3. Juli 2017

Es wird heiß: „Ein Prozent“ zieht an!

Nils Wegner / 9 Kommentare

Man falle nicht auf die üblichen Possen des Polittheaters herein: Während sich alle plangemäß über die "Ehe für alle" und das "NetzDG" ereifern, läuft der Bundestagswahlkampf unbeeindruckt weiter.

Nils Wegner

Nils Wegner ist studierter Historiker und arbeitet als Übersetzer und Lektor.

Aber nicht nur in Berlin. Die Bürgerinitiative "Ein Prozent für unser Land" ist ihrerseits ebenfalls voll eingestiegen und bereitet alles vor, um am 24. September das abgekartete Spiel gründlich zu vermiesen.

Wir erinnern uns: Am großen Wahlsonntag 2016, dem 13. März, rief "Ein Prozent" flächendeckend zur freiwilligen Wahlbeobachtung auf. Über die Vorgänge und Ergebnisse berichteten wir schon: Unter anderem gelang es, den durch "versehentlich" falsch zugeordnete Stimmzettel in den sachsen-anhaltischen Landtag gelangten, frisch gewählten Parlamentarischen Geschäftsführer der Linksfraktion wieder hinauszukegeln und an seiner Stelle einen weiteren AfD-Mann ins Parlament zu hieven!

Nun ist es wieder soweit und bedeutsam wie nie zuvor: Seit dem 21. Juni hat "Ein Prozent" eine Sonderseite zur Wahlbeobachtung geschaltet, auf der sich interessierte Bürger eintragen können, die mit eigenen Augen über die Einhaltung der Spielregeln bei der anstehenden Bundestagswahl wachen möchten. Den Leitfaden zur Wahlbeobachtung gibt es hier. Obwohl eine umfassende Bewerbung bislang unterblieben ist und auch in den Medien die Wahlkampfstimmung auf sich warten läßt, haben sich in der ersten Woche bereits über 1000 Wahlbeobachter in spe registriert – der September wird wohl einige Überraschungen für unseren politmedialen Komplex bereithalten!

Auch für Aktivisten, die am liebsten sofort loslegen wollen (oder das längst getan haben und Nachschub brauchen), hält "Ein Prozent" Neuigkeiten bereit. Es gibt eine Menge neuen Materials, darunter Aufkleber, die sich neben deutschen Bürgern auch an die neue Kernzielgruppe der Unionsparteien wenden, sowie reichlich Flugblätter, um die Wahlbeobachtungskampagne landesweit bekannt zu machen.

Die Kampagne ist angelaufen, der Nachschub ist gesichert, die Wirksamkeit erwiesen – nun gilt es, mitanzupacken!


Nils Wegner

Nils Wegner ist studierter Historiker und arbeitet als Übersetzer und Lektor.


Kommentare (9)

Franz Bettinger
3. Juli 2017 14:51

Vielen Dank für das Engagement von "Ein Prozent". Ich halte es für außerordentlich wichtig, die Wahlen penibel zu beobachen. Und auch sich im Detail zu überlegen, wo und wie gefälscht werden kann (und dann wohl auch wird.), z.B. auch bei der Zahlen-Übermittlung oder der Angabe der Geamt-Wahlbeteiligung. Bei angeblich sehr hohen Wahl-Beteiligungen sollte man die Ohren spitzen und nachprüfen. Was ist eigentlich aus den 4 Millionen Wahl- Stimmen für Le Pen geworden, die fälschlicher Weise als ungültig gezählt wurden? Und was aus der Nachzählung in NRW? Die AfD hätte dort nur 0,1% mehr Stimmen haben müssen, um der FDP einen Platz abspenstig zu machen und die CDU-FDP Koalition zu verunmöglichen. Weiß darüber jemand Bescheid?

Lars Waldgaenger
3. Juli 2017 18:12

Es wird darauf hingewiesen, dass auch die Möglichkeit besteht, sich als Wahlhelfer der zuständigen Gemeindebehörde zur Verfügung zu stellen. Unregelmäßigkeiten können so bereits im Ansatz verhindert werden.

niekisch
3. Juli 2017 21:46

Auch wenn zu vermuten ist, daß sich die Erziehungsdiktatur nicht abwählen lassen wird, ist Teilnahme nicht sinnlos und was gibt es Schöneres als in die erstaunten Geichter der Wahlkommission am Wahlabend zu blicken, wenn sie beim Auszählen überrascht wird.

Nemo Obligatur
4. Juli 2017 00:32

@Lars Waldgaenger

Selbiges habe ich bereits getan. In meiner Gemeinde werde ich als Wahlhelfer fungieren und gemeinsam mit den übrigen Wahlhelfern für einen korrekten Ablauf der Wahl sorgen. Mit preußischer Strenge selbstredend.

Übrigens verpflichtet sich jeder Wahlhelfer durch seine Unterschrift zur Verschwiegenheit.

Franz Bettinger
4. Juli 2017 21:10

"Die Gesamtzahl der Stimmen wird verkündet." Wie wird diese zahl genau ermittelt? Hier liegt der Hand begraben! Wie will man überprüfen, ob diese Zahl nicht z.B. verdoppelt wurde, was zu einer Halbierung der AfD-Stimmen führen würde?

Solution
5. Juli 2017 01:37

Wenn am Wahlabend das vorläufige Endergebnis verkündet wird und die AfD mit 7% in den Bundestag einzieht, ist trotz allem für 4 weitere Jahre garantiert, daß der Niedergang weitergeht. Noch in diesen Jahren wird sich das Zeitfenster für ein Aufhalten des großen Austausches unerbittlich schließen. Dann ist es vorbei mit der Hoffnung auf einen demokratischen Wandel. Es ist an der Zeit, der Realität ins Auge zu sehen.

Stil-Blüte
5. Juli 2017 11:19

Ist eigentlich der Ablauf der  Briefwahl von den Wahlhelfern von Anfang bis Ende kontrollierbar? Wie geht er überhaupt vonstatten?

Schneekette
5. Juli 2017 15:16

@Nemo Obligatur

Schweigepflicht wesbezüglich genau? Bitte führen Sie aus.

niekisch
5. Juli 2017 20:49

"Es ist an der Zeit, der Realität ins Auge zu sehen."

@solution: ..und die besteht darin, daß in einigen NRW - Großstädten die Zahl der Einströmerkinder unter 6 Jahren bereits über 50% liegt. Möglicherweise geht es für uns in absehbarer Zeit nur noch um unsere Selbstbehauptung im Meer der uns Fremden,

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