Sezession
11. Januar 2019

Poggenburg? Ein „Aufbruch“ als Warnschuß

Gastbeitrag / 63 Kommentare

von Martin Hettstedt -- André Poggenburg ist aus der AfD ausgetreten und hat mit einigen weiteren ehemaligen AfDlern ein neues Parteiprojekt gegründet.

“Aufbruch deutscher Patrioten - Mitteldeutschland (AdP)” - unter diesem ziemlich sperrigen Label will der ehemalige Landes- und Fraktionsvorsitzende von Sachsen-Anhalt offenbar möglichst viele Unzufriedene vom rechten Rand der AfD sammeln.

Poggenburg, der im Laufe des letzten Jahres immer mehr an Boden in der AfD verloren hatte, begründet den Schritt gegenüber der Welt mit inhaltlichen Differenzen mit der AfD-Bundesspitze. Diese hätten „letztlich ein unüberbrückbares Ausmaß angenommen, so dass ich mich dazu entschieden habe, meinen politischen Kampf für dieses Land außerhalb der AfD weiterführen zu müssen“.

Zudem hätte die AfD ihre Wahlversprechen gebrochen, weshalb ihm nur der Austritt geblieben sei: „Sie wird oft nicht mehr als wirklich patriotische Alternative wahrgenommen und hat diesbezüglich stark an Glaubwürdigkeit verloren.“

Zum Gründungsvorsitzenden der “AdP” wurde - wenig überraschend - der 43-Jährige Poggenburg gewählt. Weitere namentlich bekannte Vorstandsmitglieder sind Benjamin Przybylla und Egbert Ermer, zwei durchaus umtriebige ehemalige sächsische AfD-Funktionäre der zweiten Reihe. Überhaupt wurden bisher nur in Sachsen weitere Austritte aus der AfD bekannt.

So überrascht es auch nicht, dass die erste offizielle Veranstaltung der neuen Poggenburg-Formation am 16. Januar im sächsischen Dohma stattfinden soll. Eigene Landesgruppen und Wahlantritte der “mitteldeutschen Bewegung” sind für Sachsen, Brandenburg, Thüringen und Sachsen-Anhalt geplant.

Die Reaktionen der AfD fielen gelassen aus, betont gelassen: Die Partei sei durch diese neue Abspaltung nicht geschwächt, Poggenburg ohnehin seit langem eine isolierte Randfigur gewesen. Man glaube auch nicht, dass sich viele Poggenburgs Weg in die politische Bedeutungslosigkeit anschließen würden, so Parteichef Alexander Gauland: “Es ist gut, dass er weg ist. Er nervte eher, solange er da war.”

Jörg Meuthen begrüße Poggenburgs Abgang ebenfalls ausdrücklich, verkniff sich aber rhetorische Schärfen. Ehemals Petry-nahe Protagonisten der Partei stellten dagegen unverhohlen ihre Freude zur Schau, verbunden mit der Hoffnung auf weitere Austritte ungeliebter “Parteifreunde”. So twitterte z.B. der rheinland-pfälzische Landesvorsitzende Uwe Jung wenig diplomatisch: „Endlich - ich hoffe, er nimmt den ganzen Narrensaum und die selbst ernannten Patrioten mit!“

Differenziert, aber klar in der Sache fiel dagegen die Reaktion des AfD-Flügels um Björn Höcke aus. So betonte der thüringische Co-Vorsitzende Stefan Möller gegenüber der Thüringer Allgemeinen, dass er Poggenburgs Schritt für falsch halte. „Es ist immer ein Fehler, wenn sich ein Lager abspaltet.“ Darüber hinaus werde Poggenburg von Parteimitgliedern in Sachsen-Anhalt und Sachsen unterstützt, „die wir ungern als Mitstreiter verlieren“.

Wer sich in der AfD von der aktuellen Entwicklung übrigens einen Vorteil in der Auseinandersetzung mit dem Verfassungsschutz oder in der Diskussion mit linken Medienvertretern erhofft, könnte sich schnell getäuscht sehen. So gab der unausweichliche Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung gleich mal die Marschrichtung vor:

Klar, Poggenburg sei ein Neonazi, und die von ihm neu gegründete Formation rechtsextrem. Das ändere aber nichts daran, dass die AfD ebenfalls rechtsextrem sei und erst noch viele weitere Spitzenfunktionäre ihren Hut nehmen müssten, um dieses Stigma los zu werden. Denn die “Selbstreinigungskräfte” der Partei würden eben nicht funktionieren:

Wenn es nur so wäre! Wenn es so wäre, dann wäre das Parteiausschlussverfahren gegen den Neonazi Björn Höcke nicht im Sande verlaufen. Wenn das so wäre, dann müssten auch Spitzenleute der Partei wie Gauland und Storch abtreten.

Wer es also gut meint mit der AfD, sollte die bisherige Mini-Abspaltung nicht einfach mit einem Schulterzucken abtun oder gar noch auf möglichst viele weitere Austritte “böser Rechter” hoffen. Auch eine Hinwendung patriotischer Bürgerinitiativen wie Pegida zur neuen Formation sollte dringend verhindert werden. Schnell könnte dann nämlich eine wirklich kritische Masse erreicht werden, die der AfD ernsthaft Schaden zufügt bei Wahlen, gerade in den neuen Bundesländern.

Diese Einschätzung wird auch von ersten Kommentatoren in den etablierten Medien geteilt. Zudem würde es der Ausgewogenheit und dem Meinungskorridor in der Partei gewiß nicht gut tun, wenn der nationalkonservative Flügel Federn ließe oder sogar noch stärker unter Druck geriete in der (wohl vergeblichen) Hoffnung, sich damit dem Verfassungsschutz vom Halse halten zu können.


 Gastbeitrag

  • Sezession

Nichts schreibt sich
von allein!

Das Blog der Zeitschrift Sezession ist die wichtigste rechtsintellektuelle Stimme im Netz. Es lebt vom Fleiß, von der Lesewut und von der Sprachkraft seiner Autoren. Wenn Sie diesen Federn Zeit und Ruhe verschaffen möchten, können Sie das mit einem Betrag Ihrer Wahl tun.

Bitte überweisen Sie auf das Konto:

Verein für Staatspolitik e.V.
IBAN: DE86 5185 0079 0027 1669 62
BIC: HELADEF1FRI

Oder nutzen Sie paypal:

Kommentare (63)

Ein gebuertiger Hesse
11. Januar 2019 15:21

Gerade in diesem wichtigen Wahljahr der AfD die rechten Wähler abspenstig machen zu wollen, kommt einem Verrat gleich: und zwar an der Sache selbst, die die AfD wie keine zweite nationalgestimmte Partei seit 45 hat bewegen und kräftigen können. Dabei ist es sogar egal, welche Motive und Gründe Poggenburg hat - er schadet dem, wofür er eigentlich angetreten war und handelt mit seinem Spaltungsversuch letztendlich wie ein feindlicher Agent. Möge sein Spiegel zu Bruch gehen, wenn er hineinschaut ...

Der Gehenkte
11. Januar 2019 15:42

Mir fällt es äußerst schwer, in diesem Fall eine klare Position zu finden.

Der erste Impuls war Erschrecken und Bedauern, erstens, weil eine relevante Stimme verstummt und mehr noch, weil Spaltungen in historisch volatilen Situationen schlimme Effekte zeitigen können.

Dann aber kam nach und nach der Gedanke auf, daß das langfristig für die AfD ein Gewinn sein kann, denn evtl. macht sein Weggang den Weg frei, um sich neue, mittigere Klientel zu erschließen. Ob das nun wiederum eine positive oder negative Entwicklung wäre, ist diskutierbar ...

Ähnlich mit dem Gebrauch des Vokabulars. Auch hier ist man hin und her gerissen. An sich sollte es möglich sein in einer Gesellschaft, die die freie Rede lauthals verkündet, das Wort "Volksgemeinschaft" zu nutzen, vor allem dann, wenn man es dem NS-Gebrauch entziehen will. Ähnlich lag die Sache mit dem Begriff "völkisch".

Andererseits ist es politisch und taktisch eine Dummheit, den Begriff so nebenbei mal einzuwerfen.

Es würde mich nicht wundern, wenn Poggenburgs Gedanke dahinter - sofern es einen gab - ganz pragmatisch war, um das jetzige Geschehen, den Ausschluß, die Trennung mit Aplomb zu forcieren. Ob das nun wiederum vernünftig war ... usw.

Unschöne Sache.

MARCEL
11. Januar 2019 15:59

Derselbe Fehler wie der von Frauke Petry. Eine neue Partei braucht kein Mensch und gekränkte Egos entlarven sich meist selbst. Die Spreu trennt sich vom Weizen, ein Gutes.
Der Wink mit dem Verfassungsschutz reicht schon aus, um Panik und Fehler zu provozieren.
Es wird einfach nicht reichen, sich brav-bürgerlich nur auf eine Partei im formalpolitischen Karussel zu verlassen.
Wie von vielen schon bemerkt, ist es pure Illusion, sich als Rechter die "Zuneigung" (und damit den "Frieden") der Gegner"verdienen" zu können oder zu sollen.
Der Gegner will uns weghaben - ganz einfach.

John Haase
11. Januar 2019 16:13

Fehler! Poggenburg wird den Weg der Alfa und der Blauen Partei nehmen. Natürlich ist der Wille zur Abspaltung, wenn man mit der neuen Bewegung, die die AfD ja ist, unweigerlich im Sumpf der Normalität ankommt, verständlich. Der erhoffte puristische Neubeginn mit neuen Leuten wird aber nicht gelingen, eher wird er noch Leute anziehen, die sich nach kurzer Zeit als die ganz alten Leute herausstellen werden.

Die politische Karriere Poggenburgs ist damit zuende.

Valjean72
11. Januar 2019 17:00

Diese neue Partei kann meines Erachtens nur dann eine Chance haben, sollte sich Leute um und mit Björn Höcke ihr anschließen.

Nach den Informationen, die ich der staatsnahen Presse (SPIEGEL) entnehmen konnte, sieht es danach allerdings nicht aus.

Ja "Volksgemeinschaft" ist ganz schlimm aber auch "Mitteldeutschland" und "blaue Kornblumen" sind voll Nazi.

Freimütig äußere ich an dieser Stelle, dass mir die Biedermeierei der AFD-Oberen missfällt.

Eine gezähmt brave national-konservative Partei mit liberalen Einschlag nach dem Bild der altbundesrepublikanischen CDU mag vielleicht die ein oder andere Wahl erfolgreich bestreiten (und nicht mal das ist garantiert) grundsätzlich zum Positiven verändern (zur Umkehr der verheerenden Dynamik) können, wird sie mE aber nichts.

PatrickLE
11. Januar 2019 17:24

Es geht ja beileibe nicht um Andre Poggenburg allein. Die AfD nimmt seit Monaten Kurs darauf, eine weichgespülte Ex-Alternative zu werden, mit satten Funktionären die sich an schwachen Wahlergebnissen wie in Hessen und Bayern nicht sonderlich stören und mit dubiosen "Führungs"-figuren wie Junge, Pazderski oder Hansel, die es in ihrem Koalitioneifer, mit allen und jedem ins Geschäft kommen zu wollen, noch nicht einmal unterlassen können, in infamer Weise gegen Vertreter der konservativen Richtung mit allen zur Verfügung stehenden, billigen und vom System mit klammheimlicher Freude beklatschten Mitteln, sei es der Hitler-Wein, sei es "Gedächtnisstätte"zu agitieren und diese mundtot zu machen.
Räpple, Bießmann, Christiane Christen, bei Höcke hat man´s versucht - die Liste ließe sich endlos fortführen. Ich halte Andre Poggenburgs Parteigründung für chancenlos, die Basis steht nicht auf Spaltung, auch nicht im Osten und schon gar nicht im hiesigen "Superwahljahr". Aber auch wenn mir das Kopf und Verstand sagen und ich selber in der Partei bleiben werde - mein Herz ist bei den Patrioten, die jetzt die Partei verlassen.
Was eher überrascht als der Hang der Führung, nun unbedingt systemtauglich zu werden, ist die Hilflosigkeit des konservativen Teils. Ich hatte schon ein ungutes Gefühl bei der administrativen Bekanntgabe der Absicht zur Selbstauflösung der Patriotischen Plattform (übrigens ohne jede Diskussion unter den Mitgliedern) und sehe mich nun bestätigt, dass dies ein Akt der Defensive war, den die Hellblauen in der Partei (oder Schwarzblauen, wie man will) sehr wohl verstanden haben.

Durendal
11. Januar 2019 17:28

Klugheit und Mäßigung zählen nicht umsonst zu den klassischen Kardinaltugenden. Wer über sie verfügt, ist dazu in der Lage, diszipliniert einem größeren Ziel zu dienen und dabei die richtige Strategie und Taktik zu wählen. Es hat noch keiner Organisation geschadet, ihr Führungspersonal nach diesen Kriterien auszuwählen.

H. M. Richter
11. Januar 2019 17:57

Interessant wäre, die tatsächlichen Hintergründe zu erfahren. Diese muß es geben, und sie dürften gewichtig sein.

Unabhängig davon sollte jetzt die Parteiführung der einzigen parlamentarischen Oppositionspartei in der causa Magnitz unverzüglich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln in die Offensive gehen, nachdem nunmehr das Video vom Angriff auf einen ihrer Bundestagsabgeordneten sowie Landesvorsitzenden veröffentlicht wurde und sich die Anzeichen zur Gewißheit zu verdichten scheinen, daß für den brutalen Überfall tatsächlich ein Schlaggegenstand verwendet worden ist.

Daß dies in der bisherigen Berichterstattung unterschlagen und ausdrücklich bestritten worden ist, ist unfaßbar, dürfte in den nächsten Tagen Wellen schlagen und - nicht zuletzt im Ausland - in Hinblick auf die derzeitigen deutschen Zustände mit hoher Aufmerksamkeit zur Kenntnis genommen werden.

Norik
11. Januar 2019 18:06

Man kann doch nur hoffen, dass die neue Partei Poggenburgs so schnell wie möglich in der Bedeutungslosigkeit verschwindet, wenn sie überhaupt jemals nicht in dieser sein wird, und möglichst wenige Wähler abgreift. Dabei ist es egal, wie gut diese Partei inhaltlich sein möge, sie hätte niemals das Zeug dazu, die AfD abzulösen und eine "zweite Chance" darzustellen, die es, wie, wie ich meine, Kubitschek einst schrieb, sowieso nicht mehr geben kann. Die AfD ist gewiss nicht unser einziges Pferd (siehe IB usw.), doch parteipolitisch die einzige Option, derer man sich, wie in einer Ehe, verpflichtet gegenüber fühlen sollte: Auch in kommenden schweren Phasen muss nur noch mehr Energie darauf fokussiert werden, sie, die AfD, wieder auf den richtigen Kurs zu bringen.

RMH
11. Januar 2019 18:17

Lutz Bachmann blies nach den Landtagswahlen in Bayern und Hessen, die aus seiner Sicht zu schlechte Ergebnisse für die AfD und zu gute für die Grünen brachten, die Backen und verlautete, dass man aufgrund der offenbaren Unbelehrbarkeit des Wahlvolkes im "Westen" sich abspalten sollte und so wäre es in der Tat der größte Coup, den Poggenpohl schaffen könnte, wenn er seine neue Partei zur Partei von Pegida machen könnte bzw. Pegida einbinden zu können. Indes ist Pegida auch schon lange nicht mehr das, was es einmal war. Hätte Pegida heute die Schwung- und Schlagkraft, die noch vor ein paar Jahren vorhanden war, dann könnte in der Tat etwas spezifisch Ostdeutsches entstehen (ggf. mit noch gut vernetzten, aber politisch durch die AfD bedeutungslos gewordenen NPD Kadern - dann wäre A.P. aber auch der letzte Todesstoß für die NPD). Hat Pegida aber schon lange nicht mehr - die Sache ist zum Ego- und Finanzierungsding von Herrn Bachmann geworden und es darf bezweifelt werden, dass er sich zur Abwechslung einmal ganz uneigennützig vor den Karren von einem anderen spannen lassen wird oder sonst sich irgendwo auch nur unter- oder nur einordnen wird. So hart darf man das meiner Meinung nach einmal ausdrücken, wohlwissend, welche Verdienste in der Vergangenheit von Pegida erworben wurden.

G.K. hat vor kurzem das Bild vom Boot, dem man beim Absprung noch mal einen Stoß versetzt, gebraucht. Ich denke, A.P. schafft bei seinem Sprung noch nicht einmal, trockene Füße zu behalten und das Ufer zu erreichen, geschweige denn, dem mittlerweile schweren Kahn einen Tritt zu verpassen, denn der Absprung kam zur falschen Zeit und mit zu wenig Unterstützung.

Aber: Die Zeit wird es auch hier zeigen, wie es weiter geht.

PS:
Aus der Perspektive einer gesamtdeutsche AfD finde ich persönlich aktuell ärgerlicher als den Abgang von A.P., dass "Bürger in Wut" aus Bremen auch zur Europawahl bundesweit antreten wird. Diese Konkurrenz aus dem eigenen Lager ist nun wahrlich unnötig.

MartinHimstedt
11. Januar 2019 19:06

"Wer sich in der AfD von der aktuellen Entwicklung übrigens einen Vorteil in der Auseinandersetzung mit dem Verfassungsschutz oder in der Diskussion mit linken Medienvertretern erhofft, könnte sich schnell getäuscht sehen."

Wer in der AfD ernsthaft glaubt, eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz noch abwenden zu können, ist nicht naiv, er ist dumm. Allerspätestens (wahrscheinlich schon früher), seit der Inszenierung Chemnitz/Maaßen ist klar, dass die Beobachtung beschlossene Sache ist.

Das es sich bei Prantl um einen "möglicherweise etwas eigenen" Menschen handelt, ist mir natürlich bekannt. Offensichtlich bezeichnet er in der Süddeutschen Zeitung jedoch willkürlich Dritte als "Neonazi": Geht das tatsächlich so einfach? An Stelle von Poggenburg und Höcke würde ich diesen "Journalisten" anzeigen.

Der_Juergen
11. Januar 2019 19:07

Ich stimme dem Verfasser des Artikels sowie den Foristen @Der Gehenkte und @John Haase zu. Die Reaktion des @gebürtigen Hessen scheint mir hingegen über das Ziel hinauszuschiessen, denn Poggenburg ist ganz bestimmt kein Verräter. Ich begreife seinen Unmut über die Weicheier und Opportunisten in der AFD, aber mit seinem Schritt schadet er den patriotischen Kräften.

Die von ihm mitgegründete neue Bewegung wird, auch wenn sie vielen (darunter mir) ideologisch gewiss näher steht als die AFD, in keinen Landtag einziehen und nichts Wesentliches bewirken, sondern lediglich die AFD schwächen. Bei aller berechtigten Kritik an dieser Partei muss man festhalten, dass sie die erste echte Oppositionspartei ist, die in der BRD den Einzug in den Bundestag geschafft hat, und dass sie dort alles in allem gute Arbeit leistet. Ich denke u. a. an die brillanten Wortmeldungen von Dr. Curio und Alice Weidel.

Sollte die AFD allerdings Björn Höcke ausschliessen, wäre es mit meiner Sympathie für sie vorbei. Dann wäre sie keine Alternative für Deutschland mehr, sondern nur noch eine fade Kopie der CDU/CSU der siebziger Jahre, und eine solche braucht Deutschland nicht.

Solution
11. Januar 2019 19:09

Die Säuberungen in der AfD haben das Faß zum Überlaufen gebracht. Die AfD-Führung spaltet und grenzt aus. Nicht alle sind Stauffenberg-Fans und nicht jeder will "für Isarael kämpfen und sterben" (Gauland). Außerdem kann man mit Vergnügen Dr. Gedeons letztes Buch lesen. Mein Austritt erfolgte vor kurzem zusammen mit zwei Mitstreitern.

Dennoch ist eine Parteineugründung derzeit eine große Dummheit.

Die "kritische Masse" gibt es schon länger, da sie u.a. auch aus den Zehntausenden besteht, die die AfD nicht haben will, weil sie früher einmal "falschen" Organisationen angehört haben.

Für mich hat die AfD ihren Zenit überschritten und ist zumindest teilweise selbst daran schuld.

Kein Grund zu Jubeln.

bernhardsachs
11. Januar 2019 19:40

@Ein gebuertiger Hesse
"Dabei ist es sogar egal, welche Motive und Gründe Poggenburg hat - er schadet dem, wofür er eigentlich angetreten war ..."

Natürlich ist Motivation und Grund nicht egal. Weder Lucke und Petry wurden mit Ordnungsmaßnahmen oder gar Parteiausschlussverfahren bestraft, insofern ist die Situation nicht vergleichbar. Wenn man jemandem durch die Parteiführung die Wählbarkeit entzieht will man verhindern, das er sich IN der Partei eigene Mehrheiten sucht. Folgerichtig sucht er die dann außerhalb der Partei, dies ist mit dem Verrat einer Frauke Petry nicht zu vergleichen.

Laurenz
11. Januar 2019 19:42

Möller hat wohl Recht. Schlagkraft ensteht nur durch den Kompromiß. Sektierertum mutiert eine Bewegung zur Bedeutungslosigkeit.
Das Machbare steht grundsätzlich im Vordergrund, Wünsche bleiben Wünsche.

deutscheridentitaerer
11. Januar 2019 19:59

@Solution

Dann lesen Sie mal vergnügt. Ich verspüre nun auch keinen Wunsch für Israel zu kämpfen, geschweige denn zu sterben. Nichtsdestotrotz entnehme ich Ihrem Beitrag, dass die AfD ohne Sie besser dran ist.

Dass gilt wohl auch von Poggenburg, der sich sinnlose Provokationen nicht verkneifen wollte.

Das Traurige ist, dass gerade eine halbwegs erfolgreiche Abspaltung die AfD endgültig als Partei der Cucks etablieren würde.

Wenn man allerdings Junges dummes Nachtreten über selbsternannte Patrioten sieht, ist es vielleicht eh schon zu spät.

Man könnte meinen, die butalen Antifaangriffe würden die Partei einen und sie von der Illusion heilen, mit noch so gemäßigten Positionen je gleichberechtigt mit den Alt-Parteien an einem Tisch zu sitzen.

qvc1753
11. Januar 2019 20:00

Ein interessantes Problem vor dem einenganze Reihe neugegründeter Bewegungen stand und steht:
Will man als Partei in die Niederungen des politischen Geschäftes hinab oder will man die Reine Lehre?
Im ersten Falle wird man „etabliert“ und gleicht sich dem was ist immer mehr an.
Oder man verbleibt bei der Reinen Lehre und versucht diese am politischen Markt durch zu setzen. In so einem Falle kann man nur entweder zur Sekte verkümmern oder zur kompletten Umwälzung von Allem schreiten, wenn denn tatsächlich einmal die Macht erhalten wird. Und an der Stelle wird es interessant. Wie werden dann Worte innTaten umgesetzt?

Otto-Karl
11. Januar 2019 20:10

Es ist unglaublich, der nationalkonservative Osten ist die Hauptstütze der AfD; und Poggenburg hat in Sachsen-Anhalt das beste Wahlergebnis der AfD jemals erreicht - mit fast einem Viertel an Stimmen!

Und nun machen sich die bei den Wahlen weniger erfolgreichen, weichgespülten Wessis in den Ämtern breit, dominieren, haben lächerliche Angst vorm Verfassungsschutz, drängen bundesweit die so dringend benötigten rechten Patrioten (Sayn-Wittgenstein, Poggenburg, Gedeon usw. usf.) und Organisationen (Patriotische Plattform, Junge Alternative; Verbindungen zur Idenditären Bewegung) an den Rand (Ausschlüsse, Verbote) und wollen zur FDP (Wirtschaftsliberalismus statt Soziales) und CDU (Nato- und Israel-Hörigkeit statt Nationales) 2.0 verkommen.

So wird das nichts mit einer Altparteien-Alternative (Volkstod statt Errettung).

Ich wünsche Poggenburgs Vorhaben nur das Beste.

Rein aus idealistischen Gründen schon sollte Höcke sich anschließen. Ansonsten wird er auch noch kaltgestellt. Wenn dem nicht schon so ist.

Old Linkerhand
11. Januar 2019 20:55

Heute eine Partei in der Nähe zur AfD zu gründen ist einfach nur politische Realitätsverweigerung oder hat monetäre Gründe. Die AfD muss erkennen, daß sie zwei verschiedene Parteien nebeneinander erhalten muss. Die Unterschiede zwischen West und Ost sind einfach zu groß. Bei der West AfD und ihren Wählern habe ich den Eindruck, diese möchte einfach nur die alte BRD a la 1970 wiederhaben. Dieses Zeitspiel wird zwar eine Menge Funktionäre zu den Futtertrögen führen, langfristig, durch das Wegsterben der Deutschen, aber keinen Erfolg haben. Uwe Junge und Georg Pazderski sind hier das personifizierte Unglück. Bei einer AfD Abschlußkundgebung mit Nationalhymne habe ich zufällig neben Junge gestanden. Der Mann hat in verzückter Inbrunst und entrücktem Blick so laut mitgesungen, das war echt nicht mehr feierlich. Diese Bundeswehroffiziere a. D. sind schon rein optisch keine Hingucker, aber diese Borniertheit ist echt nicht zuschlagen. Wenig Verstand und dicke Brieftasche waren noch nie eine gute Kombination.

Simplicius Teutsch
11. Januar 2019 21:09

Ich bin schockiert. Eine neue rechte Partei (AdP) auf diese Weise zum jetzigen Zeitpunkt! - Wer war hier der strategische Berater? Ganz klar absehbar ist das ein Rohrkrepierer, der nur im rechten Lager Schaden anrichtet. Daraus erwächst kein nationaler Aufbruch. Das ist bloß frustrierend. Die politischen Gegner lachen sich doch ins Fäustchen.

In wenigen Jahren, spätestens wenn die letzten AdP-Abgeordneten, die ihre Mandate unter der AfD-Flagge bekommen haben, aus den Parlamenten draußen sind, wird dieser naive Partei-Versuch im Narrensaum der Geschichte als winzige Fußnote verschwunden sein.

So macht man keine erfolgreiche Politik für Deutschland, Herr Poggenburg. Furchtbar.

Der Feinsinnige
11. Januar 2019 21:30

„Auch eine Hinwendung patriotischer Bürgerinitiativen wie Pegida zur neuen Formation sollte dringend verhindert werden. Schnell könnte dann nämlich eine wirklich kritische Masse erreicht werden, die der AfD ernsthaft Schaden zufügt bei Wahlen, gerade in den neuen Bundesländern.“

Ich stimme zu.

Der Coup Poggenburgs kam offenbar nicht spontan, sondern ist länger vorbereitet. Auf Poggenburgs Facebookseite sind Bilder unter Daten aus dem Dezember 2018 mit der blauen Kornblume zu sehen. Der vom AFD-Bundesvorstand zu Recht abgestrafte Neujahrsgruß war offenbar auch wohlkalkulierte Absicht.

Eine von vielen wichtigen Fragen wird die im Artikel aufgeworfene sein, wie sich PEGIDA Dresden nun positionieren wird. Auf den ersten Blick scheint es PEGIDA Dresden die Sprache verschlagen zu haben, herrscht auf der dortigen Facebookseite doch bislang dröhnendes Schweigen (Däbritz schreibt dort über Klimawandel und Winter, hat also durchaus Zeit, sich zu äußern...), ist doch auch Egbert Ermer, der immer wieder mit PEGIDA Dresden zusammengearbeitet und auch den politischen Aschermittwoch 2018 in Nentmannsdorf organisiert hat, unter den Poggenburg-Gefolgsleuten.

Andererseits kündigte Lutz Bachmann am Ende der PEGIDA-Veranstaltung vom 16.12.2018 an, daß die nächste Demo am 14.1.2019 „ein ganz ganz wichtiger Termin für PEGIDA“ werde und PEGIDA „den nächsten Schritt einläuten“ werde. Man habe 2019 sehr viel vor. Was meinte er? Wußten Ermer und das PEGIDA-Team bereits seit längerem, was Poggenburg Anfang 2019 vorhatte? Ich gehe davon aus. Und ich fürchte, wie es derzeit aussieht, daß PEGIDA Dresden tatsächlich die Poggenburg-Partei unterstützen könnte, um eine AFD-CDU-Mehrheit in Sachsen zu verhindern (vgl. den ebenfalls von Siegfried Däbritz auf der PEGIDA-Facebookseite verlinkten Artikel von PI-News: „Bahnt sich in Sachsen eine CDU/AFD-Koalition an?)“.

So oft schallte es schon durch Dresdens Straßen: „Hier regiert die AFD!“ - und jetzt - kurz vor dem Erreichen des so lange propagierten Ziels, die AFD zur stärksten Kraft in Sachsen zu machen – PEGIDA gegen die AFD? Das wäre für beide fatal.

Nein, ich hoffe, daß das nicht eintritt. Meines Erachtens ist die Poggenburg-Partei zum Scheitern verurteilt, wie auch die Lucke- und Petry-Parteien. Die für die Gesamtopposition wichtige PEGIDA Dresden sollte sich gerade jetzt besser an ihre einmal hochgehaltene parteipolitische Unabhängigkeit erinnern, als ebenfalls aktiv zur Spaltung der patriotischen Opposition beizutragen.

@ Otto-Karl
Höcke wird in der AFD bleiben. Höcke ist klug und kein Hasardeur. Höcke braucht die AFD und die AFD braucht Höcke. Zumindest letzteres konnte man von Poggenburg jüngst nicht mehr sagen.

RMH
11. Januar 2019 21:30

"Ich wünsche Poggenburgs Vorhaben nur das Beste."

Und ich wünsche nur Herrn Poggenburg persönlich alles Gute, um einmal klar Stellung zu beziehen. Seine Partei brauche ich überhaupt nicht.

Der Feinsinnige
11. Januar 2019 21:55

@ H.M.Richter
Ich habe spontan denselben Eindruck beim Absehen des Videos gehabt: Es sieht ganz so aus, als ob der Schäger einen kleinen Gegenstand in der Hand gehabt haben könnte. Das müßte sich mit den heutigen technischen Möglichkeiten der Bildbearbeitung eigentlich herausbekommen lassen.
Eigentlich müßten auch die behandelnden Ärzte eine fachkundige Einschätzung geben können, wie die Verletzungen zu erklären sind, ob tatsächlich allein der Aufschlag des Kopfes auf eine plane Straße dafür ursächlich gewesen sein kann oder nicht.

HomoFaber
11. Januar 2019 22:26

Inhaltlich kann man Pogge kaum etwas vorwerfen.
Für eine dauerhafte Führungsaufgabe fehlt es ihm vielleicht jedoch an Stil, Intellekt und Charakter.

heinrichbrueck
11. Januar 2019 22:30

Die AfD wurde nur aus einem einzigen Grund ins Leben gerufen: damit nicht eintreten kann, was hätte kommen müssen, wäre diese Partei nicht gegründet worden. Ohne AfD wäre dieses Volk schon viel weiter im Aufwachprozeß, aber jetzt muß es trotz aller Täuschung und zusätzlicher Erschwernis gelingen.
Wer die Masse richtig manipuliert, regiert. Demokratie geht gar nicht anders. Es liegt in der Natur der Sache; was Edward Bernays in seinem bekannten Werk Propaganda schon 1928 publizierte. Poggenburg als Projektionsfläche? Die Umerziehungsmedien haben sich für Lucke- und Petrypartei wenig interessiert, dafür der AfD ein zweistelliges Ergebnis eingefahren.
Das Spiel geht wohl nicht ohne Struwwelpeter. Alles Geschwätz der vergangenen Jahrzehnte, Bundesregierungswechsel (Marionetten im Dauerverratsmodus); und danach ging es weiterhin bergab. Wir brauchen aber einen Machtwechsel! Mit Struwwelhitler im Gepäck, der Demokratie im Kopf?

deutscheridentitaerer
11. Januar 2019 22:36

"Bei einer AfD Abschlußkundgebung mit Nationalhymne habe ich zufällig neben Junge gestanden. Der Mann hat in verzückter Inbrunst und entrücktem Blick so laut mitgesungen, das war echt nicht mehr feierlich."

Das wiederum ist das Beste, was ich bisher über Junge gehört habe.

Fredy
11. Januar 2019 23:03

Poggenburg war ein Nichts. Alles was er dann mehr wurde, wurde er durch die AfD. Nun geht er wieder dorthin wo er hingehört, ins Nichts. Intellektuell zu blöd um das selbst zu merken. Aber wenn ein Nichts mal aus dem Trog gefressen hat und Diäten bekam ...

HomoFaber
11. Januar 2019 23:12

“ … und sich die Anzeichen zur Gewißheit zu verdichten scheinen, daß für den brutalen Überfall tatsächlich ein Schlaggegenstand verwendet worden ist. “

Aus dem Video geht jedenfalls nicht hervor, was schon direkt vor Minute 0:17 der Aufnahme geschah.

Trim
11. Januar 2019 23:56

Kann man sich bei besonderen Formen von Patriotismus eigentlich auch krankschreiben lassen?

Apostat
12. Januar 2019 01:31

Ich hoffe nur, Herr Poggenburg wird nicht mit einem "Inside AfD" Buch nachtreten.
Nach den mißglückten Parteineugründungen von Lucke und Petry verwundern mich Poggenburgs Ambitionen schon sehr. Welche Mobilisierungskraft kann von einem politisch Gescheiterten ausgehen?
Da halte ich mich doch eher an ehemalige Berufsoffiziere @Old Linkerhand.
Pazderskis Rede zum Migrationspakt im Berliner Senat: sachlich, treffend analysiert, ohne verbale Ausfälle. Hier macht sich in der Offiziersausbildung erworbenes Wissen zur militärischen Entschlussfassung(Beurteilen der Lage, Klarmachen der Aufgabe...), bezahlt.
Und: Gedient haben bedeutet, Tugenden wie Pflichterfüllung, Disziplin und Unterordnung individueller Interessen gelebt zu haben. Also nicht die schlechtesten Voraussetzungen für einen konservativen Politiker.
Unter der Prämisse, dass Gesetzestreue und Ordnungssinn zur DNA einer konservativen Partei gehören, sind die aktuellen Bemühungen der AfD, Verfassungstreue zu beweisen, plausibel. Eingedenk der Pläne des politischen Gegners zur Formung einer multikulturellen Gesellschaft, sowie der zunehmenden Radikalisierung und Hysterie beim Versuch der Realisierung, wird die AfD wohl die letzte Hüterin des Grundgesetzes sein.

Francis
12. Januar 2019 02:17

Viele Kommentare haben mir aus der Seele gesprochen, keiner aus dem Verstand.
Wenn Poggenburg ohne Zustimmung Höckes geht, ist das eine Luftnummer ohnegleichen. So sei es denn. Deutschland hat keine Opposition im Parlament, keine im Leben. Packen wir es an. Irgendwie. Irgendwann.

Franz Bettinger
12. Januar 2019 07:16

@H.M. Richter / Fall Magnitz: Sie haben recht. Auf dem Tat-Video erkennt man klar die Tatwaffe, ein helles kurzes viereckiges Schlagwerkzeug (mit Griff vermutlich) in der linken Hand. Der Täter dürfte Linkshänder sein. Die Kopf- Verletzung rührt von der Schlagwaffe her, nicht vom Sturz und Aufprall auf den Boden. Zwei Screenshots, die die bewaffnete linke Hand des Täters zeigen, lassen sich hier leider nicht einstellen. Warum die Polizei anfangs - und immer noch? - oder auf Cicero Kommentatoren weiter behaupten, eine Waffe sei auf dem Video nicht zu sehen, ist mir schleierhaft. Sie ist klar zu erkennen!

Franz Bettinger
12. Januar 2019 07:21

Danke für die vielen klugen Wortmeldungen. Dem @Gehenktern fällt es schwer, in diesem Fall eine klare Position zu finden. Mir auch! Und mit @Otto-Karl, @Valjean, @Solution und @Patrick sage auch ich: Mir missfallen die Säuberungen und die Biedermeierei der AfD-Oberen gewaltig. Man könnte Gedeon recht geben, der in einem Interview mit Nikolai Nerling (Volkslehrer) (https://www.youtube.com/watch?v=fBlWMwjNe_s) meint, die AfD schöpfe aufgrund ihrer Ängstlichkeit nicht ihr ganzes Potential aus, das er bei 30% der Wählerschaft vermutet.

Vielleicht bin ich ja naiv und gehöre zum "Narrensaum". Die alte AfD hat in der Tat ein Haupt-Wahlversprechen gebrochen: die Plebiszite. Ich vermisse sie. Im Gegenteil verhindert die AfD Mitglieder-Entscheide innerparteilich, wo sie zeigen könnte, dass es ihr mit direkter Demokratie ernst ist. Stattdessen: Aufstellen der Unverträglichkeits-Liste, die u.a. den Parteiausschluss für Unterstützer der IB verlangt. Das ist ein Zensur-Dekret, das einem Maas oder McCarthy zu Ehren gereichen würde. Darüber hinaus ist es ein simples Werkzeug, missliebige innerparteiliche Kritiker loszuwerden, siehe Uwe Junge's perfides Agieren; oder der Rauswurf der Patriotin Doris von Sayn-Wittgenstein; von den üblen Manipulationen, Intrigen und Selbstversorgungs-Bedürfnissen eines J. Dörr im Saarland ganz abgesehen. Mein Enthusiasmus für die AfD hat letztes Jahr Federn gelassen. Dass eine Spaltung der AfD taktisch im Kampf gegen den Globalismus von Nachteil wäre, ja das könnte sein, zumal zu diesem Zeitpunkt. Man kann aber nicht immer nach der Taktik schielen, es gibt Grundsätzlicheres. Wenn's nicht mehr stimmt, dann ade. Welche Möglichkeit außer dem Parteiaustritt gäbe es sonst, die AfD zurück zur Meinungs-Toleranz zu führen? Tja, @Der Jürgen hat wohl das Entscheidende gesagt.

Waldgaenger aus Schwaben
12. Januar 2019 07:36

Zwei Fragen:
Warum ist die NPD nie irgendwo wesentlich über die 5% gekommen?
Was soll die neue Poggenburg-Partei von der NPD unterscheiden?

@Der Feinsinnige
Bei uns gab es mal eine Wirtshausschlägerei zwischen zwei sechzigjährigen Männern, die Wunde des einen sah auch dramatisch aus. Nachher stellte sich heraus, dass es nur ein kleiner Kratzer und er nur so stark blutete, weil er Blutverdünner einnahm.
Vielleicht ist das eine Erklärung.

Ich will nun aber wirklich nicht weiter spekulieren, sondern die auf hoffentlich baldige Ergreifung der Täter hoffen.

silberzunge
12. Januar 2019 07:42

Ein Grundfehler, sich zu spalten und zu "distanzieren". Bei Prantl sieht man ja, wie das linksliberale Establishment tickt. Die geben erst eine Ruhe, wenn die AfD zur CDU2/SPD2 verkommen ist, ergo sich auflöst.

In meinen Augen wäre es viel wichtiger, die Breite der Partei, die in gewisser Weise eine Sammelpartei für konservativ bis rechts ist und bleiben sollte, zu betonen. Warum immer über das Stockerl springen, das einem hingehalten wird?

KlausD.
12. Januar 2019 10:03

Als ich vor ein paar Tagen die Meldung hörte, der Parteivorsitzende der AfD Meuthen fordert die Landesvorsitzende Schleswig-Holsteins Frau von Sayn-Wittgenstein auf, aus der Partei auszutreten, war mein erster Gedanke: Jetzt ist die AfD für mich nicht mehr wählbar.
Nun Poggenburg … National konservatives Gedankengut soll offenbar aus der AfD verbannt werden. Wer ist für diese Linie verantwortlich, was denken sich diese Herrschaften, in wessen Auftrag handeln sie? Na jedenfalls nicht in meinem.
Heute lautet in der Mitteldeutschen Zeitung, dem regionalen (bisherigen) AfD Hass-und-Hetz-Blatt, eine Überschrift: “Poggenburg rettet die AfD“.
Das erinnert mich an den bekannten Spruch „Wenn deine Feinde dich loben, hast du was falsch gemacht“.

Frika Wies
12. Januar 2019 10:13

Auch in der AfD ist man, wie in allen anderen Parteien, darauf aus einen Posten zu ergattern.
Selbst wenn ein Teil der AfD'ler auf Poggenburg-Linie liegt - die besseren Karrierechancen gibt es bei der AfD.
Schon deshalb werden die Mitglieder der AfD jetzt nicht scharenweise zur neuen "rechteren" Partei überlaufen.

Überdies tut die AfD gut daran, sich von Radikalos wie Poggenburg oder Sayn-Wittgenstein zu trennen. Auch wenn Massenmedien Anderes verlautbaren, aber es liegt ein breiter Grat zwischen den Epigonen der Nationalsozialisten und dem ganz normalen Bürger, der ganz gern sein Land wieder hätte, ohne Bunt und Genderwahn.
Das darf man dann auch in der Personalentscheidung der AfD wiedergespiegelt finden.

Im übrigen gibt es bereits eine Partei rechts von der AfD: die NPD. Jenes undurchschaubare Häuflein aus Ultras, VS-Spitzeln, bezahlten Provokateuren und Dumpfglatzen. Mit denen darf Poggenburg sich dann künftig um jene paar Wähler rangeln, denen die AfD nicht rechts genug ist.

Nath
12. Januar 2019 10:28

Vielleicht ist einer der verehrten Mitforisten in der Lage, folgende Frage zu beantworten. Was ist eigentlich die konkrete Begründung der AfD für die Unvereinbarkeit einer Zusammenarbeit mit den Identitären?

Simplicius Teutsch
12. Januar 2019 10:40

@Bettinger. Damit wir uns nicht missverstehen. Ich kann Ihren Standpunkt verstehen und Ihren Kommentar zu Poggenburg unterschreiben, in vielem sprechen Sie mir voll aus dem Herzen. Auch für den Standpunkt von @Otto-Karl“ habe ich echtes Verständnis.

Und @ Der_Juergen, dem möchte ich gerne zustimmen, wenn er schreibt: „Poggenburg ist ganz bestimmt kein Verräter“. Das denke ich auch, obwohl ich ihn nur aus den Medien, speziell dem Fernsehen (MDR) kenne.

Ich mache es mir jetzt billig und zitiere eine Geistesgröße:
"Die Politik bedeutet ein starkes langsames Bohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß zugleich." - Max Weber in „Politik als Beruf“.

Ich weiß natürlich auch: Politik ist ein dreckiges, gemeines Geschäft. Andre Poggenburg scheint am Ende geistig nur noch in parteiinternen Macht- und Ränkespielen gefangen gewesen zu sein und hat nun meiner Meinung nach alle seine politisch gestalterischen Chancen, die ihm eine Plattform wie die AfD als parlamentarische Partei geboten hätte, verspielt. Schade. Gab es für ihn keine intelligentere Lösung, als das, was jetzt möglicher- und vermutlicherweise noch alles an Stechen und Hauen hinterherkommt?

deutscheridentitaerer
12. Januar 2019 10:55

@Franz Bettinger

"Man könnte Gedeon recht geben, der in einem Interview mit Nikolai Nerling (Volkslehrer) (https://www.youtube.com/watch?v=fBlWMwjNe_s) meint, die AfD schöpfe aufgrund ihrer Ängstlichkeit nicht ihr ganzes Potential aus, das er bei 30% der Wählerschaft vermutet."

Das ist nur die halbe Wahrheit.

Es sind neben ängstlichen Cucks wie Junge auch die Pseudoradikalinskis wie Gedeon, Volkslehrer, Poggenburg etc., die die AfD bzw. das patriotische Lager insgesamt ausbremsen, in dem sie die lauwarme Feigheit der anderen als Legitimation für ihr dummes Poltern missbrauchen.

Wir brauchen Radikalität, aber auch taktische und strategische Disziplin. "Kümmeltürken" und das x-te Werk über die jüdisch Weltverschwörung hat aber eh nichts mit Radikalität zu tun.

Radikal im besten Sinne ist Sellner: ohne jeden ach so mutig-provokanten NS Bezug ist er in der zentralen Frage unerbitterlich, nämlich darin, ob das deutsche Volk das Recht hat als deutsches Volk weiterzuexistieren. Um nichts anderes geht es doch, nicht um den Holocaust, nicht um die Kriegsschuldfrage, nicht um sonstige vermeintliche oder tatsächliche Geschichtslügen.

Selbst wenn jeder einzelne Aspekt der alliierten Gräuelpropaganda stimmen würde, hätten wir Deutschen dennoch ein Recht unsere Existenz zu verteidigen. Der Volkslehrer und Gedeon gehen also schlicht einfach an der falschen Front vor, was umso schlimmer ist, als dass sie Klügeren ihrerseits nicht nur Dummheit, sondern Verrat vorwerfen und damit gerade den idealistischen Teil der Jugend auf Holzwege führen.

Sargnagel
12. Januar 2019 12:29

Meine persönlichen Eindrücke von Poggenburg sind eher negativ behaftet. Was nicht heißen soll, dass er eine absolute Inkompetenz, in all seinen Aufgabenbereichen aufgezeigt hat. Aber seine "Dessintresse und Arroganz", den Dingen gegenüber, die absolut essentiell für den Fortbestand der AfD sind, machten ihn in meinen Augen zu einen nutzlosen Subjekt an der Spitze der Fraktion LSA.
Es sollte ein "Einfrieren" der AfD verhindert werden... momentan mehr als gescheitert!

Dann wurde zu Beginn dieser neuen "Schachfigur", Namens Alternative für Deutschland, die auf dem politischen Schachbrett der Nation, durch Fehlbesetzungen wie zb. Poggenburg auf "Schach" gesetzt wurde und vermutlich durch die genannte "Leuchte" und deren Verhalten, ein "Matt" erhalten wird!

Der Schlüssel zum Erfolg, ist nicht unbedingt als Redner bei Pegida zu glänzen oder über Social Media+++ sich ( vermutlich durch Bezahlung) Reichweite und das Prestige zu sichern!

Die Bürgerinnen und Bürger, diese Gunst und ich meine die wahrhaftige Gunst der Volksgemeinschaft, dass ist der Schlüssel zum Erfolg, dass aber immer "Patrioten" wie vom Typ: Poggenburg, die Chance bekommen an irgendwelchen Spitzen zu stehen ist mir unbegreiflich.

Mein Fazit: "Mainstream Influencer" dies zeigt diesen Typ Mensch, wenn er sich ehrlich im Spiegel betrachtet!

Das Land, unsere Nation, dieses perfekte Erbe der Evolution, einzigartig wie jedes andere Volk auf diesen Globus, wird sich darauf einstellen müssen, dass Revolution Überleben heißt!

Niedersachse
12. Januar 2019 12:47

Inhaltlich kann ich den Schritt Poggenburgs nachvollziehen, taktisch und strategisch halte ich ihn für grundfalsch. Natürlich ist es so, dass Teile gerade der "West" AfD etwas im Panikmodus sind, ob einer drohenden Beobachtung durch den VS. Nur hätte sich doch jeder klardenkende Mensch ausrechnen können, dass es früher oder später dazu kommen würde. Der VS schützt keine wie auch immer geartete "Verfassung", sondern war und ist nichts anders, als ein Machterhaltungsinstrument der Altparteienkaste. Würde der VS zumindest einmal seiner wirklichen Bestimmung gerecht werden, dann müsste er sämtliche Altparteien beobachten. Da er das aber nicht tut, sondern - was für jeden spätestens nach der Absetzung Maaßens offensichtlich sein muss - von den derzeitigen Machthabern seiner letzten formalen Unabhängigkeit beraubt und politisch auf Linie gebracht wurde, ist klar das er nur ein weiteres Werkzeug zum Bekämpfen des politischen Gegners ist. Wie gesagt, im Grunde war er das schon vorher, aber mit der Inthronisierung Thomas Haldenwangs sind natürlich die letzten Dämme gebrochen. Eine gehörige Portion Mitschuld an der derzeitigen Misere trägt aber auch der Bundesvorstand der AfD. Von Angst getrieben, betreibt er zumindest teilweise das Geschäft des politischen Gegners, indem er mit völlig unnötiger Härte politische Säuberungen in den eigenen Reihen und damit einen Kotau macht. Das hat in der Geschichte der BRD bei keiner "Rechtspartei" funktioniert und wird auch in Zukunft nicht funktionieren. Ich habe schon an gleicher Stelle vor vier Jahren schon geschrieben, ich zitiere mich also mal selbst:

"Und die, die sich aus taktischen Gründen abgrenzen, sollten sich mal das unrühmliche Beispiel der Republikaner ansehen. Nach dem Parteitag von Ruhstorf 1990 bei dem die Abgrenzung gegen "Extremisten" beschlossen wurde, begann der Niedergang der Partei. Zum einen, weil zahlreiche Aktivisten - nicht Karteileichen - die Partei verließen, oder ausgeschlossen wurden. Zum anderen wurde sie als Sammelbecken von Distanzierern, Umfallern und Spiessern angesehen und zwar innerhalb und ausserhalb des "nationalen Lagers." Innerhalb der unsäglichen Schlierer- Ära ist die ehemals größte deutsche Rechtspartei zu einem politisierten Karnevalsverein verkommen, zu einem Geisterschiff, welches maximal noch auf regionaler Ebene sichtbar wird. "Nazis" blieben sie in den Augen des politischen und medialen Gegners natürlich trotzdem, wenn auch als weichgespülte..."

Exakt so sehe ich das heute noch. Wäre Poggenburg klug gewesen, hätten er und die anderenjetzt Ausgetretenen einfach in den sauren Apfel gebissen, sich in die zweite Reihe zurückgezogen und von dort aus mitgeholfen die Lage der AfD zu verbessern. Jedoch, wie ich Poggenburg aus der Ferne einschätze wird seine politische Instinktlosigkeit nur noch von seiner Eitelkeit übertroffen. Ich weiß es nicht...

Eventuell - und jetzt lehne ich mich mal weit aus dem Fenster - ist Herr Poggenburg im Auftrag gewisser Dienste politisch unterwegs, oder zumindest haben diese ihn in der Hand. Was einige vielleicht nicht wissen: Anfang 2016 wurde zum wiederholtem Male in Poggenburgs Abwesenheit eingebrochen. Diesmal beschränkte sich dies zwar „nur“ mal wieder auf den Briefkasten, auf den Außenbereich und den Lackierraum des Betriebes, weitere Geschäfts- und Privaträume wurden diesmal verschont, aber dafür wurde seine schwarze Schäferhündin „Halie“ entführt, die Tage später ohne Halsband, acht Kilometer entfernt, überfahren auf der Autobahn aufgefunden wurde. hat ihn jemand in der Hand?

Elvis Pressluft
12. Januar 2019 12:58

„Schnell könnte dann nämlich eine wirklich kritische Masse erreicht werden, die der AfD ernsthaft Schaden zufügt bei Wahlen, gerade in den neuen Bundesländern.“ – Es geht aber nicht um das Wohlbefinden der AfD, sondern darum, ob Deutschland überlebt. Ob diese Partei bedingungslos (!) auf dieses Ziel verpflichtet ist, wurde für mich letzthin immer zweifelhafter. Selbst die Mohammedaner (na klar, die „säkularen“) haben den Fuß in dieser Tür, von anderen Pressure Groups nicht zu reden. So wird das alles nichts. Die Überwachung und Unterwanderung durch die staatliche Gedankenpolizei wird ohnehin kommen bzw. ist jetzt schon Fakt. „Compact“ hat das unlängst am Fallbeispiel der Reps vorgeführt: „Selbstmord aus Angst vor dem Tod“.

Hartwig aus LG8
12. Januar 2019 15:03

Die AfD ist der parlamentarische Arm der Opposition, nicht mehr und nicht weniger. Wer seine gesamte Hoffnung in den Erfolg der AfD setzt, wird verlieren.
Und wer von einer Partei verlangt, etwas anderes zu sein als eine Partei, etwas anderes zu tun als Parteipolitik, und etwas anderes zu wollen als möglichst viele Mandate, der wird auch verlieren.

Unke
12. Januar 2019 15:48

Es gibt, anscheinend, in der AfD unfassbar hirnbefreite Vollidioten.
Ich fürchte man kann das ganze Projekt schon wieder abschreiben. Das Problem ist, die korrumpierende Wirkung, die diverse Pöstchen einer > 10% Partei nun mal haben lockt Glücksritter aus allen Himmelsrichtungen an. Und sie haben ja den gleichen Hintergrund wie die Funktionsträger der Altparteien: Beamte, Intellektülle, Professoren... vom Leben keine Ahnung, aber überall da wo etwas risikolos zu holen ist die Nase in den Wind recken.
Ekelhafter Abschaum!

H. M. Richter
12. Januar 2019 17:29

@ Der Feinsinnige

Die Gegenüberstellung der beiden Fälle Chemnitz (sog. "Hasi-Video" / Ablösung von Dr. Maßen) und Bremen (Überwachungsvideo[s] des Überfalls auf den Bundestagsabgeordneten und Landesvorsitzenden Magnitz) wirft wohl DAS Schlaglicht auf die gegenwärtigen bundesrepublikanischen Zustände. Trotz des Vorhandenseins des Magnitz-Videos wurde der Versuch unternommen, die Spur in Richtung eines - bei Betrachtung des Videos - vollkommen ausgeschlossenen "Raubüberfalls" zu lenken. Auch sind das Schlaggegenstands-Dementi sowie der damit verbundene, öffentlich erhobene und erheblich diskreditierende Lügenvorwurf ("Schlagholz") nach der Veröffentlichung hinfällig. In summa: Aus einer Handvoll Hase-Du-bleibst-hier-Schritten wurde die sog. "Hetzjagd" konstruiert und ein tatsächlicher Überfall, bei dem der Tod des Überfallenen billigend in Kauf genommen wurde, wird versucht, in sein Gegenteil zu verkehren, bis hin dazu, daß der Überfallene letztlich selbst schuld sei, in eine solche Situation geraten zu sein.
Interessant wäre, zu erfahren, wem die Veröffentlichung des Bremer Videos letztlich zu verdanken ist.

@ Niedersachse

Was Sie über mögliche Poggenburg-Hintergründe schreiben, sollte zumindest nicht gänzlich außer acht gelassen werden. Nicht nur deshalb, weil die Antworten auf die in diesem Falle wiederholt angestellten cui-bono-Fragen oftmals so seltsam ambivalent ausfielen.

Andrenio
12. Januar 2019 18:44

Wenn es um die richtig lukrativen Pöstchen geht, da ist das Gerangel am stärksten, siehe Riesa.
In Brüssel/Strassburg hat man zwar keinerlei Einfluss auf das politische Geschehen, aber im Geldbeutel ist Schmalhans nicht mehr Küchenmeister. Man hat Perspektiven aus der Schuldenfalle zu kommen, denn es ist unwiderlegbare Tatsache, dass nicht wenige der Kandidaten wirtschaftlich gescheiterte Personen sind.
Bei André Poggenburg hat man sicher jemanden vor sich, der für seine Überzeugung alles eingesetzt hat. Wer würde nach diversen Strafttaten gegen sich und sein Vermögen überhaupt noch weitermachen?
Schon die erste Spaltungswelle in der Fraktion von Sachsen-Anhalt zeigte, dass er mit U-Booten und sonstigen Diversanten zu tun hatte. Jetzt stellen sich ihm noch "Parteifreunde" in den Weg und spielen das Spiel des Gegners. Das schlimme ist, dass dies nicht nur ein Kampf um den Fressnapf ist, sondern es geht (wie schon oben erwähnt) um die Zukunft Deutschlands.
Diejenigen, die jetzt über ihm den Stab brechen, tun dies aus Unkenntnis oder mit Zipfelmützenblick.
Allerdings ist das mit einer neuen Partei eine Eintagsfliege.

Harald
12. Januar 2019 18:49

Die AFD wird immer mehr zur Systempartei ! Es zeigt sich das viele der AFD Politiker nur an die Futtertröge des politischen Systems wollen. Die Zukunft des deutschen Volkes ist Ihnen egal . Nationalisten werden rausgemoppt, wie Frau von Sayn Wittgenstein.

Immer noch S.J.
12. Januar 2019 19:56

Wer inszeniert eigentlich alles den andauernden Bohei um die AfD? Kein Wunder, dass die Medien aus dem Spotten nicht mehr herauskommen. Ohne Zweifel entsteht bei vielen Wählern der Eindruck des Wirrwarrs und letztlich der fragwürdigen Handlungsfähigkeit. Hinzu kommen laufend Artikel über irgendwelche Verfehlungen und Unklarheiten. Man sehe sich nur an, was vor wenigen Tagen noch über den Fall Magnitz berichtet wurde und was heute daraus geworden ist. Es fragt sich schon, wie man auf hohe zweistellige Ergebnisse kommen will, so wie man sich aus einer anderen Betrachtung heraus fragt, wie auf Dauer in diesem gesellschaftspolitischen Gefüge aus Belehrungs-TV, Ersatzhandlungen in vergleichsweise unwichtigen Bereichen, Dauergerede, sedierendem Konsum sowie düsteren Perspektiven für grundlegende Reformen genügend Menschen für Wahlbeteiligungen jenseits der 50%-Marke zu motivieren sind. Aber über Politikverdrossenheit und die Krise der (Parteien-) Demokratie ist ja sattsam geschrieben worden. Den eifrig hier mitlesenden Gouvernanten sei übrigens die Lektüre der FAZ vom 26. April 1976 bzw. der NZZ vom 15. April 1976 empfohlen. In beiden Ausgaben wurde ein Kongress von mehr als 250 Wissenschaftlern, Diplomaten und Politikern über die Krise der Demokratie in Straßburg erwähnt, rege verfolgt vom Europarat. Man wird Gründe gehabt haben (vgl. die Zeitschrift "Initiative", 20, 1977, S.12).

Maiordomus
12. Januar 2019 20:00

@Unke. Die Leute, die sie in ihrer Berufsfunktion nennen, riskieren ihre Existenz, wenn sie sich als AfDnahe zu outen wagen. Das Problem der reinen Karrieristen steht meist noch eine Stufe tiefer, bei denjenigen, die es eigentlich zu nichts gebracht haben und jetzt Morgenluft wittern. Und auch diese sind jeweils nur eine Teilmenge, man sollte auch da nicht generalisieren. Sie sollten vernünftiger argumentieren und nicht Ihre Ressentiments hier sozusagen "übergeben".

Andreas Walter
12. Januar 2019 20:30

Versteh' die ganze Panik nicht. Aus der AfD sind schon ganz andere ausgetreten, ohne dass es ihr geschadet hätte. Manchen ist sie halt zu "Nazi", anderen zu CDU (oder FDP). Wenn aber jemand wie Poggenburg schon rechtsaussen ist, dann ist die AfD doch schon fast Mitte. 30% aber geht mit Nationalismus nur in Frankreich oder auch in anderen Ländern, niemals aber in Deutschland.

Selbst die Nationalsozialisten hätten das schon damals wissen können, dass sie niemals ihr Ziel, eine souveräne Nation sein zu wollen, erreichen werden. Das ist geopolitisch an einem Standort wie Deutschland ohne Kernwaffen nicht möglich. Ganz einfach, weil der "ökonomische Wettbewerb" (Wirtschaftskrieg) in der Realität nicht vom Militärischen getrennt ist. Darum gibt es auch immer nur zwei Optionen, Teilen oder Herrschen, wenn nötig auch mit Gewalt.

Nimmt sich also jemand zuviel vom Kuchen, dann bekommt er früher oder später Ärger mit den anderen. Es sei denn, er sitzt in einer uneinnehmbaren Burg samt Vollversorgung. Dieses Privileg besitzt aber auf der ganzen Welt derzeit nur noch eine Nation, vor einiger Zeit noch Zwei. Russland und die VSA sind daher nicht zufällig diese Standorte. Es ist ihre Lage und Naturkapitalausstattung, die sie dazu gemacht haben. Einschließlich ein paar Leute, die eben wissen, worauf es ankommt. Wobei das Ideal nirgendwo perfekt herrscht, im wahrsten Sinn des Wortes, überall darum auch substituiert wird, werden muss. Zudem verschieben sich diese Gleichgewichte im Lauf der Zeit, je nachdem, wie viel man von etwas verbraucht oder hervorbringt (oder einwandert). Technologische Sprünge verursachen aber auch immer wieder Gleichgewichtsveränderungen. Eine Art Evolution aber auch Niedergang der Nationen, ähnlich wie die und der der Arten.

Das Gleiche mit Parteien - oder dem Marxismus. Der Marxismus ist eine Folge der Industriellen Revolution, die gleichzeitig mehr Reichtum (Energie) aber dadurch auch mehr Menschen hervorgebracht hat, die anfangs an dem Reichtum noch nicht beteiligt waren. Da man aber die Arbeiter gebraucht hat, kam nur die Option Teilen in Frage.

Die AfD wiederum ist eine Folge fehlendem Patriotismus in Deutschland. Doch braucht man die Deutschen überhaupt? Alle? Oder ist die deutsche Arbeiterklasse zu teuer? Aus weltlicher Sicht betrachtet ja, doch wie sehen das die SPD, die Linken und die Grünen? Weltlich, oder National? Wobei die Grünen ein Sonderfall sind. Die SPD und Linken dagegen überholt von der Weltentwicklung. Der neue Proxy sind darum die Grünen, und höchstens an der Basis noch links.

So ungerecht das darum manche vielleicht empfinden, doch wir hatten eh nie eine Chance auf Souveränität. Spätestens mit Vollendung des Manhattan-Projekt war die neue Weltordnung etabliert, und die ist weder nationalistisch und auch nicht mehr marxistisch. Sie ist nicht einmal Grün, ausser ihre Konsumscheine. Grün sein ist nämlich auch Luxus, muss man sich leisten können.

Jede Partei, die heute noch gegründet wird, könnte man darum auch einfach nur WIR nennen. Das Parteiprogramm: WIR wollen Macht und Geld. Ja, auch um Grün zu sein.

t.gygax
12. Januar 2019 20:30

deutscheridentitä[email protected]
"Das ist nur die halbe Wahrheit"
Ich habe in diesem Forum immer nur Leute ermutigt, wenn ich es für notwendig erachtete. man sollte sich -vor allem in unserer absolut verzweifelten Situation- gegenseitig unterstützen und Kritik nicht öffentlich so anbringen, dass sich die andere Seite die Hände reibt.
Aber hier stimmt etwas nicht, deshalb der Einspruch: ich habe mir das Interview des Volkslehrers mit Gedeon angeschaut-und ich habe Gedeons Buch" Der grüne Kommunismus" Zeile für Zeile gelesen.
Da ist überhaupt kein "verbal-radikales" Gedankengut, im Gegenteil: Gedeon bekennt sich mehrfach zu einem persönlichen christlich-katholischen Glauben, vielleicht ist das heute schon radikal...
Man hätte diesen Mann niemals ausschließen dürfen, denn das ist ein scharfer Denker und vor allem eine eigenständige Person.
Wo soll das hinführen, wenn man nicht einmal mehr solche Meinungen zuläßt? Damit fing der Abgrenzungsblödsinn in der AFD an, und der steigert sich beständig...
Zum "Volkslehrer". Der Mann verlor seine Lehrerstelle, während Stasi-Agenten höchste Stellen einnehmen! Warum recherchiert eigentlich keiner mal über das, was Kretschmann in jungen Jahren in Tübingen alles so gesagt hat und welche Leute er unterstützte?!
Und noch etwas: der Volkslehrer redet mit den "Unberührbaren", und gibt damit Leuten eine Stimme, die man sonst nie hören würde.
Kein Mensch etwa weiß heute noch, dass die vielgeschmähte 92jährige alte Dame, die jetzt im Gefängnis sitzt , 1978 in einem Buch der Gustav-Heinemann-Initiative Autorin neben Erhard Eppler war. Oder dass in dem von ihrem verstorbenen Mann, der ein Freund Rudi Dutschkes war(!), gegründeten Tagungshaus die ersten Tagungen der IG Metall 1968 stattfanden? Nein, unsere Obrigkeit befand, dass das alles böse ist, aber -und das weiß hier jeder!- heutzutage Steuergelder der arbeitenden Klassen für die Schlägertrupps der ANTIFA bereitgestellt werden.
Wer einmal etwas "verbal-radikales" kennenlernen will, dem sei ein Besuch in einem ANTIFA Jugendzentrum, vom Staat finanziert und mit x Sozialpädagogenstellen überbesetzt, empfohlen. Ich kenne diese Welt, da ist man nicht mehr unter Menschen, sondern hat das Gefühl, Mordor ist wiedererstanden und die Orks haben sich rasant vermehr......und kein Gandalf in Sicht. Wir müssen uns selbst helfen und nicht gegenseitig fertig machen, das besorgt schon die andere Seite. Leider.

deutscheridentitaerer
12. Januar 2019 23:29

@t.gygax

Sicherlich haben Sie Recht damit, dass an rechts und links völlig andere Maßstäbe angelegt werden. Das ist auch fraglos ein empörender Zustand. Dennoch ist es eben der Zustand, unter dem wir gezwungenermaßen operieren müssen. Gerade weil es unser Ziel ist diese wahnsinnige Heuchelei zu beenden können wir uns keine Disziplinlosigkeiten erlauben. Alles was dem Gegner sinnlos Futter liefert, muss aufs Schärfste unterbunden werden.

Deshalb interessiert mich in unserer jetztigen Lage einfach nicht, was Frau Haverbeck zu sagen hat. Ob der Holocaust statt gefunden hat oder nicht, ist mir nämlich wurscht. Das die Frau sich einsperren lässt, ist natürlich in der Tat eine unrechte Maßlosigkeit und ihr Starrsinn nötigt einem einen skurrilen Respekt ab. Nur wofür das alles?

Was den Volkslehrer angeht, so ist das Problem nicht seine Weltanschauung, sondern dass diese Leute, die sich für die Vertreter der reinen Lehre halten, Bewegungen wie die IB als weichgespült oder sogar verräterisch attackieren, weil sie den ernsthaften Versuch machen Idealismus nicht nur im Wolkenkuckucksheim, sondern in der Wirklichkeit zu leben.

Ich verstehe ja jeden, der sich über die Laschheit manches AfD-Personals beschwert. Aber es ist eben eine Gratwanderung.

Lotta Vorbeck
13. Januar 2019 01:32

@Apostat - 12. Januar 2019 - 01:31 AM

"... Da halte ich mich doch eher an ehemalige Berufsoffiziere @Old Linkerhand.
Pazderskis Rede zum Migrationspakt im Berliner Senat: sachlich, treffend analysiert, ohne verbale Ausfälle. Hier macht sich in der Offiziersausbildung erworbenes Wissen zur militärischen Entschlussfassung (Beurteilen der Lage, Klarmachen der Aufgabe...), bezahlt.
Und: Gedient haben bedeutet, Tugenden wie Pflichterfüllung, Disziplin und Unterordnung individueller Interessen gelebt zu haben. Also nicht die schlechtesten Voraussetzungen für einen konservativen Politiker. ..."

____________________________________

Werter @Apostat, gestatten Sie eine Zwischenfrage:

Wann hatten Sie's zuletzt selber mal mit Bundeswehroffizieren zu tun?

Wahrheitssucher
13. Januar 2019 13:35

@ deutscheridentitaerer

„Ob der Holocaust statt gefunden hat oder nicht, ist mir nämlich wurscht.“

Und wenn uns doch gerade daraus bestimmte Sichtweisen und Handlungsverpflichtungen erwachsen, die eben auch damit begründet werden?

Valjean72
13. Januar 2019 13:58

@deutscheridentitaerer @t.gygax:

“Alles was dem Gegner sinnlos Futter liefert, muss aufs Schärfste unterbunden werden. […] Das die Frau sich einsperren lässt, ist natürlich in der Tat eine unrechte Maßlosigkeit und ihr Starrsinn nötigt einem einen skurrilen Respekt ab. Nur wofür das alles?“

Würden Sie auch von einem IB’ler, der aufgrund einer Aktion im Gefängnis landete, von Starrsinn schreiben und davon, dass ER sich einsperren ließ?

Und schließlich Ihre Frage wofür das alles? Für Deutschland vielleicht?

“Was den Volkslehrer angeht, so ist das Problem nicht seine Weltanschauung, sondern dass diese Leute, die sich für die Vertreter der reinen Lehre halten,… “

Nein, es ist hier nicht die Frage, dass manche vorgeben die „reine Lehre“ zu vertreten, das würde ich als ein Cuck-Argument einordnen, sondern vielmehr sich selbst keine gedanklichen Sperrzonen zu verordnen, bzw. jene zu übernehmen, die einem vom Mainstream vorgegeben werden.

Dass eine politische Partei anders vorgehen muss, steht außer Frage aber die Auseinandersetzung mit den Themen, die der „Volkslehrer“ aufgreift und mittels seiner Reichweite zu verbreiten hilft, ist nach meiner Einschätzung essentiell zur Genesung der darnieder liegenden deutschen Volksseele.

Franz Bettinger
13. Januar 2019 15:34

@t.gygax: Sie haben eine Lanze für die wahren Helden gebrochen, jene Einzelkämpfer, die - aus taktischen oder idiotischen Gründen - sogar von der rechten, also "unserer Seite" geschmäht werden: die Tapferen, Einsamen, die Unberührbaren. Danke dafür!

"Wofür das alles?" fragt @der Deutsche Identitäre im Hinblick auf die rechten Quichotes. Dafür, dass ich den Glauben an das Gute im Menschen nicht ganz verliere! Dafür sind diese Männer und Frauen (im Abseits und in den Gefängnissen) wichtig. - Übrigens, werter @DI: Ihr Pseudonym passt nicht recht zu dem, was Sie sagen. Es verstößt gegen die Unvereinbarkeits-Liste der ach so real- politischen, korrekten AfD. Ist das nicht kontraproduktiv? Wollen Sie's nicht ändern?

Apostat
13. Januar 2019 18:04

@Lotta Vorbeck
"Wann hatten Sie's zuletzt selber mal mit Bundeswehroffizieren zu tun? "

Nicht mit Bundeswehroffizieren, aber mit Beamten der Polizei habe ich seit vielen Jahren beruflich bedingten Umgang. Und hier erlebe ich nicht wenige Beamte, auf welche, die o.g. Tugenden zutreffen.
Mir ist schon bewußt, dass ich einen Idealtyp beschrieben habe.
Andererseits: @Old Linkerhand "Uwe Junge und Georg Pazderski sind hier das personifizierte Unglück. ... Diese Bundeswehroffiziere a. D. sind schon rein optisch keine Hingucker, aber diese Borniertheit ist echt nicht zuschlagen. Wenig Verstand und dicke Brieftasche waren noch nie eine gute Kombination."
Dem wollte ich in meiner Replik widersprechen.

Niekisch
13. Januar 2019 19:15

"Alles was dem Gegner sinnlos Futter liefert, muss aufs Schärfste unterbunden werden".

@deutscheridentitärer: der Feind ist flexibel - er erschreckt, blockiert, boykottiert, vertreibt, beißt, er reißt, er frißt. Futterlieferung ist da fast schon belanglos und führt bloß zur Selbstzensur.

Der_Juergen
13. Januar 2019 20:21

@t.gygax

Danke für Ihre klaren Worte. Ich habe Dr. Wolfgang Gedeons "Der grüne Kommunismus" ebenfalls gelesen und halte den Autor für einen intelligenten und ehrlichen Mann. Von "Radikalismus" kann bei ihm kaum die Rede sein. Mit seinem Ausschluss, erfolgt wegen des Geheuls der Medienschakale, hat sich die AFD ein Armutszeugnis ausgestellt. Trotzdem würde ich, wäre ich deutscher Staatsbürger, weiterhin die AFD wählen, weil Parteien rechts von ihr realistischerweise keine Chance haben, in die Parlamente einzuziehen, und auch wer nicht an eine Rettung Deutschlands durch Wahlen glaubt, muss daran interessiert sein, dass im Bundestag und in den Landtagen eine Partei sitzt, die den Herrschenden immer wieder auf die Finger klopft.

@deutscheridentitärer

Ihre letzte Wortmeldung löste bei mir betretenes Kopfschütteln aus. Wer fragt "Wofür das alles?" hat wenig begriffen. Nein, er hat gar nichts begriffen.

Fredy
13. Januar 2019 21:56

@DeutscherIdentitärer

Walk the Line, Kamerad. Für die anderen müssen wir uns für die Stadien fortgeschrittenen Patriotismusses wirklich Krankheitsbilder überlegen, aber auch Hilfen anbieten. Es ist so schwer in der Gegenwart zu leben, wenn man ständig Geschichte(n) liest.

Fredy
13. Januar 2019 22:14

100%-Dogmatiker haben noch nie etwas erreicht, sondern haben stets nur als Bremser und Hindernisse gewirkt. Abgesehen davon sind solche Menschen auch nur langweilig und nervtötend. Wer will mit solchen Typen Gespräche führen, gewinnbringend diskutieren, oder nur unpolitisch Spaß haben? Niemand. „Alles oder nichts“ ist die Devise derer, die sich bereits mit dem Nichts arrangiert haben.

Der kleine Finger zur ganzen Hand hat aber immer funktioniert. Lasst doch die AfD bis zum Sieg halbe BRDler werden. Möglicherweise ist dann trotzdem - oder deshalb - Raum und Zeit für Haverbeck und Volkslehrer, die heute völlig aus der Zeit gefallen scheinen, also entweder zu spät oder zu früh agieren.

Mich interessiert der Holocaust auch einen Scheißdreck. Zumindest solange wie keine wissenschaftliche Freiheit besteht.

Erst die Freigeit, dann die Fragen. Und halbe Freiheit ist besser als keine. Diese Scheiß-Nazi-Dogmatiker kotzen mich an.

RMH
13. Januar 2019 22:31

Das bisherige Ergebnis dieser Diskussion ist ernüchternd und zeigt wieder einmal die bekannten üblichen Fronten, Meinungen, Weltansichten, Schlachten von gestern und vorgestern sowie gegenseitige Vorwürfe und Vorhaltungen.

Hilft der AfD aber leider gar nicht weiter, die muss sich mit den Fakten von heute auseinandersetzen und mit 100% gegen sie kämpfenden MSM. Bislang macht sie das ganz ordentlich, insbesondere wenn man das vorhandene Personal und Parteivolk berücksichtigt, welches das höchste Potential für unendlichen Streit, Intrigen und Zerlegen der Partei im Vergleich zu allen anderen parlamentarisch vertretenen Parteien in sich birgt. "Gäriger Haufen" (Gauland dixit) ist da schon eher eine beschönigende Beschreibung. Der Abgang von A. P. wird nicht die letzte "Personalie" bleiben, so viel ist sicher.

Für das "Außerparlamentarische" sind aber wir alle, die wir keine Abgeordneten oder Mitarbeiter von Abgeordneten sind, zuständig. Betätigungsmöglichkeiten haben wir alle mittlerweile mehr als genug - kostet eben ein bisschen zeitliches Engagement. Die alte Formel "jeder an seinem Platz" zeigt immer wieder ihre Berechtigung und ist eine der wenigen verifizierten Konstanten im konservativen, rechten und rechtsliberalen Kampf.

PS: Ich bin kein Parteimitglied. Weder bei der AfD, noch sonst wo und dabei wird es bleiben.

Für diesen Beitrag ist die Diskussion geschlossen.