Sezession
29. Januar 2019

Bildung und Gerechtigkeit

Gastbeitrag / 19 Kommentare

von Heino Bosselmann --- Unwillkürlich gelangt auf konservative Positionen, wer die Bestandsverluste innerhalb der Bildung in den Blick nimmt.

Daß jedoch namentlich Lehrer sich hingegen häufig als links verstehen, offenbart einen kulturellen Wandel dieser Berufsgruppe oder einfach den Opportunismus satter Gehaltsempfänger. „Linke“ sind längst saturiert, verbeamtet und durchweg Entscheidungsträger, zuallererst im Kultusbereich.

Es ist mittlerweile müßig, den Schwund literarischer Kenntnissen und den Verlust eines Lektürekanons zu bedauern, das Wegbrechen elementarer Kompetenzen im Lesen, Schreiben und Rechnen ist problematisch genug.

Daß selbst Abiturienten nicht durchweg qualifiziert zu lesen und zu schreiben vermögen und dass immer weniger mathematisch-naturwissenschaftlich einem Ingenieurstudium gewachsen sind, ist mittlerweile durchweg Konsens der Kritik, ja wird als normal empfunden oder verdrängt.

Ist dennoch mal die Rede davon, heißt das Defizit einfach Fachkräftemangel. Professoren, die sich darüber echauffieren, welch aliterarische Erstsemester die Hörsäle fluten und Hilfe im Elementarsprachlichen benötigen, gelten schnell als „Grammatikfaschisten“.

Zu bedenken ist jedoch stets: Kinder und Heranwachsenden sind nicht verantwortlich für systembedingte Defizite. Sicher, wer über die Reife verfügt, sich eigene Maßstäbe zu setzen, wird sich in jedem Bildungssystem entwickeln.

Jedoch ist die Politik verantwortlich für inhaltliche und Strukturvorgaben. Diese wären – ein anderes Thema – mit wenigen, aber prinzipiellen Veränderungen besser einzurichten – mit dem Nebeneffekt, daß Unterricht mehr erfreute, weil er von interessanten und relevanten Inhalten seinen Ausgang nähme.

Man blättere die Deutsch-Lehrwerke durch, um verblüfft darüber zu sein, was für eine schwache Auswahl an Texten sie bieten. Lesebücher, die Generationen den Eintritt in die literarische Kultur einleiteten, werden schon lange nicht mehr gedruckt, ohne daß das Feuilleton dies je bemerkte; Literatur soll nurmehr „integral“ mitbehandelt werden.

Letztlich steht hinter der kulturevolutionären Umsteuerung der Pädagogik seit den Siebzigern im Westen und seit der Wende im Osten ein fragwürdiges rousseauistisches Menschenbild, mit dem die Linke einer politischen Anthropologie zum Durchbruch verhalf, die alle gesellschaftlichen „Grundvereinbarungen“ regiert:

Der Mensch ist gut, allen soll alles möglich sein, dem benachteiligten Schüler sogar noch mehr als dem von sich aus klugen oder fleißigen. Richtet man ihm nur die richtigen Verhältnisse ein, ist jeder Schüler erfolgreich; scheitert er, sind eben mangelhafte Umstände schuld.

Der Vorwurf, allein das soziale Herkunftsmilieu bedinge Erfolg oder Mißerfolg, gleicht einer kulturellen Sippenhaft. Jeder hat gesicherten Zugang zur Bildung, jeder darf wollen; alle Bildungswege sind durchlässig. Gut so. Es kommt also auf die Entwicklung von Haltung an. Diesen Begriff kennt die Pädagogik allerdings nicht mehr.

Um vermeintlich noch gerechter zu werden und sich noch weiter allen anzudienen, wird die gegenwärtige Schule von einer durchgriffigen politische Kampagne bestimmt, von der für sakrosankt erklärten „Inklusion“. Man verfolge achtsam eine sprachliche Veränderung in der Verlautbarungsrhetorik:

Je problematischer die Veränderung, um so positiver konnotiert der dafür generierte Begriff. Das funktioniert neben der „Inklusion“ – als vermeintlicher Kompensation der gefürchteten Exklusion – in ähnlicher Weise mit Heilsbegriffen wie „Weltoffenheit“, „Toleranz“, „Gendergerechtigkeit“ und „Europa“.

Mitunter scheint zudem das Bedürfnis durch, gerade das herausstellen zu wollen, was an sich  schmerzlich vermißt wird. So finden sich neuerdings immerfort Worte wie „Empathie“, „Authentizität“ und „Vielfalt“ ventiliert, obwohl Einfühlungsvermögen und Echtheit rar sind und die immerfort beschworene „Buntheit“ – häufig ja im Narrenkleid – eher eine Uniformität im Sinne der oben angedeuteten politischen Anthropologie hervorbringt.

Zur „Inklusion“: Überall „Handicaps“, überall „Förderbedarfe“, „Förderstufen“, und „Nachteilsausgleiche“, überall neuerdings amtliche Diagnostiker, Spezialisten fürs beschädigte Leben, alle Sorten Gutachter und engagierte Ganztagspädagogen, die Trost und Segen darin sehen, die Kinder gefälligst ganztägig in der Schule zu internieren, um dort hinter Glas den totalen Zugriff auf sie zu sichern.

Der Schulschluß gegen 16.00 Uhr oder gar später entspricht heutzutage in etwa dem Tageschichtende der Elternschaft in früheren Jahrzehnten. Während jedoch Berufstätigen derzeit ein freies Arbeiten mit flexiblen Gleitzeiten und „Home-Office“ ermöglicht wird, während Betriebe und Büros immer mehr Raum gewähren und für Ausgleich und „Work-Life-Balance“ sorgen, beansprucht die Schule für Kinder einen vollen Arbeitstag und möchte sie aus Welt und Natur heraushalten, so als lauere da draußen das Böse.

Das Mantra, soziale Herkunft bestimme den Schulerfolg, verdächtigt die Reste bildungsbürgerlichen Milieus eines falschen Elitedenkens und unterstellt ihnen quasi unlautere Vorteile, setzt andererseits aber ärmere Familien in Richtung kultureller Asozialität herab, verbunden mit der Forderung, doch gerade deren unterprivilegierte Kinder besser der staatlichen Erziehung zu überlassen. Ganztags, klar.

Innerhalb der Dauervereinnahmung von Heranwachsenden arbeitet sich die Pädagogik als wohl zweifelhafteste aller Wissenschaften an der „Inklusion“ ab: Jedem verhaltensauffälligen oder limitierten Kind sein „Ticket“, dazu Konferenzen und Arbeitskreise, ein umfängliches Glossar an Zuschreibungsbegriffen und Kürzeln.

Dabei soll alles Schwierige und Defizitäre betont positiv klingen, und Sachverstand ist weniger gefragt als selbsterfüllende Prophezeiungen. Die Inklusionskampagne rekrutiert innerhalb einer eigens geschaffenen Inklusionsbürokratie allerlei halbwissenschaftliches Personal – vorzugsweise schulflüchtige Lehrer – für all die neuen „Institute“, die vermeintlich wissenschaftliche Grundlagen für letztgültige, im Wesen klar sozialistische Gerechtigkeits- und Menschenverbesserungsvorstellungen nachzureichen haben.

Dies dient einer moralisch auftrumpfenden Politik, die den flotter und hipper gewordenen Kapitalismus nun endgültig mit der Würde jedes Menschen versöhnen will. Offenbar geht es überhaupt wieder mal um den „neuen Menschen“. Er soll pädagogisch geschaffen werden, nicht durch Veränderung der sozialökonomischen Verhältnisse, sondern diesmal kraft Bildung.

Offenbar als finaler Akt der Aufklärung, der ermöglichen wird, dass der verbesserte Mensch dann selbstverständlich endlich und endgültig die Welt verbessert. Das Gute entwickelte geistesgeschichtlich stets seine eigene Monstrosität.

Man soll, so will es die Politik, all die „Handicaps“ gut finden, vor allem die gute Absicht erkennen, die in den Etikettierungen für LRS (Lese- und Rechtschreibschwäche), LimB („Lernen“ im mathematischen Bereich, also Rechenschwäche), ESE („emotionale und soziale Entwicklung“, also Entwicklungsstörung), und L (Schwerpunkt Lernen, also Lernschwierigkeiten) liegt.

Diesen Schwächen widmete sich früher die verdienstvolle, neuerdings politisch verpönte und über Dekret abzuschaffende Hilfs- oder Förderschule. Lern- und Entwicklungsstörungen, diagnostiziert in einer so hohen Zahl wie nie, sollen kein Malus mehr sein, sondern, im Gegenteil, eine tolle Chance. Kinder, „die anders sind“, bereichern Schule ganz im Sinne der ebenfalls als „bunt“ bejubelten „Heterogenität“.

Wer noch größere Mühen mit der Bewältigung des Schulalltags hat, der bekommt einen erwachsenen Schulbegleiter an die Seite, der sich ganztags um alle Belange kümmert. Diese Förderung „von unten auf“ wird aber nicht um eine gleichwertige Forderung der Leistungsstarken und echten Talente ergänzt; die Pädagogik wendet sich prioritär den schwächeren Schülern zu, denen sie alle nur möglichen Erleichterungen verschafft. Sehr komfortabel für diese Klientel. Wer hingegen klug und leistungsfähig ist, kann sich nur selbst fördern.

So, wie nach der jahrzehntelange Absenkung der Anforderungen und der inflationierten Bewertung seit den Nullerjahren immer mehr „Hochbegabte“ auffielen, die früher einfach als gute Schüler gut gefordert das Gymnasium absolvierten, führten betont antiautoritäre Aufweichungen innerhalb einer andererseits stark vereinnahmenden elterlichen und schulischen Fürsorglichkeit zu einer Verarmung der Sinnes- und Erlebniswelt.

Dies jedoch verursachte bislang ungewohnte „Auffälligkeiten“. Denn ADHS etwa, die „Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung“, war den Nachkriegsjahrzehnten als Diagnosebegriff noch unbekannt, weil sich der überdrehte Zappel-Philipp draußen frei austoben konnte. Gerade jenen quirligen Kindern hätte die Nachricht, Schule würde jetzt ganztägig „angeboten“, nicht als frohe Botschaft, sondern als Horrorvorstellung gegolten, denn aus der Schule wollte man – natürlicherweise – nach aller Pflicht vor allem raus.

Um im echten Leben seinen Spielplatz zu finden. Heute will sich die Schule – literarisch vielfach als Ort zwangsläufiger Frustration und Kränkung dargestellt – per se als glückliches Kinderland verstehen, in dem die Infantilisierung jedoch häufig bis ins Jungendalter betrieben wird. Schule verspricht derzeit einfach alles, ein soziales Paradiesgärtlein zuerst.

Die versteht dabei aber immer weniger für echte Befähigungen zu sorgen und streßt mit Quantifizierungen, sieht sich zum einen als Anstalt umfassender Beglückung, indem sie wohl freundlich umarmt, hält aber vor allem fest und ist sehr betroffen davon, wie viele Kinder psychiatrische Hilfe benötigen, weil sie an Depression und Ängsten leiden.

Allzu viele Versprechen führen nun mal zu allzu vielen Enttäuschungen. Angesagt wäre einfach Redlichkeit in dem, was man versprechen und was man halten kann. Damit wären nicht zuletzt die hohen Ziffern von Abbrüchen der Facharbeiterausbildung – in Mecklenburg über ein Drittel – und die Zahlen der Studienabbrecher – ungefähr durchweg ein Fünftel – zu reduzieren.

In Berlin-Neukölln bestehen unter sozialdemokratischer Kultushoheit derzeit nur 58 Prozent den Mittleren Schulabschluss, dessen Anforderungen immer weiter reduziert wurden. In Mecklenburg-Vorpommern verlassen knapp zehn Prozent die Schule gänzlich ohne Abschluß, in Sachsen-Anhalt 11,4 Prozent. Faustregel: Je grüner und sozialdemokratischer die Schulpolitik, um so geringer die Befähigungen der Absolventen.

Wenn man zudem nicht sogleich, wie in allerlei „Screenings“ und Vergleichsarbeiten üblich, Kognition und Sprache zu vermessen beginnt, fallen die Defizite eher außerhalb der rein behavioristischen Betrachtungen auf. Sie sind alltagskulturell verursacht. So fehlt es Kindern vor allem an Ruhe, an Muße und an Besonnenheit.

Das phänomenale Smartphone etwa ist nicht allein Werkzeug, sondern ein fetischisierter Stressor, indem es eine nulligen Dauerkommunikation zu erzwingen scheint oder in permanenter Selbstbespiegelung zum Narzißmus-Medium schlechthin avancierte.

Interessante Gegenläufigkeiten: Während mit dem Smartphone jederzeit das Weltwissen zur Hand wäre, wird die Allgemeinbildung geringer; und obwohl das Gerät über all die einzutippenden Botschaften intensiv in die Schriftsprache hineinzwingt, so daß wohl nie so viel geschrieben wurde wir derzeit, retardieren Schreib- und Sprachvermögen.

Wer vermag sich gründlich auf ein Bild, auf ein Musikstück oder auch nur ein zurückgelehntes, aber geistreiches Gespräch einzulassen? Wer pflegt seine Handschrift? Wer trainiert noch stundenlang in einem Sportklub? Wem gelingt wirklich aufmerksame Zugewandtheit, die sich dem anderen widmet, mehr als dem permanenten Tuning des eigenen Outfits und „Performens“?

Wer noch widmet sich geduldig einem Text, gar einer Aufgabe oder einem Problem, in das er sich verliert, schöpferisch oder zweckfrei, je nach dem. Man stelle sich die Jugend heute beim Lesen von Karl May oder einfach nur beim Skatspielen vor. Beinahe undenkbar.

Nein, Themen und Aufgabenstellungen sollen hip und cool sein, so kurzweilig wie kurzläufig, das Layout der Bücher und Arbeitsblätter kunterbunt aufgescheucht, um sich so einem für jugendlich gehaltenen Geschmack der nervösen Flash-und-Action-Kids anzudienen. Man vergleiche Lehrbücher der Fünfziger und Sechziger mit den gegenwärtigen. Welch ein Vermögen zur Kontemplation wurde da früher vorausgesetzt!

Langseitige Texte, nur ab und an eine gut ausgewählte Illustration, Ausdauer erfordernde Lektüre, während der Lehrer heute gehalten ist, sehr schnell neue Reize zu setzen, weil er nicht mehr nur mit dem Fernsehen konkurriert, das mittlerweile beinahe als Hochkultur gelten könnte, sondern mit Extremreize produzierenden Maschinen wie Spiele-Konsolen und allerlei stressigen Apps. – Früher war einfach nichts wegzuklicken; heute hingegen müssen gerade Lehrer es hinbekommen, nicht als erstes weggezappt zu werden.

Welcher Abiturient, welcher Student vermag noch die gedankliche Geduld aufzubringen, etwa einen ausführlichen Beitrag des F.A.Z.-Feuilletons durchzulesen? Wer überhaupt versteht solche anspruchsvollen und Überblick voraussetzenden Beiträge, nachdem er eine Schule- oder Bachelor-Ausbildung durchlief, in der das „exemplarische Prinzip“ galt?

Was immer man von der politischen Ausrichtung der deutschen Qualitätspresse halten mag, darf man von ihrem Format, Umfang und Anspruch doch erstaunt sein, insofern sich die deutsche Schule kaum mehr in der Lage zeigt, die Leser für diese Zeitungswelt auszubilden.

Richtet man jedoch die Aufmerksamkeit nicht sogleich auf den Intellekt, sondern auf die Entwicklung der Sensualität, wird man fragen, was von einem Kind zu erwarten ist, das in der sterilen Umgebung einer Baukasten-Eigenheimsiedlung und verschnallt auf dem Rücksitz eines SUV aufwächst.

Es entbehrt der wichtigen Reize, derer Seele und Hirn bedürfen, um entwicklungspsychologisch zur rechten Zeit ausgeformt zu werden. Was bekommt ein Kind in den Blick, was hört, riecht und schmeckt, was erlebt es? Abenteuer, Herausforderungen, Bewährungen? Wohl kaum. Wann kann es stolz auf sich sein?

Wenn es mal wieder den Geschirrspüler ausgeräumt oder beflissen den Hausmüll getrennt hat? Gut, nach wie vor werden viele zum Instrumentalunterricht oder zum Pferdehof gekutscht. Aber wird noch vorgelesen, wird durch den Wald gestreift? Kochen Mädchen noch mit ihren Müttern? In welcher Werkstatt kann man noch mitschrauben? Wo übt man sich mit Maschinen? (Um von Waffen mal lieber gar nicht zu reden.)

Gibt es die Bolzplätze noch, wo sich Jungen selbst überlassen waren? Wo denn probieren sich Heranwachsende jenseits der durchinszenierten und gefahrlosen Projekte aus? Wo ist überhaupt noch Freiheit außerhalb der Dauererziehung und Big-Brother-Beobachtung  durch Eltern und Pädagogen in einer Zeit, in der schon jüngste Kinder „Termine“ haben.

Offenbar gilt zudem gerade das Elementare und Ursprüngliche – durchaus im Sinne der Urelemente Erde, Luft, Feuer und Wasser – als zu gefährlich, während doch urige Erlebnisse mit dem Elementaren der weiteren „Verhausschweinung“ (Konrad Lorenz) entgegenwirkte.


 Gastbeitrag

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Kommentare (19)

Der_Juergen
29. Januar 2019 14:25

Wunderbar; alles ist richtig. Ist der Autor der Ansicht, im Rahmen des heutigen Systems lasse sich diese Misere beheben? Seine Meinung dazu würde mich interessieren.

Fritz
29. Januar 2019 14:56

Dem Text kann man nur voll zustimmen.

Zu bedenken ist, dass sich zwei Tendenzen ergänzen: die Kuschelpädagogik und die Überflutung der jungen Menschen mit Unterhaltungs- und Kommunikationstechnologie, die von der Wirtschaft betrieben wird.

Caroline Sommerfeld
29. Januar 2019 15:15

Lieber Herr Bosselmann,
dann freuen Sie sich mal auf mein Erziehungsbuch - da gibt's neben dem Heute-früher-Vergleich auch noch jede Menge Unterfütterung, warum's so kommen mußte, und auch ein paar Hände voll Futter für Auswege aus der Lage.
Jetzt und hier nur ein paar Links zum Weiterlesen für die Leserschaft: Erstens Nikolaus Fest, der ein paar Gründe und unnachahmliche Worte findet für die spektakuäre Ahnungslosigkeit von Studenten:
https://conservo.wordpress.com/2018/11/19/historische-demenz-nicht-nur/
und zum zweiten zum Thema "urige Erlebnisse":
Richard Louv: Das letzte Kind im Wald?
https://www.beltz.de/fileadmin/beltz/leseproben/978-3-407-85934-1.pdf
Daß das Buch im urlinken Beltz-Verlag erschienen ist, spricht nicht gegen Louvs (bisweilen sehr amerikanisches) Buch, sondern lenkt den Blick darauf, warum, seit wann und mit welchem neuen Plan vom Kind die Linken die "Natur-Defizit-Störung" entdeckt haben ... "urige Erlebnisse" lassen sich nämlich auch trefflich instrumentalisieren, so ähnlich wie Urschreiseminare und Bootcamps für Manager. Das Kind als kleiner Manager.

Elvis Pressluft
29. Januar 2019 19:51

Sehr treffender Beitrag. Diese Gesellschaft fürchtet - beinahe - alles Elitäre; ausgenommen ist eigentlich nur noch der erbliche buntgrüne Gesinnungsadel. Wer sich eigene Gedanken macht, ist weniger leicht steuerbar. „Bourgeoiser Individualismus“ hieß das einmal in linken Jargon. Das ist auch in Merkelland nicht mehr erwünscht. Zum Geburtsrecht auf das „Abi“ erschien übrigens schon vor mehreren Jahren ein bezeichnender Artikel in der faz: „Aus dem Hörsaal in der Haarsalon“ – Bericht einer überforderten Studienabbrecherin, die auf Umwegen dann zur Friseuse (böses Wort, darf man auch nicht mehr sagen) wurde. Völlig konsequent die kürzlich veröffentlichte Bekennung einer jungen Lehrerin (blind getippt: Berlin! Berlin! aber Berlin ist überall): „Ich gebe nur noch gute Noten!“ Jeder wird zur Studienberechtigung getragen; das war die explizite Aussage der Anonyma, natürlich hochgezogen am Beispiel eines „kriegstraumatisierten“ Schülers. Nicht immer ist es so offensichtlich. Ein weiteres Stichwort: Bildungsparadox. Wo das „Prädikatsexamen“ jedem Dünnbrettbohrer nachgeworfen wird, verfestigt sich die Ungleichheit, anstatt zu verschwinden. Sekundärtugenden, hier vor allem das Netzwerken (sprich: erfolgreiche Verfilzung) gewinnen noch mehr an Gewicht – und das beherrschen die Etablierten am besten. Und die Etablierten sind heute immer häufiger Grün; so schließt sich der Kreis.

tearjerker
29. Januar 2019 21:03

Es läuft alles in Zyklen. Letztlich läuft die Abitur-für-alle-Zielsetzung darauf hin, dass die Schüler so etwas wie den Volksschulabschluss von früher haben werden. Also achte Klasse wie 1952 mit vergleichbarem Lese-, Schreib- und Rechenniveau. Natürlich nur für die deutschstämmigen oder in deutschem Umfeld sozialisierten Schüler, die noch aus halbwegs intaktem literaten und numeratem Hintergrund schöpfen können und unterstützt werden. Viel mehr hat das hiesige Schulsystem ohnehin nie erreicht. So weit, so gut.

Franz Bettinger
29. Januar 2019 21:05

Ich habe ein Leben lang an das Böse nicht geglaubt; ich dachte, bei allem Bösen, das ich beobachten konnte oder das mir widerfuhrt, immer und entschuldigend an ein Missverständnis. Das ändert sich gerade. So wie sich auch meine Ansichten zu Verschwörungen geändert haben. Satanische Pläne halte ich nunmehr für möglich. Nicht also bloße Bequemlichkeit, Nachgiebigkeit, gleichmacherische linke Wahnvorstellungen und falsch verstandene Menschenliebe stecken hinter den katastrophalen Zuständen an den Schulen und Universitäten, nein, ich glaube, ein großer Plan ist es, der die Menschen verdummen will. Mit den Migranten sollen nicht nur Kultur- und Christenfeinde, gewalt-affine verbohrte Islamisten und potentiell linke Wähler - wenn die Strippenzieher sich da mal nicht täuschen! - , sondern auch Dumme und leicht Manipulierbare ins Land geholt werden. Die Dummheit, die von Deep State, angestrebt wird, erscheint mir sogar als deren Hauptziel. Was dagegen zu tun wäre? Im großen Ganzen nichts. Im Kleinen: unsere eigenen Kinder bilden, so gut es selbst geht. Heimunterricht. Am besten wäre, die Kinder dem schlechten Einfluss (und mittlerweile auch der politischen Indoktrination) der Schulen ganz zu entziehen. Dies soll ja in den meisten oder fast allen Ländern der Erde möglich sein, außer in Deutschland. Ich beneide Österreich, Neuseeland und Kanada um deren fehlende Schulpflicht, denn die ist mehr und mehr kontra-produktiv.

Der Starost
29. Januar 2019 21:33

Wir sind es doch, die den Karren in den Dreck gefahren haben. Wir können und wollen doch der Generation nach uns kein erstrebenswertes Vorbild mehr sein: Morgens aus dem Haus, in das Auto, zur Arbeit oder in den Dienst, dann wieder ins Auto und zurück nachhause, tags darauf dasselbe Spiel. Weil uns die Welt zunehmend fremd wird, leben wir als Monaden in unseren vermeintlichen "Sicherheitszellen", kein wirkliches Leben nach Außen, mit anderen Großfamilien, vielen echten Freunden oder mit der Natur.

Unseren Kindern versagen wir kleinmütig eine hinreichend große Geschwisterschar, entlassen sie nicht aus dem vermeintlich unabdingbaren Sicherheitskokon. Ein echtes Leben können unsere Einzel-"Prinzen und Prinzessinnen" so nicht kennelernen, beruhend auf menschlicher Entwicklung, Gruppensolidarität, Neugier und wachsendem Intellekt.

Wir müssen uns ändern, unser schlimmes Wohlstandsdenken endlich abstreifen, unsere Zellen mutig verlassen und zu wahrem Leben gelangen.

Nemo Obligatur
29. Januar 2019 21:49

Kann ich nicht teilen, geschätzter Meister Bosselmann.

Oder allerhöchstens zu einem kleinen Teil. Ich will ein anderes Urteil dagegen setzen. Die Kinder heute sind nicht schlechter als es ihre Eltern oder Großeltern waren. Und die Erziehung war früher auch nicht besser. Vielleicht ist heute die Spannweite ein wenig größer. Man trifft Hochbegabte, die nach allen Regeln der Kunst gefördert werden, im musikalischen, mathematischen oder sportlichen Bereich. Am anderen Ende gibt es leider Kinder aus schwierigen Verhältnissen. Mit kranken oder gewalttätigen Eltern. Da zerreißt es einem das Herz. Die normalen Kinder aus der Mitte gibt es selbstredend auch noch und sie sind nach wie vor die große Mehrheit.

Was wirklich schlechter geworden ist? Dass es weniger Kinder gibt, die einfach auf der anderen Straßenseite oder im gleichen Haus wohnen. Denn Kinder brauchen andere Kinder. Die Dauerberieselung mit allen möglichen Medien. Die Sittenverderbtheit des Internets: Gewalt, Pornographie, Frühsexualisierung. Das alles bringt seine eigenen Delikte hervor. Außerdem ist die Geschwindigkeit des Lebens heute hoch - ich meine: zu hoch. Ich glaube man hat das sogar wissenschaftlich erforscht: Etwa an der Gehgeschwindigeit der Passanten, dem Tempo von Aufzügen und Rolltreppen oder der Schnittfrequenz von Kinofilmen. Aber früher war es auch kein Zuckerschlecken: Ausgrenzung und Mobbing, Drogen, Gewalt, Vernachlässigung - gab es alles schon vor 20, 40, oder 60 Jahren.

Mir scheint, einiges ist auch besser geworden. Es gibt heute eine Vielzahl von Angeboten. Die Vereine, soziale Organisationen, Kirchen: Geld ist fast überall da und verteilt sich auf rund die Hälfte der Kinder. Staatliche Hilfsangebote satt. Wer pfiffig ist, dem steht heute die Welt offen. Aber immer noch gilt: Jedes Kind, jeder Mensch, muss seinen Platz in der Welt erst einmal finden. Das ist, recht bedacht, vielleicht der Sinn des Lebens überhaupt. Manch einer schafft es nie.

Laurenz
30. Januar 2019 07:00

In der Heimatstadt meiner Jugend hatten wir im Halb-Souterrain des Bürgerhauses ein richtig schönes Jugendzentrum spendiert bekommen, wählten einen Präsidenten und hatten sogar ein Budget, alles in Selbstverwaltung, die auch funktionierte. Heute sitzen in demselben JUZ 2 Sozialarbeiter, die den jungen Leuten die Tränen trocknen und den Hintern abwischen.
Das geht noch viel tiefer durch die Gesellschaft als im Artikel beschrieben. Nicht nur die Jugend, sondern auch die Verrückten, Süchtigen und Behinderten werden versaut. Bis 1973 zu seiner Rente war mein Großvater Pfleger in einem großen Anstaltsbetrieb, (im Krieg Sani). Er ging jeden Werktag mit Seinen Schutzbefohlenen auf die Äcker der Anstalt und man bearbeitete das Feld, die Insassen aßen das selbst angebaute Essen, zubereitet in der Anstaltsküche. Abends waren die Patienten müde von der Arbeit. Jetzt, 45 Jahre später, bringt der Caterer das Essen und die Patienten werden mit Medikamenten ruhig gestellt. Welch ein therapeutischer Fortschritt.....

RMH
30. Januar 2019 10:12

Ich möchte dem Eindruck, der sich offenbar bei einigen eingeschlichen hat, dass der heutigen Jugend irgendetwas "geschenkt" oder "zu einfach" gemacht werden würde, widersprechen. Als Vater von Kindern, die aktuell in Bayern Gymnasien besuchen, möchte ich behaupten, dass dort gar nichts geschenkt wird - ganz im Gegenteil. War vor Jahrzehnten (haben die Kinder auch erst im gesetzteren Alter bekommen) selber Gymnasiast in Bayern und kann mich nicht erinnern, dass damals so viele Hausaufgaben gemacht werden mussten oder dass ich bereits Tage vor einer Schularbeit mit dem Lernen hätte anfangen müssen. Der Englisch- Französisch- Unterricht erscheint mir zudem besser geworden zu sein (wir hatten z.T. noch Lehrer, deren einzige "native Speaker" Erfahrung offenbar in irgendwelchen Kriegsgefangenenlagern stattgefunden hat - ähnlich miese Ergebnisse hat in dieser Generation ja bspw. schon Böll bei seinen Übersetzertätigkeiten - wo er seine Frau noch dazu einspannen musste - abgeliefert).

Was meiner Meinung nach leidet, ist die Substanz, die Struktur und die Fähigkeit, systematisch und übergreifend Dinge erkennen und denken zu können. Jedes Fach scheint sich für das Wichtigste zu halten und überschwemmt die Schüler mit einer Fülle von Stoff und Details. Das berühmte Schlagwort vom "Bulimie-Lernen" trifft meiner Meinung nach zu. Das Gymnasium will meiner Meinung nach vor allem dafür sorgen, dass irgendwann der Mensch zum gut funktionierenden Fachidioten wird und das bayerische Gymnasium leistet da, ganz im Sinne der Wirtschaft, noch gute Arbeit. An den verschulten Unis geht es dann mit der Bildungsbulimie und dem Fachidiotentum noch verschärfter weiter. Wo ich noch Zeit hatte für ein Studium Generale mit Philosophie und Geschichte ohne Prüfungs- oder "Schein"-Druck neben dem "Brotfach", bleibt da heute neben ein paar Alibi "Scheinen" bzw. Creditpoints nicht mehr viel übrig. Wie geschrieben, Ziel ist ja kein ernsthaft "aufgeklärter" oder gar "gebildeter" Mensch sondern der Fachidiot, der Nerd, der in der kleinteiligen Welt genau in seinem Fachbereich Spitzenergebnisse liefert und ansonsten nichts zu schnallen hat und die Klappe hält.

Im Übrigen gibt es natürlich auch in Bayern diese ganze "integrative" Vergutmenschlichung und den übrigen brave new world bullshit, wie er von Herrn Bosselmann und den Kommentatoren deutlich gezeigt wurde.

Elvis Pressluft
30. Januar 2019 11:16

ad Nemo:
Sie verkennen/unterschätzen (sofern es Ihrem Beitrag zu entnehmen ist), so fürchte ich, die Wirkungen einerseits der die Schulen (eklatant in fast jeder Grundschule, aber die Ausläufer der Flutwelle erreichen längst auch schon die Hochschulen) widerstandslos überrollenden Islamisierung wie auch der galoppierenden Noteninflation. Wenn ein Notenschnitt von 1,3 nur noch gutes Mittelmaß bedeutet, wie sollen sich die wirklich Begabten hervorheben? – Auch Ihre Figur „Kinder brauchen andere Kinder“ sehe ich kritisch, schon aufgrund eigener Erfahrung. Vom gleichaltrigen Umfeld („peer group“) geht sehr häufig ein Anpassungsdruck aus, der schulischer bzw. akademischer Exzellenz entgegenwirkt. Persönliches Votum: Als Kind, teils noch als Jugendlicher, war ich körperlich sehr schwächlich. In Verbindung mit einer Neigung zur Introversion und Introspektion ergibt das den perfekten Außenseiter. Glauben Sie mir: Das Kind wird eine Hemmschwelle spüren, zusätzlich noch durch (evtl. weit) überdurchschnittliche schulische Leistungen aufzufallen. Der Neid der Besitzlosen ist grausam und erbarmungslos.

Andreas Walter
30. Januar 2019 11:31

Auch eine schöne Symptom-Beschreibung.

Das Problem ist allerdings das Gewaltmonopol des Staates.

Weil sich manche Kulturen eben rasanter vermehren als Andere, ohne gleichzeitig aber auch Arbeitsplätze für die Nachgeborenen zu schaffen. Vor allem aber Ressourcen für die Neuankömmlinge erschliessen, also Energie, Trinkwasser, Nahrungsmittel, Bodenschätze.

Darum ist Krieg, findet immer Krieg statt, doch der wird noch viel viel schlimmer werden. Weil:

a) immer weniger Arbeit.
b) immer mehr Menschen.
c) immer teurere Energie.

Gut aber auch für die "deutschen" Eliten, denn so wird auch hier das Lohnniveau gesenkt. Oder eben noch mehr automatisiert.

https://youtu.be/5DBc5NpyEoo

numerusclausus
30. Januar 2019 12:13

Schule reproduziert selbstverständlich immer noch soziale Ungleichheit, nur ist es heute weniger offensichtlich als zu Zeiten der Oberprima.

Es geht vielmehr um eine politische Beruhigungspille, wer sowieso keine Ressourcen hat, soll sich wenigsten nicht auch noch schlecht dabei fühlen. So hält man das Volk, die Wähler, die Handicap-Inhaber bei Laune.

Auch wenn jeder einen wunschgemäßen Bildungsabschluss geschenkt bekäme, relevante Teilhabe bekommen meist nur Erben und Günstlinge.

Alle anderen sind trotz Bildung das, was sie schon immer waren: Benachteiligte mit illusionärer, politisch-korrekter Umsorgungsinfrastruktur.

Andreas Walter
30. Januar 2019 15:11

Endlich habe ich ein gutes Werkzeug entdeckt, um auch dem Patagonien-Gerücht ein Ende zu setzen:

https://weather.com/de-DE/wetter/karten/interaktiv/l/GMXX0007:1:GM?layer=feelslike

Einfach links auf den Reiter "Schneeflocke" gehen und aktuelle Temperaturanzeige ("Temperaturdarstellung") aktivieren. Dabei bedenken, dass in Süd Südamerika gerade Sommer ist. Patagonien hat darum selbst Herzl ganz bestimmt (wahrscheinlich?) nicht gemeint.

Wobei man immer auch auf die Uhrzeit achten muss, wo und ob gerade Tag oder Nacht ist. Vor allem in Regionen mit wenig Wolkenbedeckung.

Niekisch
30. Januar 2019 16:07

Ein toller Artikel, Herr Bosselmann und sehr interessante Kommentierungen dazu.

Das Kardinalthema der heutigen Bildungslandschaft, die Traumata erzeugende Gehirnwäsche per …...religion kommt allerdings leider nirgends vor. Warum?

Sara Tempel
30. Januar 2019 16:23

Das sind ja erschreckende Zustände, deren Ausmaß Sie, lieber Herr Bosselmann, uns durch Ihren Artikel vor Augen führen. Sicherlich ist es frustrierend, wenn man heute im Bereich Erziehung und Bildung arbeitet und täglich erfährt, wie wenig man den Kindern noch helfen kann. Offenbar hat nicht nur meine subversiv ideologisch verseuchte Generation total versagt, aber das Versagen, vor allem der dekadenten Grün-Linken, reicht nicht um die Fehlentwicklung zu verstehen!
@ Franz Bettinger
Ich schließe mich Ihrer Sicht an, daß hier ein böser Plan immer deutlicher zu erkennen ist. Will man in die Tiefe gehen, muß man heute Verschwörungen von mächtigen Globalisten, wie geheim auch immer organisiert, berücksichtigen. Auch die Dualität Gut-Böse, Jesus gegen Satan, die schon durch den Gott des alten Testamentes von Beginn an die Christen und ihre Kirche begleitet hat, befeuert letztlich unsere kulturelle Krise. - Welche Zukunft erwartet uns, wenn der Glauben an den lieben Gott und christliche Moral schwindet, dagegen in Massen unkritische, konsumsüchtige Egoisten herangezogen werden???

Nemo Obligatur
30. Januar 2019 19:34

@ Elvis Pressluft
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Vielen Dank für Ihren Beitrag. Ich widerspreche Ihnen nicht. Aber Islamierung etc. war gar nicht das Thema, denn da machen wir ein ganz neues Fass auf.

Was die Noteninflation angeht: Da haben Sie recht. Aber das entwertet nur die Noten an sich. Die Leistungsunterschiede bleiben. Es wird so enden, dass Unternehmen und Universitäten auf Eingangstests setzen, um ihre Bewerber zu sortieren. Auch da werden sich die Leistungsstarken durchsetzen und die Schwachen werden scheitern. Mit Universitätsdiplomen ist es inzwischen schon ganz ähnlich. Alle haben eine 1 oder eine 2.

Dass manche Kinder "unter die Räder" kommen, habe ich ja nicht geleugnet. Im Gegenteil: Ich habe ja gesagt, dass es früher auch nicht besser war. Das Wort Mobbing gab es damals noch nicht, die Sache schon. Nach meiner Beobachtung gehen die Kinder heute ebenso fair (oder unfair) um wie zu meiner Zeit (bin 50). Das wird ihnen von den Erwachsenen vermittelt und vorgelebt. Besser wäre es, wenn alle Kinder Freunde habe. Nicht 100 auf Facebook, sondern zwei oder drei echte. Vielleicht reicht auch schon einer.

Ich habe zu meiner Zeit eingesteckt und ausgeteilt, auf beides bin ich nicht stolz. Man hätte aus der Zeit mehr machen können. Aber ich bin in meiner Zeit aufgewachsen und nicht im luftleeren Raum.

Fritz
31. Januar 2019 08:19

@ Sara Tempel: Ein zivilisiertes Zusammenleben von Menschen gab es schon lange vor dem christlichen Glauben an den lieben Gott; vielleicht ein zivilisierteres als danach.

Sara Tempel
31. Januar 2019 12:04

Gerechtigkeit gibt es übrigens nur in der Hölle! Dort finden sich immerhin die Selbstgerechten, die unsere Bildungsmisere dermaßen zugespitzt haben.

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