Sezession
11. Dezember 2018

Amerikanische Lektionen I – Wahlsiege und Machtstrukturen

Johannes Poensgen / 29 Kommentare

Die Dezemberausgabe der Sezession ist eingetroffen, darin Siegfried Gerlichs Porträt über die Strömungen innerhalb der amerikanischen Alt-Right.

Johannes Konstantin Poensgen

Johannes Konstantin Poensgen studiert Politikwissenschaft und Geschichte.

  • Sezession

Es bezeugt einmal mehr die Bedeutung der Vereinigten Staaten als politischer Taktgeber der westlichen Welt.

Deshalb halte ich es für notwendig, Gerlichs Überblick über die verschiedenen Denkrichtungen eine Analyse zweier Dynamiken beizufügen, die die Alt-Right in der Zeit nach der Wahl Donald Trumps geprägt haben.

Die erste Dynamik entfaltete sich dadurch, daß mit Donald Trump nun "ihr" Kandidat im höchsten Staatsamt ist. Die Alt-Right steht vor der Frage: Was nun?

Sie feierte Trumps Wahlerfolg nicht zu unrecht auch als eigenen Sieg. Derjenige, der lange vor allen anderen mit dem Feiern wieder aufhörte, war Richard Spencer. Ich muß zugeben, daß ich damals seine Prognosen weitgehender politischer Wirkungslosigkeit der Präsidentschaft Trumps auf gekränkte Eitelkeit schob, die es nicht ertrüge, eine übergeordnete Führungsfigur anzuerkennen.

Heute hat er, auch gegen den größten Teil „seiner“ Bewegung, recht behalten. Ja, Trump hat die Republikanische Partei ein Stück weit verändert. Kavanaugh sitzt im Obersten Gerichtshof, Nevertrump ist tot (auch wenn Mitt Romney gerade plant, es wiederzubeleben) und einige Erzcucks, wie Senator Jeff Flake, verlassen jetzt das Schiff. Ja, soweit dies auf rein administrative Ebene möglich ist, wurde in Einwanderungsfragen still und effizient eine Hundertachtziggradwende zur Macht-hoch-die-Tür-Politik Barack Obamas eingeleitet.

Doch drei Faktoren drohen, dies alles zur Makulatur zu machen.

Erstens ist der Minderheitenstatus der Weißen nur noch eine Frage der Zeit. Selbst wenn alle illegale sowie die bisher kaum angesprochene legale Einwanderung sofort aufhörten, wären Weiße spätestens zur Jahrhundertmitte in den Vereinigten Staaten eine Minderheit. Wahrscheinlich wird dies bereits wesentlich früher der Fall sein, eine Studie des National Policy Instituts spricht bereits von 2031 für die Gesamtbevölkerung und 2044 für die Wahlberechtigten. Politisch relevant wird dieser Minderheitenstatus bereits zuvor werden.

Denn zweitens wird das Mittelschichtsmillieu der weißen Liberalen so schnell nicht verschwinden. In Verbindung mit den nahezu einheitlich wählenden Schwarzen und den ebenfalls recht homogen wählenden Latinos beschert dieses Milieu den Demokraten bereits mittelfristig exzellente Wahlaussichten. Texas und Florida werden im Verlauf der zwanziger Jahre demographisch kippen, und damit verschwindet jede Wahlchance eines republikanischen Präsidentschaftskandidaten. Selbst hauchdünne Siege, wie der Trumps 2016, werden in absehbarer Zeit völlig unmöglich sein.

Drittens haben die Beharrungskräfte des Establishments zwar nur geringe Schlagkraft, dafür aber große Zähigkeit beweisen. Letzteres ist alles, was sie brauchen um den Großen Austausch zur vollendeten Tatsache zu machen. Trump hat es nicht geschafft, eine Neuregelung der Einwanderung in gesetzlicher Form durchzudrücken. Selbst für die ohnehin mehr symbolische Grenzmauer verweigert der Kongreß die notwendigen Gelder und wird es ab Januar 2019, wenn die neue demokratische Mehrheit ins Repräsentantenhaus eingezogen sein wird, noch vehementer tun.

Er hat es auch nicht geschafft, den Diskurs wesentlich zu verändern. Er hat den verdrängt werdenden Weißen eine Stimme gegeben, mit der sie ihrem Ärger Luft machen können, aber er hat sie noch nicht einmal als eigene Gruppe angesprochen. Donald Trump zählt bisweilen auf, was er für Schwarze, Latinos oder Juden getan hat. Er spricht nie von Weißen. Allenfalls von „ehrlichen, hart arbeitenden Amerikanern“. Das Tabu, Weiße auch nur als eine legitime Interessengruppe anzusprechen, hat er nicht gebrochen.

Gleichzeitig ist er als Kopf der Exekutive scheinbar nicht in der Lage zu verhindern, daß ebenjene Exekutive seine Anhänger verfolgt, während sie der Antifa in ihren Gewaltexzessen freie Hand gewährt. Über die Intrigen dieser Exekutive gegen ihr verfassungsmäßig gewähltes Oberhaupt kann ich hier schon aus Platzgründen nicht ins Einzelne gehen. Das grobe Bild ist allgemein bekannt.

Trumps Wahlsieg hat die Alt-Right damit konfrontiert, daß in einem vom Großen Austausch bedrohten Land eine rechtspopulistische Regierungsübernahme entweder erst der Anfang oder gar nichts ist. Wir Europäer hätten das eigentlich aus der Erfahrung in Ungarn und Polen lernen können. In beiden Ländern bestand die rechte Machtübernahme eben nicht bloß aus einem Wahlsieg. Die Wahlsiege wäre bedeutungslos geblieben, wenn sie nicht konsequent zur Besetzung der staatlichen, halbstaatlichen und gesellschaftlichen Machtstrukturen ausgenutzt worden wären.

Jeder kennt noch die Anklagen des europaweiten Establishments, die nichts anders besagten als: Wir sind zwar bereit, eine Wahlniederlage anzuerkennen, aber die Institutionen, in denen die langfristige Macht liegt, die gehören uns! Alles andere verstößt gegen die Rechtsstaatlichkeit, die Pressefreiheit die Unabhängigkeit der Justiz und überhaupt gegen die Werte und Prinzipien der Europäischen Union.

Dies alles geschah in Ländern, die vom Großen Austausch nicht direkt betroffen sind. Trotz der vergleichsweise günstigen Ausgangsposition ließ sich die linksliberale Hegemonie nicht durch eine Wahl, sondern erst durch deren konsequente Ausnutzung brechen. In Westeuropa und Amerika kommt das factum brutum der vorhandenen Multiethnizität hinzu. Die läßt sich nicht mit einer Abstimmung beseitigen.

Diese Multiethnizität verschiebt sich durch Geburtendynamik und Einwanderung stetig zulasten der Weißen. Für uns ist sie nicht akzeptabel, nichts worüber wir einen Kompromiß schließen könnten, der nicht in einer halben Generation bei verschlechterter demographischer Lage nachverhandelt würde und damit nichts anderes wäre, als ein Kredit zulasten unsere Nachfahren.

Gleichzeitig ist diese Multiethnizität aber auch ein Bestandteil des Status Quo, der sich nicht ohne schwerste Erschütterungen beseitigen lassen wird. Auch viele, die den Großen Austausch eigentlich nicht wollen, schützen das weitgehend ungehinderte Ablaufen dieses Prozesses, weil sie die moralischen oder materiellen Kosten seiner Beendigung nicht zu tragen bereit sind.

Solange das Ziel einer patriotischen Bewegung darin besteht, überhaupt erst Teil des Diskurses zu werden und einige ihr wohlgesonnene Kandidaten in Ämter zu bringen, lassen sich diese Probleme weitgehend ignorieren. Sie stellen sich in voller Härte erst nach der Regierungsübernahme. (Es wird sehr spannend, wie sich das in Österreich entwickeln wird.)

In den Vereinigten Staaten ist nun folgendes geschehen: Durch die Überraschungskandidatur eines Milliardärs wurde eine noch sehr junge und kaum formierte politische Bewegung, die Alt-Right, mit nach oben katapultiert. Jetzt muß diese Bewegung mit den Problemen umgehen lernen, die sich durch Trumps Wahl überhaupt erst stellen. Weil er als erster erkannte, daß der Trumptrain nach 2016 nirgendwo mehr hinfährt, dreht sich diese Debatte zu einem nicht geringen Teil um die Person Richard Spencers.

Die internen Auseinandersetzungen hatte aber auch damit zu tun, daß sich nach Trumps Wahlsieg die Internetrepression massiv verschärft hat. Diese hat, vor allem nach dem Charlottesville-Protest, die Alt-Right gespalten und ihre inneren Strukturen geformt.

Dieses neuartige Phänomen ist Gegenstand des zweiten Teils.


Johannes Konstantin Poensgen

Johannes Konstantin Poensgen studiert Politikwissenschaft und Geschichte.

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Kommentare (29)

Nath
12. Dezember 2018 01:25

"Derjenige, der lange vor allen anderen mit dem Feiern wieder aufhörte, war Richard Spencer. Ich muß zugeben, daß ich damals seine Prognosen weitgehender politischer Wirkungslosigkeit der Präsidentschaft Trumps auf gekränkte Eitelkeit schob, die es nicht ertrüge, eine übergeordnete Führungsfigur anzuerkennen."

Um es geradeheraus zu sagen. Ein "Typ" wie Spencer fehlt mir in Deutschland. Er besitzt jene Art von "Coolness", an welchem die üblichen Einschnapp-Affekte des bürgerlichen Mainstreams einfach abperlen. Natürlich kann er sich dies in den USA eher leisten, weil hier eine Tradition der freien Meinungsäußerung existiert (obwohl dort ebenfalls eine äußerst agressive Antifa existiert), von welcher man in Deutschland nur träumen kann. Trotzdem ist das Fehlen jenes Gemischs aus Biedermeier-Bürgerlichkeit, Antikommunismus, Recht-und Ordnungs-Rhetorik sowie dem unvermeidlichen Credo für den freien Markt, das die die Rechte diesseits wie jenseits des Atlantiks seit der Nachkriegszeit kennzeichnet, derart wohltuend, dass ich über manches Kritikwürdige bei ihm hinwegsehe: Etwa, wenn er, obgleich bekennender Nieztscheaner, dem Kollektivismus gegenüber dem Individualismus den Vorzug gibt oder - in guter yankee-Tradition - der weißen Rasse die Eroberung des Weltalls als faustische Perspektive für kommende Jahrhunderte anempfiehlt, oder auch, wenn er Kant als "nicht sehr bedeutenden Philosophen" bezeichnet etc.
Doch all dies hindert mich nicht daran, ihn als erfrischend unkonventionell zu empfinden. (Z.B votiert er als "Rechter" für ein bedingungsloses Grundeinkommen.) Man stelle sich bespielsweise vor, ein AFD-Vertreter würde einen Satz sagen wie, "Die Rasse zählt." - Er wäre noch am selben Tag aller Ämter enthoben. Dabei impliziert diese Aussage doch keineswegs mit Notwendigkeit, dass gewisse Rassen höher stehen als andere, dass manche zum Dienen, andere zum Herrschen bestimmt seien, noch dass die Rasse der letztlich bestimmende Faktor der menschlichen Existenz sei. Doch in Millisekundenschnelle würde er von den Mainstream-Rezeptoren als überdeutliches Signal für abgrundtiefen Rassismus identifiziert werden, und aus abertausenden antifaschistsichen Kehlen würde unisono ein triumphierendes SEHT IHR! entweichen.
Der Hauptvorwurf gegen Spencer könnte lauten, dass er als metapolitischer Denker nicht das ausreichende Format besitzt, nicht "profund" genug ist, um sich derartige enfant terrible-Provokationen leisten zu können. Martin Sellner ließ kürzlich in einem Video kurz durchblicken, er halte manche seiner Äußerungen für einen Ausdruck von Undiszipliertheit, als Provokation um ihrer selbst willen. Daran mag ein Körnchen Wahrheit sein.
Wie Spencer selbst kürzlich zugab, "langweilen" ihn die Trippleschritte der politsichen Alltagsarbeit, als ob "stop immigration" die rettende Losung sei, als ob Trumps "civic nationalism" mehr sei als ein alter republikanischer Hut.
"We need something new!", ist ein oft wiederkehrender Satz bei ihm.
Wie kritisch man auch zu ihm stehen mag - etwas von diesem Geist wünschte man sich auch für Deutschland.
Und wie Poensgen schreibt - in Bezug auf Trump hat er absolut Recht behalten.

[Spencer und Sellner operieren in gänzlich unterschiedlicher Situation. In Deutschland und Österreich ist eine friedliche Wende durch den demokratischen Prozeß zwar schwierig, aber nicht unmöglich. In den USA aus den oben aufgeführten Gründen schon. Und Spencer weiß das, auch wenn er es aus offensichtlichen Gründen nicht zu laut durch die Lande posaunt. Das "something new" das die Amerikaner brauchen, wäre etwas, das Jahrzehnte des stückweisen Ordnungszusammenbruchs und der Verdrittweltisierung überleben und sich dann in einer gewaltsamen Neuordnung durchsetzen könnte. Sowas zaubert man natürlich auch nicht aus dem Hut und da liegt das Problem. JKP]

Nemesis
12. Dezember 2018 01:47

@Poensgen
"Donald Trump zählt bisweilen auf, was er für Schwarze, Latinos oder Juden getan hat. Er spricht nie von Weißen. Allenfalls von „ehrlichen, hart arbeitenden Amerikanern“. Das Tabu, Weiße auch nur als eine legitime Interessengruppe anzusprechen, hat er nicht gebrochen.°

Deswegen wiederholt Bannon ja auch das Mantra bei jedem seiner Auftritte: "Economic nationalism doesn’t care about your race, your religion, your gender, your sexual preference. Here’s what it cares about: that you’re citizens of the United States of America.”

Sie wissen genau, daß sie allein mit den Stimmen der Weißen auf Dauer keine Mehrheiten bekommen.

"Gleichzeitig ist er als Kopf der Exekutive scheinbar nicht in der Lage zu verhindern, daß ebenjene Exekutive seine Anhänger verfolgt, während sie der Antifa in ihren Gewaltexzessen freie Hand gewährt."

Die entscheidende Frage wird wohl darauf hinauslaufen, auf wessen Seite das Miltär letztendlich steht.

"Jeder kennt noch die Anklagen des europaweiten Establishments, die nichts anders besagten als: Wir sind zwar bereit, eine Wahlniederlage anzuerkennen, aber die Institutionen, in denen die langfristige Macht liegt, die gehören uns! "

Das können sie aber nur durchhalten, wenn sie weiterhin das Geld von den Steuerzahlern abpressen. In Frankreich tasten sie sich dabei offensichtlich mittlerweile an die Grenzregion. Ich denke, wenn zudem der Brexit durchläuft, werden sie wirklich ernste Probleme haben.

In diesem Zusammenhang (und kurzfristig den Blick etwas ab von Amerika) empfehle ich für diejenigen, die interessiert sind und ihn nicht kennen, sich etwas genauer mit dem (katholisch) konservativen englischen Abgeordneten Jacob Rees-Mogg zu beschäftigen. Es lohnt sich.

Jacob Rees-Mogg EU Debate Full Highlights
https://www.youtube.com/watch?v=IUvp82zzoIU

Hier zerlegt er Verheugen:
https://www.youtube.com/watch?v=I4w7W-rduZ8

Laurenz
12. Dezember 2018 05:54

Die Analyse ist zu beglückwünschen. In der Wirkung Trumps kann man zu einer anderen Meinung kommen. Daß, was Trump bisher erreichte, ist mehr als man erwarten kann. Die Vereinigten Staaten von Amerika werden seit 240 Jahren von blutrünstigen Freimaurern beherrscht, egal welcher politischen Couleur. Gegen die verkrustete us amerikanische Verwaltungs- und Machtstruktur mit locker 16 unterschiedlichen Geheimdiensten, dem militärisch-industriellen Komplex, den Finanz-Dienstleistern, die Öl-Prinzen, usw., und sofort anzukommen, gestaltet sich äußerst schwierig. Auch ein Trump mußte erkennen, daß sich dieses Land nicht wie eine seiner Unternehmungen führen läßt, und er Verbündete aus dem System benötigt. Trump entschloß sich, das Militär an seine Seite zu stellen, bisher ohne einen üblichen Präsidenten-Krieg anzuzetteln. Die einzige Option hierfür, der Iran, wäre ein zu gefährliches Projekt, eine Niederlage wäre nur allzu wahrscheinlich. Polen/Ungarn in einen Vergleich zu stellen, ist absurd. Vor 1990 gab es noch nie ein demokratisches Polen. Und für Ungarn mit seinen finno-ugrischen Wurzeln galten schon vom europäischen Gesichtspunkt heraus immer andere Regeln, auch während der Sowjetherrschaft. Die ost-europäischen Macht-Strukturen sind historisch eben noch nicht so etabliert. Die Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung in Nord-Amerika sind natürlich richtig, aber die Reaktion der schon eingesessenen Latinos ist nicht wirklich vorhersehbar, diese werden sich mutmaßlich Nordamerika zurückholen. Dagegen ist auch nichts einzuwenden, wobei deren Kultur, in Mexiko sichtbar, blutrünstiger als die der amerikanischen Freimaurer ist und sein wird. Den Weißen Nordamerikas wird nichts anderes übrig bleiben, als den Vorschlag von Louis Farrakhan in Erwägung zu ziehen und eine Sezession einzuleiten. Denn auch die schwarze Bevölkerung Nordamerikas wird ohne eigenes Territorium gegen die Latino-Übermacht hinten runter fallen. Geo-politisch, wie historisch sind doch besagte liberale Eliten auf dem Rückzug. Die kleinen Staaten Deutschland und Japan als üble Welt-Schurken wurden durch Rußland und China ersetzt, also ganz andere Kaliber, welche die oligarche freimaurerische Weltordnung bedrohen. Wobei sich Dirk Müller zurecht die Frage stellt, wer einem wohl als Chef lieber ist, Kuhtreiber oder Chinese. Alles in allem ein nur mäßiger Artikel.....

Der_Juergen
12. Dezember 2018 09:49

Ein guter Artikel und bisher gute Kommentare, wobei mir besonders der von @Nath gefällt.

Manche, darunter meine Wenigkeit, haben schon unmittelbar nach Trumps Wahl prophezeit, dass er den Wandel mit demokratischen Mitteln nicht schaffen wird. Die Gründe liegen auf der Hand, wobei das unerbittliche Schrumpfen der Weissen sowie die Kontrolle der grossen Medien durch den Feind die Hauptursache sind. Trump wird bestimmt intelligent genug sein, um dies zu kapieren. Es geht nur durch die Errichtung einer Diktatur, welche den Deep State zerschmettert.

Da die Mehrzahl der Generäle auf Trumps Seite steht und die einfachen Soldaten (und Polizisten) sowieso, besässe ein Staatsstreich durchaus Erfolgsaussichten. Bisher hat es Trump an Nervenkraft und Kaltblütigkeit gefehlt, um einen solchen zu inszenieren. Die Unterstützung der Bevölkerungsmehrheit erhielte er sofort, wenn er die Wahrheit über das schicksalhafte Thema 11. September sagen und die Beweise vorlegen würde. Auch das hat er nicht getan, und es wird mit jedem Tag unwahrscheinlicher, dass er es noch tun wird.

Hoffen darf man natürlich immer... Die letzten Taten Trumps, vor allem die völlig irrationale Provozierung eines Konflikts mit China durch die Forderung nach Auslieferung der chinesischen Managerin, die in Kanada verhaftet wurde, sorgen dafür, dass sich die Hoffnung in engen Grenzen hält.

Maiordomus
12. Dezember 2018 11:15

Eine noch gute Debatte mit lesenswerten Metakommentaren, vgl. die zu einer metaphysisch-religionsphilosophischen Diskussion ausgeartete Debatte bei Kubitscheks Halle-Kommentar; nun läuft es in dieser Kolonne nunmehr klar sachlicher und insofern interessanter und konsequenter auf den vorgegebenen Artikel bezogen. Es muss vielleicht noch klar gemacht werden, dass Richard Spencer eher ein politisch interessanter als tiefgründiger Denker zu sein scheint. Von daher müsste in einem Philosophie-Magazin wie dem gedruckten Heft wieder über die aktuelle geistespolitische Seite hinaus wieder mehr über Grundlagen philosophiert werden.

Was Poensgen hier mit angeblich verklausulierten Formulierungen bei Trump für Weisse als "ehrlich hart arbeitende Amerikaner" ausführt, stimmt in mindestens gleichem Ausmass wohl auch für die "Gelben"; zu schweigen davon, dass die sog. Weissen stets nicht nur in zwei, sondern eher in drei Lager geteilt bleiben werden, wobei Poensgen, der hier versucht Klartext zu schreiben, das jüdisch-proisraelische Lager hätte mitnennen müssen, ohne welches Trump mutmasslich schon längst gestürzt wäre. Bei den Weissen war ursprünglich auch das katholische Lager traditionell stark nach den Demokraten orientiert, vgl. die seinerzeitige Wahl Kennedys zum ersten katholischen Präsidenten der USA, galt damals als Kulturrevolution.

Fritz
12. Dezember 2018 11:59

Ich rate doch, weniger in Kategorien von hautfarbe/Rasse zu denken. ist es denn wirklich gesagt, dass die amerikanische Kultur nur von Weißen getragen werden kann? Auf die unterschiedlichen Interessen und Sichtweisen von Schwarzen und Latinos wurde ja schon hingewiesen; hinzu kämen noch die Asiaten, die auch ein Fall für sich sind.

Brasilien (als ein noch mehr gemischtes Land als die USA) hat immerhin Bolsonaro gewählt, und gewählt wurde er auch von Afrobrasilianern.

MARCEL
12. Dezember 2018 14:55

Unter Clinton gab es den Wahlkampfslogan "It's the economy, stupid"
Die ökonomische Logik diktiert alles, weil neben ihr kaum noch ein Lebensbereich Autonomie aufrecht erhalten kann. In den USA gehört economy zu den zivilen Dogmen, kaum ein Land ist materialistischer, kaum eines heuchlerischer (siehe das Nebeneinander von Prüderie und florierender Porno-Industrie). Ökonomie zwingt fast jeden in die Heuchelei.
Digitalisierung ist dort fortgeschrittener als bei uns, ethnische Segregation und existentieller Druck auch. Kapital migriert und die Dritte Welt. Alles, was seßhaft ist, wird bedroht, ökonomisch wie ethnisch-kulturell. Zivilgesellschaft kann da wenig Bestand haben. Im Genom der USA steckt nunmal der Wilde Westen und der bricht durch die dünne Membran der Zivilgesellschaft eines Tages durch.
Thomas W. Chittum, Ex-Söldner und Autor, sah bereits 1996 einen Civil War II entlang ethnischer Sollbruchstellen in absehbarer Zukunft ausbrechen. Keine Weihnachtslektüre

Cacatum non est pictum
12. Dezember 2018 17:09

@Laurenz

"Die Analyse ist zu beglückwünschen. In der Wirkung Trumps kann man zu einer anderen Meinung kommen. Daß, was Trump bisher erreichte, ist mehr als man erwarten kann ..."

Das sehe ich ähnlich. Trump hat recht erfolgreich Sand ins Getriebe des stetig voranschreitenden Globalisierungsprozesses gestreut. Ob diese Wirkung nachhaltig sein und auch den nächsten demokratischen Präsidenten überdauern wird, bleibt natürlich abzuwarten.

"... Die Vereinigten Staaten von Amerika werden seit 240 Jahren von blutrünstigen Freimaurern beherrscht, egal welcher politischen Couleur ..."

Auch richtig. In England, Frankreich und den USA ist die Freimaurerei wohl weltweit am stärksten verwurzelt. Daraus läßt sich aber auch die Erkenntnis ableiten, daß Trump es niemals zum Präsidentschaftskandidaten geschafft hätte, wenn er aus diesen Kreisen - denen er mutmaßlich selbst angehört - nicht einflußreiche Unterstützung erfahren haben würde. Er repräsentiert also ganz sicher eine Fraktion der Freimaurerei, die sich momentan gegen die Globalisierung wendet (und das vermutlich nicht aus Gründen, die sich die Mehrzahl der Sezessionisten wünschen würde).

"... Den Weißen Nordamerikas wird nichts anderes übrig bleiben, als den Vorschlag von Louis Farrakhan in Erwägung zu ziehen und eine Sezession einzuleiten ..."

Sezessionen werden der Trend der Zukunft sein - um so mehr, je stärker die globale Migration vorangepeitscht wird. Den Universalisten sei es gedankt, die sich doch ganz andere Szenarien wünschen.

Solution
12. Dezember 2018 18:17

Nachzutragen wäre noch, daß die Asiaten, die Mitte des Jahrhunderts mit 12-14 % ungefähr genauso stark wie die Schwarzen sein werden, mittlerweile auch ein ethnisches Blockwahlverhalten an den Tag legen und die Demokraten wählen.

Zunehmend spannender ist die Frage, wann die zunehmend Chicano-dominierten US-Staaten Richtung Autonomie und schließlich Abspaltung driften.

Auch wenn die Weißen so tun, als ob sie farbenblind seien: Die Nichtweißen kennen ihre Farbe und ihren "Feind". Die sind selbstverständlich stolz auf ihrer Herkunft, ob Chicano, Chinese oder Schwarzer. Selbst die Angehörigen einer gewissen exklusiven "Religionsgemeinschaft" haben einen harten Kern, den sie erhalten wollen.

Den Weißen bleibt nichts anderes übrig, als bei den "Minderheiten" in die Lehre zu gehen und zu lernen, ihre eigenen Interessen, wie diese es bereits erfolgreich tun, zu vertreten. Wielange es diese Minderheitenrechte dann noch geben wird, kann man sich denken.

Der Tag, an dem die Weißen in den USA in die Minderheit geraten, wird kommen. Es wird ein Tag, wie jeder andere sein.

heinrichbrueck
12. Dezember 2018 19:51

Nicht diejenigen haben in den USA die Oberhoheit, die Trump demokratisch gewählt haben, sondern diejenigen, die Trump als Präsidentschaftskandidaten aufgestellt haben. Der gemeine Wähler hinkt immer um eine Generationsspanne nach; da helfen auch die Guillotineträume der Gelbwesten nichts.
Trump war der Staatsstreich. In dem Sinne, daß das Militär Pfötchen gibt.

"Wende durch den demokratischen Prozeß"? Diese Möglichkeit möchte ich sehen, zumindest in meiner Vorstellung.
Unser Überleben ist parteiunabhängig. Meine Hoffnung. Diese kann ich mir wenigstens vorstellen.

LotNemez
12. Dezember 2018 20:46

Die konservative Rechte hat sich mittlerweile weitgehend auf die „Ethnische Wahl“ als Deutung für das Zustandekommen linker Mehrheiten in westlichen Demokratien geeinigt. Etwas vorschnell, wie ich finde.
Ich habe hier eine Karte auf dem Handy, welche die letzten Wahlergebnisse nach verschiedenen Kriterien aufschlüsselt. (Sie war glaube ich unter Lichtmesz' Artikel zu dem Thema verlinkt) Die Ergebnisse werden ja bei den Amerikanern grundsätzlich nicht in absoluten Zahlen, sondern immer nach Bundesstaaten, dargestellt. Das macht auch Sinn, da es im US-amerikanischen Wahlsystem die Regelung winner-takes-it-all gibt. Ein vorwiegend rep-rot wählender Bundesstaat wirft damit all seine Stimmgewalt für die REPs in die Waagschale und umgekehrt. Wichtig ist demnach, die Mehrheit in den einzelnen Bundesstaaten zu erreichen, und nicht, wie in Deutschland, die Mehrheit der Wählerstimmen. So weit, so bekannt.
Vorwiegend republikanisch wählten nun folgende Gruppen: Männer, Weiße, weiße Männer, weiße Frauen, weiße College-Absolventen, weiße Nicht-College-Absolventen
Vorwiegend demokratisch wählten: Frauen, Farbige

Wodurch wird die Wahlentscheidung von Frauen und Farbigen beeinflusst? Meine Arbeitshypothese hierzu: beide Gruppen zeichnen sich durch ein „besonders intensives Sozialverhalten“ aus. Soll heißen, sie sind stärker als andere Gruppen davon eingenommen, was andere Gruppenmitglieder meinen.
Dies wäre eigentlich eine ideale Ausgangslage, um mit gezielten Kampagnen à la walk-away Influencer dieser Gruppen zu erreichen. Voraussetzung ist natürlich, dass man diese Kampagnen in den richtigen Formaten und Networks platziert. Das hat bisher noch nicht funktioniert. Der Grund dafür ist aber nicht, dass die Zahl der Latinos und Schwarzen immer weiter ansteigt, sondern dass diese Netzwerke weiterhin fest in der Hand des weißen, linken Deep-State-Establishments sind. Da sitzt die Maus.
Ich bin davon überzeugt, dass, wenn man über die entsprechenden medialen Mittel verfügt, man gerade in den USA in JEDER Bevölkerungsgruppe eine Mehrheit für egal was herstellen kann. Das ist Fluch und Segen zugleich und hat schon bei 9/11 wunderbar funktioniert. Der Medienkomplex muss sich nur einig sein. Will sagen, er muss in den richtigen Händen sein.
Deshalb ist Trumps Strategie schon gut. Es gilt, stab by stab dem Tiefstaat das Wasser abzugraben und es auf republikanische Plantagen umzuleiten. Sowas braucht halt Zeit in einer freiheitlichen Demokratie, die es ja zu erhalten gilt.
In Europa scheint mir die Situation übrigens markant anders gelagert zu sein, da viele europäische Neubürger, anders als Afroamerikaner und wohl die meisten US-Latinos, weder die Sprache ihres Gastlandes sprechen, noch sich im religiösen und nationalen Grundkonsens mit ihm befinden. Türken und Araber hierzulande greifen hauptsächlich auf Medien ihrer Heimatländer zurück, wodurch eine mediale Durchdringung ihrer Communities kaum möglich ist. Von daher scheint mir das Narrativ der Ethnischen Wahl für Europa passender als für die USA. Generell ist dies, meine ich, durchaus ein sinnvoller, aber nicht der einzig sinnvolle Blickwinkel.

Nath
12. Dezember 2018 21:02

@ Maiordomus
Ihr strenger Verweis im Hinblick auf die mäandernden Kommentare zum Kubitschek-Artikel ist natürlich berechtigt. In der Tat drohten die "religionsphilosophischen" Exkurse, veranlasst durch Gustavs ersten Kommentar, das eigentliche Thema zu verschlingen, und ich bekenne mich schuldig im Sinne der Anklage. Doch entbehrt es, wenn Sie mir diesen humoristischen Seitenhieb gestatten, nicht einer gewissen Komik, dass Sie selbst, gerade bei dem Versuch, die Rückkehr zum Thema anzumahnen, ebenfalls der Versuchung nicht widerstehen konnten, in die Ferne zu schweifen. Es hätte durchaus einen "Weg zurück" geben können, aber vermutlich befürcheten die Administratoren, man würde zu guter Letzt bei den platonischen Ideenzahlen landen und schlossen den Kommentarbereich.

Maiordomus
12. Dezember 2018 21:24

@ Fritz. Daumen nach oben! Unsere bekannten Meinungsverschiedenheiten über andere Themen werden wir vernünftigerweise nicht an dieser Stelle [email protected]_derjürgen. Es grenzt wohl schon an welthistorische Wahnvorstellungen zu glauben, Amerika könne in der Art der Türkei, Burmas, Griechenlands, Argentiniens oder Perus je durch einen Militärputsch kontrolliert werden. Eher wäre dies für Russland nicht ausgeschlossen, sollte einmal Putin ausfallen, der meines Erachtens jetzt schon als eine Art demokratisch legitimierter Militärherrscher fungiert, von der reinen Intelligenz her von den Politikern unserer Zeit noch am ehesten mit dem geistigen Horizont Napoleons vergleichbar, welcher jedoch von Kant eine höhere Meinung hatte, vgl. die Debatte um die Benennung des Königsberger Flughafens. Bei meinem Besuch in St. Petersburg wurde mir klar, dass nirgends in Europa das Prestige der Armee grösser ist als in Russland; zu schweigen davon, dass man die weltweit eingesetzten amerikanischen Soldaten spätestens seit Vietnam nicht mehr als eine Form des Volksheeres einschätzen kann.

Cacatum non est pictum
12. Dezember 2018 21:38

@Nemesis

Kurz nebenbei: Ich bin die Tage in den Kommentarspalten zu einem SiN-Beitrag aus diesem Sommer auf Ihre "transhumanistischen" Machtthesen gestoßen, die ich äußerst interessant finde. Vielleicht bietet sich bald noch einmal die Gelegenheit, ausführlicher darüber zu diskutieren.

quarz
12. Dezember 2018 23:35

@LotNemez

"Ich bin davon überzeugt, dass, wenn man über die entsprechenden medialen Mittel verfügt, ... "

Ich auch. Gegen die Medien geht fast nichts, mit den Medien geht fast alles. Wer die Medienorgel spielen kann, der hat sagenhafte politische Macht. Bei uns hat es aber Jahrzehnte gedauert, bis die schon länger durch die Institutionen Marschierenden die Orgel mit ihren Pfeifen bestückt haben. Entsprechend lange, so ist zu befürchten, dauert eine Renovierung des Instruments. Und in der Zwischenzeit schreitet der große Austausch voran. Aber vielleicht sind in der Digitalära ja doch andere Änderungsgeschwindigkeiten möglich.

Nemesis
12. Dezember 2018 23:45

@Cacatum non est pictum
gerne.

Laurenz
13. Dezember 2018 02:09

@Nath .... Spencer oder Ventura, es fehlt durchschlagende Aura. Selbst die von Bernie Sanders reichte nicht gegen Obama. Obama hatte mehr Mexikaner als Trump in vergleichbarer Amtszeit zurückgeschickt und weltweit mehr "Terroristen" per Drohne vom Esel schießen lassen als Trump. Das wird aber weitestgehend vom liberalen Publikum ignoriert.
@religiöser Disput Nath/Majordomus ... man muß hier Majordomus nicht zustimmen. Er hatte insofern Recht, daß das Einbringen der Religion nicht wirklich geschickt eingefädelt war. Hier ist zu bemerken, daß Relgionen nichts weiters sind als Ideologien, die bis heute Milliarden von Menschen bewegen. Hiezu zähle ich neben dem relativ positiv wirkenden Buddhismus, im wesentlichen abrahamitische Religionen, inkl. des Kommunismus. Es handelt sich hier einfach nur um antiken Bolschewismus mit seinem reversen Rassismus. Ich hatte versucht zu erklären, daß die Linke die Logik, zumindest im Falle von Frau Wagenknecht, wissentlich ignoriert. Frau Wagenknecht hat wohl sehr genau verstanden, daß die totalitäre Polarisierung der Linken erst den Faschismus erschaffen hatte. Insofern freue ich mich schon, daß [email protected] Cacatum non est pictum .... dieses Prinzip der Ausgrenzung Andersdenkender, normales politisches procedere bis zum heutigen Tag in unserem Land, ähnlich sieht.

@Marcel ... Digitalisierung gibt es in den USA nur dort, wo sie profitabel ist. Das ist keine politische Grundlage für einen territorialen Staat, siehe Karthago, Hanse oder Venedig.

@Fritz .... die Brasilianer sind einfach nur verzweifelt. Nachdem der beste Seefahrer aller Zeiten, der Schotte Lord Thomas Cochrane, die Iberer aus Südamerika hinauswarf, übernahmen anglo-amerikanische Konzerne die Herrschaft in Südamerika, bis heute. Multi-kulti- oder multi-ethnische Staaten sind daher nie Sozial-Staaten, ein innerer unauflöslicher Widerspruch in der Linken, dem auch Frau Wagenknecht gerade zum Opfer fällt. Brasilien bot während der Völkerwanderungskrise 2015/16 jedem Flüchtling weltweit Aufnahme auf, aber eben ohne einen Cent/Pfennig/Kopeke finanzielle Unterstützung. Es ist ein kulturell rassischer Charakterzug der Weißen weltweit, föderal zu denken. Das liest sich leicht in den Berichten römischer Autoren über die Germanen nach Cäsar. Das hält sich bis heute durch. Solange die Hecke des Nachbarn gefährlicher ist, als ein italienischer Diktator in Frankfurt, geht es dem/der Michel/ine einfach nicht schlecht genug. Die Einteilung der Welt in Hautfarben ist nur in einer weißen Welt verpönt. Reise einfach nach Afrika oder Süsostasien. Da gibt es weder Bräunungskreme, noch Löckchen produzierende Dauerwellen. Da will jeder so weiß sein, wie es geht, und die Schauspieler kaufen sich Bleichungskreme a la Michael Jackson und sehen zB im Thai-TV aus, wie Gespenster. Ein Weißer, der das berühmte rassistische Zitat von Nelson Mandela gegenüber seiner Tochter veröffentlicht hätte, wäre virtuell tot.
@ der_Juergen .... die meisten Unzufriedenen wünschen sich Veränderung/Revolution zur eigenen Lebenszeit. Aber es scheint doch günstiger, Politik und Geschichte über die eigene Lebenszeit hinaus zu denken. Übrigens hatte schon Obama die 7. Flotte ins Chinesische Meer geschickt. Trump spricht dieses eben nur öffentlich aus. Es geht hier um alles oder nichts. Wenn die Chinesen wirklich einen 2. Panama-Kanal durchziehen, wird sich dort dann auch eine chinesische Marine-Basis befinden. Übrigens sind Zölle überhaupt kein Problem. Daß dies ein Wirtschaftskrieg sei, ist eine stupide lächerliche Behauptung der Liberalen.

@Nemesis .... es leben im wesentlichen nur da Juden, wo Weiße leben. Ist es nicht interessant, daß die Zionisten das III. Reich, eine Ethnokratie ab 1939 bis zu dessen Untergang bekämpften, aber 3 Jahre später bereits eine eigene Ethnokratie, Israel, mit fast denselben Reichsrasse-Gesetzen gründeten? Hingegen fordern Diaspora-Juden überall da, wo sie leben, liberale und offene Gesellschaften, so auch in den USA, ein innerer Widerspruch im Judentum. Diese jüdisch-christliche Selbst-Beschäftigung mit der liberalen Ideologie, Gender, etc., lenkt schlicht vom Hauptproblem des westlichen Liberalismus ab. Nachdem die Sklaverei mit dem Ende der napoleonischen Kriege nicht mehr als opportun angesehen wurde, haben die Chinesen nicht vergessen, wer ihnen die Opium-Kriege und ihre Ursache antat. Und den Chinesen, als zukünftige Weltmacht Nummer 1, geht der westliche Liberalismus am Allerwerstesten vorbei, von jüdisch-christlichen Befindlichkeiten ganz zu schweigen.
@Majordomus ... bei uns verboten, in der Schweiz veröffentlicht, die Sozial-Bezüge unterschiedlicher Ethnien. Diese schweizerischen Zahlen bestätigen den Gelben Block in der Schweiz, im Vergleich zu Orientalen, diametral.

Laurenz
13. Dezember 2018 02:13

Majordomus @Fritz ...... Die USA sind quasi eine Oligarchie, also das, was Putin in Rußland abschaffte. Und daß die Armee so wichtig ist, liegt für jeden Russen nach 10 Jahren Jelzin, als Büttel der Clinton-Foundation, klar auf der Hand.

Waldgaenger aus Schwaben
13. Dezember 2018 07:30

Nun denn Trump hat fünf Kinder und damit genug getan gegen den Rückgang der weißen Bevölkerung in den USA. Mehr kann er nicht tun. Einen Ukas zur Gebärpflicht für Weiße kann er nicht erlassen.

Doch so übel sieht es gar nicht aus:

"Die weitaus grösste Veränderung bei der Anzahl Kinder gibt es bei den Hispanoamerikanerinnen. Seit 2006 verringerte sich ihre Geburtenrate um über 27 Prozent. In der gleichen Zeit sank die Geburtenrate bei Afroamerikanerinnen um 11 Prozent, bei Asiatinnen um 5 Prozent und bei Weissen um 4 Prozent."

https://www.nzz.ch/international/usa-geburtenrate-erreicht-tiefsten-stand-seit-dreissig-jahren-ld.1386507

Ohne Zuwanderung wäre der Rückgang bei den Weißen am geringsten.

Wenig weiß ihc über die Hispanoamerikaner. Aber ein kurzer Blick in die deutsche und englische Wikipedia fördert schon Erstaunliches zu Tage:

Englisch:
https://en.wikipedia.org/wiki/Hispanic
Because of the technical distinctions involved in defining "race" vs. "ethnicity," there is confusion among the general population about the designation of Hispanic identity. Currently, the United States Census Bureau defines six race categories:[39]

White or Caucasian
Black or African American
American Indian or Alaska Native
Asian
Native Hawaiian or Other Pacific Islander
Some Other Race

According to census reports, of the above races the largest number of Hispanic or Latinos are of the White race, the second largest number come from the Native American/American Indian race who are the indigenous people of the Americas.

Deutsch:
https://de.wikipedia.org/wiki/Hispanics

Die Hispanics sind eine Ethnie in Amerika, die alle Einwohner mit hispanoamerikanischer oder spanischer Herkunft umfasst. Der Begriff wurde in den 1970er Jahren von der Regierung der USA geprägt. Aufgrund der Vermischung verschiedener Ethnien der USA während der letzten 400 Jahre besitzt der Begriff keine Trennschärfe, im Wesentlichen beruht die Zugehörigkeit zu den Hispanics auf einer Selbsteinschätzung, die US-Bürger alle zehn Jahre in einer Volkszählung per Fragebogen vornehmen. Für 2014 gab die US-Volkszählungsbehörde ihren Anteil mit 17,4 % an, sie gelten als die größte Minderheit.[1]

Entschuldigung die langen Zitate. Aber sie sind für meine nun folgenden These wichtig.

Der Begriff Hispanics wurde in den 1970er Jahren in den USA erfunden, um das Volk weiter zu spalten. Hätte man darauf verzichtet, eine neue Minderheit, mit entsprechenden Rechten zu generieren, wären die Hispanics im Volk als überwiegend Weiße aufgegangen.
Der Trick ist doch immer neue Minderheiten zu schaffen. Heißt es noch bei Schiller:

"Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern,
in keiner Not uns trennen und Gefahr.
Wir wollen frei sein, wie die Väter waren,
eher den Tod, als in der Knechtschaft leben.
Wir wollen trauen auf den höchsten Gott
und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen."

So lautet die Botschaft der Globalisten an das Volk:
Ihr sollt sein eine uneinige Bevölkerung von Minderheiten. An Gott nicht glauben und bei jeder Not und Gefahr rufen nach dem Staat. Und aus Furcht vor der Freiheit in Knechtschaft wollen.

Warum lässt die Alt-right sich auf dieses Spiel ein?

Laurenz
13. Dezember 2018 10:45

@Waldgänger aus Schwaben .... der Anteil iberischen Blutes, also die Mischung aus Arabern, Kelten, Germanen, und den Ur-Iberern ist im Schnitt nicht mal 5%. Daher sind es in den Amerikas eben Indios, die in der Regel spanisch oder portugiesisch sprechen.

Fritz
13. Dezember 2018 11:07

"Der Grund dafür ist aber nicht, dass die Zahl der Latinos und Schwarzen immer weiter ansteigt, sondern dass diese Netzwerke weiterhin fest in der Hand des weißen, linken Deep-State-Establishments sind. Da sitzt die Maus."

@LotNemez: Zustimmung. Es ist wohl ähnlich wie mit der deutschen Linken und ihren geliebten Flüchtlingen, wenn die mit denen mal über Frauenrechte oder Homosexualität sprechen würden, Würden sie aus allen Wolken fallen.

Dunkelhäutige sind nicht per se links, sie wissen aber sehr wohl, was grade ihren Interessen dient.

Die Linken haben die "Persons of Color" gewissermaßen kooptiert und sich (ohne zu Fragen) zum Vertreter von deren Interessen ernannt; interssant ist, zu spekulieren, was passiert, wenn sie irgendwann nicht mehr auf Unterstützung durch Linke angewiesen sind.

Maiordomus
13. Dezember 2018 13:20

@Waldgänger.
"So lautet die Botschaft der Globalisten an das Volk:
Ihr sollt sein eine uneinige Bevölkerung von Minderheiten. An Gott nicht glauben und bei jeder Not und Gefahr rufen nach dem Staat. Und aus Furcht vor der Freiheit in die Knechtschaft wollen."

Goethes Lieblingswort bei Zustimmung, aber nur wenn das Werk den Meister lobte: "Trefflich!"

Hartwig aus LG8
13. Dezember 2018 15:12

"Wenn der Mohr kommt, wird selbst der blonde Russe zum Bruder." Usbekisches (?) Sprichwort.

Nun, um die Bemerkungen vom @Waldgänger aus Schwaben aufzugreifen: Auch ich tue mich schwer, stets neue Rassen serviert zu bekommen. Ich komme noch aus einer Zeit, als es Weiße, Schwarze und Gelbe gab - und für Karl May-Fans gab's dann noch die Roten. Punkt.

Und heute: Während der Euro-Krise galt Griechenbashing schon als rassistisch. Und wer nicht aufpasst, wird wegen eines Polen-Witzes des Rassismus geziehen. Vielleicht übertreibe ich ... Aber die Rassismuskeule hat gewissermaßen ein arische Reinheitsgebot als Grundlage; überall Rassen und Unterrassen bei Völkern weißer Haut, die sich antirassistisch ausschlachten lassen. Wobei ich die Berechtigung von Differenzierungen gar nicht leugnen möchte. Aber es ist aus zwei Gründen unklug, diesen Gaul zu reiten: a) Es ist das Steckenpferd der Linken. b) siehe obiges Sprichwort.

Reaktion
13. Dezember 2018 15:38

@Waldgaenger aus Schwaben

"Warum lässt die Alt-right sich auf dieses Spiel ein?"
Weil Hispanics/Latinos (grosso modo) keine Weißen sind, jedenfalls nicht die große Masse. Sie zitieren leider typische Desinformation von Wikipedia. Fahren Sie einmal nach Kalifornien oder Texas.

Gotlandfahrer
13. Dezember 2018 17:53

Unsere Lamentos und verzweifelten Analysen unterstellen allesamt, dass es etwas erhaltenswertes an der "weissen Kultur" gibt. Natürlich liebe auch ich mein Volk und verehre unsere Vorfahren, unsere Geschichte und Errungenschaften. Und die europäischen Völker gleich danach, und so dann den Menschen an sich, als Gottes Ebenbild meinetwegen.

Es ist doch aber genau diese unsere Kultur (oder sie bewirkende Mentalität), die in Folge der durch sie hervorgebrachten Effizienz zur selbstvernichtenden Entfremdung führt. Unter Umständen ist die westliche, weisse Kultur nicht menschengerecht. Es muss doch Ziele jenseits des Hoffens auf Status quo Erhaltung geben. Welchen Beitrag zu Gottes oder zur zufälligen Evolution soll denn eigentlich von dieser Kultur kommen? Da ist mir jeder Vodoo lieber.

heinrichbrueck
14. Dezember 2018 11:21

@ Gotlandfahrer

Es ist nicht unsere Kultur, es ist ein Mißbrauch unserer Kultur. Das "Experiment", der Große Austausch, nicht ohne Zersetzung und Mißbrauch unserer Kultur umgesetzt werden könnte. Und Vodoo ist nicht mit Beethoven zu vergleichen. Nicht menschengerecht ist das Geldsystem. Unsere Mentalität weiß ich deshalb zu schätzen, weil andere Mentalitäten mir nicht gänzlich fremd sind, mich aber atmosphärisch den Unterschied fühlen lassen. Nicht akzeptabel, ist die bessere Variante bekannt. Und ich gehöre zu denjenigen, die sich als Menschenfreund Mühe geben müssen.

Nero
14. Dezember 2018 13:59

@ Waldgaenger aus Schwaben

In den USA sind Ägypter als Weiße eingestuft.
Nur mal so als Beispiel... was das mit Ihrer Einschätzung macht überlasse ich Ihnen selbst. Ich bin es leid immer wieder die gleichen Statistiken zu zerlegen um dann auf die immer gleichen Umdeutungen zu stoßen.
Ein Moslem hebt den rechten Arm -> Rechtsradikale Straftat -> das Konto der rechten Straftaten wächst -> Medien: Hilfe, die Ausländer müssen in ständiger Gefahr leben!
Sie wissen worauf ich raus will, ja? In Ihrem Fall ist es ähnlich.

Sie glauben dass die sinkenden Geburtenraten ein gutes Zeichen sind?
Für mich sieht es eher danach aus, dass eine Sättigung erreicht wurde. Damit gehen die Verteilungskämpfe in die heiße Phase und die Verdrängung setzt dann erst richtig ein.

"Der Begriff Hispanics wurde in den 1970er Jahren in den USA erfunden, um das Volk weiter zu spalten. Hätte man darauf verzichtet, eine neue Minderheit, mit entsprechenden Rechten zu generieren, wären die Hispanics im Volk als überwiegend Weiße aufgegangen.
Der Trick ist doch immer neue Minderheiten zu schaffen."

Echt jetzt? Danach kleben wir einfach jedem das Etikett "weiß" oder "deutsch" auf und alle Probleme sind verschwunden. Hispanics sind vergleichbar mit Arabern oder Türken. Wenn die in den Weißen aufgehen, dann gibt es die Weißen nicht mehr.

Recht gebe ich Ihnen wenn Sie behaupten, dass man Gruppierungen erfinden kann, damit diese gewisse Interessen vorantreiben. Und plötzlich identifizieren sich die Protagonisten mit der Rolle zu 100%. Völlig plausibel. Jedoch anzunehmen, dass das bei Menschen funktioniert, bei denen es nicht schon vorher eine Disposition zum Konflikt gibt, das halte ich für ausgeschlossen.

Ihre Botschaft an das Volk liest sich eher so:
Ihr sollt sein eine einige Bevölkerung von Gleichen. An Gott glauben, den Staat auflösen, denn Gott ist Staat genug und aus Freude an der Freiheit machen was ihr wollt.

Natürlich nur solange es gottgefällig ist... schon klar ;)

Vielleicht taugt Ihnen die Umma mehr?

Nath
14. Dezember 2018 16:24

@Gotlandfahrer
"Es ist doch aber genau diese unsere Kultur (oder sie bewirkende Mentalität), die in Folge der durch sie hervorgebrachten Effizienz zur selbstvernichtenden Entfremdung führt. Unter Umständen ist die westliche, weisse Kultur nicht menschengerecht. Es muss doch Ziele jenseits des Hoffens auf Status quo Erhaltung geben."

Das ist in der Tat das Hauptproblem der Rechten oder Identitären überall auf der Welt: Der ratlose Blick nach rückwärts, als ob wir nur einen Schalter umkippen müssten, Homer, Plato, Shakespeare und Beethoven in lebendiger Aktualität wieder vor uns stünden und wir, als sei in der Zwischenzeit nichts geschehen, eine neue Renaissance einleiten könnten.
Nietzsche: "Es ist ein sehr hoher zukünftiger Stand der Kultur möglich, innerhalb derer die Erinnerung an Europa nur noch in Gestalt einiger großer Bücher bestehen könnte." Obwohl er sich selbst als den unabhängigsten Europäer seiner Zeit bezeichnete, war er doch, was die Zukunft anbelangt, kein Verfechter der Idee "des ewigen Europa", was vor dem Hintergrund seiner Metaphysik auch Sinn macht: Wenn der Wille zur Macht sich als ewige Wiederkehr des Gleichen verwirklicht, braucht es keine "Ziele", allenfalls dasjenige, sich willentlich in den ziellosen Kreis einzufügen, in der Vergangenheit und Zukunft sich als identisch erweisen (amor fati). Plato und Shakespeare kommen demnach eh, und zwar unaufhörlich, zurück. Als Anti-Nationalist dachte er sehr wohl in Menschheits-Bezügen und war insofern in einem gewissen Sinne "Universalist": "Wir wollen einen Versuch mit der Wahrheit machen. Vielleicht geht die Menschheit daran zugrunde - wohlan!"

Ganz andere Wege als Nietzsche, obwohl auf ihn bezogen, geht das seynsgeschichtliche Denken Heideggers: Hier wird das Sein (Seyn) nicht als Kreis, sondern als (Zu-)Kunft, als ANFANG gedacht, aber nicht in einem futuristischen Sinne, sondern ereignishaft (ja mit dieser Ereignishaftigkeit sogar identisch) bezogen auf den "ersten Anfang" bei den Griechen (Anaximander, Heraklit, Parmenides). Doch sowohl dieser Anfang selbst als auch der Abfall von ihm in Gestalt der Metaphysik, die mit Platon einsetzt und in deren Folge das Sein sich zugunsten des Seienden entzieht, ist, obgleich denkerisch-menschenhaft vollzogen, vom Seyn selbst ereignet aufgrund seiner innigen Einheit mit dem Nichts. Gleichwohl ist besagter erster Anfang gerade nicht vergangen, sondern als gewesener in uns als Einzelnen wie als Gemeinschaft weiterwirkend. Den "anderen Anfang" vorzubereiten, dies k a n n (muss nicht) die aufbehaltene Bestimmung der Deutschen als das genuin denkerische Volk sein (keine ontologische Prädestinationslehre!). Und
w e n n es sich dieser Aufgabe künftig gewachsen zeigen sollte, was wie gesagt völlig offen ist, dann geschähe dies nicht als biologische Entität, weder "für sich", noch für andere Völker, sondern für und umwillen des Seyns. Letzteres aber kann nicht mehr mit der griechischen ousia (= Sein im Sinne von Seiendheit) und dem an sie geschichtlich anschließenden Wortgebrauch des deutschen Substantivs "Wesen" identifiziert werden, noch kann das Wesen auf das Seyn (vormals Sein) zurückübertragen werden. Vielmehr bestimmt sich jetzt auch "Wesen", verbal als W e s u n g genommen, neu, was wiederum jeder "essentialistischen" (Allgemeinbegriff) , aber auch jeder"existenzialistischen" Bestimmung, betreffe sie nun das Volk oder jegliches andere Seiende, den Weg abschneidet.

PS Auf die Gründe für Heideggers unterschiedliche Schreibung des Wortes nach der Kehre der dreißiger Jahre genauer einzugehen ("Seyn" statt "Sein") ist hier nicht der Ort, obwohl es eigentlich notwendig wäre.

Wau
15. Dezember 2018 17:45

Um in Trump eine Art Heiland der weißen Rasse zu sehen, muss man schon sehr viel ausblenden. Er ist doch vor allem ein selbstgefälliger Dummkopf, dem es zuvorderst um sein eigenes Geschäft geht.

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