Sezession
4. März 2018

Sonntagsheld (51) – Essen für Deutsche!

Till-Lucas Wessels / 7 Kommentare

Und Essen für Deutsche.

Till-Lucas Wessels

Till-Lucas Wessels studiert und ist identitärer Aktivist sowie »Minenhund für zukünftig Zumutbares«.

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Manchmal müssen Sonntagshelden noch eine Zeit reifen, um ihr volles Aroma zu entfalten. So geschehen in der lauschigen Ruhrmetropole Essen. Nicht wenige erwarteten den Vorsitzenden der örtlichen Tafel, Jörg Sartor, bereits letzte Woche in dieser Kolumne. Was kam war bloß eine Randnotiz, manche waren enttäuscht, aber jetzt zeigt sich, dass sich das Warten gelohnt hat.

Einen heldenhaften Sprung nach vorne zu machen ist immer das eine, die frischeroberte Position dann auch zu halten und zu befestigen das andere. Die vergangenen Tage boten jedenfalls mehr als genug Möglichkeiten für einen eiligen Rückzug, für eine vorsichtige Distanzierung von der eigenen Aufmüpfigkeit, für ein geordnetes Zusammenbrechen unter der Last des auferlegten Gewichts. Nun ist es aber so, dass sich in Deutschland etwas verändert hat in den letzten Jahren. Am Anfang markierten noch Meilensteine wie das Sarazzin-Buch, oder die ersten Pegida-Demonstrationen den Weg, inzwischen treten in regelmäßigen Abständen neue Beispiele ins Licht der Öffentlichkeit. Fest steht: Man kann inzwischen nicht mehr auf einen von uns eindreschen und einschreiben, ohne dass nicht zwei andere kommen, die sich an seine Seite stellen, ihn stützen, selber den Mund aufmachen und im Zweifelsfall auch mal zulangen.
Jörg Sartor jedenfalls ist nicht zurückgewichen. Mit einer wie selbstverständlich erscheinenden Hartnäckigkeit verteidigt er seine Entscheidung nur noch Bedürftige mit einem deutschen Pass zur Lebensmittelausgabe der Tafel zuzulassen. Die Beißreflexe von Politik, Antifa und aus den eigenen Reihen hat er nahezu unbeschadet überstanden, man darf sogar vermuten, dass der eine oder andere politische Eckzahn in Mitleidenschaft gezogen wurde beim allzu unverschämten Zuschnappen und sich in den eigenen schlecht integrierten Hintern gebohrt hat.
Man darf aber auch vermuten, dass so einer vor wenigen Jahren noch untergegangen wäre, nicht aus eigener Schwäche, aber aus der Erfahrung heraus sich plötzlich allein auf weiter Flur vorzufinden, umlagert von Fotografen und Filmteams und im Visier derer, die ihre Argumente nur im Schutz der Dunkelheit vorzutragen wagen.

Heute ist das, wie erwähnt, nicht mehr möglich. Was an Druck von oben, unten und außen kommt, das verteilt sich inzwischen auf mehrere Schulterpaare, mal auf zwei, mal auf drei, oder auch auf 4500. Dass Jörg Sartor jetzt, nachdem er in Gesprächen mit örtlichen Politiker wahrscheinlich das beste für seine Leute rausgeholt hat, eine Neuregelung und ein zeitnahes Ende des Aufnahmestopps für Ausländer ankündigt – kein Problem. Dass er nicht mit dem AfD-Politiker Guido Reil reden möchte, weil der Liebeskummer nach der Trennung von der SPD noch zu tief sitzt – geschenkt. Dass er sich vermutlich über diesen Artikel nicht besonders freut – mir egal. Lorbeer gibt’s trotzdem, die Bresche ist geschlagen.


Till-Lucas Wessels

Till-Lucas Wessels studiert und ist identitärer Aktivist sowie »Minenhund für zukünftig Zumutbares«.

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Kommentare (7)

0002
4. März 2018 14:31

Herr Peter Boehringer (MdB) hat Staatsorgane „obszön geschmäht“ !

https://www.focus.de/politik/deutschland/in-e-mails-afd-politiker-soll-verfassungsgericht-als-hure-justizia-bezeichnet-haben_id_8556905.html

Teufel
4. März 2018 15:08

Ich will nicht vom Thema ablenken, aber Deutsche sollten dort gar nicht anstehen muessen.

Andreas Walter
4. März 2018 16:15

OK, muss ich mich entschuldigen.

Nach dem Lesen des Artikels in der WAZ ärgere ich mich jetzt darum schon wieder, dass ich überhaupt den Vorschlag in meiner naiven Begeisterung gemacht habe.

Obwohl ich doch genau von dieser Unterdrückung auch regelmässig schreibe und darum doch weiß, dass sie tatsächlich da und auch echt ist. Ich doch auch schon ein Dutzend mal im Leben hier damit konfrontiert worden bin, mit dieser passiven, verdeckten, hinterfotzigen Aggressivität, die zu Deutschland zu gehören scheint wie Schusswaffen zu den VSA oder der Jambia zum Jemen. Noch so ein Grund übrigens, warum "das Experiment" hier nie und nimmer gut gehen wird. Oder warum Trumps Art, egal ob sie letztendlich gespielt ist oder echt, bei so vielen Menschen in den VSA gut angekommt. Weil Di-plomatie etwas für Di-plomaten ist, normale Menschen aber einfach nur Menschen sein und auch so leben wollen. Ohne ständige Selbstunterdrückung um ja nichts "falsches" zu sagen. Ein typisches Kennzeichen von Diktaturen nämlich. Oder der Lauwarmen, von denen darum auch schon Jesus sprach.

Hesperiolus
4. März 2018 18:43

Die, denen von Eislers und Buschens "schlimmstem Feind" jahrzehntlang die "Eigenverantwortung" gepredigt wurde und die jetzt ihr Groß- und Alleinteil "Solidarität" erbringen sollen, das Klaus-Staecksche-Mütterchen, das sich Äpfel von der "Tafel" holen muß, die Bewohner dünnwandiger Mietskasernen, Benutzer des öffentlichen Nahverkehrs, GKVler in Praxen-Wartezimmern und Klinik-Vielbettzimmern, die Niedriglöhner des amifizierten Jobbertums, alle die Nahkontakler mit den, wie Le Pen sagt, " esclaves bon marché", haben das Nachsehen; Bau- und Mietwirtschaft, Billigfraßindustrie und Sozialkonzerne sind Profiteure! Auf zur Querfront! Auch mein Held!

Andreas Walter
4. März 2018 19:11

Auf der anderen Seite ist er aber vielleicht doch ein Held, wenn man dann solche Nachrichten liest (wenn sie überhaupt wahr ist, im Zeitalter der staged, faked und virtual reality):

"Innogy-Mann beim Brötchen holen überfallen
Horror-Attacke in Düsseldorf: Unbekannte übergießen Top-Manager mit Schwefelsäure", auf Focus Inline

Innogy: Eigentlich ein grünes Unternehmen (laut Wikipedia).

Hambacher Forst: Seit 5 Jahren immer wieder durch "Umweltaktivisten" der Anti-Kohlekraft-Bewegung ein kleiner Teil davon besetzt (laut Wikipedia).

Doch es scheint da wohl einen Zusammenhang zu geben, über den man aber ja nicht spekulieren möchte. Denn es könnten ja auch ausländische Agenten gewesen sein, oder der NSU, eine Beziehungstat oder übermütige Chemiker einer Universität.

Oder doch die "Grüne" (A?) Armee Fraktion aus dem "Sherwood Forest"?

Ein eigener Nachrichtendienst wäre darum auch nicht verkehrt, doch auch dazu braucht man ein Netzwerk. Abhörsicher. Abhörsicher ist natürlich auch ein Standort oder Lager tief im Wald. Das wussten auch schon die Partisanen. Im Wald kann man alles mögliche ungestört machen und auch gut verstecken, bis man es braucht. Oder auch auf Inseln. Sueño de Solentíname. Jetzt verstehe ich auch dieses Lied. Ein wirklich gigantisches Netzwerk.

"Mano Negra - Sueno De Solentiname (Clip Offiziell)", auf YouTube

Andreas Walter
4. März 2018 22:53

Ah ja, offensichtlich aber auch eine muslimische Spezialität, doch auch das nur nebenbei:

"Säureattentat", Wikipedia

Passt aber 100% in das Bild von dem gekränkten Stolz und der Unfähigkeit mancher, mit Zurückweisung (shit test's, wie sie Frauen in Westen ununterbrochen machen) umzugehen.

Noch eine Bombe also, sogar Tausende beim Zusammenprall speziell dieser beiden Kulturen. Man sehe sich dazu nur die Zahlen in England und Pakistan an:

"Seit der Jahrtausendwende verzeichnet beispielsweise Großbritannien eine Zunahme an Säureangriffen. Alleine London verzeichnete seit 2010 mehr als 1800 Säureangriffe, die Fallzahlen stiegen von 261 im Jahr 2015 auf 454 im Jahr 2016, es kommt inzwischen täglich zu derartigen Übergriffen. Damit ist Großbritannien die mit Abstand am stärksten betroffene Industrienation." Wikipedia, "Säureattentat"

Inzwischen täglich in Großbritannien!

Wusste ich aber bis eben auch noch nicht. Wird mittlerweile auch als Waffe eingesetzt, für lächerliche Raubüberfälle:

"Acid Attacks (FULL DOCUMENTARY) - BBC Stories", YouTube

"The Rise of Acid Attacks in the UK: VICE Reports", YouTube

"What to do in an acid attack", auf YouTube

Bitte veröffentlichen und aufgreifen, auch wenn off topic.

AlbertZ
5. März 2018 12:30

Vier Kommentare ohne Bezug und zwei Kommentare mit minimalem Bezug zum 'Helden'.

Bei Herrn Sartor sehe ich den Sozialdemokraten aus dem innersten Herzen der Sozialdemokratie. Zu diesen Leuten hatte ich kaum einen Bezug, sie sind mir habituell zu affektorientiert und intellektuell zu einfach gestrickt. Als positive Eigenschaft kann sich dahinter ein echtes praktisch handelndes Mitgefühl zeigen, und davon hat Jörg Sartor viel vorgewiesen.

Das verdient Achtung und Respekt.

Der Satz "Essen für Deutsche" mit den zwei Betonungsmöglichkeiten am Anfang bzw. am Ende hat mit ihm eine persönliche Bedeutung bekommen. Tiefergründige Interpretationen davon können sich jetzt weiterverbreiten und langfristig wirken.

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