Sezession
19. Mai 2019

Sonntagsheld (107) – Bella gerant alii

Till-Lucas Wessels / 44 Kommentare

Steht auf, wenn Ihr für HC seid!

Till-Lucas Wessels

Till-Lucas Wessels studiert und ist identitärer Aktivist sowie »Minenhund für zukünftig Zumutbares«.

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Und, ich gestehe: Auch meine erste Reaktion auf die Video-Veröffentlichungen rund um die "Ibiza-Affäre" war ein hämisches Grinsen über den ollen Boomer HC, der sich bei Vodka-Redbull um Kopf, Kragen und Vizekanzlerschaft redet.

Zu sehr verdient schien der Boomerang, der zurückwirbelte, zu unangenehm brannte noch der verräterische Tritt, mit dem sich Strache höchstpersönlich von der gebrandmarkten IBÖ in die Sicherheit der Gebietskörperschaften abstoßen wollte. Zudem: Ich bin kein Spaßverderber, wo es was zu lachen gibt, wird gelacht und sein Galgenhumor hat schon so manchem verlorenen Sohn die erste Tür zurück nach Hause geöffnet.

Der volle Umfang der Situation und der daraus folgenden "Regierungskrise" wurde mir indes erst heute im Verlauf des Sonntags bewußt und mit dieser Bewußtwerdung kamen auch die ernsteren Gedanken. Das alles ist ja nichts neues, aber es hat eine neue Intensität: Es wirkt einmal mehr so, also würde bei unseren südlichen Nachbarn, wo die Rechten häufig etwas rechter und die schmierigen Christdemokraten häufig etwas schmieriger sind, eine destillierte, konzentrierte Form der Politik betrieben – eine absurde Chimäre aus Operettenparlamentarismus und politischem Labor.

Wo es aber ein politisches Labor gibt, da gibt es auch politische Laborratten, oder – weil die Ratte als Tier durchaus vorbelastet ist – meinethalben politische Labor-Hundewelpen, mit denen kräftig experimentiert wird. Nun mag sich zwar der eine oder andere bequem in seiner Tagesdecke suhlen und den Ausgang der Experimente und die anschließenden Canossa-Gänge mit höhnischem Konfetti beblasen, wenn er sich indes ein wenig umschaut, wird er bemerken, daß auch sein Schlafsofa in einem Käfig steht und er genauso wie die eben noch belachten Leidensgenossen längst ein Teil des großen Gesellschaftsexperimentes ist.

Will sagen: Den HC und den Joschi hat's erwischt, gemeint sind wir alle. Wer heute politisch und gesellschaftlich aktiv ist, der kennt den faden Beigeschmack der auf der Zunge liegt, wenn man wieder einmal aus Eitelkeit vergessen hat, sich rechtzeitig auf selbige zu beißen. Der kennt auch das Unbehagen, das sich über den Bartresen legt, wenn ein unüberlegter Tischnachbar sich auf thematische Irrwege gibt und im eigenen Kopf sofort die Rädchen der Distanzierungsmaschinerie zu rattern beginnen. Und der kennt das schon fast lächerliche Mißtrauen mit dem man jedem Mitmenschen begegnet, mit dem man sich über den Smalltalk heraus unterhält.

Alles das folgt aus der erdrückenden Gewißheit, auf Schritt und Tritt von Geheimdiensten und Behörden, politischen Feinden, Personen mit zwielichtigen Geschäftsinteressen, oder auch mißgünstigen Mitstreitern überwacht, dokumentiert, öffentlich vor- und natürlich jeglicher kriminellen oder nicht kriminellen Un- oder gar Wohltat überführt zu werden.

Für den Umgang mit dieser Misere hat Martin Sellner in einem neuen Video die wegweisende Maßgabe formuliert: Revolutionäre Disziplin auf der einen, eine großzügige Kultur des kameradschaftlichen Vergebens auf der anderen Seite.

Ich kann die Wichtigkeit dieser Botschaft nicht dick genug unterstreichen: In der gärenden Gewitterspannung unseres politischen Einsatzes ist die Erbarmungslosigkeit schnell bei der Hand. Gar nicht einmal im Angesicht des politischen Gegners, wie selbiger sich vor masochistischer Selbstvernichtungsphantasie tropfend nicht entblödet zu hoffen, sondern vor allem vor den eigenen Leuten, die nur zu leicht durch einen großen oder auch einen kleinen Fehler zum Blitzableiter werden.

Als ich diesen Artikel angefangen habe, da sollte eigentlich Herbert Kickl, der – nach meinem Dafürhalten – integerste Politiker der Freiheitlichen, zum Sonntagshelden werden. Jetzt ist es doch irgendwie der HC geworden, dessen legendäre Wahlkampf-Raps auch in Halle durch die Bar ballern und ich denke, das hat er sich verdient. Ich hoffe, daß die kommenden Monate kalten Entzugs das zersetzende Gift des Parlamentarismus, der jeden zu verderben droht, der sich ihm anheimstellt, aus seinem Körper vertreiben und wünsche ihm von Herzen einen guten familiären Rückhalt und viel Kraft, auf daß er eines Tages an Körper und Seele gesundet in den Dienst seines Volkes zurückkehren kann.

Bis er sich öffentlich bei der IBÖ entschuldigt, hat er zwar trotzdem Hausverbot im Flamberg (Strafe muß sein), aber bei uns gibt's auch keinen Vodka-Redbull, sondern nur Bacardi-Krabbler.


Till-Lucas Wessels

Till-Lucas Wessels studiert und ist identitärer Aktivist sowie »Minenhund für zukünftig Zumutbares«.


Kommentare (44)

Franz Bettinger
19. Mai 2019 23:10

Der FPÖ-Chef ist zurückgetreten, wegen eines zwei Jahre alten Videos, das man heimlich von ihm drehte und das der Spiegel jetzt eine Woche vor der EU-Wahl lancierte und skandalisierte. Eigentlich ein Witz! Kann sich noch jemand an Watergate erinnern? Aus heutiger Sicht - nach Patriot Act, NSA's Global Spy Program und legalisierten Staats-Trojanern - läppisch! Und jetzt soll das Geplauder in einer geschmacklos eingerichteten Villa auf Ibiza - das ist das einzige daran, was mir missfällt - ein Skandal sein? Ein harmloses Biertisch-Gespräch, wie es jeder Mensch und erst recht jeder Politiker täglich mit Vertrauten führt! In dem einer sich mehr Medien-Einfluss wünscht. Harmlos und lachhaft! Solche Taktik- und Strategie-Gespräche im Hintergrund geschehen doch täglich in allen Parteien. Ich verstehe nicht, was an der Unterhaltung mit der falschen und nicht mal gutausehenden Oligarchin ungehörig oder gar ungesetzlich gewesen sein könnte. Nehmen andere Parteien keinen Einfluss auf die Medien? Ja, sie besitzen sogar die Medien, ganze Bataillone davon! Vor allem die SPD. Der Skandal besteht darin, dass man Strache eine Falle gestellt hat. Warum also zurücktreten? Die Fakten erzwangen das keineswegs. Antwort: Strache kam einem Rauswurf zuvor.

Sebastian Kurz hätte über diese Videofalle, die sieben Stunden lief und laufend (mit Fangfragen) neu justiert wurde und nicht einmal richtig zuschnappte, lachend und schulterzuckend hinweggehen können. Tat er nicht. Sieht aus, als habe er Strache und mit ihm dessen Partei zum idealen Zeitpunkt vorführen und loswerden wollen, ja, als sei Kurz einer der Fallensteller gewesen. Kanzler Kurz will Neuwahlen. Jetzt wird klar, warum man kürzlich Strache schon über die Identitären (Martin Sellner) stolpern lassen wollte. Eine Inszenierung, um die Koalition zeitgünstig vor der wichtigen EU-Wahl platzen zu lassen! Was will Kurz? Wer ist Kurz? Wem dient er? Merken die österreichischen Wähler, was gespielt wird?

Urou
20. Mai 2019 03:49

Wir leben in einer verrückten Zeit.
Alles wird immer anonymer aber die Überwachung, ob jeder Bürger auch wirklich die richtige Meinung vertritt, hat bereits jetzt orwellschen Dimensionen angenommen.
Der moderne Mensch - der sich nur noch ein Single-Dasein leisten kann - mag in seiner Butze unbemerkt krepieren. Das ist dem Staat völlig wurscht, selbst wenn der Verwesungsgeruch bestialisch ist.
Aber wehe ein Mensch wagt es, etwas Unüberlegtes - vor allem politisch Inkorrektes - zu posten. So jemanden hat der Gesinnungsstaat ganz schnell am Kanthaken.

Wieviel engmaschiger ist in einem solchen Staat die Überwachung von unliebsamen Politikern?
Ein Schelm wer sich über den Zeitpunkt wundert, an dem man diese Bombe platzten ließ.

Allerdings offenbart die Nummer, die H.C. Strache da abgegeben hat, leider auch noch etwas anderes: Die Personaldecke in der FPÖ ist sehr dünn. In dem Punkt ist es bei der AfD hoffentlich besser bestellt.

Allen, die noch nicht resignierten und immer noch treu für unsere Heimat einstehen, muss dieser katastrophale Lapsus eine Warnung sein!
Vergesst nie den wahren Spruch des Deutschenhassers (Winston Churchill):

"Mit unüberlegten Worten, die man ungesagt herunterschluckt, hat sich noch keiner den Magen verdorben."

herbstlicht
20. Mai 2019 07:39

Vielleicht noch ein Steinchen im Bild: In Schweden tauchte gestern die Meldung auf, daß die Schwedendemokraten Kristina Winberg --- derzeit EU-Parlamentarierin --- von der Liste der Kandidaten gestrichen haben. Heute meldete die Tageszeitung Expressen, daß Peter Lundgren --- ebenfalls MEUP der Schwedendemokraten --- letztes Jahr bei einem feuchten Abend einer Parteikollegin unerwünscht unter dem Pullover an die Brust gefasst hat (was Lundgren zugibt im Sinn "grober Scherz"). Winberg hat die Szene gefilmt; das Mobiltelefon soll ihr letztes Jahr gestohlen worden sein.

RMH
20. Mai 2019 09:31

Die Äußerungen Straches in diesem "Privatgespräch" sollte man jetzt bitte nicht bagatellisieren und klein reden (sich geradzu als korrupt, wenn auch nur zum Wohle der Partei bzw. der "Sache" und nicht zum eigenen, aufdrängen, ist auch unter Berücksichtigung von Alkohol gerade keine Kleinigkeit, dass muss ganz klar sein!) sondern versuchen, einmal halbwegs richtig einzuordnen. Dabei muss vorausgeschickt werden, dass der Fingerzeig auf andere, die ja deutlich schlimmer etc. etc. seien (wovon man meiner Meinung nach durchaus ausgehen darf), einen selbstredend auch nicht ernsthaft entschuldigen kann. Auch dieser Verweis auf andere kann daher immer nur einer Einordnung in "Verhältnismäßigkeiten" und vermutliche Realitäten dienen.

Dies vorangestellt, möchte ich Folgendes in dem bislang der Öffentlichkeit vorliegenden Material erkennen bzw. hineininterpretieren:

1. Die Rechte ist finanziell und was den Zugang zu Medien angeht, selbst in Österreich, wo die FPÖ seit Haiders Zeiten eigentlich ganz andere Zugänge dazu haben müsste, offenbar sehr, sehr schlecht aufgestellt, wenn diese "Lockangebote" wie Wassertropfen von einer Wüste angenommen, sich führende FPÖler fast wie Verdurstende nach dem finanziellen Segen einer vermeintlichen Tante aus Amerika (so war das frühere, westliche Narrativ) bzw. eben einer Wundertüte aus dem vermeintlich reichen Quell der "Oligarchen" strecken.

2. Das hier offenbar insbesondere der Fraktionsvorsitzende gänzlich naiv bereits Wochen vor dem aufgezeichneten Treffen den Düften dieses "Honeypots" erlegen zu sein scheint, spricht ebenfalls gerade genau für den Umstand, dass die FPÖ im Ganzen doch eine recht harmlose Partei zu sein scheint, die eben gerade über keinerlei Zugänge zum vermeintlich unerschöpflichen Geld russischer Potentaten und russischer Kreise hat. Damit ist aber auch gleichzeitig die Mär, dass Russland - insbesondere in der Person Putins - angeblich massiven Einfluss auf die rechten und nationalen Bewegungen Europas hat, ganz offensichtlich ins Reich der "Fake News" gerückt, denn wenn es derartige Quellen gäbe, würde man ja nicht auf solche billigen Fallen ohne Not hereinfallen, dann hätte man schon seit langer Zeit ganz andere Möglichkeiten.

3. Andere Parteien verfügen offenbar über diese anderen Möglichkeiten, Geld zu generieren und zu erhalten. So muss ein Unternehmer hierzulande nicht einmal offiziell spenden, um Parteien und deren eng verbundenen Organisationen und Unternehmen etwas "zukommen" zu lassen und das völlig legal. Da bucht man dann eben einmal ein paar überteuerte Schulungen für seine Mitarbeiter in den parteiverwobenen Bildungsinstitutionen der Gewerkschaften, der Arbeitgeberverbände, der Stiftungen und sonstigen Vereinen, zahlt die entsprechenden Hotels und Schulungszentren und schaltet Werbung in den Medien, die entsprechende Parteibeteiligungen haben. Das Ganze sind dann Betriebsausgaben, die den steuerlichen Gewinn mindern. Dies sind nur wenige Beispiele - man könnte dazu einen eigenen Beitrag schreiben. Hat die Rechte so etwas? Hat die FPÖ so etwas? Offenbar nein. Offenbar hängt man maßgeblich nur an den Trögen der offiziellen Parteienfinanzierung und man hat auch keine eigenen Medienbeteiligungen. Auch dies entkräftet die Räuberpistolen über vermeintlich rechte Umtriebe und Verschwörungen mit dubiosen Kapitalgebern, die die MSM einem regelmäßig servieren.

4. Einer der wenigen Ehrenbürger Europas, nahm sein Geheimnis, woher der "Bimbes" kam, mit ins Grab, sein enger Adlatus konnte dennoch noch Finanzminister und jetzt Bundestagspräsident werden. Ob Strache jemals ein solches Comeback gelingen wird?

5. Das Verhalten der beiden FPÖler ist von grenzenloser Peinlichkeit. Fast so, wie wenn ein Hagestolz einmal ins Rotlichtmilieu gerät und meint, die Dame, die so furchtbar nett und lieb zu ihm ist, würde ihn sogar lieben und nicht nur den Inhalt seiner Brieftasche. Derartige Naivitäten sollten allen - gerade den jungen Leuten hier - eine Lehre sein.

6. Immer, wenn man geschäftlich mit Leuten aus Osteuropa zu tun hat, hat man, wenn man nicht auf diese Geschäfte verzichten kann, selber auf den Prostituierten-Modus zu schalten. Erst das Geld auf den Tisch, dann wird sich unterhalten oder geliefert. Ich habe einschlägige geschäftliche Erfahrungen und wurde ob dieser bereits hier präsentierten "Weisheiten" in diesem Forum stets dafür als "U-Boot", "Atlantiker" oder "Russenfeind" oder ganz schlimm, "Freund der VSA", verspottet. Ich weiß aber, dass man in diesen Kreisen gerne eingeseift wird, um dann in Abhängigkeiten geführt und ausgenutzt zu werden. Von daher meine bitte an alle in Verantwortung: Gesundes Misstrauen!

7. Selbst wenn Ibiza KEIN Honigtopf gewesen wäre sondern reale Angebote: Das Verhalten von Strache spricht für seine Naivität und seine Unerfahrenheit. Da wollte einer mal die selben dirty tricks spielen, ein "Player" sein, wie die anderen und ist, da er ja eigentlich ein harmloser, "Guter" ist, prompt auf die Nase gefallen - auch hier wieder der Vergleich zum Rotlicht: Als ob er zum ersten Mal ...

8. Summa Summarum spricht alles für einen Ausrutscher Straches und seines Kameraden und fehlende Abgebrühtheit bei gleichzeitiger Mittellosigkeit und medialer Impotenz der FPÖ. Dennoch: Der politische Darwin-Award des Jahres 2019 muss bereits jetzt an die Beiden verliehen werden. Aber auch "Loser" können Sympathie-Punkte bekommen, von daher bin ich durchaus bei Wessels.

9. Da Kurz jetzt mit den Angriff auf Kickl sein Blatt doch etwas zu überreizen beginnt, sehe ich trotz allem gute Chancen für die FPÖ bei der Europawahl am kommenden Sonntag. Es muss jetzt seitens der FPÖ klar gestellt werden, dass Kurz eben keinen klaren Schlussstrich gezogen hat, sondern weitergemacht hätte, wenn er die FPÖ in seinem Sinne hätte einzwängen können.

Ob die AfD aber noch ein gutes Ergebnis, dass heißt deutlich mehr als 10%, einfahren kann?

Mindestrentner
20. Mai 2019 09:54

Die Botschaft lautet wohl: Es gibt keine geschützten Räume für alternative oder dissidente oder konservative oder „rechte“ Politik. Wenn die Sau durchs Dorf getrieben werden soll, dann wird sie auch getrieben. Selbstverständlich kann aus Halle nur ein sehr eingeschränkter Blick auf den hoch intriganten politischen und lobbyistischen Betrieb in Österreich geworfen werden, ist doch dieser selbst für einen gewöhnlichen Insassen dieser Republik nicht oder kaum durchschaubar.

Was allerdings und das ganz ohne Alu-Hut auffällt, sind die Indizien, die Richtung Berlin als Urheber oder zumindest als ganz wesentlicher Beteiligter im Fall Ibiza hinweisen. Ein Berliner Putsch gegen eine Wiener Regierung wäre ja auch kein Novum und die politischen Benefits des herrschenden deutschen Blocks und seiner Kamarilla liegen nach kurzem Nachdenken auch ganz offen auf der Hand..

heinrichbrueck
20. Mai 2019 09:56

„Nehmen andere Parteien keinen Einfluss auf die Medien?“

Welche Partei nimmt Einfluß auf die Medien? Es ist doch genau umgekehrt, allenthalben sichtbar. Politiker sind Marionetten, ausgewählt, die keinerlei Macht besitzen. Die Medien stehen über der Regierunsbühne, und über die Kulissen, die über den Medien stehen, ist eine Unterhaltung eher heikel. Gegen alle Politiker in „Verantwortung“, in Positionen in denen Anweisungen befolgt werden müssen, gibt es solche „Videos“. Die Zusammenhänge müssen aus einer anderen hierarchischen Struktur gedacht werden, so wie die Realität in der Natur nun einmal ist. Alles andere ist Theater, eine Show für den kleinen Demokraten. Es ist nunmal allzumenschlich, wichtig sein zu wollen, eine Wahlberechtigung zu haben, mitgestalten zu dürfen. Diese Dinge werden bloß in die falsche Richtung ausgenützt. Ein Bismarck hatte einen Willen; ein Kanzler Kurz hat überhaupt nichts zu wollen. Es wurden nicht große Kriege geführt, damit ein Kurz etwas wollen darf, wie in diesem Regime stets unterstellt wird. Was der Wähler in Europa kapieren sollte: die Agenda heißt Umvolkung, Bevölkerungsaustausch, und sollte schleunigst von den richtigen Leuten verstanden werden.

„Wir leben in einer verrückten Zeit.“

Wir leben in einer verlogenen Demokratie. Die Wahrheit muß gesagt werden; auch wenn sie auf den ersten Blick nicht gefallen mag, sie wurde gehört. Und nur die Wahrheit kann positiv wirken.

Brettenbacher
20. Mai 2019 11:18

Ihr Beitrag ist ein wahrer Labetrank, Herr Wessels !

sok
20. Mai 2019 11:35

Da die politische Auseinanderetzung mit Hilfe organisierter Kriminalität geführt wird, ist ein Stragtegiewechsel überlerlegenswert. Als Gegenbegriff zum Nqzi wird oft links oder linksgrün gewählt. Das is politisch völlig wirkungslos.

Meiner Ansicht nach ist der Gegenbegriff Egoist. Auf den ersten Blick scheint das noch wirkunksloser als links, da alle mehr oder weniger Egoisten sind. Die Wirksamkeit wird deutlich, wenn man die Frage stellt, wie wahrscheinlich es ist, dass ausgewiesene Egoisten ohne Rüchsicht auf die Kosten die Welt retten wollen.

Bei genauerer Betrachtung,, zeigt sich, dass die Weltretter die Welt gar nicht auf eigene Kosten retten wollen, sondern auf Kosten des Sozialstaats und anderer europäischer Länder. Wenn man die Weltretter als Egoisten entlarven und so zwingen würde, ihren Heiligenschein abzulegen, könnte man einen größeren Teil des Volkes mobilisieren, die die Kosten für die Weltrettung tragen müssen.

Fritz
20. Mai 2019 12:15

Das Verfahren ist doch allzu dreist. Da wird eine Kulisse aufgebaut, um einen gegnerischen Politiker in die Falle zu locken, dann wird das Kompromat zwei Jahre liegen gelassen (warum hat man es nicht vor der österreichischen Nationalratswahl im Oktober 2017 eingesetzt?), um es unmittelbar vor einer wichtigen Wahl zu veröffentlichen.

Beim gestrigen Presseclub der ARD war es in der Schlussphase, in der Höreranrufe angenommen werden, sichtlich schwer, einen Beitrag zu finden, der sich positiv zur Veröffentlichung des Videos äußerte. Der Moderator sagte selbst, dass fast alle Anrufer danach fragten, wer denn wohl hinter dem Video stecke, und nicht nach den Vergehen von Strache.

Das könnte auch nach hinten losgehen.

Search4M
20. Mai 2019 12:24

@Mindestrentner
Das Video wurde drei Monate vor den Nationalratswahlen (Okt. 17) aufgenommen. Auftraggeber kann nur ein inländischer Nutznießer mit Hinblick auf die Wahlen gewesen sein. Putin, Trump, Merkel?? Für wie bedeutend hält man Österreich? Eine kurzfristige Veröffentlichung des Videos, vor oder gleich nach den Wahlen, schien nach dem Verlauf des Wahlkampfes und nach dem Wahlergebnis, für wen auch immer, nicht mehr opportun. Nun, nach fast zwei Jahren Regierungsarbeit schien es opportun. Für wen? Scheinbarer Nutznießer ist die ÖVP. Kurz (und damit die ÖVP) sitzt fest im Sattel und hat die Möglichkeit, den unbequemen Partner jetzt loszuwerden. Glaubt man gleichzeitig die "Rechtspopulisten" bei den EU-Wahlen behindern zu können? Wo steht Kurz? Nun geht Kurz auf Neuwahlen - mit Risiko. Das Wahlergebnis wird wahrscheinlich nicht gänzlich anders sein als 2017. Bis zu diesen Wahlen werden wir auch noch viel über Hintergründe und Hintermänner dieses üblen Stücks von politischer Agitation erfahren. Ob ÖVP und SPÖ dabei eine weiße Weste behalten? Ich bin gespannt.
Strategisch wäre der FPÖ jetzt anzuraten sich bei Kurz nicht anzudienen, sondern offensiv aus der Regierung auszusteigen und den Wahlkampf zu beginnen. Alleine die Existenz dieses Videos bietet der FPÖ gute Chancen den Wind zu drehen, denn die Drahtzieher hinter dem Video sind nicht weit. Die FPÖ muss auch mit aller Macht und dem Einsatz aller juristischen Mittel die Aufklärung der Hintergründe zum Video betreiben. Die ÖVP hat daran kein wirkliches Interesse. Über Strache muss man nichts mehr sagen. Naiv und ohne politische Ehrenhaftigkeit im abseits. Da gehört er auch hin.

dreamingplanet7
20. Mai 2019 12:37

Ich finde diese Geschichte herrlich. Der einzige Russenkontakt den man den Rechten nachweisen konnte musste vom ZDF (oder sowas) selbst inszeniert werden.
:-)
Ansonsten richtig @RMH: Der Strache ist halt doch einfach ein netter Nachbar da wo man einen echten Kerl braeuchte... Seufz...

Lotta Vorbeck
20. Mai 2019 13:13

Die obligatorische, zuerst zu stellende Frage lautet: „Cui bono?“

Heriberts Alpen-Prawda und das schwindsüchtige Relotius-Magazin drehen einfach mal am großen Rad? - Wer's glaubt, wird selig.

Man erinnere sich, wer damals, als sich Jörg Haider in Austria auf dem Gipfel seiner Populärität befand, Österreich mit Sanktionen überzog.
Die Systempresse kläffte ununterbrochen in Richtung Kärnten, so wie sie sich seit zweieinhalb Jahren 24/7 an 'The Donald' abarbeitet.

Völlig unbedeutende Figuren wie der Regierungs-Clown Böhmermann sind vorab eingeweiht, genauso wie die Experten vom für "Zentrum für Politische Schönheit".

Die Kanzlerette schickt ihren Kettenhund Haldenwang vor, der während einer Pressekonferenz Österreich sein Mißtrauen ausspricht.

Strache plumpste in den extra für ihn aufgestellten Honigtopf, fungierte als der geschlagene Sack, während man die AfD als Esel meinte.

LIVE: FPÖ-Chef Strache äußert sich zu Video
https://youtu.be/PpKmCvanpGQ?t=300

"... es war ein typische alkoholbedingtes Machogehabe mit dem ich ja wahrscheinlich auch die attraktive Gastgeberin beeindrucken wollte und ich habe mich prahlerisch wie ein Teenager verhalten und peinlich übersteigert auch agiert und damit habe ich letztlich den wichtigsten Menschen in meinem Leben zutiefst verletzt, nämlich meine Frau und liebe Philippa ich weiß daß Du jetzt zusiehst und ich kann verstehen, daß Du verletzt und enttäuscht bist und ich hoffe, Du kannst mir verzeihen, denn es tut mir aufrichtig leid und ich möcht' mich von ganzem Herzen bei Dir entschuldigen ..."

Die vorstehend zitierte Passage (könnte) ein Indiz dafür sein, daß man in der präparierten Villa auf Ibiza - HC Strache hatte den Köder geschluckt - das volle Programm ablaufen ließ und womöglich weitere, tatsächlich pikante Videosequenzen produzierte, die dazu geeignet sind, den frisch wiederverheirateten Strache privat ins Mark zu treffen sowie öffentlich für alle Zeiten unmöglich zu machen.

Nur ein Gedankenspiel: Mal abgesehen davon, daß dieser in einer anderen Liga spielt, wie hätte der Mann mit der Fönfrisur im White House in vergleichbarer Situation gekontert?

Imagine
20. Mai 2019 13:42

Wahrscheinlichen gehen bei keiner anderer Person in Österreich derzeit die Meinungen so auseinander wie bei H.C. Strache.

Für die Rechten ist er ein Politiker, dem man eine Falle gestellt und der "Fehler" gemacht hat. Aber nach wie vor ein verdienstvoller Politiker, dem ein Rechter weiterhin mit Respekt begegnen soll.

Für die linke Szene war und ist er eine Hassfigur, ein Nazi-A……

Menschen mit politischem Verstand lehnen beide Bewertungen ab, sondern halten sich an die Fakten.

Strache wollte mit der russischen Mafia ein Deal machen: Politische Unterstützung der FPÖ und seiner Kanzler-Ambitionen gegen lukrative Geschäfte in Österreich zu Lasten des Volkes.

Er wollte die russische Oligarchin motivieren, mit ihrem Geld zum Miteigner der größten Boulevard-Zeitung zu werden, was logischerweise nicht nur der FPÖ und Strache größeren mediale Macht verschafft hätte, sondern auch der russischen Mafia die Tür geöffnet hätte, medialen und wirtschaftlichen Einfluss in Österreich zu gewinnen.

Seltsamer "Patriotismus", der die russische Mafia ins eigene Land holt. Der überhöhte Preise bei Staatsaufträgen in Aussicht stellt und auf diesem Wege die russische Mafia begünstigt, um seinen medialen Einfluss zu vergrößern, ist Ausdruck politischer Kriminalität. Ganz klar eine Politik gegen das Volk.

Simplicius Teutsch
20. Mai 2019 14:07

Erstens: Strache war der nominell stärkste Mann des rechten Lagers in Österreich; er hat sich vor etwa zwei Jahren auf IBIZA verhalten wie ein naiver Idiot. – Er hat verspielt.

Zweitens: Die heimtückische Falle, die man ihm und seinem hoffnungsvoll aufstrebenden Kameraden gestellt hat, war eine von langer Hand konstruierte und mit Hilfe von Schauspielern durchgeführte Verschwörung.

Drittens: Der politisch-mediale Herrschaftskomplex in Österreich und Deutschland jubelt und hofft auf eine Tendenzwende gegen rechts.

Viertens: Wie viele solcher politisch-gesellschaftlicher Todes-Fallen wurden in der Vergangenheit sonst noch aufgestellt? Viele womöglich ohne den erhofften Beutegewinn. Wer sonst ist auch schon hineingetappt? Von wem gibt es ähnliche Videos?

Fünftens: Wer kennt die Verschwörer? Wer sind die Schweine?

Waldgaenger aus Schwaben
20. Mai 2019 14:22

Dass die beiden Herren sich als charakterlich ungeeignet erwiesen haben, weil sie sich so rein legen liessen, ist primär das Problem der FPÖ und der österreichischen Regierung. Durch deren Absetzung wäre das Problem eigentlich aus der Welt geschafft.

Das Ungeheuerliche an dem Vorgang ist doch etwas anderes. Mit Stasi-Methoden wird ein Lockvogel auf damalige Oppostions-Politiker angesetzt und das illegal erstellte Video zum passenden Zeitpunkt veröffentlicht.
Möglicherweise steckt ein ausländischer oder inländischer Geheimdienst dahinter.

Nur ein kleines Detail:
Auf der einen Seite: Auf der online-Seite der Jungen Freiheit und anderen Seiten ist die Dame unverpixelt zu sehen. Auf anderen Seite wird die Übergabe des Videos als Agentthriller präsentiert. Drei Stunden wurden die Reporter von einem Ort zu anderen geschickt, dann erfolgte die Übergabe per USB-Stick in einem verlassenen Hotel - hätte es eine anonyme E-Mail nicht getan?

Woher wissen die Ersteller des Videos, dass niemand die junge Dame erkennen wird? Wozu die ganze Geheimnistuerei? Ich bin gespannt, ob man je erfährt wer das Video erstellt hat.

Eine erste Umfrage nach dem Skandal in Östereich gibt es schon:

https://neuwal.com/wahlumfragen/

Die FPÖ ist von 23% auf 18% gefallen. Ich hoffe und vermute in den nächsten Tagen wird sich das wieder einpendeln.

Am Ende kann es der österreichischen und deutschen Rechten noch zum Vorteil gereichen, wenn erst mal öffentlich bewusst wird, was daran der eigentliche Skandal ist.

Inspektor
20. Mai 2019 15:30

Nach ihrem Rücktritt haben Strache und Gudenus nun reichlich Zeit, einer Aufforderung Höckes folgend, ihre "Männlichkeit wiederzuentdecken" – auch Kurz wäre selbiges zu empfehlen –, um dann, wenn sie sich ihrer versichert haben, wieder gestärkt zu neuen Taten zu schreiten.
Aber auch alle weniger prominenten Männer, zumal wenn sie sich rechtsintelletuell betätigen, sollten Höckes Ermahnung beherzigen. Also, verehrte Herren Wessels, Sellner, Schick, Wegner, Kaiser et al., nur Mut, geben Sie den Kameraden von der IB ein gutes Beispiel an wiederentdeckter Männlichkeit. Und wer weiß, vielleicht entdecken manche Kameradinnen, etwa Melanie Schmitz und die Damen von 120 Dezibel, die ihrige auch?
Sollte der eine oder andere nach eingehender Prüfung feststellen, daß da leider nichts wiederzuentdecken ist, einfach weil er kein Mann ist, nie einer war, sondern ein Weib, sollte "er" als Rechter, wenn schon nicht Manns, so wenigstens aufrichtig genug sein und nicht länger lügen. Man kann auch als Frau gegen den großen Austausch oder den "white genocide", wie andere es nennen, protestieren. Unter falscher Geschlechtsflagge wird das nämlich nichts mit der rechten Revolution und der Rettung Europas.
Also bitte, setzen Sie durch einen eindeutigen Beweis Ihrer biologischen Männlichkeit (sex matters) jene Kritiker ins Unrecht, die da sagen, GI bzw. IB stünden in Wirklichkeit für Génération (trans-)Identitaire bzw. (Trans-)Identitäre Bienchen.

Immer noch S.J.
20. Mai 2019 16:15

Man weiß nicht, was eigentlich schlimmer ist: Dass es Leute gibt, die sich eine so lächerlich klischeehafte Falle ausdenken oder dass Strache da tatsächlich hineintappt und all diese Klischees irgendwie bestätigt. Es könnte aber sein, dass die Sache sich nun anders entwickelt, als es sich die an sich selbst berauschenden Belehrungsmedien und Etablierten vorstellen. Satirisch formuliert wird scheinbar gerade der Anschluss Österreichs vollzogen, indem deutsche Mainstreammedien diese Hotelzimmerangelegenheit nach zwei Jahren aus der politischen Tiefkühltruhe kramen, auftauen und eine Woche vor der großen Wahl ultrahocherhitzen, dieselben Medien für ganz Österreich schreiben, lästern und Empfehlungen verteilen, deutsche Altparteienpolitiker ganz Österreich und natürlich ganz Europa mit ihren Einsichten beglücken und Wahlbetreuung betreiben. Der Punkt ist nun der – in Österreich sieht man diesen „Imperialismus der deutschen Hochmoral“ gar nicht gerne, warum sollte man auch. Und nicht nur in Österreich. Wenn das fieberhaft für den Weltbetreuungsauftrag ackernde linksgrüne Lager wüsste, wie unbeliebt sie Deutschland eigentlich mittlerweile gemacht haben, würden sie vielleicht etwas zurückhaltender werden. Aus diesem Grund wäre ich nicht überrascht, wenn die Wahlergebnisse anders ausfielen, als es sich gerade manche erträumen.

Utz
20. Mai 2019 16:20

@ Search4M
Österreich ist nicht unwichtig für Deutschland. Daß dort eine ÖVP-FPÖ-Regierung zustande kam ist in Deutschland wie ein rostiger Nagel im Fleich der Altparteien. Natürlich wäre es für sie ein vordringliches Anliegen gewesen, dieses Modell vor der eigenen Haustür zum Verschwinden zu bringen.

Eine Frage ist für mich noch offen. Wann wußte Strache, daß er geleimt wurde? Ich vermute, noch vor der letzten Wahl. Welche Gespräche fanden da statt? Gab es schon damals eine Erpressung nichtfinanzieller Art? War der Deal der: lieber ein Strache an der kurzen Leine, den man jederzeit hochgehen lassen kann, als eine unsichere Regierungsbildung? Dann warten wie sich das ganze entwickelt?

Andreas Walter
20. Mai 2019 18:23

Ihr habt euch alle von der Presse verarschen lassen. Die hat nämlich nur geblufft und das Ganze trotzdem eben gut in Szene gesetzt.

Die Merkel macht es dagegen, in so einem Fall, auch richtig. Die schweigt in so einer Situation erstmal und verschafft sich dadurch Zeit, sich die Dinge erstmal gründlich anzusehen und zu analysieren, und sich dann erst eine Strategie zu überlegen.

Die Patrioten und Konservativen hingegen glauben ständig, sich für jeden Furz rechtfertigen (und auch entschuldigen) zu müssen. Nichts aber könnte falscher sein als das.

Dabei hat doch Trump bereits gezeigt, welche Strategie auch noch funktioniert. Nennen wir sie mal der Berserker, oder ohne Rücksicht auf Verluste, die Dampfwalze, der starke Mann (haben auch noch einige Andere überaus erfolgreich durchgezogen, zumindest für eine gewisse Zeit, nicht selten aber ihr Leben lang).

Allerdings ist die Neue Rechte in Deutschland noch jung und unerfahren, und den Feind und seine dreckigen Methoden kennen daher gerade auch in Westdeutschland eben viele noch nicht:

https://youtu.be/vHJAfWtyeOo

Auf meine Familie haben Sozialisten/Kommunisten/Marxisten sogar geschossen, zwei Angestellte von uns, ihre eigenen Landsleute, dabei erschossen. Getötet. Mit Moral brauchen die mir darum nicht zu kommen, die Berufsempörten für viel Geld.

Stefanie
20. Mai 2019 18:37

@RMH
Ein sehr gute Analyse von Ihnen, finde ich.
Wie verzweifelt muß man sein, daß man glaubt, die gute Fee in Gestalt einer Oligarchennichte serviere einem ein Mainstreamblatt auf dem Silbertablett.? Ist das nicht etwas zu gut um wahr zu sein? Natürlich gebe es da einen Berlusconi oder einen Andrej Babiš als Vorbild, aber solche Leute wollen doch dann selber an die Fleischtöpfe - oder?

Eigentlich ist diese Geschichte eine Bestätigung der letztens hier angedachten Kooperation von Alternativen Parteien und Alternativen Medien. Sich bei Spiegel oder SZ durch eine feindliche Übernahme Einfluß zu erkaufen, wird nicht funktionieren (jedenfalls nicht schnell - die SPD hat sich ihr Medienimperium ja auch über die Jahre zusammengeklaubt). Besser wäre es die Alternativen Medien zu pushen: Exklusivinterviews, Informationen durchstechen und vor allem ausgiebig zitieren um deren Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Der steinigere, aber erfolgversprechendere Weg.

deutscheridentitaerer
20. Mai 2019 19:19

@Waldgänger

Bei der im Video zu sehenden Dame handelt es sich um Gudenus Ehefrau, nicht die Oligarchennichte. Diese ist in den geleakten Videos nicht zu sehen.

Andreas Walter
20. Mai 2019 19:55

Oder lest euch das mal durch:

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-nach-video-skandal-um-heinz-christian-strache-ablenken-und-aussitzen-a-1268355.html

Pure Suggestion und der berufsempörte Versuch, das "Pressethema der Woche" zu bestimmen, was relevant sei und was nicht, um den Mediendiskurs auf ihren Kurs zu bringen.

Der Kommentar von Weidel, unsouverän.

Hätte ebenso schreiben können: "Ja ja, so sind sie, die Jungs, wenn sie unbedingt ein hübsches Mädel ins Bett kriegen wollen. Versprechen ihnen sogar die Sterne vom Himmel, und die glauben es auch noch.

Peng! Der Brüller! Und die Linken rasen vor Wut. Müssen sich dann nämlich noch höher schrauben, auf der Empörungsleiter.

Waldgaenger aus Schwaben
20. Mai 2019 20:24

@deutscheridentitaerer

Danke für den Hinweis. Gibt es Bilder der Dame. Auf dem ungekürzten Video muss sie ja drauf sein.
Wird kein Bild der Dame veröffentlicht, stinkt die Sache um so mehr.
Der Fokus des öffentlichen Interesses verschiebt sich mehr und mehr auf die Frage, wer das Video erstellt hat.
Steckt das deutsche Staatsfernsehen dahinter oder dieser von der SPÖ beauftragte Tal Silberstein, oder gar ein Geheimdienst oder eine Soros-NGO wird der Schuss für die Verfasser wahrscheinlich nach hinten los gehen.

Fragen wir auf allen verfügbaren Kanälen wieder und wieder nach: Woher stammt das Video?

Franz Bettinger
20. Mai 2019 20:26

@imagine: Wieso schreiben Sie russische 'Mafia'? Warum nicht russische Geschäftsfrau? Das ist typisch für Sie! Und zu Lasten des Volkes? Wäre es zu Lasten des Volkes, wenn auch altera pars (die Rechte) sich medial Gehör schaffen könnte? Nein, es wäre nur fair. Sie sind ein Stimmungs-Hersteller, ein Etiketten-Ankleber, ein linker Propagandist, der sich hier breit macht und frech behauptet, er wolle nur Fakten auf den Tisch legen und dann stets das Gegenteil tut. Sie nennen Strache kriminell statt die Fallensteller so zu titulieren. Packen Sie ein!

Lotta Vorbeck
20. Mai 2019 20:29

@Utz - 20. Mai 2019 - 04:20 PM

"... Eine Frage ist für mich noch offen. Wann wußte Strache, daß er geleimt wurde? Ich vermute, noch vor der letzten Wahl. ..."

*******************************************

Sie vermuten richtig:

„Eine Russin in dieser Liga hat keine schmutzigen Füße"

https://www.tt.com/politik/innenpolitik/15665534/causa-ibiza-strache-witterte-falle-wegen-schmutziger-zehennaegel

Andreas Walter
20. Mai 2019 20:38

Dabei hatte Pazderski schon fast denn richtigen Riecher:

"Es handele sich "um einen Einzelfall", sagt der Berliner Landesvorsitzende Georg Pazderski. Die Probleme lägen jedoch woanders: "Ein linkes Medienkartell, das sich selbst an keine Regeln hält, maßt sich an, die moralischen Standards zu setzen, an denen niemand vorbeikommt", sagt Pazderski. "Das erinnert an die Inquisition im Mittelalter.""

Oder auch Lüth:

""Doch völlig sicher fühlt man sich bei der AfD offenbar nicht. Im Gegenteil, der Fall Strache hat die Partei völlig kalt erwischt. Noch am Freitagabend, kurz nach Veröffentlichung des Videos, hatte der AfD-Pressesprecher der Bundestagsfraktion, Christian Lüth, auf Twitter voreilig von einem "Pseudoskandal" geschrieben und den SPIEGEL angegriffen. Den Tweet löschte er später, als klar wurde, dass die FPÖ und Österreich in eine innenpolitische Krise rutschen."

Richtig. Kalt erwischt. Genau das war ja auch die Absicht und Taktik dieser Konspiration. Die (noch) Schwachstelle der Neuen Rechten, die so was noch nicht kennen. Noch keinen Krisenstab in ständiger Bereitschaft deswegen haben.

Dabei lag Lüth sogar richtig, hätte darum gar nichts zurückziehen dürfen. Macht man eh nie.

Und jetzt beides zusammen:

Es handelt sich nach bisheriger Betrachtung um einen Pseudoskandal. Ein linkes Medienkartell, das sich selbst an keine Regeln hält, maßt sich an, die moralischen Standards zu setzen, an denen niemand vorbeikommt. Das erinnert nicht nur an die Stasi, das sind Stasi-Methoden.

Das ist nämlich die Wahrheit, und die SZ und der Spiegel gehören darum verklagt. Die Regierung eines europäischen Staates zu zerstören mit unbewiesenen Behauptungen. Das ist ein Staatsstreich. Für so etwas gab es früher sogar die Todesstrafe.

Wenn überhaupt hätte man daher das Material an die Staatsanwaltschaft in Österreich ausliefern müssen, mehr aber auch nicht.

Denn wer sagt denn, dass die Macher des Videos nicht ursprünglich planten, Strache und Gudenus zu erpressen? Von mir aus auch mit einer Orgie, doch auch das ist erstmal deren Privatsache. Mögliche Erpressung eines Vizekanzlers allerdings nicht, das ist eine Aufgabe für die Staatsanwaltschaft, in Deutschland sogar für den Staatsschutz.

Waldgaenger aus Schwaben
20. Mai 2019 21:03

@deutscheridentitaerer

Im Video auf welt.der ist wohl die angebliche Russin am Anfang ganz kurz von der Seite und von hinten zu sehen.

https://www.welt.de/politik/ausland/article193794769/Strache-Affaere-in-Oesterreich-Ibiza-Video-Jan-Boehmermann-Tal-Silberstein.html

Vielleicht gibt es mehr davon.

Ein Standbild der Dame aus dem Video muss so bald wie möglich massenhaft geteilt werden.

Andreas Walter
20. Mai 2019 21:04

@deutscheridentitaerer

Sicher? Das habe ich mich nämlich auch schon gefragt, wer sie ist. Doch warum entschuldigt sich dann Strache bei seiner Frau? Dass so etwas jederzeit passieren kann weiß man doch als Frau eines umstrittenen Politikers. Manche werden sogar erschossen, und das nicht nur in Israel.

Der Bruder meiner Tante war Senator, dem haben sie während er auf dem Rücksitz sass seinen Fahrer vor der Hofeinfahrt erschossen.

In einem Schwellenland. Politischer Anschlag.

Imagine
20. Mai 2019 21:17

Strache sprach sogar davon, die Spielbanken zu privatisieren. Da hätte die russische Mafia gejubelt. Spielbanken sind ideale Geldwachanlagen.

Ein klarer Fall von Volksverrat.

Es ist doch offensichtlich, dass Strache intellektuell und charakterlich nicht für Führungspositionen geeignet ist. Es zeigt die Niveaulosigkeit der FPÖ, wenn so jemand als der große Parteiführer genommen wird.

Jetzt haben sie sich politisch ein weiteres Eigentor geschossen. Statt als Teil der Regierungskoalition in die nächste Wahl zu gehen, kicken sie sich selbst aus der Regierung.

Hirnlos und hündisch laufen die Leute ihren Führern hinterher, so wie beim saublöden Motto: „Unsere Ehre heißt Treue“

Lagerdenken macht blind. Da wird die Realität verdreht und mit zweierlei Maß gemessen.

Atz
20. Mai 2019 21:40

Die IBÖ einfach zur Wahl stellen bei den Neuwahlen.

Das Ende der Piraten in Berlin war der Hammer. Ein gruseliger Sexualmord an einem Praktikanten mit Suizid des irren Vorzeigepiraten. Wer weiss, was da die echte Story war. Und dann Idathy.. Kinderporno. Tauss... Kinderporno. Alvaro... Koks. Volker Beck... MDMA. Und warum ist noch mal Björn Engholm zurück getreten? Der hatte gar nichts gemacht. Uwe Barschel hat der bestimmt nicht absaufen lassen. Dann die von der Linken weggemobbten: Wulff, Maaßen, Seiters... Und Möllemann.. Fallschirm. Westerwelle.. Krebs.

Laurenz
20. Mai 2019 21:49

Herr Strache kann noch froh sein, daß keiner wieder auf die Idee kam, einen Bagger über Sein Fahrzeug, mit Ihm als Insassen, rollen zu lassen. Un das, obwohl Herr Strache schon immer ein größerer Schluckspecht als Herr Haider war, es hätte sich angeboten.

Im Falle des Falles von Herrn Strache bleibt die Frage der Legalität eine Sache der Gerichte. Aber so zu tun, wenn selbst auf der niederen Ebene deutscher Ordnungsämter Abschleppdienste nicht ohne Schmiergeldzahlungen an besagte Ämter existieren können, hier unter den Tisch fallen zu lassen, ist gelinde gesagt lächerlich. Es ist vollkommen normal.

Daß die SPD für Geld Lobbyisten Termine mit Ihren Ministern anbot, und das auch noch legal ist, macht die Sache eher schlimmer als weniger skandalös. Daß Elmar Brok (CDU) anscheinend über ein Jahrzehnt von Liz Mohn 5.000 Euro monatlich erhielt, und auch das legal, ist das beste Zeugnis für politische Morallosigkeit und unsere kranke Gesetzgebung. Die SPD selbst ist das reinste Multi-Verlagshaus. Und diese Verlage werden ganz sicher nicht neutral berichten. Daß Viktor Orbán die Soros-NGOs rausschmiß, fand die Linke mies. Wieso sollte Herr Strache keine russischen NGOs anheuern wollen? Wirklich niemand beschwert sich über die Wahlhilfe der Clintons zugunsten Boris Jelzins 1996. Transatlantische Brücke ist auch 0 Problem. Auch die Übernahme einer Zeitung ist nicht illegal. Wer sind denn Friede Springer und Liz Mohn, gewählte Medien-Oligarchen? Selbst unser Bayern-König Söder reißt die Klappe auf, obwohl sein neuer Koalitionskumpel neulich
erst beim Bescheißen mit staatlichen Mitteln für die Freien Wählern erwischt worden ist. Die hatte einfach ihre eigenen Zahlen verfälscht. Selbst Dietmar Bartsch (seinerzeit SED-Chefkassierer) ließ mit Hilfe von Gregor Gysi ganz andere Summen des Parteivermögens der SED illegal "verschwinden" und läuft als Co-Fraktionsvorsitzender der Linken heute noch frei rum. Herr Straches vermeintlich verhandelte Summen sind vergleichsweise Erdnüsse. Und die Redaktionsarbeit der Öffentlich-Rechtlichen ist der Neo-Schwarze-Kanal per se. Herr Strache hat sich erwischen lassen und ist weg vom Fenster, weitermachen.

Andreas Walter
20. Mai 2019 22:25

Es gab nie eine Oligarchentochter, Nichte oder was auch immer.

Die können nämlich Englisch.

Das ist darum das Nächste, was ich haben will. Eine Abteilung Informationsbeschaffung, hihihi. Kennt jemand den Film, Brazil? 1985. Legendär.

Ach so, die Frau vom Gudenus ist das. Ja, aber trotzdem. Für ein paar gezielte Schmeicheleien gegenüber einer anderen Frau muss sich auch ein verheirateter Mann nicht entschuldigen.

Und seht mal hier, was ich gerade entdeckt habe. Wikipedia natürlich auch dabei, bei der Verleumdungskampagne:

https://en.wikipedia.org/wiki/Kronen_Zeitung

Kontroversen stehen normalerweise nämlich unten, und nicht schon oben in der Einführung. Also auch hier ganz gezielt ein Propagandist am Werk, der den angeblichen Skandal zu überhöhen versucht.

Und wie geht auch das? Riesige Artikel in Deutsch und in Englisch, obwohl das Thema noch keine 3 Tage alt ist? Auch sehr eigenartig. Auch wie schon von langer Hand vorbereitet:

https://de.wikipedia.org/wiki/Ibiza-Affäre

https://en.wikipedia.org/wiki/Ibiza_affair

Ebenso wie auch die "spontane" Großdemo samt Plakaten:

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/18/Ballhausplatz_demonstration.jpg

Ist das Bild tatsächlich vom 18.?

Das ist ein von langer Hand vorbereiteter Staatsstreich.

Kallewirsch
20. Mai 2019 22:55

Das Verhalten von Strache und Gudenus offenbart den wahren Charakter der Beiden, ganz egal wie perfide eine Falle, wie attraktiv ein Weib und wie viel Alkohol geflossen ist. Daran ändern hier auch alle "Unfair" - Rufe nichts. Der Sache und dem höheren Ziel massiv mit einem Verbleib in der Partei schadend, wäre das Mindeste der Austritt aus derselben- wenigstens Gudenus hat entsprechend gehandelt. Vor 100 Jahren hätten sich solche Protagonisten am Schreibstisch erschossen, um die Ehre wieder herzustellen.

Juerg_Jenatsch
20. Mai 2019 23:45

@ RMH Ein hervorragender Kommentar, der das Wesentliche zusammenfaßt.
Bei der Angelegenheit ist man zuerst geneigt, zu fragen was einem mehr anekelt.Das Verhalten der beiden FPÖ-Politiker, oder die Perfidie der Fabrikanten des Videos. Was die beiden ersteren angeht, so sind sie sowohl charakterlich, als auch aufgrund politischer Imbezillität, völlig ungeeignet einen öffentlichen Posten, oder ein Parteiamt auszufüllen.
Die Macher dieser Intrige haben das ganze Prozedere ihrerseits minutiös eingefädelt und durchgezogen. Angesichts des durchaus erheblichen finanziellen und organisatorischen Aufwands ist davon auszugehen, daß dies keine Amateure waren. Das waren Profis, die ihr Metier sehr wahrscheinlich bei Diensten gelernt haben, wobei die Drahtzieher sicherlich über erhebliche finanzielle Ressourcen verfügen müssen. Nun zu politischen Auswirkungen. Zunächst wird Kurz von der Affäre profitieren und versuchen auch im September Zugewinne zu lukrieren. Dies würde es ihm ermöglichen, mit den NEOS eine neoliberale Koalition zu bilden und den Sozialstaat in Österreich weiter zu demontieren. Die FPÖ war sozialpolitisch bereits ausgelutscht und konnte mit Augenmerk auf ihre Wählerschaft nicht mehr weitergehen. Sie hat ohnedies bereits zu viele sozialpolitische Konzessionen gemacht (z.B. 60 Stundenwoche). Ich vermute daher, daß der Kurze schon seit geraumer Zeit die FPÖ loswerden wollte. Es ist nicht auszuschließen, daß Kurz von der Existenz des Videos bereits seit längerer Zeit wußte. Natürlich ist der Zeitpunkt des Platzens der Bombe nicht zufällig und Kurz muß nicht unbedingt ein Opfer sein. Dies einmal ganz vorsichtig ausgedrückt.

Laurenz
21. Mai 2019 08:44

@Kallewirsch ... ich denke, niemand fühlt sich bemüßigt, das Verhalten von Herrn Strache und Herrn Gudenius zu relativieren oder zu entschuldigen. Viel eher macht sich die Erkenntnis breit, daß sich beide in die existierende Politiker-Kaste hervorragend einfügen, oder besser gesagt, ein Bild dieser -, nur eben bei anderen politischen Inhalten, abgeben.

Wenn Sie die Debatte um kürzlich erschienenen Artikels Herrn Kubitscheks bezüglich der Medienkonferenz verfolgt haben, können Sie feststellen, daß trotz anderer formaler, offizieller Stellungnahmen (siehe Wahl-o-Mat-Urteil), Geld ein elementares Übel für die Reichweite von Veröffentlichungen darstellt. Die Notwendigkeit, Geld für professionelles Marketing zu beschaffen, ist ein Abbild der gesamten Gesellschaft. Das ist natürlich nichts Neues, ein kleines historisches Beispiel hierfür. Die DAP und Adolf Hitler begannen in ihren Anfängen, handgeschriebene Zettel zu verteilen, weil sie kein Geld für den Druck hatten.
Insofern stimmt die meist gelungene Analyse von RMH nur zum Teil. Halbseidene Finanzierungen sind immer nur beim politischen Gegner ein Verbrechen, so auch hier, vor allem in Anbetracht dessen, daß ein erfolgreicher Geldbeschaffer auch innerparteilich, logischerweise an Macht gewinnt. Insofern ist schon beschränktes Kapital immer an der Macht, egal wer die Wahlen gewinnt. Unsere politischen Gegner setzen auf das kurze Gedächtnis des Volkes (nach Adolf Hitler "Mein Kampf"), womit sie, aufgrund der digitalen Revolution ("Das Netz vegißt bisher nichts"), nur bedingt Recht haben werden.

@Juerg_Jenatsch ... ich mag Sie gerne nochmals darauf hinweisen. In Österreich sind die Bandagen härter als in Deutschland. Ich kann mich bisher nur an Herrn Möllemann und Herrn Barschel erinnern, wo ein politischer Prozeß in der Nachkriegszeit mit einer Todesfolge endete. In Anbetracht der Größe beider Staaten liegt Österreich weit vorne, ganz abseits jeglicher inhaltlicher Debatte. Da ist das Video, im Vergleich, doch noch ein harmloser Schachzug.

Laurenz
21. Mai 2019 08:53

@Imagine ... Sie behaupten, Herr Soros ist ein Mafiosi? Oder was unterscheidet diesen von russischen Investoren? Die Staatsangehörigkeit? Das Glaubensbekenntnis doch nicht unbedingt, oder?
Selbst Autobahn-Tankstellen, bzw. Raststätten mit Tank- und Rast-Lizenz sind Geldwaschanlagen, oder wie meinen Sie, könnten diese sonst unterhalten werden? Wenn deren Zahlen stimmen würden, müßte auf Raststätten ein permanenter Stau bestehen. Das gilt übrigens auch als Begründung um Geld zu digitalisieren, was aber nur dazu führen wird, daß der Gold- und Silberpreis steigen wird.
Ihre Beiträge hier sind eindeutig unter Ihrem sonstigen Schnitt.

RMH
21. Mai 2019 09:41

"Es zeigt die Niveaulosigkeit der FPÖ, wenn so jemand als der große Parteiführer genommen wird."

Wieso und warum eigentlich, Herr "Imagine"?
Hatten andere Parteien nicht auch Parteiführer, bei denen ein gewisses Charisma mit einer gewissen Skrupellosigkeit und echten Skandalen einherging?

Beispiele wurden in diesem Debattenstrang mehr als genug genannt - sind jetzt diese Parteien auch Niveaulos?
Natürlich trägt das Gebaren der beiden FPÖler, die, obwohl damals (!) noch nicht einmal absehbar war, dass sie jemals in die Lage kommen würden, Vorteile zu verteilen, bereits solche in Aussicht gestellt hatten, neben dem Geruch der Korruption sogar Züge der Hochstapelei - aber deswegen eine ganze Partei zu verunglimpfen ist abermals zu billig und im Gegenteil Niveaulos von Ihnen.

Schon Tacitus wusste, Corruptissima re publica plurimae leges. Insofern ist das, was Strache machte, ein kleines bisschen von dem, was man in Süddeutschland mit dem Spruch, "Mit den großen Hunden brunzen gehen wollen, aber das Bein nicht heben können" zu umschreiben versucht. Dies entschuldigt aber Nichts.

Und damit ganz allgemein:
Von einer Partei, die sich in unserem Land "Alternative" nennt, darf sich der Wähler schlicht und ergreifend anderes erwarten und diese Botschaft sollte von der AfD klar vernommen werden!

Wenn es in der AfD zu "Säuberungswellen" kommen muss, dann doch bitte genau in diese Richtung der Hochstapler und der Trickser (da wird es vermutlich schon welche geben, ggf. auch in Form von Agent Provocateurs, False Flag Operators etc., aber sicher auch in Form von schlichten Charakter-Schwächlingen, wobei der reine Antrieb, Karriere machen zu wollen, darunter eindeutig noch lange nicht fällt) aber nicht in Form von Flügelstutzereien (gilt für beide "Flügel" der Partei). Derartiges mit dem Besen kehren sollte sehr diskret sein. Ich erwarte eine strenge, laufend anlasslose interne Revision von der AfD, die sehr genau beobachtet, wer wo was wie. Und dies ist genau KEIN Generalverdacht, sondern die Lehre daraus, dass es irgendwo immer ein faules Ei gibt. Ganz verhindern kann man indes solche Skandale nie - auch damit muss man ein Stück weit leben lernen und strategisch darauf sich vorbereiten, irgend eine "Bombe" platzt immer und der nächste "Scoop" ist vermutlich schon in Vorbereitung.

Ich denke, die FPÖ macht es derzeit gar nicht so schlecht und ich bleibe bei dem, was ich bereits geschrieben habe: Kurz überreizt gerade sein Blatt. Hier gilt es anzusetzen.

Thema Finanzen:
Die FPÖ hat ja angeblich jetzt schon Spendenlisten erstellt und wenn man den Berichten glauben darf, ist es erschütternd, zu sehen, dass hier, bei solch einer etablierten Partei, hauptsächlich Kleinspenden eingehen und eine 10tsd Euro Spende als fast schon singuläre Ausnahme heraus ragt.

Es bestätigt meine hier geäußerte Vermutung, dass es also durchaus auch einen realen Hintergrund der finanziellen "Dürre" gab, warum die beiden Herren so gierig nach dem vermeintlichen "Oligarchen"-Bimbes waren. Und damit sind wir bei einem ganz wesentlichen Punkt, der in einer rechten- alternativen Bewegung unbedingt geklärt und diskutiert werden muss, damit eben Führungspersonal und eine Partei so finanziell ausgestattet werden kann, dass sie nicht in Versuchung kommt, den primitivsten Offerten nachzugehen, sondern einfach auch souverän von Anfang an sagen kann, "zeig erst mal, ob Du es Ernst meinst, Spende einige Zeit ohne Erwartungen damit zu verknüpfen, engagiere Dich bei uns und dann kann man sehen, ob wir Dir - im legalen Rahmen! - auch einmal bei Gelegenheit etwas zurückgeben können.

Es ist Fakt, dass es die "(ver-) öffentliche Meinung" und das juste Milieu offenbar sowohl in Deutschland als auch in Österreich geschafft haben, dass sich niemand mit Vermögen mehr traut, auf einer Spenderliste bspw. der AfD zu erscheinen, wenn er nicht gerade kurz vor seinem Tod steht oder es ihm aus anderen Gründen vollkommen egal sein kann. Hieran muss gearbeitet werden. Ganz im Sinne der Fußball-Gesänge "Steht auf, wenn ihr ein AfDler/ Patriot seit" etc.
Auch generell muss das Thema Finanzen sauber aufgestellt werden. Die Bürger, die eine Alternative wollen, wollen nicht die dirty tricks der Altparteien. Und auch im Politischen gilt - bei allen Möglichkeiten der nicht finanziellen Unterstützung, die auch möglich und wichtig ist - Money makes the world go round. Spice muss fließen.

Hierüber sollte nachgedacht werden und ich bin mir sicher, dass darüber auch sehr regelmäßig nachgedacht wird und man aus naheliegenden Gründen dies auch nicht immer öffentlich tun kann. Dieses "Nicht-Öffentliche" sollte aber nicht dazu verleiten, allzu "kreativ" zu werden und sich angreifbar zu machen. Im Grunde machen es die anderen Parteien auch vor: Beteiligungen an Unternehmen, Stiftungen, eigene Medien (man erkennt zumindest bei der AfD, dass diese strategischen Ausrichtungen angegangen wurden - aber naturgemäß eben aktuell och keine Früchte tragen können).

Und die Frage, wer das Video gemacht hat, wird vermutlich erst irgendwann in 10 oder 20 Jahren durch reinen Zufall sich aufklären oder eben für immer ein Rätsel bleiben, auch damit sollte man leben.

"The deep state goes on and on" (Death in June, To shoot a Valkyrie)

Imagine
21. Mai 2019 11:23

Selbstverständlich handelt es sich bei der Fake-Inszenierung mit der angeblichen Oligarchen-Nichte um eine hochkriminelle Aktion auf dem Niveau professioneller Kompetenz, wie man sie bei TV-Fakes, Undercover- oder Geheimdiensttätigkeiten vorfindet.

Die Ibiza-Villa war hochprofessionell mit Hightech-Spionagematerial komplett „verwanzt“.

Wo ist das Recherche-Team, das mit professionellen Methoden Licht ins Dunkle bringt? Oder sind die Rechten nicht in der Lage, so etwas zu organisieren? Profis, die man mit solchen Aufgaben beauftragen kann, gibt es. Die kosten natürlich Geld.

Ansatzpunkte gibt es genug:
- Wer hat die Villa angemietet?
- Wer ist die angebliche Oligarchen-Nichte?
- Welche Rechtsmittel gibt es, um an das Originalvideo heranzukommen?
- Welche Ermittlungen laufen hinsichtlich der hochkriminellen Aktion? Gibt es diese Ermittlungen überhaupt? Was unternehmen die österreichische, die deutsche und spanische Justiz?
- Wer hat die Kampagne von Spiegel und SZ organisiert und finanziert? Sind die Akteure in die kriminellen Handlungen als Anstifter, Mittäter etc. involviert?

Gudenus spielt bei der Sache eine zentrale Rolle. Er hatte langen Kontakt mit der Fake-Oligarchen-Nichte. Was hat er unternommen, um deren Identität zu überprüfen?

Gudenus hat Zweifel an der Authentizität der der angeblichen Oligarchen-Nichte unterdrückt.

Gudenus könnte aktive Beiträge zur Identifizierung der Frau leisten. Scheint er aber bislang nicht zu machen.

Könnte es nicht sein, dass Gudenus nicht nur „useful idiot“, sondern sogar Mitspieler bei der Aktion war?

Niekisch
21. Mai 2019 11:30

"Das ist ein von langer Hand vorbereiteter Staatsstreich"

@ Andreas Walter 2o.5. 22:25: Ja, seit längerer Zeit vorbereitet, mit zeitgerechten Mitteln ausgeführt, zugleich eine Strafe für ÖVP und FPÖ zugleich, weil sie auftragsgemäß ja nicht ä n d e r n sollten, sondern nur Wirkungslosigleit moderieren sollten, zugleich auch ein Schlag mit dem Boxhandschuh gegen die sich gerade organisierende europäische "Rechte" unmittelbar vor dem Durchbruch zum "europäischen Parlament", dem das wesentliche Parlamentsrecht, die Gesetzesinitiative, fehlt.

Andreas Walter
21. Mai 2019 11:52

Conny Bischofberger und die Krone haben ihre ganz eigene Art, eine eher weibliche, ihre Schadenfreude jetzt zum Ausdruck zu bringen:

https://www.krone.at/1925842

https://www.krone.at/1925769

Ich dagegen hoffe, dass Strache jetzt keine wirklich dumme Sache macht und darum ein paar gute Freunde hat, die ihn trotz aller Verleumdung weiterhin stützen und ihm Kraft geben.

Wenn nicht, und das meine ich ernst, kann er sich gerne bei Kubitschek oder Elsässer melden, um nach meiner E-Mail-Adresse zu fragen, zwecks Kontaktaufnahme. Dann zeige ich ihm, wie man einfach aus der Welt verschwindet, ohne wirklich weg zu sein. Hab' nämlich auch schon einiges erlebt, und kenne mich daher mit Inquisition, Kreuzigungen und Verrat aus.

heinrichbrueck
21. Mai 2019 11:56

„Lagerdenken macht blind. Da wird die Realität verdreht und mit zweierlei Maß gemessen.“

Und Sie messen mit einerlei Maß zweierlei Dinge. Aus einer bestimmten Perspektive noch viel geiler. Ungefährlichsein ist natürlich nicht saublöd, es ist superintelligent, schließlich ist die Grundgesetzbevölkerung die Zukunft, da muß sich doch gleich das Selbstbestimmungsrecht anpassen. Ein perfekter Sklave zwar, der aber kein Trottel sein möchte.

Herr Strache kann noch froh sein, daß keiner wieder auf die Idee kam, einen Bagger über Sein Fahrzeug, mit Ihm als Insassen, rollen zu lassen. 

Herr Haider sagte „Banken“: https://www.youtube.com/watch?v=nruFNRAzHN8

„Unsere politischen Gegner setzen auf das kurze Gedächtnis des Volkes“

Unsere Feinde setzen auf die Manipulierbarkeit. Des Volkes Gedächtnis ist nicht kurz.

Wie manche das demokratische Parteiensystem verteidigen, muß wohl einer Rationalisierung der Emotionen geschuldet sein?

Imagine
21. Mai 2019 14:34

@Laurenz 21. Mai 2019 08:53
„Sie behaupten, Herr Soros ist ein Mafiosi? Oder was unterscheidet diesen von russischen Investoren? Die Staatsangehörigkeit? Das Glaubensbekenntnis doch nicht unbedingt, oder?“

Nirgendwo behaupte ich dies. Sondern Soros ist aus meiner Sicht ein plutokratischer Global Player. Keiner, der als ehemaliger KP-Funktionär sein Volk beklaut hat. Sie sind offensichtlich nicht in der Lage, zu unterscheiden.

Imagine
21. Mai 2019 14:35

@RMH 21. Mai 2019 09:41
„"Es zeigt die Niveaulosigkeit der FPÖ, wenn so jemand als der große Parteiführer genommen wird."
Wieso und warum eigentlich, Herr "Imagine"?
Hatten andere Parteien nicht auch Parteiführer, bei denen ein gewisses Charisma mit einer gewissen Skrupellosigkeit und echten Skandalen einherging?
Beispiele wurden in diesem Debattenstrang mehr als genug genannt - sind jetzt diese Parteien auch niveaulos?“

Klare Antwort: Ja!

Niveauloser Populismus kennzeichnet alle etablierten Parteien in der repräsentativen Demokratie, weil sich alles um den Stimmenfang für die nächste Wahl dreht.
Das Gleiche beim Fernsehen, da dreht sich alles um Quote.

Daher herrscht heute im Bereich von Parteien und Massenmedien intellektuell und kulturell eine „Diktatur des Proletariats“. Wie im Stalinismus und Post-Stalinismus, wo die Massen von den kommunistischen Funktionären verarscht und verblödet wurden. Die DDR-Sozialisation machte die Merkel zu einer so erfolgreichen Populistin. Demokratische Politiker – so dumm sie selbst sein mögen - sind „Meister in der Volksverarschung“.

Laurenz
22. Mai 2019 06:20

@Imagine .... Stalin hatte als hintergründiges Ziel, mit der Roten Armee zumindest bis Brest zu kommen und ordnete alles diesem Ziel unter. Mit Zentral-Europa im Rücken wäre auch Britannien kein Problem mehr und für die USA nicht zu halten gewesen. Wie hätte Er das je publizieren können? Und wie hätte Er da je Rücksicht nehmen können?
Bei Ihrer These des großen Rundumschlags im Tränen-Modus, machen Sie es doch umgekehrt und nennen uns diejenigen, die Sie nicht über die Klinge springen lassen. Herrn Marx können Sie Sich sparen. Der ist entzauberter Groß-Populist.

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