Sezession
5. Mai 2017

Der Beutewert der Deutschen (I)

Michael Wiesberg / 16 Kommentare

Er bedeute, sich den Banken, Deutschland und der EU zu unterwerfen. „Wir haben“, so Todd, „nur die Wahl zwischen Knechtschaft [= Macron] und Rassismus [= Le Pen]. Aber man kann sich nicht freiwillig für die Knechtschaft entscheiden.“ Emmanuel Macron, da zeigt sich Todd sicher, würde als Präsident dafür sorgen, daß Frankreich „durch die eigene Elite zerstört“ werde.

Michael Wiesberg

Michael Wiesberg ist Lektor und freier Publizist.

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So oft Todd mit seinen Einwürfen für interessante Wendungen im „öffentlichen Diskurs“ sorgt, so sehr liegt er diesmal (bewußt?) daneben. Um zu verstehen, was hier im Raume steht, sei eine kleine Rückblende in den August 2014 erlaubt; zu diesem Zeitpunkt war Macron, der mit einiger Sicherheit der nächste französische Präsident sein wird, noch Wirtschaftsminister unter Präsident François Hollande. Damals forderte er in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung eine „Neugründung Europas“.

„Der Status Quo“ führe „in die Selbstzerstörung“, betonte Macron, „die Fliehkräfte sind zu groß, politisch wie ökonomisch“. Macron machte sich deshalb unter anderem für einen neuen „Euro-Kommissar“ stark, der die Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik der Euro-Länder koordinieren soll. „Die Euro-Regierung würde geführt von einem Kommissar mit weitreichenden Befugnissen“, erläuterte Macron.

Der neue Posten „wäre nicht nur ein Euro-Finanzminister, sondern jemand, der auch Investitionsmittel vergibt oder in der Arbeitsmarktpolitik mitredet“. Macron räumte ein, daß sein Vorstoß, der auf eine Transferunion hinausläuft, „von Deutschland Tabubrüche“ verlange.

Apodiktisch erklärte Macron: „Eine Währungsunion ohne Finanzausgleich – das gibt es nicht! Die Starken müssen helfen.“ Die „Starken“, das ist vor allem Deutschland, dem dann die fette Rechnung präsentiert wird. 

Macron regte an, die von ihm ins Auge gefaßte Reform bis spätestens 2019 in einem neuen EU-Vertrag zu verankern. Nach entsprechenden Vorbereitungen könnten die Veränderungen ab Herbst 2017 nach der Präsidentschaftswahl in Frankreich und der Bundestagswahl in Deutschland umgesetzt werden. Die erste Etappe dorthin kann er am kommenden Sonntag mit ziemlicher Sicherheit bereits abhaken. 

Sollte Macron seine Ziele weiter verfolgen, läuft das auf das hinaus, was Holger Schmieding, heute Chefvolkswirt der Berenberg Bank in London, bereits 1997 in der FAZ als „Gründerkrach“ der Währungsunion prognostiziert hat.

Schmieding sagte damals eine Boomphase in den „Randländern“ wegen der Euphorie, endlich Mitglied der Währungsunion zu sein, voraus. Diese Mitgliedschaft brächte eine Senkung ihrer kurzfristigen Zinsen auf das Niveau der Kernländer mit sich, was eine expansive Haushaltspolitik zur Folge haben werde, die insbesondere den Investitionen zugute käme.

Wenn dann aber die Leistungsbilanzen mit hohen Defiziten abschlössen, dann könnten diese Länder in eine tiefe Rezession abrutschen; der Europäischen Währungsunion drohe dann eine Art „Gründerkrach“. Schmieding weiter: „Die unausweichlichen Forderungen der Randländer [...] nach zusätzlichen Finanztransfers der Kernländer [wird] die Währungsunion auf eine harte Belastungsprobe stellen“.

Genau dieser Punkt, so kann heute konstatiert werden, ist nun erreicht. Zu den „Randländern“ wie z.B. Griechenland oder Portugal hat sich mittlerweile auch das „Kernland“ Frankreich gesellt.

Die Apologeten des Euro haben diese Entwicklung mit Sicherheit erwartet, aber dem einen, alles überragenden politischen Ziel untergeordnet. Zur Erinnerung: Den als „DM-Nationalisten“ denunzierten Euro-Kritikern wurde unter anderem von Bundeskanzler Helmut Kohl entgegengehalten: „Die europäische Einigung ist eine Frage von Krieg und Frieden und die Einführung des Euros ein Stück Friedensgarantie.“ 

Will man den eigentlichen Kern dieser Einlassung identifizieren, muß man bis in das Jahr 1987 zurückblenden. Sein Kontext ist der sich anbahnende Prozeß der deutschen Wiedervereinigung, in dem parallel die entscheidenden Weichen in Richtung einer Wirtschafts- und Währungsunion gestellt wurden.

Hierbei kommt dem Jahr 1987 aus französischer Sicht eine Schlüsselbedeutung zu. Damals erfuhr Mitterrand von einer bevorstehenden Initiative des Generalsekretärs der KPdSU, Michael Gorbatschow, die, so stand es in einer an Mitterrand gerichteten Note vom Januar 1987, eine „faszinierende Wirkung“ auf die Bundesrepublik Deutschland haben könnte, berücksichtige man den „Nationalneutralismus“ unter den Deutschen und das „Problem der Wiedervereinigung“.

Komme es nicht zu einem Fortschritt in der „europäischen Konstruktion“, so Mitterrands Schlußfolgerung, drohe „ein „deutsches Spiel zwischen dem Osten und dem Westen“. Aus der Sicht Mitterrands war es wahrscheinlich, daß die Avancen Gorbatschows ein höheres Maß an politischem „Eigensinn“ auf deutscher Seite nach sich ziehen könnte.

Möglicherweise würden sie sich gegenüber den „Erwartungen“, die von seiten Frankreichs oder der Europäischen Gemeinschaft an sie herangetragen würden, „widerstrebender“ zeigen. So drückte es der Politologe Tilo Schabert in seinem zugegebenermaßen oft „sperrig“ zu lesenden Buch Wie Weltgeschichte gemacht wird. Frankreich und die deutsche Einheit (Stuttgart 2002) aus. Es lohnt sich aber, dieses Werk trotz seiner „Sperrigkeit“ aufmerksam zu lesen, weil es vieles über die Ziele der französischen Deutschlandpolitik verrät.


Michael Wiesberg

Michael Wiesberg ist Lektor und freier Publizist.

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Kommentare (16)

Nettosteuerzahler
5. Mai 2017 13:41

Mitterand hat das damals gut erkannt. Daß die neue Währung aber für Frankreich noch schlechter werden würde, hatte er sich wohl nicht gedacht.

Der Euro ist jedenfalls ein ideologisches Projekt, welches keinen ökonischen Nutzen stiftet, weder für uns Deutsche, noch, mittlerweile, für unsere europäischen Nachbarn. Ihen abzuschaffen muß ein vorrangiges Ziel bleiben.

Valjean72
5. Mai 2017 13:56

Der Euro, bzw. seit ein paar Jahren durch die sogenannte Euro-Rettungspolitik verschärft, bringt aber gleichwohl für bestimmte Einheiten exorbitanten Nutzen. Nur sind diese Einheiten nicht mit nationalstaatlichen Schablonen einzugrenzen und Miterrand hatte seinerzweit gewiss keine "Deregulierung" (Enthemmung) des Finanzsektors im Sinn, wie sie dann unter den Regierungen Blairs, Clintons und Schröders umgesetzt wurden, brav applaudiert von den liberal-konservativen Kräften in diesen Ländern.

Johannes Konstantin Poensgen
5. Mai 2017 14:07

Was den Euro und die ganze europäische Einigung anbetrifft, steckt Deutschland in dem Teufelskreis, daß die Kosten nicht auszusteigen immer größer werden, die Kosten auszusteigen aber ebenfalls immer weiter wachsen.

Dadurch ist die deutsche Regierung von Seiten unserer sogenannten europäischen Partner erpressbar.

Caroline Sommerfeld
5. Mai 2017 14:36

 Das erklärt, warum die Schäuble-Aussage nicht im Kontext "die BRD ist immer noch von den Alliierten besetzt und hat keine gültige Staatsmacht" zu verstehen ist (mit allen Konsequenzen, die sich BRD-Kritiker daraus zu ziehen meinen), worauf ich mir in entsprechenden Diskussionen nie einen Reim machen konnte.

Aber warum hat denn Emmanuel Todd unrecht? Ist denn Macrons fanatischer Globalismus weniger "Knechtschaft", nur weil er einen gefinkelten EU-Souveränitätsplan verfolgt? 

Gustav Grambauer
5. Mai 2017 15:49

Habe mich auf dem Höhepunkt der Griechenland-"Krise" einmal mit einem BRD-Streberdemokraten gefetzt, der in der Tonlage des SS-Obersturmführers den "Witz" gebracht hatte: "Kommt eine Ladung Schuhe nach Griechenland. Wurde zurückgewiesen. Waren Arbeitsschuhe.".

Die EU war gegründet worden, um "den Yankee drin, den Russen draußen und den Deutschen unten" zu halten. Kohl hatte mit seinem Zehn-Punkte-Programm aus diesem Korsett in Richtung Eurasien ausbrechen wollen, woraufhin ihm zwei Tage nach der Präsentation im Bundestag mit dem Mord an Herrhausen die Instrumente gezeigt wurden. Daraufhin wurde dem deutschen Faschismus 2.0 erlaubt, auf Basis des Euro große Teile Europas wirtschaftlich zu unterwerfen, zur Illustration: in jeder Kleinstadt zwischen Villach und Burgas am Schwarzen Meer gibt es - überspitzt gesagt - nur noch einen RENO und einen Deichmann, die sich in taktisch angepaßter Fortsetzung der Nazi-Raubzüge den Markt aufteilen und dabei jedwede Leder- und Schuhindustrie, außerdem fast alle dortigen Schuhhändler und Schuster ausrotten durften. Dto. bei Aldi / Lidl (Schwarz-Gruppe), KiK / Takko (beide in der heißen Zeit Tengelmann) oder Rossmann (Niedersachsen-Sumpf) / dm-Drogerie-Markt (die Grüne Mafia in Ba-Wü), und da reden wir noch nicht einmal von der Finanz- und Fiskalwelt, wie sie sich als der schwäbische Pietismus in der Fassade von Schäuble zeigt. Diese wirtschaftliche Flankierung des Demokratischen Zentralismus war von Brüssel ausgesehen hoch willkommen, aber sie ist nun an ihrem Ziel, so daß die dahinterstehenden Kartelle jetzt als der Mohr angesehen werden, der seine Schuldigkeit getan hat.

Habe mich insofern köstlich über die naive Freude der Apologeten im BRD-Fernsehen über die Vorauslese Macrons amüsiert: die werden sich noch die Augen reiben. Macron wird Merkel bei dem Versuch helfen, das "europäische Projekt" aus den Klauen der Sylter Kamarilla zu befreien, wobei dieser Versuch wie alle Versuche, den im NWO-Sinne widerspenstigen und - nach Lenin - besonders aggressiven deutschen Imperialismus zu bezwingen, scheitern wird. Auch Schulz hat Ankündigungen einer neuen "europäischen" Gangart von sich gegeben, will heißen: Wirtschaftskrieg gegen die deutsche Oligarchie, möglichwerweise ausgedehnt bis hin zu Farbenrevolutionen, für die die Nazi-Keule nur darauf wartet, ausgepackt zu werden, nicht nur etwa in Griechenland (selbstverständlich erst ab 24. September, da Merkel bereits von Dummköpfen über Hitlerbärte auf zu vielen Plakaten fälschlich damit in Verbindung gebracht wurde). Die Deutschen können ja mal "europäische union nazi" googeln. Insbesondere die Südeuropäer brauchen dies nicht zu googeln, die wissen um den Hintergrund auch so, dieses Wissen braucht nur noch angetriggert zu werden.

- G. G.

Gerrit
5. Mai 2017 16:34

Ohne ein großer Kenner der Materie zu sein: Es drängt sich doch der Eindruck auf, dass die europäische Länder, insbesondere des Südens, durchaus Recht damit haben, dass sie von den wirtschaftsübermächtigen "Deutschen" marginalisiert werden und dass die "Deutschen" die größten Vorteile aus der EU ziehen. Das Problem für die deutsche Bevölkerung ist nur, dass die wirtschaftlich so erfolgreiche Exportnation Deutschland nur noch zu einem kleinen Teil mit der deutschen Bevölkerung deckungsgleich ist. Da die in erster Linie vom wirtschaftlichen Status Quo profitierenden Kapitalgesellschaften zu weniger als 30 Prozent in deutschen Händen sind, profitiert zu 70 Prozent jemand anderes. Die Kosten der Transferunion, die uns das Aufrechterhalten dieses Status Quo ermöglichen, trägt allerdings der deutsche Steuerzahler. DER ist weitestgehend deckungsgleich mit der deutschen Bevölkerung. In den längst vergangenen Zeiten der "Deutschland AG" mag sowas wie der Trickle-down-Effekt funktioniert haben, heute tröpfelt das Geld aber woanders hin. Um den Kreis zu schließen: Todd hat gar nicht so Unrecht, er differenziert nur nicht zwischen den Eignern des deutschen Exportweltmeisters Deutschland und den deutschen Staatsbürgern. Frankreich wird sich in die Knechtschaft der Ersteren begeben.

marodeur
5. Mai 2017 16:56

Die EU-Krise wäre ein willkommener Anlass für uns, ein positives Gegenbild zu dieser desaströsen Konstruktion zu implementieren. Ich verstehe nicht, warum wir solche Gelegenheiten immer verstreichen lassen. Warum fordern wir nicht "mehr Europa" und laden unseren Gedanken von einem Europa der Vaterländer mit modernen positiven Bildern auf? Warum besetzten wir nicht die leere Hüllphrase von der "europäischen Wertegemeinschaft" mit unseren konkreten Inhalten?  Ich verstehe ehrlich gesagt mittlerweile sehr gut, warum man der rechten Seite immer blinden Revisionismus vorwirft. Was ist denn unser "Rezept", um die erstaunlich lange Friedensperiode in Europa für die nächsten 50 Jahre zu sichern (abgesehen Kooperation mit unseren "Freunden" in Russland)?  Nicht falsch verstehen: Ich bewundere die Arbeit der IB in diesem Feld. Die Botschaft bleibt aber sehr vage und reaktiv.

Stefanie
5. Mai 2017 17:05

Ein Eurzonenbudget, wie es Macron vorschwebt, Eurobonds oder die Transfairunion bedeuten letztendlich Blankoschecks, die Deutschland seinen Europäischen Freunden ausstellt. Das hat den Vorteil, daß keiner eine konkrete Summe angeben kann und  sich daher keiner vorstellen kann wie groß der Betrag ist, der auf die Deutsche Wirtschaft an "Reperaturszahlungen für kaputte Volkswirtschaften" zukommen wird. Da war der Versailler Vertrag ehrlicher - man konnte sich wenigstens ausrechnen über wieviele Jahrzehnte man welche Raten abzustottern hat. Was ich dabei noch nicht ganz verstehe: Welchen Krieg haben wir eigentlich gerade verloren? 

AH
5. Mai 2017 17:25

Danke für den schönen Artikel. Wo kann man denn die zitierten Äußerungen Gorbatschows nachlesen? Bei Schabert?

Michael Wiesberg
5. Mai 2017 19:27

@ Caroline Sommerfeld

Liebe Caroline Sommerfeld: Bitte, was meine Einschätzung von Emmanuel Todds Urteil über Macron angeht, noch den zweiten Teil des Blogs abwarten.

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@ A H

Ja, auch die Gorbatschow-Äußerungen finden sich bei Tilo Schabert. Sein Buch "Wie Weltgeschichte gemacht wird" ist allerdings nicht mehr im Buchhandel erhältlich, kann also nur noch antiquarisch bezogen werden.

Hartwig aus LG8
5. Mai 2017 19:30

Wie oft hat man das schon in Filmen gesehen, wenn ein gefasster Betrüger, Einbrecher oder sonstiger Ganove aufgefordert wurde, die Beute zurückzugeben und dieser dann behauptete, er hätte bereits alles verprasst.

Unter den gegebenen Umständen, insbesondere dem, dass die Währung (andernorts) zerstört wird, bleibt eigentlich nur die "Prasserei". Damit sind alle möglichen Investitionen gemeint, aber auch Konsum etc.. Weg mit der Kohle, bevor sie dir genommen wird. Das Geld, was in Brüssel, Strassbourg oder Paris schon eingeplant wird, muss raus und in Sachwerte fließen - Strassen, Schienen, Brücken, Kanalisation, Schulgebäude, Leitungen, Bahnhöfe, Bewaffnung ...  Elbphilharmonien. Nicht zu vergessen Steuersenkungen, also Geld für den arbeitenden Michel.   Die "schwarze Null" ist ganz und gar unzeitgemäß!  Wo der Wahnsinn herrscht, ist die schwäbische Hausfrau fehl am Platz.

Der_Jürgen
5. Mai 2017 21:07

@Caroline Sommerfeld

Mit seiner Bemerkung, Emmanuel Todd habe unrecht, bezog sich Michael Wiesberg wahrscheinlich auf Todds Ausfälle gegen die „rassistische“ Marine Le Pen.

Todd, der von den französischen Medien zum grossen Denker hochstilisiert wird, ist entweder ein heilloser Wirrkopf, oder er betreibt Desinformation. Er sagt oft Richtiges, das er dann meist durch seine folgenden Aussagen wieder entwertet.

Laut dem „Welt“-Interview, von dem ich nur den Anfang lesen kann, weil es gebührenpflichtig ist und ich mein Geld lieber in einen Fluss werfen als der Springerpresse zahlen würde, sagte Todd, zum Glück gebe es jetzt in Frankreich eine antieuropäische (man beachte die absurde Wortwahl!) und antirassistische Linke. Damit meinte er die Anhänger des Kommunisten Jean-Luc Mélenchon, der in der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen den vierten Rang belegt hatte. Dieser Mélenchon ist ein glühender Befürworter der Zerstörung des weissen Frankreichs durch Rassenmischung. Am 14. April 2012 sagte er in Marseille:

„Marseille zeigt uns, dass unsere Chance die Vermischung ist. (…) Ohne die Araber und Berber des Maghreb hat Frankreich keine Zukunft.“

 https://fr.wikiquote.org/wiki/Jean-Luc_Mélenchon

Im genau gleichen Sinn hatte sich der damalige Präsident Nicolas Sarkozy, ein „Konservativer“, am 17. Dezember 2008 geäussert:

„Das Ziel ist es, die Herausforderung der Rassenmischung anzunehmen. Das ist keine Option, es ist eine Pflicht. Es ist notwendig. Es geht nicht anders. (…) Wir müssen uns verändern, also werden wir uns verändern.“

https://www.autochtonisme.com/2016/06/l-injonction-de-se-metisser.html

Ein Kommunist und ein „Konservativer“ predigen also ein und dieselbe Völkermordideologie. Ich führe hier noch einmal ein Zitat des russischen Philosophen Gennadi Bondarew an, auf das ich hier bereits im März vergangenen Jahres hinwies:

„Der Migrations-Tsunami bedeutet den entschlossenen, brutalen, unwiderstehlichen Beginn der Globalisierung der Welt, die man dieser schon seit langem in Aussicht stellt. Sie beginnt nicht mit der Schaffung einer einheitlichen Weltregierung, nicht mit der Schaffung einer einheitlichen Weltwirtschaft oder eines einheitlichen Weltfinanzsystems (all dies ist zweitrangig), sondern mit der Rassenmischung, der Kreuzung zwischen den Rassen. Hierin sehen wir die Bekräftigung unserer These, dass das Hauptziel der Globalisten nicht nur Reichtum und Macht, sondern der Mensch ist, den sie als Art bis zur Unkenntlichkeit verändern wollen.“ (Gennadi Bondarew, „Der Migrations-Tsunami“).

Da Todd dieser Ideologie des Volkstods genau so verpflichtet ist wie sein Vorbild Mélenchon und der Rothschild-Mann Macron, sind seine Attacken auf letzteren leere Schaumschlägerei, ein Ablenkungsmanöver für die tumben Gimpel, die immer noch glauben, in diesem System gebe es zwischen „Kommunisten“, „Sozialisten“, „Liberalen“ und „Konservativen“ (ich meine natürlich die koscheren Wirtschaftskonservativen, nicht die Wertkonservativen wie Kubitschek) irgendwelche nennenswerten Unterschiede.

Ob Frankreich unter einem „linken“ oder einem „rechten“ Regime, mit dem Euro oder mit dem Franc als Leitwährung, stirbt, ist mir egal, genau wie es mir egal ist, ob Deutschland unter einer CDU-Kanzlerin oder unter einem SPD-Kanzler, mit dem Euro oder der DM als Währung, zugrunde geht.

Die Alternative lautet Nationalismus oder Globalismus, Leben oder Tod. In Frankreich steht Marine Le Pen trotz der vielen unsauberen Konzessionen, die sie dem System fortlaufend macht (und machen muss, um ihre geringen Chancen auf die Präsidentschaft zu wahren) für die erste Variante, der Rest für die zweite. Ob eine Präsidentin Le Pen ihr Programm wenigstens teilweise verwirklichen könnte, ist allerdings füglich zu bezweifeln. Die Gründe hierfür sind bekannt.

jack
5. Mai 2017 22:58

Das Mäuseland – eine nachdenkliche Geschichte zum Wochenende. VonTommy Douglas (1904 -1986) New Democratic Party of Canada

https://www.nachdenkseiten.de/?p=38171

Wir bleiben, wie es scheint, die Mäuse, gleichgültig ob wie schwarze, weiße oder gefleckte Katzen wählen.

Gustav
6. Mai 2017 00:52

Wir kennen das Spiel ja inzwischen aus allen Kanälen: Bei uns hetzt BILD gegen die "faulen Griechen" und in Griechenland hetzen die Zeitungen gegen die "Nazideutschen" und zeigen die bunte Kanzlerin Merkel mit Hakenkreuzen. Dabei gehören die Medien in Deutschland vermutlich denselben Konzernen und Kreisen wie die in den Krisenländern des Euroraumes, die Sache hat System und wird mit allen psychologischen Tricks unter das Volk gebracht.

Das frisst sich inzwischen schon weltweit durch die Köpfe, dass "die Deutschen" wieder die Völker Europas ins Elend treiben, die "Schwäbischen Hausfrauen" der Merkel ganz vorne dabei. Dabei waren die Deutschen unter dem rotzgrünen Schröder/Fischer-Regime die ersten Opfer von gnadenlosem Sozialabbau, Rentenkürzung und Lohndumping und alle gleichgeschalteten Massenmedien haben diese Politik tagtäglich als alternativlos in die Köpfe der Bürger gehämmert.

Jetzt wollen die wirklichen Verursacher und Profiteure der deutschen Exportüberschüsse durch neoliberale Agendapolitik und die Zwangsverschuldung der Handelspartner die deutschen Opfer wieder als Täter präsentieren; leider kontrollieren sie immer noch alle Massenmedien, so dass dies auch zu gelingen scheint.

Germania esse delendam ist immer noch hochaktuell.

Stein
6. Mai 2017 23:30

@ Stefanie

Ihre Frage ist leicht zu beantworten. Es ist der II. Weltkrieg.

Valjean72
7. Mai 2017 17:54

@Gustav: "Dabei gehören die Medien in Deutschland vermutlich denselben Konzernen und Kreisen wie die in den Krisenländern des Euroraumes, die Sache hat System und wird mit allen psychologischen Tricks unter das Volk gebracht... und alle gleichgeschalteten Massenmedien haben diese Politik tagtäglich als alternativlos in die Köpfe der Bürger gehämmert."

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Und  jenen, sogenannten „Bürgerlich-Konservativen“, ist einmal mehr vorzuhalten, dass sie dieses Spiel von "Teile und Herrsche" offenbar nur allzu gerne mitspielen. Schließlich sind „wir“ ja Exportweltmeister und Europas Musterschüler und wenn alle so haushalten würden wie eine schwäbische Hausfrau, also wie „wir“, dann ginge es auch allen gut. Die USA sind übrigens Importweltmeister und wenn man zwischen den USA und der BRD die Rollen nach Imperium und Vasall verteilen müsste, wie wäre dann das Ergebnis?

Ich habe mich zuletzt mit der These der deutschen Alleinschuld am Ausbruch des Ersten Weltkriegs auseinandergesetzt. Damit zu brechen ist wichtig, da bereits daran gearbeitet wird, wieder einmal Deutschland die Schuld an einer europäischen Katastrophe zu geben und dergestalt gewissermaßen eine Kontinuität eines abgründigen, Katastrophen hervorrufenden deutschen Wesens zu etablieren.

„Deutschland zerstörte sich und die europäische Ordnung zweimal im 20. Jahrhundert. Es wäre sowohl tragisch als auch ironisch, wenn ein wiedervereinigtes Deutschland mit friedlichen Mitteln und mit den besten Absichten den Ruin der europäischen Ordnung zum dritten Mal herbeiführte.“

(Joschka Fischer, Quelle: theaustralian.com.au; 30.05.2012)

Von Mélenchon gibt es gleichlautendes Zitat aus dem Jahr 2015. "Bereits zum dritten Mal in der Geschichte Europas, ist die Starrsinnigkeit einer deutschen Regierung dabei Europa zu zerstören." (Quelle: www.lci.fr; 12.07.2015)

Es ist dieser Bundesregierung anzulasten, diese verheerende sogenannte Euro-Rettungspolitik mitzutragen und vor allen Dingen ihr ein deutsches Gesicht verliehen zu haben. Die Nutznießer dieser Politik sind zuvorderst internationale Kapitalanleger und Großbanken. Der Zorn der Erniedrigten und Beleidigten Südeuropas indes wird nicht zufälligerweise gen Deutschland gerichtet.

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