Sezession
27. August 2017

Defend Europe – mein erstes Resummee

Martin Sellner / 17 Kommentare

Jetzt, indem ich diesen Text schreibe, ist es eigentlich zu früh für ein Resumme. Wir liegen auf Reede in der Hurd-Bank, 13 Seemeilen vor Malta.

Martin Sellner

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.

Die ganze Insel scheint derzeit gebannt auf die C-Star zu blicken. „Well done Prime Minister, but now its time to sink the „Ship of Hate!“, titelte eine linke maltesische Plattform. „#nowaternofuelnofood“ twittern Linke und freuen sich hämisch über das Embargo mit dem Defend Europe belegt wurde.

Wenn dieser Artikel erscheint sind wir allerdings wahrscheinlich schon an Land. Was weder Linke Journalisten, noch Twitteraktivisten, sondern nur wir und die maltesische Regierung wissen: Wir haben bereits Wasser und Sprit erhalten - und zwar direkt aus Valetta.

Eine Woche, nachdem unser bereits bezahltes und genehmigtes Crew-Vessel vom maltesische Transportministerium am Auslaufen gehindert wurde, befinden wir uns in einem absurden „Belagerungszustand“, der in diesem Moment die maltesische Regierung wohl mehr stört als uns. Nachdem der Premierminister Josef Muscat vollmundig verkündet hatte, daß wir weder einlaufen dürften, noch Versorgung erhalten würden und dafür artig öffentliche Belobigung vonseiten der NGO (und wie man vermuten darf nichtöffentliche Belohnungen) empfing, gingen wir eine diplomatische Offensive.

Maltesische Patrioten wagten den Bruch des Embargos, versorgten uns bei meterhohen Wellen unter Lebensgefahr mit Wasser und organisierten Widerstand am Festland. Gleichzeitig schalteten wir alle Botschaften ein und brachten die maltesische Regierung Zug um Zug in eine Zwickmühle.

Wir organisierten ein Versorgungsschiff, und während es um die Auslaufgenehmigung bat, bombardierten wir den Maltesischen Hafen mit Urgency-Calls via Funk. Wenn das Auslaufen nicht genehmigt würde, würden wir einen Notfall riskieren. Der nervös Hafenposten leitet die Entscheidung an die höchste Stelle weiter. Fünf Stunden lang debattierte die Politik, bis dem Schiff das Auslaufen gewährt wurde. Die Bedingung: Nichts davon dürfe in die Medien gelangen.

Wir spielten vorerst mit und setzten zum nächsten Zug an. Wir verlangten erneut die Einreise durch ein Mannschaftsboot, erneut verbunden mit einem Notfall. Die C-Star würde nämlich am Samstag Mittag zu einer neuen Charter nach Syrien aufbrechen. Laut SOLAS hat jeder Mann an Bord das Recht, beim letzten möglichen Hafen abzusteigen, wenn ein Schiff in eine Gefahrenzone fährt.

Im Moment bombardieren die französische, italienische, deutsche und österreichische Botschaft Maltas Minister mit Anfragen, während unser Crew den Hafenmeister keine ruhige Minute lässt. Wir zwingen sie, uns entweder legal einreisen zu lassen (und damit all ihre großen Phrasen Lügen zu strafen) oder internationales Recht zu brechen. Auch für letzteren Fall haben wir bereits einen Alternativplan, weswegen ich diesen Text mit der Zuversicht abschicke, ihn in Wien bei einer Melange auf sezession.de sauber gesetzt lesen zu können.

Doch auch wenn es nicht klappen und die Operation eine andere Wendung nehmen sollte, tut das nichts zur Sache. Im Gegenteil: Die oben geschilderte Episode ist ein perfektes Beispiel für das, was Defend Europe war: ein Kampf mit allen Mitteln gegen ein übermächtige Lobby.

Meine größte Sorge war zu Beginn der Mission, daß sie ins Leere stoßen, daß man ihr einfach keine Beachtung schenken und uns bei unserem Einsatz ignorieren könnte.

Nun, über mangelnde Aufmerksamkeit konnten wir uns wirklich nicht beklagen, und über mangelnden Widerstand schon gar nicht. Was wir an Repression, Presselügen, Widerständen und Angriffen erlebt haben, hätte aber wirklich keiner erwartet. Und - um das Ergebnis meines Resummes vorweg zunehmen: Daß wir es durch diese Odyssee aus Problemen bis an die Libysche Küste schafften ist, an sich ein Erfolg, den keiner ermessen kann, der nicht selbst dabei und an Bord war.

Ein Artikel reicht nicht aus um aufzuarbeiten, was von Suez über, Catania bis Nord- und Südzypern, Creta, Sfax, Libyen und Malta geschehen ist und was darüber behauptet wurde. Daß das tatsächliche Geschehen und medial Behauptetes aber so krass wie nie bisher auseinanderklaffen, dürfte wohl jedem Leser dieser Zeilen klar sein. Ich will in diesem Text nicht auf die einzelnen Episoden eingehen (sie werden in andere Form aufgearbeitet werden), sondern meine Motivation für Defend Europe und die tiefere Bedeutung dieser Mission darlegen.

 

Am Anfang dieser Odyssee, die keine Aktion, sondern vielmehr ein politisches Abenteuer war, stand der Überdruß. Ich konnte keine Banner auf Gebäuden mehr sehen. Nach drei Jahren identitären Aktivismus langweilten mich Aktionsformen wie die symbolische Okkupation (die nach wie vor ihre Gültigkeit und Wirkung haben) persönlich nur noch.

»Ein Banner auf die Büros der NGOS« war das erste, was mir einfiel, als ich über die Schlepperkriminalität im Mittelmeer nachdachte, und diese Einfallslosigkeit machte mir die Stagnation bewußt.

Dieses Bewußtsein brachte uns nach Sizilien, wo wir uns im Hafen von Catania (den ich mittlerweile so gut kenne wie das Schottentor in Wien), mit einem Schlauchboot der »Aquarius«, einem Schiff des Vereins SS Mediterranee, in den Weg stellten. Bereits diese Aktion war die größte, teuerste und riskanteste IB-Aktion aller Zeiten, für die Aktivisten aus ganz Europa eine Woche geopfert hatten und angereist waren.

Nach »Defend Europe« wirkt sie nur noch klein. Dennoch hatte sie ein gewisses Budget verschlungen und war uns, trotz der beachtlichen Bilder und der internationalen Reaktion immer noch zu „symbolisch“. Wir wollten nicht mehr nur „Zeichen setzen“, und in kurzen Blitzaktionen Banner hissen und Bengalos abfackeln. Wir wollen tatsächlich etwas in Bewegung setzen. Dass es sich dabei um ein 40 Jahre altes, finnisches Aufklärungsschiff handeln würde wussten wir nicht, als wir die erste »Defend Europe«-Mission mit einem Kickstarter und der Ankündigung nach Fortsetzung beendeten.

Vor Augen hatten wir eigentlich nur eine intensivere und wirkungsvollere Blockade mit mehreren und größeren Schiffen, als wir vom Erfolg unserer Sammelaktion schier überwältigt wurden. Auch durch die Teilnahme von Lauren Southern sprang die amerikanische Rechte mit auf und katapultiere vor unseren ungläubigen Blicken die Spendensumme rasch auf 50.000 Euro.

Jetzt waren wir im Zugzwang. Sollten wir davon 30 Schlauchboote mieten und uns wieder „symbolisch“ einem NGO Schiff in den Weg stellen? Die Leute wollten mehr und auch wir wollten mehr. Als wir den Chartervertrag für 60.000 Euro für die C-Star unterzeichneten, wußten wir, dass es kein zurück mehr gab und diese Aktion größte Risiken barg.

Der Hauptgrund für die Entscheidung war ein „metaphysischer“. Der Überlebenswillen Europas schwächelt. Das Ausbleiben großer Reaktionen auf die Normalität des Terrors, den sprunghaften Anstieg von Vergewaltigungen und das vollständige Versagen der Grenzsicherung sind dafr ein deutliches Zeichen.

Mit jeder Demütigung, die hingenommen wird, mit jedem Einbruch der Lage, die nach routiniertem Protest als neuer Alltag akzeptiert wird, sinkt die Chance auf eine spontane Regeneration. Der Überlebenswille des Volkes muß sich, wie Grigol Robakidse in seinem Buch Die Hüter des Grals schreibt, manchmal durch einen Akt seiner Existenz vergewissern.

In diesem Geist starteten wir »Defend Europe« als den maximalen Akt des Widerstands, der notwendig mit maximalem Risiko verbunden war. Risiko für Leib und Leben, ebenso wie das Risiko des totalen Scheiterns vor den Augen der Weltöffentlichkeit. Und wie oft waren wir dem nahe! In ungezählten Momenten stand die Mission auf Messers Schneide. Wie oft waren wir knapp davor, alles abbrechen zu müssen, ohne überhaupt an Bord des Schiffes gegangen zu sein oder auch nur einen Tag vor Libyen patrouilliert zu haben.

Die Migrationslobby hatte sich wie ein Mann gegen uns verschworen. Jeder Hafen war uns verschlossen. Treibstoffpreise schossen in die Höhe, Treibstoff wurde mit Wasser versetzt. Geräte wurden sabotiert, unsere Crew inhaftiert und das Schiff unzählige Male bis auf den letzten Winkeln durchsucht. Das vogelfreie „Ship of hate“ war zum Politikum geworden, bevor es seine Operation begonnen hatte. Nur tausende Improvisationen, kreatives Umschwenken und - wo es geboten war - eiserner Durchhaltewille ermöglichte uns das, was für die „guten“ NGO-Schiffe Selbstverständlichkeit ist.

Am 2. August hätte die Mission enden und die Aktivisten nach Hause fliegen sollten. Am 25. August schreibe ich diesen Text und kann mit Stolz sagen: Wir konnten aus jeder noch so ausweglosen Lage, aus jeder noch so verfahrenen Situation, gegen alle Widerstände, umbrandet vom Haß der Mainstreammedien, aus eigner Kraft bis zum Ende weitermachen.

Diese Tatsache ist immens wichtig. Wir sollten vor den Augen der Welt scheitern. Ob es die Schlepper-Geschichte in Zypern oder der vollkommen unnötige und zynisch aufgedrängte „Rettungsversuch“ der Sea-Eye war: Sie wollten uns wie geprügelte Hunde nach Hause kriechen sehen, als Mahnung und Warnung an alle Rechten: „Schuster bleibt bei Europe Leisten, Rechte bleibt bei euren Bannern, bei euren Postings und eurer ohnmächtiger Empörung. Das hier, die echten Aktionen und Operationen, das ist unser Revier.“

Daß eine patriotische Bewegung ohne jeder staatlichen Hilfe oder Erlaubnis ein Schiff organisieren und damit durchs Mittelmeer fahren könnte, war vor einem Jahr noch völlig undenkbar. Daß es möglich und erfolgreich war, ist für unsere Gegner ein Schock.

Für uns ist es ein Entwicklungsschritt in ungeahntem Ausmaßen. Jetzt wird erstmal intern Bilanz gezogen. Medial, finanziell, personell. »Defend Europe« hat Kraft gekostet und unsere Strukturen aufs Äußerste belastet. Und es hat die bisher größte Repressionswelle gegen uns ausgelöst. Kaum ein Bank- und schon gar kein Paypal-Konto blieb verschont.

Doch war das nicht nur ein Beweis, das wir bisher aufgrund mangelnder Bedeutung „geduldet“ wurden? Das wir uns zwischen Vereinsstruktur und kalkuliertem, symbolischen Aktivismus auch einen kleinen Platz am Buffet des Systems gesucht hatten?

»Defend Europe« war und ist auch eine Richtungsentscheidung für die patriotische Bewegung. Stagnation und Einrichtung ins Bestehende mit schielender Hoffnung auf die „ (von alleine) kommende Wende“, oder den Auftrag weitertreiben, in großem Maßstab denken und das Aufgebaute bis zur Aufopferung riskieren!

Nur auf zweitem Wege wird die patriotische Bewegung wirklich Veränderungen erreichen, die über das Bedienen und Kultivieren eines Resonanzraumes hinausgehen. Auch das ist wichtig, das weiß ich. Auch die Strukturarbeit ist ein integraler Bestandteil, und nichts freute uns an Bord der C-Star mehr als zu sehen, wie der Aktivismus der IB am Festland ungebrochen weiterging, und alle Lücken, die uns die Repression geschossen hatte, mit neuer Stärke wieder geschlossen wurden. Doch nur die kontrollierte Eskalation und die Steigerung der Aktionsform, im Rahmen ihrer gewaltlosen Grundrichtung kann politische Veränderungen bewirken.

Das war auch der strategische, „nichtmetaphysische“ Hintergedanke von »Defend Europe«. Daß unsere Präsenz vor Ort die NGOs stören, ihr Narrativ brechen, sie in ihren Handlungen behindern und die Libysche Küstenwache unterstützen konnte, wurde gezeigt. Als wir die »Aquarius« überwachten, fuhr sie, trotz bestem Schlepperwetter nur ziellos in der Gegend herum und näherte sich der SAR-Zone kaum.

Die »Golf Azzurro« wurde durch unser Katz- und Maus Spiel einen halben Tag gebunden, was der Libyschen Küstenwache die Zeit gab sie zu stellen und zu verjagen. Die permanente Überwachung all ihrer Funksprüche und Bewegungen und die Dokumentation mit Teleobjektiv und Aufnahmegerät, nervte die NGOs mindestens wie unsere, freundlich über Funk mitgeteilte Information, jede Erkenntnis den libyschen Behörden weiterzuleiten.

Könnte man diese Tätigkeit mit 2 Schiffen dauerhaft sicherstellen, wäre das eine ernsthafte Bedrohung für die NGOs, die Schlepper und ihr Geschäftsmodell.

Der zweite Effekt unserer Präsenz war der Druck auf Regierungen und Gesetzgeber. Wie in Malta, das wir in umgekehrten Rollen gegen seine linksliberale Regierung „belagern“, rief die C-Star überall panische Reaktionen hervor. Als politische Verhandlungsmasse der NGO-Gegner leistet sie, wie mir einige Quellen die unbenannt bleiben müssen, freudig bestätigten Gewaltiges.

„Wenn sich jetzt rechte und linke Schiffe vor Libyen Gefechte liefern, reicht es wirklich. Alle müssen weg und zwar rasch.“ So mag ein konservativer Politiker auf nationaler oder EU-Ebene, in einem Fronten Gremium oder im italienischem Außenministerium die Maßnahmen gegen die NGO-Schiffe begründet haben, die exakt in der Zeit eintraten als die Operation Defend Europe anlief.

Man braucht dazu aber gar kein Zitat erfinden. Der Österreichische Innenminister, Wolfgang Sobotka, ein erklärter Gegner der IB, sprach unserer Aktion das größtmögliche Lob aus: Die Lage habe sich durch uns „verschärft“. Daher müsse man „auf europäische Ebene dafür Sorge tragen, daß sich die Situation auf dem Mittelmeer normalisiert und die Fluchtroute geschlossen wird.“ „Schlüsselaufgabe“ sei die „Unterstützung der libyschen Küstenwache. Denn man dürfe: „dieses Feld nicht den Ewiggestrigen überlassen.“

Darauf kann ich nur sagen: Ja bitte lieber Herr Minister. Nehmen sie endlich den Grenzschutz als ihre Verpflichtung wahr, damit Privatleute nicht wieder ein Schiff aus Djibouti chartern und Ihre Aufgabe erledigen müssen!

Die Beschleunigung der Schließung der Mittelmeerroute, im Unterschied zur Balkanroute, ist ein Effekt der kontrollierten Eskalation und des maximalen Widerstands den wir damals nicht, diesmal aber schon geleistet haben.

Wir haben dabei viele Erfahrungen gemacht und sind in jeder Hinsicht an die Grenzen gegangen. Die Crew der C-Star verläßt das Schiff als veränderte Menschen, nach einem politischen Abenteuer, das viele in der Form heute nicht mehr für möglich gehalten hätten. Wir haben Fehler gemacht (der gesetzlich gebotene, aber nicht nötige Funkspruch beim Leerpumpen unserer Maschine vor Libyen, der die Sea-Eye auf den Plan rief, war vielleicht der größte), wir haben in vielen Bereichen völliges Neuland betreten.

Aber wir haben niemals aufgegeben. Und ihr, unsere Unterstützer, habt uns nicht aufgegeben. Habt uns unterstützt und die explodierenden Kosten (allein das Versorgungsschiff, das aufgrund des Embargos in Sfax nötig war, kostete fast so viel wie die ganze Charter) mit euren Spenden abgefedert und uns die Treue gehalten. Ihr wart auch mit dabei und ein Teil von Defend Europe. An der Stelle möchte ich mich dafür aus ganzem Herzen bedanken.

Doch keiner der nicht an Bord war, wird jemals ganz verstehen, was diese Mission für uns bedeutet hat. Ihre Erfolge, Folgen und Konsequenzen werden sich in den nächsten Monaten zeigen. Sie wird, nicht zuletzt auf meinem You-Tube Kanal in all ihren Episoden intensiv aufgearbeitet werden. Es ist eine Geschichte, die es wert ist erzählt zu werden. Sogar unsere politischen Gegner, für die jede IB-Aktion jeweils nur ein grauenhafter Terrorakt, oder ein lächerlicher Reinfall sein kann, werden am Ende nicht umhin kommen, das einzugestehen.

Indem sie selbst diesen Text lesen beweisen sie eine Tatsache: Die Aktion »Defend Europe« hat die halbe Welt in ihren Bann gezogen und die C-Star zum berühmtesten Schiff des Mittelmeers (mit eigenem Hashtag) gemacht.

Auch wenn wir uns im Moment freuen, wieder an Land zu sein: Wir werden die alte Dame und das Meer vermissen. Falls es nötig ist und Sobotka und Co die Grenze offenhalten und uns „das Feld überlassen“, sind wir jederzeit bereit, wieder auszufahren. Zu Wasser oder zu Lande: »Defend Europe« ist ein neuer Stil des Aktivismus, des Widerstands der Tat, der notwendig gegen das Versagen unserer Regierung in die Fluchträume des Rechtsstaates hineinwachsen wird.

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Martin Sellner ist der initiator von "Defend Europe" und einer der strategischen Köpfe der Identitären Bewegung. Sein Buch "Identitär!", in dem er seinen Ansatz anhand der non-violence-Konzepte berühmter Vorgänger darlegt, hat binnen Monatsfrist die 2. Auflage erlebt und ist hier erhältlich.


Martin Sellner

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.


Kommentare (17)

Hartwig aus LG8
27. August 2017 14:29

Zum Interview mit Mario Müller und dem Beitrag von Martin Sellner: Respekt und Hochachtung - schwache Worte für diese Leistung! Mein Naturell neigt zum Prosaischen, deshalb gleich folgende Überlegung: Um vergleichbare Missionen möglich zu machen, Männer wie Müller, Sellner und die Mitstreiter rund um die C-Star zu motivieren und weitere Kämpfer zu gewinnen, muss der Grundsatz gelten: Männer, sorgt dafür, dass ihr mit heiler Haut zurückkommt, um den Rest kümmern WIR uns. Das wird in erster Linie Geld sein (auch das von Großspendern, die es zu gewinnen gilt), in zweiter Linie administrative Hilfe (Konten, Anwälte) ... und eine Struktur, um eben diesen gesamten Support zu organisieren. Mein Schärflein wäre eine Spende in einer Höhe, die mir üblicherweise schmerzt.

Jürg_Jenatsch
27. August 2017 15:26

Meine Hochachtung Herr Sellner für Ihre Leistung und die Ihrer Mitstreiter. In diesem Moment bedauere ich es, nicht noch einmal so jung und im besten Sinne unbekümmert zu sein. Alles Gute und verlieren Sie nicht den Mut.

Der_Jürgen
27. August 2017 16:10

Lieber Martin Sellner,

Dass Sie schreiben können, weiss man schon lange. Nun haben Sie endgültig bewiesen, dass Sie auch handeln können. Ihnen und Ihren Kameraden herzlichen Dank für Ihren Einsatz, der Früchte tragen wird.  Sie alle verdienen hohen Respekt, und die maltesischen Patrioten, die Sie unterstüzt haben, desgleichen.

sven h.
27. August 2017 18:25

Ein heldenhafter Beitrag zur Festung Europa!!! Man wird sich an Martin Sellner und seine Crew erinnern. Die Politiker der Verhinderung und Selbstzerstörung wird niemand mehr beim Namen kennen. Das Zeitalter der Heuchelei muss ein Ende finden.

Cacatum non est pictum
27. August 2017 18:41

Ich ziehe meinen Hut und verneige mich vor Euch! Dieser Wagemut haucht mir wieder Zuversicht ein für das Überleben der europäischen Völker und ihrer kulturellen Errungenschaften. Besonders schön finde ich, dass sich Europäer aus mehreren Staaten zusammengefunden haben, um gemeinsam gegen den Großen Austausch zu agieren. Die Verbrechen, die langsam und stetig an uns vollzogen werden und die wir Europäer so erschreckend gleichgültig hinnehmen, können allenfalls durch das mächtige Schwert eines transnationalen Widerstandes beendet werden. Stellen wir uns den Austauschern in den Weg - fallen wir ihnen in die Speichen, wann immer wir können. Sie werden nicht reibungslos zum Ziel kommen - diese Zeiten sind vorbei, und das werden sie unweigerlich begreifen. Wohlan!

Leser_01
27. August 2017 20:04

Hallo Martin, mach dir bitte einen Hatreon Account damit ich dich wieder unterstützen kann.

https://hatreon.us/

niekisch
27. August 2017 20:27

Ihr habts gewagt
mit allen Sinnen
und uralt altem Ruf
im Herzen drinnen:

greift aus, greift an,
ran an den Feind, nur ran!
Ihr habts gewagt,
Ihr Helden habts gewagt.

Danke, Martin Sellner und alle Gefährten auf See!

Veronika
27. August 2017 21:35

Lieber Martin Sellner und Ihr anderen Männer, Euren  Mut möchte ich  mit dem der tapferen Makkabäer vergleichen. Hier die Worte, mit denen Judas Makkabäus damals zu seiner kleinen Streitmacht sprach: "Es ist gut möglich , daß eine große Menge von wenigen überwältigt wird. Für den Himmel ist es gleichgültig, ob er durch viele oder durch wenige die Rettung vollzieht. Es liegt nämlich der Sieg in einem Krieg nicht in der Menge einer Heeresmacht, sondern vom Himmel kommt die Kraft... Gott selbst wird die Feinde vor unseren Augen aufreiben, ihr aber, fürchtet euch nicht vor ihnen!" (1. Buch der Makkabäer 3,18 ff.)

Ich traue dem Gesindel, das für die Attacken gegen Euch, den Kapitän, seine Mannschaft und die C-Star verantwortlich ist ohne Zweifel auch heimtückischen Mord zu und habe deshalb Eure Mission unruhig verfolgt.

D A N K E !!! und das aus vollem Herzen.

Umdenker
27. August 2017 23:24

Meine Hochachtung der Crew der C-Star und allen Mitwirkenden im Hintergrund! Ich habe die Berichterstattung der Medien recht genau verfolgt und bin einigermaßen entsetzt, obwohl man ja so einiges gewohnt ist. Es ist tatsächlich so, wie Martin Sellner in seinem gerade erschienenen Buch schreibt: Wir können sie nicht zwingen die Wahrheit zu schreiben, aber wir können sie zwingen, immer abstruser zu lügen. Ich hoffe sehr, dass der Plan auch sonst aufgeht! PS: Wo bekommt man diese T-Shirts??

Lotta Vorbeck
28. August 2017 00:08

# "Wir wollen tatsächlich etwas in Bewegung setzen. Dass es sich dabei um ein 40 Jahre altes, finnisches Aufklärungsschiff handeln würde wussten wir nicht, als wir die erste »Defend Europe«-Mission mit einem Kickstarter und der Ankündigung nach Fortsetzung beendeten."

Entsprechend gewartet und instandgehalten kann auch ein 40 Jahre altes Schiff - wie man sieht - noch sehr gute Dienste leisten.

# "Wir haben Fehler gemacht (der gesetzlich gebotene, aber nicht nötige Funkspruch beim Leerpumpen unserer Maschine vor Libyen, der die Sea-Eye auf den Plan rief, war vielleicht der größte), wir haben in vielen Bereichen völliges Neuland betreten."

In einem der jüngst von Martin Sellner veröffentlichten Videos hieß es, der Funkspruch während des Auspumpes von mit Wasser verunreinigtem Diesel sei auf Wunsch des Schiffseigners, sowie gemäß den Regeln des Internationalen Seerechts erfolgt. Da sich der Schiffseigner (freilich nicht zu seinem finanziellen Schaden) überhaupt dazu bereit fand, sein Schiff an die IB zu verchartern, sollte es ebenfalls legitim sein, in diesem Falle seinem Wunsch nachzukommen und den entsprechenden Funkspruch abzusetzen.

# "Die Crew der C-Star verläßt das Schiff als veränderte Menschen, nach einem politischen Abenteuer, das viele in der Form heute nicht mehr für möglich gehalten hätten."

Die heutige Crew wird die während der zurückliegenden Wochen gemachten Erfahrungen und Erlebnisse lebenslang in Erinnerung behalten. Möglicherweise entstehen daraus sogar Bindungen ähnlich derer, wie sie typisch für unverbrüchliche, lebenslang gepflegte Freundschaften einstiger Kriegskameraden gewesen sind.

Die Leute von der IB haben gezeigt, was mit einem entsprechenden Unterstützerkreis im Rücken und entsprechender Schützenhilfe aus Übersee, Stichwort "WESEARCH.com", zu bewegen möglich ist, wenn man wie Martin Sellner und seine Mannen, opferbereit und uneigennützig das angepeilte Ziel verfolgend, idealistisch an den Sinn und Erfolg der eigenen Mission glaubt.

# "Zu Wasser oder zu Lande: »Defend Europe« ist ein neuer Stil des Aktivismus, des Widerstands der Tat, der notwendig gegen das Versagen unserer Regierung in die Fluchträume des Rechtsstaates hineinwachsen wird."

DANKE! - Und weiterhin ALLES GUTE für Euch!

Dachs
28. August 2017 02:22

Lieber Martin Sellner,

Gratulation ihr verwegenen Helden! Was für ein Erfolg! Der Umschlagsplatz der Menschenhändler vor der Küste des auf Geheiß des Kriegsverbrechers Obama zum failed state gebombten Libyen ist derzeit geschlossen. Die  zynischen  Handlanger – wie die notorischen Rechtsbrecher "Ärzte ohne Grenzen" oder die kriminelle Berliner Vereinigung "Jugend rettet" werden in der öffentlichen Debatte als NOTWENDIGER TEIL des todbringenden Geschäftsmodells  der  Schlepper wahrgenommen. Diese  NGO-Narren  stehen jetzt für jeden sichtbar in einer Reihe mit jenem zynischen "Kommando Norbert Blüm", das damals in Idomeni verzweifelte Flüchtlinge heimtückisch in den Tod getrieben hat. Ihr tapferen Männer und Frauen der C-Star-Mission habt unmittelbar vor den Wahlen in D und A Schrecken verbreitet bei genau den Regierungen, die den Grenzschutz in Europa illegal seit zwei Jahren brach liegen lassen. Diese Schockwelle hat sogar das politische Epizentrum der illegalen Grenzöffnung erreicht: das Bundeskanzleramt in Berlin. Kanzlerin Merkel sagt der WELT AM SONNTAG, dass sie die libysche Küstenwache "mit den notwendigen Geräten ausstatten" will, "damit sie ihre Arbeit tun kann". Ihr habt das Immunsystem Europas gestärkt! Aus der konsequenten Einforderung geltenden Rechts  wird die IB der Jugend Europas gestärkt hervorgehen.  Mein Respekt und meine Hochachtung für Euren mutigen Einsatz!

Dietrich Stahl
28. August 2017 15:58

Lieber Martin Sellner, meine Hochachtung und meinen Respekt für Sie und Ihre Kameraden. Möglicherweise [und hoffentlich] wird die erfolgreiche Fahrt der C-Star später als ein wichtiger Wendepunkt in der deutschen Geschichte gesehen werden. Wie die Paulskirchen-Rede von Martin Walser, die Fußball WM 2006 in Deutschland und die Sylvesternacht von 2015/16. 2017 wird  mit dem Fall Sieferle und der C-Star-Odyssee verbunden sein. Danke und alles Gute sowie viel Kraft für Sie und Ihre Mitstreiter.

Starhemberg
28. August 2017 17:38

Ich habe Zeile für Zeile mitgelitten, bei der Beschreibung dieser unzähligen Schikanen, und mein Puls ging immer höher. Ich sage jetzt einfach nur - DANKE! DANKE euch mutigen jungen Kerlen, und vielleicht könnt ihr hier noch einen Hinweis bringen, wo man möglichst einfach spenden kann.

Franz Bettinger
28. August 2017 21:37

Ich habe den Eindruck, Ihr habt die Wende gebracht. Eure Präsenz vor Libyen hat den Menschenhandel (vorläufig?) zum Erliegen gebracht. In jedem Fall seid ihr der Stachel im Fleische jener Clique. Stachelt die Erbärmlichen, solange ihr könnt! Ob es vor Malta so kommt oder anderes, egal. Denn was ihr tut, ist viel Wasser auf die Mühlen unseres zivilen Widerstandes. Irgendwann wird man Straßen nach euch benennen. Der Mut und eure Beharrlichkeit bedeuten viel für uns, die wir von ferne zuschauen. Zunehmender Wind im Gesicht beweist nur, dass wir Fahrt aufnehmen. Der Zeitgeist wechselt gerade die Pferde und reitet in die Gegenrichtung. Nicht nur in meinem Umfeld, überall kann ich es spüren. Am Ende des Textes deutet Sellner es an. Mehr als 1 Schiff tut Not. Also: Unsere französischen Freunde sind große Seefahrer. Könnten die sich nicht beteiligen an den zukünftigen Verteidigungs- und Aufklärungs-Fahrten im Mittelmeer? Denn ganz zu Ende wird der Kampf gegen die Invasoren noch nicht sein. Des weiteren schließe ich mich dem Kommentar von @Hartwig an - bzgl. Konten, Anwälten und Geld.

Rabenkrähe
29. August 2017 09:05

Ein Danke an alle Defend-Europe-Macher. Ich war über Wochen in der “misslichen“ Lage, regelrecht zwanghaft die Mission verfolgen zu müssen. Ich gehe mal davon aus, dass ich nicht der Einzige war. So muss Aktivismus sein.

H. M. Richter
29. August 2017 12:48

Vie so viele sage ich: Danke, Jungs ! Von der See nun wieder an Land gekommen ... Und an Land - zumal in Deutschland - geht es schon bald um ganz andere Zahlen ... Gerade geht über die Ticker, daß nach offiziellen Angaben im nächsten Jahr über 390.000 Syrer ihre Familien "nachholen dürfen". Allen, denen das Einmaleins noch vertraut ist, ist sofort klar: Dies wird die Zahlen von 2015 und 2016 bei weitem übersteigen ..

Sehrohrtiefe
29. August 2017 14:20

Ich möchte mich dem allgemenen Lob für diese großartige Aktion in vollem Umfang anschließen. Ich war von Anfang an begeistert über die Aktion, stieß jedoch in meinem direkten Umfeld zunächst nur auf refelexhafte Ablehnung. Erst als es aufgrund des Medienechos und der dort kolportierten und zunehmend lächerlichen und absurderen Lügen zumindest für Menschen, die noch selbständig denken können, interessant wurde, sich unabhängig vom Mainstream über die Fakten zu informieren, bröckelte die Ablehnungsfront und wandelte sich schließlich in Unterstützung. Als Ergebnis beobachte ich eine neue Offenheit, um hinter die tradierten Schablonen des Systems schauen zu wollen. Darauf läßt sich aufbauen! Meine Unterstützung ist Ihnen auch in Zukunft gewiß.

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