Sezession
23. April 2018

Ist England verloren? Nein, wenn… (Teil 2)

Martin Sellner / 36 Kommentare

Am nächsten Tag öffnete der muslimische Wärter meine Gefängnistüre. „You were in the news today“.

Martin Sellner

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.

Sein Lächeln ist unverändert, aber seine Augen verraten etwas anderes. Er versichert mir, daß er nichts gegen mich persönlich hätte, betont aber nachdrücklich, daß ich nun ganz besonders auf mich aufpassen solle.

Auch der Rest des Wachpersonals des Flügels fixiert mich heute mit ernsten Blicken. Spätestens ab dem Moment fühle ich mich nicht mehr wirklich sicher. Ich habe zwar meinen „Alarmknopf“, aber realistisch betrachtet haben die paar Wärter gegen eine koordinierte Aktion der Insassen keine Chance. Die vierschrötigen Afrikaner und arabischen Jugendlichen, mit denen ich mir den engen Flur teile, auf dem sich jetzt alle frei bewegen, hätten leichtes Spiel.

Ohne daß ich es wollte, spielte mein Hirn permanent alle möglichen Szenarien eines Überfalls ab. Laute Musik (die Insassen hier dürfen Radio hören) übertönt den Lärm, einige schirmen die Zelle ab, der Rest stürmt in einer Blitzaktion herein…

Ich stellte mir vor, wie sich die Kunde über diesen „ungewöhnlichen Insassen“ verbreitete, der am selben Tag vom „Guardian“ und „Independet“ als „Anti-muslim campaigner“ bezeichnet wurde.

Tommy Robinson hatte mir von einer anderen beliebten Taktik in englischen Gefängnissen berichtet: kochendes, mit Zucker versetztes Wasser wird dem Gegner ins Gesicht gekippt, um ihn kampfunfähig zu machen.

Den Rest meiner Zeit verbringe ich mit einem sehr empfehlenswerten Buch über Heideggers Schwarze Hefte (Die Wahrheit über die Schwarzen Hefte, Fr.W.v. Hermann) in meiner Zelle in ständiger Alarmbereitschaft.

Mittlerweile habe ich Telefonkontakt zu den britischen IB-Leitern. Die Konferenz ist trotz unglaublicher Hürden über die Bühne gegangen. Mit dem ebenfalls abgeschobenen Aktivisten aus Ungarn, Abel Bodi und mir waren zwei Hauptredner ausgefallen. Zwei Veranstaltungsorte hatten vorher bereits abgesagt. Am Ende wurde, getarnt als „Tagung für Architektur“, ein Pub gemietet, wohin die doppelt überprüften Gäste gelotst wurden.

Die Konferenz fand allen Widerständen zum Trotz statt. Erst am späten Nachmittag ermittelte die, von Soros Geldern finanzierte, NGO „Hope not Hate“, eine Art britisches „AAS“ (Amadeu Antonio Stiftung) den Ort und setzte die Antifa darauf an. Doch die linken Terrortruppen konnten von engagierten Fußballfans zurückgeschlagen werden.

Am nächsten Tag sprach die Aktivisten Freya von der Initiative 120 Dezibel im Speakers Corner. Auch hier mußte die Veranstaltung vor dem linksextremen Mob abgeschirmt werden.

Der staatlich zugelassene Terror der Antifa, verbunden mit der staatlichen Repression stranguliert jede patriotische Gegenwehr, während der Islam das Land übernimmt. Theresa May, die derzeitige Premierministerin, deren Home Office statuierte, daß „meine Werte nicht mit dem United Kingdom kommensurabel sind“, sagte im Jahr 2015, daß der Islam mit den britischen Werten und Lebensstil voll vereinbar sei. Während Abel Bodi und ich als „fundamentale Bedrohung für das britische Zusammenleben“ eingestuft werden, wurden 400 britische Dschihadisten zurück ins Land gelassen. 25.000 mohammedanische Extremisten, die jederzeit einen Terroranschlag begehen könnten, befinden sich im Land.

Ein Grund, warum die Regierung die Meinungsfreiheit demontiert, könnte die Angst vor diesem Eskalationspotential sein. Man darf den Moslems ja nicht vor den Kopf stoßen, indem man etwa einen Zusammenhang zwischen Islam und Terror anspricht. Das könnte die Moslems nämlich zu islamisch begründeten Terrorakten animieren…

Auch im Gefängnis wirken dieselben Mechanismen, wie Tommy Robinson mir erklärte. Die Wärter wissen, daß sie oft von der lebenslänglich inhaftierten „muslim extremist population“ in ihren Gefängnissen jederzeit angegriffen, schwer verletzt oder sogar getötet werden könnten, da sie weder Skrupel kennen, noch etwas zu verlieren haben. Deswegen, so der britische Islamkritiker, befinden sich viele englische Gefängnisse eigentlich in muslimischer Hand.

Staatsfeinde wie Tommy oder ich, die nur kurze Zeit inhaftiert sind, bereiten den Wärtern weniger Kopfzerbrechen als die tötungsbereiten dschihadistischen Jungmänner, die den Rest ihres Lebens wie eingesperrte Raubkatzen ruhig gestellt werden müssen. Also läßt man sie gewähren…

Der totalitäre Multikulti-Staat beugt sich insgeheim dem heranwachsenden Drohpotential und zieht sich unter zahlreichen „appeasements“ zurück. Autoritär, effektiv und unnachgiebig tritt der Staat immer spürbarer gegen das eigene Volk auf.

Aber dieses Volk könnte sich das die längste Zeit gefallen lassen haben. Rudyard Kipling beschwört in einem bekannten Gedicht den schwelenden Zorn des Angelsachsen.

It was not part of their blood,
It came to them very late,
With long arrears to make good,
When the Saxon began to hate.

They were not easily moved,
They were icy -- willing to wait
Till every count should be proved,
Ere the Saxon began to hate.

Die Luft in England ist elektrisch geladen. Das Brexit-Votum war, wie die Eurorettungskritik, nur ein Proxythema für die eigentliche Frage. Kaum einer hat sie bisher lauter und deutlicher gestellt als Douglas Murray, dessen Buch mich das Wochenende begleitet hat.

Als ich die letzten Zeilen des Nachwortes lese, wird mir etwas bewußt. Murray schreibt, wie schockierend es für ihn war, daß keiner der etablierten Politiker seine Zahlen oder Analysen anzweifelte. Alle stimmten sie ihm zu. Und das, obwohl er fast wortwörtlich identitäre Positionen zur ethnokulturellen Identität und zum großen Austausch vertritt.

Es geht weniger darum, was Murray sagt. Es geht eher darum, daß er es sagt. Daß er es ist, daß die Botschaft vom Großen Austausch und Europas Selbstmord, von einem derart renommierten Mund verkündet wird, zeigt ihren metapolitischen Erfolg. Auch die Botschaft der Erklärung 2018 ist inhaltlich eine Wiederholung des Bekannten. Aber daß sie neben 141.000 Bürgern auch Sarrazin, Tellkamp, Matussek und viele andere unterschrieben haben, macht einen bedeutenden Unterschied aus!

Murrays Buch ist ein Zeichen dafür, daß die britische Gesellschaft überreif für eine Veränderung ist. Ein gewaltig ungebundes Potential liegt, ähnlich wie es in Deutschland vor PEGIDA, Ein Prozent, AfD und Identitären der Fall war, frei. Das System weiß das und reagiert nervös. Der fiebrige Eifer, mit dem Antifa und Staat Hand in Hand gegen die Etablierung der IB arbeiten, mit dem der „Bacon-Offender“ oder Komödianten, die Möpsen römische Grüße beibringen, vor Gericht gezerrt werden, verraten eine tiefe Unsicherheit.

Diese Unsicherheit ruft Überreaktionen hervor, die von determinierten und risikobereiten Provokateueren nach Belieben getriggert werden können. Es öffnet sich ein Themenfeld, auf dem das totalitäre System nur verlieren kann. Es ist die Frage, die die meisten kritischen Kräfte der Gesellschaft vereint und die man nicht mit Rassismusvorwürfen aushebeln kann. Es ist eine zutiefst britische Frage: es geht um die Meinungsfreiheit.

Hier wird auch der Individualist „kollektivistisch“. In der Verteidigung der britischen Kultur und Identität gegen die Islamisierung ist der britische Liberalismus anderen europäischen Traditionen vielleicht unterlegen. In der Verteidigung der freien Rede über die Islamisierung kann sich seine Stärke aber voll entfalten.

So waren die beiden Inhaftierungen und Abschiebungen auch bisher die wirkmächtigsten identitären „Aktionen“ auf englischem Boden, dankenswerterweise durchgeführt vom englischen Staat. Der Versuch, die IB zu isolieren und von allen anderen patriotischen Gruppen zu trennen, da man in ihr eine strategisch denkende und planvoll vorgehende Kraft erkannte, kann ebenso als gescheitert gelten.

Das gesamte konservative Spektrum, von Katie Hopkins bis Nigel Farage, von Tommy Robinson bis Raheem Kassam und David Kurten, solidarisierten sich mit Lauren, Brittany und mir – tief getroffen in einem britisch-liberalen Nationalgefühl.

Es klingt etwas seltsam, aber ohne diese rund 5 Tage in Abschiebehaft würde die IB in England sicher noch weit unter der Wahrnehmungsgrenze rangieren. Verglichen mit dem Organisationsaufwand von „Defend Europe“ waren diese königlich dekretierten Lesepausen ihr Ergebnis durchaus wert.

Auch das Buch von Murray ist inhaltlich eine Black-Pill, jedoch als metapolitisches Signal eine Inspiration. Die Debatte über Einwanderung, Islamisierung und Identität muß aus dem „lunatic fringe“ in die Mitte der Gesellschaft getragen werden und das Thema der Meinungsfreiheit ist der perfekte Transmitter. Der Britische Staat selbst und die Tyrannei der „Diversity“, die ihn regiert, werden in ihren Überreaktionen selbst den Treibstoff liefern. Denn diese Aktionen sind beliebig reproduzierbar.

Alles, was nötig ist, sind einige junge, idealistische Briten, in denen noch der Bekennermut eines Thomas Morus und der Rebellionsgeist von Cromwell leben. Tom, Benjamin, Damnhait und Charlie sind solche Leute. Sie sind die Gesichter eines neuen England und sie tragen die Ideen, die das Home Office mit mir an der Landesgrenze aufhalten wollte, ins Herz Englands.

Das Schlagwort der „Unumkehrbarkeit der Demographie“ ist eine Propagandaphrase unserer Gegner, die nicht verinnerlicht werden darf. Millionen von Briten leben immer noch auf dieser Insel und werden sie nicht verlassen. Viele der Eingewanderten erkennen das Heim- und Überlebensrecht ihrer Identität an, oder würden das tun, wenn man das endlich offen anspricht.

Die politische Entscheidung, erst die Notbremse zu ziehen und dann eine Tendenzwende einzuleiten, kann in unserer Lebenszeit noch gefällt werden. Die angebliche Unmöglichkeit ist oft eine bloße Ausflucht in den Defaitismus.

Meine Rede wurde, während ich in Colnbrook einsaß, auf der GI-Konferenz verlesen. Am Ende stand ein Zitat Henry David Thoreaus:

„Under a government which imprisons any unjustly, the true place for a just man is also a prison.“

Daran schloß sich mein Appell:

„So if you are just men and women, your place is either in prison, or on the streets protesting this injustice.“

Wenn die identitären Bens und Toms mit ihrem friedlichen Aufstand gegen das Unrecht weitermachen, bis in ihrem Land Meinungsfreiheit herrscht oder auch sie im Gefängnis sind, dann ist England nicht verloren. Das Unrecht muß sichtbar gemacht werden, in einer friedlichen Revolte. Der Totalitarismus muß an sein Äußerstes, bis ins Absurde getrieben werden, bis er zerbricht.


Martin Sellner

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.


Kommentare (36)

halbautomat
23. April 2018 21:44

„Der totalitäre Multikulti-Staat beugt sich insgeheim dem heranwachsenden Drohpotential und zieht sich unter zahlreichen „appeasements“ zurück. Autoritär, effektiv und unnachgiebig tritt der Staat immer spürbarer gegen das eigene Volk auf.“

Zweifellos. Sie wissen besser als ich, dass ein Multikulti-Staat gemäß der Feststellung „diversity plus proximity means war“ kaum eine andere Wahl hat, als repressiv zu werden. Das gilt umso mehr, wenn eine bedeutende Gruppe dieser „diversity“ einer aggressiven und hochgradig militanten Eroberungsideologie anhängt.
Insofern sind die Ängste der britischen staatlichen Autoritäten durchaus berechtigt und nachvollziehbar. Sie versuchen offenbar es auszusitzen, bis jeder Widerstand zwecklos ist. Mit jedem Tag der vergeht, vergrößert sich das Problem, wird die Lösung schwieriger.
Und das gilt nicht nur für das Vereinigte Königreich sondern für ganz Westeuropa.

Gelddrucker
23. April 2018 22:15

Ich frage mich, in welchem Selbstzerstörungswahn sich die Eliten befinden. Selbst wenn ich als Stützer dieser Elite genau weiß wohin die Reise geht und die Zahl der Extremisten, die sowieso schon fast militärische Stärke erreicht, weiter wächst, wieso schlittere ich sehenden Auges in die Katastrophe? Mir wäre da eher an einer frühstmöglichen Eskalation gelegen, denn je früher, desto harmloser wäre sie. Ich glaube, zum jetzigen Zeitpunkt wäre sie noch relativ harmlos, also kein richtiger Bürgerkrieg, sondern lediglich Unruhen. Denn letztenendes, falls eine friedliche Wende ausbleibt, welche zu erhoffen ist, wird es irgendwie zum Knall kommen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie weit entwickelten, zwar etwas verweichlichten, aber doch hochintelligenten westlichen Zivilisationen sich so einfach dem Islam hingeben, wie das vielleicht in vorigen Zeiten weniger entwickelte Völker getan haben.

In einer Sache allerdings verstehe ich Sellner nicht. Neulich sagte er auch in einem seiner Videos, wir haben noch 10-20 Jahre Zeit, die Wende zu erreichen. Und hier, dass wir "noch in unserer Lebenszeit" die Wende sehen könnten. Das wäre also in 30-40 oder mehr Jahren? Sicher nicht. Ich denke, das nächste Jahrzehnt ist entscheidend. Entweder die 2020er werden das Jahrzehnt der Remigration und alles ist fein. Wenn nicht, gibts verschiedene Möglichkeiten. Bürgerkrieg ist eine. Ein langsamen Eindämmen des Islams, also Verhinderung der Islamisierung, aber trotzdem Bevölkerungsaustausch ist eine andere.

Ich hoffe immer noch auf friedliche Remigration und Verständnis der Eingewanderten, dass Europa gerne Europa bleiben will. Ich als Auswanderer bzw. sogar als Kind von Auswandern würde es glaube ich verstehen, auch wenn man sich natürlich nicht 100% in die Situation versetzen kann.

Ronny Licht
23. April 2018 23:01

Gibt es Unterschiede zwischen Sellners beschriebenen Aktionen und Wallraffs Protest in Griechenland?
Wenn ja, welche?
Wenn nicht, wieso?

eike
24. April 2018 05:50

Das gesamte konservative Spektrum, von Katie Hopkins bis Nigel Farage, von Tommy Robinson bis Raheem Kassam und David Kurten, solidarisierten sich mit Lauren, Brittany und mir – tief getroffen in einem britisch-liberalen Nationalgefühl.

Mag sein, aber die Solidarität des wetterwindischen Farage ist nicht viel wert.

Die von "Tom, Benjamin, Damnhait und Charlie", die "Gesichter eines neuen England", vielleicht eher, aber dazu müßten sie erst auf den historischen Erkenntnisstand ihres Landsmanns Daving Irving kommen:

“If the British soldiers who went up the beaches of Normandy could see what would become of their people and country, they would not have advanced another 40 yards up the beach."

Der aktuelle Zustand von "Great Britain", inkl. Einwanderungsdesaster, ist letztlich auf sein "warmongering" zurückzuführen. Englands "Sieg" im Zweiten Weltkrieg hat die Kräfte freigesetzt, die es jetzt zerstören.

quarz
24. April 2018 06:49

"Ein Grund, warum die Regierung die Meinungsfreiheit demontiert, könnte die Angst vor diesem Eskalationspotential sein."

Dieser Satz fasst die im Grunde einfache Situation gut zusammen. Multikulti, insbesondere mit der Komponente "Islam", führt zu immer weiter anwachsender sozialer Spannung. Zahllose empirische Studien, die nie ein Journalist erwähnt, belegen das. Inzwischen dämmert das auch vielen der verantwortlichen Politiker. Da sie nicht den Charakter haben, ihren Irrtum einzugestehen und das Notwendige (Rehomogenisierung) zu tun, versuchen Sie - kleinen Kindern gleich - das Problem zu "lösen", indem sie die Kommunikation darüber unterbinden und Kritik immer schärfer sanktionieren. In der verrückten Hoffnung, dass durch irgendeine wunderbare Wendung doch wieder irgendwie alles ins Lot kommt, wenn man nur nicht darüber redet, werden sie bei jedem Anlass hysterisch, der diese magische Erwartungshaltung stört. Dass das nicht lange gut gehen kann, ist jedem wachen, nüchternen Erwachsenen klar. Wie lange die Narkose anhält, davon hängt der Zeitplan der weiteren Entwicklung ab.

Lotta Vorbeck
24. April 2018 09:07

Wer je einen Transitaufenthalt in London Heathrow (IATA-Code: LHR), dem mit 75.671.863 Passagieren im Jahr 2016 laut Wikipedia größten Flughafen Europas, sowie siebenttgrößten weltweit verbrachte, oder mit Britisch Airways flog, mag nicht mehr wirklich daran glauben, daß das Britannien angelsächsischer Prägung noch zu retten wäre.

Cacatum non est pictum
24. April 2018 10:50

@quarz

"Multikulti, insbesondere mit der Komponente 'Islam', führt zu immer weiter anwachsender sozialer Spannung. Zahllose empirische Studien, die nie ein Journalist erwähnt, belegen das. Inzwischen dämmert das auch vielen der verantwortlichen Politiker. Da sie nicht den Charakter haben, ihren Irrtum einzugestehen und das Notwendige (Rehomogenisierung) zu tun, versuchen Sie - kleinen Kindern gleich - das Problem zu 'lösen', indem sie die Kommunikation darüber unterbinden und Kritik immer schärfer sanktionieren. In der verrückten Hoffnung, dass durch irgendeine wunderbare Wendung doch wieder irgendwie alles ins Lot kommt, wenn man nur nicht darüber redet, werden sie bei jedem Anlass hysterisch, der diese magische Erwartungshaltung stört."

Machen wir es ihnen nicht zu einfach. Ein Teil derjenigen, die für diese anhaltende Misere die Verantwortung tragen, hat die Folgen vielleicht nicht abschätzen können. Das lasse ich für die ersten 20 bis 25 Jahre Masseneinwanderung gelten - aber nur weil ich gutherzig bin. Spätestens seit den demographischen Prognosen von Robert Hepp gegen Ende der achtziger Jahre lagen ja die Fakten auf dem Tisch. Von diesem Zeitpunkt an existierten nur noch zwei Kategorien, denen man die Verantwortlichen zuordnen konnte:

- Leute, die der anrollenden Katastrophe für ihr Volk ins Auge gesehen, aber ihren Kurs aus egoistisch-strategischen Gründen beibehalten haben - und
- solche, deren volle Absicht es war und ist, die Völker und Nationen Europas zu zerstören bzw. in Bedrängnis zu bringen.

Suchen Sie sich aus, welche Kategorie Mensch widerwärtiger ist, aber billigen Sie diesen Verbrechern bitte keinen Irrtum zu!

Thomas Martini
24. April 2018 11:18

In seinem Buch "Nürnberg oder das gelobte Land", schrieb Maurice Bardèche unmittelbar nach dem IMT sinngemäß, die dortige Rechtssprechung werde dazu führen, daß in Zukunft kein Europäer mehr einem Neger verweigern könne, sich auf seinem Land breitzumachen. <- DAS war eine präzise Prophezeiung.

Es bräuchte also mehr, als den "Bekennermut" von Morus und den "Rebellionsgeist" von Cromwell. Revision lautet das Zauberwort, auch wenn es utopisch erscheint.

Realistisch gesehen, wird es wohl darauf hinauslaufen, daß hier irgendwann noch die Tugendhaftigkeit und der Corpsgeist von Herbert Kitchener beschwört wird.

Fritz
24. April 2018 11:55

@ Lotta Vorbeck: Besonders bezeichnend auf London Heathrow fand ich den "Multifath Prayerroom", in dem sich ein GRegal für Schuhe, ein Waschbecken und Gebetsteppiche finden. Keinrlei chrsitliche oder hinduidtische Symbole.

Multikulturalismus = mehr Islam

heinrichbrueck
24. April 2018 12:23

Man sollte den Wünschen der Muslime nicht zu sehr auf den Leim gehen. Quantität ist in diesem Fall keine Qualität. Wollen kein Können.
Arabischer Frühling, Irak, Libyen, Syrien, überall in diesen Ländern hat der Islam die Mehrheit. Und es wird mit ihnen gespielt. Wo ist der Gegner?
Und der Aufwand gegen diese Islamstaaten war eher gering. Der richtig harte Brocken sitzt in unseren Breitengraden.
Eine Zusammenfassung: https://fassadenkratzer.wordpress.com/2018/04/20/uno-eu-und-usa-kreise-planen-seit-jahrzehnten-die-massenmigration/ Sattsam bekannt.
Weltkriege, Migration, sind Planungen im großen Stil; jedenfalls nicht geplant in einem Beduinenzelt islamischer Herkunft, welche irgend etwas übernehmen kann. Sich in keinen Bürgerkrieg hineinmanövrieren lassen, - zwei Opferseiten im Dezimierungsrausch...
England ist allein. Eine Kolonie der USA. Die Entscheidungskompetenz obliegt den Weltmächten.
Deutschland gehört in die Sphäre der Neuen Seidenstraße. Die Ressourcen der Welt stellen die Weltmächte zur Verfügung.

quarz
24. April 2018 12:32

@cocatum

Man weiß inzwischen, dass die Schleusenöffnung für die größte Massenimmigration der britischen Geschichte eine parteistrategische Maßnahme von Blairs New Labour war, um den Konservativen eins auszuwischen ("to rub the Right's nose in diversity and render their arguments out of date"; A. Neather).

Trotz dieser bewussten Entscheidung glaube ich, dass viele der Verantwortlichen mit der Einschätzung der Konsequenzen intellektuell schlicht überfordert waren. Gavin Cooke beschreibt in seinem Buch "Britain's Great Immigration Desaster", wie Mitglieder der damaligen Labour-Regierungen als prominente Gäste in einem TV-Wissensquiz selbst einfachste Fragen zum Allgemeinwissen nicht beantworten konnten. Am schlechtesten schnitten der Minister für höhere Bildung sowie der Bildungs-Staatssekretär ab. Letzterer mit dem niedrigsten Punktestand in der Geschichte dieser Show. Bei Befragungen konnte keiner der befragten Labour-Parlamentsabgeordneten die Höhe der aktuellen Staatsverschuldung auch nur einigermaßen richtig benennen; ein Kabinettsmitglied kannte den Unterschied zwischen Staatsschuld und Budgetdefizit nicht etc.

Cooke kommentiert: "This might sound very trivial and meaningless, but these are the people who stood four-square behind the policy of mass migration, the Labour ministers who bankrupted Britain with their fiscal incompetence and changed the traditional culture of our historic nation forever. It matters."

Gelddrucker
24. April 2018 12:39

@Lotta Vorbeck

Sicher, wenn man mit solchen extrem infizierten Gebieten in Berührung gerät, kann man alle Hoffnung verlieren.

Ich möchte allerdings auch mal diese Karte präsentiere, Verteilung der Muslime in England:

https://en.wikipedia.org/wiki/Islam_in_England#/media/File:Islam_in_England_census_2011.svg

Das ist tatsächlich sehr konzentriert. Und die Mehrheit des Landes ist strahlend weiß oder hellgrün. Auch Schottland, Wales und Nordirland dürften weiß bis hellgrün sein, vielleicht von Cardiff und Glasgow abgesehen. Nicht verzagen.

John Haase
24. April 2018 14:57

@ quarz
Hat ein wenig gedauert, aber ich habe die Fragen, die den Ministern des Inneren und der höheren Bildung und ein paar anderen Labourleuten gestellt wurden.
Beste Frage/Antwort: Wer war der Nachfolger Heinrichs VIIl.? Heinrich VII.!

Hier sind die anderen:
https://forum.davidicke.com/showthread.php?t=49312

Bon appétit!

nom de guerre
24. April 2018 15:24

Bei diesem insgesamt sehr informativen Artikel (wie auch schon der erste Teil) bin ich über Folgendes gestolpert: Sie wollen eine friedliche Revolte - was ich Ihnen glaube, das ist nicht das Problem - und beschwören dazu den "Rebellionsgeist von Cromwell". Ist das nicht ein bisschen widersprüchlich? Der ließ immerhin den englischen König köpfen, Katholiken verfolgen und gerade in Irland sollte man es bis heute tunlichst vermeiden, seinen Namen in einem positiven Zusammenhang zu erwähnen.

Cacatum non est pictum
24. April 2018 16:48

@quarz

Ich hatte eher die Einwanderung nach Deutschland im Kopf, während Sie die britische Masseneinwanderung thematisieren. Aber beide bewegen sich ja auf ein ähnliches Ende hin. Die Anekdote von den unwissenden Labour-Abgeordneten überrascht mich nicht im mindesten. Das wäre bei uns ähnlich. Schauen Sie sich nur diese Taugenichtse an, die etwa in den Spitzenpositionen der SPD anzutreffen sind. Intellektueller Durchschnitt, maximal; dazu in hohem Maße rückgratlos und egoistisch. Der aktuelle Außenminister ist Witz und Katastrophe zugleich. Natürlich können wir von diesen Leuten keine Politik mit Augenmaß erwarten.

Dennoch: Für multiethnische Konflikte gibt es historische Vorbilder. Außerdem hat man Beraterstäbe um sich. Über die Folgen von Masseneinwanderung ist ganz sicher jeder von den maßgeblichen Regierungspolitikern im Bilde gewesen. Hinzu kommt, daß die Regierungen nur ausführende Organe derer sind, die ihre politischen Ränke im Verborgenen schmieden. Was uns die Politik via Massenmedien als ihre Handlungsmotive verkauft, dürfte in allen wesentlichen Fällen nahezu vollständig gelogen sein.

Wer das Letztgesagte nicht glauben mag, dem sei das Buch "Massoni. Societa a responsabilita illimitata. La scoperta delle Ur-Lodges" des italienischen Urlogenfreimaurers Gioele Magaldi empfohlen. Das Buch ist (bislang ausschließlich) ins Deutsche übersetzt und als eine Art kommentierte Zusammenfassung unter dem Titel "Superlogen regieren die Welt" herausgegeben worden. Es erscheint nach und nach als Fortsetzung in Broschürenform. Magaldis Werk ist ein in der Geschichte der Freimaurerei wohl einzigartiger Geheimnisverrat. Wer als Außenstehender versucht, geopolitisch bedeutsame Ereignisse einzuordnen, kann das in meinen Augen nicht mehr seriös tun, ohne die Informationen aus Magaldis Buch heranzuziehen. Es ist ein Streifzug durch die Welt der politischen Strippenzieher und offenbart einem Namen aus Politik, Wirtschaft und Literatur (!) in geheimpolitischen Zusammenhängen, daß man vor Erstaunen dicke Backen macht.

Nath
24. April 2018 20:05

@nom de guerre
"Sie wollen eine friedliche Revolte - was ich Ihnen glaube, das ist nicht das Problem - und beschwören dazu den "Rebellionsgeist von Cromwell". Ist das nicht ein bisschen widersprüchlich?"
Nicht unbedingt. Rückgriffe auf vergangene Ereignisse und frühere Persönlichkeiten können immer nur in einer gewissen Hinsicht vorgenommen werden und unter Berücksichtigung ihrer begrenzten Übertragbarkeit auf die heutige Zeit.
Martin Sellner könnte selbst etwas dazu sagen, aber wenn ich ihn recht verstehe, redet er keinem vordergründigen "Traditionalismus" das Wort. Eher geht es ihm, wie ich glaube, um eine radikale, ontologisch begründete, Fassung des Überlieferungsbegriffs, was nicht mit einer Glorifizierung oder "Idealsierung" vergangener historischer Epochen verwechselt werden sollte. Um es mit einem deutschen Denker des 20. Jahrhunderts zu sagen:
"Herkunft bleibt Zukunft."

Der_Juergen
24. April 2018 20:13

Ich glaube Martin Sellner ohne weiteres, dass er ein friedlicher Mensch ist und sich eine unblutige Revolte wünscht, um das Joch des neototalitären Einheitsdenkens abzuschütteln. Nehmen wir an, dies gelänge - wo stünde England (hier stellvertretend für das in Todesgefahr schwebende Westeuropa genannt) dann?

In Grossbritannien dürften heute um die 12 bis 15 Millionen Muslime leben, dazu einige Millionen grossenteils von Tony Blair zwecks Heranzüchtung einer "kaffeebraunen Mischrasse" ins Land gelockte nichtislamische Schwarze, die dort genau so wenig verloren haben. Gehen diese Immigranten, wenn erst einmal offen über die Probleme gesprochen werden darf, dann freiwillig, weil sie das Heimatrecht der weissen Briten anerkennen? So naiv, dies zu glauben, dürfte keiner von uns sein.

Unter dem herrschenden System ist noch nicht einmal der vollständige Stop zusätzlicher Drittwelteinwanderung möglich, weil die Befürworter des Grossen Austauschs das Parlament und die Medien kontrollieren. Aber selbst eine radikale Eindämmung zusätzlicher Immigration würde nicht verhindern können, dass eine aufgrund ihrer höheren Geburtenrate stetig wachsende islamisch-negroide Bevölkerungsgruppe einen Staat im Staat bilden würde. Damit wären endlose religiöse und ethnische Konflikte vorprogrammiert. Ist das die Zukunft, die Martin Sellner für England vorschwebt? Schwerlich.

Wie man es auch dreht und wendet, ohne Remigration vieler Millionen ist England nicht mehr zu retten, ebenso wenig wie Frankreich oder Deutschland. Und um eine solche Remigration, die unvermeidlicherweise mit grossen Härten verbunden sein wird, durchzuführen, bedarf es einer straff autoritären Regierungsform, die einzig und allein durch eine Revolution herbeigeführt werden kann. Es werden also jene Ströme von Blut fliessen müssen, die der grosse Enoch Powell 1968 prophezeite. Ob schon in drei oder erst in zehn Jahren, weiss keiner von uns. Klar ist jedoch, dass das Blutvergiessen um so grösser sein wird, je später die Revolution erfolgt. Immer vorausgesetzt, sie kommt überhaupt, und England geht nicht leise wimmernd unter.

Gelddrucker
24. April 2018 23:04

Juergen, 12 bis 15 Millionen, also bitte.

2016 hat die Moslemzahl 3 Millionen überschritten, wie man so liest. Seitdem sind wohl ein paar dazu gekommen, was natürlich nichts an der Tatsache ändert, dass ohne Millionen-Heimkehr die genannten Staaten nicht zu retten sind. Da ich das für wünschenswert halte, aber gerne danach in einem freien demokratischen Staat mit starker nationaler (deutscher) Identität weiterleben würde, wäre mir eine etwas illiberalere Demokratie für die Zeit der Remigration am liebsten. So in etwa nach ungarischem Vorbild, starker Mann an der Spitze, aber keine hart autoritäre Regierung. Durchsetzung sollte dabei gewährt sein.

Dass England einige Schwarze hat, daran habe ich mich schon seit den 90er durch die Fußballmannschaften gewöhnt. Es sind zuviele, allerdings wäre ich da bei 1-2% schwarzen Engländern zufrieden.

Der_Juergen
25. April 2018 09:25

@Gelddrucker

Die offiziellen Statistiken sind keinen Pfifferling wert. In London soll der Bestandteil der Nichtweissen an der Bevölkerung vor kurzem die 50% überschritten haben; in einer Reihe anderer Städte war dies schon vor Jahren der Fall. Die Mehrzahl der Nichtweissen sind Muslime. In Deutschland gibt es offiziell drei Millionen Türken, also gleich viele wie vor dreissig Jahren. Glauben Sie allen Ernstes daran? Wenn ja, wird Ihnen ein Spaziergang durch eine beliebige westdeutsche Grossstadt die Augen öffnen.

Gelddrucker
25. April 2018 10:51

Richtig, das liegt aber auch daran, dass in London der Großteil aller Schwarzen in England lebt, und darüber hinaus noch viele Inder und andere Ostasiaten.

Gehen wir von 9 Millionen Menschen in London aus, davon sind laut Zensus 2011 12,5 Prozent Muslime. Sagen wir jetzt sind es 15%. Dann sind 1,35 Millionen Menschen in London Moslems. Und woher sollen nun die anderen 11 Millionen kommen? Bitte mal einen Blick auf die Karte oben werfen, die ich gepostet habe. Wenn es 12 Millionen wären, gäbe es längst einen Volksaufstand. Ich persönlich zweifle keine offiziellen Zensusdaten an, das wäre mir eindeutig zuviel VT.

1991 gab es 1.780.000 türkische Staatsbürger in der BRD. Damals war wohl die Anzahl der eingebürgerten oder als Deutsche geborene noch deutich geringer als heute, also schätzen wir 2 Mio Türkischstämmige. Dass es heute so aussieht wie es aussieht, liegt daran, dass ca 2,3 Nahöstliche und nochmal mehrere hunderttausend Nafris dazugekommen sind.

Reaktion
25. April 2018 15:03

Allen Defätisten - und wer zählt nicht, der Verfasser dieser Zeilen nicht ausgenommen - in schwachen Stunden zu diesen - sei gesagt: Eine Umkehr der Verhältnisse ist möglich, wie das umgekehrte Beispiel Algerien und ganz allgemein die "Entkolonialisierung" zeigen. Wenn man manchen Nachrichten glauben darf, findet dergleichen auch gerade am Kap der Guten Hoffnung statt.
Man muß nur wollen, alle Kraft ist Wille. Ducunt fata volentem, nolentem trahunt.

Lotta Vorbeck
25. April 2018 15:05

@Gelddrucker - 25. April 2018 - 10:51 AM

"... Ich persönlich zweifle keine offiziellen Zensusdaten an, das wäre mir eindeutig zuviel VT. ..."

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"Ich seh' aus wie Omar Sharif ... und das liegt daran ... ich bin Omar Sharif!"

[Elsterglanz]

RasterNoton
25. April 2018 15:46

Obwohl ich mich intellektuell dem identitären Lager nicht wirklich verbunden fühle, so verfolge ich dennoch mit einem gewissen Interesse manche der Debatten und Argumentationen.

So sehr mir die Überbetonung einer mEn tendenziell eher konstruierten "nationalen Identität" fremd bleibt, so muss ich dennoch eingestehen, dass sich der Großteil der sich als liberal/links/whatever begreifenden "Mitte" sich vor einer ehrlichen, ideologiekritischen Auseinandersetzung mit dem Islam in seiner mehrheitlich reaktionären bis faschistoiden Ausrichtung drückt.

In diesem Sinne gelingt es mir durchaus, aus den hier in der Regel doch recht zivil geführten Debatten einiges an Erkenntnis zu ziehen, auch wenn ich bei den Schlussfolgerungen nicht wirklich mitgehen möchte.

Eine Frage steht jedoch als berühmter Elefant im Raum: was, wenn die von IB und Co. (im Falle einer politischen Gestaltungsmacht) gewünschte ethnische Homogenität weder durch friedliche Remigrationsanreize noch durch gesetzliche Repressalien erreicht werden kann?

Wären Sie alle bereit, als ultima ratio, Gewalt anwenden zu lassen? Wir sprechen schließlich von ca. 20 Millionen Menschen mit sog. Migrationshintergrund alleine in D. Sind Ihnen diese Dimensionen und die daraus resultierenden Konsequenzen bewusst? Was die Dimensionen angeht, dürfte die Antwort "ja" lauten, bei den Konsequenzen bin ich mir weniger sicher...

Gleichzeitig glaube ich, dass Sie die Stimmungslage eventuell etwas falsch einschätzen: der Wunsch, anti-aufklärerische religiöse Fanatiker nicht ins Land zu lassen bzw. wenn möglich auf juristischem Wege wieder los zu werden ist das eine, an ethnische Säuberungen grenzende Fantasien eines homogenen Ethno-Staates etwas ganz anderes...

Lotta Vorbeck
25. April 2018 19:14

@RasterNoton - 25. April 2018 - 03:46 PM

"... Gleichzeitig glaube ich, dass Sie die Stimmungslage eventuell etwas falsch einschätzen: der Wunsch, anti-aufklärerische religiöse Fanatiker nicht ins Land zu lassen bzw. wenn möglich auf juristischem Wege wieder los zu werden ist das eine, an ethnische Säuberungen grenzende Fantasien eines homogenen Ethno-Staates etwas ganz anderes ..."

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Es existiert keinerlei Verpflichtung 'antiaufklärerische, religiöse Fanatiker' noch irgendjemanden sonst ins Land zu lassen.

deutscheridentitaerer
25. April 2018 19:22

"Eine Frage steht jedoch als berühmter Elefant im Raum: was, wenn die von IB und Co. (im Falle einer politischen Gestaltungsmacht) gewünschte ethnische Homogenität weder durch friedliche Remigrationsanreize noch durch gesetzliche Repressalien erreicht werden kann?

Wären Sie alle bereit, als ultima ratio, Gewalt anwenden zu lassen? Wir sprechen schließlich von ca. 20 Millionen Menschen mit sog. Migrationshintergrund alleine in D. Sind Ihnen diese Dimensionen und die daraus resultierenden Konsequenzen bewusst? Was die Dimensionen angeht, dürfte die Antwort "ja" lauten, bei den Konsequenzen bin ich mir weniger sicher..."

Für Deutsche sicher die Gretchenfrage: Man wäre nicht bereit, die friedliche Lösung durchzuziehen, wenn nicht vorab geklärt ist, dass die Sache es wert wäre, nötigenfalls auch gewaltsam gelöst zu werden.

Ich denke viel darüber nach, wie eine Stabilisierung der Lage konkret aussehen könnte.

Meiner Meinung nach müssen Assimilierungsangebote an Assimilierungswillige getätigt werden und Assimilierungsunwilligen muss die Möglichkeit geboten werden, als kulturell autonome, aber staatsloyale Gruppe hier auf deutschem Boden zu existieren, ähnlich den Lipka-Tataren.

Der Rest muß zurück.

Der_Juergen
25. April 2018 19:24

@RasterNoton

Da Sie hier neu sind und Ihre Frage sicher berechtigt ist, hoffe ich, dass es mir der Bademeister erlauben wird, mich nochmals zu Wort zu melden.

Ich spreche natürlich für mich selbst, aber es gibt eine erhebliche Anzahl von Foristen, die hier denselben oder einen ähnlichen Standpunkt vertreten. Meine Antwort auf die Frage am Schluss Ihrer Wortmeldung lautet:

Eine absolute ethnische Homogenität hat es nie gegeben. Sie ist auch nicht nötig. Was ich mir aber wünsche, ist ein erhebliches Mass an relativer ethnischer Homogenität, was bedeutet, dass auf den ersten Blick als Nichtdeutsche bzw. Nichteuropäer zu erkennende Menschen eine relativ kleine Minderheit bilden sollten. Auch unter den aussereuropäischen Migranten, den Türken etwa, gibt es viele, die sich befriedigend integriert haben und nach dem von uns erhofften Machtwechsel bleiben könnten. Viele - aber nicht die Mehrheit.

Die meisten werden gehen müssen, darunter alle Kriminellen, alle illegal Eingewanderten, Sozialschmarotzer, Langzeitarbeitslosen sowie Menschen, die sich nicht integrieren wollen, wobei z. B. die Weigerung, seine Tochter am gemischten Schwimmunterricht teilnehmen zu lassen, ein klarer Abschiebungsgrund ist. Durch Einstellung jeder Sozialhilfe wird erreicht werden können, dass die meisten Unerwünschten freiwillig gehen, besonders wenn man ihnen noch eine gewisse Summe dafür bezahlt. Wer von den betreffenden Leuten nicht freiwillig seine Koffer packt, wird eben gewaltsam repatriiert, was mit grossen Härten verbunden sein wird. Die Alternative ist der langsame Volkstod. Also notfalls ja zu so viel Gewalt, wie erforderlich ist, um den Grossen Austausch zu verhindern.

Natürlich lassen sich diese Schritte nur unter radikal veränderten politischen Bedingungen durchführen.

quarz
25. April 2018 19:45

"Eine Frage steht jedoch als berühmter Elefant im Raum: was, wenn die von IB und Co. (im Falle einer politischen Gestaltungsmacht) gewünschte ethnische Homogenität weder durch friedliche Remigrationsanreize noch durch gesetzliche Repressalien erreicht werden kann?"

Ist eigentlich diese umgekehrte Frage spurlos an Ihnen vorüber gegangen: "Was, wenn die von Ihnen offenbar präferierte Beibehaltung der aktuellen ethnischen Heterogenität weder durch friedliche Integrationsbemühungen noch durch gesetzliche Repressalien in Einklang mit dem sozialen Frieden und der inneren Sicherheit gebracht werden kann?"?

Während nämlich ein erdrückendes Ausmaß an wissenschaftlicher Evidenz erwarten lässt, dass die ethnische Zersplitterung das Funktionieren einer gesellschaftlichen Solidargemeinschaft in vielerlei Hinsicht massiv schädigt und das Risiko gewaltsamer ethnischer Konflikte massiv erhöht, spricht prima facie nichts gegen die Vermutung, dass man durch Gestaltung der wohlfahrtsstaatlichen Anreize, die den Migrationsstrom hierher gelenkt haben, denselben wieder in die entgegengesetzte Richtung lenken kann. Wer nicht mehr gratis rundumversorgt wird, obwohl er illegal hier und dauerarbeitslos ist, der wird wahrscheinlich sein Glück über kurz oder lang woanders suchen. Wenn wir sozial nicht mehr attraktiv sind für die Glücksritter dieser Welt, dann werden sie eher nicht wegen der schönen Landschaft und der guten Museen bleiben.

Cacatum non est pictum
25. April 2018 22:58

@RasterNoton

"Eine Frage steht jedoch als berühmter Elefant im Raum: was, wenn die von IB und Co. (im Falle einer politischen Gestaltungsmacht) gewünschte ethnische Homogenität weder durch friedliche Remigrationsanreize noch durch gesetzliche Repressalien erreicht werden kann?"

Dann wird es bei andauernder demographischer Dynamik - so nicht andere, unvorhersehbare Ereignisse eintreten - nur zwei Optionen geben:

1. Man ergibt sich seinem Schicksal (das ja gar kein Schicksal ist, sondern ein Resultat aus kaltem politischen Kalkül). Das bedeutet mit hoher Wahrscheinlichkeit: ethnische Fragmentierung auf Dauer, massive Kriminalität, Zusammenbruch der sozialen Sicherungssysteme, Erosion der staatlichen Institutionen durch Korruption (Brasilien! Südafrika!), innernationale Spannungen mit Bürgerkriegspotential (Libanon! Jugoslawien!), möglicherweise Zersplitterung des Staates durch Sezessionen. Halten Sie es meinetwegen für Defätismus - ich bin mir einigermaßen sicher, daß wir diesem Horizont entgegensteuern.

2. Man leitet alle zielführenden Maßnahmen ein, die das oben entworfene Szenario verhindern. Lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf.

Eine bequeme Lösung für das Problem der Masseneinwanderung und der von ihr ausgelösten Verwerfungen gibt es nicht mehr. Der Karren steckt zu weit im Dreck. Dafür können Sie nichts, und dafür kann ich nichts, aber man wird sich dazu verhalten müssen. Ich als Familienvater weiß, welcher Lösung ich den Vorzug gebe.

Lotta Vorbeck
26. April 2018 06:03

@deutscheridentitaerer - 25. April 2018 - 07:22 PM

"... Meiner Meinung nach müssen Assimilierungsangebote an Assimilierungswillige getätigt werden und Assimilierungsunwilligen muss die Möglichkeit geboten werden, als kulturell autonome, aber staatsloyale Gruppe hier auf deutschem Boden zu existieren, ähnlich den Lipka-Tataren. ..."

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"Assimilierungsunwilligen muss die Möglichkeit geboten werden ..." - so,so?

Frage: Wieso sollte Assimilierungsunwilligen irgendetwas geboten werden müssen?

Assimilierungsunwillige können sich dahin scheren, wo sie hergekommen sind.

deutscheridentitaerer
26. April 2018 09:10

"Frage: Wieso sollte Assimilierungsunwilligen irgendetwas geboten werden müssen?"

Ganz einfach deshalb, weil ich das für die einzig realistische Lösung halte. Wenn es nach mir gehen würde, würden wir einfach alle, oder wenigstens 99%, der nichteuropäischen Ausländer zurückschicken. Es geht aber nicht nach mir.

Gelddrucker
26. April 2018 09:13

Ich stimme hiermit weitgehend zu:

"Eine absolute ethnische Homogenität hat es nie gegeben. Sie ist auch nicht nötig. Was ich mir aber wünsche, ist ein erhebliches Mass an relativer ethnischer Homogenität, was bedeutet, dass auf den ersten Blick als Nichtdeutsche bzw. Nichteuropäer zu erkennende Menschen eine relativ kleine Minderheit bilden sollten. Auch unter den aussereuropäischen Migranten, den Türken etwa, gibt es viele, die sich befriedigend integriert haben und nach dem von uns erhofften Machtwechsel bleiben könnten. Viele - aber nicht die Mehrheit."

Von den 20 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund sind immer noch die große Mehrheit Europäer. Ich sehe da im großen und ganzen keine Integrationsprobleme, vielleicht von ein paar Roma abgesehen, oder sonstige Einzelfälle. Assimilierung leicht: Annahme eines deutschen Namens, wie bei Russlanddeutschen auch praktiziert, damit wäre die Assimilierung erledigt. Oder gibt es hier tatsächlich Anhänger von solchem Quatsch wie "deutschem Blut"? Ich hoffe nicht. Ansonsten wird einfach die illegal Eingereiste muslimische Parallelgesellschaft zum Rückkehren bewegt, einige Mittel wurden bereits beschrieben. Auch ein komplettes Islamverbot ist anzudenken und wäre ein Anreiz. Ein Großteil der neu zugereisten Afrikaner sind ebenfalls illegale Migranten, von daher auch rein gesetzlich kein Problem. mit 0,5% Afro-Deutschen könnte ich leben.

Was übrig bleibt, sind die gut integrierten Türken, die schon länger hier leben. Meiner Meinung nach könnte ein guter Teil bleiben, gehen sollten alle, welche sich eher als Türken fühlen statt als Deutsche. Menschen, die Erdogan unterstützen. Auch hier würde ein Islamverbot sicher viel nützen. Wenn 1-1,5 Millionen Türken in Deutschland übrig bleiben, könnte ich wohl damit leben.

Stefanie
26. April 2018 10:29

@RasterNoton
Lassen Sie sich von den Mihigruzahlen nicht ins Boxhorn jagen. Von den 20 Millionen, die sie hier nennen, hat wahrscheinlich die Hälfte einen eher "milden" Hintergrund: z.B. einem ausländischen Eltern- oder Großelternteil, ist aber ansonsten deutsch sozialisiert. Auch bei vielen europäischen Einwanderern, Ostasiaten und säkularen Orientalen sollte eine Akulturation und Assimilation möglich sein, vorausgesetzt es gibt einen entsprechenden Erwartungsdruck bei deutschen Nachbarn und Arbeitgebern.
Der problematische Teil der Migration besteht aus sich explizit absondernden religiösen Minderheit mit Missionierungseifer und kognitiv unbegabten Einwanderern, die auf lange Sicht- wahrscheinlich vom Sozialstaat leben oder sich durch Kriminalität und Bettelei über Wasser halten wird. Die sind ein langfristiges Problem und stellen die größte Problematik dar, weil wahrscheinlich auch finanzielle Ansätze allein hier nicht 100%ig helfen werden.
Und dann gibt es noch die einfachen Fälle: die bereits jetzt Ausreisepflichtigen Einwanderer der letzten Welle und alle , die sich durch Betrug Zugang zum Sozialstaat verschafft haben oder Verbrechen begangen haben. Diesr sind nach geltendem Gesetz jetzt schon Ausreisepflichtig, jedoch ist der Staat zur Zeit nicht willig - vielleicht auch nicht fähig- diesen Teil des Rechts durchzusetzen. Die Vollstreckung von Steuerbescheiden bereiet ihm aber noch überhaupt keine Schwierigkeiten und entsprechende Delinquenten können notfalls mit vorgehaltener Waffe in Beugehaft verbracht werden. Wie sollte der Staat auch sonst seine Gestze durchsetzen, wenn er nicht bereit wäre Abstufungen von Gewalt einzusetzen?

Lotta Vorbeck
26. April 2018 12:16

deutscheridentitaerer - 26. April 2018 - 09:10 AM
"Frage: Wieso sollte Assimilierungsunwilligen irgendetwas geboten werden müssen?"

Ganz einfach deshalb, weil ich das für die einzig realistische Lösung halte. ...

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Das nennt man dann wohl - frei nach Jütschel - "Kapitulantentum in seiner schönsten Form".

Fritz
26. April 2018 14:32

Wie stellt man sich denn ein Islamverbot praktisch vor? Nötig wäre ja wohl zumindest eine Grundgesetzänderung in Richtung auf Abschaffung der Religionsfreiheit, wozu wohl die AfD eine Zweidrittel-Mehrheit haben müsste (wenig realistisch). Aurßerdem würde es sich durch Klagen wahrscheinlich schnell aushebeln lassen.

Wäre es nicht besser, durch einen Zusatz zu bestimmen, was "Freiheit der Religionsausübung" wirklich bedeutet? Das dazu eben nicht gehört, sich in bestimmter Weise kleiden zu können (unter allen Umständen) oder bestimmtes Essen geboten zu bekommen, oder eigene Gebesträume usw.

Lotta Vorbeck
26. April 2018 15:54

@Fritz - 26. April 2018 - 02:32 PM

Sie deuteten es bereits an: Auch wenn immerfort versucht wird, den Eindruck zu erwecken, Glaubens- und Religionsfreiheit seien einunddasselbe, ist dem beileibe nicht so.

Was er glaubt oder eben nicht glaubt, ist in einem säkularen Staatswesen jedem selber überlassen = Glaubensfreiheit.

Wenn nun jemand daher käme, und, um es anschaulich zu illustrieren, beispielsweise behauptete, seine Religion schreibe ihm zwingend vor, gebratene Babies zu verzehren, könnte er sich in einem zivilisierten Land wohl kaum erfolgversprechend auf ihm zustehende, ungehindert und freie Religionsausübung berufen.

Gelddrucker
26. April 2018 17:12

Die Religionsfreiheit kann durchaus unangetastet bleiben. Man muss nur eben den Islam als staats- und gesellschaftsgefährdende Ideologie kategorisieren. So herum könnte das funktionieren.

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