Sezession
25. August 2017

Autopiloten auf Geisterfahrt

Johannes Poensgen / 16 Kommentare

In dem soziologischen Gesetz wonach sie angetreten gefangen, rennt die Linke zur Zeit ständig gegen die Wand.

Johannes Konstantin Poensgen

Johannes Konstantin Poensgen studiert Politikwissenschaft und Geschichte.

  • Sezession

Wie vieles, das als kollektive Massenpsychose erscheint, beruhen die Linke und das linksliberale Establishment auf der Ebene des einzelnen zu großen Teilen auf Rationalität. Wenn ich erwarten kann, in eine Spirale des Virtue signaling zu geraten – und auch noch wenn es wieder einmal gegen rechts geht –, dann möchte ich doch nicht derjenige sein, der sich für Mäßigung ausspricht und anmahnt, die Stichhaltigkeit der eigenen Narrative zu überprüfen.

Überhaupt wollen die wenigsten als diejenigen gelten, die die geteilte Moral der Gruppe nicht eilfertig genug befolgen. Das ist eine ganz menschliche Eigenschaft, ohne die, dies vergesse man nicht, kein Zusammenleben möglich wäre. Man füge dem ein Weltbild hinzu, das größte Teile der Wirklichkeit a priori ausschließt. Nun, das ist der Stoff, aus dem (unter anderem) die chinesische Kulturrevolution gemacht war.

Das kann das Rezept für soziale Lawinen sein, die alles mit sich fortreißen. Im Kampf um die Köpfe ist die Mischung aus Verbohrtheit und sozialem Druck immer schon hocheffektiv gewesen – vor allem, weil Verbohrtheit die Hemmungen abbaut, andere unter Druck zu setzen, der Verbohrte hält sich unter anderem nämlich auch für unfehlbar. Dies ist eine der größten Stärken der Linken. Doch genauso ihre größte Schwäche. In ihrer Hypermoral gefangen und gewohnt, andere damit erpressen zu können, schneiden sie sich immer wieder ins eigene Fleisch.

Drei auf den ersten Blick sehr unterschiedliche Ereignisse der letzten Monate seien hier herausgegriffen. Über den Sieferle-Skandal muß an diesem Ort wohl kein Wort mehr verloren werden. Bis auf eines: Diejenigen, die sich hier als unfreiwillige Werbeträger hergaben, waren keine AStA-Mitglieder, sondern doch das, was sich die Bundesrepublik als intellektuelle Elite hält. Einzeln hätte wohl jeder von denen gewußt, daß dieser Zirkus nur die Verkaufszahlen steigern wird. Doch hier ging es um Gruppendynamik und Statusspielchen. Beides wirkt auf den Klügsten wie auf den Dümmsten.

Etwas ganz ähnliches trieb auch die G20-Krawalle in Hamburg. Jeder linksradikale Stratege hätte sich denken können, daß es für das Establishment, vor allem aber für die breite Öffentlichkeit einen Unterschied macht, ob man eine rechte Demonstration blockiert, sich am 1. Mai ein bißchen mit der Polizei prügelt, oder ob man anläßlich höchsten Staatsbesuches ein Stadtviertel in Schutt legt.

Diese Ausschreitungen haben mehr bewirkt als alle Schwarzbücher über Linksextremismus in Deutschland zusammen. Inzwischen kommen aus der Union sogar Forderungen an die SPD, der geschätzte Koalitionspartner möge doch aus Gegen-rechts-Bündnissen, in denen Linksextreme vertreten sind, aussteigen und sich angemessen distanzieren. Wahlkampfgetöse, ja, aber so vor wenigen Monaten noch undenkbar.

Der groteskeste Fall wird uns aber gerade frisch aus den Vereinigten Staaten geliefert. Die Ereignisse um die AltRight-Demonstration in Charlottesville zeigen das Establishment eines ganzen Landes auf Autopilot und vor allem vollkommen lernunfähig. Da kommen die Stadthäupter von Charlottesville auf die Idee: Wenn wir diese Veranstaltung schon von Gerichts wegen dulden müssen, dann sollen die mal sehen, was sie davon haben! Der übliche linke Mob wird angekarrt, und als das Erwartbare passiert, erklärt die Polizei die Veranstaltung für aufgelöst und treibt beim Räumen des Platzes die AltRighter in die Menge der Antifa hinein.

Zugegeben, vor noch gar nicht so langer Zeit hätte das wunderbar funktioniert. Nur, für alle, die es noch nicht mitbekommen haben: Wir leben im Zeitalter des Internets und des Smartphones mit Kamera. Allen Selbstschmeicheleien betreffs der eigenen Fortschrittlichkeit zum Trotz haben die Linken das immer noch nicht begriffen. Das alte linke Verfahren, Gewalt anzuzetteln und sich hinterher als Opfer zu präsentieren, funktioniert heute viel schlechter als noch vor 15 Jahren. Damals war die Informationshoheit der Mainstreampresse noch ungebrochen. Das Internet war noch in den Kinderschuhen. Es gab praktisch keine anderen Informationsquellen, die der Masse zugänglich gewesen wären. Aufklärung über Presseschwindel fand über Bücher statt, die allenfalls von einigen Tausend gekauft wurden.

Vor allem aber wurde nicht überall photographiert und gefilmt. Das einzige Bild, das die Öffentlichkeit von einem Ereignis zu sehen bekam, war das, das durch alle Zeitungen ging. Wenn heute angesichts linker Krawalle von rechter Gewalt gesprochen wird, dann sind die photographischen und filmischen Gegenbeweise sofort im Internet. Daran können auch die eifrigsten Säuberungsmaßnahmen der engagierten Zivilgesellschaft nur graduell etwas ändern. Bei weitem nicht jeder sieht sich die Beweise an, aber eben doch viel mehr als früher, und das nagt am Mainstream.

Über den Tod von Heather Heyer sind wir inzwischen vollkommen im Bilde. Längst ist das Video draußen, auf dem zu sehen ist, wie ein Linker mit einer Fahnenstange auf das Auto von James Fields eindrischt, der daraufhin beschleunigt. (Das Video ist etwas verschwommen, Pacific Press Agency hat einige besser Photos, hier weiter unten, zur Zeit die Bilder mit den Nummern 177, 178, 180 und 181. Damit dürfte man den Täter sogar identifizieren können.) Auf anderen Aufnahmen sieht man, wie nach dem Zusammenstoß Linke mit Baseballschlägern und Knüppeln hinter dem Wagen hergerannt kommen und die Scheiben zerschlagen.

Nun kann man bei einer Tötung nicht nicht einfach zur nächsten Schlagzeile übergehen und die nächste Sau durchs Dorf jagen, wenn das eigene Narrativ nicht mehr stimmt. Es wird ein Verfahren gegen Fields geben, und er wird freigesprochen werden. Der Mainstream wird hinterher genauso bescheuert dastehen wie nach der Affäre Trayvon Martin oder der Geschichte in Ferguson. Nach jeder solchen Blamage verlassen ihn mehr und mehr Leute.

Gleichzeitig schafft jede solche Geschichte einer immer gewalttätigeren Linken neue Märtyrer und stachelt sie zu weiteren Eskalationen auf, die den Normalbürger entfremden. Trump wäre ohne "Black Lives Matter" nicht Präsident. Er, der wie kein anderer versteht, welche Knöpfe man bei Journalisten drücken muß, hat mit einer Pressekonferenz auch dafür gesorgt, daß die noch einmal völlig durchdrehen. Besonders einfallsreich ist diese Taktik gar nicht mehr, er macht das ständig, und sie fallen immer noch darauf herein.

Die linke Journaille kann aber gar nicht anders. Auch wenn einzelne das Spiel durchschauen – und es würde mich nicht einmal besonders wundern, wenn diese einzelnen sogar in der Mehrheit wären: Als soziales Kollektiv funktioniert sie so, daß jeder mitziehen muß. Früher war das ihre Stärke. Heute, wo überall irgendwelche Trottel alles und jedes mit ihrem Smartphone aufnehmen und ins Internet stellen, zwingt sie dies, auch Narrative zu stützen, die nicht zu halten sind. Die linke Medienhoheit muß sich dem Deppenszepter beugen.


Johannes Konstantin Poensgen

Johannes Konstantin Poensgen studiert Politikwissenschaft und Geschichte.

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Kommentare (16)

Herr K.
26. August 2017 09:43

Wo du Recht hast, hast du recht. Interessanterweise wird letztlich die Information, welche dem linken Narrativ widerspricht com Einzelindividuum ausgeblendet. Man kann das Verbortheit nennen, das halte ich für zu kurz gegriffen.

M.M. nach ist es eher eine Art von Angstbewältigungsstrategie, da das zentrale Selbstverständnis angegriffen wird (Ich gehöre zu den Guten.). Relativierungen, Intellektualisierungen, schlichtes Leugnen etc. sind das resultierende Phänomen und per se nicht links.

Die maßgebliche Frage ist wie man sich das zu Nutze machen kann, denn wer aus Angst handelt wird zwangsläufig manipulierbar. Die Idee, das offensichtliche leugnen zu lassen und das ganze auf die Spitze zu treiben, kann strategisch sinnvoll sein. Aber es gibt auch noch andere Optionen...

Der_Jürgen
26. August 2017 12:39

Die Berufsnörgler, Berufsschwarzseher und "Es ist alles verloren"-Plärrer, die sich, zum Glück nur sporadisch, auch auf diesem Blog zu Wort melden,  mögen diesen Artikel gründlich lesen. Er wird ihnen vielleicht wieder Mut machen, weil er die Schwächen des Feindes schonungslos beschreibt. In den USA scheint alles auf den Bürgerkrieg zuzutreiben. Ich weiss, es klingt zynisch und "menschenverachtend" (um ein linkes Klischeewort zu verwenden), aber für Deutschland, für Europa wäre das wunderbar. Wir bekommen mehr Ellenbogenfreiheit, wenn Amerika mit sich selbst beschäftigt ist. Defätismus ist out, um es auf Neudeutsch zu sagen.

tOm~!
26. August 2017 16:37

Die Beobachtungen von Herrn Poensgen sind größtenteils richtig. Ich kann und werde mich allerdings dem Narrativ, das auch hier über die herrschende Klasse in der BRD verbreitet wird, nicht anschließen. Weder der Bundestag, noch die Leitmedien, noch die nachgeordneten Organe und Institutionen kann man klassischer Weise als links betrachten, da keine dieser Organisationen sich aus dem Volk heraus organisiert, oder das Volk direkt vertritt. Da aber, wo der Staat oder die Kirche die Oberhand behält, naturgemäß auch das Recht zu Hause ist, folgt logischerweise, daß Personen die den Staat vertreten, immer rechts sind, wohingegen Personen die das Volk oder die Bürgerschaft vertreten, automatisch links sind und nur links sein können. Das ist das klassische Modell von rechts und links, die Staats-, Rats- und Kirchenvertreter sitzen rechts, und die Vertreter des Volkes sitzen links. Es kann durchaus linke Parteien in der parlamentarischen Demokratie geben, bloß wenn die rechtsradikale Regierung beschließt, ihr eigenes Territorium mit Fremdvolk zu überfluten, müsste diese linke Partei alles unternehmen, um diesem Verrat Einhalt zu gebieten, insbesondere wenn die überwältigenge Mehrheit des Volkes eine ungeregelte Masseneinwanderung ablehnt. Eine linke Partei an der Macht müsste sich ebenfalls nicht verraten, vom Prinzip her könnte sich nämlich nur so die 'Volksherrschaft' vollenden lassen. Sobald aber eine linke Partei nicht mehr danach fragt, was das Volk will, sobald sich nicht mehr den Anspruch vertritt, das Volk und die Mehrheitsmeinung zu vertreten, wird und kann sie nicht mehr links sein. Politik nach einer offiziellen Leitlinie des Staates zu gestalten, alles den Interessen der Wirtschaft oder Minderheiten unterzuordnen, oder mit anderen Worten gegen das eigene Staatsvolk zu agieren, ist und bleibt rechts, und geht man dabei über Leichen, ist man rechtsradikal, was denn sonst? Sich dagegen aus dem Volk heraus zu verwehren und Widerstand zu organisieren, wie es Pegida bewerkstelligt, ist wieder links. Vor einem Bus mit Asylanten zu demonstrieren, um Fremde zu verjagen, statt sie, wie es der Staat fordert, Willkommen zu heißen, wäre radikal links. Ein Ralf Stegner, der den zur moralischen Erpressung einladenden Art. 1 des Grundgesetzes zum höchsten Gut, quasi zur Religion erklärt, ist dagegen wieder radikal rechts. Und sein Sohnemann erst recht, wenn er sich unter dem ideologischen Eindruck dieses moralischen Imperativs des Grundgesetzes einer Schlägerbande anschließt, die vom Staat bezahlt wird, um völkische und bürgerliche - also linke! - Demonstrationen zu zerschlagen. Die richtige Einteilung von rechts und links über Bord zu werfen, ist ein schwerwiegender Fehler, und nur daraus sind über die Jahrzehnte die vielen Irrtümer entstanden, die bis zur Hoffnungslosigkeit aus jedem Blatte herausstechen, das sich mit Politik beschäftigt. Bei Sezession sollte man, wo man sich schon nicht im Sinne von Jean Paul um die ganzen -ungs, -keits, -schafts und -ions schert, sich doch wenigstens beim grundsätzlichen Verständnis von Politik um eine Richtigkeit der Wörter bemühen. Oder aber man sagt, wir geben die Richtigkeit auf, sodaß plötzlich Gestalten wie George Soros als "Linke" betrachtet werden könnem. Wenn man Divide-et-Impera mitspielen möchte, dann doch bitte auf der richtigen Seite, auf der Volkes, und das Volk stand immer links und wird immer links stehen. Leider ist das Volk nach wie vor schläfrig. Daher werden die Verrenkungen, die Herrn Poensgen im Lager der 'Linken' ausmachte, so gut wie nirgendwo bemerkt, wo sie nicht schon bemerkt wurden. In meinem entpolitisierten Bekanntenkreis kann ich keinerlei Gesinnungswandel erkennen, was nicht wundert, da zunächst einmal ein Bewusstsein und eine Gesinnung vorhanden sein müsste. Eine Gesinnung, die sich auf Essen&Trinken, Arbeit, Spiel&Spaß und Schlafen reduziert, kann sich politisch gesehen schwerlich wandeln. Beste Grüße für ein schönes Wochenende.

Das Relikt
26. August 2017 20:11

@ tOm~!

Wie kommen Sie denn auf die abgedrehte Idee, dass Linke sich aus dem Volk organisieren oder das Volk vertreten? Haben Sie zuviel sowjet-russische Propaganda konsumiert? Die Linke war von Beginn ihres Auftretens bei der französischen Revolution an, ein  bürgerlich-progressives Projekt für das das Volk lediglich Knetmasse war. Herrschende linke Politiker als rechts zu etiketierren, weil rechts in unserer linken Gesellschaft als Böses schlechthin gesehen wird, und rechte Völkische zu Linken umzuedeuten, weil Links das ultimativ Gute sein soll, ist so eine derbe Form von Cucking, dass ich mich eigentlich wundere, dass Sie nirgendwo die Antifa als rote SA bezeichnet haben. Oder habe ich das überlesen?

Nautilus
27. August 2017 00:29

@ tOm !

Über Ihren Text kann ich mich nur wundern muss ich sagen. Mich würde einmal interessieren, wo Sie diese seltsame Auffassung  aufgeschnappt haben.

Bones
27. August 2017 12:24

Manche meinen, lechts und rinks kann man nicht velwechsern. Werch ein Illtum! (Elnst Jandr)

Mit der Dichotomie "rechts" versus "links", bezogen auf Politik, habe ich meine Probleme. Offensichtlich ist die Materie zu komplex, als daß man alles auf einer eindimensionalen Skala anordnen könnte. Ungeachtet dessen hat sich aber wohl ein Sprachgebrauch herausgebildet, dem man mit etwas guten Willen einen Sinn abgewinnen kann.

Danach ist "rechts" jemand, der die für bewährt und sinnvoll erachteten Verhältnisse erhalten (konservieren, als "Konservativer") oder, falls sie beschädigt worden sind, wiederherstellen will. Demgegenüber ist "links" jemand, der die gesellschaftliche Ordnung umwälzen will, weil er meint, er müsse den durch diese Ordnung "Benachteiligten" helfen. Bezogen auf die Staatsstrukturprinzipen der Bundesrepublik Deutschland ist den Rechten der Rechtsstaat, also Recht und Ordnung, besonders wichtig (der Gleichklang von "Recht" und "rechts" mag zufällig sein, paßt aber meistens). Die Linken halten es vor allem mit dem Sozialstaatsprinzip. Sie wollen den Vermögenden etwas wegnehmen, um es den Hilfebedürftigen zuwenden zu können. Das Ziel ist die weitestgehende Herstellung von Gleichheit (gerne auch "soziale Gerechtigkeit" genannt, womit das "Recht" wieder aufgegriffen wird, aber in einem anderen Sinne).

Die Geister scheiden sich neben vielen anderen Punkten am Nationalstaat. Der Rechte hält diesen für eine bewährte Institution und kann sich dafür unter anderem auf die Präambel des Grundgesetzes berufen ("... hat sich das Deutsche Volk ... dieses Grundgesetz gegeben"). Dem Linken ist alles "Nationale" ein Dorn im Auge, da es zu einer beklagenswerten Ungleichheit zwischen Staatsangehörigen und Nichtstaatsangehörigen (Ausländern) führt. Zudem löst jeder Anklang an die zwölf schlimmen Jahre der deutschen Geschichte bei den Linken (die diese Zeit als "Gründungsmythos" der Bundesrepublik wie eine Monstranz vor sich hertragen) sofort in höchstem Maße nervöse Zuckungen aus. Aus ihrer Sicht war der Nationalsozialismus überhaupt kein Sozialismus, dafür aber sehr national.

Die Ablehnung alles Nationalen hat nun jedenfalls bei einigen Linken dazu geführt, daß sie das eigene Volk am liebsten ganz verschwinden lassen möchten, sei es durch Auslöschung (wenn schon nicht des Volkes, dann doch des Nationalstaats), sei es durch Vermischung ("Multikulti"). Schon vor Jahrzehnten rief ein grüner Abgeordneter aus: "Nie wieder Deutschland!" (Und das im Deutschen Bundestag! Siehe Verh. BT, 11. WP 1989, Sten. Ber., Bd. 153, S. 17280). Die Rechten wittern bei solchen Bestrebungen den "Großen Austausch". (Und da haben die Rechten recht.)

Eine linke Gesinnung, die so überspitzt ist, daß sie die bestehende gesellschaftliche Ordnung mit Gewalt niederreißen und das eigene Volk dezimieren will, kann man als linksradikal bezeichnen. Demgegenüber ist rechtsradikal jemand, der das völkische Denken darauf zuspitzt, das eigene Volk absolut zu setzen und andere Völker als minderwertig und bekämpfenswert anzusehen.

Soweit meine Lesart des Sprachgebrauchs "links und rechts". (Sicher gibt es hier noch manch klugen Kopf, der etwas Fundierteres dazu beisteuern könnte als ich es vermag?)

Die von tOm~! befürwortete Verwendung der Ausdrücke führt dazu, daß die Regierenden in ihrer Abgehobenheit vom "linken" Volk immer "rechts" sind, unabhängig davon, welches Programm sie vertreten. Ich sehe nicht, wie eine solche sprachliche Konvention dazu beitragen könnte, die Unterschiede zwischen den politischen Lagern zu verdeutlichen. Nach meinem Verständnis sind die gegenwärtig im Bundestag vertretenen Parteien sämtlich "links". Denn soweit sie überhaupt eine Programmatik haben und sich nicht auf einen bloßen Kanzlerinnenwahlverein reduzieren, steht der Sozialstaatsgedanke im Vordergrund. Das Recht dagegen wird mit Füßen getreten. Ich hoffe, daß sich die Zusammensetzung des Parlaments demnächst ändert. Unabhängig davon, wo man politisch steht, muß man diese Hoffnung schon um des Meinungspluralismus willen haben, damit die Wähler bald wieder eine echte Wahl treffen können.

Jürg_Jenatsch
27. August 2017 12:36

@ tOm !

Haben Sie zuviel bei der Killerbiene reingeschaut? Dieser vertritt ja eine ähnliche Position. Ansonsten erachte ich den Artikel von Herrn Poensgen als außerordentlich gelungen. Gerade weil der linksliberale Mainstream in mancher Hinsicht bereits in der Defensive ist, reagiert er völlig hysterisch. Deshalb ist ein Begriff, wie Lügenpresse, auch wenn er holzschnittartig ist, so außerordentlich gelungen. Denn er zeigt die linke/linksliberale Schickeria in ihrer ganzen Erbärmlichkeit. Dabei sind die meisten doch keine echten kommunistischen Kader, bestenfalls sind sie Salonbolschewisten, wie der kleine Augstein. Dazu lieben sie das Wohlleben mitsamt dem Edelfraß, großen Autos und den Ferienhäusern Gott weiß wo, doch viel zu sehr. Im Grunde geht ihnen das Volk, jegliches Volk, am Allerwertesten vorbei. Völker, Bevölkerung egal woher dient ihnen als Schemel zur Befriedigung ihrer materiellen und ideellen Bedürfnisse. In diesem Sinne hat @ tOmnicht ganz unrecht. Sie sind typischer kapitalistischer A.......

Der_Jürgen
27. August 2017 13:00

@Nautilius @Relikt

Danke für Ihre Reaktionen auf die Wortmeldung von @tom, die mich und andere Foristen der Notwendigkeit einer weiteren Antwort entheben.

nom de guerre
27. August 2017 14:36

@ Bones

„Nach meinem Verständnis sind die gegenwärtig im Bundestag vertretenen Parteien sämtlich "links". Denn soweit sie überhaupt eine Programmatik haben und sich nicht auf einen bloßen Kanzlerinnenwahlverein reduzieren, steht der Sozialstaatsgedanke im Vordergrund. Das Recht dagegen wird mit Füßen getreten.“

Streng genommen spielt bei den derzeit im Bundestag vertretenen Parteien nicht mal mehr der Sozialstaatsgedanke eine Rolle – ohne dass dies den Akteuren freilich bewusst sein mag. Denn der Sozialstaat setzt bekanntlich voraus, dass a) etwas erwirtschaftet wird, das umverteilt werden kann, und b) die Empfänger von Transferleistungen nicht überhand nehmen. Ökonomisches Denken scheint bei den an der Macht befindlichen Personen jedoch immer seltener vorzukommen (als Beispiele s. die jüngste Attacke der Kanzlerin auf die Autoindustrie – immerhin eine für die deutsche Wirtschaft äußerst wichtige Branche – und die neben allen anderen Bedenken auch wenig ökonomische Energiewende) und darüber, dass mit der gegenwärtigen Einwanderungspolitik die Zahl der Transferempfänger jetzt und vermutlich auch in die nächste Generation hinein ins Unendliche steigen wird, muss man an dieser Stelle sicher nicht diskutieren. Insofern ist die von allen aktuell im Bundestag vertretenen Parteien betriebene Politik weder rechts (das sowieso nicht, das behauptet ja auch niemand) noch wirklich links, da sie die Interessen gerade der (vorgeblich) eigenen Klientel, der (einheimischen) sozial Schwachen mit Füßen tritt. Dazu passt auch, dass in den Medien im Zusammenhang mit AfD oder auch Pegida immer wieder despektierlich von „Abgehängten“ als deren (angeblicher oder tatsächlicher) Anhängerschaft die Rede ist. Umgekehrt muss man nicht besonders „völkisch“ geprägt sein, um zu erkennen, dass eine unbegrenzte Einwanderung von Menschen aus sehr fremden Kulturen (selbst wenn man die Frage der Belastung des Sozialstaats außen vor lässt) auf Kosten des sozialen Friedens gehen wird, da ein friedliches und gleichberechtigtes Zusammenleben nur dann funktionieren kann, wenn hinsichtlich der Vorstellungen, wie man zusammenleben möchte, eine möglichst weitgehende Übereinstimmung besteht. Das müsste m.E. eigentlich sogar dem klar sein, der die Nationen auflösen will – wenn er wirklich darüber nachdächte. Nur weil wir alle theoretisch mit einem Weltbürgerpass oder etwas in der Art unterwegs sein könnten, würden wir schließlich nicht unsere kulturelle Prägung verlieren, die bspw. bei dem einen eine komplette Unterdrückung der Frau mit sich bringt und den anderen zu der Annahme motiviert, das Gender-Sternchen sei eine Grundvoraussetzung für ein menschenwürdiges Dasein. Insgesamt denke ich, dass das alte Rechts-links-Schema auf die gegenwärtige von erheblichem Realitätsverlust bei großen Teilen der  sogenannten Eliten geprägte Situation nicht mehr ohne Weiteres anwendbar ist.

AlbertZ
27. August 2017 15:04

"Über den Tod von Heather Heyer sind wir inzwischen vollkommen im Bilde."

Wo ist Heather Heyer auf welchen Bildern vom Unfallort zu sehen?

"Es wird ein Verfahren gegen Fields geben, und er wird freigesprochen werden."

Sie nennen keine Anklagepunkte, und ein Freispruch in einem mutmaßlich politischen Prozeß ist eine gewagte Vorhersage. Der mögliche Anklagepunkt "Fahrerflucht" wird in ihren Bild- und Videoverweisen deutlich widerlegt. Mit weiteren Bildern und Videos wird der mögliche Anklagepunkt "Mord" widerlegt, da eine Tötungsabsicht nicht erkennbar ist. Es verbleibt die Tatsache von 20 Verletzten - von denen eine starb - die durch eine rechtzeitige Vollbremsung von Fields hätten verhindert werden können. Ob sich Fields in einer psychischen Ausnahmesituation befand, ist aufgrund der Gesamtsituation plausibel aber nicht bewiesen. In einer rechtsstaatlichen Verhandlung hängt das Urteil weitgehend von der Klärung dieses Punktes ab.

Gustav
27. August 2017 17:19

@ nom de guerre

"Ökonomisches Denken scheint bei den an der Macht befindlichen Personen jedoch immer seltener vorzukommen....."

"Man" hat halt eine Aufgabe zu erfüllen. Der Kapitalismus in seinem ursprünglichen und korrekten Sinne bedeutet das Privateigentum an Gütern und Produktionsmitteln sowie den freien Wettbewerb bei der Versorgung mit Waren und Dienstleistungen. Der Superkapitalismus, der als in ganz wenigen Händen konzentrierter Finanzkapitalismus bezeichnet werden kann, ist nicht nur grundverschieden vom Kapitalismus, sondern recht eigentlich dessen Antithese und nimmt früher oder später eine ausgeprägt antikapitalistische Natur an. Es ist nämlich nicht möglich, Besitz und Kontrolle über Eigentum und Ressourcen immer mehr zu konzentrieren, ohne gleichzeitig die Zahl derjenigen, welche das Eigentum und die Ressourcen besitzen und kontrollieren, zu verringern. Dementsprechend kann es keine riesige Konzentration von Besitz und keine in den Händen einiger weniger liegende Kontrolle der Ressourcen geben, ohne dass der freie Wettbewerb behindert oder ganz abgewürgt wird. Was wir im Westen seit langer Zeit erleben, ist die fortschreitende Degenerierung des Kapitalismus zu einer Form des Superkapitalismus – oder, konsequent formuliert, Antikapitalismus -, die, je weniger sie dem ursprünglichen Kapitalismus gleicht, desto auffallendere Ähnlichkeit mit dem Sozialismus oder Kommunismus aufzuweisen beginnt. Anders gesagt, die Überreste des schwachen und dahinserbelnden Kapitalismus dienen einem allgewaltigen Antikapitalismus, der sowohl die Wirtschaft als auch die Politik beherrscht, als Tarnmäntelchen. Der Grund, weswegen der westliche Superkapitalismus in ständiger Furcht vor dem Nationalismus lebt, lässt sich leicht erklären. In jedem beliebigen Staat ist die Grundfrage nämlich, ob es eine der Wirtschaft übergeordnete Autorität geben soll. Wer soll regieren – die Politik oder die Wirtschaft? Es unterliegt keinem Zweifel, dass der Nationalismus ungeachtet aller Gebrechen, die er geerbt hat, die Instinkte und den Willen der Bevölkerung widerspiegelt und dem Grundsatz huldigt, dass die Politik den Vorrang hat, während die Wirtschaft, so wichtig sie auch sein mag, ihrem Wesen nach der Politik untergeordnet sein muss. Moderne superkapitalistische Regime, wie das amerikanische, die EU und die kommunistischen, mögen wohl unterschiedliche Interessen haben und sich oft in den Haaren liegen, doch dies verblasst neben dem, was sie gemeinsam haben. Beide sind unerbittliche Widersacher des Nationalismus. Deshalb sind sowohl der Superkapitalismus als auch der Kommunismus ihrem Wesen nach revolutionär und Todfeinde aller politischen Systeme, die ihrem Wesen nach evolutionär sind. Da der Nationalismus untrennbar mit dem kulturellen Erbe eines Volkes verbunden ist, ergibt sich daraus, dass alle Attacken auf den Nationalismus kulturelle Unterwanderung und Zerstörung mit einschliessen. (...)

Cacatum non est pictum
27. August 2017 19:34

@Bones

Ihre kleine Abhandlung ist als Orientierungshilfe durchaus zu gebrauchen, wenngleich sie der Vertiefung bedürfte. Ich stoße mich nur an zwei Dingen:

Erstens am Nationalen, das Sie vor allem der politischen Rechten zuordnen. Das ist historisch nicht haltbar. Hierzu habe ich einen wirklich interessanten Beitrag von Karlheinz Weißmann im Archiv der Sezession gefunden:

Die reaktionäre Linke

Man denke auch an den Nationalsozialismus oder an den Front National in Frankreich: Das waren bzw. sind national orientierte linke Bewegungen. Wenn die Lügner und Geisteszwerge der Tagespresse das Gegenteil behaupten und diese Phänomene in einen rechten Kontext einbetten, dann ändern sie damit nichts an der geschichtlichen und politischen Evidenz.

Zweitens ist die strikte Unterscheidung rechts/links, wie Sie ja selber angedeutet haben, strategisch gefährlich. Die maßgeblichen Gestalter des politischen Geschehens bauen natürlich darauf, dass sich Rechte und Linke gegenseitig in Schach halten. Das gibt ihnen freie Hand für ihre zerstörerische Eskalationspolitik, weil sie vom Gros des Volkes (der Völker) nicht als der Feind erkannt werden, der sie unzweifelhaft sind. Mit Fortschreiten des Großen Austauschs ist in den letzten Jahren der Islam als dritter Akteur auf den Plan getreten, der sich als potentielle Bürgerkriegspartei eignet und ganz hervorragend von der Frage ablenkt, wer die europäischen Völker tatsächlich auflösen will. Angebracht wäre also eine Querfrontstrategie auf gemeinsamem Nenner, die sich gegen die Auflösungspolitik der Eliten richtet. Davon sind wir freilich meilenweit entfernt.

Und hier lässt sich der Bogen schlagen zu dem, was nom de guerre schrieb - dass nämlich die neoaristokratische Politik unserer Tage keineswegs links ist, sondern eher raffgierig, gewissenlos, hinterhältig und - wie ich meine - satanisch inspiriert. Mit linksliberalen Dogmen bemäntelt man doch nur, was man vor der Öffentlichkeit verbergen möchte, weil das (momentan noch) den Zeitgeist der meisten Leute trifft.

Bones
28. August 2017 10:50

@nom de guerre @Cacatum non est pictum

Danke für die konstruktiven Rückmeldungen zu meiner "kleinen Abhandlung". Ich denke, die vorgebrachten Einwände entschärfen sich aber, wenn man mein Anliegen richtig eingrenzt. Es ging mir nicht um eine historische Analyse oder um strategische Empfehlungen, sondern allein um die Darstellung des Sprachgebrauchs von "rechts und links", wie er sich "herausgebildet" hat, also heute üblich ist, verbunden mit der Aussage, daß man mit diesem Sprachgebrauch "mit etwas gutem Willen" ganz gut zurechtkommen kann. Er strahlt auf unsere Sicht historischer Phänomene zurück. Ausgehend davon ist  der Nationalsozialismus für die Zeit, in der er an der Macht war und die bekannten Verheerungen angerichtet hat, als (extrem) "rechts" zu verorten. Der Front National wird im heute üblichen Sprachgebrauch ebenfalls als "rechts" einzuordnen sein. Vertreter der AfD (die doch wohl "rechts" ist?) und  des FN haben sich ja als Gleichgesinnte getroffen, nicht etwa im Sinne einer Querfront. Was übrigens die Strategie betrifft, würde man sich nach meinem Dafürhalten keinen Gefallen tun, wenn man in einer öffentlichen Auseinandersetzung darauf bestünde, die Nazis seien in Wirklichkeit Linke gewesen. Überzeugender dürfte es sein, als Rechter einfach zuzugeben, daß auch der Nationalsozialismus rechts stand. Er ist nur als Extremismus völlig aus dem Ruder gelaufen, und davon muß man sich natürlich mit aller Deutlichkeit distanzieren. Zudem habe ich gleich am Anfang deutlich gemacht, daß sich die komplexe Materie der Politik nicht auf einer eindimensionalen Skala von "rechts" nach "links" abbilden läßt, so daß man mit diesen Kennzeichnungen ohnehin nur einen ungefähren ersten Eindruck vermitteln kann. Bei der Vielzahl der Erscheinungen mag es auch patriotische Linke geben; es dürfte allerdings schwer fallen, solche in nennenswerter Zahl aufzutun. Jedenfalls in Deutschland trifft man heute in den Linksparteien unausgesetzt auf "Multikulti"-Befürworter und Migrationsfanatiker, denen jedes nationale Denken höchst zuwider ist. Schließlich noch zu dem Einwand, die Linksparteien seien in Wirklichkeit gar nicht links, da sie mit ihrem Treiben den Sozialstaat beschädigen und ihrer Klientel, den "sozial Schwachen", schaden. Auch hier hilft es meines Erachtens, sich die nur begrenzte Aussagekraft des Etiketts "links" zu vergegenwärtigen. Eine politische Programmatik, die auf ständig neue Sozialleistungen und Umverteilung abzielt, so wie es im Bundestag laufend vertreten wird, ist nach dem von mir dargestellten Sprachgebrauch eindeutig "links" zu verorten. Damit ist aber noch nichts darüber gesagt, daß die linken Ziele auch erreicht werden können oder ob dem etwa fehlendes "ökonomisches Denken" im Wege steht. Ein "linkes" Programm kann eben genauso scheitern wie ein "rechtes", wenn es falsch angepackt wird.

Heinrich Brück
28. August 2017 17:16

Die Linken sind Märchenerzähler, Unterstützer eines Parasitensystems. Wir brauchen die 60-h-Woche, Rente ab 75, dann wird vieles klarer.

@ Bones

Über die Verheerungen der Wall Street müßte auch geredet werden. Das Geldsystem zeigt die Parasiten. Bedauerlich nur, daß der Deutsche so gerne Wirt spielt.

Starhemberg
28. August 2017 17:27

Rechts ist antiegalitär, links ist egalitär. So einfach sehe ich das. Guter Artikel übrigens, Herr Poensgen.

Franz Bettinger
29. August 2017 13:14

@ Bones: Gute Analyse! "Eine Gesinnung, die so überspitzt ist, dass sie die bestehende Ordnung mit Gewalt niederreißt und das eigene Volk dezimieren will, nenne ich Linksextrem. Demgegenüber ist Rechtsextrem jemand, der das völkische (=Gemeinwohl-) Denken darauf zuspitzt, das eigene Volk wertmäßig über alle anderen zu setzen." Ich ergänze: Die Neue Rechte aber sieht in allen Völkern bewahrens- und bewundernswerte Unterschiede.

@ Staremberg: Sie haben es auf den Punkt gebracht! Zum Definitions-Versuch von Links-Rechts:
Links ist egalitär, alle gleich machend; fast möchte ich sagen: die Großen einen Kopf kürzer und damit gleich machend. Die Engländer sagen dazu: the tall poppy syndrom. Rechts ist das Gegenteil, anti-egalitär; fast möchte ich sagen: Rechts verbindet beides, das Elitäre und das Soziale. Rechts ist eigentlich die Urform jeder menschlichen aber auch tierischen Gemeinschaft. Es ergeben sich durch rechtes Denken und Handeln starke Rudel-Führer, große Anführer (d.h. Eliten) zum Wohle des Ganzen, also der Gruppe (=Soziales). Rechts ist das Erkennen und Anerkennen von Unterschieden. Ist mehr Geld für mehr Leistung. Ist Anerkennung des Leistungs-Prinzips. Die Links-Rechts-Geographie ist eigentlich obsolet, sie bringt kaum Sachlichkeit in eine Debatte. Dennoch müssen wir uns im Moment mit diesen Totschlagworten rumschlagen, denn der Linke hat nur noch diese Sprachkeulen zur Verfügung, aber keinen Rest von Verstand mehr. Also nehmen wir ihm diese Worte und schlagen sie ihm um die linken Ohren, so dumm wie's ist!

@ Gustav und @ Cacatum: Sehr gut! Über ihre Thesen zum Kapitalismus versus Super-Kapitalismus lohnt es sich weiter nachzudenken. Mal einen längeren Beitrag darüber, der die Grenzen, Überdehnungen und (Soll-) Bruchstellen des Sozialstaates mit berücksichtig? 

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