Autorenportrait Panajotis Kondylis

pdf der Druckfassung aus Sezession 12 / Januar 2006

von Adolph Przybyszewski

sez_nr_12„Zu jeder Zeit liefert die Ideologie der Sieger den Besiegten einen Rahmen zur Interpretation der Wirklichkeit, ihre Niederlage wird gewissermaßen mit der Übernahme des Siegerstandpunktes besiegelt.“ Was sich liest, als stammte es aus der ersten von Fichtes Reden an die deutsche Nation, die dieser im Winter 1807 / 08 in Sorge um die geistige Lage im französisch okkupierten Berlin hielt, hat im Jahr 1998 ein bedeutender europäischer Skeptiker geschrieben: der Philosoph Panajotis Kondylis. Dieser Denker, der seine meisten Bücher in deutscher Sprache verfaßt hat, wurde am 17. August 1943 als Sproß einer griechischen Familie von Militärs und Politikern gboren, die während des Zweiten Weltkriegs auch in den Kampf gegen die deutsche Besatzung involviert war. Er studierte zunächst Philosophie und Klassische Philologie in Athen, wo er als Marxist unter der griechischen Militärjunta zum Dissidenten wurde; Kondylis wechselte sodann nach Deutschland, um neben der Philosophie die Politikwissenschaften und Geschichte zu belegen, bis er 1977 mit einer philosophiehistorischen Arbeit in Heidelberg promoviert wurde. Dort fand er auch seine zweite Heimat: Abwechselnd lebte er fortan in Griechenland und am Neckar; in Athen ist Panajotis Kondylis schließlich am 11. Juli 1998 knapp fünfundfünfzigjährig überraschend verstorben.

 Gastbeitrag

Gastbeitrag


Da er ver­mö­gend genug war, um nicht auf Brot­ar­beit in den Müh­len des aka­de­mi­schen Mit­tel­baus und der Lehr­stüh­le ange­wie­sen zu sein, blie­ben ihm Ver­bie­gun­gen und kar­rie­re­för­der­li­che Zuge­ständ­nis­se an die Moden des Zeit­geis­tes erspart: Er konn­te die Frei­heit des ‚Pri­vat­ge­lehr­ten‘ kul­ti­vie­ren, um ein soli­tä­res Werk her­vor­zu­brin­gen. Errang Kon­dy­lis anfangs als Außen­sei­ter des aka­de­mi­schen Betriebs wenig Auf­merk­sam­keit, wer­den sei­ne Arbei­ten inzwi­schen längst auch von den Geis­tes- und Sozi­al­wis­sen­schaf­ten an den Uni­ver­si­tä­ten wahr­ge­nom­men und aus­ge­beu­tet. Sowohl in Deutsch­land als auch in Grie­chen­land ver­öf­fent­lich­te er zahl­rei­che, teils dick­lei­bi­ge Mono­gra­phien, die ein Spek­trum vom Spät­mit­tel­al­ter bis zur Gegen­wart, von der phi­lo­so­phie­ge­schicht­li­chen Spe­zi­al­stu­die bis zur Epo­chen­ana­ly­se und poli­ti­schen Dia­gnos­tik umfas­sen, wovon min­des­tens sei­ne Deu­tung der euro­päi­schen Auf­klä­rung im Rah­men des neu­zeit­li­chen Ratio­na­lis­mus, die Stu­die über den ‚Kon­ser­va­ti­vis­mus‘, sei­ne Ana­ly­se der Theo­rie des Krie­ges bei Clau­se­witz, Marx, Engels und Lenin wie auch sei­ne Geschich­te der neu­zeit­li­chen Meta­phy­sik­kri­tik als Stan­dard­wer­ke gel­ten. Dar­über hin­aus hat er sich in erstaun­li­chem Maß als Über­set­zer und Kul­tur­mitt­ler betä­tigt: Neben Schrif­ten von Machia­vel­li, Cham­fort, Mon­tes­quieu, Lich­ten­berg, Riva­rol, Karl Marx und Carl Schmitt, um nur eini­ge zu nen­nen, über­trug er auch ein heu­te so abge­le­gen schei­nen­des Buch wie James Burn­hams frü­he Ana­ly­se der Tech­no­kra­tie als Revo­lu­ti­on der Mana­ger ins Grie­chi­sche. Die eige­nen Arbei­ten über­setz­te er selbst in sei­ne Mut­ter­spra­che bezie­hungs­wei­se ins Deut­sche. Kon­dy­lis nahm außer­dem mit zahl­rei­chen Essays und Auf­sät­zen leb­haf­ten Anteil an aktu­el­len Debat­ten in deutsch­spra­chi­gen und grie­chi­schen Zei­tun­gen und Zeitschriften.

Die Bedeu­tung sei­nes Wer­kes geht jedoch über die aka­de­mi­schen und all­ge­mein aner­kann­ten Erträ­ge etwa für eine euro­päi­sche Geis­tes­ge­schich­te hin­aus: Sie ist vor allem in sei­ner klä­ren­den Begriffs­ar­beit, sei­nem Denk­stil sowie dem wachen Gespür für das Poli­ti­sche in Geschich­te und Gegen­wart zu sehen. Kon­dy­lis ging es zeit­le­bens um das Wesen des ‚Sozia­len‘, um das ‚Poli­ti­sche‘, um das Wesen der ‚Macht‘ als das Mensch­li­che schlecht­hin. Dabei such­te er Anschluß an klas­sisch gewor­de­ne ‚rea­lis­ti­sche‘ Den­ker wie Thu­ky­d­i­des, Machia­vel­li, Hob­bes, Marx und Nietz­sche, über­nahm aber auch wesent­li­che Akzen­te aus den Debat­ten der Zwi­schen­kriegs­zeit, die sich etwa mit Namen wie Carl Schmitt, Ernst Cas­si­rer und Karl Mann­heim ver­bin­den. Wäh­rend West­deutsch­land im Schat­ten nord-ame­ri­ka­ni­scher Atom­ra­ke­ten schlum­mer­te, hat der Grie­che damit einen auf kon­kre­te Lagen und deren Eska­la­ti­ons­mög­lich­kei­ten bezo­ge­nen Denk­stil, einen poli­ti­schen Ana­ly­se­mo­dus wach­ge­hal­ten, der hier in der zwei­ten Hälf­te des 20. Jahr­hun­derts unter einer offi­ziö­sen Kom­pro­mi­ßund Kon­sens­rhe­to­rik end­gül­tig ver­schüt­tet zu wer­den droh­te. Als einer der „bedeu­tends­ten Erben und Voll­stre­cker“ der deut­schen phi­lo­so­phi­schen Tra­di­ti­on (Gus­tav Seibt) schien Kon­dy­lis deren fleisch­ge­wor­de­ne Syn­the­se mit jenem auf die Anti­ke gegrün­de­ten ‚Grie­chen­tum‘ zu bil­den, auf das man hier­zu­lan­de von Höl­der­lin bis Hei­deg­ger stets fixiert war.
Sein ers­tes deut­sches Buch, eine über 700 Sei­ten umfas­sen­de gekürz­te Vari­an­te sei­ner Dis­ser­ta­ti­on, ist in sou­ve­rä­nem Zugriff auf die Quel­len der Ana­ly­se des frü­hen Denk­wegs von Höl­der­lin, Schel­ling und Hegel gewid­met, der Ent­ste­hung der Dia­lek­tik, deren Ursprung er in Höl­der­lins Ver­ei­ni­gungs­phi­lo­so­phie erkann­te. Schon hier ver­han­del­te Kon­dy­lis in sys­te­ma­ti­scher Hin­sicht exem­pla­risch das Pro­blem der Bezie­hun­gen zwi­schen Geist und Sinn­lich­keit, der Lust an der Macht auch in der intel­lek­tu­el­len Welt. Die dabei ent­wi­ckel­te metho­di­sche Leit­fra­ge, „wie sich ein sys­te­ma­ti­sches Den­ken als Ratio­na­li­sie­rung einer Grund­hal­tung und ‑ent­schei­dung all­mäh­lich her­aus­kris­tal­li­siert, und zwar im Bestre­ben, Gegen­po­si­tio­nen argu­men­ta­tiv zu besie­gen“, bleibt auch für die fol­gen­den Arbei­ten zen­tral. In sei­ner gro­ßen Stu­die über die Auf­klä­rung ent­fal­tet Kon­dy­lis 1981 eine „Ent­de­ckung“ sei­nes ers­ten Buches: die „Reha­bi­li­tie­rung der Sinn­lich­keit“ als wich­ti­ges Anlie­gen jener Epo­che. Ein beach­tens­wer­tes Ergeb­nis war in die­sem Rah­men auch sei­ne wei­ter­füh­ren­de Dis­kus­si­on des nur schein­bar strikt ant­ago­nis­ti­schen Begriffs­paa­res Ratio­na­lis­mus / Irra­tio­na­lis­mus, die den irra­tio­na­len Urgrund jedes ratio­na­len Sys­tems her­aus­stellt: Ratio­na­lis­mus ist für ihn nur „die zweck­mä­ßi­ge, for­mal­lo­gisch ein­wand­freie Ver­wen­dung der argu­men­ta­ti­ven Mit­tel, die das Den­ken zur Ver­fü­gung stellt, zur Unter­maue­rung einer Grund­hal­tung“; die­se Grund­hal­tun­gen bezie­hungs­wei­se ‑ent­schei­dun­gen selbst lie­gen „jen­seits logi­scher Begrün­dung“, müß­ten also „ihrem Wesen nach als mys­tisch bezeich­net wer­den“. Ratio­na­les Den­ken ist dem­nach, mit ein­fa­chen Wor­ten, das metho­disch schlüs­si­ge Ent­fal­ten eines Vor­ur­teils zum begrün­de­ten Urteil. In sol­chen Grund­ent­schei­dun­gen haben auch die ‚Wer­te‘ ihre Basis, das heißt eine ratio­na­le Letzt­be­grün­dung mora­li­scher Nor­men scheint nicht mög­lich; Kon­dy­lis’ früh an ‚klas­si­schen‘ Tex­ten erar­bei­te­ter Refle­xi­ons­stand erweist sich auch hier­in spä­te­ren, ins­be­son­de­re im angel­säch­si­schen Raum mit ande­rem Instru­men­ta­ri­um vor­an­ge­trie­be­nen Arbei­ten als ebenbürtig.

Die bis dahin nur am Ran­de zwei­er mate­ri­al­rei­cher Stu­di­en in der Begriffs­ar­beit ent­hal­te­ne phi­lo­so­phi­sche Anthro­po­lo­gie bün­del­te und sys­te­ma­ti­sier­te er in einem sei­ner schma­le­ren Bücher, das zur Pro­gramm­schrift der eige­nen skep­ti­schen Theo­rie­bil­dung wur­de: Macht und Ent­schei­dung (1984) stellt die „Her­aus­bil­dung der Welt­bil­der und die Wert­fra­ge“ im all­ge­mei­nen auf den Prüf­stand. Welt­bil­der sind für Kon­dy­lis grund­sätz­lich pole­misch auf­ge­baut; sie beru­hen auf Akten der Ent­schei­dung im Sin­ne einer Kom­ple­xi­täts­re­duk­ti­on, denen das ein­zel­ne Sub­jekt nicht nur sei­ne Welt, son­dern auch „sei­ne Iden­ti­tät und kon­kre­te Seh­wei­se“ ver­dankt. Jeder die­ser vor­be­griff­li­chen und begriff­li­chen Akte der Son­de­rung ist für ihn bereits Macht­an­spruch, denn das Sub­jekt ver­bin­det „den Sinn der Welt mit der eige­nen Stel­lung in ihr“, also stets in der sozia­len Rela­ti­on zu ande­ren. Dabei ist dies kei­nes­wegs auf kri­sen­haf­te Zustän­de beschränkt, son­dern eine grund­le­gen­de Ope­ra­ti­on mensch­li­cher Exis­tenz. Auch das „geis­ti­ge Leben“ gehor­che, so Kon­dy­lis, „den glei­chen Geset­zen wie alle ande­ren Erschei­nun­gen des sozia­len Lebens“ und ver­schrän­ke sich dem­ge­mäß eben­so „mit dem Selbst­er­hal­tungs­trieb und- bestre­ben, mit dem Macht­an­spruch und ‑kampf“. Es war sym­pto­ma­tisch, daß die­ses Buch bei sei­nem Erschei­nen nur wenig bespro­chen und damit öffent­lich kaum zur Kennt­nis gebracht wurde.
Kon­dy­lis, der sein Modell kon­se­quent auch auf die Wis­sen­schaf­ten mit ihren abs­trak­ten, mathe­ma­ti­sier­ten, auf Wert­ur­teils­frei­heit gestütz­ten Ver­fah­ren anwand­te und dar­in die­sel­ben pole­misch-ago­na­len Prin­zi­pi­en erken­nen woll­te, ver­trat damit prag­ma­ti­sche Ten­den­zen der Wis­sen­schafts­theo­rie; deren Wur­zeln rei­chen in die ers­te Hälf­te des 20. Jahr­hun­derts zurück und sind etwa schon in Karl Mann­heims wis­sens­so­zio­lo­gi­scher Abhand­lung über „Die Bedeu­tung der Kon­kur­renz im Gebie­te des Geis­ti­gen“ von 1929 zu fin­den. Sol­che heu­te von man­chen noch immer als Zumu­tung emp­fun­de­nen Ein­sich­ten waren bei den avan­cier­te­ren Intel­lek­tu­el­len der deut­schen Zwi­schen­kriegs­zeit, als „Aus­nah­me­zu­stän­de“ fast die Regel schie­nen, bereits ein­mal Gewiß­heit, kei­nes­wegs nur in Alfred Bae­um­lers Nietz­sche-Deu­tung oder bei Carl Schmitt, also bei den „Schmud­del­kin­dern“, mit denen man bekannt­lich nicht spie­len darf. „Im Grun­de frei­lich ist die ein­zi­ge Gewähr der rech­ten Ein­sicht, Stel­lung gewählt zu haben“, pro­pa­gier­te etwa Wal­ter Ben­ja­min 1927 in Denk­bil­der – Mos­kau die „Ent­schie­den­heit“ als Ergeb­nis einer den vor­be­wuß­ten Akt ein­ho­len­den „Ent­schei­dung“. Dies gilt eben­so für ein auf kon­kre­te Lagen bezo­ge­nes Den­ken, das, folgt man Ber­tolt Brecht, einer­seits Situa­tio­nen kann­te, in denen höchs­te Ein­sät­ze, das „Ein­ver­ständ­nis“ mit dem Ster­ben gefor­dert war, ande­rer­seits sol­che, die den „Nein­sa­ger“ mit der For­de­rung auf den Plan rie­fen, „in jeder neu­en Lage neu nachzudenken“.

Frei­lich distan­ziert sich der von Marx her­kom­men­de Kon­dy­lis auf einer sach­li­chen Ebe­ne vom „mili­tan­ten Dezisio­nis­mus“ Carl Schmitts eben­so wie von sei­nen „nor­ma­ti­vis­ti­schen“ Geg­nern: Man müs­se um der theo­re­ti­schen Neu­gier wil­len die The­se ernst neh­men, „Welt und Mensch sei­en an sich sinn­los“. Von daher sind auch Kon­dy­lis’ poli­ti­sche Aus­füh­run­gen zur geis­ti­gen Selbst­auf­ga­be durch „Über­nah­me des Sie­ger­stand­punk­tes“ nicht etwa spe­zi­ell auf die heu­ti­gen Deut­schen gemünzt. Wer von die­sen wür­de im übri­gen denn eine „Ideo­lo­gie der Sie­ger“ als sol­che erken­nen und dann auch noch als Pro­blem ver­ste­hen wol­len? Der Grie­che zielt viel­mehr mit sei­nem „deskrip­ti­ven Dezisio­nis­mus“ auf all­ge­mei­ne Befun­de und gibt ein vom Spiel der Kräf­te die­ser Welt los­ge­lös­tes Erkennt­nis­in­ter­es­se vor: Er ope­riert schein­bar lei­den­schafts­los mit dem kli­nisch kal­ten Licht der Sezie­rung, die allein das Wir­kungs­ge­fü­ge sozia­ler – geis­tes­ge­schicht­li­cher, his­to­ri­scher sowie poli­ti­scher – Kon­stel­la­tio­nen bloß­le­gen will. Dabei gestat­tet sich Kon­dy­lis allen­falls ein ver­hal­te­nes Pathos der Erkennt­nis, wenn er als Cre­do for­mu­liert: „Ich fin­de es auf­re­gend und span­nend, daß auf die­sem Pla­ne­ten die Mate­rie oder die Ener­gie, wie man will, zum Bewußt­sein von sich selbst gekom­men ist, daß es Wesen gibt, die in ihrem Macht­er­wei­te­rungs­stre­ben den ‚Geist‘ in der gan­zen Viel­falt sei­ner For­men und sei­ner erstaun­li­chen Spie­le erzeu­gen und sich am liebs­ten mit Hil­fe von Glau­bens­sät­zen und Theo­rien gegen­sei­tig ver­nich­ten“. Nor­ma­ti­vis­ti­sche Ein­wän­de wischt Kon­dy­lis bei­sei­te als Äuße­run­gen einer auf Nest­wär­me erpich­ten, erkennt­nis­feind­li­chen Emp­find­sam­keit einer­seits, als selbst im Kampf um Macht instru­men­ta­li­sier­te geis­ti­ge Waf­fen ande­rer­seits: Er will beharr­lich das Fac­tum bru­tum, die „Tat­sa­chen“, die for­ma­len Struk­tu­ren poli­ti­scher, mit­hin sozia­ler Pro­zes­se in den Blick rücken, um mit dem „Takt des Urteils“, so sei­ne von Clau­se­witz stam­men­de Lieb­lings­wen­dung, mög­lichst ver­läß­li­che Grund­la­gen für eine „zukunfts­ori­en­tier­te Lage­be­schrei­bung“ zu gewin­nen. Kon­dy­lis, der in sei­ner auf drei Bän­de ange­leg­ten, durch den frü­hen Tod Frag­ment geblie­be­nen Sozi­al­on­to­lo­gie Das Poli­ti­sche und der Mensch (1999) die Erträ­ge sei­ner bis­he­ri­gen Arbeit zu einer gro­ßen Syn­the­se zusam­men­füh­ren und sei­nen macht­be­zo­ge­nen Ansatz wei­ter aus­bau­en woll­te, läßt frei­lich man­che Fra­gen offen und hat bis­wei­len eine reduk­tio­nis­ti­sche Ten­denz: Wo er sich etwa dazu ver­steigt, „daß jede theo­re­ti­sche Posi­ti­on als Gegen­po­si­ti­on“ ent­ste­he, beschnei­det er das Den­ken auf rei­ne Re-Actio, die jede freie Actio negiert. Da von sei­ner theo­re­ti­schen Gesamt­schau, die auf die unter­hin­ter­geh­ba­ren Kate­go­rien und Kon­stan­ten sozia­len Seins von der mensch­li­chen Urhor­de an ziel­te, nur der ers­te Band vor­liegt, muß aber offen blei­ben, wor­auf das gan­ze Unter­neh­men letzt­lich zusteuerte.

Mit zwei gro­ßen Stu­di­en über den Kon­ser­va­ti­vis­mus (1990) und den Nie­der­gang der bür­ger­li­chen Denk- und Lebens­form (1991), die bereits wesent­li­che Bau­stei­ne sei­ner spä­ter in Angriff genom­me­nen sys­te­ma­ti­schen Sozi­al­on­to­lo­gie ent­hal­ten, lei­te­te Kon­dy­lis auch sei­ne inten­si­ve Beschäf­ti­gung mit den glo­ba­li­sier­ten Dimen­sio­nen heu­ti­ger Poli­tik ein. In ihnen zeigt sich der Wert einer gründ­li­chen und kri­ti­schen Schu­lung an den Ori­gi­nal­tex­ten von Marx und Engels: Kon­dy­lis’ ideen­his­to­ri­sche Ana­ly­sen, die auf ide­al­ty­pi­sche for­ma­le Denk­struk­tu­ren und –figu­ren aus­ge­rich­tet sind, ver­lie­ren nie die Boden­haf­tung, son­dern blei­ben sozi­al­ge­schicht­lich ver­or­tet, damit im bes­ten Sinn kon­kret. Die­se bei­den Stu­di­en beschrei­ben zwei fol­gen­rei­che his­to­ri­sche Über­gän­ge oder Brü­che in Euro­pa: Der Kon­ser­va­ti­vis­mus wird begriff­lich der alt­eu­ro­päi­schen, stän­disch gepräg­ten Adels­welt zuge­schla­gen, deren Unter­gang in die libe­ra­le Moder­ne mün­de­te. Die­se wie­der­um ist als Epo­che der Bür­ger­lich­keit von einer mas­sen­de­mo­kra­ti­schen Post­mo­der­ne abge­löst wor­den, in der eine „ana­ly­tisch-kom­bi­na­to­ri­sche“ Denk­fi­gur zur Vor­herr­schaft kommt und welt­weit aus­greift: Die unter dem Signum einer „syn­the­tisch-har­mo­ni­sie­ren­den“ Denk­fi­gur ste­hen­de bür­ger­lich-libe­ra­le Moder­ne hat­te in Kon­dy­lis’ Augen grund­sätz­lich die Ten­denz, eine Har­mo­ni­sie­rung der gesell­schaft­li­chen Ver­hält­nis­se unter über­ge­ord­ne­ten Kate­go­rien, etwa dem Staat, anzu­stre­ben; die mas­sen­de­mo­kra­ti­schen Lebens­for­men basier­ten hin­ge­gen auf ato­mi­sier­ten, fast belie­big kom­bi­nier­ba­ren, prin­zi­pi­ell gleich­be­rech­tig­ten Ele­men­ten, deren kleins­ter gemein­sa­mer Nen­ner das Pro­du­zie­ren und vor allem das Kon­su­mie­ren ist.
Aus die­sen Arbei­ten her­aus ent­wi­ckel­te sich Kon­dy­lis zu einem veri­ta­blen Theo­re­ti­ker der „Glo­ba­li­sie­rung“: Deren Gestalt und Ideo­lo­gie ver­such­te er in den 1990er Jah­ren in dem schlan­ken, aber gewich­ti­gen Buch Pla­ne­ta­ri­sche Poli­tik nach dem Kal­ten Krieg und in zahl­rei­chen Essays zu umrei­ßen, deren wich­tigs­te 2001 in dem Sam­mel­band Das Poli­ti­sche im 20. Jahr­hun­dert zusam­men­ge­faßt wur­den. Ihm geht es dabei wei­ter­hin vor allem um eine „mehr oder weni­ger sach­ge­rech­te Erfas­sung des Cha­rak­ters jener Trieb­kräf­te und jener geschicht­lich akti­ven Sub­jek­te, die durch ihr Wir­ken und ihre Begeg­nun­gen die Viel­falt der Ereig­nis­se ins Leben rufen und somit den Bereich mög­li­chen Han­delns abste­cken“. Zukunft ist dabei nur als „Form und Mög­lich­keit, nicht als Inhalt und Ereig­nis erkenn­bar“. Die gegen­wär­tig zum Schlag­wort ver­kom­me­ne Glo­ba­li­sie­rung via Tech­nik und Wirt­schaft steht in einer Kon­ti­nui­tät diver­ser For­men pla­ne­ta­ri­scher Poli­tik, die sich mit der Neu­zeit ent­fal­te­te, von den früh­neu­zeit­li­chen Ent­de­ckungs­rei­sen, Erobe­rungs­zü­gen und dem Aus­bau des Kolo­ni­al­han­dels an bis zur indus­tri­el­len und libe­ra­len Revo­lu­ti­on im 19. Jahr­hun­dert, die mit dem Libe­ra­lis­mus den klas­si­schen Impe­ria­lis­mus her­vor­brach­te. Schließ­lich trie­ben die Wir­kun­gen des libe­ra­len Kapi­ta­lis­mus der so ver­faß­ten Gesell­schaf­ten auch im Inne­ren jenen Ver­mas­sungs­vor­gang vor­an, den Kon­dy­lis als Trans­for­ma­ti­ons­pro­zeß des bür­ger­lich­li­be­ra­len Sys­tems in eine moder­ne Mas­sen­de­mo­kra­tie beschrie­ben hat.

Der sich damit durch­set­zen­de Topos „Wohl­stand für alle“ ent­spricht einer gesell­schaft­li­chen Ver­faßt­heit mit fort­schrei­ten­der „Demo­kra­ti­sie­rung“ und sozia­ler Mobi­li­tät, und die­ser wie­der­um einer indi­vi­dua­lis­ti­schen, ega­li­tä­ren und wert­plu­ra­lis­ti­schen, ten­den­zi­ell hedo­nis­ti­schen Ideo­lo­gie, die ihren Begriff im Ideo­lo­gem der „Selbst­ver­wirk­li­chung“ der 1968er-Genera­ti­on gefun­den hat. Der Kom­mu­nis­mus als schein­ba­rer Ant­ago­nis­mus zum „Wes­ten“ hat in sei­nen Wir­kun­gen dafür gesorgt, daß sich der mas­sen­de­mo­kra­ti­sche Anspruch auf Bedürf­nis­be­frie­di­gung und Kon­sum­zu­gang welt­weit durch­set­zen konn­te, nor­ma­tiv wider­ge­spie­gelt in den „Men­schen­rech­ten“ und der Wür­de jedes ein­zel­nen Men­schen, indem er eine eige­ne Inter­pre­ta­ti­on der Men­schen­rech­te im „anti­im­pe­ria­lis­ti­schen Befrei­ungs­kampf“ ein­setz­te, ver­brei­te­te und dadurch „den Wes­ten“ im Kampf um poli­ti­schen Ein­fluß zu Über­bie­tungs­re­ak­tio­nen her­aus­for­der­te. „Das Auf­tre­ten der unte­ren Schich­ten der Welt­ge­sell­schaft auf der inter­na­tio­na­len Büh­ne wird daher immer selbst­be­wuß­ter und die Gren­ze zwi­schen den Sub­jek­ten und Objek­ten pla­ne­ta­ri­scher Poli­tik immer flüs­si­ger. Die­se dra­ma­ti­sche und epo­che­ma­chen­de Wand­lung springt ins Auge, wenn man sich den Stel­len­wert man­cher asia­ti­scher oder ara­bi­scher Staa­ten in der pla­ne­ta­ri­schen Poli­tik vor fünf­zig Jah­ren im Ver­gleich zu heu­te ver­ge­gen­wär­tigt“. Hier ent­ste­he tat­säch­lich „zum ers­ten Mal in der mensch­li­chen Geschich­te eine wah­re Welt­ge­sell­schaft, die zwar durch erheb­li­che fak­ti­sche Ungleich­hei­ten und Ungleich­ar­tig­kei­ten gekenn­zeich­net ist, doch sich ande­rer­seits zur prin­zi­pi­el­len Gleich­heit ihrer Mit­glie­der bekennt und ihnen die­sel­ben Rech­te zuer­kennt“; sie ist zwar nicht rea­li­ter voll­kom­men umge­setzt, ver­wirk­licht, aber sie ist stets als Anspruch, als pro­pa­gier­tes Fak­tum prä­sent, an dem sich alle poli­tisch Agie­ren­den bewußt oder unwill­kür­lich aus­rich­ten. Damit wird, nach dem vor­läu­fi­gen Ende des Kom­mu­nis­mus, jedoch kei­nes­wegs die libe­ra­le Uto­pie der befrie­de­ten Welt­ge­sell­schaft evo­ziert: Kon­dy­lis ist, wie Armin Moh­ler tref­fend zuge­spitzt hat, ein „Anti-Fuku­ya­ma“, das heißt, er sieht mit der Auf­lö­sung der bipo­la­ren Welt des Kal­ten Kriegs nicht etwa ein „Ende der Geschich­te“ gekom­men, da der Mensch als ani­mal socia­le stets den ide­al­ty­pi­schen Hand­lungs­op­tio­nen von Kon­kur­renz, Kon­flikt und Koope­ra­ti­on, der Defi­ni­ti­on von Freund, Neu­tra­lem und Feind nicht ent­kom­men kann. Allen­falls sieht er einen For­men­wan­del geschicht­li­cher Aktio­nen; im Gegen­satz zu Fran­cis Fuku­ya­ma, aber auch zu Carl Schmitt, ist für Kon­dy­lis das Ende der Staat­lich­keit bezie­hungs­wei­se der Natio­nal­staa­ten nicht aus­ge­macht: Erschei­ne die Nati­on die­sem oder jenem Kol­lek­tiv über­holt, müs­se es sich „erwei­tern und sich für eine ande­re Form von poli­ti­scher Ein­heit ent­schei­den“; da Kol­lek­ti­ve aber „ohne­hin immer im Spiel blei­ben“, sei auch die Mög­lich­keit nicht von der Hand zu wei­sen, „daß die­ses oder jenes Kol­lek­tiv die Nati­on und die ent­spre­chen­de Orga­ni­sa­ti­ons­form als das bes­te Mit­tel begreift, um sei­ne Inter­es­sen gel­tend zu machen“. In Fra­ge gestellt wer­den dür­fe also nicht, ob „die Nati­on“ schlecht­hin über­le­ben kön­ne, son­dern „ob die­se oder jene bestehen­de Nati­on die Bedin­gun­gen der über­le­bens­fä­hi­gen Ein­heit im pla­ne­ta­ri­schen Zeit­al­ter erfüllt oder nicht“. Es sei auch nicht die kul­tu­rel­le Dif­fe­renz als sol­che, die jenen clash of civi­liz­a­ti­ons ver­ur­sa­che, wie ihn der auf Kul­tur­krei­se fixier­te Samu­el Hun­ting­ton annimmt; es ist viel­mehr der „Ver­tei­lungs­kampf“, der „sich in bestimm­ten Lagen als Kul­tur­kampf ver­klei­den“ muß. Kon­dy­lis, der Hun­ting­ton eine „Unter­schät­zung des Natio­na­len“ vor­wirft, geht also von kon­kre­ten, his­to­risch gewach­se­nen Kol­lek­ti­ven als Hand­lungs­trä­gern aus, das heißt den bestehen­den Völ­kern und Staaten.

Vor dem Hin­ter­grund der Begrenzt­heit der Res­sour­cen und des glo­ba­len Bevöl­ke­rungs­wachs­tums kön­ne sich das „west­li­che“ Ord­nungs­kon­zept, das auf der Annah­me einer bei allen Men­schen glei­chen „Wür­de“ basiert und eng mit mate­ri­el­len Glücks­ver­spre­chen ver­bun­den ist, „in einen Aus­lö­ser von Unord­nung ver­wan­deln“. Nach der Öko­no­mi­sie­rung des Poli­ti­schen im 20. Jahr­hun­dert scheint auch künf­tig eine „Bio­lo­gi­sie­rung“ der Kon­flik­te und damit der Poli­tik mög­lich: „Eng­päs­se wür­den zur Insta­bi­li­tät und dau­er­haf­te Kri­sen zu Zustän­den füh­ren, in denen sich die Öko­no­mi­sie­rung des Poli­ti­schen zu einer Iden­ti­fi­zie­rung der Poli­tik mit der Ver­tei­lung von knapp gewor­de­nen (auch öko­lo­gi­schen) Gütern stei­gern wür­de. Redu­ziert sich das Poli­ti­sche aber in Zei­ten höchs­ter Not auf die Güter­ver­tei­lung, so muß eine Bio­lo­gi­sie­rung des­sel­ben in dop­pel­ter Hin­sicht ein­tre­ten: nicht nur wäre das (direk­te oder indi­rek­te) Ziel des poli­ti­schen Kamp­fes ein bio­lo­gi­sches, näm­lich das Über­le­ben in mehr oder weni­ger enge­rem Sin­ne, son­dern auch die Unter­schei­dungs­merk­ma­le, die dabei als Grup­pie­rungs­kri­te­ri­en die­nen wür­den, wären höchst­wahr­schein­lich bio­lo­gi­scher Natur, nach­dem die tra­di­tio­nel­len ideo­lo­gi­schen und sozia­len Unter­schei­dun­gen über den men­schen­recht­li­chen Uni­ver­sa­lis­mus hin­fäl­lig gewor­den wären“. Was in der Glo­ba­li­sie­rungs­ana­ly­se von Pana­jo­tis Kon­dy­lis am Ende auf­leuch­tet, ist wie­der­um eine Hal­tung, die wir aus der Zwi­schen­kriegs­zeit von mar­xis­ti­scher wie natio­nal­re­vo­lu­tio­nä­rer Sei­te her ken­nen: „Wenn das 20. Jahr­hun­dert die kom­mu­nis­ti­sche Uto­pie ent­larvt hat, dann wird das 21. Jahr­hun­dert die Abschaf­fung des Libe­ra­lis­mus bedeu­ten. Doch nie­mand weiß, wel­che kon­kre­ten Ereig­nis­se die­se gro­ßen Ten­den­zen im Hin­blick auf das 21. Jahr­hun­dert ein­lei­ten wer­den, das mei­nes Erach­tens das erschüt­ternds­te und tra­gischs­te Zeit­al­ter in der Geschich­te der Mensch­heit wer­den wird“.
Ange­sichts sol­cher Per­spek­ti­ven rech­net Kon­dy­lis mit den tra­di­tio­nel­len poli­ti­schen „Lagern“ ins­be­son­de­re in der deut­schen Pro­vinz ab. Die „Lin­ke“ habe sich „zum Schluß­licht oder zum Rot­ten­schlie­ßer des Ame­ri­ka­nis­mus gewan­delt“, sie schöp­fe „nicht mehr aus einer leben­di­gen mar­xis­ti­schen Tra­di­ti­on, näm­lich der aus­nahms­lo­sen Ver­herr­li­chung des frei­heit­li­chen Gedan­ken­guts“. Sie, die einst den „‚natio­na­len Frei­heits­kampf des viet­na­me­si­schen Vol­kes‘ beju­bel­ten“, ver­damm­ten „heu­te ‚alle natio­na­len Bewe­gun­gen‘, anstatt den Impe­ria­lis­mus anzu­pran­gern, und machen sich für die Inter­pre­ta­ti­on der Wirk­lich­keit die Paro­len der Sie­ger zu eigen: die Glo­ba­li­sie­rung durch den inter­na­tio­na­len Markt und durch die ‚Men­schen­rech­te‘“. Die „Rech­te“ wie­der­um suh­le sich in „pro­vin­zi­el­lem Tief­sinn“ und blei­be in Deutsch­land – eben­so übri­gens wie die „Lin­ke“ – „auf die eige­ne natio­na­le Ver­gan­gen­heit fixiert“: Man betreibt „lin­ken“ bezie­hungs­wei­se „rech­ten“ His­to­ris­mus und ver­liert die ent­schei­den­den Fra­gen aus dem Blick. „Die stra­te­gi­sche Fra­ge lau­tet: Wer­den die wich­tigs­ten euro­päi­schen Natio­nen durch Kon­sens oder durch gegen­sei­ti­ge oder ein­sei­ti­ge Zuge­ständ­nis­se eine hand­lungs­fä­hi­ge poli­ti­sche Ein­heit bil­den, die in der Welt­kon­kur­renz bestehen kann, oder wird sich zu die­sem Zweck die fak­ti­sche Hege­mo­nie einer Nati­on als not­wen­dig erwei­sen – was an sich wün­schens­wer­ter wäre als der gemein­sa­me Unter­gang aller ?“

Der Gewinn von Kon­dy­lis’ an Hybris gren­zen­der Atti­tü­de eines zum Erd­enge­wim­mel nach­ge­ra­de pla­ne­ta­risch distan­zier­ten Beob­ach­ters ist eine intel­lek­tu­el­le Frei­heit und Rück­sichts­lo­sig­keit, der stand­ge­hal­ten sein will. Als per­sön­li­cher Ermäch­ti­gungs­ver­such des Phi­lo­so­phen steht sein Werk ganz in der Tra­di­ti­on stoi­scher Den­kübun­gen, geis­ti­ger Kneipp-Kuren, die die Wider­stands­kraft des gefähr­de­ten – weil mit Ein­sicht geschla­ge­nen – Intel­lekts erhö­hen sol­len, wie wir es etwa auch von der fata­lis­ti­schen Monu­men­tal­per­spek­ti­ve des sen­si­blen Geschichts­deu­ters Oswald Speng­ler oder den ins Impe­ria­le gewen­de­ten Schmerz-Etü­den des Lite­ra­ten Ernst Jün­ger ken­nen. Da Kon­dy­lis aber sei­ne indi­vi­du­el­le Frei­heit für unbe­fan­ge­ne phi­lo­so­phi­sche und poli­ti­sche Ana­ly­sen gera­de der aktu­el­len rest­deut­schen bezie­hungs­wei­se euro­päi­schen Zustän­de und Befind­lich­kei­ten nutz­te, ist ihr Wert auch für eine nüch­ter­ne, grund­le­gen­de Beur­tei­lung der Lage „unse­rer“ im eige­nen Geviert höchst bedroh­ten Hor­de evi­dent: frei­lich allein für jene, die wil­lens und fähig sind, sich über eine trost­lo­se Ein­tags­flie­gen­exis­tenz hin­aus als dau­er­haf­te­res, geschicht­lich gewach­se­nes Kol­lek­tiv mit eige­nen Inter­es­sen zu defi­nie­ren und wahrzunehmen.

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