Sezession
17. Januar 2018

Alle gegen Sellner – ein paar mails

Martin Sellner / 35 Kommentare

14. Januar 2018, abends -- Lieber Herr Sellner,

Martin Sellner

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.

das neue Jahr ist bereits zwei Wochen alt, aber nachträglich noch Schaffenskraft, Freude und Gesundheit für die kommenden anstrengenden und wichtigen Monate. Ich hoffe, Sie sind aus den USA voller Ideen und angriffslustig zurückgekehrt, ich blicke ja in einer Mischung aus Ratlosigkeit und Spannung auf das, was Ihnen widerfährt und Ihnen immer neue Haken abverlangt, die zu schlagen Sie - wie ich sehr erfreut wahrnehme - noch nicht müde sind.

Ich will die Situation gleich einmal zuspitzen: Sie haben sich mit einer Profil-Hülle aus twitter, facebook, instagram, patreon undsoweiter umgeben, und nun müssen Sie diese Klamotten nach und nach ausziehen, besser: bekommen sie vom Leib gezerrt, und im Schwarz-blauen Österreich geht es Ihnen nicht viel besser - wieviele Konten haben Sie in de vergangenen zwei Wochen eröffnet, und welche Bank war die Schnellste, wenn es darum ging, Ihren Vertrag postwendend wieder zu kündigen? Vorerst also Fragen und die Bitte um Auskunft, wobei Sie sicherlich wissen: Wenden Sie sich an mich, wenn Engpässe auftauchen oder substantielle Hilfe notwendig wird. Kositza und ich helfen umgehend.

Gruß!
Kubitschek

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14. Jänner, nachts

Lieber Herr Kubitschek,

ich danke Ihnen und kann Sie beruhigen: Gottseidank geht es mir in jeder Hinsicht gut. Ich bin Streß gewohnt und habe nie erwartet, dass man uns schont. Das Ausmaß an Solidarität war unbeschreiblich. Was mich am meisten beeindruckt hat: Die Leute nehmen wirklich Anteil und bleiben dran. Die „Trägheit der Konsumenten“ blieb aus. Das System spekulierte, daß nach der 2. Kanalsperre oder der 3. Rücküberweisung die Leute die Lust verlieren würden, aber das Gegenteil trat ein. Die Leute merkten, daß ihnen jemand vorschreiben will, was sie sehen und wen sie unterstützen sollten, und das lassen sie sich nicht mehr gefallen. Auch in mir führte diese konzentriere  Zensur und Niedertracht nur zu Trotz.

Trotzdem waren die letzten Wochen wirklich anstrengend. Das Öffnen meines mail-Postfachs kostet mich Überwindung: Kündigungen, Sperrungen, Zensurbenachrichtigungen. Heute zum Beispiel überraschte mich Amazon damit, daß sie mein Buch "Identitär!" aus ihrem Sortiment gestrichen haben. Meine Reaktionen auf solche Maßnahmen zeigte mir, wie sehr ich bereits mit meiner digitalen Persona verschmolzen bin. Auch wenn ich immer damit gerechnet hatte: Die Vorstellung, meinen YouTube-Kanal mit über 35.000 Abonnenten und insgesamt mehr als 2 Millionen Aufrufen zu verlieren, traf mich fast mehr, als der tatsächliche Verlust meines Autos.

Überraschend war auch wieder die Niedertracht der Medien. Daß sie einen Antifa-Überfall auf mich als zu einem »Amoklauf Sellners« verzerrten oder mit Schlagzeilen wie „Martin Sellner blamiert sich vor Gericht“ aufwarteten - daran hatte ich mich schon gewöhnt. Aber daß sie auch eine Brandstiftung an meinem Auto als meinen eigenen Fehler darstellen würden, war schon überraschend bösartig. Als viele Patrioten mich dann finanziell unterstützen wollten, fiel den Linksextremen nichts Besseres ein, als mit einer gezielten Kampagne insgesamt vier Banken zur Kontokündigung zu bewegen. Die Deniz Bank, die Solaris Bank, die Holvi Bank knickten ein. Am schnellsten kündigte die Bank N26, am höflichsten war der Kundenservice der Solaris Bank, der sogar die Kündigungsfrist einhielt. Am Ende hatte ich aber kein Konto mehr, um meine Miete einzuzahlen. Ich nehme das ganze mit Humor und spiele es derzeit als soziales Experiment durch.

Gruß aus Wien,
Martin Sellner

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15. Januar, mittags

Lieber Herr Sellner,

danke, beruhigt mich, daß Sie nicht resignieren, und erschreckt mich, womit Sie klarkommen müssen. Ebenso erschreckend: was wir mittlerweile für derart im Rahmen des Möglichen und gesellschaftlich Geduldeten halten, daß wir mit dem Staat und seine Hilfe erst gar nicht mehr rechnen. Wer angesichts solcher Attacken und Zensurmechanismen die Geschehnisse noch immer  so deuten will, daß die Rechten sich zu Opfern stilisierten, muß blind sein.

Jedoch interessiert mich etwas ganz anderes: Sie schreiben, daß Sie mit ihrer virtuellen Persona schon sehr gründlich verschmolzen seien. Dieses Existieren als virtuelle Persönlichkeit ist nun in hohem Maße abhängig davon, daß Sie Ihre technische Hülle oder Maske weiterhin anlegen dürfen, und nun haben youtube und facebook und andere virtuelle Monopolisten Ihnen doch die Abhängigkeit eines Teils Ihres Daseins von der Gnade derer vorgeführt, die an den Schalthebeln der Accounts sitzen. Wenn Sie die großen Anbieter zusammenfassen und die Kettenreaktion Ihrer Ausschaltung noch einmal durchdenken - wie wird Ihrer Meinung nach der Name »Sellner« durch zig Milliarden schwere Konzerne durchgesteckt hin zur Handlungsanweisung, hier möge mal einer den Stecker ziehen?

Gruß!
Kubitschek

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15. Jänner, nachts

Lieber Herr Kubitschek,

Ein „Leak“ aus der Twitter Zentrale machte unlängst klar: Es ist tatsächlich so, daß hinter den Kulissen, in den großen sozialen Plattformen, gezielt gegen dissidente Nutzer gearbeitet wird. Als der rechte Medienstar Milo Yiannopopulus gelöscht wurde, feierten die Mitarbeiter das im Twitter-Hauptquartier. Facebook benachteiligte geteilte links von Breitbart und anderen rechten Seiten gezielt in seinen Alghorithmen. Hier sehen wir ein echtes Horrorszenario einer kontrollierten Zukunft. Je digitaler unserer Existenzen, unsere Einkäufe, unser Geld, unser Verdienst und unsere Kontakte werden, desto kontrollierbarer und bedrohter werden sie auch.
In einer Zeit, in der Nutzer mit Produkten wie „Alexa“ freiwillig Abhörgeräte in ihr Haus holen und das „internet of things“ um sich greift,  ist es wohl nicht mehr allzuweit entfernt, daß der intelligten Supermarkt als Sanktion fünf Tage lang keine Milch mehr durch den Scanner läßt, weil das Smartphone beim Skypen eine „hetzerische“ Bemerkung mitgehört hat… Das klingt absurd, aber was China gerade mit seinem „social credit“ System einführt, dürfte bei uns auch bald Realität werden.

Sie haben vorher das patriotische regierte Österreich angesprochen und sich gefragt, warum das keine Auswirkung auf diese Sperren hat. Über das Internet und unsere freiwillige Selbstdigitalisierung ist das Silicon Valley wohl zum wahren Herrschaftszentrum des Westens geworden. Google und Co. wissen viel mehr über die Bürger eines beliebigen Landes als seine Regierung und können, selbstherrlich und ohne demokratische Kontrolle viel intensiver in den Alltag eingreifen. Die Beherrschung der Welt durch dieses wuchernde Gestell ist wesensverwandt mit der  Abschaffung der nationalen Identitäten und damit begrenzter politischer Einflußsphären. Wenn mich Youtube wegen meiner Kritik am Multikulturalismus sperrt, dann ist das nur folgerichtig. Die kommende globale Technokratie schaltet mit ihren neuen Herrschaftsinstrumenten unerwünschte identitäre Interferenzen aus. Wenn man sich nun berechtigterweise fragt, warum ich dann überhaupt auf Youtube, Facebook und Twitter unterwegs war, antworte ich: Man kann diese Instrumente auch subversiv nutzen und die Technokratie infiltrieren. Diese Zensur könnte letztlich der Startschuß für das Entstehen der „Alt-Tech“ sein - eines freien, digitalen Techno-Imperiums.

Gruß aus Wien,
Martin Sellner

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16. Januar, morgens

Lieber Herr Sellner,

mir kommen Ihre letzten drei Sätze vor wie das berühmte Pfeifen im Walde. Mal konkret: Sie halten den Verlust von 35000 Kanal-Abonnenten bei YouTube für schwererwiegend als ein ausgebranntes Auto: Das sagt nun sehr viel aus über die Relevanz und Abhängigkeit Ihrer über die Netz-Giganten geschaffenen »politischen Haut«. Es gibt genügend Stimmen, die behaupten, daß man den Vorsprung der großen Kraken aus dem Silicon Valley nicht mehr einholen könne, und Sie selbst beschreiben das, was Ihnen widerfährt, nur als Vorstufe. Woher nehmen Sie die Hoffnung darauf, daß es ein »Alt-Tech« geben könnte? Sehen Sie Strukturen, gibt es Anzeichen, wenden sich die »User« massenweise ab von Facebook und Konsorten? Kurzum: Was machen Sie nun konkret, in dieser Lage, wenn es nicht beim halbamüsierten Zuschauen der eigen Aussperrung bleiben soll?

Gruß!
Kubitschek


Martin Sellner

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.

Kommentare (35)

Der_Juergen
17. Januar 2018 14:46

Kubitschek und Sellner gehören, ebenso wie Kositza und Lichtmesz, zu den Menschen, die ich am meisten bewundere und respektiere. Zum Glück gibt es, gerade auf dieser Seite, noch viele, viele andere, die sich in höchstem Masse um Deutschland und Europa verdient gemacht haben und immer noch verdient machen.

Natürlich offenbaren Zensur und Repression die Schwächen des Systems, aber das heisst nicht, dass sie stumpfe Waffen wären. Nicht jeder ist zum Märtyrer geboren, und das chinesische Sprichwort "Das Huhn töten, um den Affen zu warnen" (eine andere Version lautet "Einen töten, um hundert zu warnen") hat nach wie vor seine Gültigkeit.

Dies alles braucht man Sellner wohl nicht zu erzählen, weiss er es doch noch aus seiner Sturm- und Drangzeit, als er einer radikalen Gruppe angehörte. Wie er in einem seiner früheren Artikel erzählt, hegten auch deren Mitglieder die Illusion, die repressiven Massnahmen des Systems seien ein Zeichen seiner Verzweiflung und ein untrüglicher Beweis für die Ausstrahlungskraft des nationalen Widerstands. Erst später habe er bemerkt, dass das System nur so brutal gegen diesen verlorenen Haufen vorging, um potentielle Nachahmetäter abzuschrecken.

Angesichts der unaufhaltsamen Verschärfung der Lage vor allem in der BRD darf man hoffen, dass sich solche "Nachahmetäter" zu Hauf finden werden, egal wie es Sellner ergeht.

Hartkeks
17. Januar 2018 15:07

Genau, nur die Harten kommen in den Garten.
Vielen Dank für Ihren unermüdlichen Einsatz.
Gruß Hartkeks.

B. von Strachwitz
17. Januar 2018 16:16

Obwohl Ich nicht viel von Personenkult halte, muss Ich dennoch sagen, symphatisiere Ich sehr mit den beiden Herren. Ein dickes Daumen hoch für Euren aufopferungsvollen Kampf um die Freiheit.

Und Martin immer weiter so, aufgeben ist keine Option!!!

Viele Grüße B.v.S.

Otto
17. Januar 2018 18:18

Ein paar ungeordnete impulsive Anmerkungen:
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Ich habe gerade im Handelsblatt den Artikel gelesen "So gründet man eine Bank"
www.handelsblatt.com/archiv/lizenz-vergabe-so-gruendet-man-eine-bank/1991964.html
Sicher, so was ist nichts für den Ottonormalverbraucher. Man benötigt min. 5 Mio EUR. Aber gibt es denn niemanden in der westlichen Hemisphäre, der über die nötigen Mittel verfügt, um eine Freie Bank zu gründen?
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Interessant ist auch das Video von Oliver Janich mit Namen "Todesstoß für Deutschland beschlossen | Oberlandesgericht bestätigt Regierungskriminalität"
https://www.youtube.com/watch?v=UazQy2Sz4uI
Dort wird behauptet, dass ein Oberlandesgericht feststellte, dass die rechtsstaatliche Ordnung der Bundesrepublik Deutschlands außer Kraft gesetzt ist. Was ist denn davon zu halten?
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Weiter möchte ich das Video-Interview von Hagen Grell mit Nikolai Nerling empfehlen. Letzterer vertritt die Meinung (soweit ich ihn richtig verstehe), dass jetzt der Paragraph 20 (4) des Grundgesetzes angewendet werden darf.
www.youtube.com/watch?v=25rar_xXq58
Deutschland ist glaube ich das einzige Land der Welt, das einen Widerstandsparagraphen in seiner Verfassung hat.
Nur, wer soll die Gültigkeit der Anwendung dieses Paragraphen beschließen? Etwa ein Gericht?
Das erinnert mich an Lenin: "Revolution in Deutschland? Das wird nie etwas, wenn diese Deutschen einen Bahnhof stürmen wollen, kaufen die sich noch eine Bahnsteigkarte!".

silberzunge
17. Januar 2018 18:42

Es gilt, unermüdlich an einer Verbesserung unserer Situation zu arbeiten. Über Möglichkeiten verfügt jeder von uns. Ein kürzlich erschienener Fachartikel rüttelt zumindest an den Gittern des gut bewachten Erlaubten in Sachen "Hate Speech" - und IB.
Ich verlinke: https://www.researchgate.net/publication/313891279_Hasskommentare_im_Internet_-_die_Identitare_Bewegung_im_Spiegel_von_Facebook-Kommentaren_im_ORF

Solution
17. Januar 2018 18:50

Ich spende gerne für alle Solidaritätsaktionen in unserem Bereich. Geld ist wie Blut in den Adern.

Das wichtigste ist aber auch, daß immer und immer wieder auf Alternativen zu den großen Zensoren hingewiesen wird.

Übrigens: Eine kritische Email an die Zensoren, wie Amazon, ist kein großer Aufwand und kann bestimmt nicht schaden. Am besten dort das Konto auflösen, solange sie zensieren.

Ein gebuertiger Hesse
17. Januar 2018 19:00

Martin, Du bist unser - das Wort darf schon mal sein - Held. Der, der uns zeigt, was man alles stemmen und aushalten kann, wenn es sein muß - und daß es sein muß, wissen wir zwar alle, aber doch keiner besser als Du (nicht anders als K&K). Vielleicht darf ich für alle hier Schreibenden sprechen, wenn ich Dich unserer aller Hochachtung und Unterstützung versichere. You're in our prayers. Keep on rockin'.

Der Feinsinnige
17. Januar 2018 19:14

Sehr geehrter Herr Sellner, ich bewundere Ihren Optimismus und Ihre Tatkraft und hoffe, daß Sie weiter Erfolg haben werden. Vielen Dank an Sie und Herrn Kubitschek für Ihre Zusammenarbeit und die Veröffentlichung dieses Mail-Wechsels.
Mit besonderem Interesse habe ich übrigens Ihr eindrucksvolles Gespräch mit Frau Sommerfeld zur Kenntnis genommen und weise hier darauf hin – unbedingt empfehlenswert zum Anschauen, solange nicht auch dieses Video gelöscht wird:

https://www.youtube.com/watch?v=YpypAkp5Psk

Frieda Helbig
17. Januar 2018 19:29

Geweint wird, wenn der Kopf ab ist!

Lob und Anerkennung und garantierte unverbrüchliche Solidarität!

Immer noch S.J.
17. Januar 2018 20:25

Ich fasse zusammen: Meines Wissens wird Martin Sellner beobachtet, er ist lästig für einige Leute, man ermittelt wegen Selbstverteidigung in Wien - nichts von Bedeutung. Er ist ein Mann mit eigenen Ansichten. Und nun werden, wie in einem Hollywood-Film, die Grundlagen seiner bürgerlichen Existenz entzogen. Es könnte jeden betreffen. Kein Wunder, wenn nun das Gegenteil dessen eintritt, was bezweckt wurde. Man erklärt sich solidarisch aus Prinzip. Das Prinzip nennt sich Meinungsfreiheit.

Resi Burgen
17. Januar 2018 20:47

Auch wenn ich nicht für zu vielen verbalen Applaus bin, möchte ich hier meinen großen Respekt vor Ihrem unermüdlichem Einsatz zum Ausdruck bringen.
Junger Mann Sie sind einfach unkaputtbar und das ist gut so :)
Ein Tausendsassa gar keine Frage.
Wie der Schwabe sagt: ein Käpsele.

Die Wahrheit ist zu schlau, um gefangen zu werden.(Wilhelm Busch)

Thomas Martini
17. Januar 2018 21:11

Zitat von Martin Sellner aus seinem Sezessions-Beitrag "Gewaltlose Disziplin":

"Ich will sie am Ende nicht „besiegen“, sondern überzeugen."

Läuft offenbar wie geschmiert, das Überzeugen des politischen Feindes. Hoffe der Kommentar wird nicht wieder falsch verstanden, Herrn Sellner wünsche ich viel Kraft und Durchhaltevermögen. Andererseits bin ich gespannt, ob es hinlänglich des völligen Gewaltverzichts nicht irgendwann ein Umdenken gibt.

RMH
17. Januar 2018 21:17

"Dort wird behauptet, dass ein Oberlandesgericht feststellte, dass die rechtsstaatliche Ordnung der Bundesrepublik Deutschlands außer Kraft gesetzt ist. Was ist denn davon zu halten?"

@Otto
Ich habe mir das Video nicht angeschaut, könnte mir aber vorstellen, dass hier auf eine Entscheidung des OLG-Koblenz vom 14.02.2017 (Az.13 UF 32/17) angespielt wird.

https://www.landesrecht.rlp.de/jportal/portal/t/7qe/page/bsrlpprod.psml?pid=Dokumentenanzeige&showdoccase=1&doc.id=KORE242742017&doc.part=L

Dort Ziff. 58 beachten, wo lapidar erklärt wird:

"Zwar hat sich der Betroffene durch seine unerlaubte Einreise in die Bundesrepublik nach §§ 95 Abs. 1 Nr. 3, 14 Abs. 1 Nr. 1, 2 AufenthG strafbar gemacht. Denn er kann sich weder auf § 15 Abs. 4 Satz 2 AufenthG noch auf § 95 Abs. 5 AufenthG i.V.m. Art. 31 Abs. 1 GFK berufen. Die rechtsstaatliche Ordnung in der Bundesrepublik ist in diesem Bereich jedoch seit rund eineinhalb Jahren außer Kraft gesetzt und die illegale Einreise ins Bundesgebiet wird momentan de facto nicht mehr strafrechtlich verfolgt."

Ich weiß jetzt nicht, wie hoch man so eine Aussage aufhängen kann.

Theophrastus Bombastus
17. Januar 2018 21:19

@Otto
sie haben vollkommen Recht! Ich wundere mich auch schon lange, daß keiner eine Bank gründet. Das Klientel wäre auch vertrauenswürdiger und verläßlicher und weniger auf den persönlichen Eigennutz bedacht.
Kennt der Herr Sellner denn keinen, der beim Red-Bull-Besitzer vorstellig werden könnte? Der steht der offiziösen Politik ja wohl auch recht kritisch gegenüber. Und selbst wenn er mit der reinen Unterstützung der Rechts-Konservativen wenig anfangen könnte -- er ist Geschäftsmann! Da IST ein Markt. Definitiv!

Kahlenberg
17. Januar 2018 23:24

Stichwort Mosaik-Rechte: Ist in Österreich jetzt nicht die Regierung am Zug, deren demokratische Repräsentationsstärke anzunehmenderweise auch der aufopfernden Arbeit der metapolitisch Aktiven geschuldet ist ? Es kann doch nicht so schwer sein, einmal einem Bankdirektor die Ohren langzuziehen, wenn er einen Bürger wegen dessen politischer Einstellung DISKRIMINIERT !
Auch ein Gesetzesantrag zum Schutz des freien Wortes ist doch nicht zu viel verlangt, und m.E. auch mehrheitsfähig !

heinrichbrueck
17. Januar 2018 23:28

@ Otto
"(Das erinnert mich an Lenin: "Revolution in Deutschland? Das wird nie etwas, wenn diese Deutschen einen Bahnhof stürmen wollen, kaufen die sich noch eine Bahnsteigkarte!".)"
Hört sich vielleicht in der Theorie amüsant an, in der Praxis bleibt der Satz unbewiesen. In der Realität verhält sich die Masse der Deutschen eigentlich normal, weil ein Volk als Revolutionskörper nicht in Frage kommt. Der Generalstreik ist auch so eine Idee, die in der Praxis nicht möglich ist. Eine Revolution braucht Geld, mehr als eine Bahnsteigkarte wert ist, und ein harmloser Bahnhof wird auch nicht gestürmt. Plan und Durchführungsbereitschaft wären auch nicht schlecht, einen Anführer, viele Soldaten und die richtige Stimmung im Volk; plus die schon erwähnten Finanziers. Keine Spontanveranstaltung.
"Deutschland ist glaube ich das einzige Land der Welt, das einen Widerstandsparagraphen in seiner Verfassung hat."
Die BRD hat keine Verfassung. Nur ein GG. Irak und Afghanistan haben auch ein GG. Der Widerstandsparagraph ein Wink mit dem Zaunpfahl? Schließlich mußte das GG bewilligt werden. Deutschland war damals nicht souverän. Und inzwischen wurde die Fremdherrschaft zur eigenen Identität; und das GG wird als Verfassung ausgegeben. Die Realität ist der springende Punkt, nicht die Lügenmärchen westlicher Überfremdungsdemokratien.
@ Thomas Martini
Die Lösung wird in jeder Hinsicht radikal sein. Mit den drastischen Veränderungen im Lebensumfeld, des Anstiegs der Gewalt und der Anzahl der Opfer, wird auch das Einverständnis der Selbsterhaltung wachsen.

Pommer
17. Januar 2018 23:45

@Thomas Martini

"Andererseits bin ich gespannt, ob es hinlänglich des völligen Gewaltverzichts nicht irgendwann ein Umdenken gibt."

Inwiefern sollte das nötig sein, wo die Strategie doch fruchtet? Ohne Gewaltverzicht hätte Sellner und die IB insgesamt ganz sicher nicht den Rückhalt, aus jeder Repression noch eine Tugend machen zu können. Das ist doch der Witz, die Beantwortung dieser repressiven Gewalt mit souveräner Gewaltlosigkeit, erzeugt genau die Dissonanz, die gepaart mit der unübersehbaren Richtigkeit eines sonst verleugneten Standpunktes die Kraft besitzt, Regime zu stürzen.

Otto
18. Januar 2018 00:39

@RMH
Sie schreiben: "[...] Ich weiß jetzt nicht, wie hoch man so eine Aussage aufhängen kann."
Entschuldigen Sie bitte, aber steht denn nicht im Artikel 20 (3) des Grundgesetzes:
Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden?

Franz Bettinger
18. Januar 2018 01:32

Wahrscheinlich bin ich naiv, dass mir als erstes der Gang zum Anwalt (und Staatsanwalt) und das Erwirken einer einstweiligen Verfügung gegen die Konto-sperrende Bank einfällt. Ein solcher Versuch würde, selbst bei Misslingen, der Gegenseite wenigstens einige Arbeit aufhalsen, mit Rücksprachen bis in die Chef-Etagen, also nervend sein. Gibt es kein (Menschen-) Recht (Ha!) auf ein Bankkonto? Ist das nicht sogar eine Forderung der Linken? Könnte man nicht sogar weitergehen und das BuVerfG oder den EuGH um Abhilfe bitten? Ich bin kein Jurist, frage mich aber, ob es nicht möglich (evtl. sogar polizeiliche Pflicht) wäre, die Strippenzieher namentlich zu ermitteln, da es sich hier um eine auf Martin Sellner zielende konzertierte Aktion handeln muss. Oder sind noch weitere Personen von dem Komplott betroffen? Gibt es eine schwarze Liste? Was blüht uns erst, wenn das Bargeld abgeschafft und durch Plastik-Karten ersetzt ist? Das wäre Diktatur und Macht-Willkür pur, wie nie in der Geschichte zuvor. So golden wie die Zeiten heute noch sind, Herr Sellner, kann man Ihnen wenigstens noch einen Sack Bargeld vorbeibringen. Das Horror-Szenario unserer Zukunft wird ja im Briefwechsel Sellner-Kubitschek angedeutet.

"Ein Teil der Leser wird direkt bei uns Ihr Buch bestellen, der größere Rest nicht," schreibt Herr Kubitschek. Ich sage voraus, auf die Dauer werden das immer mehr Leser tun und gerne tun und den Antaios-Verlag bekannter machen. Ich bestelle prinzipiell alles (sofern lieferbar) über Antaios, seitdem die Schweinereien mit Akif Pirincci und Sieferle passierten. Die Wegbewegung vieler User von Facebook und Amazon sind die sich langfristig akzentuierenden Folgen ihrer Niedertracht. Der Kunde vergisst nicht. Auch große Schiffe können auf Grund laufen!

"Was mich optimistisch macht," schreibt Sellner: "Diese Unterdrückung macht den Widerstand auf lange Sicht stärker." Ja. David wäre nie berühmt geworden, hätte er es nicht mit einem Goliat aufgenommen. Mit "Defend Europe" hat MS schon ein Heldenstück hingelegt. So etwas Ähnliches, Praktisches, Effektives würde ich mir wieder und wieder wünschen. Und umgeben Sie sich auch weiterhin mit schönen Frauen. So profan es ist, es wirkt. Mehr als manch einer glaubt.

@Otto und @RMH und @Bombastus:
1. hervorragende Idee! Lasst uns die eigene Bank gründen. 2. "Sehr geehrtes Oberlandes-Gericht, WER bitte hat die rechtsstaatliche Ordnung außer Kraft gesetzt? Wie geschah das - schriftlich, mündlich? Mit welchem Wortlaut? Mit welcher Unterschrift? Auf welcher Grundlage? Mit anderen Worten: Belegen Sie Ihre Behauptung!" Das hätte man das Gericht in Koblenz fragen müssen.

@ Frieda Helbig:
"Geweint wird, wenn der Kopf ab ist!" Herrlich! Und wenn's am Ende schief geht, dann waren wir halt die letzten Mohikaner. Auch nicht schlecht! Man schaue sich das Beispiel von Horst Mahler an. Den Mann hat man lebendig begraben. Er kann aus sich heraus nichts mehr bewirken. Doch ist er präsenter denn je. Gerade weil er behandelt wird, wie er behandelt wird. Mit solchen Abscheulichkeiten stellt sich deep state immer wieder selbst ein Bein.

Franz Bettinger
18. Januar 2018 04:22

@Strache / Kurz / Sellner

Ich bin enttäuscht, dass Kurz und Strache dieses perfide Possenspiel einer Linken Globalisten-Clique gegen Sellner zulassen. Das neue Führungs-Duo hätte an diesem Fall beispielhaft zeigen können, dass wirklich ein neuer Wind durch Österreich weht. Sie hätten, wenn schon nicht per Dekret oder rechtliche Unterstützung so doch wenigstens durch die Macht ihres Wortes, Partei ergreifen müssen. Da schauen die Wähler genau hin. Ihre Passivität in der Sache wird die neue regierende Koalition Stimmen kosten. Nichts ist umsonst!

cso
18. Januar 2018 07:23

@Otto / Theophrastus / Kahlenberg / Franz Bettinger

Die Banken sind allgemein dazu verpflichtet standartisierte Verfahren in Bezug auf Geschäftsbeziehungen zu Neu- und Bestandskunden anzuwenden und haben mit empfindlichen Strafen zu rechnen, wenn sie dagegen verstoßen bzw. bestimmte Sorgfaltspflichten nicht einhalten.

Vermutlich hat man Martin Sellner als PEP (Politisch exponierte Person) auf eine entsprechende Liste gesetzt, die von allen Banken regelmäßig und zwingend mit ihren Bestandskunden abgeglichen wird.

Wird im Rahmen einer regelmäßigen Überprüfung eine Übereinstimmung festgestellt, dann wird ein Kunde als Risikoperson (PEP) eingestuft. In solchen Fällen wird dann gegen eine Geschäftsbeziehung entschieden, wenn weitere Risikofaktoren hinzukommen (z.B Geschäftsbeziehungen zu "Risikoländern", oder möglicher Reputationsschaden für die Bank).

Eine Klage hätte meiner unmaßgeblichen Meinung nach keine Aussicht auf Erfolg.

Frieda Helbig
18. Januar 2018 08:01

@Franz Bettinger:

Schön, daß ich Sie erheitern konnte.
Aber wir müssen hier nach außen eine gewisse Härte gegen uns selbst demonstrieren und daß wir von der Richtigkeit unseres Tuns vollends überzeugt sind. Zu Hause im Sillen wird es sicher auch bei Sellner und K&K mal zweifelnde melancholische Augenblicke geben bzw. gegeben haben.

Lotta Vorbeck
18. Januar 2018 08:21

4. Reich aktuell:

Jetzt hat es Sven Liebich erwischt:

Der mutige Hallenser Regimekritiker und Aktivist ist bekannt durch seine famosen und teilweise genialen provokativen Satire-Aktionen: Dazu zählten z.B. Demos für mehrFlüchtlinge und seine Auftritte als islamistischer Hassprediger oder Bundeswehr-Werber.

Ebenso war er Redner auf 168 sogenannten Montags-Demos und auf einem neu eingerichteten deutschen „Speakers Corner“ in Halle an der Saale. Mit seinen provokativen Störaktionen gegen die sogenannte „Vereinsmafia“ und die mit ihr „unter einer Decke steckenden“ Politiker sowie seinem teilweise völlig „durchgeknallt“ wirkendem Kanal „SvensWelt“ war Liebich schon lange ein Dorn im Auge von Politik und von Linksradikalen – auch weil Liebich, der Inhaber eines T-Shirt-Bedruckungs-Shops ist, voller unermüdlicher Energie zu strotzen scheint und trotz härtesten Angriffen gegen ihn scheinbar nie aufgibt. Andere hätten schon lange „das Handtuch geschmissen“ – Liebich nicht. Er kämpft weiter – wenn auch etwas chaotisch und improvisiert wirkend.

Wandschmierereien wie „Liebich verrecke“ (ähnlich wie im NS-Regime vor 1945 – da hieß es „Judas verrecke“) und Mordaufrufe gegen ihn sind nichts Neues für ihn, ebenso wenig die Löschung von Videos bei YouTube. Jetzt wurde sein YouTube Kanal gelöscht und noch radikaler: Aktuell wird Liebich – wie er selbst in einem „vielleicht letzten“ Video“ erklärt – von der Polizei gejagt und auch sein Wohn- und Arbeitsumfeld aufs Korn genommen.

In seiner „hoffentlich nicht letzten“ Videobotschaft vom 16.01.2018 erklärt Liebich, dass die Polizei bei seinem Vermieter vorstellig geworden sei – und drei Stunden lang dessen Grundstück durchsucht habe. Angeblich lege ein Haftbefehl gegen Liebich vor. Das Durchsuchungskommando hätte sich jedoch angeblich nicht ausgewiesen. Man brauche keinen Durchsuchungsbeschluss, denn es läge ein Haftbefehl vor. Liebich befürchtet das Schlimmste, nämlich, dass man ihn abholen und ermorden wolle. So wurde es ihm unlängst angedroht.

Auch wurde Liebichs Firma angeblich von einem Kommando mit 4 Einsatzfahrzeugen durchsucht. Das Firmengrundstück sei hermetisch abgeriegelt worden. Angeblich ginge es um „etwas ganz Großes“. Nähere Informationen liegen Liebich jedoch nicht vor.

Der Hallenser Provokateur, Satiriker und Regimekritiker weiß nicht, was er jetzt machen soll. Zunächst will er eigenen Angaben zufolge einen Anwalt kontaktieren. Zugleich gibt er für den Fall seines plötzlichen Todes bzw. den Fall, dass man seine Leiche ggf. auffände in seiner Videobotschaft bekannt, dass er trotz aller aktuellen Probleme mit dem Regierungsapparat nicht suizidgefährdet sei. Liebich geht davon aus, dass das Regime aktuell zu allem fähig sei. Abschließend ruft Liebich alle Aufklärer, Aktivisten und Widerstandskämpfer im Lande auf, Standhaft zu bleiben und mit ihrer Aufklärungsarbeit und ihrer Kritik an der aktuellen Feudalregierung weiterzumachen.

Quelle: https://www.journalistenwatch.com/2018/01/18/4-reich-aktuell-die-ersten-werden-bereits-abgeholt/

Westpreusse
18. Januar 2018 08:45

Welch merkwürdiges Leben in einer Demokratie:

Herr Sellner wird irgendwie durch die Republik(en) gejagt. Hier und in seiner Heimat. Die Reflektionen zwischen ihm und Herrn Kubitschek lesen sich kraftvoll. Seine Lebenswirklichkeit ist aber real existenzbedroht. Und ziemlich stressig. Was ist das für ein Leben? Wie lange kann man das denn durchhalten...? Verstörende Nachrichten aus Absurdistan...

@ Frieda Helbig:
Geweint wird, wenn der Kopf ab ist!

Beim Lesen dachte ich: Woher kennst du (also ich) das nur...
Kurt Meyer: Geweint wird, wenn der Kopf ab ist. Annäherungen an meinen Vater - Panzermeyer, Herder Verlag Freiburg 1998

Dieses Buch geriet 1998 kurz und intensiv in den Focus der historisch Interessierten. Zumal auch noch erschienen im renommierten katholischen Herder Verlag in Freiburg.
Das Feuilleton war hin- und hergerissen. Weil: Eine ganz differenzierte Darstellung eines Sohnes über seinen Vater. Kein nachträglicher "Vatermord".
Kurt Meyer, jüngster General der Waffen SS.
Legendärer Haudegen, damals...eben "Panzermeyer".

Es ist einiges über ihn geschrieben worden. Der ZEIT - Artikel, man glaubt es kaum, sehr lesenswert: Zwiesprache mit einem toten Vater. Der Sohn des SS Generals "Panzer Meyer" stellt sich seiner Familiengeschichte. Von Wolfram Wette. 14. Januar 1999.--

Alles sehr lesenswert: Die Sohnesgedanken, Meyers eigenes Buch, die Artikel über ihn. Mein Fazit damals: Widersprüchlich, unsere gebrochene Geschichte eben...
Das ist alles sicherlich noch antiquarisch erhältlich...
P.S. Heute, 18. Januar 1871: Gründung des Deutschen Reiches in Versaille. Die kleindeutsche Lösung. Bismarck. Der preußische König Wilhelm I. wird zum Deutschen Kaiser gekrönt...: Grüße von der Weichsel

Andreas Walter
18. Januar 2018 19:45

Woher das Geld für eine eigene Finanzinfrastruktur ("Bank") herkommen soll? Von den 6 Millionen deutschen Patrioten, die allein jetzt schon die AfD gewählt haben. 10 Euro dafür kann nämlich jeder Deutsche stemmen. Macht bereits 60 Millionen. Genossenschaftsbanken verlangen als Beitrag sogar 50 Euro. Wären dann sogar 300 Millionen Euro Gründungskapital. Wenn dann auch noch alle 6 Millionen Patrioten dort ein Konto haben, dann gehen über diese Bank monatlich Minimum 10 Milliarden Euro, wahrscheinlich aber sogar 20 Milliarden oder sogar mehr (wegen der Geschäftskonten). Einen Hedgefond können wir ebenso gründen. Hahaha, "Unsere Freiheit", von mir aus.

Patriotisches Geld wird verdient von Patrioten, ausgegeben bei Patrioten und bei Patrioten auch investiert und angelegt.

Darum auch ein eigenes Netzwerk. Damit ich weiß, welcher Zahnarzt in meiner Stadt Patriot ist, oder welcher Arzt, Schuhmacher, Handwerker, PC-Laden, Plattenladen, Obst- und Gemüsehändler, Fleischer, Bäcker, was auch immer.

Patriotismus ist nämlich ebenso wenig ein Verbrechen wie **** zu sein, oder Russe oder Chinese, Ungar oder Iraner.

Ich suche mir meine Freunde nämlich immer noch selbst aus, ebenso wie auch meine Geschäftspartner - oder auch meine Frau, oder Frauen, wenn man noch jünger und am probieren ist, oder eben wie jeder mag und selbst bestimmt, und nicht wir der Kinderkanal das für richtig und gut erachtet.

Zu Herrn Sellner: Was Sie machen ist bewundernswert. Von mir werden Sie allerdings niemals einen Vorwurf hören, wenn Ihnen das Ganze irgendwann über den Kopf wächst und Sie darum einen Gang runter schalten. Ich brauche keine Helden oder womöglich sogar Märtyrer. Pathos war mir schon immer zuwider. Es gibt darum sogar eine Strategie, die bewusst "Köpfe" die sich zu sehr exponieren vermeidet. Spielen Sie darum Bäumchen wechsle dich, reichen Sie die Staffel ständig weiter, machen Sie die Front breit. Denn auch Sie sind so oder so einmalig, auch wenn Sie noch 12 Stellvertreter haben, die auch abwechselnd die Fahne halten. Das hat auch die Nordkoreaner so stark gemacht, als sie die VSA wieder zurück in den Ozean gedrängt haben. Eine Hierarchie die nämlich gar nicht existiert kann auch nicht zerstört werden. Darum hat auch das Internet eine Netzstruktur, in die man höchstens Löcher schlagen kann.

Und noch etwas an alle, wenn sie mal verzagen, ich selbst eingeschlossen:

Es gibt ein kleines Volk das es auch geschafft hat, sich aus widrigsten und dazu auch noch bettelarmen Verhältnissen zu befreien und bis nach ganz oben zu kämpfen und zu arbeiten. Wenn die das können, dann können wir das auch.

"Darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben."

Tom
18. Januar 2018 21:48

Habe gerade eine symbolische Summe Euros überwiesen (wenigstens für neue Reifen oder so), gegen das drückende Gewissen, dass es auch das eigene Auto hätte gewesen sein können, das da in Wien von den Linkstotalitären Feiglingen abgefackelt wurde. Das schlechte Gewissen, dass man selbst es vorzieht, aus der Anonymität heraus seine vergleichsweise bescheidenen Beiträge zu leisten (bin im Widerstand wohl eine Art "Realo", wie Lichtmesz und Sommerfeld es in ihrem neuesten Buch ausgedrückt haben). Die "Fundis" kann man natürlich mit Spenden unterstützen. Verbunden sind solche Spenden jedoch immer mit einer weiteren Befürchtung: Ich gebe einer anderen Person Geld dafür, dass sie sich für die gemeinsame Sache in eine gewisse Gefahr bringt, in die ich mich selbst nicht begeben möchte oder kann. Eine Zwickmühle - irgendwie. Trösten kann ich mich nur immer mit dem Gedanken, dass selbst ein gewisser Herr Jünger davon sprach, dass es auch für den Waldgänger eine Zeit legitim sein kann, mit verdecktem Visier auf dem großen Schiff mitzureisen, dessen Richtung man als falsch erkannt hat, um nicht von Bord zu fliegen und in einem Meer zu ertrinken, in dem man noch nicht alleine schwimmen kann. Einige Leute haben den Sprung ins Wasser bereits gewagt, sind nicht untergegangen, sind aber teils übel gebissen worden, haben sich aus Treibgut Flöße gezimmert und dort mit anderen Mutigen eine gewisse Sicherheit geschaffen. In Schnellroda treibt eines der größten dieser Flöße, eine Art Floßburg oder eine "Wasserburg" gegen die "Rothäute", wie in Coopers Lederstumpf, um eine andere Metapher zu wählen. Es ist gut, dass Leuten wie Sellner von dort aus immer eine helfende Hand entgegengestreckt wird.

Passen Sie auf sich auf, Herr Sellner, wie auch Herr Kubitscheck - und vielen Dank!

Theophrastus Bombastus
19. Januar 2018 00:08

@cso
So ganz kann ich da nicht zustimmen. Soweit ich weiß, besteht tatsächlich ein EU-Beschluß über das Recht auf ein Basiskonto für Jedermann. In Deutschland scheint das wohl auch umgesetzt worden zu sein:

https://www.deutschlandfunk.de/ein-konto-fuer-jedermann-alle-banken-sind-jetzt-in-der.724.de.html?dram:article_id=355031

Da steht unter: Anspruch nur auf ein Basiskonto
>> Verweigern können Banken künftig, wenn die betroffene Person bereits ein Basiskonto hat, das sie nutzen kann. Denn jeder Bürger hat nur Anspruch auf ein Konto, nicht auf mehrere. Verweigern können Banken die Kontoeröffnung außerdem, wenn bestimmte Straftaten oder Gesetzesverstöße vorliegen, wie zum Beispiel Geldwäsche. Ein dritter Grund für eine Verweigerung liegt vor, wenn das Institut schon einmal einen Vertrag für ein Basiskonto des Kunden wegen Zahlungsverzugs gekündigt hat. <<
Sellner Geldwäsche vorzuwerfen, dürfte schwierig werden, das gleiche mit dem Zahlungsverzug -- war ja sicherlich kein Kunde bei den vielen deutschen Banken. Mit den Gesetzesverstößen weiß ich nicht so Recht. Die IB wird ja in D beobachtet (in Ö auch?). Da könnte man ihm einen Strick draus drehen. Aber Beobachtung ist ja noch keine rechtskräftig festgestellte Straftat. Wenn er in Deutschland wäre, sollte er zu einer solchen erwähnten Schiedsstelle gehen.
Des weitern: Selbst wenn Sellner eine PEP ist, wer hält eine Bank davon ab, einem strafrechtlich Unbescholtenem ein Konto zu geben? Welche Sorgfaltspflichten sollten sie denn da nicht eingehalten haben? Das mag vielleicht kein Aushängeschild für die Bank sein: "Seht her, wer alles zu unseren Kunden gehört! Sogar ein landläufig als Rechtsextremer titulierter! Wir sind ja so bunt und pluralistisch!"
Die haben halt keinen Bock und werden vielleicht von einflußreicher Seite dazu gedrängt, was man natürlich mit Händen und Füßen von sich weisen würde. Aber es gibt nunmal eine Beschluß des Europaparlamentes.

https://www.focus.de/finanzen/doenchkolumne/buerokraten-bestimmen-recht-auf-ein-konto-der-neueste-eu-irrsinn_id_3712884.html

Darauf kann er sich berufen. Dazu müßte er aber durch die Instanzen und währenddessen werden sie ihn am ausgestrecken Arm verhungern lassen. Danach ist wieder keiner verantwortlich und es besteht kein öffentliches Interesse an dem Fall, also zu den Akten.

Ich bin immer noch der festen Überzeugung, daß eine private Bank (das sind sie ja eigentlich immer) natürlich jedem ein Konto geben kann. Also wäre eine Gründung einer solchen für unser Klientel ein Gewinn!

Marxtin
19. Januar 2018 01:46

Stimmt: Auf amazonien wird das Buch nicht mehr geführt.
Umso erstaunlicher aber, dass es bei Thalias buch.de (noch?) zu haben ist.

Was das Bankkonto betrifft: Der Vorschlag, einen Verein zu gründen, scheint mir zweckmäßig zu sein.
Also, einen Anwalt nehmen, der sich mit Vereinsrecht auskennt. Einen schönen Vereinsnamen finden: Wie wäre es mit: "Verein zur Förderung direkter Demokratie"? - Das klingt doch gut und wird vielleicht sogar als "gemeinnützig" anerkannt, dann sind Spenden steuerfrei. (jedenfalls in der BRD)
Der Name Sellner sollte natürlich nicht im Vorstand auftauchen, das ist klar. ;-) Vielleicht aber als "Stellvertretender Kassenwart" oder so etwas.
Phantasie habt ihr ja bei euch Idealisten in Wien.

Andreas Walter
19. Januar 2018 07:42

Oder wie auch die:

"Nach Regeln der Scharia. Erste Bank bietet Konto extra für Muslime an", auf Focus Inline

Warum also nicht auch eine Ting Bank. Das können selbst Chinesen gut aussprechen, und das sind auch Patrioten.

Gustav Grambauer
19. Januar 2018 08:39

Immer noch S.J.

"Und nun werden, wie in einem Hollywood-Film, die Grundlagen seiner bürgerlichen Existenz entzogen."

Franz Bettinger, cso

"Gibt es kein (Menschen-) Recht (Ha!) auf ein Bankkonto? Ist das nicht sogar eine Forderung der Linken?"

"Man schaue sich das Beispiel von Horst Mahler an. Den Mann hat man lebendig begraben."

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Lieber Herr Sellner,

die Angelegenheit ist juristisch (naturrechtlich) viel ernster als ein Metaphoriker oder Rechtspositivist sie sich in ihren wildesten Träumen ausmalen könnten. Wir haben hier an Ihnen den Vogelfrei-Aspekt der cdm vorexerziert bekommen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Bürgerlicher_Tod

Im Rechtslexikon von Peter Hug

https://www.peter-hug.ch/lexikon/capitisdeminutio

steht: "So wichtig diese Unterscheidung der drei Status (der capitis deminutio, - G. G.) und die damit zusammenhängende Theorie von der im römischen Recht gewesen ist, für das moderne Rechtsleben, in dem jeder Mensch als Person (sic!, - G. G.) behandelt und auch der Fremde als Rechtssubjekt (aber eben auch nur als Person(al) bzw. Sache / Sklave, - G. G.) betrachtet wird, und in welchem der Gegensatz zwischen Freien und Unfreien vollständig verschwunden (ist), ist jene Unterscheidung nur noch von historischer Bedeutung.".

Sie lügen alle, oder duseln rechtspositivistisch im Nebel herum. So wie meine Anmerkungen in Klammern es andeuten ist diese Aussage nur insofern richtig, als heute alle z. B. mit Art. 10 Abs. 1 EGBGB ("Der Name einer Person unterliegt dem Recht des Staates, dem die Person angehört.") oder in Österreich mit § 9 Abs. 1 IPRG ("Das Personalstatut einer natürlichen Person ist das Recht des Staates, dem die Person angehört.") zu Sklaven fingiert

https://de.wikipedia.org/wiki/Fiktion_(Recht)

sind.

Man sollte immer den feinen Doppelsinn der Normen erfassen, z. B. heißt "angehört" 1 : 1 "gehört".

https://de.wikipedia.org/wiki/Hörigkeit_(Rechtsgeschichte)

(In der - ebenfalls besiegten - DDR wurde bei den "bewaffneten Organen" - und auch nur dort, überall sonst hieß es "Beschäftigte", "Werktätige", "Mitarbeiter" usw. - immerhin noch zwischen "Zivilbeschäftigten" und "Angehörigen" unterschieden.)

Darüber hinaus sollte man auch immer zwischen einerseits dem Vor- und Zunamen und andererseits dem Namen unterscheiden. Mit einer Spalte "Name" in irgendeinem Formular ist - in Deutschland, in Österreich wird es nicht anders sein - mit § 17 HGB sofort der Eintritt in den Rechtskreis des Handelsrechts eröffnet ("Die Firma eines Kaufmanns ist der Name, unter dem er seine Geschäfte betreibt und die Unterschrift abgibt". / "Ein Kaufmann kann unter seiner Firma klagen und verklagt werden.").

Weder Vor- und Zunamen noch Namen gehören uns. Unsere Geburtsurkunden (die Titel der Person bzw. Sache / des Sklaven) gehören nicht uns. Ein "Personal"-Ausweis gehört schön gar nicht seinem Träger. Von denen, die noch ein Bankkonto "haben": glaubt jemand, es sei "sein" Bankkonto und das dort ausgewiesene Guthaben "gehöre" de jure "ihm"?

Beim Auto weiß ich nicht, wie es in Österreich steht, aber in Deutschland ist die Rechtsposition des Eigentümers noch nicht ganz untergegangen, denn der aus dem Bismarckschen Kulturkampf hervorgegangene § 903 BGB ist noch nicht durch ein römisches bzw. angelsächsiches Konstrukt, mit dem die Sache (Auto) auf ihren Titel reduziert wird, ersetzt worden. Dies geschieht aber längst hintenrum nach dem Prinzip des gefesselten Gulliver auf Basis des öffentlichen bzw. Versicherungsrechts über die Nazi-Rechtsinstitute Fahrzeughalter, Fahrzeugschein, Fahrerlaubnis, Pflichtversicherungsgesetz usw. Kann mich erinnern, wie ich mir als Knirps in den 70er Jahren schon meine Gedanken darüber gemacht habe, daß ein Volvo nur ansprang, wenn der Sicherheitsgurt eingerastet war. Das sollte nur der Anfang hiervon

https://www.topagrar.com/news/Technik-Techniknews-Besitzen-Bauern-die-eigenen-Schlepper-eigentlich-gar-nicht-mehr-1761781.html

sein, und auch das ist erst der Anfang des totalen Eigentumsentzugs.

Sicher werden AGBGB und BGB in absehbarer Zeit geschleift werden, das BGB vor allem wegen § 1 Abs. 1 ("Die Rechtsfähigkeit des Menschen ..."), in dem die Rechtssubjektivität des Menschen zur zentralen Rechtssubjektivität des deutschen Privatrechts deklariert (aber auch eben nur deklariert)

https://de.wikipedia.org/wiki/Deklaratorisch

ist. (Auch die "Menschenrechte", der Lieblingspopanz der Illuminaten, werden geschleift werden, das wird erst noch ein Eiertanz, und dazu wird übrigens Trump gebraucht!)

Warum schreibe ih das alles, lieber Herr Sellner - um Ihnen zu verdeutlichen, daß Sie nicht der Einzige sind, der den Bürgerlichen Tod erlitten hat, dies betrfft uns alle. Besinnen wir uns auf dessen spirituellen Aspekt, insofern rege ich an, noch einmal den letzten Absatz des eingangs verknüpftgen Wikipedia-Artikels dazu zu lesen. Eine Form des Armutsgelübdes könnte es sein, nicht in Sack und Asche zu gehen sondern als unabhängiger Spieler den Aspekt der Vogelfreiheit der cdm auszuspielen, wobei Sie finanziell grundsätzlich gern am ganz großen Rad drehen dürfen, lieber Herr Sellner.

Auf dem AfD-Parteitag ist die Frau v. Sayn-Wittgenstein aufgetreten. Die Frau ist Juristin und ich würde mich nicht wundern, wenn ihr die ganze cdm-Dimension juristisch in ihrer ganzen Tiefe klar wäre. Sie hat im Saal Begeisterungsstürme mit der Umarmung des Bürgerlichen Todes entfacht indem sie sagte "Ich möchte nicht, daß wir in dieser sogenannten Gesellschaft ankommen. Das ist nicht unsere Gesellschaft. Da werden wir ausgegrenzt." (bei 3 : 07):

https://www.youtube.com/watch?v=RWoHDulzTk8

Oder Nikolai Alexander vom Portal Reconquista Germania hat es einmal so ausgedrückt: "Sie schulden uns nichts und wir schulden ihnen nichts."

Freiheit!

- G. G.

Stil-Bluete
19. Januar 2018 09:09

Bank gründen: Unter dem Motto 'Alternativen sind möglich' (!!!) wurde 1984 die erste Öko-Bank in Frankfurt gegründet. Mächtig dabei 'Die Grünen' (alle möglichen Kanäle, auch Bundestagsapparat) ausgenutzt. Kapital war bestimmt weniger da. Als Muster müßte das funktionieren.

Der Feinsinnige
19. Januar 2018 20:42

@ Otto, Theophrastus Bombastus, Franz Bettinger, Andreas Wolter, Stil-Bluete et al.:

Eine faszinierende Idee. Eine eigene Bank – das wäre ein Meilenstein. Und wohl leichter umzusetzen als ein eigener Fernseh-Kanal (kaum zu nehmende rechtliche Hürden) oder gar eine eigene Kirche, was hier vor einiger Zeit auch schon diskutiert wurde.

@ Thomas Martini:
„Andererseits bin ich gespannt, ob es hinlänglich des völligen Gewaltverzichts nicht irgendwann ein Umdenken gibt.“

Ein solches Umdenken wäre sicher der größte Fehler, der passieren könnte. Ich vertraue Martin Sellner, daß er so klug ist, diesen Fehler nicht zu machen. Der von Ihnen zitierte Artikel Sellners „Gewaltlose Disziplin“ genauso wie sein Vortrag beim IfS „Gewaltloser Widerstand“ (ebenfalls Februar 2017) haben meines Erachtens zeitlose Gültigkeit.
Sollte ein „Umdenken“ in dieser Frage jedoch stattfinden, zerstörte das die jahrelange Aufbauarbeit, die mittlerweile Früchte trägt, und man bräuchte sich über eigene Banken etc. wohl keine Gedanken mehr zu machen.

Gustav Grambauer
22. Januar 2018 09:35

Herr Sellner, weil Sie Österreicher sind, es gehört dazu: das BRD-Fernsehen hat beim Interview mit Ihrem Bundeskanzler die Flagge Ihres Staates mit goldener Borte ("gold fringe") eingeblendet.

https://www.youtube.com/watch?v=I5L4EsM5vhY

Darin liegt nicht nur eine Erniedrigung und Verhöhnung von Kurz, Österreich und allen Österreichern, dies ist eine Kriegserklärung. Wie ich diese Schmiertypen kenne, wurde das nachträglich gemacht, Kurz hätte sich niemals vor dieser Flagge interviewen lassen.

- G. G.

Kositza: Warum?

Hector Salamanca
22. Januar 2018 10:49

@Thomas Martini

Sehr geehrter Herr Martini,

Zunächst verweise ich auf meine Nickname.
Selbstverständlich steht uns der Weg der legitimen und nicht strafrechtlich verfolgbaren Gegenreaktion frei. Ich möchte diesen auch ausdrücklich empfehlen. Es sind viele kleine Dinge, die wir tagtäglich tun, bzw. auf die wir verzichten können.

Beispielsweise keinen unnötigen Kontakt mit Mitläufern im Alltagsleben pflegen. Warum sollte man einen Kollegen, der sich tagtäglich in seinen wohlfeilen systemtreuen Äußerungen suhlt, auf einen im Job gemachten Fehler hinweisen? Warum sollte ich der lila melierten Doppelnamendame die Tür aufhalten?

Warum sollte ich nicht Politikern und Systemprotagonisten selbst auf kleinster Ebene alles so schwer wie möglich machen, sie tagtäglich nerven, Fristen bis zuletzt ausreizen etc?

Warum sollte ich nicht an jeder Ampel und an jedem Stromkasten die widerlichen Aufkleber des Feindes herunterkratzen?

Warum sollte ich nicht selbst Aufkleber anbringen - besonders in "Wohlfühlräumen" des Gegners?

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Gustav Grambauer
22. Januar 2018 11:16

Ellen Kositza

"Warum"

Na, siehe:

https://conrebbi.wordpress.com/2012/12/29/flaggen-mit-goldenem-oder-gelben-rand-admirality-law/

(schlechte Übersetzung offenbar von einem Übersetzungsprogramm, aber es gibt leider wenig in deutscher Sprache dazu / sonst auf Englisch bitte "gold fringe flag" googeln)

Beobachten Sie mal über eine Weile bei Fernsehnachrichten usw., welche Flaggen bei welchen Anlässen mit und welche bei welchen Anlässen ohne Fransen gehisst werden. Sie werden mit obigem Wissen viel über die Machtverhältnisse und Konfliktlinien auf diesem Planeten lernen. Trump der alte Fuchs ist in seiner Kandidatenzeit sehr gern vor Goldfransen-Flaggen aufgetreten, seit er Präsident ist - soweit ich sehen konnte - kein einziges Mal mehr, Obama als Präsident je nachdem, als wessen Repräsentant er sich gerade wem gegenüber gesehen hat.

Können Sie sich noch hieran erinnern?

https://www.pi-news.net/2015/10/p487200/

Oder daran, wie der Verfassungsschutzpräsident in Thüringen, Kramer, sich vor US- und Israel-Flaggen in seinem Arbeitszimmer interviewen ließ?

- G. G.
Kositza: Aha. Danke. Klingt extrem abstrus.

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