Assimilationspakte

Die Folgen des Großen Austausches sind offensichtlich, und mangelt es nicht an Versuchen, sie durch die Mittel der Publizistik zu entschärfen.

 Gastbeitrag

Fremde Federn reichen Beiträge ein. Sind sie gut, bringen wir sie.

Die Idee einer Über­ein­kunft zwi­schen Ein­hei­mi­schen und Ein­wan­de­rern über die Inte­gra­ti­on- oder Assi­mi­la­ti­on der Letz­te­ren ragt dabei durch die Absur­di­tät ihres zen­tra­len Denk­feh­lers beson­ders hervor.

Der dahin­ter­ste­hen­de Gedan­ken­gang ist sehr ein­fach. Man über­legt, wel­che Ängs­te und Beschwer­den bei­de Sei­ten gegen den jeweils ande­ren vor­zu­brin­gen haben und schlägt einen Abtausch vor. Bei­de Sei­ten ver­pflich­ten sich gegen­sei­tig, die größ­ten Beschwer­den des jeweils ande­ren abzu­stel­len. Dar­auf kön­ne dann ein neu­er gesell­schaft­li­cher Kon­sens auf­ge­baut werden.

In den Vor­schlä­gen für ein sol­ches Abkom­men wird den Ein­hei­mi­schen dann zuge­spro­chen, daß sich die Ein­wan­de­rer an Geset­ze hal­ten, sich zumin­dest dem poli­ti­schen Teil der Kul­tur anpas­sen (Grund­ge­set­zes­treue, Reli­gi­ons­frei­heit, Gleich­be­rech­ti­gung der Frau usw.) und sich all­ge­mein in die Auf­nah­me­ge­sell­schaft inte­grie­ren sol­len, anstatt Par­al­lel­ge­sell­schaf­ten zu bilden.

Die Ein­wan­de­re selbst sol­len dafür recht­li­che Gleich­stel­lung mit den Ein­hei­mi­schen erhal­ten: Blei­be­recht, Arbeits­er­laub­nis, Anspruch auf Sozi­al­leis­tun­gen und im wei­te­ren Ver­lauf auch poli­ti­sche Teilhaberechte.

In der Pra­xis läßt sich nicht mehr über­se­hen, daß die­se Regeln für Ein­wan­de­rung nur zulas­ten der Ein­hei­mi­schen aus­fal­len, weil gro­ße Tei­le der Ein­wan­de­rer sich nicht an ihren Teil der hypo­the­ti­schen Abma­chung hal­ten und nur die ihnen dar­aus ent­sprin­gen­den Rech­te abgreifen.

Auf den zwei­ten, immer noch an der Ober­flä­che haf­ten­den Blick wird klar, daß hier von Anfang an ein struk­tu­rel­les Pro­blem besteht: Die Ein­wan­de­rer erhal­ten eine Rei­he von gericht­lich ein­klag­ba­ren Rech­ten, wäh­rend an sie im Gegen­zug nur gro­be Erwar­tungs­hal­tun­gen gerich­tet sind, deren Nicht­er­fül­lung nur im Fall der offe­nen Ille­ga­li­tät über­haupt sank­tio­nier­bar ist.

Selbst das Letz­te­re wird gegen­über der Obstruk­ti­on und zuneh­mend sogar dem offe­nen Wider­stand eta­blier­ter Par­al­lel­ge­sell­schaf­ten immer schwie­ri­ger. Dabei ist Kri­mi­na­li­tät ein­deu­tig nicht das gro­ße Pro­blem der Ein­wan­de­rung. Sie ist nur eine beson­ders wahr­nehm­ba­re Zuga­be zur demo­gra­phi­schen, kul­tu­rel­len und damit letzt­lich poli­ti­schen Machtverschiebung.

Wären Ein­wan­de­rer nur eine sta­tis­tisch erfaß­ba­re Grup­pe mit aus irgend­wel­chen Grün­den hoher Kri­mi­na­li­täts­ra­te, so gäbe es die gan­ze Migra­ti­ons­de­bat­te nicht.

Die Inte­gra­ti­ons­ver­pflich­tun­gen jen­seits des Ver­zichts dar­auf, straf­fäl­lig zu wer­den, sind über­haupt nicht kon­trol­lier­bar, sieht man ein­mal von wir­kungs­lo­sen Ges­ten ab, wie Asy­lan­ten zur Teil­na­me an soge­nann­ten Inte­gra­ti­ons­kur­sen zu auf­zu­for­dern oder das Tra­gen des Kopf­tu­ches in der Öffent­lich­keit zu ver­bie­ten. Solch sinn­los ent­wür­di­gen­de Pro­ze­du­ren stei­gern eher die Abkap­se­lung gegen­über dem Aufnahmeland.

Sol­che Pak­te sind selbst dann ein Betrug, wenn ihr theo­re­ti­sches Ziel die rest­lo­se Assi­mi­la­ti­on der Ein­wan­de­rer ist. Es han­delt sich dabei näm­lich gar nicht um ein Abkom­men, also einen Aus­tausch gegen­sei­ti­ger Rech­te und ihnen ent­spre­chen­der Ver­pflich­tun­gen. Die­se simp­le Tat­sa­che wird hin­ter Flos­keln wie „gesell­schaft­li­cher Kon­sens“, oder, falls die Tra­di­ti­on des auf­klä­re­ri­schen Repu­bli­ka­nis­mus betont wer­den soll, „neu­er Gesell­schafts­ver­trag“ ver­steckt. Statt­des­sen ist es die ein­sei­ti­ge Gewäh­rung von Rech­ten an die Einwanderer.

Die Über­tra­gung von Rech­ten setzt drei­er­lei vor­aus: Ers­tens die Rechts­per­sön­lich­keit aller Betei­lig­ten. Das heißt, die Betei­lig­ten müs­sen von ihrer Natur her auf eine Art und Wei­se ver­faßt sein, daß ihnen Hand­lun­gen zure­chen­bar sind.

Zwei­tens die Rechts­för­mig­keit des Gegen­stan­des. Hegel defi­nier­te Recht als Besitz, der Eigen­tum wird und Ober­ler­cher hat das sys­te­ma­ti­siert. Die For­mu­lie­rung trifft, lei­det aber unter dem didak­ti­schen Nach­teil, daß sie in die Bil­der­welt des Sach­ei­gen­tums ent­führt, aus der her­aus­zu­fin­den dann bereits eine nicht uner­heb­li­che Abs­trak­ti­ons­leis­tung erfordert.

Ver­all­ge­mei­nert bedeu­tet es, daß der Gegen­stand (der kei­ne mate­ri­el­le Sache gemäß dem aus dem römi­schen Recht über­nom­me­nen § 90 BGB sein muß) sich im Besitz, soll hei­ßen in der tat­säch­li­chen Ver­fü­gung einer der Per­so­nen befin­det und die­se Ver­fü­gungs­ge­walt in dem für den Rechts­akt bedeut­sa­men gesell­schaft­li­chen Kreis aner­kannt ist.

Drit­tens die Ver­wend­bar­keit des Abkom­mens für die Metho­den der Juris­ten. Ver­ein­facht, die aus dem Abkom­men her­vor­ge­hen­den Tat­be­stän­de müs­sen unter die eben­falls aus dem Abkom­men her­vor­ge­hen­den Nor­men sub­su­mier­bar sein. Nor­men wie Tat­be­stän­de müs­sen aus­rei­chend klar erfaß­bar sein, daß eine juris­ti­sche Ent­schei­dung nicht in Will­kür abrutscht. Das gilt auch für Rechts­ab­kom­men, die kei­ner gericht­li­chen Instanz unter­lie­gen, in denen das Recht aber zum Leit­fa­den eige­ner Hand­lung und der Bewer­tung der Hand­lun­gen des Ver­trags­part­ners wer­den soll.

Wen­den wir die­se Kri­te­ri­en auf den Vor­schlag von Inte­gra­ti­ons- oder Assi­mi­la­ti­ons­ab­kom­men an.

Bei der Rechts­über­tra­gung von den Ein­hei­mi­schen an die Ein­wan­de­rer bestehen hier kei­ne Pro­ble­me. Die Ein­hei­mi­schen wer­den dabei vom Staat reprä­sen­tiert. Des­halb kön­nen die Rech­te von der Rechts­per­son des Staa­tes an die Per­so­nen jedes ein­zel­nen Ein­wan­de­rers über­tra­gen wer­den (Rechts­per­sön­lich­keit). Die Gegen­stän­de die­ser Rech­te, von der Auf­ent­halts­er­laub­nis über die Sozi­al­hil­fe bis zur Staats­bür­ger­schaft befin­den sich in der Ver­fü­gungs­ge­walt des Staa­tes und die­se Ver­fü­gungs­ge­walt ist auch aner­kannt (Rechts­för­mig­keit). Schließ­lich ist das Ergeb­nis den juris­ti­schen Metho­den zugäng­lich. Die Ver­wal­tung kann sich an den dar­aus ent­sprin­gen­den Nor­men und Tat­be­stän­den aus­rich­ten und Gerich­te kön­nen über­prü­fen, ob das Behör­den­ver­hal­ten ihnen ange­mes­sen ist.

Bei der Rechts­über­tra­gung von den Ein­wan­de­rern auf die Ein­hei­mi­schen steht es unge­kehrt. Die Ein­wan­de­rer, die die Rech­te über­tra­gen müß­ten, tre­ten recht­lich faß­bar nur als Ein­zel­per­so­nen in Erschei­nung. Bei Inte­gra­ti­on und Assi­mi­la­ti­on geht es aber nicht um Ein­zel­ne, son­dern um die sozia­len Milieus der Ein­wan­de­rer. Die­se wer­den trotz aller Ver­bän­de und Lob­by­grup­pen von nie­man­dem so geschlos­sen reprä­sen­tiert, wie die Ein­hei­mi­schen von ihrem Staat. Nie­mand kann aner­kann­ter­ma­ßen ver­bind­lich für die Ein­wan­de­rer spre­chen, das heißt, sich der juris­ti­schen Fik­ti­on bedie­nen, er sei mit der Gemein­schaft der Ein­wan­de­rer iden­tisch. Die Ein­hei­mi­schen, reprä­sen­tiert durch den Staat, haben des­halb auch nie­man­den, dem sie Ver­stö­ße gegen das Abkom­men zurech­nen könn­ten. Die Ver­bän­de und Lob­by­grup­pen fal­len unter die Rubrik der indi­rek­ten, nicht reprä­sen­ta­ti­ven Gewal­ten, und ver­schlim­mern dadurch das Pro­blem noch, anstatt es zu lösen.

Gegen­stand der Rechts­über­tra­gung von den Ein­wan­de­rer auf die Ein­hei­mi­schen wären die Ver­hal­tens­wei­sen der Inte­gra­ti­on oder Assi­mi­la­ti­on. Rele­vant sind die­se aber nicht als Ein­zel­fäl­le, son­dern als sozia­le Dyna­mi­ken. Als sol­che ste­hen sie kaum unter irgend­je­man­des Ver­fü­gungs­ge­walt, geschwei­ge denn, daß eine sol­che aner­kannt wür­de. Anders als die Gewäh­rung staats­bür­ger­li­cher Rech­te kann etwa die Aner­ken­nung eines poli­ti­schen Sys­tems und sei­ner Wer­te durch bestimm­te Bevöl­ke­rungs­schich­ten von nie­man­dem ange­ord­net werden.

Drit­tens sind weder Inte­gra­ti­on noch Assi­mi­la­ti­on der juris­ti­schen Metho­de zugäng­lich. Vor­ga­ben wie „sich in die Kul­tur zu inte­grie­ren“ erin­nern an §1353 BGB über die ehe­li­che Lebens­ge­mein­schaft. Dort steht nicht, was das denn sei, wohl aber, daß die Ehe­gat­ten ein­an­der zu der­sel­ben ver­pflich­tet sind, es sei denn dies stel­le einen Miß­brauch die­ses Rech­tes dar, oder die Ehe sei geschei­tert. Eine Abschie­bung wegen unzu­rei­chen­der Inte­gra­ti­on wäre noch weit will­kür­li­cher als eine Ehe­schei­dung wegen unzu­rei­chen­der Lebens­ge­mein­schaft und des­halb ohne wei­te­res anfecht­bar, solan­ge eini­ger­ma­ßen recht­li­che Ver­hält­nis­se herrschen.

Aus die­sen Grün­den kön­nen bei allen poli­ti­schen Vor­ha­ben, die auf sol­che Ver­ein­ba­run­gen zie­len, immer nur ein­sei­tig Rech­te von den Ein­hei­mi­schen an die Ein­wan­de­rer über­tra­gen wer­den. Assi­mi­la­ti­ons­ab­kom­men, Inte­gra­ti­ons­gip­fel und neue Gesell­schafts­ver­trä­ge sind, voll­kom­men unab­hän­gig von den Absich­ten ihrer Befür­wor­ter, Nebel­gra­na­ten, die den Vor­marsch des gro­ßen Aus­tau­sches und die Ent­rech­tung der wei­ßen Euro­pä­er absichern.

Wer sol­cher­lei beför­dert, treibt die Rechts­auf­lö­sung vor­an und hat ihre Fol­gen zu verantworten.

 Gastbeitrag

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Kommentare (31)

Der_Juergen

4. Februar 2019 20:30

Heinz Buschkowsky, ehemaliger Distriktbürgermeister von Neukölln und als Sozialdemokrat, der Realitäten zur Kenntnis nimmt, Vertreter einer aussterbenden Spezies, zitiertt in "Neukölln ist überall" (Ullstein, Berlin 2012, S. 360) einen türkischen Zuwanderer:

"Man kannte unsere Regeln, als man uns Asyl gab. Jetzt sagen immer mehr, wir dürften nicht so leben Wir werden unsere Religion aber nicht aufgeben."

Ja, man kannte die Regeln der islamischen Zuwanderer, aber man holte und holt sie zu Millionen und Abermillionen ins Land. Dafür wird man bereits jetzt zur Kasse gebeten, und der ganz grosse Kassensturz steht erst bevor.

Kierkegaard

4. Februar 2019 21:47

@Der_Juergen

Was auch der Dr. Krah nicht versteht: Einwanderung ist das größte derzeitige Problem, das wir im Westen haben. Ohne ein deutsches Volk gibt es kein Deutschland. Der Große Austausch ist abzulehnen, da ein Volk so verschwindet. Die Japaner sind auch degeneriert, aber immerhin noch homogen, so ist ein Neuanfang noch möglich. Wären sie bereits hoffnungslos vermischt, sähe die Sache anders aus.

Ich bin ein wenig enttäuscht, daß die deutsche Rechte immer noch so lasch ist. Ich erwarte nicht die Härte eines Gómez Dávila, aber man muß doch einsehen, daß Einwanderung das große Problem ist, nicht die bloße Bildung; ich bin jünger als Krah, aber kann immerhin Donoso Cortés korrekt aussprechen. Auch bin ich im Besitz einer tiefen Weltanschauung, und würde niemals als Christ einem Aquinas huldigen; der Christ ist ein Skeptiker, der auf Christus vertraut, wie Don Colacho schreibt.

Oder auch: "Der Rassist täuscht sich, wenn er glaubt, es gebe reine Rassen, der Antirassist, wenn er glaubt, die Zutaten eines Getränkes seien nicht von Belang." "Sobald er sich in dem Land niederläßt, das er bewundert. bastardisiert der Fremde genau das, was er bewundert." "Die Zwei Hauptprobleme der gegenwärtigen Welt: demographische Expansion und genetische Degeneration sind heute unlösbar. Die liberalen Prinzipien verhindern die Lösung des ersten, die egalitären die des zweiten."

Die Rechte krankt daran, zu weich zu sein; Nicolás Gómez Dávila ist hart, ihm war das egal, ob man Anstoß nahm, für ihn waren die meisten eh Trottel; selbst Vox Day ist härter und versteht, daß "ethno nationalism" Blödsinn ist, da Nationalismus immer ethnisch, immer genetisch ist. Daher hat Krah Unrecht: Die Fremden müßen weg, dafür muß man aber zum Christentum zurückkehren, das den Islam bereits zweimal zurückgeschlagen hat. "Entweder der Westen kehrt zum Christentum zurück, oder wir werden von Dämonen regiert werden. Einen Plan B gibt es nicht." -- Vox Day.

Kierkegaard

4. Februar 2019 21:54

Addendum: Ethnien hat Krah auch falsch ausgesprochen. (Nicht wie Geranie, sondern wie "nie"). "Kultureller Hochgenuss". Ist das Satire? Die Tschechoslowakei ist einfach ein Beispiel dafür, was multirassischen Gesellschaften erwartet. Siehe das Voxiversity "Immigration and War" Vox Days, das sich auf einen Essay von van Creveld bezieht (In "There WIll Be War X")

quarz

4. Februar 2019 22:23

Ob bzw. in welchem Maß sich Assimilation einstellt, ist - unter anderem - schlicht von der Größe der Migrantengruppe abhängig. Dabei sind vor allem zwei empirisch nachgewiesene Effekte im Spiel, die das Geschehen mit fast schon mathematischer Gesetzmäßigkeit steuern:
(1) Reduktion des sozialen Vertrauens innerhalb der Aufnahmegesellschaft reduziert die Assimilation (d.h. die Absorptionsrate)
(2) Zunahme der ethnischen Fragmentierung der Gesellschaft reduziert das soziale Vertrauen in der Gesellschaft.
Insgesamt kommt es somit zu einer fatalen Rückkopplung:
Vergrößerung der migrantischen Diaspora im Land führt zu weniger sozialem Vertrauen. Das wiederum führt zu einer Senkung der Absorptionsrate (d.h. es assimilieren sich weniger Leute aus der Diaspora). Und dadurch wächst die Diaspora verstärkt. Es hängt nun von der Stärke der beteiligten Effekte und vom Ausmaß der politischen Steuerung der Migrationsrate ab, was passiert.

Paul Collier fasst das destruktive Szenario so zusammen:
"The feedback effects of the diaspora on trust and back from trust onto absorption are sufficiently strong that beyond a certain size of diaspora, the number of people absorbed from it actually falls. If this happens, then there is a ceiling to the rate of migration. If migration controls exceed this ceiling, the diaspora keeps on expanding indefinitely."

Zooey

4. Februar 2019 22:27

"Drittens sind weder Integration noch Assimilation der juristischen Methode zugänglich." Richtig. Jedenfalls nur begrenzt. Bei Ermessensentscheidungen spielt die "Integriertheit" durchaus eine Rolle. Willkür lässt sich aus juristischen Entscheidungen nicht ganz verbannen. Die Interpretion von Normen trägt bereits ein gerüttelt Mass an Willkür - erkennbar an dem Rechtswandel, der sich ganz ohne Gesetzesänderungen vollzieht.

Die Passagen über den "neuen Vertrag" verstehe ich nicht. Die Gesellschaft schliesst doch auch keinen neuen Vertrag mit einem neugeborenen Bürger. Es wird doch nichts ausgehandelt. Allenfalls handelt es sich doch um den Eintritt in einen bereits bestehenden Vertrag.

Rechtlich kann nur ein Minimum an Integration geregelt werden. Der Rest müsste sich über menschliche Kontakte regeln, was Bereitschaft auf beiden Seiten voraussetzt. Ein kluge Regierung müsste abschätzen, wie weit die Integrationsfähigkeit der Einheimischen vorhanden ist. Mein Eindruck ist, dass diese Fähigkeit bei den Deutschen nicht sehr ausgeprägt. Dieses Gerede von "Weltoffenheit" fällt unter die Rubrik "politisches Marketing". Hinzu kommt, dass man in einer funktionalistischen Gesellschaft nicht so genau angeben kann, wann jemand integriert ist. Wenn er irgendwie verwendbar ist?

Andreas Walter

4. Februar 2019 23:33

Ihre Gedanken sind richtig, Herr Poensgen, doch was tut das zur Sache? Vor welchem Gericht der Welt wollen Sie gegen die Vernichtung des deutschen Volkes klagen? Den Vereinten Nationen? Dem Europäischen Gerichtshof? Nur um dann lediglich einem quasi-stalinistischen Schauprozess beizuwohnen? Doch Sie glauben eben Leuten wie auch mir nicht, halten uns für Spinner, für Welt-Verschwörungstheoretiker, die sich das alles nur einbilden, worauf wir darum auch nicht deutlicher hinweisen können, ohne dem Risiko der Strafverfolgung.

Sie müssen daher ein glücklicher Mensch sein der noch nie unrecht erlebt hat, dem noch nie gegen jedes geltende Recht Schaden zugefügt worden ist. Darum kennen Sie wohl auch nicht die Natur des Skorpions, um weiter in Allegorien zu sprechen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Skorpion_und_der_Frosch

Auch Menschen werden eben von ihren Gefühlen beherrscht, und nicht von Vernunft und Logik. Das haben doch die Meister der Zunft schon 100 mal bewiesen, wie man darum nicht nur einzelne Individuen und sogar ganze Nationen, sondern sogar 75% der gesamten Menschheit manipuliert (unter günstigen Bedingungen wie in den Industriegesellschaften sogar 90%).

Oder kennen Sie auch nur einen einzigen Menschen auf der Welt der bis vor wenigen Jahren wusste, dass Spinat eigentlich für'n A. ist? Doch die ganze "aufgeklärte" Menschheit wusste, war sich sicher, dass Spinat besonders viel Eisen enthält. Was uns ja auch allen mit lustigen Zeichentrickfilmen eingehämmert wurde (ab 1933):

https://youtu.be/o49MlXqoRqg

http://irep.ntu.ac.uk/id/eprint/30230/1/7987_Sutton.pdf

Propaganda against the Hun, die Hunnen. Damit waren wir, die Deutschen gemeint. Weil wir damals schon wieder, bereits zum zweiten mal, die Weltwirtschaftsmacht Nummer 1 waren. Wer diese antideutsche Propaganda produziert hat können Sie ja sehen, im Vorspann. Das kann ja auch leicht passieren, dass ein Komma mal an der falschen Stelle steht oder eine 0 zuviel an eine grosse Zahl gehängt wird. Vor allem im Krieg, wenn eh schon alles drunter und drüber geht, keine Zeit mehr bleibt, ist, für Besonnenheit.

Laurenz

5. Februar 2019 00:05

Der Artikel scheint etwas arg abstrakt, trifft nicht ins Schwarze.
Die Rechtsfrage spielt -, Gesetze spielen im Grunde keine Rolle, das ist reines Theater. Es hängt alleine am politischen Willen der Herrschenden, der Darstellung des Willens und der Herrschaft über die Exekutive.
Durch die permanente negative oder rezessive Steigerungen der Privilegien von Beamten, werden letztere immer weiter an die Stange gezwungen.

Wenn wir unser ungünstiges römisches Kirchenrecht zitieren, sollte man erwähnen, was ein historischer Einwohner des antiken römischen Reichs leisten mußte, um römischer Bürger werden zu dürfen. Keynes würde sagen "There is no free luncheon".

Grundgesetz und Religionsfreiheit werden bei kultureller Nicht-Vereinbarkeit zu einem juristischen (inneren) Widerspruch. Friedrich der Große konnte im Falle der Hugenotten recht liberal sein, da die Hugenotten einem ähnlichen Kulturraum entstammten, und die geistigen oder theologischen Unterschiede im Christentum Haarspaltereien sind.
Hingegen entstammen die meisten Muslime einer Nomadenkultur, die sich mit uns Seßhaften bis heute in einem ewigen Kulturkampf befindet. Das ist nicht kompatibel. Die linke Ignoranz gegenüber diesem Fakt basiert einerseits auf dem Glauben zur marxistischen Religion und andererseits an der bewußt gewollten Zerstörung der bürgerlichen Strukturen unserer Nation über die Okkupation des öffentlichen Raums durch Fremde.
In der deutschen Wirtschaft finden die politischen Entscheidungsträger gierige Unterstützer. Nach der Erfahrung aus den 80er & 90er Jahren, als viele Unternehmen in Billiglohnländer abwanderten und bei dortiger Rechtsunsicherheit ihr blaues Wunder erlebten, sehen wir die wesentlich kostengünstigere Variante unter dem Kleeblatt des freizügigen Personenverkehrs, der Import von Billig-Arbeitskräften. Das hieß bis in das 19. Jahrhundert Sklavenhandel.
Fachkräftemangel existiert nicht. Es fehlt bei öffentlichen Forderungen grundsätzlich das Attribut "billig", also es fehlen billige Fachkräfte. Insofern nähern wir uns immer weiter dem römischen Reich und seiner Sklavenkultur an.
In jeder abgeklatschten öffentlich-rechtlichen Römer-Doku wird der Grund für den germanischen Widerstand verschwiegen, Steuern. Steuerzahler sind Sklaven. Ein germanischer Herzog mußte, Projekt-bezogen, überzeugen, um Unterstützung seines freien Gefolges zu erhalten.

Schätzungsweise 400.000 Frauen aus Ost-Europa pflegen unsere Alten unter Umständen, die keiner selbst für sich wünscht. Der Export von Pflegebedürftigen und Produktionsmitteln wäre volkswirtschaftlich günstiger als unser Land immer weiter dem ökologischen und kulturellen Zusammenbruch entgegen zu führen.
Auch wenn die AfD mit parlamentarischem Widerstand recht erfolgreich ist, muß dieser Weg als recht langfristig beurteilt werden. Die von der Linken gewünschte Eskalation, der Zusammenbruch des Rest-Bürgertums, vornehmlich im Westen, führt in die richtige Richtung. Wenn die Doppelnamen führende links-liberale Richterin von zuhause nicht mehr zum Arbeitsplatz kommt, weil Frauen alleine in der Öffentlichkeit nichts mehr verloren haben werden, hat der Wahn ein Ende.

Waldgaenger aus Schwaben

5. Februar 2019 07:17

Was noch fehlt:
Im Namen der Integration werden die Einheimischen zentraler Freiheitsrechte beraubt:

Kinder werden mehr und mehr der elterlichen Erziehung entzogen. Begründet wird dies mit den Kindern mit Migrationshintergrund, die die Sprache nicht lernen und falsche Werte vermittelt bekommen, wenn nicht frühzeitig in staatliche Obhut kommen.

Die erhöhte Kriminalität macht mehr und mehr Videoüberwachung erforderlich. Der Staat muss noch mehr Einblick in die finanziellen Verhältnisse der Bürger bekommen. Das Bargeld muss abgeschafft werden zur Bekämpfung der Kriminalität.

Die Möglichkeit extremistische Organisationen und Parteien zu verbieten muss erleichert werden.

Strafen für Tatbestände wie Volksverhetzung und "Hassverbrechen" müssen verschärft werden.

Frauen- und Migrantenquoten überall, neuerdings sogar für Parlamente.

Alles für die Integration. Die neuen Mitbürger scheren sich natürlich einen Dreck um die verschärften Gesetze. Ihre Kinder bleiben zu Hause und wenn das Jugendamt meint Hausbesuche machen zu müssen, wird halt der Clan mit 20 - 30 aggressiven jungen Männern zusammen gerufen.
In Moscheen wird gegen Juden und Christen gehetzt. Wer meint eine Anzeige machen zu müssen, wir seines Lebens nicht mehr froh.

t.gygax

5. Februar 2019 09:22

@Andreas Walter
Sie bringen es auf den Punkt. Genau ds ist die Wurzel des Übels, und ich entsinne mich, dass ich schon als Kind mich immer gefragt habe, was denn an diesen"Popeye Cartoons" eigentlich lustig sein soll. Man hat als Kind ein feineres Gespür als ein Erwachsener, intuitiv.

Fritz

5. Februar 2019 13:09

Schade das nicht gesagt wird, wer (und wie) denn eigentlich solche Vorschläge macht: Den Migranten massive, einklagbare Rechte zu gewähren im Gegenzug gegen bloße Absichtsterklärungen, die kaum einglagbar sind? Ich habe sowas nocht nicht gehört.

[Jeder beliebige Integrationsgipfel der Bundesregierung, jeder einzelnen Meinungsbeitrag über Einwanderung, der nicht auf Remigration abzielt (Die Umerziehungsphantasien einiger islamkritischer Grundgesetzfetischisten ausgenommen). JKP]

@Der_Juergen: ich denke die Verantwortlichen wissen wirklich nicht, was sie da tun, wenn sie Millionen Afrikaner und Muslime ins Land holen. Bei den Grünen und multikulturalistischen Sozialdemokraten glaubt man wirklich, dass wären alles gute Menschen, die nur den bösen Kapitalismus im Elend leben müssen. Sie haben i.d.R. wenig bis keinen Kontakt mit Migranten und sind auch selten in III.-Welt-Ländern gewesen.

heinrichbrueck

5. Februar 2019 15:14

Es kommt auf die Voraussetzung an. Volkserhalt oder Volkstod. Voraussetzung Volkserhalt, und die Integration wäre kein Thema. Die Macht würde dann in deutschen Händen liegen, fremdrassisch inkompatible Einwanderung fände nicht statt. Die Erziehung entsprechend umgesetzt, das Recht auf der Seite des Volkserhalts.
In der Kategorie Volkstod, in der eine anderes Ziel vorausgesetzt wird; die Macht in antideutschen Händen liegt, braucht diese Macht Theaterrequisiten. Wir reden jetzt auch schon über Integration, sind also Teil der Aufführung. Warum sollte mich die Integration etwas angehen? Braucht eine dänische Familie Integrationshilfe?
Die Werkzeuge der Zerstörung, die ihren Part zu spielen haben, und danach ihre Schuldigkeit getan haben. Momentan ist der Islam nützlich, bis er seiner Aufgabe nachgekommen ist; aber schon jetzt sichtbar für viele: seinen Freunden, die ihn als Instrument mißbrauchen, in keinem Punkt gewachsen ist. Es ist in dieser Kategorie alles eine Frage des richtigen Zeitpunkts. Die Realität ist eindeutig, sie zeigt die Prioritäten.
Ist das Volk nicht verhandelbar, gibt es mit Werkzeugen der Macht keine Diskussionen.
Die Gesetzmäßigkeiten werden gegen die Naturgesetze verlieren. Ob die wahrheitsmäßig bewußtseinsverändernde Aufnahmebereitschaft des Volkes sich massenhaft wandelt, die Scheinsicherheit der Diskurswächter durchschaut wird, ist alles nur eine Frage der Zeit.
Die Realität schlägt dem falschen Idealismus jeden Tag in die Fresse, auch wenn die philosophische Argumentation der naturwissenschaftlichen nicht gewachsen ist, die Marxgetreuen und ihre Handlanger ihren Mythus nicht aufgeben können. Sie verwechseln die historischen Gesetzmäßigkeiten mit den Naturgesetzen, als ob die Geschichte festgelegt - nach Drehbuch - abgespielt werden könnte. Die Überraschung werden sie dort erleben, wo die Naturgesetze ihre Unveränderlichkeit beweisen. Deshalb gibt es auch noch keinen Mangel an Geld, denn schließlich muß die Umvolkung irgendwie bezahlt werden. Diese weißen Handlanger schauen zu selten in den eigenen Spiegel. Die Illusionen werden aber dann zum Risiko, wenn sich die Natur nicht mehr abstreiten läßt. Die glauben, sie wären auf der sicheren Seite der Geschichte, und daran könnte sich nichts mehr ändern. Schon die Absicht ist falsch.
Fazit: Die meisten Einwanderer können sich nicht an die Abmachung halten, Deutsche werden zu können. Genetisch nicht möglich.

oneiros

5. Februar 2019 15:19

Assimialtion setzt äußerliche und verhaltenstechnische Ununterscheidbarkeit zur indigenen Bevölkerung voraus und ist somit im Bestenfall ab der 3. bzw. 4. Generation möglich. Europäer werden immer anders aussehen als Asiaten. Aber die Kindeskinder können sich assimilieren, sofern sie weiter Asiaten ehelichen.
Eine Assimilation ist derzeit reines Wunschdenken, da sie aktiv vom zu Assimilierenden abgelehnt wird. Schon Integration wird abgelehnt.
Die aktive Ablehnung europäischer Werte bei gleichzeitiger Besiedlung zeigt mal wieder das der Europäer weltweit dem größten Rassismus ausgesetzt ist.

Patricius

5. Februar 2019 15:39

Ich habe das Gefühl, dass einige Kommentatoren den Artikel nicht recht verstanden haben.
Ich vermute (evtl. kann der Verfasser dies noch klarstellen), dass der Artikel eine Art Replik oder Ergänzung zu Martin Sellners neuem Youtube-Video zu diesem Thema darstellt.

[Der Kandidat bekommt hundert Punkte! JKP]

Niekisch

5. Februar 2019 15:46

Sie, Herr Poensgen, geben sich die allergrößte Mühe, das Geschehen in juristische Kategorien zu fassen, wobei die zivilrechtliche Seite von vorneherein nicht recht greifen kann, weil die Überfremdung in erster Linie von der Exekutive ausgeht. Im öffentlichen Recht - auch dem europäischen durch Verordnungen- ist im wesentlichen alles geregelt, was zum Fluten und Austauschen geeignet und nötig ist. Da braucht es kein Privatrecht mehr.

Reicht es nicht aus, ganz schlicht und für jedermann verständlich zu sagen: die Anderen wurden unter Täuschung hereingelassen, jetzt sind sie da und werden mit allen Tricks hier belassen. Altersdurchschnitt und Geburtenhäufigkeit der Anderen führen bei gleichzeitiger Überalterung und Geburtenmangel der einheimischen Deutschen Schritt für Schritt zum Verlust eigener Ressourcen vom Geld über die Immobilien bis zum Land.

Reden wir also bitte ab sofort nur noch über das Retten des Eigenen und der Eigenen.

LotNemez

5. Februar 2019 16:41

@Laurenz:
"Die Rechtsfrage spielt -, Gesetze spielen im Grunde keine Rolle, das ist reines Theater. Es hängt alleine am politischen Willen der Herrschenden, der Darstellung des Willens und der Herrschaft über die Exekutive."

Sehe ich auch so. Also Gesetze spielen natürlich schon eine Rolle, aber eben als Funktion des politischen Willens, so meinen Sie es ja auch.

Paul McCartney wurde aus Deutschland abgeschoben, weil er in seinem Hotelzimmer ein Kondom angezündet hatte. Das roch offenbar verdächtig. Er kam noch in derselben Nacht in Sicherungsverwahrung und am nächsten Tag wurde er abgeschoben. George Harrison nahm den gleichen Weg, weil er minderjährig war und keine Arbeitserlaubnis hatte. Das war das Ende der Hamburger Phase der Fab Four und vermutlich eins der schönsten Ergebnisse einer Ausschaffung.

Kompetenzen im Gastland erwerben und dann in der entwicklungsedürftigen Heimat umsetzen, so soll es sein.

Also all you need is law? Nichts gegen die Beatles, aber wenn sich wieder die Ansicht durchsetzen ließe, dass ein Aufenthaltsrecht in Deutschland mit der ersten Ordnungswidrigkeit verwirkt ist, dass also an Asylbewerber SELBSTVERSTÄNDLICH höhere Ansprüche gesetzt werden, als an Einheimische, dann lassen sich auch die Gewalten entsprechend der gewünschten Ergebnisse rekalibrieren. Das widerum könnte zu einer neuen Definition von Gemeinschaft führen, was unweigerlich auf die Passdeutschen abfärben würde, die momentan beim besten Willen keine Anknüpfungspunkte an unsere Wischiwaschikultur entdecken können. Was wir ihnen eigentlich am allerwenigsten verübeln können.

Laurenz

5. Februar 2019 17:08

@Patricius ... Zitat - Ich habe das Gefühl, dass einige Kommentatoren den Artikel nicht recht verstanden haben.- Zitatende .....
Wie kommen Sie denn auf Ihre Mutmaßung? Hat Sie beim Lesen der Kommentare der Blitz getroffen?

@Niekisch ... Zitat- Sie, Herr Poensgen, geben sich die allergrößte Mühe, das Geschehen in juristische Kategorien zu fassen, wobei die zivilrechtliche Seite von vorneherein nicht recht greifen kann, weil die Überfremdung in erster Linie von der Exekutive ausgeht -Zitatende ....

Hier ist doch genau der Hund begraben. Wie bei den Reichsheinzels existiert nur der Glaube an irgendein Recht, welches nur Gefühle, Bedürfnisse befriedigen soll. Es bleibt trotzdem imaginär. Dieser Tage gab es dafür wieder ein Paradebeispiel: Der Grüne Habeck tat EU-Schadstoffgrenzwerte bei Frau Illner quasi als Naturgesetz kund. Dem ist aber faktisch nicht so. Der Bundestag beschloß (wohl unbesehen) irgendwann, diese Grenzwerte in nationales Recht zu wandeln. Der Bundestag kann genauso gut wieder andere Grenzwerte einführen. Aber anscheinend will der Bundestag keine anderen Grenzwerte einführen. Das ist Klassenkampf von oben.
Von daher ist eine juristische Betrachtung obsolet, außer man verfügt über 5 gut ausgerüstete Fallschirmjäger-Divisionen.

Patricius

5. Februar 2019 17:34

@Laurenz
Das Gefühl bekam ich, da einige Schreiber ihren Beitrag damit eröffnen, Poensgen nicht zuzustimmen, in ihren eigenen Ausführungen dann aber in etwa dessen Stoßrichtung eher unterstützen, denn ihm widersprechen.
Sie gehören im Übrigen zu denjenigen, die seinen Artikel nicht verstanden haben. Vielleicht ereilt Sie ja auch noch ein Gedankenblitz.

LotNemez

5. Februar 2019 17:48

@Laurenz:
"Die Rechtsfrage spielt -, Gesetze spielen im Grunde keine Rolle, das ist reines Theater. Es hängt alleine am politischen Willen der Herrschenden, der Darstellung des Willens und der Herrschaft über die Exekutive."

Sehe ich auch so. Also Gesetze spielen natürlich schon eine Rolle, aber eben als Funktion des politischen Willens, so meinen Sie es ja auch.

Paul McCartney wurde um 1960 aus Deutschland abgeschoben, weil er in seinem Hotelzimmer ein Kondom angezündet hatte. Das roch offenbar verdächtig. Er kam noch in derselben Nacht in Sicherungsverwahrung und am nächsten Tag wurde er abgeschoben. George Harrison nahm den gleichen Weg, weil er minderjährig war und keine Arbeitserlaubnis hatte. Das war das Ende der Hamburger Phase der Fab Four und vermutlich eins der schönsten Ergebnisse einer Ausschaffung.

Kompetenzen im Gastland erwerben und dann in der entwicklungsedürftigen Heimat umsetzen, so soll es sein.

Also all you need is law? Nichts gegen die Beatles, aber wenn sich wieder die Ansicht durchsetzen ließe, dass ein Aufenthaltsrecht in Deutschland mit der ersten Ordnungswidrigkeit verwirkt ist, dass also an Asylbewerber SELBSTVERSTÄNDLICH höhere Ansprüche gesetzt werden, als an Einheimische, dann lassen sich auch die Gewalten entsprechend der gewünschten Ergebnisse rekalibrieren. Das widerum könnte zu einer neuen Definition von Gemeinschaft führen, was unweigerlich auf die Passdeutschen abfärben würde, die momentan beim besten Willen keine Anknüpfungspunkte an unsere Wischiwaschikultur entdecken können. Was wir ihnen eigentlich am allerwenigsten verübeln können.

Niekisch

5. Februar 2019 18:10

@Laurenz 5.2.17:08:

Nein, obsolet sind jur. Betrachtungen nicht. Denn die BRD ist de facto ein Staat mit faktischer Herrschaftsgewalt in Händen der Exekutive. Auch die Judikative ist tätig und damit formell legitimiert. Da die parlamentarische Opposition letztlich nichts ändern kann, kann der große Austausch sicher noch einige Zeit unter Begleitung der 3 Gewalten ungestört weitergehen.

Mir geht es darum, unsere Kraft auf die Einigung aller antiglobalistischen Dissidenten zu lenken und statt über Vereinbarungen zwischen den Anderen und uns Einheimischen zu parlieren, die Abwehr und das Überleben zu organisieren.

Zumindest hier im Ruhrgebiet ist es fast schon zu spät dazu.

Lotta Vorbeck

5. Februar 2019 19:40

@Fritz - 5. Februar 2019 - 01:09 PM
"... ich denke die Verantwortlichen wissen wirklich nicht, was sie da tun, wenn sie Millionen Afrikaner und Muslime ins Land holen. Bei den Grünen und multikulturalistischen Sozialdemokraten glaubt man wirklich, dass wären alles gute Menschen, die nur den bösen Kapitalismus im Elend leben müssen. Sie haben i.d.R. wenig bis keinen Kontakt mit Migranten und sind auch selten in III.-Welt-Ländern gewesen."

_____________________________

Demnach wäre der (gegenwärtig auf Hochtouren laufende) Große Austausch wohl nur ein ebenso großes Mißverständnis - glauben Sie. Rhetorisch gefragt: Glauben Sie das wirklich, werter @Fritz?

Teufel

5. Februar 2019 21:49

So ist's, doch wie sollte es sein? Scheint man langsam zu vergessen.
Wenn ich in ein fremdes Land gehe, verspuere ich eine natuerliche Fremdheit und daraus Demut. Ich ordne mich unter, passe mich an, bleibe wach. An Rechten erwarte ich nur das naheliegendste, die Unversehrtheit, eine gewisse Fairnis, dass man Ruecksicht auf meine (kulturelle) Unwissenheit nimmt. Die Vorstellung, politisch waehlen zu duerfen, macht mich kreischen.
Ansonsten sehe ich mich in der Bringschuld. Ich bemesse meine Kriminalitaet nicht am Bevoelkerungsdurchschnitt, sondern an der Null. Lieber noch: Eindruck und Vertrauen gewinnen durch betont positive Aktionen. Ich halte mich zurueck, zeige Interesse und grossen Respekt. Deren Land, nicht meines. Ich will etwas, nicht die.
Aus deutscher Perspektive schwierig, da ich die deutsche Kultur fuer die hoechste halte und demnach immer nur in Laender gelangen kann, die etwas weniger "fortschrittlich" sind. Aus diesem Verhaeltnis wuerde es noch am ehesten Sinn ergeben, wuerde man mit der eigenen Ueberlegenheit ueber das lokale buegeln.
Und umgekehrt immer anders: Man entstammt von ausserhalb Deutschlands ja grundsaetzlich einer unterlegenen Kultur, was die Demut und die Zurueckhaltung vervielfachen sollte und nun aber gar nicht so ist.
Warum? Die Scham und Pein der Dorfschoenheit, wenn sie ploetzlich in die grosse Stadt gelangt...

Laurenz

6. Februar 2019 03:30

@Patricius ... Ihre Antwort ´verharrt in Belanglosigkeit einer reinen Behauptung, die durch nichts unterfüttert wird. Von daher verbleiben Sie in nachts ist es kälter als draußen.....

@Niekisch ... ahh ok. Juristische Betrachtungen sind eben dann nur relevant, wenn man sie selbst interpretieren und umsetzen kann.

Das Ruhrgebiet mit über 1.100 Einwohnern pro Quadrat-KM leidet noch nicht genug. Da ist noch ganz viel Luft....

Fritz

6. Februar 2019 08:32

@Lotta Vorbeck: Ich halte das für viel plausibler als die Annahme eines bewussten und geplanten Bevölkerungsaustausches. Sowas mag in Teilen der UNO oder der EU gedacht werden, aber die Mehrheit der Grünen und Linken meinen wirklich, etwas moralisch gebotenes zu tun.

Es geschieht wesentlich mehr Schlimmes aus Unwissenheit und Irrtümern heraus als aus Bösartigkeit.

heinrichbrueck

6. Februar 2019 11:05

"Ich halte das für viel plausibler als die Annahme eines bewussten und geplanten Bevölkerungsaustausches."

Und ist es anders, will man es dann auch wirklich wissen?

"Sowas mag in Teilen der UNO oder der EU gedacht werden,"/
"aber die Mehrheit der Grünen und Linken meinen wirklich, etwas moralisch gebotenes zu tun."

Und solche Grünen/Linken kommen in Entscheidungspositionen? Warum können solche "Idioten" an die Spitze gewählt werden?

Niekisch

6. Februar 2019 11:16

@Laurenz 0:30:

Die Lage realistisch sehen, das ist es. Wir können unter Anwenden juristischer Mittel Gegendruck ausüben. Mit anderen habe ich gegen die Sozialversicherungsbeiträge auf einmalig gezahlte betriebliche Altersversorgungen in Form der Direktversicherung geklagt. Der Prozeß ging vor dem Bundesverfassungsgericht verloren, aber die Diskussion ist angeheizt und die Zahl der "Gelbwesten" nimmt auch hier zu. Nadelstiche wie Anzeigen und Dienstaufsichtsbeschwerden können auch für Ärger sorgen. Dissidentum setzt Kreativität auf allen Gebieten voraus. Es sollte da ansetzen, wo dem Feind in die Flanke gestoßen werden kann, wenn schon nicht ins Herz.

Im Ruhrgebiet ist die Luft besser geworden, atmen fällt hier dennoch schwer. Warum werden alleine in Recklinghausen 2 von bundesweit 30 "Talentschulen" gefördert? Weil angesichts des hohen Ausländeranteils ein geordneter Unterricht nicht mehr möglich ist. Im Straßenbild sind fast nur noch Deutsche mit Rollatoren zusehen, die jüngeren Menschen tragen überwiegend ein "buntes" Gesicht, ein arabisches Restaurant nach dem anderen eröffnet. Eine Bevölkerungszusammenballung war hier seit Beginn der Industrialisierung immer. Das ändert sich aber jetzt: es werden weniger Bewohner und davon immer mehr Ausländer.

@Fritz 8:32: Wenn der große Austausch nicht bewußt und gewollt erfolgt, dann fresse ich einen Besen. Schon auf den Macy - Konferenzen 1942/43 in den USA zur Behandlung Deutschlands nach der Niederlage im II. Weltkrieg war von der ethnischen Umwandlung die Rede.

Venator

7. Februar 2019 08:13

Zumindest hier im Ruhrgebiet ist es fast schon zu spät dazu.

Naja, wenn man sich nicht selbst belügt, dann weiß man, daß es im Ruhrgebiet schon lange zu spät ist. Man sollte sich einfach mal trauen, ehrlich zu sich selbst zu sein.

Niekisch

7. Februar 2019 14:20

@Venator:

Na ja, immerhin ist Lüge gegen sich selber unschädlicher als gegen andere. Aber habe ich einen unehrlichen Bericht gegeben? Und die Prognose, es sei fast schon zu spät, ist eben nur eine Prognose. Wenn die restlichen Deutschstämmigen hier wieder Deutsche sein wollen und sich gegebenenfalls separieren, dann besteht ja vielleicht noch eine gewisse Chance der Renaissance. Auch ein "flight" Richtung Mitteldeutschland ist nicht ganz ausgeschlossen.

Niedersachse

7. Februar 2019 17:15

@Fritz

"Ich denke die Verantwortlichen wissen wirklich nicht, was sie da tun, wenn sie Millionen Afrikaner und Muslime ins Land holen. Bei den Grünen und multikulturalistischen Sozialdemokraten glaubt man wirklich, dass wären alles gute Menschen, die nur den bösen Kapitalismus im Elend leben müssen. "

Mein lieber Fritz, da sind Sie aber ganz schön auf dem Holzweg. Übrigens haben wir seit fast 14 Jahren eine CDU- Regierung mit wechselnden Koalitionspartnern, die Grünen sind an den politischen Entscheidungsfindungen nicht involviert, da sie keine Ämter in der Regierung haben. Trotzdem ist diese Partei natürlich ein Gefahr und muss entsprechend politisch bekämpft werden, keine Frage. Dennoch: Glauben sie wirklich, die Machthaber und ihre medialen Hilfstruppen sind blöd? Die wissen ganz genau was sie da tun und wichtiger noch, warum sie es tun. Schon mal aufgefallen, dass nach jedem Mord, jeder Vergewaltigung und nach jeder Schlägerei, wo die Opfer Deutsche sind, entweder dröhnendes Schweigen herrscht, relativiert wird, oder sogar - wie in Chemnitz - Schuldumkehr betrieben wird?! Die wahre Motivation des von den Machthabern vorangetrieben Austauschs ist Gier und Hass. Gier deshalb, weil natürlich gewisse Interessengruppen vorzüglich an der multikulturellen Agenda verdienen. Der Wohnungsmangel treibt die Preise nach oben, ein ganzes Heer von Rechtsanwälten verteidigt die (vermeintlichen) Rechte von Merkles Söldnern, natürlich auf Steuerzahlerkosten usw..usf...

Hass unterstelle ich mal deshalb, weil jedem politisch Verantwortlichen klar sein muss, was die katastrophalen Folgen dieser Politik sind. Während es wenig Probleme gab, millionen Ausländern aus sicheren Drittstaaten eine Unterkunft zu beschaffen, gab man sich in Bezug auf deutsche Obdachlose recht knausrig. So zum Beispiel letztes Jahr in Neuss. Habe einen interessanten Artikel gefunden. Überschrift: "Obdachlose im Stich gelassen: Polizeibeamter verklagt seine Stadt". Kann man ja mal gockeln.

LotNemez

7. Februar 2019 17:23

Auch wer Atheist ist, glaubt doch nur allzu gern an Wunder. Das Ruhrgebiet soll wieder deutsch sein? Kaum ein Christ würde es wagen, für etwas derart Vermessenes zu beten. Rio Reiser sang: "Der Traum ist aus, aber wir werden alles geben, dass er Wirklichkeit wird."

Es sagt sich leicht als Ossi und wessen Heimat der Ruhrpott war, der hat mein Mitgefühl, aber man soll Illusionen nicht noch fördern. Die Realitätsflucht ist des Deutschen liebstes Hobby. Es ist zum Mäuse melken.

Wenn es sich um eine Strategie handelt, ein Vielfaches von dem zu fordern, auf dass man hoffen darf, ok. Aber hier sind wir doch unter uns. Und auch Pokern will gelernt sein. Man sollte es nicht überreizen, sonst glaubt einem am Ende niemand nichts.

Andreas Walter

7. Februar 2019 18:24

Müsste der Artikel darum nicht womöglich sogar heissen: "Staatsversagen und -desintegration und die Verschiebung der Verhandlungsebene"? Oder "Legislative, Judikative, Exekutive. In Deutschland auch alle korrupt und/oder mittlerweile überfordert oder bereits schon am Ende?". "Wozu Staat, eine Privatarmee ist billiger und effektiver." Oder "Vergessen Sie jahrelange, teure Verhandlungen vor Gericht mit gierigen Juristen und Winkeladvokaten, wir erledigen ihr Problem sogar nachhaltig in nur wenigen Tagen."

Wer Verhandeln will muss auch in der Postion sein, überhaupt Druck ausüben zu können. Also entweder mit Kanonen (physisch, materiell) oder eben mit Druckerpressen (also psychisch, geistig). Hahaha, in beiden Fällen zählt aber immer (auch) die Reichweite (schon mystisch, wie Sprache funktioniert. Isn't it? Nicht wahr?).

Doch diese Verhandlungsebene hat Herr Poensgen ja nicht gemeint. Wobei es sogar noch eine Dritte gibt, nämlich die des "Geldes". Wobei "Geld" lediglich als universeller Stellvertreter gemeint ist für alle Dinge und Abmachungen von Wert, also zum Beispiel auch die Dschizya:

https://de.wikipedia.org/wiki/Dschizya

https://de.wikipedia.org/wiki/Dhimma

Die verlogene taz schreibt es wäre unklar, wann die Juden nach Spanien gekommen sind:

http://www.taz.de/!1677655/

Venezolanische Juden wissen es dagegen ganz genau:

https://yadbeyadvenezuela.wordpress.com/2011/08/24/la-epoca-de-oro-de-los-judios-en-espana/

Die jüdische Gemeinde in Frankfurt auch:

https://jg-ffm.de/de/termine-neues/vergangenes/2018-11-25-vortrag-sefarad-das-goldene-zeitalter-der-juden-in-spanien

Allahu Akbar. Frieden ist makba, Herr Nakba.

Urwinkel

9. Februar 2019 18:28

Niedersachse:

"Hass unterstelle ich mal deshalb, weil jedem politisch Verantwortlichen klar sein muss...".

Hass brauchen Sie jenen gar nicht 'unterstellen'. Der steht ihnen als physiognomische Maske und im diskursiven Verhalten passend ins Gesicht gehauen.
Sobald du von jenen gelegentlich und unverbindlich weiter-wissen willst; in etwa: 'Wie siehst du wirklich aus?', schalten sie ab, zerren kosmetisch an alberner Gesichtsmaskerade, und tröten weiter wie sie es vermeintlich gewohnt sind. Ein Horrorfilm in Echtzeit.