Lauren Southerns Fall und #VoxAdpocalpyse

Lauren Southerns neuer Film "Borderless" wird vermutlich auch ihr letzter sein.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Kaum war der lang erwar­te­te Film, der ihr Opus magnum wer­den soll­te, auf You­tube und ande­ren Kanä­len ver­öf­fent­licht wor­den, als die erst 24jährige Sou­thern auf ihrer Netz­sei­te bekannt gab, daß sie sich aus der Öffent­lich­keit zurück­zie­hen wer­de, um sich fort­an ihrem Stu­di­um und ihrer Fami­lie zu wid­men. Dies kam ziem­lich über­ra­schend und wirk­te ziem­lich ent­täu­schend. Weni­ge ahn­ten, daß dies nur der Anfang eines grö­ße­ren Abbruch­ma­nö­vers sein soll­te, das nun zu einem regel­rech­ten Skan­dal explo­diert ist.

Milo Yianno­pou­los, selbst nicht gera­de der edels­te Cha­rak­ter mit der reins­ten Wes­te, ver­öf­fent­lich­te am Mon­tag auf sei­nem Blog ein aus­ufern­des Dos­sier, das unzwei­fel­haft belegt, daß Sou­therns Mit­ar­bei­ter Cao­lan Robert­son und Geor­ge Lle­we­lyn-John (ein schwu­les Paar) enge Kon­tak­te zu der bri­ti­schen Anti­fa-Orga­ni­sa­ti­on “Hope Not Hate” haben, der sie inti­me Infor­ma­tio­nen über qua­si die gesam­te anglo-rech­te Sze­ne zuspiel­ten, wäh­rend sie die­se gleich­zei­tig mas­siv erpress­ten und abzock­ten. Dabei ging es offen­bar vor­ran­gig um Geld und Gel­tungs­sucht. Die Opfer ihrer Machen­schaf­ten lesen sich wie das Who-is-Who der alter­na­ti­ven Medi­en­sze­ne: Unter ande­rem Tom­my Robin­son, Gavin McIn­nes, Ezra Levant oder Milo selbst.

Sou­thern hat­te schon wäh­rend der Dreh­ar­bei­ten nach­weis­lich Kennt­nis von die­sen Kon­tak­ten und Akti­vi­tä­ten. Bis zu wel­chem Grad, ist unklar, aber es ste­hen schwe­re Vor­wür­fe gegen sie im Raum. Da sie zu den belieb­tes­ten und respek­tier­tes­ten Prot­ago­nis­ten der Sze­ne zählt, beka­men Robert­son und Lle­we­lyn-John einen erheb­li­chen Ver­trau­ens­bo­nus, der ihnen Zugang zu nahe­zu sämt­li­chen “Stars” des rech­ten Spek­trums ver­schaff­te. Es mag sein, daß sie wil­lent­lich bei­de Augen ver­schloß, weil das Gelin­gen ihres Film­pro­jekts, das unter gro­ßem Druck ent­stand, auf das frag­wür­di­ge Duo ange­wie­sen war.

Aber alles nach der Reihe.

“Bor­der­less” ist pro­fes­sio­nell gemacht und demons­triert ein­drucks­voll, wie intel­li­gen­ter nicht-lin­ker Jour­na­lis­mus aus­se­hen könn­te. Der Film eig­net sich exzel­lent dafür, den begin­nen­den Zweif­lern und “Nor­ma­los”, die sich noch inner­halb des Main­stream­nar­ra­tivs zur Flücht­lings­kri­se bewe­gen, alter­na­ti­ve Blick­win­kel aufzuzeigen.

Sou­thern bemüht sich um einen mora­li­schen Stand­punkt jen­seits eines sen­ti­men­ta­len, glo­ba­lis­ti­schen Huma­ni­ta­ris­mus und betont, daß die Mas­sen­mi­gra­ti­on vie­le Ver­lie­rer – Migran­ten eben­so wie ein­hei­mi­sche Euro­pä­er – her­vor­brin­ge und weni­ge Gewin­ner, wie Men­schen­schmugg­ler und NGOs. Gewiß gibt es etli­ches, das man an die­sem Bild kri­ti­sie­ren und ergän­zen könn­te. Empa­thie für Migran­ten etwa ist das Dau­er­pro­gramm der Main­stream­m­edi­en; hier hät­te Sou­thern viel­leicht deut­li­cher zei­gen kön­nen, wie die euro­päi­sche Bevöl­ke­rung unter dem Ansturm leidet.

Im Rück­blick gibt es eini­ge Stel­len in die­sem Film, in denen sich Sou­therns Rück­zug bereits ankün­digt, ins­be­son­de­re ihr Resü­mee am Schluß. Der Tenor ist der­sel­be wie in ihrem “Abschieds­brief” und einer Rede, die sie im Febru­ar vor einem klei­nen Publi­kum im EU-Par­la­ment gehal­ten hat und die ver­däch­ti­ger­wei­se den Titel “Chan­ging My Mind On Immi­gra­ti­on” trägt (angeb­lich hat sie Geor­ge Lle­we­lyn-John ver­faßt, der sich inzwi­schen als “libe­ral” bezeichnet).

Sou­thern hat sich also schon seit eini­gen Mona­ten eine Art Aus­stiegs­ter­rain berei­tet. Zusam­men­ge­faßt etwa so: Die Arbeit an “Bor­der­less” habe ihr gezeigt, daß das The­ma Migra­ti­on “mehr Grau­zo­nen” habe, als sie bis­her dach­te. Ihr Mit­ge­fühl für die Migran­ten sei gewach­sen. Sie habe erkannt, daß sie noch viel über die Beschaf­fen­heit der Welt ler­nen müs­se. Die Zei­ten eines pro­vo­kan­ten Akti­vis­mus und Jour­na­lis­mus sei­en vor­bei, nun sehe sie man­che Din­ge viel dif­fe­ren­zier­ter als frü­her. Und schließ­lich habe sie das Leben als Per­sön­lich­keit der alter­na­ti­ven sozia­len Medi­en zuneh­mend der Wirk­lich­keit entfremdet.

Man muß nicht beson­ders bos­haft sein, um zu erken­nen, daß sich Sou­thern hier offen­bar ein paar Hin­ter­tür­chen und das Fun­da­ment einer womög­lich zukünf­ti­gen Sto­ry gezim­mert hat, in der sie ihre Ver­gan­gen­heit als rech­te Repor­te­rin als Jugend­sün­de abschrei­ben kann. Hat ihr Rück­tritt also ande­re Grün­de als die genannten?

Wesent­li­che Din­ge hat sie aller­dings noch nicht wider­ru­fen, im Gegen­satz zu Cao­lan Robert­son, der weni­ge Tage vor dem Plat­zen von Milos “Bom­be” eine Pres­se­er­klä­rung an aus­ge­wähl­te Jour­na­lis­ten ver­schick­te, in der er beteu­er­te, durch die Dreh­ar­bei­ten an “Bor­der­less” sein huma­ni­tä­res Herz ent­deckt zu haben. Es sei­en etwa Ezra Levants Rebel Media, Ste­fan Moly­neux und Gavin McIn­nes gewe­sen, die ihn “radi­ka­li­siert” hät­ten. Mehr und mehr wäre er in eine Bla­se ohne “ech­te Men­schen” abge­glit­ten, aus der er nun end­lich erwacht sei.

Das ist natür­lich von A‑Z unglaub­wür­dig. Robert­son und sein Part­ner waren mit ziem­li­cher Sicher­heit tat­säch­lich die geld­gie­ri­gen, nar­ziß­ti­schen Vipern, als die sie nun erschei­nen. Aller­dings kann man ähn­li­ches von Yianno­pou­los selbst sagen, der sein Dos­sier mit bös­wil­li­gem Klatsch ange­rei­chert hat. Und auch Tom­my Robin­son scheint in aller­lei zwie­lich­ti­ge Ope­ra­tio­nen ver­strickt zu sein, was sei­ne Erpreß­bar­keit stei­gert. Wer will, kann das Melo­dra­ma in vol­ler Län­ge hier nachlesen.

Es kommt zu einem Zeit­punkt, an dem die anglo­pho­nen alter­na­ti­ven Medi­en ins­ge­samt unter schwe­rem Beschuß ste­hen. You­tube führ­te unlängst eine mas­si­ve poli­ti­sche Säu­be­rung durch, offen­bar auf der Basis von ent­spre­chend pro­gram­mier­ten Algo­rith­men. Hun­der­te Vide­os wur­den gelöscht, dut­zen­de Kanä­le “ent­mo­ne­ta­ri­siert” (d. h., sie kön­nen kein Geld mehr durch Wer­be­ein­nah­men ver­die­nen), etli­che kom­plett gesperrt. Bei vie­len wur­de die “Superchat”-Funktion ent­fernt, eine wei­te­re Mög­lich­keit, Geld durch Streams ein­zu­neh­men. Das Spek­trum der Betrof­fe­nen reicht von den etwas kan­ti­ge­ren Exem­pla­ren des Main­stream­kon­ser­va­tis­mus über Ver­tre­ter der “Alt-Lite” (also der “civic natio­na­lists” im Gegen­satz zu den “eth­nic natio­na­lists” der Alt-Right) bis hin zum rech­ten lun­a­tic frin­ge (so erwisch­te es auch den Kanal der Black-Metal-Legen­de Varg Viker­nes).

Aus­gangs­punkt waren Ankla­gen des lin­ken, schwu­len Jour­na­lis­ten Car­los Maza, der den kon­ser­va­ti­ven You­tuber Ste­ven Crow­der (der fast 4 Mil­lio­nen Abon­nen­ten hat und gele­gent­lich auch Lau­ren Sou­thern auf sei­nen Kanal ein­lud) der “Haß­re­de” bezich­tig­te (das ist ein star­kes Stück von einem Mann, der die phy­si­sche “Ernied­ri­gung” von Kon­ser­va­ti­ven for­der­te). Er brach eine Pres­se­kam­pa­gne vom Zaun, in der Crow­der als “homo­pho­ber Ras­sist” hin­ge­stellt wur­de: Es sei ein Skan­dal, daß die­se homo­pho­be Het­ze als von der Mei­nungs­frei­heit gedeckt gelte!

You­tube reagiert ziem­lich rasch auf die Wün­sche Mazas und der mit ihm ver­bün­de­ten lin­ken Medi­en und “ent­mo­ne­ta­ri­sier­te” Crow­der. Aber das war nur der Anfang und der Anlaß einer grö­ße­ren Operation.

Am 5, Juni erklär­te die Lei­tung von You­tube auf ihrem Blog, fort­an stren­ge­re Maß­nah­men gegen “Haß” ergrei­fen zu wol­len. Man wer­de Vide­os ver­bie­ten, “die die Behaup­tung auf­stel­len, eine Grup­pe sei über­le­gen, um Dis­kri­mi­nie­rung, Segre­ga­ti­on und Exlu­si­on auf der Basis von Alter, Gen­der, Ras­se, Kas­te, Reli­gi­on, sexu­el­ler Ori­en­tie­rung und Vete­ra­nen­sta­tus zu recht­fer­ti­gen.” Man wer­de “schäd­li­che Falsch­in­for­ma­ti­on” (“harm­ful mis­in­for­ma­ti­on”) ent­fer­nen, und “maß­geb­li­che Inhal­te” (“aut­ho­ri­ta­ti­ve con­tent”) för­dern. Man kann sich den­ken, wel­che Leu­te die Ent­schei­dun­gen tref­fen, was unter die­se Kate­go­rien fällt!

Hil­fe­stel­lung, wie die­se Inhal­te und Infor­ma­tio­nen sor­tiert wer­den und wel­che Per­so­nen ins Visier kom­men sol­len, wur­de groß­zü­gi­ger­wei­se von der berüch­tig­ten Anti-Defa­ma­ti­on League geleis­tet (also der Anto­nio-Ama­deu-Stif­tung der USA, aller­dings ungleich mäch­ti­ger und aggressiver).

Online hate & extre­mism pose a signi­fi­cant thre­at. We were glad to share our exper­ti­se with @You­Tube on updating their poli­ci­es to keep #hate off their plat­form. This is an important step for­ward, but must be fol­lo­wed by many more.

Haß und Extre­mis­mus im Netz sind eine signi­fi­kan­te Gefahr. Wir freu­en uns, daß wir You­tube unse­re Exper­ti­se zur Ver­fü­gung stel­len konn­ten, um ihre Maß­nah­men gegen Haß auf ihrer Platt­form zu aktua­li­sie­ren. Das ist ein wich­ti­ger Schritt nach vor­ne, dem vie­le wei­te­re fol­gen müssen.

Kurz dar­auf ent­schul­dig­te sich Sus­an Wojci­cki für die “Ent­schei­dung” des You­tube-Manage­ments, da sie “sehr schmerz­haft” für die LGBTQ-Com­mu­ni­ty (!) gewe­sen sei. “Das war nicht unse­re Absicht.” Aber man habe eine “wirk­li­che signi­fi­kan­te Ände­rung Haß­re­de betref­fend” vor­ge­nom­men. Das habe “Mona­te und Mona­te Arbeit” gekos­tet, “hun­der­te” Leu­te hät­ten dar­an gearbeitet.

Sekun­diert wur­de die Säu­be­rungs­ak­ti­on, die im Netz unter dem Hash­tag #VoxAd­po­cal­py­se fir­miert (da Maza für die Sei­te vox.com arbei­tet), von einem hane­bü­che­nen, alar­mis­ti­schen Arti­kel in der New York Times über einen reu­mü­ti­gen, jun­gen Mann namens Cal­eb Cain, der angeb­lich durch via You­tube ver­brei­te­ten “Haß” nach rechts “radi­ka­li­siert” wur­de. Es ist die Geschich­te eines Dro­gen­süch­ti­gen, der mit einem schein­bar harm­lo­sen Joint beginnt, und zu immer mehr und immer här­te­rem Stoff übergeht.

Den Arti­kel illus­triert eine Bild­col­la­ge von so ziem­lich allem, was im rech­ten oder kon­ser­va­ti­ven Netz Rang und Namen hat, inklu­si­ve Milo Yianno­pou­los und Jor­dan Peter­son, inklu­si­ve Lau­ren Sou­thern und Cao­lan Robert­son, vom Main­stream des “Con­ser­va­tism Inc.” bis zu den Rän­dern der “Alt-Right”.

Der Arti­kel ent­hält bizar­re Gra­fi­ken, wie eine Auf­zäh­lung von Vide­os, die Cain im Jahr 2015 inner­halb von 48 Stun­den ansah, um auf­zu­zei­gen “wie tief” er in “Rechts­au­ßen-Kom­men­ta­ren” drin­nen­steck­te: Ste­fan Moly­neux, Paul Joseph Watson,“Syrian Girl” Maram Sus­li, Gad Saad, Lau­ren Sou­thern, die in dem Arti­kel extra­häu­fig als Influ­en­ce­rin der Son­der­klas­se geschil­dert wird.

Cain schrieb auf Twit­ter:

Unter Kon­ser­va­ti­ven beob­ach­te ich häu­fig, daß sie belei­digt sind, wenn man sie als Alt-Right bezeich­net. Um es fest­zu­hal­ten, ich den­ke nicht, daß Crow­der oder Rubin Alt-Right sind. Aber ihre Inhal­te haben mich in eine Echo­kam­mer gesperrt, in die extre­me­re Leu­te ein­ge­tre­ten sind. Was mich radi­ka­len Ansich­ten aus­ge­setzt hat.

A lot of what I am see­ing from con­ser­va­ti­ves is offen­se that they are clas­si­fied as Alt-Right. For the record, I don’t belie­ve Crow­der or Rubin are Alt-Right. But their con­tent kept me locked in an echo cham­ber which more extre­me ppl step­ped into. Expo­sing me to radi­cal views.

Cain stellt sich hier einer­seits als pas­si­ves Opfer eines You­tube-Kon­sum­ver­hal­tens dar, das am Ende er allein zu ver­ant­wor­ten hat; ande­rer­seits prä­sen­tiert er Kon­ser­va­ti­ve, die sich noch knapp im Main­stream­be­reich bewe­gen, als Durch­lauf­er­hit­zer auf dem Weg zum “Extre­mis­mus”.

Im Nach­fol­ge-Tweet schrieb Cain:

Sie [Crow­der & Co] über­se­hen kom­plett, daß ihre Rhe­to­rik über Din­ge wie Femi­nis­mus, Islam oder Kul­turm­ar­xis­mus die extre­me­ren Ideen, denen ich spä­ter anhing, ver­stärk­te, ste­ri­li­sier­te und nor­ma­li­sier­te. Gleich­zei­tig dämo­ni­sier­ten sie den rech­ten Rand, wäh­rend sie lang­sam sei­ne Ansich­ten übernahmen. 

They  miss the point ent­i­re­ly that their rhe­to­ric on things like femi­nism, Islam, or cul­tu­ral Mar­xism, rein­for­ced and ste­ri­li­zed, and nor­ma­li­zed more extre­me ide­as that I would later hold. All the while they would demo­ni­ze the far right, while slow­ly co-opting their views.

Und das ist in der Tat rich­tig (ein Phä­no­men, das es auch in Deutsch­land und anders­wo gibt). Aller­dings gilt in die­sem Koor­di­na­ten­sys­tem schon eine mode­ra­te und um Aus­ge­wo­gen­heit bemüh­te Prot­ago­nis­tin wie Lau­ren Sou­thern als “far right”. Und Sou­thern ist nicht irgend­wer. Auf die­ser Sei­te bekam sie Platz vier unter den ein­fluß­reichs­ten Kana­di­ern verliehen:

Lau­ren is descri­bed as a far right-wing poli­ti­cal com­men­ta­tor and was part of Ezra Levant’s The Rebel Media until 2017. She is fol­lo­wed by nume­rous poli­ti­cal bigshots and has amas­sed a mas­si­ve fan following.

Das Spiel soll­te klar sein: Das von Big Tech, Wach­hund­or­ga­ni­sa­tio­nen (pars pro toto ADL), und Main­stream­m­edi­en (pars pro toto New York Times) unter­stütz­te End­ziel ist es, das kom­plet­te rech­te und kon­ser­va­ti­ve Spek­trum Stück für Stück zu dele­gi­ti­mie­ren, lahm­zu­le­gen und aus­zu­lö­schen. “Extre­mis­ten” wer­den nur vor­ge­scho­ben und häu­fig durch Sala­mi­tak­tik und ent­spre­chend aktua­li­sier­te Defi­ni­tio­nen erst zu sol­chen ernannt. Die Exis­tenz von unab­hän­gi­gen, rech­ten Jour­na­lis­ten wie Lau­ren Sou­thern und Fil­men wie “Bor­der­less” soll ver­un­mög­licht werden.

Das Spek­trum selbst steht in der gesam­ten west­li­chen Welt wie ein David gegen einen Goli­ath. Des­sen Stra­te­gie ist der per­sön­li­che Angriff, die Ver­nich­tung der sozia­len und wirt­schaft­li­chen Exis­tenz der Dis­si­den­ten, das “Deplat­forming” und Ent­zie­hen jeder rele­van­ten Büh­ne. Die Meta­po­li­tik die­ses Goli­aths gibt wei­ter­hin die Koor­di­nan­ten­sys­te­me vor, setzt die Spiel­re­geln, prägt das Voka­bu­lar, domi­niert die “Framings”. Wer “dis­kri­mi­niert”, wan­dert ins Tal der Aus­sät­zi­gen, wird aus der öffent­li­chen Ago­ra ver­bannt. Aus die­sem Grund ist das Spek­trum beson­ders anfäl­lig für Zer­set­zungs- und Erpres­sungs­stra­te­gien aller Art, wes­halb schie­fe Cha­rak­te­re wie Cao­lan Robert­son einen rie­si­gen Scha­den anrich­ten können.

Auf­grund sei­ner Lage im poli­ti­schen Tabu­be­reich ist das Spek­trum aller­dings auch Magnet für Geschäf­te­ma­cher, Selbst­dar­stel­ler, Nischen­jä­ger, Out­casts und Exzen­tri­ker (wobei es gene­rell eines bestimm­ten Typus Mensch bedarf, um sich vom Medi­en­busi­ness ange­zo­gen zu füh­len). Wie der Erfolg anglo­pho­ner Stars wie Lau­ren Sou­thern zeigt, gibt es hier einen gro­ßen Markt­be­darf, umso mehr, als sich die Main­stream­m­edi­en zuneh­mend links-glo­ba­lis­tisch gleich­schal­ten. Es liegt auf der Hand, daß nicht nur Idea­lis­ten in die­se Ecke strömen.

Den Preis, von den Medi­en im Ein­klang mit Regie­run­gen, tie­fen Staa­ten und Anti­fa­or­ga­ni­sa­tio­nen zum stig­ma­ti­sier­ten Buh­mann und Gedan­ken­ver­bre­cher erklärt und gejagt zu wer­den, kön­nen und wol­len aller­dings nur weni­ge bezah­len. An dem Syn­drom, talen­tier­te, aber zwie­späl­ti­ge bis zwie­lich­ti­ge Cha­rak­te­re anzu­zie­hen, lei­det vor allem die anglo­pho­ne Sze­ne. Zwei ihrer bekann­tes­ten Ver­tre­ter, Milo Yianno­pou­los und Tom­my Robin­son, die bei­de von Robert­son und Lle­we­lyn-John erpreßt und pri­vat geschä­digt wur­den, sind hier­für exem­pla­ri­sche Bei­spie­le, und es gibt auch in Deutsch­land eini­ge Pen­dants aus die­sem Genre.

James Kirk­pa­trick resüm­mier­te auf vdare.com:

Sou­thern ist weg, und weni­ge ande­re kön­nen die ein­zig­ar­ti­ge Lücke fül­len, die sie hin­ter­las­sen hat. Ihre kur­ze Kar­rie­re umschließt Auf­stieg und Fall einer gan­zen Medi­en­sub­kul­tur. Sie begann bei einem Netz­me­di­en­un­ter­neh­men, wur­de dann zur unab­hän­gi­gen Medi­en­ma­che­rin, dann zur unab­hän­gi­gen Fil­me­ma­che­rin, und anschlie­ßend von den Main­stream­m­edi­en zwar nicht voll­stän­dig unter­drückt, aber zum Rück­zug gehetzt.

Vie­le haben ange­merkt, daß Big Tech 2016 nie­mals wie­der zulas­sen wer­de, da Trump gewon­nen hat. Aber die Main­stream­kon­ser­va­ti­ven wol­len eben­falls nicht, daß es wie­der zu einem 2016 kommt. Die Tor­hü­ter haben damals die Kon­trol­le über “ihre” Bewe­gung ver­lo­ren. Inzwi­schen haben sie sie wie­der ein­ge­fan­gen. Trump 2020 wird sich kaum von McCain 2008 und Rom­ney 2012 unter­schei­den, und frü­he Umfra­gen legen nahe, daß er deren Schick­sal erlei­den wird, wenn sich nichts ändert.

Eine Kurs­kor­rek­tur wäre frei­lich, wenn Prä­si­dent Trump sich für freie Rede im Netz ein­set­zen wür­de. Er könn­te auf­hö­ren, die Situa­ti­on zu “über­wa­chen” und zu han­deln beginnen.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

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Kommentare (31)

Nemo Obligatur

12. Juni 2019 20:46

Ok, was haben wir da? Eine ziemlich gutaussehnde junge Filmemacherin, die auch gerne mal vor der Kamera stand. Um die ist es natürlich schade. Daneben haben wir einen ganzen Haufen Angelsachsen mit schrägen Ansichten, die man feinsäuberlich nach konservativ, Alt-Right, Neocons etc. unterscheidet. Da habe ich sowieso nie durchgeblickt. Und die sind jetzt auch alle weg? Finde ich nicht weiter tragisch. Ganz ehrlich, wer hat schon die Zeit für so viele Videos? Ich ziehe mir ja auch nicht jeden Rezo-Clip rein. Es bleiben einige übrig, zumal in Deutschland. Es gibt eine recht bunte Szene von sagen wir Cicero, Tichyseinblick, Tumult, EF, JF, Sezession als Zeitschriften. Fast jede hat dazu eine Internet-Seite. Es gibt eine Reihe guter Blogger und ab zu kommen welche dazu, dafür verschwinden andere. Ich vermisse Dr. Pröbstl, dafür gibt es inzwischen einen Friedrich Langberg, um nur mal zwei Namen zu nennen. Hey, das ganze Leben ist eine ständige Veränderung. Sollen doch youtube, Facebook&Co. die Rechte in allen Spielarten "Deplattfomisieren". Das Internet ist ziemlich groß, man wird es nicht komplett wegzensieren können. Die rauhe Wirklichkeit da draußen gibt es außerdem. Nichts ist stärker als eine Idee, deren Zeit gekommen ist.

Ratwolf

12. Juni 2019 20:57

Als ich den neuen Film "Borderless" von Lauren Southern zum ersten mal sah, war ich begeistert.
Weil er so spannend und professionell gemacht war.

Aber es ist mir auch aufgefallen, daß sie desillusioniert erschien. Ihre Augen schauten oft ins Leere. Ihr Gesicht zeigte nicht mehr so viel Begeisterung wie beim Film "Farmlands", welchen ich für überzeugender und besser halte.

Ich hatte den Eindruck, sie hatte Probleme mit der Finanzierung und dem Geld. Vielleicht war sie deshalb angewiesen auf diese beiden Verräter?

Oder sie hat eine Art Helfer-Symptom. Bei den weißen Farmern hat sie sich für die Verlierer eingesetzt, und bei den Flüchtlingen mit den traurigen Gesichter auch.

Auch beobachte ich bei westlichen Frauen im Zusammenhang mit islamischen Gesellschaften oder deren Männern eine gewisse unkritische Distanzlosigkeit. Meinem neuen muslimischen Kollegen kam gleich eine der freien Frauen zugeflogen. Er sagte zu mir: "Wow. Das geht aber sehr schnell hier. Ich habe sogar schon nach einer Woche eine Freundin". Mein anderer Kollege rackert sich seit Jahren erfolglos ab.
Der Islam muss Mechanismen haben, welche solche Vorgänge unterstützen. Ich meine, es gibt Relationsstränge zwischen christlichen Gesellschaften und islamischen Gesellschaften, bei denen die Christen in jedem Fall den Kürzeren ziehen.

Beispiel: Jesus passiv als Opfer - Mohamed aktiv als Krieger mit Schwert.

Da der Islam bereits sich innerhalb der christlichen Gesellschaften befindet, wird er aufgrund solcher Mechanismen wachsen.

Eine Aufgabe wäre es, etwas neues zu entwickeln, dabei Schritt für Schritt alle Bereiche des Lebens analysieren, den Islam dabei auf seine jeweiligen Schwächen untersuchen, und eine art neuer Religion daraus zu entwickeln.

Andreas Walter

12. Juni 2019 22:10

Ich glaube nicht, das Trump ein Unfall war.

Doch selbst manche Linke lachen ja wenn ich ihnen erzähle, wer die Revolution in Russland finanziert hat. Es wäre aber doch vollkommen unlogisch zu glauben, dass nicht auch mit und an den "Rechten" die gleichen Methoden praktiziert werden, die auch mit "Linken" so hervorragend funktionieren.

Zum Glück wurden Vordenker wie Dr. Peterson und Dr. Jones bisher noch nicht aus der alten wie neuen Medienwelt verbannt, wobei Jones zumindest auf Wikipedia bereits "ausgelöscht" wurde. Womit sich alles bestätigt, was auch er behauptet. Wer nämlich, zumindest zu einem sehr grossen Teil, die wahren Herren der Welt sind, und alle Anderen weniger gut betuchten darum immer nur gekaufte, tolerierte, indoktrinierte oder unwichtige Marionetten.

Lauren ist eine junge Frau. Den letzten Film Borderless fand ich bei weitem nicht mehr so gut wie ihr Werk davor, nämlich Farmlands. Vielleicht muss sie darum jetzt wirklich erstmal in Klausur gehen, oder es haben sich womöglich andere Seiten ihre Feminität jetzt gemeldet. Auch ein ganz natürlicher Vorgang.

Atz

12. Juni 2019 22:35

Ich habe mit diesen Amerikanern/Kanadiern nie viel anfangen können. Allerdings scheint es einfach Medienpublikum zu finden, wenn man polarisieren will und die Auseinandersetzung mit verhärteten Kräften wagen.

"Den Preis, von den Medien im Einklang mit Regierungen, tiefen Staaten und Antifaorganisationen zum stigmatisierten Buhmann und Gedankenverbrecher erklärt und gejagt zu werden, können und wollen allerdings nur wenige bezahlen."

George Orwells Werk bleibt aktuell. Jeder kann den Emmanuel Goldstein spielen und sich über die Hassrituale wundern, die ja nicht auf einen selbst, sondern die Disziplinierung der Massen zielen. Dann die Leute, die sich ironisch selbstbezichtigen, und dann einerseits beschimpft werden, andererseits so ambivalent sind, dass ihre Gegner sich verausgaben und sie nur populärer machen. Immerhin, Emmanuel Goldstein spricht die Wahrheit.

Der Wandel kommt in Deutschland ganz natürlich mit der grünen Dominanz, die hat jedermann schnell über. Je hysterischer verirrt jetzt die Jugend, desto härter schlägt sie später auf.

Rote Pille

12. Juni 2019 22:39

Die neue Inquisition berauscht vom süßen linksreligiösen Wahn

Ich fühle mich beim Lesen des Artikels an die Zeiten der Inquisition erinnert. Der heutige "Teufel" erscheint den Linken als das sogenannte "Rechte Gedankengut". Menschen welche unverschämter Weise wagen gegen die Lügenpropaganda sachlich zu argumentieren werden oft geradezu manisch zensuriert, gesperrt, verfolgt. Wobei allein schon das Einfordern geltenden Rechtes als "Rechtextrem" verunglimpft wird. Dieses geltende Recht zu brechen wurde und wird sogar immer wieder als "alternativlos" bezeichnet.

Quod licet Iovi, non licet bovi - die Verlogenheit der Linken Empörungsmaschinerie
"bovi"
Um diesen vermeintlichen Teufel in einer Art linksreligösen Wahn zu bekämpfen, erscheint den Linken jegliches Mittel recht. Auf wundersame Art und Weise wird aber eben lediglich bei den als feindlich fantasierten Rechten nach vermeintlichen (ehrlicher Weise aber auch im Einzelfall tatsächlichen )Entgleisungen geforscht.
Zum Teil mit einer wirklich faszinierenden Verbissenheit. Ich denke hier z.B. an eine "Qualitätsjournalistin" Nina Horaczek vom Falter, die vor kurzem ein 30 Jahre altes Foto von HC Strache von wo auch immer hervorgestierlt hat.
Oder an die Anprangerung der Wortwahl des vormaligen Innenministers von Österreichs, Herbert Kickl, dem das Wort "konzentriert" fast schon hysterisch genüßlich zu einem Skandal hochstilisiert wurde.
Natürlich gibt es auch Menschen im rechten Spektrum die auch tatsächlich, bei sachlicher Betrachtung Haltungen vertreten, die verachtenswert sind oder Straftaten bis hin zu Terroranschlägen begehen. Ich beklage lediglich die fanatische einseitige Feindlichkeit gegen "Rechte".

"Iovi"
„SPÖ-Schennach bediente sich Nazi-Diktion“
So ist die APA OTS Presseaussendung von FPÖ-Mühwert betitelt.
FPÖ-Mühwert weiter: Wien (OTS) - „Anlässlich der parlamentarischen Enquete des Bundesrats zum Thema ‚Älter, Jünger, Ärmer‘ bediente sich der Wiener SPÖ-Bundesrat Stefan Schennach in seiner Wortmeldung zum Thema Armutsbekämpfung der Nazi-Diktion ‚Nur Arbeit macht frei‘“, musste heute die Fraktionsvorsitzende der FPÖ-Bundesräte Monika Mühlwerth entsetzt feststellen.
„Diese Ungeheuerlichkeit ist gerade vor dem Hintergrund des Gedenkjahres 1938 abstoßend und eines Politikers unwürdig. Hier sind dringendst Konsequenzen gefordert, denn der Vorsitzende der Enquete, der Präsident des Bundesrates SPÖ-Reinhard Todt, hat erst auf Aufforderung und Zuruf von Monika Mühlwerth reagiert. Jedoch wurde weder ein Ordnungsruf erteilt, noch gab es eine Aufforderung zur Klarstellung“, sagte die Bundesrätin.
„Der Gipfel der Unverfrorenheit wurde aber erst erreicht, als Schennach sich nur zu einer halbherzigen Entschuldigung durchringen konnte. Anschließend forderte er obendrein salopp, dass man seinen Nazi-Sager aus dem Protokoll streichen möge. Man muss sich den medialen Aufschrei vorstellen, wenn ein freiheitlicher Politiker solch eine Aussage getätigt hätte“, betonte Mühlwerth.
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20180314_OTS0183/fpoe-muehwerth-spoe-schennach-bediente-sich-nazi-diktion

Wie reagierten die nationalen und internationalen Medien darauf?

Ein online Artikel von der rechts verorteten Aufklärungsplattform Unzensuriert.at
https://www.unzensuriert.at/content/0026500-Bekanntlich-macht-Arbeit-frei-Schennach-Aussage-wird-medial-konsequent
Kein Aufschrei der sonst so leicht empörten Linken, kein medialer Blättersturm, nichts...
Keinen einzigen(!) Zeitungsartikel gab es dazu. Kein ORF Moderator Armin Wolf der mit Sorgenfalten auf der Stirn und betroffener Miene schicksalschwanger berichtete. Nichts!

Der Linkstotalitäre Goliath wütet auf allen Ebenen. Wer die Fakten klar benennt braucht ein schnelles Pferd. Nüchterne Sachlichkeit ist aus meiner Sicht aber die Einzige Heilung um die Unwahrheiten und verdrehten Darstellungen der Linken Inquisition zu entzaubern.

mrspock

12. Juni 2019 23:46

Alles gut... nicht alles ist purely political ...

vermutlich möchte sie nicht so enden... https://www.youtube.com/watch?v=IhdDJQKZ4UI

“Beware that, when fighting monsters, you yourself do not become a monster... for when you gaze long into the abyss. The abyss gazes also into you.”

― Friedrich W. Nietzsche

Klaus

13. Juni 2019 00:36

Um die Hintergründe und die Aufregung besser zu verstehen kann man sich auch das sehr sachliche Video, welches bereits am 01.03.2019 veröffentlicht wurde, von Mark Collett mit dem Titel "The TRUTH About Hope Not Hate, Lauren Southern & Caolan Robertson" ansehen.

Trump hat nicht nur eine ernsthafte Agenda sondern auch ein gutes Talent für Timing, er wird für die alternativen Medien tun was möglich ist.

W. Wagner

13. Juni 2019 00:52

Ich habe das Lesen abgebrochen, ich fühle mich angewidert, ich fühle mich angewidert von all dem Müll auf Twitter (Auszüge, die man mir zusandte), im Internet, auf all den Blogs ... der letzten Wochen. Dafür jedenfalls habe ich nicht gearbeitet all die Jahre.
Ich ziehe mich zurück, zu den beiden Friedrich II., zu Konradin, zu den Brüdern Jünger (welch Segen!), zu Karl V., zu Händel vor allem, nach Italien, diesem Wunder, das DIESES (!) Deutschland bei weitem überlebt.
Wir standen mal für etwas! Für diesen amerikanisch-englische-wohlauchdeutschen Müll jedenfalls nicht!
Schade, dass kein Hans-Dietrich Sander mehr lebt, um das alles in Worte zu fassen. Welch Elend in diesem Land, diesem einst schönen.

Frika Wies

13. Juni 2019 01:37

Ganz ehrlich, viele von uns würden zusammenbrechen wenn sie das Elend in den Flüchtlings-Camps vor Ort gesehen hätten. Und sich danach wie Unmenschen vorkommen wenn sie weiterhin dagegen wären, daß den Menschen unmittelbar geholfen wird. Aber unmittelbare Hilfe kann dann eben nur sein „bringt sie alle nach Europa“, und nichts diffuses, unrealistisches wie „beseitigt die Fluchtursachen“.
Die berühmten „Kinderaugen“ sind mächtig.

Politik ist nichts für schwache Nerven, und nicht jedem gelingt es in so großen Zusammenhängen und Zeiträumen zu denken, konkrete momentane Schicksale auszublenden, um langfristig größeren Schaden von einem ganzen Kontinent abzuwenden. Vor allem nicht, die Verantwortung für Fehlentscheidungen mitzutragen und sich Mitschuld an unterlassener Hilfe aufzuladen.
Die schlimmsten Auswirkungen von Massenmigration nach Europa sind noch in weiter Ferne, das Elend in der Flüchtlingscamps ist ganz nah.

Das wird die große Herausforderung für Politiker des 21. Jahrhunderts sein: Elend und „schreckliche Bilder“ zu ignorieren, um den eigenen Kontinent vor der Auslöschung zu schützen.

Zu dem feigen Youtube-Purge fällt mir der neueste Trick von Linken ein, gegen Rechte vorzugehen, die sich zwar ganz locker im gesetzlichen Rahmen bewegen, aber dennoch als unangenehm empfunden werden: Der Vorwurf, man ispiriere rechte Attentäter zu ihren Taten.
Um Kritiker am Bevölkerungsaustausch Dreck ans Bei zu schmieren, reicht es, darauf hinzuweisen, daß Attentäter XY die gleichen Dinge in seinem Manifest von sich gegeben habe. Der Trick funktioniert aber auch nur deshalb, weil so viele Beobachter so leicht zu triggern sind.

Andreas Walter

13. Juni 2019 04:52

Zudem sind das ja auch alles nur Gerüchte, gossip.

"In 2017, American billionaire Robert Shillman funded a paid fellowship at the rightwing Canadian website Rebel Media, with Robinson receiving over $6,000 (£5,000) per month.[118]" Laut Wikipedia (laut The Guardian and New Internationalist, also "linke" Quellen)

Milliardär Robert J. Shillman ist vielleicht nicht gerade der neutralste Sponsor, doch neutral ist sicherlich auch Gerard Menuhin nicht. Bismarcks Hausbankier war auch Gerson von Bleichröder. Klarstelle ich mir darum auch regelmässig die Frage, welche Motivation, Motivationen Menschen haben, die miteinander kooperieren, doch das kann ich eh nur bei solchen (relativ sicher) sagen, die ich persönlich gut kenne.

Sehr wohlhabenden oder mächtigen Menschen begegne ich darum immer mit Vorbehalt und Misstrauen, ganz unabhängig davon, welchen Gruppen sie vermeintlich oder tatsächlich zugehören. Weil ich glaube, das niemand durch Zufall reich und mächtig wird, und der Apfel meist auch nicht weit vom Stamm fällt. Was ist also die tatsächliche Motivation eines Menschen für sein Handeln?

Der einzige Weg das zu erfahren ist durch totales Wissen über jeden und darum die totale und ständige Überwachung aller. Überall müssen darum Mikrofone und Kameras installiert sein, sogar in den Schlafzimmern. Es genügt jedoch auch schon, möglichst viele Daten von sehr vielen Menschen auszuwerten, diese zu analysieren und zu katalogisieren, zuzuordnen. Im Rahmen gewisser Grenzen durch natürliche Variation lassen sich so dann Kategorien bilden und auch plötzlich veränderte Verhaltensmuster erkennen, die sich auch wieder interpretieren und zuordnen lassen.

Das Netz aber auch mobile Kommunikationsmittel (bald auch durch 5G) sind dazu die Sensoren, ausgewertet werden die Daten durch Unternehmen wie Google, Amazon, Facebook, Baidu, VK, Twitter, Wikipedia, usw..

Die Furcht vor Nazis verhindert dabei sicher, das zu viele Menschen ausscheren könnten wie zum Beispiel auch Nordkorea oder der Iran. Oder auch einzelne Personen wie Putin, falls auch das Narrativ überhaupt der Wahrheit entspricht.

Die Puppe in der Puppe (Matrjoschka) scheint ja ein alter russischer Klassiker zu sein (um 1890), der Film Inception fusst letztendlich auch auf der gleichen Idee (wie auch jede andere manipulierte Wahrnehmungsblase).

https://youtu.be/JEv8W3pWqH0

"Wie sieht denn ausser Kontrolle aus?" Gute Frage, denn wann ist denn wirklich "ausser Kontrolle" und für wen. Auch das wissen wir nie, ohne genug Information, weil auch "Chaos", Unruhe, Panik programmiert werden, Programm sein kann. Dazu hier eine Betriebsanleitung, in diesem Fall eine Grüne, wie man das macht, Bewusstseinsmanipulation (mit Google findet Ihr das PDF):

„Impact-Journalismus und zielgenaues Storytelling für gesellschaftlichen Wandel“

Selbst in der dpa sitzt (mindestens) so ein Propagandist, dazu habe ich jetzt die Beweise. Darum Vorsicht auch bei Gerüchten, sie können auch immer Fake-"News", Desinformation sein.

Gustav Grambauer

13. Juni 2019 08:27

Ein paar Worte zur Kontakthypothese mit Dank an Franka Fries ("Die berühmten 'Kinderaugen' sind mächtig"):

Daß diese Hypothese von Scharlatanen "bewiesen" (und - insofern - für jeden unverderehten Dreikäsehoch widerlegt) ist, heißt nicht, daß sie nicht stimmt.

Hier ein Einblick in dan Ablauf der "Intervention" (sic!) der "Sozialpsychologen" der "Unnni" Marburg / Prof. Ulrich Wagner (ab 50:15),

www.youtube.com/watch?v=9lH2LYIec60

die angeblich die Assimilativität von Kontakten mit der Schablone der Kommunikationsindustrie belegt sehen will. Wäre die Studie seriös, hätte sie bei folgenden Fragestellungen erst richtig zur Hochform gekommen:

1.) ob die Deutschen womöglich nur einander mehr vertrauen und weniger geneigt sind, einen syrischen als "Schutzsuchenden" affirmierten Schauspieler in ihr Vertauen zu ziehen,

2.) ob die Deutschen vielleicht nur ein höfliches Volk sind, d. h. dem - angeblichen - syrischen "Flüchtling" tendenziell aus guten Manieren heraus weniger direkt ins Gesicht sagen, daß sie in seinen Landsleuten vor allem Asyltouristen sehen und / oder

3.) ob es zu diesem Ergebnis kommt, weil die Deutschen eventuell schon so weit eingeschüchtert sind.

Man muß sich das vergegenwärtigen: diese "Verdienten Neuererkollektive Trofim Denissowitsch Lyssenko" jonglieren mit den Aussagen der Probanden in deren schierer 1:1-Plakativität, noch dazu in einem Fach (Psychologie), in dem je nach politischem Opportunismus sonst der Carogo-Kult des "kritischen Hinterfragens", der "Reflexion" und der "psychosozialen Bezüge" bis zum Sonnenstich herrschaftsfei diskursiviert wird, wie ebenso die "Vielfalt" der Strukturmodelle der Psyche! Hauptsache die Hacken können zusammengeknallt werden, es kann vor der Geschichte gemeldet werden: "Vorurteile abgebaut! Jawoll!!!"

Wie gesagt, dennoch ist die Kontakthypothese m. E. zutreffend, jeder hier kennt wohl das im Netz viral zitierte Experiment mit dem Frosch im Glas, das aber auf "struktureller Gewalt" beruht und womit die Bezugnahme darauf für Gutmenschen`s ein Pfui ist.

Gehe aber davon aus, daß es eine Durchbrechung gibt. Die Kontakthypothese gilt für die Masse. Ich kenne Frau Southern nicht, aber starke, insbesondere willensstarke Persönlichkeiten werden wohl von ihren Entschlüssen nicht durch "Kontakte" abgebracht. Für kluge und informierte Persönlichkeiten bringen "Kontakte" keine großen Überraschungen und keine großen Verschiebungen der Koordinaten ihres Weltbilds. Ausgereifte Persönlichkeiten mit Selbstachtung vermeiden es, vor der Öffentlichkeit als Affen im Versuchsgehege dazustehen, die beim Hineinwerfen des bunten Balls durch den Versuchsleiter, wir denken an Yascha Mounk, auch nur mit der Wimper zucken. (Frau S. dürfte die experimentelle Dimension dessen, wovon sie berichtet, bewußt sein.)

Frau Southern könnte ihren Schritt aber noch bereuen. Die Fraktion, zu der sie übergelaufen ist, ist auf der Verliererseite und die Löschorgie ist ja nur Ausdruck der von dorther erklärbaren Nervosität. Am Grund der Moldau ... Habe sogar einen heißen Tipp an diese Fraktion: heute schon heimlich an der "Wandlungsliteratur" (bitte googeln) für die Zeit nach dem Tag X arbeiten!

- G. G.

MARCEL

13. Juni 2019 09:35

Wieder eine Lernaufgabe. Es wird Zeit, Strategie und Taktik an die Repressionsmaschinerie "anzupassen". Mein persönliches Vorbild: Das Leuschner Netzwerk während der NS Zeit. Im Gegensatz zu den Militärs blieben viele aus diesem Netz, dessen Maschen sogar bis in die Gestapo reichten, nach dem 20.Juli unentdeckt.
Ein wenig mehr Konspiration kann jedenfalls nicht schaden. Anonymität gewährt Schutz und trägt zu mehr Effizienz bei. "Husarenritte" gibt es für uns in dieser Art Kampf nicht.

Der_Juergen

13. Juni 2019 09:46

@Rote Pille

Gratulation zu Ihrem hervorragenden Kommentar. Die krampfhafte Suche nach braunen Flecken ist praktisch das Einzige, was der Gegenseite noch übrig bleibt. Sie verfügt über keine zündenden Ideen mehr (den Antikapitalismus und Antiimperialismus, der die alte Linke kennzeichnete, hat die neue Linke längst begraben). Offen zu sagen, dass sie das eigene Volk durch Afrikaner und Orientalen austauschen will, kann sich die Linke noch nicht leisten; sie muss sich deshalb mit Phrasen wie "Deutschland/Österreich muss bunter werden" begnügen.

Wer die Wahrheit sagt, braucht in der Tat ein schnelles Pferd. Doch wer, wie die erwähnte FDP-Politikerin Monika Mühlwert, nach dem Motto "Selber Nazi!" die Phrasen des Gegners übernimmt, um diesen zu diskreditieren, braucht kein schnelles Pferd. Er ist selbst Teil des Lügensumpfs.

RMH

13. Juni 2019 10:44

"Ganz ehrlich, viele von uns würden zusammenbrechen wenn sie das Elend in den Flüchtlings-Camps vor Ort gesehen hätten. Und sich danach wie Unmenschen vorkommen wenn sie weiterhin dagegen wären, daß den Menschen unmittelbar geholfen wird."

Welche Camps meinen Sie damit?

Ich habe selber solche "Camps" mit eigenen Augen gesehen - kann aber deswegen selbstredend nicht auf alle schließen - und war in der Tat zunächst über die dortigen Zustände geschockt, bis sich dann bei mir Fragen einstellten, wie bspw., wer eigentlich die dortigen Leute dazu gezwungen hat, die vorhandenen Toilettenanlagen zu ruinieren und ihre Notdurft an allen und den unmöglichsten Stellen zu verrichten (sogar innerhalb der Unterkünfte!) und wer die Leute dazu gezwungen hat, die ihnen zur Verfügung gestellten Hilfsgüter nach dem für sie Passenden zu durchsuchen und das nicht Passende - einschließlich vieler Lebensmittel - einfach wahllos wegzuschmeißen (etwas auch wieder zurückzugeben, weiterzureichen oder gar die aufgestellten Müllcontainer zu benutzen, war offenbar ein unbekanntes Sozialverhalten) etc. - will das nicht vertiefen, aber nur der erste Eindruck war in der Tat schockierend.

Wie auch immer, die ganze Story zeigt doch, dass die jetzt sich theatralisch zurückziehende Dame wohl offenbar in erster Linie als hübsches Gesicht gebraucht wurde und vermutlich leider wenig eigene Substanz hatte (das Pärchen scheint ja hier maßgeblich - bis hin zum Verfassen von Reden - gearbeitet zu haben). Und es ist bezeichnend, dass ein hübsches Gesicht deutlich schneller zum "Influencer" wird, als eine große, dicke, picklige Frau, die evtl. ihre Stories auch noch tatsächlich selber recherchiert und schreibt. In der sog. "scripted reality" unserer heutigen Zeit überrascht eigentlich nichts.

Aber egal, was wir daraus lernen können ist, dass wir uns eben auch schöne Menschen (insbesondere Frauen) casten und einkaufen müssen, um hohe Klickraten zu bekommen und Youtube und Facebook werden kurzfristig ersetzt durch andere Kanäle (bitchute bspw.). Ein echtes Problem entsteht dann, wenn alternative Medien nicht mehr ausweichen können, es überhaupt keine eigenen Kommunikationskanäle mehr gibt. Wer ein bisschen in der IT sich umsieht, der bemerkt schnell, dass wir genau auf so eine Oligo- bis Monopolisierung zusteuern und dann sollten wir wieder zu guten alten Schreibmaschine und dem Matrizendrucker zurückkehren. Prepping mal auf andere Art ...

Gustav Grambauer

13. Juni 2019 10:48

Oh, Franka Wies, Verzeihung bitte. Glaube mich zu erinnern, daß es hier im Forum mal eine Franka Fries gab, daher die Verwechslung.

- G. G.

quarz

13. Juni 2019 12:35

@Gustav Grambauer

Was in dem Filmbeitrag in Bezug auf die Kontakthypothese verzapft wird, ist in verschiedener Hinsicht eine dreiste Täuschung.

Es beginnt schon damit, dass so getan wird, als ob der Herr Prof. Wagner da auf neuartige Erkenntnisse gestoßen wäre. Dabei werden die Erkenntnisse zur Kontakthypothese bereits seit vielen Jahrzehnten Länge mal Breite in so zemlich allen Lehrbüchern zur Sozialpsychologie abgehandelt.

Zweitens wird faktenwidrig behauptet, dass Kontakt mit Fremden die Ablehnung vermindere, obwohl es in der Sozialpsychologie als etablierte Erkenntnis gilt, dass dies bestenfalls unter äußerst künstlichen Rahmenbedingungen der Fall ist und dass unter realistischen Bedingungen genau das Gegenteil der Fall ist: die Kontakterfahrung lässt die Ablehnung wachsen. Zu den Bedingungen, die die Ablehnung bei Kontakt wachsen lassen, gehören z.B.:
a) Wenn der Kontakt erzwungen oder spannungsreich ist
(Wenn also z.B. über die Köpfe der Leute hinweg größere Mengen an Fremden in ihrer Wohnumgebung angesidelt werden; wenn diese sich z.B. in Banden und Clans organisieren)
b) Wenn eine Gruppe sich in einem allgemeinen Zustand der Frustration befindet (weil z.B. wegen ihrer mangelnden Qualifikation und/oder wegen ihrer kulturspezifischen Arbeitsmoral auf dem Arbeitsmarkt keine Nachfrage nach ihnen besteht und sie zu großen Teilen absehbar lebenslange Sozialfälle sind)
c) Wenn eine Grupe moralische Werte vertritt, die einen Kontakt verbieten ( z.B. weil in ihrem heiligen Buch steht: "nehmt keine Christen zu Freunden")
d) Wenn der Status einer Gruppe verringert wird (weil ihre Mitglieder z.B. als "Ungläubige" oder "Schlampen" eingestuft werden)
etc.

Drittens nun gibt es Berge von Forschungsliteratur, die in großer Deutlichkeit die gesellschaftsschädigenden Wirkungen von ethnischer Fragmentierung belegen. Dass diese wissenschaftlichen Resultate von den Systembütteln in den Medien nie thematisiert werden, ist wenig verwunderlich. Dass niemand von ihren Kritikern die Möglichkeit nutzt, sie ihnen unter die Nase zu reiben, erstaunt mich aber immer wieder.

Andreas Walter

13. Juni 2019 13:29

@RMH

Kommunikationsmittel?

Die Deutschen haben doch noch nicht mal, noch gar nicht bemerkt, dass sie sich bereits in Lebensgefahr, in fremder Hand befinden.

Weil hier jeder patriotische Aufstand und auch Widerstand sofort als Volksverhetzung ausgelegt wird, als Wiederbetätigung, als nationalsozialistische Machtergreifung.

Jeder linke, liberale und grüne Spinner kann hier flammende und sogar diffamierende Reden halten, während der Patriot bei so etwas direkt von der Bühne geholt dafür ins Gefängnis und damit in Untersuchungshaft wandert.

Jegliche Form der Agitation gegen Patrioten ist hier daher erlaubt bis auf die Agitation durch Patrioten selbst, die sich gegen diese absolut einseitige Verfolgung, Dämonisierung und Diffamierung wehren.

Also schön immer und überall die (politisch korrekte) Goldwaage dabei haben, das hat doch auch schon Ibiza gezeigt.

Ein Volk das nicht zornig sein darf, weil Zorn hier Adolf Hitler, Judenmord und Weltkrieg heisst.

Aufstehen, gegen die Unterdrückung, gegen die Gängelung durch Auschwitz und den Holocaust. Wie lange wollt Ihr euch diese Unverschämtheit noch gefallen lassen. Bis Ihr ausgestorben seid?

Genau das ist doch das Ziel. Aus den Deutschen eine vollkommen identitätslose, gefügige aber möglichst viele Steuern und Abgaben für jeden Schwachsinn generierende Masse zu machen.

Stumpfsinnige, indifferente Arbeitssklaven, die sich alles gefallen lassen durch die Obrigkeit.

Lotta Vorbeck

13. Juni 2019 14:00

@Andreas Walter - 13. Juni 2019 - 01:29 PM

"... Genau das ist doch das Ziel. Aus den Deutschen eine vollkommen identitätslose, gefügige aber möglichst viele Steuern und Abgaben für jeden Schwachsinn generierende Masse zu machen.

Stumpfsinnige, indifferente Arbeitssklaven, die sich alles gefallen lassen durch die Obrigkeit."

**************************************

Wenn dies tatsächlich das Ziel gewesen sein sollte, dann muß die diesbezügliche Statusmeldung wohl lauten: "Mission accomplished!"

Andreas Walter

13. Juni 2019 14:28

@Gustav Grambauer

Auch dieses Video, unwichtig.

Nein heisst nein. Muss auch keine Frau begründen und niemand macht Filme darüber, dass Frauen sich da nicht so anstellen sollen.

Nein, will ich nicht. Doch es gibt dutzende Beispiele auch in der aktuellen deutschen Kultur, in denen den Deutschen dieses Recht auf ein Nein, auf Selbstbestimmung, genommen wird.

Der gleiche Dreck daher wie in China, Saudi Arabien, Brunei oder Nordkorea, nur eben (teilweise) bei anderen Themen.

Du hast das Recht zu schweigen (ausser in Guantanamo), aber nicht das Recht zu reden (ausser in Guantanamo).

Du hast kein Recht auf Arbeit aber die Pflicht, jede Arbeit anzunehmen, die dir angeboten wird.

Du hast kein Recht auf ein ausreichend grosses Stück Land, was dich und deine Familie ernährt.

Du hast kein Recht dich zu verteidigen, weder gegen ausländische noch gegen inländische Aggressoren, zu denen auch der Staat gehört.

Du hast daher auch nicht mehr Rechte wie ein Landloser im Mittelalter. Hast du jedoch Land, bist du sogar kreditwürdig, natürlich nur gegen Sicherheiten. Kreditwürdigkeit beruht daher auf Eigentum, und darum kämpfen daher auch alle.

Selbst die Marxisten, oder die Grünen. Mein Naturpark, mein Vogelschutzgebiet, meine atomwaffenfreie oder kernkraftbefreite Zone, mein dekarbonisiertes Land, mein Deutschland.

Sklaven die tatsächlich glauben, wählen zu können, die Wahl zu haben. Zwischen Pest, Typhus und Cholera. Zwischen Warschauer Pakt und Nato, Dollar oder Euro, EU oder EU.

Valjean72

13. Juni 2019 14:32

Zitat aus obigen Artikel:

“Empathie für Migranten etwa ist das Dauerprogramm der Mainstreammedien; hier hätte Southern vielleicht deutlicher zeigen können, wie die europäische Bevölkerung unter dem Ansturm leidet.“

Mir ist die Figur Lauren Southern seit jeher nicht wirklich geheuer (zuletzt noch weniger) und deshalb habe ich mir ihre jüngsten Filmwerke auch gar nicht erst angesehen.

Lana Lokteff von Red Ice TV veröffentlichte am 5. Juni auf YouTube eine Filmkritik zu Borderless : „ What Lauren Southern's Borderless Didn't Say

Darin wird untern anderem auch angesprochen, was Martin Lichtmesz in obigem Artikelausschnitt thematisierte. Darüber hinaus werden noch andere Aspekte kritisch beleuchtet.

Derweil bastelt Frau Southern offenbar an ihrer Exit-Strategie, zumindest lässt mich folgende Passage so etwas vermuten:

“Southern hat sich also schon seit einigen Monaten eine Art Ausstiegsterrain bereitet. Zusammengefaßt etwa so: Die Arbeit an "Borderless" habe ihr gezeigt, daß das Thema Migration "mehr Grauzonen" habe, als sie bisher dachte.“ …
Die Zeiten eines provokanten Aktivismus und Journalismus seien vorbei, nun sehe sie manche Dinge viel differenzierter als früher

[Man stelle sich nur einmal den medialen Coup vor: Das geläuterte blonde Hascherl kommt zurück in den aufnahmebereiten Schoss des liberalen Mainstreams.]

Dass auch mit dem Gros der Migranten ein zynisch böses Spiel gespielt wird, dieser Auffassung bin ich gleichwohl …

Der Gehenkte

13. Juni 2019 15:40

Ich habe Lauren Southerns Rückzug - der ja eigentlich ein Weitergehen ist - mit großem Wohlwollen aufgenommen.

Was kann es Natürlicheres geben, als daß ein ein junger Mensch, der sich unsäglich zeitig festgelegt hatte und es schnell zum Star schaffte, sich irgendwann seines Ungenügens bewußt wird und der Rilkeschen Aufforderung - "Du mußt dein Leben ändern!" - folgt?

Das ist komplett schlüssig und zeigt, daß diese Frau eine besondere Persönlichkeit ist. Warum man ihre Gründe, die sie zudem vollkommen schlüssig vorträgt, anzweifeln muß, verstehe ich nicht.

Mehr noch: sie sollte Vorbild sein! Zum einen geht sie jenen Schritt, den mancher Aktivist im "Milieu" gehen sollte, zum zweiten zeigt sie damit auch auf - oder eher Lichtmesz tut das -, daß sich dort eine ganze Reihe von seltsamen Gestalten herumtreiben, denen man besser - wenn man es ernst meint und ernst genommen werden möchte - nicht allzu nahe kommen sollte.

ML: Ich kann in keiner Weise verstehen, warum sie ein "Vorbild" sein soll. Die begabtesten Aktivisten des "Milieus", die ohnehin rar gesät sind und mehr denn je gebraucht werden, sollen die Front verlassen und sich ins Privatleben zurückziehen? Warum? Und Southern hat sich alles andere als vorbildhaft verhalten, als sie als Mittwisserin und sehenden Auges diesen Gangstern Tür und Tor ins Milieu geöffnet hat.

Ich denke da nicht zuletzt an Sellner, der von London über München bis Mallorca offensichtlich alles mitnimmt, was sich bietet. Damit beraubt er sich selbst seiner Einzigartigkeit. Gut, daß er jetzt ein wenig Marx studiert, auch wenn seine Urteile schon wieder allzuschnell hervorschießen.

Sandstein

13. Juni 2019 15:41

"Genau das ist doch das Ziel. Aus den Deutschen eine vollkommen identitätslose, gefügige aber möglichst viele Steuern und Abgaben für jeden Schwachsinn generierende Masse zu machen. Stumpfsinnige, indifferente Arbeitssklaven, die sich alles gefallen lassen durch die Obrigkeit."

@ Andreas Walter

na dann, "mission accomplished".
Ist doch längst so, wenn es nicht vielleicht schon immer so war. Gibt es eine Lehre aus 33, dann ja wohl die, dass Massenbewegungen von jedem Deutschen gemieden werden sollten. Gibt es eine Lehre aus 89, dann die, dass die sog. Ostdeutschen als einzige gelernt haben, was eine Massenbewegung legitimiert.
Ein Land, dass sich immer wieder diese Nullfunktionseliten wählt, hat es nicht anders verdient.
Ich freunde mich jetzt langsam mit Starbucks an, dann ist man überall heimisch.

Gruß

Andreas Walter

13. Juni 2019 18:44

Ja, nee, nix mischion acomplischt, es geht ja jetzt erst los. Weil es ja nicht so laufen wird, läuft, wie sich das all die Schwachköpfe in der gepemperten Oberschicht vorstellen.

Weil Facebook sch. und die Polizei leider auch überfordert ist müssen wir Bürger uns jetzt eben selbst darum kümmern, wie es weitergeht. Hier eine erste Kostprobe davon und auch, wie sehr das manche Menschen mitnimmt, über das Leid und von dem Schaden am Hauptopfer möchte man ja gar nicht erst anfangen nachzudenken.

https://www.journalistenwatch.com/2019/06/13/facebook-terror-heldin/

Der Gehenkte

13. Juni 2019 19:32

@ ML: "Ich kann in keiner Weise verstehen, warum sie ein "Vorbild" sein soll. Die begabtesten Aktivisten des "Milieus", die ohnehin rar gesät sind und mehr denn je gebraucht werden, sollen die Front verlassen und sich ins Privatleben zurückziehen? Warum? Und Southern hat sich alles andere als vorbildhaft verhalten, als sie als Mitwisserin und sehenden Auges diesen Gangstern Tür und Tor ins Milieu geöffnet hat."

Von sollen kann natürlich keine Rede sein, aber wenn sie es tun, aus biographischen Gründen, dann sollte man das akzeptieren. Daß ihre Entscheidung etwas mit "diesen Gangstern" zu tun hat, kann ich nicht sehen. Das sind zwei getrennte Geschichten. Hätte sie jetzt nicht aufgehört, würde man in der Szene wohl darüber geschwiegen haben ...

Was kann daran falsch sein, wenn ein junger Mensch sein dünnes Bildungsfundament bemerkt und dieses verstärken möchte? Man muß doch auf einem konservativen Blog keine Lanze für Besinnung brechen.

ML: Das ist doch bloß ein Vorwand. Und Teil des Narrativs, das sie langsam zimmert, innerhalb dessen sie bereuen kann und ihren Aktivismus als Jugendsünde hinstellen.

Hinzu kommt, daß Southern einfach erschöpft zu sein scheint. Ihr letzter Film stellt keine Verbesserung zu "Farmland" dar. Sie hat sich auserzählt und könnte von jetzt an nur noch wiederholen. Im Reich der "sozialen" Medien, die ja der Kapitallogik unterliegen - es müssen immer mehr Likes und Follower generiert werden - kann Steigerung dann nur durch Radikalisierung erreicht werden und auf diesem Weg befinden sich einige der rechten "Größen" schon seit langem. Sie haben inhaltlich nichts Neues zu bieten und müssen daher lauter, schriller und aggressiver werden. Wenn das jemand selbstkritisch erkennt und diesen Weg ablehnt, dann - so finde ich - ist das vorbildlich.

Dieser falsche Weg führt zwangsläufig immer in die Politik - nicht im Sinne einer politischen Partei, sondern als Habitus verstanden. Man kann Leute, die diesen Weg nicht gehen, obwohl sie es könnten, nur bewundern.

Was Southern in ihrem "Abschiedsbrief" und Video beschreibt, ist das Gefühl der Entfremdung. Sie hat sich von sich selbst, ihren Lebenszielen, den Freunden etc. entfremdet und möchte diesen Prozeß stoppen. Sie ist leer, ausgetrocknet und sucht eine Quelle und hat sie in der Bildung ausfindig gemacht. Alles stimmig! Sie deutet auch an, daß sie evtl. wiederkommt, wenn sie auf sichereren Beinen steht. Sollte das passieren, dann wird sie ein umso größerer Gewinn sein.

Zum Schluß: Gibt es Ihrer Meinung nach eine Pflicht zum Weitermachen, nur weil man es bis an die Spitze einer Bewegung geschafft hat oder weil man"begabt" ist? Man denke nur an Marx oder Lenin, die ihre frühen aktionistischen Impulse unterdrückten, um sich langjährigen Studien zu unterziehen, um dann umso wirkmächtiger ins Rad der Geschichte zu greifen. Man kann als gebildeter Mensch einfach mehr erreichen. Das sollte doch die grundlegende Botschaft und Konsens eines metapolitschen Forums sein.

Niekisch

14. Juni 2019 13:21

"Man kann als gebildeter Mensch einfach mehr erreichen. Das sollte doch die grundlegende Botschaft und Konsens eines metapolitschen Forums sein."

@ Der Gehenkte 13.6. 19:32: Ja, die Ausgangslage ist besser. Nur, was ist, wenn der Gebildete nicht in der Lage ist, seine Fühler für das in der gegebenen Lage Erreichbare auszufahren, statt dessen immer weiter denkt und denkt und denkt...?

nietzschikus

14. Juni 2019 15:04

Ich kann den letzten Abschnitt unterstreichen. In meiner neuesten Studie habe ich ca. 250 US Amerikaner zu diversen Dingen befragt, u.a. auch zum Wahlverhalten. Die Prozente für Trump sahen verheerend aus. Viele Nicht-Wähler wollen sich für die Demokraten entscheiden und es gibt reichlich Absatzbewegungen. Da das Design Anonymität garantierte, hätte ich schon mit deutlich anderen Werten gerechnet. Ich frage mich ernsthaft, was ihn bewegt nicht endlich die Medienkartelle zu zerschlagen. Das bereitet mir wirklich massive Sorgen. Ich habe nicht mehr das Gefühl, wie vor einiger Zeit, dass die Stimmung kippt - und ich habe für gewöhnlich bei diesen Dingen ein sehr sensibles Näschen.

Wie sehen das die anderen Foristen?

Rote Pille

14. Juni 2019 16:00

@Der_Juergen
Vielen lieben Dank für die Blumen. Ich bin neu hier und muss mich erst einfinden.

Danke für ihren wichtigen Hinweis! Ja, ich gebe ihnen zu 100% Recht. Diese krampfhafte Nazisucherei wo keine sind, ist wirklich total unangebracht. Meiner Meinung nach hatte weder ein SPÖ Schennach, noch ein FPÖ Kickl vor sich einer vermeintlichen Nazidiktion zu bedienen.
In Wirklichkeit müsste man ganz ruhig und sachlich auf die Abstrusität solcher Anwürfe hinweisen.

Was bleibt ist die Ungleichbehandlung der beiden Vorfälle. Das zeigt die vollkommene Unserösität der "Qualitätsmedien" und angeschlossenen "Organisationen gegen Rechts".

Nemesis

14. Juni 2019 19:52

@Niekisch
"Nur, was ist, wenn der Gebildete nicht in der Lage ist, seine Fühler für das in der gegebenen Lage Erreichbare auszufahren, statt dessen immer weiter denkt und denkt und denkt...?"

Dann passiert so was hier:
https://www.youtube.com/watch?v=P6DVxRweVsU

Marx hatte hier übrigens Recht.
Es war Abseits.
Und Tor ist Tor.

RMH

14. Juni 2019 21:47

"Wie sehen das die anderen Foristen?"

Wir befinden uns ganz klar in der Phase "Das Imperium schlägt zurück" … die haben sich erst einmal eine Zeitlang gesammelt und gehen jetzt sehr geschickt und taktisch äußerst diszipliniert vor. Von dieser Disziplin können wir uns eine Scheibe abschneiden.

Der Gehenkte

15. Juni 2019 10:36

Auch eine Art zu reagieren:

"brittpettibone
Navigating through riots in Paris. Being banned from the UK. Traipsing through Catania in bright wigs and sunglasses to hide from the Sicilian police. Stranded in Moscow without a camera crew. Hiding on the rooftop of our Berkeley Airbnb because we thought there was a break in (we had to climb down with the help of the Fire Department). These are but a few of the crazy but precious memories that you and I have shared, Lauren. Whether politically active or not, you’ll forever remain like a sister to me. You’re one of the most courageous, intelligent, dedicated and genuine women I’ve ever met, and I wish you all the happiness and fulfillment as you close one chapter of your life and begin another. Love always. ❤️ @laurencheriie"
https://www.instagram.com/brittpettibone/?hl=de

heinrichbrueck

15. Juni 2019 12:37

@ nietzschikus

Trumps Wiederwahl ist gesichert. Solche Dinge werden nicht den Wählern überlassen. Falls nicht irgendwelche Dinge dazwischen kommen, wo er eigenmächtig vom Kurs abweichen würde, gibt es nicht den geringsten Grund, ihn abwählen zu lassen.

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