Die konservative Revolution des Marxismus

 Gastbeitrag

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Als Lenin in einem um inter­na­tio­na­le Gleich­ran­gig­keit bemüh­ten klei­nen Kate­chis­mus die deut­sche Phi­lo­so­phie, den fran­zö­si­schen Sozia­lis­mus und die eng­li­sche Natio­nal­öko­no­mie als die »drei Quel­len und drei Bestand­tei­le des Mar­xis­mus« kodi­fi­zier­te, labo­rier­te er an einer kon­sis­ten­ten Dok­trin, wel­che die bis zur Selbst­wi­der­sprüch­lich­keit rei­chen­de Viel­schich­tig­keit des mar­xis­ti­schen Den­kens zum Ver­schwin­den brin­gen sollte.

Immer­hin hat­ten Karl Marx und Fried­rich Engels noch gewis­se Rang­un­ter­schie­de zwi­schen jenen drei natio­na­len Tra­di­ti­ons­li­ni­en gel­tend gemacht, indem sie den eng­li­schen Anti­ka­pi­ta­lis­mus, der zwar nicht sozia­lis­tisch, dafür aber klas­sen­kämp­fe­risch gesinnt war, dem zur Klas­sen­ver­söh­nung auf­ru­fen­den fran­zö­si­schen Früh­so­zia­lis­mus vor­zo­gen. Und in der eng­li­schen Tra­di­ti­on selbst hiel­ten sie »unse­re char­tis­ti­schen Vor­vä­ter« und »huma­nen Tories«, aber auch reak­tio­nä­re Öko­no­men wie Tho­mas Hodgs­kin und Pier­cy Raven­stone in Ehren, die »der Wahr­heit viel näher« gekom­men sei­en als ihre offi­ziö­sen natio­nal­öko­no­mi­schen Vor­läu­fer Adam Smith und David Ricardo.

Gele­gent­lich gaben Marx und Engels, die sich ansons­ten stets zum geis­ti­gen Erbe des deut­schen Idea­lis­mus Kants und Hegels bekann­ten, sogar preis, wie viel ihr kom­mu­nis­ti­sches Gegen­bild zur bür­ger­li­chen Gesell­schaft den kon­ser­va­ti­ven Gemein­schafts­leh­ren deut­scher Roman­ti­ker wie Adam Mül­ler und Ernst Moritz Arndt ver­dank­te. Über die von ihnen voll­stän­dig ver­leug­ne­te Bedeu­tung der pro­phe­tisch-apo­ka­lyp­ti­schen Tra­di­ti­on des alten Juden­tums für die theo­lo­gi­sche Zurüs­tung ihrer revo­lu­tio­nä­ren Gesell­schafts­kri­tik zu einer mes­sia­ni­schen Heils­leh­re hät­ten sie sich dage­gen von dem »Kom­mu­nis­ten­rab­bi« Moses Hess beleh­ren las­sen können.

Trägt man die archi­tek­to­ni­schen Schich­ten des mar­xis­ti­schen Lehr­ge­bäu­des ab, um es von sei­nen ver­dräng­ten Fun­da­men­ten her neu zu erschlie­ßen, so stößt man allent­hal­ben auf unbe­wäl­tig­te Pro­ble­me, die weit­aus lehr­rei­cher sind als die bekann­ten Irr­tü­mer, da sie bereits die bol­sche­wis­ti­schen Fehl­ent­wick­lun­gen und faschis­ti­schen Front­ver­wir­run­gen im spä­te­ren Welt­bür­ger­krieg der Ideo­lo­gien vor­weg­neh­men. Und hier­zu zäh­len vor­nehm­lich die seit Anbe­ginn im Den­ken von Marx und Engels wir­ken­den kon­ser­va­ti­ven und reak­tio­nä­ren Antriebs­kräf­te, die in der wis­sen­schaft­li­chen Lite­ra­tur kaum Beach­tung gefun­den haben, obwohl gera­de sie dem Mar­xis­mus sei­nen kom­ple­xen Cha­rak­ter ver­lei­hen, der ihn vor allen übri­gen, zumeist tri­via­len Sozia­lis­men auszeichnet.

Gleich­zei­tig aber droht eine unzen­sier­te Sich­tung der geis­ti­gen Vor­aus­set­zun­gen des Mar­xis­mus ihm eini­ges von sei­ner Ori­gi­na­li­tät zu rau­ben: Die For­de­rung nach Auf­he­bung der Aus­beu­tung durch Abschaf­fung der Arbeits­tei­lung hat­ten bereits die Saint-Simo­nis­ten erho­ben, und die Uto­pie einer staa­ten- und klas­sen­lo­sen Gesell­schaft schweb­te schon Tho­mas Pai­ne und Éti­en­ne Cabet vor; sogar Leh­ren vom Mehr­wert und vom Klas­sen­kampf waren bereits von Fran­çois Babeuf, Robert Owen und Bron­terre O’Brien ver­brei­tet worden.

Doch wenn­gleich Marx und Engels die­se als geis­ti­ges Eigen­tum rekla­mier­ten Topoi, The­sen und Theo­re­me in Wahr­heit nur ent­lehnt haben, erschöpft sich ihre Leh­re kei­nes­wegs in einem eklek­ti­schen Denk­sys­tem. Daß das Gan­ze des Mar­xis­mus mehr wert ist als die Sum­me sei­ner Tei­le, war maß­geb­lich dem phi­lo­so­phisch geschul­ten Kopf von Marx geschul­det, der sich in inten­si­ver Arbeit an einer dia­lek­ti­schen Syn­the­se der vor­ge­fun­de­nen Ele­men­te die­sen geis­ti­gen Mehr­wert abrang. Gewis­se struk­tu­rel­le Para­do­xien und zen­tri­fu­ga­le Ten­den­zen im Her­zen des Marx­schen Geschichts­den­kens lie­ßen sich gleich­wohl nicht weg­ar­bei­ten, denn sie wur­zel­ten in der rea­len Zwie­späl­tig­keit einer früh­in­dus­tri­el­len Gesell­schaft, deren enthu­si­as­ti­scher wirt­schaft­li­cher Auf­bruch durch­aus  trau­ma­ti­sche gesell­schaft­li­che Auf­lö­sungs­er­schei­nun­gen zeitigte.

Der Anspruch von Marx, die ambi­va­len­te Kri­sen­er­fah­rung der indus­tri­el­len Revo­lu­ti­on als Fort­schritts- und Ver­falls­pro­zeß durch eine dia­lek­ti­sche Kapi­ta­lis­mus­kri­tik zu bewäl­ti­gen, schei­ter­te nicht zuletzt dar­an, daß in die­ser ins­ge­heim eine idea­lis­ti­sche Geschichts­theo­lo­gie fort­wirk­te, die noch sei­ne Revo­lu­ti­ons­leh­re als eine über­aus gegen­stre­bi­ge heils­ge­schicht­li­che Fügung erschei­nen ließ: Einer­seits ver­schärf­te Marx den opti­mis­ti­schen Fort­schritts­glau­ben der bür­ger­li­chen Epo­che zu einem pro­phe­ti­schen Sozia­lis­mus, wel­cher sich die Spren­gung der die indus­tri­el­len Pro­duk­tiv­kräf­te fes­seln­den kapi­ta­lis­ti­schen Pro­duk­ti­ons­ver­hält­nis­se als Befrei­ung der gan­zen Mensch­heit auf die Fah­ne schrieb.

In der Tat glo­ri­fi­ziert das Mani­fest der Kom­mu­nis­ti­schen Par­tei die Ent­fes­se­lung maschi­nel­ler Pro­duk­ti­vi­tät, die ver­kehrs­tech­ni­sche Erschlie­ßung eines Welt­mark­tes und die Zivi­li­sie­rung bar­ba­ri­scher Völ­ker mit einer sol­chen Empha­se, daß es sich bei­na­he wie das Mani­fest einer wirt­schafts­li­be­ra­len Par­tei liest, wel­ches dem Pro­le­ta­ri­at kaum mehr abver­langt, als die per­ma­nen­te Revo­lu­ti­on der Bour­geoi­sie ledig­lich zu einem guten kom­mu­nis­ti­schen Ende zu bringen.

Ande­rer­seits aber über­führ­te Marx die nicht min­der epo­cha­le pes­si­mis­ti­sche Deka­denz­er­fah­rung eines Zeit­al­ters des eng­her­zigs­ten Ego­is­mus und des scham­lo­ses­ten Scha­chers in eine apo­ka­lyp­ti­sche Sozi­al­re­li­gi­on, wel­che das zum Erlö­ser einer sich selbst ent­frem­de­ten Mensch­heit ver­klär­te Pro­le­ta­ri­at mit der Ver­hän­gung eines ver­nich­ten­den Straf­ge­richts über die Bour­geoi­sie und der Errich­tung eines Got­tes­rei­ches auf Erden beauftragte.

Es war nicht zuletzt die­se poli­tisch­theo­lo­gi­sche Ver­schär­fung, die aus der Marx­schen Revo­lu­ti­ons­leh­re einen gegen­re­vo­lu­tio­nä­ren Ver­nich­tungs­wil­len her­vor­trieb, wel­cher die von der revo­lu­tio­nä­ren Indus­trie ver­schul­de­te Ver­nich­tung tra­di­tio­nel­ler Pro­duk­ti­ons­wei­sen und Berufs­zwei­ge mit der Besei­ti­gung der bür­ger­li­chen Klas­se und ihres libe­ra­len Sys­tems zu ver­gel­ten droh­te. Und sofern sich die­ser Wil­le zur Gegen­ver­nich­tung letzt­lich an einer Rege­ne­ra­ti­on klas­sen- und staa­ten­lo­ser Urzu­stän­de aus­rich­te­te, ent­fal­te­te er unwei­ger­lich eine archa­isch-anar­chi­sche Kraft, die nicht nur die kapi­ta­lis­ti­schen Eigen­tums­ver­hält­nis­se, son­dern auch fun­da­men­ta­le zivi­li­sa­to­ri­sche Errun­gen­schaf­ten tref­fen sollte.

Schließ­lich han­del­te es sich bei der indus­tri­el­len Revo­lu­ti­on um eine Fun­da­men­tal­re­vo­lu­ti­on von anthro­po­lo­gi­scher Trag­wei­te, wel­che mit der Arbeits- und Lebens­welt zugleich das Selbst­bild des Men­schen so radi­kal umwälz­te wie zuvor allein die neo­li­thi­sche Revo­lu­ti­on, als deren Fort­set­zung mit maschi­nel­len Mit­teln sie gera­de­zu begrif­fen wer­den kann. Und so muß noch Mar­xens in der Kon­se­quenz tota­li­tä­re Welt­hei­lungs­leh­re, deren kom­mu­nis­ti­sches Zukunfts­bild immer wie­der die hei­le Vor­welt anti­ker Stadt- oder mit­tel­al­ter­li­cher Dorf­ge­mein­schaf­ten durch­schei­nen ließ, als eine Reak­ti­on auf die indus­tri­el­le Mobil­ma­chung zu einer tota­len Welt- markt­ge­sell­schaft begrif­fen werden.

Daß sich der jun­ge roman­ti­sche Phi­lo­soph Marx dabei weni­ger von den pro­gres­si­ven und zumeist bür­ger­li­chen Sozia­lis­ten Frank­reichs als von den kon­ser­va­ti­ven und zumin­dest ideo­lo­gisch volks­na­hen Anti­ka­pi­ta­lis­ten Eng­lands beein­druckt zeig­te, lag nur in der Natur der Sache, denn sowohl in den von Pro­le­ta­ri­sie­rung und Ent­wur­ze­lung bedroh­ten klein­bür­ger­li­chen und länd­li­chen Schich­ten als auch in den von Ver­elen­dung und Über­be­völ­ke­rung geplag­ten pro­le­ta­ri­schen Unter­schich­ten hat­ten sich Wider­stän­de gebil­det, wel­che auf die Bewah­rung oder Wie­der­her­stel­lung ihrer tra­di­tio­nel­len Arbeits- und Lebens­ver­hält­nis­se abziel­ten. Bio­gra­phisch war es frei­lich den frü­hen Schrif­ten des nüch­ter­nen Fabri­kan­ten­soh­nes Engels zu ver­dan­ken, daß Marx einen leben­di­gen Ein­druck von jenem »veri­ta­blen Bür­ger­krieg« gewann, der »in den Fabrik­de­strik­ten Eng­lands zwi­schen Fabri­kan­ten und Arbei­tern tobt«, und ihm die Augen dafür auf­gin­gen, daß die­ser Typus der »eng­li­schen Gesell­schaft« auch Deutsch­land und Frank­reich nur »das Bild der eige­nen Zukunft« präsentierte.

Aller­dings hielt Marx, wie Adam B. Ulam es aus­drück­te, die »Geburts­we­hen der Indus­trie­ge­sell­schaft« kurz­schlüs­sig für die »Todes­qua­len des Kapi­ta­lis­mus«, und für die­sen Grund­irr­tum war, wie Ernst Nol­te ergänz­te, sein all­zu selek­ti­ver und sche­ma­ti­scher Kapi­ta­lis­mus­be­griff ver­ant­wort­lich, der auf einer »Fixie­rung« aus­schließ­lich sol­cher »Cha­rak­ter­zü­ge der indus­tri­el­len Revo­lu­ti­on« beruh­te, die eine »gewalt­sa­me und voll­stän­di­ge Umwäl­zung des gan­zen Sys­tems als zwangs­läu­fi­ge Kon­se­quenz« erwar­ten ließen.

Zwar wuß­te Marx selbst, daß nicht der »Kapi­ta­lis­mus«, den er schon in der anti­ken Welt vor­ge­fun­den hat­te, das Novum der bür­ger­li­chen Epo­che war, son­dern das Fabrik­sys­tem und die Welt­markt­wirt­schaft; den­noch kam ihm nicht in den Sinn, daß »Libe­ra­lis­mus« der tref­fen­de­re Begriff gewe­sen wäre, um deren eben nicht nur sozio­öko­no­mi­sche, son­dern auch kul­tur­his­to­ri­sche Vor­aus­set­zun­gen zu umrei­ßen. Immer­hin bleibt es bemer­kens­wert, daß Marx den 1840 von Lou­is Blanc in L’organisation du tra­vail nahe­zu unbe­merkt ein­ge­führ­ten Begriff des Kapi­ta­lis­mus erst 1867 in sei­nem Spät- werk Das Kapi­tal als Inter­pre­ta­ti­ons­sche­ma für die indus­tri­el­le Revo­lu­ti­on ver­wen­de­te, nicht ohne damit eine selbst­re­fe­ren­ti­el­le Scho­las­tik auf den Weg zu brin­gen, die mit mathe­ma­ti­schen For­meln und öko­no­mi­schen Model­len den »ten­den­zi­el­len Fall der Pro­fi­tra­te« bis zum Zusam­men­bruch des kapi­ta­lis­ti­schen Sys­tems glaub­te vor­aus­be­rech­nen zu können.

Umso bestürz­ter zeig­te sich nach­mals Rosa Luxem­burg dar­über, wie »dem Sozia­lis­mus der gra­ni­te­ne Boden der objek­ti­ven his­to­ri­schen Not­wen­dig­keit dahin[schwand]«, seit Legio­nen von Mar­xis­ten auf der Grund­la­ge des Kapi­tal »die Mög­lich­keit der ewi­gen Dau­er des Kapi­ta­lis­mus«, wenn nicht »die Unmög­lich­keit des Sozia­lis­mus« nach­zu­wei­sen ver­moch­ten. Erst ein resi­gnier­ter Spät­mar­xist wie Georg Fül­berth ris­kier­te die Emp­feh­lung, zum bes­se­ren Ver­ständ­nis von Marx am bes­ten ganz auf den Ein­satz »der vier Grund­re­chen­ar­ten« zu ver­zich­ten, da es sich bei sei­ner wis­sen­schaft­lich auf­tre­ten­den »Kri­tik der poli­ti­schen Öko­no­mie« eher um ein Stück »Geschichts­phi­lo­so­phie« handele.

Zuwei­len aber kam der sach­li­che Blick des Sozi­al­his­to­ri­kers den erha­be­nen Visio­nen des Geschichts­phi­lo­so­phen pro­duk­tiv in die Que­re. So reagier­te Marx mit sei­nen Schrif­ten Die Klas­sen­kämp­fe in Frank­reich und Der Acht­zehn­te Bru­mai­re des Lou­is Bona­par­te auf den irre­gu­lä­ren Auf­tritt eines »Bona­par­tis­mus«, der den Sozia­lis­mus von dem ihm zuge­dach­ten Platz forsch ver­dräng­te. Daß sich in Frank­reich, das um die Jahr­hun­dert­mit­te für die pro­le­ta­ri­sche Revo­lu­ti­on reif zu sein schien, statt­des­sen eine demo­kra­tisch legi­ti­mier­te Dik­ta­tur eta­blie­ren konn­te, bedeu­te­te näm­lich im Klar­text: »Die Reak­ti­on exe­ku­tiert das Pro­gramm der Revolution.«

Und wenn Marx auch hoff­te, daß die­se prak­ti­sche Aus­nah­me von der theo­re­ti­schen Regel kei­ne Ver­hin­de­rung, son­dern ledig­lich eine Ver­zö­ge­rung des revo­lu­tio­nä­ren End­kamp­fes bedeu­te, so bestand fak­tisch jeden­falls ein »Gleich­ge­wicht der Klas­sen­kräf­te«, auf­grund des­sen die Bour­geoi­sie ihre poli­ti­sche Macht einem auf das Mili­tär gestütz­ten auto­ri­tä­ren Staat über­trug, um wenigs­tens ihre obso­le­te öko­no­mi­sche Herr­schaft zu sichern.

Ande­re Aspek­te hin­ge­gen lie­ßen Marx den Bona­par­tis­mus bereits als eine »kai­ser­li­che« Abart des Sozia­lis­mus erschei­nen, und wie aus der Art geschla­gen wirk­te auch, was er zuvor als ideel­les Gesamt­pro­le­ta­ri­at kon­zi­piert hat­te: An der sozia­len Basis des Bona­par­tis­mus ent­deck­te Marx neben den Par­zel­len­bau­ern auch noch eine reak­tio­nä­re Schicht von Deklas­sier­ten, die als »Lum­pen­pro­le­ta­ri­at« nicht ein­mal mehr eine sozia­le Klas­se bil­de­ten. Engels wie­der­um sah im Bona­par­tis­mus einen Aus­läu­fer der fran­zö­si­schen Revo­lu­ti­ons­tra­di­ti­on, die sich der­ge­stalt in einen sozia­lis­ti­schen Natio­na­lis­mus ver­irrt habe, und nur fol­ge­rich­tig soll­te er spä­ter im Bou­lan­gis­mus eine »Wie­der­kehr des Bona­par­tis­mus« erblicken.

Aber auch das Deut­sche Reich cha­rak­te­ri­sier­te Engels als »bona­par­tis­tisch«, zumal hier eine »Arbei­ter­aris­to­kra­tie« ent­stand, die sich unter einem rigi­den Lass­al­lea­nis­mus sogar zu einer »bona­par­tis­tisch-staats­so­zia­lis­ti­schen Arbei­ter­par­tei« hät­te ent­wi­ckeln kön­nen. Mit gesun­dem Rea­lis­mus arg- wöhn­ten Marx und Engels, die­ser wand­lungs­fä­hi­ge und so natio­nal- wie staats­so­zia­lis­ti­sche Bona­par­tis­mus wer­de am Ende womög­lich noch den Sieg über ihren inter­na­tio­na­lis­ti­schen Mar­xis­mus erringen.

Dann frei­lich wäre aus der fran­zö­si­schen Aus­nah­me eine euro­päi­sche Regel gewor­den, und die schein­ba­re Para­do­xie die­ser »revo­lu­tio­nä­ren Reak­ti­on« oder »kon­ser­va­ti­ven Revo­lu­ti­on« hät­te sich in einer Rück­be­sin­nung auf den ursprüng­li­chen Wort­sinn von »Revo­lu­ti­on« eben­so ein­fach wie ein­leuch­tend auf­lö­sen las­sen: Schließ­lich bedeu­tet »Revo­lu­tio« nichts ande­res als »Rück­wen­dung«; und in eben die­ser Bedeu­tung tauch­te der Aus­druck erst­ma­lig im astro­no­mi­schen Den­ken der Spät­an­ti­ke auf, wo er die kreis­för­mi­gen Bewe­gun­gen der Him­mels­kör­per bezeich­ne­te, bevor er in der Neu­zeit als »Umlauf« der mensch­li­chen Din­ge in der Wie­der­kehr der Zei­ten ins his­to­ri­sche Den­ken Ein­zug hielt.

In die­sem restau­ra­ti­ven Ver­ständ­nis voll­zog denn auch die glo­rio­se Eng­li­sche Revo­lu­ti­on eine Kreis­be­we­gung mit dem Ziel einer geläu­ter­ten Wie­der­her­stel­lung frü­he­rer Zustän­de. Und selbst die Fran­zö­si­sche Revo­lu­ti­on hat­te sich nach deren libe­ral-kon­ser­va­ti­vem Vor­bild anfangs noch mit einer kon­sti­tu­tio­nel­len Mon­ar­chie begnügt; erst nach ihrer links-pro­gres­si­ven Wen­de unter den radi­ka­len Repu­bli­ka­nern soll­ten sich die kon­ser­va­tiv-revo­lu­tio­nä­ren Kräf­te auf der Sei­te der Gegen­re­vo­lu­ti­on wiederfinden.

Zu einer sol­chen Radi­kal­re­vi­si­on sei­ner ide­al­ty­pi­schen Revo­lu­ti­ons­kon­zep­ti­on konn­te Marx sich zwar nicht durch­rin­gen, aber immer­hin stell­te er ihr in spä­ten Jah­ren eine rea­lis­ti­sche­re Revo­lu­ti­ons­ty­po­lo­gie zur Sei­te, die statt des einen uni­ver­sa­len Weges zur Welt­re­vo­lu­ti­on viel­mehr drei natio­na­le Son­der­we­ge eröff­ne­te: zunächst den eng­li­schen Weg, an des­sen para­dig­ma­ti­scher Rol­le Marx schon des­halb fest­hielt, weil Eng­land trotz sei­nes Man­gels an revo­lu­tio­nä­rem Bewußt­sein die fort­ge­schrit­tens­te Öko­no­mie besaß; sodann den kon­kur­rie­ren­den deut­schen Weg, der ihm als der phi­lo­so­phi­sche galt, da in dem öko­no­misch gewiß ver­spä­te­ten Deutsch­land gleich­wohl ein über natio­na­le Gren­zen hin­aus­wei­sen­der Geist herr­sche; und schließ­lich einen rus­si­schen Weg, wel­cher sich ihm aller­dings als der ris­kan­tes­te darstellte.

Denn einer­seits schie­nen Marx gera­de in der voll­kom­men zurück­ge­blie­be­nen Agrar­öko­no­mie Ruß­lands noch urkom­mu­nis­ti­sche Zustän­de leben­dig zu sein, aber ande­rer­seits müß­te das hal­basia­ti­sche Land die west­eu­ro­päi­sche Ent­wick­lung in kür­zes­ter Zeit nach­ho­len, um jene in einen moder­nen Kom­mu­nis­mus hin­über­ret­ten zu kön­nen. So äußer­te Marx ein­mal besorgt, in Ruß­land kön­ne nur »eine äußerst schreck­li­che Revo­lu­ti­on« aus­bre­chen, und ein ande­res Mal ver­trau­te er wie­der auf die »Lebens­fä­hig­keit der Dorf­ge­mein­de«, die sich als »Stütz­punkt der sozia­len Wie­der­ge­burt Ruß­lands« erwei­sen könnte.

Hier­mit hat Marx gleich­sam gegen sich sel­ber recht behal­ten. Denn nur weni­ge Jahr­zehn­te spä­ter soll­te Lenin den von Marx unter erheb­li­chen Zwei­feln vor­ge­zeich­ne­ten rus­si­schen Weg beschrei­ten, nicht ohne im Zuge die­ses not­ge­bo­re­nen Ver­suchs, auf feu­da­lis­ti­scher Grund­la­ge die kapi­ta­lis­ti­sche Peri­ode in sozia­lis­ti­scher Rich­tung zu über­sprin­gen, die rus­si­sche Dorf­ge­mein­de zu zertreten.

Indem Lenin die sozia­lis­ti­sche Revo­lu­ti­on zur Vor­aus­set­zung statt zur Fol­ge der indus­tri­el­len Revo­lu­ti­on erklär­te, ver­kehr­te er die ursprüng­li­che Revo­lu­ti­ons­leh­re von Marx vol­un­ta­ris­tisch in ihr blan­kes Gegen­teil, und inso­fern lag in dem Sieg des rus­si­schen Bol­sche­wis­mus von vorn­her­ein das Schei­tern des sowje­ti­schen Sozia­lis­mus beschlos­sen. Nicht von unge­fähr beschul­dig­te der Men­sche­wis­ten­spre­cher Juli­us Mar­tow den Bol­sche­wis­ten­füh­rer des Bona­par­tis­mus, und Leo Trotz­ki hat die­se Anschul­di­gung gegen Sta­lin wiederholt.

So berei­te­ten auch die »Geburts­we­hen« der nach­zu­ho­len­den Indus­tria­li­sie­rung Ruß­lands nicht dem Kapi­ta­lis­mus, wohl aber Mil­lio­nen rus­si­scher Arbei­ter und Bau­ern »Todes­qua­len«. Und in der Fol­ge soll­te es sich über­haupt als tra­gi­sche Para­do­xie mar­xis­tisch-leni­nis­ti­scher Bewe­gun­gen erwei­sen, daß sie alle­samt nur in rück­stän­di­gen Agrar­ge­sell­schaf­ten zur Macht gelang­ten, wäh­rend in den fort­ge­schrit­te­nen Indus­trie­ge­sell­schaf­ten, wel­che die öko­no­mi­schen Vor­aus­set­zun­gen gebo­ten hät­ten, der Mar­xis­mus nir­gends zur Staats­macht wer­den konnte.

Aber auch dem Faschis­mus gelang es nur in »ver­spä­te­ten Natio­nen« die Macht zu ergrei­fen, und rück­bli­ckend fal­len des­sen moder­ne, revo­lu­tio­nä­re und lin­ke Ele­men­te eben­so ins Auge wie die anti­mo­der­nen, reak­tio­nä­ren und rech­ten Züge der real exis­tie­ren­den Sozia­lis­men. Bereits 1929 ver­or­te­te der Kom­in­tern-Funk­tio­när Franz Bor­ken­au die Sowjet­uni­on »unter den tota­li­tä­ren, den faschis­ti­schen Mäch­ten«, und 1930 bezeich­ne­te Leo Trotz­ki den sta­li­nis­ti­schen »Sozia­lis­mus in einem Lan­de« sogar als »Natio­nal­so­zia­lis­mus«, bevor es für den Räte­kom­mu­nis­ten Otto Rüh­le 1939 schlech­ter­dings nur noch »roten und brau­nen Faschis­mus« gab.

Vor die­sem Hin­ter­grund sah Ernst Nol­te die Epo­che des euro­päi­schen Bür­ger­kriegs »nicht vom Kampf zwi­schen ›der‹ Revo­lu­ti­on und ›der‹ Reak­ti­on«, son­dern »von der Aus­ein­an­der­set­zung zwei­er irre­gu­lä­rer Revo­lu­tio­nen« erfüllt, deren befremd­li­che Wesens­ver­wandt­schaft daher rüh­re, daß der Mar­xis­mus wie der Faschis­mus »kon­ser­va­ti­ve Revo­lu­tio­nen«, also höchst zwie­späl­ti­ge Reak­ti­ons­bil­dun­gen auf die »pro­gres­si­ve« Her­aus­for­de­rung der indus­tri­el­len Fun­da­men­tal­re­vo­lu­ti­on darstellten.

Und ange­sichts ihrer tota­li­tä­ren Kon­ver­genz kenn­zeich­ne­te Nol­te »den Faschis­mus und zumal den natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Radi­kal­fa­schis­mus als die lin­kes­te der rech­ten oder gegen­re­vo­lu­tio­nä­ren Par­tei­en und den Bol­sche­wis­mus als die rech­tes­te unter den lin­ken oder revo­lu­tio­nä­ren Par­tei­en«. Aber erst in der extre­men Gestalt des natio­na­lis­tisch und anti­se­mi­tisch ver­schärf­ten Spät­sta­li­nis­mus ent­hüll­te sich ihm der Mar­xis­mus als »der Faschis­mus des Sozia­lis­mus und inso­fern [als] der eigent­li­che Linksfaschismus«.

In sei­ner Schrift Zur Juden­fra­ge hat­te frei­lich schon der jun­ge Marx dia­gnos­ti­ziert, die heu­ti­ge Welt sei »bis in ihr inners­tes Herz jüdisch«; doch ziel­te sei­ne Pole­mik gegen den Scha­cher als »welt­li­chen Kul­tus des Juden« und das Geld als »eif­ri­gen Gott Isra­els, vor wel­chem kein and­rer Gott bestehen darf«, im Kern auf das kapi­ta­lis­ti­sche Pro­fit­mo­tiv, wel­ches im jüdi­schen Sozi­al­cha­rak­ter nur sei­nen exem­pla­ri­schen Aus­druck gefun­den habe.

Erst der rei­fe Marx revi­dier­te, zumin­dest pri­vatim, die­se Auf­he­bung des Anti­ju­da­is­mus in Kapi­ta­lis­mus­kri­tik und for­cier­te des­sen Über­füh­rung in Ras­sen­kun­de, indem er etwa Lass­alle als »jüdi­schen Nig­ger« cha­rak­te­ri­sier­te, des­sen »son­der­ba­re Art« aus der »Ver­bin­dung von Juden­tum und Ger­ma­nen­tum mit der neger­haf­ten Grund­sub­stanz« her­vor­ge­gan­gen sei. Und Mar­xens beson­de­re Lei­den­schaft für Phre­no­lo­gie bekam unter ande­rem Karl Lieb­knecht zu spü­ren, als er von Marx ein­mal einer schä­del­kund­li­chen Unter­su­chung unter­zo­gen wurde.

Eine grund­sätz­li­che­re Bedeu­tung kommt in die­sem Zusam­men­hang der beun­ru­hi­gen­den Bevöl­ke­rungs­leh­re von Tho­mas Robert Mal­thus zu, wel­che nicht nur Charles Dar­win zu sei­ner Evo­lu­ti­ons­theo­rie anreg­te, son­dern auch den von Engels gern als »Dar­win der Geschichts­wis­sen­schaf­ten« titu­lier­ten Marx aller­erst zur Aus­ein­an­der­set­zung mit der Natio­nal­öko­no­mie nötig­te. Tat­säch­lich bil­de­te das Mal­thus­sche »Bevöl­ke­rungs­ge­setz«, dem­zu­fol­ge das moder­ne Bevöl­ke­rungs­wachs­tum das indus­tri­el­le Wirt­schafts­wachs­tum not­wen­dig über­ho­len und zu Mas­sen­elend in der gesam­ten Gesell­schaft füh­ren wer­de, die noto­risch ver­dräng­te Vor­aus­set­zung für Mar­xens »Ver­elen­dungs­theo­rie« und sein Kon­zept einer »indus­tri­el­len Reservearmee«.

Auf sei­ne Wei­se nahm jedoch auch Engels das »Mal­thus-Pro­blem« ernst, indem er die »Ras­se« als einen »öko­no­mi­schen Fak­tor« in Rech­nung stell­te und die von ihm in sei­nen letz­ten Jah­ren befürch­te­te Über­schwem­mung Euro­pas durch chi­ne­si­sche Kulis als einen demo­gra­phisch explo­si­ven Ras­sen­kampf interpretierte.

In bezug auf Deutsch­land lag wie­der­um James Guil­laume, ein Anhän­ger Bakunins, ganz rich­tig, als er einer Schrift den Titel Marx Pan­ger­ma­nis­te gab, nur daß es glei­cher­ma­ßen Engels’ Her­zens­wunsch war, die inter­na­tio­na­le Revo­lu­ti­on möge ihren Aus­gang von einem Groß­deutsch­land ein­schließ­lich Öster­reichs und Böh­mens neh­men. Und wie Marx den Preu­ßen vor­warf, »kei­nen his­to­risch bedeut­sa­men Sla­wen­stamm unter­wor­fen oder ger­ma­ni­siert zu haben«, so for­der­te Engels die »Ger­ma­ni­sie­rung des abtrün­nig gewor­de­nen Hol­lands und Bel­gi­ens«. Für die Auto­no­mie­be­stre­bun­gen der »Nati­ön­chen« und »Völ­ker­trüm­mer« des Bal­kans hat­te Engels dage­gen nur Hohn und Spott übrig, und die von den Deut­schen an jenen ver­üb­ten Ver­bre­chen rech­ne­te er uner­schro­cken zu ihren »bes­ten und aner­ken­nungs­wür­digs­ten Taten«.

In schein­ba­rem Wider­spruch hier­zu begrüß­te Marx, seit er »Klas­sen­kämp­fe« in »Natio­nal­kämp­fe« über­ge­hen sah, die »Erhe­bung von unter­drück­ten Natio­na­li­tä­ten« wie den Polen und den Iren durch­aus als zeit­ge­mä­ße Mani­fes­ta­ti­on eines inter­na­tio­na­lier­ten Klas­sen­kon­flikts. Für die Zukunft indes­sen erwar­te­te er die Ver­la­ge­rung des »Klas­sen­kamp­fes« als sol­chem in einen »Völ­ker­kampf« zwi­schen armen und rei­chen Natio­nen, und solan­ge Kolo­na­lis­mus und Krieg zur Aus­brei­tung der »west­li­chen Zivi­li­sa­ti­on« führ­ten, wofür ihm die eng­li­sche Herr­schaft in Indi­en das bes­te Bei­spiel bot, nahm Marx mit­nich­ten eine anti­ko­lo­nia­lis­ti­sche Hal­tung ein. Aus dem­sel­ben Grund lob­te im übri­gen Engels die »ener­gi­schen Yan­kees« dafür, den »fau­len Mexi­ka­nern« das schö­ne Kali­for­ni­en ent­ris­sen zu haben.

Vor allem in Euro­pa aber schien Marx und Engels der Klas­sen­kampf nach klei­ne­ren Völ­ker­kämp­fen end­lich auf einen gro­ßen Ras­sen­kampf zuzu­steu­ern, und des­sen Akteu­re galt es zu taxie­ren: Für Marx gehör­ten Deut­sche und Skan­di­na­vi­er »zu der glei­chen gro­ßen Ras­se«, deren Erb­feind »der Sla­we« sei; und unter Auspi­zi­en eines »Racen­krie­ges« der Deut­schen »gegen die ver­bün­de­ten Racen der Sla­wen und Roma­nen« erklär­te er noch zu Zei­ten des Deut­schen Bun­des jeden Ver­such, in einem sol­chen natio­na­len Not­stand eine Revo­lu­ti­on anzu­zet­teln, für »Reichs­ver­rat«.

Ganz ähn­lich bewun­der­te Engels die Nor­we­ger als eine »gesun­de, kräf­ti­ge und schö­ne Ras­se«, und wenn er die Öster­rei­cher bereits als »eine kel­to-ger­ma­no-sla­wi­sche Ras­sen­mi­schung« abschätz­te, so war doch die mit dem Pan­sla­wis­mus gege­be­ne Kriegs­er­klä­rung der »sla­wi­schen Ras­se« an die »römisch-kel­ti­schen und deut­schen Racen« alle­mal Grund genug, die euro­päi­schen Klas­sen und Völ­ker auf einen »pro­gres­si­ven« Burg­frie­den mit geno­zi­da­len Ver­hei­ßun­gen ein­zu­schwö­ren: »Der nächs­te Welt­krieg wird nicht nur reak­tio­nä­re Klas­sen und Dynas­tien, er wird auch gan­ze reak­tio­nä­re Völ­ker vom Erd­bo­den ver­schwin­den machen. Und das ist auch ein Fortschritt.«

So fan­den die unor­tho­do­xen Ideen von Marx und Engels nicht erst im Bol­sche­wis­mus, son­dern inko­gni­to bereits im Impe­ria­lis­mus eine Ver- wirk­li­chung, die einer Wider­le­gung ihrer ortho­do­xen Leh­re gleich­kam. Im Faschis­mus aber kehr­te das Ver­dräng­te des Mar­xis­mus feind­lich wie­der, und voll­ends im Natio­nal­so­zia­lis­mus als sei­nem radi­kals­ten Feind wur­den ihm die eigens­ten Fra­gen zur frem­des­ten Gestalt. Gegen das libe­ra­le Sys­tem des west­li­chen Indus­trie­ka­pi­ta­lis­mus jedoch stan­den die feind­li­chen Brü­der in einer que­ren Front zusammen.

 Gastbeitrag

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