Das war’s. Diesmal mit: Vokalisationismus, Affenliebe und Akif im Keller

17.7.2017 -- Kino, Film: Weit. Alles, was mir beim Anschauen an Kritikwürdigem durch den Kopf schießt, schalte ich ganz schnell ab.

Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

Denn, mal ehr­lich: Es gibt tau­send schlech­te­re Lebens­ent­wür­fe, als drei­ein­halb Jah­re damit zu ver­brin­gen, nur mit einem Ruck­sack (und ohne Flug­zeug) durch die Welt zu gon­deln, dabei gele­gent­lich Arbeit gegen Brot ein­zu­tau­schen und neben­bei ein Kind zur Welt zur brin­gen. „Gwen“ und Patrick, zwei jun­ge Leu­te aus dem Schwarz­wald, haben sich bei ihrer knapp 100.000 km lan­gen Tour gefilmt.

Hat Spaß gemacht, es anzu­se­hen. Nur, dies sei dann doch erwähnt, wür­de man manch­mal gern auf die Ton­spur ver­zich­ten. Muß alles Frem­de, Erstaun­li­che, Erhe­ben­de immer in exakt die­sen vier Kate­go­rien bewer­tet wer­den? „Kraß!“ „Cool!“ „Geil!“ „Span­nend!“ Gemäß öffent­lich-recht­li­cher Film­kri­tik soll die­se Doku­men­ta­ti­on „in die­ser Zeit genau die rich­ti­ge Ant­wort auf Miss­trau­en, Angst und Frem­den­hass“ sein.

Ja? Da ich sol­che Gefüh­le nicht gut ken­ne, bin ich unsi­cher. Ich hät­te jetzt gesagt, der Film sei ein Beleg dafür, daß das iden­ti­tä­re Kon­zept des Eth­nop­lu­ra­lis­mus gold­rich­tig ist.

Der Kino­saal ist voll bis auf den letz­ten Platz. Typi­sche Kino-Kli­en­tel einer Stu­den­ten­stadt, weiß, aka­de­misch, links­li­be­ra­ler Habi­tus. Min­des­tens drei Leu­te fal­len raus; wir und ein MoC (Man of Colour).

Ich spä­ter zu Kubit­schek: „Das war wohl übri­gens der Karam­ba. Das haben die Leu­te jeden­falls geraunt: ‘Karam­ba, Karam­ba…’“ – „Karam­ba wer?“ – „Na, der SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Herr Dr. Dia­by.“ – „Ah, und?“ – “Nichts und. Wir woll­ten gleich­zei­tig zu Toi­let­te, Dr. Dia­by hat mich mit zwei flot­ten Sprün­gen über­holt und mir die Tür zu den Räu­men zuge­hal­ten.“ – „Glaub ich jetzt nicht?!“ – „Wie­so? Ich fand’s höf­lich.“ – „Zuge­hal­ten?!“ – „Hab ich doch gar nicht gesagt. Ich hab ‘auf­ge­hal­ten’ gesagt!“ – „Ham Sie nicht!“ – „Hab ich doch!“ usw.

Was mir noch auf­ge­fal­len ist: Man­che Völ­ker (oder „Völ­ker“?) kom­men extrem gut weg in die­sem hüb­schen Film. Beson­de­re Sym­pa­thien wer­den den Geor­gi­ern und den Paki­sta­nern zuteil. Die Chi­ne­sen hin­ge­gen wer­den nicht ganz ernst genom­men. Die kön­nen ja nicht mal rich­tig (nach-)sprechen! Pade­rik! Gewen! An die­sen Stel­len hat das Publi­kum am lau­tes­ten gelacht. Wir nicht. Als Eth­nop­lu­ra­lis­ten leh­nen wir der­ar­ti­gen Voka­li­sa­tio­nis­mus als Vor­form des Ras­sis­mus ab.

– – –

21.7.2017 – Fund­stück in der FAZ, Über­schrift „Ken­nen­ler­nen mit Gewalt“:

Sexu­el­le Gewalt ist unter sozi­al leben­den Säu­ge­tie­ren weit ver­brei­tet. […] Männ­li­che Bären­pa­via­ne aller­dings schüch­tern die Weib­chen schon vor der eigent­li­chen Paa­rung durch aggres­si­ves Ver­hal­ten ein und kon­trol­lie­ren die Weib­chen damit nicht erst bei der Kopu­la­ti­on, son­dern lan­ge im Vor­aus. […] Die Weib­chen bezahl­ten die sexu­el­len Ein­schüch­te­run­gen mit einem hohen Preis, denn 78 Pro­zent ihrer Ver­let­zun­gen wur­den durch das aggres­si­ve Ver­hal­ten der Männ­chen verursacht.

Die zitier­te For­sche­rin Ali­ce Bani­el und ihre Kol­le­gen ver­mu­ten aber auch, „dass eini­ge Weib­chen sogar zufrie­de­ner mit den Männ­chen sind, die sie einschüchtern.“

Sich zum Affen machen, kennt man die Rede­wen­dung noch?

– – –

22.7.2017 – Seit eini­ger Zeit fal­len mir ver­mehrt far­bi­ge Kenn­zei­chen­hal­ter auf. Ich rede von die­sen Plas­tik­tei­len, die ein Auto­num­mern­schild umrah­men. Stan­dard­mä­ßig sind sie schwarz. Einen regen­bo­gen­far­bi­gen Kenn­zei­chen­hal­ter habe ich (klar: Land­ei) noch nie gese­hen, eigent­lich sind sie immer rosa. Lin­se ich beim Über­ho­len rüber: logisch – ein Weibchen.

Ich kam lei­der noch nie dazu, mit der Hal­te­rin eines Kraft­fahr­zeugs mit rosa Kenn­zei­chen­hal­te­rung zu spre­chen, dabei wür­den mich die Beweg­grün­de für die Wahl die­ses Unter­schei­dungs­merk­mals interessieren.

Heu­te auf der A 5 vor uns: PKW mit Wohn­an­hän­ger. Num­mern­schild pink gerahmt. Und: Auf dem Heck des Anhän­gers ein lebens­gro­ßer Sche­ren­schnitt eines Moto­cross-Fah­rers samt wild sich auf­bäu­men­den Zwei­rads. Coo­le Mischung! Kann man das gen­der­sen­si­bel nen­ne, oder ver­greif’ ich mich da?

Auf­trag an den mit­fah­ren­den Zög­ling beim Über­ho­len: „Guck mal rein! Was sind das für Typen?“ Aus­kunft des Soh­nes: „Also. Am Steu­er ein Mann mit Bart. Bei­fah­rer weib­lich, ähn­lich alt wie der Mann. Hin­ten ein Kind.“ Und, sonst? „Naja, nor­mal. Wir­ken glück­lich. Lachen grad.“

Na also, geht doch, Jede/r/m das Seine/Ihre. Und zack, vol­le Zufriedenheit.

– – –

24. Juli 2017 – Ach je. Ein Herr Rae­ther vom Süd­deut­sche Zei­tung Maga­zin hat ein geschla­ge­nes hal­bes Jahr auf der Lau­er gele­gen, um bei „den Rech­ten“ ein bis­serl Humor zu fin­den. So sad, er fand ihn nicht, nicht mal bei den Kon­ser­va­ti­ven! „Bei der Jun­gen Frei­heit scheint die Ver­mei­dung jedes Humors im Redak­ti­ons­sta­tut verankert.“

Der arme Herrn Rae­ther, der also recht eif­rig in die­sen trü­ben Gewäs­sern am Trau­er­rand fisch­te, ist voll verzweifelt:

Jeder Depp und jede Dep­pin schreibt ins Online-Pro­fil, die wich­tigs­te Eigen­schaft beim Part­ner sei Humor. Es ist Mini­mal­kon­sens: Humor ist sym­pa­thisch. Wol­len die Rech­ten nicht sym­pa­thisch sein? Wäre es nicht in ihrem eige­nen Inter­es­se, weni­ger men­schen­feind­lich und ein biss­chen wähl­ba­rer rüber­zu­kom­men? Nach einem hal­ben Jahr im rech­ten Inter­net bleibt die Erkennt­nis: Selbst wenn sie woll­ten – Rech­te kön­nen kei­nen Humor.

Nur: Bei uns im Kel­ler (wohin es uns zieht, wenn wir mal lachen wol­len) war der arme Tropf halt noch nicht. Was wird da geulkt, gescherzt und gelacht! Ges­tern war Akif via Face­book Gast:

Geil, FINIS GERMANIA Ist immer noch auf Platz 1 bei Ama­zon, obwohl die Berufs­wich­ser und Drecks­arsch­lö­cher vom SPIEGEL es aus ihrer gehei­lig­ten Best­sel­ler­lis­te getilgt haben. Das ist his­to­risch. Kubit­schek, jetzt ficken wir den Feind rich­tig durch.

Was haben unse­re Schen­kel geglüht, im Keller!

Ellen Kositz­as gesam­mel­te Wochen­rück­bli­cke der Jah­re 2014–2016 sind in Buch­form erhält­lich! Ellen Kositza: Das war’s. Dies­mal mit: Kin­dern, Küche, Kri­tik, Schnell­ro­da 2017. Hier ein­se­hen und bestellen!

Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

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Kommentare (13)

Harm Wulf

26. Juli 2017 17:20

Mit seiner Aussage "Rechte können keinen Humor"  erweist sich Till Raether schonmal nicht als profunder Kenner der deutschen Sprache.

Was qualifiziert ihn denn dann als Humorkritiker?

Caroline Sommerfeld

26. Juli 2017 18:59

@ Harm Wulf: Das soll lustig sein, verstehen Sie das nicht? Jugendsprache! Flapsigkeit! Humor!

Es ist wirklich selten dämlich, die "Junge Freiheit" zu lesen, wenn man nach Hochformen neuer deutscher Lustigkeit fahndet, auch "Tumult" ist kein Witzblatt, und "Compact" ist mitunter drastisch, aber nicht humorvoll, und den sezessionseigenen Humor zu beurteilen bin ich nicht befugt, da befangen.

Nur - schaue er sich doch bitte im Netz um. Die gesamte Mem-Kultur lebt von unkorrektem "rechtem" Humor. Twitter! Facebook! Google Bildersuche! YouTube! Oida ...

Das Genre der politischen Satire jenseits der eines Jan "Oktoberklub" Böhmermann und der völlig auf den korrekten und damit gähnend langweiligen Hund gekommen "Titanic", ist gegenwärtig rechts und nicht links.

Kein Wunder, Staatsdienerei und Dispositivismus "können" einfach strukturell keinen Humor, weil Lachen subversiv ist. Das könnten Linke noch wissen, die sich damals über Michail Bachtins Theorie des Lachens einen Ast gefreut haben ...

Der Gehenkte

26. Juli 2017 22:39

@ Caroline Sommerfeld

... und wenn man sich mal die relevante philosophische Literatur über das Phänomen Lachen/Humor/Komik/Witz/Ironie anschaut, dann wird man sehen, daß das meiste aus der konservativen Ecke kommt:

Das fängt bei Carl Julius Webers "Demokritos" (1882) an und endet, bis auf weiteres bei Frank Lissons "Humor" (2014). Dazwischen liegen Namen wie Nietzsche, Baudelaire, Freud, Bergson, Kuno Fischer, Lipps, Höffding, Plessner, J. Ritter, Blumenberg, Marquard, Onfray, Kamper, Sloterdijk ...

Was hat die philosophische Linke zu bieten? Umberto Eco vielleicht, wenn man ihn denn links verorten will. Mehr fällt mir ad hoc nicht ein.

Nein, gelacht wird rechts - links wird fast nur gefeixt. Links ist Zynismus, mehr in der Regel nicht.

Raskolnikow

27. Juli 2017 00:00

Lieber Herr Raether,

wie stellen Sie sich denn das Leben eines Rechten vor? Da bleibt gar kein Platz für Humor. Wir müssen schon morgens gleich nach dem Aufstehen die Reichkriegsflagge hissen (mit Trompetensignal), Hass-Yoga nach der Shamballa-Hohlwelt-Lehre absolvieren und unsere Ehefrau vermöbeln, bevor sie beginnt, die Frühstückswürste zuzubereiten. Die zahllosen Kinder wollen auch gründlich geschuhriegelt werden. Die Presse hat die Liste mit den Minoritäten, die wir hassen in den letzten Jahren auf fast alle Lebewesen ausgeweitet; das ist schwere Arbeit. Finden Sie mal einen Juden in der Uckermark! Dann fahren wir den ganzen Tag die Kaufhallen der Gegend ab, trinken Bier, hetzen mit den Kameraden gegen Flüchtlinge und fackeln Immobilien ab. Und bei all dem müssen die Schnürsenkel in unseren Stiefeln weiß bleiben... So vergeht der ganze Tag. Abends schlägt dann die Stunde der pseudo-intellektuellen Lektüre (Sezession, Landser, Kraut&Rüben) bis das Abendbrot fertig ist (Bratneger mit Sauerkraut; ja, wir essen Menschen, das findet Ihr bestimmt bald raus...). Dann noch zwei Stunden Führerreden hören und Gute Nacht! Was haben wir schon zu Lachen?

Ihr Linken dagegen seid erfolgreiche, schöne Menschen, weitgereist, gebildet und cultiviert. Ein geistreicher Bonmot jagt den nächsten und, hahaha, zur rechten Zeit genehmigt Ihr Euch auch mal eine fein angedeutete Anzüglichkeit. Nicht ohne augenzwinkernd das Weinglas zwischen den Fingern zu drehen, smooth Jazz dämpft eventuell aufkommende Dissonanzen und eigentlich könnt Ihr gar nicht anders: Ihr seid einfach der kluge, der gute, der humorvolle Teil der Menschheit, Ihr seid die Linken...

Bewundernd,

R.

Ernst-Fr. Siebert

27. Juli 2017 00:09

Liebe Frau von Kubitschek,

im rittergütlichen Keller scheint ja gelegentlich toll oder doll? was loszusein. So lese ich den Letzten Satz und Pirincci kann die Heiterkeit nicht ausgelöst haben, denn da sehe ich den Herrn Verleger die Augenbraue heben. Heitere Grüße aus der Pilzgemeinde (beim Ernten ist jetzt die Sense mitzunehmen)

Ihr Ernst-Fr. Siebert

Monika L.

27. Juli 2017 13:23

Nach der Lektüre von Sieferles " Migrationsproblem" und Lichtmesz' " Die Hierarchie der Opfer " ( besprochen bei Klonovsky, acta, 25.7.17 kann einem das Lachen nur vergehen. 

Ein Foto vom Spätsommer 2015 wird für Lichtmesz zum Emblem ' infantiler Regression' . Das Foto zeigt drei hübsche, junge Frauen am Frankfurter Hauptbahnhof, die mit strahlendem. arglosen Lächeln ein handbemaltes Schild präsentieren: Refugees Welcome. Das Schild ist mit Herzchen und Blümchen bemalt. Klonovsky überlegt, wie ' die jungen Mödchen wohl von den arabischen, jungen Männern wahrgenommen wurden'. 

Zwei Jahre später, nach zahlreichen Übergriffen auf und Vergewaltigungen von Frauen und dem Ende des Feminismus ( eingegangen an infantiler, dämlicher Regression) verbleibt.....nur der Humor eines Wilhelm Busch !

Ich wünsche mir mehr Kühnheit von jungen Mädchen, von Lisa Müller & Co, etwa wie hier: 

https://m.youtube.com/watch?v=yiPtQRjxBsY

Hier bringt ein Mädchen drei Eindringlinge ins Malheur, nicht umgekehrt !

Audace. Mädels. Werdet kühn, dreist und unverfroren ! 

Franz Bettinger

27. Juli 2017 13:44

@ Raskolnikow:  Herrlich! Spaß beiseite: Mein Freund hisst auf seinem Berg - ja, in Golden Bay besitzen sie ganze Berge! - also er hisst, wenn er schlecht gelaunt ist, die Reichskriegsflagge, und die Bayrische, wenn er gut drauf ist. Wir erkennen also schon zwei Kilometer, bevor wir bei ihm oben ankommen, was uns erwartet.

Monika L.

27. Juli 2017 15:59

Sich zum Affen machen , diese Redewendung kenne ich schon. Aber, wer kennt schon " aufpudeln " ? ...in Rolf Peter Sieferles Büchlein, in " dem sich Ressentiments der fatalen Art zur tiefsinnig daherkommenden Diagnose deutscher Zukunft aufpudeln "... Das schreibt Helmut Mayer in der FAZ zum " kontraproduktiven Eiertanz" der Spiegelredakteure, da guck: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/finis-germania-eine-absolute-ausnahmeliste-15123407.html

Da kann man nur noch lachen. Es geht ja gerade nicht um eine Diagnose deutscher Zukunft, sondern um das Ende einer solchen: Finis Germania ! Insofern hat das Büchlein natürlich einen " Skandalwert". Alle, denen die Abschaffung Deutschlands nicht schnell genug gehen kann,  könnten eher gelassen in die Zukunft ( haha)  blicken. Finis Germania ! Weshalb also ein " geschichtsrevisionistisches" Buch von der Liste nehmen ? Wo keine Geschichte ,  da auch kein Revisionismus . Eben: Finis Germania. Ein paar überforderte Redakteure pudeln wohl auf. Statt "Markenproblemen" kriegen sie demnächst Magenprobleme. Nach der Lektüre von Herrn Sieferles Buch "Das Migrationsproblem" ganz bestimmt. Ich wünschte, dieses Buch wäre " aufgepudelt".  Fürchte aber: Es ist des Pudels Kern.

Harald

27. Juli 2017 16:37

Humor wird meines Erachtens überbewertet. Ernsthaftigkeit,Verläßlichkeit und Vertrauen sind für mich die Grundlagen jeder menschlichen Gemeinschaft,ob Ehe oder Arbeitslollektiv. Aber wahrscheinlich bin ich altmodisch. Gold gab ich für Eisen.

Franz Bettinger

27. Juli 2017 18:30

Ich überlege, ob unser AfD-Wahlkampf-Stand ein Banner zieren soll mit der Aufschrift: "Nicht nähern! Ansteckungs-Gefahr!" Es ist fraglich, ob solche Ironie verstanden wird. In jedem Fall würde man herschauen! Und ja, ich glaube, die wackeren Leute in meinem Dorf würden die Ironie begreifen und sympathisch finden.

Johann Sebastian

28. Juli 2017 11:55

Liebe Frau Sommerfeld,

eine Hochform "neuer deutscher Lustigkeit" bzw. echten Humors konnte man in der JF z.B. am 5. Mai 2017 genießen ("Ralle, der rote Rabauke", Klonovsky). JF-TV 19/17 thematisiert dies ab ca. 5:23. Freilich legt Dieter Steins Mimik nahe, dass die Keller in Berlin weitaus tiefer als im Rittergut sind (glühende Schenkel nach einem Akif-Text... ;-)). Das gar nicht mal so schlechte Niveau deutscher Mainstream-Lustigkeit beim Verwenden vermeintlich passender, gemeiner Fotos erreicht die JF z.B. aktuell hier: https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2017/macron-fordert-asylzentren-in-nordafrika/ Sie sehen: Der Heitere wird auch in der zwerchfellschonenden Wüste fündig.

Martin Himstedt

28. Juli 2017 13:16

An Raskolnikow führt einfach kein Weg vorbei: Er sollte sich noch viel öfter hier äußern!

Braunschweiger

28. Juli 2017 22:30

Kennt denn der Herr Raether das gute alte Sprichwort "Humor ist, wenn man doch nicht lacht" nicht?

So ging das doch? Oder sitze ich einem Irrtum auf? Muhahahaha...

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