Defend Europe – mein erstes Resummee

Jetzt, indem ich diesen Text schreibe, ist es eigentlich zu früh für ein Resumme. Wir liegen auf Reede in der Hurd-Bank, 13 Seemeilen vor Malta.

Martin Sellner

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.

Die gan­ze Insel scheint der­zeit gebannt auf die C‑Star zu bli­cken. „Well done Prime Minis­ter, but now its time to sink the „Ship of Hate!“, titel­te eine lin­ke mal­te­si­sche Platt­form. „#nowa­ter­no­fu­el­no­food“ twit­tern Lin­ke und freu­en sich hämisch über das Embar­go mit dem Defend Euro­pe belegt wurde.

Wenn die­ser Arti­kel erscheint sind wir aller­dings wahr­schein­lich schon an Land. Was weder Lin­ke Jour­na­lis­ten, noch Twit­ter­ak­ti­vis­ten, son­dern nur wir und die mal­te­si­sche Regie­rung wis­sen: Wir haben bereits Was­ser und Sprit erhal­ten – und zwar direkt aus Valetta.

Eine Woche, nach­dem unser bereits bezahl­tes und geneh­mig­tes Crew-Ves­sel vom mal­te­si­sche Trans­port­mi­nis­te­ri­um am Aus­lau­fen gehin­dert wur­de, befin­den wir uns in einem absur­den „Bela­ge­rungs­zu­stand“, der in die­sem Moment die mal­te­si­sche Regie­rung wohl mehr stört als uns. Nach­dem der Pre­mier­mi­nis­ter Josef Mus­cat voll­mun­dig ver­kün­det hat­te, daß wir weder ein­lau­fen dürf­ten, noch Ver­sor­gung erhal­ten wür­den und dafür artig öffent­li­che Belo­bi­gung von­sei­ten der NGO (und wie man ver­mu­ten darf nicht­öf­fent­li­che Beloh­nun­gen) emp­fing, gin­gen wir eine diplo­ma­ti­sche Offensive.

Mal­te­si­sche Patrio­ten wag­ten den Bruch des Embar­gos, ver­sorg­ten uns bei meter­ho­hen Wel­len unter Lebens­ge­fahr mit Was­ser und orga­ni­sier­ten Wider­stand am Fest­land. Gleich­zei­tig schal­te­ten wir alle Bot­schaf­ten ein und brach­ten die mal­te­si­sche Regie­rung Zug um Zug in eine Zwickmühle.

Wir orga­ni­sier­ten ein Ver­sor­gungs­schiff, und wäh­rend es um die Aus­lauf­ge­neh­mi­gung bat, bom­bar­dier­ten wir den Mal­te­si­schen Hafen mit Urgen­cy-Calls via Funk. Wenn das Aus­lau­fen nicht geneh­migt wür­de, wür­den wir einen Not­fall ris­kie­ren. Der ner­vös Hafen­pos­ten lei­tet die Ent­schei­dung an die höchs­te Stel­le wei­ter. Fünf Stun­den lang debat­tier­te die Poli­tik, bis dem Schiff das Aus­lau­fen gewährt wur­de. Die Bedin­gung: Nichts davon dür­fe in die Medi­en gelangen.

Wir spiel­ten vor­erst mit und setz­ten zum nächs­ten Zug an. Wir ver­lang­ten erneut die Ein­rei­se durch ein Mann­schafts­boot, erneut ver­bun­den mit einem Not­fall. Die C‑Star wür­de näm­lich am Sams­tag Mit­tag zu einer neu­en Char­ter nach Syri­en auf­bre­chen. Laut SOLAS hat jeder Mann an Bord das Recht, beim letz­ten mög­li­chen Hafen abzu­stei­gen, wenn ein Schiff in eine Gefah­ren­zo­ne fährt.

Im Moment bom­bar­die­ren die fran­zö­si­sche, ita­lie­ni­sche, deut­sche und öster­rei­chi­sche Bot­schaft Mal­tas Minis­ter mit Anfra­gen, wäh­rend unser Crew den Hafen­meis­ter kei­ne ruhi­ge Minu­te lässt. Wir zwin­gen sie, uns ent­we­der legal ein­rei­sen zu las­sen (und damit all ihre gro­ßen Phra­sen Lügen zu stra­fen) oder inter­na­tio­na­les Recht zu bre­chen. Auch für letz­te­ren Fall haben wir bereits einen Alter­na­tiv­plan, wes­we­gen ich die­sen Text mit der Zuver­sicht abschi­cke, ihn in Wien bei einer Melan­ge auf sezession.de sau­ber gesetzt lesen zu können.

Doch auch wenn es nicht klap­pen und die Ope­ra­ti­on eine ande­re Wen­dung neh­men soll­te, tut das nichts zur Sache. Im Gegen­teil: Die oben geschil­der­te Epi­so­de ist ein per­fek­tes Bei­spiel für das, was Defend Euro­pe war: ein Kampf mit allen Mit­teln gegen ein über­mäch­ti­ge Lobby.

Mei­ne größ­te Sor­ge war zu Beginn der Mis­si­on, daß sie ins Lee­re sto­ßen, daß man ihr ein­fach kei­ne Beach­tung schen­ken und uns bei unse­rem Ein­satz igno­rie­ren könnte.

Nun, über man­geln­de Auf­merk­sam­keit konn­ten wir uns wirk­lich nicht bekla­gen, und über man­geln­den Wider­stand schon gar nicht. Was wir an Repres­si­on, Pres­se­lü­gen, Wider­stän­den und Angrif­fen erlebt haben, hät­te aber wirk­lich kei­ner erwar­tet. Und – um das Ergeb­nis mei­nes Resum­mes vor­weg zuneh­men: Daß wir es durch die­se Odys­see aus Pro­ble­men bis an die Liby­sche Küs­te schaff­ten ist, an sich ein Erfolg, den kei­ner ermes­sen kann, der nicht selbst dabei und an Bord war.

Ein Arti­kel reicht nicht aus um auf­zu­ar­bei­ten, was von Suez über, Cata­nia bis Nord- und Süd­zy­pern, Cre­ta, Sfax, Liby­en und Mal­ta gesche­hen ist und was dar­über behaup­tet wur­de. Daß das tat­säch­li­che Gesche­hen und medi­al Behaup­te­tes aber so krass wie nie bis­her aus­ein­an­der­klaf­fen, dürf­te wohl jedem Leser die­ser Zei­len klar sein. Ich will in die­sem Text nicht auf die ein­zel­nen Epi­so­den ein­ge­hen (sie wer­den in ande­re Form auf­ge­ar­bei­tet wer­den), son­dern mei­ne Moti­va­ti­on für Defend Euro­pe und die tie­fe­re Bedeu­tung die­ser Mis­si­on darlegen.

 

Am Anfang die­ser Odys­see, die kei­ne Akti­on, son­dern viel­mehr ein poli­ti­sches Aben­teu­er war, stand der Über­druß. Ich konn­te kei­ne Ban­ner auf Gebäu­den mehr sehen. Nach drei Jah­ren iden­ti­tä­ren Akti­vis­mus lang­weil­ten mich Akti­ons­for­men wie die sym­bo­li­sche Okku­pa­ti­on (die nach wie vor ihre Gül­tig­keit und Wir­kung haben) per­sön­lich nur noch.

»Ein Ban­ner auf die Büros der NGOS« war das ers­te, was mir ein­fiel, als ich über die Schlep­per­kri­mi­na­li­tät im Mit­tel­meer nach­dach­te, und die­se Ein­falls­lo­sig­keit mach­te mir die Sta­gna­ti­on bewußt.

Die­ses Bewußt­sein brach­te uns nach Sizi­li­en, wo wir uns im Hafen von Cata­nia (den ich mitt­ler­wei­le so gut ken­ne wie das Schot­ten­tor in Wien), mit einem Schlauch­boot der »Aqua­ri­us«, einem Schiff des Ver­eins SS Medi­ter­ra­nee, in den Weg stell­ten. Bereits die­se Akti­on war die größ­te, teu­ers­te und ris­kan­tes­te IB-Akti­on aller Zei­ten, für die Akti­vis­ten aus ganz Euro­pa eine Woche geop­fert hat­ten und ange­reist waren.

Nach »Defend Euro­pe« wirkt sie nur noch klein. Den­noch hat­te sie ein gewis­ses Bud­get ver­schlun­gen und war uns, trotz der beacht­li­chen Bil­der und der inter­na­tio­na­len Reak­ti­on immer noch zu „sym­bo­lisch“. Wir woll­ten nicht mehr nur „Zei­chen set­zen“, und in kur­zen Blitz­ak­tio­nen Ban­ner his­sen und Ben­ga­los abfa­ckeln. Wir wol­len tat­säch­lich etwas in Bewe­gung set­zen. Dass es sich dabei um ein 40 Jah­re altes, fin­ni­sches Auf­klä­rungs­schiff han­deln wür­de wuss­ten wir nicht, als wir die ers­te »Defend Europe«-Mission mit einem Kick­star­ter und der Ankün­di­gung nach Fort­set­zung beendeten.

Vor Augen hat­ten wir eigent­lich nur eine inten­si­ve­re und wir­kungs­vol­le­re Blo­cka­de mit meh­re­ren und grö­ße­ren Schif­fen, als wir vom Erfolg unse­rer Sam­mel­ak­ti­on schier über­wäl­tigt wur­den. Auch durch die Teil­nah­me von Lau­ren Sou­thern sprang die ame­ri­ka­ni­sche Rech­te mit auf und kata­pul­tie­re vor unse­ren ungläu­bi­gen Bli­cken die Spen­den­sum­me rasch auf 50.000 Euro.

Jetzt waren wir im Zug­zwang. Soll­ten wir davon 30 Schlauch­boo­te mie­ten und uns wie­der „sym­bo­lisch“ einem NGO Schiff in den Weg stel­len? Die Leu­te woll­ten mehr und auch wir woll­ten mehr. Als wir den Char­ter­ver­trag für 60.000 Euro für die C‑Star unter­zeich­ne­ten, wuß­ten wir, dass es kein zurück mehr gab und die­se Akti­on größ­te Risi­ken barg.

Der Haupt­grund für die Ent­schei­dung war ein „meta­phy­si­scher“. Der Über­le­bens­wil­len Euro­pas schwä­chelt. Das Aus­blei­ben gro­ßer Reak­tio­nen auf die Nor­ma­li­tät des Ter­rors, den sprung­haf­ten Anstieg von Ver­ge­wal­ti­gun­gen und das voll­stän­di­ge Ver­sa­gen der Grenz­si­che­rung sind dafr ein deut­li­ches Zeichen.

Mit jeder Demü­ti­gung, die hin­ge­nom­men wird, mit jedem Ein­bruch der Lage, die nach rou­ti­nier­tem Pro­test als neu­er All­tag akzep­tiert wird, sinkt die Chan­ce auf eine spon­ta­ne Rege­ne­ra­ti­on. Der Über­le­bens­wil­le des Vol­kes muß sich, wie Gri­gol Robakid­se in sei­nem Buch Die Hüter des Grals schreibt, manch­mal durch einen Akt sei­ner Exis­tenz vergewissern.

In die­sem Geist star­te­ten wir »Defend Euro­pe« als den maxi­ma­len Akt des Wider­stands, der not­wen­dig mit maxi­ma­lem Risi­ko ver­bun­den war. Risi­ko für Leib und Leben, eben­so wie das Risi­ko des tota­len Schei­terns vor den Augen der Welt­öf­fent­lich­keit. Und wie oft waren wir dem nahe! In unge­zähl­ten Momen­ten stand die Mis­si­on auf Mes­sers Schnei­de. Wie oft waren wir knapp davor, alles abbre­chen zu müs­sen, ohne über­haupt an Bord des Schif­fes gegan­gen zu sein oder auch nur einen Tag vor Liby­en patrouil­liert zu haben.

Die Migra­ti­ons­lob­by hat­te sich wie ein Mann gegen uns ver­schwo­ren. Jeder Hafen war uns ver­schlos­sen. Treib­stoff­prei­se schos­sen in die Höhe, Treib­stoff wur­de mit Was­ser ver­setzt. Gerä­te wur­den sabo­tiert, unse­re Crew inhaf­tiert und das Schiff unzäh­li­ge Male bis auf den letz­ten Win­keln durch­sucht. Das vogel­freie „Ship of hate“ war zum Poli­ti­kum gewor­den, bevor es sei­ne Ope­ra­ti­on begon­nen hat­te. Nur tau­sen­de Impro­vi­sa­tio­nen, krea­ti­ves Umschwen­ken und – wo es gebo­ten war – eiser­ner Durch­hal­te­wil­le ermög­lich­te uns das, was für die „guten“ NGO-Schif­fe Selbst­ver­ständ­lich­keit ist.

Am 2. August hät­te die Mis­si­on enden und die Akti­vis­ten nach Hau­se flie­gen soll­ten. Am 25. August schrei­be ich die­sen Text und kann mit Stolz sagen: Wir konn­ten aus jeder noch so aus­weg­lo­sen Lage, aus jeder noch so ver­fah­re­nen Situa­ti­on, gegen alle Wider­stän­de, umbran­det vom Haß der Main­stream­m­edi­en, aus eig­ner Kraft bis zum Ende weitermachen.

Die­se Tat­sa­che ist immens wich­tig. Wir soll­ten vor den Augen der Welt schei­tern. Ob es die Schlep­per-Geschich­te in Zypern oder der voll­kom­men unnö­ti­ge und zynisch auf­ge­dräng­te „Ret­tungs­ver­such“ der Sea-Eye war: Sie woll­ten uns wie geprü­gel­te Hun­de nach Hau­se krie­chen sehen, als Mah­nung und War­nung an alle Rech­ten: „Schus­ter bleibt bei Euro­pe Leis­ten, Rech­te bleibt bei euren Ban­nern, bei euren Postings und eurer ohn­mäch­ti­ger Empö­rung. Das hier, die ech­ten Aktio­nen und Ope­ra­tio­nen, das ist unser Revier.“

Daß eine patrio­ti­sche Bewe­gung ohne jeder staat­li­chen Hil­fe oder Erlaub­nis ein Schiff orga­ni­sie­ren und damit durchs Mit­tel­meer fah­ren könn­te, war vor einem Jahr noch völ­lig undenk­bar. Daß es mög­lich und erfolg­reich war, ist für unse­re Geg­ner ein Schock.

Für uns ist es ein Ent­wick­lungs­schritt in unge­ahn­tem Aus­ma­ßen. Jetzt wird erst­mal intern Bilanz gezo­gen. Medi­al, finan­zi­ell, per­so­nell. »Defend Euro­pe« hat Kraft gekos­tet und unse­re Struk­tu­ren aufs Äußers­te belas­tet. Und es hat die bis­her größ­te Repres­si­ons­wel­le gegen uns aus­ge­löst. Kaum ein Bank- und schon gar kein Paypal-Kon­to blieb verschont.

Doch war das nicht nur ein Beweis, das wir bis­her auf­grund man­geln­der Bedeu­tung „gedul­det“ wur­den? Das wir uns zwi­schen Ver­eins­struk­tur und kal­ku­lier­tem, sym­bo­li­schen Akti­vis­mus auch einen klei­nen Platz am Buf­fet des Sys­tems gesucht hatten?

»Defend Euro­pe« war und ist auch eine Rich­tungs­ent­schei­dung für die patrio­ti­sche Bewe­gung. Sta­gna­ti­on und Ein­rich­tung ins Bestehen­de mit schie­len­der Hoff­nung auf die „ (von allei­ne) kom­men­de Wen­de“, oder den Auf­trag wei­ter­trei­ben, in gro­ßem Maß­stab den­ken und das Auf­ge­bau­te bis zur Auf­op­fe­rung riskieren!

Nur auf zwei­tem Wege wird die patrio­ti­sche Bewe­gung wirk­lich Ver­än­de­run­gen errei­chen, die über das Bedie­nen und Kul­ti­vie­ren eines Reso­nanz­rau­mes hin­aus­ge­hen. Auch das ist wich­tig, das weiß ich. Auch die Struk­tur­ar­beit ist ein inte­gra­ler Bestand­teil, und nichts freu­te uns an Bord der C‑Star mehr als zu sehen, wie der Akti­vis­mus der IB am Fest­land unge­bro­chen wei­ter­ging, und alle Lücken, die uns die Repres­si­on geschos­sen hat­te, mit neu­er Stär­ke wie­der geschlos­sen wur­den. Doch nur die kon­trol­lier­te Eska­la­ti­on und die Stei­ge­rung der Akti­ons­form, im Rah­men ihrer gewalt­lo­sen Grund­rich­tung kann poli­ti­sche Ver­än­de­run­gen bewirken.

Das war auch der stra­te­gi­sche, „nicht­me­ta­phy­si­sche“ Hin­ter­ge­dan­ke von »Defend Euro­pe«. Daß unse­re Prä­senz vor Ort die NGOs stö­ren, ihr Nar­ra­tiv bre­chen, sie in ihren Hand­lun­gen behin­dern und die Liby­sche Küs­ten­wa­che unter­stüt­zen konn­te, wur­de gezeigt. Als wir die »Aqua­ri­us« über­wach­ten, fuhr sie, trotz bes­tem Schlep­per­wet­ter nur ziel­los in der Gegend her­um und näher­te sich der SAR-Zone kaum.

Die »Golf Azzur­ro« wur­de durch unser Katz- und Maus Spiel einen hal­ben Tag gebun­den, was der Liby­schen Küs­ten­wa­che die Zeit gab sie zu stel­len und zu ver­ja­gen. Die per­ma­nen­te Über­wa­chung all ihrer Funk­sprü­che und Bewe­gun­gen und die Doku­men­ta­ti­on mit Tele­ob­jek­tiv und Auf­nah­me­ge­rät, nerv­te die NGOs min­des­tens wie unse­re, freund­lich über Funk mit­ge­teil­te Infor­ma­ti­on, jede Erkennt­nis den liby­schen Behör­den weiterzuleiten.

Könn­te man die­se Tätig­keit mit 2 Schif­fen dau­er­haft sicher­stel­len, wäre das eine ernst­haf­te Bedro­hung für die NGOs, die Schlep­per und ihr Geschäftsmodell.

Der zwei­te Effekt unse­rer Prä­senz war der Druck auf Regie­run­gen und Gesetz­ge­ber. Wie in Mal­ta, das wir in umge­kehr­ten Rol­len gegen sei­ne links­li­be­ra­le Regie­rung „bela­gern“, rief die C‑Star über­all pani­sche Reak­tio­nen her­vor. Als poli­ti­sche Ver­hand­lungs­mas­se der NGO-Geg­ner leis­tet sie, wie mir eini­ge Quel­len die unbe­nannt blei­ben müs­sen, freu­dig bestä­tig­ten Gewaltiges.

„Wenn sich jetzt rech­te und lin­ke Schif­fe vor Liby­en Gefech­te lie­fern, reicht es wirk­lich. Alle müs­sen weg und zwar rasch.“ So mag ein kon­ser­va­ti­ver Poli­ti­ker auf natio­na­ler oder EU-Ebe­ne, in einem Fron­ten Gre­mi­um oder im ita­lie­ni­schem Außen­mi­nis­te­ri­um die Maß­nah­men gegen die NGO-Schif­fe begrün­det haben, die exakt in der Zeit ein­tra­ten als die Ope­ra­ti­on Defend Euro­pe anlief.

Man braucht dazu aber gar kein Zitat erfin­den. Der Öster­rei­chi­sche Innen­mi­nis­ter, Wolf­gang Sobot­ka, ein erklär­ter Geg­ner der IB, sprach unse­rer Akti­on das größt­mög­li­che Lob aus: Die Lage habe sich durch uns „ver­schärft“. Daher müs­se man „auf euro­päi­sche Ebe­ne dafür Sor­ge tra­gen, daß sich die Situa­ti­on auf dem Mit­tel­meer nor­ma­li­siert und die Flucht­rou­te geschlos­sen wird.“ „Schlüs­sel­auf­ga­be“ sei die „Unter­stüt­zung der liby­schen Küs­ten­wa­che. Denn man dür­fe: „die­ses Feld nicht den Ewig­gest­ri­gen überlassen.“

Dar­auf kann ich nur sagen: Ja bit­te lie­ber Herr Minis­ter. Neh­men sie end­lich den Grenz­schutz als ihre Ver­pflich­tung wahr, damit Pri­vat­leu­te nicht wie­der ein Schiff aus Dji­bou­ti char­tern und Ihre Auf­ga­be erle­di­gen müssen!

Die Beschleu­ni­gung der Schlie­ßung der Mit­tel­meer­rou­te, im Unter­schied zur Bal­kan­rou­te, ist ein Effekt der kon­trol­lier­ten Eska­la­ti­on und des maxi­ma­len Wider­stands den wir damals nicht, dies­mal aber schon geleis­tet haben.

Wir haben dabei vie­le Erfah­run­gen gemacht und sind in jeder Hin­sicht an die Gren­zen gegan­gen. Die Crew der C‑Star ver­läßt das Schiff als ver­än­der­te Men­schen, nach einem poli­ti­schen Aben­teu­er, das vie­le in der Form heu­te nicht mehr für mög­lich gehal­ten hät­ten. Wir haben Feh­ler gemacht (der gesetz­lich gebo­te­ne, aber nicht nöti­ge Funk­spruch beim Leer­pum­pen unse­rer Maschi­ne vor Liby­en, der die Sea-Eye auf den Plan rief, war viel­leicht der größ­te), wir haben in vie­len Berei­chen völ­li­ges Neu­land betreten.

Aber wir haben nie­mals auf­ge­ge­ben. Und ihr, unse­re Unter­stüt­zer, habt uns nicht auf­ge­ge­ben. Habt uns unter­stützt und die explo­die­ren­den Kos­ten (allein das Ver­sor­gungs­schiff, das auf­grund des Embar­gos in Sfax nötig war, kos­te­te fast so viel wie die gan­ze Char­ter) mit euren Spen­den abge­fe­dert und uns die Treue gehal­ten. Ihr wart auch mit dabei und ein Teil von Defend Euro­pe. An der Stel­le möch­te ich mich dafür aus gan­zem Her­zen bedanken.

Doch kei­ner der nicht an Bord war, wird jemals ganz ver­ste­hen, was die­se Mis­si­on für uns bedeu­tet hat. Ihre Erfol­ge, Fol­gen und Kon­se­quen­zen wer­den sich in den nächs­ten Mona­ten zei­gen. Sie wird, nicht zuletzt auf mei­nem You-Tube Kanal in all ihren Epi­so­den inten­siv auf­ge­ar­bei­tet wer­den. Es ist eine Geschich­te, die es wert ist erzählt zu wer­den. Sogar unse­re poli­ti­schen Geg­ner, für die jede IB-Akti­on jeweils nur ein grau­en­haf­ter Ter­ror­akt, oder ein lächer­li­cher Rein­fall sein kann, wer­den am Ende nicht umhin kom­men, das einzugestehen.

Indem sie selbst die­sen Text lesen bewei­sen sie eine Tat­sa­che: Die Akti­on »Defend Euro­pe« hat die hal­be Welt in ihren Bann gezo­gen und die C‑Star zum berühm­tes­ten Schiff des Mit­tel­meers (mit eige­nem Hash­tag) gemacht.

Auch wenn wir uns im Moment freu­en, wie­der an Land zu sein: Wir wer­den die alte Dame und das Meer ver­mis­sen. Falls es nötig ist und Sobot­ka und Co die Gren­ze offen­hal­ten und uns „das Feld über­las­sen“, sind wir jeder­zeit bereit, wie­der aus­zu­fah­ren. Zu Was­ser oder zu Lan­de: »Defend Euro­pe« ist ein neu­er Stil des Akti­vis­mus, des Wider­stands der Tat, der not­wen­dig gegen das Ver­sa­gen unse­rer Regie­rung in die Fluch­träu­me des Rechts­staa­tes hin­ein­wach­sen wird.

– – –

Mar­tin Sell­ner ist der initia­tor von “Defend Euro­pe” und einer der stra­te­gi­schen Köp­fe der Iden­ti­tä­ren Bewe­gung. Sein Buch “Iden­ti­tär!”, in dem er sei­nen Ansatz anhand der non-vio­lence-Kon­zep­te berühm­ter Vor­gän­ger dar­legt, hat bin­nen Monats­frist die 2. Auf­la­ge erlebt und ist hier erhält­lich.

Martin Sellner

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.

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Kommentare (17)

Hartwig aus LG8

27. August 2017 14:29

Zum Interview mit Mario Müller und dem Beitrag von Martin Sellner: Respekt und Hochachtung - schwache Worte für diese Leistung! Mein Naturell neigt zum Prosaischen, deshalb gleich folgende Überlegung: Um vergleichbare Missionen möglich zu machen, Männer wie Müller, Sellner und die Mitstreiter rund um die C-Star zu motivieren und weitere Kämpfer zu gewinnen, muss der Grundsatz gelten: Männer, sorgt dafür, dass ihr mit heiler Haut zurückkommt, um den Rest kümmern WIR uns. Das wird in erster Linie Geld sein (auch das von Großspendern, die es zu gewinnen gilt), in zweiter Linie administrative Hilfe (Konten, Anwälte) ... und eine Struktur, um eben diesen gesamten Support zu organisieren. Mein Schärflein wäre eine Spende in einer Höhe, die mir üblicherweise schmerzt.

Jürg_Jenatsch

27. August 2017 15:26

Meine Hochachtung Herr Sellner für Ihre Leistung und die Ihrer Mitstreiter. In diesem Moment bedauere ich es, nicht noch einmal so jung und im besten Sinne unbekümmert zu sein. Alles Gute und verlieren Sie nicht den Mut.

Der_Jürgen

27. August 2017 16:10

Lieber Martin Sellner,

Dass Sie schreiben können, weiss man schon lange. Nun haben Sie endgültig bewiesen, dass Sie auch handeln können. Ihnen und Ihren Kameraden herzlichen Dank für Ihren Einsatz, der Früchte tragen wird.  Sie alle verdienen hohen Respekt, und die maltesischen Patrioten, die Sie unterstüzt haben, desgleichen.

sven h.

27. August 2017 18:25

Ein heldenhafter Beitrag zur Festung Europa!!! Man wird sich an Martin Sellner und seine Crew erinnern. Die Politiker der Verhinderung und Selbstzerstörung wird niemand mehr beim Namen kennen. Das Zeitalter der Heuchelei muss ein Ende finden.

Cacatum non est pictum

27. August 2017 18:41

Ich ziehe meinen Hut und verneige mich vor Euch! Dieser Wagemut haucht mir wieder Zuversicht ein für das Überleben der europäischen Völker und ihrer kulturellen Errungenschaften. Besonders schön finde ich, dass sich Europäer aus mehreren Staaten zusammengefunden haben, um gemeinsam gegen den Großen Austausch zu agieren. Die Verbrechen, die langsam und stetig an uns vollzogen werden und die wir Europäer so erschreckend gleichgültig hinnehmen, können allenfalls durch das mächtige Schwert eines transnationalen Widerstandes beendet werden. Stellen wir uns den Austauschern in den Weg - fallen wir ihnen in die Speichen, wann immer wir können. Sie werden nicht reibungslos zum Ziel kommen - diese Zeiten sind vorbei, und das werden sie unweigerlich begreifen. Wohlan!

Leser_01

27. August 2017 20:04

Hallo Martin, mach dir bitte einen Hatreon Account damit ich dich wieder unterstützen kann.

https://hatreon.us/

niekisch

27. August 2017 20:27

Ihr habts gewagt
mit allen Sinnen
und uralt altem Ruf
im Herzen drinnen:

greift aus, greift an,
ran an den Feind, nur ran!
Ihr habts gewagt,
Ihr Helden habts gewagt.

Danke, Martin Sellner und alle Gefährten auf See!

Veronika

27. August 2017 21:35

Lieber Martin Sellner und Ihr anderen Männer, Euren  Mut möchte ich  mit dem der tapferen Makkabäer vergleichen. Hier die Worte, mit denen Judas Makkabäus damals zu seiner kleinen Streitmacht sprach: "Es ist gut möglich , daß eine große Menge von wenigen überwältigt wird. Für den Himmel ist es gleichgültig, ob er durch viele oder durch wenige die Rettung vollzieht. Es liegt nämlich der Sieg in einem Krieg nicht in der Menge einer Heeresmacht, sondern vom Himmel kommt die Kraft... Gott selbst wird die Feinde vor unseren Augen aufreiben, ihr aber, fürchtet euch nicht vor ihnen!" (1. Buch der Makkabäer 3,18 ff.)

Ich traue dem Gesindel, das für die Attacken gegen Euch, den Kapitän, seine Mannschaft und die C-Star verantwortlich ist ohne Zweifel auch heimtückischen Mord zu und habe deshalb Eure Mission unruhig verfolgt.

D A N K E !!! und das aus vollem Herzen.

Umdenker

27. August 2017 23:24

Meine Hochachtung der Crew der C-Star und allen Mitwirkenden im Hintergrund! Ich habe die Berichterstattung der Medien recht genau verfolgt und bin einigermaßen entsetzt, obwohl man ja so einiges gewohnt ist. Es ist tatsächlich so, wie Martin Sellner in seinem gerade erschienenen Buch schreibt: Wir können sie nicht zwingen die Wahrheit zu schreiben, aber wir können sie zwingen, immer abstruser zu lügen. Ich hoffe sehr, dass der Plan auch sonst aufgeht! PS: Wo bekommt man diese T-Shirts??

Lotta Vorbeck

28. August 2017 00:08

# "Wir wollen tatsächlich etwas in Bewegung setzen. Dass es sich dabei um ein 40 Jahre altes, finnisches Aufklärungsschiff handeln würde wussten wir nicht, als wir die erste »Defend Europe«-Mission mit einem Kickstarter und der Ankündigung nach Fortsetzung beendeten."

Entsprechend gewartet und instandgehalten kann auch ein 40 Jahre altes Schiff - wie man sieht - noch sehr gute Dienste leisten.

# "Wir haben Fehler gemacht (der gesetzlich gebotene, aber nicht nötige Funkspruch beim Leerpumpen unserer Maschine vor Libyen, der die Sea-Eye auf den Plan rief, war vielleicht der größte), wir haben in vielen Bereichen völliges Neuland betreten."

In einem der jüngst von Martin Sellner veröffentlichten Videos hieß es, der Funkspruch während des Auspumpes von mit Wasser verunreinigtem Diesel sei auf Wunsch des Schiffseigners, sowie gemäß den Regeln des Internationalen Seerechts erfolgt. Da sich der Schiffseigner (freilich nicht zu seinem finanziellen Schaden) überhaupt dazu bereit fand, sein Schiff an die IB zu verchartern, sollte es ebenfalls legitim sein, in diesem Falle seinem Wunsch nachzukommen und den entsprechenden Funkspruch abzusetzen.

# "Die Crew der C-Star verläßt das Schiff als veränderte Menschen, nach einem politischen Abenteuer, das viele in der Form heute nicht mehr für möglich gehalten hätten."

Die heutige Crew wird die während der zurückliegenden Wochen gemachten Erfahrungen und Erlebnisse lebenslang in Erinnerung behalten. Möglicherweise entstehen daraus sogar Bindungen ähnlich derer, wie sie typisch für unverbrüchliche, lebenslang gepflegte Freundschaften einstiger Kriegskameraden gewesen sind.

Die Leute von der IB haben gezeigt, was mit einem entsprechenden Unterstützerkreis im Rücken und entsprechender Schützenhilfe aus Übersee, Stichwort "WESEARCH.com", zu bewegen möglich ist, wenn man wie Martin Sellner und seine Mannen, opferbereit und uneigennützig das angepeilte Ziel verfolgend, idealistisch an den Sinn und Erfolg der eigenen Mission glaubt.

# "Zu Wasser oder zu Lande: »Defend Europe« ist ein neuer Stil des Aktivismus, des Widerstands der Tat, der notwendig gegen das Versagen unserer Regierung in die Fluchträume des Rechtsstaates hineinwachsen wird."

DANKE! - Und weiterhin ALLES GUTE für Euch!

Dachs

28. August 2017 02:22

Lieber Martin Sellner,

Gratulation ihr verwegenen Helden! Was für ein Erfolg! Der Umschlagsplatz der Menschenhändler vor der Küste des auf Geheiß des Kriegsverbrechers Obama zum failed state gebombten Libyen ist derzeit geschlossen. Die  zynischen  Handlanger – wie die notorischen Rechtsbrecher "Ärzte ohne Grenzen" oder die kriminelle Berliner Vereinigung "Jugend rettet" werden in der öffentlichen Debatte als NOTWENDIGER TEIL des todbringenden Geschäftsmodells  der  Schlepper wahrgenommen. Diese  NGO-Narren  stehen jetzt für jeden sichtbar in einer Reihe mit jenem zynischen "Kommando Norbert Blüm", das damals in Idomeni verzweifelte Flüchtlinge heimtückisch in den Tod getrieben hat. Ihr tapferen Männer und Frauen der C-Star-Mission habt unmittelbar vor den Wahlen in D und A Schrecken verbreitet bei genau den Regierungen, die den Grenzschutz in Europa illegal seit zwei Jahren brach liegen lassen. Diese Schockwelle hat sogar das politische Epizentrum der illegalen Grenzöffnung erreicht: das Bundeskanzleramt in Berlin. Kanzlerin Merkel sagt der WELT AM SONNTAG, dass sie die libysche Küstenwache "mit den notwendigen Geräten ausstatten" will, "damit sie ihre Arbeit tun kann". Ihr habt das Immunsystem Europas gestärkt! Aus der konsequenten Einforderung geltenden Rechts  wird die IB der Jugend Europas gestärkt hervorgehen.  Mein Respekt und meine Hochachtung für Euren mutigen Einsatz!

Dietrich Stahl

28. August 2017 15:58

Lieber Martin Sellner, meine Hochachtung und meinen Respekt für Sie und Ihre Kameraden. Möglicherweise [und hoffentlich] wird die erfolgreiche Fahrt der C-Star später als ein wichtiger Wendepunkt in der deutschen Geschichte gesehen werden. Wie die Paulskirchen-Rede von Martin Walser, die Fußball WM 2006 in Deutschland und die Sylvesternacht von 2015/16. 2017 wird  mit dem Fall Sieferle und der C-Star-Odyssee verbunden sein. Danke und alles Gute sowie viel Kraft für Sie und Ihre Mitstreiter.

Starhemberg

28. August 2017 17:38

Ich habe Zeile für Zeile mitgelitten, bei der Beschreibung dieser unzähligen Schikanen, und mein Puls ging immer höher. Ich sage jetzt einfach nur - DANKE! DANKE euch mutigen jungen Kerlen, und vielleicht könnt ihr hier noch einen Hinweis bringen, wo man möglichst einfach spenden kann.

Franz Bettinger

28. August 2017 21:37

Ich habe den Eindruck, Ihr habt die Wende gebracht. Eure Präsenz vor Libyen hat den Menschenhandel (vorläufig?) zum Erliegen gebracht. In jedem Fall seid ihr der Stachel im Fleische jener Clique. Stachelt die Erbärmlichen, solange ihr könnt! Ob es vor Malta so kommt oder anderes, egal. Denn was ihr tut, ist viel Wasser auf die Mühlen unseres zivilen Widerstandes. Irgendwann wird man Straßen nach euch benennen. Der Mut und eure Beharrlichkeit bedeuten viel für uns, die wir von ferne zuschauen. Zunehmender Wind im Gesicht beweist nur, dass wir Fahrt aufnehmen. Der Zeitgeist wechselt gerade die Pferde und reitet in die Gegenrichtung. Nicht nur in meinem Umfeld, überall kann ich es spüren. Am Ende des Textes deutet Sellner es an. Mehr als 1 Schiff tut Not. Also: Unsere französischen Freunde sind große Seefahrer. Könnten die sich nicht beteiligen an den zukünftigen Verteidigungs- und Aufklärungs-Fahrten im Mittelmeer? Denn ganz zu Ende wird der Kampf gegen die Invasoren noch nicht sein. Des weiteren schließe ich mich dem Kommentar von @Hartwig an - bzgl. Konten, Anwälten und Geld.

Rabenkrähe

29. August 2017 09:05

Ein Danke an alle Defend-Europe-Macher. Ich war über Wochen in der “misslichen“ Lage, regelrecht zwanghaft die Mission verfolgen zu müssen. Ich gehe mal davon aus, dass ich nicht der Einzige war. So muss Aktivismus sein.

H. M. Richter

29. August 2017 12:48

Vie so viele sage ich: Danke, Jungs ! Von der See nun wieder an Land gekommen ... Und an Land - zumal in Deutschland - geht es schon bald um ganz andere Zahlen ... Gerade geht über die Ticker, daß nach offiziellen Angaben im nächsten Jahr über 390.000 Syrer ihre Familien "nachholen dürfen". Allen, denen das Einmaleins noch vertraut ist, ist sofort klar: Dies wird die Zahlen von 2015 und 2016 bei weitem übersteigen ..

Sehrohrtiefe

29. August 2017 14:20

Ich möchte mich dem allgemenen Lob für diese großartige Aktion in vollem Umfang anschließen. Ich war von Anfang an begeistert über die Aktion, stieß jedoch in meinem direkten Umfeld zunächst nur auf refelexhafte Ablehnung. Erst als es aufgrund des Medienechos und der dort kolportierten und zunehmend lächerlichen und absurderen Lügen zumindest für Menschen, die noch selbständig denken können, interessant wurde, sich unabhängig vom Mainstream über die Fakten zu informieren, bröckelte die Ablehnungsfront und wandelte sich schließlich in Unterstützung. Als Ergebnis beobachte ich eine neue Offenheit, um hinter die tradierten Schablonen des Systems schauen zu wollen. Darauf läßt sich aufbauen! Meine Unterstützung ist Ihnen auch in Zukunft gewiß.

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