Sezession
7. März 2017

Politischer Waschzwang – Die „Junge Freiheit“ und Björn Höcke

Götz Kubitschek / 65 Kommentare

Er leidet seit Jahren unter politischem Waschzwang und wird über seinem Wunsch, dem Establishment zu beweisen, daß er die Spielregeln begriffen habe, zum Denunzianten.

Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Vielleicht gibt es in unserem Milieu (das trotz aller Hygienemaßnahmen noch immer von liberal-konservativ und libertär über identitär und neurechts hin zu nationalkonservativ und traditional reicht) keinen Mann, der zugleich so eifrig und nervtötend ist.

Was ist geschehen, was ist schon wieder los? Björn Höcke, für seine Dresdner Rede vielgescholten und zurechtgewiesen, hatte im Anschluß an seinen Auftritt noch ein Interview gegeben. Anton Troianovski vom Wall Street Journal stellte Fragen nach Höckes Geschichtsbild, nach seiner Bewertung der nationalsozialistischen Ära und nach seiner Kritik an der Geschichts- und Erinnerungspolitik der Bundesrepublik Deutschland.
 
Troianovski hat seinen Artikel unter der Überschrift »The German Right Believes It’s Time to Discard the Country’s Historical Guilt« (Die deutsche Rechte meint, es sei an der Zeit, die historische Schuld des Landes abzustreifen) bereits am 2. März publiziert. Gestern nun brachte die Junge Freiheit unter der Schlagzeile »Höcke dementiert Äußerung zu Hitler« eine Meldung über Troianovskis Beitrag: Der Autor habe auf Nachfrage der JF bestätigt, daß Höcke folgendes zu Protokoll gegeben habe:

Das große Problem ist, daß man Hitler als das absolut Böse darstellt. Wir wissen aber natürlich, daß es in der Geschichte kein Schwarz und kein Weiß gibt.

Es gebe, so Troianovski gegenüber der Jungen Freiheit, eine Tonbandaufnahme, die diese Aussage Höckes belege. Höcke, von der JF mit diesem Zitat konfrontiert, wies von sich, derlei je gesagt zu haben.

Mehr muß man eigentlich gar nicht zusammentragen, um den an Besessenheit grenzenden Hygienefimmel Steins deutlich zu machen. Er verantwortet die JF, und es gibt in seiner Zeitung wohl kaum einen Beitrag gegen Höcke, den er nicht höchstpersönlich in seiner Stoßrichtung ausgerichtet und plaziert hätte. Die Ingredienzien diesmal:
  • Es erscheint in einer englischsprachigen Zeitung ein Bericht über die geschichtspolitische Kritik der deutschen Rechten. Dieser Bericht wird von keinem deutschsprachigen Organ zum Thema gemacht.
  • Vier Tage später sind es Die Welt und die Junge Freiheit, die fast zeitgleich Beiträge zu Höckes Aussagen bringen.
  • In der Welt wird dabei Troianovskis Gesamtbeitrag kurz als das zusammengefaßt  was er ist: Ein Überblick über das Geschichtsverständnis und alternative geschichtspolitische Weichenstellungen führender AfD-Politiker. Neben Höcke hat nämlich auch Frauke Petry auf Troianovskis Fragen geantwortet – die Welt hält fest, daß Petrys Äußerungen nicht weit von denen Höckes entfernt seien und daß diese Aussagen vom konservativen Teil des Wahlvolkes geteilt würden.
  • Die Junge Freiheit hingegen verschweigt Petrys Anteil an Troianovskis Artikel. Vielmehr macht die JF Höckes Äußerung über die Grauanteile jedwedes historischen Gegenstands zum einzigen und damit zentralen Inhalt des Berichts und ordnet ihn nicht relativierend, sondern suggestiv in den Zusammenhang der Dresdner Rede. Höcke wird so als Wiederholungstäter, der sich dann sogar seiner Worte nicht mehr erinnern will und mit dem Verweis auf ein Tonbandprotokoll der Lüge überführt werden könnte.
  • Damit ist Höckes Aussage samt Wahrnehmungslenkung in der bundesdeutschen Presselandschaft angekommen, und sollte eine neuerliche Lawine daraus werden, wird man sagen müssen: Es waren die eigenen Leute, die sie auslösten.
  • Diese Lawine scheint nun tatsächlich abzugehen: Bild hat den JF-Bericht samt Tonband-Argument aufgegriffen und fragt: "War es das für Höcke?"
So leid es mir tut: Der Begriff »Lückenpresse« muß diesmal und mit Berechtigung auf das Flaggschiff der rechten Milieupresse angewandt werden, und der ganze Vorgang reiht sich nahtlos in Steins Bemühen ein, die AfD als harmloses Korrektiv zum Bestehenden, als kritische Ergänzung der politisch-medialen Klasse zu entwickeln.
Dies ist der Grund für die eifrigen Parteitagsbesuche Steins: Als in Essen vor gut anderthalb Jahren Bernd Lucke gestürzt wurde und die AfD als Alternative erhalten blieb, soll Stein als ungebetener und gänzlich parteiischer Stimmungsmacher für Lucke so aufdringlich geworden sein, daß ihm von genervten Delegierten signalisiert wurde, dies stünde einem Journalisten schlecht zu Gesicht.
 
Und so ist es immer: Wenn eine grundsätzliche Entscheidung ansteht, glühen am Hohenzollerndamm die Drähte, wird sortiert, wird geputzt, kommt der politische Raumspray zum Einsatz.
 
Jedoch trägt dies alles nicht recht etwas aus: Mehrheiten herstellen, Stimmen einsammeln, personelle Signale setzen - das kann jeder Kreisvorsitzende besser, weil auf dieser Ebene das zugleich betont Neutrale und extrem Verschwitzte eines Chefredakteurs nicht kontraproduktiv zu wirken beginnt. Dissonantes Understatement, möchte man sagen, und man sagts und liegt nicht falsch.
 
Zurück zu Höcke und seinem aus dem Zusammenhang gerupften Satz über das Problem, das daraus entsteht, wenn man Hitler als das absolut Böse beschreibt:

Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Kommentare (65)

Zadok Allen
7. März 2017 09:55

Traurig, die Entwicklung der JF, einfach traurig. Stein hat sich in seine Reformitis und autosuggestive Normalitätssimulation derart verbissen, daß er zunehmend wie ein Bleideckel über dem Blatt, seinen Redakteuren und freien Mitarbeitern liegt. Das war auch schon am rapiden Verfall des rein journalistischen Niveaus der Zeitung über die Jahre meines Abos hinweg spürbar.

So wird die JF als Sedativ und Nostalgie-Album für die kümmerlichen Reste des altbundesrepublikanischen Reihenhaus-Bürgertums enden. Das dortige Abonnenten-Potential dürfte sie ja nun weitgehend ausgeschöpft haben.

H. M. Richter
7. März 2017 10:07

Es gab in der DDR eine Übereinkunft innerhalb einer relativ großen Gruppe, die ich einfachhalber einmal Opposition nennen will: "Es gibt Dinge, die tut man nicht."

Natürlich war diese Grenze fließend und letztlich auch nicht ausformuliert. Daß sie jedoch weit vor jener lag, die besagte, nicht als Denunziant in Erscheinung zu treten, war jedem bewußt, der versuchte, sich an sie zu halten.

Dieter Stein hat diese Grenze nun endültig übertreten. Aus der JF weht einen nunmehr der Atem Liane Bednarz' an.

Über das absolut Böse kann die Wochenzeitung ja gerne den Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz befragen (siehe JF v. 20.02.1015). Und über die Grenze, die nicht überschritten werden darf und hinter derer die Dinge, die man nicht tut, zu Hause sind, dürfte Thorsten Hinz zuverlässig Auskunft geben können.

Rüdiger Plantiko
7. März 2017 10:38

Genau: und selbst wenn Höcke es genau so gesagt hätte - der Satz an sich ist ja richtig!

Das ist der grosse Negativ-Kult, die Negativ-Religion des säkularen Menschen: von einem Gott will man nichts mehr wissen, oder man verbannt ihn in das stille Kämmerlein des Privatmenschen. Aber umso inbrünstiger lädt man den Gegenpol, den Teufel auf. Statt einer Religion, die Demut, Verehrung des Höheren, Liebe zu Gott verlangen würde, baut man sich eine säkulare Ersatzreligion, in der nur noch der Hass auf den Gegengott eine Rolle spielt, mit Hitler als dessen Inkarnation und den Nazis als seinen Aposteln. Von der Liebe zu Gott ist nicht mehr die Rede (Gott zu lieben ist Privatsache, hat in der Politik nichts zu suchen), geblieben ist nur noch der Hass auf das Böse (den Bösen zu hassen, bleibt keineswegs Privatsache, sondern ist allgemeine politische Pflicht jedes Staatsbürgers). Daraus resultiert eine entsprechende Geschichtsdeutung. Das Gegenbild der Säkularisten zur christlichen Heilsökonomie, die den spirituellen Gang der Menschheit über den Sündenfall, die erlösende Opfertat Christi und das endzeitliches Gericht erzählt, ist ein rein weltliches Geschichtsbild, in dessen Zentrum der Mord an den Juden durch Deutsche steht:  religiös überhöht als "Holocaust", als vollständiges rituelles Brandopfer, erstrahlt er als ein schauriges neues Zentrum der Geschichtsdeutung - zugleich ein Gegenbild zu dem singulären Opfer des leidenden Gottesknechts - von dem aus nun alle Geschichte zu erzählen ist. Aus religionsdogmatischen Gründen muss dieser Mord singulär sein (so wie in der christlichen Vorlage das Opfer des Gottmenschen am Kreuz), er muss aus aller Geschichte herausragen, mit keinem anderen Verbrechen auch nur annähernd vergleichbar sein. Aus religionsdogmatischen Gründen muss alle Geschichte der Völker (mit einer Ausnahme: der des jüdischen), die ihr Selbstbewusstsein oder ihr Eigensein behaupten wollen, notwendig in den Holocaust münden. Aus religionsdogmatischen Gründen muss alle Politik nach Auschwitz in negativer Form auf Auschwitz orientiert sein - alle Politik nach Auschwitz darf keinem anderen grossen Ziel verpflichtet sein als der Auschwitz-Verhinderung.

Der Mensch hat nun eben das religiöse Bedürfnis, es liegt in seiner Natur. Wo er sich darüber zu erheben meint, entsteht nur eine Karikatur von Religion.

Monika L.
7. März 2017 10:44

Wenn sich einer uns zu Ehren betrinkt, dürfen wir ihm das zerschlagene Geschirr nicht ankreiden.  ( Ernst Jünger)

Spätestens nach der BTW 17 wird jedem klar werden, daß "die Rechte keine Alternative im, sondern ein Alternative zum System" ( Thomas Assheuer) werden wird. Werden muß. Alternative im System ist dann wie Sozialismus mit menschlichem Antlitz. Wird es nicht geben. Leider.

Warum also kleinlich sein in großer Zeit? Ob Herr Höcke das Geschirr zerschlägt oder Dieter Stein, egal. Scherben muß man nicht mehr waschen. 

Dass der, der glaubt, daß etwas Historisches das Absolut Böse sein kann (das kann es in einer konkreten historischen Situation tatsächlich sein. Wir können auch in dieser Welt in der Hölle leben), sich täuschen kann, wird hoffentlich nie zu einer konkreten Erfahrung werden. Zu der unvorstellbaren Ent-täuschung: Es kann noch schlimmer kommen.

Woher wissen wir denn, dass wir nicht selbst in die Lage kommen, uns " situativ distanzieren zu müssen"? Wer von uns ohne Sünde ist, der werfe den ersten STEIN.

Patriot
7. März 2017 10:49

Sehr geehrter Kubitschek,- wie immer brillant. Es ist simpel und eigentlich alles gesagt. Nur noch nicht von jedem. Deshalb auch von mir ein kleiner Beitrag. Wir wissen doch alle, daß es ausschließlich darum geht, die AfD und vor allem deren Mitglieder und Akteure unter der Gürtellinie zu treffen. Dabei ist es völlig wurscht, was gerade Herr Höcke sagt. Er hätte auch behaupten können, daß die Erde ein runder Himmelskörper sei und die Sonne im Osten aufgeht. Es wäre in jedem Fall "rechtspopulistisch", rassistisch und gemein sowieso. Wenn Frau Merkel das aufgrund ihres erlernten Berufes als Physikerin behauptet hätte, wäre das eine Option auf den Nobelpreis. Ok. Was ist der Grund für die Führungsleute der AfD, hinter jeder Sau herzulaufen, die von gewissen Kreisen durchs Dorf gejagt wird? Bemerkenswert, daß Frau Petry auf offener Bühne mit G. Wilders und M. Le Pen "kuschelt", (wobei H. Höcke im Vergleich mit Wilders ein Chorknabe ist) und ihre eigenen Leute gewissermaßen verleugnet? Gehts noch?

Was gab es nicht alles..Schießbefehl (von Storch) , Boateng (Gauland). Die SPD hat auch noch ihren Sarrazin und wird ihn nicht los. Die Grünen/Linken haben Leichen im Keller. Was solls also? Es gibt viel zu tun...Die AfD sollte ihre Energien anders einsetzen. Kleiner Scherz nebenbei: Was ist der Unterschied zwischen Reichsautobahn und Großflughafen ? Reichsautobahn wurde fertig...

Meyer Jan
7. März 2017 11:40

Bei BILD.de muss man schon wieder ziemlich nach unten rollen mit der Maus um den Artickel noch zu finden. Vieleicht ist es der BILD selber schon zu BLÖD geworden.  Hoffentlich!

Ansonsten Vielen Dank für Ihre wie immer brillianten Analysen.

Starhemberg
7. März 2017 11:59

Das erste Mal bin ich vollkommen anderer Meinung als jene, die in der von mir so hochgeschätzten Sezession stets zu lesen ist. Bitte - Kubitschek und Stein - rauft euch zusammen! Ich schätze die JF sehr, genauso wie die Sezession. Doch es macht keinen Sinn, beide nach gleichen Maßstäben zu messen. Die JF ist sozusagen rechter Mainstream, ihr hingegen seid die Avantgarde. Und beides sind wichtige Instrumente in unserem gemeinsamen Kampf. Mir fiel zwar auch schon der Feldzug der JF gegen Höcke unangenehm auf, aber dies ist nicht Grund genug in einen derartigen Frontalangriff zu gehen. Habt ihr kein Telefon? Können Kubitschek und Stein nicht unter vier Augen ein klärendes Gespräch führen? Oder sind wir hier im Kindergarten? Die Welt ist voller Feinde, und die wenigen Freunde machen sich gegenseitig an, ich glaube es nicht.

antwort kubitschek:
was glauben Sie denn, wieviel gesprächsangebote es gab? no way.

Tweed
7. März 2017 12:15

Kubitschek sagt zu Recht: „Nichts Historisches ist ‚absolut böse‘“. Aber das Problem mit diesem Satz, besser: das Problem mit den Reaktionen auf diesen Satz liegt noch tiefer, auf einer fundamentalen Ebene. Es gibt nicht nur nichts historisch absolut böses, sondern der Begriff des absolut Bösen ist logisch-semantisch ein Widerspruch in sich: Wie auch immer man das Böse definieren will, würde man diese Bedeutung absolut setzen, müsste dieses so definierte „Etwas“ das ganze Sein, alles was ist oder mindestens sich selbst „vernichten“ (bzw. immer schon vernichtet haben). Goethe lässt Mephistopheles sagen: „Ich bin der Geist, der stets verneint.“ Aber den „Faust“ gibt es nur deshalb, weil Goethe diese Figur "menschlich" macht und nie zum abstrakten Absolutum erhebt. Absolute Verneinung wäre auch die Verneinung von sich selbst. Die Reaktionen auf das Höcke-Zitat zeugen also nicht nur von einem Diffamierungswille oder wenigstens historischer Ignoranz, sondern vor allem von einer nahezu absoluten Abwesenheit des Geistes. Insofern wäre es besser, mal nicht immer mit Dementis zu reagieren, sondern nach vorn zu verteidigen: den Geistlosen sagen, dass sie dumm sind! Dummheit war aber immer schon Vorbedingung und Ursache für das (Achtung!) relativ Böse auf einer nach oben offenen Skala.

Ostens Sohn
7. März 2017 12:30

@Patriot:

Ich weiß nicht mehr, ob ich den Beitrag sogar hier auf der Seite in den Kommentaren gefunden habe und er somit schon bekannt ist. Zu Le Pen: https://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=429575

Interessant fand ich im Folgenden: "In Europa will sie mit allen nationalistischen Kräften zusammenarbeiten, welche die Staatssouveränität verteidigen. Namentlich erwähnte sie Geert Wilders, Viktor Orban und die FPÖ, nicht jedoch die AfD und Frauke Petry."

Der_Jürgen
7. März 2017 12:30

Diesem klugen Artikel kann man nur vorbehaltlos zustimmen, ebenso wie den bisherigen Kommentaren, wobei derjenige von @ Rüdiger Plantiko besonders hervorsticht.

Zu Dieter Stein: Ich hege seit langem eine tiefe Abneigung gegen diesen Herrn, seinen Opportunismus, seine ständigen Anbiederungen an den Zeitgeist und seine unentwegten Versuche, einer nationalen Opposition, die diesen Namen verdient, Steine in den Weg zu legen. Natürlich erscheinen bei der JF immer wieder gute Artikel - solche braucht es ja, um die Leser bei der Stange zu halten -, aber ich frage mich, wie es z. B. Michael Paulwitz und Thorsten Hinz unter der Fuchtel dieses Mannes aushalten. Vermutlich aus banal materiellen Gründen, denn auch sie müssen ja ihre Rechnungen bezahlen, und für Kolumnen bei der Sezession kriegt man wohl kein Honorar. Die Hausmeister schwimmen ja auch nicht in Geld.

kommentar kubitschek:
also, wir bezahlen online und für die druckausgabe sehr ordentliche honorare - die bezahlschranke ist richtiggehend auf die autoren umgelegt worden. aber: wir erscheinen nicht jede woche, und das ist materiell nicht konkurrenzfähig.

Nils Wegner
7. März 2017 12:32

Mal ganz im Ernst, liebe Leute... Dieser Zwist ist jetzt bald drei Jahre alt, und es kommen immer noch ständig Kommentatoren mit "rauft euch mal zusammen" oder "ihr müßt endlich mal aufeinander zugehen" an?

Nein. Einfach nein.

Zumal "nicht nach rechts austeilen" nicht bedeutet, daß man einander nicht (konstruktiv) kritisieren darf. Es bedeutet, daß man sich nicht auf des anderen Kosten anzubiedern versucht. Und was das angeht, braucht hier ganz sicher niemand entsprechende Forderungen aufzustellen.

Harm Wulf
7. März 2017 12:58

Eigentlich sollten persönliche Ambitionen bzw. Eitelkeiten zurückgestellt werden zugunsten der Bekämpfung des real existierenden Parteiensystems und dessen verheerende Auswirkungen auf unser Land.

Aber anscheinend setzen manche Personen aus dem patriotischen Umfeld andere Prioritäten. Die Entwicklung seit 2015 scheint für diese nicht beunruhigend genug zu sein, so dass man meint, genügend Zeit und Energie aufbringen zu können, um vermeintliche Konkurrenten zu bekämpfen. Sehr traurig..

Tobias aus DD
7. März 2017 13:16

Ich hatte in entsprechenden JF Leserkommentaren Herrn Stein bereits zwei Mal direkt auf diese Problematik angesprochen und mein Missfallen darüber ausgedrückt.

Es gab, wie zu erwarten, keine Reaktion. Mit dem neuerlichen Artikel gegen Höcke, zu dem ich die Einschätzung Kubitscheks teile, war dann bei mir das "Maß voll".

Ich habe mein JF Abonnement per email "zum nächst möglichen Termin" gekündigt und erhielt exakt fünfzehn Minuten später eine standardisierte Antwort, in der meine Kündigung zwar bedauert, aber sogar zur zurückliegenden Ausgabe vom letzten Freitag direkt bestätigt wurde ...

Martin Lichtmesz
7. März 2017 13:27

Diejenigen, die vom "cucking"-Virus befallen sind, sind in der Regel leider unbelehrbar.  Sie kapieren auch nach Jahren einschlägiger Erfahrungen nicht, dass sie für ihre Anbiederungen keine Amnestie bekommen werden und am Ende auch gefressen werden. Die JF kann machen, was sie will, die "Beobachter Völkischer" werden sie im Visier behalten. Soviel Mindestmaß strategischen Überblicks sollte schon drinnen sein, aber leider...

Starhemberg
7. März 2017 13:30

Sehr geehrter Herr Kubitschek, erst mal danke für die Info. Das tut mir wirklich leid und ist sehr schade. In das "JF" und Stein-Bashing stimme ich trotzdem nicht ein. Mir fehlt der Einblick in die Hintergründe. Ich verstehe Sie so, dass von Ihrer Seite oftmals das Gespräch gesucht wurde, aber von der Gegenseite nicht angenommen. Das ist ein Jammer. Aber ich bleibe hoffnungsfroh - im Angesicht der dräuenden Katastrophe müssen die Reihen geschlossen werden. So, jetzt gebe ich Naivling Frieden.

Jürg_Jenatsch
7. März 2017 13:36

Bei Herrn Stein scheint der Name mittlerweile Programm zu sein. Einer rechten, nationalen Opposition möglichst viele Steine in den Weg zu rollen und diese ausgiebig zu diskreditieren, scheint sein Hauptziel zu sein. Diese Anbiederung an das bundesrepublikanische Establishment ist mittlerweile  auch zum Markenzeichen der JF geworden. Höcke muß mittlerweile nur mehr atmen, um als Wiedergänger des Ewig Bösen zu erscheinen. Selbst die harmloseste Bemerkung wird aus dem Zusammenhang gerissen und möglichst grausam entstellt wiedergegeben. Vielleicht sollte Herr Höcke aber auch erst mal darauf verzichten, mit Medien aus dem gegnerischen Lager überhaupt zu kommunizieren. Ein sehr guter Kommentar von Herrn Kubitschek.

Nautilus
7. März 2017 13:55

Sehr treffend geschrieben Herr Kubitschek. Ich ich habe die JF wegen Dieter Stein gekündigt,  den anscheinend will er doch noch einen Platz im Presseclub ergattern. 

Olaf
7. März 2017 13:58

Auch die JF bzw. Stein, wird lernen müssen, dass sie nie im "System" akzeptiert wird, genauso wie das Auto von Junge abgefackelt wird, obwohl er sich brav von Höcke distanziert.

Sie lernen es nicht! Gott, was haben wir die JF in den Anfangstagen der AfD gepusht..... Ein Fehler.

philos
7. März 2017 14:35

Danke für den Kommentar, Herr Kubitschek. Sie nennen ihn Waschzwang, diesen innigen Wunsch Dieter Steins, eindlich einen Stehplatz im Salon zu ergattern. Über die zugrundeliegenden Motive maße ich mir kein Urteil an. Daß seine persönlichen Vorstellungen ihn jedoch mit schädlicher strategischer Blindheit schlagen, haben Sie ja gesagt. Sei's drum. 

Eins ist dabei allerindings ärgerlich: Eine Zeitlang konnte man die JF als Brücke zur Sezession nutzen. Wessen Geist durch die allumfassende Indoktrination erkaltet war, dessen Temperatur konnte man auf diesem Wege erhöhen, ohne ihn gleich zu verschrecken. Nun wirkt aber dieses mehr und mehr Platz greifende, sich miefig und hinterzimmerhaft ausnehmende Cuck-Dasein ziemlich unattraktiv, d.h. uncool insbesondere auf jüngere Leute. 

Reisende soll man nicht aufhalten. 

Curt Sachs
7. März 2017 14:43

Herr Stein bleibt seiner langjährigen Linie treu, das ist keine Überraschung. Dass Herr Stein bereit ist, darin recht konsequent zu sein, hat er schon damals gezeigt, als die JF ihre Leserkreise fallenließ. Auch in den folgenden Jahren hat er seine Linie immer wieder deutlich gemacht. Herr Stein ist im Herzen ein CDU-Anhänger wie z. B. auch Herr Lucke. Da darf man nicht zu viel von ihm erwarten. Er wird nicht über seinen Schatten springen.

Phönix
7. März 2017 15:03

Ja, ich teile die Auffassung von Herrn Kubitzschek. Als Leser von JF und Sezession stimme ich auch weiterer obiger Aussage eines Mitkommentators zu: Die JF ist rechter Mainstream, die Sezession ist die Avantgarde. Beides hat seinen Platz.

Die Frage liegt in deren Zielsetzung.

Die Kommentare von Herrn Stein wirken blass und sind durchwirkt von der Sorge, bloß nicht den Eindruck zu erwecken, man könnte denken, er stünde rechts. Und damit drückt er für mich absoluten Mainstream aus! Bedenken Sie, Deutschland und Europa sind akut, existentiell und unmittelbar in ihrer Existenz bedroht! Wir sind dabei in die unmittelbare Katastrophe abzugleiten! Und zu viele glauben meiner Meinung nach immer noch, uns bleibe noch Zeit. Nein, tut es nicht!

Herr Höcke polarisiert. Und das soll er! Hier ist wenigstens mal einer, der an diesem fürchterlichen Mehltau, der über unserem Land liegt, kratzt! Er bringt zur Sprache, was unbedingt geklärt und zurechtgerückt gehört, was angesehen werden muss, was besprochen und diskutiert gehört, wenn wir jemals wollen, dass unser Land und unser Volk gesunden kann. Man muss nicht seiner Meinung sein, aber er hat den Mut, diese unsäglichen Dogmen, an dem unser Land und unser Volk zu ersticken droht auszusprechen. Und dafür danke ich ihm.

Herr Höcke und Herr Stein scheinen mir - bildlich gesprochen - wie empfindliche Seismographen: Diese beiden Herren stecken das Intervall ab, dass es noch gilt von jeder Seite aus abzuschreiten, bevor wir auf "Go" stehen.

Der "Gründungsmythos" der BRD ist Ausschwitz. Dies war bewußt so angelegt. Der Schuldkomplex so vieler 68iger (und anderer) und eine Politik der Moral taten und tun ein Übriges.

Deutschland ist aber nicht die BRD - ich will hierbei im übertragenen Sinn verstanden werden. Deutschland ist ein Land mit so alter und tiefer Geschiche, einem Volk - wie kein zweites - mit einer solchen Zerrissenheit über Jahrhunderte hinweg, grandiosen Erfolgen und heftigsten Traumata (30jähriger Krieg). 

Herr Höcke sieht auf dieses Deutschland, Herr Stein sieht auf die BRD.

Herr Stein wird entscheiden müssen, welchen Kurs sein Blatt nehmen soll. Tut er es nicht, werden die Verhältnisse dafür sorgen. Denn eines ist klar, die Comfortzonen gehen bald aus, die Einschläge kommen näher. Das heißt, wird er DANN endlich zu einem Flaggschiff (aus Mut, aus Verzweiflung) mutieren, oder geht die JF dann einfach wegen Beliebigkeit unter. Dieser Frage wird er sich  stellen müssen - so oder so. Bis jetzt weicht er noch aus.

Die Sezession hat ihr Ziel klar vor Augen (man verzeihe mir eine mögliche Anmaßung). Wer sie liest und mit ihr geistig arbeitet, weiß was er tut. Aber das ist eben Avantgarde.

Heinrich Brück
7. März 2017 15:15

Wie muß eine Regierungszusammensetzung aussehen, damit dieses Land wieder auf Vordermann gebracht werden kann?

Die Strukturen der Parteien haben ein Wahlvolk geschaffen, welches dieser Frage nicht gewachsen ist. Innerhalb der politischen Strukturen gibt es keine personell verfänglichen Provokationen, es sei denn die Sichtbarmachung der Grenzöffnung mag in diese Kategorie fallen.

Ohne Höcke, wäre Petry immer noch nicht willkommen. Auch Lucke war es nicht. Willkommen ist Merkel, wie jeder andere Dr. Austauschbar.

Höckes Rede war eher zu kurz. In der Geschichtsdarstellung offenbaren sich die Strukturen, von Personen gemacht. Das Volk sieht die Aufarbeiter der Geschichte, nicht die Ziele der Aufarbeiter.

Heinrich Löwe
7. März 2017 15:17

Was einen wirklich in Harnisch bringt, ist die Dissonanz zwischen dem Image der JF als neurechtes Flaggschiff und der doch zugenommenen inhaltlichen Flachheit und Anbiederei, vor allem der letzten drei Jahre.

Die machen ihr Geschäft mit einem Ruf, den sie garnicht mehr rechtfertigen können.

Deshalb verweise ich "Neukunden" aus dem bürgerlich-konservativen Milieu, die die Mainstreampresse nicht mehr ertragen, mittlerweile auf tichyseinblick. Das ist ehrliche Arbeit dort. Über alles gesehen haben die Artikel wesentlich mehr "Feuer", noch dazu den hervorragenden Kommentarbereich. Ich wünsche mir, daß Tichy weiter expandiert und sein Periodikum auf wöchentlich umstellt. Dann geht am Hohenzollerndamm die große Hektik los, wetten...

Harald
7. März 2017 15:19

Björn Höcke ist ein aufrechter deutscher Patriot mit dem Herz auf dem rechten Fleck. Was Ihn mir besonders sympathisch macht, er ist Geschichtslehrer und als solcher versucht er das Geschichtsbild der Deutschen wieder gerade zurücken. Unsere Geschichte muss endlich wieder aus deutscher Sicht geschrieben werden.

Valjean72
7. März 2017 15:26

Eine große Prise Spekulatius:

Was ist wenn es weniger um persönliche Eitelkeiten, denn um das Durchsetzen einer Agenda geht? Entweder die rechte Opposition auf den ihr von den Machtstrukturen vorgesehenen Kurs zu manövrieren und einzuspuren oder aber, falls dies nicht gelingt, die AFD durch wiederkehrende Störmanöver – in Verbund mit den offen systemischen Kräften - weitestgehend zu schwächen und am Ende zu marginalisieren?

Gut, vielleicht bin ich auch nur paranoid ;-)

Gotlandfahrer
7. März 2017 15:49

Mein Gefühl in dieser Angelegenheit: Wir erleben hierin die germanische Wesensschwäche. Anstatt über die Gemeinsamkeiten möglichst pragmatisch im nächsten Schritt erfolgreich zu sein, wird das Trennende ausgemalt bis man stolz getrennte Wege geht. Derweil lacht der Gegner. Aber nur bis er es übertreibt, und das tut er irgendwann, und dann wird zwar getrennt marschiert aber vereint geschlagen, wonach man sich wieder trennt.

Lasst Stein (dem ich dankbar für die JF bin) sich doch von Höcke (den ich verehre) distanzieren und sich so als Enfant Terrible für den Presseclub qualifizieren. Der Antifaschismus ist mittlerweile so umfassendes, tiefgreifendes Ritual, dass es nicht mehr darauf ankommt, ob auch die JF mal mitmacht. Hätte es den Katholizismus gestärkt, wenn Luther mal gesagt hätte, na in diesem oder jenen Punkt hat der Papst recht? Hätte es den Bolschewismus verfestigt, wenn Gorbatschov gesagt hätte, im Kommunismus war nicht alles schlecht? Haben beide nicht mal, trotzdem war die Zeit jeweils reif für Wandel.

Abspaltungen sind in Prozessen völlig normal. Es verdichten sich spezialisierte Kerne, die wiederum miteinander auf neue Weise wechselwirken können. Die deutsche Rechte, die – germanischer Wesenszug – in sich sehr differenziert ist, wird nicht daran zugrunde gehen, dass Herr Stein einen ohnehin nicht monolithischen Block verlässt. Freuen wir uns, jemandem im Mainstream zu haben, der mehr mit uns gemein hat, als die anderen dort und wünschen wir ihm viel Glück. Es wird ihm dort helfen, wenn wir ihn nicht als einen von uns bezeichnen. Die Verhältnisse stehen und fallen auch nicht in Abhängigkeit davon, wie Herr Stein über Herrn Höcke schreibt. Der Zeitpunkt zum gemeinsamen schlagen wird kommen, den haben wir aber nicht in der Hand.

Martin Lichtmesz
7. März 2017 15:57

Es ist kindisch, den Antichristen aus Braunau zum Gegenstand eines zwingenden Glaubensbekenntnisses zu einem manichäischen Weltbild zu machen, das eines intelligenten und gebildeten Menschen unwürdig ist. Und ja, dann können wir gleich alles in die Tonne treten, was wir von Mohler, Weißmann, Hinz oder Nolte gelernt haben. Oder von irgendeinem der großen Geschichtsschreiber, in der Antike angefangen.

Das Problem ist hier in der Tat, dass die JF ohne Not diese Geschichte nach oben gedrückt hat. Das Ärgerlichste ist, dass hier (wieder einmal) ein Verrat an allem begangen wurde, was man in dieser Zeitung über Jahre hinweg an vergangenheitspolitischer Aufklärung geleistet hat.

RMH
7. März 2017 16:07

Die "Junge Freiheit" hat immer wieder mal gute Artikel und einige sehr gute Autoren, aber, auch wenn das jetzt überspitzt ist, in der Bild gibt es auch hin und wieder gute Artikel.

Ich konnte - obwohl selber eher liberal-konservativ - dem Blatt noch nie groß etwas abgewinnen. Liegt vielleicht auch daran, dass ich die Anfänge des Blattes kenne und damit auch die Anzeigen, mit denen das Geld damals rein geholt wurde. Da kann ich nur sagen, werter Herr Stein, wer solche Leichen im (Verlags-) Keller hat, der sollte mit der Nazi-Keule ganz vorsichtig sein.

Schneekette
7. März 2017 16:35

Ach, der Dieter... Aber eine ehrlich gemeinte Frage: Ich verstehe das berufen auf Weißmann nicht so ganz. Ist dieser nicht inzwischen ebenfalls total auf die Stein Linie eingeschwenkt?

antwort kubitschek:
gott bewahre, hoffentlich nicht! sonst müßte er sich von einer menge seiner bücher und texte distanzieren ...

Findling
7. März 2017 16:36

Der Anteil der Nichtdeutschen wächst stetig. Da nach Angaben der exekutierenden Kanzlerin alle hier Seienden gleichermaßen Anspruchsberechtigte auf Wohlstand sein sollen und volle Rechte auf politische Gestaltung hätten, muss u.a. die Frage nach dem Umgang mit der deutschen Schuld neu verhandelt werden. Es ist nämlich anmaßend von den länger hier Lebenden, dass sie an den Sühneleistungen die später hier Lebenden ungefragt beteiligen! Das gilt noch weit mehr für volle politische Mündigkeit, die nur von vom Holocaust Unbelasteten beansprucht werden kann. Insofern ist eine Kennzeichnung der von der Vergangenheit zumindest bis in die 4. Generation Belasteten (Genesis) erforderlich. Die Finanzämter könnten dann einen gezielten Holocaust-, Umwelt- Kapitalismus, Afrika- und Sonstwie-Soli erheben. Die Gerichte könnten sofort erkennen, wer wen als Angehöriger einer Köterrasse bezeichnen darf und wessen Gott ständig beleidigt zu sein hat oder wessen Religion ungestraft mit Kot beworfen und als Kinderfickersekte bezeichnet werden kann. Durch einen Chip unter der Haut ließen sich die Möglichkeiten, Gerechtigkeit walten zu lassen, potenzieren.

Aus den genannten Gründen können die Bürgerrechte eines Höckes nicht denen eines Yüksels gleichgestellt werden. Daraus wiederum folgt, dass ein Yüksel ungestraft die Deutschen in die Kloake der Geschichte wünschen darf, was dem nicht voll mündigen Höcke gegenüber den Türken niemals erlaubt wäre.

Die Helferlein der Kanzlerin bei solchen Vorhaben finden sich vom Bodensatz der Antifa bis in den höheren Klerus, vom Journalismus links unten bis Mitte rechts.

Hartwig aus LG8
7. März 2017 16:53

Liest man die Artikel von D. Stein über die Entwicklung der AfD der letzten zwei bis drei Jahre, dann ahnt man, welche Angst diesen Mann umtreibt. "Letzte Chance AfD", "AfD darf nicht wie die Repubikaner enden" etc etc.

Ich kenne Stein nicht, und die BRD-Zeit der Vor-Neunziger habe ich auch nicht selbst erlebt. Stein muss sich fragen, was er sich von einer AfD ala Helmut Kohl verspricht?? Er gäbe sicher auch ein Antwort, ... aber keine gute.

Was Höcke betrifft: Es ist das Superwahljahr 2017 mit allem drum und dran - auch innerparteilich. Ich habe keinerlei Ahnung von Wahlkampf und partei-interner Taktiererei. Es ist Höcke in seiner Position zuzumuten, dass er jede seiner Äußerungsabsichten nach menschlichem Ermessen auf ihre allumfängliche Wirkung prüft, sie im Sinne seiner Ziele für richtig befindet und äußert, oder sie unterlässt. Meinen Segen hat er!

Ralf Beez Ofw d. R.
7. März 2017 17:26

Werter Götz Kubitschek

Herzlichsten Dank und ein aufrichtiges Vergelt´s Gott in allerdeutlichst verschärfter Form für ihren herausragenden Beitrag, sehe ich genauso und wenn die JF so weitermacht, werde ich mein Abo kündigen.

tho.
7. März 2017 17:30

GK hat wieder genau ins Schwarze getroffen – und ich persönlich kann einfach nicht verstehen, wie man dieses intrigante Blatt vom Hohenzollerndamm überhaupt noch lesen oder gar abonnieren kann. Dieter Stein ist außerdem ungefähr so sympathisch wie Ralf Stegner.

Ich habe mein JF-Abo schon Anfang oder Mitte der 2000er abbestellt (so genau weiß ich es gar nicht mehr), weil ich mich und meine Ansichten in der Gazette nicht mehr wiedergefunden habe. Außerdem wurde der Kulturteil – für mich einer der wichtigsten Teile in einer Zeitung – immer langweiliger, spießiger und opahafter.

Man kann auch ohne JF leben – und das sogar sehr gut. Außerdem gibt es Alternativen – auch in der Sparte Wochenzeitung: www.national-zeitung.deDer Nimbus eines „Flaggschiffs der intellektuellen Rechten“ ist verblasst. Die „Sezession“ hat hier längst die Pole Position übernommen.

Abronsius
7. März 2017 18:08

Es geht nicht darum, ob "der Satz" zutreffend ist oder ungut interpretiert wurde. Es geht nur darum, daß die Wähler diesen Nazi-Scheiß nicht hören wollen. Das Schicksal der NPD ist doch nun weidlich bekannt. Jemand, der bei jeder sich bietenden Gelegenheit über Hitler und den Holocaust spricht, ist für die AfD nicht tragbar.

Der Vorwurf, die AfD werde zu einem bloßen "Korrektiv" im Parteiensystem (was denn bitte sonst???!), ist inhaltsleer, völlig haltlos und zeugt von einem gestörten Politikverständnis. In Wirklichkeit geht es darum, politische Konkurrenten zu beschädigen. Wenn Höckes Stern sinkt, dann verlieren auch seine Berater an Einfluß, nicht wahr? So ist der Parteienfilz auch in Schnellroda angekommen. Der Untergang des Vaterlandes ist noch nicht genug, jetzt muß ich auch noch das hier erleben.

Hartwig B.
7. März 2017 18:11

Danke an Götz Kubitschek für seine Zeilen, seine Unterstützung für Björn Höcke (AfD) und die Klarstellung über die Charakterdefizite des Herausgebers der JF, eines Mannes, der unbedingt dazu gehören will.

Es ist wahrlich ein Jammer mit solchen Personen, die sich "national-konservativ" oder so ähnlich schimpfen: Anstelle einfach den Mund zu halten, wenn man sich über gewisse Personen aus dem nationalen Lager ärgert, wie hier das vermeintlich Gesagte von Björn Höcke, wirkt man lieber zersetzerisch und macht gemeinsame Sache - das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen - mit der BILD-Zeitung, dem Sturmgewehr des BRD-Establishments, um Höcke maximal zu schaden. Unterirdisch, um nicht niederträchtig zu sagen.

Kubitschek weist auch zurecht auf das Buch von Melanie Amann (Angst für Deutschland) hin, die trotz aller persönlich motivierten Negativwertung über die AfD im allgemeinen und Björn Höcke im Konkreten doch recht zutreffend die wesentlichen Persönlichkeiten der AfD nachgezeichnet hat, und dazu zählen neben Björn Höcke eben auch ein Götz Kubitschek, aber eben nicht der Herausgeber der JF, dem Luckisten der ersten Stunde.

Nebenbei: Unsereins hörte, daß Bernd Lucke immer noch nicht seine politischen Ambitionen aufgeben will und eine erneute Parteigründung im Sinne hat. Das wäre doch das eigentliche Betätigungsfeld für die JF und seinem Herausgeber, ja wenn das Projekt nur Wahlerfolge hätte. Dann doch lieber irgendwie die AfD, denn die hat ja nun mal Erfolg und könnte ja auch irgendwann selbst zum Establishment gehören - wo wir wieder beim Herausgeber der JF wären. 

Sven Jacobsen
7. März 2017 18:16

Mir ist der Erziehungskommentar von Dieter Stein schleierhaft. Das Ganze erinnert entfernt an den Wirbel um Hannah