Das war’s. Diesmal mit: Ali, auszurottenden Kindern und dem deutschen Wesen

25.1.2017 -- Ich kenne Leute, die ich als durch-und-durch-rechts bezeichnen würde, die aber ein großes Augenmerk darauf legen, daß ihre Kinder „davon“ nichts mitbekommen.

Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

Ich wer­te das nicht, um es mal modern aus­zu­drü­cken. Es gibt hun­der­te­lei Grün­de, es so oder so zu hand­ha­ben. Als ich klein war, gab es in mei­ner Fami­lie kein Dop­pel­sprech. Ich wuß­te, was Mama und Papa wäh­len, wie­viel sie ver­die­nen, und dar­über hin­aus gab es „Meinung/Haltung“ pur, und zwar zu allen nur erdenk­li­chen The­men. Das kann einen viel­leicht mani­pu­lie­ren, das kann einen auch zu einem beson­ders kritischen/bockigen Kind machen.

Bei uns nun im Hau­se jeden­falls wäre „poli­tisch neu­tra­les“ Dop­pel­sprech extrem unprak­ti­ka­bel. Ich wüß­te kaum, wie das gin­ge. Eine Zeit­lang haben wir uns bei Tisch zu diver­sen Fra­ge­stel­lun­gen auf eng­lisch aus­ge­tauscht, aber das ist schon lan­ge pas­sé. Die Klei­nen müs­sen also durch (fast) alle poli­ti­sche All­tags­sor­gen mit durch. Man­che Toch­ter schal­tet da auf Durch­zug. Ande­re dre­hen voll auf. Gut, wenn jedes Argu­ment, jedes Sen­ti­ment und Res­sen­ti­ment damit dop­pelt und drei­fach auf den Prüf­stand muß!

Belau­sche heu­te einen phi­lo­so­phi­schen Dis­put zwi­schen der neu­gie­ri­gen, wirk­lich alles­wis­sen­wol­len­den Fast­sechs­jäh­ri­gen und ihrem gro­ßen Bru­der: „Ist eigent­lich links und klug bes­ser als rechts und dumm?“

Bru­der: „Dumm ist immer blöd.“

„Also sind links und dumm und rechts und dumm gleich schlimm?“

„Kann man so doch nicht sagen. Dum­me Leu­te wis­sen ja oft gar nicht, was sie sind. Außer­dem sind die Men­schen ja nicht haupt­säch­lich ent­we­der links oder rechts. Man kann ja noch nicht mal genau sagen, was klug ist. Oder dumm.“

„Aber man­che sagen doch, ich bin links. Oder rechts. Nur sagt kei­ner von sich: Ich bin dumm, oder?“

„Hm. Glaub nicht.“

„Und daß er böse ist, sagt das einer von sich selbst?“

Bru­der (logisch ver­wirrt oder genervt, manch­mal weiß man ja auch das nicht): „Das ist mir zu kom­pli­ziert. Merk dir ein­fach, was die Mama immer sagt: Dumm ist nicht schlimm. Dumm und bös zusam­men ist schlimm. Und ob einer böse ist, daß merkt man ja.“

„Hm. [Län­ge­re Stil­le ]. Aber was ist jetzt mit schlau und böse. Dann merkt man es viel­leicht nicht.“

„Ja!!! Mann! Du weißt doch im Ernst gar nicht wirk­lich, was links ist! Oder rechts! Und jetzt laß mich lesen!“

„Gut ist aber dumm, wenn du das so sagst. Ich fra­ge mich ja noch, ob es Lin­ke gibt, die den­ken, sie wären gut, aber…“

Soll ich ver­ra­ten, was die­sen kom­ple­xen Dis­put im Ernst been­de­te? Die­se Aus­sa­ge: „Moment – mei­ne Zahn­span­ge riecht irgend­wie so komisch.“ Folg­te: Sei­fe, kochen­des Was­ser, die übli­che Pro­ze­dur. Es gibt schon in frü­hem Alter „Sach­zwän­ge“.

– – – – –

26.1.2017 – Habe lei­der ver­säumt, eine Rei­he mit dem Titel „Dum­me Anmerkungen/Fragen an mei­ne Kin­der“ ordent­lich zu sam­meln und zu nume­rie­ren. Es kommt doch recht viel zusam­men. Stei­ge hier­mit ein bei ca. Nr. 245.

Leh­re­rin zum Kind: „Sag mal, glaubst du ernst­haft an Gott?“ – „Ja.“ – „An all das Zeug also?“ – „Zeug? Naja. Wär ein län­ge­res The­ma. Ich sag mal: ja.“ – Leh­re­rin: „Aber du soll­test wis­sen, daß du mit 14 Jah­ren selbst ent­schei­den darfst.“ – „Aha, wirk­lich? Na, dann über­leg ich mir’s mal. Haha. Dann läuft es am Ende auf Isla­mist hin­aus.“ [„Wirk­lich, Mama, das ist mir so raus­ge­rutscht. Ich woll­te ‘Mos­lem´ sagen!! Ehr­lich! Das heißt: natür­lich nicht ehr­lich, ich wer­de ja kein Moslem!“ ]

Leh­re­rin: „Na, über­leg dir das gut.“

Nr. 246 (dazu muß man sagen, daß unser hie­si­ges und ver­gleichs­wei­se dump­fes Pro­vinz­blatt erst seit rela­tiv kur­zer Zeit das The­ma „Kubit­schek“ auf dem Bild­schirm hat, dafür um so häu­fi­ger.) Nun also der Klas­sen­ka­me­rad zum Sohn: „Ey, Alter. Mußt du eigent­lich blond und blau­äu­gig sein? Ist das ein Befehl dei­ner Eltern und wür­den die dich sonst ausrotten?“

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27.1.2017 – Hier waren zwei „Offi­zi­el­le“, die uns freund­li­che Rat­schlä­ge gaben, wie wir uns auf­grund der Gefah­ren­la­ge (Mord­dro­hun­gen etc.) schüt­zen könn­ten. Wenig, was man nicht schon wüß­te oder sich den­ken könn­te: Immer schön Augen auf­hal­ten! Nicht dau­ernd twit­tern, wo man gera­de ist! Video­tech­nik rund ums Haus! Usw.

Eben­falls heu­te kam ein Päck­chen einer klu­gen (neben­bei intel­lek­tu­ell äußerst schar­fen) Freun­din an. Dar­in dut­zen­de klei­ner, geweih­ter Mari­en­me­dail­lons. Zu ver­gra­ben ent­lang der Grund­stücks­gren­zen. K., zwei­felnd: „Na, ob das wirk­lich was bringt?!“ – „Bit­te! Was denn sonst!“

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28.1.2017 – Halb­jah­res­an­ruf von einem Freund der Fami­lie, der nicht wirk­lich als „poli­tisch posi­tio­niert“ ein­zu­schät­zen ist. Als „Rech­ter“ wür­de er sich bestimmt nicht sehen wol­len. Er kommt auf die Höcke-Rede zu spre­chen. „Ach, was heißt schon unge­schickt? Die sol­len sich bloß nicht so haben mit ihrer Schick­lich­keit. Der Kerl ist ein Roman­ti­ker, Punkt. Der hat die Kate­go­rien ver­wech­selt, die­ser Ges­tus der Bier­zelt­re­de, das kön­nen die Medi­en nicht ertra­gen. Der Inhalt war ja viel zu kom­plex dafür, das weiß der Höcke nun bestimmt selbst. Daß in kei­nem Land der Welt ein ‚Denk­mal der Schan­de´ im Her­zen der Haupt­stadt pla­ziert wür­de, was ist denn falsch an der Aus­sa­ge? Das, also genau die­se Pla­zie­rung, ist doch das Ver­rück­te. Das fügt sich ein in den Wilhelm-II.-Schlachtruf: Am deut­schen Wesen soll die Welt gene­sen! Das ist doch die Über­span­nung! Ich fin­de, der Höcke ist eigent­lich ein Nor­ma­li­sie­rer. Kriegs­trei­ber sind die Leu­te, die ihn nun so absicht­lich miß­ver­ste­hen und dämo­ni­sie­ren. Du weißt, ich bin AfD-skep­tisch. Aber falls ich die doch wäh­le, dann genau wegen sol­cher Hexenjagd.“

– – – – –

30.1.2017 – Noch­mal zur Neu­ge­bo­re­nen-Hit­lis­te: Mit­te Janu­ar hat­te ich an die­ser Stel­le ungläu­big den Kopf dar­über geschüt­telt, wes­halb die „klas­si­schen“ Neu­bür­ger­na­men (Ali etc.) nicht unter den Top 50 auf­tau­chen. Mit­le­ser und ‑kom­men­ta­tor „Maro­deur“ fand die­ses Phä­no­men hin­ge­gen „rela­tiv leicht zu erklä­ren. Dazu braucht es kei­ne Ver­schwö­rungs­theo­rien. Laut offi­zi­el­ler Sta­tis­tik hat­te 2015 jedes 5. Neu­ge­bo­re­ne kei­ne deut­sche Staats­bür­ger­schaft. Das sind ca. 180.000 der 740.000 Gebur­ten. Davon stel­len die Tür­ken die größ­te Grup­pe mit ca. 21.500. Geht man jetzt davon aus, dass die ein­zel­nen Eth­ni­en eine gewis­se Band­brei­te und unter­schied­li­che Vor­lie­ben für der Wahl der Lieb­lings­na­men haben, dann ist sehr schnell klar, war­um Aische und Murat (noch) kei­ne Chan­ce auf die Top-50 haben“.

Was ich aus zwei­er­lei Grün­den nicht über­zeu­gend fand: Ers­tens, weil unter den 80% Neu­ge­bo­ren mit deut­scher Staats­bür­ger­schaft sich bekannt­lich eine beacht­li­che Men­ge „Neu­deut­scher“ befin­den, deren Eltern tra­di­ti­ons­ge­mäß kaum „Hans“ oder „Sofie“ wäh­len wür­den. Zwei­tens, weil (Stich­wort: „gewis­se Band­brei­te“) fast alle Län­der die­ser Welt stär­ker aus einem her­kömm­li­chen Namens­fun­dus schöp­fen als die Deut­schen. (Was übri­gens eine Erschei­nung der letz­ten vier­zig Jah­re ist – in mei­ner klei­nen Grund­schul­klas­se befan­den sich noch vier Michaels!)

So, nun hat mir gera­de mein Papa am Tele­phon die Vor­na­mens­hit­lis­te 2016, männ­li­che Neu­ge­bo­re­ne, Offen­bach durch­ge­ge­ben, ist wohl noch nicht online. Platz 1, 3 und 4: Ali, Meh­met, Mohamed.

Soviel zur Band­brei­te und zu „jedem fünf­ten Kind“! Offen­bach als Einzelfalle…

Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

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Kommentare (21)

Theobald

31. Januar 2017 12:09

Kindermund tut Weisheit kund :-)  Ich freue mich schon auf ein Sammelband von "Das war´s" in Buchform. Ich glaube, ich bin da nicht der Einzige.

Ich bin als Protestant ehrlich: Ich glaube nicht an den Schutz von Marienmedaillons. Habe aber ein so weites Herz mich über die Geste und Motivation  der Schenkenden zu freuen. Aber an den Schutz des Sohnes der Maria :-) - an den glaube ich. Und den wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie von Herzen.

deutscheridentitärer

31. Januar 2017 13:07

Sie sollten sich einen Wach- und Schutzhund zulegen, das ist effektiv und bringt Freude.

Monika L.

31. Januar 2017 14:15

Aber, dass man das Gefühl hat, moralisch mal auf der richtigen Seite zu sein, das ist man als Deutscher nicht so gewöhnt. Paco Erhard, dort:

https://www.sueddeutsche.de/kultur/comedian-paco-erhard-ich-bin-wie-seehofer-nur-gebe-ich-zu-dass-ich-ein-clown-bin-1.2744852

Gratulation zu Ihrer kleinen Tochter, Frau Kositza! Ja, es gibt Linke, die denken, sie wären gut. Am besten funktioniert das im Ausland. So kann der Comedian Paco Erhard im Ausland erfolgreich Witze über Deutsche und den Holocaust machen. Die zentrale These dieses Komikers lautet:

"Deutsche wollen im Ausland am liebsten verbergen, dass sie Deutsche sind." 

Ich ergänze: " Nicht nur im Ausland, mehr noch im Inland." Weshalb Herr Höcke zu einer Causa wird.

Und noch eins: Ja,  die geweihten Marienmedaillen helfen wirklich. Sie wirken. Erfreulich, dass der Rat von  einer intellektuell äußerst scharfen Freundin kommt. Ich mag diese Mischung von Intellekt und Magie.

Ich habe meinem Sohn vor einer großen Abenteuerreise ( u.a.Camino del muerte) am Flughafen eine geweihte Marienmedaille zustecken wollen. Er wies das mürrisch von sich: "An so was glaube ich nicht". Keine Ahnung, wo das Medaillon gelandet ist.

Aber: Er kam gesund und munter zurück. Das ist die Hauptsache. Die Wirkllichkeit. Ich kann allen jungen Frauen nur raten, neben dem Pfefferspray noch eine Marienmedaille zu tragen. Auch den muslimischen. 

Kositza: Weil ich zweimal eher Pech hat mit PP (kann Aggressoren auch ganz schön wild machen) rate ich zweckss Selbstschutz ja eher zu MM pur...

Einerlei, für diese Mischung (mürrische Kinder  - ist doch klar, daß das Medaillon n  i c h t im Gully landete, als schenkende & sicher geehrte Mutter sind Sie doch nolens volens Stellvertreterin für d i e Mutter - und mitbedachte Muslima) liebe ich Sie, Monika!

Stefanie

31. Januar 2017 14:40

Diese zunehmende  Zuspitzung rund um Scnellroda macht mich ganz hippelig. Schon beim letzten Beitrag wollte mir partout nichts einfallen, was ich Ihnen dazu raten könnte.Ich bin mir sicher, die Marienbildchen wirken mindestens genausogut wie die Videotechnik, doch auf Ihrem Grundstück würde ich eventuel 2-3 gut erzogene Hunde empfehlen: einen Kleinen, der schnell anschlägt, einen großen, der Eindruck macht und vielleicht noch einen ganz Schlauen, der bestimmte Kommandos kann. Passen Sie gut auf sich auf! 

Thüringer

31. Januar 2017 15:50

Wegen der Vornamen: mir fiel es schon seit geraumer Zeit auf, daß in den sog. Babygalerien, von denen es jede Menge aus vielen Kliniken im Internet zu sehen gibt, weder Aisches noch Alis zu finden sind. Ja, man hat fast das Gefühl, daß nichtdeutsche Neugeborene eine echte Rarität sind. Selbst in Offenbach dominieren die Hannas, Idas und Finns! Hat jemand eine Erklärung dafür? 

quarz

31. Januar 2017 16:20

Wenn man von den verschiedenen Schreibweisen absieht, liegt "Mohammed" in England und Wales auf Platz 1 der Namenshitparade:

https://www.dailymail.co.uk/news/article-3770523/Oliver-Amelia-popular-baby-names.html

H. M. Richter

31. Januar 2017 16:21

Wieder einmal ganz wundervoll, - danke.

Obwohl einem beim Satz des Klassenkameraden kalt werden kann. Vermutlich ein Kind von jenen, die so gern von Deutschland als Kaltland sprechen ...

"Lehrerin zum Kind: "Sag mal, glaubst du ernsthaft an Gott?" - "Ja." -"An all das Zeug also?""

Ich sag es ja, Bruder Wawerka wird in hiesigen Landstrichen an allen Ecken gebraucht. Und zwar als Pfarrer! Mitten in der tiefen zweiten deutschen Diktatur ist unser Ortspfarrer spätestens am nächsten Tag in der sozialistischen Oberschule aufgetaucht, wenn solche Sätze gefallen waren oder wenn wieder einmal ein Mädel nach vorne mußte, weil es ein kleines goldenes Kreuz trug. Oder wenn die Frage gefallen war, "wer von euch geht eigentlich zur Christenlehre?"

Und dann brannte, wie man so schön sagt, die Luft. Und was die Marienmedaillons an der Grundstücksgrenze anbelangt, würde ich es zumindest mit folgender Geschichte halten:

Nobelpreisträger Bohr hat einstmals, wie Heisenberg zu berichten wußte, folgende Anekdote zum besten gegeben: «In der Nähe unseres Ferienhauses in Tisvilde wohnt ein Mann, der hat über der Eingangstür unseres Hauses ein Hufeisen angebracht, das Glück bringen soll. Als ein Bekannter Bohr fragte: ‹Aber bist du denn abergläubisch? Glaubst du wirklich, daß das Hufeisen dir Glück bringt?›, antwortete dieser: ‹Natürlich nicht; aber man sagt, daß es auch dann hilft, wenn man nicht daran glaubt.»

Schildmaid

31. Januar 2017 17:29

@deutschidentitärer, Stefanie und Ellen Kositza:

Zwei gut erzogene aber dennoch wachsame Hunde. Das ist nicht so einfach wie man glaubt. Ist der Hund rassebedingt auf Hüten und Wachen gezüchtet wird er dies immer tun auch wenn man ( als Herrchen, Frauchen, Chef) es gerade gar nicht möchte ( Besuch, Post etc). Diese Rassen wurden teilweise fast 500 Jahre lang zum eigenständigen Herdenschutz gezüchtet. Mit "Erziehen" ist's da oft schwer. 

Aber es stimmt.  Ein großer Eindrucksvoller und ne kleine, wachsame Fußhupe: Groenendael (oder Groenendahl) , oder Hovawarth und im Handtaschenformat :der Schipperke.

Ps: Kann gern unsere Cindy für den Tag der Demo in Schnellroda absetzen.....viiiiel Spaß!!!

Kositza: Das Problem wird sein, daß selbst ich, sonst gänzlich ohne Hundephobie ziemlichen Schiß vor der mir bekannten Cindy habe... Und was dann? Wenn's wg. C. eskaliert? Wird dann am Ende das ganze Dorf "evakuiert"??

Heinrich Brück

31. Januar 2017 18:59

„Ey, Alter. Mußt du eigentlich blond und blauäugig sein? Ist das ein Befehl deiner Eltern und würden die dich sonst ausrotten?“

"Das Leben der Eltern ist das Buch, in dem die Kinder lesen." (Aurelius Augustinus)

Martin S.

31. Januar 2017 20:59

Statt Hunde: Gänse!  Haben schon die Römer auf dem Kapitol vor den anrückenden Kelten gewarnt ... !  Sind wachsam und  laut und kann man auch als Festtagsbraten gebrauchen.  Und zahlen keine Hundesteuer :-)

marodeur

31. Januar 2017 21:14

Fühle mich fast geehrt hier genannt zu werden, nur leider wieder mal in Zusammenhang mit Offenbach. Das schmerzt. Offenbach, ca. 5 km Luftlinie von mir entfernt, ist in vielerlei Hinsicht ein Modell für deutsche Grossstädte, wie sie in ein paar Jahren alle sein werden. Der Migrantenanteil liegt offiziell bei ca. 60%. Real sind es mit Sicherheit eher 80. Offenbach war die erste Stadt, bei der Mohammed 2013 die Hitliste anführte, gefolgt von Essen und weiteren kleineren Städten. Der Name hatte in Offenbach zuvor einen rasanten Aufstieg hingelegt in Zusammenhang mit dem Zuzug von Arabern.

Es bringt ja nichts, sich hier zu balgen. Wir haben beide Recht. Bei den Türken gibt es traditionell ein verhältnismäßig breites Namensspektrum, während es in arabischen Ländern kaum Vielfalt gibt. In vielen muslimischen Ländern nennt man mindestens den Erstgeborenen Mohammed. In der Türkei ist das unüblich.  Das erklärt z.B., warum die Briten schon einige Jahre Mohammed auf Platz 1 haben (Pakistaner). Nun bemüht man sich in Deutschland, diesen "Nachteil" durch den Massenimport von Arabern auszugleichen. Fazit: Ich glaube im Moment nicht an einen Schiefstand der Statistik. Vielmehr wird Mohammed spätestens in 2-3 Jahren die Spitze anführen.

Damit sind wir auch schon beim Eingangsthema. Hier in der Gegend sieht man, wie kaum irgendwo anders, die Bemühungen von Jahrzehnten linker Politik. Die Kinder müssen einfach nur die Augen aufmachen. Selbstverständlich frage ich nach den Namen der Schüler, die ständig Stress machen oder zum dritten mal die Klasse wechseln. Hier geht es schon lange nicht mehr um vage Vorurteile sondern um fundierte Urteile. Gleichzeitig müssen die Kinder hier ein bisschen Doppelsprech lernen, um zu überleben. Die Mohammeds reden natürlich, wie ihnen das Mundwerk gewachsen ist. Man fragt sich schon, wie das weitergehen soll. Gibt es denn nun das richtige Leben im falschen? Ist der Sache gedient, wenn wir hier wegziehen? Was sagt denn Ihr Vater dazu?

Bitte sehen sie mir die Länge des Beitrags nach.

Ernst-Fr. Siebert

31. Januar 2017 21:24

Eine Französische Bulldogge in Kooperation mit einem Boxer > unschlagbar. Familienhunde pur, aber schrecklich am Feind. Sie brauchen nicht zu beißen, ihr Erscheinen reicht. Hier wurde nicht einmal ein Nagel von der Baustelle geklaut.

Gruß aus Preußen
Ihr
efs

Nemo Obligatur

31. Januar 2017 21:28

@ Monika L.

"Und noch eins: Ja,  die geweihten Marienmedaillen helfen wirklich. Sie wirken. Erfreulich, dass der Rat von  einer intellektuell äußerst scharfen Freundin kommt. Ich mag diese Mischung von Intellekt und Magie."

Man muss so etwas aus einer unerschütterlichen Frömmigkeit heraus tun. So etwas gibt es aber wohl nur noch auf dem Lande (nahe Altötting oder im Emsland). Aber dafür wirkt es dann auch.

T. de Ahumada

1. Februar 2017 07:13

Marienmedaillen und gemeinsames Rosenkranzbeten, selbst wenn es nur zwei Familienmitglieder jeden Tag sind, sind wichtig. Der Rosenkranz ist schon seit Jahrhunderten auch ein probates Mittel gegen die Islamisierung Europas, sh. Lepanto und die Belagerung Wiens durch die Türken. Der Islam hat sich immer nur dort durchgesetzt, wo die Christen irgendwie häretisch geworden waren. Da die richtige Mariologie ein Prüfstein für die korrekte Christologie ist, ist Marienverehrung der beste Schutz gegen den Islam. Fragen Sie die Spanier und Portugiesen!

Klaus Peter

1. Februar 2017 16:37

@T. de Ahumada

Danke!

Sozialpatriot

1. Februar 2017 20:08

Lobenswert, dass der Freund der Familie Höcke verteidigt, noh dazu mit guten Argumenten.

Seine negative Einstellung zu Wilhelm II. sollte er jedoch dringend hinterfragen. Zumal das Zitat ("Am deutschen Wesen...") gra nicht von Wilhelm II. ist.

Wilhelm II. war ein patriotischer Friedenskaiser mit Respekt vor den Kulturen anderer Völker. Eine Schande, dass das heute immer noch zu oft - trotz Chris Clark - in Schule, Unis und von Mainstream-"Historikern" falsch dargestellt wird.

Der Feinsinnige

1. Februar 2017 21:06

Sehr geehrte Frau Kositza,

vielen Dank für Ihren wie immer lesenswerten Text!

Sie sprechen im ersten Teil Ihres Artikels eine sehr interessante und komplizierte Problematik an. Ich stimme Ihnen zu, daß es hunderterlei Gründe gibt, es so oder so zu handhaben. Dazu gehören sicher das persönliche Lebensumfeld, die Stellung der Eltern in dem sie umgebenden gesellschaftlichen Kleinbiotop, aber auch die jeweilige Persönlichkeit der Kinder.

Wahrscheinlich enthält mein folgender kurzer Bericht, mit dem ich mich in die Diskussion einschalten möchte, für die wenigsten Leser und Diskutanten dieser Seite wirklich Neues. Trotzdem halte ich es für nicht unwichtig, zu der von Ihnen aufgeworfenen Fragestellung ein paar persönliche Erfahrungen beizusteuern.

Ich habe versucht, die Problematik flexibel je nach Situation, Thema, aber auch Alter meiner Kinder zu handhaben. In etwa nach der Devise, je älter die Kinder, desto freier die Rede - aber auch diese Devise haben meine Frau und ich nicht konsequent durchhalten können.

Um es abzukürzen und zu dem mir eigentlich wichtigen Punkt zu kommen:

Als unsere Kinder um die 12, 13 Jahre alt waren, wußten sie genau, daß Papa AFD wählt. Dies hatte folgende Konsequenz:

Teilweise konsternierte Blicke und Kommentare meiner Kinder. Teilweise "Redeverbote" für Papa bei Tisch (von den Kindern ausgesprochen), jedenfalls zu politischen Themen. Und:

Meine Kinder haben in der Schule - anders als ihre Mitschüler - wohl nicht über Politik und schon gar nicht über die Einstellung des Vaters geredet (instinktiv völlig richtig gehandelt!, obwohl wir es ihnen nicht verboten hätten), aber ab und zu Kommentare von Mitschülern nach Hause getragen nach dem Motto: "AFD = ..." (ich erspare mir, das an dieser Stelle auftauchende politsch korrekte "N"-Wort zu zitieren). Was will man auch erwarten, wenn der Schulleiter erklärt, sein Ziel sei, daß kein Schüler seine Schule als AFD-Wähler verlasse, wenn in der Kirchengemeinde seit Jahr und Tag in fast jedem Gottesdienst mindestens einmal die "Flüchtlinge" politisch korrekt instrumentalisiert werden, in Predigten, Gebeten, Abkündigungen? Meine Kinder haben innerfamiliär teilweise offen erklärt, sie schämten sich, wenn öffentlich bekannt würde, wo ihr Vater politisch stehe.

Ergebnis der teilweisen innerfamiliären Offenheit: Daß die Eltern meinten, sich innerfamiliär politisch relativ offen äußern zu dürfen (schließlich leben wir doch nicht in einer Diktatur!-?), führte dazu, daß das Problem auf die Kinder verlagert wurde. Je offener die Eltern redeten, desto mehr Druck zu schweigen wurde auf die Schultern unserer Kinder geladen. Das haben wir leider erst recht spät verstanden.

Nochmals Zustimmung zu der Einleitung Ihres Artikels, es gibt hunderterlei Gründe, es so oder so zu handhaben.

Sven Jacobsen

1. Februar 2017 22:11

Auch mich beschäftigt die Tatsache, dass Einschüchterungen und Drohungen Ihnen den Alltag überschatten. Allerdings wirken Sie nicht wie jemand, der sich einschüchtern ließe. Es gibt auch keinen Grund dafür, wie ein geprügelter Hund den Schwanz einzuziehen. 

Schildmaid

2. Februar 2017 18:45

@Ellen Kositza

"Wenn's wg. C. eskaliert? Wird dann am Ende das ganze Dorf "evakuiert"?

Nein sicher nicht. Als kleinster anerkannter Hütehund wird sie die "antifaschistischen" Demonstranten umgehend hüten, zusammentreiben ( ein Schnappen in die Hacken hilft) und diese "Herde" den Ordnungsmächten übergeben.

Auf Cindy ist Verlass!

Cacatum non est pictum

2. Februar 2017 23:44

@Der Feinsinnige

Was will man auch erwarten, wenn der Schulleiter erklärt, sein Ziel sei, daß kein Schüler seine Schule als AFD-Wähler verlasse, wenn in der Kirchengemeinde seit Jahr und Tag in fast jedem Gottesdienst mindestens einmal die "Flüchtlinge" politisch korrekt instrumentalisiert werden, in Predigten, Gebeten, Abkündigungen?

Als Beamter ist ein Schulleiter zur politisch neutralen Amtsführung verpflichtet. Parteipolitische Äußerungen dieser Art sind eine eindeutige Verletzung der Dienstpflichten. Das reicht allemal für Disziplinarmaßnahmen. Vielleicht sollten Sie ihm das mal unter vier Augen mitteilen. Man darf diesen feigen Karrieristen nicht alles durchgehen lassen. Sie müssen Gegenwind spüren!

PhilosII

4. Februar 2017 01:03

@Der Feinsinnige 

Was will man auch erwarten, wenn der Schulleiter erklärt, sein Ziel sei, daß kein Schüler seine Schule als AFD-Wähler verlasse, wenn in der Kirchengemeinde seit Jahr und Tag in fast jedem Gottesdienst mindestens einmal die "Flüchtlinge" politisch korrekt instrumentalisiert werden, in Predigten, Gebeten, Abkündigungen? 

Da meine Kinder noch kleiner sind, ist dieses Problem noch nicht valent - was die Schule betrifft. Da sich mein "rechtes" Denken aber vorwiegend aus dem Humanismus speist, sind die Gespräche bei Tisch in völliger Opposition und dennoch im gewissen Weise unpolitisch. Ich versuche meinen Kindern eine Haltung zu vermitteln, quasi ideologiefrei. In der Hoffnung und mit einer Zuversicht, dass sie selbst zur Erkenntnis gelangen. Was aber die Kirche betrifft, kann man u.U. auch die Gemeinde wechseln?! Ich habe es da etwas leichter - da in der der Ostkirche - hier generell mehr reflektiert wird und rein historisch begründet, der kollektivistische und nihilistische Geist - sowohl der Sozialisten und Kommunisten, als auch des Islam, besonders kritisch gesehen werden. Muss man unter Jette, Nils und Nale aufpassen, wie man sich äußert, kann mann es umso besser unter Dimitrij, Kostas und Blaško..... schon ein komisches Land - leider. 

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