Sezession
18. Mai 2018

Nachtgedanken (1): Der verlorene Sinn

Götz Kubitschek / 64 Kommentare

Das folgende muß unzweideutig ausgesprochen werden: Es gibt nichts, was ich mit einer derartigen Stetigkeit hasse wie die zeitgenössische Gesellschaft.

Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Dieser Gesellschaft zu schaden, ist mittlerweile mein einziges Anliegen. Ihr moralischer Verfall ist so weit fortgeschritten, daß das Historische und das Wirtschaftliche  zu den neuen Gewändern des Dämonen geworden sind. Sie beruht auf der abstrakten Allgemeingültigkeit einer Lüge - nämlich daß der Mensch gut sei und vollkommen werden könne, so man ihn nur von der Ethnie, der Nation, dem Katholizismus, der weißen Rasse, den europäischen Traditionen, dem Westen selbst erlöst.

Dieser Idealismus ist nicht neu; er ist eine Neuauflage der Aufklärung ohne deren kritische Wucht. Heute herrscht nicht der Geist der Gesetze, der Toleranz, der Ironie, der europäische Geist; es herrscht das Gesetz, dieToleranz, das Gute, die Menschheit - eine Menschheit, die sich zugunsten der individualistischen, narzißtischen, unterwürfigen, kleinbürgerlichen Atomisierung selbst des Menschen entledigt hat.

Ich schreibe hier nicht gegen Einwanderer, Rassen, Ethnien, Ausländer, den Islam usw., ich gehöre keiner Partei an, und ich vergesse nicht, daß ein Mensch ein Mensch ist. Ich will einfach nur den Alptraum benennen, zu dem die Masseneinwanderung geworden ist, für die Einwanderer genauso wie für uns Einheimische. Denn Einwanderung in dieser Dimension ist (egal, wie man sie klassifizieren mag: ob politisch, ökonomisch oder klimatisch motiviert, ob legal oder illegal) nichts als ein Menschenhandel, bei dem mafiöse Interessen sich mit jenen des internationalen Kapitalismus treffen.

Machen wir Schluß mit allen politischen Verrenkungen (sozialistischen, globalistischen, antirassistischen, populistischen, universalistischen, denen der Opfer- und Minderheitendiskurse, die doch allesamt die gleiche Ermattung der Bedeutung von Nation und Identität signalisieren) und sagen wir, was Sache ist: Ich bin Franzose, der Sohn französischer Eltern, französischer Abstammung, und ich habe nie aufgehört, mich als Franzose zu fühlen, egal wo ich war, und das bezeugt, daß es etwas gibt, das früher ein Volk war und nurmehr eine Bevölkerung ist - eine veränderliche Einheit.

Es geht nun alleine noch um die Frage, was aus der Bedeutung der Nation und meiner Identität wird angesichts einer Einwanderung aus außereuropäischen Ländern, die beide in Frage stellt und die sie, zwangsläufig zerstören wird - nicht mit Absicht, sondern weil die Grenzenlosigkeit ihrer Zahl auf jene schreckliche Sinnerschöpfung trifft, die die angestammten Europäer befallen hat.

Wir sind in eine postdemokratische Welt eingetreten, in eine horizontale Welt, die durch die Absage an die Ausrichtung am Vertikalen gekennzeichnet ist. Diese Ermüdung des Sinns ist eine Krankheit des Willens, sie unterscheidet sich von der Bequemlichkeit und geht letztlich auf den Hedonismus zurück, der eine Art allgemeiner Verkindlichung ist. Infantilisierung ist Entpolitisierung, schlimmer: ist Vernichtung der Persönlichkeit, denn die ist keiner von Anfang an, sondern erst im Älterwerden geworden, im nicht mehr Kind-Sein ...

-- -- --

Nachtrag: Diese Nachtgedanken sind gestern Abend aus Versehen bereits veröffentlicht worden, obwohl sie noch nicht vollständig waren. Nun standen sie ohne den Hinweis auf den Verfasser eine lange Nacht lang als meine eigene "Erschöpfung" vor den nächtlichen Lesern. Dank für die Kommentare! Ich selbst bin weder müde, noch muß ich mir je über den "Sinn", also das "Wofür" länger als ein paar Sekunden Gedanken machen. Ich bin nur ein wenig ratlos, aufs Ganze gesehen, aber das ist ein anderes Thema.

Die "Nachtgedanken (1)" sind jedenfalls zusammengestellt aus dem Essay "Der verlorene Sinn" Richard Millets. Er erschien vor fünf Jahren in unserem Verlag mit anderen Texten unter dem Titel Verlorene Posten und war rasch vergriffen. Wir haben dieses Buch nun sehr sorgfältig überarbeitet und mit einem einleitenden Text von Thorsten Hinz neu aufgelegt. Es kam gestern aus der Druckerei, zusammen mit dem Bericht Töten vom selben Autor.

Verlorene Posten. Schriftsteller, Waldgänger, Partisan - hier einsehen;
Töten. Ein Bericht - hier einsehen.


Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Kommentare (64)

Peter Niemann
18. Mai 2018 23:22

Welch klare und deshalb schoene Worte. Ermuedend ist auch dieses Dauergequassel des modernen Menschen. Ueberall ist irgendjemand am Telefon, laueft ein Fernseher, reden Menschen ueber voellig Banales, wird analysiert und kommentiert. Dieses Dauergequassel trommelt auf uns alle ein und es gibt kein Entrinnen - alles und jedes wird zerredet und am Ende in Platitueden und zerstoerische Analysen gesteckt.

Ist das ein Grund wieso wir alle allmaehlich ermueden und krank werden? Der zunehmende Laerm der Maschinen und menschlichen Stimmen in einer immer dichteren und volleren Welt? Maschinen brummen unentwegt und Stimmen kommentieren alles, auch das Goettliche. Eine Rueckkehr zur Stille und zu Selbstverstaendlichkeiten kann heilend sein, wie gerade auch dass einer ein Deutscher, ein anderer ein Lette ist und dass Heimat geliebt werden kann und sollte.

Stille und Ruhe, ich hoffe sie kehren einst zurueck in eine viel zu stark bewegte Zeit, eine Zeit in der so viele Selbstverstaendlichkeiten auf den Kopf gewendet scheinen.

bb
19. Mai 2018 00:25

Diese Welt wird nie wieder die Alte. Das schmerzt: Wir werden den Lauf der Zeit nicht ändern können. Die Ideen fallen in den Köpfen der Deutschen nicht auf fruchtbaren Boden. Selbst wenn sie eine kritische Masse erreichen und tatsächlich die Gesellschaft in ihrem Sinne gestalten könnten, käme dabei nie eine Nation von glühenden Patrioten heraus, sondern nur einen Haufen Mitläufer unter anderen Vorzeichen.

Investieren wir die Zeit, um gute Christen und Eltern für unsere Kinder zu sein. Geben wir uns nicht dem Hass preis. Machen wir unseren Frieden mit dieser Zeit. Dieses Leben ist eine Prüfung und wir haben nicht ansatzweise die Härten gesehen, die unsere Vorfahren und andere Völker durchstanden. Rüsten wir uns und unsere Lieben für den geistlichen Kampf, und die Entbehrungen, die vor uns liegen.

Lotta Vorbeck
19. Mai 2018 06:25

@Nachtgedanken (1): Der verlorene Sinn

Das spricht mir mit jeder Zeile aus der Seele!

Tobinambur
19. Mai 2018 07:35

Sie sprechen mir aus dem Herzen. Und Sie benennen ja auch das, was man "Paradox des Bekenntnisses zum eigenen Volk" nennen könnte: Wir bekennen uns zu etwas, was es nicht mehr gibt und dennoch zeitlos ist. Das Volk ist nur in Begriffen der Gestalt zu fassen. Gestalten sind zeitlos, wie die des Jüngerschen Soldaten oder Arbeiters, oder wie eine Melodie von Bach oder eine bestimmte Persönlichkeit. Wenn sich niemand darauf bezieht, sind diese Quelle versiegt. Ein Mensch, der sich nicht auf eine (seine eigene) Persönlichkeit bezieht ist nur ein infantiles Lebewesen, das nur noch als biologische Gestalt zu fassen ist, nicht als geistige. Dennoch gibt es diese, seine geistige Gestalt. Irgendwann wird die Melodie von Bach nicht mehr gehört, dennoch "gibt" es sie.
Aber ist die Müdigkeit wirklich in einem Hedonismus begründet? Ist es nicht vielmehr Hoffnungslosigkeit? Ernst Jünger beschreibt im Waldgang über die Zeiten des Weltbürgerkriegs, in dem das Leiden auf eine Weise wächst, durch die das Heroische ausgeschlossen wird: "Es kommt zunächst zur rationalen, dann auch zur gesellschaftlichen Umkreisung des Gegners; dem schließt sich zu gegebener Stunde schließlich die Ausrottung an. Es gibt kein hoffnungsloseres Schicksal, als in einen solchen Ablauf zu geraten."

John Haase
19. Mai 2018 07:55

Wer kennt sie nicht, die Ermüdung angesichts der Übermacht, Bösartigkeit und absoluten Lernunfähigkeit des Feindes? Nicht nur ermüdend, sondern noch mehr gruselig. Wie können Menschen so tief sinken?

Meine Hoffnung ist, daß unsere besten Demokraten, die wir je hatten, enden wie die Nazis. Die haben sich auch völlig unnötig aus ideologischen Gründen (fast) jeden zum Feind gemacht und standen am Ende alleine da. Unsere Menschenfreunde sind auf einem guten Weg dahin. USA ist böse wegen Trump/Waffengesetzgebung/Fracking, Russland ist böse wegen Putin, Ungarn ist böse wegen Verstößen gegen das Grundgesetz, genau wie Polen und bald die halbe EU, Großbritannien ist böse wegen Brexit, China ist böse wegen Tibet, die Türkei ist Böse, weil Erdogan das Land zu einer seelenlosen islamischen Despotie umbaut anstatt zu einer seelenlosen liberalen Despotie etc. Und das ist nur nach außen.

Nach Innen wird jeder ausgestoßen, der den ganzen Schmonzes nicht teilt, und das werden immer mehr. Da die Bestdemokraten keine Gegner kennen, sondern nur zu vernichtende Todfeinde stellen sie selbst sicher, daß die Ausgestoßenen auch wirklich bei uns landen.

Der Rest, der feiernde oder blinde oder duckmäuserische Rest, kann meinetwegen eh zur Hölle fahren. Wer als Individuum oder Geselllschaft nicht einmal den Willen zum Leben aufbringen kann, der soll gefälligst sterben. Fehlen nur die Möglichkeiten zum Leben, kann und soll man helfen. Fehlt der Wille, dann kann man irgendwann nichts mehr tun. Auf eine gewisse Weise stimme ich „Deutschland verrecke“ also durchaus zu. Sie sollen nur aufhören, uns andere mitzureißen.

John Haase
19. Mai 2018 07:57

@bb
Nix, keinen Frieden mit dieser Zeit. Wie denn? Der Feind will uns (wenn auch einstweilen noch nicht körperlich) vernichten. Ein Frieden mit dieser Zeit ist genausowenig möglich wie ein Frieden mit Sauron.

Gotlandfahrer
19. Mai 2018 08:48

Dass in Schnellroda aufs Ganze Ratlosigkeit herrscht, kann ich mir gar nicht vorstellen. Jedenfalls sind die Gedanken, wie ich finde, zeitlich ganz passend zur Ausschüttung des heiligen Geistes plaziert, der, in Analogie zur Vielschichtigkeit aller unvereinten Nichtlinken, ja die Versammelten so sprechen liess, wie Gott es ihnen einhauchte. Was sie wiederum verband und von den Unbeleuchteten unterschied. Es liegt aus meiner Sicht auch kein Grund zur Ratlosigkeit vor, und wenn, dann nur in Form der Vermutung, mit der man im Übrigen der Nichtrechten einiges an Erfahrung voraus hätte, dass man gesellschaftliche Entwicklung nicht managen kann. Man kann in den Strom steigen, aber den Fluss nicht umkehren. Trost und Zuversicht, und damit alles andere als Ratlosigkeit, ziehe ich aus den Hinweisen auf die Zyklizität von Entwicklung. Nicht dass das hiesse, das man mit einer Neuauflage von 1871 rechnen kann. Aber die Rückkehr der Tugendhaftigkeit scheint mir doch nur eine Frage der Zeit. Womit sich wieder die Frage stellt, was von der Tugendhaftigkeit als Ausdruck freien Willens zu halten sein kann, aber: So what. Jedenfalls klingelts doch schon an allen Knoten des Systems. Darauf einen Dujardin.

Gustav Grambauer
19. Mai 2018 09:12

"Heute herrscht nicht der Geist der Gesetze, der Toleranz, der Ironie, der europäische Geist; es herrscht das Gesetz, dieToleranz, das Gute, die Menschheit - eine Menschheit, die sich zugunsten der individualistischen, narzißtischen, unterwürfigen, kleinbürgerlichen Atomisierung selbst des Menschen entledigt hat."

Es war nicht zufällig die Aufklärung und nicht zufällig deren erste Welle (die Frühaufklärung), die das heutige - scheinbare - Irrenhaus, nur eine Zwischenstufe, zuallererst für die heutige Zeit projektiert hat, wie etwa durch Jonathan Swift mit "Gullivers Reisen" - einem Buch, das bis heute als "Satire" oder "Kinderbuch" vermarktet wird, obwohl es ein Arbeitsbuch für die Eliten im Rahmen der Steuerung von Supersystemen zu einem definierten Projekt-Mile-Stone hin ist. Man lese einmal vor dem Hintergrund der heutigen Ohnmacht der Deutschen das Kapitel von der "Fesselung des Gulliver", diese Ohnmacht ist nur das glasklare Ergebnis der Arbeit am Projekt Aufklärung.

"Robinson Crusoe" hingegen ist tatsächlich als Initiationsbuch in den Materialismus für die Masse geschrieben worden, obwohl oberflächliche Gemüter die Heranführung Freitags an das Christentum (eben wiederum deren Oberflächlichkeit nicht verstehend) einwenden würden:

"Wer nämlich wirklich sehenden Geistes den Robinson auf sich wirken lässt, der wird darin sehen, wie im Robinson gründlich die materialistischen Vorstellungen wirken. Es sieht nicht so aus, aber das Ganze – wie der Robinson aufgebaut ist, wie er in diesem Abenteurerleben im äußeren Erleben zu allem getrieben wird, bis zuletzt selbst die Religion wie Kohlköpfe auf Feldern aufwächst – das alles präpariert das kindliche Gemüt sehr gut zum materialistischen Denken. Und wenn man bedenkt, dass es in einem gewissen Zeitraum – im 16., 17., 18. Jahrhundert – einen böhmischen, einen portugiesischen, einen ungarischen und so weiter Robinson als Nachahmung des Robinson Crusoe gegeben hat, so muss man sagen: die Arbeit ist gründlich geleistet worden, und der Anteil, den die Robinson-Lektüre an der Ausbildung des Materialismus gehabt hat, ist etwas Ungeheures." - Rudolf Steiner: "Das Geheimnis des Todes", GA 159 (1980), Seiten 194f.

Die Aufklärung mit ihrem damaligen Esprit war also nur Teil des Plans:

a) wurden mit ihr damals die westlichen Landeseliten (wie z. B. Friedrich II. von Preußen via Voltaire) für den Plan gewonnen (über das Logenwesen), und denen mußte man schon intellektuell (sophistisch) etwas anbieten.

b) wurde mit ihr der Materialismus in die Massenseele hineingesenkt. Steiner, auch hier wieder im satten Sound des Verschwörungstheoretikers: "Der Materialismus hat nämlich zwei Gestalten: Zuerst hat man alle Geistigkeit materiell gedacht, und nachher hat man den Geist geleugnet. Das ist eigentlich der Weg, den der Materialismus nimmt." - GA 353 (1968), Seite 122

Die Stufe "Aufklärung" der Rakete wurde später planmäßig abgestoßen, nicht erst 1968 sondern bereits 1944 durch Horkheimer-Adorno. Auch das besagte heutige - von der Elite nur tolerierte - Dauergequassel ist nur eine neue Stufe hin zum transhumanen Klon, denn in der derzeitigen Projektstufe müssen einmal so viele Klugfernsprechgeräte wie möglich unter die Masse geschoben werden damit später in anderen Projektstufen auf diesem Stand der Technik aufgebaut werden kann. Später wird derjenige, der noch quasselt, einfach abgeschaltet werden.

- G. G.

Lotta Vorbeck
19. Mai 2018 09:28

@Gotlandfahrer - 19. Mai 2018 - 08:48 AM

"Dass in Schnellroda aufs Ganze Ratlosigkeit herrscht, kann ich mir gar nicht vorstellen. Jedenfalls sind die Gedanken, wie ich finde, zeitlich ganz passend zur Ausschüttung des heiligen Geistes plaziert, der, in Analogie zur Vielschichtigkeit aller unvereinten Nichtlinken, ja die Versammelten so sprechen liess, wie Gott es ihnen einhauchte. Was sie wiederum verband und von den Unbeleuchteten unterschied. Es liegt aus meiner Sicht auch kein Grund zur Ratlosigkeit vor, und wenn, dann nur in Form der Vermutung, mit der man im Übrigen der Nichtrechten einiges an Erfahrung voraus hätte, dass man gesellschaftliche Entwicklung nicht managen kann. Man kann in den Strom steigen, aber den Fluss nicht umkehren. ..."

_________________________

Um bei Ihrer Metapher zu bleiben:

Es gibt tatsächlich einen Fluß, welcher seine Fließrichtung zyklisch umkehrt:

# Tonle Sap (Fluss)
https://de.wikipedia.org/wiki/Tonle_Sap_(Fluss)

Lotta Vorbeck
19. Mai 2018 09:32

@Nachtrag von Götz Kubitschek:
"Ich selbst bin weder müde, noch muß ich mir je über den "Sinn", also das "Wofür" länger als ein paar Sekunden Gedanken machen. Ich bin nur ein wenig ratlos, aufs Ganze gesehen, aber das ist ein anderes Thema."

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Gut so!

Das paßt dann auch viel besser zur altüberlieferten Pfingstbotschaft: "Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren.
Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. (Apg 2,2-3)"

Der Gehenkte
19. Mai 2018 09:33

Erfrischend - als Morgengedanken!

Lotta Vorbeck
19. Mai 2018 09:41

Mit Will Glahes 'Weekend Trip' sei allen SiN-Foristen Frohe Pfingsten gewünscht!

Will Glahe - Weekend (1938) - A little weekend trip
https://www.youtube.com/watch?v=UuAosBmRXSM

Ein gebuertiger Hesse
19. Mai 2018 10:15

Fanastischer Auszug aus dem Millet-Buch! Um ein solches Sprechen, das Persönlichkeit und Seele ergreift, geht es doch immer wieder in erster Linie. Jetzt müssen wir nur noch die Konversion dieser Ergreifung in das eigene Verhalten und Handeln hinbekommen ...

Hut ab vor dem Titel und Cover des Buches. Schön, daß die Zeit des "unzweideutig Ausgesprochenen" auch an dieser Stelle anzubrechen scheint.

Carlos Verastegui
19. Mai 2018 10:28

"Unsere Art zu leben" (A. Merkel) dagegen sollte man nicht hassen, sondern verachten. Hass zollt immerhin noch einen gewissen Tribut. "Es gibt nichts, was ich mit einer derartigen Stetigkeit hasse wie die zeitgenössische Gesellschaft" - wir sollten da inzwischen ein wenig weiter sein. Auch Hegel meinte, das Kindliche (der Erwachsenen, der Pädagogik) mache verächtlich, vor allem vor den Kindern selbst. Gewisse (Un)Arten zu leben (sic!), gewisse Gesellschaften (sic!) sowie gewisse Menschen machen einen eben zum giftigen Hohnproduzenten.

DanielKnight
19. Mai 2018 11:12

Das grosse Problem ist doch dass die Deutschen kein einendes Vorbild mehr haben. Die Thailänder haben ihren König, die Filipinos und Polen ihren Glauben an Gott. Zu wem können wir denn noch aufschauen? Welches einende (lebende) Vorbild haben wir denn? Ich denke das ist ein größeres Problem als viele denken.

Tobinambur
19. Mai 2018 11:29

Der Früher-war-alles-besser-Mythos ist ein Mythos aller auf dem Vergessen beruhenden Lebensformen, also insbesondere des Menschen. Wenn die vertikalen Fäden der Tradition, Überlieferung und Geistesübertragung zerrissen sind (böswillig zerstört wurden!), bleibt uns außer der Hoffnungslosigkeit nur noch die eine Option: Neuanfang, Schöpfung, Initiative... Nicht auf Gott oder den Führer vertrauen, sondern auf die eigene Kraft, Vernunft und Willen. Wir erschaffen aber nicht eine eschatologische Utopie für die normierte "Menschheit", sondern "nur" den Anfang einer neuen Tradition und Vertikalität. Aus vielen solcher Anfängen und Samen wird ein Pflänzchen aber nur aus wenigen ein großer Baum. Das ist das Risiko! Wenn ich auf meinen kleinen 7-jährigen blonden Jungen schaue, dann weiß ich, dass ich ihm nicht von blondem Deutschtum vorträume, sondern ich werde ihm u.a. von Jared Tayler erzählen und ihm raten lieber eine intelligente Asiatin als Frau zu finden als eine geschlechtslose biodeutsche Antifantin oder ein Goldstück aus dem Südland.

Michael B.
19. Mai 2018 14:25

Ich stelle hier einmal eine Zustandsbeschreibung eines anderen Weltbilds ein:

https://www.anbruch.info/erfahrungen-ueber-die-kultur-junger-migranten/

Letztlich alles eine Frage der besseren, weil auch ideologisch unbelasteten, Hand-Auge-Hirn-Kommunikation. Heisst nicht dass keine massive Ideologie dahintersteht, die steht aber eben nicht im Weg.

Was die auch in den Kommentaren hier geaeusserte Sehnsucht nach Vorbild, Gott u.a.m. betrifft - das wird nicht die Loesung sein. Rueckwaerts gewandt bis ins Sentimentale, den verlorenen Bindekraeften hinterhertrauernd und in eine Zeit projiziert, die in dieser Form so nie existiert hat.

Ich habe es vielleicht leichter als ostgepraegter Atheist, aber seltsamerweise sind diese meine signifikant konfessionsloseren Herkunftslandsleute besser im Widerspruch als ihre westlich ohne Nagelprobe erzogenen Mitbuerger. Alles noch ein bisschen schwach, aber Religion ist wohl eher nicht der fehlende Baustein. Identitaet - ja, da wuerde ich zustimmen. Dazu fehlen durchsetzungsfaehige klare und unverkopfte Stimmen.

Durendal
19. Mai 2018 17:40

@Michael B.
Vermutlich gibt es im Gegenteil keine Lösung ohne Gott. Eine Religion ist der Kern jeder Hochkultur, und keine Kultur hat bislang den Verlust ihrer transzendenten Grundlage überlebt.
Das gilt auch für die deutsche Kultur, an deren Anfang die Einigung der ostfränkischen Stämme unter Otto I. auf Grundlage des gemeinsamen christlichen Glaubens stand.
Identität ist das, was über sehr lange Zeiträume aus dem Wirken von durch die Religion gestifteten metaphysischen Zielen in einer Gruppe von Menschen entsteht. Wo diese Ziele und der Geist aus dem sie stammen verloren gehen, kann man bestenfalls noch versuchen, tote Formen eine Zeit lang zu konservieren.

Der_Juergen
19. Mai 2018 19:21

@Tobinambur

Und warum raten Sie Ihrem Sohn nicht, lieber eine intelligente, feminine (aber nicht feministische) und patriotische Deutsche (oder zumindest Europäerin) zu heiraten? Bei allem Respekt vor den Nordostasiaten, ihrem Fleiss und ihrer Intelligenz: Sie sind auch Fremde.

Ich zolle den optimistischen Kommentatoren Beifall, die Deutschland oder Europa noch nicht verloren glauben. Auch ich glaube noch an eine Rettungsschance. Wie @Durendal und andere gottgläubige Kommentatoren zu Recht vermerken, geht es ohne Religion nicht. Aber man sollte sich an folgendes griechische Sprichwort erinnern:

"Heiliger Georg, rette mich."
"Rühre auch du einen Finger."

Deutschland ist in einer sehr viel schlimmeren Lage als 1648 oder 1945, weil in beiden Fällen trotz der ungeheuerlichen Katastrophe, die über das Land hereingebrochen war, erstens die biologische Substanz des Volkes erhalten geblieben war (abgesehen davon, dass unverhältnismässig viele der Besten und Tapfersten gefallen und unverhältnismässig viele Drückeberger übrig geblieben waren, was natürlich eine negative genetische Auswirkung hatte), und zweitens, weil damals praktisch das ganze Volk sich einig war, dass man den Karren gemeinsam aus dem Dreck ziehen müsse. Heute glaubt, unter dem Einfluss der Gehirnwäsche und der Lügenpropaganda, ein erheblicher Teil der Deutschen, dass man den Karren noch tiefer in den Dreck stossen müsse, weil dieser nämlich gar kein Dreck, sondern Gold sei.

Michael B.
19. Mai 2018 21:39

> keine Kultur hat bislang den Verlust ihrer transzendenten Grundlage überlebt.

Keine hat ueberhaupt ueberlebt und jeder ihrer Goetter war ersetzbar. Zeus wurde zu Jupiter und die ganze Schar wurde durch einen christlichen Gott ueberschrieben. Isisverehrer in Aegypten sind heute ebenfalls eher selten, Allah ist dafuer dort gross. Mitten in Vielgoetterreligionen entstehen solche ohne jeden Gott wie der Buddhismus im Kernland des Hinduismus. Alles ist moeglich.

Der Bedarf des Anlehnens ist allerdings wohl eine Konstante, unabhaengig von jeder konkreten Auspraegung. Er ist so gross und unwiderstehlich, dass er letztlich jede Wendung mitmacht. Der spirituelle Substanzverlust des Christentums allerdings wird m.E. nicht mehr in die Flasche zurueckkehren. Das Vakuum wird aber nicht bestehen bleiben.

John Haase
19. Mai 2018 22:13

@Durendal
Volle Zustimmung. Je mehr man sich mit dem deutschen Mittelalter befasst, desto mehr bewundert man die tiefe Religiösität der Menschen damals. Religiösität, die sich gleichsam in Stärke und Milde, Härte und Gnade äußerte, insbesondere natürlich bei Otto dem Großen.

Ich sehe bei Otto ein weiteres Indiz dafür, daß das Christentum wahr ist. Wenn man betet und Gottes Geboten folgt, dann kann auch ein zahlenmäßig dreimal überlegenes Ungarnheer, die Geißel ganz Europas, besiegt werden. Tut man dies nicht, sondern denkt sich seine eigenen westlich-demokratischen Werte aus, dann wird man nicht einmal mehr mit ein paar dahergelaufenen Fellachen fertig, ja führt ihnen in seiner Verkopftheit sogar noch den Stift, mit dem sie die nötigen Papiere ausfüllen können, um einen abzuzocken, weil das ja „logisch“ ist, man ist ja „fortgeschritten“. Das gibt mir schon zu denken.

Ich bin (noch) nicht einmal getauft, aber je mehr ich mich damit beschäftige, desto mehr sehe ich: Jesus hatte Recht. Er ist in der Tat der Weg, die Wahrheit und das Leben. Folgt man Gott nicht, weil man etwa frei sein möchte, das zu tun, was einem beliebt, dann wird man in der Regel nur noch mehr geknechtet. Das gilt für Individuen und Gesellschaften. Als Nichtgetaufter sage ich: das Christentum ist kein religiöses Gefühl, es ist einfach wahr.

Es wird für Deutschland keine Rettung geben ohne Gott.

Dieter Rose
20. Mai 2018 08:02

". . . keine Rettung ohne Gott"
Kirchen sind bzw. "Die Kirche"
ist dazu aber nicht erforderlich -
im Gegenteil.

Lotta Vorbeck
20. Mai 2018 08:37

@Der_Juergen - 19. Mai 2018 - 07:21 PM

# Heiraten - Ihre Frage an @Tobinambur:

Die Suche nach der "intelligenten, femininen (aber nicht feministischen) und patriotischen Deutschen" käme - mental passen soll's dann sicherlich auch noch - der sprichwörtlichen "Suche der nach der Nadel im Heuhaufen" gleich, was nicht heißen soll, daß es im BRD-Heuhaufen überhaupt keine Nadeln gibt.

"Bei allem Respekt vor den Nordostasiaten, ihrem Fleiss und ihrer Intelligenz: Sie sind auch Fremde." - Stimmt! - hinzu kommt, daß heiratswillige Frauen aus Nordostasien sich vorzugsweise anderswo als in der BRD nach potentiellen Ehemännern umschauen.

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# "Deutschland ist in einer sehr viel schlimmeren Lage als 1648 oder 1945, weil in beiden Fällen trotz der ungeheuerlichen Katastrophe, die über das Land hereingebrochen war, erstens die biologische Substanz des Volkes erhalten geblieben war (abgesehen davon, dass unverhältnismässig viele der Besten und Tapfersten gefallen und unverhältnismässig viele Drückeberger übrig geblieben waren, was natürlich eine negative genetische Auswirkung hatte), und zweitens, weil damals praktisch das ganze Volk sich einig war, dass man den Karren gemeinsam aus dem Dreck ziehen müsse. Heute glaubt, unter dem Einfluss der Gehirnwäsche und der Lügenpropaganda, ein erheblicher Teil der Deutschen, dass man den Karren noch tiefer in den Dreck stossen müsse, weil dieser nämlich gar kein Dreck, sondern Gold sei."

Volle Zustimmung! - Erschwerend kommt weiterhin dazu, daß ein Großteil der Restdeutschen, dies betrifft sowohl Alte als auch unter Vierzigjährige schlicht desinteressiert und allein auf materiellen Konsum fixiert ihr Leben verdödeln. Ein kinderarmes, zusehends vergreisendes, nicht rückgebundenes, zum großen Teil antireligiös eingestelltes, saturiertes, geschichtsvergessen bis just geschichtsunkundiges, der eigenen, tradierten Kultur gegenüber ablehnend eingestelltes, allenfalls mittelmäßig gebildetes, untereinander unsolidarisches, der Devise "Jeder macht seins!" frönendes Volk hat - da beißt die Maus keinen Faden ab - keine Zukunft.

Lotta Vorbeck
20. Mai 2018 08:41

„Um Mißverständnisse zu vermeiden: Der Bundesbürger lebt durchaus im richtigen Staat. Im falschen Staat lebt indes der Deutsche, der sich dem Gedächtnis seiner Ahnen und der Zukunft seiner Kinder und Enkel mehr verbunden fühlt als den Eintagsfliegenwellnessbefindlichkeiten vieler seiner Zeitgenossen. [...] Die Gretchenfrage wird sein, ob es angesichts der jetzigen elementaren Bedrohung gelingen kann, den Bundesbürger – in einer Art politischer Geschlechtsumwandlung – wieder zu einem Deutschen rückzumendeln.“

Dr. Dr. Thor von Waldstein

Hartwig aus LG8
20. Mai 2018 09:38

Zufall? Erst gestern habe ich mir nochmal @Raskolnikows Nachwort zu Donovans "Weg der Männer" durchgelesen. Mir war danach. Mir war nach starken, aufbauenden, kompromisslosen Worten. Und nun diese Zeilen! Ob nun von Ihnen, Herr Kubitschek, oder von Millet - es stärkt!

Monika
20. Mai 2018 09:58

Ohne Gott gibt es keinen Sinn.
Was verloren ist, kann man wieder finden !
Eine Pfingstmeditation über die sieben Gaben des Heiligen Geistes :
https://kregimodlitwyipostu.eu/home/advent/die-sieben-gaben-des-heiligen-geistes/

0002
20. Mai 2018 10:19

„Das Vakuum wird aber nicht bestehen bleiben.“

Wie u.a. oben beschrieben, ist es bereits reichlich mit der One-World-Multikulti-Religion gefüllt worden.

Monika
20. Mai 2018 10:26

@ John Haase
Ihr letzter Beitrag berührt mich sehr.
Ich bin getauft und war lange in der Kirche. Inzwischen gehöre ich zur " Kirche von außen".
Daß Ungetaufte und Ausgetretene der Kirche Jesu nöher stehen können als Getaufte und Kirchenmitglieder ( Kirche als Körperschaft des öffentlichen Rechtes), dies kann man wohl als Pfingstwunder bezeichnen ! Der Geist weht, wo er will.
Gelobt sei Jesus Christus.
Am Grab Ottos des Großen im Magdeburger Dom erlebte ich noch zu DDR - Zeiten die beeindruckendste Kirchenführung meines Lebens durch einen "dissidenten" Kirchenführer....

Brettenbacher
20. Mai 2018 10:52

"Rausch kommt über sie
Aus Deines Hauses Überfülle
Und tränkest sie
Im Sturzbach Deiner Seligkeit"

Aus den Psalmen, zitiert nach Hanna-Barbara Gerl- Falkovitz
in "Die Tagespost" vom 17. Mai

Fritz
20. Mai 2018 12:18

Gott ist tot, keinerlei Appelle werden ihn zum Leben erwecken.

Man kann hinter den erreichten intellektuellen Standard nicht zurück, auch nicht mit Gewalt.

Es gibt nicht den leisesten Grund, an Gott zu glauben, und wer meint, man müsse zum Christentum zurück, um unsere Kultur zu retten, täuscht sich.

Es ist Kennzeichen der westlichen Kultur, nicht auf Religion zu beruhen (Huntington hat darauf hingewiesen), nur darauf beruht ihre Stärke und Überlegenheit. Man sollte sich offensiv dazu bekennen, vor allem auch gegen den Islam.

Ich jedenfalls finde eine Rückkehr zum christlichen Mittelalter nur wenig attraktiver als eine Übernahme des Islams.

Susann
20. Mai 2018 12:48

Mir fiel zu diesem hier geäußerten Hass auf die Gesellschaft ein, was Erich Fromm in "Die Furcht vor der Freiheit" zu "Normalität" im gesellschaftlichen und im individuellen Sinne schrieb.
"Der gut angepasste, normale Mensch ist im Hinblick auf die menschlichen Werte oft weniger gesund als der neurotische. Oft ist er nur deshalb so gut angepasst, weil er sein Selbst aufgegeben hat, um mehr oder weniger so zu werden, wie man es von ihm erwartet. Dabei kann ihm jede echte Individualität und Spontaneität verlorengegangen sein. Andererseits kann man den Neurotiker als einen Menschen charakterisieren, der nicht bereit ist, im Kampf um sein Selbst völlig die Waffen zu strecken. Sicherlich war sein Versuch, das individuelle Selbst zu retten, nicht von Erfolg gekrönt, und anstatt seiner Selbst produktiv zum Ausdruck zu bringen, suchte er sein Heil darin, dass er neurotische Symptome entwickelte und sich in ein Phantasieleben zurückzog. Trotzdem ist er vom Standpunkt der menschlichen Werte aus weniger verkrüppelt als der Normale, der seine Individualität völlig eingebüßt hat."
Ich selbst habe zwei Gesellschaftssysteme erlebt... beide auf ihre Weise totalitär und dogmatisch. Ich kann mir mittlerweile keines mehr vorstellen, das ich nicht ablehnen würde.. Es gibt nur immer das nächst kleinere Übel, was man wählen kann. Mal angenommen, Nationalstaatlichkeit und Rechtskonservativismus kämen durch die Folgen der Massenzuwanderung wieder an die Macht. Klar wäre das momentan wünschenswert und notwendig für das Überleben unserer Kultur. Aber das daraus resultierende Gesellschaftssystem verkäme zwangsläufig auch mehr und mehr zu einem Verachtenswerten, das das Individuum zwingt, sich seinen Werten zu unterwerfen und die Waffen im Kampf um das Selbst zu strecken.

hagustaldaz
20. Mai 2018 13:09

@ John Haase, 19. Mai, 22.13 Uhr

Ich habe ein kleines Rätsel für Sie:

Wie konnten in den antiken Perserkriegen die heidnischen Griechen der riesigen Überzahl trotzen, obwohl dergleichen nach Ihrer Ansicht nur unter dem Schutz der einzig wahren Religion möglich ist?

John Haase
20. Mai 2018 13:29

@Monika
Seit ich vor einigen Monaten zum ersten Mal wirklich von Otto gehört habe, zieht es mich auch zu seinem Grab. Sicherlich ein Anwärter auf den Titel „Bester Herrscher der Deutschen aller Zeiten“.

Daß sie keine Lust mehr auf Mainstreamkirche haben kann ich sehr gut nachvollziehen. Von den Protestanten braucht man gar nicht zu reden, aber auch bei den Katholiken ist es mehr die Starrheit der Institution und der Tradition als das Personal, die ähnlich wie ein Deich noch das völlige Eindringen der Gottlosigkeit ins Haus Gottes verhindert. Diese völlige Politisierung finde ich sehr befremdlich, um das mindeste zu sagen.

Eigentlich zieht es mich ja zu den Katholiken, denn ich werte die Schönheit der Kirchen, der Musik, der Lehre und auch die lange Existenz als Indiz für Wahrheit, aber ich verspüre überhaupt kein Interesse daran, mich während eines Katechumats über AfD oder ähnliches unterhalten zu müssen oder um des lieben Friedens Willen schweigen zu müssen, wenn der „Hass in der Gesellschaft“ thematisiert wird. Ich wäre sozusagen von Anfang an ein kritisches Mitglied, daß nur aus rationalen Gründen Katholik wurde und würde den Papst nur aus Loyalität zur Institution anerkennen.

Andererseits: möglicherweise baut Gott den Weg zu Ihm nach Maß. Menschen die eher emotional veranlagt sind führt er über die Gemeinschaft und Geborgenheit der Kirche. Diejenigen, die wie ich eher rational veranlagt sind (so weit wie wir Menschen das eben sein können) führt er mit dem Verstand. Ich wäre dann so etwas wie ein Anarchokatholik.

Die Freikirchen sind auch nicht so richtig was für mich. Sehr nette, fromme und kluge Menschen, gute Christen, aber die Turnhallenästhetik der Kirchen und die moderne Klampferei im Gottesdienst schrecken mich ab.

Anarchokatholik. Das will ich sein.

deutscheridentitaerer
20. Mai 2018 14:20

"Wie konnten in den antiken Perserkriegen die heidnischen Griechen der riesigen Überzahl trotzen, obwohl dergleichen nach Ihrer Ansicht nur unter dem Schutz der einzig wahren Religion möglich ist?"

Lesen sie mal Dehlbrück, vermutlich waren die Perser den Griechen zahlenmäßig unterlegen.

Abgesehen davon ist der Verweis auf Kriege, die lange vor der Existenz des Christentums geführt wurden, nicht geeignet, Johns These zu widerlegen.

Diese war im Übrigen offensichtlich eh nicht im Sinne eines "nur Christen gewinnen Kriege!!1!" gemeint, so dass es schlechter Stil ist sie so auszulegen und anschließend zu widerlegen.

"Ich jedenfalls finde eine Rückkehr zum christlichen Mittelalter nur wenig attraktiver als eine Übernahme des Islams."

Ist das ihr Ernst? Die Antike und das Mittelalter sind doch die einzigen Zeiten, in denen das Leben im Wesentlichen so war, wie es sein sollte.

Der Gehenkte
20. Mai 2018 14:42

@ Fritz

Sie kämpfen hier gegen Windmühlen - habe ich auch schon viele Male probiert ... sinnlos, aufgegeben. Glaube ist stärker, kann man nicht diskutieren. Besser die Kräfte sparen. Ärgerlich ist nur die Ausschließlichkeit der Aufklärungsresistenz - es geht ja nicht mehr um die eigene Fasson, sondern immer gleich um alles ... ergo: ohne mich und ohne Sie und ...

Tobinambur
20. Mai 2018 15:13

@Der_ Jürgen
ganz einfach. Die Laplace-Wahrscheinlichkeit ist die Anzahl der günstigen Fälle durch die Anzahl der möglichen Fälle. Und wenn ich mich umschaue in Wissenschaft und Kultur, dann sehe ich eine zunehmende Anzahl von Asiatinnen, die mehr von deutscher und europäischer Kultur drauf haben, als so manches Biomauerblümchen. Ergo geht diese Laplacewahrscheinlichkeit weiterhin gegen Null, zumal die Zahl der ungünstigen möglichen Fälle (und damit die Zahl der möglichen Fälle überhaupt) schon seit langem und besonders seit 2015 rapide zunimmt. Noch sehe ich keine Wende im Großen, d.h. auf nationaler Ebene - allenfalls ein Stillstand in gewissen Regionen. Deshalb lebe ich bewusst in einer solchen Region und tue hier mein Bestes um den Zusammenhalt, lokale Kultur, Tradition etc. zu erhalten. Und dabei rede ich mit den Menschen politisch Tacheles. Für die demografische Besserung der Lage habe ich meinen Teil bereits getan. Mein Gewissen ist rein.
Diese Entwicklung ist tragisch, aber sie nicht wahrhaben wollen, heißt Realitätsverweigerer , also fast schon ein habitueller Linker zu sein.
Natürlich habe ich das überspitzt formuliert: Wenn Sie die Voraussetzung dieser simplen Rechnung überprüfen, dann sehen sie, dass in die "günstigen Fälle" natürlich auch die von Ihnen vermerkten femininen und intelligenten deutschen Mädels eingehen... Sonst würde ja mein Sohn hier draußen ledig bleiben, denn wir haben hier weit und breit keine Asiatin, an die ich ihn verkuppeln könnte.
Ich würde es auch niemals tun. Er wird selbst entscheiden. Denn diese Betrachtung ist statistischer Art! Lesen oder hören Sie Jared Tayler. Die Ethnien bleiben weitgehend unter sich... bis auf die willkommensbesoffenen "letzten Menschen", die bei uns noch die absolute Mehrheit darstellen. Sie schaffen sich ab qua Suizid. Noch ist nicht gesagt, ob unsere ethnischen Inseln inmitten der egalisierten Cappuccino-Ethnie bestehen bleiben können. Deshalb werde ich meinen Sohn mehr noch als auf eine Asiatin auf den Waldgang vorbereiten. Dies ist nun explizit nicht überspitzt gesagt. Das ist mein bitterer Ernst.

Tobinambur
20. Mai 2018 15:39

@ John Haase
Lesen Sie das Jesus-Buch von Benedikt XVI - es ist brillant. Dem Autor gebührt höchsten Respekt. Aber man versteht auch bald bei der kritischen Lektüre, wo im Christentum der Keim des Untergangs verborgen schlummert. Christus ist ohne die Botschaft vom Eschaton, dem Kommenden, nicht zu denken. Die Säkularisierung lässt die Menschen das Kommende selbstermächtigt konstruieren, die Kirche wird zur linken NGO. Ich sehe in den Diskussionen hier immer wieder diese religiöse Nostalgie, als ob darin die Hoffnung läge. Aber Mohammed war der letzte Prophet eines monotheistischen Gottes für unser Äon. Denn er war politisch genialer als Jesus, er hat seinem Dogma eine Säkularisationssperre und gleichzeitig mit der Umma einen säkularen Ersatz für das Eschaton eingebaut, wo man sich für das Jenseits qualifizieren kann - indem man eben gegen die Skäkularen, Laizisten, Apostaten und Ungläubigen kämpft. Jeder der zurück zu Jesus will, legt sich mit ihm an und wird den Kürzeren ziehen. Ich glaube man sollte nicht religöser werden, sondern mutiger im Widerstand gegen den Islam. "Der Feind ist unsere eigene Frage als Gestalt" (Theodor Däubler) Und ich denke dabei auch und gerade an die Frage nach einem Gott!!!

Simplicius Teutsch
20. Mai 2018 16:22

Ja, @John Haase (19.05.,07:55),
diesen Satz habe ich drei- und viermal gelesen. Und jetzt wiederhole ich ihn schriftlich:

„Auf eine gewisse Weise stimme ich „Deutschland verrecke“ also durchaus zu. Sie sollen nur aufhören, uns andere mitzureißen.“

Doch sie hören nicht auf. Manchmal denke ich: Wäre es nicht besser gewesen, wenn ich damals auf den Seelower Höhen mit dabei sein hätte müssen? Hoffnungslos unterlegen im Endkampf, aber sterben in deutscher Uniform. Anstatt jetzt diesen ehrlosen, verlogenen, auf alles Deutsche und Abendländische erweiterten Selbstmord miterleben zu müssen. Aber ich war damals noch nicht geboren.

Gast auf Erden
20. Mai 2018 18:01

In diesem "Pfingststrang" sind so viele Fährten ausgelegt, die es eigentlich alle wert sind, sie aufzunehmen. Aber nur so viel: in den meisten Kommentaren schimmert das Bonmot, wohl kreiert durch Nikolai Berdjajew, dass der Mensch eben doch "unheilbar religiös"sei. Und dass europäische/deutsche Kultur und Geschichte immer die Rückbindung auf das Christentum beinhaltet, die Vertikale eben immer mit im Spiel ist. Die Debatte ums Kreuz macht es ja sehr deutlich. Zu unser aller (deutschen) Identität zählt, dass die Atheisten und Agnostiker unter uns einfach "christliche Atheisten" (natürlich ein Widerspruch in sich) sind. Ketzerisch könnte man behaupten, sie wissen es nur nicht.
Aber eigentlich wollte ich uns allen nur ein frohes Pfingstfest wünschen mit einem Hinweis auf die Bachkantate Nr. 34 zum heutigen ersten Pfingsttag ("viele Glauben an Gott, alle glauben an Bach"):
"O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe"
mit dem Link zu meiner Lieblingsperformance:
https://www.youtube.com/watch?v=rETHbd-Vb3k
Allen ein paar schöne und sonnige Pfingsten aus dem Norden!

hagustaldaz
20. Mai 2018 18:18

@ deutscheridentitaerer

Falls Sie mit "Dehlbrück" Delbrück meinen, dann haben Sie ja wirklich die aktuellsten Forschungsergebnisse (oder sagen wir besser Hypothesen) parat, kaum älter als hundert Jahre! Ohne Herodots Übertreibungen für bare Münze zu nehmen, geht die heutige Forschung nach meinem Eindruck sehr wohl von einer zahlenmäßigen Überlegenheit der Truppen des persischen Weltreichs aus.

Und John Haase, der sich rühmt, so "rational veranlagt" zu sein, wie ein Mensch eben sein kann (13.29 Uhr), sucht auf dem Lechfeld erst gar nicht nach faktisch greifbaren Gründen für den deutschen Sieg, sondern geht vom Eingreifen des christlichen Gottes zugunsten der Deutschen aus, deren zahlenmäßige Unterlegenheit übrigens ebenfalls nicht nachgewiesen ist.

Noch Fragen?

Monika
20. Mai 2018 18:51

@ der Gehenkte
"sie kämpfen gegen Windmühlen", sinnlos, Glaube ist stärker als Intellekt.....
ehrlich gesagt, verstehe ich nicht ganz, womit sie hadern....
Glaube erscheint hier als defizitäre Erkenntnisform, Glaube und Vernunft schließen sich nicht aus, was stört Sie im Innersten ?
Kolakowsky bringt es vielleicht auf den Punkt
"Offensichtlich können Einzelne hohe moralische Standards aufrecht erhalten und zugleich areligiös sein. Dass auch Zivilisationen das können, bezweifle ich". Vielleicht geht es nur um ganz praktische, menschliche Existentialien...Und Sie kokettieren mit Ihren Intellekt.

https://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article4455514/Ich-rechne-nicht-mit-dem-Tod-Gottes.html
Mich kränkt es , wenn Sie sagen, sie "haben es aufgegeben".
Ich behaupte : Nein, sie haben es nicht aufgegeben !

Waldgaenger aus Schwaben
20. Mai 2018 20:06

@John Haase
wenn Sie das Verlangen nach der Taufe spüren, ist dies der Ruf Gottes. Sie sollten sich nicht von Äusserlichkeiten davon abhalten lassen, ihm zu folgen. Wichtig ist das Gebet um eine gute Entscheidung.

Für den katholischen Glauben kann ich Ihnen die Petrus Bruderschaft empfehlen
( https://www.petrusbruderschaft.de ) oder wenn sie es eine Nuance anarchistischer wollen die Piusbruderschaft
https://fsspx.de/de

Die letztere erkennt zwar den Papst als Oberhaupt an, lässt sich aber von ihm de facto nichts sagen und hat unerlaubt aber gültig Bischöfe geweiht.
Die Petrusbruderschaft steht dagegen kirchenrechtlich in voller Gemeinschaft mit der römisch-katholischen Kirche.
In beiden Gruppen werden Sie kaum modernistischen Quatsch hören müssen oder mit Politik belästigt werden.

Die Orthodoxie wäre sicher auch noch eine Möglichkeit, wenn Sie sich vom Modernismus abgestossen fühlen.

Schauen Sie sich halt alles an und schreiben Sie die Bruderschaften oder orthodoxe Kirchengemeinschaften an.

Zum Thema der Nachtgedanken selbst schreibe ich später etwas.

Der Gehenkte
20. Mai 2018 20:59

@ Monika

Den Intellekt haben Sie hinzugefügt, vermutlich, weil Sie sich ein Bildnis gemacht haben ...

Es gibt zwei Fragen, an denen sich die Rechte immer zerstreiten wird: Israel (im weitesten Sinne) und die Frage nach Gott.

Die wesentliche Differenz hinsichtlich Gott dürfte diese sein: die einen verstehen ihn als ontologische, die andere als erkenntnistheoretische und historische Kategorie. Erstere betreiben Theologie, wenn sie darüber nachdenken und Religion, wenn sie daraus Verhaltensanleitungen schlußfolgern. Letztere betreiben Philosophie, wenn sie darüber nach nachdenken und vielleicht Ethik, wenn sie daraus Verhaltensanleitungen schlußfolgern.

Da wir seinen Status ontologisch nie werden klären können - was bereits tendenziell gegen seine Realexistenz spricht -, bleibt sinnvollerweise nur das philosophische Gespräch übrig. Das lehnen die Gläubigen ab, weil die Urgeste der Philosophie der Zweifel ist (übrigens auch des wirklichen Glaubens - das führt jetzt zu weit) und der macht Angst. Selbst wenn es Gott gäbe, können wir nur philosophisch über ihn sinnvollerweise reden. Theologie ist nur als Philosophie relevant.

Aber es gibt gute Gründe, anzunehmen, daß er zumindest keinen gnoseo-ontologischen Status hat. Genau das hat Nietzsche mit "Gott ist tot" gemeint. Demnach i s t Gott tot, das muß man akzeptieren - im Sinne der sinnstiftenden und fokussierenden Rolle, egal, ob es ihn "tatsächlich" gibt oder nicht. Er ist für uns tot. Dieses Kapitel ist bis auf weiteres beendet - man müßte es neu schreiben aber das wird auf dieser Zivilisationshöhe nicht mehr funktionieren.

Er war es übrigens (gnoseologisch) schon immer, wie die atheistische Parallelgeschichte zu allen Theismen beweist. Wenn also nur ein Gott uns retten kann, dann gibt es keine Rettung mehr - wir müssen uns am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen.

Womit ich hadere, ist etwas anderes: die Ausschließlichkeit der Glaubenden - und das ist ein Alleinstellungsmerkmal, weil Atheisten stets diskussionsbereit sein können/sollten - auf diesem Forum, die apodiktisch festlegen: es geht nur mit Gott (das ergibt sich leider aus der Selbstimmunisierungstendenz des Glaubens). Und damit alle anderen per se ausschließen.

Und da wir diese Diskussion hier schon X-mal hatten, wollte ich das als fait accompli einfach stehen lassen. Sie haben es noch mal herausgekitzelt ... ... aber da es auf taube Ohren stoßen wird, ist es ein Kampf gegen Windmühlen.

Vielleicht irre ich, kein Problem, wenn aber jemand die Antwort auf die Frage a priori voraussetzt, dann brauche ich nicht mehr fragen. Für mich ist Gott eine Frage und keine Antwort.

Ohne Gott gibt es Sinn.
Was verloren ist, kann man nicht wieder finden! Es ist nicht mehr das gleiche.

John Haase
20. Mai 2018 21:06

@Fritz
Ausnahmslos jede Gesellschaft beruht auf Religion. Die Lingo der real existierenden freiheitlich-demokratischen Grundordnung ist eindeutig religiös gefärbt.

@Susann
Ich teile Ihre Befürchtung eines aus dem Ruder laufenden Rechtskonservatismus. Es käme dann im schlimmsten Fall so etwas heraus wie Erdogans Türkei auf europäisch. Vordergründig traditionell, jedoch ideologisch verdreht und letztlich seelenlos. Keine Tyrannei, kein Massenmord, kein Nazireich 2.0, aber eben ein untoter Staat.

@tobinambur
Ich werde es lesen, danke für die Empfehlung. Ich denke allerdings nicht, daß die häretische Degenerationsform „linke NGO“ (schöne Formulierung, ich werde sie bei Gelegenheit klauen) im Christentum angelegt ist. Der allgemeine Wahnsinn macht auch vor Christen und solchen, die sich dafür halten, nicht halt.

@hagustaldaz
Es ist auf dieser Internetseite nicht üblich, andere Kommentatoren absichtlich mißzuverstehen um dann die Strohmänner anzuhöhnen. Also „is this even bait?“ und „go back to reddit“ oder auf Deutsch: zurück ins SPON-Forum.

John Haase
20. Mai 2018 21:23

@Waldgaenger
Petrusbruderschaft kannte ich noch nicht, vielen Dank für den Tipp.

Waldgaenger aus Schwaben
20. Mai 2018 21:28

Jeder, der hier regelmässig mitliest, kennt diese Nachtgedanken. Und wohl keiner hier wurde von ihnen restlos überwältigt, sonst wäre er nicht mehr hier.

Es lohnt sich nach der Quelle dieser Kraft zu suchen und sie frei zu legen, damit sie kräftiger fliessen kann.
Bei mir ist es der Glaube und die daraus folgende Fähigkeit zu hören. Nicht nur das zu hören, was die Nachtgedanken verstärkt, sondern auch den Gesang der Nachtigall - und der Lerche.
------------

Ich hatt' es nie so ganz erfahren, jenes alte, feste Schicksalswort, daß eine neue Seligkeit dem Herzen aufgeht, wenn es aushält und die Mitternacht des Grams durchduldet, und daß, wie Nachtigallgesang im Dunkeln, göttlich erst in tiefem Leid das Lebenslied der Welt uns tönt.

Hölderlin, Hyperion

heinrichbrueck
21. Mai 2018 00:44

Der Weg zu einem deutschen Staat ist versperrt. Die Kirche wird diesen Staat nicht gründen können. Eine Volksherrschaft wird es nie geben. Das deutsche Volk ist eine genetische Abstammungsgemeinschaft. Kein multiethnisches Einwanderungsland kann daraus entstehen, ohne Mitwirkung staatlicher Institutionen, die den Existenzrechten des demokratisch eingestellten deutschen Volkes genau entgegengesetzt arbeiten.

Warum Intellektuelle ihre Demokratievorstellungen auf die Wirklichkeit projizieren, anstatt ihre Funktionsweise in der Wirklichkeit zu untersuchen, wäre nachfragenswert. Diese Streitereien werden sich noch lange hinziehen. Zu sehr hat der Geschichichtsunterricht ganze Arbeit geleistet. Es gibt keine Sinnerschöpfung, wohl aber eine falsche Gehirnbesetzung. Ein richtiger Staat wäre auf Parteien und Wahlen nicht angewiesen.

Tobinambur
21. Mai 2018 06:56

@ Lotta Vorbeck - Das Bild von der Asiatin ist eine polemische Zuspitzung. Ich erwähnte mehrmals Jared Tayler, darum geht es: https://www.youtube.com/watch?v=Ol6GA4dMZw4&t=865s
Mehr als sehenswert.
Es geht darum - und es ist Statistik, ich wiederhole: Statistik - wohin wir uns orientieren sollten "nach oben" oder "nach unten" für den Fall, dass es keine Stecknadeln mehr im Heuhaufen gibt (oder zu wenige).

Der Feinsinnige
21. Mai 2018 10:01

@deutschidentitaerer:

„Die Antike und das Mittelalter sind doch die einzigen Zeiten, in denen das Leben im Wesentlichen so war, wie es sein sollte.“

Ist das wirklich Ihr Ernst?
Mit diesem Satz wird man unsere europäische Zivilisation wohl kaum retten können.

hagustaldaz
21. Mai 2018 10:53

@ Haase

Es liegt nicht in Ihrer Macht, mich oder auch Ihren eigenen Kommentar über das Lechfeld hier wegzubekommen. Jeder kann sich selbst von dessen Wortlaut überzeugen.

Da Sie aber offenbar meinen, ich sei ein linker Troll (SPON), was dann Ihrerseits entweder ein versehentliches oder absichtliches Mißverständnis ist, sage ich Ihnen dazu noch etwas: So deutsch und identitär wie ein gewisser Kommentator, der sich in seinem nom de guerre darauf beruft, als hätte er den Alleinvertretungsanspruch, bin ich schon lange. Allerdings gibt es zwei Dinge, die mir hier immer wieder auf die Nerven gehen: 1.) "Argumente", deren Lächerlichkeit unserer gemeinsamen Gegenseite nur Munition liefert. 2.) Eine gewisse Sorte von Christen, denen nicht-christliche Verbündete nicht fein genug sind, weswegen sie sie ständig mit Predigten zu bekehren versuchen und auf lange Sicht nur verprellen werden.

John Haase
21. Mai 2018 16:39

@hagustaldaz
Keine Ahnung, ob sie ein linker Troll sind und es ist mir auch egal. Mit ihrer aggressiven Art, kontextlos alles als Angriff auf sich selbst zu beziehen, passen sie halt einfach gut zu SPON. Niemand wollte sie hier bekehren und niemandem hier sind Nicht-Christen als Verbündete nicht fein genug. Mir schon mal gar nicht, denn ich bin, wie gesagt, nicht einmal getauft.

Lotta Vorbeck
21. Mai 2018 17:59

@Tobinambur - 21. Mai 2018 - 06:56 AM

@ Lotta Vorbeck - Das Bild von der Asiatin ist eine polemische Zuspitzung. Ich erwähnte mehrmals Jared Tayler, darum geht es: https://www.youtube.com/watch?v=Ol6GA4dMZw4&t=865s
Mehr als sehenswert.

Es geht darum - und es ist Statistik, ich wiederhole: Statistik - wohin wir uns orientieren sollten "nach oben" oder "nach unten" für den Fall, dass es keine Stecknadeln mehr im Heuhaufen gibt (oder zu wenige).

______________________________

Werter Tobinambur,

(Tobinambur = Helianthus tuberosus = Süßkartoffel?)

erst wenige Wochen zurückliegend - momentan noch nicht auf dem 'Kanal Schnellroda' verfügbar, saß Lotta Vorbeck nur wenige Meter vom Rednerpult entfernt, als der sehr geschätzte Mr. Jared Taylor, dafür eigens aus den USA angereist, seinen Vortrag auf dem diesjährigen Staatspolitischen Kongress des IfS hielt.

Wenn der mehrfach gewendete Heuhaufen keine passenden Stecknadeln mehr hervorbringt, ergibt sich die Richtung der neuen Orientierung quasi von selbst.

hagustaldaz
21. Mai 2018 18:29

@ Haase

Als ich durch den Verweis auf die Perserkriege zeigen wollte, daß es für derartige Siege profane Gründe gibt, da hätten Sie die Gelegenheit gehabt, eine argumentative Entgegnung zu schreiben. Bezeichnenderweise kam aber von Ihnen nichts als der unbegründete Vorwurf, ich hätte einen Strohmann aufgebaut.

In Ihrem Eintrag vom 19. Mai, 22.13 Uhr, schrieben Sie sinngemäß, daß der Kampf um Deutschlands Bestand nur mit der "Wahrheit" des Christentums geführt werden könne. Und Sie begreifen wirklich nicht, daß solche Parolen die Nicht-Christen vor den Kopf stoßen und ausschließen? Aber klar, aggressiv sind immer die andern.

Übrigens würde ich es sehr begrüßen, wenn Sie sich bald taufen ließen, schon damit Sie sich hier nicht wahlweise als "Anarchokatholiken" oder "Ungetauften" bezeichnen können, wie es Ihnen gerade paßt.

Simplicius Teutsch
21. Mai 2018 19:49

@ hagustaldaz
Ich weiß, jetzt werde ich selber auch direkt persönlich, aber Sie scheinen mir viel zu verbissen in John Haase zu sein. Lassen Sie ihm doch seine pro-christlichen Kommentare. Aufgrund des christlich unterfütterten Themas habe ich heute mal wieder die Bibel aus dem Schrank genommen und im Matthäus-Evangelium gelesen. Bin aber mit Friedrich Nietzsche weiterhin der Überzeugung: „Gott ist tot.“ Und er wird nicht wieder lebendig. Gute Christen müssen nun mal missionieren, das ist der Auftrag von Jesus.

Ein advocatus diaboli ist in einer Gesprächsrunde oft ganz reizvoll, weil er den (Widerstands-) Geist weckt. Aber @ hagustaldaz betrachten Sie es mal mit ruhigem Abstand: Ihre polemische, unbegründete Negativ-Breitseite gegen das gesamte Forum hier, macht Sie nicht gerade sympathisch, wenn Sie z.B. schreiben: „Allerdings gibt es zwei Dinge, die mir hier immer wieder auf die Nerven gehen: 1.) "Argumente", deren Lächerlichkeit unserer gemeinsamen Gegenseite nur Munition liefert...“ - Was soll das denn?

Ist es denn tatsächlich Ihre Besorgnis, dass „unsere gemeinsame Gegenseite“ bereits die Kommentare hier im SiN-Blog analysiert und gegen uns auswertet? Was die BRD-Stasi, den sog. „Verfassungsschutz“, betrifft: klar! Das ist deren Job, dafür werden sie ja ordentlich mit Steuergeldern bezahlt.

John Haase
21. Mai 2018 21:27

@hagustaldaz
Sie sind einer von diesen Typen, die glauben, jeder andere schulde ihnen Rechenschaft, nicht? Wenn Sie mir in recht hochnäsigem Tonfall eine ordentlich depperte Frage stellen bin ich gezwungen, mir die Finger wund zu tippen, oder was?

Wenn Sie Sich durch die bloße Aussage, das Christentum sei wahr, schon vor den Kopf gestoßen fühlen, dann gehen sie sicherlich mit einem ziemlich dicken Schädel durchs Leben. Ich würde Ihnen generell empfehlen, Stöße vor den Kopf zu vermeiden, denn Sie haben bereits genug davon abbekommen, fürchte ich.

Sie benutzen das Wort „Parole“ übrigens wie ein echter SPON-User. Jetzt aber wirklich: go back to SPON, kys and /thread.

hagustaldaz
22. Mai 2018 09:22

@ Simplicius Teutsch

Das ging doch nicht "gegen das ganze Forum", wie kommen Sie denn darauf? Nur bestimmte Foristen waren gemeint, Sie ganz sicher nicht. Und was unseren gemeinsamen Freund angeht, so hat er sich mit seiner letzten Wortmeldung bestmöglich entlarvt.

Tobinambur
22. Mai 2018 10:17

@ Lotta Vorbeck. Die Süßkartoffel ist die Ipomoea batatas. Tobinambur ist aus der Gattung der Sonnenblumen; die Verwechslung mit einer Kartoffelart ist häufig. Entscheidend ist aber das Getränk, das aus den Wurzeln destilliert wird. Ein exzellentes Schnäpsle. Also etwas Geistiges.

Simplicius Teutsch
22. Mai 2018 19:18

@ hagustaldaz
Ich will eigentlich nur sagen, wir sollten uns hier in diesem Blog nicht aggressiv in einander verbeißen. Nicht jeder Kommentar muss bis ins Letzte logisch ausgefeilt sein. Ist doch nur ein im besten Fall anregendes Ping-Pong-Spiel von Argumenten und Standpunkten.

Lotta Vorbeck
23. Mai 2018 07:09

@Simplicius Teutsch - 22. Mai 2018 - 07:18 PM

Ich will eigentlich nur sagen, wir sollten uns hier in diesem Blog nicht aggressiv in einander verbeißen. Nicht jeder Kommentar muss bis ins Letzte logisch ausgefeilt sein. Ist doch nur ein im besten Fall anregendes Ping-Pong-Spiel von Argumenten und Standpunkten.

_______________________

Es ist und bleibt die deutsche Art, zu streiten um des Kaisers Bart.
Daniel Sanders (1819 – 1897)

... und allzu häufig geht's dabei auch überhaupt nicht um die Sache als solche, sondern vielmehr allein um persönliche Befindlichkeiten.

Joseph Görres notierte im Mai 1814 im "Rheinischen Merkur" über die Deutschen: "Ich brauchte nur meine Netze auszuspannen, dann liefen sie wie ein scheues Wild hinein. Untereinander haben sie sich gewürgt, und sie meinten ihre Pflicht zu tun. Törichter ist kein anderes Volk auf Erden."

Photo: https://www.altermannblog.de/wp-content/uploads/2016/01/Kopfbild_Website-Kopie.jpg

cblume
26. Mai 2018 16:30

Der herrschende Zeitgeist kann einen wirklich in die Verzweiflung treiben.da hilft nur klare Sicht auf die Wirklichkeit,die Weigerung,einfach so mitzuschwimmen,persönliche Integrität,aber
auch Empathie(auf die vielen unverhohlen oder unterschwellig hasserfüllten Kommentare hier
gemünzt:Freundlichkeit und Barmherzigkeit).
Es hilft nicht,die harte Analyse Überfremdung zu stellen und den verzweifelt bei uns hilfesuchenden ,verfolgten einzelnen Fremden
zu ignorieren und beiseite zu wischen.
Mag die in Ignoranz und Sattheit erstarrte westliche Gesellschaft auch einer dringenden
Korrektur bedürfen,eins ist in ihr noch möglich:
Die frei ausgesprochene Meinung.
Wenn sich der in diesen Kreisen hier vielbeschworene Wind einmal so richtig gedreht hat und zum Sturm geworden ist,dann werden Freidenker wie Sie,Herr Kubitschek,von denen,die nach oben gewälzt wurden,als erste "abgeholt"werden
Hass ist der flehentliche Wunsch,dass andere noch schlimmer sind .

Cacatum non est pictum
27. Mai 2018 12:43

@cblume

"... Es hilft nicht,die harte Analyse Überfremdung zu stellen und den verzweifelt bei uns hilfesuchenden ,verfolgten einzelnen Fremden
zu ignorieren und beiseite zu wischen ..."

Stammt das aus dem Kursbuch Flüchtlingshilfe? Den verzweifelt hilfesuchenden Fremden möchte ich gern mal sehen, den Sie da als Pappkameraden aufstellen - und ich weiß, wovon ich spreche. In den Unterbringungseinrichtungen bei mir in der Nähe sehe ich fast ausnahmlos junge fremde Männer, die gut im Saft stehen, ordentlich gekleidet sind und den ganzen Tag mit ihren Smartphones daddeln, weil man den Herrschaften im Umfeld ihrer Bleibe kostenloses WLAN zugänglich gemacht hat.

Eine Armee von Glücksrittern, die wir in unser Land gelassen haben; die wir auf recht gefährliche Weise daran gewöhnt haben, daß die Einheimischen ihnen jeden Wunsch erfüllen; und auf deren Reaktion ich gespannt bin an jenem Tag, wo ihnen die Zuwendungen gestrichen werden, weil schlichtweg kein Geld mehr da ist. Dieser Tag wird kommen, und ich wünsche Ihnen, daß Sie dann mental und physisch ausreichend vorbereitet sind.

Der verfolgte und verzweifelte Orientale wird sich wohl kaum über zigtausend Kilometer bis ins Herzen eines anderen Kontinents durchschlagen. Ergo gibt es ihn hier nicht. Unsere eifrigen Flüchtlingshelfer forcieren den Zuzug der Stärksten und Wohlhabendsten unter den Umsiedlungswilligen, während ihnen das Schicksal der wahrlich Hilfsbedürftigen völlig egal ist. Ihnen klebt auch das Blut all der im Mittelmeer Ertrunkenen an den Händen, die sie mit Willkommengesten und ökonomischen Heilsversprechen nach Europa gelockt haben, obwohl sie genau wissen (müßten), daß hier nach jedem gesunden Maßstab für die meisten Migranten kein Platz ist.

Um es kurzzumachen: Das Handeln der selbsternannten Flüchtlingsfreunde ist in einem solchen Ausmaß moralisch widerwärtig, daß ich es kaum in Worte kleiden kann. Von Freundlichkeit und Barmherzgkeit, wie Sie sie angemahnt haben, ist da weit und breit nichts zu sehen. Gegen dieses asoziale Gebaren nehmen sich die meisten Kommentare bei der Sezession im Netz milde und gesittet aus, wenngleich sie manchmal scharf sein mögen.

"... Mag die in Ignoranz und Sattheit erstarrte westliche Gesellschaft auch einer dringenden
Korrektur bedürfen,eins ist in ihr noch möglich:
Die frei ausgesprochene Meinung ..."

Aber nur, wenn es die richtige - eine regierungskonforme - Meinung ist. Dann kann man allerdings ordentlich die Sau rauslassen, siehe Böhmermann. Äußert man sich im Jahr 2018 hingegen mit offenem Visier oder unter Klarnamen oppositionell, wird es ganz schnell sehr eng. Auch die gern- und vielgepriesene Meinungsfreiheit ist also nur noch wenig mehr als ein verwesender Kadaver. Immerhin: Ins Gulag oder KZ wird man bei uns nicht gesperrt - nur weiß ich nicht, ob das die richtigen Referenzgrößen sind.

"... Wenn sich der in diesen Kreisen hier vielbeschworene Wind einmal so richtig gedreht hat und zum Sturm geworden ist,dann werden Freidenker wie Sie,Herr Kubitschek,von denen,die nach oben gewälzt wurden,als erste 'abgeholt'werden ..."

Damit könnten Sie recht behalten. Und es wird daran liegen, daß die Windmacher im Hintergrund dieselben geblieben sind, während sie lediglich ihre Ventilatoren in die entgegengesetzte Richtung gedreht haben.

Lotta Vorbeck
27. Mai 2018 17:11

@cblume - 26. Mai 2018 - 04 :30 PM

"Der herrschende Zeitgeist kann einen wirklich in die Verzweiflung treiben.da hilft nur klare Sicht auf die Wirklichkeit,die Weigerung,einfach so mitzuschwimmen,persönliche Integrität,aber
auch Empathie(auf die vielen unverhohlen oder unterschwellig hasserfüllten Kommentare hier gemünzt:Freundlichkeit und Barmherzigkeit).
Es hilft nicht,die harte Analyse Überfremdung zu stellen und den verzweifelt bei uns hilfesuchenden ,verfolgten einzelnen Fremden zu ignorieren und beiseite zu wischen. ..."

__________________________________

Oh doch! - Es hilft ungemein die laufende Überfremdung zu analysieren, denn wer sein Land der Invadierung durch Sozialtouristen, Glücksritter oder schlicht auf Beutezug befindlichen Kriminellen aller Herren Länder schutzlos preisgibt, wird - so er dies denn überhaupt wollte - kaum mehr dazu in der Lage sein, "verzweifelt [...] hilfesuchenden, verfolgten einzelnen Fremden" tatsächlich effektive Hilfe zuteil werden zu lassen.

cblume
28. Mai 2018 12:57

Das mir angeheftete Etikett"Flüchtlingsversteher"trage ich mit Fassung,vielleicht mit Genugtuung.Mir fallen da die hungernden,verfolgten Auswanderer nach Ameriika ein.Sie flohen,weil sie ein besseres Leben erhofften.Und willkommen waren sie nicht,wurden von den Ansässigen als Abschaum betrachtet.Kommt jetzt:"Das ist etwas Anderes,das waren ja Weisse"?
Aber Polemik beiseite.Richtig hilflos macht mich die Tatsache,dass dem guten Willen zur
Hilfe und Aufnahme die schiere Masse der Flüchtlinge fast unüberwindbar entgegensteht.Lange war ich der Ansicht,eine Mehrheit lebensängstlicher,kleingeistiger Spießbürger wehre sich nur dagegen,ein paar "Hungerleider"mit an die Fleischtöpfe zu lassen.Doch nachdenklich geworden frage ich mich ,ob es nicht doch auch um Selbstschutz der Gesellschaft geht.
Ich bitte um Entschuldigung.Ich bin halt ein Zweifler und "Bedenkenträger" sind in diesem Forum vielleicht nicht erwünscht.

Lotta Vorbeck
28. Mai 2018 17:28

@cblume - 28. Mai 2018 - 12:57 PM

"Das mir angeheftete Etikett"Flüchtlingsversteher"trage ich mit Fassung,vielleicht mit Genugtuung.Mir fallen da die hungernden,verfolgten Auswanderer nach Ameriika ein.Sie flohen,weil sie ein besseres Leben erhofften. ..."

_____________________________________________

1.) Die Leute die einst die Schiffe bestiegen, welche sie in die 'Neue Welt' bringen sollten, waren keine mit Smartphones bewaffneten Fluchtsimulanten, sondern Auswanderer.

2.) Die Auswanderer von damals waren darauf bedacht - und etwas anderes blieb denen auch garnicht übrig - sich in der 'Neuen Welt' eine auf Arbeit, Ausdauer, Können und Fleiß beruhende, selbstfinanzierte Existenz aufzubauen.

3.) Die Auswanderer von damals, machten Nordamerika zu dem, was es heute ist.

# Die Auswanderer von damals wanderten in der 'Neuen Welt' nicht als Schnorrer und Asylforderer ins (imaginäre) Sozialssystem ein.
# Die Auswanderer von damals überzogen die Bürger der sie aufnehmenden, noch jungen USA nicht mit maßlos dreisten Forderungen hinsichtlich materieller Sicherstellung.
# Die Auswanderer von damals gingen in den USA nicht auf Beutezug/Frauenjagd.

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