Sezession
19. Januar 2017

„Deutsche Daten“: Ein Abschluß

Nils Wegner / 4 Kommentare

Die Grundlage jeder Metapolitik bilden ein profunder Wissensschatz und der sichere, präzise Zugriff auf die Sprache. Wenn es um Diskurs- und Überzeugungsarbeit geht, ist es im Endeffekt egal, ob man keine Ahnung hat oder sich lediglich nicht angemessen mitteilen kann: Man wird scheitern.

Nils Wegner

Nils Wegner ist studierter Historiker und arbeitet als Übersetzer und Lektor.

Hier Abhilfe zu schaffen, war das Ziel Erik Lehnerts (und anfangs Karlheinz Weißmanns), als die Reihe Staatspolitisches Handbuch ihren Anfang nahm. Vom Institut für Staatspolitik gefördert, vom Verlag Antaios verlegt sowie von zahlreichen Autoren aus dem Sezession-Umfeld und darüber hinaus erarbeitet, liefern diese Grundlagenwerke das geistige Rüstzeug für Streitgespräche, eine Immunisierung gegen Verzerrungen in Politik und Medien – und vor allem den Ansporn zum eigenen, tieferen Eintauchen in die Sphäre der »wahren, guten und schönen Rechten«.

Band 1 beleuchtet, wie gesagt, politische Leitbegriffe: Von "Abendland" über "Staat" bis "Weltbürgerkrieg" und "Zyklus" werden die zentralen Termini politici klar definiert. Wenn sich das Dickicht der Sprachverwirrung lichtet, werden Theoriearbeit und ehrliche Debatte erst möglich; mit Kubitschek gesprochen: »Endlich einmal konkret werden!«

Band 2 befaßt sich mit rechtsintellektuellen (oder als Klassiker so zu lesenden) Schlüsselwerken: Der Kanon des konservativen Geisteslebens reicht darin vom Abenteuerlichen Herz über den Begriff des Politischen bis hin zu den Ursprüngen der totalitären Demokratie, von Aischylos über Hans-Hermann Hoppe und Robert Hepp bis Peter Sloterdijk und Max Weber. Unmengen an Lesestoff – viele Fenster, durch die sich ganz neu auf die Welt blicken läßt.

Band 3 ist, auf dem Vorgänger aufbauend, den Vordenkern der "Szene" gewidmet. 129 Einzelporträts wichtiger Publizisten und Denker runden den ersten, im weitesten Sinne politologischen Teil der Handbuch-Reihe ab; etliche der Vorgestellten sind für Überraschungen gut, etwa der Hegelianer Alexandre Kojève oder der Autor phantastischer Romane C.S. Lewis.

In Band 4 geht es dann an die Realien. Er stellt 91 "Deutsche Orte" von historischer, ikonischer oder sonstwie national-kultureller Bedeutung vor und bindet sie in das kollektive Gedächtnis der Deutschen ein. Das sind natürlich Städte (Aachen, Weimar, Wilflingen...), aber auch Denkmäler und andere Landmarken (Lettow-Vorbeck-Denkmal, Bismarcktürme, Loreley...). Und selbstverständlich ist der Bildausschnitt nicht verengt; auch das Castel del Monte, Versailles und Kreta haben ihren Platz.

Band 5 nun markiert den Abschluß der Reihe Staatspolitisches Handbuch: Die "Deutschen Daten" verankern das nationalpolitische Bewußtsein in der Zeit, nachdem die vorangegangenen Bände den Claim bereits in Raum und Geist abgesteckt haben. Angefangen 98 n. Chr. mit dem Erscheinen der Germania, endend mit der Euro-Einführung 2002, eingeteilt in sieben weiter gefaßte deutsche Zeitalter und vor allem im Hinblick auf ein deutsches Schicksal konstituierende Geschichtsereignisse durchkomponiert, entfaltet das Buch das ganze Panorama der Zeitläufte, die Land und Leute geprägt haben und subkutan noch unser heutiges Dasein als Deutsche bestimmen.

Deutsche Daten (220 Seiten, 15 €) kann man hier einsehen und bestellen; die vollständige Handbuch-Reihe (fünf Bände, 1160 Seiten) ist zum Paketpreis von 60 € hier zu erstehen!


Nils Wegner

Nils Wegner ist studierter Historiker und arbeitet als Übersetzer und Lektor.

Kommentare (4)

Isarpreiß
19. Januar 2017 21:23

Bekommen diejenigen, die die Bände 1-3 erworben haben, Band 5 automatisch zugeschickt, so wie es bei Band 4 der Fall war?

antwort: sollte bereits vor einer woche geschehen sein. wenn nicht: rufen Sie bitte im vertrieb an - 034632-90941.

Altbayer
20. Januar 2017 13:29

Ich habe mit Band 4 und 5 angefangen. Also habe ich quasi das Pferd von hinten aufgezäumt.

@ isarpreiß:

Wenn ich Ihren Namen richtig deute, dann wohnen sie auch im Südbayrischen. Kann sein, dass die Post aus Schnellroda zurzeit hierher etwas länger braucht. Der letzte Brief aus dem Sachsen-Anhaltinischen hat hier her geschlagene zwei Wochen gebraucht. Kann also noch dauern.

Paul Weber
21. Januar 2017 20:08

Klingt spannend, aber so richtig vorstellen, wie die Themen umgesetzt wurden, kann ich mir leider nicht. Wäre es vom Aufwand möglich, zukünftig bei den Eigenpublikationen ein paar weitere Bilder anzubieten? Bspw, wie cbuch das macht? ( www.cbuch.de ).

Giasinger Löwe
21. Januar 2017 20:39

Als dritter Münchner im Bunde. Ich bekomme auch die normale Sezessionsbriefpost immer mit 10 Tagen Verspätung. Die Hefterln kommen aber komischerweise pünktlich. 

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