Meine beiden Linken, oder: Wir können nicht allen helfen

Den einen Linken holten wir in Freiburg ab. Dort ging es vorbei an den neu erbauten „Flüchtlingshäusern“.

 Gastbeitrag

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An schi­cken, holz­ver­klei­de­ten Apart­ments mit Ter­ras­sen, auf denen sich im Spät­som­mer­son­nen­schein Ver­schlei­er­te mit ihren Kin­dern tum­mel­ten. Das gab mir einen klei­nen Stich, und ich dach­te: „Das ist nicht gerecht“.

Ich sag­te nichts zu mei­nem lin­ken Bei­fah­rer, der Weih­nach­ten 2015 die „Geflüch­te­ten“ in der Erst­auf­nah­me mit Plätz­chen freu­dig beba­cken hat­te. Ich muß­te an die kin­der­rei­chen Fami­li­en in der Nähe mei­nes Wohn­or­tes den­ken, die seit Jahr­zehn­ten in soge­nann­ten Schlicht­woh­nun­gen leben, ohne Bad, ohne Dusche und ohne Bal­kon. Bis sich 2015 ein VOX-Fern­seh­team ihrer annahm, was eini­gen Wir­bel verursachte.

Den zwei­ten Lin­ken hol­ten wir in Offen­burg am Bahn­hof ab. Dort tum­mel­ten sich mas­sen­haft jun­ge Män­ner mit ver­schie­dens­ten Migra­ti­ons­hin­ter­grün­den. Die neu Dazu­kom­men­den wur­den abge­klatscht. Sie fühl­ten sich stark in der Grup­pe. Ich über­leg­te, wie es wohl sein wür­de, wenn aus die­ser Grup­pe plötz­lich ein wüten­der Mob würde.

Stark fühl­te sich auch unser zwei­ter Lin­ker. Er schlen­der­te unge­rührt an die­ser Grup­pe vor­bei. Er hat­te gegen den G20-Gip­fel in Ham­burg demons­triert, gegen die „Kapi­ta­lis­ten und Glo­ba­lis­ten“. Auf der Fahrt erzähl­te ich ihm von dem gro­ßen Mer­kel-Wahl­pla­kat, wel­ches ein Scherz­keks mit einem Knast­git­ter über­malt und SCHULDIG drun­ter­ge­schrie­ben hatte.

Der Jun­ge lach­te und sag­te: „In Tübin­gen trägt ein Mit­be­woh­ner mei­ner WG ein T‑Shirt mit Boris Pal­mer, über die­sem ein Stem­pel, auf dem steht: Kri­mi­nell.“ Ich sag­te nichts und dach­te: „Wie­so soll  Boris Pal­mer kri­mi­nell sein?“ Weil er sich zu Mer­kels Flücht­lings­po­li­tik kri­tisch geäu­ßert hat? Weil er in einem Gast­bei­trag für den Focus ein­ge­steht, „daß es eine rein mora­li­sche Flücht­lings­po­li­tik nicht geben kann“, denn:

Wir kön­nen nicht allen hel­fen, son­dern nur sehr weni­gen. Unse­re Frei­heit und unse­ren Wohl­stand kön­nen wir nur erhal­ten, wenn wir sie einer sehr gro­ßen Zahl von Men­schen, die danach stre­ben und in unser Land kom­men wol­len, vor­ent­hal­ten. Es lohnt sich, dies auf Dau­er zu ändern. Es gibt kei­ne Ent­schul­di­gung dafür, es als gege­ben hin­zu­neh­men. Aber zur Wahr­heit gehört auch, dass wir die­se ele­men­ta­re Unge­rech­tig­keit nicht schnell aus der Welt schaf­fen kön­nen. Das mora­li­sche Dilem­ma der Flücht­lings­po­li­tik ist nicht auflösbar.

Nicht nur die Lin­ke light kommt bei der Fra­ge nach der sozia­len Gerech­tig­keit ins Schleu­dern, auch für die ortho­do­xe Lin­ke wird die Mas­sen­ein­wan­de­rung zum Lack­mus­test. Oskar Lafon­tai­ne schreibt auf Face­book: „Die Lin­ke und alle bis­her im Bun­des­tag ver­tre­te­nen Par­tei­en haben bei ihren Ant­wor­ten auf die welt­wei­te Flücht­lings­pro­ble­ma­tik das Prin­zip der sozia­len Gerech­tig­keit außer Kraft gesetzt.“

Der Wahl­abend ver­lief ruhig. Kurz haben wir die Ergeb­nis­se der ein­zel­nen Par­tei­en ange­schaut. Es kam kei­ne Freu­de bei uns Rech­ten auf, kei­ne Ent­rüs­tung bei den Lin­ken. Der Cré­mant d‘alsace blieb im Kühl­schrank. Jeg­li­che Dis­kus­si­on ver­mei­dend, wur­de das Kamin­feu­er ent­zün­det, obwohl es gar nicht kalt war.

Der Schlag­ab­tausch erfolg­te am nächs­ten Tag. Man kann es nicht ver­mei­den. Ich mein­te vor­sich­tig: “Na ja, den Aus­gang der Wahl kann man ja auch als Chan­ce sehen, eine in vie­ler­lei Hin­sicht ver­fehl­te Poli­tik, vor allem Asyl- und Migra­ti­ons­po­li­tik, zu kor­ri­gie­ren und zu ändern.“ Es kam zu kei­nem ver­nünf­ti­gen Gespräch. Eher zu einem emo­ti­ons­ge­la­de­nen Hin und Her:

„Man kann nicht die gan­ze Welt ret­ten!“ – „Aber irgend­wo muß man mal anfan­gen!“ – „Aber war­um plötz­lich jetzt, war­um nicht schon frü­her, etwa bei den Abge­häng­ten vom Astern­weg in Kai­sers­lau­tern?” – „Und war­um unter­schieds­los hel­fen und nicht spe­zi­ell Frau­en, Kin­dern oder ver­folg­ten Chris­ten?“ – „Es kön­nen nicht alle Men­schen auf dem west­eu­ro­päi­schen Wohl­stands­le­vel leben, ohne daß der Laden zusam­men­bricht.“ – „Dann müs­sen die rei­chen Län­der eben abge­ben.“ – „Und wer bestimmt, wie­viel und was abge­ge­ben wird? Und was ist mit denen, die nichts abge­ben wol­len? Und die­nen offe­ne Gren­zen nicht zual­ler­erst den Kapi­ta­lis­ten?“ Und so weiter.

Immer wie­der wird der Traum der alten und neu­en Lin­ken geträumt, der Traum von einer sozi­al gerech­ten Welt, die nur der Mensch erschaf­fen kann und soll. Ein „Reich Got­tes auf Erden“, in dem alle Men­schen glei­che Chan­cen haben auf Wohl­stand, Bil­dung, Selbstverwirklichung.

Der Weg dort­hin ist mit Mil­lio­nen Lei­chen gepflas­tert. Das wird immer wie­der aus­ge­blen­det. Denn irgend­wo muß man ja anfan­gen. Jetzt halt mit den „Geflüch­te­ten“. Und wenn es doch nicht so gewalt­frei vor­an geht, muß man eben inter­ve­nie­ren.

Natür­lich kann man die­ser idea­lis­ti­schen Jugend von Klei­ne-Hart­la­ge War­um ich kein Lin­ker mehr bin oder von Sie­fer­le Das Migra­ti­ons­pro­blem zum Lesen geben. Das habe ich auch getan. Mei­ne Erfah­rung ist die­se: Die jun­gen Lin­ken wei­sen die­se Bücher eher ange­wi­dert zurück. Wie ein neu­gie­ri­ges, aber bra­ves Mädel, dem die Mut­ter ver­klemmt ein Auf­klä­rungs­buch zuste­cken will mit den Wor­ten: „Du bist jetzt alt genug, lies das mal.“

Das Mädel sucht unbe­wußt ja das Aben­teu­er und will kei­ne Moral­pre­digt, schon bevor es die Unschuld ver­lo­ren hat. Und die­se wohl­stands­ver­wöhn­te west­eu­ro­päi­sche Jugend hat ihre Unschuld noch nicht ver­lo­ren. Sie will Aben­teu­er, Her­aus­for­de­rung, kei­ne Lan­ge­wei­le. Nicht umsonst ist eine Lieb­lings­se­rie die­ser Genera­ti­on The Wal­king Dead. Man träumt vom Über­le­bens­kampf, spielt Wider­stands­kämp­fer gegen fik­ti­ve Nazis oder kämpft gegen den bösen Staat. Alles ist bes­ser als Langeweile.

Wie selt­sam muß den jun­gen Män­nern mit Migra­ti­ons- und teil­wei­se Kriegs­er­fah­rung die­se wei­che, west­li­che, nai­ve, hilfs­be­rei­te Jugend vor­kom­men. Die ers­ten Bücher von „Flücht­lin­gen“ zur lin­ken Nai­vi­tät gibt es bereits. So schreibt Kacem El Ghaz­z­a­li, ein 27jähriger Marok­ka­ner, aner­kann­ter Flücht­ling, beken­nen­der Athe­ist, zur „huma­ni­tä­ren“ Ver­ein­nah­mung durch Lin­ke: “Wenn ein Flücht­ling ihre Mei­nung nicht teilt, ver­ste­hen sie die Welt nicht mehr. Aber ich bin nicht so, wie sie mich haben wol­len – ein Opfer, das nicht sel­ber denkt, für nichts Ver­ant­wor­tung trägt und ihre Hil­fe braucht.“

Nun, nach dem Schlag­ab­tausch kam es dann immer­hin noch zu eini­gen kon­struk­ti­ven Gesprä­chen, gar zu Über­ein­stim­mun­gen in der Ana­ly­se. Aber nicht in den Lösungs­an­sät­zen. Nati­on, Kul­tur, Tra­di­ti­on, das Eige­ne, Reli­gi­on sind für die Lin­ke light kein Thema.

Mit Lin­ken leben heißt das neue Buch von Mar­tin Licht­mesz und Caro­li­ne Som­mer­feld. Ich lese es gera­de. Aber eigent­lich will ich nicht mit Lin­ken leben. Nur mit mei­nen eige­nen, die ich lie­be. Ein paar Tage im Jahr. Und da hilft mir mal wie­der die Lek­tü­re von Josef Pie­pers Über die Lie­be:

Lie­be ist nicht das­sel­be wie die unter­schieds­lo­se Bil­li­gung all des­sen, was der gelieb­te Mensch empi­risch-fak­tisch denkt und tut. […] Die blo­ße Gut­her­zig­keit, die alles dul­det, nur nicht, daß der Gelieb­te lei­det, hat mit wirk­li­cher Lie­be nichts zu tun. Augus­ti­nus hat das in vie­ler­lei Varia­tio­nen for­mu­liert: “Die Lie­be schlägt zu, Übel­wol­len redet nach dem Mun­de“; “der Freund gerät in Zorn und liebt, der getarn­te Feind schmei­chelt und haßt“. – Kein Lie­ben­der kann sich damit abfin­den, daß der, den er liebt, dem Guten das Beque­me vor­zieht. Wer die jun­gen Leu­te liebt, ist außer­stan­de, die Freu­de zu tei­len, die sie dabei zu emp­fin­den schei­nen, ihr Marsch­ge­päck sozu­sa­gen zu erleich­tern und die eiser­ne Rati­on weg­zu­wer­fen, die sie ein­mal brau­chen wer­den, wenn es kri­tisch wird.

Das ist tröst­lich. Auch wenn wir nicht allen hel­fen kön­nen und irgend­wo anfan­gen müs­sen. Viel­leicht fängt man ja am bes­ten bei sich selbst an.

–––––

Nach­trag: Nach dem jähr­li­chen Fami­li­en­tref­fen schick­te mir mein gro­ßer Lin­ker einen Lese­tipp: „Dach­te vllt. inter­es­siert dich das The­ma“. Ich lese dort:

Im Rah­men der glo­ba­len Pro­duk­ti­on ist die Kri­tik an den tra­di­tio­nel­len Reli­gio­nen, genau wie die Rechts-Links-Dicho­to­mie oder der  Anti­fa­schis­mus in Abwe­sen­heit von Faschis­mus, ein Aus­druck des Markt­mo­no­the­is­mus und ent­hüllt noch ein­mal die voll­stän­di­ge Inte­gra­ti­on der welt­li­chen und anti­fa­schis­ti­schen Lin­ken in den göt­zen­die­ne­ri­schen Mono­the­is­mus des Marktes.

Wow, ich lie­be sol­che Sät­ze. Die­ser Mai­län­der Phi­lo­soph Die­go Fus­a­ro scheint mir ein inter­es­san­ter Den­ker zu sein.

 Gastbeitrag

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Kommentare (17)

Stresemann

24. Oktober 2017 12:31

Es kommt durchaus Bewegung in die Parteienlandschaft nach der Bundestagswahl. Jüngst wird die AfD nicht mehr reflexhaft mit den bekannten Rubrizierungen attribuiert. Hier wird die Alternative für Deutschland schlicht als nationalkonservativ adressiert - was ja weniger pejorative Fremdbezeichnung als ggf. bereits affirmative Selbstbeschreibung der AfD sein dürfte. Die Diskurse - wie ja auch von Frau Leiser im Hinblick auf die implizit/explizit genannten anderen Parteien beschrieben - verlagern sich. Man könnte das auch bereits einen metapolitischen Umbruch nennen...

Hesperiolus

24. Oktober 2017 12:40

Wenige Tage vorm "compleanno di Pound" geben Sie da im Nachtrag eine wahre Satzperle. Wie jede Wahrheit ist so ein Satz zu lieben, auch und besonders ohne "Wow".

Dazu auch dieses: https://www.ilfattoquotidiano.it/2015/11/08/la-religione-sotto-scacco/2199697/

Fritz

24. Oktober 2017 15:16

Man lernt nur durch Erfahrung, nicht aus Büchern. ich habe auch geglaubt, dass die armen Menschen der III. Welt Opfer des westlichen Kapitalismus sind, der ein Interesse daran hat, sie niederzuhalten.

Erst als ich dann selber gereist bin (in Südamerika) und die Verhältnisse mit eigenen Augen gesehen habe, änderte ich meine Meinung. Nach meiner Erfahrung bessern sich die Verhältnisse in der III. Welt nicht, weil niemand der dort lebenden Menschen ein Interesse daran hat. Alle interessieren sich nur für ihr eigenes Wohl und das ihrer Familie, vom Präsidenten, der seine Cousins zu Ministern macht, bis zum Bootsflüchtling, der seine Familie nach Deutschland holen will. Von sowas wie Nation oder Gemeinwohl haben die meisten Menschen keine Vorstellung (oder höchstens bei Fußballspielen).

Wenn ein Posten zu vergeben ist, bekommt ihn nicht der beste Bewerber, sondern der Cousin des Chefs, oder jemand aus seinem Dorf. Alle sind extrem misstrauisch und erwarten ständig, von den anderen übers Ohr gehauen zu werden.

Ich wünsche mir manchmal, man könnte jungen Deutschen (beider Geschlechter) ermöglichen, ein halbes Jahr in einem Land der III. Welt zu leben und dort Erfahrungen zu sammeln. Das würde vielleicht Lernprozesse in gang bringen.

nom de guerre

24. Oktober 2017 17:02

 

>>Nation, Kultur, Tradition, das Eigene, Religion sind für die Linke light kein Thema.<<

Ja, aber nur solange all das noch selbstverständlich vorhanden ist. Wie hier schon mehrfach angemerkt wurde, fehlt es Linken oft an Realitätssinn. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die vielen weltoffenen, flüchtlingsunterstützenden Menschen (ob nun richtige Erwachsene oder halbe Kinder, die Boris Palmer wegen seiner abweichenden Ansichten als „kriminell“ überschreiben; auf so eine Idee muss man erstmal kommen!) irgendetwas mit den neu Zugewanderten gemeinsam haben, nur sind sie offenbar nicht in der Lage, das und die Auswirkungen, die die Masseneinwanderung auf ihr eigenes Leben haben wird, zu erkennen.

Irgendwo muss man mal anfangen, ja, das sehe ich ausdrücklich auch so. Viele Ungerechtigkeiten auf der Welt, auch die Umweltzerstörung, über die derzeit eher selten gesprochen wird, müssten nicht sein. Allerdings kann dieses „anfangen“ nicht nur von der sogenannten Ersten Welt ausgehen, es sei denn, man befürwortet einen wohlmeinenden Neokolonialismus. Alle, denen es schlecht geht, nach Deutschland/Europa zu lassen, ist jedenfalls für niemanden eine Lösung, aber dafür im Ergebnis für jeden ein Problem, auch für die Eingewanderten selbst, denn ich denke nicht, dass in Offenburg oder anderswo am Bahnhof rumzulungern wirklich das Ziel der großen Reise ins Gelobte Land gewesen ist.

@ Fritz

Für diese Erkenntnis muss man aber eigentlich nicht mal nach Südamerika fahren, die kann man billiger haben. Ich habe über viele Jahre Bücher von Mario Vargas Llosa und ab und zu auch von anderen lateinamerikanischen Autoren gelesen. Dort steht genau das drin, was Sie beschreiben (wenn auch sicherlich nicht so anschaulich, wie wenn man vor Ort ist). Gesellschaftlichen Zusammenhalt scheint es nicht zu geben, da sich jeder nur mit der eigenen sozialen Gruppe identifiziert.

RMH

24. Oktober 2017 17:14

@Fritz,

meiner Meinung nach eine richtige Beobachtung. In anderen Ländern gilt die Reihenfolge engste Familie, Sippe, Clan und dann kommt mehr oder weniger nichts mehr, maximal noch Folklore. In den meisten westlichen Ländern und insbesondere Deutschland hingegen gilt der Spruch, das Blut dicker als Wasser ist, schon lange nicht mehr. Im Gegenteil, der Deutsche verklagt am liebsten Seinesgleichen und seine Verwandtschaft und die Redewendung von der "buckligen Verwandtschaft" ist geflügelt. Man erkennt es ja auch daran, dass sich Familien wegen solch letztendlichen Lappalien (in Bezug auf die wirklich letzten und entscheidenden Dinge im Leben sind es solche) wie links oder rechts oder Politik überhaupt ernsthaft zerstreiten können. Aber Schulmeistern und Beckmessern ist Volkssport und um dem anderen etwas nicht gönnen zu müssen, sollte es dann lieber der große, amorphe Staat ihm wegnehmen, auch wenn dann am Ende kaum einer etwas davon hat. Wie auch immer, ein Land, welches nur noch Einwohner hat und kein Volk mehr, welches Gott und Familie nicht mehr kennt, hat nur kleine Individuen, wo jeder für sich alleine kämpft (und dann auch alleine stirbt).

Stil-Blüte

24. Oktober 2017 18:19

Liebe Monika Leiser, Ihre lebendige Schilderung ist mir nicht unvertraut. 

Was ich heutzutage zutiefst bedaure, daß wir uns innerhalb von Familie und Freundeskreis über lange Distsnzen verstellen müssen, um dann mal was Überlegtes, Durchdachtes anzubringen. Ich weiß inzwischen - diese Angestrengtheit bringt nichts. Denn das Athmosphärische bleibt dann gestört; man steht weder auf derselben noch auf der Gegenseite

Ich für meinen Teil bevorzuge die rein familiären freundschaftlichen Themen und fühle mich dabei wohl. Niemand beäugt mich argwöhnisch. Die Zeiten des politischen Streitgesprächs innerhalb der Freunde, weniger der Familie, sind einfach nicht mehr zu schaffen. Manchmal kann ich es aber nicht lassen, wenn der Kontrast zwischen Anliegen und Heuchelei allzu groß ist, sie zu beschämen. Eine Frage: Warum haben Sie Ihr Familientreffen ausgerrechnet in diese heikle Zeit gelegt. Sind reine Familienfeiern, Geburtstage, christliche Feiertage nicht besser geeignet?

Und noch etwas - wir waren ja die wichtigsten Erzieher und Bilder unserer Ndachkommen. Haben wir nicht selbst Anteil an der Gegensätzlicherkeit unserer Kinder? Daher - Nachsicht. Um die Sache abzurunden, Sie konnten nichts Besseres tun, als uns offenherzig Ihre Situation vorzustellen. Gibt es Worte, die diesen Kontrast auflösen können? Ja, Geduld und nochmals Geduld. Liebe ohnehin.

Curt Sachs

24. Oktober 2017 18:25

»Den Wahlsonntag und die Tage danach verbrachte ich unter Linken. Irgendwo am Ende der Welt. Ich wußte, es würde hart und schmerzhaft werden.«

Oh jeminechen! Auf welcher Insel der Seligen hält sich Frau Leiser denn sonst so auf?

»Es kam zu keinem vernünftigen Gespräch. Eher zu einem emotionsgeladenen Hin und Her:«

Oh, welche Überraschung! – Was denn dann so »hart und schmerzhaft« wurde, teilt uns Frau Leiser leider nicht mehr mit.

Ich schließe zwar nicht mit Pieper, aber immerhin mit Kardinal Newman:

»Jungen Leuten, die niemals Leid oder Ängste gekannt haben noch die Opfer, die die Gewissenhaftigkeit einschließt, fehlen gewöhnlich jene Tiefe und jene Ernsthaftigkeit des Charakters, die nur Leid und Angst und Selbsthingabe geben können. Wir werden real in unseren Ansichten über das, was geistlich ist, durch die Berührung mit den zeitlichen und irdischen Dingen.«

Der_Jürgen

24. Oktober 2017 20:41

@RMH

"Ein Land, welches nur noch Einwohner hat und kein Volk mehr, welches Gott und Familie nicht mehr kennt, hat nur noch Individuen, die alleine kämpfen und alleine  sterben."

Hierzu zwei Zitate. Das erste stammt aus dem 2006 erschienenen Buch "Une breve histoire de l'avenir" (Eine kurze Geschichte der Zukunft) und lautet so:

"Jede Zeit, die für etwas anderes verwendet wird, als zu konsumieren oder Konsumgüter zu scheffeln, wird als vergeudet gelten. (...) Je einsamer der Mensch sein wird, desto mehr wird er konsumieren, und desto mehr wird er sich vergnügen, um seine Einsamkeit zu übertünchen. (...) Der Mensch wird den anderen nur noch als Werkzeug seines eigenen Glücks sehen, als Mittel, um sich Vergnügen oder Geld oder beides zugleich zu verschaffen. Niemand wird noch auf den Gedanken kommen, sich um andere zu kümmern. Warum soll man etwas mit dem anderen unternehmen, wenn dieser doch Konkurrent ist? (...) Jede kollektive Aktion, und daher auch jede politische Veränderung, wird aus diesem Grund undenkbar scheinen. Die Einsamkeit beginnt schon in der Kindheit. Niemand wird Eltern, seien es nun biologische Eltern oder Adoptiveltern, noch dazu zwingen können, ihre Kinder lange genug zu achten und zu lieben, um sie aufzuziehen."

Hier spricht kein besorgter Mahner, sondern ein Chefideologe der Neuen Weltordnung, Jacques Attali, der seine erstaunliche Schaffenskraft seit Jahrzehnten einsetzt, um diese Vision zu verwirklichen. Unter anderem fordert er von Frankreich die Aufnahme von 93 Millionen Immigranten.

Heuchelei kann man Leuten wie Attali nicht vorwerfen. SIe schreiben ja schwarz auf weiss, was sie wollen. Aber wir glauben das Unfassbare nicht und ziehen es vor, "Verschwörungstheorien, Verschwörungstheorien" zu plärren, wenn uns ein Warner die Augen zu öffnen versucht.

Das zweite Zitat ist älter (aus dem Jahre 1996) und stammt von einem Mann unserer Denkrichtung:

"Einst wusste man, dass das Individuum nichts anderes ist als ein Glied in einer langen Kette. (...) Der Einzelmensch schöpfte aus dem Bewusstsein, Teil eines Ganzen zu bilden, geistige Stärke, aber auch einen machtvollen Impuls zur Schaffung von Werken, die ihn überdauern würden. Im Angesicht des Todes war er sich bewusst, dass das Leben nicht mit ihm zu Ende ging. Weder starb seine Sippe mit ihm, noch starben die Gemeinschaft, das Volk und die Kultur, deren Angehöriger er war. Der übersteigerte Individualismus unserer Epoche hat den Menschen entwurzelt, seiner Heimat beraubt und dazu verdammt, wirklich z u sterben.   (...) Wenn der Mensch die Glitzerwelt der Konsumgesellschaft verlässt und nach dem Sinn seiner Existenz fragt, entdeckt er die Ungeheuerlichkeit der Leere, die ihn umgibt. Dann überwältigen ihn Trostlosigkeit, Angst und Verzweiflung."

(Mario Consoli, "Nessun cambiamento senza vero pluralismo", in: "L'Uomo LIbero", Nr. 41/1996.

 

Solution

24. Oktober 2017 21:14

Man sollte in der Familie möglichst nur mit denen über Politik sprechen, die dafür offen sind oder die gleichen Ansichten haben, jedoch einmal klipp und klar gegenüber jedem seine Position im politischen Spektrum offenbaren, damit auch jeder darüber im Bilde ist.

Wir sind in einem politischen Krieg, wo es um das schiere Überleben unseres Volkes geht. Da muß man auch "Verluste" in der Familie, bei Arbeitskollegen und Freunden akzeptieren. Tarnen und Täuschen ist das Falscheste was man hier machen kann. 

Vergessen wir nicht: Wir werden immer mehr.

Monika L.

24. Oktober 2017 21:38

@Stil-Blüte

Das Familientreffen findet meist in dieser Zeit statt. Daß die Wahl in diese Zeit fällt, war in diesem Falle halt so. Aber nicht beabsichtigt. War also nicht zu vermeiden. Ich kenne auch Familien, wo die Kinder ihre Eltern nicht besuchen.

Das finde ich traurig.

@ Curt Sachs

Ich weiß nicht, ob Sie  Kinder haben. Und man muß nicht alles mitteilen. Meine Jungs sind auch keine Laber-Idealisten. Sondern haben durchaus sehr harte und  karge Zeiten im fernen  Ausland hinter sich. Vor denen ich Respekt habe. Ein bequemes bürgerliches Leben ist nicht ihr Ding. Da sind sie schon konsequent. Und Tiefe und Ernsthaftigkeit haben sie. Ich wünsche als Mutter einzig, dass ihr Idealismus nicht enttäuscht und ernüchtert wird. Sondern auch in harten Zeiten bestehen kann. Und reifen. 

Die studierte Jugend hat heute Kontakt in alle Welt. Und denkt über nationale Grenzen hinaus. Und ich kenne eigentlich keine Eltern, die nicht stolz auf diese übernationale Orientierung der Jugend wäre. 

sven h.

24. Oktober 2017 22:55

@Fr. Monika L.: Vielen Dank für Ihren Beitrag. Habe ihn gern gelesen. Ein paar Sachen möchte ich anmerken. Nahe Verwandte von mir (Cousine meiner Mutter) sind reiche alte Leute (er Anwaltskanzlei, sie Übersetzerin). Mit ihren drei Kindern wurde das ganze Leben nur angegeben, angegeben, angegeben (der älteste ist Arzt und der mittlere Sohn ist in der dt. Bank kurz davor die Vorstandsetage zu erklimmen). Seit der "Flüchtlingskrise" ist mit den alten Herrschaften keine vernünftiges Reden mehr möglich, die haben ihre "eigene" "Flüchtlingsfamilie" und geben ihre Zeit und ihr Geld für die her und meinen noch damit angeben zu können. Nach den ersten Gesprächen mit mir wurde es sehr schwierig und ich muss sagen, dass diese Thematik uns zumindest von diesem Ast der Familie komplett abgeschnitten hat. Begründet werden diese ganzen "Flüchtlingshilfsaktionen" mit evangelisch-christlichen Argumenten. Merkel hat es aus meiner Sicht tatsächlich geschafft uns zu spalten. Meine Frau ist Ukrainerin und vor 3 Jahren wäre ich noch streng dageben gewesen, dass sie unseren Sohn Russisch beibringt. Mittlerweile denke ich, na gut, in irgendeiner Sprache muss man ihm notfalls ja noch die Wahrheit sagen können. Solche Gedanken...unvorstellbar noch vor 3 Jahren.

Martin S.

24. Oktober 2017 23:52

Die studierte Jugend hat heute Kontakt in alle Welt. Und denkt über nationale Grenzen hinaus. Und ich kenne eigentlich keine Eltern, die nicht stolz auf diese übernationale Orientierung der Jugend wäre. 

Jaja, die waren schon in allen Flughäfen dieser Welt und den angesagten Clubs in den Hauptstädten. Sie glauben, dass die "hippe" studentische Clubjugend mit dem Rest des Landes identisch ist. Aber sie KENNEN weder ihre eigene Heimat, geschweige denn sich selbst. Wie sagte eine mir bekannte Reiseführerin: "Ja, reisen bildet. Vorurteile."

 

 

Cacatum non est pictum

25. Oktober 2017 06:22

Die studierte Jugend hat heute Kontakt in alle Welt. Und denkt über nationale Grenzen hinaus. Und ich kenne eigentlich keine Eltern, die nicht stolz auf diese übernationale Orientierung der Jugend wäre.

Solche internationalen Kontakte können der Schlüssel zum Erkennen des Eigenen sein. Das kann ich aus eigener Erfahrung berichten. Während eines längeren Auslandsaufenthalts als Jugendlicher (Schüleraustausch), bei dem ich intensive Kontakte nicht nur zu Einheimischen, sondern auch zu zahlreichen anderen ausländischen Gästen hatte, ist mir das Wesen und der Wert meiner Herkunft erst richtig bewußt geworden. Wenn man sich selbst als Ausländer in einem solchen Umfeld bewegt, wird man ständig mit seinem Fremdsein konfrontiert. Man erkennt die Konturen der eigenen Kultur, seiner Sprache, seiner Traditionen. Man wird konfrontiert mit dem Bild seines Herkunftslandes - facettenreich und manchmal klischeehaft, aber es ist eine ausgesprochen interessante Erfahrung.

Aus einem zwar bürgerlich geprägten, aber linksliberal denkenden Elternhaus stammend, hatte ich gelernt, daß man sich in erster Linie kritisch mit seiner eigenen Nation auseinanderzusetzen hat. Meine Auslandszeit lehrte mich dann anderes. Ich war tief beeindruckt von der natürlichen Heimatliebe vor allem der anderen Ausländer. Es waren Jugendliche aus Nationen aller Kontinente. Ethnischen Selbsthass habe ich bei keinem von ihnen auch nur ansatzweise ausmachen können, eher das exakte Gegenteil. Damals habe ich auch erfahren, welche Hochachtung wir Deutschen im Ausland genießen. Für mich war das kaum zu glauben, denn von unseren ethnomasochistisch geprägten Medien war mir doch immer eingetrichtert worden, daß deutsche Geschichte vor allem auf Hitler zu reduzieren sei und daß unser Volk für dessen Missetaten im Ausland ewiglich verachtet werde.

Diese Zeit war die vielleicht prägendste meines Lebens. Damals sind tolle Freundschaften entstanden, die teilweise lange Bestand hatten. Ich habe den linken Habitus noch eine ganze Weile äußerlich gepflegt, aber in der Retrospektive meine ich sagen zu können, dass mit meiner Rückkehr in die Heimat das lange Rückzugsgefecht aus dieser politischen Ideologie begonnen hat. Heute bin ich ein dezidiert national denkender Mensch, und das ist auch gut so.

Der Schüleraustausch war übrigens von einer Organisation ins Leben gerufen worden, die den Freimaurern nahesteht. Damals war mir natürlich nicht bewußt, was das zu bedeuten hat: daß man damit vermutlich die Eine-Welt-Ideologie in den Köpfen der teilnehmenden Jugendlichen verankern wollte und will. In diesem Sinne bin ich stolz darauf, daß der intensive Kontakt zu den Altersgenossen anderer Nationen bei mir das Gegenteil bewirkt hat - einen tiefen Respekt vor den Eigenheiten anderer Kulturen und eine strikte Ablehnung von Völkervermischungsphantasien.

Cacatum non est pictum

25. Oktober 2017 06:34

@Der_Jürgen

Hier spricht kein besorgter Mahner, sondern ein Chefideologe der Neuen Weltordnung, Jacques Attali, der seine erstaunliche Schaffenskraft seit Jahrzehnten einsetzt, um diese Vision zu verwirklichen. Unter anderem fordert er von Frankreich die Aufnahme von 93 Millionen Immigranten.

Heuchelei kann man Leuten wie Attali nicht vorwerfen. SIe schreiben ja schwarz auf weiss, was sie wollen. Aber wir glauben das Unfassbare nicht und ziehen es vor, "Verschwörungstheorien, Verschwörungstheorien" zu plärren, wenn uns ein Warner die Augen zu öffnen versucht.

Wenn es eine Hölle gibt, dann wird Attali nach seinem Tode genauso darin schmoren, wie es sein unlängst verstorbener Logenbruder Brzezinski nun tut. Mögen diese Leute für ihre schweren Sünden büßen ...

Monika L.

25. Oktober 2017 11:04

@Sven @Martin

1. Die katastrophale Merkelpolitik hat sicher einen großen Keil in die Familien getrieben.. Der Einzug der AfD in den Bundestag ist  ein Schritt Richtung Normalisierung. Wobei es eigentlich ein Unding ist, dass die junge Generation parlamentarisch kaum vertreten ist. Sie hat aber eine verfehlte Politik auszubaden.

2. Der zweite große Familienzerstörer ist die Globalisierung. Hänschen geht in die weite Welt hinein zwecks Erfahrungen. Er kehrt oft aber nicht mehr in die Heimat zurück:

https://www.google.de/search?q=faz+kinder+im+Ausland+aber+mutter+weinet+sehr&ie=UTF-8&oe=UTF-8&hl=de&client=safari

Die Auswirkungen sind überall zu sehen. Nur zwei Beispiele aus meiner Umgebung:

1. Die Tochter lebt in London, mit Mann und Kind, allerdings unverheiratet, der kleine Max ist auch nicht getauft. Die Eltern, bzw. Großeltern leben in einem schwäbischen Kaff.  Man skypt einmal die Woche. Die besorgte Oma:" Ob mich das Kind da am Bildschirm erkennt ? "

2. Nachbarin, 84 Jahre, Pflegefall, der Sohn ist Arzt, lebt aber 200 kam entfernt. Polnische Pflegekräfte wechseln sich alle 3 Monate ab. Die eine Polin, selbst Mutter und Oma skypt jeden Abend lautstark mit der Familie in Polen, was die alte bettlägerige Dame am Einschlafen hindert...usw.usw.

3. Die "Geflüchteten" dürfen ihre Familien nachholen, weil es schlimm ist, so alleine in der Fremde.

Mir würde zunächst eine Art geistiger, seelischer Familienzusammenführung ausreichen. Man hat ja ein Familienbild im Kopf, dass über die bunte happy ernstingsfamily der Konsumwelt hinausgeht. Aber immer mehr verschwindet. So erklört sich mir auch die Faszination durch eine Sympathische Familie in Schnellroda. Das nennt man wohl Vor- Bild. Wir wissen nicht, wie es da wirklich zugeht. Aber wir brauchen ein Vor-Bild, um überhaupt noch ein Bild zu bekommen.

4. die Identitären sind junge Menschen auf der Suche nach Bildern und Vorbildern. Aber auch verfremdet durch von klein auf erfahrene Multi-Kulti. Deutscher, Franzose, Italiener usw, ist auch noch mal was anderes  als deutscheridentitärer, französischer identitärer usw. Und ich bin sicher, Mama Sellner wünschte ihren Jungen lieber zuhause in Österreich beim Tanzen und Singen als auf Weltmeeren. ( Junge komm bald wieder):))

Zum Schluß: Vielleicht gibt es ja einen jungen Rechten, der mal vom Leben mit seinen linken Eltern berichtet ? Oder treiben die sich alle auf twitter und instagramm oder sonstigen Scheinorten rum?

Fritz

25. Oktober 2017 11:24

Es herrscht weithin die Auffassung vor, jeder Mensch sei allen anderen moralisch verpflichtet, und zwar allen in gleicher Weise. Ein armer Bangladeshi, den ich nicht kenne und mit dem ich nichts gemein habe, hat den gleichen Anspruch auf meine Hilfe wie meine Eltern oder Kinder oder Landsleute. Und dieser Anspruch gilt nur in eine Richtung, auch unabhängig davon, wie sich die anderen verhalten. Die in der Spieltheorie als erfolgreichste Strategie im Umgang mit Menschen erkannte "Tit for Tat"-Strategie, nach der man prinzipiell kooperativ ist und weiter kooperiert, wenn der andere dies auch tut (und die Kooperation abbricht, wenn er nicht kooperiert), wird außer Kraft gesetzt. Und auch das christliche Gebot, seinen Nächsten zu lieben wie sich selbst, nicht bis zur Selbstaufgabe, gilt nicht mehr.

Eigentlich logisch, dass ein solches Verhalten nur zur Selbstzerstörung führen kann; mir völlig unverständlich, wie man das nicht sehen kann. Es sagt ja nie jemand, wieviele Flüchtlinge man maximal aufnehmen will, oder warum man nur die aufnimmt, die es bis nach Deutschland schaffen und sich über die anderen keine Gedanken macht, oder warum man das Asylrecht unverändert beibehält, das es sieben Milliarden Menschen ermöglicht, Asyl in Deutschland zu suchen und das gesamte juristische Verfahren in Anspruch zu nehmen.

Stil-Blüte

25. Oktober 2017 19:17

@ Cocatum non est pictum

Diese Weltläufigkeit in jungen Jahren reicht weit zurück. Die allermeisten großen Geister haben das 'Weite gesucht', um angereichert zurückzukehren. Manche sind versandet, manche in der Ferne geblieben. Aber viele sind in ihre Hemat bereichert zurückgekehrt. Die höheren Chargen haben sich immer schon ausgedehnt und sind keine 'Dorftrottel' geblieben. 

@ Monika L.

Sie sind eine Perle!! Wie Sie diese einfachen menschlichen Regungen so gut formulieren können.  Was muss man heutzutage nicht für einen Aufwand betreiben, um die Familie mal wieder zusammen zu bekommen! Aber der Prozess hat schn lange vor '45 begonnen. In alten Filmen und Biografien ist das abseh- und -lesbar.   

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