Sezession
18. November 2018

Sonntagsheld (84) – Die den langen Atem haben

Till-Lucas Wessels / 23 Kommentare

Auf Spurensuche in Düsterdeutschland

Till-Lucas Wessels

Till-Lucas Wessels studiert und ist identitärer Aktivist sowie »Minenhund für zukünftig Zumutbares«.

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Als Hans-Georg Maaßen verkündete, es hätte in Chemnitz keine Hetzjagden gegeben, war ich - um ehrlich zu sein - einigermaßen überrascht. Sicher, die Mär von der Fackeln und Heugabeln schwingenden Lynchmeute, die enthemmt zur ethnischen Säuberung schreitet, hielt auch ich für an den Haaren herbeigezogen.

Aber ich war doch verwundert, daß sich der nun geschiedene Verfassungsschutzpräsident ausgerechnet in diesem Fall so weit aus dem Fenster lehnte, daß er letztendlich runterfallen mußte.
Warum er das gemacht hat ist bis heute nicht so ganz klar, vielleicht war es einfach eine Art „Falling Down“-Moment in dem diese eine letzte Übertreibung und Falschdarstellung nicht mehr zu ertragen war.

Dabei war der fehlende Kontext jenes berüchtigten 19-Sekunden-Videos der einzige wirklich unsichere Faktor bei der Positionierung Maaßens. In der Tat gab es die wildesten Theorien, insbesondere als selbiger von einem gezielten Ablenkungsversuch sprach. So waren die einen felsenfest davon überzeugt, daß an dem Filmchen inhaltlich herummanipuliert worden sei, die anderen meinten die Aufnahmen seien in Wahrheit schon mehrere Monate alt.

Hartnäckig hielt sich auch das Gerücht das Video sei geschnitten, wahlweise um weitere Haßverbrechen der „Angreifer“ zu verschleiern, oder aber um den Ursprung der Auseinandersetzung nicht zu zeigen. Den Journalisten vom liberalkonservativen Blog „Tichys Einblick“ ist es nun zu verdanken, daß nochmal etwas Klarheit in die ganze Sache kommt.

In drei Recherchemonaten haben sie herausgefunden: Hans-Georg Maaßen hat nicht gelogen, nichts beschönigt, sondern – wer hätte es gedacht – rein nach Faktenlage gehandelt. Ihr größter Investigativ-Erfolg: Sie haben die Urheberin des bereits erwähnten Videos ausfindig gemacht und sowohl sie, als auch ihren Ehemann, den sie im Video zurückpfeift, getroffen.

In einer von den beiden autorisierten Zusammenfassung der Ereignisse erfährt man dann auch, wie es zu dem im Video dokumentierten Vorfall kam: Die offensichtlich nicht ganz so unbescholtenen Südländer, die in den 19 Sekunden Reißaus nehmen hatten die Teilnehmer des Protestzuges nicht nur beleidigt, sondern auch ein Handgemenge angezettelt.

Was dann für die Ewigkeit videographisch festgehalten wurde, einem Verfassungsschutzpräsidenten politisch den Kopf kostete und dafür gesorgt hat, daß unzählige sich als seriös verstehende Personen versuchen mußten den selten bescheuerten Namen „Antifa Zeckenbiß“ möglichst professionell zu sagen, ist also nichts anderes als eine ganz normale Verteidigung des Eigenen gegen einen aggressiven Einbruch des Fremden.

Der mag zwar kosmetisch nicht einwandfrei abgelaufen sein, ist aber im Kern eher ein Zeichen für ein gesundes Selbstbewußtsein und weniger für eine fremdenfeindliche Waidmannspassion. Hans-Georg Maaßen, die Kollegen von „Tichys Einblick“, oder natürlich auch der anonyme „Hase“ – sie dürfen sich daher heute das Podium teilen.


Till-Lucas Wessels

Till-Lucas Wessels studiert und ist identitärer Aktivist sowie »Minenhund für zukünftig Zumutbares«.

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Kommentare (23)

Immer noch S.J.
18. November 2018 20:12

Optimale Wahl in der Sache. Tatsächlich sind die Ergebnisse der Recherchen so über alle "Maaßen" typisch für die gegenwärtigen Zustände, dass man regelmäßig nach einem Blick in die Medien der Zeit das intensive Bedürfnis hat, duschen zu müssen. Regelmäßig werden die Worte Walter Lippmanns aus dem Jahr 1922 bestätigt: "Meistens schauen wir nicht zuerst und definieren dann, wir definieren erst und schauen dann." Es scheint, als hätte die politische Korrektheit ein vormodernes Kastenwesen in der Gegenwart erschaffen, das Menschen aus irgendwelchen anderen Kulturen über die Menschen der hiesigen Gesellschaft stellt, mit allen Konsequenzen, die sich daraus ergeben.

Curt Sachs
18. November 2018 21:09

Warum hat sich die Dame, die das Video gemacht hat, eigentlich nicht schon in der Zwischenzeit - drei Monate immerhin - bei der Presse gemeldet und öffentlich erklärt, wie's war? - Und warum wird die Frage gar nicht gestellt, warum sie es nicht Tat? - Tja, so steht's mit der Meinungs- und Redefreiheit anno 2018 in der BRd.

quarz
18. November 2018 21:37

Bisher scheinen die großen Medien ob der neuen Erkenntnisse in Schockstarre zu verweilen. Denn nachdem sie sich wochenlang daran beteiligt haben, den Fall ex nihilo zu einem immer noch größeren Skandal "gegen Rechts" hochzujazzen und das Ostinato in der beruflichen Guillotinierung Maaßens enden zu lassen, herrscht bislang Generalschweigen. Jetzt müssen sie sich etwas ziemlich Originelles einfallen lassen, um ihre Rolle bei der Angelegenheit zu "reframen". Oder werden sie es tatsächlich einfach ignorieren?

Und wie wird die Regierungstruppe reagieren, nachdem ihrem Handeln argumentativ der Boden unter Füßen entzogen wurde? Eine berufliche Rehabilitierung Maaßens ist psychologisch ausgeschlossen. Aber einfach nur "Mir egal, ob ich Schuld daran bin, jetzt ist er nun mal entlassen" wird wohl auch nicht reichen.

nom de guerre
18. November 2018 22:32

Grundsätzlich ist das eine gute Wahl für den Sonntagshelden, ich würde die Gruppe aber um "Frau Hase" ergänzen. Was das gesunde Selbstbewusstsein bei der Verteidigung des Eigenen angeht, gebe ich Ihnen Recht, aber als Frau muss man nicht wollen, dass sich der Ehemann mit Migranten prügelt, wobei er dann vielleicht mehr hätte einstecken und auch austeilen müssen als "bloß" Schläge. Er hätte dabei nur verlieren können - selbst wenn er gewonnen hätte.

Franz Bettinger
19. November 2018 08:29

@Curt Sachs: Warum der Hase sich nicht früher gemeldet hat? Gute Frage!
@quarz: Es wird laufen wie bei den Rufmorden an Wulf und Kachelmann. Keiner will's gewesen sein. Keiner wird sich entschuldigen. Und die Merkel-Presse, sie wird tönen: "Irgendwas wird dran gewesen sein", und "Es hat schon den Richtigen getroffen." Diese Unfähigkeit der Journaille, Fehler zuzugeben, die Charakterlosigkeit und Rechthaberei auch eines Jörges, das hat mich damals dazu bewegt, Stern, Spiegel und Fokus abzubestellen.

Cacatum non est pictum
19. November 2018 08:44

@quarz

"... Oder werden sie es tatsächlich einfach ignorieren? ..."

Ja, werden sie. Und sie werden damit durchkommen. Wer liest denn schon Tichys Einblick - oder die Sezession im Netz! Das sind Echokammern für politisch interessierte Menschen. Die abermillionen strammen Tagesschaukonsumenten - treu bis in den Tod - sind über die Ereignisse zufriedenstellend und ausreichend informiert worden. Eine andere Version wollen die gar nicht hören.

Die Medien haben ihre ureigene Rolle als Propagandaorgan gehorsamst und vorbildlich erfüllt. Sie sind längst wieder zur Tagesordnung übergegangen. Daß Presse, Rundfunk und Fernsehen dazu da wären, die Politik kritisch zu begleiten, ist ein gerngeglaubtes Sozialkundemärchen.

Stefanie
19. November 2018 10:13

Was mir immer noch zu kurz kommt, ist der "gezielte Ablenkungsversuch." Von was sollte denn da abgelenkt werden? Vielleicht daß die Täter Mitglieder PKK sind (stand in der letzten Printausgabe von Tichys Einblick). Waren sie möglicherweise sogar an Kampfeinsätzen gegen den IS als unsere "Verbündeten" eingesetzt? Haben sie aus diesem Kampfeinsatz möglicherweise eine Posttraumatische Belastungsstörung mitgebracht oder wurde dort ihre Hemmschwelle soweit gesenkt, daß sie "einfach mal so" auf offener Strasse einen Menschen abstechen konnten? Wie kamen sie nach Deutschland? Hat Ihnen vielleicht jemand hier einen Rückzugsort versprochen, nachdem unser anderer "Verbündeter"- die Türkei- in die Kurdengebiete in Syrien einmarschiert ist? Sind das nun "Freiheitskämpfer" gegen blutrünstige IS-Miliz und das Monster Assad oder "Terroristen", die in einem Nato-Mitgliedsland Anschläge verüben? Wie genau verdienen sie hier ihren Lebensunterhalt? Was genau lief an jenem 26. August ab? Angeblich hatten Sie Daniel H. und seine Begleiter aufgefordert Geld am Automaten abzuheben - Hatten Sie vorher eine Art Geschäft getätigt, aus dem heraus sich das ergeben hat? Warum hört man von den anderen beiden Schwerverletzten nichts dazu? Wie geht es denen überhaupt? Fragen über Fragen, aber diskutiert wurde diesen Herbst über ominöse Hitlergrüße, einen geschassten Verfassungsschutzpräsidenten, Musiker gegen rechts und die Doppelmoral der Linken. Das Ablenkungsmanöver scheint mir sehr gut gelungen.

RMH
19. November 2018 10:31

Ja, es wird totgeschwiegen, auch wenn man den einen oder anderen link (auch auf den Bericht dazu bei Epoch Times) auf z.T. seltsamsten Wegen und von für mich z.T. eher unerwarteten Absendern bekommt. Nicht umsonst ist Facebook an die Kandare gelegt worden und demnächst werden sie die WhatsApp-Gruppen und Verteiler, über die noch recht viel an kritischen Inhalten kommt, zu machen.

Wenn es aber eines Beweises bedurft hätte, dass es ein Medienkartell und die berühmten "Gatekeeper" gibt, dann zeigt es dieser Fall recht deutlich, auch wenn ich jetzt schon wieder meinen guten Kontakt zur Mainstreampresse sagen höre, was willst Du denn? Es wurde doch bei Tichy und Epoch Times veröffentlicht, es herrscht doch Presse- und Meinungsfreiheit ... klar, irgendein Feigenblatt gibt es immer.

@nom de guerre,
Sie haben völlig recht, die Frau des Hasen, die als "Kathrin B." tituliert wird, darf nicht unerwähnt bleiben. Mit ihr tritt noch einmal das auf die Bühne, was wir als resolute, deutsche Frau kennen, die ihren Mann im Griff hat und ihn das eine oder andere Mal auch von einer Dummheit abhält, aber dabei grundloyal zum ihm ist (fast schon eine aussterbende Spezies). Wann hat man schon mal eine Araberin/Türkin etc. rufen hören, halt Dich da raus - wenn es mit diesen Kreisen zu "Stress" kommt, dann wirken deren Damen (wenn überhaupt zugegen, da doch meistens nur mit ihresgleichen zusammen seiend) zumeist als keifende Brandbeschleuniger (so zumindest meine mehrfach getätigte Erfahrung, die natürlich keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit hat).

Für Maaßen wird es eine kleine Genugtuung sein, dass das doch noch ans Licht der Öffentlichkeit gekommen ist und wer weiß, evtl. war der Tipp an die Leute von Tichy, wer "Kathrin B." und der "Hase" sind, ja ein kleiner Abschiedsgruß seiner Kollegen. ;)

nom de guerre
19. November 2018 10:51

@ quarz u.a.
Den großen Medien wird vermutlich gar nichts anderes übrig bleiben, als das zu ignorieren. Ich glaube, es war Spiegel Online, die damals zwei Migranten aus dem Hut gezaubert haben, die kundtaten, sie seien in Chemnitz um ihr Leben gerannt. Was sollte SPON denn jetzt dazu schreiben? Mit "Ok, da haben die vielleicht ein bisschen geflunkert" ist wohl eher nicht zu rechnen. Außerdem kann man ja auch einfach unterstellen, dass das Ehepaar Hase lügt, um nicht als Hetzjagdveranstalter dazustehen, zumal das wunderbar zum Narrativ vom bösen (Dunkel)Deutschen und dem lieben Flüchtling passen würde. Insofern sehe ich gar kein Problem für die Mainstreammedien oder auch die Regierung, das für sich so zu drehen, dass sie sich weder entschuldigen noch irgendetwas neu bewerten müssen.
Wieso das Ehepaar sich nicht früher und von sich aus gemeldet hat, wird bei Tichys Einblick einleuchtend erklärt.

starhemberg
19. November 2018 16:07

Schuld daran ist jedenfalls Putin. Oder Trump. Oder die Faschisten. Oder alle miteinander.

eike
19. November 2018 21:40

@nom de guerre
"Wieso das Ehepaar sich nicht früher und von sich aus gemeldet hat, wird bei Tichys Einblick einleuchtend erklärt."

Diese einleuchtende Erklärung muß ich überlesen haben. Meinen Sie die Furcht vor "Zeckenbiß-Rache"?
Läßt man sein eigenes video mit völlig falscher Interpretation Furore machen, politisch mißbrauchen, und traut sich dann nicht, das richtigzustellen?

Cacatum non est pictum
19. November 2018 23:32

@Stefanie

Von diesen Spekulationen (PKK etc.) war mir bisher gar nichts bekannt. Ich hänge das aber auch nicht allzu hoch. Ein Mord wie jener in Chemnitz ist hierzulande inzwischen an der Tagesordnung. (Man lese sich auf der Internetseite refcrime.info ein; ungeachtet einiger methodischer Schwächen bekommt man dort ein Abbild der Zustände in Deutschland präsentiert, das einem den Atem raubt). Zu vertuschen gibt es also ohnehin jede Menge.

Daß man in der Causa Chemnitz die große Lügen- und Propagandakeule ausgepackt hat, liegt meines Erachtens in der heftigen Protestreaktion der Sachsen begründet. Diese aufmüpfigen Untertanen mußten noch mal daran erinnert werden, daß man die Einwanderungspolitik der Bundesregierung samt ihrer regierungstreuen Opposition - verdammt noch eins! - nicht zu kritisieren hat.

Und was den modus operandi angeht: Im Nahen Osten und in Nordafrika pflegt man ein anderes Verhältnis zur Gewalt an sich und zum Messereinsatz im Speziellen als im biederen Mitteleuropa. Glauben Sie mir, ein Großteil jener Messertäter der letzten Jahre muß keine Posttraumatische Belastungsstörung erleiden, um sich befugt zu sehen, im Konfliktfall den Kontrahenten abzustechen. Das ist eine Lektion, die man hier in Deutschland noch immer nicht gelernt hat.

Abgesehen davon geht das - wahrscheinlich von rechten Hetzern in die Welt gesetzte - Gerücht, daß man 2015 in Marokko und Tunesien die Gunst der Stunde genutzt und die Gefängnisse geleert hat, um die Häftlinge mit der großen Flüchtlingswelle in Richtung Europa zu schleusen. Wenn man genauer darüber nachdenkt, ist diese Vermutung nicht unplausibel. Als korrupter Autokrat in diesen Staaten hätte ich es wohl genauso gemacht: die Schwerkriminellen loswerden und sie zugleich dafür sorgen lassen, daß Devisen in die Heimat zurückfließen (Asylbewerberleistungsgesetz).

Wir erinnern uns an Fidel Castro. Er hat seinerzeit eine Ausreisewelle von Kubanern in die Vereinigten Staaten dazu genutzt, sich zahlloser Schwerkrimineller aus den heimischen Knästen zu entledigen. Hinterher brüstete er sich damit, die "Toilette Kubas in die USA gespült" zu haben. So ist es hier auch - mit dem Unterschied, daß man uns wahrscheinlich ein ganzes Klärwerk geschickt hat.

Nemesis
19. November 2018 23:39

Was immer auch die Gründe Maaßens waren, im Ergebnis hat dieser Staat nun erstmalig einen stellvtr. Verfassungschef türkischer Abstammung: Sinan Selen, neuer Vizepräsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz und bisheriger Chef für Sicherheit und Gesundheit beim Reiseriesen TUI.
https://www.focus.de/politik/deutschland/sinan-selen-neuer-verfassungsschutz-vize-kommt-von-reise-riese-tui_id_9921243.html

Lotta Vorbeck
20. November 2018 05:37

@Franz Bettinger - 19. November 2018 - 08:29 AM

...

@quarz: Es wird laufen wie bei den Rufmorden an Wulf und Kachelmann. Keiner will's gewesen sein. Keiner wird sich entschuldigen. Und die Merkel-Presse, sie wird tönen: "Irgendwas wird dran gewesen sein", und "Es hat schon den Richtigen getroffen."

...

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Wie bei anderen Gelegenheiten zuvor, wird's in der BRD-Systempresse - wenn überhaupt - tönen: "Es hätte aber so gewesen sein können!"

quarz
20. November 2018 09:29

@Lotta Vorbeck

"Wie bei anderen Gelegenheiten zuvor, wird's in der BRD-Systempresse - wenn überhaupt - tönen: "Es hätte aber so gewesen sein können!"

Wie bei Eugen Roth ("Falscher Verdacht"):

" .....
Doch den vermeintlich frechen Dieb
Gewinnt der Mensch nie mehr ganz lieb,

Weil der die Mappe, angenommen,
Sie wäre wirklich weggekommen -
Und darauf wagt er jede Wette -
Gestohlen würde haben hätte!"

nom de guerre
20. November 2018 10:38

@ eike
"Diese einleuchtende Erklärung muß ich überlesen haben. Meinen Sie die Furcht vor "Zeckenbiß-Rache"?
Läßt man sein eigenes video mit völlig falscher Interpretation Furore machen, politisch mißbrauchen, und traut sich dann nicht, das richtigzustellen?"

Fälle wie der von Uta Ogilvie aus Hamburg, die nichts weiter getan hatte, als eine Anti-Merkel-Demo zu organisieren (in einer Demokratie eigentlich ein ganz normaler Vorgang) oder von Prof. Patzelt, dem das Auto angezündet wurde, von dem Angriff auf K&K in Sachsenhausen gar nicht zu reden, zeigen doch, dass solche Befürchtungen nicht übertrieben sind. Ich finde nicht, dass es einem als Unbeteiligten zusteht, von anderen zu verlangen, solcherart Angriffe auf Eigentum, Familie und sich selbst zu riskieren - damit fertigwerden müssen schließlich die Betroffenen und nicht Dritte, die sich online und anonym austauschen. Außerdem: Dieses Video wurde fehlinterpretiert, weil es den Verantwortlichen in Regierung und Medien so gepasst hat. Jeder, der Augen im Kopf hat, kann sehen, dass das keine "Hetzjagd" war, und zwar egal was vor den 19 Sekunden stattgefunden hatte, daher habe ich große Zweifel daran, dass es irgendetwas an der Berichterstattung geändert hätte, wenn "Kathrin B." sich zeitnah bspw. an die Polizei gewandt hätte. Spätestens seit dem "Fall Köthen" glaube ich nicht mehr daran, dass von den Mainstreammedien in absehbarer Zeit eine faire Berichterstattung zu erwarten ist.

RMH
20. November 2018 11:20

"Läßt man sein eigenes video mit völlig falscher Interpretation Furore machen, politisch mißbrauchen, und traut sich dann nicht, das richtigzustellen?"

@eike,
und wie hätten denn, nach ihrer Meinung, Herr und Frau Hase vorgehen sollen? Etwa eine Pressekonferenz einberufen und einen Anwalt eine vorbereitete Erklärung vorlesen lassen? Wie weltfremd ist das denn, bitte?
Das scheinen ganz normale Leute zu sein, die ein kleines Video in einer WhatsApp Gruppe gepostet haben, wie es am Tag Millionenfach passiert und die sich erst einmal nichts dabei gedacht haben. Die wissen als "Medienprofis" natürlich ganz genau, wie man damit umzugehen hat, na klar ... und wer weiß schon, wer schon vorher Kontakt zu den beiden hatte und sie entsprechend "beraten" hat? ;)

Aber danke dafür, dass Sie an den sich schon breit machenden Narrativen von "denen glaub´ ich nicht", "die können auch selber was zu vertuschen haben", "sind eh nur d... Ossis" etc. konstruktiv mitarbeiten.

heinrichbrueck
20. November 2018 11:35

Die westeuropäischen Länder werden in neue Völker transformiert. Dazu braucht mach Umzüchtungsmaterial, also andere Gene. Deshalb sind die Fremden hier. Alles andere ist Schönredung bzw. Rechtfertigung des Realitätsverlusts. Innerhalb des Systems ist so ziemlich alles Ablenkung. Auf solche Vorgaben läßt man sich nicht ein, stattdessen Wahrung des Neutralitätsgebots und Denken aus dieser Wirkperspektive. Die Denkvoraussetzungen des Systems können nicht zum Nutzen des Eigenen akzeptiert werden, gehen auch immer in Kollision mit der Realität.
Was es geben kann, und was es nicht geben kann, ist nur in der Realität möglich. In den Köpfen der Leute ist natürlich alles möglich.

Lotta Vorbeck
20. November 2018 23:27

@Nemesis - 19. November 2018 - 11:39 PM

Was immer auch die Gründe Maaßens waren, im Ergebnis hat dieser Staat nun erstmalig einen stellvtr. Verfassungschef türkischer Abstammung: Sinan Selen, neuer Vizepräsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz und bisheriger Chef für Sicherheit und Gesundheit beim Reiseriesen TUI.
https://www.focus.de/politik/deutschland/sinan-selen-neuer-verfassungsschutz-vize-kommt-von-reise-riese-tui_id_9921243.html

_________________________________________

ZEIT ONLINE vermeldete am 30. April 2018:

Großbritannien
:
Sajid Javid wird neuer Innenminister

Der Nachfolger für die zurückgetretene Amber Rudd steht fest. Sajid Javid ist der erste Vertreter einer Minderheit mit einem wichtigen Posten im britischen Kabinett.

Sajid Javid tritt die Nachfolge der zurückgetretenen Amber Rudd an und wird neuer Innenminister in Großbritannien. Das teilte die britische Regierung mit. Javids bisheriges Amt als Minister für Kommunen übernimmt James Brokenshire, der einst als britischer Nordirland-Minister am Kabinettstisch saß. Die Bereiche Frauen und Gleichberechtigung, die bislang im Innenressort angesiedelt waren, übernimmt Entwicklungshilfeministerin Penny Mordaunt.

Javid hatte bislang verschiedene Regierungsposten inne und auch bei der Deutschen Bank gearbeitet. Der 48-Jährige ist der Sohn eines pakistanischen Busfahrers; seine Familie kam in den Sechzigerjahren nach Großbritannien. Er ist der erste Angehörige einer Minderheit als einer der vier wichtigsten Minister der Regierung.

...

30. April 2018, 12:08 Uhr Aktualisiert am 30. April 2018, 13:09 Uhr Quelle: ZEIT ONLINE, dpa, AFP, jk 108 Kommentare

Weiterlesen: https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-04/grossbritannien-sajid-javid-innenminister-nachfolge-amber-rudd

Lotta Vorbeck
20. November 2018 23:38

@Nom de guerre - 20. November 2018 - 10:38 AM

"... daher habe ich große Zweifel daran, dass es irgendetwas an der Berichterstattung geändert hätte, wenn "Kathrin B." sich zeitnah bspw. an die Polizei gewandt hätte. Spätestens seit dem "Fall Köthen" glaube ich nicht mehr daran, dass von den Mainstreammedien in absehbarer Zeit eine faire Berichterstattung zu erwarten ist."

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Ihre Zweifel Verehrteste, scheinen nicht völlig unbegründet zu sein:

Potsdam: Pakt aus Politik und Polizei

von Gastautor Steffen Meltzer auf dem Blog von Vera Lengsfeld

„Grundlagen des Beamtenverhältnisses sind die ausschließliche Bindung an Recht und Gesetz, Neutralität und Unabhängigkeit von politischen und wirtschaftlichen Einflüssen, das Handeln ohne Ansehen der Person.“

In Potsdam ist die dortige Polizeiinspektion Mitglied im Bündnis „Potsdam! bekennt Farbe", das sich ausschließlich dem „Kampf gegen rechts“ verschrieben hat.

...

Mehr von diesem Beitrag lesen: https://vera-lengsfeld.de/2018/11/19/3740/

Nemesis
21. November 2018 20:00

@Lotta Vorbeck

Ich will Hr. Maaßen nichts unterstellen.
Vielleicht war es so wie Hr. Wessel im Beitrag oben es beschrieben hat. Vielleicht auch nicht.
Ich bin nur sehr zurückhaltend darin, jemanden als Held oder Heldin zu bezeichnen, auch wenn es sich dabei ja nur um einen "Sonntagshelden" handelt.

Eine verwundbare Ferse macht noch keinen Achilleus.
Henrik Ibsen

Lotta Vorbeck
22. November 2018 01:01

@Nemesis - 21. November 2018 - 08:00 PM

"Ich will Hr. Maaßen nichts unterstellen.
Vielleicht war es so wie Hr. Wessel im Beitrag oben es beschrieben hat. Vielleicht auch nicht.
Ich bin nur sehr zurückhaltend darin, jemanden als Helden oder zu bezeichnen ..."

_______________________________

Man mag Figuren wie Maaßen und dem Bahnzerstörer Mehdorn ob der Wahl ihrer jeweiligen Ehefrauen innerhalb des BRD-Establishments einen gewissen Exotenstatus zugestehen.

Der materiell bestens versorgte, weich gefallene Maaßen als langgedienter Apparatschik dürfte, bevor er sich, Zitat Till-Lucas Wessels "so weit aus dem Fenster lehnte, daß er letztendlich runterfallen mußte", in jeder Hinsicht rückversichert haben.

Was der Außenstehende Beobachter zu sehen bekommt, entspricht im übertragenen Sinne allenfalls der Benutzeroberfläche. Das was auf der - wieder im metaphorischen Sinne gemeint - Festplatte des Systems gelöscht, formatiert, respektive neu überschrieben wird, vollzieht sich, ohne auf dem Monitor sichtbar zu werden.

Nemesis
22. November 2018 09:01

Verzeihung Herr Wessels,
ich bemerke gerade, daß ich Ihnen noch ein s schulde.
Hier kommt die Nachlieferung:

"s"

(soviel Zeit muß sein :))

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