Sonntagsheld (58) – Memetische Mimesis

“They did it for the lulz!”

 Gastbeitrag

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Der neu­rech­te Netz­kos­mos ist inner­halb der letz­ten zwei Jah­re zu einem veri­ta­blen Mit­spie­ler in der Welt der Mei­nungs­in­dus­trie gewor­den. Egal ob bei der Bun­des­tags­wahl, bei der Tor­pe­die­rung irgend­ei­nes neu­en Hash­tags, der zur Nach­richt des Tages wird, oder durch Soli­da­ri­täts­kam­pa­gnen für unter Beschuss gera­te­ne Kame­ra­den – die rech­te Dis­kurs­bla­se erwies sich stets als frucht­bar und konn­te, im Rah­men ihres Wahr­neh­mungs­be­rei­ches, teils beacht­li­che Erfol­ge erringen.

Das fiel auch der Trup­pe des öffent­lich-recht­li­chen Pro­gramms „funk“ auf, die man wohl als Leib­haf­tig­wer­dung der erwähn­ten Mei­nungs­in­dus­trie bezeich­nen kann. Wie anders soll man es nen­nen, wenn Men­schen von Steu­er­gel­dern dafür bezahlt wer­den, auf Netz­platt­for­men, die für vie­le Men­schen inzwi­schen einen nicht uner­heb­li­chen Teil der von ihnen erfah­re­nen Rea­li­tät aus­ma­chen, so tun, als wären sie zehn Jah­re jün­ger, als sie tat­säch­lich sind, und – ohne inhalt­li­che Qua­li­fi­ka­ti­on, aber kraft der jugend­li­chen Ästhe­tik ihrer Vide­os – geziel­te Beein­flus­sung der Nut­zer die­ser Platt­for­men betrei­ben, die jene Film­chen wie­der­um mit­hil­fe von gekauf­ten Wer­be­al­go­rith­men unter den­je­ni­gen Inhal­ten prä­sen­tiert bekom­men, die sie eigent­lich inter­es­sie­ren. Das ist kei­ne Ver­schwö­rung, es hat auch nichts mit ethi­schen Medi­en­co­di­zes zu tun und natür­lich auch nicht mit jener viel­fäl­ti­gen Krea­ti­vi­tät und einer ver­meint­li­che Ega­li­ta­ri­sie­rung der Medi­en, die zum Mar­ken­kern von Unter­neh­men wie Face­book, Twit­ter oder You­Tube gewor­den sind.

Statt­des­sen han­delt es sich bei die­sem Vor­gang um den – übri­gens typisch deut­schen – Ver­such, den vaga­bun­die­ren­den Irra­tio­na­lis­mus der Netz­kul­tur zu insti­tu­tio­na­li­sie­ren und für den vor­ge­ge­be­nen Wer­te­ka­non in Stel­lung zu brin­gen. Als größ­ten Feind die­ses Kanons mach­te man dabei den trieb­haf­tes­ten, nied­rigs­ten, aus der aller­grau­sams­ten Schlan­gen­gru­be der Men­schen­feind­lich­keit empor­ge­stie­ge­nen Motor aller gesell­schaft­li­chen Fürch­ter­lich­kei­ten aus: Den Hass. Eine gewief­te Ver­schlag­wor­tung, die in den ver­gan­ge­nen Mona­ten zusam­men mit vie­len ande­ren The­men über den gro­ßen Teich zu uns nach Euro­pa geschwappt ist. In Ame­ri­ka ist sie noch wirk­sa­mer: Wer „Hass­spra­che“ (hate speech) benutzt, um Leu­te zu ver­let­zen, steht seman­tisch qua­si auf einer Stu­fe mit dem Vebre­cher, der ein „Hass­ver­bre­chen“ (hate crime) begeht, das gemäß ame­ri­ka­ni­scher Rechts­spre­chung wesent­lich schwe­rer zu bestra­fen ist.
Aber zurück zu den nicht mehr ganz so jun­gen Wil­den von „funk“. Die haben sich näm­lich mit reich­lich Ver­spä­tung qua­si mit­ten in die gehei­me Zen­tra­le des Has­ses rein­ge­schum­melt und in der als hier­ar­chi­sche Online­ak­ti­ons­grup­pe orga­ni­sier­ten „Recon­quis­ta Ger­ma­ni­ca“ ver­deckt und extrem inves­ti­ga­tiv recher­chiert. Dabei muss­ten sie an ihre Gren­zen gehen – um in der Hier­ar­chie der vir­tu­el­len Grup­pe auf­zu­stei­gen, galt es Kre­di­bi­li­tät zu erlan­gen, also hass­ten sie in ers­ter Rei­he mit und doku­men­tier­ten die­sen Vor­gang. Sol­cher­lei hate-postings lesen sich dann zum Bei­spiel so:

„#Fluecht­lin­ge machen #Urlaub in ihrer Hei­mat. Unglaub­lich, was in die­sem Land pas­siert! @BJBerlinJournal“

schrieb einer von ihnen etwa über einen Ver­weis auf einen ent­spre­chen­den Arti­kel. Sie mer­ken: Das Res­sen­ti­ment schwitzt aus jeder ekel­haf­ten Pore die­ser Zei­len. Doch damit nicht genug; um ihre Recher­che­mög­lich­kei­ten voll aus­zu­nut­zen, mie­te­ten sie sich ein total hip­pes Geheim­quar­tier in einer her­ge­rich­te­ten Indus­trie­rui­ne und haus­ten dort in einem kom­mu­ni­tä­ren Inves­ti­ga­tiv­bü­ro zwi­schen unver­putz­ten Wän­den und dem wohl erbärm­lichs­ten Ver­such einer Mind­map, den das Inter­net jemals gese­hen hat. Ihr Team: Eine in allen Far­ben des Regen­bo­gens schil­lern­de Trup­pe aus Geis­tes­wis­sen­schaft­lern, Psy­cho­lo­gen, Netz­ak­ti­vis­ten und Hackern, grup­piert um den dau­er­be­trof­fe­nen Rayk Anders, dem die gan­zen Sachen irgend­wie voll nah gehen, aber der sich trotz­dem defi­ni­tiv nicht unter­krie­gen lässt. Dabei schim­mert zwi­schen den Zei­len eine Kern­hy­po­the­se durch, die der unstruk­tu­rier­ten Hand­lung der als „Doku­men­ta­ti­on“ ver­mark­te­ten Mei­nungs­ma­che als roter Faden dient: Hin­ter der vor­der­grün­di­gen Iro­nie der Netz­trol­le ste­cke ein per­fi­der Plan weni­ger rechts­ex­tre­mer Akti­vis­ten, die ver­su­chen, die leicht­gläu­bi­gen Medi­en­nut­zer mit sich ins Ver­der­ben zu ziehen.

Ich gebe ganz auf­rich­tig zu: In den ers­ten Minu­ten des Films war ich ein wenig ver­un­si­chert. Die Hip­ster­ab­stei­ge in der Rui­ne, der sym­pa­thi­sche Pathos des end­lich-mal-wirk­lich-ver­ste­hen-Wol­lens und die Ankün­di­gung inves­ti­ga­ti­ver Recher­che ver­spra­chen einen nicht zu ver­nach­läs­si­gen­den Pro­pa­gan­da­wert. Und auch das Gesamt­kon­zept – eine bunt­durch­misch­te Trup­pe, die aus­sieht wie das leben­dig gewor­de­ne Wunsch­bild der befrei­ten Mul­ti­kul­ti­gesell­schaft im Kampf gegen böse Inter­net­na­zis – hät­te womög­lich auf­ge­hen können.

Wenn man tat­säch­lich etwas raus­ge­fun­den hät­te. Die hei­ßes­te Infor­ma­ti­on – der bekann­te AfD­ler Lars Stein­ke hat mal an einer Online­ak­ti­on der „Recon­quis­ta Ger­ma­ni­ca“ teil­ge­nom­men – wur­de dem hoch­pro­fes­sio­na­li­sier­ten Recher­che­team in einem Inter­view offen­bart; und zwar von Stein­ke selbst, der gar nicht ver­such­te, die­se Akti­vi­tät geheim­zu­hal­ten. Auch in den ande­ren Inter­views blei­ben die fie­sen Nach­fra­gen aus. Im Gegen­teil: In nicht uner­heb­li­chem Maße wer­den O‑Töne der ver­schie­de­nen Akti­vis­ten aus­ge­strahlt – zwar unter­legt mit der bekann­ten bedroh­lich-tris­ten Sound­ku­lis­se und behut­sam zusam­men­ge­schnit­ten – aber ohne die Bloß­stel­lung zu errei­chen, die an der Stel­le womög­lich geplant wor­den war.

Der abso­lu­te Höhe­punkt dann am Ende: Nach­dem sie in den düs­te­ren Krei­sen der rech­ten Netz­krie­ger genug Erfah­rung gesam­melt haben, fühlt sich das Recher­che­team bereit, eine eige­ne Inter­net­ar­mee auf­zu­bau­en, um in den digi­ta­len Feld­zug gegen den Hass zu zie­hen. Nach kur­zer und anschei­nend sehr ernied­ri­gen­der Welt­netz­schlacht in den Kom­men­tar­spal­ten von You­Tube und Co. geste­hen sie ihre Nie­der­la­ge ein. Zwi­schen­zeit­lich war es anschei­nend Netz­ak­ti­vis­ten gelun­gen, die gesam­te Social-Media-Prä­senz des „funk“-Vorzeigedullies Tarik Tes­fu inklu­si­ve sei­nes You­Tube-Kanals aus­zu­lö­schen. Die klei­ne rech­te Trup­pe aus ver­meint­lich im Kel­ler der Eltern leben­den Pickel­ge­sich­tern hat­te offen­sicht­lich etwas mehr auf dem Kas­ten als der von öffent­li­chen Gel­dern bezahl­te Hacker der Grup­pe, des­sen Haupt­auf­ga­be es zu sein schien, eine Tran­se zu sein.

Viel­leicht war die­se Nie­der­la­ge der aus­schlag­ge­ben­de Grund dafür, dass die Doku­men­ta­ti­on mit dem tref­fen­den Namen „Lösch‘ Dich!“ eigent­lich gar nicht zur Aus­strah­lung bestimmt war. Blöd nur, dass sie irgend­wie trotz­dem ihren Weg ins Netz gefun­den hat. Da half nur noch das am wei­tes­ten ent­wi­ckel­te Waf­fen­sys­tem des bun­des­re­pu­bli­ka­ni­schen Info­krie­ges: Ober­würst­chen Böh­mer­mann sprang sei­nen Kol­le­gen bei und kün­dig­te an, sei­ner­seits eine „Recon­quis­ta Inter­net“ auf­stel­len zu wol­len. Den ent­spre­chen­den Auf­ruf ver­las er – in Anleh­nung an ein ver­gleich­ba­res Video rech­ter Inter­net­trol­le – mit Stahl­helm, Sturm­hau­be und pathe­ti­scher Stim­me, aus der zeit­wei­se jeg­li­che Iro­nie gewi­chen war. Bei sei­ner Ankün­di­gung, die Iden­ti­tä­ten und Social-Media-Pro­fi­le rech­ter Netz­ak­ti­vis­ten zu ver­öf­fent­li­chen, spie­gel­te sich in sei­nen Augen als Inbe­griff der repres­si­ven Tole­ranz dann auch eine uns nur zu gut bekann­te Frat­ze wider: Es war der alte Hass, die Begeis­te­rung an der ver­nich­ten­den Logik des Mobs, gegen das Rayk und sei­ne Trup­pe der­einst zu Fel­de gezo­gen waren.

Den Film „Lösch‘ Dich“ fin­den Sie unter die­sem Link. Und wo wir schon­mal dabei sind: Ver­ges­sen sie nicht, dem Video einen Dau­men nach unten zu geben.

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Kommentare (3)

silberzunge

29. April 2018 20:42

Nachdem Shlomo von der Vulgären Analyse die peinliche Rayk-"Doku" geleakt hat, bekam man im Staatsfunk wohl Angst. Es ist ja erheiternd, dass der Böhmermann mit Rayk gemeinsame Sache macht und einen programmatischen Schwerpunkt des Senders gegen die Rechten im Netz setzt. Es war im Übrigen die erste Sendung, die ich von Böhmermann gesehen habe. Ich kann es kaum glauben, dass es in Deutschland Menschen gibt, die DAS komisch finden. Rayk ist natürlich über die Gebühr betroffen, weil er mit einer Muslima verheiratet ist und demnach alles tut, um den Islam zu schützen. Anstatt das innerislamisch zu klären, wettert er gegen Rechts. Bringt auch mehr Prestige und Verständnis.
Noch dazu stellte sich ja heraus, dass der Discord-Kanal von Reconquista Germanica öffentlich ist und man sicht dort nicht "reinhacken" muss. Insgesamt einfach nur erbärmlich, aber eben typisch für Lakaien des Staatsfunks.

Andreas Walter

30. April 2018 14:47

In 70 Jahren wird es darum auch Israel nicht mehr geben in der Form wie heute.

Nicht weil sie etwa vertrieben oder getötet worden wären, sondern weil auch sie freiwillig gehen werden. Zumindest die Mehrheit falls ein Rest von ihnen es schafft, sich dann mit den Palästinensern zu arrangieren.

Denn sobald es kein Gas und kein Öl mehr im Nahen Osten gibt wird auch das Interesse des Westens an dieser Region rapide schwinden, und damit auch die Unterstützung Israels.

Die Nachfahren Sems, denn daher stammt der Begriff Semiten, werden sich also wieder irgendwann, diesmal sogar alle, auf die Wanderschaft begeben, und man wird das Jahr 2015 nach Christus als das Datum für den Beginn dieser Massenmigration nennen.

Denn nur mit (viel zu teurer) Solar- oder Windenergie werden auch sie es nicht schaffen, Millionen Menschen im Orient weiterhin zu versorgen, Kernkraft aber verweigert man den Muslimen. Wobei man diese Völker auch mit synthetischen Treibstoffen dann versorgen könnte, die wo anders sicher und preiswert mit Energie aus Thorium herstellt werden. Also genau der umgekehrte Weg wie jetzt, jedoch mit den gleichen Transportmitteln. Nur, was sollen diese Länder dann im Gegenzug dafür anbieten? Sand sicherlich nicht und auch ein paar Datteln und Zitrusfrüchte werden da nicht reichen. Damit meine ich darum auch nicht Israel, sondern andere, ärmere Länder der Region, die auch ganz Nordafrika betrifft.

Unterdrückt daher auch Israel die Entwicklung seiner Nachbarn, dann sind auch sie an dieser Fehlentwicklung mitverantwortlich, die aber auch ganz Europa betrifft.

Andreas Walter

2. Mai 2018 21:27

Wobei, viel mir gerade eben wieder ein, das nicht ganz richtig ist, was ich da geschrieben habe. Folgende Liste habe ich nämlich vor ein paar Wochen mal komplett durchgearbeitet auf der Suche nach anderen Informationen (erstaunlich, wie schnell man Dinge vergisst, auf die man nicht den Fokus hat):

https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_nuclear_reactors

Ägypten, 4 geplant.

Bangladesh, 1 im Bau, 1 weiteres geplant.

Indonesien, 6 geplant.

Iran, alles seltsam, alles Mögliche, doch 1 in Betrieb.

Jordanien, 2 geplant.

Pakistan, 2 im Bau, 2 geplant, 5 in Betrieb (Atommacht).

Türkei, 1 im Bau, 7 geplant.

VAE (Vereinigte Arabische Emirate), 4 im Bau.

Hoffe, ich habe jetzt keine auf die Schnelle übersehen. Das sind 6 in Betrieb, 8 im Bau und 22 weitere geplant, plus oder minus eben Iran. Alles uranbetriebene Druckwasserreaktoren mit nur einer Ausnahmen. Pakistan hat seit 1966 einen Schwerwasser-Druckwasserreaktor vom Typ CANDU.

5 10kT Sprengköpfe sind aber auch für Israel keine Bedrohung. Israel besitzt wesentlich mehr Vergeltungsschlagkraft. Das Problem ist ein anderes. Schwere Raketen auch vom Typ Jericho lassen sich am besten beim Start abfangen. Es geht daher eigentlich um Syrien, denn die sind einfach zu nah an Israels "Trompeten". Zumindest, wenn die Syrer S-300 oder sogar S-400 Systeme bekommen wird es für Israel immer schwieriger, Grenzen zu überschreiten zwecks möglicher Gefahrenabwehr. Noch schlimmer aber ist für Israel, dass es dadurch auch einen grossen Teil ihrer atomaren Schlagkraft verliert. Die braucht man aber, wenn man in der Unterzahl ist.

Das Atomabkommen mit dem Iran ist nur das Druckmittel, denn auch der Iran wird eines Tages Kernkraft brauchen. Syrien allerdings auch. Schwierige Lage daher, für alle Beteiligten, und zu denen gehören indirekt eben auch wir.

Nur gibt das eben Dauerchaos in Syrien, wenn sich dort alle zurückziehen. Bleibt also nur noch "2 richtige U-Boote für Israel", wodurch sie ihre Schlagkraft aus der Reichweite von Israel selbst in sichere Entfernung bringen können. Darauf wird es hinauslaufen. Wer das bezahlen soll? So ein U-Boot kostet 10 Milliarden, plus die Umrüstung der Raketen. Schöner Auftrag, doch in der Liga spielen wir eh nicht. Das ist halt das Problem beim Rüsten, selbst wenn sie nur der Verteidigung dient. Das vieles auch zum Angriff oder zur Schwächung eines Gegners genutzt werden kann. Die Schwäche unserer Regierung ist darum auch eine Ursache für die immer weiter zunehmenden Unzufriedenheit der Deutschen. Sie ist gar nicht in der Lage, deutsche Interessen zu vertreten, weder Linke noch Rechte. Der einzige Grund, warum wir noch existieren sind unsere Steuergelder, die ja auch an die EU gehen. Und weil wir so schöne Dinge erfinden, die man durch Spionage dann auch gleich "umverteilt". "Wir schaffen das."

https://en.wikipedia.org/wiki/Wir_schaffen_das

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