Sezession
29. August 2018

Chemnitz – zehn Punkte für die nächsten Tage

Götz Kubitschek / 45 Kommentare

1. Die Tat von Chemnitz und der als Reaktion darauf hochkochende Zorn haben den Riß zwischen Regierungshandeln und Volk,

Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

zwischen Realitätsverweigerung und gesundem Menschenverstand, zwischen Medienlügen und Augenzeugenberichten, zwischen Ost und West weiter vertieft.

2. Auslöser der Proteste gegen Ausländergewalt war der Tod des Deutschkubaners Daniel H., der mit etlichen Messerstichen umgebracht worden ist. Über den Tathergang liegen uns zwei übereinstimmende Aussagen vor. Aus dem Büro des Rechtsanwalts Martin Kohlmann (dem Anmelder der Demonstration vom Montag) heißt es:

Zwei unmittelbar Tatbeteiligte (ein Geschädigter, eine Zeugin) haben unabhängig voneinander berichtet, dass die drei Geschädigten zusammen mit drei Frauen am Tatort standen. Der Getötete wurde von den Tätern in Raubabsicht aufgefordert, seine Geldkarte/Sparkassenkarte herauszugeben (Tatort unmittelbar vor Sparkasse). Das tat er nicht und schlug, rempelte einen der Täter und beleidigte ihn. Dieser ging zusammen mit dem anderen Täter weg. Nach wenigen Minuten kamen die Täter mit acht weiteren Männern zurück und stachen auf die Geschädigten ein. Der Getötete hatte fünf Messerstiche eng beieinander (Übertötung). Ein Messer wurde am Karl-Marx-Kopf gefunden. Weitere werden gesucht. Die Kripo durchsucht gerade bei der Müllabfuhr weitere Tatwaffen. Uns wurden Bilder eines Müllabfuhrmitarbeiters zugeschickt, die Kripobeamte auf der Deponie zeigen, die hunderte Müllbeutel durchsuchen. Einen sexuellen Übergriff hat es nie gegeben.

Der andere Bericht war mündlich und bleibt anonym. Hier der Wortlaut:

Und es war so, daß die Opfer die Brückenstraße vorgelaufen sind und wollten Geld von der Sparkasse dort. Und da sind die Ausländer gekommen zu zweit und wollten die EC-Karte von denen haben. Das haben sich die drei natürlich nicht gefallen lassen und haben zugeschlagen. Da sind die zwei Typen abgehauen und sind kurze Zeit später zu zehnt wiedergekommen und haben ohne Vorwarnung überall hingestochen. Der eine in den Kopf, dem anderen, dem Toten, den haben sie in den Bauch gestochen und dem anderen in den Rücken. Und dem, den sie in den Kopf gestochen haben, der hat noch versucht, dem Daniel die Wunden am Bauch abzudrücken. Der Notarzt hat wohl noch den Puls fühlen können. Der ist aber dann in der Nacht um 4 im Krankenhaus gestorben. So war es.

3. Den Leitmedien und den Politikern der Altparteien ist die Empörung über einen "rechten Mob", der am Sonntag und am Montag durch die Straßen gezogen sei und Jagd auf Ausländer gemacht habe, wichtiger als die Frage, warum es mittlerweile beinahe jeden Tag zu einer Messerattacke auf Deutsche kommt. Die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig äußerte:

„Wenn ich sehe, was sich in den Stunden am Sonntag hier entwickelt hat, dann bin ich entsetzt“,

und meinte damit nicht die ausländischen Täter und ihre Gehilfen. Und auch der Chemnitzer CDU-Landtagsabgeordnete und Generalsekretär der Sachsen-Union Alexander Dierks meinte nicht den getöteten Daniel H. und auch nicht die beiden Schwerverletzten, als er sagte: „Natürlich müssen die Taten mit der ganzen Härte des Gesetzes verfolgt werden“. Mit "Taten" meinte er die Reaktion von "rechts".

4. War das überhaupt eine "Reaktion von rechts"? Wir sahen einen spontanen, zornigen, vielleicht ruppigen, ausschwärmenden Protest von 800 bis 1000 Chemnitzern, die am Tag nach der Bluttat einen elementaren Vorgang vollzogen: den eigenen Raum absichern. Das macht jeder Angehörige der Antifa-Republik Connewitz in Leipzig vermutlich ein halbes Dutzend Mal, bevor er in den "Stamm" aufgenommen wird, und zwar ohne schwerwiegenden Grund, sondern einfach so wie ein Köter, der an die Ecken seines Reviers pißt.

5. In Chemnitz jedoch war der Grund so schwerwiegend, daß man jede andere Reaktion als unnormal bezeichnen müßte: Überfremdung ist immer eine Form von Gewalt. Was also ist eine Überfremdung, die mit einer weit überproportionalen Gewalttätigkeit durch die Fremden einhergeht? Felix Menzel hat auf seinem Portal blauenarzisse in einem Appell an alle Chemnitzer ein paar Fakten zusammengestellt. Auszug:

  • Laut Regierungsangaben sind Ausländer im Freistaat Sachsen im Durchschnitt neunmal krimineller als Deutsche. Darauf werden wir solange sachlich hinweisen, bis der letzte ausländische Kriminelle abgeschoben wurde.
  • Trotz eines relativ geringen Bevölkerungsanteils von ca. vier Prozent begehen Ausländer in Sachsen mit Messern und anderen Waffen 30 Prozent der Straftaten. Jeder Messer-Mann, egal ob deutsch oder nicht, gehört sofort in Untersuchungshaft. Aber was macht die Regierung? Sie läßt einzelne Tatverdächtige laufen und – laut amtlicher Auskunft – bis zu neun Straftaten verüben.
  • In Sachsen leben gegenwärtig laut offiziellen Zahlen über 11.000 Ausreisepflichtige. Das sind Menschen, die nicht mehr hier sein dürften, aber unter Duldung der Regierung von uns als Steuerzahler sogar noch verköstigt werden.

Hat ein Staat, der so etwas zuläßt, nicht einen elementaren Vertrag gebrochen - nämlich den, daß wir das Mittel der Gewalt an ihn abtraten, weil er uns im Gegenzug die strikte und befriedende Durchsetzung seines Gewaltmonopols versprach? Regierungssprecher Seibert äußerte noch am Sonntag:

In Deutschland ist kein Platz für Selbstjustiz, für Gruppen, die auf den Straßen Hass verbreiten wollen, für Intoleranz und für Extremismus.

Man darf guten Gewissens kontern: In Deutschland gibt es dann keine Notwendigkeit, den eigenen Bewegungsraum zu sichern, wenn sich die Polizei wieder vorzüglich um diese ihre ureigene Aufgabe kümmern darf (denn jeder Polizist will das, jede Wette!). Die vorderste und historisch natürliche Verteidigungslinie ist dabei die deutsche Außengrenze.

6. Was ist überhaupt passiert am Sonntag und am Montag in Chemnitz? Aus dem Büro Kohlmann heißt es:

Der Fall Chemnitz ist ein exemplarischer Fall, vor allem für die Funktionsweise der Medien in Deutschland. Selbst der unbelehrbarste Charakter kann daran studieren, daß die allermeisten Medien nicht mehr die Wahrheit schreiben oder senden: Es gab keine eindeutig belegbaren "Menschenjagden" am Sonntag. Keines der Videos läßt diesen Schluß zu. Es sind alles Vermutungen. Es gab so gut wie keine Übergriffe am Montag, und von denen, die es gab, kamen die allermeisten von links.

7. Die "Rechten", heißt es, instrumentalisierten den Toten, den wohl ein Iraker und ein Syrer und acht weitere Asylanten oder Flüchtlinge oder Migranten, jedenfalls Fremde, im Gastland, das sie willkommen hieß, auf dem Gewissen haben. Zum Thema "Instrumentalisierung" sollte "die Linke", sollte "der Mainstream", sollte "die Zivilgesellschaft" sehr rasch und im eigenen Interesse die Klappe halten - wir erinnern nur kurz an den toten Jungen am Strand einer griechischen Insel und x andere Bilder. Die Stellungnahme des Büros Kohlmann ist klar und ausgereift:

Die Demo war die größte in Chemnitz seit 1989. Wir hoffen, dass jetzt genau die Stunde schlägt, die historische Umbruchstimmung einsetzt. Diese kann nur von Sachsen ausgehen. Wir wollen, dass das Thema der Asylbewerberkriminalität wahr- und ernstgenommen wird. Wir wollen, dass die Bürger ihr Recht auf Mitsprache einfordern. Alle merken, dass das Schlaraffenland dem Ende zugeht. Jetzt geht es um die Töpfe. Es geht um das Fremde und das Eigene. Wir wollen die Deutschen dazu ermuntern, das Eigene zu verteidigen, solange es noch möglich ist. Wir erleben in Chemnitz gerade eine historische Situation. Die Stadt ist voller Medienvertreter und Polizei. Wir wollen, dass die Deutschen den Unterschied zwischen (herrschendem) Parlamentarismus und (vorgespiegelter) Demokratie verstehen.

8. Apropos Instrumentalisierung: Am kommenden Montag wollen "Die Toten Hosen", "Feine Sahne Fischfilet" und andere linke Bands am Marxkopf ein Solidaritätskonzert geben - nicht für Daniel H., sondern 150 Meter von seiner Blutlache entfernt für alle diejenigen, denen sein Tod als Kollateralschaden auf dem Weg zur bunten Republik gilt. Die Meldung vom mdr:

Die Toten Hosen werden am Montag ebenfalls in Chemnitz am Karl-Marx-Monument auftreten. Das hat die Band über ihr Twitter-Profil bekannt gegeben. Zusammen mit Künstlern wie K.I.Z., Casper, Marteria, Kraftklub und Feine Sahne Fischfilet werden sie am "Nischel" spielen. Organisiert wird die Veranstaltungsreihe "Montags am Kopp" von der Stadt Chemnitz. Sie reagiert damit auf die rechten Proteste am Karl-Marx-Denkmal.

Muß Chemnitz das "aushalten", müssen die Chemnitzer ihre Stadt gewähren lassen? Wurde nicht schon mal eine ganze Karneval-Saison abgesagt, weil im Nahen Osten ein Krieg begann?

9. Und weitere Fragen: Ist das alles nun das, was den Protagonisten der Umvolkung gelegen kommt? Neue Bilder vom häßlichen Deutschen aus Sachsen? Jagdszenen in Dunkeldeutschland? Kommt das beim Bürger, beim Wähler noch so an? Oder vermag er zwischen den Zeilen zu hören, zu sehen und zu lesen und dabei die berühmte Lücke wahrzunehmen, die im entgegendröhnt und ihm ins Auge sticht: daß nämlich dem mit vielen Messerstichen getöteten Daniel H. und den beiden Schwerverletzten nun zehn nach der Montagsdemo angezeigte Hitlergrüße entgegengesetzt, wenn nicht sogar übergeordnet werden?

Zehn ausgestreckte Arme bei 8000 Demonstranten, die an Ausländergruppen vorbeizogen, aus denen Schmährufe und Gefeixe laut und erhobene Mittelfinger gezeigt wurden? Soll das jetzt ernsthaft zum Themenschwerpunkt werden? Michael Klonovskys:

Vergleicht man das mediale Begleitgeschwafel zu den Gewaltexzessen beim Hamburger G 20-Treffen – 476 verletzte Polizisten, 186 Festnahmen, 12 Millionen Euro Schaden – mit der Berichterstattung über die Demonstrationen in Chemnitz – 0 verletzte Polizisten, 0 Festnahmen, bislang kein bekannter Schaden, angeblich zehn Hitlergrüße (sofern es nicht der Gruß der Hamas gewesen ist); dazu mehrere Leichtverletzte bei Auseinandersetzungen mit sogenannten "Gegen"demonstranten ("Wir haben Personen beobachtet, die im Bereich des Stadthallenpark Steine aufnehmen. Mehr als 100 Personen haben sich vermummt", twitterte die Polizei am 27. um 20.20 Uhr) –, dann erscheint einem der Terminus "linksversifft" als Attribut für die deutsche Gesinnungspresse doch womöglich etwas verniedlichend.

10. Buchen wir den Hitlergruß unter Idiotie oder Hilflosigkeit oder Provokation ab - es ist nicht der Rede wert. Von "unserer Seite" aus sind geplant:

+ am Donnerstag eine weitere Demonstration, die Martin Kohlmann angemeldet hat. Denn der sächsische Ministerpräsident wird am Rande der Gesellschaft erwartet. Kerndaten:

Am Donnerstag, den 30. August 2018 wird Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) zum "Sachsengespräch" nach Chemnitz kommen. Auch die Regierung soll von den Chemnitzern direkt hören, daß es so nicht weitergehen kann. 20.000 Ausländer in Chemnitz sind zu viel!

Wir treffen uns zur 2. KUNDGEBUNG am 30.08.2018 um 18:00 Uhr auf der Zietenstraße/ Ecke Gellertstraße, direkt am CFC-Stadion, wo das Sachsengespräch stattfinden wird.

Weitere Informationen: hier.

+ am Samstag ein Schweigemarsch für die Opfer von Ausländergewalt, organisiert von Pegida und der AfD. Aus dem Aufruf:

All diejenigen, die noch über ein natürliches menschliches Empfinden und einen gesunden Menschenverstand verfügen, laden wir am kommenden Sonnabend, den 1. September 2018, um 17.00 Uhr nach Chemnitz ein. Wir wollen gemeinsam um Daniel H. und alle Toten der Zwangsmultikulturalisierung Deutschlands trauern – still, ernst und friedlich.

Das würdevolle Bild einer trauernden Gemeinschaft soll nicht durch Disziplinlosigkeit gestört werden. Wir bitten daher, dem Anlaß entsprechend, folgende Dinge zu beachten:
• gedeckte, am besten schwarze Kleidung
• kein Konsum von Nahrungsmitteln und Getränken während des Schweigemarsches
• ebenso hat das Rauchen zu unterbleiben
• jede Art von Meinungsaufdruck auf Kleidungsstücken ist untersagt (das gilt auch für politische Botschaften der AfD), ebenso das Mitführen von Plakaten und anderer Werbung
• lediglich schwarz-rot-goldene Fahnen und die weiße Rose als Zeichen der Trauer sind gestattet
• Extremisten und Gewalttäter wollen wir nicht in unseren Reihen – wir sind freie Bürger, die friedlich und pietätvoll ihre Trauer um die Toten und Opfer der illegalen Migrationspolitik zum Ausdruck bringen wollen!

Weitere Informationen hier.


Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Kommentare (45)

Der Gehenkte
29. August 2018 21:45

Um zu begreifen, warum nun dieser Fall das Faß zum Überlaufen brachte, muß man die jüngste Geschichte dieser geplagten Stadt sehen, die - wie andere Städte der Region (Cottbus, Plauen, DD ...) - seit Monaten unter vollkommen neuen und ungewohnten Sicherheitslagen leidet. In Chemnitz etwa, so konnte man in der "Freien Presse" lesen, gab es im Frühsommer statistisch täglich einen sexuellen Übergriff:

https://www.freiepresse.de/LOKALES/CHEMNITZ/Sexuelle-Uebergriffe-in-Chemnitz-Fast-jeden-Tag-ein-neuer-Fall-artikel10222057.php

So etwas, wenn es nicht offensiv aufgearbeitet und beendet wird, schafft zwangsläufig ein Klima der Wut, der Verdächtigung, der Ohnmacht, Gerüchte, auch Fake ...

Wenn dann auch noch Statistiken produziert werden, die von sinkender Kriminalität sprechen, ganz gegen jede Evidenz, dann braucht es nur den einen Funken und bamm!

PS: Auch in Plauen gab es heute eine Demo, 200, 300 Leute, friedlich ... und bislang von der Presse unbemerkt. Sicher an anderen Orten ebenfalls. Wird es sich verlaufen, wie Kandel, unter der Verleumdung zusammenbrechen, oder wird man es bündeln können?

Der Gehenkte
29. August 2018 21:50

Doch nicht unbemerkt:

https://www.freiepresse.de/vogtland/plauen/350-menschen-bei-protestspaziergang-artikel10298284

Nicht vergessen, kein Zufall: https://www.youtube.com/watch?v=LVCOn2lx2UM

Harding
29. August 2018 22:16

URSACHE klagt über SYMPTOME:
Die letzten Tage bellen und schreien die Herschenden auf allen Kanälen. Ist dies ein Zeichen von stärke? Habe meine Zweifel. Es ist ja so, wie wenn ein Primärtumor sich darüber beschwert das es zu Blutungen, zu Metastasen und Neurologischen Ausfällen kommt.

Sandstein
29. August 2018 23:01

Das zynische ist: wir müssen noch auf viele, wenn nicht hunderte deutsche Opfer warten, bis sich wirklich was bewegt.

Wohne ja noch (bis zum Umzug am 1.12) im Wedding. Trage eine recht schicke und teure Uhr, am Sonntag (ich kam vom Dorfbesuch bei Vater) am späten Abend in der Ubahn haben das auch zwei gleichaltrige Albaner bemerkt.
Dumme Sprüche, dümmere Blicke. Leopoldplatz bin ich dann raus, sie mir gefolgt.
Bin wirklich kein Hansel, kann mich auch halbwegs wehren. Aber gegen ein Messer machste halt: nichts. Selbst Nahkampfausbilder beim SEK-M haben uns beigebracht: Messerabwehr heißt immer mindestens einen Schnitt zu kassieren.
Naja es wurde dann nichts aus der Nummer, bin heilfroh drüber. Hatte echt nen beschissenes Gefühl.
Werde mir in Zukunft einen Abstandshalter einpacken. Also ein Teleskopstock. Klingt evtl blöd, aber ich lass mich nicht auf unseren Straßen abstechen. Und das ist das bekloppte, ich will nicht dass das irgendwem passiert. Aber die Realität zeigt ja, es muss noch deutlich mehr Opfer geben. Dass ich bei soviel Zynismus angekommen bin ärgert mich selber, aber anders scheint es nicht zu gehen.

Kann leider nicht nach Chemnitz kommen, hoffe es wird ein friedlicher Marsch (mit vielen Ordnern, die im Zweifel Krawallmacher sofort runterputzen), die Bilder dienen wie man unschwer erkennen kann, sofort schablonenartig für die Staatshetze gegen das eigene Volk.

Gruß

RMH
29. August 2018 23:32

Halten wir anhand der oben dargestellten Zeugenaussagen einmal fest, dass ca. 8 Tatbeteiligte sich offenbar noch auf freiem Fuß befinden und frei herum laufen (es wurden ja bislang nur 2 festgesetzt). Den Medien und der Politik ist es aber wichtiger, sich an ein paar Grüßen aufzureiben (wovon bei mindestens einem der "Grüßenden" man aufgrund dessen Erscheinungsbildes schwer davon ausgehen kann, dass er linker Provokateur war), als darauf hinzuweisen, dass offenbar Täter noch sich frei in diesem Land herum treiben können.

Ein Skandal, der wahrlich die Leute zum Nachdenken und hoffentlich auch auf die Straßen bringen wird. 8 Tatbeteiligte laufen nach Tagen noch frei herum und sind offenbar nicht ermittelt - und keinen von den Mainstream-Medien, die ja sonst so auf "investigativ" machen, interessiert es!

Botschafter2258
30. August 2018 00:31

Es scheint wieder einmal normal zu sein auf die Ossis, im speziellen auf den gemeinen Sachsen, zu schimpfen.
Das Land Sachsen scheint als Brutstätte des Rechtsradikalismus zu erscheinen. Als typischer Wessi muß ich dem widersprechen und das entschieden. Der Grund, weshalb der Ostdeutsche sich so massiv sperrt gegen eine Masseneinwanderung liegt im negativen westdeutschen Beispiel.
Im Westen gibt es bereits viele Städten in denen der Ausländeranteil bald die Mehrheit stellt. Die Ossis wollen diesen negativen Zustand nicht und wehren sich dann dementsprechend. Ich bin froh auf dem Land zu leben weit entfernt von der nächsten Großstadt. Bei uns zwischen Wiesen und Wäldern ist die Welt noch einigermaßen in Ordnung, auch wenn wir langsam die Massenmigration spüren.
Ja, auch bei uns gibt es Asylbewerber: Es gibt sogar Burkaträger. Doch ist all´ dies noch die Minderheit. Ertragbar ist es nur schwer. Man ist wütend, doch was bringt die Wut außer schlechter Laune – nichts. Man ist enttäuscht von Politikern, die vermutlich dieses Problem kennen, aber nichts dagegen machen.
"Wir brauchen bei Rückführungen eine nationale Kraftanstrengung", forderte Angela Merkel auf dem Deutschlandtag der JU. (WELT vom 15.10.2016)
Das waren ihre Worte 2016 im Oktober. Da Abschiebungen Ländersache passiert nicht viel.
„2017 wurden 23.966 Flüchtlinge in ihre Heimatländer zurückgebracht. Das waren 5,6 Prozent weniger als im Vorjahr.“ (WELT vom 28.01.2018 ) Bei knapp 200.000 Neuankömmlingen ein sattes Ungleichgewicht.
Was sollte geschehen ? Wenn die Länder nicht fähig sind genügend Abschiebungen durchzuführen, dann sollte dies der Bund machen. Die Länder und der Bund könnte die Gesetze dementsprechend ändern.
Vielleicht fühlten sich dann die Menschen verstanden, wenn die Politik ihren Bedürfnissen und Interessen entspräche und nicht jeder niedergebrüllt würde der die Masseneinwanderung kritisiert. Ein Denkanstoß aus dem tiefen Westdeutschland.

Mfg Botschafter2258

Andreas Walter
30. August 2018 06:18

In meinen Augen ist das immer weiter Zurückweichen angesichts der zukünftigen Gefahren die falsche Strategie:

https://rp-online.de/politik/deutschland/neue-forschungsagentur-regierung-will-krisenfruehwarnsystem-aufbauen_aid-32217379

Eine Regierung nämlich, die ein Krisenfrühwarnsystem aufbauen will, will damit das Volk unterdrücken und nicht daran arbeiten, dass solche Krisen gar nicht erst entstehen.

Die antideutsche Regierung ist daher das Problem, nicht das deutsche Volk. Die antideutsche Regierung verwechselt hier bewusst oder unbewusst Symptom und Ursache, weil sie selbst die Ursache all dieser Krisen ist, die sie verursacht hat.

Ein Volk, das nicht mehr durch seine Regierung geschützt wird muss anfangen sich selbst zu schützen. Eine Regierung aber, die sogar das eigene Volk angreift, muss gestürzt werden. Es gibt kein Recht auf Unterdrückung und Missbrauch, auch nicht durch eine Regierung. So eine Regierung nennt man darum Diktatur, ein absolutistisches, totalitäres Herrschaftssystem.

Trauermarsch darum ja, doch warum dabei den politischen Protest verbieten, wenn doch auch dieser Mord (und auch die beiden anderen Schwerverletzten) einzig und allein politische Ursachen hat, auf Staatsversagen zurückzuführen ist.

Nicht dass sonst noch aus der Schere im Kopf eines Tages ein Messer im Kopf wird.

Der_Juergen
30. August 2018 07:56

@Botschafter 2258

Sie sind offenbar der Ansicht, die Herrschenden könnten umdenken und den drohenden Volkstod durch Massnahmen stoppen ("Wenn die Länder nicht fähig sind, genügend Abschiebungen durchzuführen, dann sollte dies der Bund machen"). Dies wird der Bund nicht tun, weil er von Leuten geführt wird, die den Volkstod der Deutschen zu ihrem Programm gemacht haben.

Gott sei Dank gab es die DDR. Trotz ihrer schreienden Mängel hatte sie den einen entscheidenden Vorteil, dass das Denken der Deutschen dort unter dem Kommunismus nicht im entferntesten so stark korrumpiert wurde wie durch den Liberalismus im Westen. Dort lebten die Bundesdeutschen jahrzehntelang in einem grossen, recht gemütlichen goldenen Käfig und hielten sich für frei. Doch das ist längst vorbei.

Die nächsten schweren Gewalttaten von "Kulturbereicherern" gegen Deutsche und die nächsten spontanen Explosionen des Volkszorns im Osten kommen so sicher wie das Amen in der Kirche. Ich habe das Gefühl, dass die lang erwartete revolutionäre Stimmung nun heranreifen wird. Wie lange werden sich die Deutschen noch von Monstern regieren und von den Knechten dieser Monster belügen und beschimpfen lassen?

Bezüglich der Hitlergrüsse, die für die Monster und ihre Knechte hundertmal schlimmer waren als der Mord an Daniel H. und die beinahe gelungene Abschlachtung zweier anderer Deutscher, habe ich den dringenden Verdacht, dass sie von Provokateuren kamen. So dumm, nicht zu kapieren, dass die Lügenmedien dergleichen dringend brauchen und entsprechend ausschlachten werden, kann doch nicht einmal der verbohrteste Extremist sein.

deutscheridentitaerer
30. August 2018 08:05

1. Ein Kernproblem ist, dass Demonstrationen ohne die Hoolszene von der Antifa plattgemacht werden und mit der Hoolszene die Außenwirkung dahin ist.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer es für den oft zufällig vor Ort zusammengestellten Ordnerdienst ist, Undiszipliniertheiten zu unterbinden.

Alle Undiszipliniertheiten wird man allerdings eh nicht verhindern können und wie man gesehen hat braucht die Presse auch nichtmal konkrete Vorfälle um von "Menschenjagd" usw. zu sprechen.

Der Feinsinnige
30. August 2018 09:23

Eine glasklare und eindringliche Lageanalyse, der man viel mehr Leser wünschte, als sie die Sezession wohl zu erreichen in der Lage ist. Jeder einzelne Punkt ein Peitschenhieb gegen die „veröffentlichte Meinung“.

Und schon wieder ein (für mich) „neuer“ Name im Kreis der Oppositionellen, die offenbar wirklich etwas zu sagen haben: Martin Kohlmann. Ich bin bislang nicht zum Abhören seiner Rede vom Monat gekommen, werde das aber nun nachholen.

Interessant auch, daß sowohl Kubitschek (unter Ziffer 5) als auch Gauland (mit voller Berechtigung und etwa zeitgleich, aber sicher ohne Absprache) den Begriff „normal“/ „unnormal“ verwenden, Gauland im Original-Interview der „Welt“ leider hinter einer „Bezahlschranke“:

https://www.focus.de/politik/deutschland/ausschreitungen-in-chemnitz-gauland-es-ist-normal-dass-menschen-dann-ausrasten_id_9494390.html

Von Chemnitz aus könnten am Samstag wirklich historische Bilder um die Welt gehen, ein viele tausend Menschen zählender Trauerzug, angeführt neben anderen insbesondere von Björn Höcke. (Wird der Bundesvorstand der AFD vertreten sein?? Und von wem?) Wenn es gut geht, wenn die gemachten Vorgaben eingehalten werden und die Medien nicht die von ihnen erhofften Krawallbilder bekommen, wäre das ein großer Schritt nach vorne. Da der Chemnitzer Fall leider nicht das letzte einschlägige Verbrechen sein dürfte, gehe ich davon aus, daß hier ein neues Demonstrationsformat geschaffen werden wird. Ich werde dabei sein und das unterstützen.

marodeur
30. August 2018 09:25

@Kubitschek: "Oder vermag er zwischen den Zeilen zu hören, zu sehen und zu lesen .... "

Nein. Zumindest in meinem Umfeld (Hessen) ist der Bürger dazu nicht in der Lage - im Gegenteil. Das schon immer vorhandene Bild vom hässlichen Ostdeutschen verfestigt sich mit neuer Härte. Vermeintliche "lustige" Bemerkungen über meine ostdeutsche Herkunft werden wieder hervorgekramt. Ich schaue in diese Augen und sehe nichts. Ich sehe nur einen weiteren Impuls, der auf eine neuronale Einbahnstraße trifft. Unpolitische Menschen, die auf moralische Trigger trainiert wurden und immer das gleiche Programm abspulen. Wir sehen hier nichts weiter als eine weitere Schippe Beton im gesellschaftlichen Spaltgraben. Ich kann die Bewohner der anderen Seite kaum noch erkennen. Sind das wirklich Menschen von meinem Stamm? Die Chemnitzer sind mir beinahe physisch näher, als der Kollege, der direkt neben mir sitzt. Es ist schon lange nicht mehr wichtig, was diese "Statisten des Wandels" denken. Bedenke, wage, beharre! Und du wirst vieles im Leben erringen.

Thomas
30. August 2018 09:55

Wie pervers muss man eigentlich sein, um angesichts eines bestialisch ermordeten Menschen und zweier Schwerverletzter, die den Angriff vielleicht nicht überleben werden hier Konzerte zu veranstalten? Was bitteschön soll das werden, etwa ein Solidaritätskonzert für Mörder und Räuber? Wer geht da hin und feiert dort eine Party?

Ich befürchte, dass die gesamte linke Szene, die Presse und die Vertreter der Altparteien völlig alle Maßstäbe verloren haben und in einem Abgrund an Dummheit, Niedertracht und moralischer Perversion stecken, aus dem sie nicht mehr herauskommen. Nicht einmal das Regime der DDR war so verkommen und irrational wie das jetzige, dem ich inzwischen alles zutraue. Die werden auf die tiefsten Stufen schmutziger Spiele hinabsteigen um ihre Macht zu sichern. Besonnene und friedliche Kundgebungen werden sie nicht mehr umstimmen oder davon abhalten, weitere Repressionen zu beschließen.

RMH
30. August 2018 10:15

"Wie pervers muss man eigentlich sein, ... Konzerte zu veranstalten? Was bitteschön soll das werden, etwa ein Solidaritätskonzert für Mörder und Räuber? Wer geht da hin und feiert dort eine Party?"

@Thomas,
vielleicht gehen die noch frei herumlaufenden 8 weiteren Tatbeteiligten da hin, trinken einen und feiern, dass sie in der wohl weltoffensten Gesellschaft überhaupt sich derart ungestört selbst verwirklichen können.

Apostat
30. August 2018 10:16

Die letzten zwei Tage habe ich mir ausführlich Youtube Videos zu den Chemnitzer Protesten angeschaut. Vergleiche ich Transparente und Inhalte verbaler Forderungen,-einzeln oder kollektiv geäußert, mit Bildern zurückliegender Demonstrationen in Cottbus, Berlin und Kandel ist schon eine andere Tonlage erkennbar.
Jeder Bürger kann von seinem Demonstrationsrecht Gebrauch machen, auch Hooligans und Neonazis. Ohne Zweifel war dieser Personenkreis in der absoluten Minderheit, der nichtsdestotrotz die Proteste dominiert hat.
Es ist eine Haltungsfrage, ob man sich Demonstranten anschließt- die dem Auftreten und äußeren Erscheinungsbild nach, in den 1930er Jahren geeignete SA Kader gewesen wären.

deutscheridentitaerer
30. August 2018 10:42

Punkt 9 ist wohl der entscheidende. Leider habe ich nicht den Eindruck, dass die "bürgerliche Mitte" wirklich dazu in der Lage ist. Schwierig einzuschätzen allerdings, wer von denen anders denkt, wird das für sich behalten.

@Apostat

In der Tat eine Haltungsfrage, leider fallen Sie durch. Wer Demonstrationen nur unterstützt, wenn sie harmlos und als Opfer auftreten, ist Teil des Problems.

Auch wenn ich nazistische Parolen und asoziales Auftreten aus offensichtlichen Gründen verurteile, begrüße ich den aggressiven, selbstbewussten, dynamisch-sportlichen Charakter der Chemnitzer Demonstranten. Man muss sich auch mal gerade machen.

Wer nun denkt, seine persönliche Umgangshygiene sei wichtiger als das Ringen um Sein oder Nicht-Sein unseres Volkes, kann mir gestohlen bleiben.

RMH
30. August 2018 11:09

"Es ist eine Haltungsfrage, ob man sich Demonstranten anschließt- die dem Auftreten und äußeren Erscheinungsbild nach, in den 1930er Jahren geeignete SA Kader gewesen wären."

Es natürlich absoluter bullshit, ein paar Hoodie-Träger mit einer paramilitärischen organisierten und uniformierten Einheit zu vergleichen. Im Übrigen widersprechen Sie sich damit selber, wenn sie kurz zuvor richtigerweise darauf hinweisen:

"Ohne Zweifel war dieser Personenkreis in der absoluten Minderheit."

Gut, jeder braucht seine Entschuldigungen und Alibis, um seinen Hintern nicht hoch zu bekommen - meines ist für die konkreten Demos, dass ich mich zur Zeit in Dänemark aufhalte und feststelle, dass sich dieses Land zum absoluten Boom-Land in punkto deutsche Touristen entwickelt hat (früher wurde man ja dafür vielfach verspottet, in dieses eher nass-kalte Land zu fahren, wo sonst jeder in der warmen "Süden" gefahren ist). Kann ich auch verstehen, zumindest im Urlaub will man mal nicht in einem shithole sein, sondern in einem aufgeräumten, sicheren Land, wo blonde Kinder nach wie vor die deutliche Mehrheit darstellen. Zu Hause kann man dann es sich ja so richtig hyggelig machen und die Rollläden runter lassen, Fernseher auf die richtigen Kanäle schalten bzw. sich die neuesten Serien "streamen", damit man das Elend nicht zu deutlich mitbekommt. Und das Näschen schön hoch ziehen, wenn mal ein paar Proleten auf die Straße gehen und dabei trotz anders lautenden Darstellungen niemanden jagen, killen oder abmessern --- ganz im Gegensatz zu anderen Gruppen.

deutscheridentitaerer
30. August 2018 11:45

Wer die im Internet kursierenden Bilder durchgesehen hat, wird vielleicht gemerkt haben, wie oft man den einen Fettsack mit tätowiertem Gesicht gesehen hat. Bei einigen tausend Teilnehmern war dieser Typ ganz offenbar überproportional bevorzugtes Fotomotiv der Presse, auch wenn man in Rechnung stellt, dass er sich in den Vordergrund gedrängt hat.

Solche Bilder sind für die Außenwirkung noch viel schädlicher als echte oder vermeintliche Gewalt. Denn dass man auf Gewalt mit Gewalt antwortet, ist dem Teil unseres Volkes, den wir erreichen wollen, grundsätzlich vermittelbar. Aber mit solchen abgefuckten Gestalten gemein machen ist gerade dieser Zielgruppe eine widerliche Vorstellung.

Wie man dieses Problem löst weiß ich nicht. Vielleicht hilft es wenigstens die Bilder von normalen Demonstrationsteilnehmern stark zu verbreiten (aber über welche Kanäle?).

John Haase
30. August 2018 11:57

@Apostat, deutscheridentitaerer
Pas d‘ennemis à droite. Cum grano salis natürlich, aber wer sagt: „Ich geh da nicht hin, da gab es Hitlergrüße, habe ich in den Qualitätsmedien gesehen“, der ist noch nicht ganz fertig in seiner politischen Entwicklung. Ich habe in den letzten Tagen im Staatsfernsehen über und über ein sehr kurzes Video von einer dieser „Menschenjagden“ gesehen. In diesem Video läuft ein Mann etwa 10 bis 20 Meter hinter einem anderen Mann her und hält dann an, als der „Gejagte“ wegläuft. Mehr sieht man nicht, weil die Qualität zu schlecht ist. Einmal war oben rechts ganz klein eine Quelle für das Video eingeblendet, kein Scherz: „Antifa Zeckenbiss“.

Wer die zeckischen Methoden der Provokation kennt fragt sich schon, wer da wem warum hinterherläuft.

Zu Punkt 9. Ich glaube mittlerweile sehen viele Normies, daß etwas zwischen den Zeilen geschrieben steht, was im Artikel mit Absicht verschwiegen wurde, aber es ist für ihre Augen oft noch verschwommen und der Teil, den sie lesen können, ergibt noch keinen komplett schlüssigen Text. So etwas wie „Fachkräfte“ statt „Einwanderer“ o.ä. dürfte mittlerweile fast jedem sauer aufstoßen, aber Hitlergrüße und „Menschenjagden“ haben immer noch Zug, fürchte ich, wenn auch nicht mehr so viel wie früher.

Die Leute merken, daß sie angelogen werden, aber das Ausmaß und die Perfidie der Lügen sind ihnen noch nicht klar geworden. Sie werden oft einfach bloße Dummheit und selektive Bildauswahl dort vermuten, wo in Wirklichkeit bösartiger Wahnsinn, massive Manipulation und Agendasetting betrieben wird. Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß der Normalbürger sieht, daß das BRD-Regime letztlich aus einer gigantischen miteinander verzahnten Schicht besteht, die so unterschiedliche Akteure wie Politiker, Journalisten, Pfaffen, Lehrer, hohe Beamte und Antifapenner zu einer politisch handlungsfähigen Kraft verbindet.

Wirklich frei ist man von der Beeinflussung nicht dann, wenn man die mediale Nazifizierung einer unerwünschten Demo durchschaut hat, sondern wenn es einem egal ist, ob am Rande einer Demo ein Besuffki gehitlert hat oder nicht.

cso
30. August 2018 12:09

Kein Mensch wird sich um die Außenwirkung irgendwelcher Spaßvögel kümmern, wenn sich erst einmal 20, 30 oder 40tsd Menschen versammeln. Aber dafür werden immer mehr Menschen erfahren, daß die sog. Berichterstattung im Staatsfunk exakt das Gegenteil dessen wiedergibt, das sie selbst erlebt haben.

Und nein, dazu müssen nicht einmal 20, 30 oder 40tsd Menschen auf einer einzigen Demo sein; es reichen mehrere, gleichzeitig stattfindende Veranstaltungen.

starhemberg
30. August 2018 12:42

Ziemlich fassungslos aus Österreich beobachtend kann ich nur sagen, politische Gegner werden endgültig zu Feinden. Die Entwicklung schreitet unaufhörlich voran, sie ist nicht mehr zu aufzuhalten. Zwischen denen, die mit den heuchlerischen Punkmillionären der Toten Hosen maximal betroffen abfeiern, nämlich betroffen ob des angeblichen "Rechten Mobs", und denen, die ehrlich und bestürzt über ein weiteres eigenes Blutopfer durch die fremden Invasoren trauern, kann es keine Verständigung mehr geben. Mir bleibt nur noch eine unangenehme Mischung aus Ekel und Wut im Halse kleben, und ich bin dankbarer als je zuvor, Österreicher zu sein und nicht Deutscher. Wiewohl ich mich dem deutschen Brudervolk aufs engste verbunden fühle. Und daher mitleide.

marodeur
30. August 2018 12:52

@deutscherIdentitaerer: "Wie man dieses Problem löst weiß ich nicht. "

Das kann man noch nicht ganz lösen. Wenn ich Verantwortlicher beim Verfassungschutz wäre, dann würde ich dem tätowierten Fettsack einen Dienstwagen überlassen, damit er die nächste Demo nicht verpasst. Man kann das Problem allenfalls in der Menge verdünnen, aber für die ZDF Kameramänner ist das dann allenfalls ein Wimmelbild. Die warten alle nur auf den einen Typen, der wie auf Kommando "Männchen macht" mit ausgestrecktem Arm. Diese Radikalen werden sowieso irgendwann nicht mehr kommen, sobald sich mal was bewegt. Für die sind wir doch nur etwas moderatere "linke Pussies" (O-Ton, den ich mir schon anhören mußte) mit ein paar lächerlichen Minimalforderungen.

Fritz
30. August 2018 12:52

Wenn die Demo so abläuft wie in Punkt 10 beschrieben, ohne Plakate und ohne Gewalttäter, dann wäre das ein Erfolg. Auch wenn von den Medien der kleinste Pfurz zum Skandal aufgeblasen wird, muss man ihnen dazu nicht auch noch Futter liefern.

Übrigens ist in Wismar ein Syrer verprügelt worden:

https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Wismar-Syrer-mit-Eisenkette-verpruegelt,wismar600.html

Tagesschau hat inzwischen alle wütenden Kommentare, die dahin gingen warum denn ein solcher Vorfall offenbar von überregionalem Interesse ist, die Ermordung eines deutsche Arztes aber nicht, entfernt.

Allmählich brennt die Luft.

H. M. Richter
30. August 2018 13:03

Die im Aufruf für den Chemnitzer Trauermarsch enthaltenen Bitten erfreuen sehr.

(Ich selbst konnte im August 1980 in Danzig erleben, wie in privaten Gaststätten keinerlei alkoholische Getränke mehr ausgeschenkt wurden, um den Streik der Arbeiter auf der Lenin-Werft nicht zu gefährden.)

Man muß sich klar sein: Nichts wird von den Staatsmedien u. a. in diesen Stunden so gefürchtet, wie ein würdevoller Trauermarsch am Samstag.

So wird tatsächlich bereits von einem "sogenannten Trauermarsch" gesprochen und geschrieben.

Wünschenswert wäre, wenn es noch gelänge, kurzfristig für Sonnabend eine 'unabhängige Beobachtergruppe' zu bilden. Dabei könnte es sich um Bürgerrechtler (Barbe, Lengsfeld u.a.), Bundestagsabgeordnete wie auch ausländische Parlamentarier [sog. 'parlamentarische Beobachter'] und weitere bekannte Persönlichkeiten von hoher Reputation (z. Bsp. Maaz) handeln, die im Anschluß an den Trauermarsch eine Pressekonferenz einberufen und ihre Einschätzung des Verlaufs geben.

Zusätzlich könnte in Chemnitz gefordert werden, daß unverzüglich ein "unabhängiger Runder Tisch" aus Bürgern der Stadt gebildet wird.
_____________________________________

Was ist im Vorfeld noch zu erwarten?: Der Versuch, den Trauermarsch zwecks Einschüchterung in einen "sogenannten Trauermarsch" oder "erneuten Aufmarsch" umzudeuten, wird noch intensiviert werden. Nur so ist es möglich, linksextremistischen Gewalttätern erneute Angriffsgelegenheiten zu geben und in hoher Anzahl zur Anreise zu bewegen.

Nehmen wir die Angst der für die deutschen Zustände Verantwortlichen vor einer würdevollen, 'bürgerlichen', disziplinierten Massendemonstration, auf der 20.000 oder noch weitaus mehr Teilnehmer trauernd zeigen, was auf ihrer Seele brennt, ernst !

Lassen wir alle sie deshalb genau dazu werden !

Gustav Grambauer
30. August 2018 13:25

Auch wenn`s hier nicht weiterhilft, so soll es einmal gesagt sein:

Alle Aggressionen irgendwelcher kleiner Provokateure können nicht an die passive Aggressivität (Topos von M. L.) und Negativität heranreichen, die von der erstarrten, erdrückenden Schwere sowie von der Bosheit, Verbitterung und Unerbittlichkeit, Mißgunst und Anmaßung im Gesichtsausdruck dieser Machination ausstrahlt:

https://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Marx-Monument#/media/File:Chemnitz_-_Karl_Marx_monument_at_night_(aka).jpg

Soweit ich im Netz sehen konnte haben sich die aggressiven Szenen alle am "Nischl" zugetragen, mich wundert das nicht, dieser Kaaba-Abklatsch, - es handelt sich um einunddasselbe Odium -, ruft geradezu die Aggression herbei. "Ein Messer wurde am Karl-Marx-Kopf gefunden" (G. K.) - da hätte ich als Kripo auch zuallererst gesucht.

- G. G.

heinrichbrueck
30. August 2018 13:29

Hitlergrüße bedienen Pawlowsche Reflexe, - triggern geradezu die Bereitschaft Verbote anzuerkennen, also in diesem Fall Macht abzugeben -, der auf Vernichtung angelegten Erziehungslosigkeit in diesem Land. Die Sittlichkeit taciteischer Beschreibung wird zerstört, dann der Vorwurf politischer Unfähigkeit medial verbreitet, danach Verbote reflexhaft gefordert werden können. Diese Konditionierung ist bösartig!
"Only a virtuous people are capable of freedom. As nations become corrupt and vicious, they have more need of masters." (Benjamin Franklin)
POWER CANNOT BE GIVEN...
IT HAS TO BE TAKEN. Um aber dahin zu gelangen, muß die Macht beim Volk liegen, muß die Führungsebene ausgetauscht werden.

Der Feinsinnige
30. August 2018 13:35

Gerade ist im ZDF berichtet worden, dem Chemnitzer Verbrechen sei ein „Streit unter Männern“ vorausgegangen – offenkundig schon wieder eine Verharmlosung.

Es sollte doch möglich sein, daß die unter Ziffer 2 abgedruckten Zeugenberichte zunächst über alternative Medien so wirkungsvoll verbreitet werden, daß diese zuletzt auch die breite Öffentlichkeit erreichen.

@ marodeur:
Ihren Bericht kann ich sehr gut nachvollziehen und vom Grundsatz her bestätigen, bin ich doch ein seit vielen Jahren im „Osten“ lebender „Wessi“ und bin daher ebenfalls schon familiär mit den völlig anderen Erlebnis- und Erkenntnishorizonten in Ost und West konfrontiert. Trotzdem gehe ich davon aus, daß die Mauer der medialen und politischen Dauerberieselung mit ständigen Lügen fallen wird, daß es auch im Westen genug Leute gibt, denen die Augen geöffnet werden können. Schließlich hat die AFD auch im Westen Erfolge. Es geht halt im Westen nur alles viel langsamer als im Osten.

Je höher ein Gebäude (auch ein Lügengebäude) gebaut wird, desto eher läuft es Gefahr, zusammenzustürzen. Wir sehen derzeit meines Erachtens eine neue Qualität an Propaganda und Indoktrination, die seit dem Chemnitzer Gewaltverbrechen deutlich erkennbar noch aggressiver und hysterischer geworden ist als je zuvor. Ich kann mir nicht vorstellen, daß dies nicht auch unpolitische bzw. ARD- und ZDF- oder SPON-hörige Menschen irgendwann bemerken. Die etablierten Medienvertreter und Politiker scheinen jedenfalls genau davor Angst zu haben, sonst würden sie nicht so maßlos überziehen.

Monika
30. August 2018 15:37

@ Gustav Grambauer
doch, es hilft hier weiter !
Solange der Nischel da steht und nicht endlich ein Mahnmal für die Opfer des Kommunismus, wird sich nichts bewegen !
Karl Marx:
"Die Gewalt ist der Geburtshelfer jeder alten Gesellschaft, die mit einer neuen schwanger geht." ( 23, 779)
"In der wirklichen Geschichte spielen bekanntlich Eroberung, Unterjochung, Raubmord, kurz Gewalt die große Rolle." (23,742)

Marc_Aurel
30. August 2018 17:27

Die Berichterstattung der Medien ist nur noch als widerlich zu bezeichnen, die Reaktionen der bundesdeutschen Politikprominenz ebenso. Ich finde kaum Worte um meine Empörung zum Ausdruck zu bringen.

Opfer werden zu Tätern umgeschrieben und Täter zu Opfern, das ganze Land wird mit einer fortwährenden Welle der Gewalt überzogen, die nicht thematisiert werden darf, staatlich alimentierte linksterroristische Schlägerbanden dürfen sich ungestraft austoben und eine von der Politik dominierte Justiz schaut dabei weg. Jeder Widerstand gegen diesen Wahnsinn wird als Extremismus diffamiert, die Repression nimmt zu, Agents Provocateurs liefern die gewünschten Bilder, die Atmosphäre heizt sich auf.

Haarsträubende Zustände, was man vor Jahren noch als Dystopie betitelt hätte, wird jetzt langsam Realität.

Rosenkranz
30. August 2018 17:33

Will man die eigene Haut in solchen Auseinandersetzungen mit dieser Art von Asylanten retten, kann es nur heißen, voll drauf (notfalls präventiv) und anschließend schnell das Weite suchen. Man ist sonst das Schaf gegen ein Rudel Hyänen.

Schweigen bei Demonstrationen kann sehr kraftvoll sein. Die ersten drei, vier Montagsdemos in Hamburg liefen auch ohne Redner und Mikrofon ab. Das war eine wunderbare Atmosphäre. Erst als die ersten Reden gehalten wurden, ja gelegentlich auch von Spinnern, war diese kraftvolle und schöne Stimmung dahin.

Die Leitmedien gehören zum Feind. Sie sind in der Spirale der Lügen, des Verschweigens und der Denunziation gegen uns gefangen und kommen da nicht mehr raus. Sie können nur noch weiter eskalieren. Auch in Hamburg wurden immer die "besonderen Gestalten" abgelichtet und selbst friedliche Organisatoren wie Frau Uta O. zum "Abschuß" freigegeben. Was mich freut ist, daß die Auflagen der Leitmedien teilweise in 10%-Schritten sinken. Was das auch für die "hippen" Mitarbeiter bedeuten kann, sollte jedem klar sein.

Auch wenn der Anlaß tragisch/traurig ist, aber wir brauchen die weitere Zuspitzung der Lage. Die vielen Wohlstandsjahre waren der Volksgesundheit abträglich. Nur die Not wird uns wieder zusammenfinden lassen, in der Familie, in einer Wohngemeinschaft, in einem Dorf, in einer abgesperrten Zone in der Stadt. Dann steht das Wir wieder über dem Ich. Dann haben wir eine Chance auf eine Wiedergeburt, auch um die liberalen Fesseln zu sprengen. Eine wichtige Komponente die man auch nie vergessen darf, wir haben Heimvorteil.

Cacatum non est pictum
30. August 2018 17:40

Die Medien als verlängerter Arm der Bundesregierung haben ihre Automatismen zur Bekämpfung oppositioneller Meinungen verfeinert und verfestigt. Das müssen wir neidlos anerkennen. Die Geschehnisse rund um Chemnitz sind in einem Tempo und mit einer Routine propagandistisch aufgenommen, verarbeitet und kanalisiert worden, daß man schon ehrfurchtsvoll von einer gut geölten Maschine sprechen kann, die reibungslos im Takt läuft. Das ist nicht zuletzt den engagierten Journalisten zu verdanken, die in weiten Teilen mitbringen, was von einem Kettenhund skrupelloser Machthaber gefordert wird: reichlich politische Unbildung, Opportunismus, Gesinnungsfuror und Selbstgefälligkeit.

Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Politische Klasse und Medien befinden sich voll auf Eskalationskurs. Mögen sie die Konsequenzen bedacht haben!

@marodeur

"Nein. Zumindest in meinem Umfeld (Hessen) ist der Bürger dazu nicht in der Lage - im Gegenteil. Das schon immer vorhandene Bild vom hässlichen Ostdeutschen verfestigt sich mit neuer Härte ... Ich schaue in diese Augen und sehe nichts. Ich sehe nur einen weiteren Impuls, der auf eine neuronale Einbahnstraße trifft. Unpolitische Menschen, die auf moralische Trigger trainiert wurden und immer das gleiche Programm abspulen. Wir sehen hier nichts weiter als eine weitere Schippe Beton im gesellschaftlichen Spaltgraben."

Das haben Sie treffend formuliert. Ich nehme es in Westdeutschland ähnlich wahr (eine Arbeitskollegin zu den Fernsehbildern aus Chemnitz: "Die sind doch alle total hohl!"). Und ich bin mir nicht sicher, ob der Funke des politischen Aufbäumens vom Osten auf den Westen überspringen kann. Die Leute hier sind dermaßen politisch konditioniert worden, daß sie großenteils die eigene Lage nicht mehr erkennen.

Lotta Vorbeck
30. August 2018 19:00

"Nehmt ihnen die Messer, sonst ...!"

https://www.rundschau-online.de/image/31192692/2x1/940/470/94581f9c70f385d4dee08845680fe414/Ix/chemnitz-trauerkreis-plakat.jpg

Pit
30. August 2018 19:11

"Trauermarsch"... die Argumentation ist halt leider wirklich nicht einfach:
wäre es mir denn lieber, wenn Millionen Ausländer-Siedler...: friedlich wären?

Es geht um den großen Austausch, nicht um Ausländergewalt.

Bis heute ist es uns nicht erlaubt, gegen den Großen Austausch zu sein. Denn es entsteht durch den Austausch ja kein Unterschied. Ist ja egal, welcher Mensch irgendwo lebt. Und Deutsche / Weiße sind schuldig und müssen aussterben.

Können wir Fortschritte machen, solange wir nicht die wirkliche Frage aussprechen dürfen?
Wie kommen wir da hin, daß wir die wirkliche Frage aussprechen dürfen?

Durch ausdauerndes Bohren? Durch stetes Tropfen den Stein höhlen?

In welcher Zeit der Frosch gar gekocht ist. GENAU DAS ist die Strategie der üblichen Verdächtigen: Widerstand aufbauen braucht eine gewisse Zeit, da gibt es vermutlich gewisse Konstanten, die ihnen aus ihren Forschungen am Vieh gut bekannt sind. Und in dieser Zeit werden Fakten geschaffen, die unumkehrbar sind: der Völkermord gelingt, und uns ist es nicht gelungen, uns zu wehren (siehe Grundschulen in Großstädten). Wirklich, Leute: was ist da unsere Strategie? Sorry für die blackpills!

Botschafter2258
30. August 2018 19:36

Der_Juergen Ich stimme Ihnen zu mit diesen Politikern ist solch´ eine politische Wende unmöglich.

Ich denke es gibt jedoch eine Partei die wäre zu einer Kehrtwende imstande. Jedenfalls hoffe ich dies. Und das ist die AFD. Denn ein weiter so wird unsere Nation zerstören.

Mfg Botschafter2258

nom de guerre
30. August 2018 20:41

@ marodeur
Das nehme ich (auch in Hessen) ähnlich wahr wie Sie. Habe mich heute mit zwei Personen, die die gesellschaftliche Lage ansonsten durchaus kritisch beurteilen, über Chemnitz unterhalten. Beide haben sowohl die Berichterstattung über die "Menschenjagden" als auch den "Streit unter Männern" als Auslöser für die Messerattacke geschluckt. Und warum hätten sie es auch nicht tun sollen? Wer sich nur bei den Mainstreammedien informiert, kann gar nicht zu einem anderen Ergebnis kommen. Außerdem ist die Erkenntnis, dass die Regierung bzw. überhaupt die Systemparteien (das Wort befindet sich noch nicht so lange in meinem aktiven Wortschatz) nicht nur sehr, sehr viele Fehler machen, wie ich es selbst lange Zeit gesehen habe, sondern bewusst gegen das eigene Volk agieren und dabei von den Leitmedien durch gezieltes Weglassen, Lügen und Hetzen unterstützt werden, nicht so ganz angenehm. Ostdeutschen, die schon einmal dabei waren, als ein System unterging, fällt dieser gedankliche Schritt ggf. leichter. Zumindest wäre das neben anderen Dingen eine Erklärung für die so deutlich unterschiedlichen Reaktionen.

Hartwig aus LG8
30. August 2018 22:15

Meistens weiss man vorher, was passiert. Aber es gibt die seltenen Situationen, bei denen die Wippe auf die eine oder andere Seite kippen kann. Ich weiss nicht, ob der kommende Samstag in Chemnitz eine solche Situation darstellt - wahrscheinlich eher nicht. Aber dennoch wird es auf jeden Einzelnen ankommen, der die Schar der Trauermarschierenden vergrößert. Und jeder, der meint, dass es auf ihn als Einzelnen nicht ankommt, dass er selbst das "Kraut nicht fett macht", der irrt.

Simplicius Teutsch
30. August 2018 23:31

Götz Kubitschek hat wie immer das Richtige mit den richtigen Worten gesagt.

Aber darf ich das verraten? - Er führt wohl eine DOPPEL-EXISTENZ im Internet auf Youtube - und zwar als Frank Stoner. Leicht maskiert. - Aber Klasse! Da steckt echt viel Götz Kubitschek drin!

Wer es nicht glaubt, möge youtuben:
"Chemnitz - Ein Insiderbericht - Frank Stoner im Gespräch mit Frank Höfer" - Vor allem ab Minute 13.30, die dort folgende Aussage demaskiert ihn zwar nicht optisch, aber inhaltlich, wenn er zustimmend formuliert: "Dass überhaupt die Menschen mal eine Reaktion zeigen, wenn solche Dinge passieren ... wenn so schwere Kriminalität in unserer Stadt passiert ... und der Mensch nicht nur zuhause auf dem Sofa sitzt und konsumiert ..."

Norden
31. August 2018 09:09

Was mich zu einem Kommentar bewegt und vielleicht nur auf Umwegen passt, ist die in diesen Tagen komplett neu geschriebene Wikipedia-Biografie der OB von Chemnitz Barbara Ludwig. War vor 3-4 Tagen noch von ihrem "Unfall" 2002 zu lesen, inkl. der 90 Tagessätze (das Töten eines Rollstuhlfahrers in einer Fussgängerzone rechtfertigt für mich die ""), so ist jetzt von einer "geschehenen Unfallfahrt" zu lesen, die Frau Ludwig noch als Opfer darstellt, weil dieses Geschehen gegen sie parteipolitisch instrumentalisiert werden sollte.

Interessant ist die nahezu ungebrochene politische Laufbahn ehemaliger DDR-Bürger. Um bei Frau Ludwig zu bleiben; sie war ab 1983 Erzieherin und Lehrerin. Ich gehe einfach mal davon aus, daß gerade solche Personen ideologisch gefestigt, bzw. zuverlässig sein mussten; möglicherweise um überhaupt in den Genuss eines Studienplatzes zu kommen. Natürlich werden Mitgliedschaften in SED u.ä. bei Wikipedia meist nicht erwähnt. Sie dürften aber doch höchst wahrscheinlich gewesen sein. Die Bürger, die in Chemnitz auf die Strasse gehen, setzen die Proteste von 1989 fort. Die DDR ist nicht tot. Vor allem ist ihr Instrumentarium wieder sehr verlockend. Das Hinüberretten in die West-Parteien, bzw. deren bedenkenlose Aufnahmepraxis, dürften ein weites Feld sein, an dessen offizieller Aufarbeitung aber wohl kein Interesse bestehen dürfte.

W. Wagner
31. August 2018 09:46

Lieber Herr Kubitschek,
gestern entdeckte ich auf YouTube doch noch Ihre wichtige Rede aus Dresden vom letzten Samstag (25.8.). Bitte versuchen Sie, diese noch hier auf die sezession.de zu verlinken, denn diese müßte zum wahren Wandel in unserem Land doch von ein paar Tausend mehr angehört und verinnerlicht werden, so auch das “sorgfältige Lesen”, die Askese, wie Sie sie beschreiben.
Überhaupt an dieser Stelle erneut meine Frage, warum Sie auf sezession.de nicht als eigene Spalte auf andere, zumindest Ihnen befreundete Seiten verweisen (vielleicht mit kurzer Erklärung), sich damit also stärker vernetzen? Ich könnte für eine solche Verlinkung einige gute italienische Seiten beisteuern.
Gruß Wagner

imwerk
31. August 2018 10:46

@ Norden

Der Vergleich zu 1989 wird gern und oft bemüht – ich habe da Zweifel. Heute steht kein ganzes Volk gegen eine marode, isolierte Staatsarchitektur. Die Geschäfte laufen gut, anders als damals.
Das ostdeutsche Narrativ nährt sich aus der Erfahrung, daß eine Regierung notfalls gestürzt werden kann. Aber auch, daß man eine Mauer bauen kann, wenn es sein muß.

Und zu Chemnitz allgemein: Seit 2014/2015 eskaliert die Gegenseite in einem bis dahin unvorstellbarem Maß und Tempo – ethnisch, kulturell und politisch. Die Demo in Chemnitz am 27.08. war aggressiv, keine Frage. Nur haben wir nach all den anderen schlimmen Fällen gelernt, daß Kerzenaufstellen keine zufriedenstellende Lösung ist. Vom instinktlosen Verhalten zweier sozialistischer Kleinstparteien abgesehen (die das ganze mit Wahlkampf verwechselt haben), möchte ich nirgendwo das Skalpell anlegen: Fußballfans, Kampfsportler, Rocker, Wut- und Sorgenbürger, Ottonormal – unsere Leute und exakt die Mischung auf einer Seite der Frontlinie, die von rechts seit Jahren vorausgesagt und beschrieben wurde. Nach Chemnitz gelten – hoffentlich! – künftig andere Regeln.

Hartwig aus LG8
31. August 2018 10:56

@nom de guerre @maradeur

Zu Ihren Berichten aus Hessen: Um mal ein Idiom der Linken aufzugreifen und etwas zu verunstalten: Die Ängste vor den Rechten sind da am größten, wo es die wenigsten Rechten gibt.
Man könnte fortsetzen, dass derartige Ängste durch Begegnung, einander Kennenlernen, gemeinsames Tun etc. abbaubar sind.

John Haase
31. August 2018 21:51

@ Norden
Ihr Kommentar bezüglich der Chemnitzer Bürgermeisterin Barbara Ludwig ist sehr interessant. Vorweg: ich bin kein Psychiater und Ferndiagnosen sind sowieso haram, aber: sollte die Wikipediageschichte wahr sein (sieht so aus) und sollte sie selbst dahinterstecken (wer sonst), so haben wir ein ganz nettes Indiz dafür, daß wir es hier mit einer Psychopathin zu tun haben.

Psychopathen zeichnen sich u.a. dadurch aus, daß sie verminderte bis gar keine Fähigkeit haben, Mitgefühl, Reue oder Schuld zu empfinden. Die Dümmeren unter ihnen landen deswegen im Gefängnis, die Klügeren lernen mit der Zeit, ihren Schaden zu maskieren und sind nicht selten beruflich sehr erfolgreich. In hohen Positionen in Politik und Wirtschaft finden sich weit überproportional viele Psychopathen.

Weil Psychopathen keine Gefühle empfinden können, müssen sie es lernen, welche zu heucheln. Ein Beispiel: wir normalen Menschen haben eine natürliche Achtung vor den Toten. Selbst diejenigen, die auf den Gräbern ihrer Feinde tanzen (siehe Kommentarstrang zum Poensgenartikel) haben diese Achtung. Die Frage ist nie: darf man auf Gräbern tanzen oder nicht, sondern „darf man auf manchen Gräbern ausnahmsweise tanzen oder nicht?“ Gerade die übelste Bomber-Harris-do-it-again-Zecke wird Zeter und Mordio schreien, wenn in ihrer Stadt auch nur ein Stolperstein versetzt werden soll. Einem Psychopathen hingegen sind selbst nahestehende Tote (genau wie nahestehende Lebende) einfach egal. Sie lernen nur mit der Zeit von ihrem Umfeld, daß es für sie selbst negative Auswirkungen hat, wenn sie das zeigen.

Der Umgang der Chemnitzer OB mit ihrer Schuld ist sehr verdächtig. Wir alle sind sicherlich schon einmal mit dem Auto abgebogen, haben dabei den Schulterblick vergessen und einfach nur Glück gehabt, daß gerade keiner kam. Würden wir in einer Fußgängerzone (!) einen Rollstuhlfahrer (!) tot fahren, so wären wir dennoch entsetzt über unseren schrecklichen Fehler und hätten ein schlechtes Gewissen. Ein Psychopath nicht. Ein Psychopath fragt sich nur: was bedeutet das für mich? Es ist ihm völlig egal, ob er einen Rollstuhlfahrer, ein Schulkind, einen Ausländer, einen Deutschen oder ein Verkehrsschild umfährt. Die Art, wie der Wikipediaartikel aus ihrem gerichtlich festgestellten schuldhaften schwerwiegenden Vergehen stattdessen ein von der politischen Konkurrenz böswillig gestreutes Gerücht macht, ist für einen normalen Menschen geradezu atemberaubend stil- und sittenlos und steht in keinem Verhältnis zum Vergehen, das ja letztlich „nur“ ein Unfall war, wie er ehrlicherweise wohl fast jedem hätte passieren können. Ein nicht perfekt angepasster Psychopath hätte aber wahrscheinlich Schwierigkeiten, dieses Mißverhältnis zu erkennen, weil er eben kein Gewissen hat. Wer auch immer diesen Artikel geändert hat, hat möglicherweile einen tiefen seelischen Schaden.

Theophrastus Bombastus
1. September 2018 01:04

Gerade ein Gespräch mit einem Freund gehabt, der kennt den Frank recht gut. Auch er berichtete über ansteigende Kriminalität in Chemnitz über die letzten Jahre. Da ist aber der Fairness zu sagen, daß es von allen möglichen Gruppen ausging, auch Deutschen sind dabei (Rocker, Skins, HipHopper). Die Goldschätze bringen das Faß gerade nur zum überlaufen mit ihren Messereien. Ein weiteres Problem, das Chemnitz hat, ist der starke Drogenkonsum:
https://www.mdr.de/sachsen/chemnitz/crystalhauptstadt-europas-heisst-chemnitz-100.html
Da verrohen natürlich auch die Sitten. Wen wundert es da, daß solche Taten auch dort geschehen?
Ich bin innerlich zwiegespalten. Einerseits stimme ich Kubitschek zu, daß sich Situationen erst so zuspitzen müssen, daß die Probleme für alle offen sichtbar werden und sich so Chancen für Veränderungen ergeben. Das kann aber auch von der Gegenseite genutzt werden, um alles noch mehr Richtung Wand zu lenken, um Gesetze zu verschärfen, Versammlungsverbote auszusprechen, soziale Netzwerke noch mehr zu regulieren.
Andererseits sehe ich natürlich auch Gefahren in einer Zuspitzung, einer sich verstärkenden Spaltung der Gesellschaft. Ich hoffe, daß sich nicht alles in die beiden Pole extrem links und extrem rechts aufspaltet. Das ist gerade Ziel der Strippenzieher, daß sich Links und Rechts die Köpfe einhauen. Am besten noch irgendeine radikale Gruppierung an die Schalthebel der Macht (ob nun Links oder Rechts -- egal) und dann eine kleinen Krieg oder vielleicht nur einen Bürgerkrieg. So lief es doch immer! Hüten wir uns davor!
Mein Freund meinte, daß selbst sich als links einstufende Menschen, die ganze Lage mittlerweile als sehr merkwürdig empfinden. Die "Bösen" heißen "Pro Chemnitz" und die "Guten" "Wir sind mehr". Die "Bösen" klingen überaus positiv und optimistisch, die "Guten" wie gewollt und nicht gekonnt.
Warten wir ab, vielleicht tun sich Brücken auf, die manche noch nicht erahnen können oder wollen ...

Gustav Grambauer
1. September 2018 08:35

imwerk

"Der Vergleich zu 1989 wird gern und oft bemüht – ich habe da Zweifel. Heute steht kein ganzes Volk gegen eine marode, isolierte Staatsarchitektur. Die Geschäfte laufen gut, anders als damals."

Das spricht sogar sehr dafür, daß - anders als 1989 - bald kein Stein mehr auf dem anderen bleibt. Der wahre Soziologe hat immer eine Ader für das Paradoxon und schaut auf die Psychodynamik, insbesondere im Spannungsfeld der Generationen, unter deren Einbeziehung auch der historische Vorlauf erst plausibel wird. Machtstrukturen sind für ihn vor diesem Hintergrund Treibsand, und die "Eckdaten" des Statistikers (sic!), noch dazu wenn sie die Verfettung der Spießer zum Maßstab der angeblichen Stabilität erheben, können nie den unerbittlichen Pendelschlag des Zeitgeistes erfassen, und welch wilden Tanz von Aufbau und Zerschmetterung dieser nach sich zieht:

http://www.prabelsblog.de/2018/07/die-modernisierung-der-groko-parteien/

- G. G.

Heinrich Loewe
2. September 2018 10:11

@Norden
Ihre Aussagen zur etwaigen politischen Linientreue der Frau Ludwig als DDR-Lehrerin sind reine Spekulation. Selbst aus Beurteilungen auf Zeugnissen können Sie nicht ablesen, wie die Leute wirklich politisch gedacht haben; noch nicht mal, wie sie sich verhalten haben.
Diese Art Schizophrenie gehörte zur DDR dazu, das war so.
Ein nicht schiefes Bild der DDR jenen zu vermitteln, die sie nicht erlebt haben, ist wirklich schwer.
Ich bin Mittelsachse, Jahrgang 66, Diplomingenieur.

Lotta Vorbeck
2. September 2018 11:48

@Heinrich Loewe - 2. September 2018 - 10:11 AM

"Ihre Aussagen zur etwaigen politischen Linientreue der Frau Ludwig als DDR-Lehrerin sind reine Spekulation. Selbst aus Beurteilungen auf Zeugnissen können Sie nicht ablesen, wie die Leute wirklich politisch gedacht haben; noch nicht mal, wie sie sich verhalten haben. ..."

________________________

So, so Lehrer in der TäTäRä gewesen sein und nicht linientreu? - Mit Verlaub @Heinrich Loewe, in welcher DDR haben Sie, Mittelsachse, Jahrgang 66, Diplomingenieur, gelebt?

In der Alt-BRD gab's den Radikalenerlaß, auf dessen Grundlage sogar Briefträger mit "falscher Gesinnung" aussortiert wurden.

"Im freiesten, je auf deutschem Boden existierenden" Staatsgebilde belegte man erst in jüngster Zeit - ganz ohne Radikalenerlaß - im Anhaltinischen einen Schornsteinfeger/Amateurfußballtrainer, sowie den Berliner Lehrer Nikolai Nerling, wegen "falscher Gesinnung" faktisch mit Berufsverbot.

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