Sezession
21. Januar 2019

Winterakademie in Schnellroda – Wir und die anderen

Götz Kubitschek / 23 Kommentare

Stand 29. 1., 11 Uhr: Es sind nun bereits 127 Stühle im Saal, herzlichen Dank für die Übererfüllung der Norm. Aber es fehlen noch 11 Abonnements! (Erklärung? Unten!)

Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Natürlich: Mit den Referenten Angelika Barbe, Peter Feist, Alexander Gauland, Benedikt Kaiser, Maximilian Krah, Caroline Sommerfeld, Eberhard Straub und Thor v. Waldstein war unsere Winterakademie zum Thema "Volk" hochkarätig besetzt. Wir werden einige der Vorträge in voller Länge als Videomitschnitt veröffentlichen und sechs Manuskripte in der Februar-Sezession veröffentlichen.

Wesentlich für das Gelingen einer Akademie sind aber nicht nur Qualität (und Prominenz) der Referenten, sondern auch die Zusammensetzung der Teilnehmer. Sie überraschte mich erneut - in Einzelgesprächen ebenso wie in den abendlichen intensiven Gesprächsrunden, von denen sich - neben dem dichtgepackten Tagungsprogramm - weitere vier zusammenfanden.

Wo kommen diese jungen Leute her? Einer wie der andere ist ja so etwas wie eine Zugriffspanne des linken Erziehungs- und Denunziationssystems (anders vermag ich dieses Dauerfeuer aus allen Rohren gegen das alternative Milieu nicht zu bezeichnen).

+ Ein junge Medizinstudent will neben seinem herausfordernden Stundenplan einen philosophisch-literarischen Lektürekanon absolvieren und notiert mit, während man die Schlüsselwerke der eigenen Entwicklung aufzählt. Er kommt am nächsten Tag noch einmal darauf zurück und skizziert das Ergebnis zweier Gespräche, die er zum selben Thema bis in die Nacht mit anderen Teilnehmern führte: Übereinstimmung in manchen Vorschlägen, aber auch Erweiterungen in eine Richtung, die in meinem Bücherschrank fehlt. Es entwickelt sich daraus ein Gespräch über die vielen Türen des Zugangs zu einer Bildung, die weder linksmoralistisch aufgeladen ist, noch zu einer eindimensionalen Weltanschauung von rechts führt (was im Grunde sowieso ein Widerspruch in sich wäre). Am Ende des Gesprächs löst sich die Traube von Zuhörern auf, die sich nach und nach gebildet hatte. Lauter Leser.

+ Ein IT-Typ, der neben seinem Studium bereits eine Firma aufbaut, spricht in Hieroglyphen mit mir über eine Verbesserung auf einer unserer Internetseiten. Als er den mangelnden Sachverstand bemerkt, skizziert er die Sache auf einem Block, in den er in den beiden Tagen zuvor Karikaturen jedes einzelnen Referenten gezeichnet hat, unter anderem eine von mir. Ihn stört nicht, daß ich das wahrnehme, und nach fünf Minuten habe ich begriffen, was er meint. Er hat recht.

+ Noch ein Beispiel? Ein angehender Lehrer schlägt vor, so bald wie möglich eine offene Einladung an jeden auszusprechen, der ein klassisches Instrument spielt, und für ein ganzes Wochenende ein Orchester zu bilden, "damit wir mal etwas richtig Positives anstellen und nicht immer nur dagegen sind."

Aber auch: Parteinachwuchs; Dauerteilnehmer, die nun die Altersgrenze erreicht haben und unbedingt etwas Ähnliches für "die Zeit danach" angeboten sehen wollen; ein wachsender Kreis zum Katholizismus Konvertierter; Youtuber; zu Gaulands Vortrag zwanzig Leute aus dem Dorf und am offenen Sonntag nochmals dreißig Leser aus Halle, Dresden, Stuttgart ...

Die VS-Sache, mit der die AfD zu ringen hat, ist kein Thema: Das Durchsichtige muß man nicht beschreiben, hier sieht jeder klar.

Draußen, an der einzigen Dorfkreuzung, versammelt sich irgendwann am Samstagnachmittag die Antifa-Folklore. Zuerst zwei Fotografen, die so tun, als seien sie Journalisten, dann ein Dutzend Leute, das laut antideutsche Musik hört, und zur Demo in der Dämmerung sind es dann fünfundvierzig. Der Grüne Sebastian Striegel, die Linke Henriette Quade und allfältige Antifabündnisse twittern sich die Lage toll - irgendetwas von hundert Demonstranten (aber kein Bild), von immer mehr Dorfbewohnern, die sich dem Protest anschlössen (immer dieselben zwei) und "stabilem Protest" (auch das Wetter ist stabil).

Wie fertig muß man sein, wenn man ein Bild vom Gasthof zeigt und von sich selbst behauptet: "Der Protest davor ist rechts um die Ecke mal wieder deutlich am Start", und doch genau weiß: wieder bloß das tapfere Dutzend.

In der Zeit packt einer alles, ganz und gar alles, was er über das "rechte Netzwerk" und seine Entgrenzung nach ganz rechts weiß, in einen Beitrag - eine Kanonenkugel aus Zeitungspapier, auf Gauland abgeschossen, ein anrauschender Federball.

Vielleicht machen wir das beim nächsten Mal so: Wir bieten für die Dauer des "stabilen Protests" einen stabilen Referenten auf, der über ein Kernthema (Kernproblem) der Antifa vorträgt, und laden die Folkloretruppe dazu ein. "Mit Rechten reden" - war das nicht der Claim der vorletzten Saison? Mal sehen, ob sich das lohnt.

Von mir zwei Bitten:

1. Wir brauchen Unterstützung, die Winterakademie war nicht billig. Die Aktion "Hundert Stühle" hat im vergangenen Sommer sehr gut geklappt - wir wiederholen sie hiermit: Helfen Sie mit, im übertragenen Sinne hundert Stühle zu je 50 € in den Vortragssaal zu räumen. Wenn das gelingt, haben wir unsere Deckungslücke geschlossen. Wir zählen ab sofort rückwärts.

Überweisen Sie bitte unter der Betreffzeile "Ein Stuhl" oder "Zwei, drei, zehn Stühle auf das Konto des Instituts für Staatspolitik. Alle Bankdaten finden Sie hier, und eine Spendenquittung ist selbstverständlich.

2. Abonnieren Sie die Sezession, wenn Sie noch kein Abonnent sind: Das Februar-Heft, Thema Volk, bietet Ihnen zum Auftakt die wesentlichen Vorträge der Winterakademie. Schauen Sie hier nach: Es gibt verschiedene Abo-Kategorien. "Hundert Abos" - auch hier zählen wir rückwärts.

Danke im Voraus.


Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.


Kommentare (23)

Der_Juergen
21. Januar 2019 11:51

Ich leiste meinen bescheidenen finanziellen Beitrag, indem ich heute für das Sezession-Abonnement statt der verlangten 60 Euro 110 Euro zahle. Wäre ich reich, gäbe ich mit Freuden um ein Vielfaches mehr.

Dass der eigenwillige Denker Peter Feist als Redner auftreten wird, freut mich. Bedeutend weniger Freude habe ich am Auftritt des Herrn Gauland, denn seit dieser die Deutschen aufgefordert hat, für Israel zu sterben, ist er für mich erledigt - ganz abgesehen von seinen ungehörigen Aussagen zu anderen Themen.

ALD
21. Januar 2019 13:53

Wieder eine großartige Akademie.
Wieder hervorragende Arbeit geleistet.

Falls sich tatsächlich ein Kammerensemble bilden lassen sollte, wäre ich gerne bereit die Proben und Aufführungen zu leiten. Nur als Notiz.

PeterKnoll
21. Januar 2019 16:28

*
Das wäre schön, wenn Ihr einen philosophisch-literarischen Lektürekanon nennt oder vorschlägt.

Vielen Dank

Waldgaenger aus Schwaben
21. Januar 2019 19:48

@Der_Juergen
Gesetzt den Fall eine islamische militärische Invasion rollt gegen Europa, und keine der Atommächte USA, Rußland , Frankreich oder Großbritanien wären bereit uns zu schützen, an der Seite welcher Verbündeten wären Sie bereit zu kämpfen und zu sterben?

Griechenland, Bulgarien, Rumänien, Kroatien, Italien, Österreich, Deutschland?
Oder müssten die Invasionstruppen erst an der Schweizer Grenze oder gar an der Ihres Kantons stehen, damit Sie bereit wären zu kämpfen und zu sterben? Dann wäre es eventuell zu spät.

Oder ist es nur, dass Gauland "Jehova" gesagt hat.

Hätte er ein anderes Land genannt, dass zwischen uns und allfälligen Invasoren steht, hätten Sie kein Problem mit seiner Aussage?
Fällt Israel, dann würde die islamischen Eroberer bald nach Europa greifen.

Der_Juergen
21. Januar 2019 21:28

@Waldgänger

Ich wäre bereit, für mein eigenes Land oder ein anderes Land, das dem abendländischen Kulturkreis angehört, gegen einen aussereuropäischen Aggressor, z. B. einen islamischen, zu kämpfen und notfalls zu sterben (ob ich mit 67 noch zum Dienst an der Waffe taugen würde, ist eine andere Frage, aber der Volkssturm nimmt ja jeden...)

NICHT in den Kampf ziehen würde ich, selbst wenn ich ein jugendlicher Herakles wäre, für Israel, weil dieses a) ein riesiges Kernwaffenarsenal hat und sich prima selber verteidigen kann; b) Deutschland als Milchkuh betrachtet (dass ihm dies erlaubt wird, geht natürlich auf die Kappe der "deutschen" Regierung); c) Für deutsche Patrioten, die ihr Land und Volk bewahren wollen, nur wüste Schmähungen übrig hat. Den wichtigsten Grund, d), nenne ich nicht, um die verehrten Hausherren nicht in Schwierigkeiten zu bringen.

Gustav Grambauer
21. Januar 2019 22:12

Waldgaenger aus Schwaben

"Gesetzt den Fall eine islamische militärische Invasion ..."

Na, die Ente können Sie dem ängstlich-hilflosen GEZ-Rentnerpublikum erzählen, welches, ausreichend zur Aufnahme konditioniert, zwischen dem schwedischen Abendkrimi und Klaus Kleber hin- und herzappend seinen pornösen Nervenkitzel und sucht, aber bitte nicht hier.

Ohne Koordination durch das CIA-Mossad-Kartell ("der Schwanz mit dem Hund") dreht sich bei keiner sunnitischen Militärmacht (anders bei den schiitischen, aber insbesondere Teheran ist auf "friedliche" Weise zur Hauptstadt Europas designiert) überspitzt gesagt kein einziges Rädchen. Für etwas mehr Interessierte wurde die Lügenlegende hinter dieser Tatsache vor etwa zehn Jahren mit mehreren Kampagnen in etwas breiterem Maßstab zerschmettert, maßgeblich von Meyssan, noch tiefer Interessiertere wußten`s schon vorher:

https://www.voltairenet.org/article180203.html

Noch mal in aller Deutlichkeit: Israel und sein Geheimdienst sind die Hauptdestrabilisatoren des Nahen bzw. Mittleren Ostens. Und übrigens, bevor Sie die Verharmlosung der Samson-Option bei Wikipedia nachschlagen verrät Ihnen Martin v. Crefeld, worum es sich handelt. Vielleicht sehen Sie dann auch den Nexus zwischen der erklärten BRD-Staatsräson dem fortwährenden Verschenken der U-Boote durch die BRD:

"Wir besitzen mehrere Hundert nukleare Sprengköpfe und Raketen und können sie auf Ziele in allen Himmelsrichtungen lenken, vielleicht sogar bis Rom. Die meisten europäischen Hauptstädte sind mögliche Ziele unserer Luftstreitkräfte ... Wir haben die Fähigkeit, die Welt mit uns zu nehmen (take down the world with us). Und ich versichere Ihnen, dass dies geschehen wird, bevor Israel untergeht."

Quelle: Wikipedia a. a. O, ganz offiziell und mit der Mine der Unschuld vom Lande (zu Fn. 37):

https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_van_Creveld

- G. G.

deutscheridentitaerer
21. Januar 2019 22:17

@Waldgänger

Es geht doch nicht darum, dass wir als Verbündete mit, sondern einseitig motiviert für Israel kämpfen sollten. Und das nicht aus strategischen Überlegungen heraus, sondern wegen dem Schuldkult.

Glauben Sie ernsthaft Israel würde an unserer Seite gegen eine muslimische Invasion Deutschlands kämpfen? Das ist doch grotesk.

Persönlich bin ich ja durchaus ein Bewunderer Israels, aber sterben muss ich für die Kollegen dann doch nicht.

Das Relikt
21. Januar 2019 22:37

@Waldgaenger

Die islamischen Eroberer haben bereits nach Europa gegriffen. Eine Überwindung Israels war dazu nicht nötig. Sie wäre auch nicht nötig, wenn man sich zur offensichtlich überflüssigen militärischen Invasion entscheiden würde. Das hätte Ihnen ein einfacher Blick auf die Landkarte zeigen können.

Gauland ist trotzdem in Ordnung.

Der Feinsinnige
21. Januar 2019 23:10

@ALD
Ein Kammerensemble wäre ein schöner Anfang. Vielleicht würde einmal mehr daraus. Mein Instrument (hohes Blech) wäre nur in einem größeren Orchester einsetzbar (und hat bereits vielfältige Erfahrungen in Klangkörpern ambitionierter Laien gesammelt).

eike
22. Januar 2019 04:06

@Waldgänger
"islamische militärische Invasion" Huh???

Israel=Verbündete?
Diejenige etnische Minderheit, die die Medien-Speerspitze der Drittweltweltinvasion in Europa (und USA) darstellt, sollen "Verbündete" sein gegen dieselbe Invasion, die sie pausenlos propagieren ? Habe ich das richtig verstanden?

"Fällt Israel, dann würde die islamischen Eroberer bald nach Europa greifen."

Nein, dann würden sie ihr geraubtes Palestina wieder in Besitz nehmen und uns ein paar Hunderttausend Flüchtlinge ersparen!

In welchem Wald wandern Sie? Interessiert mich brennned.
Dort gibt es vermutlich eine Menge Fabelwesen und Irrlichter...

Hartwig aus LG8
22. Januar 2019 08:10

Wegen der Gefahr, völlig vom Thema dieses Beitrages abzulenken, nur ganz kurz Richtung @Der_Jürgen:
Man sollte einen Politiker nicht danach beurteilen, was er sagt, auch nicht danach, was er tut, sondern vor allem danach, was er bewirkt. So manchen Kotau, so manche Geste und so manche Entscheidung muss man strategisch und taktisch einzuordnen wissen. Womit ich noch gar nichts über den konkreten Fall Gauland gesagt haben will.

H. M. Richter
22. Januar 2019 08:55

Könnte es sein, daß an dieser(!) Stelle doch eher von 'Stühlen' die Rede sein sollte als vom Staate I.?

(Einer geht heute von hier aus auf die Reise.)
____________________________________________

Die "zwanzig Leute aus dem Dorf" haben mich besonders gefreut. Erinnere mich, irgendwann in der ZEIT gelesen zu haben, Schnellroda hätte insgesamt ca. zweihundert Einwohner. Paßt schon. Und wenn jetzt gar noch weitere Stühle hinzukommen ...?!
______________

Ein Orchester in S. wäre natürlich auch zugleich eine KSA (Konservativ-Subversive Aktion) 'neuen Typs' ...
Ich würde mich in diesem Falle dem zahlenden, besser spendenden, Publikum zugehörig ansehen. (Und da das Bundesland Sachsen-Anhalt mit solcherart kulturell-bürgerlichen Initiativen bekanntlich nicht im Übermaße gesegnet ist, müßte doch eigentlich sogar eine Förderung aus dem dortigen Kultusminsterium in Aussicht stehen ...)

Stil-Bluete
22. Januar 2019 14:47

'Noch ein Beispiel? Ein angehender Lehrer schlägt vor, so bald wie möglich eine offene Einladung an jeden auszusprechen, der ein klassisches Instrument spielt, und für ein ganzes Wochenende ein Orchester zu bilden, "damit wir mal etwas richtig Positives anstellen und nicht immer nur dagegen sind."'

Inspirierend auch vor Ort.

Noch ein Vorschlag: Singen! Chor! Ich wäre dabei, auch mit Noten von Volks-, Wander-, Liebes-, K&K&K-Liedern (Kinder-, Küchen-, Kirchenliedern).

Stil-Bluete
22. Januar 2019 15:02

@ H.M.Richter

' (Und da das Bundesland Sachen-Anhalt mit solcherart kulturell-bürgerlichen Initiativen bekanntlich nicht im Übermaße gesegnet ist, müßte doch eigentlich sogar eine Förderung aus dem dortigen Kultusministerium in Aussicht stehen...)

Ja nicht! Gut gemeint. Doch Alimentierung schafft automatisch Abhängigkeit und kann, nein wird, jederzeit aufgekündigt werden. Vom Staate so weit wie möglich unabhängig bleiben und/oder werden!

Nemo Obligatur
22. Januar 2019 19:41

Spende ist raus. Ich werde das Geld irgendwo wieder einsparen und wenn mich meine Kinder in ein paar Jahren fragen, "was ich damals getan habe", will ich wenigstens diese Kleinigkeit vorweisen können.

H. M. Richter
23. Januar 2019 06:15

@ Stil-Bluete
"Doch Alimentierung schafft automatisch Abhängigkeit und kann, nein wird, jederzeit aufgekündigt werden."
______________________

Sie haben das Augenzwinkern nicht bemerken können. In solchen Fällen (Verweigerung staatlicher Unterstützung) ist es wie vor Gericht, wo die Annahme eines Antrages mitunter gar nicht erwartet wird, sondern lediglich die Begründung der Ablehung von Interesse ist.

Auch leben wir gegenwärtig in einer Zeit, in der es sofort von einschlägiger Seite - die vermutlich bereits jetzt aufgrund des hier vorgebrachten Vorschlags in alter Rotfront-Kämpfer-Tradition nach Schalmeien für eine 'musikalisch unterlegte Gegendemonstration' sucht - heißen würde, ein solches Orchester hätte sich in S. lediglich zusammengefunden, um über die "wahren Gründe dortiger Versammlungen hinwegzutäuschen", vor allem aber, "um die verabscheuungswürdige, an dunkelste Zeiten gemahnende Abkürzung SSO" für Schnellrodaer-Symphonie-Orchester zu verwenden ...

Rabe
23. Januar 2019 13:19

Gibt es auch eine ähnliche Akademie für ältere Leute?

Nein, aber demnächst einen Konkreß, der allerdings nur eine Tagesveranstaltung ist.

Hartwig aus LG8
23. Januar 2019 18:55

Ich weiss, dass die meisten Sezessions-Abonnenten ihre Hefte lieben. Manche stellen sie jahrgangsweise ins Regal.
Ich dagegen trenne mich nach der Lektüre rasch vom Heft und plaziere es in der Öffentlichkeit. Lasse es in der Cafe-Ecke 'ner großen Buchhandlung liegen; oder frage vorm Aussteigen meinen Sitznachbarn im Zug, ob er Interesse hat. Die mitgelieferten Verlags-Werbeblätter werden sowieso ausgelegt. Vielleicht lassen sich so weitere Leser/Abonnenten gewinnen, die über den erlauchten Kreis der bereits hier Lesenden hinausreicht?

Lotta Vorbeck
23. Januar 2019 19:29

@Antwort zum Eintrag von Rabe - 23. Januar 2019 - 01:19 PM

"Nein, aber demnächst einen Konkreß, der allerdings nur eine Tagesveranstaltung ist."

_______________________

??? !!! Konkreß !!! ???

Kositza: Ich wars nicht - aber ist doch... cool?

Urwinkel
23. Januar 2019 21:07

An Stil-Bluete:

Ulkig-schrill: "Kammermusiker" asozieren mir "Bigband"-Tröter. Substanzlose Soße (die nicht minder schrill als ewig-heißer Scheiß unterwegs sind).
Hosenscheißer mit Blech unterm Arm zur Probe zum Theater. Klugscheißende Moralindealer und umerzogene Jammercharaktere.

Weiter, (wollte das gestern schon an Sie schicken). Nun jetzt: Ein heutiges Fundstück aus der Darkwave-Ecke. Die beiden Lakaien inszenieren "Love Me To The End"
klassisch, pompös, exzellent und bekommen es zurecht gewürdigt:

Der YT-Link dahin: Das Video dauert rund 11 Minuten, samt Applaus - etwa vor 8 Jahren aufgenommen.

[Deine Lakaien - Love Me To The End (20 Years Of Electronic Avantgarde)]:

https://www.youtube.com/watch?v=we3eQtkLzdU

Die Originalversion von "Love Me To The End" (90er) reicht schon, um aufzuzeigen, welch' begabte Tausendsassa Sänger Veljanov und
Komponist Horn (im oben verlinkten Video am Flügel und kurz als Dirigent zu sehen) sind.

Worauf ich gerade ziele: Morrissey-artige Selbstinszenierungen sind unterhaltsam, für die Beteiligten einträglich; in meiner bescheidenen Wahrnehmung aber unbedeutend.
Publikum wie Künstler taumeln klatschend weg im Schlafschafwandel.

Kurz und objektiv: Kitschmusik, frei von Minimalismus unter der Tarnhaube "Avantgarde".

Zurück zum Vorschlag, @Stilbluete: "Küchenlieder" werden keiner Choreographie gerecht und lassen sich nicht herbeiwünschen noch inszenieren. In der Küche ist futuristisches Improvisationstalent an der Tagesordnung. PS: Mir wird jene Erkenntnis zunehmend klugscheißernd als
'Verrücktsein' dargebracht. Gaslichter sind am werkeln.

Lotta Vorbeck
24. Januar 2019 14:54

An @Kositza:

Ich wars nicht - aber ist doch... cool?

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Mir bereitete die Buchstabenfolge "Konkreß" Augenschmerzen, erinnert mich an das neuerdings in BRD-Schulen praktizierte "Schreiben nach Gehör" ...

... an Ihrem Server muß etwas verändert worden sein, hab' seit Freitag (18.01.) über meinen alterslahmen Desktop-Rechner keinen Zugang mehr auf die Netzseiten von SiN und Antaios, der letzte Rundbrief vom Montag (21.01.) kam erstmals seit Jahren mit gelöschten, den jeweiligen Buchtiteln zugeordneten Icons.

Wie jetzt, über das tastaturlose Tablet meiner Frau zu schreiben, ist überaus zeitfressend, umständlich und anstrengend.

Einen neuen Rechner, mit dem der seit ein paar Tagen verlorene Zugang zu SiN und Antaios wieder hergestellt werden könnte, gibt das Haushaltsbudget derzeit leider nicht her.

Der Feinsinnige
24. Januar 2019 22:19

@ H.M.Richter

Vielleicht würde ein entsprechender Antrag auch durchgehen, weil der zuständige Entscheider nicht aufpaßt? Der darauf folgende "Skandal" wäre doch ein schöner PR-Erfolg...

@ Urwinkel

Entschuldigung, Kammermusik (im herkömmlichen Sinn) hat nun wirklich nichts mit Big-Band zu tun. Und bei einem Orchester mit „klassischen“ Instrumenten (wie im Artikel bzw. von dem zitierten Lehrer offenbar bewußt formuliert) denke ich eher an ein Sinfonieorchester. Möglich ist es durchaus, ein Laien-Projektorchester mit Anspruch auf die Beine zu stellen. Ob sich unter den hier Interessierten bzw. deren Umfeld genügend solide Musiker fänden? Ich weiß es nicht. Es gehört nicht nur einiges an Arbeit, sondern auch entsprechende Erfahrung aller Beteiligten dazu, wenn ein annehmbares Ergebnis herauskommen soll.

Realistischerweise sollte bis auf weiteres die politisch-intellektuelle Arbeit vielleicht doch Vorrang haben.

Urwinkel
25. Januar 2019 14:11

Angenommen.. Ihre "Entschuldigung", Feinsinniger. Aber der Verdacht nötigt sich auf, daß Sie über Orchestermusiker gar nicht viel wissen.
Es geht los bei herrschsüchtigen Dirigenten, hin zu orientierungslosen Bildungsnieten (deren einziges Talent z.B. der Gesang ist), auch Sex
(im Konservatorium gab es ständig eine erotisch aufgladene Grundstimmung), über Naivität in gefressener Pipi Langstrumpf-Art. Und jetzt kommt
die Lagerteilung ins musikalische Spiel: Die eine Seite huldigte Guns*n Roses und Nirvana (die wollten Punker und Metaller werden, gemäß MTV-TV);
während meine Wenigkeit spazierte, angelte und bis heute Satie goutiert. Walter Marchetti (IT) ist auch eine Hausnummer, um meinen Ideen
beizukommen, falls Sie das wollen. Radikal-Minimal.

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