24. Februar 2017

»Migration und Thymostraining« – Marc Jongen in Schnellroda

von Nils Wegner / 24 Kommentare

»Dreimal ist Bremer Recht«, sagt man bei uns in Norddeutschland, und auch diesmal klappte es beim dritten Anlauf: Endlich kam Dr. Marc Jongen, der "Parteiphilosoph der AfD", zu seinem lange geplanten Vortrag beim IfS!

Nils Wegner ist studierter Historiker und arbeitet als Übersetzer und Lektor.

Caroline Sommerfeld hat in ihrer Rückschau auf die 17. Winterakademie zum Thema "Gewalt" bereits einen Eindruck von der Rede des »ätherischen« Denkers Jongen gegeben und sie in den Gesamtzusammenhang des Wochenendes eingewoben. Immerhin handelte es sich bei »Migration und Thymostraining« um den Einleitungsvortrag der Akademie!

Jongens Herangehensweise an die politische und gesellschaftliche Krise unserer Tage folgt der »kulturgenetischen Theorie« des Wuppertaler Philosophieprofessors Heiner Mühlmann, die dieser in seinem Werk Die Natur der Kulturen 1996 entwickelte und in MSC. The Driving Force of Cultures (2005) weiter ausführte – MSC ist Mühlmanns Kürzel für die »Maximum-Stress-Cooperation«, die eine Gruppe von Menschen im Ernstfall zusammenschweißt und das Keimblatt der gemeinsamen Kultur darstellt.

Diese These birgt einigen Sprengstoff, gerade weil sie es erschwert, einen Kulturverfall stets nur böswilligen äußeren Mächten anzulasten: Die Dekadenz ist unmittelbare Folge zu vieler satter Jahre, und die direkte Alternative zum immer weiteren Auseinanderdriften und Vereinzeln der Menschen zwangsläufig der Konflikt – welcher Art er auch sein mag.

Das aber läßt hoffen: Vielleicht wird es genau das »Thymostraining« durch die alltäglichen Zumutungen der desaströsen Regierungspolitik sein, das unser Volk wieder zueinander finden läßt? Ein spannender und wichtiger Vortrag, der sich nicht nur gerafft in der aktuellen Ausgabe der Sezession findet, sondern auch – wie Martin Sellners Referat über Gewaltlosigkeit – für den kanal schnellroda mitgeschnitten wurde. Hier ist er!

Nils Wegner ist studierter Historiker und arbeitet als Übersetzer und Lektor.

Kommentare (24)

Lyrurus
24. Februar 2017 10:24

Wie auch der Vortrag von Martin Sellner sehr beeindruckend und überzeugend. Die Diskussionen waren sicher spannend. Bleibt zu hoffen, dass Herr Jongen in Zukunft in der AfD und in ganz Deutschland bzw. Europa eine größere Rolle spielt.

Der Gehenkte
24. Februar 2017 10:32

Jongens Auftritt in Schnellroda ist unbedingt zu begrüßen. Inhaltlich bringt der Vortrag, soweit ich hören kann, allerdings nicht viel Neues, nichts, was Jongen nicht seit 2 Jahren verschiedentlich von sich gegeben hat. Er hatte damals den Eindruck erweckt, als arbeite er an einer größeren philosophischen Grundlegung und Vertiefung des thymotischen Ansatzes. Das Politik-Kleinklein dürfte der theoretischen Konzentration kaum behilflich sein. Solche Leute müssen aber verstehen, daß sie der Bewegung mehr dienen, wenn sie mal ein Jahr abtauchen und hart am Text arbeiten.

Als "Narrativ" ist die Thymotologie sicher ausbaufähig. Sie kann Bereiche der Realität ganz gut beschreiben. Inwieweit sich daraus eine Handlungsanleitung ergeben könnte, ist mir nicht klar, denn man kann Thymos nicht machen. Daß das thymotische Niveau der Deutschen bereits unter den existenzbedrohenden Eichstrich gesunken ist, beweisen die letzen 18 Monate hinglänglich und die Erhöhung eines Schulz zum Messias unterstreichen das noch: 90% wollen nicht kämpfen, selbst wenn sie die Gefahr sehen, sondern wollen weiter nur "hoffen" und "glauben".

Man wird an die heiligen Kühe "Demokratie", "Fortschritt", "Säkularisation" ("Vertikalspannung"), "Technik", "Wohlstand", "Frieden" ... rühren müssen, um den Thymos-Gedanken zur "materiellen Gewalt" werden zu lassen.

Der_Jürgen
24. Februar 2017 11:33

Marc Jongen macht einen guten Eindruck. Hinsichtlich der praktischen Verwendbarkeit der "Thymotologie" kann man sich den Ausführungen des @Gehenkten nur voll anschliessen. Man fragt sich schon, was eigentlich noch passieren muss, um, wie er sagt, "den Thymos-Gedanken zur materiellen Gewalt werden zu lassen".

Harm Wulf
24. Februar 2017 11:41

"Daß das thymotische Niveau der Deutschen bereits unter den existenzbedrohenden Eichstrich gesunken ist, beweisen die letzen 18 Monate hinglänglich und die Erhöhung eines Schulz zum Messias unterstreichen das noch: 90% wollen nicht kämpfen, selbst wenn sie die Gefahr sehen, sondern wollen weiter nur "hoffen" und "glauben."

Dies ist leider auch mein Eindruck. Zumindestens hier im dekadenten Westen (Frankfurt am Main) gibt es recht viele Leute, die den Irrsinn der Merkel´schen Politik sehr wohl einschätzen können.

Die aber letztendlich vor den Konsequenzen zurückschrecken, die sich aus einem aktiven Widerstand ergeben würden. Sei es aus Feigheit oder Bequemlichkeit.

RMH
24. Februar 2017 13:50

"Daß das thymotische Niveau der Deutschen bereits unter den existenzbedrohenden Eichstrich gesunken ist, beweisen die letzen 18 Monate hinglänglich und die Erhöhung eines Schulz zum Messias unterstreichen das noch: 90% wollen nicht kämpfen, selbst wenn sie die Gefahr sehen, sondern wollen weiter nur "hoffen" und "glauben"."

Auch hier wieder bitte beide Seiten der Medaille anschauen. Auf der linken Seite ist wieder ordentlich "Thymos" da, das darf man nicht unterschätzen und der - für mich unglaubwürdige und nicht besonders kompetente - Herr Schulz erhöht zumindest in Teilen der Gesellschaft den Wechselwillen und zeigt damit, wie sehr die Leute - lagerübergreifend - das System Merkel satt haben.

In Bezug auf Wahlen muss daher nun die andere Seite nachliefern und man braucht es ja nicht dauernd wiederholen, es gab dazu ja jetzt schon gefühlte 1 Million Aufrufe. Die Parteiführung der AfD ist jetzt in der Pflicht, gute, geschlossene Oppositionsarbeit zu liefern und dazu gehört bei der derzeitigen, lagerübergreifenden Anti-Merkel-Stimmung endlich einmal als Minimalkonsens die ganz klare Aussage, das man für eine Frau Merkel, egal was sie anbietet, niemals den Steigbügelhalter spielen wird.

Das rechte/konservative/liberalkonservative Lager darf sich jetzt nicht von den Vorstandsquerelen innerhalb der AfD und den ständig in Richtung R2G gehenden Umfragen und Pressemeldungen ins Bockshorn jagen lassen.

Trump lag 2 Wochen vor der Wahl - offiziell - auch noch hinten.

deutscheridentitärer
24. Februar 2017 14:53

""Daß das thymotische Niveau der Deutschen bereits unter den existenzbedrohenden Eichstrich gesunken ist, beweisen die letzen 18 Monate hinglänglich und die Erhöhung eines Schulz zum Messias unterstreichen das noch: 90% wollen nicht kämpfen, selbst wenn sie die Gefahr sehen, sondern wollen weiter nur "hoffen" und "glauben.""

Die gesamte Rechte ist in einer illusionären Blase gefangen. Obwohl es jedem von uns bewusst ist, dass unsere Ziele (Reconquista) unsere Möglichkeiten als Volk weit übersteigen, verdrängen wir diesen Gedanken. Allenfalls akkzeptiert man diese Einsicht in dunklen Stunden verbunden mit der heroischen Pose eines letzten Wächters von Pompej. Dabei würde ein Abschied von überspannten Siegeshoffnung geistig und praktisch viel Freiheit bringen. Man wäre den Ballast los auch noch den letzten degenerierten Volksgenossen retten zu wollen und könnte sich im Gegenteil daran ergötzen, wie ihm Stück für Stück seine Biedermeierwelt wegbricht.

Was fällt, soll man auch noch stoßen usw.

Beispiel Abtreibung: Wer abtreiben will, soll das doch bitte tun, natürlich auf Rechnung der Krankenversicherung, am besten noch zusätzliche Kompensationen. So hat sich das Problem in einigen Generationen dann von selbst erledigt. Analoges kann man auch auf alle anderen Misstände übertragen.

Kubitscheks wird es wohl auch in hundert Jahren noch geben. Merkels vielleicht nicht mehr. Es fügt sich eh alles so, wie es soll.

Marc_Aurel
24. Februar 2017 15:52

deutscheridentitärer:
"Dabei würde ein Abschied von überspannten Siegeshoffnung geistig und praktisch viel Freiheit bringen. Man wäre den Ballast los auch noch den letzten degenerierten Volksgenossen retten zu wollen und könnte sich im Gegenteil daran ergötzen, wie ihm Stück für Stück seine Biedermeierwelt wegbricht."

Das Problem an diesem Ansatz ist, dass es eben nicht nur die Welt des "degenerierten Volksgenossen" ist, sondern auch die unsere, wir sind genau wie er Passagiere des sinkenden Schiffes. Es ist also durchaus eine gute und sinnvolle Strategie, sich entschlossen dafür einzusetzen dessen Schwimmfähigkeit zu erhalten und es, wenn sich die Möglichkeit bietet, wieder fit zu machen.

Ich glaube auch nicht, das die Lage im Volk so schlimm ist, wie von Der Gehenkte eingeschätzt (90%), jedenfalls nicht im Osten. Ich würde sagen, das die Multikultis, hier deutlich in der Minderzahl sind, höchstens 15-20 %, wenn überhaupt. Natürlich heißt das nicht gleich, dass der Rest geschlossen gegen das System anträte, aber hier ist enormes Potential vorhanden.

Ein gebürtiger Hesse
24. Februar 2017 18:31

Fulminanter Vortrag. Nicht anders als der von Sellner. Letztes Wochenende - vor Ort, nicht anders als dieses - als Video im Internet. Daß die Neue Rechte DAS intellektuell wertvollste, reichhaltigste, anstachelndste Feld in unserem Land ist (schon qua Defizienz der Konkurrenz), zeigt sich hier einmal mehr in Reinkultur. Dank nicht zuletzt an die Kameraleute.

Sven Jacobsen
24. Februar 2017 20:39

Vermutlich ist die besagte Schätzung in Höhe von 90% recht zutreffend. Deutschland ist im europäischen Vergleich und gemessen an seiner Bedeutung das Land mit der geringsten Zahl an Wählern, die bereit wären, in der stillen und geheimen Wahlkabine wirkliche Denkzettel auszuteilen. Und es ist das Land, in dem die konservativen Parteien am wenigsten konservativ sind bzw. alsbald anfangen daran zu arbeiten, nicht mehr so zu erscheinen.

Gotlandfahrer
24. Februar 2017 22:08

I love you all, das vorweg. Aber Thymos. Auf den oder das können wir lange warten. Eher was mit Thymian. Was er sagt ist doch nur: Je mehr aggressive Moslems bei uns die Lage bestimmen, desto eher kriegen wir den Arsch wieder hoch. Sofern es dann nicht zu spät ist. Das wurde doch schon tausendfach so erkannt und ausgesprochen. Das macht nicht sinnlos, es nochmals eloquent vorgetragen zu haben.  Aber wo ist die Interpretation der neuen Lage?

Deutsche Denker sind tiefer aber langsamer scheint es mir. Das Christentum wurde hier nicht erfunden. Aber Luther hat es verfeinert. Die industrielle Revolution fand nicht hier zuerst statt. Aber erfolgreicher. Zu erfolgreich vielleicht. Volksrevolten wurden hier nicht erfunden, aber der Kommunismus. Der Faschismus nicht, aber ‚perfektioniert‘. Der Antifaschismus auch nicht, aber ebenfalls mehr als ‚perfektioniert‘.

Nun haben wir die Trumps, Le Pens, Orbans, Wilders usw. und in Deutschland zerpflückt sich die AfD auf unter 10% während die veröffentlichte Meinung Hässletten-Schulz als Ausweg aus der Alternativlosigkeit anpreist.

Erkennen wir doch mal an: Deutsche Denker sind keine Pace Maker. Halt, Missverständnis droht: Schnellroda ist Vordenken par excellence. Ist Pace Making und Rettungs-Vorarbeit. Das Beste und Wichtigste was man in Deutschland zurzeit tun kann. Aber es ist ’meta‘. Nicht weniger. Aber auch nicht mehr. Denn deutsche Denker denken halt, entweder vor oder darüber nach, was andere machen und verbessern es anschließend. Das heißt für uns: Schaut auf Bannon & Co. Entweder er ist das letzte Aufbäumen. Wir kennen das. Oder es wird der Befreiungschlag. Seid entschlossener und direkter im Ton. Versucht nicht, Euren eigenen Anspruch an intellektuelle Redlichkeit zu erfüllen wenn Ihr redet. Who cares?

Haut mit Worten drauf. Das empört. Und das zieht. Und wenn nicht ist es auch egal. Ob Acht oder 28 Prozent. Acht Prozent können mehr bewirken als ignorierte 28%. Spalten, spalten, spalten war Lenins Doktrin, bis er den harten Kern der Entschlossenen herausdestilliert hatte. Lernt siegen. Wenn Trump überlebt, stehen uns Deutschen gute Zeiten bevor, denn er bricht das Paradigma. Lasst uns nicht hinterherlaufen, diesmal.

Cicero
24. Februar 2017 22:25

Selbstverständlich kann man Thymos "machen". Wie Jongen richtig anmerkte, ist der Thymos durch die Masseneinwanderung und deren Folgen, s. Köln an Silvester 2015 etc., bereits beträchtlich gestiegen. Aber wie heißt es so schön (überspitzt): "Es kommt nicht auf die Taten an, sondern auf die Worte, die man über sie verliert." Die Deutungshoheit ist also das entscheidende. Das weiß auch der diskursive Hegemon. Gerade deshalb führt er den Streit um seine Diskurshoheit immer unerbittlicher, mit immer unfaireren Mitteln. Ein Zeichen der Schwäche. Zu Defätismus besteht also überhaupt keine Veranlassung. Im Gegenteil!

Klaus D.
25. Februar 2017 09:13

Die Ausführungen von Herrn Jongen zum Thymostraining sind neu für mich, hören sich aber irgendwie glaubwürdig an.

Trotzdem- soll das nun wirklich bedeuten, daß die Entscheidungen der Bundesregierung, insbesondere von Frau Merkel, hinsichtlich der Massenmigration allein auf einer kulturellen Fehlentwicklung in Deutschland beruhen? Im Hintergrung agierende Kräfte wie globale Finanzkartelle, Konzerne als auch Geopolitik der USA spielen dabei keine oder nur eine untergeordnete Rolle?

Das heißt, die Entscheidungen wurden von souveränen deutschen Politikern getroffen, also quasi zwangsläufig, allein aus dieser kulturellen Fehlentwicklung heraus. Was letztendlich einer Entschuldigung Merkels gleichkommt (sie konnte ja nicht anders).

Und das vom intellektuellen Vordenker der AfD!? Jetzt verstehe ich auch die Denke von Petry/Pretzell ... und eine Koaltion mit der CDU wird realistische Option (falls es die AfD mit dieser "Kampfansage" überhaupt noch in den Bundestag schafft ...).

Habe ich das so richtig verstanden? Ich bitte um Widerspruch!

deutscheridentitärer
25. Februar 2017 09:14

@Gotlandfahrer

Ein sehr treffender Kommentar.

Utz
25. Februar 2017 10:14

deutscheridentitärer:
"Dabei würde ein Abschied von überspannten Siegeshoffnung geistig und praktisch viel Freiheit bringen. Man wäre den Ballast los auch noch den letzten degenerierten Volksgenossen retten zu wollen und könnte sich im Gegenteil daran ergötzen, wie ihm Stück für Stück seine Biedermeierwelt wegbricht."

Also aufgeben geht ja GAR nicht. Kämpfen ist  angesagt, mit und ohne Hoffnung. Kinder kriegen.

Und trotzdem realistisch sein. Die Linksverblendeten hoffen, daß mit den Immigranten lauter Mitstreiter für eine bessere sozialistische Welt kommen. Dann können wir doch nicht genauso naiv sein, und hoffen, daß bei einem wie auch immer gearteten Zusammenbruch ausgerechnet nur die "Degenerierten" beseitigt werden.

Der Stimmungsumschwung kann kommen, aber die mindeste Voraussetzung, die wir zu erbringen haben, ist daran zu glauben.

 

JensN.
25. Februar 2017 10:37

Ich halte ziemlich viel von Marc Jongen und seine Ansichten zur fehlenden Thymos- Spannung im (deutschen) Volk treffen genau meinen Nerv. Es gibt dennoch einige Aussagen - übrigens nicht nur von Marc Jongen - mit denen ich überhaupt nicht konform gehe. Ich hoffe, dass das nicht als Haarspalterei angesehen wird, denn es ist wirklich wichtig. Mir geht es um die Begriffe "Einwanderung" und "Asylkrise", die immer wieder zu hören sind. Eines ist für mich ganz klar: Beide sind komplett falsch, fast schon desinformativ.

Was ist denn genau Einwanderung? Es gibt klassische Merkmale, die für die Einwanderung typisch sind. Nehmen wir als Beispiel das australische Punktesystem. Um eine bestimmte Punktezahl zu erreichen, sind gewisse Kriterien erforderlich. VOR der Einwanderung muss sich der potentielle Einwanderer um einen regulären Job kümmern. Gefordert sind weiterhin gute Sprachkenntnisse, neben beruflicher Erfahrung. Anbei der Text von "Auswandern info":

"Wer über die Skilled Migration auswandern möchte, muss jünger als 45 Jahre alt sein, in der Regel eine abgeschlossene Berufsausbildung bzw. ein abgeschlossenes Studium und ausreichend Berufserfahrung nachweisen können und sollte über gute Englischkenntnisse verfügen.
Der erlernte Beruf muss entweder in Australien dringend gesucht werden, oder aber man benötigt eine Anstellung bei einem australischen Arbeitgeber."

Das, was das Merkel- Regime seit seit Jahren und mit steigender Intensität seit rund zwei Jahren macht, hat also nichts mit Einwanderung zu tun. Die Regierung Merkel hat mit Vorankündigung und offen für jedermann einsehbar millionen Ausländer aus allen möglichen Herkuntsstaaten ANGESIEDELT. Es ist ja nicht so, dass wir von aussen überrannt werden und der Staat nichts dagegen tun könne. Grundfalsch! Wenn innerhalb von zwei Jahren knapp 2 millionen gösstenteils männliche, jugendliche Ausländer, die weder über Allgemeinbildung, noch über rudimentäre Sprachkenntnisse verfügen, mit Bussen und Flugzeugen hergekarrt werden, dann hat das nichts mit klassischer Einwanderung zu tun. Wenn in einem Land mit 82 millionen Einwohnern Schulen, Kindergärten und öffentliche Gebäude mit "Flüchtlingen" belegt werden, wenn der Staat Vermietern extra hohe Summen für das Beherbergen von "Flüchtlingen" zahlt, hat auch das nichts mit Einwanderung zu tun.

Genauso ist der Begriff "Krise" deplaziert. Eine Krise ist ein plötzlich eintretendes negatives Ereignis. Nun, ich erinnere mich, dass Herr Gauck und Frau Merkel Jahre vor der Siedlungspolitik regelrecht die Werbetrommel dafür gerührt haben, dass doch bitteschön möglichst viele Ausländer nach Deutschland kommen sollen, oder nicht?! Die letzten Jahre konnte man durchweg die Forderungen der Bonzen vernehmen, möglichst viele Ausländer hier anzusiedeln und da die Regierung nicht im Sinne des Volkes, sondern im Sinne des Gr0ßkapitals arbeitet, wird genau der Wunsch erfüllt. Es kommt uns vielleicht vor wie eine Krise, aber aus Sicht der Eliten läuft alles so, wie es laufen soll. Zusammenfassend kann man sagen:

1. Ausländer werden in Deutschland angesiedelt, um den Konsum (Binnennachfrage) zu erhöhen und damit den Reichtum der Bonzen zu mehren.

2. Ausländer werden in Deutschland angesiedelt, um die Bevölkerungsstruktur nachhaltig zu verändern.

3. Der Feind ist die eigene Regierung. Es gibt keine Gefahr von aussen, sondern nur eine Gefahr von innen.

4. Alle Problem wie Altersarmut, Kinderarmut, Kriminalität, Terror könnten binnen weniger Monate komplett gelöst werden, wenn der politische Wille da wäre.

Vielleicht wäre es eine gute Maßnahme, den Begriff "Siedlungspolitik" zu etablieren. Er wäre zumindest ehrlicher als von "Einwanderung" und "Krise" zu rden. Gruß an alle Mitstreiter!

Nautilus
25. Februar 2017 11:14

@ Klaus D.

George Soros und Peter Sutherland mögen eine gewisse Rolle spielen, sicherlich aber wenn wir Politiker mit Rückrat hätten,würden sie sich wehren.

Jongen hat Recht wenn er sagt, dass die kulturellen Fehlentwicklungen zu  dieser Katastrophe führen. Sie sprechen desshalb Merkel und co nicht frei. 

Das ist meine Ansicht.

Der_Jürgen
25. Februar 2017 12:24

@Klaus D. @Nautilius

Nautilius hat recht. Selbstverständlich ist der Druck der Hintergrundmächte immens, aber ich nehme nicht an, dass Obama oder Soros oder Sutherland die Merkel mit vorgehaltener Pistole zur Öffnung der Grenzen gezwungen hat. Sie hätte nein sagen können, wie Schröder anno 2003 nein zur Zumutung sagte, sich an der Aggression gegen den Irak zu beteiligen, und wie Merkel und Westerwelle anno 2011 ausnahmsweise einmal gegen ihren Satellitenstatus verstiessen und in Libyen nicht mitbombardierten, nachdem sie sogar den Mumm gehabt hatten, sich im UN-Sicherheitsrat bei der Abstimmung über die Einführung einer Flugverbotszone über Libyen der Stimme zu enthalten.

Wie @Jens N. richtig bemerkt, ist der Hauptfeind, der tödlichste Feind, des deutschen Volkes seine eigene Elite (ich brauche das Wort natürlich im wertfreien Sinn).

Hier mag Klaus D. einwenden, diese Elite sei ja von den Okkupanten eingesetzt worden. zn verlorengegangenem Thymos. Man kann diese Debatte fortsetzen, indem man fragt, ob der Thymos dem deutschen Volk denn nicht durch die Besatzer aberzogen worden sei. Legitime Frage, aber dass der Thymos eben fehlt, bleibt trotzdem bittere Tatsache Insofern hat die These von Jongen (dem ich bei aller Anerkennung seines intellektuellen Formats natürlich nicht  vertraue) also Hand und Fuss.

Julius Fischer
25. Februar 2017 17:19

@JensN.

Bingo!

Ich komme mir selber mit meiner Betrachtungsweise recht einsam vor, weil einem täglich Anderes in den Zeitungen serviert wird.

Es werden Begriffe benutzt, die oft falsch sind aus meiner Sicht. Dies müsste jeder Journalist eigentlich auf Anhieb erkennen. Es fängt ja schon bei "Flüchtling" an, wer bitteschön flüchtet denn über tausende Kilometer vor einer Gefahr? Bei "Asylkrise" geht es weiter, als wenn der deutsche Staat so wehrlos ist, dass er nicht einmal seine Grenzen intelligenter schützen kann. Für mich ist es ein gespentischer Zustand. Was passiert hier wirklich?

Darüber hinaus sei der Sez. und Antaios für ihre Bildungsarbeit zu danken, schließlich habe ich so die Lust am Schmökern wiedergewonnen. 

Der Feinsinnige
25. Februar 2017 17:54

Es ist eine gute Entscheidung, neben dem Vortrag Martin Sellners auch diesen Vortrag ins Netz zu stellen. Der Text lohnt (genauso wie der Sellners) ein mehrfaches Anhören bzw. Nachlesen in der gedruckten „Sezession“ und ein intensives Nachdenken.

Eine Formulierung zu Beginn des Vortrags von Marc Jongen (im Video ab Minute 5.55, in der Druckausgabe im ersten Absatz) verdient es aus meiner Sicht allerdings, daß über sie nicht nur ausführlich, sondern auch kontrovers diskutiert wird:

„...dieses hunderttausendfache rechtswidrige Eindringen kulturfremder Menschen in unser Land, großteils junger muslimischer Männer, stellt einen einmaligen, irreversiblen Vorgang dar.“

In der Druckausgabe der Sezession wird diese Aussage sogar noch schärfer formuliert; dort heißt es:

„...stellt...einen einmaligen, in allen seinen Folgen irreversiblen Vorgang dar.“

Je länger ich über diesen Satz nachdenke, desto ratloser werde ich. Die gegenteilige Aussage, nämlich, der Vorgang wäre „in allen seinen Folgen“ reversibel, wäre jedoch wohl genauso fragwürdig und noch dazu unrealistisch.

Aber: „irreversibel?“, noch dazu „in allen seinen Folgen?“

Björn Höcke hat als Antwort auf Horst Seehofers Obergrenze von 200.000 jährlich die Aussage von der Obergrenze von „minus 200.000“ im Jahr geprägt (z.B. in der Erfurter Rede vom 13.1.2016, abrufbar über die Netz-Seite der AFD Thüringen oder direkt über Youtoube, Kanal: „AFD-Landtags-TV“, „Björn Höcke: Ich fordere eine Obergrenze von minus 200.000 im Jahr“ Minute 9.40 – 10.10). Dies liefe meines Erachtens auf den Versuch einer doch zumindest teilweisen Revision durch Remigration hinaus.

Sollte die AFD als Partei nicht besser von einer solchen teilweisen Reversibilität des Vorgangs ausgehen, wobei über Ausmaß und Mittel noch ausführlich zu diskutieren wäre? Dies läge übrigens auch in der Logik der bestehenden Gesetze, wenn sie denn nur endlich angewandt würden.

 

 

 

 

 

RMH
25. Februar 2017 21:32

Jetzt aber einmal zum Inhalt der Rede von Jongen:

Ich habe die Rede nicht "live" gehört sondern hier online über den Kanal Schnellroda und im Anschluss das Ganze noch einmal nachgelesen im aktuellen Heft der Sezession.

Schon beim Anhören der Rede, kam in mir der erste Eindruck auf, dass ist ja der Hammer, was der Herr Jongen hier präsentiert und dieser erste Eindruck verfestigt sich gerade bei mir - deswegen schreibe ich auch erst jetzt einen inhaltlichen Beitrag zu dieser Rede.

Herr Jongen philosphiert mit dem Hammer, er entlarvt Dekadenzerscheinungen, wie der erste Philosoph mit dem Hammer, Nietzsche. Sprachlich dabei ruhig und völlig unaufgeregt. Zwar wird die ursprüngliche Beschreibung des Thymotischen Platon zugeschrieben, den Nietzsche als Dekadenzphilosoph darstellte (aber sicher nicht deswegen), aber dennoch sind für mich Parallelen erkennbar, denn das, was Jongen hier formulierte und postulierte, ist eine klare Götzendämmerung unserer herrschenden Agenda!

Diese Rede geht in ihrer subtilen Wucht tief ins Innere der Selbstverständlichkeiten unserer Republik und ihrer herrschenden Meinungen. Während Höcke nur im Schulhof den Provokateur gibt und dafür gleich von der Pausenaufsicht abgestraft wird, geht Jongen unauffällig direkt ins Zentrum (um beim Bild zu bleiben, mithin ins Kultusministerium) und wäscht Köpfe.

Man kann von Glück sagen, dass nur die allerwenigsten der öffentlichen Wächter den Durchblick haben werden, um zu bemerken, was hier gesagt wurde - die Wächter Petry und Pretzell werden sicher nicht dazu zählen (diese kleine Spitze sei mir erlaubt).

Ich muss sagen, dass ich beeindruckt bin.

Jongen geht auf jeden Fall aufs Ganze - eine akademische Karriere wird er unter diesem Regime nicht mehr machen. Ich hoffe, er schafft den Sprung in den Bundestag.

Cacatum non est pictum
25. Februar 2017 22:58

@deutscheridentitärer

Kubitscheks wird es wohl auch in hundert Jahren noch geben. Merkels vielleicht nicht mehr. Es fügt sich eh alles so, wie es soll.

Wenn sich alles von allein fügt: Was machen wir dann hier? Bloß unseren Untergang analysieren?

Vielleicht wäre es eine gute Maßnahme, den Begriff "Siedlungspolitik" zu etablieren. Er wäre zumindest ehrlicher als von "Einwanderung" und "Krise" zu rden. Gruß an alle Mitstreiter!

Dieser Begriff hat Potential zur Provokation. Vielleicht werde ich ihn ab jetzt selbst im Munde führen. Danke und Gruß zurück!

Heinrich Brück
26. Februar 2017 01:48

Der Deutsche will also nicht kämpfen. Von welchem Kampf ist hier die Rede? Die Wahlkabine am 24. September ist kein Schützengraben. Nur zwei Kreuzchen müssen gemacht werden, niemand sieht zu. Was würde sich denn ändern können, wenn die AfD die absolute Mehrheit der Stimmen holen könnte? Die demographische Trendlinie zeigt seit Jahrzehnten in eine negative Richtung. Welche Regierungspartei war dagegen?

Das Herrschaftssystem namens "Demokratie" wird von der Wirtschaft und ihren Forderungen definiert, sonst wäre Einwanderung kein Thema. Wieso brauchen die "Nationalkommunisten" in China keine Einwanderung? Und Asyl ist lediglich die humanitär verbrämte Variante der Einwanderung.

Eine Menschenmasse dient der Wirtschaft als Vasall (3/4 der Arbeitskraft für Steuern und Miete), ist also kein richtiges Volk. Oder die Wirtschaft dient dem Volk, dann wird die Einwanderung globalistischer Form obsolet. Hierarchisches Gemeinschaftsdenken und geringe Abgaben, kein arbeitsloses Menschenmaterial als systemrelevantes Erpressungspotenzial, und keine dem Liberalismus huldigende Demokratie.

Alle Herrschaftssysteme sind im Prinzip Diktaturen. Die Demokratie scheint die intelligenteste zu sein. Die Masse kann keinen eindeutig Schuldigen ausmachen, werden nationale Interessen nicht mit Nachdruck vertreten, schließlich wurde die Regierung gewählt? Welche Freiheit gewährt wird, wer gewinnen soll, die Ergebnisse sind sichtbar.

 

Für das westliche Demokratiesystem, sofern es kein Mittel zum Zweck ist, gibt es kein Leben nach dem Tod. Legislaturperioden sind kurzfristig angebunden. Die Entwicklung in Ostdeutschland, seit 1990 westdemokratisch, keine positive Empfehlung. Abgesehen von der Zerschlagungssumme in westliche Kassen, auch eine demographische Niederlage in nur einer Generation. Die Abwanderungseinwilligung ökonomisch erzwungen, aufgrund der westlichen Globaldemokratie alles andere als gelungen.

In einer globalisierten Welt bleibt das Abendland Vergangenheit, als Inspirationsquelle und Anknüpfungspunkt seltsam blaß, jedenfalls im Kampf gegen falsche Zuwanderung.

Wenn die Demokratie ihren Preis fordert, wird klar welche Demokratie gemeint war. Siehe auch die NATO im Osten.

 

Der Feinsinnige
26. Februar 2017 09:50

@ deutscheridentitärer und @ cacatum non est pictum

Zum Begriff „Siedlungspolitik“ muß ich einfach einen Lektürehinweis geben, den man sich nicht bereits wegen des Namens des Autors, auf den ich verweise, versagen sollte:

Im Jahre 2015 hat Heribert Prantl ein Heftchen (dieses Wort benutze ich bewußt doppeldeutig) bei Ullstein veröffentlicht, bezeichnet als „Streitschrift“: „Im Namen der Menschlichkeit . Rettet die Flüchtlinge“ (32 Seiten, 3,99 €).

Prantls Pamphlet gipfelt mit folgernder Empfehlung (S. 31): „Es gibt viele Landschaften in Europa, die weitgehend entvölkert sind – nicht nur in Süditalien, auch in Südfrankreich oder in Mecklenburg-Vorpommern. Dort können Flüchtlinge angesiedelt werden. Das wäre der Auftakt zu einer neuen europäischen Gründerzeit. Die Einwanderer können sich mit den Erfahrungen ihrer urbanen Subsistenzwirtschaft, also der Selbstversorgung, eine bescheidene Existenz aufbauen. EU-Geld könnte das zu einem guten Existenzminimum aufstocken; solche Subventionen gibt es ja in der europäischen Landwirtschaft ohnehin. In solchen Ansiedlungen könnte es ein Leben in Gemeinschaft und in menschlichen Verhältnissen geben.“

Mich hat das gesamte Heft, aber insbesondere die zitierte Passage schockiert, habe ich doch noch nirgendwo anders von etablierter Seite her eine derart drastisch formulierte Zielvorstellung der derzeit herrschenden Politik gelesen oder gehört.

Von wegen „Deutschland wird Deutschland bleiben“ (Angela Merkel) – der Haus- und Hofjournalist des Establishments Heribert Prantl hat Klartext gesprochen - das muß man ihm lassen.

Cacatum non est pictum
26. Februar 2017 14:14

@Der Feinsinnige

Dass es wünschenswert sein könnte, auch in Europa einige Landstriche unbesiedelt zu lassen, geht wohl nicht hinein in die Schädel solcher Kulturnihilisten. Von den anderen drastischen Begleiterscheinungen dieses Wahnsinns ganz zu schweigen. Afrikanische "Subsistenzwirtschaft" gepaart mit EU-Geld. Dass ich nicht lache! Und solche Traumtänzer haben bei uns Deutungsmacht.

Bei der Anhäufung von Auszeichnungen, die Prantl eingeheimst hat (Wikipedia), müsste man eigentlich in Erfurcht vor ihm erstarren - wäre man nicht in der BRD und wüsste, was derlei journalistische Nabelschaupreise tatsächlich wert sind. Aber in dem geistigen Kosmos unserer Bundesrepublik, wo die wenigsten noch zu eigenständigem Denken fähig sind, lassen sich auch radikalglobalistische Frechheiten straflos platzieren. Unser Hofberichterstatter nimmt hier den Regierenden bloß die Drecksarbeit ab.

Und was Angela Merkel angeht, so sollte man bei ihr immer genau hinhören. Dieser Schlangenmensch der Rhetorik windet sich durch jedes Gatter. Man wird ihr fast nie eine Falschaussage nachweisen können; das, was sie von sich gibt, ist stets schwammig und mehrdimensional interpretierbar. Deutschland wird eben auch dann noch "Deutschland" heißen, wenn es zur Hälfte arabisiert und seiner kulturellen Wurzeln komplett entledigt ist. Auf diese Plattitüde wenigstens wird sie sich zurückziehen können.

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