Sezession
28. August 2017

Nach-Sonntagsheld (26) – Tags die Schüsse knallen…

Till-Lucas Wessels / 49 Kommentare

Sie haben schon richtig gelesen, in Venedig wird ab sofort scharf geschossen. Zwar nicht in der beunruhigenden Regelmäßigkeit, mit der das in anderen europäischen Großstädten der Fall sein dürfte, aber jedenfalls, wenn einer die magischen Worte in den Mund nimmt, mit denen man dieser Tage innerhalb von Sekunden einen kompletten Straßenzug in Angst und Schrecken versetzen kann.

Till-Lucas Wessels

Till-Lucas Wessels studiert und ist identitärer Aktivist sowie »Minenhund für zukünftig Zumutbares«.

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Was Luigi Brugnaro, der Bürgermeister der Lagunenstadt, die nicht zum ersten und sicher nicht zum letzten Mal in unserem Heroen-Pantheon auftaucht, vor einigen Tagen auf einer Sommerkonferenz verkündet hat, ist quasi ein Antiterroranschlag:

Jeder, der auf dem Markusplatz 'Allahu Akbar' ruft, kann sich sicher sein, sofort von Scharfschützen erschossen zu werden.

Das sind markige Worte, aber in Anbetracht der Tatsache, daß Menschenschlachten bei unseren die Freizügigkeit des Schengen-Abkommens in vollen Zügen auskostetenden Mitbürgern wieder voll im Trend liegt und sich scharfe Munition im Umgang mit dem Feind eher bewährt hat als die britische Deeskalationsstrategie, kann man diese Aussage schon nachvollziehen.

Die etwas empfindlicheren Gemüter mögen sich unterdessen bitte wieder einkriegen: Nicht umsonst macht Brugnaro im weiteren Verlauf der Konferenz klar, daß es sich bei den reaktiven Spontanliquidationen keinesfalls um willkürliche Gewalt gegen verwirrte Einzeltäter handelt, sondern vielmehr um behutsame Eingliederungsmaßnahmen, die vor allem die religiöse Identität des Betreffenden berücksichtigen und ihm – ähnlich dem Fürsorge-System des bundesdeutschen Integrations-Matriarchats – seine innigsten Wünsche quasi von den Lippen ablesen:

Sie haben uns gesagt, sie wollen Allah treffen, und wir werden sie direkt zu ihm schicken, ohne daß sie sich auf der Brücke selbst in die Luft jagen müssen – wir werden sie einfach erschießen.

Das ist Sonntagsheldenmaterial, keine Frage, aber Brugnaro legt noch einen drauf:

Ich war nie 'politisch korrekt', Tatsache ist, daß ich politisch-korrekt bin, und deshalb brauchen wir zusätzlich eine Seeblockade gegen Menschen, die von Nordafrika nach Italien kommen wollen.

Das klingt fast so, als wollte der Besitzer einer Basketballmannschaft in letzter Sekunde noch bei #DefendEurope anheuern oder gleich eine neue Heilige Liga in die Gewässer von Lepanto führen. Ich wünsche ihm und seinen Amtskollegen das nötige Rückgrat, um diesen Worten Taten folgen zu lassen; den venezianischen Polizeischarfschützen hingegen alles Waidmanns Heil der Welt, avanti ragazzi!


Till-Lucas Wessels

Till-Lucas Wessels studiert und ist identitärer Aktivist sowie »Minenhund für zukünftig Zumutbares«.

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Kommentare (49)

Desprecio
28. August 2017 12:48

Wie allen, die sich den islamischen Mörder-Banden in den Weg stellen, wünsche ich dem Bürgermeister der Lagunenstadt vollen Erfolg bei der Umsetzung seiner geplanten Massnahmen im Falle eines Falles. In Venedig müssten sich unsere orientalischen Bereicherer dann allerdings wieder einmal etwas anderes ausdenken, um die verhassten Ungläubigen zur Hölle zu schicken, da das dortige Gelände den Einsatz von grossen Lastwagen wohl kaum zulässt. Der hinreichend bekannte Einfallsreichtum der Söhne Allahs beim Töten Andersgläubiger dürfte hier jedoch schnell Abhilfe schaffen.

Reinhard L.
28. August 2017 13:21

Immerhin mal ein Kontrapunkt zu der halben Million Idioten in Barcelona, die zusammen mit ihrer lachenden Bürgermeisterin dem IS die frohe Botschaft überbracht haben, daß sie sich durch Terroranschläge nicht  von der Islamisierung Europas abhalten lassen.

Monika L.
28. August 2017 13:50

In den Heroen-Pantheon aufnehmen sollte man auch Tomio Okamura, Vorsitzender der tschechischen Partei " Morgendämmerung der direkten Demokratie" , - jetzt: "Freiheit und direkte Demokratie - SPD":

https://www.tomio.cz/aktuality/ne-islamu-ne-teroristum/

Ne Islám - Ne teroristum

Herr K.
28. August 2017 14:14

Hmm. Also die Liquidatoren zu liquidieren ist verständlich und vlt sogar notwendig. Aber braucht es öffentliche Beglückwünschungen dafür? Wirkt auf mich eher wie eine Steilvorlage für die Lückenpresse zum Abqualifizieren der "Menschenjäger". Inhaltlich differenzierte Auseinandersetzung mit den Motiven wäre mir lieber gewesen.

Umdenker
28. August 2017 15:07

Kein Waldmanns Dank, Herr Wessels. Ich sehe das ähnlich wie Herr K. Dass man Attentäter von Scharfschützen liquidieren lässt, wenn möglich -geschenkt! Dafür haben Sie vermutlich Konsens bis hinein in die Partei der Grünen. Hier wird jedoch das Bild eines von Scharfschützen umstellten Markusplatzes heraufbeschworen, auf dem Allahu-Akbar-Schreier, bei denen es sich in dieser Lokalität ja auch nur um einen Touristen handeln könnte, umgehend abgeknallt werden. Geht's noch? Ich hatte die Stoßrichtung der IB immer so verstanden, dass sie sich gegen die erbärmlichen Politiker wendet, die uns in diese Situation gebracht haben und nicht gegen die Leute, die deren fehlgeleitete Politik zu uns gespült hat. Wenn Sie also ein Bild entstehen lassen, in dem die "Volksverteter" mit faulen Eiern und Tomaten "abeschossen" werden, bin ich sofort dabei. Was in diesem Montagsartikel skizziert wird, ist aber "nicht hilfreich" (um mal das Merkelsch "Bonmot" zu benutzen) und, da hat Herr K. recht, eine Steilvorlage für Lückenpresse und VS. Und eine IB, die diese Richtung einschlägt, könnte ich persönlich auch nicht mehr unterstützen.

Fritz
28. August 2017 15:46

Erscheint wenig praktikabel. Ich war letztes Jahr in Venedig; wie überall in Italien gibt es dort viele Bangladeshis, die i.d.R. irgendeiner Arbeit nachgehen, sowie zahlreiche Touristen aus arabischen Ländern, erkennbar an Kopftuchfrauen und großen Einkaufstaschen. Aber von denen wird wohl kaum jemand Allahuakbar schreien.

Gerrit
28. August 2017 16:05

Ich freue mich über jedes Zeichen, dass das müde Europa doch noch bereit ist das Eigene zu verteidigen. Wohlgemerkt: Gemeint sind Mörder, die unter "Allahu-Akbar-Schreien" sich ins Paradies morden wollen. Und sicher keine gestrandeten Glücksritter, denen sicher nicht der Weg ins Paradies, sondern nur freundlich und bestimmt die Heimreise ermöglicht werden sollte. Ich denke auch nicht, dass man die Aussagen falsch verstehen kann. Eine andere Frage ist, ob solches Maulheldentum wirklich schon zum "Sonntagshelden" reichen sollte. Aber Mann muss in einem Kontinent der aussterbenden Helden ja schon mit wenig zufrieden sein.   

thorsten.
28. August 2017 16:31

Die "Spurbreite des schmalen Grats". Da haben wir sie wieder. Auf der einen Seite gilt es sich zu distanzieren von denen welchen "der Krieg eben Spass macht" auf der anderen Seite setzt man Zeichen der Entschlossenheit erlangt Gehör nicht durch politisch-korrekt weichgespülte Andeutungen sondern durch klare Worte.

Utz
28. August 2017 16:49

Wenn es einen Verdacht auf ein Attentat gibt (und ein Allahu-Akbar-Ruf rechtfertigt diesen Verdacht) ist des gerechtfertig zu handeln. Als Aufruf zur Gewalt und Jagd auf Menschen kann man das nicht mißverstehen. Ich erinnere mich vage daran, daß bei (glaube dem vorletzten) Besuch von Obama in Deutschland nicht nur Kanaldeckel festgeschraubt wurden, sondern auch den Menschen verboten wurde, an die Fenster zu gehen. Sie wurden darauf hingewiesen, daß sie sonst ohne wenn und aber erschossen werden könnten. Ich bin auch dagegen der uns feindlich gesonnenen Presse Steilvorlagen zu liefern. Also sehen wir in dem Bürgermeister keinen Helden, sondern einfach nur einen verantwortungsvollen Politiker, dem seine Bürger und die Touristen, die der Stadt Geld bringen, soviel wert sind wie dem deutschen Staat ein amerikanischer Präsident.

Desprecio
28. August 2017 17:23

In Anbetracht der mörderischen Attacken, des hundertfachen, ja sogar tausendfachen Leids der Opfer und deren Familien seit nunmehr bereits vielen Jahren in Europa und anderswo durch fanatisierte islamistische "Gotteskrieger" ist es für mich, vorsichtig ausgedrückt, geradezu unfassbar, dass gerade auch in diesem Forum Leute mit ihren politisch-korrekt weichgespülten Andeutungen sich jeglicher ernsthaften Konfrontation mit dieser Plage des 21. Jahrhunderts immer noch verweigern wollen. Denen empfehle ich an dieser Stelle, immer eine gebaĺlte Ladung Wattebälle bereitzuhalten. Sollten sich potentielle Attentäter dann totgelacht haben, ist deren Zweck ja dann schliesslich auch erfüllt.

Herr K.
28. August 2017 17:26

Hmm. Also die Liquidatoren zu liquidieren ist verständlich und vlt sogar notwendig. Aber braucht es öffentliche Beglückwünschungen dafür? Wirkt auf mich eher wie eine Steilvorlage für die Lückenpresse zum Abqualifizieren der "Menschenjäger". Inhaltlich differenzierte Auseinandersetzung mit den Motiven wäre mir lieber gewesen.

Starhemberg
28. August 2017 17:41

 Hart aber herzlich.

Umdenker
28. August 2017 17:49

@thorsten. Ich bin durchaus für die Erweiterung des Korridors des Sagbaren. Probleme mit dem politischen Islam benennen, die Interessen derjenigen "die schon länger hier leben" formulieren etc. Da sind wir uns vermutlich hier alle einig. Nur in diesem konkreten Falle sehe ich keine sinnvolle Stoßrichtung für eine Korridorserweiterung. Was will man damit erreichen? Wo soll das hinführen?

Bran
28. August 2017 18:21

An alle Steilvorlage-Mahner: Die reine Existenz der SiN oder von uns Rechten ist eine Steilvorlage, falls Ihr das immer noch nicht bemerkt haben solltet.

Umdenker
28. August 2017 19:12

@ Bran: Steilvorlage als Selbstzweck?

marodeur
28. August 2017 19:45

@Umdenker:

Wieso Selbstzweck? Der Bürgermeister hat die Filmfestspiele vor der Tür und zahlreiche verunsicherte Bürger und Gäste, um die er sich kümmern muss. Was hätten Sie dem Mann denn geraten? Soll er den Unsinn von "keine Angst" und "lassen uns nicht spalten" nachbeten? Wenn wir schon selbst keine Verantwortung tragen, dann sollten wir doch bitten einem mutigen Mann den Rücken stärken.

Hartwig aus LG8
28. August 2017 20:52

Der "Sonntagsheld" wird von Wessels oft mit einer Brise Humor ausgesucht und serviert. So auch hier. Den markigen Worten des Venezianers werden wohl weniger markige Taten folgen, aber wie dem auch sei - sie sind gesprochen und setzen ein Zeichen; ein Ausrufezeichen! 100 Prozent Sonntagsheld.

Herr K.
28. August 2017 21:25

Es geht nicht darum die Wattebälle statt der Wehrhaftigkeit auszupacken (sonst würde ich auch keinen Kampfsport machen). Aber ein "...ey, geil, abknallen..." ist auch nicht das gelbe vom Ei. Vielmehr ist die Frage, wie man die Kopf-in-den-Sand-Stecker zu aktiven Patrioten transformiert. C-Star ist da hervorragendes Beispiel (ja, habe ich aktiv unterstützt). Die Attentäter zu bekämpfen heißt gegen Symptome statt gegen Ursachen zu kämpfen. Es sind immer noch die Politiker und der (noch) aktuelle Zeitgeist. Und natürlich freu ich mich über jeden Moslem weniger in Europa. Aber vlt. würde so mancher auch ganz gerne daheim bleiben, wenn nicht dauernd diese Bombenstimmung wäre...

nom de guerre
28. August 2017 21:31

Hmm. Was soll man dazu jetzt sagen? Sie scheinen diesen Bürgermeister mit seinem für Italiener vielleicht nicht ganz untypischen Hang zu Übertreibungen – wie ich jedenfalls unterstelle, kenne den Mann ja nicht – wörtlich zu nehmen und wünschen ihm, anscheinend ebenfalls ernst gemeint, Waidmannsheil. Dafür, dass er, wohlgemerkt ein staatliches Organ, Leute abschießen lassen will, die Allahu Akbar rufen, während sie sich auf dem Markusplatz befinden. Man verstehe mich nicht falsch: Wenn tatsächliche Anhaltspunkte die Annahme rechtfertigen, dass a) jemand unmittelbar im Begriff ist, sich in die Luft zu sprengen bzw. sonstwie ein Selbstmordattentat oder auch nur ganz altmodisch überhaupt ein Attentat auf andere Menschen zu begehen und b) ein gezielter, tödlicher Schuss auf die betreffende Person das einzige geeignete Mittel darstellt, um dieses Attentat zu verhindern, dann müssen Sicherheitsorgane selbstverständlich befugt, ggf. sogar verpflichtet sein, diesen Schuss zu tätigen. Aber nur weil jemand „Allahu Akbar“ ruft – ohne sichere Kenntnis, dass der das nicht „einfach so“ macht, weil ihm gerade danach ist oder weil er ein gläubiger Muslim ist und zum Ausdruck bringen will, dass sein Gott groß ist? Wirklich nicht! Und dazu, dass Sie jemandem, der solche maulheldigen Ankündigungen macht, Waidmannsheil wünschen, als ginge es auf zur fröhlichen Fuchsjagd und nicht um Menschenleben, erspare ich mir jeden Kommentar. Wobei nebenbei bemerkt auch bei der Jagd ein gehöriges Maß an Respekt vor dem Leben der Kreatur angebracht ist - in Ihrem mit Blick auf das Thema reichlich schnodderig geschriebenen Artikel erkenne ich diesen eher nicht.

@ Utz

„Ich erinnere mich vage daran, daß bei (glaube dem vorletzten) Besuch von Obama in Deutschland nicht nur Kanaldeckel festgeschraubt wurden, sondern auch den Menschen verboten wurde, an die Fenster zu gehen. Sie wurden darauf hingewiesen, daß sie sonst ohne wenn und aber erschossen werden könnten.“ Ich denke, das haben Sie falsch in Erinnerung. Diesen „Rat“ der Polizei, nicht ans Fenster zu gehen und dem Herrn Obama zuzuwinken (wenn man denn das Bedürfnis verspürte…) gab es, daran kann ich mich auch erinnern, allerdings war die angekündigte Konsequenz lediglich, dass sonst womöglich die Wohnung überprüft werde (steht zum Beispiel hier: https://www.kreiszeitung.de/lokales/niedersachsen/hannover-bevoelkerung-muss-obama-besuch-sicherheitsvorkehrungen-einstellen-6278141.html). Braucht definitiv auch niemand, ist aber etwas anderes, als erschossen zu werden. Für Letzteres dürfte in Deutschland jegliche rechtliche Grundlage fehlen, da „steht am Fenster und winkt“ sich auch mit ganz viel Phantasie nicht mit „ist im Begriff, den amerikanischen Präsidenten zu erschießen“ gleichsetzen lassen dürfte.

Franz Bettinger
28. August 2017 22:50

@ Herr K:  Ich finde es erfrischend, was der mutige Venezianer da so nonchalant von sich gibt. Immer nur pc sein ist doch wahnsinnig langweilig. Wenn die brd- Lügenpresse darauf anspringt, um so besser. Jede Nachricht ist eine gute Nachricht. Nur Schweigen tut weh.

Und @ Umdenker: Dass der Bürgermeister das nicht ernst gemeint haben kann, müsste eigentlich klar sein. Nein, er wollte ein saftiges Statement abgeben, und das ist ihm gelungen! Erschießen Sie mal einen aus der Menschenmenge auf dem Markusplatz, und auch noch spontan,so auf Zuruf - das ist unmöglich. Da hat @ Herr Fritz recht. Ich finde sehr hilfreich, was der gute Herr Brugnaro da gesagt hat. Weil er damit offen auf unsere Seite übertrat. Deshalb!

@ Gerrit: Das Wort "Maulheldentum" ist hier total daneben. Ich wäre froh, wir hätten wenigstens einen halben Bürgermeister in der brd, der seinen Mund wie jener Venetianer aufmachen würde. Es wäre, wie ein Fenster zu öffnen und frische Luft ins Mausoleum zu lassen. Da stehe ich voll auf @ Torsten's und @ Bran's und @ Desprecio's Seite. Dessen "Gebaĺlte Ladung Wattebälle" ist herrlich!

Martin S.
28. August 2017 23:57

Steilvorlage? Wenn's drauf ankommt,  schreckt dieser unser (Rechts)-Staat doch selbst vor  keiner Unverhältnismäßigkeit zurück: Als George Bush in Mainz zu Besuch war, wurde die Wohnung  einer Polizistin in ihrer Abwesenheit von  der deutschen  Polizei aufgebrochen.  Der Grund:  Die Wohnung lag innerhalb der "Sicherheitszone" und die Polizistin hatte  ein deutlich  lesbares  Pappschild  von  innen an  ein  Wohnungsfenster gestellt.  Auf dem Pappschild stand: "Bush not welcome". Das  genügte, um ihr Grundrecht auf Unverletzlichkeit ihrer Wohnung sofort und total aufzuheben. Eine Gefahr oder Straftat lag zu keinem Zeitpunkt vor. Also:  Aufrecht gehen und sich nicht ganz so schnell vor dem Gesslerhut verneigen ...

Umdenker
29. August 2017 00:52

„Wenn wir ehrlich sind, ist die Zeit des Gutmenschentums vorbei. Wenn jemand mich umbringen will, dann muss ich mich verteidigen. Wir werden Venedig verteidigen.“ – Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/28225004 ©2017

Ja, er hat Mut der Herr Brugnaro, das bestreite ich nicht. Leider hat er die Aussage dann duch die rechtlich nicht haltbare angebliche "Schießanordnung" wieder entwertet (@Franz Bettinger: gerade dann, wenn er es nicht erst gemeint hat). Ich habe nichts gegen Steilvorlagen, wenn sie zielführend sind (@marodeur). Aber das sehe ich hier nicht. Ich seh nur unnötige Munition für den Gegner. Und die auch noch mit "Waldmanns Heil" aufzuwerten ist daneben - tut mir Leid.

Thomas S.
29. August 2017 01:54

Über den seiner Verantwortung für die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit nachkommenden Staat heisst es in Römer 13, dass jene, die Böses tun, sich vor ihm fürchten sollten, denn er "trägt das Schwert nicht umsonst". In diesem Sinne möge das Schwert des gerecht handelnden Gemeinwesens also die Mörder unschuldiger Menschen treffen, bevor sie zuviel Unheil anrichten können. Im Sinne der Inklusionsgedankens sollten dabei selbstverständlich auch jene, die ihre Taten mit Parolen wie "Allahu Akbar" begleiten, nicht von diesem Gerechtigkeitsversprechen ausgeschlossen werden.

Curt Sachs
29. August 2017 04:08

»Hier wird jedoch das Bild eines von Scharfschützen umstellten Markusplatzes heraufbeschworen, auf dem Allahu-Akbar-Schreier, bei denen es sich in dieser Lokalität ja auch nur um einen Touristen handeln könnte, umgehend abgeknallt werden.«

Ja. Qui amat periculum, in illo peribit. (Verstehe die ganze Bedenkenträgerei hier nicht.)

Utz
29. August 2017 12:08

 Aber nur weil jemand „Allahu Akbar“ ruft – ohne sichere Kenntnis, dass der das nicht „einfach so“ macht, weil ihm gerade danach ist oder weil er ein gläubiger Muslim ist und zum Ausdruck bringen will, dass sein Gott groß ist? Wirklich nicht! 

Wenn in einer akuten Gefahrenlage, bei der Polizisten anwesend sind, ein Täter eine Bewegung macht, die vermuten läßt, daß er eine Waffe zieht, kann es auch sein, daß er erschossen wird. Auf dem Markusplatz ist vorher bekannt, daß man nicht Allahu Akbar rufen darf (das ist eine Regel, wie die, daß man bei rot nicht über die Ampel fahren darf, das ist auch lebensgefährlich), dann muß auch kein "gläubiger Moslem zum Ausdruck bringen, daß Gott groß ist". Er kann das einfach sein lassen und dafür woanders hingehen.

Der Gehenkte
29. August 2017 12:36

 Die ganze Geschichte wurde etwas falsch aufgenommen.

Erstens macht Luigi Brugnaro auf diesem Bürgermeistertreffen kein politisches Statement, sondern beschreibt eine Situation: daß man Scharfschützen auf den Dächern hätte, die bei "Allahu Akbar"-Rufern schießen.

https://www.youtube.com/watch?v=L5xwIFYaT6I

Zweitens geht ein wenig die Selbstironie verloren. Noch auf dem Treffen macht A. Gnassi - ausgerechnet der Bürgermeister von Rimini - einen Witz (siehe Link oben) und später wird dieser Witz von Florence Dario Nadella (Firenze) variiert.

https://www.youtube.com/watch?v=5TMm7sKtI-4

Drittens wird die Sentenz Allahu Akbar oft mißverstanden. Kann man hier nachlesen.

RMH
29. August 2017 12:37

Wir werden unseren Sarkasmus und unseren Humor noch dringend an anderer Stelle brauchen. Kaum schließt sich das Tor Namens Mittelmeer zu einem kleineren Spalt, schon öffnet sich - natürlich ganz legal! - das riesige Scheunentor Namens Familiennachzug.  Natürlich erst so richtig nach der Bundestagswahl ... (AfD, bitte jetzt dennoch zum großen Thema machen!) Die Blöd-Zeitung bleibt (leider) nach wie vor eine wichtige Quelle, weshalb ich um Entschuldigung bitte, dass ich einen link setze: https://www.bild.de/politik/inland/migrationspolitik/merkel-beim-fluechtlingsgipfel-in-paris-53023774.bild.html

Wenn diese Millionen dann erst mal da sind, wird es endgültig Schluss mit Lustig sein, denn das würde ja die Integration der neuen Herren stören. Humor ist, wenn man trotzdem lacht? Irgendwie vergeht einem das Lachen ...

Cacatum non est pictum
29. August 2017 13:55

Liebe Leute, ich muss Bran beipflichten: Eure Gegner haben immer noch die absolute Diskurshoheit. Die haben jederzeit so viel Munition verfügbar, dass sie permanent aus allen Rohren gegen Euch schießen können. Dafür brauchen sie keinen ironisch-überspitzten Sonntagshelden-Artikel. Der fällt überhaupt nicht ins Gewicht, ist aber amüsant zu lesen - und herrlich politisch unkorrekt. Überlasst doch das Gejaule den Linksgrünen, und benehmt Euch nicht selbst so wie sie. Dem Gegner keine Steilvorlagen liefern, die bürgerliche Mitte nicht vergraulen: Das sind doch alles Verlierersprüche. Merke: "In Gefahr und großer Not bringt der Mittelweg den Tod" (Friedrich von Logau). Und dass wir uns in großer Not befinden, ist uns allen doch bewusst, oder? Siehe nur hier: Merkel und Macron offen für legale Migration aus Afrika

Heinrich Brück
29. August 2017 13:57

Brugnaro sagt diesen Satz, die Presse teilt ihn mit. Eine Äußerung an die Adresse des Wahlvolks in Venedig, wahrscheinlich zur Beruhigung der Volksseele. Das demokratischste Organ der Voksspaltung, die Presse, schafft nicht nur Gegensätze, sie manipuliert sie auch. In einem System der Volksspaltung, der Schaffung falscher Gegensätze, scheinen in den meisten Vorgängen die Mittel, nicht der Zweck, austauschbar. Kommuniziert wird eine Moral, deren Arbeitsweise als Mittel streitbar bleibt, den Zweck aber niemals gefährden kann. Wäre das Volk stärker durch eine Herkunftsidentität geprägt, könnte Venedig sprachlich in einer ganz anderen Form mitteilen, und kein Mensch würde sich aufregen.

Desprecio
29. August 2017 16:21

@ "Cacatum non est pictum" / 29.08.17, 11:55

Unter all den offensichtlich unter der ansteckenden Krankheit DISTANZERITIS Leidenden in diesem Forum ist es immer wieder wohltuend Foristen wie Sie zu vernehmen, die entgegen aller PC und ohne weichgespülte Andeutungen all das zum Ausdruck bringen,  was jeder, dem seine Heimat und seine Kultur noch etwas bedeutet, jederzeit selbstbewusst zum Audruck bringen sollte. Wer jetzt immer noch nicht kapiert hat, dass all diese "Verlierersprüche" ("Cacatum non est pictum") uns weniger weiterhelfen werden als offensiv vorgetragene Stellungnahmen und Forderungen, den werden unsere Gegner eines nicht allzu fernen Tages eines Besseren belehren.

Valjean72
29. August 2017 16:58

Hm, wer also nicht "Hurra" bzw. "Waidmannes Heil" oder „Immer feste druff!“ ausruft, anlässlich des flapsigen Spruchs des italienischen Bürgermeisters, der sollte auch nicht vergessen seine „Wattebällchen“ mitzunehmen? Dass ist nicht nur allein intellektuell dürftig, sondern auch - ob der inszenierten und selbstdarstellerischen „männlichen Härte“ - beinahe peinlich. Wenn es hart auf hart kommt und das eigene Leben, oder das von Familienmitgliedern und Freunden durch gewalttätige „Neusiedler“ bedroht ist, wird ein jeder eine Antwort finden müssen, die er zu geben bereit sein wird. Für mich sitzt der Feind an den Schaltstellen jener Machtstrukturen, die uns diese Misere eingebrockt haben. Gegen gewalttätige und nassforsch auftretende Neusiedler gilt es sich zu verteidigen, sowie es gilt die Masseneinwanderung umzukehren. Gegen den Islam als solchen in seinem historischen Raum habe ich nichts. Der ist mir schlichtweg egal. These: Ein Aspekt der gesteuerten Masseneinwanderung ist es, dass gesellschaftliche Sprengpotential zu erhöhen, um es zu gegebenem Zeitpunkt zünden können. In diesem Fall würde die „Immer-feste-druff-Fraktion“ lediglich die ihr zugedachte Rolle der Eskalationssteigerung übernehmen. Aber wie heißt es im Volksmund? „Hunde die bellen, beissen nicht.“

thorsten.
29. August 2017 17:56

@Umdenker: Eine "Erweiterung des Korridors des Sagbaren" sehe ich hier nicht. Ich sehe hier eine klare Ansage, dass legitime Notwehr, falls erforderlich, auch ausgeübt wird. Es ist dabei selbstverständlich, dass der Tourist im Hawaihemd, der einen blöden Scherz macht natürlich nichts zu befürchten hat - dass kann man nach einer solchen Aussage auch ohne unglaubwürdig zu werden wenn nötig erklären. Aber klare Aussagen erzeugen Klarheit. Und die brauchen wir! Den schmalen Grat sieht man auch in der Arbeitswelt: Es gibt Führungskräfte, die "den Chef raushängen lassen", kommandieren weil sie es "männlich" finden und das eigene Ego damit ausleben. Und solche die die Ziele kennen und unabhängig von dem eigenen Ego klare Anweisungen geben, damit das Ziel erreicht wird. Wenn das Ziel es ist, Grenzen aufzuzeigen und die klare Ansage, dass wir wenn nötig auch zur Notwehr greifen um diese Grenzen zu schützen sehe ich dies durchaus "im Korridor des Sagbaren".

Herr K.
29. August 2017 20:59

Man stelle sich nun noch vor, die Shahids würden sich nun einfach wortlos in die Luft sprengen... was wäre gewonnen? Ich teile die Meinung, dass der Pudels Kern unsere Politiker sind. Selbst dauerhafte intensivste Eierduschen für dieselben wäre sinnvoller. Fürs erste.

Hartwig aus LG8
29. August 2017 22:22

Der Rechten wird ja oft Humorlosigkeit unterstellt. Dieser Strang bestätigt das mal wieder auf's Ärgste. Hier werden doch tatsächlich in aller Bierernsthaftigkeit die herzhaften Worte eines venezianischen Bürgermeisters hin und her gewichtet, und zu allem Überdruss auch noch die eigene Reaktion darauf im Spiegel des politischen Gegners betrachtet. Herr je ...

Desprecio
29. August 2017 23:28

@ "Hartwig aus LG8"

Ihr Text, Ihr Fazit (inklusive "Herr je...") könnten die geeigneten Schlussworte sein. Meine volle Zustimmung !

Umdenker
30. August 2017 21:36

@Desprecio

Ich hatte das Thema schon abgehakt, aber jetzt fühle ich mich doch noch zu einem eigenen "Schlusswort" animiert. Nicht alles, was politisch inkorrekt ist, ist allein deshalb schon toll oder gar zielführend.

Desprecio
31. August 2017 11:13

@ "Umdenker" mit Schlusswort

Hätte noch vor kurzer Zeit nie damit gerechnet, im SiN-Forum die versammelte Elite der PC-Verteidigung sowie der neurechten Bedenkenträger vorzufinden, die den politischen Gegner gar nicht mehr brauchen, um sich von diesem sprachliche Fesseln anlegen zu lassen. Wäre ich, auch noch im Angesicht des über unser Restvolk gerade hereinbrechenden Genozids, immer noch der Ansicht, politisch korrekt untergehen zu wollen, würde ich mich bei den Mainstream-Medien und nicht ausgerechnet bei SiN umsehen.

Umdenker
31. August 2017 13:14

@ Desprecio: Ist ok! Als PC-Verteidiger und quasi als Linker bezeichnet zu werden, hatte ich jetzt noch nie. Ist mal eine interessante Erfahrung. Nach meinem Eindruck von der Sezession, schätze und hoffe ich aber, dass die Mehrheit der Leser das etwas differenzierter sieht. Ich denke, die Standpunkte sind ausgetauscht und wir sollten die Diskussion hier beenden.

CJD
31. August 2017 19:33

Dieser Krieg kann doch bitteschön nicht mehr mit Worten gewonnen oder verloren werden. Es ist doch längst alles gesagt - hundertfach, tausendfach. Beim Überfliegen der einschlägigen Portale und Foren befällt mich zunehmend Belustigung darüber, in wie vielen Varianten die kochende Volksseele ihre Frustration noch schriftlich äußern muß. Es ist wirklichkeitsfremd und intellektuell beschämend, zu hoffen, mit möglichst moderaten Diskussionsbeiträgen das eine oder andere verirrte CDU-Schaf auf seine Seite zu ziehen und dadurch die Gesamtentwicklung aufhalten zu können. Und während sich alle gegenseitig voll labern, werden wir entweder gerade qua krass differierenden Fertilitätsraten weggefickt oder an der nächsten Straßenecke vom Lkw überfahren. Der Bericht über den venezianischen Bürgermeister mag als Gradmesser für die eigene Überlebensfähigkeit herhalten. Wem es zuviel Kopfzerbrechen bereitet, eine solche banale aber erfrischende Äußerung einfach lächelnd zur Kenntnis zu nehmen, der ist eh schon tot. Und komme mir jetzt bloß keiner mit der Defätismus-Nummer! Das ist nicht meine Intention. Es ist an der Zeit, Heerschau zu halten - ansonsten war's das. Es ist Zeit hinter der wohleingerichteten Intellektuellen-Kultiviertheits-Wand hervorzukommen, das süße Gift der Gewaltlosigkeitsdoktrin abzusetzen  und sich auf's Feld zu begeben. Ansonsten war's das. Wirklich - ansonsten war's das.

Hartwig aus LG8
1. September 2017 00:26

Noch ein Schlusswort??

Nein, aber einen Gruss an @CJD, auch @Desprecio, @Bran und einige andere.

Die Bezahlschranke hat den Kommentarstrang spürbar "milder" gemacht. Meine liebsten Kommentare sind die "sie sind so mutig", "wünsch ihnen viel Glück", "weiter so".   Wie auch immer das gemeint ist, es klingt nach größtmöglichen Sicherheitsabstand. Eines steht für mich fest: Wer sich ernsthaft von der Gewaltlosigkeit des Kampfes verabschiedet hat, der schreibt nicht in diesem Portal, höchstwahrscheinlich auch sonst nirgends.  So gesehen sind wir hier alle aus ähnlichem Holz. Erbärmlich nur, wer sich als Linde von der Eiche distanziert; womit nun wirklich nicht der Venezianer als Eichenmann gemeint ist, sondern die Jungs draußen, und die Jungs, die reihenweise dicke Haftstrafen aufgebrummt bekommen - in den letzten Monaten, in den letzten Wochen ... kein Wort darüber hier ...

Bran
1. September 2017 10:12

Umdenker: Sie verstehen nicht, was ich meine. Für die MSM ist die reine Existenz einer Rechten eine Steilvorlage, um darauf einzutreten. Leisetreterei wird Ihnen KEINE Fleisspunkte oder Sympathien bringen in der öffentlichen Wahrnehmung. Ich habe es hier auf dieser Website schon einmal in den Kommentaren geschrieben und wiederhole es gerne noch einmal: Die Meinungsherrschaft durch linksliberale Positionen wurde nicht mit Kompromissbereitschaft, Anpassung der Ausdrucksweise an den Mainstream oder Entschuldigungen errungen. Es waren Kompromisslosigkeit, striktes Vermeiden von Distanzierungen, Schnoddrigkeit und Penetranz, die die Linke nach oben spülte. Ebenso ständiges Ramba-Zamba und wilder Aktionismus auf der Strasse, in den Medien und so ziemlich überall, wo diese Leute grad hinkamen. Dies kann kein Rezept für die Rechte sein, das 1:1 übernommen werden kann. Der gute Geschmack und die Tugenden, die man pflegen und erhalten will, verbieten das. Gewisse Verhaltensweisen und vor allem die Disziplin, mit der diese gepflegt werden (und ja, die Linke hat trotz ihrer Neigung, am Morgen nicht aus dem Bett zu kommen und die Körperhygiene zu vernachlässigen, hier beachtenswerte Disziplin an den Tag gelegt über die Jahre), müssen hingegen zwingend übernommen werden, wenn wir überhaupt noch etwas erreichen wollen. Hierzu gehört, endlich Abstand von dieser Distanzierung in öffentlich wahrnehmbaren Räumen zu nehmen. Die Linke distanzierte und stritt sich an ihren nach vergossenem Bier und schmuddeligen Lederjacken riechenden Vollversammlungen in klandestinen Räumen. Im öffentlichen Raum hingegen: Nie. Wenn Sie erschreckt über einen Blogeintrag wie diesen hier Abstand nehmen und dies äussern, erreichen Sie höchstens, dass unsere Antagonisten sich darüber freuen, dass unter uns Uneinigkeit herrscht. Ihre Existenz wird man aber trotzdem gerne demontieren, wenn ruchbar wird, dass Sie in einem "rechtsextremen Blog" kommentieren. Die Akzeptanz von den MSM und den Zeitgeistlern, die Sie sich vielleicht erhoffen, wird Ihnen verwehrt bleiben. Da bleibe ich für meinen Teil lieber ein Ekelpaket, das solche Blogeinträge geniesst. Und in dem Sinne grüsse ich alle hier zurück, die das gleich oder ähnlich sehen.

Desprecio
1. September 2017 18:03

@ "Bran" / 01.09.2017

Ich hatte mich in diesem Forum (zu diesem Beitrag) vorübergehend schon ziemlich einsam gefühlt. Dank der vorangegangenen drei Kommentare, von Ihnen, "Hartwig aus LG8", "CDJ", geht es mir nun wieder etwas besser. Danke ! Will aber nun "kein weiteres Oel ins Feuer giessen. Von meiner Seite ist  ohnehin fast alles gesagt. Es bleibt zuletzt nur noch die Frage,ob man Vertreter abweichender Meinungen in diesem Forum als "beinahe peinlich" oder gar "intellektuell dürftig" bezeichnen sollte!? Diese Attribute sollte man sich vielleicht für das andere, die Realität verweigernde, wirkliche Gegenüber aufsparen.

Umdenker
1. September 2017 18:10

@Bran und alle, deren Gedanken offenbar ständig um die MSM kreisen: Nein, ich denke, Sie verstehen nicht! Ich versuche die Punkte nochmal aufzudröseln:

1. Die Vorstellung von Scharfschützen, die jeden, der etwas bestimmtes ruft, mit einem frischen Walmannsheil auf den Lippen abknallen, finde ich zutiefst abstoßend. Dafür muss ich mich nicht erst mit den MSM abgleichen, das weiß ich einfach so. Der Vorwurf der "Distanzeritis" läuft also völlig ins Leere. Ich dachte eigentlich, dass der disziplinierte, gewaltfreie Widerstand, wie Martin Sellner ihn propagiert, in diesen Kreisen das Maß der Dinge sei. Scheint nicht durchgehend der Fall zu sein, was mir zu denken gibt.

2. Jenseits dieser Grundsatzfrage stellt sich natürlich die nach dem Nutzen: Was soll denn das Zielführende bei diesem Spruch sein? Dass man als "Ekelpaket" solche "Blogeinträge geniesst" ist ja vielleicht doch etwas wenig. Darauf ist leider keiner meiner Vorredner eingegangen.

3. und sozusagen nur als Anhängsel 1. und 2. ergibt sich dann die Frage nach der Steilvorlage. Zugspitzt: Nicht nur schlecht und unnütz, sondern als Sahnhäubchen auch noch unnötige Munition für den Gegner. Dass Letzters den meisten hier Wurscht ist, habe ich inzwischen verstanden.

nom de guerre
1. September 2017 19:59

@ Umdenker

„Die Vorstellung von Scharfschützen, die jeden, der etwas bestimmtes ruft, mit einem frischen Walmannsheil auf den Lippen abknallen, finde ich zutiefst abstoßend.“ Das geht mir genauso – und zwar unabhängig davon, ob der Autor des Artikels sein Waidmannsheil vollkommen wörtlich meint oder ob er „nur“ glaubt, einen besonders guten Witz gemacht zu haben. Dass viele hier im Forum offenbar dieses Abgestoßensein, diese Ablehnung einer solchen „Waidmannsheil-Denkweise“ nicht als solche wahrnehmen können, sondern darin nur eine Anpassung, ein (natürlich völlig sinnloses) Sich-rückversichern-wollen beim Mainstream erblicken, scheint mir die Kehrseite der von eben jenem Mainstream propagierten politischen Korrektheit zu sein. Die PC-Verfechter fragen nicht, ob es sich gehört, im Laden zweier älterer Damen Obst mitgehen zu lassen (um mich in Ermangelung eines eigenen Beispiels mal bei Ellen Kositzas heutigem „Das war’s“ zu bedienen), sondern sie stellen einfach fest, dass es nicht politisch korrekt ist, wenn jemand erzählt, ein gut gekleideter Asylant (inzwischen ja auch ein böses Wort) mit Alkoholfahne habe gestohlen (bzw. sei von den beiden couragierten Omas am Diebstahl gehindert worden). Bei dem Thema „Wer Allahu Akbar schreit, wird erschossen“ sieht es für mich so aus, als könne es für einige Foristen per se nicht darum gehen, ob es anständig ist, so wegwerfend über das Leben anderer Menschen zu reden, sondern nur darum, dass sich jemand, der sich davon abgestoßen fühlt, damit irgendwie auf die gleiche Ebene wie der Mainstream begibt. Ich weiß nicht, das scheint mir auf eine etwas gewundene, verschrobene Art auch ein Beleg für den verbreiteten deutschen Selbsthass zu sein – um Gottes Willen nicht einer Meinung sein mit der falschen Gruppe der eigenen Landsleute! Trifft man sonst eigentlich nur in die entgegengesetzte Richtung beim vielgeschmähten Mainstream….

Bran
1. September 2017 23:04

Sobald Sie "Steilvorlage" sagen - und mit diesem Begriff haben Sie diese Diskussion erst initiiert - können Sie eigentlich wenig Anderes als die MSM meinen.

Wenn Sie es zutiefst abstossend finden, wenn jemand erschossen wird, der auf einem überfüllten Markusplatz den berühmt-berüchtigten Ruf herausbrüllt, nach allem, was in Europa in den letzten Jahren geschehen ist, sei's drum. Ich finde, es ist ganz einfach die normale Reaktion in einem Krieg. Und in einem solchen befinden wir uns schon geraume Zeit. Die Kombattanten der Gegenseite sind sich dessen völlig bewusst, während wir die Nase rümpfen über Erschossene Provokateure. 

Das Zielführende bei dem Spruch ist: Man sagt der Gegenseite, dass nicht lange gezögert oder wird. Und das ist nicht wenig. Das kann in einem Krieg Alles sein.

Natürlich müssen Sie nochmal die Munition für den Gegner erwähnen, obwohl Ihre Gedanken nicht ständig um die MSM kreisen. Noch einmal: Falls Sie wirklich rechts sind, ist das schon längst Munition genug. Und Ihre beharrliche Distanzierung im öffentlich einsehbaren Raum ist ganz eigentlich schädlich. Wenn Sie das wirklich nicht verstehen, dann war das hier nun mein Schlusswort.

Heinrich Brück
2. September 2017 01:58

Die Kampfhobbitphilosophie wird nicht ausreichen, wenn die Orks in Auenland aufmarschieren. Die Orks haben keine demokratischen Gehirnverdrehungen; nicht vergessen die perfekte Ironie, Waidmannsheil!

Avanti ragazzi! https://www.youtube.com/watch?v=3m-_VnU9-iI 

Lotta Vorbeck
2. September 2017 05:37

@Bran - 01. September 2017 - 09:04 PM

"... Das Zielführende bei dem Spruch ist: Man sagt der Gegenseite, dass nicht lange gezögert oder wird. Und das ist nicht wenig. Das kann in einem Krieg Alles sein. Natürlich müssen Sie nochmal die Munition für den Gegner erwähnen, obwohl Ihre Gedanken nicht ständig um die MSM kreisen. Noch einmal: Falls Sie wirklich rechts sind, ist das schon längst Munition genug. Und Ihre beharrliche Distanzierung im öffentlich einsehbaren Raum ist ganz eigentlich schädlich. Wenn Sie das wirklich nicht verstehen, dann war das hier nun mein Schlusswort."
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Die distanzierten und sich abgestoßenen fühlenden Foristen - bei denen von der anderen Feldpostnummer würde man sich darob als 'bestürzt' gerieren - haben sicher kein Verständnisproblem. Sie können es eben vermutlich nur schwer ertragen, der Realität ausnahmsweise mal sämtlicher zuckrigen Euphemismen entkleidet, ins unverhüllte Antlitz zu schauen.

deutscheridentitärer
2. September 2017 14:41

"Ich dachte eigentlich, dass der disziplinierte, gewaltfreie Widerstand, wie Martin Sellner ihn propagiert, in diesen Kreisen das Maß der Dinge sei. Scheint nicht durchgehend der Fall zu sein, was mir zu denken gibt."

So ist es auch - für Aktivisten. Aber doch bitte nicht für Polizei oder Militär, die das Gewaltmonopol ausüben, damit der Rest es nicht tun muss.

Umdenker
2. September 2017 21:06

@ nom de guerre: Danke für Ihren sehr überzeugenden Beitrag.

@ Bran: Ob wir uns tatsächlich in einem "Krieg" befinden ist wohl eine Defintionsfrage. Wenn es einer ist, wird er m. E. aber nicht oder jedenfalls nicht in erster Linie mit Gewehren gewonnen. Und die "Gegenseite" sitzt für mich nach wie vor in Berlin in diversen öffentlichen Gebäuden und ruft i. a. nicht "Allah ist groß".

Das war es jetzt von mir aber endgültig zum Thema. Wir haben ja vielleicht morgen schon den nächsten Sonntagshelden... Ich danke allen für die interessanten Diskussion.

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