13. August 2017

Sonntagsheld (24) – Clowns ohne Grenzen, Grenzen ohne Clowns

von Till-Lucas Wessels / 7 Kommentare

Mekka guckt man mit dem Arsch nicht an.

Till-Lucas Wessels studiert und ist identitärer Aktivist sowie »Minenhund für zukünftig Zumutbares«.

Irgendwo zwischen Stockholm und Köln muss es einen geheimen unterirdischen Zirkus geben, in welchem in regelmäßigen Abständen die Staatsoberhäupter der weißen Welt einkehren. Bei Popcorn und Trapezkunst werden dort im Beisein von Tierdompteuren, Wirtschaftsbossen und Nichtregierungsorganisationen kunterbunte Pläne geschmiedet, mit denen man die humorlosen Deutschen mal wieder kräftig zum Lachen bringen kann.

Diese Woche sitzt ihnen der Schalk anscheinend besonders arg im Nacken. Kein Wunder: In Leipzig werden Frauen aus heiterem Himmel angepiekst, in Frankreich ist wieder ein wildgewordenes Auto in eine Soldatenpatrouille gerast, und Mehmet Scholl ist von der ARD gefeuert worden.

Höchste Zeit also, um den so arg Gebeutelten ein Lächeln auf die vergrämten Lippen zu zaubern. Aus diesem Grund hat man sich gleich mehrererlei Jux ausgedacht:

Während sich in Bautzen der Nachwuchs-Artist "King Abode" nach einer gescheiterten Theater-Karriere mit mäßigem Erfolg an seinem ersten Drahtseilakt versuchen durfte, sollen in Schweden künftig die Profis eingesetzt werden. Das plant – wenn man diesem Bericht glauben schenken darf – zumindest die schwedische Regierung.

Mit mehreren Millionen Kronen soll die Organisation "Clowns ohne Grenzen" subventioniert werden, um der mit Integranten und Integrationsmaßnahmen gleichsam überforderten schwedischen Polizei mit Schminke und Tröte unter die Arme zu greifen. Wer des Englischen mächtig ist, wird bei der Lektüre des Artikels rasch merken: Beim Autor hat die Spaßtherapie bereits Wunder gewirkt.

Während er zu Beginn des Texts noch bierernst über die Folgekosten der Masseneinwanderung klagt, endet er mit Zeilen bescheidenen Humors:

One imagines a troupe of these clowns dancing and frolicking their way into some no-go zone in Malmö and ending up in a decapitation video. One pictures some burka-clad version of Kathy Griffin posing for the camera, holding up a clown's real head by its fake red hair. Now that's one image that likely would bring a few laughs to some of the humor-deprived denizens of Rosengård or Rinkeby.

Für die meisten ist das dann doch ein wenig zu progressiv, wir bleiben lieber bei dem, was sich seit der Steinzeit bewährt hat: Das menschliche Verdauungssystem, all seine Geräusche und Gerüche, die Fäkalie als solche und die Umstände ihrer Ausscheidung sind uns inniger Born intimster Unterhaltung. Entsprechend archaisch beziehungsweise grundlegend ist daher auch der Ulk, für den man sich im Kölner Kulturzentrum "Alte Feuerwache" entschieden hat.

Integration geht bekanntlich durch den Magen, wenn sie allerdings erst einmal verdaut ist, muß sie auch irgendwann wieder ausgeschieden werden. Damit sich unsere neuen Mitbürger dabei nicht von der umständlichen Bedienung des gemeinen mitteleuropäischen Wasserklosetts inklusive Deckel, Brille und Spülung verunsichert fühlen, plant besagtes Kulturzentrum nun den Einbau einer hochmodernen und kultursensiblen Toilette. Die Features: Ein porzellanenes Loch im Boden und dazu ein Wasserschlauch zur schonenden Reinigung danach.

Besonderer Clou: Um muslimische Benutzer des Aborts nicht zu verärgern, wird er in Nord-Süd-Ausrichtung installiert, damit niemand in die Verlegenheit kommt, sein Geschäft nach der heiligen Stätte des Propheten zu verrichten: "Nach Mekka kacken geht garnicht" heißt es aus dem Vorstand des Bürgerzentrums. (Ja, das ist wirklich ein echter O-Ton. Ich habe das auch nicht geglaubt, lesen Sie es hier nach.)

Nachdem ich letzte Woche meine Inkompetenz im Bereich der IT-Technologie zugeben mußte, habe ich diesen Sonntag schon wieder ein unangenehmes Geständnis zu machen: Ich habe keine Ahnung, wie es sich mit den Ausrichtungsregeln zu Toiletten im Koran und den entsprechenden Begleitvorschriften verhält, und vor allem weiß ich nicht, ob es blasphemischer ist, sich beim Klogang mit dem Gesicht gen Mekka zu wenden oder aber eine gegenseitige, ebenfalls wenig charmante Ausrichtung anzunehmen.

Mit der neuartigen Toilettentechnologie hat man sich übrigens an den Sanitärstandards der Herkunftsländer unserer Gäste orientiert, damit sich selbige so heimisch wie möglich fühlen. Bösen Zungen fallen sicherlich noch andere Anpassungen ein, die man vornehmen könnte. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Bürgerkrieg? Oh, wait...

Es gibt ganz bestimmte Gründe dafür, daß sich ungemein kreative Menschen mit putzigem Arbeitseifer solcherlei Sperenzchen leisten können: Obgleich sich dieser Tage bereits das erste Migrationsnachbeben ins Mittelmeer ergießt, ist durch die öffentlichkeitswirksame Schließung der Balkanroute im Herbst 2015 in letzter Minute der Finger vom Abzug genommen worden, bevor sich der erste Schuß löste.

Dafür, daß das auch so bleibt, tragen nicht nur die entsprechenden Regierungen Sorge: Während die europäische Mission #DefendEurope auf dem Mittelmeer hervorragende Arbeit leistet, stehen jeden Tag Freiwillige an den östlichen Grenzen unseres Kontinents und halten den stetigen Strom der Migranten auf, der weiter nach Europa sickert.

Es sind keine Typen zum Liebhaben, die in Bulgarien mit selbstgekauften Helikoptern und Panzern an den Zäunen patrouillieren und Illegale festnehmen. Ihre Methoden sind manchmal fragwürdig, und ihr Alltag ist hart. Es sind Männer wie der zwielichtige Bulgare Dinko Valev, ein ehemaliger Ringer und [...] Entrepeneur, der mit seiner Miliz die Grenze zur Türkei bewacht. Weil es Kerle wie ihn gibt, haben Integrationshelfer in Deutschland Zeit und Muße, sich darüber Gedanken zu machen, in welche Richtung Menschen, die eigentlich gar nicht hier sein sollten, beim Toilettengang gucken. Wenn Valev das wüßte, hätte er vermutlich nur ein raues Lachen für diese Clowns übrig.

Diesmal hat es für ihn nur für einen sonntäglichen Lorbeerkranz gereicht, aber wer weiß: Vielleicht kommt irgendwann der Tag, wo wir ihm, dem durchgeknallten bulgarischen Schrotthändler mit dem Kreuz eines Gorillas, einen Orden verleihen müssen.

Till-Lucas Wessels studiert und ist identitärer Aktivist sowie »Minenhund für zukünftig Zumutbares«.

Kommentare (7)

Dachs
13. August 2017 10:38

Mein lieber Till-Lucas Wessels, wir Studierten werden in der untergehenden Bundesrepublik, die sich aktuell der Lust an der Deindustrialisierung #Dieselgate hingibt, bald mehr solche Kerle an unserer Seite brauchen, wie diesen angeblich "zwielichtigen" Dinko Valev. Sein Schrotthandel-Start-Up in einer struppigen Gegend Bulgariens mag weit weniger fein sein, als eine eHealth-App-Schmiede in einer Alten Mälzerei in Berlin Prenzlauerberg oder die Nähstube einer Schneiderin, die im September bei Bread & Butter von koksbleichen Schneewittchen und bärtigen Kerlen mit 4.000 Euro Fahrrädern aus Bambus gefeiert wird. Aber diese groben Kerle, die an der Grenze zum Kalifat von Merkels Türsteher als Operetten-Miliz herumgeistern, sind genau jene Sorte grober Klötze, die bei den Sylvester rapefugee-flash-mobs den Mädchenschändern einfach mal aufs Maul gehauen haben. Ohne akademische Debatte über kultursensiblen Verzicht auf "racial profiling". Ein Vasallen-Staat, der uns den Bundestrojaner unterjubelt zum Schutz vor Terrorismus, aber die eigenen Staatsgrenzen nicht schützt, eine Kolonie, die ihr Gewaltmonopol für jeden sichtbar in Hamburg mit großem Staatstheater aufgibt, wird abgelöst durch Entschlossene, die sich nicht zu fein sind, an der Seite von bodenständigen, heimatverbundenen Schrotthändlern für die eigenen Werte zu stehen und auch zu kämpfen. Dass patriotische Akademiker Bildung & Tat mit Bravour in Einklang bringen, zeigen die Männer und Frauen von DEFEND EUROPE im Mittelmeer, wo die "C-Star" vor der Küste des von der westlichen Wertegemeinschaft zurechtgebombten Libyen kreuzt und die "Prudence" der Schlepper-Organisation "Ärtze ohne Grenzen" im Hafen von Catania auf Sizilien an der Kette liegt, ebenso wie die von italienischen Behörden stillgelegte "Iuventa" der Berliner Schlepperbande "Jugend rettet". Unsere Sonntagshelden sehe ich an den Grenzen Europas. Dort fallen sie den Vollstreckern des foreign-policy-Instruments "Weapons of Mass Migration" wirkungsvoll in den Arm.

Franz Bettinger
13. August 2017 11:02

Wow, Wahnsinn, Wessel und Valev - gut gemacht! A clown's bloody lonely head, Integranten und (das fehlt noch:) Ärzte ohne Schwänze. Ha! Wenn Kinder lachen, sind sie gesund, und hier der kürzesten Schüttel-Reim: "Du bist Buddhist." Echt jetzt: Humor ist eine scharfe Waffe. Seien wir mutig, nutzen wir sie.

Martin S.
13. August 2017 11:02

Lieber Herr Wessels,

das ist auch alles nicht so einfach ... Geben Sie einmal in Gugel die Suchbegriffe "Islam" und "Furzen" ein. Macht ein Furz, den man - auch unabsichtlich - bei der rituellen Waschung vor dem Gebet abgelassen hat,  die Reinigung und damit auch das Gebet ungültig? Das wird nicht von Clowns, sondern heutzutage (!!!) von  muslimischen  Religionsgelehrten ernsthaft diskutiert! Tja, DAS sind die wahren Probleme des 21. Jahrhunderts!  Und da soll mir noch einer erzählen,  dass die Gläubigen dieser "Religion" integriert werden könnten ... Schönen Sonntag noch!

Es  grüßt Martin S.

Lotta Vorbeck
13. August 2017 12:42

„Eine solche Toilette entspricht eher dem, was in islamisch geprägten Ländern üblich ist“, sagt Konrad Müller vom Vorstand des Bürgerzentrums. „Und wir möchten den Menschen aus diesen Ländern damit das Gefühl geben, dass sie hier zu Hause sind.“ Quelle: http://www.express.de/28138540 ©2017

In Berlin-Moabit, im Gebäudekomplex der nunmehr unter dem irreführenden Namen Lageso (Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten) firmierenden Zentralen Ausländerbhörde des Landes Berlin, gab's schon Anfang der 1990er Jahre, unter dem CDU-geführten Diepgen-Senat Hock-Klos in Edelstahlausführung.

niekisch
13. August 2017 17:58

@ Franz Bettinger:

Bitte niemals im Wahlkampf gegen sich selber sprechen. Der Normalo will seine Meinung auch garnicht ändern. Das verschreckt den Feigdeutschen nur. Schreiben Sie -neben dem CDU - Stand - doch vielleicht besser: A f D - das tut den Altparteien weh!

Gustav Grambauer
13. August 2017 21:46

Der Jahrestag des Baus des Anti-Antifaschistischen Schutzwalls (M. L.) ist wie im vergangenen Jahr wieder nahezu totgeschwiegen worden.

- G. G.

Lotta Vorbeck
13. August 2017 22:22

Die Küstenwache Libyens gewinnt an Effektivität, die Anwesenheit des IB-Schiffes 'C-Star' im südlichen Mittelmeer zeigt Wirkung und Merkel reagiert ebenfalls:

# Neues Flüchtlingsabkommen: Merkel will Afrikaner per Flugzeug nach Deutschland holen - anonymousnews.ru
http://www.anonymousnews.ru/2017/08/13/neuer-fluechtlingsdeal-merkel-will-millionen-afrikaner-per-flugzeug-nach-deutschland-holen/

# Flüchtlingsabkommen mit Libyen nach türkischem Vorbild geplant | FAZ
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/fluechtlingsabkommen-mit-libyen-nach-tuerkischem-vorbild-geplant-15146927.html

Dieser Prozess stehe noch am Anfang. „Aber er soll sich mit Blick auf Libyen genauso entwickeln, wie er sich im Blick auf die Türkei einmal entwickelt hat“, sagte Merkel.
# Asylverfahren: Merkel will Prüfung von Flüchtlingen in Libyen | ZEIT ONLINE
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-08/merkel-pruefung-fluechtlinge-libyen

Flüchtlinge und Migranten sollen bereits in Libyen auf eine mögliche Aufnahme in EU-Staaten geprüft werden. Diesen Vorschlag Frankreichs unterstützt Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einem Treffen mit dem Hohen Flüchtlingskommissar des UNHCR, Filippo Grandi, und dem Generaldirektor der Internationalen Organisation für Migration (IOM), William Lacy Swing.
Mit der Ausbildung der libyschen Küstenwache durch die EU würden immer mehr Flüchtlinge noch in den libyschen Gewässern aufgebracht und nach Libyen zurückgebracht, sagte Merkel. "Mit der Ausbildung der libyschen Küstenwache, mit dem Stoppen der illegalen Migration wächst unsere Verantwortung auch dafür, dass es ein menschenwürdiges Schicksal der Menschen gibt, die zurückgebracht werden, dass sie im Einzelfall geprüft werden."
Grandi sprach sich dafür aus, die bisherigen Haftlager in Libyen in Aufnahmelager umzuwandeln. Von dort könne dann auch die Entscheidung über eine legale Umsiedlung nach Europa getroffen werden.

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