Sezession
24. August 2017

Vormerken: Antaios und Sezession auf der Frankfurter Buchmesse

Götz Kubitschek / 12 Kommentare

Wir werden vom 11. bis zum 15. Oktober in der Messehalle 3, Ebene 1, einen schönen 12qm-Eckstand betreiben und unser Programm aus den letzten Jahren präsentieren - von Sieferle, Pirincci und Vonderach über Kositza, Donovan und Kleine-Hartlage bis zum Staatspolitischen Handbuch und der kaplaken-Reihe, dem theoretisch-metapolitischen Herzstück des Verlags.

Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Das Gastland Frankreich grüßen wir mit den Übersetzungen der Werke Jean Raspails (Das Heerlager der Heiligen, Sieben Reiter, Der Ring des Fischers), Renaud Camus (Revolte gegen den Große Austausch) und Richard Millets (Verlorene Posten sowie neu: Töten).

Mit den Identitären Martin Sellner (Identitär!) und Mario Müller (Kontrakultur) feiern wir die Rückkehr von der erfolgreichen Kampagne #DefendEurope, und wenn das Autorenteam, das seit drei Tagen schuftet, den engen Zeitplan einhält, werden wir sogar noch das Buch zur Kampagne präsentieren können.

Besonders gespannt sein darf die Messe auf das Buch Mit Linken leben von Martin Lichtmesz und Caroline Sommerfeld. Wir werden von dieser linksliberalen Feuilletonmasse, von diesen Gesinnungsethikern und Lückenpreßlern, vorauseilend Gehorsamen und Mainstreamschwimmern umzingelt sein und die geistige Hilflosigkeit riechen können, wenn dort der Schweiß ausbricht. Denn man kann sich in diesem Milieu einfach nicht entscheiden: Totschweigen? Denunzieren? Ausgrenzen? Beschimpfen? Alles zugleich?

Uns egal. Hiermit ergeht die erste von etlichen Einladungen an alle unsere Leser zu folgenden Terminen:

Freitag, 13. X.

  • 16.30 Uhr - "Sieferle lesen - zum Umgang mit einem Feuilletonskandal (Forum Wissenschaft und Bildung, Halle 4.2., mit Erik Lehnert und Götz Kubitschek);
  • 17.00 Uhr - "Mit Linken leben - eine Herausforderung" (Forum Wissenschaft und Bildung, Halle 4.2., mit Martin Lichtmesz und Caroline Sommerfeld);
  • ab 18.00 Uhr: Umtrunk an unserem Messestand.

Samstag, 14. X.

  • 16.30 Uhr - "Identitär! - Innenansicht einer Bewegung" (Forum Wissenschaft und Bildung, Halle 4.2., mit Mario Müller und Martin Sellner);
  • 17.00 Uhr - "Verbrennt ihn! - Akif Pirincci im Gespräch" (Forum Wissenschaft und Bildung, Halle 4.2., mit Akif Pirincci und Ellen Kositza)
  • ab 18.00 Uhr: Umtrunk an unserem Messestand und Rückkehrfeier für die Crew von #DefendEurope.

Das Forum in Halle 4.2, an dem wir uns mit diesen vier Veranstaltungen beteiligen, hat 100 Plätze. Sollten wir locker vollkriegen.

Zuvor lohnt sich natürlich ein Gang über die Messe, neben uns stellen aus: Ares-Verlag, Cato, Duncker & Humblot (Carl Schmitt!), DVA (Sarrazin!), Hanser (Botho Strauß!), Junge Freiheit, Karolinger, Klett-Cotta (Ernst Jünger!), Klostermann (Martin Heidegger!), Manuscriptum, Matthes & Seitz (Henry David Thoreau!), Suhrkamp (Peter Sloterdijk!), Tumult und viele andere.

Die Frankfurter Rundschau hat investigativ bei der Messeleitung wegen uns nachgebohrt:

Die Frankfurter Buchmesse sieht keinen Anlass, den Auftritt des Antaios-Verlags einzuschränken oder abzusagen. „Solange nicht gegen Recht und Gesetz verstoßen wird, lehnen wir solche Anfragen nicht ab. Das bleibt auch in diesem Jahr so“, sagt Katja Böhne, Pressesprecherin der Buchmesse, der FR. Die Buchmesse verstehe sich als Ort des  politischen Austausches. Entsprechend hoch werde das Prinzip der Meinungsfreiheit gehalten. Man werde aber „einen aktiven Umgang“ mit den Inhalten der rechten Verleger suchen, so Böhne.

Falls wir helfen sollen: Wir haben den "aktiven Umgang mit den Inhalten" unseres Verlags bereits gefunden und freuen uns sehr auf die Messe, auf möglichst viele unserer Leser und auf möglichst viele lange Gesichter.


Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Kommentare (12)

Harm Wulf
24. August 2017 17:43

Bravo!! Endlich mal ein patriorisches Heimspiel. Dies werde ich mir auf gar keinen Fall entgehen lassen!

Der Gehenkte
24. August 2017 17:56

Eine gute Nachricht! Es muß endlich selbstverständlich werden, daß Antaios und das breite und ausgefächerte konservative Denken, zum Meinungsspektrum dazu gehören. Niemand muß sich rechtfertigen - im Gegenteil: die intellektuelle Rechtfertigungspflicht liegt im linken Lager, das seit Jahren und Jahrzehnten kaum noch etwas Maßgebliches hervorbringt. Solche Veranstaltungen dienen auch dazu, die Sache zu entmystifizieren. Man wird kluge, verantwortungsvolle und eloquente Menschen treffen, wo man finstere Nazis erwartet hatte. Eine bessere Werbung kann es nicht geben. Allerdings kann man prophezeien - der FR-Artikel gibt ja die Richtung vor - daß sowohl die linke Presse- als auch Antifameute noch einiges versuchen wird, das zu ver/behindern. Mal schauen, wie stark die Veranstalter letztlich sind. Sollte es zum Medienhype kommen, kann es zu einer weiteren Selbstentlarvung führen.

Martin S.
24. August 2017 19:57

Frankfurt?  Für mich praktisch ein Heimspiel!  Ich freue mich, Antaios persönlich kennenzulernen!

niekisch
24. August 2017 22:22

@ Harm Wulf & Martin S.: Un vergeßt nett, en Bämbel Äppelwoi ze trinke...

E.
24. August 2017 22:33

Hat das neu erscheinende Buch "Mit Linken leben" etwas mit dem damaligen Aufruf von Martin Lichtmesz https://sezession.de/55588/ueberlebensstrategien-in-einer-polarisierten-gesellschaft-ein-aufruf zu tun? Damals wurde ja ein Buchprojekt angekündigt. Ich bin gespannt.

kommentar lichtmesz: Ja, das ist das Buch, das daraus hervorgegangen ist.

Gutes Gelingen auf der Buchmesse, das Programm liest sich spannend. Da lohnt sich eine Reise nach Frankfurt am Main. Und hoffentlich bleiben die Buchmesse-Veranstalter bei ihrer Haltung. Alles andere wäre (wieder einmal) ein Armutszeugnis für den aktuellen status quo des freien Denkens und Publizierens in Deutschland. Zumindest ist die Bundestagswahl dann vorbei.

Reinhard L.
24. August 2017 23:57

Welch eine Provokation im linksversifften Multikulti-Moloch Krankfurt am Main. Und dabei meint Wikipedia immer noch, Antaios sei ein "Kleinverlag"!

Nautilus
25. August 2017 12:33

Na das ist ja eine sehr gute Nachricht! Bravo kann ich da nur sagen. Da werden die linksliberalen aber aufjaulen, wenn man in ihr" Hoheitsgebiet" vordringt. 

Es wird immer besser!

Martin Himstedt
25. August 2017 16:00

Bitte einfach mal "Compact Buchmesse" bei YouTube eingeben. Passt gut auf Euch auf! Immerhin wird sich das Ganze nicht mehr über linksunten.indymedia.org organisieren lassen – vorrausgesetzt, der Lügenstaat macht Ernst.

E.
25. August 2017 21:35

Hallo Herr Lichtmesz, Danke für Ihre Antwort (24.08.2017, 20:33 h) - auf dieses neue Buch bin ich sehr gespannt!

Ein gebürtiger Hesse
25. August 2017 22:15

Exzellente Nachricht. Schaunmermal, ob der "aktive Umgang" der Veranstalter mit den "Inhalten" des Verlags auch tatsächlich die Inhalte betrifft. Und nicht bloß Diffamierung und Bespeiung bedeutet wie üblich. Aber so oder so - die Inhalte, um die es ja einzig geht, werden für sich sprechen, wann immer Besucher mit offenen Augen in die Bücher reinschauen. Man kann nur hoffen, daß das oft geschieht. Freue mich auf die Zusammenkunft!

Stefan Pauly
25. August 2017 22:50

Herzlichen Glückwunsch! Heutzutage muss man leider sagen: Kaum zu glauben, dass die Messeleitung einen Verlag wie Antaios zu ihrer Messe zulassen. Andererseits: Anständige Menschen und Organisationen, die Meinungsfreiheit, Meinungsvielfalt und andere seltsame Dinge aus längst vergangenen Zeiten heute noch leben. Ich hoffe auf ein gutes Gelingen und auf fruchtbare Gespräche und Kontakte für die Division Antaios!

Der_Jürgen
25. August 2017 23:35

Eine wirklich gute Nachricht. Man wünscht den Matadoren einen grossen Erfolg. Ein Buch von Martin Lichtmesz und Caroline Sommerfeld? Da läuft einem ja glatt das Wasser im Mund zusammen. Wer das nicht bestellt, ist selber schuld.

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