Das war’s. Diesmal mit: Kaffee und allerlei Männern

17. April -- Lügenpresse ultra-light: Vor zwei Monaten hatten wir Besuch von einer Dame, die bei den Öffentlich-rechtlichen bestallt ist.

Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

Grob geschätzt ist es so: Von zehn Pres­se­an­fra­gen fin­det Kubit­schek bei unge­fähr zwei, daß sie wenigs­tens beant­wor­ten­swert wären. Meis­tens fragt er aber nach mei­ner Ein­schät­zung. Ich selbst, nen­nen  Sie es naiv, den­ke eher, daß jeder, der fragt, doch eine Ant­wort ver­dient hat, aus­ge­spro­che­ne Knall­char­gen aus­ge­nom­men. Sum­ma sum­ma­rum tref­fen wir uns (bzw. trifft Kubit­schek sich)  also etwa mit jedem zwei­ten Pres­se­mensch, der anfragt.

Und dann ist es so: 80% die­ser Leu­te sind ganz zuge­wandt. Die meis­ten von die­sen stel­len auch ganz gute Fra­gen. (Von dem einen öff-rechtl. Pres­se­men­schen, den ich Götz emp­foh­len hat­te und der dann nur so was frag­te wie, “ Ohr­fei­gen Sie Ihre Kin­der?“; „Wel­che Gemein­sam­kei­ten, wel­che Unter­schie­de sehen Sie zwi­schen sich und Adolf Hit­ler?“ hat­te ich – glaub ich- schon berichtet.)

Sym­pa­the­ti­sche Lob­hu­de­lei­en, wie sie zu ande­ren Com­mu­nities zuhauf zu lesen sind, fin­den sich im ver­öf­fent­lich­ten Nach­gang natur­ge­mäß sehr sel­ten. Wer wären wir, das zu erwarten?

Es gibt also fai­re, mit­tel­fai­re und unfai­re Bericht­erstat­tung. Es gibt jour­na­lis­ti­sche Schlei­mer, die hin­ter­her sich in ihrer Bericht­erstat­tung weit­ge­hend auf die Zie­gen­ka­cke unter Kubit­scheks Drau­ßen­stie­feln beschrän­ken und ande­rer­seits sol­che, die im per­sön­li­chen Gegen­über eher ver­knö­chert wirk­ten, aber deren Text dann doch klug war. Und viel dazwischen.

Jene öffent­lich-recht­li­che Dame nun war nett und klug, sie hat­te ganz gute Fra­gen im Gepäck. Daß man zwei Stun­den befragt wird und dann nur Satz­fet­zen vor­kom­men: Geschenkt – so arbei­ten Journalisten.

Hier nun aber wird nicht nur beschrie­ben, wie in unse­rer Küche die Kaf­fee­ma­schi­ne ange­wor­fen wird. Nein, das röh­ren­de, gluck­sen­de Kaf­fee­ma­schi­nen­ge­räusch zieht sich durch den hal­ben Bei­trag. Ich suche bis heu­te nach der sym­bo­li­schen Bedeu­tung, wir haben nie im Leben eine Kaf­fee­ma­schi­ne beses­sen. Wir sind ja gene­rell Maschi­nen­ver­mei­der. Aber: was soll’s, gibt schlimmeres.

– – –

18. April – Ich lese zur Ergöt­zung ganz gern die ZEIT-Leser-Kolum­ne „Was mein Leben rei­cher macht“.  Dort schrei­ben typi­sche ZEIT-Men­schen so net­te Mini­herz­er­wär­mun­gen auf: Ein Ara­ber, des­sen Blick ich erst als bös emp­fand, trug mir mei­ne Ein­käu­fe ins Auto. Heu­te sind wir ein Paar.

Oder: Ges­tern war mir trü­be, aber als ich das herz­li­che Lächeln der Frau im Auto neben mir sah, fing mein Gemüt zu tan­zen an – bei­des rein aus dem Gedächt­nis zitiert.

Was mein Leben heu­te rei­cher mach­te: Bei mei­ner all­abend­li­chen Dau­er­lauf­run­de über­hol­te ich in die­ser Woche, stets an unter­schied­li­chen Stel­len, einen Typen (über­ho­len, weil er spa­zier­te, nicht weil ich eine sol­che Sport­ka­no­ne bin), der sehr freund­lich grüß­te. Ich lau­fe ohne Bril­le und frag­te mich ellen­ty­pisch: „Wer war das jetzt?“ Heu­te grüß­te er nicht nur, son­dern rief: „Frau Kositza! Woll­te nur sagen, daß Ihre Arbeit groß­ar­tig ist!“

Mei­ner­seits folg­te halb­blin­des Hirn­rat­tern… Das muß der Sohn von Bau­er X sein. Oder der neue Mann von Y? Ich hal­te an und small­tal­ke los über aktu­el­le Dorf­ge­schich­ten. Er sei doch der Sohn von X, oder?

Ha, nein, pein­lich. Er ist einer der zahl­rei­chen Mon­ta­ge­ar­bei­ter, die für ein paar Tage in der Dorf­knei­pe ein­ge­mie­tet sind. Fan unse­rer Arbeit. „Unter mei­nen Kol­le­gen, stets wech­selnd, tickt jeder so wie ich. Also, wie wir“, sagt er.

– – –

19. April 2018 – Bekannt­lich bin ich weder Femi­nis­tin noch Quo­ten­freun­din. Wenn einer klagt, es gäbe auf die­sem und jenem Gebiet (von Berg­bau über Gla­zio­lo­gie bis zum Maschi­nen­bau­we­sen) „lei­der noch viel zu wenig Frau­en“, kann ich nur schmunzeln.

Das gilt selbst für’s Ein­ge­mach­te: Wann immer (und es kam reich­lich vor) inner­halb unse­rer meta­po­li­ti­schen Gefil­de ein Frau­en­man­gel beklagt wur­de, errö­te­ten mei­ne Wan­gen. Ent­we­der war der Kla­gen­de naiv oder unbe­weibt – meist doch beides.

Über die ewig­gül­ti­ge Weis­heit, daß Frau­en „zu den Sie­gern gehen“, hab ich mich schon oft & lang geäu­ßert, so daß die Andeu­tung hier genü­gen mag.

Nun aber sind wir defi­ni­tiv an einem „turn“ ange­langt. Der Höre­rin­nen­an­teil an unse­ren Aka­de­mien steigt seit min­des­tens drei Jah­ren fort­lau­fend. Frü­her moch­ten es unter 50 Teil­neh­mern 4 oder fünf Frau­en gewe­sen sein, mitt­ler­wei­le ist es unge­fähr 90:35.

Dann ist es so: Bei Antai­os gehen wöchent­lich zwi­schen acht und zwölf Manu­skrip­te ein. (Die, meist lei­der, häu­fig abschlä­gig beschie­den wer­den.)  Die­se Woche waren es elf. Sie­ben davon aus Frau­en­hand. Die Wen­de! Sieger!

Ich, die defi­ni­tiv weder spe­zi­ell frau­en­freund­lich noch umge­kehrt stu­ten­bis­sig ist, muß sagen: Buch­vor­schlä­ge aus Frau­en­hand sind im Schnitt ein­deu­tig bes­ser. Ratio­na­ler, nüch­ter­ner, weni­ger sich-selbst-über­he­bend, nie ver­strahlt, meist gutsortiert.

Dazu paßt, daß ich eben eine schü­ler­mä­ßig ver­fer­tig­te „Kri­tik“ an der 18. Kapla­ken-Staf­fel zu lesen fand. Ver­faßt hat sie der Ver­fas­sungs­schutz-Typ Armin Pfahl-Trau­gh­ber. Mit ihm füh­ren wir „Neu­rech­ten“ seit über zwan­zig Jah­ren eine irgend­wie ein­sei­ti­ge Ehe.

Nun: Pfahl-Trau­gh­ber begut­ach­tet das (groß­ar­ti­ge!) Buch von Sophie Lieb­nitz, Tote wei­ße Män­ner lie­ben.  Dar­in, gleich­sam als Fazit: „Wir kön­nen sie lie­ben, ganz ein­fach, weil wir ihnen alles, was wir sind, ver­dan­ken. (…) Es sind ihre geis­ti­gen, künst­le­ri­schen, tech­ni­schen und lebens­prak­ti­schen Leis­tun­gen, von denen und aus denen wir leben.“

Pfahl-Trau­gh­ber muß­te hier schlu­cken. Die­se Spe­zi­es käme hier „als bewun­derns­wer­te Kul­tur­trä­ger vor, wel­che immer wie­der mora­lisch her­ab­ge­setzt wür­den. Dass es aber berech­tig­te Ein­wän­de gegen die „alten wei­ßen Män­ner“ gibt und hier dif­fe­ren­ziert geur­teilt wer­den müss­te, sieht Lieb­nitz nicht.“

Darf ich ein Geheim­nis ver­ra­ten? Herr P.-T. ist ein Mann. Er ist weiß. Er ist… Jahr­gang 1963. Schon klar: Lieb­nitz hät­te dif­fe­ren­zie­ren müssen.

Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

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Kommentare (13)

Durendal

20. April 2018 12:03

Im Interesse der öffentlichen Sicherheit hoffe ich doch, dass Hr. Pfahl-Traughber die Grundlagen seiner beruflichen Tätigkeit besser beherrscht als die seines publizistischen Aktivismus. Nicht zu wissen, dass ein Essay seiner Natur nach kein Text ist, an den man das Vorhandensein "empirischer Belege" als Kriterium sinnvoll anlegen könnte, ist schon etwas peinlich.

Caroline Sommerfeld

20. April 2018 13:08

Lustig, seit ein paar Tagen gibt es eine vielfach parodierte Twittermeldung eines freundlichen Cucks, die da lautete:

"Ich jogge allein. Bis 20 Schritte vor mir eine junge Läuferin einbiegt. Wir haben dasselbe Tempo. Denselben Weg. Sie blickt sich um. Weiß, daß ich hinter ihr bin. Ich tue, was ein Mann tun muss.
Ich biege ab. Laufe einen kleinen Umweg, damit sie sich nicht verfolgt fühlt."

Es gab schon die Variante, daß jemand beim Joggen Martin Sellner trifft und tut, was ein Mann tun muß: er bittet um den Anschluß an Österreich.

Na, wer kann noch einen #runninggag?

nom de guerre

20. April 2018 13:37

"Tote weiße Männer" lieben ist ein großartiges Buch, das sehe ich auch so. Aber es ist doch inhaltlich, das heißt in Bezug auf die von der Autorin vertretene Denkrichtung, durchaus harmlos, wie ich fand. Warum meint ein "Verfassungsschutz-Typ" es auf einer Seite rezensieren zu sollen, die "Blick nach rechts" heißt und "über das rechtsextreme Spektrum berichten" möchte?

Gustav Grambauer

20. April 2018 18:23

"Sieh Freund! sieh da! was geht doch immer
Dort für ein reizend Frauenzimmer?
Der neuen Tracht Vollkommenheit,
Der engen Schritte Nettigkeit,
Die bei der kleinsten Hindrung stocken,
Der weiße Hals voll schwarzer Locken,
Der wohlgewachsne schlanke Leib,
Verrät ein junges artges Weib.

Komm Freund! komm, oh, laß uns schneller joggen,
Damit wir über sie von vorn frohlocken.
Es muß, trügt nicht der hintre Schein,
Die Venus oder Phyllis sein.
Komm, eile doch! — O welches Glücke!
Jetzt sieht sie ungefähr zurücke.
Was wars, das mich entzückt gemacht?
Ein altes Weib in junger Tracht."

- Lessing, "Die Schöne von hinten" (mit einer kleinen künstlerischen Freiheit)

(Rubrik: "Von hinten Lyzeum - von vorne Museum")

- G. G.
Kositza: Ok, kann ich mit leben!

Isarpreiss

20. April 2018 19:10

Die Kaffeemaschine soll den Hörer vielleicht unterbewusst die Farbe braun assoziieren lassen. Sehr clever.

Hartwig aus LG8

20. April 2018 20:25

@ Caroline Sommerfeld
Der ist wirklich gut! "Ich tue, was ein Mann tun muss ..." Gott im Himmel. Ich musste herzlich lachen.

Waldgaenger aus Schwaben

20. April 2018 20:51

'Über die ewiggültige Weisheit, daß Frauen „zu den Siegern gehen“, hab ich mich schon oft & lang geäußert, so daß die Andeutung hier genügen mag.'

Reden Sie nicht schlecht über Ihre Geschlechtsgenossinnen. Das Gegenteil ist auch wahr: Die Sieger gehen zu den Frauen. Seit jeher suchen Jünglinge in jenen Wettkämpfen Bewährung, wo holde Maiden darauf harren, einem Sieger ihren Kranz zu reichen.

Darum hat mir dieses Bild so Freude bereitet.

https://www.welt.de/politik/ausland/plus175412112/Europas-Neue-Rechte-Gut-vernetzt-im-Kampf-fuer-Rassentrennung.html#cs-Identitarian-movement-demonstrates-at-Kahlenberg-Vienna.jpg

Nur weiter so! Die Siegertypen werden dann schon kommen.

'Dass es aber berechtigte Einwände gegen die „alten weißen Männer“ gibt und hier differenziert geurteilt werden müsste, sieht Liebnitz nicht.“'

Nun denn, Leibniz (alter weißer Mann!) hat dafür genug differenziert. Gäbe es eine Kommentarfunktion zum P.-T. Artikel, hätte ich dort diesen Kalauer dort auch angebracht. Aber hätte den jemand dort verstanden?

Leser

20. April 2018 21:28

Der Maschinenbau ist ein übrigens ein recht anspruchsvolles Metier, in dem auch eine bestimmte junge Frauen ihren "Mann" steht und ich bin verdammt stolz auf sie!

quarz

21. April 2018 05:55

"Nun denn, Leibniz (alter weißer Mann!) hat dafür genug differenziert."

Und für die Integration hat er zudem mehr getan als die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung.

Alveradis

21. April 2018 07:41

"„Wir können sie lieben, ganz einfach, weil wir ihnen alles, was wir sind, verdanken. (…) Es sind ihre geistigen, künstlerischen, technischen und lebenspraktischen Leistungen, von denen und aus denen wir leben.“ "

Wenn nur nicht gar zu oft die Ebenen verwechselt würden. Es gibt kaum etwas peinlicheres als weiße Männer mit unterdurchschnittlicher Verstandeskraft die sich, oft angefeuert durch viel zu platte Texte, in Kommentarbereichen auf ihr Geschlecht berufen um sich Frauen überlegen zu fühlen. Gilt ebenso beim Rassethema.

Ich würde auch nicht so weit gehen, zu sagen lebenspraktische Leistungen wären hauptsächlich dem männlichen Konto zuzurechnen. Fast das Gegenteil ist, denke ich, der Fall aber jeder hat da ja auch die eigenen Erfahrungen und dadurch geprägten unterschiedlichen Wahrnehmungen.

Auch die Fähigkeit der Frauen Schönheit im Kleinen zu erschaffen, also im alltäglichen, im Heim, im engeren Kreis sollte nicht vergessen werden, denn wie viele Männer schaffen tatsächlich große Kunst oder haben überhaupt ein Interesse daran, wie ihre direkte Umgebung gestaltet wird.

Das fällt ja doch meist auf unser Gebiet und historisch, bevor der Konsumismus um sich griff, wurde es durchaus auch als weibliche Aufgabe begriffen im Kleinen zu gestalten, so gut es eben ging. Gerade wenn Not herrscht ist das eine sehr wichtige und rettende weibliche Fähigkeit.

Dankbarkeit - ja sicher, aber kein gekrümmter Rücken.

Kositza: Das ist doch klar. Kenne bei Frauen unseres Spektrums ohnehin keine Bucklerinnen. Liebnitzens Tote weiße Männer lieben ist auch alles andere als aus demütiger Perspektive geschrieben. Nur, über dumme alte weiße Männer reden ja schon die anderen zugenüge.

nom de guerre

21. April 2018 10:04

@ Alveradis
Wieder einmal haben Sie meine volle Zustimmung! Ich denke auch, man sollte dieses Thema differenziert betrachten und vor allem nicht so tun, als gäbe es die spezifisch weibliche Kulturleistung, die Sie sehr schön beschreiben, nicht. Trotzdem möchte ich noch einmal eine Lanze für dieses Buch brechen - falls Sie es noch nicht kennen, kann ich es Ihnen nur wärmstens empfehlen. Mir sind davon vor allem die vielen, z.T. haarsträubenden Beispiele in Erinnerung geblieben, was man alles als "Diskriminierung durch alte weiße Männer" auffassen und unterbinden wollen kann. Spontan fällt mir der Fall einer amerikanischen Uni ein, an der vonseiten farbiger Studenten gefordert wurde, die Holzvertäfelung einer Bibliothek oder eines Gemeinschaftsraums oder etwas in der Art abzureißen, da holzvertäfelte Räume zu den Traditionen der gebildeten Weißen gehörten und daher farbige Studenten diskriminierten. Ebenso gibt es demnach in Amerika Stimmen, die sich dagegen wenden, dass man sich in Bibliotheken ruhig verhalten muss - Stille sei ein Privileg gebildeter Weißer und diskriminiere daher Schwarze. Alles Dinge, auf die man erstmal kommen muss.
Was ich sagen will: Ich kann selbstverständlich nicht für die Autorin sprechen, aber ich habe das Buch so verstanden, dass es darum ging, die Kulturleistung weißer Männer als wichtig und notwendig herauszustreichen und zu zeigen, wie die Grundlagen unserer Zivilisation dadurch bedroht werden, dass eine mit reichlich bizarren Argumenten daherkommende Ideologie aus all dem etwas Negatives machen möchte und ihr das teilweise auch gelingt. Eine - wie ich finde durchaus gebotene - differenzierte Darstellung der Rolle "weißer Männer", verbunden mit einer Würdigung des weiblichen Beitrags zu unserer Kultur würde den Umfang eines Kaplaken-Bändchens mit ca. 90 Seiten vermutlich übersteigen, deshalb kann ich mit der vielleicht etwas einseitigen Sichtweise, die Frau Liebnitz in ihrem Buch präsentiert, ganz gut leben. Anlass für einen gekrümmten Rücken sehe ich jedenfalls auch nicht.

erwinbaur

21. April 2018 12:01

,,Daß man zwei Stunden befragt wird und dann nur Satzfetzen vorkommen: Geschenkt - so arbeiten Journalisten."

Ärgerlich. Ich habe mir das Interview angehört, aber der Informationsgehalt war aufgrund dieser Tatsache sehr gering (die machen das immer so). Gibt es vielleicht irgendeine Möglichkeit, an die Rohmaterialien des Beitrags zu kommen?

RMH

22. April 2018 20:49

"Die Kaffeemaschine soll den Hörer vielleicht unterbewusst die Farbe braun assoziieren lassen. Sehr clever."

Nein, ausnahmsweise mal nichts braunes, denn das wird der Kaffee ja erst durch die Zugabe von weißer Milch. Dass ist eher ein Bild für eine gewisse Rückständig- und Spießigkeit. Die schlecht entkalkte, schnorchelnde Kaffeemaschine taucht ja auch als Symbol für das täglich grüßende Murmeltier in der Serie "Stromberg" auf. Und diese Plörre wird dann auch noch getrunken - hach, was sind wir Coffee to Go - umweltgerecht nicht aus dem Pappbecher sondern im mitgebrachten Thermobecher genossen - Cappuccino-Trinker doch für Kosmopoliten im Vergleich zu den teutschen Filterkaffee-Spießern etc. etc. etc.

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