Das war’s. Diesmal mit: Kubitscheks Leber, unserer Edda und anderen Reinigungsorganen

11.07.2017 -- 11jährige Jungs sind so unendlich naiv. Haben einen Hochdeutschen dieses Alters zum Besuch. Sind am Badesee. Nicht viel los.

Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

Als ein Pro­le­ta­ri­er ins Was­ser geht und Rich­tung Lebens­part­ne­rin los­quäkt, wie kalt es sei, gucken wir alle kurz auf. Das Gast­kind hin­ge­gen durch­zuckt es. Rich­tet sich auf, blin­zelt ner­vös zu uns. Ob der das ernst mei­ne? Ob das sein kön­ne, „in echt?“

„Naja, fin­det der halt.“ Unser jun­ger hoch­deut­scher Gast: Ob man – sprich: wir – nicht auch mal gucken woll­ten, ob wir was fin­den? „Hm? Ihr wart doch schon im Wasser!?“

Der­weil nör­gelt der Sach­sen-Anhal­ter hel­den­tö­nig wei­ter: „Boar, hior is gold!“

12.07.17 – In mei­ner letz­ten Kolum­ne hat­te ich über das Elend der zeit­ge­nös­si­schen Lokal­pres­se geätzt. Vie­le Leser hat­ten mir sekun­diert, dar­un­ter „Bori­qua“:

Wenn der Abfall wenigs­tens kos­ten­los wäre, könn­te ich noch drü­ber schmun­zeln, aber er kos­tet so zwi­schen 300 und 400 € im Jahr.

Dazu muß ich fra­gen: Ist das Alt­stof­fe­sam­meln wohl ein Ossi-Relikt? Zumal, was Alt­pa­pier angeht? Dazu zwei klei­ne Anek­döt­chen. Ers­tens, bei uns sam­meln sämt­li­che Kin­der­gär­ten und Grund­schu­len Alt­pa­pier. Sie ver­kau­fen es und schaf­fen aus dem Erlös net­te Pau­sen­hof­spiel­zeu­ge für die Klei­nen an. Dane­ben finan­zie­ren sie davon Poka­le, einen davon hat unse­re Jüngs­te (490 kg Alt­pa­pier im Schul­jahr 2016/17) eingeheimst:

Zwei­tens: Ein­mal sahen wir uns in den Feri­en mit Ber­gen von Alt­pa­pier und geerb­ten Alt­bü­chern kon­fron­tiert. Das Zeug stand rum und nahm Platz weg. Kin­der­gar­ten und Schu­le waren geschlos­sen. In der ört­li­chen Alt­pa­pier­sam­mel­stel­le nahm ich für mei­ne Auto­la­dung um die 30 Euro ein. Das Tol­le: Die bei­den jun­gen Her­ren Sam­mel­stel­len­lei­ter waren soge­nann­te Geschichts­freaks und beka­men Stiel­au­gen bei die­sem und jenem Buch, was ich zur Wie­der­ver­wer­tung abge­ben woll­te. Nament­lich waren es drei Wer­ke, die im Titel den Namen Rudolf Heß tru­gen. „Könn­se doch nicht weg­schmei­ßen. Da gibt´s Lese­be­darf!“ Na bit­te. Schön, wenn alle glück­lich sind.

13.07.2017 – Hin und wie­der gab es die Idee, die­sem Netz­ta­ge­buch eine Leis­te „Die ande­ren über uns“ hin­zu­zu­fü­gen. Es kom­men hin und wie­der Leser­zu­schrif­ten, die uns auf Alt­be­kann­tes hin­wei­sen („Haben Sie eigent­lich schon bemerkt, daß sich nun selbst der Spie­gel mit Ihnen befaßt hat?“), und ande­re, die Hin­wei­se beinhal­ten, die uns glatt ent­gan­gen wären.

Auf den Report des Phi­lo­so­phie Maga­zins, ab heu­te am Kiosk, war ich mal ernst­haft gespannt. Es hat­te unter uns Ehe­leu­ten einen klei­nen Dis­sens gege­ben über den Besuch des Prof. Dr. Felsch bei uns im Juni. Kurz gesagt, er (Kubit­schek): „Völ­lig unter Niveau. Schrieb, er will den geis­tes­wis­sen­schaft­li­chen Hin­ter­grund der Neu­en Rech­ten erfor­schen. Und dann fragt er, wer bei uns den Abwasch macht und wie wir den All­tag hand­ha­ben.“ Die­sen Unwil­len hat­te K. auch im Gespräch geäu­ßert. Er habe gedacht, sag­te er zu Felsch leicht ver­är­gert, jetzt wer­de mal Tache­les gere­det, zur Schmitt-Rezep­ti­on, zu Sie­fer­le, sowas.

Ich, das Nai­v­er­le: „Och, wie­so? Fand ihn nett. Das Zie­gen-Kin­der-Selbst­ver­sor­ger-Zeug gehört halt dazu. Kann er doch fra­gen. Logisch ist doch das Pri­va­te poli­tisch! Der wird es schon ein­ord­nen kön­nen. Und wenn er fal­sche Schub­la­den auf­tut bei sei­nem Ord­nungma­chen. Egal, die Din­ge schlüp­fen eh unter der Hand an ihren rich­ti­gen Platz.“

Mich per­sön­lich stimmt eigent­lich jede Form der Bericht­erstat­tung hei­ter. Felsch war mir sym­pa­thisch. Klar, Typ Schreib­tisch­tä­ter, habi­tu­ell ver­un­si­chert in punc­to Lebens­wirk­lich­keit. So sind sie. Kennt man. Heu­te haben wir die Druck­aus­ga­be zu Gesicht bekom­men, naja. Pho­to von Kubit­schek, als habe er Beschwer­den mit der Leber. (Ist nicht so.)

Es gibt aber seit heu­te einen Klop­per mit der Ten­denz zum Dau­er­witz inner­halb der Büro­ge­mein­schaft: „Leu­te, denkt dran, in der Mit­tags­pau­se ist wie­der Edda-Lesung!“ War so: Kubit­schek hat­te den Prof. Dr. ins Wohn­zim­mer geführt und, hoch­i­ro­nisch und mit Anspie­lung auf einen auf dem Pro­fes­sor bekann­ten FAZ-Bericht, auf die Bücher­re­ga­le ver­wie­sen: „Hier natür­lich unser dürf­ti­ges Leib-und-Magen-Pro­gramm: Rie­fen­stahl, Wehr­sport­grup­pe Hoff­mann und die Edda in dop­pel­ter Ausgabe!“

Dar­aus wur­de nun im Druck, dixit Felsch: „Götz Kubit­schek, rech­ter Ver­le­ger und Ideen­ge­ber der AfD, ist stolz dar­auf, dass er die ‘Edda’, den ger­ma­ni­schen Sagen­zy­klus, in zwei Aus­ga­ben besitzt.”

Und sonst so? „Für Kubit­schek ist es selbst­ver­ständ­lich, daß sei­ne Frau die Auf­ga­ben erle­digt, die ihr ‘im Haus­halt zufal­len’, wäh­rend er am Schreib­tisch sitzt.“ (Ergän­ze: Für Prof. Dr. Felsch ist es selbst­ver­ständ­lich, daß er sol­che Fra­gen nicht an die Frau rich­tet, die kurz nach die­ser Fra­ge am Gesprächs­tisch Platz nahm.)

Und wei­ter? Ach komm. Da saß einer, ein net­ter, und wuß­te kaum wohin mit sei­nen Gedan­ken. Wir sind „die Kel­ly Fami­liy der neu­en Rech­ten“, die mit den „gro­ßen rech­ten Fan­ta­sien“. Paßt schon alles. Auch das von frem­der Hand Pas­send­ge­mach­te. Auch tüch­ti­ge Men­schen, die bei unse­rem Lokal­blatt Mit­tel­deut­sche in Lohn & Brot ste­hen, haben das Phi­lo­so­phie Maga­zin bereits gele­sen. Man berich­tet heu­te über die Lek­tü­re und hat dabei eige­ne Erleb­nis­se zu bieten:

Wenn es tat­säch­lich Götz Kubit­schek war, der vor ein paar Mona­ten im Pusch­ki­no in Hal­le saß, wäh­rend ihm drau­ßen ein Trupp gewalt­be­rei­ter Leu­te, „Lin­ke“ wohl, auf­lau­er­te, dann ist der [nament­lich nicht genann­te  Ver­fas­ser die­ses Tex­tes dem rech­ten Ver­le­ger aus dem Saa­le­kreis schon begegnet.

Was mag ihn an dem Film „Die Blu­men von ges­tern“ inter­es­siert haben? [ja, das ist wahr­lich ein gro­ßes Rät­sel, E.K.] Dass dar­in die Juden, der Holo­caust und die Ver­ant­wor­tung der Deut­schen ein The­ma sind? Oder geht er ein­fach gern ins Kino? In jener Regen­nacht roch es in Hal­le jeden­falls nach den letz­ten Tagen der Wei­ma­rer Repu­blik, als Nazis und Kom­mu­nis­ten aufeinanderprallten.

Gera­de fand ich im Regal gar kei­ne von unse­ren bei­den omi­nö­sen Edda-Pracht­aus­ga­ben (hab nicht unter Kubit­scheks mir seit Jah­ren all­zu opu­lent erschei­nen­dem Kopf­kis­sen nach­ge­schaut, zuge­ge­ben) und muß­te mich mit Goo­ge­lei abfin­den, um einen tref­fen­den Edda-Spruch zum Tage zu fin­den. Wie wär´s mit dem:

Freu dich über Übles nie und tu Gutes gern.

Oder dem:

Ein unklu­ger Mann meint sich alle hold, die ihn nur anla­chen. Kommt er zum Ting, so erkennt er bald, daß er nur weni­ge Hel­fer hat.

Oder dem?

Eigen Haus, ob eng, geht vor, daheim bist du Herr. Zwei Zie­gen nur und aus Zwei­gen ein Dach ist bes­ser als Betteln.

Ach, unse­re Edda!

14.07.2017 – ZEIT-Lek­tü­re. Rubrik „Ich hät­te da gern mal ein Pro­blem“, Fol­ge 634: Über­schrift „Goog­le und die Frau am Herd“. Es geht dar­um, daß die „künst­li­che Intel­li­genz“ „vol­ler Tücken“ ste­cke und anfäl­lig sei für Ras­sis­mus und Sexis­mus. Man will es nicht glau­ben: „Wer zum Bei­spiel bei Goog­le nach Fotos zu dem Begriff ‚Hän­de´ sucht, erhält vor allem Bil­der von wei­ßen Hän­den“. Abscheulich!

Fol­ge 635 fin­det statt im belieb­ten, seit lan­gem die­se Zei­tung domi­nie­ren­den Sub­gen­re „Die fie­sen Maschen der Rechts­po­pu­lis­ten“. Der in Har­vard leh­ren­de Poli­to­lo­ge Yascha „Fin­de­fuchs“ Mounk beklagt, daß die „pseu­do­in­tel­lek­tu­el­le“ Neue Rech­te „eta­blier­te Insti­tu­tio­nen bewusst imi­tie­re: Wenn sich der Name des pri­va­ten, rechts­ra­di­ka­len Insti­tuts für Staats­po­li­tik (IfS) in Schnell­ro­da all­zu leicht [!] mit dem Namen des staat­li­chen Insti­tuts für Zeit­ge­schich­te (IfZ) in Mün­chen und Pots­dam ver­wech­seln läßt, ist dies kein Zufall.“

Oho! Ein Son­der­pro­blem! Auch dazu möch­te ich gern unse­re bei­den Edda befra­gen, lan­de aber doch nur bei Goog­le: „Die zap­peln­de Zun­ge, die kein Zaun ver­hält, ergellt sich sel­ten Gutes.“ Fra­ge mich bit­te kei­ner nach der Bedeu­tung von „ergel­len“, aber wie man nach der ZEIT-Lek­tü­re ahnt, kann dahin­ter nur ein sexistischer/rassistischer Algo­rith­mus stecken.

Ellen Kositz­as gesam­mel­te Wochen­rück­bli­cke der Jah­re 2014–2016 sind in Buch­form erhält­lich! Ellen Kositza: Das war’s. Dies­mal mit: Kin­dern, Küche, Kri­tik, Schnell­ro­da 2017. Hier ein­se­hen und bestellen!

Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

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Kommentare (10)

Schattenfels

14. Juli 2017 12:07

Das erinnert mich an eine Geschichte der Digedags, als sie Reporter beim "New Orleans Magazine" waren. Sie hatten in ihrem Blatt doch tatsächlich verkündet, das Colonel Horatio Springfield vom Pferd gefallen und in einen Tümpel getürzt war. Der aufgebrachte Colonell stürmte mit geladenen Revolvern die Redaktion. Es stellte sich heraus, dass dem ehrenwerten Mann nur sein Hut beim Reiten weggeflogen waren. Zur Ehrenrettung der Digedags muss gesagt werden, dass sie als findige Reporter einfach nur eine Geschichte erzählen wollten, die doch so gut ins Bild passt. Ich wollte sie damit übrigens auf keinen Fall zu geladenen Revolvern ermutigen!

marodeur

14. Juli 2017 12:33

Ja die Altstoffsammlung war eine ernste Sache für uns Ostkinder. Die Einnahmen von der Annahmestelle waren fester Bestandteil des Taschengelds. Kinder mit Bollerwägen voll sauber verschnürtem Papier auf dem Weg zu "SERO" gehörten zum Straßenbild.

Leider gab es auch noch die regelmäßigen Sammlungen für die Schule. Es wurde ordentlich Druck aufgebaut durch Belobigungen für die fleißigsten Sammler und öffentliche Tadel für die Kinder ohne Beiträge. Da wir auf die Einnahmen angewiesen waren, gab es meistens pünktlich zur Schulaktion kein Altpapier mehr im Haus. Das hieß, man musste los und in der Nachbarschaft fragen. Die unangehme Klingelei bei irgendwelchen sturz betrunkenen Männern hängt mir bis heute nach.

Was das Private und das Politische angeht, so scheint das eine ausschließlich rechte Erscheinung zu sein. Man erwartet von uns enorme Disziplin. Unsere blonden Kinder wurden schon öfter mal als politisches Statement gewertet (als hätten wir eine Art Lebensborn geplant). Bei Linken wird keinerlei Konsequenz eingefordert. Hatte zum Jahreswechsel eine sehr aufgeregte Diskussion mit einem liberalen Freund, der das traditionelle Familienmodell der AfD verteufelt. Und gleichzeitig lebt er in genau so einer Rollenverteilung mit seiner Frau. Wie halten diese Menschen so eine permanente Janusköpfigkeit aus?

Gustav Grambauer

14. Juli 2017 13:03

Erinnerungen kommen hoch: wie meine Schulklasse entlang der "Brigaden des sozialistischen Lernens" in Drückerkolonnen für den "Sozialistischen Wettbewerb" eingeteilt wurde, die bei den Leuten systematisch für SERO klingeln sollten. Für mich hieß "Drückerkolonne": mich ganz schnell verdrücken ...

https://www.youtube.com/watch?v=65d_4GQR27c

Wen traf ich, als ich an dem Wagen stattdessen mein Taschengeld mit unserem eigenen Altpapier aufgebessert habe, und wem war diese Begegnung hochnotpeinlich?! Unserer Gruppenratsvorsitzenden und Klassenstreberin, die ebendies tat.

Diese Typen hätten tatsächlich auch den zusammengekippten Rest

"... egal ob Wein oder Hell /  aus dem alten Herrn Boll von der Annahmestell`"

gesoffen.

"Müllschlucker" waren Schächte mit Klappen in den Stockwerken der Vollkomfort-Varianten der Ostberliner Hilberseimer-Platten, in die jeder Haushalt seinen Müll kippen konnte, um die Wege nach unten zu den Containern einzusparen. Viele haben den Weg zur Specki-Tonne gleich mit eingespart, und so stanken diese Häuser durchdringend nach den Verwesungsresten, die an den Wänden klebenblieben oder auf die sich unten schon die Ratten freuten. 

Herrlich sexistisch die 3. Strophe, aber diese Pikanterie haben diese Typen in ihrer Verhausschweinung nicht mal bemerkt!

- G. G.

Lotta Vorbeck

14. Juli 2017 15:03

Gustav Grambauer - 14. Juli 2017 - 11:03 AM

Erinnerungen kommen hoch ...

___________________________

... und als wir dreisterweise tatsächlich doch mal auf eigene Rechnung gesammelt hatten, da war was los! - Die "Maßnahmen" blieben nicht auf die Schule beschränkt, abends gab's dann noch einen zünftigen "Elternbesuch".

Tobias aus DD

14. Juli 2017 15:46

Wahrscheinlich bin ich einfach zu jung, aber 1982 haben wir nur die SERO Quittungen (so lange, ca. 1cm breite Papierstreifen) in der Schule abgegeben.

Das wurde für den "Wettbewerb" gezählt, das Geld konnten wir Kinder behalten. Meine Oma hatte einen privaten Haushaltwarenladen, da gab es immer Unmengen "Wellpappe" aus diversen Umverpackungen, ich glaube zu 30 Pfennig das Kilo, das war jedesmal der absolute Renner. Sie hat natürlich das ganze Jahr über für die Enkel gesammelt. Der erste Platz war uns sicher :-)

Franz Bettinger

14. Juli 2017 16:56

Köstlich! Riefenstahl, die Wehrsport-Gruppe Edda, der Abwasch und die 7 Zwerge hinter den Schnellrodaer Bergen.

Henrik Linkerhand

14. Juli 2017 18:16

@Schattenfels

Meine Lieblingsepisode: Die Digedags beim Beschuss von Fort Sumter zu Beginn des Sezessionskriegs, damals noch auf der anderen Seite. Die Digedags als identitäre Musketiere schreit geradezu nach einem Revival.

 

Rosenkranz

14. Juli 2017 18:17

Ich war in der zweiten Klasse der beste Altpapiersammler gewesen. So steht es bei mir im Zeugnis. Die schlaueren Kinder, haben dann doch lieber die Altstoffe zur SERO gebracht.

Auch habe ich damals Eicheln und Kastanien bei der Forstwirtschaft gegen Geld abgegeben. Bei uns grenzte in der Schorfheide das Jagdrevier vom Honnecker an. Da wurde das Wild über das ganze Jahr kugelrund gefüttert, damit der Staatsratsvorsitzende auch mal einen prächtigen Hirsch vor die Flinte bekam.

Und noch einen Vorteil hatte das. Einmal setzte der "Erich" mit seinem Volvo bei uns vor dem Haus auf dem Kopfsteinpflaster auf. Kurze Zeit später kam ein Pioniertrupp von der NVA und baute uns eine wundervolle Asphaltdecke. Schöne Zeiten.....

Theobald

17. Juli 2017 08:43

Ist es schlimm als Wessi die Digdags ebenfalls schon als Kind (Jahrgang 1971) gelesen und geliebt zu haben :-) ? Dachte lange Zeit, dass die doch jedes Kind kennen müsste. Habe dann aber feststellen müssen, dass ich dieses "Privileg" wohl nur einer ausgezeichneten Stadtteilbibliothek in meiner Heimatstadt zu verdanken hatte. 

Lotta Vorbeck

17. Juli 2017 12:48

@Theobald - 17. Juli 2017 - 06:43AM

Ist es schlimm als Wessi die Digdags ebenfalls schon als Kind (Jahrgang 1971) gelesen und geliebt zu haben :-)

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Nö, das ist überhaupt nicht schlimm.

Das "Mosaik" ist seinerzeit ganz offiziell in sämtliche deutschsprachige (und etliche andere) Länder exportiert worden.

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