25. Juli 2019

Alexander Kissler: Widerworte – eine Rezension

Gastbeitrag / 27 Kommentare

von Felix Dirsch --- Ein auf den ersten Blick peinlich wirkender Gemeinplatz verdient genauere Beachtung:

 Gastbeitrag

Gastbeitrag

  • Sezession

Jedes Herrschaftssystem bringt einen ideologischen Überbau hervor, der mittels eines propagandistischen Apparats abgesichert wird. Viktor Klemperers legendäres Buch Lingua Tertii Imperii entlarvt die Wortmanipulationen des NS-Regimes.

Eine inhaltlich vergleichbare Schrift hat Ulrich Weißgerber für die DDR vorgelegt. Manfred Kleine-Hartlage seziert (durchaus in dieser Tradition) die Sprache der BRD in einer kürzlich neu aufgelegten Publikation. Seit kurzem ist »Framing-Manual« in aller Munde, mit dessen Hilfe betreutes Denken im systemkonformen Sinn medial forciert werden soll. Selten ist unverschämter versucht worden, eine Neuauflage des Orwellschen Neusprechs für die Gegenwart unter die Leute zu bringen.

Vor diesem Hintergrund wird der sich früh abzeichnende Erfolg von Alexander Kisslers Widerworte deutlich. Der Kulturjournalist spießt die in den letzten Jahren immer penetrantere Phrasendrescherei der Eliten ebenso scharfzüngig wie humorvoll auf. Jeder kennt die alles- und nichtssagenden Sprüche: »Wir schaffen das«; Migranten seien »wertvoller als Gold«; »das ist alternativlos«;»Menschlichkeit kennt keine Obergrenze«; »Heimat gibt es auch im Plural« und viele mehr.

Fünfzehn Plattheiten werden auf den Grad ihrer Abgedroschenheit hin analysiert. Kissler will die Phrasenerzeugung beendet sehen, um das Denken anzuregen und die Freiheit zu erhalten. Es ist nicht schwer zu belegen, warum solche Sprüche substanzloses rhetorisches Lametta beinhalten: »Wir schaffen das« – die berühmten drei Worte kreieren ein Kollektiv, das es nie gegeben hat, denn ein Großteil der Bevölkerung steht der Migrationspolitik kritisch gegenüber, hat es aber schwer, sich medial hinreichend zu artikulieren.

Weiter läßt sich beliebig füllen, was denn geschafft werden soll. Die Integration der Neuankömmlinge? Vielleicht, aber damit ist nicht klar, was konkret damit gemeint ist. Die Hoffnung der Regierenden und ihrer Helfershelfer in den Propagandazentralen liegt auf der Hand: Man muß nur ein und dieselben Plattitüden immer von neuem wiederholen, dann werden sie geglaubt.

Ungenauigkeiten und Widersprüche in den Aussagen werden gar nicht mehr zur Kenntnis genommen. Darstellungen wie die Kisslers können ein wenig dazu beitragen, daß die Fähigkeit zur Wirklichkeitsanalyse nicht ganz auf der Strecke bleibt. Dafür ist dem Ressortleiter des Cicero zu danken.

-------------

+ Alexander Kissler: Widerworte. Warum mit Phrasen Schluss sein muss,tersloh: Gütersloher Verlagshaus 2019. 204 S., 18 € – hier bestellen 

+ Die Besprechung von Felix Dirsch erscheint in der 91. Sezession (August 2019), die in wenigen Tagen ausgeliefert wird. Abonnenten erhalten das Heft zuerst; wer dazu stoßen möchte, sichert sich somit sein Exemplar – hier preisreduziertes Abonnement auswählen.


 Gastbeitrag

Gastbeitrag

  • Sezession

Kommentare (27)

Laurenz
25. Juli 2019 08:18

Die Lingua Tertii Imperii zu entschlüsseln, ist ja auch nicht wirklich eine besondere Kunst. Dazu braucht man nur lesen zu können. Welches Staatssystem nennt seinen Propaganda-Minister denn schon Propaganda-Minister?
Verschenkt das Buch des Großen Bruders zur Hochzeit der Bürger oder damals Volksgenossen? Ein Buch, in dem haargenau und haarklein, erklärt wird, wie Manipulation der Masse funktioniert und zu welchem Zwecke Begrifflichkeiten, wie Rasse, nicht nur einem Framing dienen, sondern tatsächliche Wirkung zeigen. Was nur verwundert, ist der unterschiedliche Erfolg der Framing-Systeme. Beim Genderismus greift sich die Mehrheit an den Kopf, anstatt den Protagonisten wie Pop-Sternen zuzujubeln.

Atz
25. Juli 2019 10:16

@Laurenz "Beim Genderismus greift sich die Mehrheit an den Kopf, anstatt den Protagonisten wie Pop-Sternen zuzujubeln."

Das ist Teil der Masche. Es polarisiert.

Das Äquivalent wäre wohl ein anti-rassistischer Tierschutzverein, der das gesetzliche Verbot von Rassenzucht von Hunden anstrebt.

Oder eine Initiative "Platz für Tiere" gegen Übersiedlung und Migration.

Dass sich alle an den Kopf fassen, muss sein. Es geht nur um den Unterhaltungswert und die Möglichkeit Debatten anzufachen und Menschen gegeneinander aufzubringen. Wenn 75% dagegen sind schafft es Nestwärme. In dieser Nestwärme kann man dann brüten und gedeihen. Homoseilschaften sind nicht erst seit Stefan George ein wundervolles Mittel zur Erlangung der Macht.

zeitschnur
25. Juli 2019 10:59

Ja und?
Die Katastrophe, die uns regiert, hat solche "Widerworte" mit unbegrenztem Speicherplatz doch schon eingeplant, solange Widerworte systemisch gehorsame Widerphrasen sind (oberlehrerhafte Kritik ist weder originell noch bringt sie etwas auf den Weg) und sich auf die Phrasenvoreinstellungen beziehen und den Rahmen nicht verlassen. Das dient nur als Alibi dafür, wie meinungsfrei wir doch geblieben sind.

Treffen sie ins Herz? Wenden sie etwas? Geben sie den Lesern Kraft, dem Elitengeschwafel endlich "Widerworte" zu geben, die wirksam sind und vor allem: einen gangbaren Weg oder eine wirklich neue Denkrichtung bzw Debatte eröffnen?

Ich würde mal vermuten: nein. Die Kritik am Wahnsinn ist so inflationär wie der Wahnsinn - allein: der Wahnsinn wird nicht aufgehalten.

Thomas Martini
25. Juli 2019 12:01

Nehmen wir mal an, jemand enthüllte den großangelegten Plan der etablierten Parteien, die autochthonen Deutschen durch außereuropäische Migranten zu ersetzen, und dann stellt sich ein führender Staatsmann, bzw. Staatsfrau hin, und sagt: "Wir schaffen das!"

So ist die Ansage Merkels zu verstehen. Es handelt sich bei dieser Kampfparole mitnichten nur um eine "Phrase", dahinter steckt mehr. Das richtete die Kanzlerfrau nicht nur an die Pro-Asly-Fraktion, sondern vor allem auch an alle Gegner der grenzenlosen Migrationspolitik.

"Ihr könnt schreien, meckern und klagen wie ihr wollt: Wir schaffen das!"

Auch so ist die Parole zu verstehen, als Androhung, daß man diese Art der "Willkommenskultur" gegen alle Widerstände durchboxen wird.

Seit einiger Zeit geistert ein Aufkleber durch's Netz, auf dem zu Lesen steht:

"Hätten wir Ossis geahnt, dass es zu den Bananen halb Afrika dazu gibt, hätten wir weiter Apfel und Rhabarber gegessen."

Das ist spaßig gemeint, aber steckt dahinter nicht auch ein ernster Gedanke?

"Sogar ein todernster Gedanke ist dahinter. Demokratie, Democracy gibt's nur mit offenen Grenzen, totaler Freiheit für Waren, Finanzen, Dienstleistungen und eben auch Personen, (Marion Sigaut).

Die totale Offenheit der offenen Gesellschaft hat Folgen, wie alles, was man tut, Folgen hat.

Entscheidet Euch endlich und werdet Euch klar, was Ihr wollt: Demokraten sein und langsam ausgerottet werden oder keine Demokraten mehr mit einer hauchdünnen Chance, zu überleben?

Tertium non datur, eine dritte Möglichkeit gibt es nicht." - Tempranillo, "Ein todernster Gedanke ist dahinter" , 20.07.19

heinrichbrueck
25. Juli 2019 12:35

Mir wollen zu diesem Systemablauf keine Widerworte einfallen, die der Systemaufrechterhaltung dienen können.

Phrase? - „Was die Flüchtlinge zu uns bringen, ist wertvoller als Gold“, sagte Schulz. „Es ist der unbeirrbare Glaube an den Traum von Europa. Ein Traum, der uns irgendwann verloren gegangen ist.“

Partizipation. Willkommen ihr allesgläubigen Deppen der neuen Weltordnung! Mitgemacht, ihr Träumer! Werdet bloß nicht wach, gebt Widerworte, stoßt das große Blabla vom Thron! Verweigert die Gefolgschaft, aber macht mit! Widerworte: das Stärkungsmittel gegen Übelkeit, Roborantia konservativer Weicheier, Ginseng der Anthroposophen … alle mitgemacht!

sok
25. Juli 2019 14:50

Schlachtrufe sind wichig . Bisher kenne ich keinen Schlachtruf der Patrioten, der mit der Nazi-Keule vergleichbar wäre. Landesverräter würde sich anbieten. Man müsste allerdings ergänzen, dass die Landesverräter bisher eine deutliche Wählermehrheit hinter sich haben.

Die Wählermehrheit für einen Landesverrat zu erzielen, fordert natürlich eine Gehirnwäsche durch Regierung und Medien, Merkiel hat die Gleichschaltung von Regierung und Medien dadurch erreicht. dass die Rgeierung mit den Medien gleichgeschaltet wurde. Merkel ist keine Diktstorin. Sie hat eine Mediendiktatur errichtet

sok
25. Juli 2019 16:58

Jedes Herrschaftssystem bringt einen ideologischen Überbsu hervor, der mittel eines propagndistischen Apparats abgesichert wird.

Das NS-Regime und die DDR waren Diktaturen, die den propagandistischen Apparat gleichgeschaltet haben.

Merkel hat die Politik mit dem propagandistischen Apperat gleichgeschaltet. Der propagandistische Apperat hat deshalb die Herrschaft übernommen.

Die Regierungsparteien haben das zugelassen, da der propagandistische Apperat für sie lange Zeit erfolgreich den Wahlkampf übernommen hat.

Niekisch
25. Juli 2019 18:33

""Tertium non datur, eine dritte Möglichkeit gibt es nicht." - Tempranillo, "Ein todernster Gedanke ist dahinter""

@ Thomas Martini: Ihre klaren Worte und treffenden Zitate gefallen mir fast immer. Die Möglichkeit eines "Tertium" sehe ich dennoch aus der Beobachtung geschichtlicher Vorgänge, insbesondere der Systemwechsel 1918 und 1933: Da das verfassunggebende Volk (zumindest theoretisch- juristisch) sich eine in Rechtsform gegossene Verfassungsordnung gibt, die einen weitgespannten Wirkungsgrad entfalten soll und entfaltet, sich also bzgl. ihrer Normen zwischen Bestimmtheit und Unbestimmtheit mit Auslegungs- und Ausdehnungsspielraum bewegen kann, kann auch die republikanisch-demokratische Staatsform der BRD evolutiv den Erfordernissen einer revolutionären, also rückwälzenden, national-identitären Remedur als Plattform dienen. Diese strategische Ausrichtung des großen Ziels kann taktisch Schritt für Schritt notfalls auch durch außerparlamentarischen Druck oder alleine durch solchen Druck in der heraufziehenden Notzeit begleitet werden. Den Staatsschutzgesetzen und dem Besatzungsrecht widersprechende Handlungen werden im Extremfall vor den Bajonetten des Eurokorps oder der US-Army enden.

Atz
25. Juli 2019 19:09

Im Moment kann man ja sehen, es gibt Vorverständnisse: Trump ist persona non grata durch alle Schichten und Ideologien. Es kommt eine neue Art von Antiamerikanismus. Der gegen Trump. Der kann als win-win gestaltet werden, also egal auf welcher Seite man sich stellt, Deutschlands Emanzipation nützen. Die Sprache ist dabei trügerisch. Wir kennen das Spiel der Lüge und Aufmerksamkeit seiner Person. Wenn Deutschland das Bollwerk gegen den "Trump-Faschismus" wird, ist auch Deutschland wieder möglich. So oder so.

Man darf es auch dialektisch sehen, Im Zuge der Affirmation der invasiven Flüchtlingsmigration hat man mit dem Thema Integration harte kulturale Assimilationsstrukturen eingeführt. Ohne Merkel wären 20+% AfD nicht denkbar gewesen.

Das Vereinigte Königreich ist drauf und dran sich freiwillig mit einem no-deal Brexit wirtschaftlich zu erledigen. Es wäre gut, wenn 2019 das Jahr wäre, in dem Deutschland den 1. Weltkrieg gewinnt. Das Strohfeuer der aktuellen Propaganda wird nach den Landtagswahlen in sich zusammen klappen.

Laurenz
25. Juli 2019 20:18

@sok ... nicht so ganz. Schauen Sie, welche Familien nach dem Krieg Presse-Lizenzen von den Besatzungsmächten erhielten. Der Spiegel ist eine CIA-Gründung und so schreibt er im besonderen heute noch.

Der_Juergen
26. Juli 2019 08:57

@Niekisch

"Den Staatsschutzgesetzen und dem Besatzungsrecht widersprechende Handlungen werden im Extremfall vor den Bajonetten des Euro-Korps oder der US Army enden."

Unter den gegenwärtigen Umständen ja. Wenn eine (hypothetische) nationale Erhebung mit anschliessendem Machtwechsel in Deutschland erfolgt, ehe sich die internationale Lage geändert hat, werden Deutschlands "Verbündete" sich mit Sicherheit einmischen, notfalls militärisch. Aber westlich von Deutschland bahnen sich grosse Umwälzungen an.

Wenn Trump zum Rücktritt gezwungen wird, werden die radikaleren Kräfte unter seinen Unterstützern kapieren, dass auf demokratischem Weg nichts mehr läuft, und sie werden zur Gewalt greifen. In Frankreich kann die Gelbwestenbewegung jederzeit in radikalerer Form wiederaufleben.

Das perverse liberale System hat überall abgewirtschaftet. Kommen in den USA und/oder in Frankreich nationale Kräfte ans Ruder, werden sie mit Sicherheit nicht gegen einen patriotischen Umsturz in Deutschland vorgehen, sondern diesen im Idealfall unterstützen oder sich ansonsten zumindest neutral verhalten. Und ohne die USA und Frankreich ist eine Militärintervention gegen Deutschland nicht denkbar. Die Karten können also weit schneller neu gemischt werden, als er der herrschenden "Elite" lieb ist.

sok
26. Juli 2019 09:58

@Luarenz
Dass der Spiegel eine USA-Gründung ist, ist kein Widerspruch zu meinen Aussagen. Kohl war noch ein Patriot und hatte deshalb viele Leitmedien gegen sich. Erst durch die Gleichschaltung der Politik mit den Medien durch Merkel haben die Leitmedien mit ihrem unpatriotischen Spitzenpersonal die Alleinherrschaft übernommen. Der Spiegel war noch nie so mächtig wie unter Merkel.

heinrichbrueck
26. Juli 2019 12:52

„Erst durch die Gleichschaltung der Politik mit den Medien durch Merkel haben die Leitmedien mit ihrem unpatriotischen Spitzenpersonal die Alleinherrschaft übernommen.“

So langsam fängt es an Spaß zu machen. Wie macht Merkel das?

„Der Spiegel war noch nie so mächtig wie unter Merkel.“

Schon besser, ist doch die verkaufte Auflage seit 1998 um 33,6 % gesunken. Jetzt muß nur noch klar werden, wenn möglich in der REALITÄT, wer für wen wie die Marionette sein kann.

Laurenz
26. Juli 2019 16:16

@sok & heinrichbrueck ... der Spiegel hat immer noch um die 1.000 Miarbeiter. Und die Hütte in Hamburg kostet auch noch einiges an Unterhalt. Frau Mohn hat mittlerweile 25% und irgendwo muß die Kohle ja herkommen. Denn daß der Spiegel sich noch selbst finanzieren kann, ist zumindest fragwürdig.

Niekisch
26. Juli 2019 16:33

"ohne die USA und Frankreich ist eine Militärintervention gegen Deutschland nicht denkbar."

Wenn nicht schon eine neue Monroe-Doktrin eine von außen erfolgende Intervention unmöglichen machte, so ginge es in der Tat nicht ohne Frankreich und die USA. Ich denke eher an ein Eingreifen der USA - unabhängig vom in den USA formell Regierenden- von ihren Stützpunkten mit US-Hoheitsgebiet in Deutschland aus. Diese könnten im Eventualfall unter der Hand personell verstärkt werden. Von dort aus können sie quasi wie eine Art Bundespolizei ausschwärmen und jede deutsche Erhebung niederknüppeln oder niederschießen. Im übrigen gibt es auch noch die UN-Feindstaatenklauseln zum gefälligen Gebrauch.

Lotta Vorbeck
26. Juli 2019 21:31

@Niekisch - 26. Juli 2019 - 04:33 PM

"... von ihren Stützpunkten mit US-Hoheitsgebiet in Deutschland aus. Diese könnten im Eventualfall unter der Hand personell verstärkt werden. Von dort aus können sie quasi wie eine Art Bundespolizei ausschwärmen und jede deutsche Erhebung niederknüppeln oder niederschießen. Im übrigen gibt es auch noch die UN-Feindstaatenklauseln zum gefälligen Gebrauch."

******************

... und nicht zu vergessen die Söldnertruppe EUROGENDFOR, ausdrücklich dafür rekrutiert und aufgestellt um etwaige Aufständische zu paralysieren und bedarfsweise angebliche Rädelsführer auch zu exekutieren.

Laurenz
26. Juli 2019 23:40

@Niekisch .... unwahrscheinlich. Die Amis brauchen nach wie vor keinen, der ihnen hilft, sie können alleine alles in Schutt und Asche legen. Aber das werden sie nicht tun. Es hat keinen Nutzen mehr.

KlausD.
27. Juli 2019 09:16

@Niekisch 26. Juli 2019 16:33
"... Eingreifen der USA ... von ihren Stützpunkten ... in Deutschland aus ..."
Ja, leicht möglich, die sind sowieso immer in Bewegung:
https://deutsch.rt.com/kurzclips/90489-us-militaerkonvoi-trifft-in-sachsen/
https://deutsch.rt.com/kurzclips/89032-militarkonvoi-mit-gigantischen-sattelschleppern-us/
https://deutsch.rt.com/kurzclips/84051-exklusiv-erneut-us-blackhawks-uber/

sok
27. Juli 2019 10:57

@i Laurenz
Dass sich das Zusammenspiel von Spiegel und Politik nennenswert geändert hat, wird vielleicht am Beispiel Sttrauss noch deutlicher. Strauss hat Augstein Landesverrat vorgeworfen und ihn kurz inhaftiert. Heute predigt der Spiegel Landesverrat als Bürgerpflicht und Merkel zieht ihn durch. Wenn jemand protestiert wie Seehofer wird er von allen Medien so gejagt, dass er aufgeben muss.

Niekisch
27. Juli 2019 15:30

"nicht zu vergessen die Söldnertruppe EUROGENDFOR"

@Lotta Vorbeck 26.7. 21:31: Besten Dank für diesen Hinweis. Diese Hiwis der Immerguten hatte ich vergessen. Und dann gibt es noch die Vorschriften über die mögliche Inhaftierung von Widerständigen im Ausland. Vielleicht im ehemaligen polnischen Konzentrationslager Lambsdorf.

Venator
27. Juli 2019 17:28

Von dort aus können sie quasi wie eine Art Bundespolizei ausschwärmen und jede deutsche Erhebung niederknüppeln oder niederschießen.

Wir alle, die mit offenen Augen, durchs Leben gehen, wissen ganz genau, daß dies niemals nötig sein wird. Deutsche Erhebung? Mal ehrlich, lacht man da nicht selbst, wenn man so etwas schreibt?

Niekisch
27. Juli 2019 19:03

"Mal ehrlich, lacht man da nicht selbst, wenn man so etwas schreibt?"

@ Venator 27.7. 17:28: Ganz ehrlich: mir ist das Lachen-wenn auch nur auf diesem Gebiet- längst vergangen. War heute morgen auf dem hiesigen Flohmarkt. Wenn sie die durchgängige Meinung der Händler dort wissen wollen: Ach nee, ich teile sie nicht mit: § 130 StGB!

Laurenz
27. Juli 2019 20:50

@Venator .... wir haben die genaue Dosis an Unzumutbarkeit im historischen Rucksack des Michels. In der Weimarer Zeit, während der Weltwirtschaftskrise, litt ungefähr die Hälfte aller damaligen Deutschen an der Hungergrenze. Das gilt aber in unserer Doku-Welt nur als minimale Entschuldigung dafür, daß man sich seinerzeit mehrheitlich vom Parlamentarismus abwandte. Was nur in den einschlägigen Lexika zu finden ist, daß alleine in Berlin, Anfang der 30er, die politischen Morde 4-stellig wurden.

sok
30. Juli 2019 10:40

@ heinrichbrueck
Wie macht Merkel das?

Die Gleichschaltung der Politik mit den Medien hat Robin Alexander in dem Buch die Getriebenen genau beschrieben. Merkel lässt sich über das Meinungsbild der Medien reglmäßig bewrichten, prüft die Vorschläge der Medien durch Kurzumfragen und setzt dann die Vorschläge um. Selbst Medienleuten ist aufhefallen, dass sich manche Zeitungsberichte wie Regierungserkjärungen lesen.

Laurenz
30. Juli 2019 11:50

@sok ... IM Erika hat es als AgitProp-Beauftragte von der Picke auf gelernt, wie das geht. Und hier gibt es noch keine direkten ökonomischen Zusammenbrüche, die ins Handwerk pfuschten. Denn nur so können Sie auch die Frage beantworten, wie die DDR 41 Jahre existieren konnte. Und wir haben erst 14 Jahre GroßeSchwester zu Berlin hinter uns.

sok
30. Juli 2019 16:32

Q Laurenz
Merkel regiert ohne russische Truppen. Sie hat auch keine Stasi. Selbst die schwarzen Kassen von Kohl braucht sie nicht. Ihre Mediendiktatur kommt auch ohne eine politische
Meinung oder eine Machtbasis in der Partei aus. Sie hat eine Postdemokratie mit sehr viel Post und wenig Demokratie gegründet. Natürlich ist die Machtausübung durch die Unpatrioten nur möglich, wenn einem Volk der Patriotismus als Teufellszeug ausgetrieben wurde.

Laurenz
30. Juli 2019 17:02

@sok .. es ist doch ganz egal, wo die Truppen herkommen, welche diese Politik garantiert. Und ob sie die Organisation Stasi oder Spiegel, Mielke oder Mohn nennen ist ebenso wumpe.

Für diesen Beitrag ist die Diskussion geschlossen.