Sezession
26. Mai 2017

„It’s time for anger“ – und Zeit für Hoffnung

Gastbeitrag / 39 Kommentare

Es gelingt ihm die preisverdächtige Leistung, nicht eines der nach Terroranschlägen üblichen Klischees auszulassen. Den unmittelbaren Auslöser von Steins Ausführungen bildet nicht etwa die Terrorattacke in all ihrem Grauen, weit gefehlt. Es sind beileibe nicht zerfetzte Körperteile, die diese flotte und routinierte Feder in Gang setzen, sondern etwas, was auf der Waage des Linksliberalismus weitaus schwerer wiegt, nämlich ein publizistischer Verstoß gegen die Sprachregelungen multikulturalistischer Wohlanständigkeit.

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Selbiger wurde begangen von Brendan O’Neill, dem Chefredakteur des Internetmagazins spiked, der seiner Wut angesichts der Tat und der auf sie folgenden stereotypen Beschwichtigungsrituale in einem furiosen (und übrigens auch sprachlich brillianten) Artikel zum Ausdruck brachte. Spiked ist nun nicht, wie man aus der Zielrichtung von Steins Angriff vermuten könnte, eine rechtsorientierte oder auch nur konservative Plattform. Im Gegenteil beruft sich das Editorial fröhlich auf „reason, liberty, progress“ und verspricht, auf den Spuren von Sozialistenurvater Saint-Simon Arbeit für die Grundlegung eines neuen goldenen Zeitalters zu leisten. Das müßte eigentlich jeden Gesinnungswächter in tiefenentspannten Schlummer sinken lassen, wäre da nicht auch die Polemik gegen „Öko-Miserabilismus“ und das Bekenntnis zu „Redefreiheit ohne Wenn und Aber“.

Wie auch immer ideologisch aufgestellt, spiked klagt statt der ewig gleichen Rituale Handlung ein:

Sie wollen uns passiv, empathisch, verstört, nicht zornig, aktiv und Fragen stellend. Sie wollen eine einsame Masse pflichtbewußter, isolierter Trauernder statt eines echten Kollektivs von Bürgern, die die Frage wagen, warum Mitbürger sterben mußten und was künftig dagegen getan werden kann. Wir sollten aufhören, die Rolle zu spielen, die sie uns zugeteilt haben.

Es ist diese Verweigerung der Beschwichtigungsrituale, der “Banalitäten die von der Zunge der Nation fließen“, der „flachen Fetischisierung von ‚togetherness‘“, welche dem Welt-Kolumnisten, gesegnet mit der berufstypischen feinen Witterung, für alles, was die eigene Diskursherrschaft gefährden könnte, den Kamm schwellen läßt. Unter der Überschrift "Großbritannien, ein Exporteur von hausgemachten Terroristen" wird die übliche Schuldverschiebung in Szene gesetzt.

Meister der moralischen Schubumkehr war die Linke seit jeher, aber dieser Artikel führt noch einmal drastisch vor Augen, welche Grade an Realitätsverweigerung sich erreichen lassen, wie unfaßbar lange an dieser festgehalten werden kann und was man als „liberaler“ Diskurshoheitsinhaber autochthonen Europäern glaubt zumuten zu dürfen. Hätte es je einen Zweifel gegeben, daß dieses Lager (um einen Lieblingsausdruck Walter Benjamins zu verwenden) gegen die Realität imprägniert ist, wäre er mit diesem Artikel endgültig ausgeräumt.

Klargestellt werden muß künftig auf allen Fronten, daß die Forderung nach grenzenloser Empathie, um die immer herumgeeiert wird, weil jeder Angst hat, als Unmensch dazustehen, schlicht nicht einlösbar ist. Steins rhetorische Frage, wo denn O’Neills Zorn bei einem Attentat in Israel 2001 (!) oder bei dem Angriff auf die Twin Towers gewesen sei, ist nur ein besonders absurder Zug in diesem Anschuldigungsspiel. Die Fähigkeit zu Trauer und Empathie wird klarerweise durch Grade der Nähe und Zugehörigkeit ebenso limitiert wie durch die Aufnahmefähigkeit des Wahrnehmungsapparates gegenüber einem veritablen Bombardement an Informationen.

Man kann niemandem verübeln, für einen aktuellen Fall und für die eigenen Landsleute mehr Mitgefühl aufzubringen als für einen tausende Kilometer entfernten oder sechzehn Jahre zurückliegenden. Das bloße Ansinnen ist absurd und Teil jener Herrschaftsrhetorik, die in Steins Artikel empfindlich an ihre Grenzen stößt. So anmaßend der Ton, so schwächlich tönt nämlich auch die weitere Argumentation.

Die ewige Kannit-Verstan Attitüde angesichts der Feststellung, daß der Multikulturalismus bei Strafe bürgerlicher Ächtung unkritisierbar ist, die Behauptung, Muslime würden „nur deshalb leiden [an Diskriminierung, versteht sich] weil sie fünfmal am Tag zu Allah beten und am Ramadan fasten“ und es gäbe keinerlei Zusammenhang zwischen dem Täter und der Gruppe, der er entstammt – all das ist bis zum Erbrechen wiederholt worden und offenbart in dieser staccato-artigen Zusammenstellung angesichts eines islamistischen Blutbades seine vollständige Hinfälligkeit.

Indem der Artikel nichts bietet als eine schlampige Aneinanderreihung von Stereotypen, macht er deutlich, daß das linksliberale Lager sein Blatt endgültig überreizt hat. Souveräne Diskurshoheit sieht anders aus. Es ist daher nicht nur Zeit zornig zu sein, sondern Zeit für Hoffnung.


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Kommentare (39)

Gustav
26. Mai 2017 11:23

Die Linke leidet mitnichten an Realitätsverweigerung, sie will mit solchen Artikeln nur ihr Ziel verdecken. Links wohnt die bewußte Lüge, das willentlich erzeugte Chaos und die gewollte Zerstörung. Das dies einem etwas größerem Kreis nunmehr auffällt, ist aber kein Grund zur Hoffnung:

„Wer ... die Illusion hegt, daß in irgendeiner Form in der breiten Masse unserer Zeit der Sinn für Widerstand gegen das, was sich hier abspielt, entstehen könnte, den muß ich enttäuschen. Dieser Sinn kann nicht entstehen, weil die kognitiven - die »hirntechnischen« sozusagen - Voraussetzungen schlicht und einfach fehlen.“ (Hans Peter Raddatz)

 
Maiordomus
26. Mai 2017 12:52

@Gustav. Das mit den "hirntechnischen Voraussetzungen" ist schlicht gaga, Ausdruck des erkenntnistheoretischen Tiefpunktes unserer Zeit. Die besten Nominalisten des Mittelalters und der Frühkaufklärung waren schon denkerisch besser, zu schweigen von Kant. Die meisten, die im Zusammenhang mit Erkenntnis von "Hirn" sprechen, wissen nicht, wovon sie reden. Das Minimum wäre das umfangreiche Standardwerk "Das Ich und sein Gehirn" von Popper/Ekkles. Hirnforscher, die Kant, Frege und Quine nicht verstehen geschweige denn studiert haben, haben nichts zu sagen und können bei Fragen, bei denen es um Erkenntnis geht, nicht mitdisktieren. Ich vermisse übrigens hier die Kommentare von Winston Smith, der zu den nicht wenigen überdurchschnittlichen Kommentatoren bei SiN gehört, es gibt sogar einige, die sich über dem Durchschnitt der Kolumnisten ausgewiesen haben.

Was Sie über die Linken schreiben, ist reine Feindbilddeklaration, wie es heute aber hauptsächlich den Rechten gegenüber üblich ist. Natürlich gibt es denkfähige, erkenntnisfähige, belehrbare Linke. Klar ist keiner als Linker ernst zu nehmen, der beim Islam über die kollektivistische und allenfalls antikapitalistische Substanz hinaus irgendwas Gutes sieht. Insofern jeder klassische Linke die katholische Lehre (damit ist nicht das Geschwurbel des derzeitigen Papstes gemeint) als Feindideologie ablehnt, müsste er den im Sinne der Religionskritik mit Sicherheit noch schlimmeren und unbelehrbareren Islam doppelt ablehnen, letzteres war sich sogar 1986 noch Gorbatschow bewusst, als er die Wiederaufnahme der atheistischen Erziehung forderte, was durchaus eine systemimmanent vernünftige linke Forderung ist. Linksreligiöse sind für jeden vernünftigen und konsequenten Linken wirklich nur als "nützliche Idioten" (Lenin) brauchbar.

Es ist bekannt, dass Lafontaine und Wagenknecht, wenn es sie nicht dem Verdacht der Nähe zu den Rechten aussetzte, keineswegs Befürworter offener Grenzen und globalistisch freier Einwanderung sind. Und wer immer irgendwann mal die DDR gut fand, mit dem sollte man doch über Grenzkontrollen auch aus linker Sicht vernünftig reden können. Es gibt potentiell vernünftige Linke, so wie es im eigenen Lager wahnbefallene Leute gibt, die meinen, weil sie rechts sind, hätten sie automatisch recht.

Der Artikel von Hannes Stein enthält gravierende Irrtümer, die hier auch denunziert sind, wiewohl längst nicht alles falsch ist, was er schreibt. Es wäre eine noch gründlichere Analyse vonnöten. Positiv überrascht bin ich von Sellners neuestem youtube-Blog, wiewohl er seine durchblitzende Leidenschaft noch etwas zurücknehmen sollte. Seinem Kommentar ist langfristig eine vielleicht noch grössere Wirkung zuzuschreiben als dem letztwöchgigen Sitzstreik vor Maas' Haustür, wo er offensichtlich nicht dabei war. Er sollte diese Phase als abgeschlossen betrachten. Das Ziel, zu dem er unterwegs ist, könnte lauten: Besser und plausibler zu argumentieren als der Gegner, messerscharf, die Illusionen auf Null bringen und auf Dauer selbst als Rhetoriker Joschka Fischer oder Cohn-Bendit noch zu überholen, auch wenn ihm das als Rechter niemals die entsprechende Karriere ermöglichen wird. Aber diese Liga liegt drin, und zwar ohne dass man im Training entweder kriminelles Gedankengut oder gar kriminelle Handlungen praktizieren müsste. Solcherlei kann man sich auch als Jung-Rechter nicht leisten.

donna_alta
26. Mai 2017 13:08

Ich vermag inzwischen nicht mehr zu sagen, ob das eigentliche, furchtbare Geschehen der in immer kürzeren Abständen in Europa einschlagenden islamischen Attentate mir mehr zu schaffen machen, als die Mitgefühllosigkeit und die Apathie der meisten meiner Landsleute im Umgang damit. Unfassbar für mich, wie z.B. meine Kollegen ohne jede Erwähnung dieses neuerlichen islamischen Kriegsaktes in Manchester, bei dem unsere Kinder abgeschlachtet wurden, am Folgetag zur Tagesordnung übergegangen sind. Da war nicht mal eine Scham über die totale Ausblendung dieses “Themas“ zu spüren. Erst als es aus mir heraus brach, reagierten Einige mit Achselzucken und/oder Entsetzen. 

Der Gehenkte
26. Mai 2017 13:34

"Klargestellt werden muß künftig auf allen Fronten, daß die Forderung nach grenzenloser Empathie, um die immer herumgeeiert wird, weil jeder Angst hat, als Unmensch dazustehen, schlicht nicht einlösbar ist."

Hier haben sich Humanismus und Aufklärung in ein scheinbar unlösbares, selbstzerstörerisches  Dilemma manövriert. Es wäre an der Zeit, Strategien und Taktiken auszuarbeiten, wie dieses aufzulösen ist. Sloterdijk hatte mit seiner gekonnten Vokabel der "wohltemperierten Grausamkeit" eine erste Bresche schlagen wollen, wurde aber sofort – etwa durch Richard David Precht, der sofort „Stahlhelm“ und „Stacheldraht“ sah – zurückgepfiffen und moralisch angeklagt. So funktioniert es stets: Wenn es ums Gute geht kann der Kleingeist den Großdenker locker schlagen.

Wie also verhält man sich? Versucht man durch kleine sprachliche Subversionen den Gratismoralismus aufzuweichen, was sehr langwierig ist, wozu uns die Zeit fehlt, oder steht man durch direktes offenes Wort auf, was – wie die aktuellen Umfragen hinsichtlich der AfD zeigen – zur mittelfristigen politischen Schwächung nebst Irrelevanzgefahr führt oder wird man sogar aktiv und handgreiflich, was bis hin zur juristischen Angreifbarkeit führen kann usw.

Immerhin ließ ein Artikel von Thomas Schmidt in der „Welt“ aufhorchen. Dort steht der aufsehenerregende Satz: „Ohne Aufgabe der Demokratie kann Deutschland sich seiner Muslime nicht entledigen.“ – dessen wahre Bedeutung Schmidt wahrscheinlich gar nicht in den Sinn kam.

Wir sind alle in dieser Moralfalle gefangen.

Um sie zu öffnen, müßte man die hier zweifellos versammelte historische, philosophische, sozialpsychologische, medientheoretische, analytische, politische … Intelligenz zusammenführen. Die sollte sich konzentriert an einen Tisch setzen, im Austausch stehen.

(Daher gebe ich PM recht, was Winston Smith und Sellner betrifft. Des einen analytische Schärfe sollte zurückgeholt werden, des anderen scharfer Geist und flinkes Wort sollte sich nicht mehr auf der Straße riskieren.)

Maiordomus
26. Mai 2017 13:41

PS. Als den Beitrag, mit dem Sellner, zwar auf seiner bisherigen Linie, sich selber übertroffen hat, wollte ich das youtube-video "An Özuguz" oder wie die Integrationsbeauftragte heisst, ausdrücklich nennen. Das ist argumentativ noch eine andere Liga als der vorliegende durchaus brauchbare Gastbeitrag. Kein öffentlichrechtlicher Sender würde es wagen, Sellner und die Integrationsfunktionärin direkt aufeinander loszulassen. @donna alta. Solidarität mit "Manchester" ist notwendig, Trump verknurrte die Regierungschefs und Präsidenten der NATO-Länder deswegen gestern zu einer Schweigeminute. Es waren trotzdem nicht "unsere Kinder". Der Besuch solcher sogenannter Konzerte kann auch als Ausdruck eines Massenwahns gesehen werden, und wenn der eine oder andere Jugendliche nicht mehr hingeht, wäre dies aus meiner Sicht eine nicht ganz unerwünschte Nebenwirkung des Terrorismus. Zu vernünftigen Sparmöglichkeiten im heute exorbitanten, aber immer weniger substanziellen Musikunterricht würde ein Verbot elektronischen Verstärkung gehören.  Ich finde den zunehmenden Lärm insgesamt schlimmer als die Klimaerwärmung, schon wenn ich an die früheren Wallfahrten im Alpenraum denke, es waren Wallfahrten  g e g e n  das Vorstossen der Gletscher.

Maiordomus
26. Mai 2017 13:51

@Der Gehenkte. Missverständnis. Weder Kosmopolitismus noch Humanismus waren zur Zeit der Aufklärugn je so gemeint, übrigens auch nicht die Bergpredigt, wie Leute ohne Hintergrundkenntnisse es heute auslegen. Die grossen Humanisten der Vergangenheit haben keine Gutmenschenideologie gestiftet, lieber ècrasez l'infâme gesagt wie Voltaire, Kant rechnete ununterbrochen mit dem Radikal-Bösen und seine Ausführungen über die sogenannten unzivilisierten Völker sind an "Rassismus" kaum zu überbieten. Selbst auch aus Lessings Nathan oder gar dem von Boccaccio stammenden Ring-Gleichnis sind Schlussfolgerungen auf dem Kopfschuss-Niveau des derzeitigen Evangelischen Kirchentags zu ziehen. Es war, wenn schon, ein Versuch der Unschädlichmachung des in den Religionen vorhandenen Gefährlichen. Mit dem Verschwinden der Religionen wird freilich das Radikal-Böse nicht verschwinden so wenig man es mit offenen Haustüren und offenen Grenzen bekämpfen kann, hier ist nicht einmal das Gegenteil richtig.

Gustav Grambauer
26. Mai 2017 15:06

donna_alta

"... neuerlichen islamischen Kriegsaktes in Manchester, bei dem unsere Kinder abgeschlachtet wurden"

Wurde da jemand abgeschlachtet? Informieren Sie sich mal bei Youtube unter "manchester crisis actors" oder "manchester hoax". Etwas für Freunde des abgründig-bizarren Regietheaters sind die Aufnahmen von der Generalprobe, leider sind die Schauspieler nur dritte Garnitur:

https://www.youtube.com/watch?v=jbOnnVspx8g

Die Regie hat sogar diversifiziert: Ein kleiner Teil rennt weg (in einer lustigen Karawane mit durchweg etwas eingezogenem Kopf). Ein anderer Teil rennt, auch wieder als Karawane, auch wieder mit etwas eingezogenem Kopf, einmal quer durch das Bühnenbild. Der dritte Teil legt sich - locker wie auf die Mutti - vor die Treppe wie das Reh auf die Lichtung, bleibt dort auch noch minutenlang brav liegen und entspannt sich wie im Yoga-Studio. (In einer echten Situation würden sich, wenn überhaupt, sowieso nur Infanteristen hinlegen, die darauf wg. Granatsplittern gedrillt sind, bei allen anderen wäre der Fluchtreflex stärker als alles andere.) Niemand kommt dabei auch auf den Gedanken, die beste Deckung hinterm Tresen aufzusuchen, während dort - stehend - seelenruhig weiter das Geschirr geputzt wird o. ä. Niemand von denen, die am Boden liegen, nimmt Kontakt zu einem anderen auf, kein Anführer bildet sich heraus, niemand koordiniert irgendetwas, niemand gibt oder sucht auch nur Zuwendung bei einem anderen. (Genau zu dieser Permissivität sollen ja die Zuschauer konditioniert werden, u. a. dazu wurde der Streifen ja auch an die Öffentlichkeit lanciert.)

Kriegen Sie mit, daß es gerade zwischen Trump und Frau May wegen Fragen des Freihandels im Zusammenhang mit dem Brexit etwas knistert? So wie die "Operation" in Berlin kurz vor Weihnachten Frau Merkel galt, gilt diese "Operation" Frau May. Nur hat GB eine ganz andere Position als die "BRD", so daß Frau May jetzt Trump wegen der "Operation" angreift (wobei natürlich für uns nur um den heißen Brei herumgeredet wird, man muß schon zwischen den Zeilen lesen):

https://www.bild.de/politik/ausland/terror-anschlag-manchester/geheimdienst-desaster-nach-anschlag-may-ist-sauer-auf-trump-51900962.bild.html

- G. G.

Stil-Blüte
26. Mai 2017 15:11

@ der Gehenkte

Kennen Sie einen links überholenden Philosophen, der, nach  einer Pause in Raststätten,  immer wieder durch seine gleichmäßige Fahrweise auf der Überholspur überrascht? Sloterdejk zieht seine Spur, ohne Verkehrssünder zu sein, ohne Geschwindigkeitsübertretung. Das kann man nicht lernen, das ist einem gegeben; Christen würden sagen: 'Den Seinen gibt's der HERR im Schlafe.' 

(Wer ist 'PM'? Bitte bedenken, daß man sich nicht jeden Namen, jede Abkürzung, jede Initiale merken kann.)  

Der_Jürgen
26. Mai 2017 15:26

Ein sehr guter Gastkommentar von Sophie Liebnitz.  Hoffentlich meldet sie sich auch künftig gelegentlich hier zu Wort.

@Maiordomus

Zwei höchst inhaltsreiche Wortmeldungen Ihrerseits. Wie Sie bedaure ich das lange Schweigen von @Winston Smith, der neben Ihnen,  @der Gehenkte und möglicherweise noch @Gustav Grambauer hier der philophisch gebildetste Kommentator war. Hoffentlich ist er wohlauf.

Allerdings habe ich mich über Ihre Aufforderung an Martin Sellner, “seine durchblitzende Leidenschaft etwas zurückzunehmen“, sehr geärgert. Lassen Sie meine Leidenschaft etwas durchblitzen, lieber Maiordomus: Mir scheint, dass sich Sellner in seinem Video noch recht zurückhaltend äussert.

Wir brauchen unseren Zorn über die Verbrecher, die für den Terror verantwortlich sind, nicht zu verbergen, wobei die Politiker, die Europa, um es zu zerstören, mit Anhängern einer uns feindlichen Religion fluten, im Grunde noch weitaus schuldiger sind als die Täter selbst. Von letzteren kann man nämlich billigerweise kein Mitgefühl für „Ungläubige“, die sie laut Koran zu töten haben, erwarten.

@Der Gehenkte

Danke für Ihren Hinweis auf den Artikel von Thomas Schmidt in der “Welt”. Ich führe hieraus einen besonders entlarvenden Abschnitt an:

„Ich fasse zusammen: Die Abwehr des Islams, die unsere Neonationalisten wollen, ist keine Perspektive. Deutschland ist ein Einwanderungsland, auch für Muslime. Deren Zahl wird nicht ab-, sondern zunehmen. Und das wird Deutschland auch verändern, ob wir das wollen oder nicht. Ob es sich zum Besseren verändert, wird auch davon abhängen, ob wir wirklich alles tun, um dem Islamismus entgegenzutreten: selbstbewusst und konfliktfreudig. Das ist der einzige Weg, den Islam zu einem Teil Deutschlands zu machen: einen friedlichen Islam, der den säkularen Staat achtet und sich seinen Regeln unterwirft. Nicht zuletzt davon wird der zukünftige innere Frieden unserer Gesellschaft abhängen.“

Wie alle System-Lohnschreiber erklärt Schmidt die Fortsetzung der Masseneinwanderung also für alternativlos. Wie alle System-Schmierer versucht er seinen Lesern einzureden, die Deutschen könnten den Islam „zu einem Teil Deutschlands machen“ und ihn dazu bewegen, „den säkulareren Staat zu achten und seine Regeln zu respektieren“. Ein Islam, der dies täte, wäre aber ein verwässerter, verfälschter Islam, und den werden sich die muslimischen Invasoren nicht aufschwatzen lassen – nicht einmal von einem so begnadeten Denker wie Herrn Thomas Schmidt. Sie werden es Herrn Schmidt nicht erlauben, den Koran umzuschreiben.

Wie @der Gehenkte richtig festhält, war sich Schmidt der Tragweite seines Satzes „Ohne Aufgabe der Demokratie kann sich Deutschland seiner Muslime nicht entledigen“ wohl kaum bewusst. Der Satz trifft nämlich voll ins Schwarze. Unter dem „demokratischen“ System ist es ein Ding der Unmöglichkeit, der Immigration einen Riegel vorzuschieben, geschweige denn viele Millionen bereits in Europa ansässiger, nicht integrationswilliger und –fähiger Muslime zu repatriieren.

Das geht einfach nicht in einem Staat, in dem jeder von der Abschiebung bedrohte fremde Krimineller jahrelang gegen seine Ausweisung prozessieren kann und wo „fortschrittliche“ Pfarrer solchen Leuten „Kirchenasyl“ gewähren. Es geht nur in einem autoritären Staat, der seine Machtmittel rücksichtslos einsetzt - mit "wohltemperierter Grausamkeit", wie Sloterdijk schrieb.

 

Die „Demokratie“, die den Bürgern die Illusion vorgaukelt, sie könnten über ihr Schicksal mitbestimmen – wie eigentlich, wenn doch, wie Schmidt schreibt, die "Zahl der Muslime nicht ab-, sondern zunehmen wird" und sie „Deutschland verändern werden, ob wir das wollen oder nicht“? -, ist das System des Volkstods. Sie wird so oder so nicht mehr allzu lange Bestand haben. Es geht nur noch darum, wer sie abschafft – europäische Nationalisten, die das Steuer in letzter Minute herumreissen, eine neue, natürlichere und gerechtere Ordnung schaffen und die abendländische Menschheit vor dem Untergang retten,  oder hartherzige islamische Eroberer, die, wenn sie erst an der Macht sind, gleich die Scharia einführen werden und denen eine unerbittlich schrumpfende Minderheit von Autochthonen dann auf Gnade oder Ungnade ausgeliefert sein wird.

Dietrich Stahl
26. Mai 2017 15:33

Danke, werter PM, habe Ihre beiden Beiträge mit Gewinn gelesen. Insbesondere Danke für den Hinweis auf das Video von MS. Ich habe es mir gerade angeschaut. Ja, Sellner wird immer besser. Vor allem auch seine emotionale Abgeklärtheit ist von großer Wichtigkeit.

Zu Manchester. Es gibt inzwischen Analyse Videos auf Youtube, die die MSM widerlegen. Jeder möge sich hier selbst kundig machen, wenn er nicht nur „ach wie schrecklich [was es auch ist]“, murmeln möchte. Hier zwei aktuelle Links, die die Hintergründe beleuchten:

https://de.sputniknews.com/panorama/20170524315862426-manchester-attentaeter-geheimdienste-bekannt-nicht-alleine/

Inzwischen – die Meldung ist schon zwei Tage alt – ist einiges mehr bekannt geworden.

https://analitik.de/2017/05/25/es-gibt-keine-von-geheimdiensten-unabhaengigen-terrorakte/

„Es gibt keine von Geheimdiensten unabhängigen Terrorakte“, das ist der Tenor des zweiten Links.

Ärger ist allerhöchstens kurzfristig eine Option [siehe auch die ärgerfreie Argumentation Sellners]. Und es gibt mehr als nur Hoffnung:

Für jeden Einzelnen besteht die Möglichkeit, an der Realisierung des Eigenen – national und als Seelenfunke – zu arbeiten. Gerade in diesen Zeiten. Dankbarkeit ist der Schlüssel.

Der_Jürgen
26. Mai 2017 17:30

@Gustav Grambauer

Sah mir den von Ihnen verlinkten Videostreifen eben an. Ja, es gibt verdächtige Aspekte, da haben Sie ganz recht. Ich würde nicht wagen, mit hundertprozentiger Gewissheit zu behaupten, das sei keine Aktion unter falscher Flagge gewesen. Doch habe ich drei Fragen:

1) Neigen wir aufgrund der Tatsache, dass es unbestreitbar Anschläge unter falscher Flagge gab (Paradebeispiel: 11. September), nicht dazu, von vorne herein jeden Terrorakt als "false flag" einzustufen? Ich kenne diese Problematik von der Debatte über die Verbrechen des Krieges her: Da hier teilweise gelogen wird, tendieren manche rechten Dogmatiker zur Ansicht, es habe überhaupt keine oder allenfalls ein paar isolierte kleine NS-Verbrechen gegeben. Ein ehrlicher Forscher wird aber jeden einzelnen Fall sorgfältig prüfen und dann ohne Rücksicht auf seine persönlichen Sympathien entscheiden, ob ein Verbrechen vorlag oder nicht. Immer vorausgesetzt, das vorliegende Material erlaubt einen solchen Schluss.

2) Ich habe grosse Mühe, im Fall Manchester das Motiv hinter einer "false flag" zu erkennen. Was Sie dazu schreiben, reicht mir nicht. Beim 11. September war das Motiv der Betrüger klar, bei Charlie Hebdo (wo es gewichtige Hinweise auf eine "false flag" gibt) schon viel weniger, und in diesem Fall sind überhaupt keine triftigen Beweggründe ersichtlich. Islamistischer Terror nützt doch den Rechten, objektiv gesehen. Was hätte das System, oder was hätten Akteure, die sich in dessem Rahmen bewegen, davon, rechten Zorn zu fördern?

3) Sehen Sie sich die untenstehende Liste an. Glauben Sie, all diese Opfer seien noch lebendig, oder sie seien Orwellsche "non existing people"? Ich traue dem System jede beliebige Sauerei zu, aber es gibt objektive Schwierigkeiten, die es nicht aus dem Wege schaffen kann. Schliesslich kann jeder nachprüfen, was es mit diesen angeblichen oder wirklichen Opfern auf sich hat. 

https://www.telegraph.co.uk/news/2017/05/23/victims-manchester-terror-attack/

Die von @Dietrich Stahl

zitierte Behauptung, es gebe keine von Geheimdiensten unabhängige Terrorakte, scheint mir unsinnig. Es gibt in Westeuropa Millionen Muslime, die mit dem IS und anderen Terrorbanden sympathisieren. Um einen Einzeltäter mit einer Bombe loszulassen, bedarf es keiner allzu weitverzweigten Organisation. Die Geheimdienste können nicht alles wissen. Ja, beim 11. September wäre eine Terroroperation des behaupteten gewaltigen Ausmasses unmöglich vor den Geheimdiensten zu verbergen gewesen, aber bei kleineren Anschlägen mit nur einem oder einigen wenigen Beteiligten verhält es sich anders.

Wir bewegen uns zwischen Szylla und Charybdis. Ebenso wenig, wie wir uns das läppische System-Schlagwort von der "Verschwörungstheorie" zu eigen machen und alles, was uns die Lügenpresse serviert, naiv glauben dürfen, dürfen wir der Versuchung erliegen, ÜBERALL Verschwörungen von Geheimdiensten und Regierungen zu orten. Auch dort, wo waschechte islamische Extremisten morden.

donna_alta
26. Mai 2017 17:32

 @Maiordomus  “ Es waren trotzdem nicht "unsere Kinder". Der Besuch solcher sogenannter Konzerte kann auch als Ausdruck eines Massenwahns gesehen werden, und wenn der eine oder andere Jugendliche nicht mehr hingeht, wäre dies aus meiner Sicht eine nicht ganz unerwünschte Nebenwirkung des Terrorismus.“

Ich bin Mutter zweier inzwischen erwachsener Kinder und fühle mich darum in vielerlei Hinsicht geerdet aber vielleicht auch besonders angreifbar.

Aber bei o.g. Zitat bleibt mir schlicht die Spucke weg! 

 

 

Maiordomus
26. Mai 2017 17:37

@Stahl. Stilblüte _derjürgen usw. Man muss mich nicht unbedingt als PM ansprechen, was an einen früheren Beiträgernamen anspielt. Dieser ist hier nicht zu outen, natürlich haben es die aufmerksamen Leser bemerkt. Zudem habe ich, Anlass zu Ergänzung, weiter oben einen sinntragenden Satz ohne das "nicht" wiedergegeben:

Es muss heissen: Weder aus Lessings Nathan noch aus dem Ringgleichnis, welches von Boccaccio stammt, sind Kopfschuss-Schlussfolgerungen in der Art des derzeitigen Evangelischen Kirchentages zu ziehen. Solche Schlussfolgerungen sind eben  n i c h t  zu ziehen.  (Der Satz muss unbedingt negativ sein, selbst auch Schilllers Kuss an die ganze Welt war nie so gemeint, dass Länder und Völker ausgetauscht werden sollen. Da hat man sogar in der DDR die "Völkerfreundschaft" besser verstanden.)

Auch wegen der Unterschiedlichkeit der Volkskulturen schrieb der grosse Kosmopolit Schiller Dramen mit italienischen, spanischen, deutschen, schweizerischen, britischen, russischen Motiven, der Mann konnte dramatisch denken und verstand Konflikte, seine ästhetische Erziehungs des Menschengeschlechts ist so wenig wie Kants Völkerschau eine Anweisung zur Umwandlung der Menschheit in eine gemischte Völkersauce. Dass Erasmus und Lessing und zuvor schon Boccaccio gegen Religionskriege waren, ist ja klar. Wer sodann die Existenz einer jüdischen Kultur oder gar eines jüdischen Volkes leugnen würde, müsste wohl in Israel und vielleicht sogar in Deutschland mit Gefängnis rechnen.

PS. Was den Umgang mit Grenzen betrifft: Es mag Zeiten geben, wo man stärker offene Grenzen betonen sollte. Als ich Christa Wolfs Notizen zu Kassandra und Griechenland las, dachte ich mir nämlich: Warum stört es sie nicht, dass sie in Griechenland keine DDR-Mitbürgerinnen und Mitbürger antrifft. Umgkehrt die heutige Schweiz: Wenn die Einwanderung null wäre, man wirklich niemanden hereinlassen wollte, wie die Linken den sog. Isolationisten unterstellen, würde ich sagen: Wir brauchen mehr Öffnung. Solange aber jährlich doppelt so viele bis fünfmal so viele reinkommen als die verfassungsmässig anerkannte rätoromanische Minderheit ausmacht, hat die Forderung nach Einwanderungsbeschränkung jegliche Rationalität auf ihrer Seite, wiewohl sogenannt Liberale im Ernst sich vorstellen, eine Politik der offenen Scheunentore sei im nachhaltigen Sinn wachstumsfördernd.

_derjürgen. Sie müssen mich nicht an den gerechten Zorn des Aristoteles und des Thomas von Aquin erinnern, dessen Abwesenheit klar als thymotische und auch als moralische Schwäche gebrandmarkt wird. Die zornige, rein polemische und unter Umständen einseitig unterstellende Diktion ist in der Regel aber nur für Gleichgesinnte kommunikativ. Die literarische Polemik ist eine hohe Kunst, welche 85% und mehr der Wutpublizisten nicht beherrschen. Es hat nicht jeder das Zeug zu einem Tucholsky oder gar einem Karl Kraus, sogar das Niveau von Broder wird derzeit von fast keinem Rechten erreicht. Das Studium des jüdischen Witzes wäre allenfalls eine Empfehlung zur Weiterbildung, z.B. anhand der Beispiele bei Johann Peter Hebel, der trotz seiner bestmöglichen Darstellung des jüdischen Witzes für heutige Verhältnisse immer noch mehr oder weniger als Antisemit gilt. Das hängt wieder mit neurotischen Polemikregeln zusammen. Selber durfte ich vor ca. Jahresfrist für die Schilderung von ländlichen Verhältnissen vor mehr als 50 Jahren das Wort "Dorfjude" nicht gebrauchen, obwohl der damalige Dorfjude auch von den ihm freundlich Gesinnten so bezeichnet wurde. Usw. Soviel zur Theorie der Polemik und des heiligen Zornes. Selbst der in der Bibel geschilderte Zorn Gottes mag nur fundamentalistische Gläubige zu beeindrucken. Jesus selber verhielt sich gegenüber den Händlern im Tempelumfeld ungehobelter als Trump gestern vor den Nato-Regierungschefs, wobei sein wichtigster Satz, die Deutschen seien angeblich böse, in dieser Form ein Übersetzungsfehler ist. Er äusserte sich dabei sehr stark im Ostküstenslang, was Anfälligkeit für Missverständnisse mit sich bringt.

RMH
26. Mai 2017 17:42

"„Es gibt keine von Geheimdiensten unabhängigen Terrorakte“, das ist der Tenor des zweiten Links."

Welcher Geheimdienst ist dann für so etwas - und sei es nur in der "Let it happen"-Variante - verantwortlich?

https://www.heute.de/zahlreiche-tote-bei-angriff-auf-busse-mit-kopten-in-aegypten-47252818.html

Mal sehn, wie groß die "christliche" Solidarität (Gruß nach Berlin zu aktuellen  den EKD-Festspielen) mit den Kopten ist - vermutlich wird das auch nur totgesülzt, um die Aganda und den Mythos von den friedliebenden, uns bereicherenden Moslems nicht zu stören.

 

Utz
26. Mai 2017 18:15

„Ohne Aufgabe der Demokratie kann sich Deutschland seiner Muslime nicht entledigen“

Das geht einfach nicht in einem Staat, in dem jeder von der Abschiebung bedrohte fremde Krimineller jahrelang gegen seine Ausweisung prozessieren kann und wo „fortschrittliche“ Pfarrer solchen Leuten „Kirchenasyl“ gewähren.

Ist das wirklich so? Kirchenasyl kann nicht in nennenswertem Umfang gewährt werden. Das jahrelange Prozessieren ließe sich leicht durch eine Gesetzesänderung verunmöglichen, wenn der politische Wille dazu da wäre. Dazu müßte nicht das Asylrecht abgeschafft werden, es müßte nur so angewendet werden, wie es ursprünglich gemeint war. Warum sollte es keinen demokratischen Weg dahin geben?

Das Problem liegt woanders. Noch gibt es eine Mehrheit in der Bevölkerung, die diese Invasionspolitik, wie sie derzeit stattfindet, ablehnt. Nur leidet meldet sich diese Mehrheit nicht in ausreichendem Maß zu Wort. Das noch größere Problem ist, daß diese Mehrheit verunsichert wird und unberechtigterweise mit einem schlechten Gewissen rumläuft. Deren Grundgedanke ist: 'Ich will diese Migranten nicht hier haben, aber das ist nur weil ich ein mitleidloser, schlechter Mensch bin. Außerdem ist das schlecht für mein berufliches Fortkommen, deshalb halte ich lieber den Mund.'

Mit der Demokratie unverträglich ist die gnadenlose Manipulation durch die öffentliche Meinung!

Leider wird jede Änderung mit den derzeitigen Zuständen bald auch gar nicht mehr demokratisch möglich sein, weil wegen der demographischen Veränderungen die autochtone deutsche Bevölkerung bald in der Minderheit ist. 

deutscheridentitärer
26. Mai 2017 19:30

"Aber bei o.g. Zitat bleibt mir schlicht die Spucke weg! "


Das gehr mir ähnlich. "Nicht unsere Kinder", weil sie, in einer dekadenten Gesellschaft aufgewachsen, auf ein dekadentes Konzert gegangen sind - alles klar dann packt die Nagelbomben aus, zerfetzt diese Untermenschenbrut mit dem schlechten Musikgeschmack, oder was?

Naja, alles nicht so schlimm der Terror, vielleicht  gehen jetzt ja ein paar weniger Kinder zu Popkonzerten!

Ich bin der Erste, der die Nutzlosigkeit und Schädlichkeit dieser entarteten Musikrichtungen anerkennt und es für unfassbar erachtet, achtjährige Kinder auf so eine Softpornoshow zu schicken.

Aber wer meint, das wären deshalb nicht unsere Kinder, deren Tod uns quasi nichts anginge, steht für mich mit vollem Ernst noch unter dem ISIS Terrorist.

Ich gestehe gerne zu, dass PM einer der gebildetsten Kommentatoren hier ist - und man sieht an ihm in seltener Deutlichkeit, wie nutzlos Bildung für sich alleine genommen ist. Jeder Beitrag trieft vor Geschwätzigkeit, oberlehrerhaftem Besserwissen und Selbstbeweihräucherung. 

Naja ansonsten weiß ich nicht wqs ich zu so fertigen Gestalten sagen soll, eigentlich sagt man da gar nichts dazu, sondern boxt ihnen ins Gesicht, vielleicht trifft man sich ja irgendwann mal.

Ansonsten, was "Crisis Actors" angeht, das ist halt der unvermeidlich pathologische Zug hier im Lunatic Fringe.

Was ist denn so schwer vorstellbar daran, dass ein Moslem sich bei einem Popkonzert in die Luft sprengt? Wenn False Flag, warum dann Schauspieler? Hat die NWO doch menschliche Skrupel, oder wie ist das zu verstehen? 

Maiordomus
26. Mai 2017 20:15

@donna.alta. Wollte Ihnen nicht allzu nahe treten. Selbstverständlich ist der Tod jedes einzelnen Opfers in Manchester ein unentschuldbares schändliches Verbrechen, zu dessen künftiger Verhinderung optimaler Widerstand angebracht sein müsste.

Es ist aber nicht so, dass ich mich nach meinem Begriff von "identitär" mit solchen Leuten identifizieren könnte, so wenig wie mit Mitmarschierenden einer Street-Parade, die meines Erachtens ebenfalls früher oder später von einer solchen Art Attentat gefährdet sein werden. So dekadent dieses Pack eingeschätzt werden kann, es verdient optimalen und künftig noch stärkeren Polizeischutz. 

Ich stehe nun mal als Kulturkämpfer den 68ern nun mal nicht näher als Muslimen. Erstere haben grösseren geistig-moralischen Schaden angerichtet als letztere. Ich schliesse nachgerade aus, dass Muslime in den nächsten 100 Jahren einen vergleichbaren Einfluss auf unsere Gesetzgebung gewinnen werden wie die 68er, ohne deren Mentalität die Ideologie der offenen Hosentüre und nicht nur jener der sonstigen offenen Türen und Tore gar nicht bis an die Grenze der Mehrheitsfähigkeit denkbar geworden wäre. Die Errichtung der Scharia für Deutschland und/oder die EU als Normalrecht bleibt auch langfristig äusserst unwahrscheinlicht;  schlimm genug ist schon die Duldung bis hin zur  Anerkennung der Scharia für Subgesellschaften. Dabei scheint mir die Zerstörungswirkung zum Beispiel der Gender-Ideologie und verwandter pseudoemanzipatorischer Strömungen. die sich heute in Staat und Gesellschaft sowie in den Kirchen und zumal im Bildungswesen aller Stufen wie ein Krebs ausbreiten, insgesamt noch schädlicher zu sein und eigentlich die wahre geistige Voraussetzung für die heutigen Missstände. Monokausale Erklärungen bleiben zwar auch hier nicht das Richtige.

Vor hundert Jahren waren unsere Gesellschaften gegenüber der Bedrohung der Übernahme durch Multikultiübernahme mit Schwerpunkt Islam noch quasi "unkaputtbar", wiewohl es damals mit Sozialreligionen wie Marxismus/Kommunismus/Faschismus und nationalem Sozialismus bereits anfing. Der Volkskörper mit den noch fest etablierten gesellschaftlichen Traditionen blieb aber gegenüber diesen relativ kurzlebigen Ideologien weitgehend resistent. Dass aber in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts die haltgebenden Säulen, womit nicht nur und nicht einseitig die Nation gemeint ist, systematisch ausgehöhlt und aufgelöst wurden, ist die Voraussetzung der heutigen Wehrlosigkeit. Dazu hat nun aber die internationalistische sogenannte Pop-Kultur das Ihre beigetragen. Sie hatte und hat wohl stärker als die Französische Revolution, die de Maistre und Bonald so einschätzten, einen satanischen Charakter verinnertlicht. Da ich selber nicht an den Teufel glaube, möchte ich dies als rein deskriptive, sozusagen phänomenlogische Feststellung hier mal stehen lassen. Der Triumph einer herrenlosen, heimatlosen und letztlich orientierungslosen sogenannten Pop-Kultur wäre nicht möglich gewesen ohne gewaltiges Versagen in der Erziehung der Jugend, oft aus einem schlechten Gewissen heraus, die eigene Vergangenheit und die eigene keineswegs ideale Jugend betreffend. Insofern beeindruckt es mich, dass Kubitschek und Kositza, mit denen ich längst nicht immer einig gehe, in ihrem privaten Familienleben versuchen, auf exemplarische Weise Gegensteuer zu geben. "Exemplarisch" bedeutet für mich nicht automatisch vorbildlich. Aber täusche ich mich in der Annahme, Frau Kositza, dass der Kult solcher Konzerte wie sie in Manchester stattfinden sollten, nicht zu ihren Erziehungszielen gehört?   

Henrik Linkerhand
26. Mai 2017 20:37

Es ist wieder passiert und es hat mich nicht interessiert. Toleranzentwicklung sagt mein Arzt. Das Establishment hofft auf diesen Effekt. Islamischer Terror als Lebensrisiko des 21. Jahrhundert. Dann doch Fernsehen geschaut: Relativierung- und Beschwichtigungsmodus schon aktiviert. Keine Namen und Gesichter- wie immer, die Toten sind nur Statisten, Nummern mehr nicht. Die Steins und Schmidts haben ihre journalistische Auftragsarbeit auch schon fertig; interessiert mich schon lange nicht mehr. Die Bilder vom Tatort: Lichterkerzen, Teddybären, rosa Luftballons und Love Plakate; übel- kann ich nicht mehr sehen. Kurz an die Opfer und die Angehörigen gedacht, morgen werde ich sie vergessen haben. Der Irrsinn Europas, dieser Tanz in den Untergang und all die Schafe, die bei diesen Wahnsinn kurz aufblicken um dann weiter am Pflock der Gegenwart zu grasen. Mäh

 

Der Gehenkte
26. Mai 2017 21:58

Ein Problem dieses Forums ist die permanente Zerfaserung. Allzu selten bezieht sich ein Forist auf das Thema des Textes, der zu kritiseren oder weiterzudenken wäre. Jeder kommt mit seinen eigenen Belangen, die ihm gerade durch den Kopf gehen.

Die Autorin behauptete in ihrer Zsfsg:

"daß das linksliberale Lager sein Blatt endgültig überreizt hat. Souveräne Diskurshoheit sieht anders aus. Es ist daher nicht nur Zeit zornig zu sein, sondern Zeit für Hoffnung.".

Stimmt das? Ich zweifle daran und selbst wenn die Karten mittlerweile blank sind, so stechen sie noch immer und zwar aus Gewohnheit.  "die Forderung nach grenzenloser Empathie"  hat uns in eine Zwangslage gebracht: daß das Offensichtliche nicht mehr sagbar ist und das geht weit über den Rahmen des PC hinaus - Michael Winterhoff (um nur ein Bsp. zu nennen) hat das für den pädagischen Prozess in mehreren Anläufen aufgezeigt.

Wir können nicht mehr reden, wir können keine Wahrheiten mehr sagen, ohne als Unmenschen, Rassisten, Nazis tituliert zu werden. Noch nicht mal unsere politischen Führer können das, wie "Die Getriebenen" nachwies und wie wir es gestern erst auf dem Kirchentag sehen konnten, als Merkel von Abschiebung sprach und Buhrufe erntete.

Daher möchte ich noch einmal zur Tagesordnung rufen: Diese Frage - wie wir uns authentisch dem Zwang zur Verstellung widersetzen können, ohne zu entfremden - muß diskutiert werden und war der Kernpunkt des obigen Artikels. Wer hier der philosophisch Gebildetste ist, oder ob die Humanisten der Renaissance alles ganz anders meinten, oder ob Geheimdienste hinter Manchester stecken ... spielt hier alles keine Rolle und lenkt vom Wesentlichen ab!

 

 

 

Der Feinsinnige
26. Mai 2017 22:15

 

Danke für den obigen Artikel. Danke für den Hinweis auf den Artikel von O´Neill, der ansonsten sicher an mir und anderen hier Lesenden vorbeigegangen wäre. Ja, es ist ein gutes Zeichen, wenn Autoren wie O´Neill ihre Empfindungen in dieser Weise öffentlich zum Ausdruck bringen und damit den vielen Ohnmächtigen, die nicht so wortgewandt sind, ihrer Wut und Hilflosigkeit gegen die Zumutungen der Ergebnisse von Jahrzehnten verfehlter Multikulti-Politik, eine ernsthafte und akzeptable Stimme geben. Es ist auch ein gutes Zeichen, wenn Autoren wie Stein meinen, ihre offenbar ideologisch bedingte kaum zu verkennende Unfähigkeit zur Schau stellen zu müssen, sich in die Opfer des Terrors und deren Angehörigen (von eindeutig abwiegelnd gemeinter „würgende(r) Traurigkeit“ abgesehen) wirklich hineinzuversetzen, weil sie wohl niemals in der Lage sein werden, ihre eigenen Irrtümer bzw. die Irrtümer der ihnen ideologisch nahestehenden politisch und gesellschaftlich Verantwortlichen der letzten Jahrzehnte einzugestehen. Es gibt eine Form von gezielt und gewollt ruhig und abgeklärt artikulierter Traurigkeit, die mir zuwider ist, eben weil dahinter die politische Zielsetzung sichtbar wird. Die von Hannes Stein formulierte gehört dazu. Und ich stimme Sophie Liebnitz zu:

 

Indem der Artikel nichts bietet als eine schlampige Aneinanderreihung von Stereotypen, macht er deutlich, daß das linksliberale Lager sein Blatt endgültig überreizt hat. Souveräne Diskurshoheit sieht anders aus. Es ist daher nicht nur Zeit zornig zu sein, sondern Zeit für Hoffnung."

 

Entsprechendes läßt sich übrigens auch an zahlreichen anderen öffentlichen Reaktionen von Politik und Medien nachvollziehen, die nach jedem neuen Anschlag routinierter immer wieder dieselben Stereotypen verlautbaren, um immer und immer wieder abzuwiegeln und von den wahren Ursachen des Schreckens abzulenken.

 

 

 

 

 

Hermann- Ernst Gerd
26. Mai 2017 22:34

@RMH

> "Mal sehn, wie groß die "christliche" Solidarität (Gruß nach Berlin zu aktuellen  den EKD-Festspielen) mit den Kopten ist - vermutlich wird das auch nur totgesülzt, um die Aganda und den Mythos von den friedliebenden, uns bereicherenden Moslems nicht zu stören." <

Afaik, ...ist die dortige Helferriege schon seit Jahren mit "Pfadfindern" muslimischer Gemeinschaften verstärkt...

... zudem wird es morgen ein gemeinsames Erstes Fastenbrechen zum beginnenden Ramadan geben... direkt vor dem Brandenburger Tor...

Ein dreifach "Hoch" dem interreligiösen Dialog!

Katzbach
26. Mai 2017 23:37

Last euch nicht von Greueltaten schrecken, die falsche Propheten behaupten.
Aber grenzenlose Empathie - nur zu,  bitte im verborgenen und auf eigene Kosten, wie Jesus v.N. schon anmerkte.
Wäre ein Amen fehl am Platze?

Valjean72
27. Mai 2017 00:16

Die Masseneinwanderung wurde gezielt angefacht und gesteuert. Jene, die die jungen muslimischen Männer zu Hunderttausenden ins Herz Europas gelockt und gelotst hatten, verfolgten und verfolgen damit bestimmte Ziele.

Es musste von Anfang an klar gewesen sein, dass mit dem Massenzustrom junger wehrfähiger Männer aus dem Norden Afrikas und dem Nahen Osten auch gewalttätige Personen, sowie Anhänger (Kämpfer) des IS mit ins Land kamen.

„Man“ hatte allerdings diese Masseneinwanderung geschehen lassen und darüber hinaus auch die Kontrollmechanismen ausgeschaltet.

Dass es früher oder später zu einer konfrontativen Zuspitzung zwischen angestammter Bevölkerung und Muslimen kommen musste, war abzusehen.

@ Der Gehenkte, 26.5.17, 19:58:

Ein Problem dieses Forums ist die permanente Zerfaserung. Allzu selten bezieht sich ein Forist auf das Thema des Textes, der zu kritisieren oder weiterzudenken wäre. Jeder kommt mit seinen eigenen Belangen, die ihm gerade durch den Kopf gehen.

Die Autorin behauptete in ihrer Zsfsg:

"daß das linksliberale Lager sein Blatt endgültig überreizt hat. Souveräne Diskurshoheit sieht anders aus. Es ist daher nicht nur Zeit zornig zu sein, sondern Zeit für Hoffnung.".

Stimmt das? Ich zweifle daran und selbst wenn die Karten mittlerweile blank sind, so stechen sie noch immer und zwar aus Gewohnheit.  (Zitatende.)

Ich werde unten auch wie gewohnt etwas zur Zerfaserung beitragen, zunächst aber zum Liebnitz-Beitrag:

auch ich zweifle an der Begründetheit der Hoffnung, dass der Diskurs der „öffentlichen Meinung“ entscheidend verändert werden kann; denn hier geht es nicht um Logik, Verstand, Überzeugung, sondern es geht um Macht-in-Aktion. Diese Überredungskunst ist professionell eingesetzt, und verfehlt ihre Wirkung nicht. Ich zweifle, dass genügend Menschen sich nicht mehr von derartigen Äußerungen wie diesen des Herrn Stein weiter beeindrucken lassen. Der Diskursrahmen ist gesetzt und wird täglich erneuert, die Entfremdung ist allgegenwärtig, sie ist „Leitkultur“ unseres Landes.

Es ist Sophie Liebnitz zu danken für den Hinweis auf sowohl Stein als auch O’Neill; in den zitierten Sätzen von Letzterem kann man erspüren, wie sich ein Nicht-entfremdetes Menschsein ausdrücken will, wie ein seelisch gesundes Reagieren auf dramatisches Erleben aussehen könnte. H. Stein figuriert dann als Knecht des Unterdrückungsapparates, der diese gesunde Reaktion moralisch verurteilt.

Nochmals  @ Der Gehenkte

Diese Frage - wie wir uns authentisch dem Zwang zur Verstellung widersetzen können, ohne zu entfremden - muß diskutiert werden und war der Kernpunkt des obigen Artikels.“ (Zitatende)

Ich versuche eine Antwort: für mich entscheidend wird zunehmend das Loslassen des Wunsches, dass Viele, am besten eine Mehrheit der demokratischen Entscheider (Wahlberechtigten) auf diesen Weg der Authentizität kommen können. Das wird kaum möglich sein. Es gibt eben auch einen Drang zur Entfremdung, einen Drang zum Dazugehören, zum Sich-aufgeben. – z.B.: wie viele Kirchentagsbesucher haben die selektive Schweigeminute (für die gestorbenen Bootsflüchtlinge im Mittelmeer) im Gefühl, das Richtige zu tun, mitgeschwiegen? Wie vielen ging es zumindest so wie dem Einen, von dem das Youtube-Video Kunde gibt: „Ich schweige nicht….“

https://www.youtube.com/watch?v=XpJHZ7HdDZg

Es bleibt aber eine für jeden Einzelnen schicksalshafte Frage, wie man dennoch authentisch leben kann, weder mitschwimmend noch aus Prinzip gegen den Strom schwimmend. Wie man lebendig bleiben kann. Eigen. Überhaupt da. Und das heißt auch: nicht in dem medialen Lügentsunami mitschwimmend und ertrinkend, sondern öfter an Land, öfter Boden unter den Füßen und die Hannes Steins nicht beachtend.

Was die Hoffnung auf Vernunft im medialen oder im gesellschaftlichen Diskurs betrifft, kann ich nur einmal wieder Rainer Mausfeld empfehlen, gar kein Rechter, sondern ein braver Linker, der am Tag der Arbeit in München darüber sprach, wie der Übergang von der monarchischen zur sog. demokratischen Herrschaftsform dadurch vor der Macht des Volkes geschützt wurde, dass von Beginn an eine Bewirtschaftung der Meinungen professionell betrieben wurde:

https://www.youtube.com/watch?v=AU8hjfhAAxg

Utz
28. Mai 2017 17:01

 "die Forderung nach grenzenloser Empathie"  hat uns in eine Zwangslage gebracht: daß das Offensichtliche nicht mehr sagbar ist ...

Zeit für Hoffnung: es ist ja nicht so, daß man dem nichts entgegnen könnte. Obwohl es mir wie dem Deutschidentitären geht und ich nicht zu denen zähle, die sich an den hochphilosophischen Diskursen hier qualifiziert beteiligen können (muß auch nicht sein, es genügt, wenn wir alle an einem Strang ziehen, wenn es darauf ankommt), fällt mir doch einiges ein, wie man das Argument der Empathielosigkeit kontern kann:

- Es ist nicht Empathie, wenn man nur denen helfen will, die es zu uns schaffen, und wenn man sich nicht um die noch ärmeren Tröpfe kümmert, die keine Gelegenheit haben, ihr armes Land zu verlassen. Hilfe vor Ort wäre wesentlich angemessener.

- Es ist nicht Empathie, wenn es nur darum geht, sich zu beweisen, was für ein großes Herz man hat, wie uneigennützig man ist, was man für ein guter Mensch man ist. Man muß mit den meisten Helfern nicht lange reden, um an den Punkt zu kommen, an dem sie zugeben, daß sie regelrecht besoffen sind von ihrem eigenen Gutmenschentum.

- Es ist nicht Empathie, wenn man Familien auseinanderreißt, weil man es zuläßt, daß jede Menge junger Männer ihre Familie, ihr Dorf verlassen, um zu uns zu kommen. Sind deren Bindungen an ihre ursprüngliche Gemeinschaft nichts wert?

- Es ist nicht Empathie, wenn wir Patrioten von den Gutmenschen regelmäßig absolut oberlehrerhaft behandelt werden. Wie kommen diese Menschen eigentlich auf die Idee, daß sie die besseren Menschen sind, die anderen sagen können, wo es lang geht? Wie geht es uns dabei? Wo ist die Empathie, die Fähigkeit, sich einfühlen zu können, in die Menschen, die ständig so oberlehrerhaft behandelt werden.

Maiordomus
28. Mai 2017 21:00

@Gustav. Ich soll le Bon lesen? Frust wegen der Karriere? Ich möchte es Sellner gönnen, dass mal irgendeine seiner Formulierungen z.B. in Oesterreich Verfassungsrecht  würde, so weit hat es der von Ihnen Kritisierte immerhin in seinem Land gebracht, obwohl der praktische Nutzen gering blieb. Es wird für Sellner auch schwer sein,  auf die Liste von Auszeichnungen zu kommen, wo Namen wie Golo Mann und Martin Walser ebenfalls draufstehen, und andererseits beschränkt Sellner sich auch nicht darauf, ein "stiller Macher" zu sein. Einen Doktor mit höchster Auszeichnung würde ich Sellner indes zutrauen. Le Bon las ich 1964, prüfte später meine Schüler fast Jahr für Jahr über den Franzosen und seine Nachfolger. Popper hat mich freilich erst beschimpft, als er ein ziemlich alter Mann war, aber auch das muss man sich erst erarbeiten. Natürlich sollte man sich auf eine einigermassen bescheidene Karriere nichts einbilden. Mit einer "rechtskonservativen" geistigen Position steht man heute selbstverständlich am Rand des Geisteslebens.  Ich möchte es Sellner sehr gönnen, würde er im Geistesleben seiner Heimat einmal eine bedeutendere Rolle spielen als es mir in meinen Verhältnissen möglich war. Noch bewundernswert finde ich bei den bestqualifizierten Mitarbeitern von Sezession, dass trotz einem errungenen Format Karriere für sie nicht das Wichtigste zu sein scheint, schon eher im Gegenteil.  Personen und Persönlichkeiten mit dieser Eigenschaft nennt man gemeinhin mutig. Mut sollte indes keineswegs, nach Aristoteles und Josef Pieper, zum Selbstzweck erhoben werden. Gegensteuer gegen eine falsche Politik nicht nur in der Bundesrepublik Deutschland ist wichtig. Dies schliesst nicht aus, dass man die Ideologie der sog. Identitären als noch nicht ausgereift einschätzen kann. 

 

@Utz. Was Sie kritisch über Empathie schreiben, auch Ihre Bemerkung über die Schweigeminute am Ev. Kirchentag geht sehr in die Tiefe. Meines Erachtens waren sowohl die von Trump angeordnete Schweigeminute wie erst recht diejenige am Kirchentag jeweils so, dass man besser über die Beschränktheit des eigenen Moralismus und über seine eigenen Widersprüche geschwiegen hätte.

 

@Sophie Liebnitz. Für die am Ende des Artikels angesprochenen Hoffnungen ist es mit Sicherheit noch zu früh. Wie in meiner Antwort an @Gustav angedeutet, haben alternativ Denkende im höheren Geistesleben einschliesslich der Hochschulen kaum Chancen, sich auf Augenhöhe vernehmlich zu machen, zu schweigen von den Aussichten auf die oben diskutierte "Karriere".

Dietrich Stahl
28. Mai 2017 21:48

 

@ Der Gehenkte, 26.5.17, 19:58:

 

„Ein Problem dieses Forums ist die permanente Zerfaserung.“

 

Worum geht es eigentlich? Geht es um Demokratie oder Autokratie oder Monarchie? Waren es die Dienste oder doch nicht? Warum schwätzt irgendein Lohnschreiber [ich vermeide Worte wie intellektuelle oder Medienhure] sein Neusprech? Etc.

 

Es geht doch darum, endlich der [mindestens] jahrzehntelangen Politik der Regierenden gegen das eigene Volk ein Ende zu setzen. Es geht darum, die Lohnknechte der Oligarchen, die sich Politiker nennen, aus allen verantwortlichen Positionen zu jagen und sie für ihre Rechtsbrüche vor Gericht zu stellen.

 

@ Paracelsus hat formuliert, worum es für den Einzelnen in dieser widersprüchlichen, aber einmaligen Zeit geht:

 

„Es bleibt aber eine für jeden Einzelnen schicksalshafte Frage, wie man dennoch authentisch leben kann, weder mitschwimmend noch aus Prinzip gegen den Strom schwimmend. Wie man lebendig bleiben kann. Eigen.“

 

Für die Metapolitik geht es darum, die bestmögliche Politik für das eigene, das deutsche Volk zu skizzieren und die geistige Atmosphäre dafür zu schaffen. Damit eine grundlegende und nachhaltige Änderung für unser deutsches Volk möglich wird. Die meisten in diesem Forum eint der Wunsch, dazu beizutragen.

 

Unsere Spiegelfechtereien [ich schließe mich da mit ein] sind kontraproduktiv. Es würde schon sehr helfen, wenn jeder Einzelne, der hier schreibt, sich klar macht, daß er Verantwortung hat. Genauso wie es Eigentum tut, verpflichtet ein Bewußtseinsvorsprung. Der Einzelne, der vor den immer noch schlafenden und schweigenden Lämmern [Mausfeld ist großartig] erwacht ist, und dieses Geschenk zum Wohle des deutschen Volkes einsetzen möchte, muß Verantwortung übernehmen. Im SiN Forum zu schreiben, bedeutet in diesem Sinne, sich auf das zu fokussieren, worum es wirklich geht. Der Kreis zu meiner Eingangsfrage schließt sich. Worum geht es eigentlich?

 

 

Cacatum non est pictum
28. Mai 2017 23:55

@Jürg_Jenatsch

Man sollte die Macher der NWO weder unter-, noch überschätzen. Schon oft hat sich ein Werkzeug verselbstständigt und ein Eigenleben gewonnen. So wie sich das Kind gegenüber seinen Erzeugern emanzipiert, so kann man zwar Entwicklungen auslösen, aber die Ergebnisse sind in einem chaotischen System oftmals nicht die intendierten.

Richtig, aber es lassen sich stets Nachkorrekturen vornehmen, weil diese Blutsauger nahezu jeden gesellschaftlich relevanten Posten besetzen - in der Politik, in den Behörden, in den Fernseh- und Printmedien, an den Universitäten - selbst in den vermeintlich oppositionellen Strömungen dürften sie überproportional vertreten sein. Die sogenannten Eliten werden dieses Projekt nicht mehr stoppen.

Was einzig helfen könnte, wären Völker, die sich einig sind und bereit zum massenhaften Widerstand. Das sehe ich noch in Osteuropa als möglich an, aber für den durchliberalisierten, teilweise schon ethnisch zersplitterten Westen ist Hopfen und Malz verloren, wenn hier keine mentale Wende einsetzt, die sich gewaschen hat. Satanische Pläne treffen auf ein naives und wehrunfähiges Volk: Ein fürchterlicheres Resultat ist kaum vorstellbar.

@Westpreuße

Ich habe mich nach den letzten Wahlergebnissen darauf eingestellt, dass es keine große Tendenzwende in unserem Sinne mehr geben wird. Neben unserem Kampf gegen die Windmühlen, den wir meines Erachtens schon aus Prinzip weiterführen müssen, sollten wir uns langsam der Frage widmen, wie wir uns und unsere Familien in dem dystopischen Moloch behaupten werden, dessen Konturen Sie oben schon einmal lose an die Wand gemalt haben.

Maiordomus
29. Mai 2017 11:47

@Paracelsus/Dietrich Stahl. "Authentisch leben, weder mitschwimmend noch aus Prinzip gegen den Strom schwimmend. Wie man lebendig bleiben kann. Eigen."

Der historische Paracelsus, dessen Andenken in der Bombastus-Gesellschaft Dresden gepflegt wird, wozu ich den Beitritt wörmstens empfehle, erwählte als sein Motto: "Alterius non sit qui suus esse potest." Wer in sich selber bestehen kann, gehöre keinem anderen an." Dieser Renaissance-Individualismus gehört indes noch dem vornationalen Denken an, wobei das "weil ich teutsch bin" trotzdem zu den Provokationen des Theophrast Bombast von Hohenheim (1493 - 1541) gehört hat, einem Zeitgenossen von Faust. In Staufen Ba/Wü findet vom 22. bis zum 24. September die Tagung der Schweiz. Paracelsus-Gesellschaft statt. Noch sehr zu empfehlen ist die bis jetzt sechsbändige Holländische Paracelsus-Ausgabe, übersetzt von Elke Bussler, Edition De Woudesel. Paracelsus, der auch in Russland wieder stark rezipiert wird mit starker Beziehung zu den Johannitern und Deutschrittern, wäre ein Modell für ein alternatives Europabild. Auch das könnte, @Dietrich Stahl, zu einer metapolitischen Perspektive gehören. Das vordergründige Nein zur gegenwärtigen Politik genügt nicht.

Jürg_Jenatsch
29. Mai 2017 21:33

@ Cacatum. Sie haben was die meisten Deutschen und auch die übrigen Westeuropäer betrifft, meines Erachtens recht. Überraschungen für die Machthaber sind eher in Osteuropa und von der Seite kompakter Einwanderergruppen zu erwarten. 

Paracelsus
29. Mai 2017 22:33

Lieber Maiordomus,

heute bietet sich die Gelegenheit, Ihnen einmal auf Ihre wiederholten Beiträge zu meiner Namenswahl zu antworten. Gewiß, sie ist, recht besehen, etwas größenwahnsinnig; sie geschah aus einer Laune heraus vor längerer Zeit, wobei mein Bezug zu Fragen der Gesundung und insbesondere das in etwa so lautende Paracelsus-Wort den Ausschlag gab: Die einzige Arzenei sei die Liebe.

Dies halte ich für den Bereich der Gesundung zwar für einen kühnen, aber durchaus realistischen Gedanken, jedenfalls wenn man "einzig" durch etwa "eine sehr wichtige" ersetzt.

Im politisch-gestalterischen Bereich dürfte die Liebefähigkeit ebenfalls eine sehr bedeutende Rolle spielen, als unsentimentale Vaterlandsliebe, als Begeisterung für eine dem Volke angemessene Mitbestimmungsform, als ernsthaft-tätiges Handeln im Sinne der Allgemeinheit.

Ich meine, solches politisches Handeln gab es immer wieder einmal, was unschwer erkennbar ist, wenn man nicht, wie es heute zu oft geschieht, besonderes Augenmerk auf Schwächen und Fehler legt, sondern auf das Ringen und die Lebensleistung der Altvorderen.

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