Sezession
9. April 2017

Sonntagsheld (7) – Nichteuropäer draußenbleiben!

Till-Lucas Wessels / 13 Kommentare

Aurelién Verhassel ist einer der führenden Kader der französischen Generation Identitaire und betreibt die Kneipe „La Citadel“ in Lille. In der "Zitadelle" herrschen klare Regeln: Wer rein darf, bestimmt der Betreiber, Nichteuropäer haben keinen Zutritt, einheimische Obdachlose hingegen werden eingeladen.

Till-Lucas Wessels

Till-Lucas Wessels studiert und ist identitärer Aktivist sowie »Minenhund für zukünftig Zumutbares«.

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Die Bar ist kein versiffter Kellerraum mit Tresen, in welchem die ganze Zeit Rechtsrock aus den 1990ern läuft und Dosenbier ausgeschenkt wird; sie ist Teil eines identitären Komplexes mit angegliederter Boxhalle und Bibliothek und einem eigenen Kino, gelegen im Zentrum von Lille. In den Räumlichkeiten wird nicht nur gefeiert, gelesen und trainiert, auch die Vorbereitung von Aktionen findet hier statt, für die juristische Nachbereitungen stehen Räume und Anwälte zur Verfügung.

Die Identitären in Lille zeigen damit deutlich, wohin die Reise gehen muß: Wer für sich beansprucht, eine wirkliche – will sagen: bessere Alternative zur freiwilligen Einwebung in den herrschenden Flickenteppich aus Subkulturen und politischem Nebelkerzen-Engagement zu bieten, der muß klotzen und nicht kleckern. Der muß zeigen, daß er bereit und fähig ist, einen eroberten Raum auf den Schlachtfeldern der Zeit – also auf der Anklagebank, im Lesezirkel und auf der Straße zu verteidigen.

Seit die Bar im September letzten Jahres offiziell eröffnete, stürzen sich erwartungsgemäß Reporter und Journalisten auf das Projekt und fragen sich unter stetig ungläubigerem Augenreiben: Wie kann ein Laden so schick, so ansprechend eingerichtet und dabei so rechts sein?

Diese Fragen stellte sich vor kurzem auch der britische Sender Channel 4, den entstandenen Bericht, die erfrischend aufrichtigen Antworten unseres Sonntagshelden und die schlotternden Knie der örtlichen Antifa möchte ich den Lesern der Sezession im Netz nicht vorenthalten:


Till-Lucas Wessels

Till-Lucas Wessels studiert und ist identitärer Aktivist sowie »Minenhund für zukünftig Zumutbares«.

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Kommentare (13)

Balduin B.
9. April 2017 17:29

Daß die Kollegen in Frankreich einige Schritte voraus sind, ist der Tatsache geschuldet daß wir als Besiegte und nicht Souveräne unser Dasein fristen. Die Franzosen sind natürlich weit weniger bereit, die Auslöschung Ihrer Heimat hinzunehmen.

Allerdings sind unsere französischen Nachbarn auch in negativer Hinsicht voraus: Sieht man die Bilder von Bürgerkrieg in Pariser Banlieus, weiß man wovon ich spreche. Die Masse ist auch in Frankreich nicht gewillt, für die eigene Identität auf die Straße zu gehen; man ist noch zu satt. Der Konsum hat die Gehirne weitgehend stillgelegt. Daher bin ich auch überzeugt, die Mehrheit wird sich erst wieder daran erinnern, daß es eine Gemeinschaft mit eigener Identität gibt, wenn der Konsum aufgrund eines scheiternden Welt-Finanzsystems zum Erliegen kommt.

Nur bei einem totalen Zusammenbruch des aufgeblasenen, kranken Finanzsystems werden die Karten wirklich neu gemischt. Man muß sich auf diesen Zeitpunkt vorbereiten und den Bürgern dann eine Perspektive bieten.

Der gezeigte Film lässt neidisch werden! In meiner Heimatstadt in Hessen würde diese Einrichtung nicht mal eine Tag überleben, ohne verwüstet zu werden, abgesehen davon daß sich kein Vermieter bereitfände einer „Identitären Gastronomie“ Herberge zu gewähren-aus purer Angst.

Abdiel
9. April 2017 19:26

Brauchen wir in Deutschland auch - wäre hier wahrscheinlich gar nicht möglich. Obwohl: Gastronomen übern ja das Hausrecht aus, wie man an den ewigen Ausladungen der AfD sieht!

Scipio
9. April 2017 20:14

Eine klare Feind - Freund Bestimmung, sie haben wahrscheinlich Carl Schmitt gelesen.

Ich glaube, diese jungen Franzosen finden die richtige Antwort zu den aktuellen  Migrationsproblemen.

Der theoretischen steht letzten Endes auch die verbale Auseinandersetzung zur Verfügung. Dabei geht es nicht nur um den direkten Körperkontakt, wenn es nötig sein sollte. Das Aufzeigen von Grenzen, "No Go Areas" für Nichteuropäer als direkte Antwort auf die Banlieue, muss den den politisch Korrekten die Schweißperlen auf die Stirn treiben und den Scheinflüchtlingen Unbehagen verursachen. Richtig so!

Nemo Obligatur
9. April 2017 20:41

Die im verlinkten Video portraitierte GI scheint völlig sezessionskompatibel. Andererseits - ein Boxclub, ein Überfall auf eine linke Geburtstagsfeier und ein etwas überhitzt wirkender Sprecher oder Anführer im Interview, der einen Bürgerkrieg in 5 oder 10 Jahren herbeiphantasiert... Glaubt hier im Ernst jemand, dass so Europas Zukunft gewendet werden kann? Mir scheint, da ist Martin Sellners rechte Spaßguerilla wesentlich weiter.  Vor allem die zwei Minuten am Ende mit Renaud Camus lohnen das Anschauen. Irgendwie cool der alte Mann in seinem Rittersaal voller Bücherregale - wer möchte nicht so leben? Schnellroda a la francaise ;-)

Cacatum non est pictum
9. April 2017 23:10

@Nemo Obligatur

Die im verlinkten Video portraitierte GI scheint völlig sezessionskompatibel. Andererseits - ein Boxclub, ein Überfall auf eine linke Geburtstagsfeier und ein etwas überhitzt wirkender Sprecher oder Anführer im Interview, der einen Bürgerkrieg in 5 oder 10 Jahren herbeiphantasiert... Glaubt hier im Ernst jemand, dass so Europas Zukunft gewendet werden kann?

Mein Eindruck von diesem Video unterscheidet sich gänzlich von Ihrem. Erstens: Solchen Antifa-Püppchen glaube ich grundsätzlich nichts. Solange es keine wasserfesten Belege für eine GI-Täterschaft bei dem erwähnten Überfall gibt, sortiere ich diese Behauptung in die Kategorie "syrische Giftgasattacken" ein. Zweitens kam mir der Lokalbetreiber im Interview keineswegs überspannt vor. Er wirkte im Gegenteil ziemlich klar und gefestigt. Drittens passt die Kampfsportschulung zu Sellners Konzept der Wehrhaftigkeit bei bewusstem Gewaltverzicht ("Im Ernstfall sind wir keine leichten Opfer für Euch!"). Und viertens halte ich eine Eskalation zum Bürgerkrieg - sowohl in Frankreich als auch hier - für durchaus realistisch, wenn die Masseneinwanderung sich ungebremst fortsetzt. Haben Sie die Bilder von Frankreichs Straßen aus dem Februar schon vergessen?

Alles in allem hat die Reportage bei mir den Eindruck erweckt, dass da politische Aktivisten mit unverstelltem Blick bei der Sache sind. Man nimmt ihnen ab, dass sie ihr Anliegen ernsthaft und leidenschaftlich verfolgen.

deutscheridentitärer
9. April 2017 23:53

"der einen Bürgerkrieg in 5 oder 10 Jahren herbeiphantasiert... Glaubt hier im Ernst jemand, dass so Europas Zukunft gewendet werden kann? "

Das glauben sicher viele hier, jedenfalls gibt es immer wieder Äußerungen dahingehend. Bedenken Sie außerdem, dass die Lage in Frankreich eine wirklich ungleich dramatischere ist, als in Deutschland. In Deutschland ist eigentlich gar nichts los. Wer hier vergewaltigt wird, ist tatsächlich oft genug selber schuld.

Nemo Obligatur
10. April 2017 00:04

@ Cacatum non est pictum

Ich respektiere Ihre Ansicht, teile sie aber nicht. Die Gründe: Mit einer handvoll junger Männer, die Liegestützen machen, kann man das Abendland noch nicht verteidigen. Man muss die Massen gewinnen. Frau Le Pen macht das schon ganz gut. Vielleicht hat sie in 5 Jahren eine reelle Chance.

Es wird keinen Bürgerkrieg in 5 bis 10 Jahren geben. Europa ist wesentlich stabiler. Die Bilder aus den französischen Vorstädten kenne ich. Niemand geht dort freiwillig hinein. Aber der Rest des Landes ist ruhig. In Deutschland ist es ähnlich. Der Zeitraum genannte ist einfach zu kurz. Es wird noch mindestens eine Generation (= 20 bis 30 Jahre) dauern, bis es soweit ist. Seien Sie froh darüber und nutzen sie die Zeit.

Cacatum non est pictum
10. April 2017 02:52

@Nemo Obligatur

Ich respektiere Ihre Ansicht, teile sie aber nicht. Die Gründe: Mit einer handvoll junger Männer, die Liegestützen machen, kann man das Abendland noch nicht verteidigen.

Das habe ich auch nicht behauptet. Aber es ist in Frankreich offenbar eine patriotische Jugendbewegung entstanden, die als außerparlamentarische Opposition agiert und Zulauf bekommt. Da ist etwas gewachsen und hat Strukturen ausgebildet. Wenn die Dinge ins Rutschen geraten und die Lage sich zuspitzt, werden sich die Leute solchen etablierten Gruppen anschließen.

Es wird keinen Bürgerkrieg in 5 bis 10 Jahren geben. Europa ist wesentlich stabiler. Die Bilder aus den französischen Vorstädten kenne ich. Niemand geht dort freiwillig hinein. Aber der Rest des Landes ist ruhig. In Deutschland ist es ähnlich. Der Zeitraum genannte ist einfach zu kurz. Es wird noch mindestens eine Generation (= 20 bis 30 Jahre) dauern, bis es soweit ist. Seien Sie froh darüber und nutzen sie die Zeit.

Mit Verlaub: Wir sind beide keine Propheten, aber Ihre Vision scheint mir in rosaroter Farbe getränkt zu sein. Bedenken Sie, wie sich unser Land in nur zwei Jahren verändert hat. Bei gleichbleibendem oder steigendem Einwanderungsdruck - kombiniert vielleicht mit einer handfesten Wirtschaftskrise - wird es in absehbarer Zeit schlimme Verwerfungen geben. Die Februarkrawalle in Frankreich waren übrigens nicht auf die Vorstädte beschränkt.

Wenn es in 20 bis 30 Jahren noch keinen Knall gegeben hat, dann wird die demographische Verdrängung der Deutschen und Franzosen eben lautlos über die Bühne gegangen sein. Die autochthonen Einwohner werden in jenem Szenario eine ethnische Minderheit stellen und über keinen politischen Einfluss mehr verfügen. Dass es aber so reibunglos abläuft, kann ich mir nicht vorstellen.

Monika L.
10. April 2017 11:57

Jede GEGENKULTUR  ist besser als das Engagement ' junger Leute', wie beschrieben von Lisa Muckelberg in der FAZ:

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/junge-leute-engagieren-sich-wieder-politisch-14960300.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Man beachte die teils  identitären Leserkommentare ? Etwa von Ragnar Samuelson. ( " Aneinanderreihung regressiver linker Standardphrasen")

Gut finde ich auch die Anleihen bei den osteuropäischen Dissidenten  (Ungarnaufstand) . Über die Adaption kann man reden. 

Ich weise immer gerne auf Vàclav Havel hin: VERSUCH, IN DER WAHRHEIT zu leben. Als Gegenkultur. Havel spricht von ,Zweiter Kultur.,

Und nun etwas Kritik. Mich stört die ethnokulturelle Engführung (" Nichteuropäer draußenbleiben"). Dazu noch mal Havel:

"Die historische Erfahrung lehrt uns, daß in der Regel nur jener Ausweg für den Menschen wirklich sinnvoll ist, der ein Element einer gewissen Universalität enthält, der also nicht nur einen partiellen, nur einer bestimmten Gruppe zugänglichen und auf andere nicht übertragbaren Ausweg bildet, sondern einer, der geeignet ist, ein Ausweg für jedermann zu sein, Andeutung einer allgemeinen Lösung.   " Havel spricht auch von Weltverantwortung.

d.h. ethopluralistische Ideen gelten auch für außereuropäische Völker und Kulturen. Dass die Jugend dieser Länder lieber in ein bereits " existierendes Schlaraffenland immigriert, statt das Schlaraffenland zuhause zu errichten" (Sieferle) ist wohl die große Herausforderung, die auf die heutige Jugend zukommt. Geht es wirklich nur um eine Universalisierung des Materiellen ?

In Zeiten der Überbevölkerung  ist das eine mörderische Idee. Der Migration der  "Strukturell Überflüssigen" ( Zygmunt Baumann) bringt letztlich die Strukturen zum Einsturz. 

Leben wir überhaupt noch in der ' Vorbereitung der Erwartung' ( Heidegger) , oder haben wir gar keine Erwartungen mehr ?

P.S. Danke noch für das Gespräch der beiden Martins ' Hangouts on air'. Das für mich besonders zum Schluß interessant wurde. Eine besinnliche Karwoche.

Monika

Bran
10. April 2017 12:03

Ich für meinen Teil finde junge Männer, die Liegestütz machen und sich in einem Boxclub vorbereiten äusserst positiv. Ebenfalls positiv finde ich die unumwundenen Antworten des Kneipenbetreibers sowie seine Kneipe. Der Reporter hätte z.B. in einer israelitischen Cultusgemeinde oder einem türkischen Kulturverein niemals im selben verwundert-anklagenden Tonfall gefragt, ob denn wirklich der Zutritt von Leuten, die entweder nicht jüdisch oder türkisch seien, unerwünscht sei.

Was die kleine Kommunistin mit ihrem schröcklichen Erlebnis der von Identitären überfallenen Kuschelrunde (wobei natürlich ein türkischer Junge geschlagen wurde nur weil er Türke war und die Überfallenden auch noch laut rausproleteten dass sie Identitäre wären. Bezeichnend für diese kinderfressenden Herrenmenschen!) anbelangt: Ich kenne diesen Typus der "Aktivistin" von früher, dieses Vorzeigemädchen mit dem stetigen unschuldigen Sektiererlächeln und dem von strohdummen Überzeugungen gefestigten Blick und bin zu 99,9% überzeugt, dass sie schlicht und einfach lügt.

deutscheridentitärer
10. April 2017 14:11

"Ich respektiere Ihre Ansicht, teile sie aber nicht. Die Gründe: Mit einer handvoll junger Männer, die Liegestützen machen, kann man das Abendland noch nicht verteidigen. Man muss die Massen gewinnen. Frau Le Pen macht das schon ganz gut. Vielleicht hat sie in 5 Jahren eine reelle Chance."

Ich sehe das anders, es fällt mir auch schwer diese Ansicht zu respektieren, weil sie den Leuten, die etwas riskieren in den Rücken fällt.

Wie unwahrscheinlich ein Bürgerkrieg auch sein mag, ein parlamentarischer Wechsel a la Le Pen ist noch unwahrscheinlicher.

Junge Männer die Liegestützen machen (als Chiffre) können allerdings eine Wirkung haben, die weit darüber hinaus geht hier und da mal einem Antifa eine zu klatschen.

Im besten Fall ist es eine Keimzelle für eine Bewegung, die ihre ganze Generation ergreift, sowas gab es in der Geschichte und es hat sich als unwiderstehlich erwiesen.

Es gibt natürlich berechtigte Zweifel daran, ob das heute noch möglich ist, primär der Tatsache geschuldet, dass "die Jugend" immer mehr schrumpft, aber naja, irgendwas muss man ja tun.

Solution
12. April 2017 01:31

Unsere indogermanischen  Vorfahren haben einst mit wenigen Tausend riesige Gebiete mit Hunderttausenden erobert. Sie kamen über Persien und Indien bis China und die Mongolei. Es gibt keinen Grund zur Verzweiflung. Auch wenn wir in absehbarer Zukunft eine Minderheit werden: Unser Menschenschlag ist das Ultimative, das die Natur hervorgebracht hat. Mit dem Rücken zur Wand vollzieht sich der Wiederaufstieg. Im Wissen um die Vergangenheit und die Fehler daraus werden wir neu erstehen und unser Schicksal wieder selbst bestimmen. 

Detlef Neustadt
12. April 2017 17:23

Ein Bericht, der sehr beruhigt, gerade wenn man sieht, zu was für kommerziell gesättigten Konsumzombies mit Scheißegal-Haltung die deutsche Jugend herangezogen wird. Liegestütze und Boxtraining? Ja sicher! Zum einen weiß ich nicht, ob im Schulsport, so er denn stattfindet, von den kleinen Astralleibern noch irgendwelche Kraftanstrengungen, wie z.B. Liegestütze, abverlangt werden. Wenn man dann obendrein Berichte liest, wonach die Invasoren Selbstverteidigungskurse (ausgerechnet!) bekommen sollen, muß dem doch so etwas wie Wehrhaftigkeit entgegenzusetzen sein. Der Überfall vor ca. 2-3 Wochen, wo der "Mann" mit Hosen voll im Zelt saß und hoffte, daß seine Freundin draußen die Vergewaltigung bald hinter sich haben möge, möchte wohl niemand nacherleben. Natürlich wird man auch auf lange Sicht die breite Masse gewinnen müssen. Aber dazu ist es wohl immer noch nicht schlimm genug.

P.S.: Von der Kulleraugenkommunistin hat hoffentlich niemand eine andere Aussage erwartet!

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