18. Februar 2018

Frank Jordan: Der Fonds, kein Fall für Carl Brun – eine Rezension

Gastbeitrag / 1 Kommentar

von Thomas Veigel -- Nach Die Ministerin ist dies der Folgeband über eine Spezialeinheit des Schweizerischen Geheimdienstes.

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Ging es im ersten Buch vornehmlich um innerschweizerische Ereignisse, (kurze Zeit später von der Wirklichkeit im Skandal um die Person des Geheimdienstkoordinators Pitteloud übertroffen), greift der neue Band Der Fonds viel weiter: Es ist eine schonungslose Analyse des politischen Globalismus einer Herrschafts-Clique, deren Macht auf der Kontrolle eines einzigen Instruments fusst: der Geldschöpfung.

Das Buch ist hinsichtlich der Spannung, die man von einem Thriller erwarten kann, eine klare Steigerung zum ersten Band. Ständig wechselnde Standorte zwingen zum Mitdenken. Die Protagonisten sind weitgehend dieselben, aber man kann getrost im zweiten Band einsteigen.

Schon die der Story vorgestellten Zitate deuten darauf hin, wohin die Reise geht: Das Aufzeigen einer plutokratischen Herrschaft der Wenigen, die sich hinter den Fassaden von Demokratie und Mitbestimmung versteckt. Läßt man sich auf die Hypothese ein, ist es durchaus plausibel, dass die kleine Schweiz als Nukleus gewaltiger Finanzströme eine wichtige Rolle in einem solchen Szenario spielt. Ähnlich wie die City of London ist die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel extraterritoriales Gebiet und keinerlei Kontrolle durch gewählte Institutionen unterworfen. Sie gilt auch als Superbank unter den Zentralbanken.

Warum ist - über den gekonnten literarischen Stil hinaus; Jordan ist ein Meister der Charakterzeichnung - dieses Buch aus dem Umfeld der Libertären für das patriotisch-identitäre Lager so wichtig?

Es enthält eine Unzahl von Fakten, die für die Anhänger des metapolitischen Dialogs eher Randthemen darstellen. Außerdem stellt es vehement die Frage nach der individuellen Freiheit und den sie stets und zunehmend bedrohenden Gefahren. Die Gedankengänge der Globalisten werden wie folgt gekennzeichnet:

Meinen Sie etwa, es gehe um Sie oder mich oder um Menschen als Individuen? Das mag im Innern des in sich geschlossenen Systems mit Namen Schweiz, Europa so erscheinen. Von außen betrachtet geht es nur um Massen und um deren Kontrolle. (…) Nationalstaaten, Währungen, Eigentum, Werte, Traditionen und gewachsene Institutionen wie Ehe und Familie stehen dem entgegen. Sie bedeuten Umwege, Widerstand, Bremse. Wer Kontrolle will, muss erst die Freiheit minimieren...Was bleibt sind die Ware Geld und das Eigentum. Kontrolliere sie zu hundert Prozent, dann hast Du auch die Kontrolle über die Mehrheit der Menschen

Ob die Desperados um Carl Brun die Welt oder wenigstens die Schweiz retten?

Der Fonds von Frank Jordan (600 S., 24.90 €) kann hier bestellt werden, und den ersten Band, Die Ministerin,(404 Seiten, 19.90 €) kann man hier bestellen.


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Kommentare (1)

Franz Bettinger
19. Februar 2018 00:34

Ich kenne Frank Jordan seit Jahren als leidenschaftlichen Kämpfer für die Freiheit vom Globalismus der Herrschafts-Clique. Er betreibt einen Blog, der oft mit verblüffenden Perspektiven aufwartet und manchmal heftige Kritik auf sich zieht. Neulich schrieb Frank Jordan (hier gekürzt und verfranzelt wiedergegeben):

Ich habe mir eingestanden, dass ich Europa eine harte Landung wünsche, und das so rasch wie möglich. Eine von der Sorte, bei der man nicht weiß, ob man gelandet oder abgeschossen worden ist. Ein Crash zu unser aller Bestem. Aus dem einfachen Grund: Ich will dieser trägen Selbstdemontage über Jahre und Jahrzehnte nicht weiter beiwohnen. Es ist der Wunsch nach einer dunklen Stunde.

Grundlage dieses Eingeständnisses ist eine einfache Wahrheit. Jene, dass Regierungen, Parlamente und ihre Verwaltungen regieren wollen, und zwar so lange und so problemlos wie möglich. Und dass alles Staatliche und Politische immer zuerst diesem einen Ziel dient. Egal, worin sich die Regierungschefs und ihre Leute ansonsten unterscheiden, diesen Willen teilen sie. Alle.

Die politische Weltformel jeder Regierung lautet: Um mich an der Macht sein, muss ich das Volk von mir abhängig machen. Politiker müssen sich aus purem Egoismus und Selbsterhaltungs-Trieb heraus gegen das Funktionierende richten. Ihr Streben muss sein, andere schwach, ängstlich und dadurch in Abhängigkeit zu halten.

(FB: Wie die Pharma-Branche: Das Schlimmste für diesen Kraken sind Arzneien, die wirklich helfen. Es gibt solche, es sind nur wenige, 1-2 Dutzend vielleicht. Wenn das Patent einer solchen seltenen Wunderdroge, die keine relevanten Nebenwirkungen hat, abläuft, verdient die Industrie kaum noch etwas daran. Wie löst sie das Problem? Sie macht die Wunderdroge madig, sie redet von Abhängigkeiten usw. und behauptet, man habe mittlerweile etwas Besseres entwickelt, was gelogen ist. Überall das gleiche perfide Spiel. Welch Augen-öffnende Erkenntnis von Jordan!) Er schreibt weiter:

Politik machen bedeutet nichts weiter als: Fehlanreize schaffen. Politik heißt: Alles Funktionierende so lange und flächendeckend herunter regieren, bis alles gleich schwach und abhängig ist, mit Ausnahme natürlich der staatlichen Pfründe und Posten, da geht es immer aufwärts. - Alles staatliche und politische Handeln gibt sich als "Hilfe" für irgendwen aus. Kaum einer erkennt, dass die staatlichen 'Hilfen' in Wahrheit stets in einem Herunter-Wirtschaften bestehen. Es handelt sich um eine systemimmanente (FB: oder gar Demokratie-immanente ? ) Heranzüchtung von Schwachem.

Wenn Herr Macron festlegt, dass Discounter ihre Ware in Frankreich künftig nicht billiger verkaufen dürfen, ist das nicht Wirtschaftshilfe, nicht die Förderung der Besten auf dem Markt, sondern die Stützung von Mittelmaß. Wenn die EU (bis zum Sommer wohl) den sogenannten Einlagen-Schutz EDIS auf den Weg bringt, dann dient dies nicht einer größeren Finanz-Stabilität, nicht denen, die bereits heute freiwillig Verantwortung übernommen haben, nein, es dient den Bankrotteuren und Spielern auf dem Markt. - Oder man nehme den pervertierten Artenschutz namens "Frauenrechte", oder das Bildungs-Dogma der Inklusion, oder den Schwachsinn "Gender-Wissenschaft", oder den Irrsinn "Integration", oder den Euro: alles dasselbe.

Es ist das gezielte Ausschalten von Stärke zugunsten von Schwäche. Es ist Nivellierung, eine Art Gleichmacherei. Es ist nicht Hilfe, sondern bullshit, links! Echte Hilfe belohnt Leistung und schafft Wege in die Freiheit. Falsche Hilfe erfüllt nur Politiker- und Versager-Wünsche.

Nimm einen Heroin-Süchtigen, der dich um Geld anbettelt. Was er bräuchte, wäre ein Weg weg von der Droge. Was er sich wünscht, ist ein Schuss Heroin. Gibst du ihm Geld, so wird er dich lieben, wenn du Politiker bist, bis zur nächsten Wahl. Klar, der von dir Abhängige wird dich wählen. So funktioniert Politik. Es geht stets nur in eine Richtung: nach unten.

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