»Ein Prozent«-Doku: Der Fall Marcus H.

von der Bürgerinitiative Ein Prozent über einen besonders tragischen »Einzelfall« aus Wittenberg, Sachsen-Anhalt.

 Gastbeitrag

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Die Wel­le der »Ein­zel­fäl­le« scheint die eta­blier­ten Medi­en erreicht zu haben:

Sieht man sich aktu­ell die Zei­tungs­spal­ten an, so kann man sich nicht über eine Unter­re­prä­sen­ta­ti­on der Fäl­le von Köthen und Chem­nitz beschweren.

Wäh­rend deut­lich links ste­hen­de Medi­en dies als Beweis für einen ver­meint­li­chen Rechts­ruck sehen, schrei­ben vie­le Kom­men­ta­to­ren und Bericht­erstat­ter des Main­streams am The­ma vorbei.

Einen ande­ren Ansatz wagt Ein Pro­zent mit der neu­en Doku­men­ta­ti­on zum Fall Mar­cus H. – einem Bei­spiel für Asyl­ge­walt, noch vor den Taten von Kan­del, Köthen und Chemnitz.

Die Her­an­ge­hens­wei­se: Statt den Blick auf die Per­son des Toten – Mar­cus – zu hef­ten, kon­zen­trie­ren sich die Macher auf den Vater. Auch uns bewe­gen die »Ein­zel­fäl­le«, wenn wir in den Medi­en von ihnen lesen oder auf Demos davon hören.

Noch auf­rüt­teln­der ist jedoch, wie die Hin­ter­blie­be­nen einer sol­chen ver­meid­ba­ren (!) Blut­tat das auf­neh­men und mit wel­cher Igno­ranz sie von Poli­tik und Medi­en behan­delt wer­den. Nach dem Tode des eige­nen Kin­des muß Kars­ten Hem­pel, der Vater des Toten, die nicht enden wol­len­de Bericht­erstat­tung zum The­ma ertra­gen. Im Fal­le von Mar­cus waren das sogar die staat­lich geneh­mig­ten „Fake News“ der Chefermittler.

Lin­ke jeder Schat­tie­rung bemän­geln oft­mals die angeb­li­che Ver­ein­nah­mung der Opfer von Mul­ti­kul­ti und ihrer Hin­ter­blie­be­nen für die schlech­ten, weil rech­ten poli­ti­schen Über­zeu­gun­gen. Die Rea­li­tät sieht anders aus.

Für Kars­ten Hem­pel bricht nach die­sem ver­häng­nis­vol­len 29. Sep­tem­ber 2017 eine Welt zusam­men. Er ver­liert nicht nur sei­nen Sohn, son­dern auch das Ver­trau­en in den Rechts­staat. Das Außer­ge­wöhn­li­che: Im Gegen­satz zu vie­len ande­ren geht er in die Offen­si­ve. Um die Wahr­heit fest­zu­stel­len und Gerech­tig­keit für sei­nen Sohn ein­zu­for­dern, stellt er sich und den Fall mas­siv in die Öffent­lich­keit – mit allen Folgen.

Ein Pro­zent hat­te die Gele­gen­heit mit Kars­ten Hem­pel zu spre­chen und sei­nen Fall aus­zu­wer­ten; zusam­men mit ihm arbei­ten wir die Details aus den Akten her­aus und pla­nen die nächs­ten Schrit­te sei­nes juris­ti­schen Vorgehens.

Im gemein­sa­men Kämp­fen, Rin­gen und Trau­ern ent­stand dabei die­se Doku­men­ta­ti­on, die es sich vor allem zur Auf­ga­be macht, umfas­send über den Fall auf­zu­klä­ren und mög­lichst vie­le Men­schen zu erreichen.

Denn: Nur gemein­sam kön­nen wir etwas bewe­gen. Was die einen mit einem Schul­ter­zu­cken oder, noch schlim­mer, mit Phra­sen von Tole­ranz und Viel­falt abtun, kön­nen wir nicht auf uns sit­zen las­sen. Der Fall Mar­cus H. betrifft uns alle, weil er sym­bo­lisch für unser Land steht.

Je mehr Men­schen Anteil neh­men am Schick­sal von Mar­cus H. und den Fall über unse­re Reso­nanz­räu­me weg ver­brei­ten, des­to eher müs­sen die Behör­den reagieren.

Auf dem Weg hin zu einer Ankla­ge haben wir bereits einen Erfolg errin­gen kön­nen: Im Juni wies die Jus­tiz­mi­nis­te­rin Keding vor dem Rechts­aus­schuss des Land­ta­ges Sach­sen-Anhalt dar­auf hin, daß im Fall immer noch ermit­telt wird – nun aber von der Staats­an­walt­schaft Magdeburg.

Auch wenn man es nach außen hin nicht so for­mu­lie­ren moch­te: Der Druck sei­tens der AfD und Ein Pro­zent war zu groß gewor­den, die alten Ermitt­ler zu belas­tet, so daß man beschlos­sen hat­te – beschlie­ßen muß­te –, eine neue Staats­an­walt­schaft an den Fall zu setzen.

Jetzt muß es uns dar­um gehen, daß nicht auch die­se Behör­de den Fall unter den Tisch fal­len und den Täter davon­kom­men läßt.

Daher hier eine instän­di­ge Bit­te an alle Leser der Sezes­si­on: Sehen Sie sich das Video ganz an, tei­len Sie es und ver­brei­ten Sie es in ihrem Bekann­ten­kreis. Nur so errei­chen wir die nöti­ge Auf­merk­sam­keit, um den Fall irgend­wann ein­mal abschlie­ßen zu können.

Kars­ten Hem­pels Kampf ist noch nicht vor­bei – Ein Pro­zent wird auch wei­ter­hin dran­blei­ben, recher­chie­ren und den Vater unterstützen.

Hel­fen Sie mit! Gemein­sam für die Wende.

______________

Alle wei­te­ren Infor­ma­tio­nen hat einprozent.de für Sie auf­be­rei­tet; dort erfah­ren Sie auch mehr über die­se ein­zig­ar­ti­ge, bun­des­weit agie­ren­de patrio­ti­sche Bür­ger­initia­ti­ve und Samm­lungs­be­we­gung, die es ver­dient hat, daß das gesam­te frei­heit­li­che und kon­ser­va­ti­ve Lager unter­stüt­zend tätig wird.

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Kommentare (4)

Thomas Martini

12. September 2018 12:17

Im Fall von Marcus Hempel greift einmal mehr Lichtmesz`Hierachie der Opfer. Die tendenziöse und verzerrte Berichterstattung sorgt dafür, dass ein solcher Einzelfall von der breiten Masse nicht bemerkt wird.

Wird die Straftat wie im Fall von Daniel H. von abgelehnten Asylbewerbern begangen, ist die "Herrschaft des Unrechts" mit geschlossenen Augen erkennbar. Da fragen sich selbst völlig unpolitische Bundesbürger, warum der Täter denn noch nicht abgeschoben war. Beim Fall von Susanna Feldmann war das vielerorts zu bemerken. Dass die Bundesregierung samt linksgrüner Opposition nicht gewillt ist, das Recht durchzusetzen, muss für jeden Patrioten dann auch das wichtigste Argument im Kampf gegen den politischen Gegner und um dem Beistand der unentschlossenen Bürger sein.

Lupenreine Demokraten wie Volker Kauder, wissen letztlich genau wie die deutsche "Bevölkerung" tickt. So beschwor der CDU-General vorhin im Bundestag eine "nationale Kraftanstrengung", um abgelehnte und straffällig gewordene Asylbewerber loszuwerden. Man kann sich schon denken, wie kräftig die zuständigen Behörden dieser Aufgabe nachkommen werden.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article175996590/Verhinderte-Abschiebung-in-Ellwangen-150-Migranten-stellen-Ultimatum-Polizei-zieht-wieder-ab.html

Die Unzufriedenheit wird mit jedem tödlichen Verbrechen, das - geduldet von den eigenen Eliten - durch die Hand Fremder begangen wird, weiter wachsen. Somit wird die AfD und die Neue Rechte auch stetig Zulauf bekommen. Wie stark der Zustrom ist, hängt von der Intensität der mit der Migration verbundenen Probleme ab.

Nicht hilfreich sind Wortmeldungen wie die eines David Köckert in Köthen. Solche Mitstreiter erweisen dem derzeitigen "Rechtsruck" in unserem Land einen Bärendienst. Bundesdeutsche, die sich nur im Hauptstrom informieren, können gar nicht anders, als tiefste Abscheu vor einem solchen Landsmann zu empfinden. Es sollte also unbedingt dafür gesorgt werden, dass Leute wie er oder Jennifer Rodrian sich nicht in den Vordergrund drängeln.

The Dark Side of Right

"Hier wären auch all die zur Diplomatie unfähigen Polterbären zur erwähnen, die ihre Zunge und Wortwahl nicht unter Kontrolle haben, und damit, ob mit oder ohne Absicht, das Geschäft unserer Gegner verrichten." (Lichtmesz, "Mit Linken leben", S. 305)

Lotta Vorbeck

12. September 2018 13:28

@Thomas Martini - 12. September 2018 - 12:17 PM

"... Nicht hilfreich sind Wortmeldungen wie die eines David Köckert in Köthen. Solche Mitstreiter erweisen dem derzeitigen "Rechtsruck" in unserem Land einen Bärendienst. Bundesdeutsche, die sich nur im Hauptstrom informieren, können gar nicht anders, als tiefste Abscheu vor einem solchen Landsmann zu empfinden. Es sollte also unbedingt dafür gesorgt werden, dass Leute wie er oder Jennifer Rodrian sich nicht in den Vordergrund drängeln. ..."

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Möglicherweise haben diese Leute solvente Auftraggeber und sollen mit ihren wohlkalkulierten Auftritten ganz bestimmte Bilder sowie medial nahezu weltweit verbreit- und verwertbare Redesentenzen erzeugen.

Wer, der auch nur einigermaßen zurechnungsfähig ist, läßt sich (nicht nur) sein Konterfei - wie Köckert mit einem tätowierten Sonnenrad - verunstalten oder präsentiert sich in einem solchen T-Shirt wie Rodrian?

Siehe auch:

# David Köckert: https://www.welt.de/img/politik/deutschland/mobile181488052/7332509937-ci102l-w1024/Two-Afghan-refugees-arrested-after-a-man-died-in-Koethen-Germany-09-Sep-2-2.jpg

# Jennifer Rodrian: https://pbs.twimg.com/media/DmwEZdNW4AUkNt4.jpg

Andreas Walter

13. September 2018 03:07

Ich möchte Ihnen und Ihrer Familie, den Freunden von Marcus, Herr Hempel, mein Mitgefühl lieber ohne Worte mitteilen.

Manchmal fehlen einfach die Worte, bedarf es keiner Worte, um die berührende Anteilnahme zu spüren, die diesen Kommentarstrang darum so still macht. Habe keinen Zweifel daran, dass es auch allen Sezessionisten so geht, für die ich es darum jetzt stellvertretend ausgesprochen habe.

Wir sind in Gedanken bei euch und bedanken uns, euer Leid teilen zu dürfen in der Hoffnung, es vielleicht dadurch etwas erträglicher zu machen. Ich zumindest glaube daran. Dass das geht. Darum habe ich es jetzt auch gemacht. Ich musste es tun, ich kann nicht anders. Man möge mir das bitte nachsehen. Meine Emotionalität, meine Traurigkeit, meine Berührtheit und meine Hilflosigkeit. Denke dabei auch an die Mutter, die nicht ohne Grund in dem Film gar nicht vorkommt. Kein Trost der Welt kann ihr Herz derzeit beruhigen, wir können auch sie darum nur einladen, bitten, auch ihren Schmerz mit uns zu teilen. Es hilft, zumindest ein bisschen.

Valjean72

13. September 2018 11:13

Das Video konnte ich noch nicht ansehen, da ich - hüstel - im Büro bin aber folgende Passage des Leserkommentars von Lotta Vorbeck wollte ich aufgreifen und einfach zustimmen:

"Möglicherweise haben diese Leute solvente Auftraggeber und sollen mit ihren wohlkalkulierten Auftritten ganz bestimmte Bilder sowie medial nahezu weltweit verbreit- und verwertbare Redesentenzen erzeugen."

Es ist mE wichtig, sich immer wieder zu vergegenwärtigen, dass die systemischen Kräfte auch mit gezinkten Karten spielen und Abläufe und Bilder, die sie benötigen ggf. selbst produzieren.

Man betrachte nur mal die drei Gestalten, die in Chemnitz unlängst den rechten Arm hebten.