum die Volksfront der Patrioten die Vorfälle zum Anlass nimmt mal wieder gegen die patriotische Volksfront zu sticheln, verstehe ich nicht."

Sie haben wieder einmal den Nagel auf den Kopf getroffen! Überhaupt sind diese feinsinnigen Unterscheidungen bis zu einem gewissen Grade unnütz. Die Aktion von Herrn Poggenburg und seiner mutigen, namenlosen Mitstreiter war tadellos. Ich nehme an, wenn er einfach einen Vortrag zu Sinn und Unsinn der Genderforschung gehalten hätte, wäre das ganze versandet und niemand außerhalb Madgeburgs hätte sich weiter dafür interessiert. So aber ist die AfD wieder einmal überregional in den Medien. Also ein voller Erfolg! Mir persönlich ist es auch wurscht, ob am Ende Frau Petry, Herr Höcke oder sonstwer für die AfD bei der BTW Antritt. In unseren Tagen wird es Patriotismus nicht sortenrein geben. Es geht darum, dass die AfD mit einem ordentlichen zweistelligen Ergebnis in den Bundestag einzieht. Danach wird man weitersehen.

Abwegig!
14. Januar 2017 02:26

Entschuldigung, Herr Benedikt Kaiser, Sie sind der Ansicht, Dieter Stein, Karlheinz Weißman und Marcus Pretzell wüßten nicht, daß die Antifa niemanden reden läßt, und die "Junge Freiheit" werde herausgegeben, um sich an einer bundesdeutschen Universität das Recht zu erhecheln, rechte Reden halten zu dürfen?

Ich muß wirklich sehr an mich halten, aber diese Ansichten sind doch völlig abwegig!  Ich kann wirklich nur hoffen, daß ich Sie falsch verstanden habe.

Ich habe vor 15 Jahren schon erlebt, wie Wolfgang Schäuble an der Uni Göttingen am Reden gehindert wurde. Bitte, diese Versuche, selbst noch das rechte Lager zu spalten, sind sehr befremdlich.

Karl K.
14. Januar 2017 07:34

Ich denke, angesichts der Massen von Migranten vor den Türen Europas werden die Menschenfreunde noch sehr viel Gelegenheit haben, ihr wunderschönes Weltblid zu verteidigen. Hoffeentlich gehts ihnen - wenn denn der Verstand sich einmal gebildet haben sollte - nicht wie jenen 68ern, die sich als Erwachsene schamhaft daran erinnern, welchem Unfug sie als Studenten nachgerannt sind.

calculus
14. Januar 2017 08:07

@Der_Jürgen

Ehrliche Patrioten wie Höcke und Poggenburg werden auf Dauer nicht mit den trojanischen Eseln in ihrer Partei zusammenarbeiten können.

Die Strukturen dafür sind ja bereits vorbereitet und für jedermann erkennbar. Überflüssig hinzuzufügen, daß ich davon überezeugt bin, 1) daß er zu einer Wende kommen wird, weil es sie geben muß ("Willkommenskultur" ist dabei nur der letztgültige Schritt hin zum Zusammenbruch), 2) daß dann das große Sortieren losgehen wird. Wer jetzt noch meint, sich bei den alten Kräften rückversichern zu müssen, hat schon verloren.

Hartwig aus LG8
14. Januar 2017 09:34

Geehrter Herr Kaiser,

Ich gehe davon aus, dass Ihre Stoßrichtung eine etwas andere ist. Erlauben Sie mir dennoch ein paar Bemerkungen zur Kantenschere.

Kurze Rückblende in die 90er Jahre: Ich beobachtete, wie im Bahnhof drei junge deutsche Männer einen Asiaten, vermutlich Vietnamesen in eine Ecke gedrängt hatten und ihn anpöbelten und herumschubsten. Ich sah diese Szene aus einiger Entfernung. Es lief wohl nicht darauf hinaus, dass sie ihn vermöbeln wollten, sondern eher etwas schikanieren. Wie dem auch sei, nach einer Weile ging ich dazu und herrschte die drei an. Deren Reaktion verriet mir, dass ich es mit drei kompletten Vollidioten zu tun hatte. Weiterer Fortgang dann eher harmlos... tut nichts zur Sache.    Gleicher Bahnhof Vorplatz, Nachts. Ich wurde Zeuge, wie eine Gruppe Hooligans zwei Schwarze aus einer Strassenbahn trieben und dann eine lange Weile lang kreuz und quer über den Bahnhofsvorplatz jagten.

Frage: Will ich solche Leute kennen; sie als Feunde haben; sie ggf. sogar meine Kameraden nennen?  Meine Antwort: Nein. Will ich nicht. Klarer Schnitt. Ein Minimum an Intelligenz oder ein gewisses Maß an Ritterlichkeit sollte vorhanden sein, bevor ich mich mit jemanden einlasse.

ABER: Leute wie diese haben erreicht, dass sich Ostdeutschland in den 90er Jahren den Ruf eines heissen Pflasters für Ausländer erwarb, der mindestens ein Jahrzehnt nachhallte, und immer mal wieder aufgefrischt wird. Szenen wie die o.a. waren Teil einer Nicht-Willkommenskultur, die dafür sorgte, dass die Einwanderungsströme um Ostdeutschland einen halben Bogen machten. (gewiss war es auch die wirtschaftliche Schwäche, aber eben nicht nur ... ) Man sollte also konstatieren, dass es Kräfte gibt, mit denen man weder persönlichen Umgang haben möchte, noch sie zur politischen Kameradschaft zählt, und die dennoch 1) vergleichbare Ziele haben, und 2) manchmal effektiver sind, als man dünkelhaft eingestehen will.

Hohenstaufer
14. Januar 2017 10:22

An thotho: Richtig erkannt, Benedikt Kaisers hervorragender Kommentar richtete sich eben auch an Sellners "Kantenschere" gegen allzu "böse" Rechte...

Th Wawerka
14. Januar 2017 10:38

Herr Stahlknecht hat im MDR ne ordentliche Ansage gemacht und die gesamte Aktion verurteilt.

 

Was die Kritik an "Kantenscheren" und "Distanzeritis" betrifft - das ist ja keine Einbahnstraße, sondern sollte auch umgekehrt gelten. Political correctness von rechts braucht niemand. 

Erik
14. Januar 2017 10:51

Antlllectual:  Wer ist  diese alt-antisemitische Rechte?  Es mag Einzelpersonen geben,  die krude  Gedankengänge vertreten.  Krude Gedanken werden aber auch  mitunter von  Vertretern der "neuen  Rechten"  artikuliert.  Also hören Sie doch bitte mit dieser spalterhaften schwarz/weiß Malerei auf.  Und jetzt  lesen  Sie sich  bitte nochmal den Artikel von Herrn Kaiser durch.  Dieser  schlägt  Brücken.  Im Gegensatz zu Sellner, Stein und Co.,  die in der Abrissbranche tätig zu sein scheinen und  ganz gerne  diese Brücken zum Einsturz bringen wollen. 

herr k.
14. Januar 2017 11:16

Da kann ich nur zustimmen. E sist schlichtweg naiv zu glaube, man könne sich durch öffentliches Spalten dem doch leider schlichtweg ignoranten Bundesbürger anbiedern. Der wird sich auch trotz des x-ten Anschlags weiterhin an seine virtuellen Pfründe klammern und nichts anders machen als bisher. Wozu auch? Ihm ist doch bisher nichts passiert....er lebt doch noch! Das sist tiefliegender als man denkt, denn warum sollte dieses Kapitalismusopfer etwas auf den Zusammenhalt des Volkes geben, wenn ihm nicht mal die Familie etwas bedeutet, sondern der Job. Eine Rezession wäre schön!

Wir können nur dann gewinnen, wenn wir eine zustimmungsfähige Alternative selbst leben. Überzeugungsversuche führen zum Gegenteil ihrer Absicht...!

Pommer
14. Januar 2017 11:55

"In einer gesellschaftlichen Atmosphäre wie der unsrigen jedoch, in der ein politmedialer Komplex in Kollaboration mit der weltanschaulich entkernten extremen Linken über Tichy, Petry, Kubitschek oder rechte Jugendgruppen gleichermaßen herfällt, ist es ein Akt des Wahnsinns, die Firewall der Political Correctness durch noch so marginale Zugeständnisse an die Gegenseite durchdringen zu wollen. Im Zweifel antwortet diese mit Böllerwürfen."

Was ist denn passiert? Da zeigt sich eine Linke bis zur Kenntlichkeit entstellt und die AfD läuft mitr wenigen guten Leuten auf, die die Sache gut wegstecken, insbesondere Poggenburg, der das Talent hat diese Schmähungen einfach wegzulächeln. Recht hat er. Denn wer war denn am Ende des Tages resp. am Ende des MDR-Berichtes der Sieger dieses Abends? Das letzte Bild in letzterem waren hasserfüllt auf unterzählige politische Gegner eintretende Linke. Mehr geht nicht.

Kurzum, mit dem defensiven und friedlichen Auftreten, weitgehend frei von Drohgebärden, hat die AfD die Firewall der PC doch gerade ein Stück eingerissen. Die Ankündigung der Wiederholung des Ganzen, lässt auf noch mehr hoffen.

Vorgestern Abend haben nicht 30 wehrhafte Altrechte gefehlt, sondern ein, zwei professionelle Kamerateams, die die Hysterie und Absurdität der Linken fragend auf die Spitze treiben.

Nordlaender
14. Januar 2017 12:29

@ Antilectuell

"Mit solchen Leuten ist absolut kein Staat zu machen, nicht zuletzt auch weil sie die durchaus berechtigte Kritik an der führenden Rolle von Juden bei der Drittweltisierung des Abendlandes unmöglich machen."

Natzieh bleibt Natzieh. Erstens bedienen Sie mit der Distanzierung die vorgegebene Matrix, zweitens lösen Sie den "irgendetwas muß aber doch dran sein"-Verdacht aus.

Zweitens kennen Sie doch irgendjemanden, der jemanden kennt, der mit einem Daily-Stormer-Leser schon häufiger zusammen auf dem Tennisplatz gesichtet wurde. Die Scharniertheorie Gessenharters und Wolffsohns (ehemalige Dozenten der BUNTEN Wehr) funktioniert wie geschmiert.

der Gehenkte
14. Januar 2017 12:57

Pseudointellektueller Mob droht mir

Apropos Leggewie

Der hat gerade auf Welt+ nachgetreten. Da hinter Bezahlvorhang, hier die Grundgedanken:

Rühmt sich seiner jahrzehntelangen Auseinandersetzung mit den Konservativen: Anfangs wollte er herausfinden „ob die Projekte der „geistig-moralischen Wende“ den Nachkriegskonsens der Republik antasten“, jetzt interessiert ihn „wer den antifaschistischen Konsens wie weit zu durchbrechen bereit ist.“ Das als Prämisse.

Dann natürlich der heroische Ruf nach „keine Sprechverbote“ für niemand. Hindert ihn nicht daran, wieder auf APO und Dutschke und RAF zu rekurrieren: „Der paradoxe Bezug legt die Frage nahe, ob Kubitschek, Ex-Deutschlehrer, Ex-Soldat im Auslandseinsatz, Ex-Redakteur des Wochenblatts „Junge Freiheit“, eventuell die Ulrike Meinhof der heutigen Konterrevolution darstellen will?

Sie kam mir in den Sinn, als ich von den Aktivitäten in Schnellroda las, die nach Art 20,4 Grundgesetz gegen die Regierung Merkel ein Widerstandsrecht postulieren, was auf den Volksaufstand hinausläuft. Welcher erinnerungstüchtige Zeitgenosse denkt da nicht an Ulrike Meinhofs Aufsatz „Vom Protest zum Widerstand“ aus dem Jahr 1968 nach dem Attentat auf Rudi Dutschke? Das Pathos der Identitären – Kubitschek spricht gerne von der Unverträglichkeit (der „Umvolkung“), der Durchsetzungswucht (der Migranten und Muslime) und vom Glauben – hat viel vom Realitätsverlust der RAF-Vorläufer.

Drängen die Sezessionisten jetzt ebenfalls zur Tat, weil sich die Verhältnisse aus ihrer Sicht so entschieden verschlechtert haben und die Bundesregierung der „Umvolkung“ nichts entgegensetzt?

Oder bleiben sie bei der bekannten Reserve der Konservativen Revolutionäre … „Mit anderen Worten: Bleibt Widerstand ein verbaler Radikalismus, der die Gedanken schärfen und zuspitzen soll, oder ist da die Versuchung, sich aktiver in den Tumult einzumischen, sei es nun in einer rechten Partei oder in einer außerparlamentarischen Bewegung, bei Straßendemonstrationen?“

Das einmal verfestigt, wird noch mal das „miteinander reden“ als Akt betont, obwohl er ja genau das nicht getan hat. Nun die Geschichte des Briefwechsels:

Demnach hätten beide vereinbart, den Dialog nur nach Absprache und Zusage und nicht in den jeweiligen Zentralorganen zu veröffentlichen. Dieses Wort hätte K gebrochen. „Offenbar war er von Beginn an darauf aus, mich irgendwann vorzuführen und sich über 80 Kommentare aus seinem Milieu zu besorgen, die ihn als Großintellektuellen und Stilisten preisen, der es dem Multikultifantasten Leggewie mal so richtig gezeigt hat.“

Tja, und das war`s im Großen und Ganzen. Denn nun widmet er sich nur noch den Beiträgen von adrenio, hubschrauberpilot und Jürgen und interpretiert dies und den Verweis auf sein Anwesen als „Man will mich lächerlich machen“ und „Pseudointellektueller Mob droht mir“.

Im Kommentar auf SiN findet er also endlich ein bißchen von dem, was er von Anfang an zu erfischen suchte: Kompromittierendes Material. Muß man das lesen? Nein! Kein Erkenntnisgewinn aber tauglich zur Selbsterheiterung. Von den Kommentatoren auf Welt gibt es nur Unterstützung für die K-Gruppe.

Antillectual
14. Januar 2017 13:12

@ Nordlaender

Täuschen Sie sich mal nicht. Der Daily Stormer ist die größte aller Alt-Right-Seiten: https://www.alexa.com/siteinfo/dailystormer.com Es gibt also einen relativ großen Kreis an Rechten, der für Judenhaß der primitivsten Sorte zugänglich ist. Diese Antisemiten sind aber der sichere Todesstoß für jede Bewegung, weswegen viele in der AR ernsthaft der Ansicht sind (Colin Liddell, Ramz Paul), daß der DS eine False-Flag-Aktion entweder des FBI oder der jüdischen Anti-Defamation League ist.

Spencers Hailgate - obwohl nur ein Insiderscherz - hat ja direkt zur Abspaltung der Alt-Lite (Mike Cernovich, Paul Joseph Watson, auch Ramz Paul) und sogar Distanzierung von Trump höchstpersönlich von der AR geführt. Die Gefahr, eine rechte Bewegung zu versenken, indem man echte Antisemiten an Bord nimmt oder fahrlässig den Eindruck von Nazi-Nähe erweckt, ist also völlig real.

Dietrich Stahl
14. Januar 2017 13:29

@ Der_Jürgen

„Dass eben dieser Pretzell […] der Lebensgefährte Frauke Petrys ist, lässt wenig Gutes erahnen.“

Der Zunahme von Frauke, die ich für integer halte, verweist auf eine andere lautere Gestalt der jüngeren deutschen Geschichte, Petra Kelly. Auch die beiden „Y“ sind, wie mir gerade auffällt, interessant.

Petra Kelly hatte einen General an ihrer Seite. Es gibt Hinweise, daß der damals seine Pistole auf Befehl hin benutzte. Mit P.K. wäre die nachfolgende Entwicklung der Grünen so nicht möglich gewesen, zumindest nicht so schnell. Ist Pretzell ein moderner Bastian?

Jürgen, es ist zu hoffen, dass ihre Ahnung trügt. Geschichte wiederholt sich nicht mit unbedingter Notwendigkeit.

Adebar
14. Januar 2017 13:34

Für mich, als Nationalist rechts neben der AFD, hört sich der Aufruf von Benedikt Kaiser an, als wenn er uns Nationalisten als groben Keil haben möchte, der mal ordentlich bei der Antifa drauf haut und die Arbeit zu der die AFdler zu feige sind, wie plakatieren und Info-Stände übernehmen bzw, sichern sollen.

Pommer
14. Januar 2017 13:40

@Nordlaender

Wie eindimensional Sie immer argumentieren! Ein sowohl-als-auch oder ein weder-noch scheint Ihnen völlig unbekannt zu sein.

Wenn man als in der gegebenen Lage politisch Aktiver eine Zusammenarbeit mit Leuten ablehnt, die "Nationaler Sozialismus. Jetzt. Jetzt. Jetzt." für eine anschlussfähige Parole halten, dann zieht man eben eine klare inhaltliche Trennlinie, ohne irgendwem Zugeständnisse zu machen. Als würde man diese Dummheiten ohne linke Kulturhegemonie gutheißen.

deutscheridentitärer
14. Januar 2017 14:09

Anscheinend wurde die Sache  medial doch durchaus wiedergegeben, wenn auch natürlich im Bemühen die Angelegenheit zu verzerren ("eine Schlägerei brach aus"). Von unreflektiert-linken Kommilitonen habe ich erfahren, dass sie sich tatsächlich einigermaßen abgestoßen von dem Gebahren des Mobs gefühlt haben, bei weitem mehr als ich von diesen jemals erwartet habe.

Diverse Linke versuchen derweil die Sache zu relativieren, indem sie darauf inweisen, die AfD Leute wären zuerst gewalttätig geworden, was auf einer rein faktischen Ebene (sie haben das Plakat weggerissen) stimmen mag, im Kontext aber freilich eine absurde Behauptung ist.

Aber an sowas klammern sich diese Leute dann halt, um ihr Selbstbild zu wahren. Deshalb hat dieser Kommentator auch völlig Recht:

"Vorgestern Abend haben nicht 30 wehrhafte Altrechte gefehlt, sondern ein, zwei professionelle Kamerateams, die die Hysterie und Absurdität der Linken fragend auf die Spitze treiben."

Mich überkommt bei diesen Szenen auch zuverlässig der Wunsch ein paar Ordnungsschellen zu verteilen, aber man muss hier diszipliniert und strategisch vorgehen.

Dietrich Stahl
14. Januar 2017 14:10

 

Eigentlich wollte ich mich zumindest für einige Zeit aus dem Forum zurückziehen. Ein paar sachlich/kritisch formulierte Beiträge von mir wurden nicht freigegeben. Ich bin da recht losgelöst, aber ich kann meine Zeit durchaus auch anders sinnvoll nutzen. Besonders Ihre deutlichen Worte haben mich aber umgestimmt:

„Wer […] damit beschäftigt ist, die im weitesten Sinne `eigene Gesamtszene´, […]  zu schwächen, indem er zu internen Sortierungsvorgängen und der offenen Kantenschere aufruft, […], besorgt bewußt oder unbewußt das Geschäft des Gegners. Als solcher wäre er künftig zu betrachten." 

„...ist es ein Akt des Wahnsinns, die Firewall der Political Correctness durch noch so marginale Zugeständnisse an die Gegenseite durchdringen zu wollen.“

Auch etliche Beiträge anderer Foristen sind ermutigend.

@ Der_Jürgen

„Hervorragender Kommentar; der wichtigste Satz ist der vorletzte. Wir wissen alle, an welchen Mann er sich in erster Linie richtet.“

@ Nordlaender

"bitte ich um glasklare Definition des Begriffes Antisemitismus. Einer DER zentralen Kampfbegriffe der BUNT-Bolschewisten, um DIE drei echten Tabus zu beschützen, die anderen beiden sind die mit "R" (Rasse, Biologie) und mit "G" (Geschichte).“

@ calculus

„Wer jetzt noch meint, sich bei den alten Kräften rückversichern zu müssen, hat schon verloren.“

@ herr k

„Es ist schlichtweg naiv zu glaube, man könne sich durch öffentliches Spalten […] anbiedern. […]Überzeugungsversuche führen zum Gegenteil ihrer Absicht...!“

In Kubitscheks Buchtitel wird er benannt: „Der schmale Grat“. Der Gegner arbeitet mit allen Mitteln daran, insbesondere die Führer der Rechten ins Stolpern zu bringen und auf ihre Seite des Grates zu ziehen. Die jüngere Vergangenheit zeigt, wie das funktioniert: Grüne und 1989er „Dissidenten“. Doch wir können und müssen aus der Vergangenheit lernen. Es sind wunderbare Zeiten mit außergewöhnlichen Möglichkeiten.

Peter
14. Januar 2017 14:11

 Die Uni Magdeburg ist über die Jahre zu einer linken Kaderuniversität aufgebaut worden. Führend dabei waren und sind die SPD-Mittelmaß-Intellektuellen, die  alles über die "demokratischen" Gremien beherrschen. All diesen ideologisch verblendeten Herrschaften und den Stasi-Enkeln gegenüber gilt:

https://pi-news.net/wp/uploads/2016/02/Pegida-Dresden-6.2.1667b.jpg

deutscheridentitärer
14. Januar 2017 14:16

"Im Gegensatz zu Sellner, Stein und Co., die in der Abrissbranche tätig zu sein scheinen und  ganz gerne diese Brücken zum Einsturz bringen wollen."

Mein Gott, lassen Sie doch mal die Kirche im Dorf. Sehen Sie es halt mal nicht als Neurechts vs Altrechts, sondern als die Notwendigkeit, die offen asozial auftretenden Teile des rechten Spektrums (übergewichtig, flächendeckend gepierct und tätowiert, dem Alkoholismus zugetan) loszuwerden. Altrechts, wenn man diesen Begriff verwenden will, bedeutet meinem Verständnis nach, in den Problemen der 30er Jahre zu denken. Während es eine Kontinuität des Kampfes gibt, haben wir heute eine wesentlich veränderte Lage, auf die eigene Antworten gefunden werden müssen.
 

Heinrich Brück
14. Januar 2017 15:22

Wenn ein Volk seine demographische Misere nicht mehr sehen kann, stattdessen nur an die Befriedigung eigener Egoismen denkt, wird die Prügelstrafe nicht ausreichen. Von welchen angehenden Wissenschaftlern war bei dieser Studentenzusammenkunft die Rede, denn dieser Kindergarten wird später höchstens in den sozialen Schnorrerberufen ein Auskommen finden.

In diesem Land arbeiten keine 20 Millionen mehr richtig, die anderen werden mitfinanziert. Und diese Mitfinanzierten verteidigen ihre Stellung auch in ihrer eigenen Generation, wie es ihnen beigebracht wurde. Es ist ein Wirtschaftsspiel. Und in diesem Spiel kämpfen die „Lebensentwürfe“ gegeneinander.

Wer in diesem Land richtig Geld hat, darf sich unter anderem auch beim Sozi-Staat bedanken. Die Enteignungsmachenschaften wurden der eigenen Kasse zuliebe mitgemacht. Diesen Zug hält niemand mehr auf, er kann nur noch in voller Fahrt umgebaut werden, wenn die Vermögenden bereit sind, richtig in die Zukunft zu investieren!

jak
14. Januar 2017 15:54

Nur zwei Anmerkungen:

1) Die AfD sollte mal bei den Identitären nachfragen, wie man sowas medial besser Ausschlachten könnte. Im Kern ist es ja eine Theaterbesetzung mit vorhersehbarem Ausgang. Das Narrativ sollte aber nicht den Antifanten überlassen werden. Dieses Video sollte es auch unverpixelt geben, um die Brüllaffen bloßzustellen.

https://www.youtube.com/watch?v=dSDIngUsYvE

Die sind ja nur anonym im Pack so furchtbar mutig. Alles dokumentieren, Identitäten veröffentlichen und für jeden Dreck Strafanzeigen stellen. Wenn Post von der Staatsanwaltschaft kommt, dann werden Mamma und Pappa ganz schnell böse...

2) Saalschutz hört sich zunächst gut an, es ist aber genau das, was sich Panorama und Co wünschen. Das gibt dann bloß stereotype Nazi-Skinhead-Springerstiefel-Propaganda in Endlosschleife. Besser ist es doch, wenn sich die Antifanten durch ihre eigene Dämlichkeit selbst entlarven...

Antillectual
14. Januar 2017 16:17

@ Pommer

"Vorgestern Abend haben nicht 30 wehrhafte Altrechte gefehlt, sondern ein, zwei professionelle Kamerateams, die die Hysterie und Absurdität der Linken fragend auf die Spitze treiben."

Ganz genau. Solche Kamerateams, die die linken Störaktionen ins Bilder fangen und bei Youtube und anderswo ins Netz stellen, fehlten schon bei den Anti-Pegida-Demos, die von offen Linksradikalen nur so durchsetzt waren. Beim Informationskampf müssen wir noch gewaltig nachrüsten.

Staatsfinanzierter Gesinnungsterror
14. Januar 2017 16:37

Die Merkel-Jugend (= die staatsfinanzierte Schlägertruppe der "offenen Zivilgesellschaft") hat also wieder mal für "bunte Vielfalt" demonstriert, "friedlich" natürlich und "mutig".

Die Antideutschen Faschisten sind die staatlich finanzierte (und wahrscheinlich geheimdienstlich (wohl nicht nur von inländischen Diensten) gesteuerte) Terrortruppe der hiesigen neomarxistischen Staatsideologie der "Frankfurter Schule". Und die exerzieren jetzt ihre Form der "repressiven Toleranz" vor. Das "Wehret den Anfängen", welches die kraftlosen sog. "Eliten" (in Wahrheit ein Haufen konfliktscheuer feiger Versager) des Adenauer-, Erhard- und Kiesinger-Staates zu unser aller irreversiblem Schaden zu praktizieren versäumt hatten, wissen die neomarxistischen Umvolker immer und überall mit aller Härte durchzusetzen.

Und werden dabei von offen mit diesen Linksextremisten sympathisierenden Polizei- und Kommunalführungen unterstützt, z.B. neulich in Leipzig, wo es offenbar darum ging, zu verhindern, daß unter den Augen der Polizei stattfindende Ausschreitungen linker Schlägerbanden der Antifa von neutralen ausländischen (russischen) Kameraleuten dokumentiert werden können: Man behauptete einfach frech, es bestünde der Verdacht, die Kamera des russischen Reporterteams könnte gestohlen sein - und schon konnte die Randale der Merkel-Jugend unbehindert von lästigen Filmaufnahmen von RT unter den Augen der BRD-Polizei, bzw. deren örtlichen Ablegers des Herrn Merbitz, vonstatten gehen.

https://deutsch.rt.com/inland/45221-legida-verdacht-ruptly-geklaute-kamera-leipzig/

(Man beachte den während der Diskussion der russischen Reporterin mit den BRD-Polizeibeamten im Hintergrund mit einer Fahne der Antideutschen Faschisten durchs Bild gehenden Angehörigen der Merkel-Jugend)

Man stelle sich vor, was in den zwangsgebührenfinanzierten Feindsendern von ARD und ZDF los wäre, hätte die Moskauer Polizei ein Kamerateam eines der vorgenannten Lügensender unter dem Vorwand, man müsse untersuchen, ob die zwangsgebührenfinanzierte Kamera nicht eventuell gestohlen sei, an der Anfertigung von Filmaufnahmen einer Anti-Putin-Demonstration oder einem "Kreisch-In" von "Pussy-Riot" gehindert - wahrscheinlich hätte der russische Botschafter am Werderschen Markt antanzen und die amtliche "Mißbilligung" eines beamteten Vertreters des Merkel-Regimes über sich ergehen lassen müssen.

Wie darauf reagieren? Vielleicht muß man hier tatsächlich von den neomarxistischen Kulturrevolutionären der 68er-Bewegung einiges abschauen, z.B. den Spruch "Macht kaputt, was euch kaputt macht"?

Der_Jürgen
14. Januar 2017 16:39

@Antillectual

Ich musste schmunzeln, als ich las, dass die Extremisten, von denen wir uns distanzieren müssen, Ihrer Ansicht nach die Leute um Andrew Anglin und seine Internet-Zeitung "The Daily Stormer" sind. Wie ich im Rahmen der Debatte um den mehr als fragwürdigen vorletzten Sellner-Artikel in mehreren Wortmeldungen festhielt, bin ich ein Gegner der Distanzierungsmanie im rechten Lager. Allerdings ging und geht es mir um SERIÖSE Rechte, zu denen für mich durchaus auch NPD-Mitglieder gehören können, und nicht um Provokateure wie Anglin. Von diesen brauchen wir uns aber gar nicht expressis verbis zu distanzieren, weil sich das für kultivierte Menschen - und auf diesem Blog melden sich wohl praktisch ausschliesslich solche zu Wort - von selbst versteht.

Ich machte kein Hehl daraus, dass ich "The Daily Stormer" gelegentlich lese, weil ich dort eine Menge von Informationen finde. Der aggressive, bewusst vulgäre Ton (Neger sind grundsätzlich "Dindus" oder "Niggers", Juden "Dirty Kikes", Muslime "Kebabs", Mexikaner "Beaners") stösst einen intelligenten Menschen aber unweigerlich ab, ebenso wie die primitiven Karikaturen und das unterirdische Niveau der Leserkommentare. Unsere Gegner werden sich für diese Gratisreklame sicherlich herzlich bedanken.

Wer die intelligentesten Vertreter der amerikanischen Rechten kennenlernen will, soll beispielsweise den "Occidental Observer" lesen.

Hätte Martin Sellner klargestellt, dass er sich nur von SOLCHEN Rechten distanziert, hätte sein Aufruf keinen solchen Wirbel verursacht.

Monika
14. Januar 2017 16:44

"Nun könnte man denken, dass ja immerhin noch die Gedanken frei sind. Aber es ist ein Irrtum, zu glauben, dass derjenige, dem man das Sprechen und Schreiben beschneidet, noch frei denken könne. Es gibt keine Freiheit des Denkens ohne die Möglichkeit einer öffentlichen Mitteilung des Gedachten. Und das gilt nicht nur für die wenigen Schreiber, sondern gerade auch für die vielen Leser. Gedankenfreiheit bedeutet für die meisten Menschen nämlich nur die Möglichkeit, zwischen einigen wenigen Ansichten zu wählen, die von einer kleinen Minderheit öffentlich Redender und Schreibender verbreitet worden sind. Deshalb zerstört das Zum-schweigen-bringen abweichender Meinungen die Gedankenfreiheit selbst." (Norbert Bolz)

Weil das so ist, soll bei SiN keine Kantenschere angesetzt werden. Niemand sollte hier zum Schweigen gebracht werden. Rechte und linke Außenseiter sollen zu Wort kommen können. Die heftigen Diskussionen bei Sellner und Pirincchi sind gut auszuhalten und regen zum Denken an. Etwas kultivieren könnte man den Ton, der bekanntlich die Musik macht.

Benno
14. Januar 2017 17:21

Vorneweg: Ein sehr guter Artikel mit den richtigen Schussfolgerungen.

Die extreme Linke (und ich bin mir nicht einmal sicher, ob man das wirklich auf die extreme Linke beschränken muss) ist dermassen selbstgefällig, fühlt sich moralisch so absolut unantastbar, dass sie keine Anzeichen von Anstand zu zeigen müssen glaubt. Ich habe in Berlin einmal auf einem Konzert erlebt, dass der Sänger der Gruppe ein Lied angekündigt hat, in welchem es um "Zivilcourage" ging. Er erläuterte dann an einem Beispiel aus seinem Heimatort, was "Zivilcourage" sei: "Im Bus steigt ein Afrodeutscher ein. Eine Oma in ihren Achtzigern meint darauf hin: "Jetzt gibt es die bei uns auch schon." Nun zeigte ein junger Herr Zivilcourage. Er verpasste der Oma nämlich eine Backpfeife und sagte ihr: "Halt die Fresse, Nazioma."

Muss man, kann man mit solchen Leuten in irgend einer Art über Anstand diskutieren?

Was mir im Kommentarbereich auffällt; einige Konservative und Rechte sind noch absolut in der Terminologie des Gegners verhaftet sind. Warum muss man politisch motivierte linke Gewalttäter in ihrer Vorgehensweise als faschistisch bezeichnen. Die äusserste Linke hat schon im vorletzten Jahrhundert und erst recht ab 1917 gezeigt, wozu sie fähig ist und dass Gewalt bei ihr ein absolut legitimes Mittel ist. Das ist nichts per se faschistisches. Das kann man einfach einmal so festhalten, ohne dabei gleich eine Diskussion über den kausalen Nexus starten zu wollen.

Einige Leute hier haben zu bedenken gegeben, es wäre nötig, einen Saalschutz zu organisieren. Das ist eine durchaus überlegenswerte Sache. Zu bedenken geben möchte ich hier einfach, dass die Leute die dafür benötigt werden wohl kaum dort zu finden sind, wo bspw. in profunder Art und Weise über die Evolution von Jüngers "Stahlgewittern" diskutiert wird.

E.
14. Januar 2017 18:15

Über die Gewaltaffinität der Linken und deren Intoleranz gegenüber Andersdenkenden mache ich mir schon lange keine Illusionen mehr. Zumal sie von den Staatsmedien und Systemparteien gepriesen, zumindest geduldet wird.

Ich hatte einige Schlüsselerlebnisse dieser Art in meinem Leben, während meines Studiums in Frankfurt/Main, später in Berlin und anderswo.

"Gewalt" ist übrigens auch, wenn die persönlichen Daten und Privatadressen aller Teilnehmer eines Parteitages der AfD, einer demokratisch zugelassenen Partei, in einem "linken" Internetmedium veröffentlicht wurden und all´ jene pharisäerhaften linken Politiker und Journalisten, die ansonsten nicht müde wurden, von "Persönlichkeitsrechten" zu schwadronieren, dies nicht verurteilten, sondern duldeten und sich darüber freuten. Darüber freuten, dass Staatsbürger, die sich für eine demokratische Partei interessieren, an den Pranger gestellt werden.

Ich bin mittlerweile soweit, dass ich auch an meinem Arbeitsplatz meine Meinung sage, wenn ich selbst an meinem Arbeitsplatz mit "linker" Zwangsbeglückung konfrontiert werde.

Ich hoffe, dass ich es noch erleben werde, dass all´ diesen Pharisäern ihre heuchlerische Maske vom Gesicht gezogen wird.

Waldgänger
14. Januar 2017 19:15

Offenbarungseid der angeblich Intellektuellen Linken. Geschrei statt Diskussion, Gewalt gegen anders Denkende.Die Vielfalt ,welche diese für sich reklamieren, entzaubert sich als Menschen und Meinungsverachtende Einfallt.Universität als Hort geistiger Limitiertheit und Intoleranz.

Zeit für politische Veränderungen, Zeit für einen Neubeginn!

Tom Prox
14. Januar 2017 19:34

Diese in Magdeburg vor einem wertkonservativen Dozenten tobende, linksradikale Studententruppe kenne ich noch aus meiner Stuttgarter Studentenzeit . Auf mich wirkte dieses Gewaltchaos wie eine Zeitmaschine . Gehirnamputierte mit Scheinabitur und einem von den bedrängten Lehrern abgepreßten Notendurchschnitt ( in Bayern liegen 40% der Abiturienten angeblich bei einem Notendurchschnitt von < 1,5 -

Da reift doch glatt eine Generation von zukünftigen Nobelpreiskandidaten heran ) studieren dann Politologie , Soziologie , Geschichte, Lehramt oder Jura und gehen dann wiederum später in diese Berufe zum "Staat" oder in die grünroten Parteien , um junge Leute weiter mit der linken Ideologie zu infiltrieren .                                               

Für technische oder naturwissenschaftliche Studiengänge sind diese Leute nämlich meist zu blöde. Mit der Verbreitung der rotrotgrünen Ideologie in jungen Gehirnen hatten sie damit aber leider, wie man in Magdeburg jetzt wieder sehen konnte , über Jahrzehnte Erfolg, was die tumultartigen Szenen beweisen.

Was man allerdings auch erkennt ist, die Tatsache , dass die CDU-CSU auf dem Gebiet der Hochschulpolitik völlig versagt hat . Diese Parteien haben dort über Jahrzehnte das Feld völlig den Linken überlassen . Das Gleiche gilt für die Medienpolitik, wo selbst der Bayerische Rundfunk in München seit Jahren im Politikbereich, quasi unter den Augen der nebenan residierenden CSU, von Linken beherrscht wird. - Ist die CSU mittlerweile also auch diesem Lager zuzurechnen ? - Die Merkel sitzt jedenfalls schon mittendrin.                                

Es wird allerhöchste Zeit , dass die zunehmend stärker werdende AfD sich dieses Themas bei einer späteren Regierungsbeteiligung oder Regierungsübernahme mal grundlegend annimmt.

JensN.
14. Januar 2017 20:17

Die Aktion von Poggenburg war mutig und im wahrsten Sinne des Wortes "zivilcouragiert". Von den selbsternannten Bildungsbürgern der Unis kommen schon lange keine stichhaltigen Argumente mehr, wenn sie denn überhaupt jemals versucht haben zu argumentieren. Eine traurige Nachricht erfahre ich gerade: Udo Ulfkotte ist gestorben!

Paracelsus
14. Januar 2017 20:31

Ich sehe in der Aktion der Studenten eine schöne Selbstoffenbarung; die Delegitimierung ihres eigenen Status als der geistig strebende, intellekt-begabte und -anwendende Teil des Volkes.

Mit sozialen Anliegen, Gerechtigkeit für alle, Bildung für alle usw., hat das alles nichts zu tun. In der alten Sozialdemokratie gab es Arbeiterbildungsschulen; der Zugang zu geistiger Nahrung war etwas, wonach sich die „einfachen Leute“ sehnten.

Heute boykottieren diese Gestalten den geistigen, wissenschaftlichen Austausch, den Streit, das Gespräch! Sie weigern sich, Ideen anderer Menschen anzuhören und sich argumentativ mit ihnen auseinanderzusetzen. Was soll man dazu sagen? Es ist die Selbstdemontage, eigentlich ein Antrag auf Exmatrikulation, eine geistige Bankrotterklärung.

Nur ist dieses Verhalten ja überhaupt nicht neu; es findet sich seit den berühmten 1968er Jahren in den Hörsälen der Republik. Das Ideal geistiger Umnachtung als Basis einer Bewegung! Debilität als Lebenssinn!

Erstaunlich, dass es immer noch möglich ist, solche Aktionen zu verklären, als Kampf gegen das Böse usw.

Meier Pirmin
14. Januar 2017 20:54

Jenseits der hier geführten wenig angenehmen Diskussionen um Grenzziehungen hat nunmehr Erika Steinbach eine Grenze gezogen, die von vergleichsweise höherer politischer Relevanz ist als hier geführte Debatten. Im Gegensatz zu anderen Ausgetretenen aus der Union wird man ihr am wenigsten Karrieregeilheit und Opportunismus vorwerfen können, denn die Vertriebenen waren ja seit Adenauer ein legitimer und anerkannter und lange mitgetragener Flügel der Unionsverbände und ihre relevantesten Sprecher mussten sich in der Regel nicht verbiegen. Steinbach schon gerade gar nicht. Dass Sie nun direkt zur Wahl der AfD aufrief, deren Schwächen ihr gewiss nicht unbekannt sind, wird ihr mutmasslich von noch nahestehenden Parteifreunden und wohl auch von der CSU übel genommen werden. Umgekehrt würde sie sich, auch wenn sie entgegen ihres Neins wieder in den Bundestag kandidieren wollte, nicht weiter verfärben. Die Steinbach bleibt die Steinbach, so verhält es sich nun mal mit den sicheren Werten. Bei ihr weiss der Wähler mutmasslich genauer was er hat als sogar bei Petry. Insofern wäre ihre Wiederwahl, auch von der enormen Erfahrung her, wohl wünschbar. Selbst auch die Rechtesten unter den Rechten müssten sie nicht als "Unterseeboot" einschätzen sondern dürften ehrlicherweise wünschen, dass sie im Allgemeinen bleibt wie sie war und ist, ohne dass sie gleich eine Führungsposition einnehmen müsste. In der Politik ist es, zumal für Fragen des Bewusstseins, wichtiger, ein Element zu sein als eine Macht. Steinbach ist ein Element.

Udo Ulfkotte, am Freitag den 13. verstorben, war mehr als nur ein Element. Wiewohl täglicher Bücherleser, habe ich mir bisher noch keines seiner Bücher vorgenommen, weil man das, was er über die Lügenpresse mutmasslich zutreffend schrieb und ebenfalls über den Islam, auch ohne seine Arbeit täglich sehen kann. Von Ulfkotte habe ich aber regelmässig seine nicht seltenen guten Artikel in der "Schweizerzeit" gelesen, was mir bis anhin genügte, konnte leider seinem Referat an einer entsprechenden Tagung nicht beiwohnen. Am Tage liegt, dass er zu den wichtigsten und auch gefürchteten  Publizisten Deutschlands gehörte. Was nun aber bei der Todesmeldung in den Mainstreammedien das sich Überschlagen von "populistisch", "umstritten", "Verschwörungstheoretiker", "islamophob" und "ausländerfeindlich" betrifft, sind in diesem Augenblick Markierungen einer oberfiesen Journaille, die ihrem Ruf als Lügenpresse wieder mal gerecht wurde.  Dass immerhin die bei Benedikt Kaiser und anderen hier kritisierte Junge Freiheit im Augenblick seines Todes hinstand und sich zu diesem von seinem Lebenslauf her mutigen Publizisten bekannt hat, bleibt über alle Meinungsverschiedenheiten hinaus zu anerkennen.. Es stellt sich bei Ulfkotte ohnehin kaum die läppische Frage, zu welchem Lager oder Unterlager der deutschen Rechten er gehört habe. Meines Erachtens war er nicht zu den Übereifrigen zu zählen, die jetzt schon den Verdacht zuvorderst haben, ob er nicht doch ermordet worden sei. Dabei wäre es in seinem Fall aber kein Luxus, dass Journalistenfreunde die Umstände seines Todes noch genauer in Erfahrung bringen, um jeden Verdacht auch wirklich auszuräumen. Angesichts seiner Rastlosigkeit, auch beim Publizierern, was mich etwas an das frühe Ableben des 52jährigen grossen Bibelforschers und Kritikers der Mainstreamtheologie Carsten Peter Thiede (1952 - 2004) erinnert, ist plötzliches Herversagen keineswegs unwahrscheinlich. Was Mut und Unerschrockenheit betrifft, aber auch Unnachgiebigkeit beim Nachhaken der Fakten, scheint es mir, Ulfkotte habe sich zu Lebzeiten weder vor Walfraff noch vor dem als Autor weit überdurchschnittlichen  Schweizer Recherchierpublizisten Meienberg verstecken müssen, welch letzterer sich in seinen letzten Tagen vor dem Freitod 1993 von Geheimdiensten verfolgt fühlte. Ulfkotte hinterlässt eine Lücke auf seinem spezifischen Gebiet, welche nicht leicht zu schliessen sein wird. Hat irgendein Schreibender bei IF oder bei SiN eine vergleichbar relevante publizistische Lebensleistung erbracht? Wenn nein, tröste man sich damit, dass man noch am Leben ist und die Herausforderung dieser bedeutenden Lücke annehmen sollte. Selbst wenn natürlich nicht jeder Schreiber die selbe Lebensaufgabe hat und die selben spezifischen Begabungen. Aber klar, Ulfkotte hatte es mehr mit den Fakten als mit der Philosophie. Diese waren auch wichtiger als die Deutungen und Kommentare.

Meine Entrüstung über diejenigen unter den Foristen, die Wikipedia mit Information verwechseln, ist nach der Todesmeldung von Ulfkotte nicht kleiner geworden. Die permanente, wenn auch oft via Fremdverweise getarnte  Wertungssucht und das offensichtlich Tendenziöse im Wikipedia-Artikel über Ulfkotte ist unter dem Niveau der besseren Presse im 3. Reich und nicht weit von der Art, wie damalige Parteizeitungen über Gegner "informierten". Ulfkotte verdient es, dass zu seinem Andenken vielleicht in der nächsten christlichen Kapelle eine Kerze entzündet wird. Es hat in solchen Augenblicken etwas für sich, nicht gottlos zu sein.

Heinz Obst
14. Januar 2017 21:42

@Herr K. - 14. Januar 2017 10:16 AM

Da kann ich nur zustimmen. Es ist schlichtweg naiv zu glauben, man könne sich durch öffentliches Spalten dem doch leider schlichtweg ignoranten Bundesbürger anbiedern. Der wird sich auch trotz des x-ten Anschlags weiterhin an seine virtuellen Pfründe klammern und nichts anders machen als bisher. Wozu auch? Ihm ist doch bisher nichts passiert....er lebt doch noch! Das ist tiefliegender als man denkt, denn warum sollte dieses Kapitalismusopfer etwas auf den Zusammenhalt des Volkes geben, wenn ihm nicht mal die Familie etwas bedeutet, sondern der Job.

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Der konsumfixierte, fernsehglotzende, obrigkeitshörige, ignorante Buntlanduntertan ist - wie in "Der Mittelstand" von A. Pirinnci trefflich beschrieben, ohnehin verloren. Vergebliche Liebesmüh ist's, auf diese Leute zu warten. Solcherlei rückgratlose Figuren machen auf fünf Minuten nach 12 noch immer schön mit, springen brav über jedes Stöckchen das ihnen hingehalten wird. Widerstand sollen andere leisten. Und wenn diese Anderen damit Erfolg haben, kann man sich ihnen ja immer noch anschließen ...

Für die Tochter eines engen Freundes endet im kommenden Sommer die Schulzeit. Außer "vielleicht irgendwas studieren" gibt's bisher keinerlei Idee, wie es nach der Schule weitergehen könnte. Die Leute, die "irgendwas studieren" sind dann auch genau jene, die als Fußtruppen des bunten Regimes Veranstaltungen wie die vorgestern an der Magdeburger Universität geplante verhindern.

Diese Art von Studenten wird genauso wie die vorab erwähnten, fernsehgesteuerten Buntbürger erst dann wach werden, wenn dem gegenwärtigen System die ökonomische Basis abhanden kommt.

Die gute Nachricht des Tages: Erika Steinbach verläßt die Islampartei CDU!

Nordlaender
14. Januar 2017 23:18

@ Meier Pirmin

"Meine Entrüstung über diejenigen unter den Foristen, die Wikipedia mit Information verwechseln, ist nach der Todesmeldung von Ulfkotte nicht kleiner geworden. Die permanente, wenn auch oft via Fremdverweise getarnte  Wertungssucht und das offensichtlich Tendenziöse im Wikipedia-Artikel über Ulfkotte ist unter dem Niveau der besseren Presse im 3. Reich und nicht weit von der Art, wie damalige Parteizeitungen über Gegner "informierten". "

Stimme mit Ihnen gänzlich überein, daß unsereins Dekonstruktion (im weiten Sinne) nicht dem Feind überlassen sollte. Allerdings muß ich sagen, daß ich das schlichte Dekonstruktionsverfahren per "Diddelchen" lieber einem spannenden Bildungsfrollein überlasse, die gerade ein Praktikum bei der TAZ absolviert. Soviel zu: "informierten".

Geschlechtsneutrale Eintragungen kann es in jedem Nachschlagewerk womöglich zum Verlauf der Elbe oder des Rheines geben, zu Themen wie sagen wir einmal Marxismus oder Konservativismus ist das absolut unmöglich. Ideologiefreiheit ist ein Popanz. Weltanschauliche Neutralität gibt es ausschließlich außerhalb der Welt der ewigen politischen Kämpfe.

Leider bleiben Sie mir die Antwort schuldig, ob es auch dann die Wissenssoziologie geben kann, wenn ein Eintrag auf Wikipedia von einer solchen spricht. Oder ist das für Sie ein Beweis deren Nichtexistenz?

Für Ihren Bezug auf das Dritte Reich verleihe ich Ihnen hier feierlich die Godwin-Ehrenmedaille in Gold. Herzlichen Glückwunsch.

https://de.wikipedia.org/wiki/Godwin%E2%80%99s_law

Vexillifer
14. Januar 2017 23:22

Ach herrje, Antillectual, auf Nachfragen bzgl. Ihres steilen Statements oben waren Sie wohl gar nicht vorbereitet. Oder ist Ihnen wirklich nichts Besseres eingefallen als der Daily Stormer? 

Erstens mal ist es völlig unpassend, ein Ami-Blog, das unter völlig anderen Voraussetzungen erscheint, für unsere Situation beispielhaft herzunehmen. Und zweitens erkennen Sie (passenderweise) Trolling nicht, wenn es Ihnen entgegenspringt.

Vorsicht beim Durchwandern des Internets; einige Inhalte könnten Sie verunsichern!

Zarathustra
15. Januar 2017 00:56

Der Bezug zum vorletzten Beitrag eines gelegentlich zum Stockholmsyndrom neigenden – und dennoch sehr mutigen und vielversprechenden – Identitären ist leicht erkennbar. Dazu nur soviel:

Wer in der Öffentlichkeit dazu rät, »die Firewall der Political Correctness« durch Zugeständnisse an die Gegenseite durchdringen zu wollen, erhöht damit die Plausibilität der gegnerischen These, daß er sich nur aus TAKTISCHEN Gründen von den Vogelscheuchen der demokratischen Willensbildung distanzieren würde und in Wahrheit ein »Wolf im Schafspelz« sei. Er macht sich damit für die Mehrheit unwählbar und manövriert sich in eine politische Sackgasse.

Jede VOM GEGNER ERZWUNGENE Distanzierung bestärkt gerade den Verdacht, mit demjenigen, von dem man sich distanziert, eigentlich wesensgleich zu sein. Wer so handelt, bestärkt nicht nur das Selbstvertrauen des ohnehin selbstgerechten Gegners (insbesondere der gewaltvernarrten Soros-Jugend genannt Antifa), sondern gesteht genau besehen das eigene Im-Unrecht-sein. Langfristig ist solche Distanzierung politischer Selbstmord. Insofern hat Benedikt Kaiser völlig recht.

Dies bedeutet aber mitnichten, daß wir GAR KEINE Grenzziehung vornehmen sollten und jeden vom System abgestoßenen Idioten allein wegen seines Paria-Status bei uns aufnehmen sollten. Daß politische Analphabeten, paranoide Verschwörungstheoretiker und stategie-unfähige, halbdebile Radaumacher (Figuren, die übrigens gerade das Bild abgeben, das die Systemmedien von uns zeichnen wollen) nichts bei uns verloren haben, ist kein opportunistisches Zugeständnis an den Gegner (um unbemerkt durch seine »Firewall« zu kommen), sondern ein ohnehin zu vollziehender und selbstverständlicher Akt der Selbsthygiene.

Souverän ist, wer SELBSTÄNDIG entscheidet, wer zu ihm gehört. Wer aber in dieser Frage aus Trotz handelt, ist genauso unsouverän und wirkt genauso unseriös wie der Gefallsüchtige. SEIEN WIR SOUVERÄN!

(Genau in diesem Sinne – und übrigens sehr brillant – schreibt auch Hans-Thomas Tillschneider hier).

    Zarathustra

Nordlaender
15. Januar 2017 01:04

@ deutscheridentärer

"Sehen Sie es halt mal nicht als Neurechts vs Altrechts, sondern als die Notwendigkeit, die offen asozial auftretenden Teile des rechten Spektrums (übergewichtig, flächendeckend gepierct und tätowiert, dem Alkoholismus zugetan) loszuwerden."

Pfffh ... bin Angehöriger des Packs, durch und durch, die Feiertage mit ihrer Völlerei haben mir einen bedenklichen Zettel hinterlassen. Wieviel Met pro Woche und wieviel Kilogramm wird denn vom gediegeneren Bürgertum konkret noch geduldet? Immerhin ist mein Körper mit solchen neumodschen Seemannsbildern auf der Haut nicht garniert.

Schildere Ihnen mal eine böse Traumvorstellung, die ich als Sprößling der Unterschicht habe: Ein abgetrenntes Elitistan, eine großflächige Region, ganz frei von Pack. Der Bürger dort bekommt seine Lebensmittel von Kraftfahrern angeliefert, die  so belesen sind, daß es eine Bereicherung ist, mit ihnen über die Tagebücher von Thomas Mann oder Ernst Jünger zu diskutieren.

"Altrechts, wenn man diesen Begriff verwenden will, bedeutet meinem Verständnis nach, in den Problemen der 30er Jahre zu denken."

Beim heiligen Godwin, das wäre wirklich mal interessant, die Unterschiede detailliert herauszuarbeiten! Sicherlich hat der herrschende moderne sozial- und christlich-demokratische BUNT-Bolschewismus 2017 eine andere Qualität als Gulag, Hungerholocaust, Massenerschießungen etc., verbrochen vom damaligen Bolschewismus.

Aristoteles.
15. Januar 2017 01:32

 @Tom Prox

"Ist die CSU mittlerweile also auch diesem Lager zuzurechnen ?" Wirkt die Schlafteblette noch?

@Dietrich Stahl

"Petra Kelly" Dass Bastian nicht lupenrein war, der Gedanke kam mir auch schon. Bin mir mittlerweile fast sicher, dass er Petra Kelly gedreht hat. In der jetzigen BRD geht es ja auch fast nur um Frauen: Merkel, Petry, Wagenknecht. Fehlt nur noch Barbie Schwesig als Kanzlerkandidatin.

@Benno

"Warum muss man politisch motivierte linke Gewalttäter in ihrer Vorgehensweise als faschistisch bezeichnen."

Weil man es sich im Krieg der Begriffe sonst unnötig schwer macht. Nicht nur, dass sich 'Autoritarismus', 'Korporatismus', 'Führerkult' (Merkel) auch auf die Buntfaschisten anwenden lassen --- einfach den Begriffsspieß umdrehen, der schon längst abgestumpft ist und um den neu zu streiten Zeit- und Energievergeudung ist. Intern können Sie ja gerne neu am Begriff herumbasteln. Wichtiger ist der Kampf um Begriffe, die es wirklich zu verteidigen gilt: Volk, Familie, Heimat.

@ weiß nicht mehr, wer das Wort gebraucht hat

"Saalschutz"

Ominöse zwei Anfangsbuchstaben. Allerdings welche, die - gerade angesichts der Magdeburger Verhältnisse - vor Augen führen, wie die Reihenfolge damals war:

https://de.wikipedia.org/wiki/Spartakusbund#Verh.C3.A4ltnis_zu_den_Bolschewiki

Monterone minor
15. Januar 2017 01:37

@Eichensucher

Für den Maestro wird dieser infantile Witz mit Sicherheit keine Konsequenzen haben.

Aber selbstverständlich wird dieser „Witz“ für ihn Konsequenzen haben. Diejenigen, um derentwillen er ihn erzählt hat.

@Meier Pirmin

Dabei würde ich, wiewohl Leser jener Zeitung (der JF, M.m.), beim dortigen Blog nicht mitmachen, weil dort entgegen dem Zeitungstext fast nur in sich selbst bornierte Meinungen, oft auf tiefem Level, ausgetauscht werden, im Gegensatz zu SiN, wo auch bei Leuten, mit denen ich streite, in der Regel ein argumentativer Diskurs sichtbar wird.

Ich empfinde das auch so, und zwar mit Bedauern. Sollten wir uns aber, gezwungen durch die Zeitläufte, eines Tages hinter einer Barrikade wiederfinden, keiner metaphorischen, sondern einer höchst realen, und  Zeit und Gelegenheit uns die Wahl lassen, so würde ich persönlich den Schulterschluß mit den auf tiefem Level argumentierenden Landsleuten suchen.

Meier Pirmin
15. Januar 2017 02:09

PS. Unterdessen hat der Spiegel einen Nachruf für Ulfkotte geschaltet, den man aus der Sicht eines politischen Gegners als vergleichsweise fair bezeichnen kann, wiewohl der "Verschwörungstheoretiker" übrig bleibt. Ulfkotte sei nie langweilig gewesen! Das will immerhin aus der Sicht des Gegners etwas heissen. Die breit gestreuten Erstmeldungen aber über den Tod des Journalisten folgten Meutenverhalten und  nicht zuletzt, wie oft in solchen Fällen, von Wikipedia zu stark beeinflusst. Was ich sodann schrieb über noch verhältnismässig anständiges Verhalten von Presseorganen im 3. Reich, gemeint katholische Zeitungen bis teilweise die Frankfurter, war natürlich kein inadäquater Vergleich zwischen Diktatur und Demokratie, insofern die von mir gemeinten Bürgerlichen und Christlichen damals über fast alles Wichtige schweigen mussten, was auch einem Jochen Klepper, Lieblingsautor von Kubitschek, nicht entgangen ist.  Das heutige Meutenverhalten, wo fast jeder dem anderen Schlagworte abschreibt, bleibt nichtsdestotrotz eines Landes mit Pressefreiheit unwürdig. Unglaublich auch, was die Neue Zürcher Zeitung am Samstag mahnte, wie unkritisch vorige Woche Gerüchte über Trump betr. Russland von einer einst seriös sein wollenden Presse verbreitet wurden. Eine Illustration zum Thema Lügenpresse, das natürlich so nicht genannt wurde.

Der Tod von Ulfkotte einerseits und der Parteiaustritt von Steinbach andererseits deuten an: eine politische Debatte auf einem Blog kann unmittelbar durch neue Ereignisse, die beinahe gleichzeitig geschehen, relativiert werden, wiewohl keineswegs als bedeutungslos hingestellt. Von Interesse ferner der Hinweis eines Bloggers, dass Leggewie in der "Welt" versuchte gegem Kubitschek zurückzuschlagen. Es stimmt natürlich nicht, dass sich Kubitschek auf dem eigenen Blog einfachhin bejubeln lässt. Es wurde natürlich auch Kritik an ihm geübt, jedoch nicht so plump und schlagwortartig, wie oft und gar meist in der herkömmlichen Presse üblich. Dass in diesem  jetzt noch laufenden Blog nun aber eine offensichtliche Entgleisung von @antillectuall, die der auf seine Weise sensibilisierte @Nordländer nüchtern erfasst hat, nicht zu einer Antisemitismusdebatte ausgebaut wurde, mit Weiterungen und weiteren Gefahren von Entgleisungen, dafür habe ich trotz Nichtschaltens eines kritischen Beitrages von mir in dieser Sache Verständnis. Wäre @antillectual irgendwo in der Republik namentlich bekannter Landtags- oder Stadtabgeordneter, hätte man ihn wohl aus jeder ernst zu nehmenden Partei ausgeschlossen, selbst wenn er sich erklärt hätte, es sei nur eine zu wenig reflektierte sozusagen unabsichtliche These à la Martin H. (ex CDU) von Fulda gewesen.  Sicher werden oder würden sich auch Leggewie und Co. mit Heisshunger auf verunglückte Formulierungen dieser Art stürzen, die ich nicht als repräsentativ erachte und die im Normalfall von der sog. "Rennleitung" aus guten Gründen nicht geschaltet werden. 

Andreas Walter
15. Januar 2017 04:37

Das spielt aber eh alles schon bald keine Rolle mehr, wenn (auch) Deutschland und damit auch die Grünen und Roten von der Wirklichkeit überrollt werden.

Weil es eben meist kleine Rechen- und Denkfehler sind, die dann aber in die Katastophe, in den Untergang führen.

Ich benutze darum auf meinem Laptop einen Rechner mit 25 Stellen Anzeigegenauigkeit (Magic Number Machine). Gerade wenn man auch Dinge auf weltweitem, globalem Niveau ausrechnet ist das hilfreich, wegen der grossen Zahlen, mit denen man es da zu tun hat. Also auch, wenn es um die Weltwirtschaft geht, die globale Ökonomie. Oder den Weltenergieverbrauch. Mit Exajoule (EJ) musste ich erst neulich rechnen, als ich die angebliche Reichweite von Thorium überprüft habe. Denn wir müssen uns ernsthaft Gedanken machen, auch die Grünen, wie sie 7,5 Milliarden Menschen ernähren wollen, nur mit EE, Erneuerbaren Energien. Da sehe ich ziemlich schwarz, wenn wir nicht noch sparsamer werden und(!) trotzdem gleichzeitig Kernenergie verwenden. Das Problem der EE sind nämlich die hohen Kosten für die Konzentration und Speicherung, denn die Menschheit „fährt“, operiert derzeit auf einem etwa 10 mal höheren Energieniveau wie ohne fossile Brennstoffe oder Kernkraft möglich. Das Migrationsproblem, die Massenwanderung hungriger, unruhiger "Geister", Menschen hätten wir daher so oder so früher oder später bekommen, nicht nur womöglich als Weapon of Massmigration. Das Jahr 2015 ist daher der Beginn von noch etwas ganz anderem, was wir bisher auch verdrängt haben, nicht wahrhaben wollen:

„Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.“ Bertolt Brecht

https://www.youtube.com/watch?v=zdD2pi27dds

Der_Jürgen
15. Januar 2017 08:57

@Pirmin Meier

Ich finde es nett, dass Sie hier an Udo Ulfkotte erinnern, der zu früh von uns ging. Er war kein geschliffener Stilist und kein brillanter Intellektueller, zeichnete sich aber durch erheblichen Mut aus, rechnete ehrlich mit seinen eigenen Fehlern ab und schilderte die multikulturelle Katastrophe in seinen Büchern (ich habe neben "Gekaufte Journalisten" nur "Vorsicht Bürgerkrieg" gelesen, aber das war völlig ausreichend) mit schonungsloser Offenheit.

An das ganz grosse Tabu hat er sich nicht herangetraut, und über alternative Konzepte für eine deutsche Zukunft dachte er nicht nach. Manche seiner Vorschläge, beispielsweise der, islamischen Predigern das Vorlesen gewisser Koranstellen gesetzlich zu verbieten, wirkten nur komisch. Dies zeigt, dass Ulfkotte trotz allem ein Mann des Systems war, der Lösungen, welche den Rahmen eben dieses Systems sprengen (gar keine islamischen Prediger auf deutschem Boden dulden und alle nicht assimilierungsfähigen oder -willligen Muslime, d. h mindestens 90%, repatriieren, um eine ständig wachsende feindselige Minderheit zu entfernen und kommenden Generationen endlose Konflikte zu ersparen), nicht einmal zu denken wagte.

Dies ändert aber nichts an Ulfkottes Verdiensten, und sie waren nicht klein. Er ruhe in Frieden!

Noch zu Wikipedia. Diese kann eine sehr gute Quelle sein, solange es um Fragen ohne ideologische und politische Brisanz geht. Ich interessiere mich für Linguistik, und wenn ich etwas über die Hypothese von der Verwandtschaft zwischen den athabaskischen Sprachen und der paläosibirischen Sprache Ket erfahren will, finde ich bei WIkipedia eine Fülle von Informationen einschliesslich aller relevanten Hinweise auf weiterführende Quellen. Will ich wissen, von wann bis wann dieser oder jener Staatsmann gelebt und welche Ämter er bekleidet hat, kann ich mich in aller Regel auf Wikipedia verlassen. Hingegen ist äusserste Vorsicht geboten, bevor man sich die Wikipedia-Wertung der Tätigkeit des betreffenden Staatsmanns zu eigen macht. 

Aus diesen Gründen scheue ich mich nicht, Wikipedia gelegentlich als Quelle zu verwenden und zu zitieren. Wir wollen auch in dieser Nebenfrage keine Dogmatiker sein!

Monika
15. Januar 2017 09:12

Danke an den "Gehenkten" für den Hinweis auf den Leggewie-Beitrag in der Welt. Und Danke für die Zusammenfassung. Ich blieb an der Bezahlschranke hängen. Der Text ist doch der Hammer. Wie schon dieser umstrittene ext in einer kruden"Zeitschrift:

https://www.taz.de/Neues-Buch-von-Claus-Leggewie/!5334925/

Von der "Gegnerforschung" zur Gegnervernichtung scheint es in der Tat nur ein kleiner Schritt zu sein. Und die Brandstifter sind Biedermänner....

Simplicius
15. Januar 2017 11:55

Sehr geehrter Pirmin Meier,

ich verstehe weiß Gott nicht immer alles, worüber Sie schreiben, aber Ihr obiger Kommentar hat den CDU-Austritt Erika Steinbachs und den Tod von Udo Ulfkotte in wohlgesetzte Worte gefasst. Ja, ich lese Ihre Kommentare immer sehr gerne; für mich sind Sie der Alte Weise vom (Schweizer) Berge. Und im Übrigen: Ihre universale Belesenheit, Erfahrenheit und Analysefähigkeit stante pede ist beeindruckend.

Packesel
15. Januar 2017 12:48

Ein sehr guter Artikel von Herrn Kaiser, die sog. "Rechten" (diese Bezeichnung in den MSM ist schon Feindsprache) dürfen sich nicht spalten lassen. Meine Hochachtung gilt Herrn Poogenburgs Mut. Die "Linken" haben ihr wahres Gesicht gezeigt. Es geht aber nicht mehr nur darum, medial und geistig Flagge zu zeigen, wie werden wohl auch eigene wirtschaftliche Strukturen aufbauen müssen. Linke (nicht die heutigen, wohl aber die Sozialdemokratie vor dem ersten Weltkrieg) können als Vorbild dienen. Nunmehr werden ja nicht mehr nur die Hotelreservierungen oder Konten von angeblich "Rechten" storniert. Ich füge mal einen Auszug aus geänderten AGB von teilauto an, einem Verein bei dem die Antifa sich gern mal Fahrzeuge ausleiht:

Deshalb haben wir unsere AGB um einen neuen Passus erweitert.

„Bei der Verwendung des Fahrzeuges für die Fahrt zu oder während Veranstaltungen, ganz gleich, welchen Charakters (privat, kommerziell, kulturell, politisch, überparteilich usw.) gewährleistet der Fahrtberechtigte, dass weder durch ihn, noch durch Mitfahrer und sonstige Begleitpersonen Handlungen begangen werden, die verfassungs- oder gesetzeswidriges Gedankengut darstellen und/ oder verbreiten. Insbesondere ist eine Nutzung des Fahrzeuges im Zusammenhang mit Veranstaltungen, bei denen in Wort oder in Schrift die Freiheit und die Würde des Menschen verächtlich gemacht oder Symbole verwendet und gezeigt werden, die im Geist verfassungsfeindlicher oder verfassungswidriger Organisationen stehen oder diese repräsentieren, ausdrücklich untersagt. (…)“

Den vollständigen, neu eingefügten Passus finden Sie in unseren aktualisierten AGB nach §9 l.

Wir wollen nicht, dass unsere Autos für Veranstaltungen genutzt werden, auf denen menschenfeindliche Parolen gebrüllt werden. Wir wissen natürlich, dass durch unsere AGB-Änderung das grundsätzliche Problem nicht gelöst wird. Und wir wissen, dass die rechtliche Handhabe trotzdem schwierig bleibt und oft der Einzelfallprüfung unterzogen werden muss. Zudem haben wir demokratische Regeln und Gesetze einzuhalten, wie zum Beispiel den Grundsatz der Gleichbehandlung.

Nichtsdestotrotz und gerade deshalb werden wir die Einhaltung der AGB-Neuerungen auch kontrollieren. Außerdem werden wir uns weiterhin für eine weltoffene und diskriminierungsfreie Gesellschaft engagieren – ohne jede Spende oder Fahrzeugbereitstellung besonders zu betonen. Vielleicht braucht es dieses öffentliche Statement gerade in diesen verrückten Zeiten, um noch einmal klar aufzuzeigen, für welche Werte wir stehen.

Wegen des Gleichbehandlungsgrundsatzes ist die Nutzung unserer Fahrzeuge für politische Veranstaltungen und Demonstrationen nun immer vorab anzuzeigen. Schicken Sie uns bitte mindestens 48 Stunden vor Veranstaltungsbeginn eine E-Mail mit Ort, Zeitraum und Thema der Versammlung an kontakt@teilAuto.net.

Nordlaender
15. Januar 2017 13:09

@ Der_Jürgen

"Noch zu Wikipedia. Diese kann eine sehr gute Quelle sein, solange es um Fragen ohne ideologische und politische Brisanz geht. "

Meine These ist die: Politik ist der Ewige Krieg zwischen einander widersprechenden Ideologien. Jeder, der Partei nimmt, ist ein Ideologe. Der Nichtideologe wäre so etwas Ähnliches wie der Eunuch inmitten des allgemeinen Balzgeschehens.

So kann ich mir in keinem Nachschlagewerk ideologiefreie Einträge über politisch brisante Themen vorstellen, es sei denn, dieses Nachschlagwerk bemüht sich, alle möglichen ideologischen Positionen nacheinander aufzureihen.

Das vulgäre "Gaanich Ideologe - säälber Ideologe" kann es doch wohl nicht sein.

Valjean72
15. Januar 2017 14:22

ich finde diesen Artikel sowohl inhaltlich exzellent, als auch stilistisch überzeugend.

Sellners Beiträge waren mir zuletzt beispielsweise zu holprig formuliert, unabhängig davon, dass ich die darin dargelegten Ausgrenzungsempfehlungen nicht teile.

Die staatsnahe Rolle der sich links wähnenden Antifa-Buberln und pseudlinken Studentchen wird schön spitz herausgearbeitet.

>>Die heutige neoliberalisierte Zeitgeistlinke, deren Kern saturierte Studentenkreise darstellen, die ihren linken Lifestyle-Konsumismus mit Kommunismus verwechseln, gefällt sich in ihrer Rolle als Fußtruppe des herrschenden Mainstreams, in ihrer Funktion als in den Konsens der Berliner Republik integrierte, pseudorebellische "Staatsantifa" ...

Man ist gerne "Hilfssheriff für Staat und Kapital" (Susann Witt-Stahl), weil es sich schlichtweg lohnt. Kann die Universität, rechtlich betrachtet, keine Rede von Poggenburg verhindern, macht es eben die Antifa, kann ein Ordnungsamt keine Demo einer unliebsamen Rechtsgruppierung verhindern, blockiert eben die Antifa. Arbeitsteilung à la Bundesrepublik.<<

Ein sympathisierender Linker
15. Januar 2017 14:34

Sehr geehrter Herr Kaiser,

der erste Teil Ihres Artikels spricht mir aus dem Herzen. Als Linker sehe ich mich gezwungen, Zuflucht bei Rechten zu suchen. Faktenbasierter Journalismus und kritische Beiträge, die zum Nachdenken und Diskutieren auffordern, sind im heutigen Zeitalter Ihre Domäne. Die Linke (also alle, die sich selbst als links bezeichnen) ist vollständig eingemeindet in das bundesrepublikanische Bewusstsein, das einfach keine Debatte zulassen mag. Nur ihre Kritik an den wirtschaftlichen Verhältnissen hierzulande und auf der ganzen Welt musste sie bei ihrem Einzug ins Heim BRD vor der Tür lassen. So kann sie sich eben ganz dem "Kampf gegen Rechts" widmen und dabei übersehen, dass sie damit wirtschaftlichen Verhältnissen und deren Protagonisten dient, die mit "Links" nicht weniger am Hut haben könnten. Ich gehe sogar soweit, zu behaupten, dass sich alle vereinten rechten Kräfte gar kein Wirtschaftssystem ausdenken könnten, das weniger mit "Links" zu tun hat, als das heutige, zu dessen Speerspitze die BRD-Eliten zählen. (Von einigen "Rechts-Libertären" mal abgesehen).

Um hier nicht auf feindlichem Terrain in Selbstmitleid zu zerfließen zum zweiten Teil: Ich empfinde, gerade als desillusionierter Linker, das Aufkommen einer wortgewaltigen und (vor allem) vielgesichtigen Rechten als kleinen Hoffnungsschimmer. Und ich würde Ihnen allen gemeinsam wünschen, dass sie sich in absehbarer Zukunft wieder als solche (Rechte) bezeichnen können, ohne damit ins offene Messer zu laufen und von jeder Debatte ausgeschlossen zu werden. Die AfD im Bundestag könnte dazu m.E. einen kleinen Beitrag leisten. Egal, von wem sie dahin geführt wird. Vor allem aber benötigen Sie dafür Geschlossenheit. Sonst sind die zarten Risse, die das Meinungskartell der Polit-Eliten und ihrer Wasserträger in Medien und Kultur in den letzten 1,5 Jahren bekommen hat, schnell wieder gekittet.
Um diese Mauer der Political Correctness weiter abzutragen, sollten Sie sich in Ihrer ganzen Vielfalt als Rechte zeigen und aufstellen. Also zumindest die, die dabei sein wollen. Das geht von den handzahmen "Liberal-Konservativen" (irgendwer muss den ganzen Rentnern doch erzählen, dass die Union den Konservativismus schon lange geopfert hat), über schrille "Populisten" (ich denke da an PI-News) über "rechte Linke" (Elsässer usw), Neu-Rechte bis hin zur Alt-Right. Ich bin sicher, dass ich noch zahlreiche Fraktionen und Strömungen vergessen habe.

Vielleicht noch etwas zur "Juden-Thematik": Dass die Protagonisten dieser (keineswegs neuen) Weltordnung namentlich bekannt sind, ist doch gut. So muss sich niemand irgendwelcher Verschwörungstheorien bedienen. Dass einige (vielleicht sogar überproportional viele) von ihnen Juden sind? Geschenkt!

So, ich hoffe, das war nicht zu viel linkes Zeug für SiN.

ALD
15. Januar 2017 15:32

Wieder mal ein sehr guter Artikel von Herrn Kaiser. Diese klare, überzeugende Sprache und dieses emphatische und teils sogar symphatisch anmutende Verständnis gegenüber dem von Konsumlinken verratenen wirklichen Gerechtigkeitsempfinden altlinker Prägung  sind das einzig wahre Mittel zur Durchbrechung des dröhnenden Schweigens seitens der Politik und der MS-Medien zur Gewalt gegen Konservative in Deutschland.

Egal, welcher Gesinnung oder Weltsicht man ist; wer das, was in Magdeburg passiert ist nicht als eine Schande für die demokratische Kultur empfindet, sollte dringendst einen Arzt aufsuchen.

Meier Pirmin
15. Januar 2017 16:11

Über Wikipedia und den Streit um den Ideologiebegriff

@Abschliessend zu Nordländer. Ich bitte Sie um Verständnis als Leser und Hörender von Helmut Schoeck (seit 1966, sein Standardwerk "Der Neid"), Karl Steinbuch und Lothar Bossle (letzterer ein verstorbener persönlicher Freund ebenfalls mit Dissertation über Reinhold Schneider, betr. den Utopiebegriff), dass eine ergänzende kritische Erläuterung zu Wikipedia betr. Wissenssoziologie hier nicht möglch ist und sowieso nur die wenigsten interessieren würde und mir zu viel Aufwand gäbe. Bin dafür überaus dankbar für das Echo von @Simplicius, wiewohl ich mich noch längst nicht als Weisen fühle und mich täglich immer noch zu sehr aufrege über das, was Eric von Kuehnelt-Leddihn als "Die Dummheit rast durch die Welt" beklagte. Natürlich ist @derjürgen Wikipedia bei den Fakten oft nicht falsch, wiewohl lange Zeit sogar ein falsches Geburtsdatum von Paracelsus kolportiert wurde, schlicht, weil es in den Quellen keines gibt, und weil irgendjemand aus einem sogenannten wissenschaftlichen Institut in Amerika ein solches ins Netz gesetzt hat. Dass man ein nicht eruierbares Geburtsdatum dann "komplettiert" durch eines aus Amerika, wo es aus einer Enzyklopädie aus dem 18. Jahrhundert abgeschrieben wurde, gehört integrierend zum Vorgehen des Wikipedia-Systems, wobei man freilich über die Methode try and error schon in nicht seltenen Fällen immerhin zu einem Wissensfortschritt gekommen ist. Der Zufall redigiert mit.  Ändert nichts an zahlreichen massiv tendenziösen Artikeln, früher lehrbuchmässig zum Beispiel beim islamkritischen Publizisten Frank A. Meyer, dessen Wikipediaporträt über Jahre reine Feindschreibe war. Meine eigenen Schüler haben übrigens zum Spass mal fingierte Werke, die ich gar nicht geschrieben habe, mit ulkigen Titeln, in Wikipedia reingeschmuggelt, was dann erst nach Monaten über eine "Vandalismus-Klage" wieder rauskam. Technisch war ich aber im Gegensatz zu Schülern nie in der Lage, selber in jenes System reinzuschreiben.  Andererseits wurde mein neuester Buchtitel über den Kulturkampf in der Schweiz (2016) bisher so wenig geschaltet wie meine Auszeichnung "Stiller Macher Schweiz 2016", wonach ich nachweisbare Verdienste hätte für die Aufnahme des Begriffs "Würde der Kreatur" in die Aargauer Kantonsverfassung von 1980 und in die Eidgenössische Bundesverfassung von 1999. Ehrlich gesagt ist mein Beitrag in dieser Sache wohl eher ein indirekter, wiewohl ich tatsächlich vom führenden Schweizer Tierrechtler Antoine F. Goetschel in dieser Sache öffentlich gelobt wurde. Es bleibt dabei, dass es relativ zufällig ist, was in Wikipedia über einen drin steht. Die negativen Wertungen über Ulfkotte waren aber leider nicht zufällig.  Und auf das kam es mir an bei der Kritik.

PS. Wie Sie @Nordländer hat der für meine politische Bewusstseinsbildung in den Sechzigerjahren wichtige William S. Schlamm in seinem Buch "Die jungen Herren der alten Erde" (1962, damals ein Bestseller) den Ideologiebegriff im Gegensatz zu dem meinigen, der bei Lübbe geschult war, positiv gebraucht. Schlamm hielt sich nämlich als Kritiker der intellektuellen Eierköpfe bei Definitionen fast ausschliesslich an "Knaurs Lexikon". Für ihn war eine Ideologie eine "systematische Weltbetrachtung" und damit basta. Wenn Sie sich aber seriös informieren wollen, lesen Sie den Artikel Ideologie im vom Joachim Ritter gegründeten vielbändigen Historischen Wörterbuch der Philosophie, wo die Begriffsgeschichte und Begriffspraxis auf vielen Seiten dargestellt ist. Für kritisches Denken auf jeden Fall berechtigt und unentbehrlich ist noch dazu der Begriff "Ideologieverdacht". Mit letzterem muss auch das eigene Denken und das eigene System immer wieder mal überprüft werden. Als nach Thomas von Aquin, Meister Eckhart und Ludwig Wittgenstein (liess sich katholisch beerdigen) ausgerichteter Denker würde ich den Satz "Udo Ulfkotte befindet sich jetzt im besseren Jenseits"  als ungenügend durchdachtes Ideologem zurückweisen. An der Bedeutung der Kerze, die ich zu seinem Gedenken anzünde, ändert sich deswegen nichts.

Benno
15. Januar 2017 16:23

@Aristoteles Ich halte nichts von diesem "wer zuerst Faschist ruft hat gewonnen". Denn wie sie selbst sagen, ist das heutzutage ein nutzloser Begriff. So nutzlos wie, Rassist und Antisemit.

Warum wird hier eigentlich so verbissen über Wikipedia diskutiert? Professoren älteren Semesters empfehlen heute sogar, sich auf Wikipedia einen ersten Überblick zu verschaffen. Klar ist die Plattform teilweise tendenziös, aber wie der Jürgen schon schreibt, kann man durchaus auf Wikipedia nachlesen gehen, wenn man zum Beispiel nicht mehr weiss, ob sich Napoleon 1804 oder 1806 zum Kaiser gekrönt hat.

 

Pirmin Meier
15. Januar 2017 19:11

Zu den laufenden Debatten: Was Karl-Heinz Weissmann soeben in der "Jungen Freiheit" ausführt zum Thema "Volk als Fiktion" in Kritik an Ausführungen von Bundestagspräsident Norbert Lammert ist vergleichsweise zu den oben geführten Abgrenzerei-Debatten nun wirklich eine Reflexion auf dem "Hauptkriegsschauplatz". Der Artikel hat Gewicht. Was hier im oberen Teil negativ über Weissmann ausgeführt wird, kann - bei allem Bedauern über den Bruch im Verhältnis W und K - von der in der politischen Debatte ausgeführten Sache her eigentlich den Aussenstehenden, der sich für "die Sache selbst" (Husserl) interessiert, nicht interessieren.

Nordlaender
15. Januar 2017 22:16

@ Ein sympathisierender Linker

"Dass die Protagonisten dieser (keineswegs neuen) Weltordnung namentlich bekannt sind, ist doch gut. So muss sich niemand irgendwelcher Verschwörungstheorien bedienen."

Wenn ich mich mit irgendeiner Organisation befasse, dann liegen mir öffentliche Daten vor. Nun finden aber in Organisationen permanent auch nichtöffentliche Absprachen statt.  Nichtöffentliche Absprachen oder nichtöffentliche - also geheime - Agenden sind Verschwörungen.

Die Materie ist ein wenig vielschichtiger, als es professionelle Verschwörungsleugner der Sorte des Aluminiumhutträgers Sebastian Bartoschek, eines Ranga Yogeshwar, Harald Lesch oder Guido Knopp darstellen. Setze ich mich z.B. mit einer NWO-Organisation wie der Atlantikbrücke auseinander, gibt es einen öffentlichen Bereich und einen geheimen Bereich (Verschwörungsbereich).

Einem Verschwörungstheoretiker wie z.B. einem Kriminalfahnder können die öffentlichen Fakten nicht ausreichen, wenn er einem Rauschgiftring auf die Pelle rücken will. Er muß auch Arbeitshypothesen (Verschwörungstheorien) über das aufstellen, was er im geheimen Bereich vermutet.

@ Benno

"Aristoteles Ich halte nichts von diesem "wer zuerst Faschist ruft hat gewonnen". Denn wie sie selbst sagen, ist das heutzutage ein nutzloser Begriff. So nutzlos wie, Rassist und Antisemit."

War in den 1980er Jahren so erleichtert, als der Begriff Faschist so definiert wurde, daß damit jemand gemeint war, der schon vor zwölf Uhr aufsteht, sich duscht, die Haare kämmt, sich etwas Ordentliches anzieht und dann einer geregelten Arbeit nachgeht. Faschistoid war es schon, in der Berliner Hausbesetzerszene mit dem Staubsauger furchtbaren Lärm zu machen oder die Kacheln in der Küche zu reinigen.

Leider sind wir diesbezüglich wieder in den tiefsten Mief der frühen 1970er Jahre zurückgefallen.

"Warum wird hier eigentlich so verbissen über Wikipedia diskutiert?"

Ganz einfach: Wenn eine Botschaft nicht hilfreich erscheint, wird eben der Bote hingerichtet, in diesem Falle Wikipedia.

Aristoteles.
15. Januar 2017 22:47

@Benno

"Ich halte nichts von diesem "wer zuerst Faschist ruft hat gewonnen". Denn wie sie selbst sagen, ist das heutzutage ein nutzloser Begriff."

Tja, ich muss zugeben, dass ich mich nicht richtig ausgedrückt hatte. Denn zwar werden Begriffe wie 'Faschist' oder 'Rassist' inflationär verwendet, doch dienen sie dem Gegner als stets verwendbare und zielgenaue Waffe der Stigmatisierung und (im Verein mit dem Medienkartell und der öffentlichen Bunzelmeinung) der sozialen Isolierung.

Wie wollen Sie reagieren, wenn man Sie öffentlich, sagen wir mal auf einem Bürgerforum, Rassist oder Faschist nennt. Wollen Sie dann überzeugend auf das Publikum wirken, indem Sie sagen: 'Ok, ok, Sie haben ja recht, ich bin ein Faschist, ein Rassist, ich stehe dazu'?

Sie können die Waffe nur abstumpfen, indem Sie sie immer wieder zurückwerfen: 'Selber Faschist, Rassist' - am besten mit ein, zwei kurzen Begründungen hinterher und immer wieder.

Wenn mich jemand anmacht, sag ich: 'Halt die Klappe, du Merkelfaschist.' Für dieses Wechselspiel sollte man sich nicht zu schade sein; alles andere halte ich für schreibtisch- oder internetkluges Erhabenheitsgehabe, das weder aus der Isolation herausführt noch irgendeinen Erfolg coram publico verspricht.

Benno
15. Januar 2017 23:10

@Aristoteles

Ich würde demjenigen der mich so tituliert erwidern, dass mich diese Bezeichnung aus seinem Munde nicht kümmert, da er ja selbst nicht wisse, wovon er eigentlich spricht und ihn auffordern, diejenige meiner Aussagen, welche ihn zu dieser Stigmatisierung verleitet hat, inhaltlich zu widerlegen oder einfach das Maul zu halten.

Ich denke die Waffe stumpft mehr ab, wenn man sie gar nicht mehr gebraucht.

 

Coon
15. Januar 2017 23:16

Rechts, weil's von richtig kommt. Sport frei!

Aristoteles.
15. Januar 2017 23:21

@Pirmin Meier

Vielen Dank für den Hinweis auf den Weißmann-Artikel.

Immerhin nennt Weißmann als Kriterien für Volkszugehörigkeit "dieselbe Sprache, dasselbe Herkommen, dieselbe historische Erfahrung" .

Würde Weißmann präzisieren (auch ihm sind wahrscheinlich in seiner Position die Hände gebunden), könnte er hinzufügen: 'dasselbe Herkommen als Deutscher, d.h. nicht (nur) BRD' und das Aussehen (z.B. nicht-afrikanisch). Aber wie gesagt: Immerhin. Ein guter Artikel.

Vor allem noch einmal gut der Hinweis auf Leggewie, diesen völkermörderischen Ferrari-Bonzen.

Dass Sie, Pirmin Meier, als jemand, der mit "ethnischem Zeugs" nicht viel anfangen kann, unter "demselben Herkommen" etwas anderes verstehen, ist mir klar.

Und zu Husserl: Meine Oma hat mir gesagt, dass ich mich in der Schule auf den Unterricht konzentrieren und nicht durch Nebensächlichkeiten ablenken lassen soll. War meine Oma damals genauso klug wie Husserl ("die Sache selbst")?

Benedikt Kaiser
16. Januar 2017 09:57

An alle: Danke für die Diskussion!

An "Abwegig!": Natürlich gehen die genannten Herrschaften nicht ihrem "Job" nach, um in Magdeburg an der Uni reüssieren zu dürfen. Das behauptete ich freilich gar nicht, sondern schrieb, daß zähle, was anhand "dieser Vorfälle allgemein erkennbar wird". Und allgemein erkennbar ist und bleibt die Tendenz des liberalkonservativen Schlags, bis zur eigenen Selbstverleugnung daran zu arbeiten, daß man im Mainstream irgendwie akzeptiert wird als geduldete Opposition. Das ist charakterlich fragwürdig, aber kein untypischer Prozeß: Die Stärke des liberalen Gefüges ist es ja eben, abweichenden Tendenzen eine stabilisierende Rolle zukommen zu lassen, indem man sie als geduldete Opposition mitspielen läßt. Unzufriedenheit wird so kanalisiert und in angemessene, stets kontrollierbare Bahnen gelenkt. Wem das reicht – völlig in Ordnung. Nur soll man in diesem Fall nicht so tun, als wäre man irgendwie Teil einer authentischen und widerspenstigen Gegenöffentlichkeit. Und man sollte Anstand genug haben, jenen Kreisen keine Knüppel zwischen die Beine zu werfen, deren Akt der politischen Intervention, deren Akt des Widerspruchs überhaupt, nicht lediglich darauf abzielt, beim Bundespresseball ein Glas Sekt in die Hand gedrückt zu bekommen.

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