17. Oktober 2019

Buchmesse 2019 – viel Stoff!

Götz Kubitschek / 49 Kommentare

Der Blick aus unserem Buchmessestand in Frankfurt fällt auf Rückwände und einen Notausgang.

Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Unsere Sackgasse liegt abgeschieden und abgeschirmt in einer Hallenecke, und von zehn Besuchern, die in diesen Blinddarm vorstoßen, drehen neun wieder um, sobald sie bemerken, daß es dort nicht weitergehen soll. Der eine, der bleibt, wollte hierher: zum Stand der Jungen Freiheit, zum Stand des Manuscriptum-Verlags, zu uns.

Warum ein hartes Wort, eine kompromißlose Ansage mir im Gegensatz zu dieser juristisch abgefangenen Unverschämtheit lieber wäre, wird klar, wenn ich die Aufstellung noch genauer beschreibe: Unsere Sackgasse ist die Verlängerung eines Ganges, dessen Verlauf etwa fünfzehn Meter vor unserem Stand nach rechts abbiegt, wie eine Hauptstraße, der folgend im Straßenverkehr niemand blinken würde. Geradeaus weiterzufahren, die die Sackgasse hinein, ist weder optisch noch im Strom naheliegend. Die Verkehrsführung ist eindeutig, sie wird durch einen rechts sich fortsetzenden roten Teppich signalisiert, während zu uns eine Schwelle, der Wechsel auf grauen Untergrund, überwunden werden muß.

Am Eingang der Sackgasse stehen immer mindestens vier, manchmal sechs Polizisten. Sie zu passieren, ist eine weitere Hürde, eine Ableitung unterhalb der Bewußtseinsschwelle. Wer dennoch ein paar Meter in den Gang hinein vorstößt, sieht links Beton, rechts die Rückwände der geschlossenen Antiquariatsstände, deren teures Angebot durch Besucherschleusen zusätzlich gesichert wird.

Ich war heute Morgen von neun bis halb zwölf am Stand und konnte einen einzigen Besucher begrüßen – einen 2015-Gefallenen, der mir solange sein Erweckungserlebnis aus dem Flüchtlingsherbst aufzwang, bis mich Kaiser mithilfe eines fingierten Anrufs wegrief und erlöste.

Es geht uns gut in unserer Gasse. Ich bin nicht ungern hier, denn ich erlebe Verfahrensweisen und Unverfrorenheiten, von denen ich einmal meinen Enkeln werde berichten können.

Wie war das, als wir 2017, völlig unterschätzt, mit Sieferles Finis Germania und dem genialen Mit Linken leben von Lichtmesz und Sommerfeld dieses selbstgefällige und postmodern-unernste "Mit Rechten reden" konterten? Die Herbstmesse 2017 gehörte uns, fraglos, denn nie zuvor oder danach beherrschte ein Verlag mit seinen zwölf Quadratmetern so ganz und gar die Berichterstattung über die größte Bücherschau der Welt. Wir waren umschwirrt wie eine neue, üppige Blüte, tranken am Klett-Cotta-Stand Bier und bewegten uns schwerelos durch die Gänge.

2018 dann, als die Sackgasse aufgestellt war: der Trick mit dem Loci-Verlag, diesem FAZ-Tölpel Justus Bender aufgebunden, diesen news- und zeilengeilen Schreiberlingen, die zu einem objektiven, einem darstellenden Bericht gar nicht mehr in der Lage sind, sondern alles, was sie zunächst doch nur wahrnehmen, nur beschreiben sollten, durch ihre verklebten, in Marschrichtung gebrachten Gehirne quetschen. Aber viel Post damals: Keiner, weder vom Spiegel, von der Welt, von der Zeit oder der NZZ wollte Bender dabei helfen, sich die Torte aus dem Gesicht zu kratzen.

Diese Jahr nun: Sackgasse. Das ist folgerichtig. Man kann nur einmal unterschätzt auftauchen, nur einmal ein Potemkinsches Dorf aufstellen – im Grunde das alte Gesetz der Provokation, des Coups, und insofern war die Messe nur solange unser Ort, als wir die Bedingungen diktierten und mit völlig unterlegenen Kräften wie mit dem Fallschirm abgeworfen an einen Knotenpunkt eroberten, den der Gegner nicht mehr rechtzeitig abschirmen konnte.

Verdichtungstage, symbolische Okkupation, Setzung, ein Aufleuchten – ich akzeptiere, daß diese Messe, diese Branche, dieses Verlagsgeschiebe, dieser Typ Buchhändler nicht in der Lage ist, uns zu gewähren, ausstellen, in die Auseinandersetzung geraten zu lassen wie jeden anderen.

Und ich lerne, daß weder der Messechef Boos noch sein Börsenvereinseichhörnchen Skipis in der Lage sind, harte, klare Worte zu sprechen und durchzusetzen: daß man Arschlöcher wie uns auf der Messe nicht akzeptiere und wir uns verpissen sollten. Stattdessen: schäbige, unwürdige Aufstellungen, mit einer juristischen Power im Rücken, gegen die ich sicher nicht antreten werde.

So etwas hat Tocqueville gemeint, wenn er davon sprach, daß die Methoden der Demokratie nicht so deutlich wie die anderer Herrschaftsformen seien, aber gerade dadurch viel schäbiger, schlüpfriger, irgendwie verrottet, kein Beil und keine Peitsche, sondern ein verstopftes Klo, eine Nacktschnecke.

Mein Gott, was uns an Erzählstoff vor die Füße gekippt wird!

 


Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.


Kommentare (49)

Schopenhauer
17. Oktober 2019 13:26

Nur halb ironisch gemeint: Wie wärs mit einem Schilderdreher, um Aufmerksamkeit zu erzeugen?

Mit dem David hat man doch immer Sympathie. Also macht auf Euch aufmerksam

Lotta Vorbeck
17. Oktober 2019 13:55

Vier bis sechs Wächter beim Passieren des Eingangs zum Appendix, der Wechsel des Bodenbelags vom roten auf grauen Filz wären mir egal - allein die Ebbe in der eigenen Kriegskasse gibt die erforderlichen Reisekosten momentan nicht her.

Hold the fort and return home safe!

limes
17. Oktober 2019 14:18

Es ist ein wundersames Land, in dem der Weg in die große Sackgasse mit roten Teppichen ausgelegt ist und der Weg in die Zukunft durch eine kleine Sackgasse führt.

Andrenio
17. Oktober 2019 14:19

Wenn der Messestand dafür nur einen Bruchteil der sonstigen Messeplätze kostet (Unterschied Stehplatz zur Loge), würde ich nichts dagegen sagen. Wenn nicht, dann lieber zukünftig das Geld sparen.

Waldgaenger aus Schwaben
17. Oktober 2019 14:52

Na hoffentlich bringt da noch nächtens jemand an der Abzweigung ein Schild mit der Warnung an:

Hic sunt dracones

Nicht dass sich noch jemand versehentlich zu Ständen verirrt.

Fredy
17. Oktober 2019 15:10

"Geht hinein durch die enge Pforte! Denn weit ist die Pforte und breit der Weg, der zum Verderben führt, und viele sind, die auf ihm hineingehen. Denn eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind, die ihn finden." Mt 7,13-14

Lotta Vorbeck
17. Oktober 2019 15:27

"Der schmale und der breite Weg"

Bilder lassen sich hier leider nicht sichtbar einbinden.
Zum Betrachten der vergrößerten Ansicht jeweils direkt in das angezeigte Bild hineinklicken!

I.) Das Bild in der Originalfassung:
https://www.c-plakat.de/data/uploads/Poster/der-breite-und-der-schmale-weg.jpg

II.) Das Bild in seiner modernisierten Version
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b2/Der_breite_und_der_schmale_Weg_2008.jpg

~~~~~~~~~~~

+ Frage: Das Bild ist religiös determiniert?

+ Antwort: Ja, gewiß, aber selbst @Laurenz wird zustimmen, daß an diesem bildlich dargestellten Gleichnis etwas dran ist.

Maxx
17. Oktober 2019 16:04

Was für eine beschämende Szenerie. Man erahnt anhand des Fotos, wie krampfhaft vermieden wird, den grauen Nadelfilz zu betreten. Kaum jemand der nicht hartgesottenen Besucher wagt es, den "roten Filz" zu verlassen und einen Spießrutenlauf in die Sackgasse durch das Spalier der Polizisten und im Hintergrund lauernder Gesinnungswächter zu absolvieren, um "nur mal zu schauen"? Diese psychologische Hürde schreckt ja mehr ab als jeder Spiegel-Hetzartikel ... Kein gutes Bild. Richten Sie lieber eine eigene Messe in Schnellroda aus ... :-((

Tante Blecki
17. Oktober 2019 16:37

Will etwas schreiben, lese zuvor den Kommentar von limes und denke: Der Satz ist so treffend und einzigartig, da kann man nichts hinzufügen. Nur soviel: Vielleicht sollte man für 2020 ein ganz anderes Konzept für den Gang an die Öffentlichkeit erdenken. Die großen Buchmessen sind Orte des Mainstreams, der keine Authentizität, keinen Widerspruch und kein Querdenkertum neben sich duldet. Diese Mainstreamwelt ist im Grunde blutleer und uninteressant, eine dumpfe und träge wabernde Masse. An sich kein Ort für Antaios. Es bräuchte eine gänzlich andere Bühne... Taugt zum Kopfzerbrechen.

Franz Bettinger
17. Oktober 2019 16:50

Was treibt Leute auf Buchmessen? Die Vermessenheit zu glauben, man könne auf Buchmessen die Bedeutung von Büchern messen? - Wichtig für die Untertanen im Faulen Staate "Dänemark" wären eher jene Bücher, die man auf Buchmessen vermisst - die verbotenen, die boykottierten - und deren Verlage. Rat: Zeichen setzen, künftig nicht mehr teilnehmen, Geld sparen.

Franz Bettinger
17. Oktober 2019 17:04

Schade, dass Sie folgendes Foto aus technischen Gründen hier nicht abbilden können. (Ich schicke's Ihnen privat.) Es zeigt Freund Toxer und mich mit einem selbst gemachten Wahlschild, auf dem steht: "Achtung! Nicht nähertreten! Sie könnten Ihre Meinung ändern." Damit haben wir im Städtchen viel Spaß gehabt und viele Leute an den AfD-Stand gelockt.

Brettenbacher
17. Oktober 2019 17:07

"Es ist ein wundersames Land, in dem der Weg in die große Sackgasse mit roten Teppichen ausgelegt ist und der Weg in die Zukunft durch eine kleine Sackgasse führt."
@ Ilmes
Also das haben Sie schön gesagt !
Und
wäre ◄ Matthaeus 7:14 ► nicht ein guter Schwellenspruch?

@Lotta Vorbeck
"allein die Ebbe in der eigenen Kriegskasse gibt die erforderlichen Reisekosten momentan nicht her."
Gut daß sie das so offen ansprechen. Es ist schon so: Freiburg-Frankfurt hin und zurück z.B. macht 120 €. Vor drei Wochen noch hätte es ein Billett für ein Drittel gegeben ( und zehn Kaplaken wären "drin" gewesen).

Aber Ebbe hin, Ebbe her - Freibier flutet alles !

Dieter Rose
17. Oktober 2019 18:09

Wenn es noch eines Beweises
bedurft hätte, wie weit dieses Land
heruntergekommen ist:
hier haben wir ihn.
Scharen wir uns um Schnellroda!
Dort sind Hoffnung und Kraft
zum Durchhalten!

Nemo Obligatur
17. Oktober 2019 18:39

Schön ruhig bei Ihnen! Ich hoffe, der Stand ist wenigstens nicht allzu teuer.

Ausgerechnet auf dem Frankfurter Hbf am ICE Gleis (und nur dort) wird übrigens heutzutage die Ansage eingespielt, man solle bei der Ankunft eines Zuges im Wartebereich bleiben, bis der Zug zum Stehen gekommen sei.

Man muss die Mosaiksteinchen zusammenfügen, erst dann kann man das ganze Bild betrachten, wenn auch nicht ohne Schaudern.

Isarpreiss
17. Oktober 2019 19:15

Am besten den Stand bis Freitag gar nicht besetzen, am Samstag und Sonntag ist bestimmt mehr los.

Laurenz
17. Oktober 2019 19:16

@Tante Blecki ... Der Antaios-Verlag macht doch eigene Veranstaltungen.

Wenn mir der ehemalige Sales-Chef von Fender sagt, ein adäquater Auftritt des Gitarrenbauers Fender auf der Musikmesse kostet locker über 600.000 Euro mit Hotels und Flügen für die Mitarbeiter, wird die Messe absurd, die Goldenen Tage und Jahre sind vorbei. Die Messe für Veranstaltungs-Technik läuft hingegen top. Fender macht Messen bei Händlern mit, die verkaufen wenigstens auch die Produkte.

Die Messe GmbH wird eben schlecht geführt, weil sie politisch bestimmt ist. Anstatt die PR zu nutzen, und die Messe in die Medien kommen zu lassen, verpaßt man diese Gelegenheit. Ich habe dieses Jahr nichts über die Buchmesse wahrgenommen, außer auf SiN.

zeitschnur
17. Oktober 2019 20:51

Stimme all jenen zu, die ausdrücken, dass vor allem die Frankfurter Buchmesse kein Ort für interessante Verlage ist.
Leipzig ist dagegen wesentlich vielfältiger. In aller Regel für die Aussteller, die nicht schon massiv gemainstreamt wurden: Außer Spesen nix gewesen.

Die Idee von der Gründung einer alternativen Buchmesse für den gesamten deutschen Sprachraum finde ich ausgezeichnet.

H. M. Richter
17. Oktober 2019 21:43

Halle 4.1/R6

Durch diese hohle Gasse muß er kommen,
Es führt kein andrer Weg zum Stand – Hier
Vollend ich's – Die Gelegenheit ist günstig.
Die Dunkelheit des Gangs verbirgt mich ihm,
Von dort gezielt kann ihn der Gedankenpfeil erlangen,
Des Weges Enge wehret den Verfolgern.
Mach deine Rechnung mit dem Himmel B***,
Fort mußt du, deine Uhr ist abgelaufen.

Tante Blecki
17. Oktober 2019 21:54

Für Sonnabend, wenn Privatleute kommen, bräuchten Sie eine schmissige Kapelle in Ihrer Ecke, wenn die Leute Musik hören, sind die nicht mehr zu halten. Im Hamburger Hbf war mal spontan ein Gospelchor zugange, ich sage Ihnen: der Hit... Gut, klingt ein wenig abwegig, aber Ihre Unterbringung auf der FBM ist ja auch irgendwie - abwegig.

Padberg
18. Oktober 2019 07:22

Es gibt genügend die einen solchen Tunneleffekt benutzen.

Marketingtechnisch würde ich:

Die Wände mit Begriffen versehen. Thema: Brainstorm Echokammer.

Überschrift über den Gang: Echokammer und in klein darunter oder Dialog.

Stellen Sie alles Personal in den Gang und an den Eingang zum "Abholen" der Gäste....

Diesen Kommentar bitte nicht veröffentlichen. Danke

nigromontanus
18. Oktober 2019 08:45

Eine Klage wegen Vertragsverletzung dürfte übrigens erfolgversprechend sein. Denn, ohne die Details des Vertrags zu kennen, aber offensichtlich besteht der Sinn einer Buchmesse darin, Öffentlichkeitsarbeit für die Verlage der Teilnehmer zu ermöglichen. Die Plazierung, bzw. sogar Inszenierung, bei der man sogar auf den roten Bodenbelag verzichtet hat, wodurch es beinahe wirkt, als ginge es hier in dieser Sackgasse maximal zu den Toiletten, ist recht offenkundig eine starke Einschränkung des Veranstaltungszweckes. Dazu natürlich auch eine Diskriminierung gegenüber anderen Verlagen, die auch nicht mehr gezahlt, aber eine deutlich günstigere Standlage inmitten des Besucherstromes erhalten haben.
Realistischerweise würde man im Rahmen einer Klage wohl nicht mehr erhalten als eine Ermäßigung. Dennoch liessen sich damit vielleicht etwas klarere Fronten schaffen, weil die Veranstalter damit gezwungen wären, ihre Bosheiten zumindest einmal zu reflektieren.

W. Wagner
18. Oktober 2019 09:20

In Italien ebenso: Schon im Mai wurde hier der Verlag Altaforte - mit dem jetzt auf Deutsch vorliegenden Salvini- Interview-Band - von der Buchmesse wieder ausgeschlossen, während er für die Buchmesse im Dezember in Rom bereits jetzt seine Absage erhielt.
Motto der Messe wird sein: „Più libri più liberi“!
Und so ist es! Deshalb kaufen wir Bücher, neue und alte (so gerade einmal wieder ein Meisterwerk erstanden für 8 €, das eine „deutsche“ Unibibliothek aussonderte).
Bücher finden ihren Weg, auch dies zeigt der Salvini-Band.
Zensur ist ein Mittel der geistigen Unfreiheit und Feigheit.
Viel Erfolg wünsche ich Antaios, Manuscriptum, JF etc. in Frankfurt. ;)

MARCEL
18. Oktober 2019 09:33

Ich bin nicht bigott, aber das muss jetzt sein:
"Weh, wenn euch alle Menschen loben. Denn ebenso haben es ihre Väter mit den falschen Propheten gemacht" (Lk 6,26)
Wir sind Außenseiter und stolz darauf! Mehr noch: Wir sind das Verdrängte.

Franz Bettinger
18. Oktober 2019 10:31

@Padberg: großartige Idee! Also Hinweistafeln im Grauen Gang anbringen. Und an der rot-grauen Abzweigung einen gut aussehenden 'Portier‘ plus sexy 'Consierge' hinstellen mit Schildern: „Zur Brainstream-Echokammer hier lang!“ und „Am Ende dieses Tunnels erwartet Sie: Brainstream statt Mainstream!“, "Vorsicht, Sie könnten Ihre Meinung ändern!" Dann die Reaktionen der Gäste und der Messe-Aufsicht filmen! Ja, das wäre ein Clou!

Subversiver
18. Oktober 2019 10:53

"Die Verkehrsführung ist eindeutig, sie wird durch einen rechts sich fortsetzenden roten Teppich signalisiert, während zu uns eine Schwelle, der Wechsel auf grauen Untergrund, überwunden werden muß."
-----

Rein aus ästhetischen Gründen würde ich auf grauem Untergrund laufen und roten meiden.

Seneca
18. Oktober 2019 13:46

@Franz Bettinger: Volle Zustimmung („Bücher auf Buchmessen messen?“) und gute Idee mit Schildern für die verbleibenden Tage. Ansonsten sollte GK wirklich innovativ ganz neu denken, aber außerhalb der Verlegermesse in Frankfurt. Warum nicht einmal digital und international denken?

Tante Blecki
18. Oktober 2019 14:39

@nigromontanus "... weil die Veranstalter damit gezwungen wären, ihre Bosheiten zumindest einmal zu reflektieren."
Rechtschreibfehler, Sie meinten sicherlich "Boosheiten".
Kurzfristig kann man nicht mehr viel arrangieren, aber Alternativen zu den großen Buchmessen gibt es mit der Online-Buchmesse, mit einem li. Projekt "Gegen-buchmasse" usw. usf. Die Frage ist, ob man ein erkennbar rein rechtes Projekt machen sollte, zu dem sich kaum "neutrale" Leute trauen, weil man ihnen Rechte als Menschenfresser eingeredet hat.
@Laurenz Ja, Antaios macht schon eigene Veranstaltungen, das ist richtig.

Jan
18. Oktober 2019 15:43

Die Methoden sind nicht nur stark diskriminierend, sondern zeugen vor allem von einer schwachen Selbstgewissheit. Am Umgang mit Antaios und JF zeigt sich, dass die Messeveranstalter nur noch eine einzige Meinung ertragen und aggressiv gegen jeden Abweichler vorgehen. Verhält sich so jemand, der sich seiner Sache absolut sicher ist? Nein, denn sonst könnte er problemlos andere Positionen aushalten und sich diesen stellen. Ganz tief im Hinterkopf wissen die Veranstalter, dass ein Großteil ihres Weltbildes Illusion, Utopie und "Fantasy" ist und mit der Realität wenig zu tun hat. Antaios und JF erinnern sie daran, also ab in die hinterste Ecke - aus den Augen, aus dem Sinn. Die Verbannung ist reiner Selbstschutz, damit sich das links-grüne Juste-Milieu weiterhin ungestört und unwidersprochen ihre Lebenslügen gegenseitig vorlesen kann.

Wie klein und armselig sie sind, dass sie solche Methoden nötig haben. Charakterzwerge.

Das blaue Quadrat
18. Oktober 2019 20:50

In Leipzig war noch "kein Bock auf einen Platz am Katzentisch" angesagt. Daß dieser auch in Frankfurt winken würde: absehbar, soweit eine Aktion wie im letzten Jahr nicht wiederholbar. Was sind die Gründe für den Sinneswandel?

Thorsten B
18. Oktober 2019 21:15

2017 war prägend - - - unsere damals 15 jährige Tochter erlebte seinerzeit auf der einen Seite die irren und lauten Antifanten und auf der anderen Seite die netten Leute von denen wir unseren Kater haben - heute schleppt sie ihre Freunde mit Selbstverständlichkeit auf die AfD Veranstaltungen.
*
hätte auch gern dieses Jahr geholfen die Sackgasse etwas zu bevölkern - wir sind aber im Nachbarbundesland zur Wahlkampfhilfe - den hoffentlich zahlreichen Besuchern morgen Prost zum Biere

Seneca
18. Oktober 2019 22:46

Konkrete Idee: Podcasts für Buchbesprechungen mit Autoren/Lesern etc max 12 Minuten (keine Buchbesprechungen als Videos ! Bilder lenken von Inhalten, Stimmen und Nuancen ab). Schlechtes Beispiel,weil langweilig, ist von „Rechts gelesen“. Gutes Beispiel ist der englische Spectator. Wichtig sind markante Stimmen und kurze knackige Besprechungen zB Buchbesorechungen zu bestimmten Anlässen wie Feiertage/Geburtstage historischer Personen etc etc Wer dann tiefer einsteigen will, wird das Buch gerne beim Verlag bestellen. Wenn hässliche Bilder und Videos links sind, dann sind Podcasts rechts....

Maiordomus
19. Oktober 2019 07:28

War letztes Mal vor 20 Jahren in Frankfurt, damals als ein noch zumindest mittelprächtiger Autor, der immerhin regelmässig in der FAZ besprochen wurde. Aber es war schon damals klar, dass man abseits des Mainstreams sich gerade an dieser Buchmesse als absoluter Nobody vorkommen muss und sich die Präsenz dort fürderhin nicht mehr antun sollte. Mein Ersatz-Frankfurt diese Woche war eine Buchhandlung mit chaotischem Antiquariat in Schaffhausen. Dort wurde der neueste Titel von Volker Mohr angeboten, übrigens in einer Auflage von 200 Stück. Da muss man zugreifen nach dem Motto "Es hat, solange es noch hat!"

Thomas Martini
19. Oktober 2019 11:08

"Hold the fort and return home safe!" - Lotta Vorbeck

Für den Rückweg: Links, Zwo, Drei, Vier, im Gleichschritt Marsch, den rechten Arm hochgehoben und nach London, New York und Washington gegrüsst.

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"Es ist ein wundersames Land, in dem der Weg in die große Sackgasse mit roten Teppichen ausgelegt ist und der Weg in die Zukunft durch eine kleine Sackgasse führt." - limes

An der OMF-BRD ist absolut nichts wundersam. Die Entzauberung des demokratischen Herrschaftssystems nach anglo-amerikanischer Bauart: Kubitscheks Verweis auf Alexis de Toqueville. Folglich ist der Weg in die große Sackgasse lediglich das Weitermarschieren an der Seite der USA, und die einzige Chance auf eine bessere Zukunft, die konsequente und kompromißlose Abwendung vom anglo-amerikanischen Völkermordimperium.

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"Was treibt Leute auf Buchmessen? Die Vermessenheit zu glauben, man könne auf Buchmessen die Bedeutung von Büchern messen?" - Franz Bettinger

Grüß Gott Herr Bettinger, wenn wir uns nächste Woche sehen und kennenlernen, bekommen Sie von mir mal die Messe gelesen.

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"Wenn es noch eines Beweises
bedurft hätte, wie weit dieses Land
heruntergekommen ist:
hier haben wir ihn." - Dieter Rose

Für mich sind die Kommentare und Reaktionen hier mal wieder ein Beweis dafür, wie tief Deutschland gesunken ist.

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"Ansonsten sollte GK wirklich innovativ ganz neu denken, aber außerhalb der Verlegermesse in Frankfurt. Warum nicht einmal digital und international denken?" - Seneca

Was Sie "international" nennen, ist ausschließlich die geistig-seelische Orientierung an der englischsprachigen Welt. International, das würde auch Französisch, Spanisch, Chinesisch, Arabisch und viele weitere Sprachen und Denkwelten umfassen. Nicht nur die Englische.

Herr Kubitschek bekommt mit seinem Verlag mal wieder die Folgen der amerikanischen Besatzerherrschaft und der jahrzehntelangen alliierten Gehirnwäsche zu spüren. Großartige Idee, daraufhin noch mehr Veramerikanisierung ("Internationalität") zu empfehlen.

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"In Leipzig war noch 'kein Bock auf einen Platz am Katzentisch' angesagt. Daß dieser auch in Frankfurt winken würde: absehbar, soweit eine Aktion wie im letzten Jahr nicht wiederholbar. Was sind die Gründe für den Sinneswandel?" - das blaue quadrat

Das wird Herr Kubitschek uns nicht verraten, aber meine Vermutung lautet: Es hat mit Leuten im Hintergrund zu tun, für die man in Frankfurt Präsenz zeigt.

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"Es geht uns gut in unserer Gasse. Ich bin nicht ungern hier, denn ich erlebe Verfahrensweisen und Unverfrorenheiten, von denen ich einmal meinen Enkeln werde berichten können." - Götz Kubitschek

Wenn die Selbstverharmlosung nicht fruchtet, soll es also die Selbstverleumdung richten?

MARCEL
19. Oktober 2019 15:05

Habe nochmals die Eingangszeile gelesen. Wenn Antaios&Co im Bereich des Notausgangs liegen, werden die Massen im Katastrophenfall auf Sie zugerannt kommen! Könnte man als Metapher für Zukünftiges in unserem Land ansehen, oder? ... Grüße nach Frankfurt

Andreas Walter
19. Oktober 2019 18:03

Würde Ihre Netzseite Reconquista heissen, Herr Kubitschek, dann würde ich Sie jetzt auch bemitleiden. So aber sage ich Ihnen, Sie haben es fast geschafft. Sogar die passende Tür ist bereits ganz in Ihrer Nähe. Ausstieg bitte rechts.

Deutschland ist nämlich ein Land der Zeloten, der Pharisäer und Idioten, und selbst die Sikarier sind auch bereits da. Es ist darum Zeit zu gehen. Denn je näher man der Wahrheit kommt, um so weniger ist man noch Teil des Ganzen.

Das blaue Quadrat
19. Oktober 2019 20:21

Halb OT, aber muß mal raus:
@Thomas Martini
Ich habe eine Frage gestellt, und möglicherweise erhalte ich Antworten. Was ich nicht brauche, sind Vermutungen, die kann ich selber. Vielleicht einfach mal Klappe halten statt Kommentare fleddern. Dankeschön.

Lotta Vorbeck
19. Oktober 2019 21:12

"Wir haben zwei Mal gewonnen.
Jetzt haben wir die Wurstpelle in der Hand.
Und irgendwie, ist es dann auch gut."

Götz Kubitschek

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Antaios auf der Frankfurter Buchmesse 2019 – Zwischenfazit

https://youtu.be/IGmqH1mmk9o

veröffentlicht am 19.10.2019

Fredy
20. Oktober 2019 01:21

@Martini

Bist recht festgefahren. Der beste Allrad und eine gute Differentialsperre bringt dich da nicht raus. Lass uns einen Antiamerikanismus-Bot programmieren.

H. M. Richter
20. Oktober 2019 09:57

Danke, Lotta Vorbeck, für den Hinweis auf das Antaios-Zwischenfazit zur diesjährigen Frankfurter Buchmesse!

Und was das kubitschek'sche Wurstpellenzitat betrifft, hat mir dies doch sofort Ihr Bismarck-Zitat - "Je weniger Leute davon wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie" - ins Gedächtnis gerufen, vor allem aber werde ich wohl niemals Ihr Hohelied auf Wurst und Fleisch vom 29. Oktober 2018 vergessen und das im selben Kommentarstrang vom hochverehrten Schweizer Meister M. abgelegte Bekenntnis, sein Bruder sei nicht nur in der Schweiz ein mehrfach preisgekrönter Metzgermeister, sondern vor 25 Jahren in einem "internationalen Wettbewerb" auch für die "zweitschönste Blutwurst Europas" ausgezeichnet worden.
https://sezession.de/59527/wir-koennen-der-welt-nichts-geben-wenn-wir-nichts-haben.

Wohl dem, wer als Buchmacher in Frankfurt zwar in die Sackgasse gesteckt wurde, sich aber dort auch diesmal - wie zu lesen und sehen ist - die Butter nicht vom Brote nehmen läßt und anschließend jederzeit Verlagsfreunde wie Leserschaft zum 'Schlachtefest' laden kann!

NatBol
20. Oktober 2019 10:01

Nun, ist es nicht gängige Sicht vieler Religionslehrer und Philosophen: der Weg zur Hölle ist breit und bequem, der Weg zum Licht jedoch steinig und eng?
In diesem Sinne hat die Messeleitung Frankfurt doch verdeutlich, wo die wahre, die tiefe Erkenntnis, das Frische, das Unverbrauchte, das Lichtgezeugte zu finden ist, wenn man denn finden möchte und für die steinigen Suche nicht zu bequem oder ängstlich ist. Dies geschah gewiß ganz unbewußt, denn diesen zivilgesellschaftlich genordeten BRD-Patentdemokraten sollte man weder bösartig noch sonstwie irgendeine Erkenntnis unterstellen!

NatBol
20. Oktober 2019 10:09

Am Notausgang? Wie passend!

Ratwolf
20. Oktober 2019 11:12

Meine Ex-Frau mit meiner Tochter sind gerade zu Besuch. Die meint, dass das alles soweit in Ordnung ist. Und AfD sei keine demokratische Partei. Der Hirsebauer von der AfD hat selber Schuld. Auf den Hinweiß, dass es Gesetze, eine Verfassung und demokratische Grundregeln gibt, kamen die üblichen Antworten aus den Sendern (WDR5) und den Parteiebaraken der SPD & Grünen: Man müsse gegen solche Tendenzen angehen.

Auf die Frage, dass dies keine Antwort auf den Hinweiß sein kann, kippte die Stimmung und eine Studienrätin verwandelte sich justamente in einen Ankläger der Jakobiner.

Die bisherige Ordnung soll eben in eine neue Ordnung umgewandelt werden. Wie die neue Ordnung aussehen soll, davon hat man bei den Linken nur schemenartige Vorstellungen. Es geht hauptsächlich um mehr Bequemlichkeiten.

Wie bei meinen Besuch, welcher innerhalb kürzester Zeit mein geordnete Wohnung in einen unglaublichen Saustall verwandelt hat.

Zustände, welche laborartig die ganzen Zustände und Probleme in Deutschland und Europa abbilden.

Solange man einen ausreichenden Sold über den Wohlfahrtskomitee bekommt und andere für einen arbeiten, funktioniert das wohl.
Die Zeitkonstanten solcher (Über-)Lebensmodelle sind nachgewiesener Weise negativ und stehen im Exponenten.

zeitschnur
20. Oktober 2019 12:02

KGE hat ja gerade eine Hetzrede im Bundestag gehalten, die unter jedem intellektuellen Niveau schreddert. Diese FDJ-Propagandaabteilungssekretärinnen haben merkwürdigerweise die selben Symptome ...
Gegen "den Feind" mal wieder, also DEN Feind.
https://twitter.com/GrueneBundestag/status/1184859812858859520?s=20
Oder hier: https://www.focus.de/politik/deutschland/gruenen-fraktionschefin-goering-eckardt-bezeichnet-grossteil-der-afd-als-nazis-und-faschisten_id_11249112.html

In dieser Rede erwähnte sie explizit "Schnellroda" und "Götz Kubitschek", den "geistigen Vater" der AfD (!), weil sie AfD-Politikern vorwarf, kürzlich in dieses angebliche Nest an Gewalttätern und Schuldigen an jedwedem Attentat, gereist zu sein, und glauben, man "müsse Teile des Volkskörpers abspalten".

In dieser irrsinnigen Gemengelage ist es ein Ritterschlag, wenn man von dieser Meute wegen Andersdenkens diffamiert und in eine notdürftig zurechtgezimmerte Sackgasse gedrängt wird.
Man muss das andersherum sehen:
Künftig sollte man sich explizit für diesen Sackgassenplatz bewerben und im Vorfeld Werbung machen dafür, dass die Nischen das Refugium des Geistes sind, der in Deutschland wieder einmal ausgetrieben wird von dem selben Ungeist, den wir schon hatten und der immer wieder in neuen Gewändern eines Lichtengels erscheint und immer wieder erneut hofiert wird.
Alle alternativen Denker und Verlage sollten dies tun.
In der Hallenmitte lässt man die Langweiler, Sinkflieger und Pfötchengeber ihre Produkte ausstellen. Die Finsternis wird nicht heller, wenn das Licht fehlt, egal wo sie Raum nimmt ...
In den Nischen stehen die Seitenaltäre, die für das echte Geistesleben und damit Licht zeugen. Wer sich im Finstern wohlfühlt, wird das Licht scheuen wie der Teufel das Weihwasser. Die Sezession findet auch ganz ohne Nachhilfe statt. KGE sollte das als Möchtegerntheologin eigentlich wissen.

Dass sich KGE allerdings so getroffen fühlt von der Idee, dass sie und ihre Schwarmfreunde, die Deutschland doch so offenkundig nicht lieben und stolz darauf sind, dass sie es gewaltsam und gegen den Willen der eigentlichen Inhaber des Landes umformen wollen, dann eben konsequent ausgeschieden werden, wundert mich allerdings: sie müsste das doch eigentlich begrüßen. Was juckt sie der kleine Rest verbliebener, nach ihrer Meinung doch eh "gefährlicher" Deutscher? Gehört sie denn doch nicht zum #wirsindmehr? Warum freut sie sich denn nicht, wenn man sich trennt aus ihren heiligen Kreisen? Dachte sie, die Permanentdiffamierten würden an ihrem Busen bleiben?
Oder weiß sie anders herum genau, dass der Unsinn, den sie tagtäglich verzapft, nicht nur Unsinn, sondern auch wegen des nulla ratio-Charakters nicht mehrheitsfähig ist und das Imperium eines Tages zurückschlagen wird? Wenn sie schon aufgehört hat zu denken, sagt es ihr wenigstens noch ihr Bauch, und daher diese panische Reaktion der Bestie vor der Maus?

Es gibt ein Danach. Vor dem muss man bestehen.

Also: Ein Hoch auf die Nischen, ein Salut für die Refugien.
Das Randständige, das von keiner Zentrifugalkraft beeinflusst wird, ist am Ende das Überlebende. Das war immer so und wird immer so bleiben.

Seneca
20. Oktober 2019 12:29

@Martini: es geht bei „international“ in keiner Weise um eine vorgeschlagene „Amerikanisierung“ von rechts. Vielmehr geht es darum, mehr und schneller von anderen zu lernen. Was ist bei diesen ähnlich, was unterschiedlich? Was machen diese besser, was schlechter? Zahlreiche Umstände und Fragestellungen in europäisch begründeten Ländern im Zeitalter der Globalisierung und Migration sind ähnlich („Wie das Eigene realistisch bewahren?“). Eine internationale, europäische Rechte ist heute wichtiger denn je. Silo-Denken hilft nur der Gegenseite.

Lotta Vorbeck
20. Oktober 2019 13:08

@H. M. Richter - 20. Oktober 2019 - 09:57 AM

"... Und was das kubitschek'sche Wurstpellenzitat betrifft, hat mir dies doch sofort Ihr Bismarck-Zitat - "Je weniger Leute davon wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie" - ins Gedächtnis gerufen, vor allem aber werde ich wohl niemals Ihr Hohelied auf Wurst und Fleisch vom 29. Oktober 2018 vergessen und das im selben Kommentarstrang vom hochverehrten Schweizer Meister M. abgelegte Bekenntnis, sein Bruder sei nicht nur in der Schweiz ein mehrfach preisgekrönter Metzgermeister, sondern vor 25 Jahren in einem "internationalen Wettbewerb" auch für die "zweitschönste Blutwurst Europas" ausgezeichnet worden.
https://sezession.de/59527/wir-koennen-der-welt-nichts-geben-wenn-wir-nichts-haben.

Wohl dem, wer als Buchmacher in Frankfurt zwar in die Sackgasse gesteckt wurde, sich aber dort auch diesmal - wie zu lesen und sehen ist - die Butter nicht vom Brote nehmen läßt und anschließend jederzeit Verlagsfreunde wie Leserschaft zum 'Schlachtefest' laden kann!"

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Danke, H.M. Richter - Sie müssen ein phänomenales Gedächtnis haben!

Nicht auszuschließen, daß sie uns demnächst nicht nur die Butter vom Brote kratzen, sondern versuchen, uns auch den Mostrich und schließlich das Brot gänzlich wegzunehmen.

Eine meiner Großmütter pflegte zu sagen: "In allzugroßer Not, schmeckt die Wurst auch ohne Brot."

Na dann - Schlachteplatte, Wellfleisch und Fellgieker voraus!

Lotta Vorbeck
20. Oktober 2019 13:09

@Ratwolf - 20. Oktober 2019 - 11:12 AM

"Meine Ex-Frau mit meiner Tochter sind gerade zu Besuch. Die meint, dass das alles soweit in Ordnung ist. Und AfD sei keine demokratische Partei. Der Hirsebauer von der AfD hat selber Schuld.

... kippte die Stimmung und eine Studienrätin verwandelte sich justamente in einen Ankläger der Jakobiner.

Die bisherige Ordnung soll eben in eine neue Ordnung umgewandelt werden. Wie die neue Ordnung aussehen soll, davon hat man bei den Linken nur schemenartige Vorstellungen. Es geht hauptsächlich um mehr Bequemlichkeiten.

Wie bei meinen Besuch, welcher innerhalb kürzester Zeit meine geordnete Wohnung in einen unglaublichen Saustall verwandelt hat.

Zustände, welche laborartig die ganzen Zustände und Probleme in Deutschland und Europa abbilden.

Solange man einen ausreichenden Sold über den Wohlfahrtskomitee bekommt und andere für einen arbeiten, funktioniert das wohl.

..."

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Es ist halt schön,
Wenn wir die Gäste kommen seh'n.
Schön ist es ferner, wenn sie bleiben
und sich mit uns die Zeit vertreiben.
Doch wenn sie schließlich wieder geh'n,
ist's auch recht schön.

Wilhelm Busch

Franz Bettinger
20. Oktober 2019 15:09

@Zeitschnur schreibt humorvoll: "Künftig sollte man sich explizit für den Sackgassenplatz bewerben und im Vorfeld schon Werbung dafür machen.“ Das gefällt mir. Vielleicht noch einen Sezession-Preis für den Kunden ausloben, der die Schnitzeljagd vom Eingang zur Ecke der Verdammten am schnellsten bewältigt ?! Ja, mit Humor, Gelassenheit und ein bisschen Frechheit kommt man auch voran. Clous, intelligente Witze und Sex im weitesten Sinne (ich kann’s nicht ändern und will’s auch nicht) sind so unwiderstehlich, dass die Presslümmel nicht anders können werden, als wie angefüttert in die grauen Ecken und Gassen zu streben, um ja nichts zu verpassen. Immer ein bisschen was in Szene setzen und durchsickern lassen! Inszenierung, that’s the name of the game.

paernu
20. Oktober 2019 20:52

Die Frage ist was ist Sinn und Zweck einer solchen Veranstaltung. Ich war Samstag und Sonntag da, auch um zu zeigen, dass man sich nicht in die Sackgasse drängen lässt. Sehr gutes Gespräch mit Frau Sommerfeld. Ist das alles den Aufwand wert? Welche Möglichkeit gibt es sonst im Westen in Kontakt zu kommen. Das entscheidende ist doch zu merken man ist nicht allein. Wenn jetzt kein Stand auf der Buchmesse wäre, was gewinnt man dadurch? ok man spart das Geld.
Wie geistig arm ist die Messeleitung in dieser meiner Heimatstadt Sie alle so zu behandeln.
Mir hat es trotzdem gefallen, habe vier Bücher gekauft und nette Gespräche gehabt. Würde mich freuen wenn es nächstes Jahr wieder so wäre.

Lotta Vorbeck
25. Oktober 2019 20:04

Verlag Antaios auf der Frankfurter Buchmesse 2019 – Fazit von Götz Kubitschek

https://youtu.be/RYGP4FNhP3k

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