25. August 2019

Sonntagsheld (118) – Es sind die kleinen Dinge…

Till-Lucas Wessels / 27 Kommentare

Zu Besuch in der Krabbelgruppe

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die einem zum Sonntag ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Das kann sein - alles Erlebnisse der vergangenen Woche -  der Schaffner in der Regionalbahn, der im Vorbeigehen ein Gespräch mithört und sich als Unterstützer offenbart, ein rechtes Graffiti an einer Leipziger Häuserecke, das einem plötzlich ins Auge springt, oder aber ein harmloser Scherz, der seine Wirkung erst durch die hysterische Reaktion der, nun, Bescherzten so richtig entfalten kann.

Till-Lucas Wessels

Till-Lucas Wessels studiert und ist identitärer Aktivist sowie »Minenhund für zukünftig Zumutbares«.

Was sagt es über einen Menschen aus, wenn er die Polizei ruft, weil jemand neben ihm etwas gesagt hat, was ihm nicht paßt? Zum besseren Verständnis: Wir reden keinesfalls von strafbaren Äußerungen, Beleidigungen oder irgendeiner ungehobelten Klotzerei; es geht um dieses Video und der inkriminierte Satz lautet: “Und blau wählen für Deutschland und Sachsen”.

Diese Obszönitäten stammen aus dem Mund von Klemens Kilic, dem AfD-nahen Betreiber eines YouTube-Kanals, und er äußerte sie in einem von ihm aufgenommenen Video neben der Grünen-Vorsitzenden Annalena Baerbock, nachdem diese sich für die Wahl der Grünen ausgesprochen hatte. Eine kurze Sequenz, kein Skandal, ein flüchtiges Grinsen für denjenigen, der den Video-Schnipsel im Netz sieht, keine weiteren Folgen – so hätte die Geschichte gehen können. Vielleicht wäre der guten Annalena sogar die Schande der breiten Öffentlichkeit erspart worden und das Filmchen wäre in irgendeiner patriotischen Echokammer verschwunden.

Allerdings: Die Grünen, das ist irgendwo auch der Wunsch einer verlorenen Vor-Wende-Generation, die davon träumt, daß jene Infantilisierung des Zwischenmenschlichen, die von den Kommunen der 68er ihren Ausgang genommen hatte und von den Vertriebsstrategen der Werbeindustrie dankbar übernommen wurde, endlich in einer Art und Weise zum politischen Grundvokabular wird, wie es die ausgeschossenen Begriffshülsen von Toleranz, Vielfalt und Menschlichkeit längst geworden sind. Und weil die Grünen große Kinder sind, die im Zweifelsfall immer einen Vertrauenslehrer brauchen, auf den sie sich verlassen können, hätte es für Annalena Baerbock so harmlos ablaufen können, wie ich das oben geschildert habe, ist es aber nicht.

Der kindliche Reflex, das „Papa, der Klemens hat sich über mich lustig gemacht“, war in diesem Fall der Anruf bei der Polizei – ein unterbewußt einstudierter Panikknopf, der gerade vom linken und grünen Klientel, immer häufiger dann gedrückt wird, wenn zwar keine Bedrohungslage, wohl aber eine emotionale Belastungslage vorliegt, um welche sich die Beamten gefälligst auch zu kümmern haben.
Infolgedessen schaffte es das Video ins Netz, wohl auch, weil die Beamten vor Ort wenig zu beanstanden und dafür um so mehr zu lachen hatten und wurde innerhalb kurzer Zeit von mehr als 200.000 Menschen gesehen.

Mit Abstand betrachtet ist das natürlich trotz alledem eine Nichtigkeit, gar nicht der Rede wert und morgen schon wieder vergessen. Aber hey, wir alle, die wir den Einsatz für unser Volk zu unserer Lebensachse gemacht haben, brauchen die kurzen Verschnaufpausen verwunderten Lachens und kurzer Erinnerungen daran, daß sich tatsächlich etwas verändert durch unsere Taten.

Daran, daß es wirklich Menschen gibt, die ihre Hoffnungen in uns setzen und, daß ein kleiner Scherz reichen kann um Hundertausende zu erreichen, wenn man nur zur richtigen Zeit der richtigen Baerbock einen Bären aufbindet. Man vergißt das schnell im Alltagstrott, man beachtet es auch nicht beim nüchternen Blick aufs Ganze, weil diese plötzlichen Überraschungen eben nicht berechenbar sind, sondern uns unangekündigt widerfahren.

Annalena Baerbock jedenfalls scheint das Trauma dieser Begegnung in der sie schwer „getäuscht“ wurde, zum Glück bereits verwunden zu haben. Am Samstag sah man sie, gemeinsam mit linksextremen Antifa-Gruppen auf der „Unteilbar-Demo“ in Dresden zu der die Elbstadt, je nach Quellenlage, zwischen 10.000 und 35.000 Gäste aus aller Welt – nur eben nicht aus Dresden – empfangen durfte.

Passend eingefangen wird die Stimmung auf diesem Bild:

Die junggebliebene Annalena feiert auf den Schultern von Daddy Hofreiter, umringt wird sie vom üblichen grünen Gesichtsfasching. Mit großer Pose schwingt sie eine Europafahne, ihre Mitstreiter halten Plakate mit der Aufschrift „Herz auf. Angst raus.“ in die Höhe; ein Vorschlag, den sich ihre Parteivorsitzende das nächste Mal vielleicht auch zu Herzen nehmen sollte, wenn wieder ein Scherzbold mit einer Kamera vor ihr steht. An dieser Stelle nun kommen wir wieder zurück zu den oben erwähnten kleinen Dingen und dem Lächeln, das sie uns ins Gesicht zaubern: Liebe Leser, schauen Sie sich doch mal die Laternenpfähle im Hintergrund an und freuen Sie sich auf kommenden Sonntag.


Till-Lucas Wessels

Till-Lucas Wessels studiert und ist identitärer Aktivist sowie »Minenhund für zukünftig Zumutbares«.


Kommentare (27)

Laurenz
25. August 2019 17:20

Herr Wessels, sehr herzhaft geschrieben. Es gab/gibt eben einiges zum lächeln und lachen, für mich jedenfalls.
Die Baerbock-Demokratie-Bekundung ploppte ziemlich schnell auf dem Mobil-Telefon auf. "Annalena made my day", wie der Kuhhirte in der Lichtspielhaus-Werbung sagen würde.
Die grüne Sehnsucht nach der eigenen Geschichte ist doch fast schon Märchen. Sind die Grünen nicht von den eigenen Tomaten auf dem Balkon, einem selbst gewählten Selbstversorger-Dasein und dem Stricken der eigenen Kleidung im Bundestag weiter entfernt, als die Rechte? Als ich zum vergleichenden Beitrag Ihres Kollegen, Herrn Bosselmann, zum flicken der Gedächtnislücken im II. Reich stöberte, hatten wir da bereits all die Nackten, frei Liebenden, Steiner-Verfolger, Linken, Runen-Tänzer, Welt-Bürger etc. die Zahl an Minderheiten, Sekten, ist fast unerschöpflich, dagegen erscheint mir die heutige kulturelle Szenerie eher als wenig kreativ. Wenn sich einem die 2. Reichsgeschichte offenbart, verlieren sich selbst die Alt68er in einer historischen Belanglosigkeit, ein Mythos ohne Boden.

Gustav Grambauer
25. August 2019 17:56

In der Mark Buntbrandenburg ist man, äh ..., frau längst der Krabbelgruppe entwachsen, dafür entwicklungsverzögert irgendwie in der Pubertät steckengeblieben:

"It`s not for sex, ja, sondern for culture, ja!" (bei 7:28)

https://www.youtube.com/watch?time_continue=504&v=A0rbCDPij_g

- G. G.

Niekisch
25. August 2019 18:04

"Laternenpfähle"

Laternenpfahl, Laternenpfahl,
du hattest früher einen Sinn,
es hingen an dir ohne Zahl-
heut´ ist dir dieser Sinn entwischt
du spendest uns nur trübes Licht.

Die andere Seite
25. August 2019 18:23

Der Artikel bestätigt meinen Eindruck als Dresdner, das hier die üblichen Verdächtigen aus allen Ecken Deutschlands angekarrt wurden. Ich erhalte mir einen Rest Glauben, das der "gemeine Dresdner" sich für sowas nicht hergibt, an sowas nicht teilnimmt.
Von Werbeagenturen professionell erstellte und zu Hunderten verteilte, vorgefertigte, in die Kamera gehaltene Transparente zeugen von der Spontanität und "unteilbaren" Überzeugung der bunten und Achse verschiedenen Teilnehmer.
Als besonders beschämend empfand ich das unvermeidliche linke "Kunstprojekt" das bei solchen Veranstaltungen obligatorisch dargeboten wird um die Fördermillionen abzugreifen.....Hier wurden zahllose gesammelte Schuhpaare ans Ufer gestellt, um an die vielen Flüchtlinge die im Mittelmeer ertrunken sind zu erinnern.... Den feinsinnigen Beobachter erinnern diese Schuhe allerdings eher an seinen gutmenschlichen Vorbesitzer, der sich vor lauter Geitz in den letzten Jahrzehnten für sich selbst kein neues Paar Schuhe gönnte. Von den hier angelandeten dahergeschwommenen Versorgungssuchenden trug nicht ein einziger solche Schuhe....... normativ waren rote sneaker zu designerjeans und Lederjacke.
Ich werd mal im privaten Umfeld nachfragen ob jemand zur Veranstaltung dabei war, bzw. jemanden persönlich kennt, der dabei war, aber ich denke nicht, das Dresdner ( wenn Sie nicht aus Firmengründen zur Teilnahme gezwungen wurden) gesichtet wurden.
Ansonsten war es wiedermal eine riesige Anti-AFD Propaganda Veranstaltung. Das scheint ja mittlerweile im Mainstream der kleinste gemeinsame Nenner zu sein. Eigentlich tangiert mich das Ganze nicht mal peripher- aufregender waren da die letzten guten Neuigkeiten aus dem Hause Sellner. Wir senden auf diesem Wege nochmal von Herzen kommende Glückwünsche an Martin und Brittany aus Dresden.

Thomas Martini
25. August 2019 18:48

"Die Grünen, das ist irgendwo auch der Wunsch einer verlorenen Vor-Wende-Generation, die davon träumt, daß jene Infantilisierung des Zwischenmenschlichen, die von den Kommunen der 68er ihren Ausgang genommen hatte und von den Vertriebsstrategen der Werbeindustrie dankbar übernommen wurde, endlich in einer Art und Weise zum politischen Grundvokabular wird, wie es die ausgeschossenen Begriffshülsen von Toleranz, Vielfalt und Menschlichkeit längst geworden sind." - Till-Lucas Wessels

"Die...das ist...der...einer, die davon...,daß jene...die von...der...ihren...und von den...der...endlich in einer...und...zum...wie es die...von...längst geworden sind."

Selbst gekürzt wie die Bartstoppeln von Jerome Boateng, ist dieser Satz ein furchterregendes Ungeheuer. Ein Satz, den Wolf Schneider mal beurteilen sollte. Profideutsch. Ah, Frau Kositza weiß wovon die Rede ist. Für mich nix zu meckern. Habe mir ja vorgenommen, viel bescheidener zu sein, auch kriecherisch, und sage daher:

Toller Beitrag Herr Wessels, wie gewohnt!

Thomas Martini
25. August 2019 19:32

"Alle Formen nimmt die Geistlosigkeit an, um sich dahinter zu verstecken: sie verhüllt sich in Schwulst, in Bombast, in den Ton der Überlegenheit und Vornehmigkeit und in hundert anderen Formen."

"Für eine gelungene Rede gebrauche gewöhnliche Worte und sage ungewöhnliche Dinge."

"Wer etwas Sagenswertes zu sagen hat, braucht es nicht in preziöse Ausdrücke, schwierige Phrasen und dunkle Anspielungen zu verhüllen. Er kann es einfach, deutlich und naiv aussprechen, und dabei sicher sein, dass es seine Wirkung nicht verfehlen wird."

Alles Zitate vom alten Schopenhauer, @Laurenz.

Ach was. Dummes Gerede.

In unseren fortschrittlichen Zeiten, den demokratischen, und linksgrünversifften, hinter denen die unerfüllten Träume einer Generation von Halbschwulen stecken, die sich dem Erwachsenwerden verweigern, und dabei von den Herrschenden munter unterstützt werden, brauchen wir die unnützen, und wertlosen, weil ewiggestrigen Hinweise eines Arthur Schopenhauers, die gleich in der Kürze liegt die Würze alles sagen, ohne maßlos auszuholen, ganz bestimmt nicht mehr!

Ich hab`s verstanden, Frau Kositza! Oder nicht?

Kositza: Ohje. Es gibt so viele intelligente Leute, die sich dennoch zum Narren machen.

Thomas Martini
25. August 2019 20:15

Bin zur Zeit extrem wütend. Es tut mir wirklich leid, wenn andere darunter zu leiden haben. Fällt eben schwer, diese Wut zu kontrollieren.

Ich möchte Herrn Wessels kein Unrecht tun, und hier nichts schreiben, was dem Feind zum Vorteil gereichte. Ich will mich nützlich machen, und stelle das Satzungetüm von Herrn Wessels nochmal auf den Prüfstand. Dann mögen alle ihn lesen und vergleichen, und sich die Variante ins Gedächtnis einprägen, die er sich merken kann.

Denn im Grunde, ich gebe es gerne zu, hat Herr Wessels mit diesem Satz nur einen wichtigen Teil der Wahrheit zum Ausdruck gebracht. Hier wäre meine Version, gekürzt:

"Die Grünen, das ist der Wunsch einer verlorenen Generation, die davon träumt, daß jene Infantilisierung des Zwischenmenschlichen, die von den 68ern ihren Ausgang nahm und von den Vertriebsstrategen der Werbeindustrie übernommen wurde, endlich zum Grundvokabular der Politik wird, wie es die Begriffshülsen von Toleranz, Vielfalt und Menschlichkeit längst geworden sind."

Thomas Martini
25. August 2019 20:53

Grotesk, wenn man privat glücklich ist wie nie, und virtuell könnte man nur noch aus der Haut fahren.

Es wurde verglichen, noch und nöcher. Aber wie ist die Lage? Haben wir Fortschritt, Stillstand oder Rückschritt? Manche werden sagen Fortschritt, viele - wie zum Beispiel der Herr Maaßen von der CDU (mit Merkelianer) - sagen Stillstand. Aber die wenigsten erkennen den Rückschritt an Zivilisation seit dem Fall der Kaisermonarchie.

Hat man diesen Rückschritt erkannt, dann wird sich die Vorfreude auf eine Landtagswahl, wo immer sie auch stattfinden mag, ganz sicherlich in Grenzen halten. Können Sie das verstehen, Herr Wessels?

Hier liegt meine Wut begraben: Zu sehen, wie hartnäckig meine Landsleute sich weigern, ihre eigene Geschichte aus prodeutscher, oder besser: familiärer Sicht noch einmal zu hinterfragen, bricht mir das Herz.

Simplicius Teutsch
25. August 2019 22:08

Wenn ich diese aus ganz Deutschland in Sonderzügen (!) nach Dresden gekarrten linksgrünen „UNTEILBAR“-Typen anschaue, kann ich nur sagen: „UNHEILBAR!“

Andererseits kann man diese Gegenwartsdeutschen ja nur beneiden um ihre moralische Glückseligkeit, in der sie sich gegenseitig im Wohlwollen der Mainstream-Medien und des behaglichen Sozialstaats bestärken und feiern. Lauter gute, tolerante, hochmoralische Menschen, zu deren Endglück nur noch die restlose Vernichtung der Rechten fehlt.

„MENSCHENRECHTE statt RECHTE MENSCHEN“,
tragen sie mutig auf ihren Plakaten durch eine friedliche deutsche Großstadt im Osten des Landes.

Meine Frage: Warum mischen sich die linksgrünen Menschheitsbeglücker nicht im Westen in die großen fremden Clan- und Parallelgesellschaften, um in ihrer so hochmoralisch herbei gewünschten Buntheit selber zu leben, und um dort ihre Kinder heranwachsen zu lassen, sofern sie überhaupt welche haben?

Warum ertragen sie es nicht, dass nicht alle übriggebliebenen deutschen Landesteile ihre linksgrün beklatschte Buntheit auf breiter Linie mit offen Armen und waffenlos willkommen heißen? Warum diese ständigen Kampagnen und Ausmerzungsaktionen gegen die letzten deutschen Traditions-Biotope? - Ich hoffe, ich schade dem großartigen Analysten unserer Zeit nicht, wenn ich hier sage: Thorsten Hinz kennt die brutale Antwort. - Siehe z.B. in „Die Psychologie der Niederlage“; schwere Kost; kann auf den Magen schlagen.

Thomas Martini
25. August 2019 22:13

"Ohje. Es gibt so viele intelligente Leute, die sich dennoch zum Narren machen." - Ellen Kositza

Ich sagte es schon, Sie haben immer recht. Aber wen meinen Sie, Gnädigste? Finden Sie mich intelligent? In Anbetracht der Tatsache, daß ich als einfacher Realschüler einem Studenten der heutigen BRD-Universitäten Gratisnachhilfe in Deutsch geben muß, wollten Sie damit wem einen Fingerzeig geben? Mir? Prost Mahlzeit!

Ich bin nicht der Intelligente, muß nichts raushängen lassen, und vergleiche mich mit dem Köter auf Pietro Longhis Gemälde "Der Scharlatan". Dieses Bildnis hat meinen Erkenntnissen über die Gegenwart noch einmal einen solchen Schub verliehen, daß Sie es nun sind, der mich zu mäßigen hat. Tun Sie es bitte, Verehrteste, ganz so wie es Ihnen beliebt. Streichen Sie doch einzelne Sätze, wie das häßliche Zitat von Louis-Ferdinand Céline, das Ihnen bestimmt nicht gefiel. Oder lassen Sie Beiträge unveröffentlicht, denn Sie und Ihre Mannschaft tragen schließlich die Verantwortung.

Ich will verflucht sein, wenn meine Bemühungen Ihnen Schaden!

Wo sind die intelligenten Leute? Ich sehe sie kaum, und es ist kein Wunder, denn es war der Plan einer kleinen Clique von geldgeilen Säcken, die Masse so zu verdummen, daß sie ihnen keinen Widerstand mehr leistet. Die Menschen, wir alle: getrieben und gehetzt. Bloß ist es das alte Spiel. Es war vor 100 Jahren nicht anders, und begann alles mit der sogenannten "freien Presse".

In einem anderen Strang verwechselte ich neulich horiztontal mit vertikal, und es
wäre passend gewesen, wenn man mir den Schnitzer vorgehalten hätte. Wo ich stets so eine dicke Lippe riskiere? Flüchtigkeitsfehler waren schon immer meine ganz große Stärke.

Atz
25. August 2019 23:41

Dresden ist schon ein besonderer Stadt-Staat, ein nationaler Mikrokosmos
https://aeon.co/essays/the-end-of-a-world-of-nation-states-may-be-upon-us

Die Linksextremen sind ja diesmal nur in sehr kleiner Besetzung ortsfremd aufmarschiert. Da frage ich mich, was die Unteilbar Agenda mit links zu tun hat.

"Wir lassen nicht zu, dass Sozialstaat, Flucht und Migration gegeneinander ausgespielt werden. "

Mit anderen Worten, was nicht sein darf, kann nicht sein.

Brettenbacher
26. August 2019 00:32

"Aber hey, wir alle, die wir den Einsatz für unser Volk zu unserer Lebensachse gemacht haben, brauchen die kurzen Verschnaufpausen verwunderten Lachens und kurzer Erinnerungen daran, daß sich tatsächlich etwas verändert durch unsere Taten".
Wohl wahr !
Wenn einer alles Nette, Smarte, Coole, Fluffige von all diesen netten, smarten, coolen, fluffigen Bär- und Habböcklein, Manuschweswigs und Schulzkatrinleins auch drauf und an sich hat, und doch aus substanziell andrer Tiefe im lockren Akt das Annalenchen so in die Falle glitschen lassen kann wie dieser kecke Kilic, also dann, höchstgeschätzter Wessels, dann ist ein ein Lachen tektonisch unvermeidlich und ein "Victoria !" im Tausch der Blicke ein Wink unter Wissenden.

Brettenbacher
26. August 2019 00:57

@
Niekisch
"Laternenpfähle"

Grübel, rätsel, rate, rumdenk....
Geht das nach dem Schema "Sommer, Sonne, Wind und Mücken/ hohes Gras und nichts zu lesen"?
oder rafft's der Brettenbacher voll total nicht ?
Da fehlt doch was . The missing witzlink.
Wahrscheinlich ist man wieder der einzige von denen nichts kapieren... .

Franz Bettinger
26. August 2019 08:58

@Martini:
Ich fand EK's Replik großartig. Wieso verstehen Sie Kositzas Antwort nicht? Sie sagt einfach nur: 'Ja, Sie sind intelligent, aber Sie machen sich manchmal zum Narren.' Das ist nett! Wer von uns macht sich nicht hin und wieder zum Narren, einschließlich einiger Schweizer?! Ich finde das menschlich, sympathisch! Man müsste ja eine Seele aus Stein haben, würde man sich nicht gerne hin und wieder auch mal zum Narren machen. Mensch, Martini!

Laurenz
26. August 2019 10:25

@Thomas Martini ..... Wut ist im jedem selbst und sonst nirgends. Sie hat mit einem persönlich zu tun. Und sie unterscheidet sich, nach Georg-Schramm-Zitaten, gewaltig vom zu bevorzugenden Zorn. Denn der ist steuerbar. Und auch der Zorn, als permanenter Gemütszustand, erscheint nicht gesund. Meinen Sie tatsächlich, wie bräuchten einen Don Quijote, der gegen Windmühlen kämpft und im Schützengraben der gegnerischen Artillerie-Beobachtung mit der Flagge Zeichen gibt? Herr Wessels selbst bezeichnet sich als "Minenhund für zukünftig Zumutbares". Das heißt für mich, Er lotet das Machbare aus. In den nicht-machbaren Bereich vorzustoßen bedeutet Selbst-Zerstörung. Und mit solchen nicht-machbaren Freunden, brauchen wir keine Gegner mehr.

Fredy
26. August 2019 10:47

@Martini

Kleiner Tipp: Beim Saufen stets das Internet abschalten.

Das weinerliche Gewäsch ist ja zum Fremdschämen

GuntherManz
26. August 2019 13:16

Ich will einmal den Besserwissi heraushängen.

In einem anderen Video das sich mit dem Vorgang beschäftigt, sagt Hr. Killic, man hätte ihn zehn Minuten lang festgehalten.
So etwas kann natürlich jedermann tun. Es ist aber an bestimmte Voraussetzungen gebunden:

Bei Straftaten nach §127StPO :

(1) Wird jemand auf frischer Tat betroffen oder verfolgt, so ist, wenn er der Flucht verdächtig ist oder seine Identität nicht sofort festgestellt werden kann, jedermann befugt, ihn auch ohne richterliche Anordnung vorläufig festzunehmen.

oder

BGB § 229

Selbsthilfe:

Wer zum Zwecke der Selbsthilfe eine Sache wegnimmt, zerstört oder beschädigt oder wer zum Zwecke der Selbsthilfe einen Verpflichteten, welcher der Flucht verdächtig ist, festnimmt oder den Widerstand des Verpflichteten gegen eine Handlung, die dieser zu dulden verpflichtet ist, beseitigt, handelt nicht widerrechtlich, wenn obrigkeitliche Hilfe nicht rechtzeitig zu erlangen ist und ohne sofortiges Eingreifen die Gefahr besteht, dass die Verwirklichung des Anspruchs vereitelt oder wesentlich erschwert werde.

Trifft kein Tatbestandmerkmal auf den angeblichen Täter zu und man hält ihn dennoch fest, vieleicht sogar ohne eine Vorläufige Festnahme zu erklären, dann macht man sich strafbar.

Was dann hier wohl geschehen ist.

RMH
26. August 2019 16:12

Zum Zeitpunkt, an dem ich dies hier gerade tippe (Montag, 26.08.2019, späterer Nachmittag), sind im Kommentarbereich 13 Beiträge frei geschaltet, davon alleine 6 von ein und demselben, der auf niemanden damit groß antwortet, sondern vermutlich Selbstgespräche in das Netz hinein plaudert (als Außenstehender kann man nur erahnen, dass vermutlich weitere Beiträge gar nicht erst frei geschaltet wurden). Einer phantasiert etwas von Laternenpfählen bzw. winkt damit zugleich mit "Zaunpfählen".

Mal wieder alles klar ... so ein Wochenende kann offenbar ganz schön langweilig sein. Dabei war der kleine Prank vom Herrn Kilic doch in der Tat kurzweilig.

nom de guerre
26. August 2019 16:26

Als ich das Foto mit den "erwachsenen" Grünen sah, fragte ich mich noch, ob man denen nicht einen Lolli schenken kann oder eine Tüte nimm2 und sie nach Hause schicken. Als ich dann aber auf das Video mit den offensichtlich noch recht jungen Menschen aufmerksam wurde, die komplett mit Taktgeber ein einstudiertes Glaubensbekenntnis - oder wie immer man so etwas nennen will - zu "unteilbar" vortrugen, ist mir das Lachen leider vergangen.

Niekisch
26. August 2019 17:31

"Grübel, rätsel, rate, rumdenk...."

@ Brettenbacher 26.8 00:57: Nur an Ihrer Müdigkeit vor dem Zubettgehen, werter Brettenbacher, kann Ihre Unsicherheit herrühren. Oder auch daran, daß meine verständlichen Kommentare nicht veröffentlicht werden und ich daher manchmal kryptisch bleibe. Der Laternenpfahl mit den AfD-Wahlplakaten und der Fähnchen schwingenden Tante Baerbock im Vordergrund erweckte in mir die Assoziation zu früheren geschichtlichen Zeiten, als hin und wieder anderes als Plakate an Laternenpfählen hing.

limes
26. August 2019 19:15

Frei nach dem Lied „Die freie Republik“, das Professor Otte zum Abschluss des Neuen Hambacher Festes 2019 zum besten gab, hat mich Till-Lucas Wessels Schlussatz, nach völlig unbegründetem Zusammenzucken, zu folgenden holprigen Zeilen inspiriert:

An der Laterne hängt im Rechtsstaat kein Gauner,
da hängt nicht mal ein Strick.
Es hängen dort blaue Plakate
Für die Freiheit der Republik.

Leo
26. August 2019 19:58

Ja, das Bild mit Annalena und der EU-Fahne fand ich auch ganz herzig. (Ist das da wirklich der starke Anton H., auf deren Schultern...?!)
Danke aber für den Zaunpfahl-Hinweis auf die Laternenpfähle... da blaut sich was zusammen!

Sonst: Das Foto vom (nicht ganz neuen) Transparent à la "Menschenrechte statt rechte Menschen" zeigt stolze Nebenhermarschierer [oder sollte ich Mitläufer schreiben? Nee, jetzt marschieren die auch mal auf, so wie wir immer]. Die haben's also auch nicht kapiert, so mit Demokratie und Toleranz. Is' ja auch nich' so easy, tja...
Und die Tageszeitung, die dieses Foto brachte - die also auch nicht.

Kommentar? Lohnt nicht.

Um Klonovsky zu zitie- und aktualisieren: Noch sechsmal schlafen.

Waldgaenger aus Schwaben
26. August 2019 22:13

Irgendwo meine ich gelesen zu haben, dass infantile Hipster wenn sie die vierzig überschritten haben, von der Infantilät nahtlos in's Greisenalter fallen.

Frühere Generationen grüner Politiker waren auch infantil, aber gaben sich böser, was wohl rebellisch sein sollte. Ich denke da an Schwärmereien für Massenmörder wie Pol Pot oder Mao.
Dass die Annalena, der Robert, oder der Toni zum Beispiele für Kim Jong Un schwärmen könnten, halte ich für ausgeschlossen. Böse sind die nicht, sonst schimpft die Betreuerin "Mutti".

Obwohl der Robert hat In Bezug auf China doch irgendwas in der Richtung gesagt. Aber wer den Filosof spielt, muss auch mal etwas böser sein.

Bei der Hellroten ist die Senilität deutlich ausgeprägter. Sie wissen nicht mehr wie oft sie schon Steuererhöhungen verlangt haben und dass sie damit jedes Mal Wahlen verloren.

1983, 1987, 1990, 1994, 2005, 2009, 2013, 2017: Vor jeder dieser Bundestagswahlen forderte die SPD Steuererhöhungen für Bessergestellte – alle diese Wahlen gingen für die Sozialdemokraten verloren.

https://www.welt.de/wirtschaft/article199031019/Abgabenlast-Jetzt-eine-Vermoegensteuer-was-fuer-eine-irrsinnige-Idee-der-SPD.html

Die Rot-Grünen sind möglicherweise nicht mehr infantil, sondern schon senil.
Vielleicht ist das eine Erklärung.

Thomas Martini
26. August 2019 23:45

"Ich fand EK's Replik großartig. Wieso verstehen Sie Kositzas Antwort nicht?" - Franz Bettinger

Oh, ich habe die Antwort sehr wohl verstanden. Aber ich wollte zu verstehen geben, daß man die Sache auch anders sehen kann.

Sie schrieb: "Ohje, es gibt soviel intelligente Leute, die sich dennoch zum Narren machen." Aber gut, ich soll zur Kenntnis nehmen: "Sie sind intelligent, aber machen sich zum Narren".

Hab's begriffen.

"Meinen Sie tatsächlich, wie bräuchten einen Don Quijote, der gegen Windmühlen kämpft und im Schützengraben der gegnerischen Artillerie-Beobachtung mit der Flagge Zeichen gibt?" - Laurenz

@Laurenz: Nein.

@RMH: Bloß gut, daß sich Ihr Beitrag nicht wie ein Selbstgespräche liest. Sie haben dem Strangthema damit einmal mehr gedient, wie nur Sie es zu vollbringen in der Lage sind.

Keiner hingegen hielt es für nötig, sich mit dem Kernsatz von Till-Lucas Wessels' Aufsatz noch einmal beschäftigen. Meine gekürzte Version hätte man noch ergänzen können. Vielleicht war ich ja zu rabiat mit der Wortschere? Das kleine Wörtchen "auch" (Die Grünen, das ist "auch"...) hätte man noch stehen lassen können.

drieu
27. August 2019 08:45

Ich weiß nicht, was dieses klein oder groß reden von Teilnehmerzahlen bei Demonstrationen bringen soll. Am Sonnabend waren's auf jeden Fall deutlich mehr als bei der größten Pegida-Demo Anfang 2015 (auf der ich war). Na und? Beeindruckt das irgendjemanden hier? Wählt deswegen jemand anders?
Es gibt auch keinen Grund vom "üblich grünen Gesichtsfasching" zu reden - sind denn die Damen und Herren der afd wirklich attraktiver? Tatsache ist doch, daß wir hier in Sachsen (und nicht nur hier) keinerlei charismatischen, wortgewaltigen und attraktiven Kopf haben, keinen Salvini. Und solange der nicht vorhanden ist, werden's keine Mehrheiten, da kann Herr Krah noch so krähen (ich kenne leider einige Dresdner die bei "unteilbar" mitgelaufen sind).

Lotta Vorbeck
27. August 2019 09:10

@Gustav Grambauer - 25. August 2019 - 05:56 PM

"In der Mark Buntbrandenburg ist man, äh ..., frau längst der Krabbelgruppe entwachsen, dafür entwicklungsverzögert irgendwie in der Pubertät steckengeblieben:

"It`s not for sex, ja, sondern for culture, ja!" (bei 7:28)"

https://www.youtube.com/watch?time_continue=504&v=A0rbCDPij_g

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Lieber Gustav Grambauer,

mit diesem Filmchen haben Sie eine echte Perle aufgespürt!

Einerseits total lächerlich.

Andererseits kalkuliert in Szene gesetzt, quasi gefaked und dennoch absolut real:

+ die unansehnlichen, bauchtanzenden Weiber

+ das vor "Begeisterung" strotzende Publikum auf diesem "rauschenden Volksfest"

+ ein angeblicher. jemenitischer Scheich mit Krummdolch im Gewand residiert seit fünf Jahren Hühner und Couscous kochend in der Brandenburgischen Provinz im Plattenbau

+ der angejahrte Fußballtrikotträger mit Hund Willi, der laut Selbstauskunft, "nichts gegen Ausländer hat, aber [sic!] an die beim Hühnerkochen entstehenden Gerüche nicht gewöhnt ist"

+ ULTIMATIVER HÖHEPUNKT: die mit "This dance is not for sex, ja, sondern for culture, ja!" zitierte, sich "beim Autofahren entspannende", infantile BRD-Tante

sowie

+ die Sprechpuppe mit der wasserstoffperoxidblondierten Kurzhaarfrisur vom Belziger Arbeitsamt

... sämtliche Protagonisten dieses Filmchens führen sich selbst besser vor, als es jede Satire vermögen würde.

Jedes, aber auch jedes vermeintliche Klischee erfährt auf köstlichste Art & Weise fulminante Bestätigung.

Am Sonntag gab's noch 21 Kommentare unter dem Video.

Inzwischen offenbar bereinigt, sind's heute am 27.08.2019, 10:00 AM aktuell noch sieben.

Na dann, wohlan!

Laurenz
27. August 2019 09:46

@drieu ... Italien war, bis auf die Weimarer Zeit, schon immer anders als wir. Bei uns wäre Herr Salvini irgendwo Kreisvorsitzender der AfD. In Deutschland setzen sich in Parteien meist die talentierten Intriganten durch, und nicht die intelligenten Köpfe. Auch die AfD macht davon keine Ausnahme. Die AfD zehrt, im Vergleich zur Nationalen Einheitsfront, noch von den denkenden Gründern der ersten Stunde.
Was Demos angeht, so haben Sie insofern Unrecht, weil Berichterstattung nicht mehr eingleisig läuft. Das Netz verbreitet Infos über Gelbwesten auch ohne die 10 Mio. Einschaltquoten-Tagesschau.

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