Sezession
16. Januar 2018

Dienstagsheld (44) – Gegenpapst

Till-Lucas Wessels / 18 Kommentare

Man stelle sich vor: In den ehrwürdigen Gemäuern der Vatikanstadt sitzt eine kleine Gruppe einflußreicher Kardinäle und Würdenträger beisammen.

Till-Lucas Wessels

Till-Lucas Wessels studiert und ist identitärer Aktivist sowie »Minenhund für zukünftig Zumutbares«.

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Man berät, wie es mit dem nunmehr vakanten Heiligen Stuhl weitergehen soll. Sie entscheiden sich, aus Gründen, die hier keine Rolle spielen, für einen jungen Amerikaner mit dem eingängigen Namen Lenny Belardo.

Was sie nicht ahnen: Mit ihrer Entscheidung für den vermeintlich leicht beeinflußbaren vormaligen Erzbischof von New York setzen sie eine kirchenhistorische Entwicklung in Gang, gegen welche die franziskanische PR-Show, die wir dieser Tage erleben, wie eine Lappalie wirkt.

Bereits die ersten Amtshandlungen des neuen Papstes, der sich Pius XIII. nennt, versetzen die gesamte Christenheit in Aufruhr: Denn während der Frischgewählte sich einerseits weigert, die Etikette postmoderner Öffentlichkeitsarbeit zu wahren und die vatikaninternen Machtstrukturen kräftig durcheinanderwirbelt, kämpft er gleichzeitig für eine Rückeroberung des moralischen, geistigen und politischen Raumes durch die Kirche. Bereits in seiner ersten Ansprache, mit der er, für die zehntausenden erschrockenen Zuhörer auf dem Petersplatz nur als Schattensilhouette sichtbar, seine Amtszeit einläutet, macht deutlich, was er von den Gläubigen erwartet:

"Ich bin Gott näher, als ich euch bin! [...] Gott existiert. Und er ist nicht an uns interessiert, solange wir uns nicht für ihn interessieren. Und ausschließlich für Ihn. Versteht Ihr, was ich sage? Ausschließlich! 24 Stunden am Tag sind euer Herz und euer Verstand nur bei Gott. Es gibt keinen Platz für irgendetwas anderes, keinen Platz für freien Willen, kein Platz für Freiheit, kein Platz für Emanzipation."

Vielleicht wird es der eine oder andere schon gemerkt haben: Dieser kurze träumerische Abriß stammt nicht originär aus meinen Gehirnwindungen, sondern vielmehr aus denen des italienischen Regisseurs Paolo Sorrentino und trägt den Namen "The Young Pope". Dabei handelt es sich – wenn man den Worten des Hauptdarstellers Jude Law Glauben schenken darf – auch eigentlich nicht um eine Fernsehserie, sondern mehr um einen zehnteiligen Film, der nur aus pragmatischen Gründen in Episoden aufgeteilt erscheint und für den ich an dieser Stelle meine aufrichtige Empfehlung aussprechen möchte; allerdings nicht, ohne zugleich ein paar Warnhinweise beizufügen:

Die im Filmgeschäft so beliebte Pathologisierung der Hauptfigur hat auch vor diesem Opus nicht haltgemacht und wer von Sorrentinos Werk die Geschichte einer todernsten Reconquista erwartet, könnte enttäuscht werden. Einem rechten Zuschauer wird es mit dieser Series ähnlich gehen, wie mit anderen zeitgenössischen Kunstwerken – er muß sich seine eigenen Zugänge schaffen, muß lernen, manch ein Zugeständnis an den Nihilismus hinzunehmen und gelegentlich auch einfach nur etwas geduldig sein.

Denn bei allen zynischen Banalitäten, mit denen Sorrentino sein Werk einigeln mußte, läßt er an vielen kleinen und großen Stellen Platz für das Unerklärliche, das Unergründliche und das beinahe unverschämt Wunderbare. Wer sich ein Auge, ein Ohr, ein Herz und ein kleinen bißchen Humor für die dunklen Stunden bewahrt hat, dem wird diese Serie gefallen. Und wenn einem auch all' das nichts mehr sagt, kann man sich immer noch an den überragenden Bildern und der wunderbaren Musik betrinken, denen die hier verlinkte Vorschau leider nur unzureichend Rechnung trägt.


Till-Lucas Wessels

Till-Lucas Wessels studiert und ist identitärer Aktivist sowie »Minenhund für zukünftig Zumutbares«.

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Kommentare (18)

Der_Juergen
16. Januar 2018 07:56

Ich habe den Film "The Young Pope" gesehen, und er hat mich recht gut gefallen.

Dass die Katholische Kirche einen Gegenpapst, oder besser gesagt einen legitimen Papst benötige, schrieb der Traditionalist Johannes Rothkranz schon zu Zeiten Wojtylas immer wieder. Gab es, aus katholischer Sicht, schon an diesem und an Ratzinger reichlich viel zu kritisieren, so sprengt "Franziskus" mit seiner offen antieuropäischen und damit auch antichristlichen Agenda jedes Mass.

Es ist ein Merkmal hierarchisch-autoritärer Strukturen, wie die Katholische Kirche eine ist, dass sie sehr schwer von unten zu unterwandern sind. Wer beispielsweise Bischof oder gar Kardinal werden wollte, muss sich lange bewährt haben und durfte keinen Anlass zu Zweifeln an seiner Rechtgläubigkeit bieten. Darum bestand die einzige Chance zur Unterminierung der Kirche darin, sie von ganz oben umzukrempeln. Das an Gehorsam gewohnte Fussvolk würde sich dem neuen Kurs gefügig unterwerfen, wurde kalkuliert. So geschah es dann auch. Ohne Widerstand ging es allerdings nicht ab; man denke an Erzbischof Marcel Lefebvre. Die von diesem gegründete Piusbruderschaft ist allerdings mittlerweile ebenfalls unterwandert.

Wann der Unterwanderungsprozess einsetzte, ob schon unter Johannes XXIII., wie Rothkranz argwöhnte, aber mangels Beweisen nicht behauptete, oder erst unter Paul VI. und dem Zweiten Vatikanischen Konzil, lässt sich natürlich nicht mit Bestimmtheit feststellen.

Dies schreibt ein Angehöriger der Römisch-Katholischen Kirche, der freilich in einigen fundamentalen Fragen, besonders einer bestimmten, eine ketzerische Haltung einnimmt und somit eigentlich nicht besonders berufen ist, sich als frommer Bannerträger des reinen katholischen Glaubens zu gebärden. Aber der Katholizismus ist ja nicht nur ein Glauben. Er steht zugleich für eine grossartige, einmalige Kultur, die, geht es nach dem Willen von "Franziskus" und seinen Anhängern, durch importierte Barbarenhorden, die man "Schutzsuchende" tauft, zerstört werden soll.

Franz Bettinger
16. Januar 2018 09:36

Petrus II, der Letzte.
So hätte sich der heute herrschende Papst Franziskus nennen sollen, um der Weissagung des heiligen Malachias (irischer Erzbischof, +1148) zu entsprechen. Danach wird es nach dem 111. Papst, der den Namen Benedikt XVI tragen wird (Ratzinger!) nur noch einen und somit letzten Papst geben. Der wird wie der erste heißen: Petrus. Malachias prophezeit mit dem Erscheinen des letzen Papstes nichts anderes als das Ende der Kirche, wenn nicht gar das Ende der Welt. Unter Petrus II (Romanus) werde Rom zerstört werden und der furchtbare Richter (Gott?) wird sein Volk richten. Ich glaube nicht an "so was", aber in Anbetracht der aktuellen Geschehnisse? Spooky!

John Haase
16. Januar 2018 10:48

@ Franz Bettinger
Mit diesem Felsen werde ich meine Kirche abreißen.

T. de Ahumada
16. Januar 2018 11:44

Der Sedivakatismus ist m.E. eine legitime, aber umstrittene Meinung über die heutige Situation der katholischen Kirche. In der Praxis haben aber diejenigen, die diese Meinung vertreten leider mehrheitlich das Problem, alle Katholiken zu exkommunizieren, die das anders sehen als sie. Auf einer rein argumentativen Ebene, ist die Frage, ob die Päpste seit Montini (Paul VI) überhaupt amtierende Päpte waren, leider nicht eindeutig zu lösen. Worüber man sich sachlich einigen kann, ist, dass sie ihr Amt nicht legitim ausgeübt haben. (Wir haben da über eine sehr viel längere Zeitschiene eine ähnliche Gemengelage wie neuerdings in der Politik bei der derzeitigen Bundesregierung, die ihr Amt missbraucht, ohne das die legitimen Mittel angewandt werden, sie endlich des Amtes zu entheben.)

In der Praxis spielt es keine Rolle, ob der Heilige Stuhl noch oder nur noch scheinbar mit einem Papst besetzt ist:
Wenn sich die Lage in Rom wieder zum Guten ändern sollte, wird man das eindeutig merken. Deshalb ist es müssig mit der Lupe suchen zu gehen, ob der amtierende Papst nicht hin und wieder doch noch was „Katholisches“ lehrt. Manche schaffen es mit einer eruierten Sprache auch einen „katholischen“ Schein herzustellen, der sich gewaschen hat, wie Herr Joseph Ratzinger, den man zurecht als „Glaubenspräfekten ohne Glauben“ bezeichnen konnte. Dagegen ist der Herr Bergoglio eine Erholung. Er verbrämt seinen Modernismus nicht durch hehre Worte.

Ein Katholik hat aufgrund seiner Gehorsamspflicht ggü. der Kirche im Gegenzug das Recht, dass er sich auf das Lehramt verlassen können muss. Das Lehramt ist aber spätestens nach dem Ende des sogenannten „2. Vatikanischen Konzils“ eindeutig unzuverlässig geworden. Da ein Katholik in erster Linie seinen Glauben von Irrtümern schützen muss, ist es ihm auch nicht zuzumuten, ständig in den sich häufenden päpstlichen Verlautbarungen herumzustochern, um sich vielleicht das herauszupicken, was sich von diesen Verlautbarungen mit den Glauben vereinbaren lässt. Also darf der Katholik ganz ungeniert davon ausgehen, dass das Lehramt derzeit versagt, und er deshalb weghören darf und muss.

Das grundsätzlich Problem liegt aber nicht im häretischen Papsttum, sondern bei den Massen von sich katholisch wähnenden Häretikern , die die Kirche nicht als Garanten für die Wahrheit erkennen, in die man eintreten kann oder eben außen stehen bleibt, sondern als ihre Lobby um eine möglichst große weltliche Einflussnahme. Und wer auf Teufel komm' raus beeinflussen will, muss sich eben verbiegen.

Der Gehenkte
16. Januar 2018 13:54

@ Franz Bettinger

Keine Sorge, die Papstnachfolge ist noch lange nicht am Ende, die innere Logik noch längst nicht ausgeschöpft. Der nächste Papst ist schwarz, das ist gebongt, danach kommt ein buddhistischer Chinese oder ein Laie, möglichst mit Handicap oder Sonderbegabung, der überübernächste muß eine Frau sein und der darauffolgende Transgender.

Weitere Voraussagen wären zu riskant, da wir nicht ahnen können, was sich bis dahin alles amalgamiert haben wird. AI vielleicht? Ein Robot? Eine Institution? Das große Tier? ...

Seemann
16. Januar 2018 16:10

@ Der Gehenkte

ich glaube Sie könnten damit Recht haben. Der jetzige Papst Franziskus passt ja wunderbar ins Weltbild der Globalisten, wurde er sogar vorher schon bewusst danach ausgesucht? Ich glaube nicht, dass der deutsche Papst Benedikt sich erniedrigt hätte, sog. Flüchtlingen die Füße zu küssen. Wir dürfen gespannt sein.

Das blaue Quadrat
16. Januar 2018 18:20

"Es gibt keinen Platz für irgendetwas anderes, keinen Platz für freien Willen, kein Platz für Freiheit, kein Platz für Emanzipation."

So wird es sein, und wenn es das gemeinsame Ziel ist, ist doch alles gut? Immerhin werden die Katholiken noch wählen dürfen, ob sie konvertieren wollen, um diesem Ziel näher zu kommen. Oder ob sie den direkten Weg bevorzugen.

Cacatum non est pictum
16. Januar 2018 18:20

@Der_Juergen

Interessant, daß Sie Rothkranz erwähnen. Er ist mit äußerst lesenswerten Publikationen in Sachen Freimaurerei und Geheimpolitik hervorgetreten und diesbezüglich vielleicht einer der größten Kenner im deutschsprachigen Raum. Sein Buch zu den Anschlägen vom 11. September ist das beste und detailreichste auf diesem Gebiet.

Kositza: Hilfe, dieser Rothkranz! Ich hab bei ihm auch einiges echt Interessante gefunden, aber ist er nicht der "oberste Verschwörer"? Seine Schriften kursierten hier v.a. als Unterhaltungslektüre: Aha, einer macht bei einer Rede diese Handbewegung: FREIMAURER! Einer guckt auf einem Photo nach links, während rechts seine Haare etwas abstehen: FREIMAURER! Eine trägt blau kombiniert mit grau: Marionette der Freimaurer! Ich hab das als ziemlichen Wahnsinn empfunden.

@Der Gehenkte

"Keine Sorge, die Papstnachfolge ist noch lange nicht am Ende, die innere Logik noch längst nicht ausgeschöpft. Der nächste Papst ist schwarz, das ist gebongt, danach kommt ein buddhistischer Chinese oder ein Laie, möglichst mit Handicap oder Sonderbegabung, der überübernächste muß eine Frau sein und der darauffolgende Transgender."

Wer sagt uns, daß wir nicht längst schon Transgender-Päpste hatten?

Der Gehenkte
16. Januar 2018 20:03

@
Cacatum non est pictum

"Wer sagt uns, daß wir nicht längst schon Transgender-Päpste hatten?"

„Als Platon die Definition aufstellte, der Mensch sei ein federloses zweifüßiges Tier, und damit Beifall fand, rupfte er (Diogenes) einem Hahn die Federn aus und brachte ihn in dessen Schule mit den Worten: ‚Das ist Platons Mensch;’ infolgedessen ward der Zusatz gemacht ‚mit platten Nägeln’“. (Diogenes Laertius)

... infolgedessen ward der Zusatz gemacht: bekennender Transgender

Der_Juergen
16. Januar 2018 20:23

@Caccatum non est pictum @Ellen Kositza

Zu Johannes Rothkranz. Seine Aufrichtigkeit steht ausser Zweifel, und er hat in vielen Fragen sehr gut recherchiert. Sein Herumreiten auf den Freimauerzeichen bereitet auch mir grosses Bauchgrimmen, und ich gebe zu, dass ich es nicht ernst nehmen kann. Wozu müssen denn Leute, bei denen es gar kein Geheimnis ist, dass sie irgendwelchen Logen angehören, dies ständig durch einschlägige Signale kundtun, nach dem Motto "Handzeichen schaffen Klarheit, damit auch der letzte Depp kapiert, dass ich Freimaurer bin?" Völlig unlogisch.

Rothkranz' Buch "Was am 11. September 2001 wirklich geschah" liest sich wie ein Krimi. Der Autor entwirft ein Szenarium, mit dem sich die Geschehnisse jenes schicksalhaften Tages erklären lassen. Allerdings müsste der Titel lauten "Was am 11. September wirklich geschehen sein könnte", denn letzten Endes ist das Ganze nur unbewiesene Spekulation. Aber immer noch hundertmal wahrscheinlicher als der tolldreiste Unfug, den die Qualitätsmedien darüber verzapfen.

Durendal
16. Januar 2018 20:43

@Der Gehenkte
Kardinal Sarah wird möglicherweise der erste Schwarze auf dem Stuhl Petri. Eine für ihn typische Aussage ist diese:

"[D]ie größte Sorge besteht darin, dass Europa den Sinn für seine Ursprünge verloren hat. Es hat seine Wurzeln verloren. Und ein Baum, der keine Wurzeln hat, stirbt ab. Ich habe Angst, dass der Westen stirbt. Es gibt viele Anzeichen dafür. Niedrige Geburtsraten. Und ihr seid schließlich von anderen Kulturen überströmt, von anderen Völkern, die euch fortschreitend in ihrer Zahl dominieren und eure Kultur vollkommen verändern werden, eure Überzeugungen, eure Werte."

Hier gibt es eine Sammlung seiner Zitate: https://bundsanktmichael.org/kultur/denker/robert-sarah-geb-1945/

Die Auslöschung Europas scheint sich in der Kirche nur der Flügel der (vorwiegend weißen) Liberalen zu wünschen.

Franz Bettinger
16. Januar 2018 21:26

Ja, ich bin dem Thema seltsam verhaftet - wohl weil ein Freund meiner Jugend - er hieß auch noch François, und ich hielt ihn für ein Genie; andere nannten ihn spöttisch / neidisch den "Viel-Fach-Idioten" - weil dieser geniale und vielseitig begabte Mensch mich als 16-Jähriger - weiß der Teufel warum, denn François war nicht mal religiös - auf diesen letzten Papst aufmerksam machte.

Was mich wundert, ist, warum Joseph Ratzinger, dem die Weissagungen des Malachias bekannt sein mussten, wieso sich also der vorletzte Papst den unfassbaren, den schicksalshaften Namen Benedikt XVI gab. Selbst wenn die Weissagungen nicht von Malachias sondern von Philipp Neri stammen könnten - wen kümmert's - so existieren sie doch (und sollen sich als recht akkurat erwiesen haben). Und auch wenn man (wie ich) nicht an Prophetie glaubt, darf man (Sepp R) dieses böse Spiel spielen? Noch doller wäre ja gewesen, wenn sich Bergoglio (dessen italienische Eltern nach Argentinien auswanderten) tatsächlich Petrus II (der Letzte) genannt hätte. Doch das wäre wohl zu teuflisch gewesen.

Franz Bettinger
16. Januar 2018 21:59

@Kositza: Kann man das Buch von Rothkranz "Was am 11. September 2001 wirklich geschah" über Antaios bestellen? Und grundsätzlich: Ich las mal (?), man könne alle (!) Bücher über Antaios bestellen? Stimmt das?

antwort kubitschek:
Sie müssen einfach auf antaios.de Ihre suchbegriffe eingeben. was nicht erscheint, können wir nicht liefern. für Sie und alle anderen griffelspitzer könnten wir das wörtchen "fast" vor "alle bücher" einfügen: "alle" meint leider nur jene 1,2 millionen titel, die auch jede andere buchhandlung über die gängigen kanäle besorgen kann.

Cacatum non est pictum
16. Januar 2018 23:30

@Kositza

Sie beziehen sich auf das exzellente und bis heute einzigartige Buch "Freimaurersignale in der Presse". Wenn Sie es ernsthaft als Unterhaltungslektüre einordnen, dann haben Sie es - und zwar einschließlich der erläuternden Textpassagen, die sich auch mit Einwänden beschäftigen, wie Sie und Der_Juergen sie hier vorbringen - höchstwahrscheinlich nicht gelesen, sondern allenfalls überflogen.

Kositza: Nee, ich habs schon genau gelesen und mußte echt oft schmunzeln. Aber ich erwisch mich auch selbst immer mal mit komischen Gesten, seltsamen Handhaltungen etc. Sprich, Sie können nicht wissen, ob ich nicht auch in Wahrheit eine von DENEN bin. *grusel*

Ich möchte sogar so weit gehen zu sagen, daß die Lektüre (mit zighundert Pressefotos als Beleg) eigentlich keine Fragen offenläßt. In Zeiten von Google Images kann ein jeder seine eigenen Fingerübungen dazu machen, und die Resultate sind ungemein erkenntnisfördernd. Als Unterhaltungslektüre empfehle ich übrigens die Comics von Clever & Smart.

@Der_Juergen

Einen zweifelsfreien Beweis über die Abläufe der Anschläge kann kein Außenstehender erbringen. Mehr als das, was Johannes Rothkranz in beeindruckender Manier zusammengetragen und gedeutet hat, ist nicht machbar. Seine Version des Tathergangs ist plausibel. Und er muß sich ziemlich sicher gewesen sein, sonst hätte er zu solch einem riskanten Höhenflug vermutlich nicht angesetzt.

Überhaupt zeichnen sich seine Publikationen durch wissenschaftliche Akribie aus. Zwar klingen sein ziemlich ausgeprägter Erzkatholizismus und Antijudaismus immer wieder an, aber in der Sache liefert er für fast jede Behauptung eine Vielzahl von Belegstellen. Für ein Buch, in dem er die Zusammenhänge von Schuldgeldsystem und Staatsverschuldung aufgezeigt und auch einige Rösser und Reiter genannt hat, erstellte er einen Apparat von mehr als 2000 Fußnoten. Das Werk ist übrigens von der BPjM als jugendgefährdend indiziert worden, obwohl es nicht den geringsten Jugendbezug aufweist, und schwebt seither im orwellschen Zensurhimmel. Da ist der gute Mann den Hütern des Geldes wohl eine Spur zu unbequem geworden.

Cacatum non est pictum
17. Januar 2018 12:05

@Franz Bettinger

Hallo Herr Bettinger, die Werke des betreffenden Verlages sind über den Buchhandel nicht zu beziehen, also auch nicht über antaios. Sie können direkt beim Verlag bestellen (z.B. per Internet) oder indirekt über einen großen amerikanischen Onlineversandhändler. Ich empfehle die Verlagsvariante, zumal sich da ein netter Plausch mit der freundlichen Inhaberin ergeben kann.

Hartwig aus LG8
17. Januar 2018 16:11

Meine Helden, Sonntags- oder Dienstagshelden, sind die Wurzener Männer, die ganz simple physische Präsenz gegen gewisse Zumutungen organisieren, die von einer Asylbewerberunterkunft ausgeht. Das normalste Gebahren, was außerhalb der westlichen Welt ausnahmslos praktiziert wird - bei uns aber ist es heldenhaft zu nennen.

Franz Bettinger
17. Januar 2018 21:05

@ 9/11 und @Jürgen und @Johannes Rothkranz

Ich habe diesen Kommentar versehentlich unter "Notre Dame" platziert, weshalb er wohl gelöscht wurde. "Die Archivierung der eigenen Kommentare war eigentlich auch eine brauchbare Sache", schrieb schon Lotta Vorbeck, auch um zu prüfen, ob man was wo geschrieben hat. Dem schließe ich mich an. Wenn der Kommentar hier auch nicht passt, dann einfach nochmal weg damit.

Das Buch "Was am 11. September 2001 wirklich geschah" von Johannes Rothkranz (2008) konnte ich leider nicht bei Antaios aufstöbern. Der Inhalt scheint solide recherchiert und sensationell zu sein. Ganz kurz, wenn ich darf:

Der Leser wird Zeuge der jahrelangen Vorbereitung wie auch des konkreten Ablaufs des Insider-Komplotts. Täter sind nicht Al Qaida-Fanatiker, sondern eine finanziell und politisch mächtige Clique von NWO-Befürwortern (New World Order). Die Verbrecher werden wie auch ihre Motive beim Namen genannt. Wie ein Krimi liest sich die flüssige Darstellung der vierfachen Flugzeugentführung durch als Boeing-Piloten getarnte Mossad-Agenten. Die 4 Flugzeuge wurden alle nach Cleveland entführt, von wo aus die letzte Boeing mit den Passagieren aller vier Maschinen an Bord wieder losflog, um über Shanksville von US-Düsenjägern abgeschossen werden. - Zwei ferngesteuerte Fracht-Maschinen flogen in die WTC-Zwillingstürme, ehe man sie wie auch das 3. Gebäude, WTC7, durch vorher installierte Ladungen kontrolliert sprengte. - Am Pentagon zerstörte ein Marschflugkörper gezielt jenen Flügel, wo gerade an der Aufklärung eines riesigen Finanzskandals gearbeitet wurde. Es tötete die Finanz-Experten und vernichtete die kompromittierenden Unterlagen.

Der italienische Staats-Präsident Cossiga sagte 2007 in einem Interview: "Alle informierten Kreise Amerikas und Europas wissen, dass 9/11 von der CIA und dem Mossad durchgeführt wurde." Und der israelische Premierminister Ariel Sharon sagte drei Wochen nach den Anschlägen im Rundfunk: "Unsere Leute haben Amerika unter Kontrolle."

Rafael Wedel
18. Januar 2018 00:11

Was mich über die Serie interessiert: Wie findet der Herr Lichtmesz sie denn?

Ansonsten: Film- und Serientipps sind von mir immer gern gesehen.

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