Sezession
21. Februar 2018

Leipziger Buchmesse – unsere Termine

Götz Kubitschek / 20 Kommentare

Vom 15. bis 18. März ist in Leipzig Buchmesse, wer Zeit hat, sollte uns besuchen: Antaios und Sezession sind mit einem 14qm-Stand vertreten.

Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Das sind noch einmal zwei Quadratmeter mehr als im Oktober in Frankfurt, und weil unser Verlag im vergangenen Jahr erneut einen gewissen Aufschwung erfahren hat, brauchen wir den Platz auch!

Unser Stand liegt in Halle 3, H601, schräg gegenüber sind das Magazin Cato und die Junge Freiheit plaziert, ums Eck Compact, und dazwischengequetscht hat man - Kalkül! - den NPD-Verlag Terra Nostra Europa. Denen wollten wir ihren Stand gleich abkaufen, aus naheliegenden Gründen, aber da war nichts zu machen. Es wird also die erwünschten Bilder geben, aber bitte!

Wir sitzen also in einer rechten Ecke und haben derzeit fünf Wetten laufen:

  1. Wird unser Messestand die Messe überleben?
  2. Wird es linke Tumulte an unserem Stand und während unserer Lesungen geben?
  3. Werden die #verlagegegenrechts (darunter: Wagenbach und Christoph-Links) zusammen mehr Aufmerksamkeit erlangen als wir?
  4. Werden Cato und JF ihre Stände absagen und auf den Messeauftritt verzichten, falls es Ihnen nicht gelingen sollte, andere Plätze zu ergattern (worum sie sich - jede Wette - derzeit bemühen)?
  5. Wird Alexander Skipis wieder demonstrieren?

Man darf im Kommentarbereich sein Votum abgeben, meines liegt neben denen von Kositza, Melanie Amann, Kaiser, Jan Böhmermann, Lehnert, Volker Weiß, Lichtmesz, Alexander Skipis, Sommerfeld, Per Leo und Sellner beim Notar.

Ich bin mir eigentlich nur bei Skipis (Punkt 5) nicht sicher. Grund genug für eine Demo hätte er ja: Wir haben nicht nur einen feinen Stand, sondern sind mit vier Gesprächsrunden und Buchvorstellungen präsent, außerdem - nach grober Durchsicht des Veranstaltungskalenders - das Messethema allein schon dadurch, daß sich mindestens ein Dutzend Podien mit uns beschäftigt, ohne daß wir zu einem einzigen eingeladen wären.

Beispiele? "Über Rechte schreiben" mit Andreas Speit, Liane Bednarz und Sascha Lobo, oder: "Buchhandel gegen rechts" mit Jörg Braunsdorf und Thomas Krüger (kenne ich auch beide nicht). Und noch einer: "Völkisch-autoritärer Populismus" mit Alexander Häusler (the One-Point-Man).

-- -- --

Unser eigenes Programm:

Samstag, 17. III.

16.30 Uhr: Die Zeitschrift Sezession
mit Benedikt Kaiser, Erik Lehnert und Götz Kubitschek

17.00 Uhr: Defend Europe - das Buch zur Kampagne
mit Alexander Schleyer, Martin Sellner und Götz Kubitschek

Sonntag, 18. III.

13.30 Uhr: Camille Paglias Frauen bleiben, Männer werden
Gespräch mit Ellen Kositza und Martin Lichtmesz

14.00 Uhr: Nationalmasochismus - ein Sammelband
Präsentation mit Martin Lichtmesz und Caroline Sommerfeld

-- -- --

Für alle vier Veranstaltungen ist uns die Leseinsel in Halle 3 zugewiesen worden - schräg gegenüber von unserem Verlagsstand. Wir haben also kurze Wege und möchten folgenden Vorschlag machen:

Laßt uns mal alle zusammen diese zugewiesene Ecke tatsächlich zu unserer Ecke machen - zu den interessantesten, anstößigsten, belagertsten, fröhlichsten, umtriebigsten 200 Quadratmetern der Messe (die Manga-Halle ausgenommen, gegen diesen Auftrieb hat man keine Chance).

Ich denke gern an Frankfurt zurück, als der gute Thomas uns zwei tischgroße Butterbrezeln servierte, mit Lachs und Käse, Schinken und Ei belegt; an die Kuchen, die uns vorbeigebracht wurden, die Briefumschläge (aufmunternde Worte, kleine Spenden), Säfte und Bierchen, die vielen spontanen Helfer und Begleiter, Blogger und Aktivisten, und an die Leser, deren Namen man von Bestellungen her kannte und nun mit einem Gesicht verbindet.

Es ist notwendig, von Freunden umzingelt zu sein an diesen vier Leipziger Messetagen: Die Mainstream-Medien tun bereits wieder alles, um uns verantwortlich zu machen für vergangene und kommende Eskalationen. Im Deutschlandradio fand es zuletzt eine Moderatorin unverfroren, daß wir als Verlag Buchmessen zur Präsentation unserer Inhalte nutzten (Da wird einem doch glatt das Verlag-Sein abgesprochen)! Wir hätten in Frankfurt solange provoziert, bis es zu Krawallen kam (da wird einem doch glatt das "Hier stehe ich und kann nicht anders" vorgeworfen - hier nachhören).

Die Leipziger Messe kennt nun keine Fachbesuchertage, sie ist an allen vier Tagen offen für jedermann, die Karten sind im Gegensatz zu Frankfurt nicht teuer. Wir wünschen uns also jede Menge Besuch von unseren Lesern, immer ordentlich Betrieb am Stand, und eine gesunde Bereitschaft, der faltenzerfuchten  Zivil- und Verhinderungsgesellschaft zuzurufen: "Auch weder hier?"

Wir sehen uns in Leipzig!


Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Kommentare (20)

Franz Bettinger
21. Februar 2018 10:25

Wette: ja, ja, nein (Messmethode?), nein, nein.
Ich wünsche Antaios viel Aufmerksamkeit!

Seemann
21. Februar 2018 11:40

Es ist immer wieder beachtlich, was diesen Diskurswächter alles einfällt um gewünschte Bilder zu bekommen. Ich wünsche auf jeden Fall gute Gespräche und viel Erfolg, passt gut auf euch auf.

Hartwig aus LG8
21. Februar 2018 12:02

Wir sehen uns zur Buchmesse.

H.

Ein gebuertiger Hesse
21. Februar 2018 12:48

Wette: 1. ja und mit Bravour, 2. unweigerlich ja, 3. nie und nimmer, 4. hoffe nicht, 5. klar, schon weil er die Peinlichkeit in Frankfurt nicht erkannt hat.

Haut rein, Leute. Freue mich auf den Besuch.

Grund
21. Februar 2018 13:38

Das Feuilleton des Deutschlandradios hat sich festgelegt ("Kann man dieses Spiel gewinnen?", 16.02.18):
"Zwei, drei Quadratmeter Messefläche" stellen nicht das Grundrecht auf Meinungsfreiheit dar. Also einfach mal nicht vermieten.

Wir lernen: Ein Grundrecht ist nun also Verhandlungssache, das man, Stimmungslage und Zeitgeist entsprechend in der Strategie der kleinen Schritte, Quadratmeter um Quadratmeter, abbauen kann. Und dann noch einen Quadratmeter, und noch einen.

Julius Fischer
21. Februar 2018 14:54

Falls das mit dem NPDStand wirklich Kalkül ist, wonach es scheint, können die Gutmenschen o.ä. ihre vorgebliche moralische Überlegenheit einfach nicht halten bzw. es zeigt das wahre Wesen dieser Leute. Vor dem Mikrofon und in Textform wird dann aber wieder der Bessermensch präsentiert. Ekelhaft.
Eines noch: Kann man nicht ein für allemal die NPD demaskieren? Ich meine, vor einigen Jahren hatte ich mal etwas über die Gründung gelesen, wonach auch "fremde Kräfte" halfen. Es ist doch so, dass legitime Positionen nicht besetzt werden können, weil eventuell irgendwann die NPD ähnliches geäußert haben könnte. Es wird doch oft der Verfassungsschutz hinter wichtigen Akteuren vermutet. Auf diese Weise ist es doch wirklich ein Kinderspiel den politischen Gegner (hier Nichtlinke, Konservative etc.) nicht hoffähig werden zu lassen. Man muss nur in Form der NPD in vorgeblich konservativer Sache Rabatz machen und die Sache ist sofort im öffentlichen Ansehen mausetot.

Blue Angel
21. Februar 2018 19:11

1. ja
2. ja (letzteres)
3. nein
4. nein
5. nein

Ich wünsche allen Beteiligten noch mehr Erfolg, noch mehr Aufmerksamkeit und noch mehr Spaß als schon in Frankfurt!

Immer noch S.J.
21. Februar 2018 20:51

Na, so schnell sollte man die fünf Wetten nicht abtun. Der Reihe nach:
1. Diese Wette hängt entschieden davon ab, ob alle Verantwortlichen in Anbetracht der mit höchster Wahrscheinlichkeit zu erwartenden Hygienemaßnahmen zumindest den Anschein von Kontrolle bewahren wollen. Hier ist Außenwirkung gefragt. Die Verantwortlichen sind: der Veranstalter, die Behörden bzw. die Polizei. Sie wissen sehr genau, was zu erwarten ist. Kurzum: ja. Aber weniger wegen der Verantwortlichen, eher wegen der Unbeugsamkeit bei Antaios, wie ich vermute.
2. Aber ja doch.
3. Das wird nicht geschehen. Absolute Zahlen sind, wie der Statistiker weiß, nicht gleich den verhältnismäßigen.
4. Hier war länger zu überlegen, schließlich ist die Distanzeritis eine hartnäckige Erkrankung. Die Hoffnung, die man in die Ärzteschaft setzt, lässt nichtsdestotrotz ein Nein erwarten. Was taugte schließlich ein Arzt, der in einem ganzen Krankenhaus nur ein wenig vor seiner Tür mit einer faden Essenz aus Eau de Distance feudelte, weil ihm nichts Besseres einfiele?
5. Der Druck ist groß, die Erwartungen sind es noch mehr. Ja.

Martin Heinrich
21. Februar 2018 21:05

Endlich hat "Conne Island" einen Grund, die Leipziger Buchmesse zu besuchen ... ;-)
Zur Wette:
1 Ja
2 Ja
3 Nein
4 Nein / Ja
5 Ja

Lotta Vorbeck
21. Februar 2018 22:05

1.) ja
2.) ja
3.) nein
4.) nein
5.) nein

H. M. Richter
21. Februar 2018 22:27

"Wir wünschen uns also jede Menge Besuch von unseren Lesern."
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Ich wünschte mir, der eine oder andere Bürgerrechtler von damals, als es zuletzt darauf ankam, würde den Weg an den 3-601-Stand finden und sich ein eigenes Bild machen, wie es um die Meinungsfreiheit derzeit in Leipzig - in Deutschland - bestellt ist.

(Immerhin gönnt sich diese Stadt zu den 9.-Oktober-1989-Jahrestagen jedes Jahr in Erinnerung an die erste große Leipziger Freiheitsdemonstration des Jahres 1989 jährlich ein viele hunderttausend Euro verschlingendes Programm, welches derzeit in die Kritik gerät, weil es sich mehr und mehr vom Ursprung entfernt:
(Dieser war die Sehnsucht nach Freiheit. Worunter vor allem auch Gedankenfreiheit verstanden wurde.)

Schön wäre es bei Antaios/Sezession und anderen bedrängten Ständen Männer und Frauen wie die Beleites-Brüder, die Oltmanns-Gesine, den Hollitzer-von-der-runden-Ecke und-oder-auch-zugleich-viele-andere-damals-Beteiligte zu wissen.

Rechts.

Oder links von einem.

Aber da, - anwesend.

Zeugen damals.
Wie heute.

Andrenio
21. Februar 2018 23:00

1.) Ja!!!
2.) Ja, leider
3.) Nein, auf keinen Fall. Bei Frau Kahane hat in Frankfurt praktisch niemand reingeschaut
4.). Nein bei JF, Ja bei Cato
5.) Nein, Frankfurt war oberpeinlich

Der Feinsinnige
21. Februar 2018 23:21

1. Ja
2. Ja
3. Nein
4. Nein
5. Nein

Zu Nummer 5: Ich denke, dem Herrn könnte inzwischen bewußt geworden sein, wie albern sein Auftritt in Frankfurt wirklich war und gewirkt hat.

Gutes Gelingen! Es werden sicher spannende Tage. Ihren Stand und Ihre Veranstaltungen habe ich fest auf meinem Messeprogramm.

Eine Anregung: Wäre es nicht sinnvoll, auf diesem Block konkret auf die Messeveranstaltungen hinzuweisen (mit Ort und Zeit), die sich mit Antaios bzw. der sog. „neuen Rechten“ beschäftigen? Es wäre hilfreich für Interessenten unserer Seite, die das jeweilige Publikum sicher vielfältiger (um nicht „bunter“ zu schreiben) gestalten und vielleicht auch mitdiskutieren könnten. Ich werde das Programm jedenfalls gezielt nach entsprechenden Veranstaltungen durchsuchen.

Mlle Pontneuf
22. Februar 2018 06:49

Grossartig. Wuerde einen Zitronen-Sandkuchen mitbringen, ok? Wuerde jemand noch fuer Kaffee sorgen ? Wird sicher gemuetlich. Freue mich. Liebe Gruesse

Sehrohrtiefe
22. Februar 2018 08:18

Auch wenn es nicht originell ist: ja, ja, ja, nein, nein.

Ich plädiere für entspannten Umgang mit dem benachbarten NPD-Stand. Lese ich hier nicht regelmäßig zurecht, daß vom System aufoktroyierte Abgrenzungen innerhalb des eigenen Lagers schädlich für uns sind? Man muß mit der NPD nicht einer Meinung sein, aber die inhaltliche und physische Nähe sollte man aushalten können. Und auf die Bilder, die das System dann medienwirksam inszeniert, pfeifen wir doch sowieso.

ALD
22. Februar 2018 10:29

Zu konstatieren ist in der gegenwärtigen, zuweilen skrupellos geführten Auseinandersetzung der geistigen Wirkzentren ein ganz wesentlicher Unterschied zwischen dem rechtskonservativen und dem liberalistischglobalen Block: in der Denkwelt der erst genannten Obergruppe bleibt ausreichend Platz für Art und Ausdruck des Gegners, die liberlaistischglobale Fraktion hingegen versinkt immer mehr im Sumpf ihrer eigenen Entgrenzungen und Widersprüche, die dem Gegner nunmehr keinen menschenwürdigen Platz mehr in "ihrer" verheilten Welt zugestehen; nur noch den Platz des an den Pranger gestellten Feindes, den es zu bespucken gilt, bis er die Fassung verliere und man ihn den Gaffern zur Abschreckung serviere. Lügen, bei denen der Balken bricht, und Widersprüche, deren Spannungsvehemenz an düstere Zeiten erinnert, sind die obszönen Werkzeuge ihrer Frontsoldaten.

Mit Kind und Kegel werden wir nach Leipzig kommen und einige traditionell gastarbeiterische Schmackhaftigkeiten zur Stärkung mitbringen.

clivestaples
22. Februar 2018 10:32

1. Ja - und es ist gut, dass der Compact Stand, JF, Cato nicht weit entfernt sind ( wobei ich gespannt bin, ob die JF versuchen wird, sich von sämtlichen anderen Vertretern abzugrenzen ) bedeutet mehr Leser/Unterstützer des rechten Spektrums an einem Fleck, was es den Randalierern schwieriger machen wird zu stören. Ich bin gespannt ob die bei den Lesungen / Gesprächen deshalb bereits an den Halleneingängen stehen werden um Leute zu irritieren.

2. Ja - selbstverständlich. Leipzig ist genauso eine Stadt mit deutlichen Krankheitssymptomen wie Frankfurt oder Berlin, Hamburg, Bremen, Münster... Zudem kostet eine Tageskarte in Leipzig weniger, so dass dort mehr Intelligenzverweigerer auftauchen werden als in Frankfurt. Man wird wieder den „es gibt kein Recht auf N...“ Chorus überstimmen müssen.

3. Auf der Messe vielleicht schon. Ob man auch die schreibende Zunft soweit im Griff hat, sich die interessanten Berichte über Antaios, Compact und JF zu verkneifen, wird sich zeigen.

4. ich denke nicht

5. Nein ( deren neue Strategie wird es ja sein, weniger dazu beizutragen, dass Antaios und Co mediale Aufmerksamkeit bekommen )

PatrickLE
22. Februar 2018 16:41

1. Ja
2. Ja
3. Nein
4. Ja
5. Ja

Schaue am Freitag bei Euch vorbei, bis dahin liebe Grüße. :-)

Old Linkerhand
22. Februar 2018 16:50

Terra Nostra Europa ist eine NPD-nahe Stiftung und kein Verlag. Schon komisch, wenn auf einer Buchmesse eine Stiftung neben dem Antaios Verlag platziert wird. Die Soros Stiftung von Anetta Kahane mit ihren linken Wirrköpfen hat es wohl beim letzten Mal nicht gebracht und wird nun durch VS Agent Provocateur ersetzt.

jojo
22. Februar 2018 17:29

....auch wir beeilen uns "anstössig" zu sein......
Werden auch da sein.

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