20. Dezember 2018

Die ethnische Wahl

Martin Sellner / 16 Kommentare

Vor rund drei Jahren beschäftige ich mich zum ersten mal mit dem Thema der ethnischen Wahl.

Martin Sellner

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.

Ich glaube die IB war sogar eine der ersten Gruppen die diesen Begriff überhaupt im deutschen Sprachraum verwendete. In Frankreich und England sind „muslim“ und in Amerika „ethnic vote“ schon länger Gegenstand der Forschung und der politischen Debatte.

Das Zahlenmaterial, das in den USA zum Wahlverhalten ethnischer Bevölkerungsgruppen vorliegt, ist im Vergleich zu Europa phänomenal. Doch unlängst fiel mir ein Buch in die Hände, das eine der wenigen wissenschaftlichen Arbeiten zu diesem Thema darstellt. Über die erwartbaren und überraschenden  Ergebnisse aus Rafaela Dancygiers Buch „Dilemmas of inclusion“, will ich in diesem Beitrag berichten. Denn die ethnische Wahl ist eines der entscheidenden Themen des 21. Jahrhunderts in Europa.

Die entscheidende Frage der Politik, die jeder Sachfrage vorausgeht, ist immer die nach dem Politischen Subjekt. Es geht um das „wir“ das entscheiden und für das entschieden wird. Jede Gemeinschaft hat eine kollektive Identität, die ihr Abgrenzung nach Außen und Struktur im Inneren ermöglicht. Jede Politik ist damit notwendig „identitär“. Die angeblich linke „Identitätspolitik“ ist ein dümmlicher Pleonasmus. 

Diese Gemeinschaft war seit der Neuzeit primär das nationalstaatlich verfasste Volk. Im Rahmen dieses Volkes gab es konfessionelle, ideologische und sozioökonomische Unterschiede an deren Orientierung sich Parteien bildeten. Den Rahmen dieses Volkes versuchten und versuchen universalistische Ideologien regelmäßig zu sprengen, indem sie die internationale Kollektive dieser Teilmengen zulasten des Volkes propagieren. Doch selbst diese ideologischen Verirrungen akzeptieren das Volk und den Nationalstaat widerwillig als das grundlegende Subjekt des Politischen.

Das Volk macht als ethnokulturelles Fundament im Rahmen des Nationalstaats die Demokratie erst möglich. Die Aufteilung in Parteien verweist auf eine vorherige Einheit der Gemeinschaft. Das gegenseitige Vertrauen, das als soziales Kapital, wirtschaftliche Kooperation, sowie friedlichen Machtwechsel, ermöglicht baut instinktiv auf gemeinsame Herkunft und Kultur auf, wie zahlreiche Studien bestätigen. Es ist das inklusive „Wir“, das so gut wie jede politische Aussage als gegeben nimmt

Genau dieses „Wir" ist aber nun bedroht. Der Große Austausch, den die supranationalen Eliten den europäischen Völkern aufnötigen, tribalisiert und fragmentiert die Gesellschaft. Er rührt damit an die Grundfrage des Politischen. Die Frage nach dem „Wir“ und der Identität der Gemeinschaft.

Durch die Politik der Masseneinwanderung und des Multikulturalismus, welche die ethnische Zersplitterung der Gesellschaft zum moralischen Wert („Diversity“) heiligte und das Thema der Assimilation und erst recht die Frage nach ihren Kapazitätsgrenzen verketzerte, ist diese Identität fragil und bedroht. Diese Bedrohung ist radikal anders als jede bisherige ideologische und religiöse Spaltung der Gesellschaft.  Die Konflikte zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten, Protestanten und Katholiken, und sogar heute zwischen der Identitären Bewegung und der Antifa, sind innerdeutsche Binnenkonflikte, im Rahmen eines spezifischen ideengeschichtlichen, ethnokulturellen Narrativs. Egal was dabei am Ende herauskam: es war deutsch.

Ein roter Faden des Deutschtums, zieht sich durch die deutschen Stämme, die deutsche Monarchien, das deutsche Kaisertum, den deutschen Sozialismus, den deutschen Nationalsozialismus und die deutsche liberale Demokratie. Nähe man den großen Austausch aus dem Spiel, so würde auch das nächste ideengeschichtliche Kapitel, nach dem Universalistischen Schuldkult, eines auf jeden Fall sein: deutsch.

Der große Austausch bringt jedoch keine neue ideologische Fraktion ins Spiel, die sich in dieses Narrativ einfügt, oder auch nur an es anschließt. Er erzeugt in seinen Ghettos und Parallelgesellschaften erratische, ethnoreligiöse Blöcke, die anders als gewachsene ethnische Minderheiten, keine Bindung zur Leitkultur aufweisen. Das „Gemeinwohl“ ist für sie unverständlich. Ihr politischer Bezugsrahmen ist der Clan, der dank Kettenmigration,Kettenmigration, aus fernen Ländern importiert und in urbanen Ghettos rekonstruiert wurde.

Die Clans interessiert lediglich der Wirtschaftsstandort in seiner Auswirkung auf ihren kollektiven Vorteil. Die Opferbereitschaft und Solidarität, ohne die ein Sozialstaat zusammenbricht gibt es für sie nur innerhalb ihrer ethnischen Enklave. Der Staat ist ein Beutewert.

Dieses Verhalten zeigt sich besonders deutlich in einer frappierenden Tatsache, die Dancigier in ihrem Buch festhält. Sie untersuchte dafür das Wahlverhalten und die politische Partizipation von Muslimen in England, Belgien, Deutschland und Frankreich. Diese eigenen sich besonders gut als Verdeutlichung für die beschriebenen Phänomene, da sie eine starke Gruppenidentität, mit intensiver Kohäsionskraft und tendenzieller Abwertung der Kultur des Gastlandes aufweisen. Dancigier beweist: Muslime wählen tendenziell als ethnischer Block und gegen ihre sozioökonomischen Präferenzen.

Die Grafik zeigt einen klaren Trend. Muslime ähneln in ihrer Haltung zu Religion, Umverteilung und Homosexuellen eher den indigenen Rechtswählern. Dennoch wählen sie aber überwiegend linke Parteien, deren ideologischen Ziele nicht den ihren entsprechen. Warum? Die Frage der Religiosität zeigt den wahlentscheidenden Faktor der Identität am deutlichsten. Muslime und einheimische Rechte mögen sich beide im abstrakten Maßwert der „Religiosität“ ähnlicher sein.

Diese abstrakte Nähe bedeutet aber konkrete Abstoßung, da sie unterschiedlichen, theologisch konkurrierenden Religionen anhängen. Praktisch ist der linke, nationalneurotische Atheist, der die Religion der Muslime schützt und fördert, während er heimische Religion verhöhnt, dem Moslem viel näher.

Vor allem wegen diesem „toleranten“ Schutzverhalten für ihre Clanstrukturen und nicht etwa wegen ökonomischen Klasseninteressen wählen Muslime bisher links. Im tribalistischen Denken der Muslime sind ideologische linke Ziele relativ gleichgültig. Ihnen geht es ganz pragmatisch um das Gemeinwohl ihrer Enklave. Sorgten die Sozialdemokratie doch für ihr die Alimentierung und Gleichzeitige laisser-faire Haltung gegenüber ihren Parallelstrukuren, sowie für eine offene Transitroute zum Heimatland.

Mit der demographischen Zahl steigt ihre demokratische Macht und mit ihrer der Macht ihre Möglichkeit diese Politik am Leben zu erhalten.

Diese Macht ist gerade deshalb so groß, weil die ethnische Enklave sehr verlässlich kollektive Entscheidungen treffen kann. In England nennt man dieses System „biraderi“ und es ist sehr effektiv. Der soziale Druck, durch enges Zusammenleben und die patriarchale Strukturen machen muslimische Ghettos zu den regelrechte „Stimmenbatterien“, die die losen, politikverdrossenen, atomisierten Bioengländer bei weitem übertreffen. Wenn 15% oder mehr Muslime in einem Bezirk leben, steigt ihre Wahlregistrierung auf 96%. Leben nur 5% in einer Einheit so beträgt sie nur 58%. (Dancygier, S.122)

Das englische Wahlsystem, das darüber hinaus Gruppen in urbanen Räumen mit hoher Dichte bevorzugt, und hohe lokalen Handlungsspielraum aufweist, macht es den Muslimen besonders leicht. Dazu kommen regelmäßige Wahlaufrufe der muslimischen Geistlichen, bestimmte Parteien zu wählen. Die East-London Mosque wird beispielsweise als „key power-broker“ der lokalen Wahlen in Bradford gesehen. „Jeder lokale Politiker ist dazu genötigt, sich mit ihren Anführern abzustimmen und sie öffentlich sichtbar zu besuchen, wenn er eine auch nur eine Chance auf Wahlerfolg haben will." (Dancygier, S.89)

In bereits 38 Wahlbezirken spielt die „muslim vote“ die entscheidende Rolle. In Frankreich wählten 2012 93% der Moslems Francois Holland, während nur 52% der „francois de souche“, dem glücklosen Präsidenten ihre Stimme gaben. Seitdem achten „konservative“ Kandidaten, peinlich genau darauf, die muslimischen Wählerschaft nicht zu verschrecken.

Die ethnische Wahl geht tendenziell an Parteien, die für Migration und gegen Islamkritik auftreten. Doch in ihrem Wesen ist sie ein mafiös. Sie ist vor allem lokal orientiert und pragmatisch.Sie hat kein Interesse an der „großen Politik“ und der Parteilinie, sondern am Maximum an Nutzen für die lokale Parallelgesellschaft. Das Ziel der ethnischen Wahl ist es am Ende immer die eigenen Leute, also Sippenangehörige in Machtpositionen zu bekommen.

Und diese Rechnung geht auf. Nachweislich fördern Muslimische Politiker die gesetzliche Lage für Moscheebauten und Halalgesetze. Weiters gibt es deutliche Hinweise, dass sie aus diesen Positionen die Aufklärung von Ehrenmorden, oder Sexsklaverei behindernden und Frauenrechte untergraben. (Brandon and Hafez 2008) In England haben Moslems ihr Ziel bereits erreicht. In den von ihnen dominierten Regionen kommt keine Partei mehr an einem muslimischen Kandidaten vorbei.

Dancigier dazu am Beispiel Belgiens: (..) Wie zu erwarten, stellen Rechts-Mitte Parteien seltener muslimische Kandidaten auf [als linke]. Sobald jedoch die Muslime mehr als 25% der Wahlbevölkerung stelle, verringern sich diese ideologischen Unterschiede. (…). In Belgien stellen Mitte-Rechts Parteien, dann muslimische Kandidaten auf, wenn diese Eingliederung entscheidend für die Gewinnung von Sitzen ist."  (Dancygier, S. 98)

Dieser Trend machte bereits einen Moslem zum Bürgermeister Londons. Auch in Wien und Berlin könnte das bald Wirklichkeit sein. Der Egoismus der Parteien, eine der Achillesfersen des Parlamentarismus, wird hier zum Motor des Großen Austauschs. Das eiserne Gesetz der Zahl, also die Zahl der Staatsgelder die man für die Anzahl der Sitze erhält, und die Anzahl der Stimmen die man für diese Sitze braucht, setzt die Parteien unter Zugzwang.

„In Wahlbezirken in denen es immer schwieriger wird ohne muslimische Unterstützung zu gewinnen, ist es extrem selten der Fall, dass nur eine der großen Parteien muslimische Kandidaten aufstellen. (…) Beispiele zeigen, dass Parteien zwar Auswahlfehler machen, aber schnell rekalibrieren und die Inklusionsstrategie wählen, die ihre Siegeschance für das nächste mal erhöht.“ (Dancygier, S. 109ff) Dancigier weist nach, dass in England die Tories, widerwillig aber fast ausnahmslos nachzogen und in moslemdominierten Bezirken, nach desaströsen Wahlniederlagen gegen muslimische Labour-Kandidaten, selbst auch Moslems aufstellten.

Je stärker sich die Muslime ihrer stimmlichen Macht bewusst werden, desto strategischer und wählerischer gehen sie mit ihr um. Dancygier schreibt: "Ein Resultat ist, dass Wahlausgänge immer volatiler werden: Muslime wählen als Enklave, die ihre Unterstützung auf der basis ethnoreligöser Sippschaft wechseln kann, egal um welches Parteilogo es geht." (Dancygier, S.19)

Der Clan gibt seine Stimme einheitlich einer linken Partei. Er kann sie aber genauso einheitlich einer „rechten“ geben, wenn das lokal und akut Vorteile bringt. Doch er gibt sie immer einheitlich und das macht die ethnische Wahl aus. Hier ergeben sich neue chaotische Wahlergebnisse, die nicht mehr entlang ideologischer Linien verlaufen. Eine parlamentarische Brasilianisierung, die endgültige Phase der Plutokratie und Ochlokratie bricht an.

Dancigier schreibt: „Die elektorale Einbindung von Moslems hat die Parteipolitik in muslimischen Enklaven transformiert, in denen kandidantenzentrierte Kampagnen, die ideologische Parteilinie zu einer Nebensache machen.“ (Dancygier, S. 19)

Hier sehen auch soggenanten „Konservative“ einen Chance Migrantenstimmen abzujagen. Solange sie auf lokaler Ebene mit den Clans kooperieren und keine Islamkritik, oder fundamentale Migrationskritik betreiben, steht dem nichts im Wege. Das Zeigt das Beispiel der CDU.

Jahrzehntelang waren importierte „Reservearmee des Kapitals“ treuer Wähler der SPD gewesen. In einem Strategiepapier „Die großen Städte zurückerobern“, aus dem Jahr 2014, plante die „über das Kernwählerpotential hinaus“ zu greifen und „enge Verbindungen mit Moscheegemeinden“ aufzubauen.  (Dancygier, S.83) 

Wenn die CDU das Thema der Integration nicht aufnimmt, müssen wir uns damit abfinden, dass wir bestimmte kulturelle Gruppen in urbanen Milieus nicht gewinnen können. Ohne diese Milieus können Wahlen nicht gewonnen werden.“ Als Lösung schlug er vor, mehrer türkische Kandidaten aufzustellen, was die Partei bei der nächsten Wahl prompt tat. (Dancygier, S. 102) Die Taktik der CDU war erfolgreich, was sicher auch ein „Verdienst“ von Merkels Multikultipolitik ist. Ihre nationale Grenzöffnung und Toleranzpolitik, in Verbindung mit ethnoreligiöse Sippenmobilisierung und Einbindung von Moslemsclans auf lokaler Ebene konnte den Nachsprung der „Christlichsozialen“ gegenüber der SPD deutlich schmälern.

Wählten 2016 nur 6,1% der türkischstämmigen die Union, so stimmten 2018 satte 32,9% der Türken für die multikulturelle Mutti. Dieser Trend steht auch im Einklang mit Dancigiers erwähnten Untersuchungsergebnissen: je größer die Enklaven, desto volatiler und taktischer werden ihre Stimmenabgaben. Das bedeutet aber keine Assimilation, also keine Aufspaltung der ethnischen Sippen in verschiedene sozioökonomische Wählerklassen.

Nach wie vor wählen die Enklaven auf lokaler Ebene relativ geschlossen, nur fällt die Entscheidung, welche Partei mehr Vorteile für den Clan bringt, von Stadt zu Stadt und Wahl zu Wahl eben verschieden aus. Die Treue der ethnischen Wähler gilt nicht einer Partei, oder Idee, sondern der eigenen Hautfarbe und Religion. Exit-Polls in Belgien während der Lokalwahlen 2016 zeigten, dass nur 24% der Belgier, aber 79% der Türken und 58% der Marokkaner sagen, dass sie ihre Vorzugsstimme, einem ethnisch verwandten Kandidaten gegeben hätten. (Dancygier, S. 125)

Im Endstandtium der  ethnischen Wahl kommt es teilweise zu echten Komödien und Zerrbildern der Demokratie, wie bei die Chaoswahlen in Manningham, Bradford. Die Bevölkerung in diesem Wahlbezirk war bereits 2001 zu zwei Dritteln moslemisch, die lokale Politik daher seit langem „clanbasiert, klientelhaft und nichtideologisch“. Parteizugehörigkeit war lediglich eine „flag of convenience“, die Parteien selbst „Organisationsvehikel“. (Dancygier, S. 127)

So kam es, dass der Torie-Kandidat, ein Moslem aus dem „Jat clan“, gegen einen weiteren Moslem aus dem „Bains Clan“ antrat. Beide hatten via Kettenmigration ihre Clanstruktur, aus Pakistanischen Dörfern, mitten nach England übertragen. Dutzende engagierte junge Männer strömten durch die Straßen und machten Werbung für „ihre Partei“. „Jats oder Bains“ war ein „häufiger Schlachtruf“ auf den Straßen. Die Wahl wurde zu einem Clankonflikt. „Beide Parteien hatten Kräfte in Gang gesetzt, welche die Parteispitzen nicht mehr verstanden und nicht mehr kontrollieren konnten.“ (Dancygier, S.134)

Migranten spielen dieses Spiel mit etablierten Parteien solange bis sie es für sie vorteilhafter wird eigene Parteien zu gründen. Zaghafte Versuche in diese Richtung sind bereits wahrnehmbar. Noch sind es oft ewige Politrebellen und Querköpfe, die damit gegen einen schlechten Listenplatz in den Multikulti-Parteien. Doch ein „Submission“-Szenario ist der nächste logische Schritt. Die Sozialdemokratie, die als Erzverräterin der europäischen Arbeiter mit der ethnischen Wahl anfing, wird im Endstadium, also ab einer gewissen Größe des migrantischen Elektorats von ihren Ethnowählern weggeworfen wie ein wertloser Kokon.

Dancigier drückt das folgendermaßen aus: „Die Sippschaftspolitik der Enklave ist demzufolge mit volatileren Wahlergebnissen verbunden, die weniger stark mit dem sozioökonomischen Charakteristika der Wählerschaft zusammenhängen. Muslimische Bezirke, die eigentlich auf Basis ihrer Klassen- und Einwanderungszusammensetzung linke Bastionen sein sollten, sind somit im Gegenteil weniger sichere Siege für die Labour Partei.“ (Dancygier, S.11) Der Verrat der Demokratie rächt sich nun an der Sozialdemokratie, die sich hemmungslos prostituiert, ihre Kernwählerschichten verraten und ein doppeltes Spiel gespielt hat. Die linksliberalen Bobos tendieren zu den Grünen, die heimischen Arbeiter wählen rechtspopulistisch und die Migranten zeigen ihnen immer klarer, dass sie ihre Loyalität nicht nationalen Arbeiterbewegungen gilt.

Noch bestimmt Desinteresse und lokale Korruption die ethnische Wahl. Doch mit dem Heranwachsen einer neuen, akademisch gebildeten, aggressiven, von US-amerikanischer Identitätspolitik aufgehusteter Klasse an Ethno-Aktivisten wird sich das rasch ändern. Darin liegt auch eine Chance. Je rascher die bereits bestehende Tribalisierung der Politik sichtbar wird, desto besser. Das falsche Spiel der etablierten Großparteien muss offen gelegt werden. Sie vertreten nach Außen hin eine Politik der Sachthemen und Parteilinien, doch auf lokaler Ebene verraten sie, Wahl für Wahl, alle Prinzipien und verbünden sich mit den islamischen Clans.

Wir müssen sie beim Wort nehmen und ihre eigenen liberalen, progressiven Forderungen, unabhängig von deren Kritikwürdigkeit, mit ihreren ethnoreligiösen Stimmenbattarien konfrontieren. Das bisherige System funktioniert, weil es im Verborgenen stattfindet, weil sich die muslimischen Wähler nicht um die Parteilinie und die Parteieliten nicht um die Haltungen der muslimischen Wähler kümmern. Doch hier liegt ein Sprengpotential, das ganze Landesverbände in die Luft jagen könnte!

Sprengmeister dieses verlogenen, antidemokratischen, ethnoreligiösen Filzes müssen die Rechtspopulistischen Kräfte sein. Sie sind als einzige Kritiker der Islamisierung und des Bevölkerungsaustauschs, sowie als echte Vertreter einer europäischen Identität und Leitkultur, auch fast unwählbar für die nichteuropäischen Clanmitglieder.
Denn hier zeigt sich, neben dem mafiösen, lokalen Machtgewinn, und der Blutsverwandtschaft, die einzig wahrnehmbare ideologische Motivation der ethnischen Wahl. Sie ist eine negative. Angehörige von Migrantenclans wählen keine Partei die migrationskritisch ist und für Assimilation eintritt. Moslems wählen keine Partei, welche die Islamisierung kritisiert.

Migranten die einer authentisch identitären Partei ihre Stimme geben, haben damit performativ ihren Austritt aus den Clanstrukturen und ihre Einfügung in die geschichtliche Nation bewiesen, die in Europa unmöglich rein „zivil“ sein und auf abstrakten Verfassungen fußen kann. In einem kommenden Beitrag möchte ich näher ausführen, warum und wie das Phänomen der ethnischen Wahl die derzeitige Parteienlandschaft sprengen und die Demokratie retten könnte. Wird uns die ethnische Wahl nicht voll bewusst, wird sie unsere Demokratie und unser Volk irreversibel zerstören. Werden wir uns ihr voll bewusst und ziehen die logischen Schlüsse und Konsequenzen, kann das unsere Demokratie und unsere Identität retten. Grund genug sich und andere mit dieser Frage zu beschäftigen!


Martin Sellner

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.


Kommentare (16)

Nath
20. Dezember 2018 18:36

@Martin Sellner
Wenn man Ihre Youtube-Videos sowie Ihre Artikel in diesem Forum aufmerksam verfolgt, so ergibt sich in Bezug auf einen bestimmten Begriff folgender Tatbestand:
Aus, wie man vermuten kann, gutem Grund vermeiden Sie es, das Kompositum "ethno-kulturell" bzw. die sich aus ihm ergebende volkhafte Identität auseinanderzunehmen und den Anteil, welchen die so miteinander verbundenen Termini jeweils einnehmen, genauer zu bestimmen. (Ganz im Unterschied beispielsweise zu einer metapolitischen "Reizfigur" wie Richard Spencer.) Weder gewichten Sie den rassisch-biologischen Aspekt, der in "ethno" zum Ausdruck kommt, als das letztlich Entscheidende, noch priotisieren sie umgekehrt den Begriff "kulturell" im Sinne einer Anthropologie, welche den Setzungscharakter des Ich-Bewusstseins in den Vordergrund stellt.
Vielmehr - dies ist jedenfalls mein Eindruck - lassen Sie offen, was es mit dieser Beziehung genauer auf sich hat. Könnte es sein, dass die Relation, welche in jenem Kompositum zum Ausdruck kommt, in einem gewissen Sinne f r ü h e r ist als die beiden Begriffe, die für sie konstitutiv zu sein scheinen? Anders ausgedrückt, verdankt sich das, was durch die Worte "ethno" und "kulturell" mehr angezeigt als bestimmt wird, nicht der fundamentalontologischen Beziehung Entwurf/Geworfenheit bzw. der späteren seinsgeschichtlichen sprachlichen Fassung: "Streit von Welt und Erde", die prinzipiell niemals isoliert voneinander begriffen werden können? Stünde es so, dann würde jede voreilige Bezugnahme auf das vermeintlich "objektiv-biologische" Vorhandensein des Menschen einerseits (ethno), wie auf den selbstreferenziellen Charakter des menschlichen Bewusstseins andererseits (kulturell) auf einen Abweg gedrängt, von welchem aus man niemehr ins Freie gelangen könnte. Der Platz, den diese beiden "Teile" des Menschseins (Subjektivität und Objektivität) ausmachen, ist nämlich schon durch die ihnen zugeordneten Wissenschaften "besetzt" (Geisteswissenschaften und Biologie/Biochemie), die beide die fraglose Selbstverständlichkeit ihrer jeweiligen Gegenstandsgebiete behaupten - in der Meinung, völlig "metaphysikfrei" das real Gegebene zu erforschen. Dass es sich in beiden Fällen gleichwohl um einen metaphysischen Entwurf handelt (Seiendheit als Gegenständlichkeit) kommt ihnen dabei überhaupt nicht in den Sinn.
Abgesehen von der Behutsamkeit, an welche politische Klugheit überall dort gemahnt, wo man sich heutzutage dem Phänomen vorgeblicher biologischer Determinanten ("Rasse") auch nur von ferne nähert, könnte vor allem philosophische Behutsamkeit einen dazu anhalten, weder bezüglich des Menschseins noch des Seienden im Ganzen irgendetwas zu präjudizieren, welches letztere sich umso irreversibler erwiese, je harmloser es scheinbar daherkäme. "Synthesen" können hier kaum weiterführen, weder eine durch den "Geist" aufgestockte Grundorientierung am Biologischen, noch umgekehrt eine "Erdung" des Subjekts durch die Berücksichtigung seiner materiellen "Fundamentalschicht". Andererseits geriete die Verwendung heideggerscher Termini wie Entwurf/Geworfenheit sofort in der Verdacht "weltanschaulicher" Präferenzen, was aufs Ganze gesehen noch misslicher wäre. Kurzum, der heuristische Ausdruck "ethnokulturelle Identität" geht zwar keine der entscheidenden ontologischen Fragen wirklich an, aber er verbaut auch nicht die Wege, die zu ihnen hinführen können.
Es wäre vielleicht nicht uninteressant, Ihre Auffassung zu der hier angeschnittenen Grundproblematik zu erfahren.

Johannes Poensgen
20. Dezember 2018 19:02

GANZ WICHTIG: Um die Bedeutung der ethnischen Wahl zu erfassen muß man sich des Unterschieds zwischen Stimmenanteil und Stimmgewicht bewußt sein!

Das Stimmgewicht ist der Anteil aller möglichen Koalitionen, in der die Stimme dieses Stimmberechtigen den Ausschlag gibt, also die Koalition über die Mehrheitshürde bringt.

Ist der Stimmenanteil gleich verteilt (jeder Stimmberechtigte hat eine Stimme, oder jeder Stimmberechtigte hat zehn Stimmen, das ist egal), dann ist auch das Stimmgewicht gleich. Bei ungleichem Stimmenanteil steigt das Stimmgewicht weit überproportional zum Stimmenanteil.

Das heißt: 15% die geschloßen abstimmen und damit wie ein Stimmberechtigter handeln, haben weit mehr als 15% Stimmgewicht.

Nach den Feiertagen werde ich das auf diesem Blog genauer erläutern. Es ist sehr wichtig, das zu begreifen.

Ruewald
20. Dezember 2018 22:23

@Poensgen: Ihre angekündigten Ausführungen machen neugierig, zumal Ihre Andeutungen nicht unmittelbar verständlich sind. Dazu mein Vorschlag: nicht nur abstrakt beschreiben, sondern mittels eines einfachen Rechenbeispiels erläutern. -
In der Statistik gibt es überraschende, manche paradox erscheinende Zusammenhänge, die sich u. U. leicht durch einfache Rechenbeispiele plausibel machen lassen.

Ruewald
20. Dezember 2018 23:21

An dieser Stelle möchte ich an den, m.E. zu Unrecht zu wenig beachteten Soziologen Prof. Jost Bauch erinnern, der am 2. Dezember völlig überraschend im Alter von 69 Jahren verstorben ist. K.A. Schachtschneider hat einen Nachruf geschrieben. Empfehlenswert, insbesondere als Ergänzung zu Sieferle "Finis Germania", ist sein letztes Buch "Abschied von Deutschland. Eine politische Grabschrift" (2018, Kopp-Verlag). Kapitelüberschriften u.a.:
Massengesellschaft und technokratische Politik, Demografie des Verschwindens, Massendemokratie und Ochlokratie, hedonistisches Ich und Funktionsverlust der Familie; Multikultur und dissoziative Gesellschaft, Unsinn der Wertegemeinschaft, Retraditionsalisierung durch den Islam; Moralhypertrophie, Menschenrechte als Immunisierung des Humanitarismus, Glossarium moralistischer Kampfbegriffe; Opfermythologie, die Opfer der Opfer; Ringen um eine deutsche Identität, Germaniam esse restituendam.

Zum Einwand von @Nahr:
@Sellner hat es m.E. mit der Komposition "ethnisch-kulturell" gerade richtig gemacht: Für das Thema ist die Unterscheidung und die Frage des Vorrangs ohnehin irrelevant. Beides gehört wechselwirkend zusammen.
Jost Bauch hat in dem oben genannten Buch als maßgebend für die Bildung einer nationalen Gemeinschaft (Nation) drei Identitätskerne bestimmt:
1. der biologisch-ethnische,
2. der sozio-kulturell-historische, und
3. der politisch-konstruktivistische Identitätskern.
Der Kern 2 überlagert den Kern 1. Daß Sellner beides im Rahmen seines Artikels zusammenfaßt, ist legitim.
Zur Wechselwirkung gibt es interessante Beiträge des Soziologen und Humanethologen Frank Salter.

bhuber
21. Dezember 2018 00:59

Hallo Ruewald,

Interessiert habe ich nach Farnk Salter gegoogelt und fand gleich den Satz:

The book presents two separate studies that compare welfare expenditures around the world, both indicating that the more ethnically mixed a population becomes, the greater is its resistance to redistributive policies.

Das gibt erst mal zu Denken und könnte einiges erklären.

Danke und Gruss, Huber

Michael Kohlhaas
21. Dezember 2018 11:57

Danke für die Analyse. Zur Form: Wäre es möglich, den Text noch einmal gegenzulesen und die orthografischen Fehler zu entfernen? Zum Inhalt: Wie werden aus wertkonservativen Migranten nationalkonservative Wähler? Und noch eine Bitte: Weniger Fortsetzungsgeschichten. Mehr auf den Punkt kommen.

Simplicius Teutsch
21. Dezember 2018 12:17

@ Sellner, Sie schreiben: „Sprengmeister dieses verlogenen, antidemokratischen, ethnoreligiösen Filzes müssen die Rechtspopulistischen Kräfte sein. Sie sind als einzige Kritiker der Islamisierung und des Bevölkerungsaustauschs ...“

Ihre Hoffnung und Ihr bewundernswerter Einsatz für unser angestammtes Volk in Ehren. Ich neige für Deutschland eher zur düsteren Prognose der (zischenden) IMPLOSION als der (lauten) EXPLOSION. - Es sei denn, dem Staat geht schon bald das Geld aus und die Futtertröge können nicht mehr so üppig wie bisher gefüllt werden.

Mit der parlamentarischen AfD wird man ansonsten in wenigen Jahren fertig werden, wie auch mit anderen ernstzunehmenden „rechtspopulistischen Kräften“, da hat der politisch-mediale Komplex die Freifahrts-Erlaubnis bzw. den Auftrag der ausländischen „Freunde“, und im Innern in voller Übereinstimmung mit den zivilgesellschaftlichen Eliten (Gewerkschaften, Kirche, Wirtschaftsverbände, etc.) hat mittlerweile das Merkelregime alle Schaltstellen sicher besetzt und alle Machtmittel in der Hand. - Bis auf das Internet. Die Bundeswehr ist schon gesäubert und entmannt und den „Polizeiskandal“ von Frankfurt („Hessen ist erschüttert“), wo sich fünf Polizisten per WhatsApp Hitlerbildchen hin- und herschickten, wird man auch zu nutzen wissen.

heinrichbrueck
21. Dezember 2018 12:27

Die ethnische Wahl der Ausländer. Die Inländer wählen demokratisch. Unterschied Ethnos - Demos. Die demokratische Schulerziehung wird durch das Islamwissen und das Anderssein überlagert, und natürlich kommen in diesem Zusammenhang die ethnischen Interessen zuerst. Der Ausländer braucht in erster Linie Territorium für seine Nachkommen, den Rest finanziert der Demos. Die Ausländer bedienen geschickt die Elemente einer Ethnokratie. Warum sollte ein Ausländer für die Nachkommen der Deutschen wählen? Und warum sollte er seine Ethnoerziehung demokratisch zersetzen lassen, um die Demokratie der demokulturellen Nichtidentität zu retten?
Und schon wieder das Märchen Friedlicher Machtwechsel. Ein Taktikwechsel muß noch lange kein Strategiewechsel sein. Warum sollte jemand die Macht freiwillig abgeben? Dann wären die eigenen Nachkommen anderen Mächten unterworfen.

Solution
21. Dezember 2018 12:42

Ich glaube nicht, daß "ethnisch-kulturell" der richtige Begriff ist. Denn das sagt nichts über den tatsächlichen Inhalt aus: Etwa 10% ethnisch und 90% kulturell? Oder wie?

Tatsache ist, daß nur eine bestimmte "Ethnie" (lassen wir es einmal bei dieser Umschreibung eines eigentlich zutreffenderen, verpönten Begriffs) eine bestimmte Kultur hervorbingt.

Wenn "Ethnien" anfangen, sich zu vermischen oder sich nicht mehr reproduzieren können, ist es auch aus mit deren ursprünglicher Kultur.

Kultur ist an einen Kulturerschaffer, einen Kulturerhalter, gebunden, was eben eine homogene Gruppe, eine "Ethnie", voraussetzt.

Mischethnien können auch Kulturleistungen hervorbringen, die jedoch überwiegend heterogen, teilweise oder auschließlich minderwertig sind und abhängig sind von dem, was diese Mischung zuläßt.

Letztlich sind multikulturelle Gesellschaften nicht statisch. Eine Gruppe setzt sich früher oder später durch und dominiert dann den schrumpfenden Rest durch Geburtenstärke.

Wei schnell so eine multikulturelle Gesellschaft kippen kann, sieht man an der Veränderung in der Zusammensetzung der Bevölkerung in Südafrika, in dem in absehbarer Zukunft kein Platz mehr für eine weiße Minderheit sein wird.

Wenn auch nur 1% der Bevölkerung eine höhere Gebutenrate, einen kürzeren Reproduktionszyklus und vielleicht auch noch Zuzug durch Einwanderung erhält, ist es nur eine Frage der Mathematik, wann die 99% zur Minderheit werden und möglicherweise ganz verschwinden.

quarz
21. Dezember 2018 17:20

@Nahr

"den rassisch-biologischen Aspekt, der in "ethno" zum Ausdruck kommt"

Der kommt hier nicht zum Ausdruck. "Ethnos" hat etymologisch dieselbe Wurzel wie "Ethos" ("etho"=zusammen wohnen), bezieht sich also auf den kulturellen Aspekt. Ob es sachlich angemessen ist, diesen um einen biologischen Aspekt zu ergänzen, darüber kann man streiten. Sprachlich ist er jedenfalls nicht angelegt.

@bhuber

"Das gibt erst mal zu Denken und könnte einiges erklären."

Und dabei ist das nur einer unter vielen empirisch nachgewiesenen schädlichen Effekten der ethnischen Fragmentierung einer Gesellschaft:

https://documentcloud.adobe.com/link/track?uri=urn%3Aaaid%3Ascds%3AUS%3Ad0d92661-e56c-4c25-9e9f-44e7b5bb155a

All das wird freilich im UN-Migrationspakt unbekümmert ignoriert und die UNO verkündet dreist: "Let us focus on the overwhelming positives of migration and use facts, not prejudice to address its challenges."

bhuber
21. Dezember 2018 18:35

@quarz

Es zeigt dass es die Fragmentierung schädlich sein kann aber es auch für mich die erste wirklich einleuchtende Erklärung, welche Interessen jemand an ihr haben kann. Jede Bestrebung Einkommens/Vermögensscheren nicht weiter zu öffnen, oder gar ein Stck zu schließen, ein für alle mal zu blockieren. Das Gefühl, "wir müssen mehr teilen" wird unmöglich gemacht - "Was mit denen?".

Es ist ein aus der Spieltheorie bekanntes Phänomen, dass die Anwesenheit von Parasiten Solidarität "vergiftet", und damit auch die Forderung nach Solidarität-

Huber

Ruewald
21. Dezember 2018 21:37

@Solution
D'accord. Danke für die Klarstellung. So war es auch gemeint. Entscheidend ist die Homogenität.

Jost Bauch hat es recht treffend mit dem Wort "Eingesessenheit" zum Ausdruck gebracht. Diese impliziert Verantwortung. Der Eingesessene bekommt die Folgen seines Handelns selbst zu spüren, deswegen gehören Eingesessenheit und Bürgerrechte zusammen. Der neue globalisierte Wanderbürger mit optionaler Staatsangehörigkeit, der bei Problemen sein Ränzlein packt und weiterzieht, ist von den Traditionslinien der Verantwortlichkeit abgeschnitten.

Parallelgesellschaft ist ein Euphemismus, zutreffender ist: dissoziative Gesellschaft. Die einzelnen Gruppierungen existieren nur so lange friedlich nebeneinander, wie es noch eine Mehrheitsgruppierung gibt, die die Reste einer verbindlichen Ordnung durchsetzt. Wenn aber die Mehrheit in einer Multiminoritätengesellschaft auch zur Minderheit wird, dann beginnt der "Clash" der Kulturen und es gibt Konfliktlinien in Permanenz.
Das ständige Aushandeln des Zusammenlebens zielt auf die Abschaffung des Rechtsstaats.
Denn der Sinn des Rechtsstaats besteht darin, daß durch Recht und Gesetze der Rahmen und die verbindlichen Spielregeln des Zusammenlebens geschaffen werden.

Curt Sachs
22. Dezember 2018 09:53

Herr Kohlhaas, danke!

LotNemez
23. Dezember 2018 00:37

Du liebe Zeit. Macht es euch mit dem "ethno-kulturell" doch nicht so schwer. Das sind hier einfach zwei Einflussfaktoren. Die lassen sich als Mengen darstellen. Sind wir uns einig, das in ~ 90% der Fälle Andersfarbige auch eine andere Kultur leben? Dann ist diese 90%ige Schnittmenge das Ethno-Kulturelle. In der nur-ethnischen Restmenge schmollt Akif Pirinçi und in der nur-kulturellen Ecke wettert Pierre Vogel insha'allah. Fertig.

Der Feinsinnige
2. Januar 2019 01:29

Ja, das Ergebnis der zitierten Studie war wirklich erwartbar – für unabhängig denkende Zeitgenossen. Wichtig ist, daß diese Fakten nunmehr allgemein bekannt werden - gegen die geballte Macht der Multikulti-Ideologen.

Es drängt sich die Frage auf, warum sich das beschriebene Phänomen (bislang ?) offenbar nur in (noch) in der Minderheit befindlichen einschlägigen Migranten-Milieus zeigt und nicht auch bei den (noch) in der Mehrheit befindlichen Bio-Deutschen (Bio-Briten, Bio-Franzosen etc.). Bestimmte Migranten-Milieus wählen bereits jetzt weitgehend einheitlich, die angestammten Wähler (die „schon länger hier Lebenden“ in Großbritannien, Frankreich wie vermutlich auch in Deutschland anderen Ländern Westeuropas) dagegen überwiegend nach Gesichtspunkten, die nicht ethnisch oder kulturell bedingt sind.

Das muß sich ändern. Ob es realistisch klingt oder nicht: Die Antwort auf die ethnische Wahl von Migranten kann nur heißen: Ethnische Wahl der Einheimischen (also: Wahl der auch im obigen Artikel sogenannten „Rechtspopulisten“). Sonst kommt für die West-, Süd- und Nordeuropäer tatsächlich jede Hilfe zu spät.

micfra
3. Januar 2019 13:56

Danke für diese großartige Analyse, Herr Sellner. Der Ist-Zustand ist deprimierend und kann einem hoffnungslos erscheinen. Ihr Ansatz, das Dinge nur so lange sehr gefährlich sind, solange sie nicht bewusst sind und offengelegt werden, teile ich vollkommen. Dies ist auch in der Psychotherapie ein bekanntes Phänomen. Ich bin gespannt auf Ihren Folgeartikel.

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