Sezession
25. Mai 2019

Das war’s. Diesmal mit: Wiglaf und gefährlichen Linealen

Ellen Kositza / 17 Kommentare

18. Mai -- Die Meldung vom Tod des Schriftstellers und Sängers Wiglaf Droste hat uns nicht kalt gelassen. Wir waren ja mal auf einer Lesungen von ihm.

Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

Kubitschek: „Stimmt, wir waren damals oft auf solchen Lesungen  Heute wäre das undenkbar. Man würde uns flugs ‚enttarnen` und den Garaus machen…. "

Wir waren Droste-Aficionados, ich deutlich mehr als Kubitschek. Ich liebte, logisch, weniger den Moralisten und „Linken“, der er zweifellos war, sondern den scheuklappenfreien Querdenker („Richtig glücklich ist ein Grüner erst, wenn er anderen etwas verbieten kann“), Wortspieler, Sprachliebhaber und natürlich auch den „Sexisten“, wie ihn die eigene Mischpoke gelegentlich titulierte („Der Partnerlook ist die Sichtbarmachung der Enteierung des Mannes.“).

Droste war einfach sehr helle, begabt und originell - wo hat man das schon? Meine letzten Probe-Abos der jungen welt (ja, ich habe freiwillig bezahlt dafür und wurde deshalb auch getadelt!) hielt ich im Grunde wesentlich wegen Drostes Kolumnen. Irgendwie war er ein Bruder im Geiste, wenn auch sicher unwillentlich.

Einmal, es dürfte anno 2000 oder 2001 gewesen sein, waren Kubitschek und ich auf einer Lesung von Feridun Zaimoglu, der dort, in Frankfurt, einen seiner frühen Romane vorstellte.

Wiglaf Droste stand mit Bier im Publikum. Ich sprach ihn an, er war freundlich. Dann fragte ich, wie es eigentlich zu erklären sei, daß die Neue Rechte (dieser Terminus war damals wirklich neu) „quasi geschlossen“ (blinde Übertreibung, klar) hinter ihm stünde.

Er: „Aber das tut sie doch nicht im Ernst, und wenn, dann wäre das ein Mißverständnis!“

Ich präsentierte dann gleichsam mein Wappen und bekräftigte: so sei es halt aber.

Er: „Na okay. Ich kann ja keinem verbieten, mich gut zu finden.“ Amen. Requiescat in pacem.

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19. Mai -- Gerade haben wir eine Familie kennengelernt, bei denen das Geschlechterverhältnis der Kinder exakt umgekehrt zu unserem ist. Wir haben neben all den Mädchen nur einen Sohn. Ich würde sagen, der Sohn ist komplizierter zu handhaben als alle Töchter zusammen. Die andere Familie empfand es umgekehrt. Interessant!

Der Sohn ist gerade in der Rechtsrockphase. Fast jede Diskussion dreht sich um Textzeilen, die ihn enthusiasmieren und die wir aber als großmäulig und fragwürdig empfinden. (Nein, Nazi-Zeug ist nicht darunter. Das würde er auch ohne Intervention durch uns nicht hören wollen.)

Ich kann die Versatzstücke aus dem Gedächtnis nicht aufschreiben, jedenfalls: Eines der Lieblingsleder handelt von Pflicht, Pflicht und nochmals Pflicht, und von Ehre. In einem andere klabautert es nietzscheanisch, man solle stark und gut sein, und müsse sich selbst überwinden. Es sind grosso modo für mein Alter eher peinliche Texte. Der Sohn ist hingerissen.

Wir nehmen die "Lyrics" derzeit ernst, vor allem dann, wenn sie argumentativ vorgebracht werden. Pflichterfüllung heißt dann: die Treppe sofort zu fegen, wenn x-mal mit Draußenschuhen die Wohnung betreten wurde; das Geschirr vor dem Einstellen in die Spülmaschine abspülen, wenn gerade der erste Spinat geerntet und verzehrt wurde; Pflichterfüllung heißt, den Stall auszumisten, ganz bis zum Ende zu lernen, dann erst den Laptop aufzuklappen, undsoweiter.

Gut sein und sich überwinden? Den Streit mit den Kleinen ohne Rücksicht auf’s eigene Ego zu schlichten. Kein Widerwort zu haben, wo es nicht am Platze ist, unbedingt zu widersprechen, wo es Mut verlangt. Einfach mal das Notwendige tun. (Viel gründlicher nachzulesen sind all diese Überlegungen freilich in Caroline Sommerfelds grandiosem Buch Wir erziehen.)

Herrje, sind das anstrengende Debatten! Aus der Erfahrung mit den älteren Schwestern wissen wir: Es geht vorbei. Es wird gut, und zwar dadurch, daß man das dissonante Pathos in einen stimmigen Antrieb umlenkt.

Die großen Schwestern lästern schon: „Wenn der B. mal heiratet, dann drucken wir in der Hochzeitszeitung die ganzen peinlichen Texte, die er mit 14 hörte.“ Sollen sie.

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22. Mai -- Soviel Tiernachwuchs!  Zicklein, Kätzchen, Gänslein! Es ist eine herrliche Zeit. Treten wir aus der Haustür, umnebelt uns Rosenduft. Eine heimische, opulente Rose, fast 100 Jahre alt. Sie, dornig wie keine, blüht nur kurz, aber wie!

Unsere Katze hatte vergangene Woche vier Katzenbabies, die übrigens ab Ende Juli Abnehmer suchen. Gerne melden!

Heute fanden wir ein fünftes in unserem Kohlenkeller. Es war ein Fremdes, es war eiskalt, lebte aber noch. Es war deutlich größer als die vier eigenen, unsere Mimi nahm es aber liebevoll an. Spottet ein Gast: „Schaut her, das ist halt Willkommenskultur! Fremdkätzchen wird flugs integriert, ohne Wenn und Aber!“

Naja. Ich weiß nicht, was geschehen wäre, wenn man Mimi drei Neue reingesetzt hätte. Oder kleine Kaninchen. Unser Findelkind hat offenbar den gleichen Vater. Es gibt nur einen dominanten Riesenkater in der Gegend. In diesem Jahr sehen nachbarschaftsweit alle Kätzchen gleich aus. Es gibt keinen Grund für Mimi, es auszustoßen.

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23. Mai -- Die Tochter durfte heute ihr Lineal nicht benutzen. Grundschule. Politik habe in der Schule nichts zu suchen. Es war gar nicht ihr Lineal, sie hatte es von ihrem Kumpel geliehen. Wir haben sie gelobt, daß sie ihn nicht verriet. Es war ein AfD-Lineal.

Ähnliche Debatten führen wir seit Jahren, sie sind aber meistens ähnlich unwichtig, zu irrelevant, um dafür auf die Barrikaden zu gehen. Ein Kind darf kein IB-Shirt tragen, während andere mit Che Guevara oder einer Kalaschnikow auf der Brust nicht zurückgepfiffen werden. Es wäre Zeitvergeudung, darüber zu streiten. Das sollen die Kleinen bei Bedarf selbst regeln.

Die Kleine ist dennoch empört. Ein Coca-Cola-Lineal ginge wohl, ja?! Hat die Lotta! Was habe denn Cola an einer Grundschule zu suchen? „Oder Monster High? Ihr habt doch gesagt, daß das krank sei?“ Oder, oder… die Tochter sucht heftig nach Argumenten:

„Die Sabrina hat zum Beispiel ein Lineal mit Bienen. Da könnte sich doch jemand beschweren, der Bienen haßt und vielleicht eine gefährliche Allergie hat! Ich mein, was kann denn ein Lineal ausrichten??“

Okay, okay, Liebe, Du hast’s begriffen. Aber vergiß es einfach. Nimm Dein neutrales Lineal, damit keiner ins Schwitzen gerät.

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Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.


Kommentare (17)

Laurenz
25. Mai 2019 12:31

Der Artikel war wirklich erheiternd .... Herrn Droste kannte ich nicht, wenn, eher nur in der Erinnerung vom Sehen. Ich fand hier diesen Gröli-Vortrag, gut gelungen und lustig. https://youtu.be/PI0P4KbyHxY Mutmaßlich hatte Er sich tot gesoffen, vielleicht besser, als mit 2 oder mehr Mio. anderen in einem Heim dahin zu vegetieren. Aber wer weiß das schon vorher...

AfD-Lineale sind ja auch des Teufels, bringen einen direkt in die sozialistische Hölle. Das wesentlich günstigere Ketzer-Dasein ist ein Che Guevara in einem Halteverbotsschild auf dem Hemd. Dann unterhält man sich wenigstens über die linken Mordsbuben und ihre Verbrechen.

Thomas Martini
25. Mai 2019 12:55

Zu den gefährlichen Linealen passt das Gedicht "Manchmal schweige ich" von Naomi Seibt hervorragend.

Das hat die junge Dame kürzlich bei YouTube hochgehalten, quasi als Gegenentwurf zu Rezo ja lol ey.

Die neueste Ausgabe von "Das war's" habe ich herbeigesehnt. Es ist wohltuend, zumindest zwischendurch bei SiN Beiträge lesen zu können, die ohne Realitätsverlust auskommen.

Nemo Obligatur
25. Mai 2019 13:20

"Lieblingsleder"

Ein sinnreicher Tippfehler, wenn man so sagen darf. Mancher wird sich vielleicht an Egon Friedell erinnern, der einmal einen ähnlichen Fehler aufspießte

Nemesis
25. Mai 2019 13:24

"Ich würde sagen, der Sohn ist komplizierter zu handhaben als alle Töchter zusammen."

Auf Alpha Centauri mag das (möglichweise) so sein. Aber auf diesem Planeten? Nachdem ich mal mit einer guten Bekannten im Kino eine Zigarettenwerbung gesehen hatte, meinte die zu mir: Männer sind doch wirklich leicht zu beeinflußen. Wieso? Na, da reicht bereits ein Pferd und ein Lagerfeuer...

Und Ihr Sohn steht ja auch fast allein. Kein leichtes Schicksal! :)))

H. M. Richter
25. Mai 2019 13:27

Bevor das "neutrale Lineal" wieder eingesetzt wird, sollte es einmal mit einem anderen, durchaus vergleichbaren, aber eben "guten" Lineal probiert werden, gerne auch von einem Klassenkameraden oder einer Klassenkameradin: Es gibt da eines, durchaus wohlfeil zu bestellen für 0,78 € pro Stück mit der Aufschrift: "Damit Bildung nicht zu kurz kommt! SPD"

https://shop.spd.de/mein-spd-shop/de/shop/parteiarbeit/bueromaterial/buero-accessoires/Holzlineal+quotDamit+Bildung+nicht+zu+kurz+kommtquot/?card=3033

Darüber, ob auch dieses Lineal weggepackt werden muß, weil doch "Politik in der Schule nichts zu suchen habe", darf durchaus spekuliert werden ...

Wenn nicht, könnte zur kleinen Schnellrodaerin dann gesagt werden: "Okay, okay, Liebe, jetzt hast Du’s endgültig begriffen."

RMH
25. Mai 2019 13:33

"Der Sohn ist gerade in der Rechtsrockphase. … (Nein, Nazi-Zeug ist nicht darunter. Das würde er auch ohne Intervention durch uns nicht hören wollen.)"

Was ist Rechtsrock? Was ist dann wiederum "Deutschrock"? Was ist RAC?
Wie kann man das "Saubere" trennen von dem Zeug, was es bildlich ausgedrückt "unter dem Ladentisch" gibt?

Ich wüsste nicht, wo und wie die Grenze ziehen, denn gerade beim "verbannten Zeug" entdecke ich - habe einen sehr breiten Musikgeschmack - immer wieder so einige Perlen, so mag ich bspw. die schwedische Sängerin Saga (nicht zu verwechseln mit der älteren Mainstream Band) recht gerne und auch die alten Skrewdriver/ Ian Stuart-Sachen sind doch mittlerweile einfach nur noch "Klassiker".

Die Linken tun sich von ihrem künstlerisch und pathetisch dick aufgetragenen Punk Zeug alá Slime (kann ich durchaus auch hören) auch nicht distanzieren und ich wüsste hier auch nicht, wie die Abgrenzung zu Schlager-Mainstream-Punk ala Tote Hosen groß zu ziehen wäre.

Wie auch immer, für Anspiel-Tips zur eigenen Meinungsbildung (Namen genügen, brauche keine Verlinkungen) wäre ich dankbar. Ich gebe mal passend zur Europa-Wahl einen solchen aus dem von mir oben genannten Bereich:
Saga - Ode to a dying people (Kitsch - aber schön. Leicht auffindbar bei youtube).

Sagittarius
25. Mai 2019 15:31

In memoriam Wiglaf Droste:
"Das Leben aber ist doch eher nichts für
Händefalter und für Seitenscheitelkämmer
Denn dieses sind die Lehren aus der
Magnum von Mike Hammer:
Die and're Wange jesusmäßig hinhalten
ist Quatsch mit Soße.
In seine Feinde soll man Löcher machen -
und zwar große."
(aus dem Gedicht "Die Lehren der 45er" von Wiglaf Droste)

LotNemez
25. Mai 2019 15:59

Sie haben eine SPÜLMASCHINE? Ich bin maßlos enttäuscht. Ich hatte mir so schön vorgestellt, dass sie nach dem Essen zu Neunt eine Abwasch-Abtrocknen-Tellerweiterreichen-AG bilden. Begleitet von wundervollen Choralgesängen, so dass jeder im Dorf weiß, ah.. Kubitscheks waschen ab. Naja.. Enttäuschung gehört zum Lebensgefühl des Patrioten. :(

Lotta Vorbeck
25. Mai 2019 17:51

@23. Mai -- Und sie hat ihn nicht verraten:

**************************

Beide Daumen hoch, gut gemacht, Tochter E.!

MartinHimstedt
25. Mai 2019 18:58

@RMH

Ich bin mit den Böhsen Onkelz aufgewachsen. Teile meiner Familie sind riesige Frei.Wild-Fans (ich kenne keinen einzigen Song dieser Band). Am liebsten höre ich Black Metal, welcher unter "Linken" ja häufig als Rechts gilt. Was ich damit sagen möchte: Ich bringe eine gewisse Expertise mit. Fazit: Es gibt aktuell – de facto – keinen relevanten Rechtsrock. Keinen. Was es sehr wohl gibt, sind ein paar Nazi-Bands mit ein paar Nazi-Anhängern. Das war es aber auch schon. Nichts, was man hören möchte.

Es wäre interessant zu wissen, welche diese Rechtsrock-Bands sein sollen: Ich kenne keine einzige.

Brettenbacher
25. Mai 2019 22:14

@LotNemez
Eine Spülmaschine, bei Vollfüllung betrieben, ist im Vergleich zu einem/er Handspüler/in, und seien er/sie noch so geschickt, ENERGIESPAREND. Fragen Sie Ihren örtlichen SSC (Energiesparcheck).
Und damit sind wir bei unserer Leitkultur. Dagegen ist das Singen von Chorälen nur afterkulturell.
(Aber Ihre Imaginationskraft, LotNemez, ist gewaltig und suggestiv, und hoffentlich kann in Schnellroda die Spülmaschine künftig noch befüllt werden, ohne daß dies ein zwanghaftes Losprusten des/r Befüllers/erin zur Folge hat.)

Brettenbacher
25. Mai 2019 22:18

... und dieser SSC ist eine Einrichtung der Caritas. Also!

Stil-Bluete
26. Mai 2019 08:18

'Rechtsrockphase' : Wie wär's zwischendurch mal mit dem sanften Freudespender George Ezra mit seiner warmen sonoren Stimme und seiner stilvollen, völlig unspektakulären, ja ruhigen Bühnenshow?

Venator
26. Mai 2019 17:37

Glücklicherweise gibt es noch keine rechte Institution, welche einem vorschreibt, welche Musik man zu hören hat. Wenn ich nur an den postpubertären Rebellenrock, ala Onkelz oder Freiwild denke, der sich ja vor allem bei den Dorftrotteln so großer Beliebtheit erfreut/hat, bekomme ich Ohrenkrebs. Allerdings ist es hochgradig albern, einem 14jährigen später einmal, seinen Musikgeschmack vorwerfen zu wollen. Oder werfen sie Ihrer Mutter auch die wilden Clubzeiten im Rhein Main Gebiet vor? Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein.

Kositza: Leser dieser Seite wissen normalerweise, daß wir unseren Kindern in Wirklichkeit weder den Mund mit Seife auswaschen noch sie mit Steinen bewerfen. Allerdings sind die familiären Unsitten derart, daß man mal übereinander spottet.

Venator
26. Mai 2019 21:55

So wie ich das verstanden habe, waren es ja auch die Schwestern, die dies in einer Hochzeitszeitung der Zukunft unterbringen wollten?

Inspektor
28. Mai 2019 19:18

@ Kubitschek, Kositza, alle Sezessionisten und wen es sonst interessiert

A propos süße "Männer", hier zeigt einer Ihrer Lehrmeister und Vordenker die nackte Wahrheit über sich, voilà Alaine de Benoist: https://www.facebook.com/A.deBenoist/photos/a.156800334448132/156800341114798/?type=3&theater
Ist sie in ihren Schriften auch so freimütig, leuchtet und brennt die Wahrheit auch in ihnen?

Das also ist des neu-rechten Pudels Kern. Da kann man nur hoffen, daß es in Ihrer Szene auch noch ein paar echte Cis-Männer gibt. Wohlan: Viel Glück und Erfolg!

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Dies gehört eigentlich noch unter "Straches Sturz und die Macht der Medienden".
Hier reingeschrieben aus Furcht vor dem gefährlichen Zensor Lichtmesz.

Kositza: Versteh ich nicht ganz. Vlt. auch wegen des mal kleinen, mal großen i bei "Ihnen"; steckt da eine Anspielung hinter? Finden Sie, de Benoist präsentiert sich da zu süßlich (Lächeln, Katze, Jugendstil)? Och, kommen Sie.

Deutscher W
29. Mai 2019 22:34

In Sachen Rechtsrock wäre vielleicht an Kapellen wie LEITKULTUR oder FLAK zu denken. Sicher ist bei letzterer Band - in den Texten - nicht alles ohne Weiteres genießbar und problematisch (die Titel "Ikone von Millionen" und "Antigone 2000" kann man aber auch auf seine - konservative Art - interpretieren), aber beide genannten Gruppen zeigen doch oft in wohltuender Weise sowohl musikalisch als auch textlich eine Richtung an, die sich vom Humpa-Humpa à la FREI.WILD und vom Anti-Kirchen-Kampf der ONKELZ abhebt. Schaut man bei Youtube unter den genannten Bandnamen, wird man wie üblich auf weitere interessante Acts verwiesen - wie ANTHRAZIT, die in die angezeigte Richtung gehen.

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