Sezession
2. März 2018

Die Politisierung der Schande I

Johannes Poensgen / 31 Kommentare

Wird die Sexualität politisiert, geht es ans Innerste und ans Äußerste. Dann wird der Druck des öffentlichen Raumes ins Intime getragen.

Johannes Konstantin Poensgen

Johannes Konstantin Poensgen studiert Politikwissenschaft und Geschichte.

  • Sezession

Gleichzeitig wird jener Raum mit den tiefsten Instinkten geflutet.

Der unüberbietbare Gipfelpunkt dessen wird immer dann erreicht, wenn die sexuelle Gewalt aus dem Rahmen der bloßen Strafjustiz, in jenen der Öffentlichkeit vordringt. Für den Starken ist das kaum ein Problem. Im Gegenteil, es ermöglicht ihm das von keiner Gewissensregung behinderte Dreinschlagen. Für den Schwachen sieht das anders aus.

Jeder Widerstandsakt gegen die Vergewaltigungsorgien von Orientalen und Afrikanern sieht sich auf die Tatsache zurückgeworfen, daß die Frauen schwacher Männer die natürliche Beute starker Männer sind. Das allein macht die politische Verwendung dieser explosiven Thematik zu einer Operation am offenen Herzen.

Wird einmal das Bild vom fremdstämmigen Frauenschänder bemüht, dann ist eine sizilianische Vesper die einzige den geweckten Instinkt befriedigende Antwort. Keine Erwägung rechtsbewußter Mäßigung oder politischer Klugheit hilft darüber hinweg, daß der blanke, siedende Haß die einzige tragfähige Grundlage einer Bewegung ist, deren Kern der Kampf gegen den fremden Vergewaltiger sein soll.

Empörung taugt dazu nicht, weil sie zu schnell verfliegt. Sie ist ja eine Reaktion auf einen Tabubruch, beruht also auf der Nichtnormalität dessen, worüber man sich empört. Dabei kann sie die Normalisierung neuer Zustände niemals verhindern. Sie unterliegt immer der normativen Kraft geschaffener Tatsachen und ist am Ende nur noch lächerlich. Der Vertriebenenverband kann davon ein Liedchen singen.

Im übrigen denke ich, daß ein Mensch sich kaum länger als fünf Minuten ehrlich empören kann. Alles darüber hinaus ist Schauspielerei und die Signalisierung geteilter Werte an die eigene Gruppe. „Empört euch!“ war das letzte Schlachtröcheln eines Tattergreises, der sich in Wirklichkeit längst mit allem abgefunden hatte. Daß man das System unter dem wir leiden nicht wegempören kann, haben wir im Herbst 2015 erfahren müssen.

Wenn aber der Haß nicht in Gewalt umschlagen kann und die Empörten sich wieder abregen und nach Hause gehen, dann bleibt nur die Hilflosigkeit zurück. Das ist das allerletzte Gefühl, daß eine politische Bewegung brauchen kann und genau deshalb muß die aktivistische Antwort auf die Schändung deutscher Frauen mit kühlem Kopf erfolgen.

Massiv erschwert wird das dadurch, daß die gesetzliche Gleichstellung der Geschlechter und die feministische Durchtränkung unserer Kultur eine Reihe historisch einzigartiger Probleme obendrauf gepackt hat. Die Frage: „Gibt es einen rechten Feminismus?“, ist falsch gestellt. Richtig müßte es lauten: „Kann die Erbschaft feministischen Ballastes überhaupt vermieden werden?“.

Zunächst betrifft das die Art und Weise, in der Frauen selbst das Problem ansprechen. Gesellschaftlich erwartet wird hier das Bild der starken und kämpferischen Frau, die „die Dinge selbst in die Hand nimmt“. Nur paßt das auf die gegenwärtige Situation europäischer Frauen nicht mehr.

Der feministische Anspruch eine kämpferische Bewegung zu sein, beruhte immer auf geliehener Macht. Präziser: Das Grundproblem der Frauenemanzipation besteht darin, daß eine Frau, die niemandem gehört, allen gehört. Die feministische Lösung bestand darin, das Schutz-Gehorsams-Verhältnis von den Vätern, Brüdern, Ehemännern (und im Alter auch den Söhnen) auf den Staatsapparat zu übertragen. Gegenüber einem pluralistischen Beutestaat, Rüdiger Altmanns kastriertem Kater, war das besonders bequem, weil der auch keine große Gegenleistung forderte.

Nun schützt dieser Staat nicht mehr und zwar aus Gründen, die seiner eigenen Logik entspringen. Damit aber bleibt nur eine Amazonenfassade, von der jeder weiß, daß Mahmut sie in fünf Sekunden bricht. Vor einigen Jahren hat sich mal eine Femenaktivistin, ein ganz zierliches Wesen, „We have hands to stop rape“ auf den nackten Oberkörper geschrieben…

Es kann also nur um die Forderung gehen, von Männern beschützt zu werden. Diese Forderung ist das natürlichste auf der Welt und gerade deshalb in unserer Gesellschaft grundsätzlich in Frage gestellt. Es ist nicht ersichtlich, warum Männer für Frauen ihre Haut riskieren sollten, die nicht mehr ihre Frauen sind. Hey, ich bin eine emanzipierte Frau. Beschützt mich gefälligst mal jemand!“ Das kommt nicht gut an.

An einem Ort läßt sich die Antwort darauf ganz sicher nicht finden: Der virtuelle Raum des Internets. Vor etwa zwei Monaten gab es in der amerikanischen Rechten eine Debatte über „E-Tradthots“. Dahinter steckte folgendes Problem. Das menschliche Gehirn ist nicht dafür ausgelegt, den Unterschied zwischen einer echten Situation und deren Simulation auf einem Bildschirm zu erkennen. Ganz wichtig ist das für eine bestimmte Gattung von YouTube-Videos, bei denen der Darsteller frontal in die Kamera spricht. Dabei wird die Illusion eines persönlichen Gesprächs erzeugt.

Nun ist Gespräch nicht gleich Gespräch und Illusion nicht gleich Illusion. Martin Sellner zum Beispiel, trägt eine Kaffeehausatmosphäre in seine Videos. Der Zuschauer erhält die Illusion, er säße mit Sellner in einem Wiener Kaffee und Sellner erzähle ihm gerade etwas. Das ist unbedenklich. Der Vorwurf an die „E-Tradthots“ lautete nun aber, daß in ihren Videos die Atmosphäre eines Dates verkauft werde. Ihr Geschäftsmodell beruhe darauf, eine virtuelle Ersatzfreundin zu sein, die wunderbarerweise auch noch die eigene politische Überzeugung teilt. Die Art Männer, die von so etwas angezogen und geformt werden, sind dann die weißen Ritter der Kommentarspalten. Es ist die Abtretung des Austausches von Hingabe und Geborgenheit an die virtuelle Bedeutungslosigkeit.

Daß ein Erlebnis virtuell simuliert ist, spricht noch nicht grundsätzlich dagegen – dann müßte man die gesamte Kunst verbieten – und es gibt sehr viele Onlineaktivitäten, die auf die reale Welt durchschlagen und dort ihre Fortsetzung finden können. Diese jedoch zählt nicht dazu! Die Frage, warum Männer sie beschützen sollten, müssen Frauen im Ehe- und im Kindbett beantworten. Das läßt sich weder durch alte, noch durch neue Medien ersetzen.

Nach dem bereits Gesagten, wäre damit die ganze Thematik der politischen Kampagnenfähigkeit entzogen. Das ist jedoch nur dann der Fall, wenn man sie unbedingt gesondert behandeln will. Eine Bewegung gegen die sexuelle Gewalt von Migranten wird nie über Anfangserfolge hinauskommen. Es ist aber möglich, das Thema zur Rekrutierung für eine breitere politische Bewegung zu nutzen. Gerade die besonders grausamen Vorfälle rütteln immer eine Reihe von Menschen auf. Die meisten werden ihrem Ärger kurz Luft verschaffen und sich dann wieder schlafen legen. Wichtig sind die anderen.

Um diese dauerhaft zu aktivieren, dürfen die Übergriffe von Migranten gegen deutsche Frauen nicht einfach so im Raum stehen gelassen werden. Sie müssen in den weiteren Zusammenhang des Großen Austauschs eingeordnet werden. Vor allem müssen wir erklären, warum der Staat Frauen nicht schützt.

Das wird Thema des zweiten Teils.


Johannes Konstantin Poensgen

Johannes Konstantin Poensgen studiert Politikwissenschaft und Geschichte.

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Kommentare (31)

Caroline Sommerfeld
2. März 2018 14:46

"Keine Erwägung rechtsbewußter Mäßigung oder politischer Klugheit hilft darüber hinweg, daß der blanke, siedende Haß die einzige tragfähige Grundlage einer Bewegung ist, deren Kern der Kampf gegen den fremden Vergewaltiger sein soll."

Poensgen, mit Verlaub, was soll das denn heißen? Daß unsere IB-Mädels haßzerfressene Pseudoemanzen sind? Friendly fire kann ich nicht leiden, und reiche ihnen hiermit eine eine kleine doch wieder aufgewärmte Portion "rechtsbewußte Mäßigung und politische Klugheit".

[Nein, daß bedeutet - wie aus dem Vorangehenden ebenso deutlich geworden sein sollte, wie aus dem Folgenden - daß wir in ein emotionales "does not compute" laufen, weil wir erst eines der denkbar stärksten Feindbilder beschwören (der Fremde, der sich an unseren Frauen vergeht), dabei aber gezwungen sind, dies aus pragmatischen Gründen gleich wieder auf die Temperatur eines Bürgerprotestes herunterzukühlen, etwas, was dieses Thema nicht verträgt. Die Herausforderung besteht darin, dieses Thema zu bearbeiten, ohne sich vor anderen, vor allem aber vor sich selbst vollkommen lächerlich zu machen und dann in der eigenen Hilflosigkeit zu versinken. JKP]

Den Rest Ihrer These verstehe ich nicht ganz. Ist doch logisch, daß die Schutzbedürftigkeit der Frau keine Sache des virtuellen Raumes ist, sondern eine eminent leibliche, interaktive. Daß allerdings ü b e r ebendiese heutzutage im virtuellen Raum geplaudert, gezwitschert, polemisiert und "bewußtgemacht" wird was das Zeug hält, liegt in den technischen Verbreitungsmedien selbst begründet: man kann kaum anders heute gesellschaftliche Themen lancieren.
Und die taschenmuschiartigen rechten Avatarfreundinnen sind natürlich ein reizendes Internetfundstück, aber letztlich doch mit Robert Pfaller auch leicht in die Tasche zu stecken: https://de.wikipedia.org/wiki/Interpassivit%C3%A4t

Monika
2. März 2018 15:32

Der Text bereitet mir einiges Missbehagen, insbesondere der Absatz

"Nach dem bereits Gesagten, wäre damit die ganze Thematik der politischen Kampagnenfähigkeit entzogen. Das ist jedoch nur dann der Fall, wenn man sie unbedingt gesondert behandeln will. Eine Bewegung gegen die sexuelle Gewalt von Migranten wird nie über Anfangserfolge hinauskommen. Es ist aber möglich, das Thema zur Rekrutierung für eine breitere politische Bewegung zu nutzen. Gerade die besonders grausamen Vorfälle rütteln immer eine Reihe von Menschen auf. Die meisten werden ihrem Ärger kurz Luft verschaffen und sich dann wieder schlafen legen. Wichtig sind die anderen."

d.h. für mich: authentische Gefühle von Angst, Ohnmacht,Trauer, also authentische Bedürfnisse konkreter Menschen werden einer aprioristischen theoretischen Vision einer Systemveränderung untergeordnet. Die " rechte Frauenbewegung" wird also benutzt für eine " breitere politische Bewegung" .
Die Kraft der Bewegung wird m.E. dadurch vorzeitig gebrochen. Das ist schade. Es geht um Kampagnenfähigkeit . Um Nutzung....
Das macht mich örgerlich. Da ich die Kraft bei der ersten Demo in Kandel gespürt habe. Mal sehen, wie es morgen ist.
Migrantengewalt betrifft nicht nur deutsche Frauen. Man sollte da europäischer denken.
In Deutschland betrifft Migrantengewalt auch ethnisch nichtdeutsche Frauen ( Fall Soopika in Ahaus ). In Bonn wurden chinesische Mädchen brutal vergewaltigt. etc.pp
Man könnte also auch ganz andere politische Kampagnen aus der Migrantengewalt ableiten....
Die Einordnung in den "Großen Austausch" ist nur eine Möglichkeit.
Tut mir leid.

Otto
2. März 2018 16:48

Was für ein seltsamer, verschwurblter Jargon?!

Ich habe den Text 2x gelesen und keinen logisch nachvollziehbaren, klaren Gedanken gefunden.

Womöglich bin ich aber auch zu doof, um in tiefe, philosophische Gedanken vorzudringen?

Vielleicht erklärt mir jemand in Klartext das Geschreibe von diesem Autor?

Franz Bettinger
2. März 2018 18:08

@ Caroline Sommerfeld: Was Poensgen meint, ist dies:

Es gibt eine Notwendigkeit und sogar ein Recht auf Hass! Nur nicht mehr in diesem Kindergarten, der Deutschland geworden ist. Gefühle wie Wut, Zorn und Hass sind nicht Ursachen, sondern Ergebnisse von was. Sie sind durch das Bewusstsein kaum steuerbar. Es sollte keine Rolle spielen, ob ich jemanden ohrfeige, weil ich ihn hasse oder liebe. Die Ohrfeige ist Körperverletzung und somit unter Umständen strafbar, basta. Es sollte auch keine Rolle spielen, ob ich aus Geiz Steuern hinterziehe, oder weil ich den Staat für einen Räuberstaat halte, oder weil ich die Bundeskanzlerin hasse. Tut es aber. 2012 beschloss das Merkel-Regime eine Gesetzesänderung, mit der (auf den 1. Blick verständlich) Fremden-feindliche Beweggründe unter der irrwitzigen Bezeichnung Hass-Kriminalität strafverschärfend wirken sollen. Das Strafrecht wurde zur Auslegungs-Sache. Der § 46 Abs. 2 StGB war die Einführung von Gesinnungs-Justiz.

Ein Verbot des Hasses hätte, wenn es durchsetzbar wäre, keine guten Folgen. Alle Gefühle haben einen evolutionären Sinn. Alle! Ohne Vorsicht und Angst kein Überleben. Ohne Freude und Liebe keine sozialen Bindungen. Ohne Hunger, Durst, Neid und Machtgelüste keine Motivation. Ohne Lust kein Sex. Ohne Solidarität und Loyalität keinen Familien- oder Volks-Zusammenhalt. Ohne Ekel Vergiftungen. Ohne Wut und Zorn kein sich Wehren. Denkt es zu Ende!

@Der_Jürgen lieferte (am 16.6.2017 auf SiN unter der Überschrift "Streitschrift für den Hass") mit seiner Frage eine Erklärung, die Zorn und Hass unterscheiden hilft. Er fragte rhetorisch: "Darf eine Mutter einen Lustmörder, der ihr Kind misshandelt, vergewaltigt und erwürgt, hassen?" und gab die Antwort: "Ihr dies verbieten zu wollen, hieße von ihr Übermenschliches verlangen." - Ich ergänzte: Eine Mutter darf den Schänder und Mörder ihres Kindes auch dahinmetzeln. Bloßer Zorn gäbe ihr dazu nicht die Kraft. Hass schon! Dies ist die evolutionär sinnvolle Funktion des Hasses: ausreichend zu motivieren!

Nein, Hass zu empfinden ist nicht verwerflich. Ohnehin: Der Hass fragt nicht nach Recht und Rechtfertigung. Er entsteht, ist dann da und basta. Mögen ihn Psychologen und Richter sezieren und sich an ihrem Erfundenen (!) ergötzen, dem Hassenden ist das egal. Er ist sich seiner Selbst sicher. Er braucht kein Abnicken seines Impulses durch die Ratio. Er spürt, was zu tun war oder noch zu tun ist. Der Evolution sei Dank! Wer Kleists Michael Kohlhaas gelesen hat, weiß, wie Hass entsteht und warum es des Hasses manchmal bedarf. Denn irgendwann sagt man sich: "Genug ist genug!"

Im übrigen ist gegen den Hass vorgehen zu wollen in etwa so effektiv wie gegen das Klima zu kämpfen. Eine ganze Armada linker Don Quichotes aber stürmt gegen solche Windmühlen an. Wer die Zahl hassender Menschen in unserem Land vermindern will, muss die Ursachen für deren Hass erkennen und beseitigen. Nichts anderes wäre zu tun, als wenigstens Fairness walten zu lassen.

nom de guerre
2. März 2018 18:21

>>Das Grundproblem der Frauenemanzipation besteht darin, daß eine Frau, die niemandem gehört, allen gehört.<<
Eigentlich hatte ich vor, mich ausführlicher mit dem Artikel auseinanderzusetzen, da ich eine ganze Reihe von Punkten für ansprechenswert halte, angesichts des oben zitierten Satzes reduziert sich mein Kommentar jedoch auf die simple Frage, inwiefern sich der Autor in seiner Geisteshaltung (nicht in seiner Handlungsweise, ich unterstelle Herrn Poensgen selbstverständlich nicht, dass er in seiner Freizeit als Grapscher und Vergewaltiger unterwegs ist) von den erwähnten Orientalen unterscheidet...

Thomas Martini
2. März 2018 20:00

"Im übrigen denke ich, daß ein Mensch sich kaum länger als fünf Minuten ehrlich empören kann. Alles darüber hinaus ist Schauspielerei und die Signalisierung geteilter Werte an die eigene Gruppe."

Über diese ignorante These empöre ich mich mittlerweile seit bald fünfzig Minuten. Ganz ehrlich. Man ringt um Worte. Offenbar betrachtet Herr Poensgen Empörung lediglich als spontanen Wutausbruch. Dass es sich dabei aber auch um eine verfestigte und dauerhafte Geisteshaltung handeln kann, bleibt unbedacht. Das ist ignorant!

Meine Empörung über die Unfreiheit des deutschen Volkes wird sich nicht verflüchtigen. Darüber werde ich mich immer empören, solange ich lebe. Tag für Tag und Jahr für Jahr.

Nur die Befreiung aus dem Zustand der (geistigen) Versklavung, und die erfolgreiche Wiederaufnahme der nationalen Selbstbehauptung, sind dazu geeignet, meine Indignation aufzuheben.

Caroline Sommerfeld
2. März 2018 20:45

Nein, ich glaube auch, daß Haß eine anthropologische Konstante ist, mein Artikel in der "Gewalt"-Nummer der Sezession von 2017 gibt davon durchaus auch Kunde. Nur: die #120db-Mädels sind nicht von Haß getrieben. Auch das "Heraufbeschwören eines Feindbilds" überlasse ich den linken Dauerunterstellungsnummern.
Ihr Punkt, Herr Poensgen, daß man genau diese Kampagenform, dieses Videomaterial, diesen Appell nicht auf Dauer stellen kann, ist richtig. Doch dies liegt nicht am notwendigen Verrauchen des Hasses (der keine jähe Aufwallung ist, vielmehr eine negative Liebe, siehe Spinoza), sondern an der ständigen Selbstüberholung der Massenmedienkommunikation. Das Neue von heute ist das Alte von morgen.

Thomas Martini
3. März 2018 05:15

Der ausgezeichnete Kommentar von Franz Bettinger zu diesem Thema, könnte durch zahlreiche Beispiele aus der europäischen Kulturgeschichte untermalt werden.

Hierbei zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es ist, sich revisionistisch mit Europa zu beschäftigen. Damit ist nicht die Geschichte gemeint, die durch Schulbücher, Universitäten oder das Fernsehen in der BRD vermittelt wird. Die linke Denkweise, laut der unsere Ahnen mit ihren vermeintlichen "Irrwegen" den Boden dafür bereitet haben, dass wir Europäer uns im 21. Jahrhundert von nichteuropäischen Invasoren ohne Gegenwehr umvolken lassen müssen, ist in all ihren Ausprägungen nur Ausdruck einer Gehirnwäsche. Nicht mehr, nicht weniger.

Schon Gregor der Große sagte: "Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht."

Das ist ein Leitfaden, mit Hilfe des Zorns wieder gut zu machen, was Bosheit und Unvernunft anrichten.

Das Credo von Giuseppe Verdi lautete: "Lasst uns zu den alten Meistern zurückkehren und es wird ein Fortschritt sein!"

Heute wäre er einer der Männer, auf die man sich besinnen könnte. Mit dem Gefangenenchor (Va, pensiero) aus der Oper "Nabucco" gelang ihm das Kunststück, die Befreiung des italienischen Volkes aus der Fremdherrschaft maßgeblich anzufachen. Dieses Chorwerk war eine Initialzündung. Für das Heer der Bundesameisen ist so etwas nur deshalb wertlos, weil sich die "Köterrasse" im goldenen BRD-Käfig größtenteils noch immer frei fühlt.

Daher erntet man auch bestenfalls Kopfschütteln oder gar Empörung (Du Rassist!), wenn man darauf verweist, dass Verdi seine ägyptischen Protagonisten in der Oper "Aida" fordern ließ, die Negerinvasoren auszurotten.

"Die Politisierung der Schande" findet man bei "Rigoletto", wo das Theater stellenweise vor Todhaß bebt. Schon der gepeinigte Vater Monterone verflucht den Herzog von Mantua bis in die nächste Generation und schwört dem Frauenschänder Rache über den Tod hinaus. Der ebenfalls von Monterone verfluchte Höfling Rigoletto heuert später den Bravo Sparafucile an, um seine geschändete Tochter Gilda zu rächen.

Ein weiteres schönes Beispiel, wie man sich einen bigotten Heuchler vom Hals schafft, lieferte Puccini in seiner Oper "Tosca". Die gleichnamige Hauptdarstellerin ersticht den Volksverräter Scarpia, und fordert ihn dabei auf endlich zu krepieren.

Das ist der Stoff, den sie in der Traumfabrik "Hollywood" nicht verfilmen. Da werden Präsidenten und Bonzen geschützt, und Gewalt und Strafe richtet sich meistens nur gegen Kleinganoven und den einfachen Mann auf der Straße.

Am Ende jedoch kann es keinen Zweifel geben: Haß und Zorn sind eine Grundbedingung, um den unzähligen Landes- und Volksverrätern habhaft zu werden, die Deutschland und das deutsche Volk mutwillig abschaffen.

Pit
3. März 2018 06:09

Ok: Biologie als Basis für Politik. Ich bekenne mich ausdrücklich dazu (wenn auch nicht ausschließlich). Das heißt: natürlich ist das, was ich empfinde, die Basis für mein politisches Wollen. Und cih empfinde territorial. Die Anwesenheit Fremder auf meinem Territorium ist mir unangenehm, also: raus. Sorry, as simple as that.

Aber hier kommen mal ein paar für mich neuere Implikationen von Biologie als Politik: mir kam mal der Gedanke, daß... also...These: eine Frau erwartet von dem Mann besessen, also rechtmäßig beansprucht zu sein, auf dessen Territorium sie sich befindet. Wenn eine Frau sich in einem Territorium bewegt und die dort befindlichen Männer reklamieren sie nicht: so würde das, sinnierte ich, unvermeidlicherweise, auf einer tiefen instinkthaften Ebene, bei der Frau Verachtung für diesee Männer provozieren. Und zwar so stark und so grundlegend, daß die Frau ihre gesamte Lebenssituation als volkommen falsch und unbefriedigend empfinden müsse.

Ein bißchen wie Freuds "Das Unbehagen in der Kultur", ein ganz fundamentaler Gedanke: kann es sein, daß die Frau in unserer gegebenen Kultur sich unweigerlich zutiefst unwohl fühlen muß, alles als zutiefst falsch empfinden muß, als: sexuell falsch, sexuell unbefriedigend?

Zweiter grundlegender biologischer instinkthafter Punkt: ein Fremder, der sich auf unserem Territorium befinde, MÜSSE von einer Frau als ALPHA und also als attraktiv betrachtet werden: denn die bloße Tatsache, daß er da ist und noch lebt, beweist, daß er GEWONNEN hat! Denn sonst würde er als Territoriumseindringling nicht leben!

-> und so kommen wir also zu einer Situation, wo ich es für möglich halte, daß aus biologischen Gründen die Frauen diese ausländischen, gewalttätigen, zutiefst patriarchalen Männer uns vorziehen! und zwar einzig aus biologisch instinkthaften Gründen, also ganz unververmeidlicherweise!

Und das, aus biologisch instinkthaften Gründen, STINKT MIR und das alleine ist ein vollkommen ausreichender Grund, politisch GEGEN VERAUSLÄNDERUNG ZU SEIN! Daß es mir nicht gefällt: das ist ein ausreichender Grund! Wir sind der Souverän. Unser Wille gilt. Wir haben uns nicht dafür zu rechtfertigen, was wir empfinden. Es ist OUR PURSUIT OF HAPPINESS, und was mich happy macht, geht niemanden was an: ich bin der Souverän. DAS ist selbstbewußtes Beanspruchen des Eigenen. Man mache sich das bitte immer wieder klar!

Und wir sollten endlich aufhören, das als schamvoll anzusehen, gefühlsmäßig und instinktiv gegen Ausländer zu sein! Wir müssen ausdrücklich dazu stehen!
Wir müssen ausdrücklich RASSISTEN sein!
Ich bin Rassist!
Natürlich nicht im Sinne der Vollidioten. Ich hasse die anderen Rassen nicht. Aber sie haben auf meinem Territorium nichts zu suchen. Ich bin FÜR meine Gruppe, nicht GEGEN die anderen Rassen. In diesem Sinne bin ich Rassist, und wir müssen uns dazu bekennen oder wir kommen aus dieser Argumentszwickmühle nicht heraus.

Otto
3. März 2018 07:33

Mein erster Kommentar war eher impulsiv und oberflächlich.

Ich habe diesen Text nochmals genauer unter die Lupe genommen und muß feststellen, daß in ihm mehr steckt als man auf den ersten Blick sieht.

Nun gut, der Autor schreibt sehr abstrakt. Das ist nicht mein Sprachstil. Aber mit wohlwollendem Verstehen-Möchten kann man sich seinen Gedanken annähern.

Interessant finde ich auch die Kommentare.

Ich habe noch keine abschließende Meinung zu diesem Thema, aber ich freue mich auf den zweiten Teil dieses Essays.

quarz
3. März 2018 07:40

@Bettinger

"Das Strafrecht wurde zur Auslegungs-Sache. Der § 46 Abs. 2 StGB war die Einführung von Gesinnungs-Justiz."

Wobei zwischen Emotion und Beweggrund zu unterscheiden wäre. "Niedrige Beweggründe" galten bei Tötungshandlungen schon immer als strafverschärfend, während die Tötung "im Affekt" sogar strafmildernd wirkt.

"Hatespeech"-Gesetzgebung ist insofern irreführend, als sie eigentlich nicht auf das Gefühl "Hass" Bezug nimmt, sondern eine Präferenz für einen bestimmten gesellschaftlichen Zustand bestraft, die auch relativ emotionslos zum Ausdruck gebracht werden kann. Eine Gesinnung eben.

Alveradis
3. März 2018 08:12

"um diese dauerhaft zu aktivieren, dürfen die Übergriffe von Migranten gegen deutsche Frauen nicht einfach so im Raum stehen gelassen werden. Sie müssen in den weiteren Zusammenhang des Großen Austauschs eingeordnet werden. Vor allem müssen wir erklären, warum der Staat Frauen nicht schützt."

Das ist vollkommen richtig.
Und Monika hat dennoch Recht mit ihrer Kritik daran.

Anknüpfend an eine Frage von Monika , ob es notwendig sei zu versuchen, eine rechte oder rechts links übergreifende Frauenbewegung aufzubauen kann ich keine fertigen Ideen, sondern nur ein paar Gedanken einbringen.

Die Verbrechen selbst aber auch das Schweigen in meiner eigenen Familie über die Massenvergewaltigungen nach dem Krieg, hat übergenerational seelische Schäden verursacht und es waren so viele Familien betroffen, dass das Auswirkungen auf unsere gemeinsame Seele als Volk haben muss. Diese Traumatisierung bildet, wenn auch meist im Unbewussten, den Hintergrund der heutigen Situation. Wenn auch das Mädchen oder die Frau das erste Opfer ist, löst sexuelle Gewalt doch immer tiefgreifende Prozesse im gesamten Umfeld aus, Eltern, Ehemänner, Brüder, Kinder, spätere Partner. Tritt sie gehäuft und systemisch auf, bildet sich ein flächendeckender Schleier, eine kollektive Traumatisierung heraus.

Auch wenn ich für gewöhnlich nicht dafür bin, Aufgaben nach Geschlecht zu verteilen, ist es beim Thema sexuelle Gewalt doch wichtig, dass Frauen fähig werden, selbst darüber zu sprechen. Das ist im privaten so und auch im öffentlichen Bereich. Sie geben dadurch den Männern die Möglichkeit Stellung für die Frau zu beziehen und auch ihre Sichtweise einzubringen. Ich denke, das ist eine psychologische, keine politische Konstante. Das Sprechen der Frau öffnet die Tür und gibt den Raum in dem Männer und Kinder auch ihre eigene Verzweiflung, Ohnmacht und Wut in Worte fassen können. Es ist die Voraussetzung dafür zu verstehen und untereinander Vertrauen zurück zu gewinnen. Dieser Teil steht außerhalb der Politik und daher unterstütze ich was Monika schreibt.

"d.h. für mich: authentische Gefühle von Angst, Ohnmacht, Trauer, also authentische Bedürfnisse konkreter Menschen werden einer aprioristischen theoretischen Vision einer Systemveränderung untergeordnet. Die " rechte Frauenbewegung" wird also benutzt für eine " breitere politische Bewegung" ."

Genau dieses Unterordnen darf nicht, muss aber auch nicht geschehen.

Vorausgeschickt und das mag kontrovers sein - Ich bin sehr froh darüber, dass der in den USA in Teilen der rechten Szene leider zu verbreitete Frauenhass hier bei uns nicht um sich gegriffen hat. Ich meine mit Frauenhass nicht Kritik an weiblichen Verhaltensweisen sondern die kranke Vorstellung, dass Frauen für ihr angeblich " kollektives Versagen" bestraft werden (und das schließt Vergewaltigung ein) müssen. Über vereinzeltes "hähä, selbst schuld", ist es bei uns wohl nicht hinausgegangen und das kann, denke ich, vernachlässigt werden. Ich sehe darin auch (da kann ich mich irren) den Ausdruck von eigenen Ohnmachtsgefühlen.
Bei uns ist das Vertrauen noch nicht grundlegend zerstört und es ist auch nicht nötig in jede Grube hineinzuschauen.

Ich habe großes Vertrauen zu den deutschen Männern und in uns deutsche Frauen. Egal wie traurig und verworren unsere Lage auch ist, haben wir die Möglichkeit offen und ehrlich gemeinsam einen breiteren Blickwinkel zu entwickeln ohne als Frauen unsere authentischen Bedürfnisse und Gefühle unterzuordnen oder Männern die ihnen eigene Sichtweise einschränken zu müssen. Es greift ineinander und ergänzt sich, wenn man es zulässt.

"Vor allem müssen wir erklären, warum der Staat Frauen nicht schützt."

Das ist notwendig, entscheidend und kein Widerspruch zum authentischen weiblichen Erleben von Angst und Gewalt, denn die Gewalt gegen uns Frauen ist Teil der Gewalt gegen unser Volk. Über Vergewaltigung als Kriegswaffe ist viel geschrieben worden. Für uns Deutsche ist das sehr konkret.

„Brecht mit Gewalt den Rassenhochmut der germanischen Frauen! Nehmt sie als rechtmäßige Beute!“, rief Ehrenburg den sowjetischen Soldaten zu.

Das Trauma von damals verbindet sich heute mit der Enkel, der Urenkel Generation, denn erneut ist kein Staat da, der uns Frauen schützt und erneut wird Schweigen erzwungen. Erneut werden Männer gehindert ihre Frauen und Kinder zu schützen. Es ist wichtig für uns Frauen, das zu begreifen, weil wir die alten und die neuen Traumatisierungen sonst nicht überwinden können. Die Arbeit an unserer Seele ist auch Arbeit für unser Volk. Unsere Selbstbefreiung befreit gleichzeitig auch die Männer von der Last des Schweigens und befreit deren Potenziale.

Um zu erklären, weshalb kein Staat da ist und den Blick auf die Täter, die hinter den "Einzelfällen" stehen zu öffnen, ist uns durch die Friedensforschung ( ja, ein Thema für sich) z.B. mit dem "Gewaltdreieck " nach Galtung ein Werkzeug in die Hand gelegt worden, dass angewendet werden kann ohne bereits am Ausgangspunkt eine links rechts Spaltung zu forcieren, die dann tatsächlich die Gefahr mit sich bringen könnte die Gewalt gegen uns Frauen zu funktionalisieren. Wir haben die ungeteilte Moral auf unserer Seite. Für unsere Feinde ist genau das gefährlich, denn sie verwickeln sich zwangsläufig in Widersprüche.

Die Winkel dieses "Gewaltdreiecks" Dreiecks: Strukturelle Gewalt, Kulturelle Gewalt, Personale Gewalt sind von uns zu bezeichnen. Ein Vorschlag. Ethnopluralistische Demokratie ( strukturell), Antirassismus (kulturell) importierte Gewalt (personal) .

Der große Wert dieses Dreiecks liegt in seiner Neutralität, in der Möglichkeit nicht "nur" die Gewalt gegen uns Frauen, sondern das gesamte Gewaltspektrum gegen unser Volk aufzudecken und die Taten wie die Wirkungsweise und die Strukturen dahinter sichtbar zu machen. Mir helfen visuelle Darstellungen komplexer Zusammenhänge immer und anderen vielleicht auch.

Die Fähigkeit für uns selbst zu sprechen müssen wir Frauen zurück erobern, jede so wie sie es kann, wo sie es kann und wir haben, wenn wir das schaffen und immer wieder fragen oder sagen wer uns zum Schweigen bringen will, auch das Potential als organischer Teil unseres gemeinsamen Kampfes wirksam zu werden.

Ich verstehe den Ruf nach der "Bewegung", bin aber keine Anhängerin einer forcierten Einheit. Die vielen Sichtweisen, Startpunkte oder auch persönlichen Eigenschaften, Erfahrungen und Weltanschauungen müssen nicht in eine einzige Form gepresst werden. Völkermord, und nachweislich ist die Duldung der Gewalt gegen Frauen ein Teil davon, ist Unrecht, egal ob Frauen und Männer z.B. eine konservative oder eher gleichberechtigte Vorstellung der Geschlechterrollen haben oder wo genau sie im rechts links Spektrum stehen. Die ungeteilte Moral ist auf unserer Seite und die Offenheit für unterschiedliche Vorstellungen kann helfen die unterschiedlichen Potenziale zu befreien und die Gefahr einer Funktionalisierung zu mindern.

Zum Herrschaftsmodell der "Vielfalt" gehört es Opfergruppen zu sammeln oder zu kreieren, die als Werkzeuge zur Machterringung eingesetzt werden ohne dass ein Interesse daran besteht, diese Gruppen jemals frei werden zu lassen. Wenn wir es gemeinsam anpacken, kann auch dieses Spiel der Mächtigen aufgedeckt werden. Wir dürfen es aber nicht spiegeln. Wir müssen es nicht, denn wir sind besser als sie und wir haben das Recht und die Moral auf unserer Seite. Mir ist klar, dass Männer und Frauen sehr unterschiedlich fühlen, denken und sprechen und viel gegenseitige Empathie, auch für Wutausbrüche aber auch Achtsamkeit notwendig sind, eine Ebene zu finden, die Vereint und nicht trennt.

Solution
3. März 2018 10:19

Herr Poensgen ruft ja nun nicht gerade zur Gewalt auf. Er analysiert nur rücksichtslos und scheint gleich mehrfach den Nerv der konservativen Leser hier getroffen zu haben.

Warum? Weil auch bei den Konservativen eine gewaltfreie - und somit realitätsferne - Echokammer besteht. Der Konservative glaubt so ziemlich als Einziger tatsächlich innerhalb eines bestehenden Systems, das zur Selbstzerstörung treibt, grundsätzlich und auf Dauer ohne Gewalt irgendetwas ausrichten zu können. In der Theorie mag dies zutreffen, in der Praxis sehr selten und auch immer seltener. Große Umbrüche waren immer auf allen Seiten von Gewalt beherrscht.

Eine Lage objektiv zu analysieren, bedeutet nicht, in der Konsequenz bestimmte Wege zu beschreiten. Wer würde hier ernsthaft für eine Gewaltlösung optieren? Würden wir Gewalt vielleicht dann anwenden, wenn es garantiert zum Erfolge führen oder das Schlimmste verhindern würde? Oder schauen wir nur zu und beschäftigen uns mit nutzlosen Ersatzhandlungen, die im Endeffekt nichts bringen?

Herr Poensgen schreibt nicht um zu gefallen, sondern um gnadenlos auszuleuchten, was geht und was nicht.

Auch ich gehöre zu jenen, die der Gewalt nicht das Wort reden. Dafür nehme ich aber bewußt in kauf, daß der Niedergang fortschreitet. Damit zu leben wird für mich immer schwieriger. So ertappe ich mich schon bei dem feigen Gedanken, daß ich mich gerade noch so angesichts eines fortgeschrittenen Alters aus der Verantwortung ziehen kann, ohne daß mich die Verachtung der Aktiveren allzusehr trifft.

Zum Hass empfehle ich ein kleines Büchlein: C.B. Robertson: "In Defense of Hatred".

deutscheridentitaerer
3. März 2018 10:39

"Eigentlich hatte ich vor, mich ausführlicher mit dem Artikel auseinanderzusetzen, da ich eine ganze Reihe von Punkten für ansprechenswert halte, angesichts des oben zitierten Satzes reduziert sich mein Kommentar jedoch auf die simple Frage, inwiefern sich der Autor in seiner Geisteshaltung (nicht in seiner Handlungsweise, ich unterstelle Herrn Poensgen selbstverständlich nicht, dass er in seiner Freizeit als Grapscher und Vergewaltiger unterwegs ist) von den erwähnten Orientalen unterscheidet..."

Man muss zwischen normativen und tatsächlichen Aussagen unterscheiden.

Der konkrete Sinn des Artikels erschließt sich mir allerdings auch nicht.

Hartwig aus LG8
3. März 2018 11:08

Poensgen geht in die richtige Richtung.

Carlos Verastegui
3. März 2018 11:10

Ein stark geschriebener Artikel, für den ich aus Bölls "Ansichten eines Clowns" zitieren will:

"Kalick hatte einmal während einer Hitlerjugend Veranstaltung einen Vortrag gehalten mit dem Titel »Machiavelli oder der Versuch, ein Verhältnis zur Macht zu gewinnen«. Ich verstand nicht viel davon, nur Kalicks »offenes, hier deutlich ausgesprochenes Bekenntnis zur Macht«, aber an den Mienen der anderen anwesenden Hitlerjugendführer konnte ich ablesen, daß sogar ihnen diese Rede zu weit ging. Kalick sprach ohnehin kaum von Machiavelli, nur von Kalick, und die Mienen der anderen Führer zeigten, daß sie diese Rede für eine öffentliche Schamlosigkeit hielten. Es gibt ja diese Burschen, von denen man soviel in den Zeitungen liest: Schamverletzer. Kalick war nichts weiter als ein politischer Schamverletzer, und wo er auftrat, ließ er Schamverletzte hinter sich."

So kommt mir der Autor durch seine Schreibweise rüber, habe er nun Recht oder nicht.

Schlafes Bruder
3. März 2018 11:43

Die Sezession der Gesellschaft betrifft aber auch den Partnermarkt, früher sagte man Heiratsmarkt. Von muslimischen Mitbürgern kennt man das Muster, dass der Mann die deutsche Frau heiraten darf, der deutsche Mann aber nicht die muslimische Frau. Grund: Die Weitergabe der Religion an die Kinder erfolgt über die Linie des Mannes, und natürlich ist auch hier das Ziel, den Islam weiterzugeben. Die Spaltung der Gesellschaft zieht sich also auch durch die gemischten Liebesbeziehungen, sie zieht sich zwischen die beiden Partnern hindurch, Romantik (Verschmelzung) im engen Sinne ist eigentlich nicht vorstellbar. Ergänzen muss man allerdings, dass der Schutz der Frau, den der Autor erwähnt, auch nur erfolgen kann, wenn er (der Schutz) gewollt ist; europäische Freiheit meint immer auch Freiwilligkeit, und den Schutz kann man nicht aufzwingen.
Und in nicht wenigen Fällen ist für einheimische Frauen ja auch gar nicht mehr der einheimische Mann gewollt. Ein breites Thema nicht nur der Literatur ist die Liebe zum Orientalischen, zum Exotischen, zum sog. Abenteuer wegen dem Erlebnis einer fremden und anderen Realität in der Liebe. So träumen sie von dunklen Männern mit schwarzen Haaren, die bläulich schimmern, von den Muskeln und dem starken Haarwuchs, dem ganzen Wesen, das sie überwältigt usw. Sehen Sie sich dagegen den einheimischen blassen Hänfling an seiner Spielkonsole an oder den am ganzen Körper rasierten Muskelsportler aus dem Fitnessstudio, wie er sich nach den neuesten Cremes umschaut. Man kann die Vorliebe also durchaus verstehen. Die sexuelle Angezogenheit folgt hier nicht der rechten Staatstheorie.

nom de guerre
3. März 2018 11:57

@ deutscheridentitärer
Man muss zwischen normativen und tatsächlichen Aussagen unterscheiden. Der konkrete Sinn des Artikels erschließt sich mir allerdings auch nicht, und so kommen wir also zu einer Situation, wo ich es für möglich halte, daß aus biologischen Gründen die Frauen diese ausländischen, gewalttätigen, zutiefst patriarchalen Männer uns vorziehen! und zwar einzig aus biologisch instinkthaften Gründen, also ganz unvermeidlicherweise!

Es steht Ihnen selbstverständlich frei, das für möglich zu halten. Für meine Person trifft es jedenfalls nicht zu. Aber Sie (und andere, die es ähnlich sehen) können ja mal eine Umfrage unter deutschen/europäischen Frauen machen, damit käme man ggf. weiter als mit dieser bisweilen etwas halbgaren Theoretisierei, die im Großen und Ganzen auf die Aussage hinausläuft: „So stellen wir Männer uns vor, dass Frauen ticken; gefragt haben wir aber noch keine; wir wissen es schließlich auch so.“ Im Übrigen stimme ich Ihrem Kommentar sogar weitgehend zu – es ist eine völlig normale und unter bestimmten Bedingungen für das eigene Überleben auch notwendige Reaktion, gegen (zu viele) Fremde im eigenen Territorium zu sein, ebenso wie es legitim ist, die eigene Verdrängung vermeiden zu wollen.

heinrichbrueck
3. März 2018 13:32

2015 wurde niemand gefragt. Keine politische Partei wurde gefragt. Die Regierungspartei durfte das Invasionsgeschehen moderieren. Die Systemkonditionierungen konnten keine Ablehnung beziehungsweise Verhinderung hervorrufen.
"Präziser: Das Grundproblem der Frauenemanzipation besteht darin, daß eine Frau, die niemandem gehört, allen gehört."
Schlimmer: Sie existiert nicht.
Der fehlende Schutz gegen Vergewaltigungen existiert. Gehen die Frauen nur gegen die Vergewaltigungen vor, ohne die Systemkonditionierungen verändern zu wollen, werden sie auch in Zukunft nicht gefragt.

Das Relikt
3. März 2018 13:57

Poensgen schreibt klar und trifft den Kern, wie immer.

Wer Schiffbruch erleidet, schwimmt nicht gemäßigt ans rettende Ufer, sondern mit jeder Reserve seines Körpers. Ein Angriff auf Frauen ist ein Angriff auf das Rückgrat der Reproduktion einer Gemeinschaft, mithin eine existenzielle Bedrohung. Also ist die angemessene Antwort natürlich nicht gemäßigt. Erzwingen aber persönliche Defizite oder strategische Erwägungen eine gemäßigte Antwort, führt das zu krankhaften Veränderungen im eigenen Instinktleben und zu einer ungünstigen Fremdwahrnehmung. "Frauenmärsche", die von älteren Herren dominiert werden, sagen dem fremden Angreifer eben nicht: "Bis hierher und nicht weiter", sondern "Du hattest Recht in deiner Einschätzung unserer Machtlosigkeit".

Das Dilemma in dem der weiße Europäer sich mit seinen Lebenslügen befindet, ist hier unter dem Brennglas sichtbar. Ich bin gespannt, welche Lösung uns Poensgen im zweiten Teil anbieten wird.

nom de guerre
3. März 2018 20:39

@ Redaktion
Damit, dass Sie meinen letzten Kommentar zusammengestrichen haben, kann ich leben, allerdings haben Sie es sinnentstellend getan und nicht kenntlich gemacht, sodass der Eindruck entstehen muss, ich hätte @ deutscheridentitärer Worte in den Mund gelegt, die er nicht geschrieben hat. Um zu erkennen, dass sich der Teil meines Kommentars, den Sie übrig gelassen haben, auf einen Kommentar von @ Pit bezieht, muss man den gesamten Kommentarstrang schon sehr genau gelesen haben. Insgesamt finde ich das etwas ärgerlich. Vielleicht wäre es besser, Kommentare, die Ihnen nicht gefallen, dann einfach ganz wegzulassen.

Antwort Redaktion:
Hier hat niemand etwas zusammengestrichen. Stellen Sie Ihren Kommentar bitte nochmals ein, da mag etwas schiefgegangen sein.

Alveradis
3. März 2018 22:36

nom de guerre,

bemerkenswert, dass so rasch und ohne Quellen dazu übergegangen wird, anzunehmen weiße Frauen würden sich allgemein so verhalten, wie die Pornoindustrie, Film- Musik- oder Werbebranche sie darstellt.

Die zahllosen von Frauen gestellten Anzeigen wegen Belästigung gegen die Importierten weisen in eine andere Richtung. Relativ häufig ist sogar zu lesen, dass den Angreifern Schläge versetzt und sie in die Flucht geschlagen werden.

Ja, es gibt die gemischten Paare und oft sucht der Mann eine kleine Frau, möglichst asiatisch, in der Hoffnung sie würde keinen eigenen Willen haben und Frauen wünschen vielleicht wirklich "den starken Mann" und am Ende merken doch recht viele von ihnen, dass sie sich geirrt haben. Ich will das nicht klein reden.

Ein Blick in US Statistiken besagt allerdings, dass weiße Frauen die Gruppe unter den Frauen sind, die sich am aller stärksten zu den eigenen Männern hingezogen fühlen. Nicht nur wenn es um dauerhafte Partnerschaft geht, sondern auch im Dating Bereich. Während dort Latinos noch relativ gut abschneiden, sie sind ja häufig recht hell, werden Dates mit Schwarzen äußerst negativ bewertet. Und das in einer Situation, wo Frauen bereits eingeredet wird, es sei rassistisch sich nicht mit Schwarzen zu verabreden.
Um möglichst das Bild froher Rassenvermischung zu produzieren wurden in Großbritannien Beziehungen zwischen Briten und anderen Europäern statistisch als gemischt eingearbeitet.

Ich denke, dass es zu diesem Thema zu wenig Informationen und zu viele Phantasien gibt. Ich habe mir die Mühe gemacht Statistiken und Studien zu suchen und das Wenige, was ich fand machte mich zwar nicht überglücklich bestätigt aber die auch oft unterstellte "Naturhaftigkeit" der weiblichen Partnerwahl außerhalb der eigenen Rasse nicht.

Wie immer ist es auch bei diesem Thema notwendig zu unterscheiden, welche "Information" einer psychologischen Operation entspringt und welche halbwegs nachweisbar ist. Schwierig ist das allemal, denn welche Information entspringt nicht dem Bereich der Propaganda.

Was bei all dem ausgeblendet bleibt ist natürlich der wirkliche Gegner der, der uns die Fremden ins Land spült.

Mir ist absolut klar, dass es für Männer (aber auch für unsere Feinde) entlastend sein kann sich vorzustellen, die Frauen des eigenen Volkes, der eigenen Rasse seien es nicht wert für sie zu kämpfen und sie würden sich ohnehin freiwillig den Fremden ausliefern. Diese psychologisch sicher wirksame Hilfskonstruktion ist allerdings wenig zielführend, wenn man das Überleben des eigenen Volkes, der eigenen Rasse im Sinn hat.

Das Relikt,

"Frauenmärsche", die von älteren Herren dominiert werden,..."
Solche Märsche halte ich für auch für bestenfalls wirkungslos. Die Sache in Berlin war mir suspekt. Gut ausgearbeitete friedliche Guerilla Aktionen, Spontankundgebungen, Kleingruppenaktivitäten sind viel effizienter, man kontrolliert die Botschaft und es macht mehr Freude als in Kreuzberg in einem voraussehbaren Kessel herum zu stehen in dem man von außen beschimpft und beworfen werden kann. Sich nun ausgerechnet in Kreuzberg mit der Antifa und dem gesamten Kreuzberger Umfeld zu verabreden - das hat mich sehr misstrauisch gemacht. Und traurig.

Es geht ja nicht darum Leute auf Straßen zu versammeln und dann die eigenen Zahlen mit denen der anderen zu verglichen. Offene und überdeutliche Risse im System müssen ausgenutzt werden und das geht im Alltag oder bei gezielten Aktivitäten.

Wie aber der Artikel oben es anspricht, muss man schon wissen was man will, wie man es öffentlich voranbringt oder sich z.B. , was nicht verkehrt ist, in Kampfsporttechniken üben und im realen Leben vernetzen und die Öffentlichkeit, auch und gerade die des Internet meiden.

Monalisa
3. März 2018 23:06

@Carlos Verastegui

Genial! Danke für dieses Zitat.

Schamverletzt ließ mich Herr Poensgen bereits zurück, als er sich für Jens Maier in die Bresche warf und ihm irgendeine Art coolness dafür andichten wollte, dass er den Beckerspross so plump bepöbelt hat. Mit Jens - ich bin so heiß wie ein Aktendeckel - Maier würde man die Jugend gewinnen... (!?!)

Der obige Artikel ist aber noch grausamer. Wie kann man als junger Mann ernsthaft schreiben, dass die "Frau sich erstmal im Ehebett beweisen müsse", ohne vor Scham im Erdboden zu versinken?

Nunja. Das Schutzangebot unter allerlei Bedingungen zu stellen, ist auch nicht besonders ratsam, wenn man als Ethnie tatsächlich überleben will. Deutsche Kinder werden von deutschen Frauen geboren, einen "Umgehungstrick" für Männer gibt es nicht.
Zwar bleiben viele Männer mittlerweile tatsächlich lieber kinderlos, als an "die Falsche" zu geraten, aber ist das als kollektive Strategie wirklich so clever, *hüstel*?

Im Übrigen ist die weitgehende Übertragung der Gewaltausübung an staatliche Organe ein seit langem ablaufender (immer wieder auch unterbrochener) zivilisatorischer Prozess (in Europa), der Feminismus ist nur eine Fußnote dazu.

Wie bereits mehrere Kommentatorinnen hier schrieben, ist es darüber hinaus eine Frechheit, den unmittelbar von sexueller Gewalt bedrohten Frauen vorzuschreiben, wie sie sich jetzt im Sinne " der Bewegung" zu verhalten hätten.

Ich bin froh und dankbar, dass sie ihre Stimme erheben. Fand auch den Auftritt auf der Berlinale sehr stark und stimmig!

@Pit

Sie sind voll auf dem falschen Dampfer. Nom de guerre gab Ihnen ja schon ein paar Hinweise.

Viele Sexualstraftaten von Fremden gegen einheimische Frauen werden doch überhaupt nur verübt, weil die Kerls sexuell völlig inoriert werden. M. E steckt dahinter häufig eine furchtbare Mischung aus Klassenhass, Rassenhass, Frauenhass und Rachebedürfnis. Die Täter sind "überflüssige" und unattraktive Männer, denen jede Art von Anerkennung durch die Hiesigen verwehrt bleibt.

Klingt vielleicht als hätte ich Mitleid, ist aber nicht so gemeint. Ich habe vielmehr große Angst, solchen Exemplaren über den Weg zu laufen.

Cacatum non est pictum
3. März 2018 23:23

@Solution

"Auch ich gehöre zu jenen, die der Gewalt nicht das Wort reden. Dafür nehme ich aber bewußt in kauf, daß der Niedergang fortschreitet. Damit zu leben wird für mich immer schwieriger. So ertappe ich mich schon bei dem feigen Gedanken, daß ich mich gerade noch so angesichts eines fortgeschrittenen Alters aus der Verantwortung ziehen kann, ohne daß mich die Verachtung der Aktiveren allzusehr trifft."

Es ehrt Sie, daß Sie diesen Gedanken wenigstens als feige identifizieren. Immerhin wollen Sie den Niedergang nicht, sonst würden Sie hier ja nicht schreiben. Viele Ihrer Altersgenossen tun so, als wüßten sie nicht ganz genau, was die Stunde geschlagen hat. Sie weigern sich aber beharrlich, das Unvermeidliche anzuerkennen, weil sie darauf bauen, daß die Sintflut erst nach ihrem Ableben anschwillt. Als Vater von kleinen Kindern, die später unter den Folgen dieser Ignoranz zu leiden haben werden, wünsche ich mir nichts sehnlicher, als daß all diese Heuchler ihre eigene Medizin noch zu Lebzeiten schmecken werden. Da bin ich - das gebe ich freimütig zu, und es paßt ja auch zum Thema - von Zorn und Rachsucht getrieben.

Pit
4. März 2018 08:11

@nom de guerre, ich möchte gerne abrißartig mit ein paar Aspekten antworten, knapp, um nicht die Gastgeberschaft dieser Seite zu mißbrauchen:
-ich bin (im Prinzip) durchaus für sowas wie eine Umfrage (erlaube mir aber einzuwenden, daß Frauen in solchen Fragen... sozusagen wiederum wohl biologisch determiniert... nicht ehrlich sind)
-ich bin ja selber nicht sicher bei diesen Punkten, das kommt auch klar zum Ausdruck ("These", "... sinnierte ich..", "Kann es sein..."), und vor allem: "wenn auch nicht ausschließlich". Warum nicht ausschließlich? Bei all meinem Sinnieren über berechnendes Verhalten im Bereich des Sexuellen und der Beziehungen kommt dann doch ein Element, welches das alles hinfällig machen könnte: Liebe. Wie weit hinfällig? Ich weiß es nicht...
-meine Spekulationen sind lustigerweise GERADE nicht zuletzt inspiriert von ausdrücklichen Zeugnissen von weiblicher Seite (dies also zu "gefragt haben wir aber noch keine"): eine "Südländerin" (ich muß vage bleiben wegen der Profiler) sagte mir nach ca. 2 Monaten in Deutschland, sie werde depressiv, und als sie der Sache nachspürte, wurde ihr klar, warum: sie wurde NICHT GENUG BELÄSTIGT auf der Straße :-D :-D ,in ihrer Heimat ist alles voll des pöhssen "cat-calling". Und das Fehlen desselben in Deutschland ließ sie gänzlich an ihrer Weiblichkeit zweifeln ! (was sie depressiv macht ! ) . Eine "Slawin" verlangte ausdrücklich männliche Dominanz und verfluchte den Feminismus. Soviel mal zum Thema Geschlechterrollen. Wir Deutschen sind ein bißchen "anders"... aber eine weibliche Tendenz zur Submissivität wird dennoch vorhanden sein: wenn diese gänzlich unbefriedigt bleibt... sollte das nicht ein Faktor sein, der bei einer Invasion von Barbaren eine Rolle spielen könnte?
So viel mal in Kürze... gäbe noch viele Aspekte bei diesem Thema...

Alveradis
4. März 2018 09:51

Monalisa,

"Der obige Artikel ist aber noch grausamer. Wie kann man als junger Mann ernsthaft schreiben, dass die "Frau sich erstmal im Ehebett beweisen müsse", ohne vor Scham im Erdboden zu versinken? ... Nunja. Das Schutzangebot unter allerlei Bedingungen zu stellen, ist auch nicht besonders ratsam, wenn man als Ethnie tatsächlich überleben will. "

Danke, dass Sie es ansprechen! Es lässt sich in so einem kleinen Kommentar nicht hinreichend analysieren und ich müsste auch spekulieren oder psychologisieren.

Nur so viel und auch etwas holzschnittartig: Hier wird eine Gesellschaftskonstruktion ( Frau erhält ihren Wert nur als Eigentum des Mannes) scheinbar höher eingestuft als das Überleben des eigenen Volkes, weil der Wille zum Überleben an absolut unerfüllbare Bedingungen geknüpft wird.

Gleichzeitig wird eine radikale Geste vollführt die nur als Gegensatz zum aufgebauten, verlogenen Frauen und Gesellschaftsbild so was wie Sinn ergibt, so dass eine Puppentheater Situation entsteht, bei der reale Menschen, die nie das eine oder das Andere sind, nur mehr Zuschauer der verschärften Auseinandersetzung sind und sich unter der einen oder anderen Losung einzuordnen haben um Teil der Auseinandersetzung zu sein oder das Theater verlassen werden.

Das ist genau das was ich nicht will, weshalb ich in meinen kleinen Antworten tunlichst vermieden habe, mich darauf zu beziehen.
Wenn man versteht, dass die Herrschaft des Regimes auf der vorsätzlich vorangetriebenen Spaltung aller natürlichen Gemeinsamkeit aufbaut, dann kommen einem Kampfsimulationen immer mehr wie Verschwendung wertvoller Zeit vor.

Dennoch bin ich froh, dass Sie die seltsame Aussage aufgegriffen haben, sie steht ja im Raum.

"Viele Sexualstraftaten von Fremden gegen einheimische Frauen werden doch überhaupt nur verübt, weil die Kerls sexuell völlig ignoriert werden."

Ja und es ist ja nicht erst seit der Invasion so! Die taz klagte uns ja schon mal in einem Artikel dafür an! Daten aus einer Studie zum Sexualverhalten Jugendlicher ( so was ist oft ziemlich deprimierend) ergaben, dass junge moslemische Ausländer von sich behaupteten früher als deutsche Jungen sexuelle Erfahrungen gemacht zu haben.

Ich glaube, der Unterschied lag so bei knapp 2 Jahren. Gleichzeitig wies die Studie darauf hin, dass deutsche Mädchen, die ebenfalls früher als die deutschen Jungs sexuelle aktiv sind, ihre Partner innerhalb ihrer eigenen Gruppe wählen, und eine Vermischung sehr selten stattfindet. Ich las in dem Artikel so was wie Erstaunen zwischen den Zeilen.

Ohne hier was schön reden zu wollen schließe ich doch daraus, dass das frühe Machogehabe der fremden Jungs nicht die Wirkung auf deutsche Mädchen hat, die in einigen Kommentaren hier unterstellt wird.

Ein wenig platt gesagt und das bezieht sich ebenfalls auf diese Jugendstudien, entwickeln sich deutsche Jungen etwas langsamer, sie machen ihre Erfahrungen später, im Alter von ca. 20 Jahren , es kann auch etwas später sein, sind sie dann aber mit den deutschen Mädchen gleichauf.

Deutsche Mädchen suchen sich vorher ihre Partner eher unter etwas älteren Jungen, aber doch innerhalb der eigenen Gruppe. Ausnahmen bestätigen wie immer die regel.

Als "Entwarnung" soll das nicht verstanden werden, denn die Propaganda der Vermischung zielt besonders auf Mädchen und Frauen ab und die KiKa Sendungen, die in der letzten Zeit für Aufregung sorgten werden nicht völlig wirkungslos sein. Dass aber das Kinderfernsehen so hart daran arbeitet Mischbeziehungen zu normalisieren zeigt ja, dass sie sich gerade nicht "naturhaft" ergeben.

Ich denke, gerade weil das Thema emotional so aufgeladen ist, muss man versuchen es mit möglichst ruhigem Kopf analysieren. Leider sind wir nicht im Besitz der Mittel selbst sozialwissenschaftlich zu forschen und sind auf die spärlichen Daten angewiesen, die sämtlich von unseren Feinden erzeugt werden. Uns fehlt eine Abteilung für eigene Psychographics !

Solution
4. März 2018 10:44

@ Cacatum non est pictum

Ich habe selbst 3 Kinder und bald wird wohl der erste Enkel kommen. Insofern ist man nie "durch" mit eigenen Nachkommen. Daher stimme ich Ihnen zu.

Selbst wenn alles verloren wäre, sollten die Verantwortlichen noch soweit wie möglich zur Verantwortung gezogen werden und dafür büßen.

nom de guerre
4. März 2018 10:48

@ Redaktion
OK, dann bitte ich um Entschuldigung für meine gereizte Reaktion, vermutlich handelt es sich um einen technischen Fehler. Hoffe, dass es dieses Mal funktioniert.

Also nochmal @ deutscheridentitärer: Ja, natürlich muss man zwischen normativen Aussagen und solchen, die auf die konkrete Lebensführung bezogen sind, unterscheiden (so hatte ich Ihren Kommentar verstanden). Aber auch (oder vielleicht sogar gerade) auf dieser Ebene finde ich die Haltung äußerst problematisch, eine Frau sei stets als jemandem – und in Abwesenheit von jemandem dann eben allen – zugehörig zu betrachten. Das macht eine Frau vom Subjekt zum Objekt, was wiederum mit der in Europa geltenden gesellschaftlichen Übereinkunft kaum zu vereinbaren ist, sondern eher an die Denkweise der islamischen Welt erinnert, wo eine Frau in Relation zu ihrem Mann, Vater, Bruder oder Sohn wahrgenommen wird, aber nicht als eigenständige Person.

@ Alveradis und andere:
Statistiken zu dem Thema kenne ich nicht, aber zumindest in meinem eigenen Umfeld kann ich keine besondere Affinität einheimischer Frauen zu den von Herrn Poensgen beschriebenen orientalischen Männern erkennen. Wenn es Ehen mit Männern aus dem Nahen Osten gibt (mir fallen da auf Anhieb zwei Akademikerinnen ein, die seit vielen Jahren mit Iranern verheiratet sind), gehörten die Ehemänner in ihrer Heimat zur Oberschicht, sind gebildet und zeigen – soweit man das als Außenstehender beurteilen kann – keine ausgeprägt patriarchalischen Verhaltensweisen.
In Slavoj Zizeks Buch „Der neue Klassenkampf“ findet sich die These, massive soziale Umbrüche, die von den Männern einer Gesellschaft als Bedrohung empfunden würden, riefen mitunter Feindseligkeit bis hin zu extremer Brutalität gegenüber (den eigenen) Frauen hervor. Als Beispiele nennt er Massenvergewaltigungen in Indien oder auch die zigfachen grausamen Morde an Frauen in Mexiko – selbstverständlich verbietet sich aus offensichtlichen Gründen ein unmittelbarer Vergleich, jedoch könnte dieses Phänomen einer wahrgenommenen eigenen Schwäche durchaus auch hinter den zahlreichen von rechter Seite zu lesenden Äußerungen stehen, die Frauen ein ethnisch flexibles, den vermeintlich starken orientalischen Mann bevorzugendes Verhalten in der Wahl ihrer Sexualpartner unterstellen und eine mögliche Gesundung unserer Gesellschaft darin zu erblicken meinen, dass Frauen zukünftig auf den ihnen angeblich zukommenden (untergeordneten) Platz verwiesen werden sollten. Zu diesem Szenario einer empfundenen Bedrohung würde passen, dass Herr Poensgen (und mit ihm viele andere) die eingewanderten orientalischen Männer als stark, die einheimischen Männer dagegen als schwach einordnet bzw. unterstellt, beide Gruppen würden von einheimischen Frauen entsprechend wahrgenommen. Logisch einleuchtend erscheint mir das nicht: Ein junger Mann mit wenig Bildung, der tausende von Kilometern von seinem angestammten sozialen Umfeld entfernt alleine in einem Flüchtlingsheim oder einer kleinen Wohnung von staatlichen Zuwendungen lebt, ohne jegliche Perspektive, dass sich daran in absehbarer Zeit etwas ändert, und der – wenn man sich konkret auf diejenigen bezieht, die sich übergriffig verhalten, was natürlich nicht alle sind – es nötig hat, eine Frau mit Gewalt zu nehmen: Schwächer geht es doch eigentlich gar nicht! Was diese Männer gefährlich macht, ist aber gerade diese oft in Gewalt umschlagende Schwäche und nicht ihre vermeintliche Stärke. Wieso umgekehrt manche europäische Männer ihre Fähigkeit, mit Frauen auf gleicher Ebene umzugehen, nicht mehr als Stärke wahrnehmen, sondern darin ein Zeichen für Schwäche erkennen wollen, erschließt sich mir nicht.

nom de guerre
4. März 2018 12:28

@ Pit
Auch von mir nur ein paar kurz angerissene Gedanken, da ich hier ebenfalls nicht über Gebühr Raum beanspruchen möchte: Eine Umfrage, bei der Sie von vorherein davon ausgehen, dass die Befragten nicht ehrlich sind, wäre Zeitverschwendung, meinen Sie nicht? Allerdings frage ich mich, ob denn eigentlich Männer in Bezug auf das, was sie von Frauen erwarten, immer ehrlich sind, möchte da aber auch keine Spekulationen anstellen. Gut, dass Sie auf die Liebe als Aspekt bei der Partnerwahl zu sprechen kommen: Manchmal kann man schon den Eindruck bekommen, wir Frauen würden durch die Bank weg als berechnend und verlogen wahrgenommen…
Das „gefragt haben wir aber noch keine“ habe ich absichtlich überspitzt formuliert – allerdings ist alles, was man (ich natürlich eingeschlossen) aus dem eigenen Umfeld berichten kann, erstmal nicht verallgemeinerungsfähig, eine großangelegte Studie wäre daher vielleicht nicht uninteressant.

Alveradis
4. März 2018 13:02

nom de guerre,

Ihre Beobachtungen im eigenen Umfeld decken sich mit meinen. Selbst im knallinken Umfeld in dem ich mich mal ausschließlich bewegt habe. Ich kannte eine einzige gemischte Beziehung (deutsche Akademikerin, iranischer Akademiker - das ist ja lustig) aber zwei meiner Freundinnen wurden von Migranten vergewaltigt. Unter linken Frauen wird, so habe ich das erlebt, all so was beschwiegen aber auch dort platzt es manchmal heraus, wie ekelhaft die Belästigungen sind. Sobald dann Kinder kommen, wird sich durch Umzug für die Kinder entschieden (da bricht das Naturhafte durch), durch Verdrängung aber der linke "Anspruch" oft weiter aufrecht erhalten.

Es hat also viel mit eigenen Erfahrungen zu tun, wenn ich mir so sehr wünsche, dass Frauen endlich anfangen für sich selbst (und auch ihre Kinder) zu sprechen und nicht mehr durch Selbstzensur oder Druck von Außen schweigen.

Ihren weiteren Gedanken kann ich nur zustimmen.

"Wieso umgekehrt manche europäische Männer ihre Fähigkeit, mit Frauen auf gleicher Ebene umzugehen, nicht mehr als Stärke wahrnehmen, sondern darin ein Zeichen für Schwäche erkennen wollen, erschließt sich mir nicht."

Mir auch nicht. In gewisser Weise wird durch diese, wie auch ich finde, falsche Selbstwahrnehmung auch eine Besonderheit auf den Müll geworfen, die uns Europäer von anderen Ethnien unterscheidet und auf die wir stolz sein können. Die Stärke, die sich aus unserer Fähigkeit trotz unterschiedlicher Eigenschaften der Geschlechter, auf einer gemeinsamen Ebene miteinander umzugehen sollte zurück gewonnen und nicht zurück gewiesen werden. Die Trennungslinien, die der Feminismus uns auferlegt, dürfen wir nicht akzeptieren.

Der untergeordnete Rang der Frau befreit zudem den ihr übergeordneten Mann nicht aus der Sklaverei, die beide unterdrückt. Deshalb halte ich den Wunsch danach,sich Frauen als Besitz unterzuordnen, wenn es um europäische Männer geht, ähnlich wie Sie für eine psychologische Reaktion auf die reale Bedrohung der man noch nichts angemessenes entgegen zu setzen weiß.

Monika
4. März 2018 16:31

Nur zwei Anmerkungen
@Schlafes Bruder
1. Spekulationen über die Anziehung durch Orientalen ( dunkle Männer mit schwarzen Haaren) auf helle Frauen findet man komischerweise immer wieder. Das ist albern. Die eigentliche Gefahr sehe ich ganz woanders. Der Überhang junger orientalischer Männer, der auf sehr junge einheimische,Mädchen in prekärer Situation, in sozial schwachen Regionen trifft. z. B. (Gruppenvergewaltigungen in Essen und Gelsenkirchen , Brennpunkte wie Jena Lobeda, usw. ). Hier fürchte ich eine zunehmende "Rotherhamisierung". Da müßte eine " rechte " Frauenbewegung genau hinschauen, weil es die linke nicht tut.
2. Warum nehmen an den rechten Frauendemos mehr Männer teil als Frauen ? Das habe ich einige Mönner in Kandel gefragt. Antwort: " Meine Frau hat Angst, da mitzugehen, etwa vor gewalttätigen Gegendemonstranten. Also gehe ich alleine." Oder:" Meine Töchter haben zwar auch immer mehr Angst, auszugehen, aber zur Demo wollen sie noch nicht mitgehen, wegen der Schule"....
.Deshalb ist es wichtig, dass hier die jungen Frauen von Dezibel ein vorbild geben.

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