Sezession
12. April 2019

Die ehemaligen deutschen Westgebiete

Gastbeitrag / 75 Kommentare

von Michael Kirchberg -- 2019 leben in Deutschland so viele Ausländer wie noch nie:

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echte Schein- und Wirtschaftsflüchtlinge, Asylanten, Asylbetrüger, Geduldete und Unduldsame sowie gemeine Migrationshintergründler. Insgesamt wohl um die 20 Millionen.

Verteilt über das Land sind sie ganz ungleichmäßig. Sie sitzen in den großen Städten mehr als auf den Dörfern, und in unterschiedlichen Konzentrationen in den einzelnen Ländern. In Nordrhein-Westfalen sind es unglaubliche 5 Millionen, mithin so viele, wie ganz Norwegen Einwohner hat. In Baden-Württemberg sind es deutlich über, in Bayern fast 3 Millionen. Dies wiederrum entspricht zum Beispiel der Menge aller Slowenen, Letten oder Esten. Allein auf diesem Teil Deutschlands leben somit mittlerweile zusätzlich quasi vier weitere, komplette Völker, und zum Teil gebärden sie sich auch so.

Ganz anders dagegen ist die Lage in Mitteldeutschland, mit derzeit noch deutlich unter einer Million.

Lief dieser Prozeß bisher schleichend ab, wurden bestimmte Regionen weitgehend verschont, gilt dies seit dem Merkelschen D-Day nebst Königsteiner Schlüssel nicht mehr. Das Land ist seither nicht wiederzuerkennen. Es soll an dieser Stelle darauf verzichtet werden, diese Veränderung nochmal allzu ausführlich zu schildern. Jeder hat die Bilder im Kopf und die Töne im Ohr.

Trotz dieses offensichtlichen, rasanten, grundlegenden, teils irreversiblen Wandels bis ins kleine Dorf hinein werden bestimmte Fragen nicht oder nur halbherzig  gestellt: Will ich das ? Wie und mit wem möchte ich wo zusammenleben? Mit wem bin ich solidarisch? Wer ist mein Nächster? Wie soll es denn aussehen, „das beste Deutschland das wir je hatten“?

Widerstandslos geben sich viele Deutsche dem Niedergang Deutschlands und somit einem ungeheuren Verlust hin: dem Verlust des Kulturraumes in Mitteleuropa, in dem deutsch gesprochen, gedacht und gelebt wird, der schon so viel erduldet, ertragen und letztlich auch überstanden hat und der auch immer europäisches Schlachtfeld war.

Alles wurde hier ausgetragender Kampf um den Glauben, der Kampf um die Hoheit auf dem Kontinent, der Kampf der Systeme. Alles wurde ausgestanden, ohne daß die Substanz, der Stoff, die Materie verlustig zu gehen drohten.

Die Form freilich ging immer wieder verloren: altes Reich, Kaiserreich, Drittes Reich, Diktatur, Demokratie, Kleinstaaterei, Fürstentümer, Königshäuser. Der Kulturraum blieb, und er blieb der deutsche Kulturraum.

Die derzeitge Entwicklung aber, der stille Krieg, der Vorbürgerkrieg, der derzeit in Europa und wieder mit Schwerpunkt in Deutschland ausgetragen wird, droht nicht nur die Form zu zerschlagen, sondern den Kulturraum zu zerstören. Es droht der völlige Substanzverlust.

Wenn noch etwas Urgrund, ein Stück Wesenheit aufbewahrt werden soll, bedarf es eines neuen schützenden Gefäßes: Daß Deutschland, daß dieser Kulturraum zum großen Teil ein einziges Staatswesen ist, daß alles Deutsche in nur einer Form bewahrt wird, ist sowieso eine historische Ausnahme. Sie galt letztendlich nur für wenige Jahrzehnten in den letzten Jahrhunderten.

Wir brauchen mehr als ein Deutschland. Wir brauchen eine Teilung. Die Lösung heißt Sezession.

Daß Kleinstaaten erfolgreich sein können, ist lange bewiesen, und Sezessionsbestrebungen verschiedenster Regionen sind europäischer Alltag. Häufig stehen wirtschaftliche Gesichtspunkte im Vordergrund. Der Reiche trennt sich vom Armen, Tschechien trennte sich von der Slowakei, die Katalonen wollen Spanien nicht mehr durchfüttern.

Die Wirtschaft hat jetzt aber ersteinmal Pause. Im hier diskutierten Fall wäre alles grundlegend anders. Die Wirtschaft spielt keine Rolle. Hier trennt sich der Arme von der fetten, dekadenten und degenerierten Verwandtschaft.

Wenn uns die Invasion der letzten Monate und Jahre und die höchst unterschiedlichen Reaktionen darauf eines gelehrt haben, dann, daß das deutsche Volk so zerrissen ist wie lange nicht mehr. Der Graben, der durch Volk und Land geht, ist so tief, daß er so schnell nicht wieder zugeschüttet werden kann. Er manifestiert sich auf vielerlei Art: bei Wahlen, als ökonomische Grenze, durch unterschiedliche kollektive Erinnerungen und letztendlich eben auch in Form völlig unterschiedlicher Vorstellungen über die Zukunft. Das wie und mit wem. Er geht durch Familien, durch Betriebe, Schichten, Klassen.

Der Graben hat aber durchaus auch eine geographisch Komponente. Deutschland ist quasi vorperforiert, es gibt sie schon, die Sollbruchstellen. Sie laufen entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Etwas Druck dürfte genügen.

Das neue Gefäß heißt Mitteldeutschland.

Um die wirtschaftliche und kulturelle Überlebensfähigkeit muß sich niemand Sorgen machen. Es wurden ja hinreichend Kleinstaaten und Völker aufgezählt, die es wunderbar durch die Jahrhunderte geschafft haben. Mitteldeutschland wäre beispielsweise größer als Dänemark oder Finnland.

Freilich, den Gürtel ein wenig enger schnallen werden wir wohl müssen. Vieles wird man vielleicht nicht mehr in den Regalen finden, Fidget-Spinner, Squishys. Kein Mineralwasser aus Italien, womöglich auch keine Chia-Samen-Brötchen mehr.

Im übrigen wäre die Sezession die konsequente Umsetzung der Forderung der Presse und linksgrünen Provinzpolitiker westlicher Provinienz  der letzten Monate und Jahre. Wie schrieb doch schon im schlimmen Sommer 2015 eine Redakteur im Ressort "Zeit im Osten"?

Dann geht doch! Hass, Extremismus und Abschottung in Sachsen: Ist es Zeit für einen Säxit?

Der Verfasser heißt übrigens Stefan Schirmer und hat erfreulicherweise den #säxit bereits gemacht: Er ging nach Hamburg zurück. Und es werden wohl noch ein paar gehen. Insgesamt ist aber von einem positiven Wanderungssaldo auszugehen, so daß die Abwanderungen in die ehemaligen deutschen Westgebiete zahlenmäßig von der Zuwanderung aus diesen Gebieten übertroffen werden sollte.

Auch Jakob Walser-Augstein träumte ja im August letzten Jahres schon via twitter, man könne in Mitteldeutschland vielleicht eine rechtsautonome Republik ausrufen. Und alle AfD Wähler ziehen freiwillig dorthin. "Sie könnten eine Mauer bauen. Gegen Westdeutsche und andere Migranten".

Bei Licht betrachtet geht es bei der Sezession letztlich weniger um die Initiierung als vielmehr um die planvolle Gestaltung eines Prozesses der längst im Gange ist.

Ganz so problemlos wird es in realiter zwar wohl nicht ablaufen. Es ist ja meistens nicht ernst gemeint dieses „Dann geh doch!“ Man kennt das aus der Kindererziehung, und Augstein und Konsorten werden sich wohl in der Rolle der Eltern wiederfinden: Wenn die lieben Kleinen das  „dann geh doch“ oder „dann mach doch“ tatsächlich tun, gibt`s ja meist lange Gesichter, und alles war nicht so ernst gemeint.

Aber, da müssen Sie dann durch. „Meistens hat, wenn zwei sich scheiden, einer etwas mehr zu leiden“, wußte schon Wilhelm Busch.

Eine andere Lösung sehe ich jedenfalls nicht. Tertium non datur!


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Kommentare (75)

Caroline Sommerfeld
12. April 2019 13:05

Ich halte das für riskante Gedankenspielerei coram publico. Natürlich ist Ihr Befund, daß westdeutsche Großstädte vielerorts bereits "gekippt" sind, zutreffend. Wir können sie sozusagen "abschreiben", aber eben nur: sozusagen. Denn es ist ein beträchtlicher Unterschied, ob man in den Kategorien "Verwaltungsseinheit" (= politische Einheit), "Wirtschaftseinheit", "Volk" oder gar "Volksseele" Deutschland denkt. Die imaginären Grenzen verliefen möglicherweise, wenn man sie geographisch abbilden würde, ganz unterschiedlich. Wenn Sie nun eine Verwaltungs-Sezession (samt ökonomischen Folgen) denken, kommt es zu Rissen auf den anderen Ebenen. Ich glaube mithin, daß Ihre Überlegungen geistig ungefähr dem Trotzalter entsprechen, das Sie am Schluß ja bereits zitieren.

H. M. Richter
12. April 2019 13:38

Bereits seit geraumer Zeit wird nicht nur zu vorgerückter Stunde in so manchem Gespräch eingeräumt, daß es einer eigenartigen Dialektik geschuldet sei, daß die ab 1945 abgetrennten, oftmals als verloren beschriebenen, deutschen Ostgebiete vielleicht eines Tages - auf gänzlich friedlichem Wege und im gegenseitigen Einvernehmen von Deutschen und Polen - noch der Rettung Deutschlands und somit Europas dienen könnten, während die nicht abgetrennten und somit in der Folgezeit auch nicht als verloren betrachteten Gebiete des deutschen Westens dann als 'ehemalig' oder eben verloren angesehen werden müßten.

Eine Insel Mitteldeutschland wird es jedoch nicht geben (können) ...

Wie stünde es allerdings um die Variante einer möglichen Erweiterung der sog. Visegrád-Staaten? Was wäre, wenn beispielsweise Österreich, die Freistaaten Bayern, Sachsen und Thüringen, die Bundesländer Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sich zusammenschlössen und hinzukämen?
(Käme es dann gar zur Wiederholung einer Insellage? Nicht mehr nur für West-Berlin, sondern für Gesamt-Berlin? Als Tragödie? Oder als Farce?

Es würde mich nicht wundern, wenn der verehrte GG dies bereits bedacht hätte und hilfreiche Überlegungen hinsichtlich der bisher noch offenen Preußen-Frage vorlegen könnte.

Glast
12. April 2019 13:42

Unlängst nach vielen Jahren nochmal in Dresden und Cottbus gewesen. War ehrlich schockiert. Ein Trostpflaster ist die Gewissheit, dass diese Männer(horden) sich in Mitteldeutschland nicht paaren werden.

Dennoch: werden definitiv wieder nach Mitteldeutschland ziehen. Und dann für immer.

Übrigens: ein Freund ist Vater geworden. Auf der Geburtsstation (im Saarland) war die junge Familie die einzige deutsche. Und die ausliegenden Broschüren waren weitestgehend in arabischer Sprache.

Andreas Walter
12. April 2019 13:46

Während ich meinen Kommentar unter einem anderen Artikel gerade bei der SiN schreibe und absende wurde dieser Artikel hochgeladen, mit dem gleichen Fazit: Sezession. Was für ein schöner "Zufall".

Doch was steht dem alles im Weg? Richtig. Sehr viel. Moderne Produktionsmittel, Fabriken und Arbeitsplätze. Das alles ist in Mitteldeutschland nach der Wiedervereinigung nie auf den gleichen Stand gekommen wie im Westen. Die Globalisierung ist Helmuts Versprechen von den blühenden Landschaften zuvorgekommen.

Dann also Sezession als Agrarkleinstaat? Nicht wehrfähig genug (ohne Kernwaffen, militärische Hochtechnologie). Nur Trotz reicht nämlich nicht, man braucht auch Trutz. Wer aber beschützt dann Kleindeutschland? Wer hat Interesse an seiner Existenz? War nicht auch schon damals Made in Germany der Feind aller anderen? Nur ein bisschen Subsistenz wird man den letzten Deutschen aber auch nicht gönnen, denn die betreiben auch noch Millionen andere derzeit an schlechteren Standorten. Subsistenz erfordert zudem viel (körperliche) menschliche und tierische Arbeitskraft, beides zu teuer im Vergleich zu Maschinen und "Benzin", Energie.

Alle wohlhabenden Kleinstaaten in Europa "ohne" Armee sind darum Finanzkapitalstaaten. Doch welches "Druckmittel" hat/hätte Kleindeutschland, um seine Existenz zu sichern?

Ein Badener
12. April 2019 14:15

Sehr geehrter Autor,

auch ich habe in schwachen Momenten solche Gedanken, bin aber bisher noch nie so weit gegangen diese zu äußern oder gar zu veröffentlichen. Denn wie schreibt und sagt man so schön. " Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren." Denn wenn wir uns in einen homogeneren und kleineren Raum zurückziehen, wer sagt das dies nicht der noch ehere Anfang vom noch schnelleren Ende ist? Aber Halt! Ich gehe nicht näher auf Ihre Gedankengänge ein. Diese sind für mich so absurd wie ein Kakao zum Schnitzel. Und möge mir bitte niemand mit: "Die Geschmäcker sind verschieden." kommen.

Gustav Grambauer
12. April 2019 14:22

Liebe Frau Sommerfeld, habe noch ganz andere Gedankenspielereien coram publico anzubieten. Bitte hier

https://www.suhrkamp.de/download/Blickinsbuch/9783518469934.pdf

Seiten 16 bis 19 lesen und, falls der - atemberaubende - Tatbestand noch unbekannt sein sollte, und das wird bei den meisten so sein, nicht jeder hat das Resümee noch aus dem Mund von Beteiligten hören können, staunen!

Bringe das aber nicht als politischen Vorstoß, den ich für noch viel gefährlicher hielte als den von Herrn Kirchberg. Bringe das nur zur historischen Einordnung und zur Anregung der Phantasie. Jeder kann die alternative Ausgangslage, bitte nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht, ja mal auf sich wirken lassen und das alternative Szenario für sich entfalten lassen. Beide waren allerdings schon damals nicht weniger fiktiv als z. B. dieses Gedankenspiel hier:

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/der-film-oel-die-wahrheit-ueber-den-untergang-der-ddr-ist-ein-riesenspass-13866775.html

***

Um wieder auf den Ernst der Lage zurückzukommen: wir haben es hier mit einem der Lieblingsthemen

https://cato-magazin.de/beitragsautor/thorsten-hinz/

von Thorsten Hinz zu tun. Gerade erst hat er wieder in der JF nachgelegt:

https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2018/mauer-neu-denken/

Nicht nur die sogenannte normative Kraft des Faktischen könnte sich hier schneller geltend machen als alle Warnungen. Wenn das Volkstum erwacht, soll sich niemand wundern, wenn das Stammestum mit erwacht und die Erinnerung an uralte Bündnisse und Feindschften wieder hervordrängt. (Oder das deutsche Stammestum war sogar Mitte der 80er Jahre schon mit der Wucht von Albrecht Börners "Sachsens Glanz und Preußens Gloria" wiedererweckt worden.)

Vor allem machen sich "geopolitische" (in Wahrheit konzeptuelle) Planungen geltend, es wird ja derzeit ganz Europa von außen her in Teile zerhackt, siehe z. B. die Liebäugeleinen des bekanntlich im Auftrag der NATO arbeitenden Gunnar Heinsohn:

http://www.derhauptstadtbrief.de/bilder/hsb138/006b.jpg

Mittel- und Ostdeutschland wird hier

https://www.youtube.com/watch?v=SfdkPoIjVBk

nicht explizit angesprochen, kann aber nicht isoliert vom Gesagten stehen. Es liegt auch nach wie vor hinter dem "Neuen Limes" (Elbe-Saale) des Wilhelm Röpke, des Architekten der Westbindung bzw. der Spaltung Deutschlands (somit: es ist nicht unser Zynismus, es ist die Fratze des Zynismus der ideologischen Ecke, der Röpke entstammt):

https://www.zvab.com/servlet/SearchResults?an=r%F6pke&bi=0&cm_sp=SearchF-_-Advtab1-_-Results&ds=30&exactsearch=off&kn=deutsche%20frage&recentlyadded=all&sortby=20&sts=t

- G. G.

Gotlandfahrer
12. April 2019 15:26

Hochgeschätzte Frau Sommerfeld,
was kann an Gedankenspielerei „riskant“ sein in dieser Zeit? Das Bild von den Eltern, die – sich ihres Schutzauftrages und ihrer Liebe für den Trotzkopf gewahr werdend – den „dann eben gehenden“ Kleinen doch noch zurückhalten, halte ich für ohnehin unzutreffend. An den Augsteins ist nichts Liebendes, nichts Verantwortungsvolles. Natürlich werden sie den Kleinen zurückhalten. Aber nicht wie Eltern ihr Kind. Sondern wie Borderliner ihre mit Hassprojektion überzogenen Versorger. Das Vollpumpen der Heimat mit Integrationsunfähigen vollzieht sich ja nicht aus Gründen, wie sie dem Spinatessen-, Zähneputzen- oder Aufräumen-Müssen vorangehen. Vielmehr umgekehrt deswegen, weil man Provokation durch vorsätzliches Schädigen vollziehen will. Eher sind die Augsteins wie Pubertierende, die eine Gang von Drogensüchtigen zur Poolparty in die elterliche Villa einladen, um diese vollzukotzen und zu zerlegen. Da hilft es nichts, als Eltern wegzugehen und die Villa mitzunehmen, da muss man schon umgekehrt, wenn es mit dem Pubertierenden nicht mehr anders geht, diesen rausschmeißen.

Man wird dies nur kaum jemals tun, eben, weil man im Gegensatz zu den Rotzlöffeln Verantwortungsbewusstsein hat (natürlich hinkt auch dieses Bild, denn hätten solche Eltern Verantwortungsbewusstsein, wäre es gar nicht erst zu der Hassprojektion oder Poolparty gekommen, was, wo ich gerade drüber sinniere, den Schluss zulässt, dass die Augsteins ein Ergebnis des Verschwindens verantwortungsbewusster Eltern sein könnten).

Da nun aber das Kind in den Brunnen gefallen ist und wir es tatsächlich, nachdem wir als Eltern vielleicht gerade von einem unserer ständigen Business-Trips zurück sind und den marodierenden Haufen in unserem Wohnzimmer erblicken - mit unserem verkommenen Gör mittendrin - mit einem Borderliner zu tun haben, hilft nun auch kein einfühlsames Sprechen mehr. Jetzt muss der Dreck aus dem Haus, das heißt eine Sezessionsbewegung ist genau das, was diese verkommene Bande als Ansage benötigt.

Sicher, darauf hatten einige nur gewartet, aber die Genugtuung unserer Feinde sollte kein Grund dafür sein, eine notwendige Handlung zu unterlassen. Da wir ja gut zwischen Volk und Staat unterscheiden können, ist die Bundesrepublik keinesfalls der Rahmen, an dem wir hängen sollten. Insofern kann eine Lösung sogar in der Förderung der EU-Krake liegen, verbunden mit einer Auflösung der BRD, was gleichzeitig lokales Identifikationspotenzial entfalten hülfe. Wenn es erstmal keine „Deutschen“ mehr gibt, sondern nur noch Sachsen, Westfalen, Bayern greift auch nicht mehr das Argument, Deutschland abschaffen zu müssen.

Niekisch
12. April 2019 15:35

Die deutschen Ostprovinzen sind weggeben, jetzt noch die Westprovinzen? Ich bleibe und halte die Stellung. Die Ossis können uns ja zu entsetzen versuchen wie einst Hoth vor Stalingrad.

quarz
12. April 2019 15:37

@CS

"Ich glaube mithin, daß Ihre Überlegungen geistig ungefähr dem Trotzalter entsprechen"

Ich glaube eher, dass sie der reifen und fachlich untermauerten Kalkulation eines Chirurgen entsprechen, der eine Amputation eines möglicherweise nicht mehr zu rettenden Körperteils in Erwägung zieht.

Der_Juergen
12. April 2019 16:04

Die von Michael Kirchberg angeregte Sezession der östlichen Bundesländer sowie deren mögliche Allianz mit den Visegrad-Staaten und vielleicht auch Österreich halte ich für die letzte Rückzugslinie. Natürlich ist mir ein viel kleineres, aber dafür deutsches und europäisches Deutschland lieber als eines in den Grenzen der heutigen BRD, in dem eine ständig schrumpfende deutsche Minderheit von afrikanischen und islamischen Invasoren unerbittlich an die Wand gedrückt wird.

So weit ist es aber noch nicht; wie @Niekisch bin ich der Überzeugung, dass eine Kehrtwende noch möglich ist. Dafür sehe ich ein Zeitfenster von maximal zehn Jahren und als Vorbedingung eine gigantische Krise, die mit hoher Wahrscheinlichkeit auch kommen wird.

Immer wieder werfen Foristen hier die Frage auf, wie die Repatriierung von Millionen denn logistisch möglich sein soll. Meine Antwort ist sehr einfach: Wenn es 1944-1946 möglich war, mehr als ein Dutzend Millionen Deutsche aus den Ostgebieten, dem Sudetenland und dem Balkan zu vertreiben, ist es logistisch ebenfalls möglich, eine etwas geringere Zahl kulturfremder und fremdrassiger Menschen innerhalb von fünf bis zehn Jahren in ihre Herkunftsländer zurückzuführen, und zwar unter ungleich humaneren Umständen als bei der Vertreibung der Deutschen. Doch je länger diese Entwicklung hinausgeschoben wird, desto grösser werden die Härten und "wohltemperierten Grausamkeiten" (Sloterdijk) zwangsläufig sein.

Stellen aussereuropäische Immigranten erst einmal die absolute Mehrheit der Kinder und Jugendlichen, ist der Zug nach menschlichem Ermessen abgefahren; dann muss man ernsthaft über das von Michael Kirchberg skizzierte Szenarium nachdenken. Sein Artikel ist zumindest als Gedankenanstoss also durchaus brauchbar.

Caroline Sommerfeld
12. April 2019 16:11

Zu den Gedankenexperimente: natürlich steht mir als Philosophin jedes einzelne dieser Gattung nahe, daher: nichts gegen das Gedankenexperiment als solches.

Nur muß man es also solches ausweisen, sonst geschieht einem schwuppdiwupp so wie mir mit einem alten SiN-Beitrag über einen hübschen Trollvorschlag eines dafür amtsbekannten amerikanischen Pick-up-Bewegten: "Oh Gott, Frau Sommerfeld will das Frauenwahlrecht abschaffen!"
Schnellroda plant also ausdrücklich nicht die "Sezession Mitteldeutschlands".
Mir war vor allem zu bemerken wichtig: geistige deutsche Substanz hält sich in Mitteldeutschland in enger Verklammerung mit der physischen deutlich erkennbarer, beharrlicher und eben darum wohl wegweisender als im verlorenen Westen. Daher bedarf es keiner neuen Mauer.

@Grambauer: in der Tat wußte ich nichts über die DDR-Osterweiterungsfreudigkeit der Gründerjahre. Soso ...

Waldgaenger aus Schwaben
12. April 2019 16:14

Genau das brauchen wir jetzt noch. Eine West-Ost-Spaltung der deutschen Rechten. Spaltrisse kann man nie genug haben.

Zum Thema "Ausländer vs. Deutsche" verweise ich auf den jüngsten Artikel von Lichtmesz und die Diskussion um den Slogan "Der Große Austausch".

nom de guerre
12. April 2019 16:21

Als heimatverbundene Bewohnerin der hessischen Provinz, die das auch bleiben möchte, kann ich dem Autor nicht zustimmen. Aber auch jenseits dieses meines Eigeninteresses sehe ich keinen Sinn darin, schon jetzt die - wie @ Der Juergen schreibt - letzte Rückzugslinie anzusteuern. Wer sich lediglich ein Minimalziel setzt, weil er alles darüberhinausgehende für vermessen hält, läuft Gefahr, am Ende überhaupt nichts zu erreichen.

Herrmann
12. April 2019 16:28

Ein sehr gefährliches Gedankenspiel. Gebiete, die einmal aufgegeben werden, sind nur schwer zurückzugewinnen. Es ist auch (noch) nicht alles verloren. Süd-Tirol z.B. sollte uns ein leuchtendes Beispiel sein. Seit geraumer Zeit steigt dort der Anteil der Deutschen wieder an, wenngleich auch dort natürlich die illegale Masseneinwanderung aus der 3. Welt ihre bekannten negativen Folgen hat.

Und dennoch, es gibt wieder Täler und zahlreiche Orte, in denen trotz ehemals gezielter Ansiedlung von Italienern aus dem Mezzogiorno und Italienisierung nahezu 100% der Einwohner Deutsche sind (https://astat.provinz.bz.it/de/aktuelles-publikationen-info.asp?news_action=4&news_article_id=396330).

Welche Stadt in der heutigen BRD kann das heute schon noch von sich behaupten? Dies ist unser Land, und wir sollten es niemals aufgeben. Das sind wir unseren Vorfahren, die ihr Leben für das Vaterland stets selbstlos eingesetzt haben, auch schuldig. Vielmehr sollte es eine (politische) Gegenbewegung geben (die es ja schon gibt), die natürlich von östlich der Elbe kommen kann (ja muss).

Vor 1813 waren die Deutschen in großen Teilen der Gebiete, die heute "Westdeutschland" ausmachen, verängstigt und unter Napoleons Kontrolle, teilweise zunächst von seinen Ideen sogar überzeugt. Das böse Erwachen kam später, so wie es jetzt nach und nach kommt und kommen wird (Stichwort: "Köln" etc.).

Seinen Aufruf zum Deutschen Volkskrieg gegen Napoleon, "An mein Volk...", startete Friedrich Wilhelm von Breslau aus. Es braucht auch heute wieder Lützower Jäger, im übertragenen, friedlichen Sinne, natürlich. Sie kommen knapp 200 Jahre später auch aus ostelbischen Gebieten. Dresden ist ein guter Ausgangspunkt, und dieses Jahr ist Sachsenwahl. Sezession ist keine Option. Denn dies, jedenfalls das, was nach 2 verlorenen Weltkriegen davon noch übrig ist, ist und bleibt unser Land.

Ein gebuertiger Hesse
12. April 2019 16:36

Einmal Wessi, immer Wessi. Soweit kommt's noch, daß ich die alte Heimat abschreibe, nur weil ein anderer wenn auch kluge Gedanken diesbezüglich anstellt. Intelligente Argumente reichen nicht hin, um das Gewachsene, Festgewordene umzustoßen. Selbst einmal alles total überfremdet sein sollte, wird die innere hessische Bastion die letzte sein, die ich aufgebe, mit allem US-infiltriertem Mist, der da sein mag. Das Leben ist kurz und man hat nur eine Heimspielstätte.

Gelddrucker
12. April 2019 17:08

Zu diesen Gedankenspielen sage ich nur, dass es deutlich zu früh dafür ist.

Solange der Großteil der Bevölkerung noch nicht die geringste Ahnung hat, dass ihre Zivilisation aus dem letzten Loch pfeife (überspitzt gesagt), werde ich nicht eine einzige Stadt abschreiben, auch nicht Offenbach am Main.

Gelddrucker
12. April 2019 17:24

Zur Logistik hätte ich auch noch eine Anmerkung.
Sehr gut finde ich eine Formulierung die ich auf der Seite This is Europa gelesen habe:

"Es gibt keinen Grund, warum Menschen, die mit Flugzeugen und Booten gekommen sind, nicht auch mit Flugzeugen und Booten wieder gehen sollten"

Ein oder zwei Gesetze reichen. Und natürlich sollte das nicht so vonstatten gehen, wie es die Linke permanent als Schreckgespenst an die Wand malt, mit vorgehaltener Knarre.

Remigration in großer Höhe hat es schon oft in der Geschichte gegeben. Auch wäre es denke ich so dass, wenn ein europäisches Land diesen Schritt vollziehen würden, Rückhalt und somit geistigen Rückenwind von einer sehr breiten Bevölkerungsschicht auch im übrigen Europa erhalten würde. Und zwar sogar schon zum jetzigen Zeitpunkt.

Sandstein
12. April 2019 17:31

@ Sommerfeld

Schätze Ihre Beiträge immer sehr, hier liegen Sie aber daneben - meine Einschätzung.
Ist es nicht vielmehr Trotz wenn man sich angesichts der Demographie noch ernsthaft an ein Deutschland klammert, das es so nicht mehr gibt und geben wird und geben kann?
Dann ist mir eine Kommune in Namibia oder hinterm Ural sicher näher, als die Berliner oder Düsseldorfer Innenstadt. Hand aufs Herz, was ist utopischer?

Deutsche die sich im Ausland ansiedeln, und durch die aufnehmenden Staaten sogar noch Privilegien erhalten, oder die Annahme, dieses Land noch einmal für sich zu gewinnen? Der Drops ist gelutscht, das sage ich Ihnen als 1990er Jahrgang. Sie wissen gar nicht wie sich allein Brandenburg in der Zeit gewandelt hat, und da reden wir von den oben zitierten Zahlen. Das war noch gar nichts, heute gibt es Schulen mit 1% deutschen Muttersprachlern, das ist simple, kalte Mathematik.

RMH
12. April 2019 17:48

Natürlich kann man alles denken, diskutieren und darüber nachdenken, verleiht evtl. auch manchem den gesunden Hauch von Exzentrik. Für mich ganz persönlich ist aber eines klar:

Hier geht auch die Saat des im Grunde genommenen widerlichen, weil staatszersetzenden linken Ethnopluralismus auf, wenn wieder jeder meint, seine "dreckigen, kleinen Staaten" (Joseph Roth dixit, Radetzkymarsch) aufmachen zu müssen, weil es ihm im Übrigen zu sehr nach Döner riecht. Schlimm genug, dass es nach wie vor 2 deutsche Staaten Namens Bundesrepublik und Österreich gibt und nicht bereits 1 deutschen Staat. Schlimm genug, dass Teile der neuen Rechten offenbar nicht mehr in Kategorien eines Reiches (oder Imperiums) denken wollen.

Sollte diese Sezessionsüberlegung einmal offizielle Linie des Blattes Sezession werden, dann sage ich, obwohl ein Abo seit Heft 1 pflegend, mit ganzem Herzen Tschüss. Denn mit Leuten, die kapitulieren, will ich nicht in einen Topf geworfen werden. Da bin ich ganz bei Niekisch.

quarz
12. April 2019 17:50

@Niekisch

"Die Ossis können uns ja zu entsetzen versuchen"

Dazu müssen sie aber ihre Kampfkraft erhalten. Und dazu ist es möglicherweise nötig, geographische Hindernisse einzubauen, die deren Auflösung verhindern.

Die Metapher eines Schiffs liegt nahe. Es hat Schotten, damit im Fall eines gefährlichen Wassereinbruchs, der einen Teil des Schiffes außer Funktion setzt, der Rest des Schiffes geschützt und funktionstüchtig gehalten wird. Dann nämlich ist die Fahrt zur nächsten Werft möglich, wo die schadhaften Schiffsteile wieder repariert werden können und die Integrität des Schiffes wieder hergestellt werden kann. Ohne Schotten zu fahren um im Unglücksfall als ganzes Schiff unterzugehen wäre als Solidarität missverstandene Unvernunft.

Der Fall Österreich zeigt ja, wie ein staatlich separierter Teil des deutschen Volkes sich vom unheilvollen Wirken des Merkel-Regimes abschotten kann. Und ich habe den Eindruck, dass es aus dieser Position heraus von größerem Nutzen für das übrige Volk sein kann als wenn es sich als weiteres Bundesland dem Königsteiner Schlüssel zur Migrantenverteilung zu beugen hätte.

Insofern könnte eine weitere politische Föderalisierung durchaus dazu beitragen, Schaden vom Volk abzuwenden. Das wäre ja keine Auflösung Deutschlands, sondern lediglich eine pragmatische Umstrukturierung der politischen Verwaltung nach geographischen Gesichtspunkten, wie es sie im Verlauf der deutschen Geschichte schon so oft gegeben hat ohne dass das Volk dadurch verschwunden wäre. Es wäre doch eine tragische historische Pointe, wenn die Deutschen als Volk ausgerechnet im Rahmen eines möglichst gesamtdeutschen Staates zugrunde gehen würden.

Dieter Rose
12. April 2019 18:10

Ich kann die Verantwortlichen
dueser Seute verstehen,
das sie die links/ Seitenverweise
nicht durch direktes Anklichen
zugänglich machen will,
aber es ist für den Leser sehr
schwierig die Intentionen
der Kommentarschreiber
nachzuvollziehen.

Thorsten B
12. April 2019 18:26

Hand aufs Herz.
Wer von uns denkt nicht über einen Plan B nach?
Häufiger in der letzten Zeit als zuvor.
Ich denke wir spüren es alle.

LotNemez
12. April 2019 19:09

SiN ist halt ein neurechtes Gedankenlabor. Find ich gut, neue Rezepte probieren und gucken wie's ankommt. Mir schmeckt's ausgezeichnet.

Im übrigen gibt es doch noch etwas Spielraum zwischen dem reinen (Das-ist-doch-nur-ein-)Gedankenexperiment und ausgereiftem (So-und-nicht-anders-machen-wir's-)Konzept. Interessant wäre doch, diese Idee auf die Öffentlichkeit loszulassen. Die Gefahr, dass sie sich verselbständigen und verwirklichen könnte, sehe ich vorerst nicht. Insofern gibt es Gemeinsames mit den Berliner Enteignungsforderungen.

Bitte mehr Sezession wagen. Guten Appetit!

Laurenz
12. April 2019 19:19

Der Artikel von Herrn Kirchberg bleibt rechte Defensive, (wobei ich nichts gegen die Sezession aller Bundesländer oder Regionen habe). Linke Politik, seit 1949 in Deutschland üblich, basiert immer auf der Provokation des Niedergangs, egal ob durch Tribut-Leistungen an unsere Nachbarn hervorgerufen oder durch Massenmigration, spielt keine Geige. Das Ziel linker Politik ist immer der systemische Zusammenbruch, um in der Eskalation den Totalitarismus durchsetzen zu können. In der Logik haben die Bolschewisten damit auch vollkommen Recht. Nur in der Eskalation (Hunger, Leid, Armut, Gewalt) ist der Europäer, speziell der Deutsche, bereit für die Revolution. Das haben die Bürgerlichen und die Rechten, wie z.B. Frau Sommerfeld, obwohl mit einem Totalitären verheiratet, eben nie verstanden. Dem kann sich, wie z.B. im Falle des Falles einer echten (immer künstlich herbeigeführten) Weltwirtschaftskrise, niemand entziehen. Die Bürgerlichen und die Rechten versagen, wie auch hier im Kommentarfeld, immer deswegen, weil sie ihr Herz für die Heimat nie auf Distanz halten können, und sich in Abwehrgefechten verstricken, die zur eigenen Schwächung führen, anstatt sich auf die Eskalation vorzubereiten und sie herbeizuführen. Nur mehr Migration führt schnell zum Kollaps und zur Eskalation, ist pro-rechts. Die Linke ist natürlich deswegen gegen Sezession, weil dadurch der Einfluß der Bürger auf die Politik massiv steigt (Island hat etwa die Hälfte der Bevölkerung von Frankfurt am Main, Slowenien die von Hamburg, und die baltischen Staaten jeweils die des Saarlandes oder Köln), was Abgehobenheit von Politik fast unmöglich macht. Große Einheiten, wie die EU, können die Revolution leichter provozieren, führen also schneller in die Eskalation. Strategisch hat die Rechte nichts gelernt, nur taktisch sind wir besser geworden, aber das reicht nicht.

qvc1753
12. April 2019 19:20

Die Sezession halte ich dann mal für einen kleinen provokanten Gedankengang, der beleuchten soll, das es einen Teil Deutschlands geben soll, der eben nicht bei der Grossen Umvolkung mitmachen will. Hüben die wahren und echten Deutschen Drüben dann die gekippten und zerrütteten Gebiete. Nun ja, was man sich halt so ausdenkt.
Was denn nun an der Behauptung dran ist das bestimmte Städte im Westen bereits No Go Areas für Deutsche, das gilt als gesetzt. Ein Axiom so zu sagen, das keines weiteren Beweises bedarf. Das es eventuell ein wenig anders und ein wenig komplexer ist, das wird weder erwogen, noch für möglich gehalten. Ich drücke es mal so aus: ob es die ethnisch und kulturelle Lupenreinheit je historisch gegeben, das wäre interessant zu diskutieren. Genauso wie die Frage, was denn das Gegenbild zu dem durch Umvolkung zerstörten Land eigentlich ist. Welches Deutschland schwebt der Autorin denn vor? Und wie will man dahin kommen? Wenn es denn 20 Mio Nichtdeutsche geben soll, wie sähe das Land denn dann aus ohne diese. Und wie sollte man das erreichen, wollte man die alle wieder loswerden? Welche Art von Politik erfordert dies dann?

MartinHimstedt
12. April 2019 19:30

„2019 leben in Deutschland so viele Ausländer wie noch nie:

echte Schein- und Wirtschaftsflüchtlinge, Asylanten, Asylbetrüger, Geduldete und Unduldsame sowie gemeine Migrationshintergründler. Insgesamt wohl um die 20 Millionen.

Verteilt über das Land sind sie ganz ungleichmäßig. Sie sitzen in den großen Städten mehr als auf den Dörfern, und in unterschiedlichen Konzentrationen in den einzelnen Ländern. In Nordrhein-Westfalen sind es unglaubliche 5 Millionen, mithin so viele, wie ganz Norwegen Einwohner hat. In Baden-Württemberg sind es deutlich über, in Bayern fast 3 Millionen. Dies wiederrum entspricht zum Beispiel der Menge aller Slowenen, Letten oder Esten. Allein auf diesem Teil Deutschlands leben somit mittlerweile zusätzlich quasi vier weitere, komplette Völker, und zum Teil gebärden sie sich auch so.“

Und trotzdem gibt es Menschen, die ernsthaft glauben, wir leben in einer Art "Präfaschismus": https://www.welt.de/politik/deutschland/article179798878/Deutsche-Gesellschaft-Professorin-sieht-Entwicklung-in-Richtung-Praefaschismus.html. Oder man müsse in der knappen Freizeit nach Ostdeutschland aufs Land fahren, um einen Verleger mit Ziegen daran zu hindern … Ach, lassen wir das: Ich werde schon wieder zynisch. Jedenfalls stelle ich mir mittlerweile nahezu überall in meiner Heimatstadt die Frage, wie die deutsche, überalterte, wehrlose Minderheit überhaupt dazu in der Lage sein könnte, eine Art „viertes Reich“ auszurufen – oder den Fremden auch nur annähernd gefährlich zu werden.

Nemo Obligatur
12. April 2019 20:07

Ok, die Zeitschrift heißt "Sezession", aber das kann unmöglich ernst gemeint sein.

Von Wirtschaft versteht der Autor nicht viel, muss ich annehmen. Ein Stück Deutschland herausbrechen, um "unter sich" zu sein? Nicht einmal das starke Bayern oder Baden-Württemberg würden das stemmen. Sachsen und Thüringen allein, das wäre ein Armenhaus wie Transnistrien. Abgeschnitten von Handel und Verkehr, die klügsten Köpfe über alle Berge, ohne Kapital und ohne Bodenschätze. Mit einer medizinischen Versorgung auf dem Niveau von Uganda. Die Männer würden kriminell und die Frauen müssten sich prostituieren. Ein Blick nach Venezuela schafft Klarheit über die Perspektiven. Wer würde in so einem Land leben wollen?

Man weiß ja nie, was noch so kommt, aber bevor es so kommt, soll uns eher der Himmel auf den Kopf fallen. Da sind ja die berühmten Höcke'schen "Wehrdörfer" noch zukunftsträchtiger. Die hätten wenigstens den Charme einer Graswurzelbewegung.

quarz
12. April 2019 20:47

@qvc1753

"ob es die ethnisch und kulturelle Lupenreinheit je historisch gegeben, das wäre interessant zu diskutieren."

Aber nur, wenn man für die Strohmannweltmeisterschaft trainiert.

Fritz
12. April 2019 20:48

Das wird nicht funktionieren. Ein Volk von Sozialhilfe-Empfängen ist nicht lebensfähig. Die würden nach Osten kommen wie die Germanen über den Limes.

Valjean72
12. April 2019 20:51

@qvc1753:
“Ich drücke es mal so aus: ob es die ethnisch und kulturelle Lupenreinheit je historisch gegeben, das wäre interessant zu diskutieren.“
---

Das ist ja mE der Grund des vorgeschlagenen Gedankenmodells einer Sezession „Mitteldeutschlands“ und quasi auch der positive Nebenaspekt: Jene, sich im Multikulturalismus bequem eingefügten Alt-BRD'ler, könnten weiterhin diesem Modell frönen. Ebenso könnten grüne, linke und liberale gutmeinende Sachsen oder Thüringer an Rhein, Main, Neckar und Ruhr ziehen. Die Grenzen eines abgespaltenen Mitteldeutschlands wären hingegen erst mal dicht (Wobei man einreisewillige, qualifizierte Westdeutsche gewiss hinein lassen würde).

Mir ist bewusst, dass der Autor obigen Artikels eine provokante und nicht ganz ernstzunehmende These in den Raum gestellt hat. Allein, mich beschäftigt dieser Gedanke schon seit einiger Zeit.

Selbstverständlich sollte man nie Dinge voreilig preisgeben, die einem wichtig und lieb sind. Es ist allerdings auch eine militärische Binsenweisheit, einen strategischen Rückzug rechtzeitig einzuleiten, um die verbliebenen Kräfte zu bündeln und vor einer weiteren Fragmentierung zu bewahren.

Laurenz
12. April 2019 21:01

@qvc1753 .... die Vorstellung eines indigenen Deutschlands, ähnlich Israel oder Japan, ist doch nicht so schwierig. Mit dem Wegfall des modernen Sklavenhandels, genannt Freizügigkeit im Personenverkehr, verändern sich wieder (automatisch) die Wertvorstellungen von Berufen. Man hat dann eben keine halbe Mio. ost-europäischer Frauen mehr zur Verfügung, die ihre Familien verlassen haben, um die Sklavenarbeit der Altenpflege zu leisten, während man selbst dann einen akademischen Beruf ergreift, um sich nicht die Hände schmutzig zu machen. Das bedeutet, daß die Mangelware "Altenpfleger" dann besser bezahlt sein wird, als jeder andere akademische Beruf, was auch so vollkommen in Ordnung ist. Ebenso werden Handwerker materiell betrachtet, viel besser dastehen als Professoren. Man kann Analyse (Wissenschaft) und YouTube weder essen, noch darin wohnen. Genau hier ist der Hund begraben. Bürgerliche Besitzstandswahrung und Neo-Kolonialismus (Die Reinigungsbranche ist fest in türkischer Hand) im eigenen Land, wie die Sucht der Wirtschaft über Billig-Lohn (Sklaventreibertum) Geschäfte machen zu wollen, hat erst dazu geführt, daß die totalitäre Linke im Land so leichtes Spiel hatte.

Kaiza
12. April 2019 21:02

Eine Sezession würde ich gutheißen. Ich bleibe trotzdem in Bayern, als Brückenkopf. Es würde meinen Geist ungemein beruhigen, wenn ich wüsste dass es noch ein zweites Deutschland gibt.

Ich würde sagen, wir machen das was sich als nächstes anbietet. Wir haben ja nicht die Wahl. Und Zeit schon gar nicht.

Als Drittes haben wir ja noch Laurenz' Möglichkeit. Interessant, wie nach Christ Church sich doch die Kommentare gewandelt haben. Nichts bleibt ohne Folgen. Vielleicht ist es nicht Christ Church sonder die visuelle Evidenz der Verdrängung.
Jetzt sieht es auch der letzte Depp.

@ qvc1753

Ihr Kommentar liest sich wie einer aus der Taz.
Was soll dieses Geschwurbel von wegen Axiomatisch... Beweis...
fahren Sie doch selber hin.

"ich drücke es mal so aus: ob es die ethnisch und kulturelle Lupenreinheit je historisch gegeben, das wäre interessant zu diskutieren."

Nein, wäre es nicht. Wenn Sie schon in Duisburg sind, dann sehen Sie sofort den Unterschied. Das reicht.

Laurenz
12. April 2019 21:38

@Nemo Obligatur ... Ihre Prognose ist daneben. Sachsen oder Hessen sind größer und stärker als Slowenien, Andorra oder ein baltischer Staat und würden von der Aufgabe der Subventionierung anderer Länder profitieren. Und ist Ungarn irgendetwas durch die Verweigerung im Asylrecht passiert? Nicht wirklich. Alleine die Zolleinnahmen aus dem Rhein-Main-Flughafen sanieren sofort den hessischen Haushalt.

qvc1753
12. April 2019 21:59

@valjean72: das ist dennoch ein putziger Gedanke - die Igelstellung als Zuflucht. Die letzte eingemauerte Gesellschaft in D ist jetzt nicht so erfolgreich geendet. Auch ist der Selbstversorger gemeinhin zu einem recht frugalen Lebensstil verdonnert. Nicht weil die Waren nicht reinkommen, sondern weil die Welt inzwischen aus dicht verwobenen Lieferketten besteht, die einer wirklichen Abschottung enge Grenzen setzen. Halbinseln und Inseln ermöglichen da gegebenenfalls noch gewisse Abgrenzungen. Ostdeutschland (oder wem es beliebt Mitteldeutschland) müsste sich dann wieder eine eigne Grenze bauen die natürliche Hindernisse imitiert. Mauern scheinen gerade in zu sein.

Achterndiek
12. April 2019 22:10

@ qvc1753

"Das es eventuell ein wenig anders und ein wenig komplexer ist, das wird weder erwogen, noch für möglich gehalten."

Da haben Sie recht. Denn bekanntlich sollte man dort, wo etwas komplexer ist, auch differenzieren. Übrigens auch zwischen dem Bindewort "daß" und dem Geschlechtswort "das".

Die andere Seite
13. April 2019 07:10

Der Gedanke sich von denen abzuspalten die zur Gemeinschaft nichts beizutragen gedenken sondern die Leistungswilligen aussaugen und parasitär von Ihnen leben ist für die Leistungsträger naheliegend. Dabei hat natürlich jeder Lebensentwurf jenseits des letzten Auswegs Auswandern Vorrang. Deshalb wird die Klientel die hier Machtpositionen innehat, Projekte mit Zielsetzung sich dem Zwang zur Alimentierung der Massen zu entziehen, beobachten, denunzieren und zerschlagen.
Bei der sich seit Jahrzehnten ausbreitenden organisierten Clan-Kriminalität ist es dem Staat nicht möglich zu verhindern, das mit illegal erwirtschaftetem Vermögen Grundstücksbesitz im ganz großen Stil erworben wird. Anders sieht es aus wenn redliche Bürger ihre Interessen jenseits des links-grünen Deutschlandhasses wahrnehmen wollen. Im ÖRF wurden "völkische Siedler" als die neue Gefahr von Rechts an den Pranger gestellt. Ein Versuch zu erklären worin die Gefahr besteht, wurde nicht unternommen. Der Tatumstand das -"Deutsche" - "auf deutschem Boden" - "siedeln"- wollen, war die Straftat. Ich glaub damit kommen die Macher des Films sogar durch. Seit Jahrzehnten wird uns hier eingeredet das selbstverständlich jeder ,aus welcher Volk auch immer, das Recht hat hier auf unserem Grund und Boden zu leben. Aber Deutsche?? die hier siedeln wollen?? das ist völkisch!! Unter Beobachtung stellen!! Jahrzehntelange Gehirnwäsche hat eine breite Akzeptanz dieser Sichtweise in der Bevölkerung erzeugt. In der DDR wurden abweichende Gedanken oder Lebensentwürfe mit Inhaftierung geahndet. (Torgau/Bautzen). Wer raus wollte wurde an der Grenze erschossen. Ernsthafte Sezessions-gedankenspielereien müssten also unter dem Radar erfolgen.

brueckenbauer
13. April 2019 09:03

Bleiben wir doch realistisch.
Vorstellbar ist, dass genügend Leute sich in Vorpommern oder einem sächsischen Grenzkreis zusammenfinden, um da eine klare und dauerhafte rechte Mehrheit zu bilden. Dann haben wir einige Landkreise, die von der Obrigkeit bis zu einem gewissen Grad toleriert werden (müssen) und die dann später sezedieren könnten. Aber eher wäre vermutlich eine "Reservatslösung" durchsetzbar, die verschiedenen ethnischen Gruppen an verschiedenen Stellen "Homelands" zugesteht.

Rodericus
13. April 2019 09:14

@Thorsten B

Da kann ich Ihnen nur zustimmen, jedoch wissen wir doch auch alle, dass es kein Entrinnen gibt.

@Glast

Das kann ich bestätigen, wobei die Broschüren hier im guten alten katholischen Hospital natürlich auf Türkisch waren. Vor dem Hintergrund, dass hauptsächlich afrikanische, rumänische, arabische Familien auf der Station waren, hat mich das doch sehr verwundert.

Zum Thema: Dass der öffentliche Raum im Ruhrgebiet längst anderen Völkern gehört, ist ja klar, aber selbst (eigentlich) absolut unpolitische Freunde von mir beginnen schon Fragen zu stellen. Ich denke, je weniger man die Okkupation ignorieren kann, desto eher wird sich auch in diesen Leuten etwas verändern.

Die ,innere Sezession' haben wir ja schon abgeschlossen und diese wird sich noch bei vielen anderen, die den öffentlichen Raum so gut es geht meiden, einstellen.

Von daher geht es doch nun darum, sich zu vernetzen und Strukturen zu schaffen.

Und auch wenn der eine nette User mal in den Kommentaren behauptet hat, dass Kinder kriegen ja nichts bringen würde (Palästina vermag ja trotz seines Kinderreichtums auch nichts gegen Israel auszurichten - tolles Argument), würde ich behaupten, dass eine nette Familie ja auch eine schöne Struktur sein kann, die Halt gibt und was für die Zukunft ist.

Liebe Grüße

Der Gehenkte
13. April 2019 09:15

Man sollte diesen aus der Reihe fallenden Beitrag als Symptom lesen und nicht mehr: als Symptom einer Verzweiflung, die beginnt den Verstand zu verlieren und nach unmöglichen Ausgängen zu suchen. Daher kann man ihn nicht utopisch/dystopisch lesen, sondern sollte versuchen, an seine geistigen Wurzeln heranzukommen. Damit wäre - ganz nebenbei - auch das Gift aus der nachfolgenden Debatte gezogen.

D a ß jemand die "Sezession" überhaupt erwägen kann, ist das Interessante daran. Insofern ist der Gedanke erlaubt und anregend.

Möglicherweise erfaßt er auch sensibel erste, noch ganz zarte, subkutane Tendenzen und wird in 50 oder 100 Jahren als weise Voraussicht gefeiert werden?

Auf YT gibt es zahlreiche Videos, die Grenzveränderungen im Schnelldurchlauf vorführen - das ist eine gute Demutsübung, die man empfehlen kann. Irgendwann verdampft alles Ständische und Stehende.

https://www.youtube.com/watch?v=RJfQ8-M2-j0

RMH
13. April 2019 10:24

Hier einmal eine westdeutsche Perspektive, die ich, als doch recht tief im sog. "Establishment" noch Verstrickter, abgeben möchte:

Ich weiß gar nicht, wie komplett abgehoben manche Ossis, ob ihrer offenbar letzten Zuflucht, ihres vermeintlichen "Deutschseins" sind. Man sollte da doch sehr vorsichtig sein, dass hier keine Retourkutsche im Sinne von Oscar Wilde gezogen wird, wonach ja Ehrgeiz die letzte Zuflucht des Versagers sei. Abspaltung und Klein-, Klein-Staaterei wäre dann die letzte Zuflucht einer politisch erfolglosen Rechten.

Wo wir gerade bei Oscar Wilde sind, von dem stammt auch der nette Satz:

"Some people cause happiness wherever they go; others, whenever they go."

Und ziemlich genau so erscheinen vielen Westdeutschen eben die "Ost"-Deutschen - und das schon seit über 40 Jahren. Für mich persönlich war und ist das immer hart, habe ich doch gegen enorme Widerstände auch noch in den 80er Jahren, als fast jeder die DDR für einen Dauerzustand gehalten hat, den Standpunkt vertreten, es wird eine Wiedervereinigung geben und habe deshalb dann als harmloseste von allen möglichen Konsequenzen als Minimum peinlich berührtes Schweigen erleben dürfen und als sie dann da war, die Wiedervereinigung, und man im Westen Sorge ums Ersparte bekam, wegen dem so deutschtreuen lokalpatriotischen Spruch der mitteldeutschen Bevölkerung "Kommt die D-Mark, bleiben wir, kommt sie nicht, geh'n wir zu ihr!", war auch enorme Verständnispflege ob dieses offenen Ausbruchs Brecht´scher Weltbeschreibung (erst kommt das Fressen, dann die Moral) erforderlich. Bei Besuch von Fußball-Clubs aus dem "Osten" wurde in den 90ern stets "zieht die Mauer wieder hoch, Halleluja" in den Stadien gesungen, was sich dann durch den sportlichen Abstieg der meisten Ex-DDR-Clubs ziemlich schnell erledigte, aber immer noch irgendwie in den Köpfen präsent ist. Und jetzt, wo dieses dämliche Ossi-Wessi-Ding eigentlich ziemlich runter gekommen war (zumindest in der politischen Rechten), bringen es die Ossi-Rechten und ihre neurechten Proselyten westdeutscher Herkunft freiwillig und ohne Not aufs Papier und bedienen damit das grüne-linke Ressentiment, dass man doch um Sachsen am besten eine Mauer bauen sollte oder es an Polen abtreten sollte, dann wäre man den permanenten Störfaktor endlich los.

Manchmal kann man nur den Kopf schütteln, ob so einer Weltfremdheit. Es kann nur um das ganze Deutschland mit all seiner Wertschöpfungskraft gehen und nicht um eine Art von Pol Pot Steinzeitkommunismus "pluraler" ethnischer "Siedlungsgebiete", wie er uns vom "Erbfeind" Frankreich untergejubelt wird bzw. mit allerlei intellektuellem Zierrat und Tand schmackhaft gemacht wird.

Niekisch
13. April 2019 10:43

"Bleiben wir doch realistisch."

@ brueckenbauer 13.4. 9:03:

Ja, das müssen wir zumindest bei der Lageanalyse. Vor allem sollten wir historische Beispiele heranziehen und für heute verwerten. Spartakistenkämpfe, Bauernaufstände, Ruhrbesetzung, Freikorpsaktionen usw. geben uns lehrreiches Material an die Hand.

Bevor wir an Segregation, Separation und ähnliche Vorhaben, auch Plan B oder C, denken, müssen wir uns einigen auf:

1. Festes Bekenntnis zu unserer Geschichte mit allen Irrungen und Wirrungen.

2. Kein Verhöhnen irgendeines unserer Vorfahren.

3. Keinerlei Schuldanerkenntnisse. Zu eigenen Verbrechen schweigen, solange andere nicht über die ihren reden.

4. Kein Distanzieren von irgendjemandem, der sich um unser Überleben bemüht.

5. Maximal 5 Parolen für A l l e.

6. Maximal 5 Personen vernetzt in Stadtteil oder Gemeinde als namenloses Netzwerk in gegenseitiger Hilfe.

7. Aggressiv-radikale Wortergreifung an den Wirkstätten der Internationalisierer bis hart an den Rand der Strafbarkeit.

8. wie 7. durch Juristen bei Geschichts- und Schulddiskussionen, durch Leserbriefe und digitale Kommentare.

9. Schicken von metapolitischen Stoßtrupps aus Mitteldeutschland zu uns in den Westen.

10. Lernen, deutsch zu sein und zu bleiben.

Imagine
13. April 2019 11:11

Wenn man dies hier so liest, dann scheint es, dass der größte Wunsch der Rechten ist, in einem ausländer- und vor allem muslimenfreien Deutschland zu leben. Freiheit und Wohlstand sind nachrangig.

Ein Staat wie die DDR scheint das große Ideal zu sein, allerdings mit einementscheidenden Unterschied: Die Ideologie müsste ausgewechselt werden. Statt marxistisch-leninistischer Ideologie brauchte es eine nationale und sozialistische. Alles andere könnte bleiben.

Nach einem autoritären Staat sehnen sich ja Rechte. Und die DDR war sehr preußisch. Nur fehlte der Adel. Aber den könnten die rechten Eliten neu bilden, so wie die Nazis sich als „neuer Adel“ sahen. Herrschaftsfunktionen könnten dann wieder vererbt werden.

Eine geschlossene Gesellschaft mit weitgehender Rassereinheit.

Bleibt für die Rechten nur das kleine Problem, dass über 90% der Bevölkerung so einen Staat nicht wollen. Aber träumen kann man als Rechter davon.

Nemo Obligatur
13. April 2019 12:25

@ Laurenz

Mag sein. Aber glauben Sie, dass der Rest Deutschlands mit einem unter nationalen Vorzeichen sezessionierten "Freistaat Sachsen" unbeschwert Handel treiben würde? Da gäb es einen Boykott, gegen den Südafrika zu Apartheidzeiten ein Kinderfasching wäre. Es ist nun einmal so in unserer Welt: Ohne Handel keinen Wohlstand. Ich kenne kein Gegenbeispiel.

Valjean72
13. April 2019 12:31

Folgende Passage des Artikels von Michael Kirchberg weist auf die Dramatik, der uns möglicherweise bevorstehenden Entwicklung, so denn keine Umkehrung der zugrundeliegenden Dynamik eingeleitet werden wird.

“Die Form freilich ging immer wieder verloren: altes Reich, Kaiserreich, Drittes Reich, Diktatur, Demokratie, Kleinstaaterei, Fürstentümer, Königshäuser. Der Kulturraum blieb, und er blieb der deutsche Kulturraum.

Die derzeitige Entwicklung aber, der stille Krieg, der Vorbürgerkrieg, der derzeit in Europa und wieder mit Schwerpunkt in Deutschland ausgetragen wird, droht nicht nur die Form zu zerschlagen, sondern den Kulturraum zu zerstören. Es droht der völlige Substanzverlust“

Nach dieser Lesart sehen wir Deutsche uns einem Szenario gegenüber, welches in seinen Auswirkungen auf unser selbst als Volk (der existenziellen Bedrohung des deutschen Kulturraumes) noch schlimmer einzuordnen ist als die historischen Katastrophen, die unsere Vorfahren zu durchleben hatten.

Und falls das stimmt, sollten wir uns fragen wie es so weit überhaupt hat kommen können und vielmehr noch, wie wir dieses fatale Schicksal abwenden können.

Man liest auch hier oft von „westlicher Zivilisation“, „westlichen Werten“, die es zu verteidigen und von mangelnder Demokratie, die es wieder zurückzugewinnen gelte.

Am Ende ist es vielleicht gerade dieses Verfangensein in wohlklingende (und uns einschläfernde) Ideen und Schlagworte welches uns in diese schlimme Situation gebracht hat?

Balvenie
13. April 2019 15:41

Ein kubitscheckcher Testballon. Nein, ich lasse ihn platzen. Nicht noch einmal ein Schnitt. Das wäre Aufgabe der Aufgabe. Zu klein gedacht. Man muss wohl durchschreiten das Tal. Geduld ist der Honig des Lebens.

Stil-Bluete
13. April 2019 16:03

So sehr ich mich bei dieser Klein-Staaterei-Gedankenspielerei ertappt fühle und mich frage, warum Sachsen und Bayern sich Frei-Staaten nennen, ohne von dieser Freiheit mehr Gebrauch zu machen, nichts läuft ohne die Geostrategie. Die Wende wurde im Westen geostrategisch lange vorbereitet.

Würde Putin, um eine stabile kontinentale Zone unter ihrer Kontrolle zu schaffen, die russisch besetzten polnischen Ostgebiete hergeben und die Polen im Gegenzug dazu bringen, die deutschen Ostgebiete zum leichteren Besiedeln anderer europäischer Volksgruppen, nicht nur der Deutschen und Österreicher (ja, doch!) freizugeben Denn in Deutschland wird es buchstäblich eng; alles drängelt; Stau allerorten, auf der Straße, auf den Ämtern, in den Schulen, in den Kindergärten, auf dem Wohnungsmarkt, im Wartezimmer, an den Supermarktkassen, an dem Disko-Einlass, auf den Flugplätzen, auf den Parkplätzen...

Die Quantität bringt das Fass zum Überlaufen. Welche Administration der Welt kann dies bewältigen?

Putin hat die Krim zurückgeholt! Soeben tändelt und tänzelt er mit dem jahrhundertealten Rivalen Schweden herum. Ich finde, unser Blick sollte nach Nord-Ost gehen. (War das nicht einmal ein Motto des Verlages Antaios?

Warum ist ausgerechnet NRW so anfällig für Immigranten? Diese erzkatholische Stadt Köln... Warum? Warum ist das gesamte Rheinland ('Es kütt wie es kütt'-Mentalität?) so anfällig?

Man darf hier mal spinnen: Wie wäre es mit Selbstverwaltung der Immigranten auf deutschem Territorium? Nicht gleich aufschreien, hieße ja auch eigene Finanzierung.

Boricua
13. April 2019 19:58

Also ich bleibe im Westen und diene mich den mitteldeutschen Nachrichtendiensten an ;-)

Seneca
13. April 2019 23:08

Sezession wäre ein erster Schritt. Rückschnitt zur Gesundung und Sammlung. Wer ihn nicht geht läuft Gefahr so zu enden wie die Weißen in Südafrika.

zephyros
14. April 2019 08:36

Zu den Kommentaren bzgl Österreich: Österreich sollte man ausklammern aus solchen "Sezessions"-Überlegungen, da Wien in spätestens 30 Jahren eine islamische Mehrheit bei den jüngeren Altersschichten haben wird. Wien ist verloren. Ebenso wie die Schariahochburg Graz. Salzburg entwickelt abseits der Tourismusbezirke eine türkisch-bosnische Dominanz.

Lotta Vorbeck
14. April 2019 09:08

@brueckenbauer - 13. April 2019 - 09:03 AM
Bleiben wir doch realistisch.
...
Aber eher wäre vermutlich eine "Reservatslösung" durchsetzbar, die verschiedenen ethnischen Gruppen an verschiedenen Stellen "Homelands" zugesteht.

***********************

Genau darauf läuft's hinaus: Der ausufernde Todesanzeigenteil jeder subalternen Mantelzeitungsprovinzpostille - seit geraumer Zeit schon erscheinen Todesanzeigen sogar in den lokal vertriebenen Gratis-Werbeblättchen - bringt es an den Tag: Die einen werden in rasantem Tempo täglich weniger, während die (offiziell erfaßte) BRD-Gesamtpopulation leicht ansteigt.

Mit dem euphemistischen Terminus "Parallelgesellschaft" wird die ebenso offen wie unverhohlen praktizierte Landnahme der Fremden kaschiert, wobei die zusehends vergreisende, nicht nur schleichend im Verschwinden begriffene Titularnation diese Fremden sowohl indirekt als auch direkt fianziert.

Die von "Parallelgesellschaften" dominierten Territorien werden sich sukzessive ausweiten ... alles was daraus folgt, läßt sich bereits heute im in jedem negativen Sinne prosperierenden Südafrika studieren.

Schließlich wird dann das für eine interne Sezession/Homeland/Reservatslösung benötigte Territorium just nicht mehr zur Verfügung stehen.

Landkarte - Distribution of white South Africans:

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/4/44/South_Africa_2011_White_population_proportion_map.svg/1200px-South_Africa_2011_White_population_proportion_map.svg.png

[Wikipedia]

Gustav
14. April 2019 09:47

In einer immer enger und feindlicher werdenden Welt gibt es kaum noch Rückzugsräume. Und die Globalisten arbeiten mit mephistophelischer Hinterhältigkeit und Perfidie daran, uns auch noch die letzte Alternative abzuschneiden. Daher wird Ihnen wohl nichts anderes übrigbleiben, als Ihren Posten nicht für die Internationalsozialisten zu räumen, sondern standhaft am Ort zu bleiben, trotzig Ihr Feldzeichen in den Grund zu rammen und alles Ihnen Mögliche zu tun, die archaische Allianz der Kulturvernichter abzuwehren. Pflegen Sie Ihre Familie! Bauen Sie sich ein unterstützendes Netzwerk in der Heimat auf! Bilden Sie Gemeinschaften Gleichkultivierter! Und streben Sie seelische wie physische Unabhängigkeit an! Verweigern Sie sich der Manipulation durch die Globalistenmedien wie das DDR-2-Fernsehen und das Autoradio durch Abschalten! Propaganda hören ist wie Dreck essen: Ein wenig davon härtet ab, zu viel davon macht geisteskrank. Lesen Sie statt in Linksjournalen mal mit Freunden die Paulusbriefe, um zu erkennen, dass die Welt nie anders war, weshalb die überkommenen Strategien zum Erhalt von Freiheit und Würde unverändert gelten.

Abschließend noch ein Zitat des Weltreisenden Hermann Graf Keyserling (1928): „Man mag in Deutschland demokratisieren, soviel man will: Jeder Deutsche weiß im innersten Herzen doch, dass es in Deutschland nur auf wenige ankommt, und diese Erkenntnis verträgt nur der innerlich Vornehme.“
von Roland Woldag
https://www.freiewelt.net/blog/auswandern-auch-keine-alternative-10072542/

Niekisch
14. April 2019 11:03

@ Imagine 13.4. 11:11: Ihre perfekt fdGo-affine Diktion erinnert bis in alle Einzelheiten an einen Kommentator mit besonderen nn, der damals bei "Gesamtrechts" und bei "Metapolitika" den Diskurs in eine bestimmte Richtung zu bewegen suchte. Ist es zu diskret zu fragen, ob Sie Herrn Pfahl-Traugber kennen? Waren Sie einmal in einem kleinen nordhessischen Ort zur Schulung? Wechselt Ihre IP-Adresse ständig und verortet sich im Taunus?

KlausD.
14. April 2019 11:23

@ Imagine 13. April 2019 11:11
"... dass über 90% der Bevölkerung so einen Staat nicht wollen."

Die innere Sezession habe ich bereits seit spätestens 2015 abgeschlossen. Am ekeligsten empfinde ich die dummdreiste und verlogene Systempropaganda (selbst aus einem Lidl-Prospekt grinst sie einen an).
Ja, die äußere Sezession wird es jedoch so schnell nicht geben, denn die Menschen in der DDR haben das Primat der Wirtschaft am eigenen Leib erfahren und wissen noch sehr gut, wie eine separate Wirtschaft (gut, unter anderen politischen Voraussetzungen), selbst, bzw. besser noch dazu, in Zusammenarbeit mit osteuropäischen Staaten (heute Visegrad-Staaten, die noch dazu mit Rußland nichts zu tun haben wollen ...) funktionierte bzw. besser nicht funktionierte. Leider ... dafür (für solch ein Experiment) wird es keine Mehrheiten geben, evtl. einmal in der allergrößten Not bzw. wenn es überhaupt nicht mehr anders geht (z.B. von außen erzwungen).

Laurenz
14. April 2019 11:32

@Nemo Obligatur .... Nehmen Sie die ehemalige Sowjetunion und im weiteren Sinne die Warschauer Vertragsstaaten. Dort wurde Sezession im großen Maßstab betrieben. Die größte Sezession aller Zeiten war der Zusammenbruch des britischen Weltreichs. Adenauer war Sezessionist, allerdings zum falschen Zeitpunkt. Es gibt auch das Gegenteil, wie von Niekisch benannt. Die USA schafften die Sklaverei tarifär ab, aber nicht-tarifär existiert sie bis heute weltweit. Kolonien wurden weitestgehend abgeschafft. Die USA ersetzten das britische Weltreich durch ihre 800 Militärbasen und Flugzeugträger, die vor irgendwelchen Küsten tuckern. Die US Botschafter regieren als Gouverneure vor Ort. Warum gibt es in den USA keinen Terrorismus? Da ist keine US Botschaft.

quarz
14. April 2019 13:34

@Gustav

"Bauen Sie sich ein unterstützendes Netzwerk in der Heimat auf! Bilden Sie Gemeinschaften Gleichkultivierter! Und streben Sie seelische wie physische Unabhängigkeit an!"

Das ist ein wichtiger Punkt. Egal, wie das alles ausgehen wird: wenn uns schon der Modus der Parallelgesellschaft aufgezwungen wird, dann sollten wir das Beste daraus machen und unsere eigene Parallelgesellschaft so effektiv und solidarisch wie möglich gestalten. Insbesondere dürfen wir unsere Kinder nicht dem Leviathan überlassen, sondern ihre geistige Immunstärke stärken. Wenn der Staat die Geister, die er rief, nicht mehr im Griff hat, ist Gruppenstärke wichtig, um nicht zwischen den außer Kontrolle geratenden Kräften zermalmt zu werden. Und es muss dann auch genügend Substanz dasein, um als Fluchtburg für die zu spät zur Einsicht Gekommenen fungieren zu können.

Valjean72
14. April 2019 14:21

Zitat von imagine :

Wenn man dies hier so liest, dann scheint es, dass der größte Wunsch der Rechten ist, in einem ausländer- und vor allem muslimenfreien Deutschland zu leben. Freiheit und Wohlstand sind nachrangig […] Eine geschlossene Gesellschaft mit weitgehender Rassereinheit.

Individuelle Freiheiten und Wohlstand („konsumistisches Flittergold“) sind in der Tat nachranging, wenn sich das eigene Volk einer existenziellen Bedrohung gegenübersieht. Ein Massai wurde dem wohl beipflichten, ebenso ein Apache. Man muss wohl schon übermäßig individualistisch geprägt (verbildet) sein, um dies anders zu sehen.

Sie mögen dies spöttisch mit dem Streben nach einer geschlossenen Gesellschaft mit weitgehender Rassereinheit abkanzeln, ich für meinen Teil sehe die Entwicklungen in den westdeutschen Großstädten mit Besorgnis.

Beispiel Hamburg:

Migrationshintergrund bei Kindern und Jugendlichen

[…] In Billbrook haben 98 Prozent der Kinder einen Migrationshintergrund, auf der Veddel 93,1 Prozent und in Hammerbrook 91,5 Prozent. Auf Platz vier folgt Steinwerder mit 87,7 Prozent. Platz fünf belegt der Stadtteil Harburg. Hier haben 82,2 Prozent der unter 18-Jährigen eine Migrationsgeschichte. In Wilhelmsburg sind es 78,9 Prozent, in Neuallermöhe 78,1 Prozent. Auf Rang acht liegt Rothenburgsort mit 77,6 Prozent. Es folgt Jenfeld mit 74,9 Prozent, nur knapp vor Billstedt mit 74,8 Prozent.

(Quelle: WELT.de; 22.05.2017)

Wollen Sie Ihre Kinder und Enkelkinder guten Gewissens auf Schulen in solche Stadtteile schicken?

Sollte keine Sezession, bzw. keine umfassende Remigration erfolgen, dann wird sich dies in einer zunehmenden Segregation auswirken. Das Phänomen der „white flight“ ist schon seit längerem in den USA und in England (z.B. East London) gegenwärtig.

Wobei uns selbst diese Rückzugsmöglichkeiten genommen werden sollen.

Zitat von Gustav:

In einer immer enger und feindlicher werdenden Welt gibt es kaum noch Rückzugsräume. Und die Globalisten arbeiten mit mephistophelischer Hinterhältigkeit und Perfidie daran, uns auch noch die letzte Alternative abzuschneiden.

Folgende Äußerung von EU-Kommisar Frans Timmermans vom 01.10.2015 kann man durchaus als Drohung auffassen:

Diversity ist das Schicksal der Menschheit! Nicht einmal in den am meisten abgelegen Orten dieses Planeten wird es zukünftig eine Nation ohne Diversity geben. Das ist es, worauf die Menschheit sich zubewegt.

Imagine
14. April 2019 16:57

Nach über 40 Jahren Diskussion finde ich das Thema türkische bzw. muslimische Massenimmigration langweilig.

Weil völlig klar ist, welche Konsequenzen daraus resultieren. Und es dennoch hingenommen wird wie das Wetter.

Es geht um den Import von billigen ausländischen Arbeitskräften, die als Lohndrücker fungieren, um so die Profitabilität der Privatunternehmen zu steigern. Zudem lässt sich aus dem Elend und der Not der Einwanderer billiges Dienstpersonal für Privathaushalte rekrutieren etc.

Massenimporte von ausländischen Arbeitskräften haben die Funktion, zum Zweck von Lohndumping künstlich Arbeitslosigkeit und Wohnungsmangel zu schaffen.

Mitte der 70-er Jahre waren die damaligen Linken, die klar gegen den Massenimport von billigen türkischen Arbeitskräften opponierten.

Denn damals gab es bereits Massenarbeitslosigkeit in Deutschland und es war klar, dass für jeden importierten Türken ein Deutscher arbeitslos werden wird.
http://1.bp.blogspot.com/_JRqVp6z1BXM/TQTAhxczatI/AAAAAAAAAP8/smbYXuZlNhc/s1600/arbeitslosigkeit-deutschland.png

Aber der Wirtschaft geht es primär um Profit und das Wohl der deutschen Arbeitsbevölkerung geht ihnen am A. vorbei. Da ist nichts (mehr) mit „Volksgemeinschaft“.

Heute - 4 Jahrzehnte später - hat sich die ethnische Struktur in Deutschland entscheidend verändert.

„Migrantinnen und Migranten machen in Offenbach einen hohen Bevölkerungsanteil aus. Jeder zweite Einwohner stammt aus einer Zuwanderungsfamilie. Im Durchschnitt besaßen mit Stichtag 31.12.2012 insgesamt 80,5% aller Offenbacher Kinder unter drei Jahren einen Migrationshintergrund.“
https://www.offenbach.de/medien/bindata/of/integration-und-zuwanderung/10_Jahre_Integrationskonzept_OF_2015_06_10.pdf

80, 5% im Jahr 2012 (!!!) – vor der großen Massenimmigration 2015 - heute sind es vermutlich noch mehr.

80, 5% im Jahr 2012, das bedeutet dass diese Kinder 2030 18 Jahre alt sein werden und 80,5% der Wahlberechtigten in dieser Altersgruppe stellen werden.

Die ethnische Umstrukturierung der Deutschen – „Umvolkung“ ist ein tabuierter Begriff - ist explizites Ziel von den Eliten. Dies kann belegt werden.

Stefanie von Berg, eine „Grüne“, spricht dies in der „Hamburger Bürgerschaft“ offen aus: Die Deutschen werden in absehbarer Zeit in der Minderheit sein. Und meint: „Dies ist gut so!“
https://www.youtube.com/watch?v=TjnI_WtgJGw

Lotta Vorbeck
15. April 2019 08:04

@Imagine - 13. April 2019 - 11:11 AM

"Wenn man dies hier so liest, dann scheint es, dass der größte Wunsch der Rechten ist, in einem ausländer- und vor allem muslimenfreien Deutschland zu leben. Freiheit und Wohlstand sind nachrangig. ..."

**********************************

Sicherlich können Sie kurz und verständlich erläutern, worin der Beitrag "den Ausländer und vor allem Moslems" zu "Freiheit und Wohlstand" leisten, besteht?

Niekisch
15. April 2019 09:55

@ Lotta Vorbeck 15.4. 08:04: "Imagine" ( Erfindung ) hat auf meinen Kommentar v. 14.4. 11:03 erwartungsgemäß nicht reagiert. Darf ich anregen, dieser Metapher der bundesdeutschen Staatlichkeit keine Aufmerksamkeit mehr zu schenken, damit seine Strategie, Energien vom Notwendigen abzuziehen, ja Fallen zu stellen, ins Leere läuft?

MARCEL
15. April 2019 09:56

Riskanter Vorschlag?
Ja, natürlich, weil:
1. Nur die Zeitschrift Sezession den Mut hat, Unerhörtes zu denken (ohne es in jedem Fall gelten zu lassen)
2. Es ohne Risiko sowieso nicht mehr gehen wird
Irgendwann sind der Bücher und Artikel genug, irgendwann sind auch der harmlosen Demos, Petitionen, Bittprozessionen, Novenen, Transparente etc. etc. genug.
Irgendwann kommt der Nachweis, dass Deutschland um sein (ganzes!) Territorium noch kämpfen kann (und Merkel sowie ihr Beraterstab sich doch noch verschätzt haben). Irgendwann kommt es zum Schwur!
Falls doch nicht: In 5-10 Jahren wird der Widerstand aufhören zu sein, es geht wieder zurück in die Nische, wenn überhaupt. "Rette sich, wer kann!" wird des dann heißen.
Die "Rentner" der Zukunft dürften nur noch zwischen Freitod oder würdeloser Heloten-Dhimmi-Existenz wählen.

Imagine
15. April 2019 10:01

@Lotta Vorbeck 15. April 2019 08:04
„Sicherlich können Sie kurz und verständlich erläutern, worin der Beitrag "den Ausländer und vor allem Moslems" zu "Freiheit und Wohlstand" leisten, besteht?“

Ganz einfach:
Sie vermehren die „Freiheit und den Wohlstand“ der reichen und superreichen Vermögenseigentümer aka Kapitalisten (s. mein Kommentar 14. April 2019 16:57).

Laurenz
15. April 2019 10:25

@Imagine ..... leider, oder klugerweise hat der Spiegel alle Artikel zum Türkei-Vertrag aus seinen Archiven gelöscht. https://de.wikipedia.org/wiki/Anwerbeabkommen_zwischen_der_Bundesrepublik_Deutschland_und_der_T%C3%BCrkei
https://www.dvka.de/media/dokumente/rechtsquellen/svabkommen/Tuerkei_SVA.pdf
Die Quellenlage im Netz ist recht dürftig. Als richtig gilt wohl, der deutsche Innenminister war damals dagegen. Aber Deutschland mußte wohl den Preis für den Türkei-Beitritt zur Nato bezahlen. Damals waren 60% der Türken Analphabeten. Deutsches Geld der abhängig Beschäftigten und deutsche Ausbilder machten die Türkei zu dem, was sie heute ist. Da Helmut Schmidt sich grundsätzlich gegen Zuwanderung aussprach, war er als Kanzler wohl machtpolitisch nicht in der Lage, diese zu stoppen. Ich weiß nicht wirklich, wer unsere Streiter in vorderster Front berät? Aber es ist zwar wünschenswert, aber nicht wirklich klug von Herrn Prof. Dr. Meuthen, die Abschaffung des deutsch-türkischen Sozialversicherungsabkommen zu fordern, sondern die Forderung nach Europäisierung dieses Abkommens wäre günstiger. Das bringt mehr Stimmung in die Bude, Herr Salvini ist da wesentlich geschickter und erfolgreicher. Auch wäre es günstiger, Druck auf andere Europäer mit der Zahl der Migranten in Deutschland seit 1955 in der aktuellen Verteilungsfrage auszuüben. Für die kolonialen Sünden unserer Nachbarn können wir natürlich keine Verantwortung übernehmen. Mittlerweile macht es allerdings keinen Unterschied mehr, welche Blockparteien Gewinne privatisieren und Kosten sozialisieren. Deswegen gibt es ja auch keinen Grund mehr, aSozialdemokraten Wahlen gewinnen zu lassen.

Stil-Bluete
15. April 2019 11:44

Mehr und mehr fällt mir der Vergleich mit 'Reservaten', Rückzugsorten, Biotopen, konservativen Inseln auf. Sie sind aber allesamt, gemäß unserer Kultur, keine Burgen mit Burgherren und Burgmauern.

Im Unterschied zu den Indianern, sind wir gerade dabei, uns unsere Reservate selbst zu erschaffen.

Imagine
15. April 2019 13:06

@Niekisch 15.4. 08:04 + 15.4.09:55

Um Ihre Frage zu beantworten:
Herrn Pfahl-Traugber kenne ich nicht, auch nicht dessen Publikationen, sondern musste erst nach diesem Namen googlen.

Ich selbst sehe mich in einer bürgerlich-emanzipatorischen und humanistischen Tradition.

Das Zulassen und die Förderung der Massenimmigration sehe ich als einen Verstoß gegen die deutsche Verfassung und die Menschenrechte der Deutschen an. Gäbe es ein rechtsstaatliches Verständnis in der Bevölkerung und einen Rechtsstaat, der diesen Namen verdient, so wäre dies unterbunden worden und die Akteure wären vor Gericht gekommen.

Die kulturelle Selbstbestimmung ist ein elementares Menschenrecht – auch für Deutsche.

Aus meiner Sicht ist die völkische Rechte vom Menschen und Gesellschaftsbild vorbürgerlich. Die Nazis waren explizit anti-humanistisch, anti-bürgerlich, anti-liberal und anti-demokratisch. Daher deren Zuneigung zu Sparta und gegen Athen.

Die herrschende Politik der Blockparteien, die von den Rechten als „links“ bezeichnet wird, ist in Wirklichkeit nach-bürgerlich und postmodern. Mit bürgerlicher Politik hat dies nichts gemein. Lächerlich, wenn sich volksbetrügerische Politiker als „bürgerlich“ bezeichnen.

Der Neoliberalismus ist ein anti-sozialer Sozialdarwinismus, der sich mit pseudo-linker und pseudo-humanistischer Ideologie verkleidet.

Ein aufgeklärtes, allgemeingebildetes und gemeinwohlorientiertes Bürgertum gibt es heute nur noch völlig marginalisiert und politisch ohnmächtig. Gäbe es noch wirkmächtige bürgerlich-emanzipatorische Intellektuelle, wie z.B. einen Adorno, und ließe man diese in den Medien zu Wort kommen, so wären diese die schärfsten Kritiker der herrschenden pseudo-linken und pseudo-humanistischen Ideologie.

Auch die Libertären sind anti-bürgerlich und von ihrem sozialdarwinistischen Menschen- und Gesellschaftsbild durchaus Teilen der extremen Rechten ähnlich, allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: Sie sind zutiefst anti-sozial eingestellt und wollen keine Volksgemeinschaft, in der die Individuen zum gemeinwohlorientierten und solidarischen Handeln verpflichtet werden. Die wollen totale Freiheit für sich und ihre sozialdarwinistische Selbstbereicherung.

Lotta Vorbeck
15. April 2019 13:45

@Imagine - 15. April 2019 - 10:01 AM

"...

Ganz einfach:
Sie vermehren die „Freiheit und den Wohlstand“ der reichen und superreichen Vermögenseigentümer aka Kapitalisten (s. mein Kommentar 14. April 2019 16:57)."

*********************

Der Verlust dieser Art von "Freiheit und Wohlstand" sollte sich ergo leicht verschmerzen lassen.

Nemo Obligatur
15. April 2019 18:00

@ Laurenz

Ich sehe nicht ganz, was Sie damit sagen wollen. Die Sowjetunion war ein Vielvölkerstaat. Da gibt es immer das Potential einer Sezession. Für Deutschland trifft das nicht zu. Wir sind inzwischen vielleicht eine "Multikultirepublik", ein Vielvölkerstaat aber nicht.

Im übrigen gibt es in den USA durchaus jede Menge Terrorismus. Abgesehen vom größten Terroranschlag aller Zeit, (9/11, dem ein anderer Anschlag auf das WTC Jahre zuvor vorausging) haben wir u.a. den Anschlag in Oklahoma (Timothey McVeigh hieß der Attentäter, glaube ich), dann gab es mal einen Una-Bomber, nicht zu vergessen diese Tschetschenen oder Usbeken, die bei einem Marathon einen Kochtopf gefüllt mit Sprengstoff und Nägeln im Zielbereich gezündet haben. Sicherlich kennen die einschlägigen Suchmaschinen noch mehr Beispiele.

newpokemon
15. April 2019 18:15

@Imagine

"Sie vermehren die „Freiheit und den Wohlstand“ der reichen und superreichen Vermögenseigentümer aka Kapitalisten"

Vulgärmarxismus aus der tiefsten Mottenkiste. D hat spätestens seit Schröder, seines Zeichens jungsozialistisch geschulter SPD-Mann, einen weiten Niedriglohnsektor mit hoher Dauerarbeitslosigkeit und Löhnen am Rande des Existenzminimums. Da ist der marginale Nutzen des Imports von Millionen weiteren geringqualifizierten Niedriglöhnern genau null. Und warum verzichten die "Kapitalisten" in Japan und den Tigerländern immer noch auf die ach so hohen Profite durch diese Art von Einwanderung? Die müssten ja profitlos vor sich hin darben. Tun sie aber nicht. Die "Kapitalisten", von denen sie fabulieren, sind in Wirklichkeit hauptsächlich institutionelle Grossinvestoren, oft im Ausland sitzend, und sowohl auf der Eigentümerseite als auch in den Geschäftsführungen geben angestellte Manager den Ton an. Diese Managerkaste hat keinen "skin in the game", handelt rein opportunistisch und hat kein Problem damit, ihr Fähnlein nach dem politischen Wind zu hängen. Die Staatsbürokratien werden vom gleichen Typ beherrscht, all das nennt man den Managerstaat.

Unter der indigenen Bevölkerung sind es keine "Kapitalisten", die von der Flüchtlingswelle profitieren, sondern die städtisch grün-linke marxistisch fabulierende Wählerbasis aus Sozialheinis aller Coleur, Asylanwälten, Katzenladies und dergleichen. Erwähnenswert noch die etwas reichere Rotweinschickeria, oft medial oder im höheren öffentlichen Dienst verortet, die tatsächlich vermehrt billige Dienstleistungen in Anspruch nehmen kann, von der Haushaltshilfe bis zum Gärtner. Solche Dienstleister bringen der heutigen Industrie keinen Profit, hätten dort niemals eine Chance. Das weiss jeder, der in der Industrie arbeitet, ganz genau. Wir leben nicht mehr im 19. Jahrhundert, wo Kinder Kohlekarren durch Minenschächte zogen und Marx das kommunistische Manifest schrieb, get over it.

@Michael Kirchberg und andere

Aber mal etwas zu dem Artikel und enigen der Antworten, man würde lieber im Westen bleiben. Das schliesst sich doch nicht aus. Eine hypothetische Abspaltung von Teilen Deutschlands hätte auch im Rest einen enormen positiven psychologischen Effekt. Genau deshalb würde ein Abspaltungsversuch auf enormen Widerstand treffen, aus Sicht des Systems wäre das Positive einfach zu negativ. Trotzdem stellt sich die Frage, ob eine möglicherweise bevorstehende Wirtschaftskrise nicht die Bedingungen schaffen könnte, wo zumindest die Freistaaten aus D ausscheren könnten. Es fragt sich dann natürlich sofort, wie das mit linken Hochburgen wie Leipzig, Nürnberg und München im Gepäck jemals funktionieren sollte. Eine Krise müsste schon sehr tief sein, damit Abspaltungsversuche auf der Ebene von Regierungsbezirken oder Landkreisen eine Chance hätten.

Wenn man in diese Richtung gehen will, muss man sich vor allem fragen, wieviel Zeit man noch in die AfD investieren möchte. Die AfD ist sehr an der Idee von D als Ganzem orientiert. Sie hat im Bundestag viele Systempolitiker dazu gebracht, sich als die Lumpen zu offenbaren, die sie sind. Aber eigentlich hat die AfD nur deren Reihen geschlossen und nicht viel Konkretes bewirkt. In der Fläche hat man den Eindruck, das sich die AfD-Fraktionen in den Landtagen in der gleichen Situation befinden, ohne aufs flache Land auszustrahlen. Wo bleiben die von der AfD ins Leben gerufenen Volksbegehren zu Themen, die den Leuten am Herzen liegen und mit der AfD-Programmatik im Einklang stehen?

Vieleicht sollte man anstatt mit der AfD mit vielen Regionallisten arbeiten, die untereinander vernetzt sind. Soetwas wie die freien Wähler, nur mit patriotischer Programmatik. Es gibt schon lange die Idee einer Pegidapartei. Schafft nicht eine sondern viele regionale Pegidaparteien!

Ergon
15. April 2019 19:43

@Grambauer Der Link auf Heins "Gegenlauschangriff" ist interessant, obgleich der angesprochene Sachverhalt auf mich nicht ganz so atemberaubend wirkt. Aus der deutschen Ausgabe von ГОРБАЧЕВ И ГЕРМАНСКИЙ ВОПРОС, Gorbatschow und die deutsche Frage - eine Sammlung von Dokumenten zur sowjetischen Deutschlandpolitik 1986 - 1991. Der sowjetische Außenminister Schewardnadse berichtet Anfang 1987 dem Politbüro von seiner Reise in die DDR:

"Die Idee einer einzigen deutschen Nation lebt in der Psychologie und im Denken sogar der Kommunisten. Sie beginnen mit den Westdeutschen anzubändeln. Sie kritisieren die BRD nicht. Und es geht hier nicht nur um wirtschaftliche Interessiertheit. Die Idee eines geeinten Deutschland erfordert eine ernsthafte, wissenschaftliche Untersuchung. Übrigens in dieser Hinsicht sind auch die Polen beunruhigt."

Ausschnittsweise im Netz nachzulesen auf
http://docplayer.org/26253321-Die-deutsche-ausgabe-von-gorbachev-i-germanskiy-vopros-joachim-glaubitz.html (S. 2)

Thomas Martini
15. April 2019 21:01

@Valjean72:

"Man liest auch hier oft von „westlicher Zivilisation“, „westlichen Werten“, die es zu verteidigen und von mangelnder Demokratie, die es wieder zurückzugewinnen gelte.

Am Ende ist es vielleicht gerade dieses Verfangensein in wohlklingende (und uns einschläfernde) Ideen und Schlagworte welches uns in diese schlimme Situation gebracht hat?"

Die Amerikanisierung ist in Westdeutschland praktisch abgeschlossen. Wie allumfassend dieser Vorgang auf die Sinne der Deutschen einwirkt, wird selten beachtet. Geistig und kulturell gesehen, gibt es in der BRD nichts mehr zu verteidigen; nur das, was die Siegermacht uns brachte. Der Ruf des Eigenen ist schlecht. Hochrangige Politiker halten ihr Heimatland für ein Produkt der Exkretion, und schreien es heraus: "Nie wieder Deutschland". Keiner liebt das Land, auch nicht Rammstein.

Wer will diesen traurigen Überrest einer einstigen Kulturnation schon retten, der heute als >>Deutschland<< gilt!? Das süße Gift des Amerikanismus hat den Patienten zwar todkrank gemacht, aber diese Erkenntnis fehlt allenthalben. Die Zahl derer, die überhaupt ein Empfinden für deutsche und europäische Kultur haben, hat drastisch abgenommen. Daher werden Islamisierung und Afrikanisierung nicht als Folgekrankheiten begriffen.

Gewöhnliche Bundedeutsche genießen das amerikanische Lebensgefühl bewusstlos. "Soft Skills" veursachen keinen Leidensdruck, so wird die Besatzung durch amerikanische Streitkräfte maximal als notwendiges Übel aufgefasst. Wie leere Hüllen sind viele Westdeutsche, durch zahlreiche Denk- und Sprechverbote einerseits, und zvilreligiöse Formeln wie Menschwürde, Menschenrechte, Antisemitismus andererseits, zu unkritischen Konsumenten und Arbeitsbienen erzogen. Demokratisch abgerichtet. Der Einwand, das habe nicht - oder nicht nur - mit der Amerikanisierung zu tun, wirkt so überzeugend, wie die Schutzbehauptung eines unverbesserlichen Trinkers, der behauptet, seine vielfältigen Probleme kämen nicht vom Saufen. Nicht nur, zumindest.

Imagine
15. April 2019 23:48

@newpokemon 15. April 2019 18:15
„Unter der indigenen Bevölkerung sind es keine "Kapitalisten", die von der Flüchtlingswelle profitieren …“

Klar, aus Sicht eines völkischen Rechten handeln indigene Kapitalisten nicht profitorientiert, sie übervorteilen und betrügen nicht ihr eigenes Volk, sondern stellen sich in den Dienst der Volksgemeinschaft.

Wie kann man so weit von der Realität abgedriftet sein?!

Es war insbesondere die Oberschicht, welche die Einwanderung begrüßte. Die Personen outeten sich in der BILD-Kampagne.
http://www.bild.de/news/inland/fluechtlingshilfe/so-funktioniert-die-grosse-hilfs-aktion-von-bild-42369204.bild.html

Die Oberschicht erhoffte sich von der Einwanderung wirtschaftliches Wachstum. Das wird beispielsweise deutlich im FAZ-Beitrag von Daimler-Chef Zetsche, der behauptete: „Flüchtlinge könnten Wirtschaftswunder bringen“.
http://www.faz.net/aktuell/technik-motor/iaa/daimler-chef-zetsche-fluechtlinge-koennten-neues-wirtschaftswunder-ausloesen-13803671.html

So ist es nun in der kapitalistischen Klassengesellschaft, die einen – eine kleine Minderheit – erwartet ein „Wirtschaftswunder“, das sie noch reicher macht. Ein „Wirtschaftswunder“ nur für ihre Klasse, versteht sich.

Es ist erschreckend, wie viel Nazi-Ideologie noch in den Köpfen steckt. Die Nazis unterschieden zwischen „schaffendem“ und „raffenden“ Kapital. Das „schaffende“ waren die Volksgenossen und das „raffende“ war das „jüdische“.

Wissenschaftlich ist dies natürlich völliger Blödsinn, dann das Kapital kennt kein Vaterland und keine Volksgemeinschaft, sondern geht dort hin, wo es die größten Profite erwartet. Heute ist nichts zu blöd, um nicht von linken oder rechten Ideologen publiziert zu werden. So wie beispielsweise das das hirnbefreite Geschreibsel eines Matussek, der statt einer Realitätsanalyse der tatsächlichen Interessen hinter der Massenimmigration als Erklärung psychologisierende Deutungen bringt, wie linkes Gutmenschentum, deutsche Hybris, Ausagieren eines Schuldkomplexes etc.

Maxx
16. April 2019 02:58

Ich hatte zugegebenermaßen auch schon ähnliche Gedanken ... Rückzug, Einigelung, um wenigstens etwas, einen Flecken Deutschland zu bewahren und nicht irgendwann wie die Südafrikaner entrechtet und vielleicht, was ich nicht hoffe, vertrieben zu werden. Es ist eine schmerzhafte und notwendige Diskussion.

Doch nach einer Sezession, sollte sie rechtlich realisierbar und ökonomisch praktikabel sein, sähen wir uns in verkleinerter Form da nicht mit denselben Problemen wie heute konfrontiert? Selbst ohne Massenmigration, mit geregelter Zuwanderung Hochqualifizierter: Der Feind stünde weiterhin im eigenen Land, in den Reihen unserer Landsleute - gleich nebenan wohnt doch der aggressive Altlinke, dann der militante, Reifen aufschlitzende Antifatyp oder die linksbewegte, gegen mich hetzende Willkommenslady? Linke Hochburgen, Gemeindeverwaltungen, Beamten, Medien- und Regierungsbüttel - die gäb's auch weiterhin in Mitteldeutschland, egal wie eindeutig das patriotische Bekenntnis der jeweiligen Region ausfallen würde.

Wie damit umgehen? Die würden eh weder verschwinden noch abwarten und zuschauen, wenn sich Sezessions- oder Autonomiebestrebungen formieren sollten. Fühle ich mich denen überhaupt noch zugehörig? Möchten und dürfen wir die in einem kleinen neudeutschen Staat auch wieder mitschleppen?

Fraglich ist daher, ob man abgespaltene Bundesländer oder kleinere Verwaltungseinheiten angesichts der innerdeutsch-gesellschaftlichen Spaltung überhaupt befrieden könnte oder? Unstrittig ist m. E., dass es in anderen europ. Staaten aus den bekannten Gründen künftig sezessionsähnliche Autonomiekonzessionen in Regionen geben wird ...

Als rechtsstaatliche Gesamt-Entität hat das, was als BR Deutschland bekannt ist, m. E. dennoch keine positive Fortführungsprognose. Es wird entlang tribalistischer/ethnokulturell-religiöser Grenzen in Clans, Gruppen, Stämme zerfallen. Nur als hoch organisierte, leistungswillige und -fähige Volksgruppe, als ein Stamm unter anderen, die alle auf deutschem Gebiet leben, haben die Deutschen möglicherweise eine Zukunft als "Bewahrer" o.ä. ... Sieferle, äußerte der nicht eine ähnliche Prognose im "Migrationsproblem"?

Sollte es an dem hierzu nötigen Willen oder Bewusstsein (zum Deutschsein) mangeln, erübrigt sich eh jede Diskussion darüber, ob oder inwieweit die nötige Erneuerung o. Wiederbelebung einer Kollektividentität eine neue fest umrissene geografische bzw. verwaltungsmäßige Ausprägung findet. Es ist irgendwie …

MARCEL
16. April 2019 08:46

@Stil-Bluete
Danke! Auf den Punkt gebracht.

Niekisch
16. April 2019 09:45

@ Imagine 15. 4. 13:06: Sie sind einer der interessantesten Kommentatoren hier. Fast bewundernswert, wie Sie "links" und "rechts" insgesamt verwerfen, aber auch gegeneinander ausspielen, zugleich das bestehende System letztlich verteidigen. Chapeau!

newpokemon
16. April 2019 10:54

@Imagine

"Wissenschaftlich" ist an diesem Mottenkistenmarxismus ungefähr genausoviel wie an einem Oberseminar an der Humboldtuni kurz vor dem Mauerfall (oder wie an einem Oberseminar an der Humboldtuni heutzutage). Diese sogenannte Wissenschaft hat es geschafft, den vormaligen Ostblock, China unter Mao, Kambodscha unter den roten Khmer, Nordkorea, Kuba, Venezuela und zahllose weitere Länder zugrundezurichten, und dabei noch die weitaus meisten Massenmorde des 20. Jahrhunderts zu verüben. Holodomor, Gulag, Kulturrevolution, Killing Fields - schon vergessen?

"Die Oberschicht erhoffte sich von der Einwanderung wirtschaftliches Wachstum."

Wie wäre es, wenn Sie sich wenigstens ein bisschen wissenschaftlich soziologisch präziser Kategorien bedienen würden? Die eigentliche Oberschicht besteht aus Milliardären wie der Quandt-Familie, ist zahlenmässig verschwindend gering, sitzt dividendenverzehrend auf ihren Luxusanwesen im In- und Ausland und hat als Gruppe weder politisch noch ökonomisch etwas zu melden. Ein Beispiel für Oberschichtler, die noch aktiv mitmischen, ist die Familie Bertelsmann. Die sind aber auch ein sehr gutes Beispiel für die Politisierung der Oberschicht. Ökonomisch haben die Bertelsmänner von der Einwanderung aus der dritten Welt wenig zu profitieren, weder auf der Verkaufs- noch auf der Betriebsseite. Trotzdem sind die Bertelsmänner die grössten Merkelfreunde.

Der von ihnen genannte Daimlerchef ist kein Oberschichtler sondern ein typischer Angehöriger der Managerkaste, wenn auch ein sehr gut bezahlter. Klar wirft er sich für Einwanderung in die Bresche. Würde er sich unbeliebt machen und dabei seinen Posten behalten, was sehr unwahrscheinlich wäre, dann könnte ihm die Politik ohne weiteres durch Regularien sein Autogeschäft kaputt machen. Also heult er mit den Wölfen und stellt ein paar Alibiflüchtlinge ein. Nach ihm die Sintflut, der goldene Fallschirm ist ihm garantiert. Das ist aber kein "Kapitalismus". Das ist eine allumfassende opportunistische Klüngelwirtschaft und links-grün sozialistische Mobherrschaft, an der das Land erstickt.

"Es ist erschreckend, wie viel Nazi-Ideologie noch in den Köpfen steckt."

Und natürlich ist ein Nazi, wer die Mär von den automatisch bösen Kapitalisten nicht kauft. Marxismus war und ist von seiner Geschichtsdeutung und öknomischen sowie gesellschaftpolitischen Theorie immer wertlos und grundfalsch, wer das erkennt und benennt ist kein Nazi. Schom im neuzehnten Jahrhundert wurde die Marxsche Lehre vom Mehrwert von vorurteilslosen Ökonomen praktisch sofort nach ihrer Veröffentlichung als Humbug erkannt.

Es gab und gibt schon böse Kapitalisten. Komischerweise sind es oft die ach so antikapitalistischen Marxisten, die mit ihnen unter einer Decke stecken. Der Wall-Street-Bankier Jacob Schiff wollte die Zarenherrschaft getürzt sehen, weil sie amerikanischen Expansionsbestrebungen im Wege stand. Erst unterstützte er Japan in seinem Krieg gegen das Zarenreich, dann fütterte er Trotzki durch, als der sich im amerikanischen Exil befand, und nach der Oktoberrevolution gab es dann wunderbare Geschäfte mit amerikanischen Krediten und dem Verkauf amerikanischer Technologie on die Sowjetunion. Ja sogar die ersten Fünfjahrespläne stammten direkt aus der Hand amerikanischer Berater, die die Sowjetunion angeheuert hatte. Pack schlägt sich, Pack verträgt sich, so war das schon immer. Wer auf der Strecke bleibt, ist das gemeine Volk, aber das kann man ja als einen Haufen Nazis verunglimpfen.

Marxismus dient aus Sicht von Leuten wie vormals Jacob Schiff nur dazu, die Wasser zu trüben. Es gibt eine Schere zwischen arm und reich und so wie schon immer in der Geschichte hat diese Kluft die Tendenz, sich laufend zu vertiefen. Reich ist jedoch nicht gleich reich. Es gibt die reichen und dann gibt es die superreichen Oligarchen. Die Oligarchen sind wirklich srupellelos und wollen ihre Stellung behalten. Also verbünden sie sich mit ein paar charakterlosen Marxisten, die ihnen den Rücken freihalten, indem sie den Rest gegeneinander aufbringen. Bezos, Gates, Zuckerberg, Buffet, Soros, die Google-Gründer - alle tuen sie unheimlich links und die Marxisten stöhrt es nicht. Und am besten funktioniert es natürlich mit Marxisten, die ehrlich glauben, ihr Marxismus diene dem Volk. Tut er aber nicht, hat er noch nie.

Franz Bettinger
16. April 2019 18:35

@Imagine: Wissen Sie, was ein Eigentor ist? Nein? Dann greifen Sie mal hinter sich. Lotta Vorbeck hat Ihnen eine kluge, ernst gemeinte Frage gestellt! Haben Sie nicht mehr drauf, als eine solch Böhmermanneske Antwort zu geben, nämlich: der Beitrag der Ausländer und vor allem der der Moslems zu Freiheit und Wohlstand bestehe darin, die Freiheit und den Wohlstand der Reichen und Superreichen zu mehren? Das ist nicht mal witzig, es einfach daneben! Ich schließe mich deshalb der Empfehlung Niekischs an, solche Kommentare fortan zu ignorieren. Nun, in ihrem späteren Kommentar haben Sie's ja dann korrigiert. Aber: Muss das sein?

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